{"id":84446,"date":"2022-06-02T08:11:51","date_gmt":"2022-06-02T06:11:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446"},"modified":"2022-06-02T08:11:51","modified_gmt":"2022-06-02T06:11:51","slug":"hinweise-des-tages-4122","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h01\">Lindners Haushalt ist eine tickende Zeitbombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h02\">&raquo;Eine Schutzzone f&uuml;r Islamisten&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h03\">Frieden schaffen mit modernen Waffen: Biden definiert die US-Kriegsziele mit einem Paukenschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h04\">Ukraine, Deutschland und die EU: Der Sachstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h05\">Folgen des Ukraine-Kriegs: Wie sehr &Ouml;l- und Gaskonzerne vom Krieg profitieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h06\">Der Erdgaspoker der EU (IV)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h07\">Krieg im Krieg: Der Kampf um Land und gentechnisch ver&auml;nderte Landwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h08\">Versorgungsengp&auml;sse: &ldquo;Die Lage an Kinderkliniken ist dramatisch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h09\">Neue Zahlen zum real existierenden Pflegenotstand: Bis zu 50.000 Pflegekr&auml;fte sollen auf den Intensivstationen fehlen, so eine neue Studie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h10\">Vonovia kriegt Hals nicht voll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h11\">Ampel-Streit ums Klimageld: Die gro&szlig;e Preisfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h12\">Internet-Kontrolle: Medienaufsicht promotet &Uuml;berwachungs-KI in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h13\">&raquo;Klare Ziele. Da m&uuml;ssen wir wieder hin&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84446#h14\">Das Letzte: Kalte Dusche f&uuml;r Sch&uuml;ler und Sportler: Lahn-Dill-Kreis stellt in Schulen und Hallen das warme Wasser ab<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lindners Haushalt ist eine tickende Zeitbombe<\/strong><br>\nF&uuml;r dieses Jahr plant Finanzminister Lindner eine massive Neuverschuldung. Doch f&uuml;r die kommenden Jahre sieht er einen harten Sparkurs vor. Das muss schief gehen.<br>\nChristian Lindner macht Schulden. Dieses Jahr sind im Haushalt rund 140 Milliarden Euro Schulden geplant sowie weitere 100 Milliarden f&uuml;r die Bundeswehr, die &uuml;ber einen Extrahaushalt finanziert werden sollen. Angesichts dessen scheint Lindner das Finanzministerium tats&auml;chlich als &raquo;Erm&ouml;glichungsministerium&laquo; zu begreifen, wie er am Anfang der Legislatur versprach. Progressive bis konservative Politiker, Wissenschaftlerinnen und Medien haben Lindner daraufhin zum neuen Schuldenk&ouml;nig auserkoren. Diese Darstellung ist genauso falsch wie Lindners Fiskalpolitik.<br>\nNat&uuml;rlich stimmt es, dass unter Lindner Schulden gemacht werden. Das hat allerdings wenig mit Lindner selbst zu tun. Von den rund 140 Milliarden Schulden im Bundeshaushalt wurden 100 Milliarden schon von der Vorg&auml;ngerregierung zur Bew&auml;ltigung der Folgen der Coronapandemie eingeplant. Die restlichen 40 Milliarden sind f&uuml;r die soziale Abfederung der Folgen des Ukrainekriegs vorgesehen. Die 100 Milliarden Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Aufr&uuml;stung sind wiederum Ergebnis der sicherheitspolitischen Zeitenwende. Christian Lindner hat also &ndash; abgesehen von dem Zweck des Sonderverm&ouml;gens &ndash; gute Argumente auf seiner Seite, die seine Erz&auml;hlung st&uuml;tzen k&ouml;nnen. Wer in einer Krise, wie wir sie jetzt erleben, auf Sparkurs setzt, w&auml;re wahnsinnig. Daher hat die FDP-Fraktion auch im Jahr 2020 f&uuml;r die Aussetzung der Schuldenbremse gestimmt.<br>\nSchon vor ihm haben Konservative und Wirtschaftsliberale in Krisenzeiten Schulden gemacht &ndash; und das werden sie auch in der Zukunft tun. An sich ist das nichts Besonderes und leuchtet jedem ein, der ein Mindestma&szlig; an &ouml;konomischem Grundverst&auml;ndnis mitbringt. Daher ist es v&ouml;llig verk&uuml;rzt, in Christian Linder einen Schuldenk&ouml;nig zu sehen, blo&szlig; weil er in einem Krisenjahr Schulden macht &ndash; vor allem weil klar ist, dass Lindner zur Austerit&auml;t zur&uuml;ck m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/lindners-haushalt-ist-eine-tickende-zeitbombe-neuverschuldung-bundeshaushalt-sondervermogen-ampel-koalition\/\">Lucas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Eine Schutzzone f&uuml;r Islamisten&laquo;<\/strong><br>\nT&uuml;rkischer Pr&auml;sident plant Invasion in Nordsyrien, falls Schweden und Finnland der NATO-Beitritt gew&auml;hrt werden sollte. Ein Gespr&auml;ch mit Khaled Davrisch<br>\nKhaled Davrisch ist Vertreter der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien in der Bundesrepublik<br>\nLetzte Woche hat der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan angek&uuml;ndigt, in Nordsyrien eine 30 Kilometer tief ins Land reichende sogenannte Schutzzone besetzen zu wollen. Wie ernst nehmen Sie diese Drohungen eines erneuten Einmarsches in das Selbstverwaltungsgebiet?