{"id":84490,"date":"2022-06-03T08:20:39","date_gmt":"2022-06-03T06:20:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490"},"modified":"2022-06-03T08:20:39","modified_gmt":"2022-06-03T06:20:39","slug":"hinweise-des-tages-4123","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h01\">Ukraine-Krieg: In Washington denken sie viel weiter als in Berlin und Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h02\">Einfache Rechnereien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h03\">Russia is winning the economic war &ndash; and Putin is no closer to withdrawing troops<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h04\">Zur Aktualit&auml;t Willy Brandts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h05\">Erstmals Mehrheit f&uuml;r Atomwaffen-Verbleib<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h06\">Energiekosten: Klimageld kann gezielt sozial entlasten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h07\">Warum Spritpreise dem Tankrabatt trotzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h08\">Kinder weg, Haus weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h09\">Warum so viele Menschen nicht w&auml;hlen gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h10\">RKI meldet 48.502 Neuinfektionen &ndash; Inzidenz steigt erneut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h11\">M&ouml;gliches Ende von COVID-19-Notstand w&uuml;rde Millionen von US-Amerikanern Krankenversicherung kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h12\">BioNTech vermeldet noch keinen Durchbruch bei Omikron-Impfstoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h13\">Amazon zahlt in Europa wieder keine Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84490#h14\">Zu guter Letzt: Kurioser Streit: Lauterbach tadelt Kollegin, weil sie &bdquo;Kitkat&ldquo;-Schokoriegel isst<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: In Washington denken sie viel weiter als in Berlin und Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nSchwere Waffen liefern, immer mehr Sanktionen auflegen: Gerade in Deutschland kennt die Debatte &uuml;ber den Ukraine-Krieg nur eine Richtung. Das ist gef&auml;hrlich. In den USA gibt es in dieser Frage l&auml;ngst zwei konkurrierende Lager<br>\nAbgesehen vom vorsichtig taktierenden Kanzleramt scheint es in der hiesigen Politik wie in den Medien nur eine Sto&szlig;richtung bez&uuml;glich des Ukraine-Kriegs zu geben: schwere Waffen liefern, so schnell wie m&ouml;glich, und noch mehr Russland-Sanktionen. In den USA dagegen scheint sich der Blick auf diesen Krieg zu ver&auml;ndern.<br>\nDen Auftakt machte ein Leitartikel des &bdquo;Editorial Board&ldquo; der New York Times vom 19. Mai. Die Autoren zitieren die Warnung von Avril Haines, Chefin aller 18 US-Geheimdienste, der zufolge &bdquo;der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zunehmend unberechenbar und potenziell eskalierend verlaufen k&ouml;nnte&ldquo;, bis hin zum Einsatz von Nuklearwaffen. Vor diesem Hintergrund stellen sie Fragen, die im deutschen Mainstream fast undenkbar w&auml;ren: Liegt es im Interesse Amerikas, einen Krieg mit Russland zu riskieren, selbst wenn ein Verhandlungsfrieden der Ukraine &bdquo;harte Entscheidungen&ldquo; abverlange? Gehe es den USA darum, die Ukraine zur Selbstverteidigung zu erm&auml;chtigen &ndash; oder suchten sie Russland dauerhaft zu schw&auml;chen, Wladimir Putin zu st&uuml;rzen? Riskiert das Wei&szlig;e Haus Sicherheit und Frieden in Europa? Die Annahme, die ukrainische Armee k&ouml;nne an Russland verlorene Gebiete milit&auml;risch zur&uuml;ckgewinnen, halten sie f&uuml;r abwegig. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich Henry Kissinger auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ukraine-krieg-in-washington-denken-sie-viel-weiter-als-in-berlin-und-bruessel\">Michael L&uuml;ders in der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Frieden in der Ukraine: Europa muss eine eigene Stimme finden<\/strong><br>\nEuropa ist nur zu einem Minimalkonsensus &uuml;ber Sanktionen und Waffenlieferungen f&auml;hig. &Uuml;berlegungen, wie ein Frieden zu erreichen ist, fehlen. Stattdessen verl&auml;sst man sich blind auf amerikanische Positionen.<br>\nDie Stimmung in Deutschland ist weiterhin auf Krieg, Sanktionen, Waffenlieferungen getrimmt, sie wird von Meldungen russischer Kriegsverbrechen und ukrainischer Siege bestimmt. F&uuml;r Frieden scheint da kein Platz. Nun dominiert in Medien und Teilen der Politik sogar der Glaube, dass dieser Krieg gegen Russland milit&auml;risch zu gewinnen sei &ndash; wenn wir nur der Ukraine schwere Waffen lieferten.