<br>\nErstens m&ouml;chte ich klarstellen: Schutzzone f&uuml;r wen? Eine Schutzzone f&uuml;r Dschihadisten oder Islamisten? Erdogan plant die Schutzzone nicht f&uuml;r die Zivilbev&ouml;lkerung, sondern f&uuml;r seine Gruppierungen, um dort eine Art Truppe zur Hand zu haben, die er &uuml;berall im Nahen und Mittleren Osten bewegen kann. Wir sehen ja, wie in Libyen, im Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, aber auch im Nordirak islamistische K&auml;mpfer eingesetzt werden. Die Einmarschdrohungen nehmen wir sehr ernst. Deshalb haben sowohl die Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien als auch die Syrischen Demokratischen Kr&auml;fte Gespr&auml;che mit der Internationalen Allianz gegen den &raquo;Islamischen Staat&laquo;, IS, gef&uuml;hrt. Ein Einmarsch h&auml;tte eine St&auml;rkung des IS zur Folge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427604.neues-vom-kriegsb%C3%BCndnis-eine-schutzzone-f%C3%BCr-islamisten.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Erdogan setzt NATO unter Druck<\/strong><br>\nErdogan stellt die NATO unter Druck: Der t&uuml;rkische Pr&auml;sident fordert Finnland und Schweden auf, die Kurden auf dem Altar der Geopolitik zu opfern. Und die Norderweiterung der NATO muss einstimmig beschlossen werden. Es wird klar: Mit der vielbeschworenen &ldquo;Wertegemeinschaft&rdquo; ist es nicht weit her.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/erdogan-setzt-nato-unter-druck\/%20\">Hintergrund<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>T&uuml;rkei bricht Kontakt zu Griechenland ab<\/strong><br>\nIst die Nato schon wieder hirntot? Wenn nein, dann sollte sie schleunigst reagieren. Denn die T&uuml;rkei bricht den diplomatischen Kontakt mit Nato-Partner Griechenland ab &ndash; und droht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/update-tuerkei-bricht-kontakt-zu-griechenland-ab\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frieden schaffen mit modernen Waffen: Biden definiert die US-Kriegsziele mit einem Paukenschlag<\/strong><br>\nDas &uuml;berrascht: Der US-Pr&auml;sident k&uuml;ndigt weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an &ndash; aber vor allem, um deren Verhandlungsposition zu st&auml;rken. Eine Analyse. [&hellip;]<br>\nDer Paukenschlag besteht in der Ank&uuml;ndigung Bidens, der Ukraine eine Vielzahl modernster Waffen liefern zu wollen. Dazu z&auml;hlen Raketenwerfer, Stinger-Raketen, Hubschrauber, Panzerabwehrwaffen, Artillerie, Radarsysteme. Die Waffen sind Teil eines Pakets im Wert von 700 Millionen US-Dollar (652 Millionen Euro).<br>\nAls Ziel dieser Waffenlieferungen &ndash; und damit zur Melodie der Triangel &ndash; definiert Biden indes nicht den Sieg der Ukraine, sondern deren m&ouml;glichst starke Position am Verhandlungstisch (&bdquo;be in the strongest possible position at the negotiating table&ldquo;).<br>\nZustimmend bezieht sich der US-Pr&auml;sident auf eine Aussage Selenskyjs, den er mit dem Satz zitiert, dass der Krieg nur durch Diplomatie beendet werden k&ouml;nne (&bdquo;will only definitively end through diplomacy&ldquo;). Gleich im n&auml;chsten Satz Bidens hei&szlig;t es, dass in jeder Verhandlung die am Boden geschaffenen Fakten ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssten (&bdquo;Every negotiation reflects the facts on the ground&ldquo;).<br>\nDas l&auml;sst aufhorchen. Biden nennt ausdr&uuml;cklich keine Bedingungen f&uuml;r eine Verhandlungsl&ouml;sung, die er als einzige M&ouml;glichkeit, den Krieg zu beenden, charakterisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/frieden-schaffen-mit-modernen-waffen-biden-definiert-die-us-kriegsziele-mit-einem-paukenschlag\/28391300.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Das gro&szlig;e Umdenken<\/strong><br>\nIm Prinzip sind die Vereinigten Staaten der Ukraine verpflichtet. Sie k&ouml;nnen es sich nur nicht leisten, in einen Krieg zu ziehen &ndash; um keinen Aufstand zu provozieren.