<br>\nUnter diesen Umst&auml;nden scheinen Friedensverhandlungen mit Russland &ndash; oder wie wir gerne abwertend sagen, mit Putin &ndash; nicht nur verwerflich, sondern auch unn&ouml;tig. Gerade f&uuml;r Europa k&ouml;nnte sich das als ein gef&auml;hrliches Wunschdenken herausstellen.<br>\nDaher sollte Europa aus seinem ureigenen Interesse heraus gerade jetzt einen Verhandlungsfrieden im Ukrainekrieg anstreben und nicht durch eine weitere Intensivierung des Krieges auf einen Siegfrieden hoffen. Wenn Europa weiterhin gro&szlig;e Mengen an Waffen, und vor allem an schweren Waffen liefert, ohne gleichzeitig Friedensinitiativen zu unterst&uuml;tzen, macht es sich mitschuldig an den sinnlosen Zerst&ouml;rungen und dem schweren Blutzoll, dass dieser Krieg von Ukrainern fordert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/19-2022\/frieden-in-der-ukraine-europa-muss-eine-eigene-stimme-finden\/\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die Ukraine muss den Krieg gewinnen &hellip;<\/strong><br>\nViele Politiker und Journalisten in Deutschland fordern lautstark: Die Ukraine muss den Krieg gewinnen. Was sie damit genau meinen, sagen sie nicht. Wahrscheinlich soll das hei&szlig;en, die Ukraine m&uuml;sse den Donbass und die Krim mit Panzern und Haubitzen zur&uuml;ckerobern. Immerhin weigert sich Olaf Scholz bisher, diesen Bl&ouml;dsinn nachzuplappern.<br>\nWas die Schreibtischkrieger nicht begreifen wollen: Russland ist eine Atommacht. Und gegen eine Atommacht kann man nicht gewinnen. [&hellip;]<br>\nJetzt fordert auch Biden nicht mehr den Sieg der Ukraine, sondern sagt, wie die &bdquo;Putin-Versteher&ldquo;, dass der Krieg nur durch eine Verhandlungsl&ouml;sung beendet werden kann (&bdquo;will only definitively end through diplomacy&ldquo;). Ob Biden nur verbal auf den Stimmungswechsel in den USA reagiert, w&auml;hrend er in Wirklichkeit noch lange Krieg f&uuml;hren und US-Waffen in Europa und teures Fracking-Gas verkaufen will, wird sich zeigen.<br>\nEs wird h&ouml;chste Zeit, dass auch Politiker und Journalisten in Deutschland diese in den USA gef&uuml;hrte Diskussion aufgreifen, ihr kriegshetzerisches Geschw&auml;tz beenden und auf einen Verhandlungsfrieden hinarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/188971457830996\/posts\/pfbid02UFzPhD2d4pofZw2J2s5o8GaKnp6MFv3cYKiUE5Prfg5CXx6ERCb72vFZF5eYmzxUl\/\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Einfache Rechnereien<\/strong><br>\nT&auml;gliche Medien-Aggressivit&auml;t zum Ukraine-Krieg, zur Energie-Unabh&auml;ngigkeit, zu &raquo;perfiden&laquo; russischen Handlungen, zu Sanktionen, zu den Lieferungen &raquo;schwerer&laquo; Waffen&hellip; Langsam wirken diese Erg&uuml;sse wie ein Videospiel: Einfach mal losballern, Verluste und Folgen sind egal, ist ja nur ein Spiel! Aber es ist kein Spiel; jede Waffenlieferung ist nicht nur kriegsverl&auml;ngernd und t&ouml;dlich, sondern beeinflusst unseren Staatshaushalt. Leider spielt dies aktuell in den Mainstream-Aussagen fast keine Rolle, denn es w&uuml;rde unbequeme Wahrheiten ans Licht bringen. Da es aber nicht aus dem Blickwinkel geraten darf &ndash; anbei ein wenig &raquo;Rechnerei&laquo;.<br>\nDie BRD hat bis heute f&uuml;r ca. 190 Millionen Euro an Waffen und R&uuml;stungsg&uuml;ter in die Ukraine geliefert (laut dpa). Rechnet man diese Summe allein f&uuml;r zwei weitere Monate Krieg hoch, ergeben sich ca. 380 Millionen &euro; &raquo;Milit&auml;r-Geschenke&laquo; in Richtung Ukraine. Von welchem Haushaltsposten wird das beglichen? Ist dies in dem 40-Milliarden-Nachtrag 2022 des Finanzministers enthalten? Gem&auml;&szlig; Website des Bundesfinanzministeriums scheinbar nicht. Und es ist doch bekannt: Russland zerst&ouml;rt viele Waffenlieferungen beim Eintreffen auf ukrainischem Boden &ndash; mal gesch&auml;tzt ein Drittel. Damit werden von dieser Summe vielleicht 250 Millionen &euro; eingesetzt &ndash; die restlichen knapp 130 Millionen &euro; sind buchst&auml;blich pulverisiert. Das hei&szlig;t: Die Bundesregierung verschleudert diese 130 Millionen &euro; glatt &ndash; und die Waffenfirmen kriegen trotzdem ihren Profit! Eine einfache Rechnung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/einfache-rechnereien\/#\">Ossietzky<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Sieg &uuml;ber Russland<\/strong><br>\nNeuer deutscher Militarismus. Gastkommentar<br>\nDas &raquo;Sonderverm&ouml;gen Bundeswehr&laquo; in H&ouml;he von 100 Milliarden Euro und die Panzerlieferungen an die Kiewer F&uuml;hrung f&uuml;r den &raquo;Sieg&laquo; &uuml;ber Russland sind zwei Seiten derselben Medaille. Rheinmetall und Co. haben, wie auch der ukrainische Botschafter und Naziversteher Andrij Melnyk, in dieser Woche allen Grund, der Ampelregierung ausdr&uuml;cklich zu danken. Kanzler Scholz l&auml;sst mit einer ganz gro&szlig;en Koalition aus SPD, Gr&uuml;nen, FDP und Union das gr&ouml;&szlig;te Aufr&uuml;stungsprogramm der Bundeswehr seit Ende des Zweiten Weltkrieges ins Grundgesetz festschreiben. Es geht gegen Russland. Der ukrainischen Regierung in Kiew werden derweil weitere schwere Waffen f&uuml;r den Sieg &uuml;ber Russland zugesagt, einem Ziel, von dem selbst US-Pr&auml;sident Joseph Biden jetzt abger&uuml;ckt ist. Mit modernen Panzerhaubitzen, &raquo;Gepard&laquo;-Panzern und der Lieferung des Luftverteidigungssystems IRIS-T wird Deutschland immer tiefer in den Ukraine-Krieg verstrickt. Die ukrainischen Truppen sollen mit deutschen Waffen den &raquo;Sieg&laquo; &uuml;ber Russland erk&auml;mpfen. Parallel zum Kriegseintritt auf Raten soll Deutschland zur &raquo;gr&ouml;&szlig;ten konventionellen Milit&auml;rmacht in Europa&laquo;, so Scholz, hochger&uuml;stet werden. FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann verlangt schon den systematischen Aufbau von Feindbildern f&uuml;r die Bundeswehr und benennt als erstes Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427698.sieg-%C3%BCber-russland.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russia is winning the economic war &ndash; and Putin is no closer to withdrawing troops<\/strong><br>\nThe perverse effects of sanctions means rising fuel and food costs for the rest of the world &ndash; and fears are growing of a humanitarian catastrophe. Sooner or later, a deal must be made<br>\nIt is now three months since the west launched its economic war against Russia, and it is not going according to plan. On the contrary, things are going very badly indeed.<br>\nSanctions were imposed on Vladimir Putin not because they were considered the best option, but because they were better than the other two available courses of action: doing nothing or getting involved militarily.<br>\nThe first set of economic measures were introduced immediately after the invasion, when it was assumed Ukraine would capitulate within days. That didn&rsquo;t happen, with the result that sanctions &ndash; while still incomplete &ndash; have gradually been intensified.<br>\nThere is, though, no immediate sign of Russia pulling out of Ukraine and that&rsquo;s hardly surprising, because the sanctions have had the perverse effect of driving up the cost of Russia&rsquo;s oil and gas exports, massively boosting its trade balance and financing its war effort. In the first four months of 2022, Putin could boast a current account surplus of $96bn (&pound;76bn) &ndash; more than treble the figure for the same period of 2021.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2022\/jun\/02\/russia-economic-war-ukraine-food-fuel-price-vladimir-putin\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zur Aktualit&auml;t Willy Brandts<\/strong><br>\nVor 50 Jahren, Ende April 1972, versuchten CDU\/CSU-Politiker den Bundeskanzler Willy Brandt durch ein Misstrauensvotum zu st&uuml;rzen und damit die Ratifizierung der Ostvertr&auml;ge zu verhindern. Bereits kurz nach dem Amtsantritt der sozial-liberalen Koalition hatten Brandts Staatssekret&auml;r Egon Bahr und der sowjetische Au&szlig;enminister Andrej Gromyko erste Sondierungsgespr&auml;che &uuml;ber ein Gewaltverzichtsabkommen aufgenommen. F&uuml;r die SPD war diese neue Ostpolitik ein &raquo;Wandel durch Ann&auml;herung&laquo; &ndash; w&auml;hrend die CDU\/CSU-F&uuml;hrung darin einen Verrat an der Westintegration sah. Doch der Versuch, Willy Brandt aus dem Kanzleramt zu verdr&auml;ngen (und durch Rainer Barzel zu ersetzen), scheiterte &ndash; auch wenn nur zwei Stimmen fehlten.<br>\nDabei spielte die Frage, ob es bei diesem knappen Abstimmungsergebnis illegale Hinterzimmeraktivit&auml;ten gegeben habe, keine Rolle. F&uuml;r das &ouml;ffentliche politische Bewusstsein am wichtigsten war, dass damals mehrere Hunderttausend B&uuml;rger f&uuml;r Willy Brandt demonstrierten und streikten. Bernd Rother untersucht und beschreibt diese heute fast vergessenen Aktionen als eine der gr&ouml;&szlig;ten spontanen Protestwellen in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Aktionen entstanden &raquo;von unten&laquo;, waren weder vom DGB noch von der SPD organisiert<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Proteste ereigneten sich im Ruhrgebiet, aber sie erfassten die ganze Bundesrepublik, von Flensburg bis M&uuml;nchen &ndash; insbesondere die Industriearbeiter. Zusammenh&auml;ngende oder einzelne historische Gesamtdarstellungen der Protestaktionen von 1972 gibt es