<br>\nIm Mai hat US-Pr&auml;sident Joe Biden den &raquo;Ukraine Democracy Defense Lend-Lease-Akt&laquo; gezeichnet, Milit&auml;rhilfe f&uuml;r die Ukraine. Mit Lend-Lease hatte Amerika schon die Alliierten im Zweiten Weltkrieg vor dem eigenen Kriegseintritt unterst&uuml;tzt. 50 Milliarden Dollar hatte der U.S. Kongress damals auf Wunsch von Franklin D. Roosevelt zur Verf&uuml;gung gestellt, gestreckt auf mehrere Jahre, was heute ungef&auml;hr das Zwanzigfache darstellt. Die Sowjetunion bekam elf Milliarden, den gr&ouml;&szlig;ten Brocken erhielt Gro&szlig;britannien mit 31,4 Milliarden Dollar (den Rest teilten sich zwei dutzend andere Alliierte), nicht nur in Cash, auch in der Form von Kriegsschiffen, Panzern oder Hubschraubern, die von amerikanischen R&uuml;stungsfirmen produziert wurden. Ohne die Lend-Lease aus den USA, r&auml;umte Stalin ein, h&auml;tte die Sowjetunion den Zweiten Weltkrieg nicht gewinnen k&ouml;nnen.<br>\nOrganisiert wurde Lend-Lease von Harry Hopkins, Roosevelts Verbindungsmann zu Stalin, der Uncle Joe sehr nahestand und dessen oberstes Ziel es war, eine Verst&auml;ndigung zwischen Stalin und Hitler zu verhindern. Lend-Lease war f&uuml;r Roosevelt zun&auml;chst ein Kompromiss, denn viele Amerikaner wollten nach dem Ersten Weltkrieg, der mehr als hunderttausend Soldatenleben gekostet hatte und in eine Depression m&uuml;ndete, keine Truppen schicken. Erst nach Pearl Harbor &auml;nderte sich das dramatisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/ukraine-und-usa-das-grosse-umdenken\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine, Deutschland und die EU: Der Sachstand<\/strong><br>\nEs l&auml;uft nicht rund in der Ukraine. Kiew droht den milit&auml;rischen, die EU den wirtschaftlichen Teil des Krieges zu verlieren. An der medialen Heimatfront br&ouml;ckelt das Narrativ. Doch die deutsche Politik bleibt weiter auf Kriegskurs. Von Diplomatie keine Spur.<br>\nEs l&auml;uft nicht gut f&uuml;r den Westen in der Ukraine. Der deutsche Medienkonsument merkt das vor allem daran, dass die Nachrichten von den K&auml;mpfen in der Ukraine weniger werden und in den Hintergrund r&uuml;cken. Das Thema Wirtschaftskrieg ist st&auml;rker im Fokus. Der milit&auml;rische Teil scheint sich seinem Ende zuzuneigen. Im Internet kursieren immer mehr Dokumente einer v&ouml;llig demoralisierten, sich in Aufl&ouml;sung befindlichen ukrainischen Armee. Schlecht ausger&uuml;stet und ausgebildet, verweigern immer mehr Einheiten den Dienst. In der vergangenen Woche verdeutlichte ein Vorschlag einer Abgeordneten des ukrainischen Parlaments der Selenskij-Partei &ldquo;Diener des Volkes&rdquo;, wie brisant die Lage sein muss. Sie schlug vor, Soldaten, die die Waffen niederlegen wollen, vor Ort zu erschie&szlig;en. Dieser Vorschlag wurde zwar nicht angenommen, aber er verdeutlicht, wie verzweifelt man in Kiew offenbar ist.<br>\nAngesichts der Bilder schlecht ausger&uuml;steter ukrainischer Soldaten stellt sich zudem die Frage, was mit all den Waffen passiert ist, welche der Westen geliefert hat. Wurden die auf dem Hinweg vom russischen Milit&auml;r zerst&ouml;rt? Wurden die auf die Schwarzm&auml;rkte umgeleitet und zu Geld gemacht, das in die Kassen ukrainischer Politiker und Oligarchen floss? Die zweite Erkl&auml;rung w&auml;re keine gute Nachricht f&uuml;r die Sicherheit in Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/139865-ukraine-deutschland-und-die-eu-der-sachstand\/\">Gert Ewen Ungar auf RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Freiwilliger der ukrainischen Territorialverteidigung: &ldquo;Wir werden in den sicheren Tod geschickt&rdquo;<\/strong><br>\nIm Donbass scheint Russland auf dem Vormarsch zu sein. &Uuml;ber Propaganda und Wirklichkeit des Krieges<br>\nDie ukrainische Propagandamaschine hat bislang &uuml;berragend funktioniert, w&auml;hrend die russische dank Zensur im eigenen Land vielleicht das Bild einer angeblich erfolgreichen &ldquo;Sonderoperation&rdquo; mit gro&szlig;en Verlusten der Ukraine aufrechterhalten konnte. Die ukrainische F&uuml;hrung konnte bislang &uuml;berzeugen, wozu auch die Schlie&szlig;ung von oppositionellen Medien und die verordnete staatliche Propaganda in den verbliebenen Fernsehsendern beigetragen hat, dass der heldenhafte Widerstand der ukrainischen Truppen der russischen Armee gro&szlig;e Verluste zugef&uuml;gt, ihren Vormarsch gestoppt und teilweise zur&uuml;ckgeschlagen hat.<br>\nSeit Anfang April herrschte der Tenor vor, dass die Ukraine siegen und die Russen zur&uuml;ckschlagen wird, wozu nur ausreichend Waffen aus dem Westen und sch&auml;rfere Sanktionen gegen Russland notwendig seien. Ob das den Westen &uuml;berzeugt hat oder die von ihm ausgehende Devise war, ist noch nicht wirklich zu kl&auml;ren. Die Verluste der Ukraine werden verschwiegen, wie das auch Russland macht.