nicht. Deshalb erwiesen sich f&uuml;r Rother &raquo;regionale und &uuml;berregionale Zeitungen&laquo; und &raquo;die Druckerzeugnisse der diversen linksradikalen Gruppen&laquo; als die &raquo;aussagekr&auml;ftigsten Quellen&laquo;. Doch wichtig sind auch damalige Stellungnahmen einflussreicher Intellektueller. So erkl&auml;rte der Nobelpreistr&auml;ger Heinrich B&ouml;ll im Mai 1972, dass er Willy Brandt &raquo;als Wunder&laquo; betrachte. Er sei der erste Regierungschef, der kein &raquo;Herrenvolkskanzler&laquo; sei. Aber die Frage bleibt offen, warum sich die politische Stimmung nach dem Gl&uuml;cksgef&uuml;hl des Jahres 1972 so schnell wandelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/zur-aktualitaet-willy-brandts\/\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Erstmals Mehrheit f&uuml;r Atomwaffen-Verbleib<\/strong><br>\nAngesichts des Krieges, den Russland gegen die Ukraine f&uuml;hrt, &auml;ndert sich in Deutschland die Haltung zu den US-Atomwaffen: In einer Umfrage f&uuml;r das Magazin Panorama spricht sich nun eine Mehrheit f&uuml;r deren Verbleib aus.<br>\nEine Mehrheit von 52 Prozent der Deutschen spricht sich f&uuml;r den Verbleib von US-amerikanischen Atomwaffen in Deutschland aus. Das hat eine repr&auml;sentative infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des ARD-Politikmagazins Panorama ergeben. 40 Prozent der Befragten sagen demnach, die Atomwaffen sollten unver&auml;ndert stationiert bleiben, zw&ouml;lf Prozent bef&uuml;rworten sogar eine Modernisierung und Aufstockung. Nur 39 Prozent votieren noch f&uuml;r einen Abzug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/panorama\/umfrage-atomwaffen-deutschland-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Die fl&auml;chendeckend einseitige Berichterstattung wirkt! Dass wir durch die Lagerung der Atomwaffen automatisch im Fadenkreuz von Russland sehen, damit auch ihre sorgsam gepflegten H&auml;user und G&auml;rten, scheint eine Mehrheit in Deutschland nicht zu realisieren. Und wenn es zum Ernstfall kommen sollte (ich hoffe es nicht), dann nutzt auch das sorgsam in den Medien gepflegte Feindbild Putin nichts mehr. Diplomatie mit Vereinbarungen, die nur aus Kompromissen bestehen k&ouml;nnen, ist das Gebot der Stunde, davon scheint die Bundesregierung weit entfernt zu sein. Im Gegensatz zu Leuten wie Henry Kissinger oder Klaus von Dohnanyi.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Energiekosten: Klimageld kann gezielt sozial entlasten<\/strong><br>\nPrivate Haushalte leiden unter der durch die Energiepreise getriebenen Inflation. Als Ausgleich k&ouml;nnte ein soziales Klimageld kommen. Hiermit lie&szlig;en sich vor allem kleine und mittlere Einkommen gegen steigende Energiekosten entlasten. Daf&uuml;r braucht es aber eine Infrastruktur f&uuml;r Direktzahlungen, meint das #schlaglicht 20\/2022 aus Niedersachsen.<br>\nIn den vergangenen Wochen hat die Bundesregierung einiges getan, um die Menschen angesichts hoher Preissteigerungen zu entlasten. Neben einer ganzen Reihe sinnvoller Elemente gibt es auch manchen Makel. Insgesamt ist es fraglich, ob die getroffenen (und oft befristeten) Ma&szlig;nahmen ausreichend sind. Wie das Landesamt f&uuml;r Statistik Niedersachsen (LSN) mittteilt, lag die Inflationsrate im abgelaufenen Mai bei 7,6 Prozent. Eine Trendwende ist vorerst nicht erkennbar.<br>\nGetrieben wird die Entwicklung vor allem durch die Energiepreise. Bei Gas, Strom, Heiz&ouml;l und Kraftstoffen gab es zuletzt Zuw&auml;chse im hohen zweistelligen Bereich, so dass fast die H&auml;lfte der Teuerung auf sie zur&uuml;ckgeht. Allerdings entfielen schon vor dieser Phase durchschnittlich &uuml;ber 50 Prozent der monatlichen Konsumausgaben nieders&auml;chsischer Haushalte auf Wohnen, Energie und Verkehr (siehe Diagramm). Die aktuellen Preisspr&uuml;nge sorgen nun daf&uuml;r, dass sich die finanzielle Situation f&uuml;r Personen mit kleinen und mittleren Einkommen deutlich versch&auml;rft hat. Entlastungsma&szlig;nahmen m&uuml;ssten deshalb an dieser Stelle ansetzen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++d39e3ca8-e255-11ec-8a57-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Neue Wahrnehmung, wie dreckig es einigen Menschen in Deutschland geht&rdquo;<\/strong><br>\nUlrich Schneider &uuml;ber das Klimageld, den eigentlich notwendigen Hartz-IV-Satz und Unterschiede zwischen Ampel und Gro&szlig;er Koalition<br>\nDer Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, hat den Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines Klimageldes begr&uuml;&szlig;t, zugleich aber Forderungen mit Blick auf den Hartz-IV-Satz gestellt. Die Position der FDP, die sich alternativ f&uuml;r eine Steuerreform ausspricht, lehnte Schneider im Gespr&auml;ch mit Telepolis ab. Dies sei derzeit nicht zu finanzieren.<br>\nNach Ansicht Schneiders stehen die Chancen daf&uuml;r in der SPD-gef&uuml;hrten Bundesregierung besser als zu Zeiten der Gro&szlig;en Koalition.<br>\nDamals h&auml;tten auf dem H&ouml;hepunkt der Coronakrise Bezieher von Sozialhilfe und Grundsicherung ein Jahr lang waren m&uuml;ssen, bevor sie Atemschutzmasken kostenfrei zur Verf&uuml;gung gestellt bekommen haben, so Schneider im Interview mit Telepolis Inzwischen habe das Bewusstsein f&uuml;r soziale Probleme in der Gesellschaft zugenommen, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Neue-Wahrnehmung-wie-dreckig-es-einigen-Menschen-in-Deutschland-geht-7130815.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum Spritpreise dem Tankrabatt trotzen<\/strong><br>\nEs scheint fast, als h&auml;tte Robert Habeck einen Grundkurs in neoklassischer &bdquo;Preistheorie&ldquo; besucht. In der Neoklassik werden Preise als Knappheitsindikatoren interpretiert: Steigt durch den &bdquo;Tankrabatt&ldquo; die Spritnachfrage, dann MUSS nach dieser &bdquo;Preistheorie&ldquo; auch der Spritpreis steigen. Denn &bdquo;Benzin wird auf einmal ein noch kostbareres Gut&ldquo;. Was sich also erh&ouml;ht hat, ist nicht etwa der Preis, sondern der Wert von Benzin?<br>\nWie aber kann man sich die Funktionsweise des neoklassischen Preismechanismus an diesem Beispiel konkret vorstellen? Woher zum Beispiel &bdquo;wei&szlig;&ldquo; der &bdquo;Markt&ldquo;, dass zum 1. Juni Sprit ein &bdquo;kostbareres Gut&ldquo; wird?<br>\nKlar ist jedenfalls, dass Preisauszeichnungen nicht durch &ldquo;den Markt&rdquo;, sondern durch Unternehmen vorgenommen werden. Hei&szlig;t: Ob Preise fallen oder steigen, h&auml;ngt nicht von Angebots- und Nachfragerelationen, sondern von Unternehmensentscheidungen ab. Es scheint also, dass man sich mit dem &ldquo;Tankrabatt&rdquo; zwar &ldquo;kr&auml;ftig ins Zeug gelegt hat, aber damit einen Fehlanreiz f&uuml;r Spritverk&auml;ufer gesetzt hat.<br>\nWie aber l&auml;sst sich das erkl&auml;ren? Der mit dem &bdquo;Tankrabatt&ldquo; verbundene Gedanke ist, dass die Energiesteuersenkung an die Spritk&auml;ufer &bdquo;weitergegeben&ldquo; wird. Warum aber sollte ein gewinnorientieres Unternehmen nur deshalb, weil es steuerlich entlastet wird, die Preise f&uuml;r seine G&uuml;ter reduzieren? Warum sollte es sich nicht einfach &uuml;ber eine gr&ouml;&szlig;ere Gewinnspanne freuen? [&hellip;]<br>\nSobald man erkennt, dass f&uuml;r unser Wirtschaftssystem nicht der Begriff der &bdquo;Marktwirtschaft&ldquo;, sondern der des &bdquo;Kapitalismus&ldquo; einschl&auml;gig ist, kommt man Problemen auf den Grund, die man gegenw&auml;rtig allesamt &bdquo;Putin&ldquo; in die Schuhe zu schieben versucht. So sind die steigenden Preise f&uuml;r Sprit nicht mit &bdquo;Putin&ldquo;, sondern vor allem durch die Preissetzungsmacht von Energiekonzernen zu erkl&auml;ren.<br>\nDa mit der proklamierten Befreiung von der &bdquo;Abh&auml;ngigkeit&ldquo; von russischen Energietr&auml;gern die Preissetzungsmacht &bdquo;westlicher&ldquo; Energiekonzerne vergr&ouml;&szlig;ert wird, k&ouml;nnte sich die Hoffnung, dass die gegenw&auml;rtige Inflation ein tempor&auml;res Ph&auml;nomen darstellt, als Illusion erweisen. Zumindest dann, wenn damit gesagt sein sollte, dass die Energiepreise &bdquo;bald&ldquo; wieder fallen. Robert Habeck Bef&uuml;rchtung, dass &bdquo;wir alle &auml;rmer werden&ldquo;, hat also durchaus ihre Berechtigung.<br>\nDie Ursache daf&uuml;r aber ist keineswegs, wie er behauptet, ein &bdquo;externer Schock, der auf das Land zukommt&ldquo;. Vielmehr ist der Grund ein irrationaler und unmoralischer Wirtschaftskrieg, der von Politikern wie Habeck zu verantworten ist und f&uuml;r den sie besser fr&uuml;her als sp&auml;ter zur Verantwortung gezogen werden sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/19-2022\/warum-spritpreise-dem-tankrabatt-trotzen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kinder weg, Haus weg<\/strong><br>\nZiehen Kinder von Hartz IV-Bezieher:innen aus, dann sinkt auch der Wohnbedarf, so das Bundesverfassungsgericht. Ein Paar muss sein Haus nun verkaufen. (&hellip;)<br>\nDas Jobcenter berief sich dabei auf die Regeln zum Schonverm&ouml;gen f&uuml;r Hartz IV-Bezieher:innen im Sozialgesetzbuch 2. Dort hei&szlig;t es, dass Arbeitslosengeld 2 auch dann bezahlt wird, wenn die arbeitslose Person &bdquo;ein selbst genutztes Hausgrundst&uuml;ck von angemessener Gr&ouml;&szlig;e oder eine entsprechende Eigentumswohnung&ldquo; hat.