<br>\nSeit der Verlagerung der Front in den Donbass und den Versuchen, ukrainische Truppenverb&auml;nde einzuschlie&szlig;en, beginnt das ausgegebene Bild aber Risse zu erhalten. Dort haben die russischen Truppen Luft&uuml;berlegenheit. Ihre Angriffe nehmen die seit 2014 von der Ukraine ausgebauten Verteidigungsanlagen in den St&auml;dten vermehrt unter Artilleriebeschuss.<br>\nOffenbar gibt es unter den ukrainischen Streitkr&auml;ften gro&szlig;e Verluste, sodass nun seit Mai verst&auml;rkt Einheiten der Territorialverteidigung an die Front kommen, die eigentlich als eine Art B&uuml;rgerwehr ihre Gemeinden sichern sollten, aber nicht f&uuml;r den Kampf an der Front ausgebildet und auch nicht mit entsprechenden Waffen ausger&uuml;stet wurden.<br>\nEs sollen viele sterben, sich weigern zu k&auml;mpfen oder sich ergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Freiwilliger-der-ukrainischen-Territorialverteidigung-Wir-werden-in-den-sicheren-Tod-geschickt-7128790.html%20\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine Fires Own Human Rights Chief For Perpetuating Russian Troop &lsquo;Systematic Rape&rsquo; Stories<\/strong><br>\nBut recently, within the last couple of weeks, as investigators began to dig deeper into the allegations, it seems the media stories started to dry up. The geopolitical analysis blog Moon of Alabama details what happened in the following:<br>\nHowever, a bunch of eager NGOs in Ukraine, hoping for fresh &lsquo;western&rsquo; money for new &lsquo;rape consultation and recovery&rsquo; projects, tried to find real rape cases. They were disappointed when they found that there was no evidence that any rape had taken place.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zerohedge.com\/geopolitical\/ukraine-fires-human-rights-chief-perpetuating-russian-troop-systematic-rape-stories\">ZeroHedge<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Swiss veto Danish request to send armoured vehicles to Ukraine<\/strong><br>\nThe Swiss government has vetoed Denmark&rsquo;s request to send Swiss-made armoured personnel carriers to Ukraine, citing its neutrality policy of not supplying arms to conflict zones. The State Secretariat for Economic Affairs (SECO) rejected Denmark&rsquo;s bid to provide Piranha III infantry fighting vehicles to Ukraine, it said, confirming a report by broadcaster SRF. Neutral Switzerland requires foreign countries that buy Swiss arms to seek permission to re-export them.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/swiss-veto-danish-request-send-ukraine-armoured-vehicles-tv-2022-06-01\/\">Reuters<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Folgen des Ukraine-Kriegs: Wie sehr &Ouml;l- und Gaskonzerne vom Krieg profitieren<\/strong><br>\nDie Unternehmen verdienen pr&auml;chtig dank der hohen Preise. Das heizt die Debatte &uuml;ber Sondersteuern an. Doch da gibt es ein kleines Problem.<br>\nWer den Krieg in der Ukraine gewinnt, ist offen. Klar ist aber schon, dass die gr&ouml;&szlig;ten wirtschaftlichen Gewinner die &Ouml;l- und Gaskonzerne weltweit sein werden. Die Notierungen f&uuml;r die Rohstoffe sind kr&auml;ftig gestiegen, und das schl&auml;gt sich in h&ouml;heren Gewinnen nieder. Eine neue Studie von Wissenschaftlern des Netzwerks Steuergerechtigkeit, einer Organisation, die f&uuml;r faire Besteuerung k&auml;mpft, beziffert die zus&auml;tzlichen Profite der Branche in diesem Jahr auf global bis zu 1600 Milliarden Euro. Diese enorme Summe entspricht ungef&auml;hr der Wirtschaftsleistung Russlands im vorigen Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/eu-uebergewinne-oel-gas-steuern-italien-habeck-1.5591388\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Erdgaspoker der EU (IV)<\/strong><br>\nDie Erdgasversorgung Deutschlands und der EU ger&auml;t durch den Wirtschaftskrieg des Westens gegen Russland weiter unter Druck. Gazprom hat gestern seine Erdgaslieferungen an den d&auml;nischen Versorger &Oslash;rsted und an Shell Energy Europe eingestellt, da sie die von Moskau geforderten Zahlungsmodalit&auml;ten nicht einhalten. Bereits zuvor hatte der russische Konzern seine Exporte nach Polen, Bulgarien und Finnland wie auch in die Niederlande aus demselben Grund gestoppt. Damit nimmt die Erdgasmenge, die in der EU fehlt, weiter zu. Sp&uuml;rbare Schwierigkeiten zeichnen sich auch bei der Bef&uuml;llung gro&szlig;er Erdgasspeicher ab, die dringend n&ouml;tig ist, um sicher &uuml;ber den Winter zu kommen; im Sanktionskonflikt hat Moskau Strafma&szlig;nahmen gegen ihre Betreiber verh&auml;ngt, die ihre Belieferung mit russischem Erdgas verbieten. Gestern ist das