<br>\nDoch was ist angemessen? Hier hat das Bundessozialgericht 2016 festgestellt, dass f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie Wohneigentum von 130 Quadratmeter angemessen ist und f&uuml;r zwei Personen 90 Quadratmeter. (&hellip;)<br>\nDas ostfriesische Ehepaar wandte nun ein, dass sie das Haus 1997 bezogen hatten, als die Familie noch achtk&ouml;pfig war. Doch nach und nach zogen die sechs Kinder aus. Seit 2013 lebte das Ehepaar allein im Familienhaus.<br>\nDas Jobcenter verwies wiederum auf das Gesetz. F&uuml;r die Angemessenheit von Wohneigentum komme es auf den Zeitpunkt an, zu dem Sozialleistungen beantragt werden. Es sei unerheblich, dass das Wohneigentum in der Vergangenheit angemessen war, als die Kinder noch bei den Eltern wohnten.<br>\nDas Sozialgericht Aurich, bei dem der Fall landete, sprang jedoch den Eltern bei und legte den Fall in Karlsruhe vor. Es sei eine Diskriminierung von Eltern, wenn diese nach dem Auszug der Kinder ihr Haus verkaufen m&uuml;ssen, w&auml;hrend ein kinderloses Paar sein Haus behalten k&ouml;nne. Die Eltern verlieren so den bisherigen Lebensmittelpunkt, w&auml;hrend die Kinderlosen im gewohnten Umfeld bleiben k&ouml;nnen, argumentierte das Gericht. Das Grundgesetz verbiete eine Schlechterstellung von Eltern gegen&uuml;ber Kinderlosen.<br>\nDoch der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts h&auml;lt die aktuellen Regelungen zum Schonverm&ouml;gen f&uuml;r verfassungskonform.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Bundesverfassungsgericht-zu-Hartz-IV-\/!5855313\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Warum so viele Menschen nicht w&auml;hlen gehen<\/strong><br>\nDemokratie Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen scheint schon wieder ewig her, Schlagzeilen &uuml;ber die niedrige Wahlbeteiligung sind verschwunden. Wer dennoch wissen will, warum so viele von ihrem Recht keinen Gebrauch machten, muss mit ihnen reden [&hellip;]<br>\nTraditionell gab es in K&ouml;ln an Wahlabenden ein Treffen im K&ouml;lner Rathaus. Die Parteien sammelten sich da, aber auch jeder B&uuml;rger durfte dorthin gehen. Man blickte gemeinsam auf die Wahlergebnisse und trank auch ein von der ein oder anderen Partei ausgeschenktes Bier. B&uuml;rgern&auml;he nannte man so was mal. Dann kam Corona und man schaffte dieses Ereignis ab. &bdquo;Die haben Angst vor uns&ldquo;, kommentierte das ein Hausmeister, dem ich das erz&auml;hlte.<br>\nF&uuml;r Menschen, die in desolaten finanziellen Verh&auml;ltnissen leben, war diese Wahl in NRW eine Farce, wie sie mir immer wieder berichteten. Die ohnehin schon bedr&uuml;ckende wirtschaftliche Situation wurde durch Corona versch&auml;rft, der Krieg hat die Angst nochmals erh&ouml;ht. &bdquo;Mein Vater macht keinen Brief mehr auf&ldquo;, erz&auml;hlt mir ein M&auml;dchen, &bdquo;der hat Angst, dass uns das Leben um die Ohren fliegt&ldquo;. Was der Vater damit meint? Dass man sich das Wenige auch nicht mehr leisten kann! Angst, dass man im Winter in einer kalten Wohnung sitzt! Angst, in gar keiner Wohnung mehr zu sitzen. Zu beten, dass kein Ger&auml;t in der Wohnung kaputt geht. Angst, den Briefkasten aufzumachen. Angst vor der n&auml;chsten Mahnung. Von Besuchen in Kinos, Restaurants und Zoos noch nicht mal mehr zu tr&auml;umen.<br>\nWelcher Politiker kommt aus solchen Verh&auml;ltnissen? Wenn mir Menschen, die in solchen Verh&auml;ltnissen leben m&uuml;ssen, etwas &uuml;ber Politiker erz&auml;hlen, sehe ich in Gesichter voller Wut. Sie schuften und rackern sich ab und es reicht nicht. Abends schalten dann diese Menschen den Fernseher ein und h&ouml;ren Politiker, die davon erz&auml;hlen, dass man auch verzichten sollte und das man auch mal einen Winter frieren kann. Und diese Menschen sitzen da und wissen: die, die das erz&auml;hlen, werden nie verzichten und nie frieren m&uuml;ssen. Und sie fragen sich, von welchen Geld sie eigentlich die Notvorr&auml;te kaufen sollen, die ihnen empfohlen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/warum-so-viele-menschen-nicht-waehlen-gehen%20\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Die Schriftstellerin und Publizistin Mirijam G&uuml;nter schreibt in diesem Artikel in der online-Ausgabe von &ldquo;Der Freitag&rdquo; &uuml;ber ihre Gespr&auml;che und Erlebnisse mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen und &uuml;ber ihre Gr&uuml;nde und die ihrer Eltern nicht w&auml;hlen zu gehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>RKI meldet 48.502 Neuinfektionen &ndash; Inzidenz steigt erneut<\/strong><br>\nAuch wenn die Zahlen aktuell rapide zur&uuml;ckgehen: Ab dem Herbst ist mit sinkenden Temperaturen und mehr Aufenthalten in Innenr&auml;umen wieder mit einem Anstieg der Fallzahlen zu rechnen. Vor der Bund-L&auml;nder-Runde an diesem Donnerstag gibt es daher Forderungen, f&uuml;r den Herbst wieder weitergehende Coronama&szlig;nahmen zu erm&ouml;glichen. Der St&auml;dte- und Gemeindebund forderte einen &raquo;wirksamen Anti-Corona-Plan&laquo; f&uuml;r die Zeit nach dem Auslaufen des aktuellen Infektionsschutzgesetzes.<br>\nHauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Gerd Landsberg sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es m&uuml;ssten &raquo;wieder bundesweite einheitliche Ma&szlig;nahmen m&ouml;glich sein, wenn die Lage sich versch&auml;rfen sollte&laquo;. &raquo;Instrumente wie die Pflicht zum Maskentragen im &ouml;ffentlichen Raum, Abstandsregeln und auch Kontaktbeschr&auml;nkungen sowie 2G- oder 3G-Regelungen sollten unter klaren Voraussetzungen m&ouml;glich sein.&laquo;<br>\nLandsberg argumentierte: &raquo;Wir m&uuml;ssen uns darauf vorbereiten, dass im Herbst eine neue Coronawelle droht &ndash; m&ouml;glicherweise mit einem mutierten Virus, das noch gef&auml;hrlicher sein kann. [&hellip;]<br>\nDie Bildungsgewerkschaft GEW und der Deutsche Philologenverband forderten, wieder Maskenpflichten in Schulen zu erm&ouml;glichen. Es m&uuml;ssten jetzt &raquo;die gesetzlichen Grundlagen etwa f&uuml;r eine Maskenpflicht geschaffen werden, damit Ma&szlig;nahmen bei Bedarf schnell und rechtssicher greifen k&ouml;nnen&laquo;, sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern den Zeitungen der Funke Mediengruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/corona-in-deutschland-rki-meldet-48-502-neuinfektionen-inzidenz-steigt-erneut-a-aeae056b-fdbc-43fe-961a-e72862d065b6\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die neue Panikkampagne beginnt und das Corona-Regime wird im Herbst wieder aufleben, mit den gleichen Ma&szlig;nahmen &uuml;ber deren Wirksamkeit die Bundesregierung nichts sagen kann, da der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bis jetzt jede wissenschaftliche Evaluierung verweigert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>M&ouml;gliches Ende von COVID-19-Notstand w&uuml;rde Millionen von US-Amerikanern Krankenversicherung kosten<\/strong><br>\nWenn die Erkl&auml;rung der US-Bundesregierung zum Notstand der COVID-19-Pandeme im Juli ausl&auml;uft, droht Millionen von US-Amerikanern der Verlust der Gesundheitsversorgung durch Medicaid mit m&ouml;glicherweise verheerenden Folgen. Dies berichtete die britische Zeitung &bdquo;The Guardian&ldquo; am vergangenen Donnerstag.<br>\nEiner Analyse der Kaiser Family Foundation zufolge k&ouml;nnten 5,3 Millionen bis 14,2 Millionen US-Amerikaner ihre Medicaid-Versorgung verlieren, wenn der &ouml;ffentliche Gesundheitsnotstand wegen COVID-19 am 15. Juli auslaufe und nicht verl&auml;ngert werde, so der Bericht. Dies werde die Finanzsituationen von Menschen mit Behinderungen und Familien mit Patienten erschweren sowie dazu f&uuml;hren, dass die Patienten keine medizinische Betreuung erhielten.<br>\nW&auml;hrend der Pandemie hatte die US-Regierung die Bundesstaaten verpflichtet, Medicaid-Empf&auml;nger kontinuierlich in das Programm aufzunehmen, um Gesundheitsversorgungsl&uuml;cken zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/aktuell\/alle\/3250\/20220602\/761170.html\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant dazu ist z.B. dieser Text von Werner R&uuml;gemer: &bdquo;Die USA haben das sicherste Gesundheitssystem der Welt&ldquo; &ndash; Die Johns Hopkins University und das <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59825\">globale Pandemien-Management<\/a>. Bereits 2007 hat der US-Regisseur Michael Moore mit seinem Film &ldquo;Sicko&rdquo; das Gesundheitssystem der USA kritisiert. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Michael-Moore-Film\/!5193692\/\">In der &ldquo;taz&rdquo;<\/a> ist &uuml;ber den Film u.a. folgendes zu lesen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Moderne Gesellschaften produzieren ihre eigenen Kalauer: Das Gesundheitssystem ist krank &ndash; wie oft haben Politiker und Leitartikler, Patienten und Volksredner diese Diagnose schon gestellt? Ob sie zutreffend ist und an welchen Anspr&uuml;chen dies zu messen w&auml;re, unterliegt dabei charakteristischen Schwankungen, je nachdem, ob der Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach oder ein Sprecher der pharmazeutischen Industrie das Wort f&uuml;hrt. Moderne Gemeinwesen befinden sich in einem Zustand permanenter Gesundheitsreform, in den USA strebt mit Hillary Clinton eine Politikerin das Pr&auml;sidentenamt an, die auf diesem Gebiet ihre bittersten Lektionen gelernt