Bundeswirtschaftsministerium dazu &uuml;bergegangen, per Ministerverordnung die Bef&uuml;llung des Speichers in Rehden zu erzwingen. Erste zus&auml;tzliche Frackinggaslieferungen sind in Aussicht, jedoch erst in einigen Jahren. In Kanada wird ein Fl&uuml;ssiggasprojekt zur Belieferung Deutschlands neu diskutiert, das 2021 gestoppt worden war &ndash; aus Klimaschutzgr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8938\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Krieg im Krieg: Der Kampf um Land und gentechnisch ver&auml;nderte Landwirtschaft<\/strong><br>\nZehn Monate bevor russische Truppen in die Ukraine str&ouml;mten, unterzeichnete der Pr&auml;sident des Landes, Wolodymyr Selenskyj, ein Gesetz, das den privaten Verkauf von Ackerland genehmigte und ein seit 2001 geltendes Moratorium r&uuml;ckg&auml;ngig machte.<br>\nEine fr&uuml;here Regierung in der Ukraine hatte das Moratorium eingef&uuml;hrt, um die weitere Privatisierung der Commons und kleiner Farmen zu stoppen, die von Oligarchen aufgekauft und in immer weniger H&auml;nden konzentriert wurden. Wie in einer Reihe kritischer Berichte &uuml;ber zehn Jahre von der dokumentiert Oakland-Institut mit Sitz in Kalifornien, Das Moratorium f&uuml;r Landverk&auml;ufe in der Ukraine zielte darauf ab, den Erwerb und die Konsolidierung von Ackerland in den H&auml;nden der einheimischen Oligarchenklasse und ausl&auml;ndischer Unternehmen zu verhindern.<br>\nDie Vermarktung von Ackerland ist Teil einer Reihe von politischen &bdquo;Reformen&ldquo;, die der Internationale W&auml;hrungsfonds als Vorbedingung festgelegt hat, damit die Ukraine Kredite in H&ouml;he von 8 Milliarden Dollar vom IWF erhalten kann.<br>\nSelbst inmitten der Pandemie gab es &bdquo;weitreichenden Widerstand der ukrainischen &Ouml;ffentlichkeit gegen die Aufhebung dieses Verbots, wobei laut einer Umfrage vom April 64 &uuml;ber 2021 Prozent der Menschen gegen die Schaffung eines Grundst&uuml;cksmarktes sind&ldquo;.<br>\nDar&uuml;ber hinaus erforderten die IWF-Darlehensbedingungen, dass die Ukraine auch ihr Verbot gentechnisch ver&auml;nderter Pflanzen aufheben und privaten Unternehmen wie Monsanto erm&ouml;glichen musste, ihr GVO-Saatgut anzubauen und die Felder mit Monsantos Roundup zu bespr&uuml;hen. Auf diese Weise hofft Monsanto, den Boykott von gentechnisch ver&auml;ndertem Mais und Soja durch eine Reihe von L&auml;ndern in Europa zu brechen.<br>\nDie These dieses Essays ist, dass die landwirtschaftliche Konkurrenz um die Landnutzung zwischen den USA und Russland &ndash; zwei gigantischen kapitalistischen L&auml;ndern mit den m&auml;chtigsten Nukleararsenalen der Welt &ndash; eine vernachl&auml;ssigte, aber wichtige Kraft ist, die den Krieg in der Ukraine antreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/covertactionmagazine.com\/de\/2022\/05\/31\/war-within-the-war-the-fight-over-land-and-genetically-engineered-agriculture\/\">ConvertAction Magazin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Wie Krieg, Sanktionen und Klimawandel den Hunger in der Welt sch&uuml;ren<\/strong><br>\nIm Westen werden immer neue Strafma&szlig;nahmen gegen Russland gefordert. Dabei sind die Gefahren absehbar, eine differenzierte Debatte steht aus<br>\nRussland hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Tass 25 Millionen Tonnen Getreideexporte f&uuml;r August bis Dezember 2022 angek&uuml;ndigt. Das ist einiges mehr als im vergangenen Jahr mit 23 Millionen Tonnen, aber weniger als in den Jahren davor, so der US-Finanzdienstleister S&amp;P Global.<br>\nZwischen Juni und Dezember 2022 sollen au&szlig;erdem 22 Millionen Tonnen D&uuml;nger exportiert werden. &Auml;gypten hat seine Weizenbestellungen in Russland schon aufgestockt, war in der Wochenzeitung Al Ahram zu lesen.<br>\nWenn Russland nun also vom Westen fordert, dass er seine Sanktionen anpasst, die den Export russischer D&uuml;ngemittel und Getreidelieferungen behindern, ist dies keine politische Forderung im engeren Sinn, wie ein Beitrag auf n-tv es auf Agenturbasis darzustellen versucht.<br>\nVielmehr ist ein Export anderenfalls nicht m&ouml;glich, weil &ldquo;internationale Transportunternehmen sich weigern, die H&auml;fen Russlands anzulaufen&rdquo;. Daf&uuml;r haben sie gute Gr&uuml;nde.<br>\nEs braucht also ein klares Signal, dass Nahrungs- und D&uuml;ngemittel aus russischer Produktion im v&ouml;lker- und handelsrechtlichen Verst&auml;ndnis westlicher Staaten rechtskonform sind, also keine extraterritorialen Strafaktionen nach sich ziehen und &ndash; rein technisch gesehen &ndash; auch bezahlt werden k&ouml;nnen.<br>\nEntsprechende Forderungen werden schon l&auml;nger auch aus der Wissenschaft erhoben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-Krieg-Sanktionen-und-Klimawandel-den-Hunger-in-der-Welt-schueren-7129551.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Versorgungsengp&auml;sse: &ldquo;Die Lage an Kinderkliniken ist dramatisch&rdquo;<\/strong><br>\n&Auml;rzteverb&auml;nde prangern dramatische Versorgungsengp&auml;sse in Kinderkliniken an. Grund sei vor allem Personalmangel &ndash; viele Betten k&ouml;nnten nicht belegt werden. Mit den im Herbst &uuml;blichen Infektionswellen drohe eine komplette &Uuml;berlastung.<br>\nMediziner haben vor Engp&auml;ssen bei der klinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewarnt. &ldquo;Die Lage der Kinderkliniken ist dramatisch und wird sich eher noch versch&auml;rfen&rdquo;, sagte der Generalsekret&auml;r der Deutschen Interdisziplin&auml;ren Vereinigung f&uuml;r Intensiv- und Notfallmedizin, Florian Hoffmann, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.<br>\n&ldquo;In vielen deutschen Kinderkliniken k&ouml;nnen auf den Kinderintensivstationen im Schnitt ein Drittel der Betten wegen Personalmangels nicht genutzt werden. In manchen Kliniken ist sogar die H&auml;lfte nicht mehr belegbar.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/lage-kinderkliniken-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neue Zahlen zum real existierenden Pflegenotstand: Bis zu 50.000 Pflegekr&auml;fte sollen auf den Intensivstationen fehlen, so eine neue Studie<\/strong><br>\nDa war doch vor einiger Zeit was jeden Tag in den Medien? Irgendwas mit diesen Intensivstationen, die &ndash; f&uuml;r eine Zeit lang &ndash; sichtbarste Speersitze der Corona-Pandemie. Parallel zu den Corona-Wellen wurde t&auml;glich &uuml;ber die Belegungszahlen der Intensivstationen berichtet. Und immer wieder wurde auch auf das Problem hingewiesen, dass vorne und hinten Personal fehlt. Dass (nicht nur) viele Pflegekr&auml;fte nach Monaten au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Zusatzbelastungen am Ende ihrer Kr&auml;fte waren und sind.<br>\nAber zwischenzeitlich ist das alles schon Geschichte, die Sorgen der Nation haben sich verschoben auf die Realisierung des anstehenden Sommerurlaubs oder der Frage, ob die Mineral&ouml;lkonzerne nun auch wirklich die Steuersenkung der Bundesregierung f&uuml;r Benzin und Diesel weitergeben an die tankenden Kunden. Und ob die Z&uuml;ge der Deutschen Bahn nicht unter dem Massenansturm der mit 9-Euro-Monatstickets gedopten Bundesb&uuml;rger auseinanderbrechen werden.<br>\nDa ist es mehr als passend, wenn mal wieder das Augenmerk auf die Intensivstationen und den dort anzutreffenden real existierenden Pflegenotstand geworfen wird.<br>\nGenau das leistet Michael Simon, der bis Anfang 2016 an der Hochschule Hannover mit den Arbeitsschwerpunkten Gesundheitssystem und Gesundheitspolitik gelehrt hat, mit einer neuen Studie:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/06\/01\/pflegenotstand-intensivstationen\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Neue Studie berechnet Personall&uuml;cke: Auf deutschen Intensivstationen fehlen bis zu 50.000 Pflegekr&auml;fte<\/strong><br>\nBundesweit fehlen bis zu 50.000 Vollzeitkr&auml;fte in der Intensivpflege der Krankenh&auml;user. Eine einfache L&ouml;sung des Problems ist nicht in Sicht. Gerade deshalb muss die Politik in Bund und L&auml;ndern endlich handeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie des Gesundheitssystemforschers Prof. Dr. Michael Simon.<br>\nDie Lage auf den Intensivstationen deutscher Krankenh&auml;user ist besonders angespannt: Pflegekr&auml;fte sind chronisch &uuml;berlastet. Es gibt zu wenig Personal. Die seit langem bestehenden Probleme wurden durch die Corona-Pandemie noch versch&auml;rft &ndash; und gerieten in den Blick einer breiteren &Ouml;ffentlichkeit. Wie gro&szlig; der Personalmangel tats&auml;chlich ist, wo die Ursachen des Problems liegen, und welche Schritte Politik und Krankenhausbetreiber zu einer L&ouml;sung machen m&uuml;ssen, zeigt Simons neue Untersuchung. Darin hat er den bundesweiten Bedarf an Pflegepersonal auf Intensivstationen anhand von Daten der Krankenhausstatistik, die bis zum Jahr 2020 vorliegen, sowie des Intensivregisters berechnet. &bdquo;Es besteht dringender Handlungsbedarf&ldquo;, lautet sein Urteil. Unterbesetzung und Arbeits&uuml;berlastung seien &bdquo;eine Gefahr f&uuml;r die Gesundheit der Patienten und auch f&uuml;r die Gesundheit des Pflegepersonals auf Intensivstationen&ldquo;.<br>\nIn deutschen Krankenh&auml;usern gab es 2020 knapp 28.000 Intensivbetten, von denen durchschnittlich circa 21.000 belegt waren. Die Zahl der Pflegekr&auml;fte in diesem Bereich entsprach etwa 28.000 Vollzeit&auml;quivalenten. Unter Fachleuten und in der medialen Berichterstattung h&auml;lt sich die Einsch&auml;tzung, dass bundesweit ungef&auml;hr 3000 bis 4000 Pflegefachkr&auml;fte in Vollzeit fehlen. Diese Zahlen sind allerdings abgeleitet von den Stellenpl&auml;nen der Krankenh&auml;user, die wiederum von der wirtschaftlichen Situation abh&auml;ngen. Ein Krankenhaus, das gezwungen ist, Kosten zu sparen, k&uuml;rzt den Stellenplan. Das wahre Ausma&szlig; des Personalmangels wird dadurch gar nicht sichtbar. Folgt man nicht nur wirtschaftlichen Kriterien bei der Berechnung, gehe die Unterbesetzung &bdquo;weit &uuml;ber die bisher diskutierte Zahl&ldquo; hinaus, schreibt Simon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-auf-deutschen-intensivstationen-fehlen-pflegekrafte-41559.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ampel-Streit ums Klimageld: Die gro&szlig;e Preisfrage<\/strong><br>\nArbeitsminister Heil will der Inflation mit einem &bdquo;sozialen Klimageld&ldquo; begegnen. Finanzminister Lindner hat da eine ganz andere Idee. Und nun?<br>\nDie Inflation im Mai betr&auml;gt 7,9 Prozent. Ein erstaunlich hoher Wert &ndash; viele Produkte des Grundbedarfs wie etwa Butter werden dadurch deutlich teurer. Schwierigkeiten damit haben vor allem Leute, die sowieso knapp bei Kasse sind, etwa Besch&auml;ftigte mit niedrigen L&ouml;hnen, Se&shy;nio&shy;r:in&shy;nen mit kleinen Renten oder Privathaushalte, die nur eine Grundsicherung erhalten. Um die h&ouml;heren Kosten aufzufangen, hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nun ein Vorhaben konkretisiert, das bereits im Koalitionsvertrag der Ampel steht &ndash; das Klimageld.<br>\nUrspr&uuml;nglich war dies dazu gedacht, die steigenden CO2-Kosten f&uuml;r alle B&uuml;r&shy;ge&shy;r:in&shy;nen teilweise oder komplett auszugleichen. Nun kommt als zus&auml;tzliche Begr&uuml;ndung die hohe Inflation bei den Energiepreisen hinzu. Wobei die Koalition aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP bereits eine Reihe von Entlastungen auf den Weg gebracht hat. Energiepauschale, Tankrabatt, Heizkostenzuschuss, Abschaffung der &Ouml;kostrom-Umlage: Manche Privathaushalte kommen zusammengerechnet auf 500 oder 600 Euro Verg&uuml;nstigung in diesem Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ampel-Streit-ums-Klimageld\/!5855076\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vonovia kriegt Hals nicht voll<\/strong><br>\nWohnungsmarkt: Konzernboss Rolf Buch will Mieterh&ouml;hungen an Inflationsrate koppeln. Aktivisten laufen Sturm. Linke f&uuml;r Vergesellschaftung<br>\nRolf Buch kann ziemlich pampig werden. Der Vonovia-Boss forderte im Handelsblatt (Mittwoch), Mieterh&ouml;hungen k&uuml;nftig an die Inflationsrate zu koppeln. Steigen Lebenshaltungskosten, steigen Wohnraumkosten &ndash; im gleichen Takt. Denn: &raquo;Wir k&ouml;nnen nicht so tun, als wenn die Inflation an den Mieten vorbeigeht&laquo;, lamentierte Buch. Das klappe nicht. Schlimmer noch: Zahlreiche Vermieter gerieten sonst &raquo;in ernsthafte Schwierigkeiten&laquo;. Seinen Konzern, Europas gr&ouml;&szlig;ten Immobilienhai mit rund 550.000 Wohnungen, d&uuml;rfte er kaum gemeint haben. Fakt ist: Vonovia profitiert ungeniert, auch in der Coronakrise. Die Bochumer Firmenzentrale verbuchte 2021 einen Gewinn von fast 1,7 Milliarden Euro. Zur Freude der Anteilseigner, die 1,66 Euro je Aktie bekamen. &Uuml;brigens die h&ouml;chste Dividende in der Konzerngeschichte. Die Aussichten bleiben rosig, die Chefetage erwartet f&uuml;r das laufende Jahr ein Plus von etwa zwei Milliarden Euro.<br>\nReaktionen auf Buchs Vorsto&szlig; folgten prompt. &raquo;Unglaublich, gro&szlig;e b&ouml;rsennotierte Konzerne wie Vonovia verlangen einen &rsaquo;Inflationsausgleich&lsaquo; durch Mieterh&ouml;hungen, um die H&ouml;he der Dividenden zu sichern&laquo;, &auml;rgerte sich Monika Schmid-Balzert, Sprecherin der &raquo;Kampagne Mietenstopp&laquo;, am Mittwoch im jW-Gespr&auml;ch. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich Lukas Siebenkotten: Mieter sollten nun f&uuml;r den eingebrochenen Vonovia-Aktienkurs und h&ouml;here Zinsen am Kapitalmarkt herhalten, sagte der Pr&auml;sident des Deutschen Mieterbundes (DMB) gleichentags zu jW.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427593.immobilienhaie-vonovia-kriegt-hals-nicht-voll.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Internet-Kontrolle: Medienaufsicht promotet &Uuml;berwachungs-KI in der EU<\/strong><br>\nDie deutsche Medienaufsicht durchforstet das Internet automatisch nach frei zug&auml;nglicher Pornografie und Extremismus. Andere EU-L&auml;nder regt sie jetzt zum Mitmachen an &ndash; &Ouml;sterreich und Belgien sind interessiert.<br>\nDie Medienaufsicht soll Jugendliche auch im Netz vor sch&auml;dlichen Inhalten sch&uuml;tzen, und daf&uuml;r m&ouml;chte sie ihre Augen am liebsten &uuml;berall haben. Inzwischen nutzen die deutschen Landesmedienanstalten ein Online-Werkzeug namens KIVI, das automatisch Websites und soziale Netzwerke durchsuchen soll. Der Name setzt sich zusammen aus der Abk&uuml;rzung f&uuml;r K&uuml;nstliche Intelligenz, KI, und den ersten Buchstaben des lateinischen Wortes &bdquo;vigilare&ldquo;, &uuml;berwachen.<br>\nMenschen sichten die automatisch generierten Treffer der Software und informieren teilweise die Polizei. Bei einer Pressekonferenz im April sagte eine Vertreterin der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen (NRW), man reiche 30 Strafanzeigen pro Monat ein. NRW war aber nur der Anfang. Inzwischen arbeitet die Medienaufsicht deutschlandweit mit KIVI &ndash; und hofft darauf, dass bald ganz Europa das &ouml;ffentliche Internet mit diesem Tool &uuml;berwacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/kivi-medienaufsicht-promotet-ueberwachungs-ki-in-der-eu\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Klare Ziele. Da m&uuml;ssen wir wieder hin&laquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r Sozialismus und Friedenspolitik: Mit einem Aufruf wollen Politiker von Die Linke das Ruder herumrei&szlig;en. Ein Gespr&auml;ch mit Willi van Ooyen<br>\nAm Dienstag wurde der &raquo;Aufruf f&uuml;r eine popul&auml;re Linke&laquo; ver&ouml;ffentlicht. Darin warnen Politiker von Die Linke, auch Sie als einer der Erstunterzeichner, vor dem Bedeutungsverlust der Partei. Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dieses Signal zu senden?<br>\nAngesichts verschiedener Debatten in der Linken war es an der Zeit, ein Zeichen f&uuml;r einen Aufbruch zu setzen. 2007 und 2008 hat es durch die Formulierung von klaren Zielen, einer Orientierung auf Sozialismus und Friedenspolitik, eine Aufbruchstimmung gegeben &ndash; nicht nur in der Partei, sondern bei allen Linken im Land. Da m&uuml;ssen wir wieder hin.<br>\nAuf welche Ziele orientiert sich Die Linke gegenw&auml;rtig, wenn nicht auf Sozialismus und Friedenspolitik?<br>\nEs gibt sehr vielstimmige Positionen, die von diesen Inhalten ablenken. Damit die Ausrichtung der Partei wieder erkennbar wird, m&uuml;ssen wir uns auf die programmatischen Grunds&auml;tze, die wir 2011 mit dem Erfurter Programm festgelegt haben, besinnen. Aktuell wird versucht, unter Verweis auf eine &raquo;neue Zeit&laquo; und den Ukraine-Krieg einen Kurswechsel zu vollziehen.<br>\nGeht es dabei haupts&auml;chlich um eine Ann&auml;herung an einen Pro-NATO-Kurs?<br>\nNein, nicht nur. Wir brauchen klare Positionen f&uuml;r alle gesellschaftlich relevanten Fragen. Wollen wir f&uuml;r kleine Ver&auml;nderungen werben oder die Probleme grunds&auml;tzlich l&ouml;sen? Janine (Parteivorsitzende Janine Wissler, jW) formuliert es so: Es geht um die gesamte B&auml;ckerei und nicht um die einzelnen Br&ouml;tchen, die in der Auslage liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427597.friedensbewegung-klare-ziele-da-m%C3%BCssen-wir-wieder-hin.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Kalte Dusche f&uuml;r Sch&uuml;ler und Sportler: Lahn-Dill-Kreis stellt in Schulen und Hallen das warme Wasser ab<\/strong><br>\nMan wolle ein Zeichen setzen und Energiekosten sparen: Also stellt der Lahn-Dill-Kreis seinen Schulen und Turnhallen das warme Wasser ab. 100.000 Euro sollen so gespart werden. Der Landrat findet das zumutbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/panorama\/lahn-dill-kreis-stellt-in-schulen-und-hallen-das-warme-wasser-ab,lahndillkreis-schulen-turnhallen-warmes-wasser-100.html\">Hessenschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.S.:<\/strong> Schaut man in die Kommentare, weisen zwar einige darauf hin, dass wieder mal bei den J&uuml;ngsten (ohne W&auml;hlerstimme) gespart wird, andere fragen, ob denn auch im Landratsamt so gehandelt w&uuml;rde. Nicht wenige finden die Ma&szlig;nahme aber &ldquo;gut und nachvollziehbar&rdquo;, eine Kommentatorin feiert das als &ldquo;Zeichen der Solidarit&auml;t mit der Ukraine&rdquo;. Auf die Frage, wie so etwas &uuml;berhaupt sein kann im dritt- oder viertreichsten Industrieland der Welt mit einem Privatverm&ouml;gen von 10 Billionen Euro, kommt niemand. Wie meinte Albrecht M&uuml;ller j&uuml;ngst: &ldquo;Die Verbl&ouml;dung schreitet voran&rdquo;.  <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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