hat. Dort wie hier suchen Experten nach einem Schwert f&uuml;r den gordischen Knoten aus Interessen und Bed&uuml;rfnissen. (&hellip;)<\/p>\n<p>Michael Moore findet in Kuba genau jenes &ldquo;sozialistische&rdquo; Gesundheitssystem, vor dem ihn die amerikanischen Politiker immer gewarnt hatten. Er vermag an den kubanischen R&ouml;ntgen&auml;rzten und deren Ger&auml;ten nichts Verd&auml;chtiges erkennen, im Gegenteil hilft auch in Kuba ein Computertomograf bei der Diagnose der Beschwerden eines Mannes, der nach dem 11. September 2001 am Ground Zero gearbeitet und dort giftige D&auml;mpfe eingeatmet hat. 9\/11 ist immer noch der Dreh- und Angelpunkt jeder Agitation in den USA, ob nun vom Pr&auml;sidenten oder seinem prominenten Gegner.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>BioNTech vermeldet noch keinen Durchbruch bei Omikron-Impfstoff<\/strong><br>\nDas Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech kann noch keinen Durchbruch bei der Weiterentwicklung seines Corona-Impfstoffs verk&uuml;nden. Bei der Hauptversammlung sagte BioNTech-Chef Ugur Sahin, Ergebnisse der Studien w&uuml;rden &ldquo;in den kommenden Wochen erwartet&rdquo;.<br>\nDie Erwartungen an den Mainzer Impfstoffhersteller sind hoch. BioNTech wollte bereits im April Studienergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit eines Impfstoffs ver&ouml;ffentlichen, der an Omikron und andere Virusvarianten angepasst ist. Gleichzeitig wird aus Portugal &uuml;ber die Ausbreitung des neuen Omikron-Subtyps BA.5 berichtet.<br>\nErgebnisse, so Sahin, w&uuml;rden &ldquo;zeitnah mit den Zulassungsbeh&ouml;rden diskutiert&rdquo;. Die Europ&auml;ische Arzneimittelagentur EMA hatte vor kurzem erkl&auml;rt, bis sp&auml;testens Ende September k&ouml;nnte ein Omikron-Impfstoff zugelassen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/hauptversammlung-biontech-kritik-aktionaere-100.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie gut, dass auch dieser Pharmakonzern gegen&uuml;ber seinen Aktion&auml;ren zur Auskunft verpflichtet ist.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Mit einem Anti-Corona-Plan in den Herbst <\/strong><br>\nBund und L&auml;nder wollen sich auf eine m&ouml;gliche angespannte Corona-Lage im Herbst und Winter vorbereiten. Daf&uuml;r trafen sich heute die Ministerpr&auml;sidentinnen und -pr&auml;sidenten in Berlin mit Kanzler Olaf Scholz. Die L&auml;nder machen Druck auf den Bund, rechtzeitig Schutzma&szlig;nahmen vorzubereiten. Der nordrhein-westf&auml;lische Regierungschefs Hendrik W&uuml;st (CDU) sagte nach der Ministerinnenrunde, der Bund habe die Entscheidung getroffen, selbst st&auml;rker in die Verantwortung zu gehen und solle nun sagen, wie es weitergehe. Die L&auml;nder erwarteten, dass es bei diesem Verfahren bleibe, sagte W&uuml;st als Vorsitzender der Ministerpr&auml;sidentenkonferenz. [&hellip;]<br>\nDie L&auml;nder-Gesundheitsminister hatten in einem einstimmigen Beschluss bereits m&ouml;gliche Instrumente aufgelistet. Ab Herbst k&ouml;nnte demnach etwa mit einer Maskenpflicht in Innenr&auml;umen reagiert werden. Zudem soll es um 2G- oder 3G-Zugangsregeln mit Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen f&uuml;r bestimmte Einrichtungen gehen.<br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat bereits Pl&auml;ne. &ldquo;Wir d&uuml;rfen nicht erneut unvorbereitet wie im letzten Herbst in die Krise gehen. Wir m&uuml;ssen gut vorbereitet sein&rdquo;, sagte der SPD-Politiker in der Haushaltsdebatte im Bundestag. [&hellip;]<br>\nDas Impfkonzept werde vorsehen, dass es f&uuml;r alle Virusvarianten, die kommen k&ouml;nnten, den richtigen Impfstoff gebe, sagte Lauterbach. &ldquo;Wir wissen, dass im Herbst alle den besten Impfstoff haben wollen. Es wird niemanden geben, der dann sagt, ich nehme den zweitbesten.&rdquo; Daher solle so viel Impfstoff beschafft werden, dass alle bedient werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/corona-herbst-laender-101.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Lauterbachs Ank&uuml;ndigung, dass so viel Impfstoff beschafft werde, dass alle bedient werden k&ouml;nnten, muss als Drohung und so verstanden werden, dass im Herbst wieder mit massiven Repressionsma&szlig;nahmen gegen B&uuml;rger zu rechnen ist, die sich der Verabreichung der gentherapeutischen Wirkstoffe weiter widersetzen. Zudem liefert Lauterbach wieder einen Beweis seiner v&ouml;lligen Unf&auml;higkeit, wenn ihm vor dem Hintergrund von bis zu 50.000 fehlenden Vollzeitkr&auml;fte in der Intensivpflege der Krankenh&auml;user, nichts weiter einf&auml;llt, als der Pharmaindustrie weiter Milliarden an Steuergeldern in den Rachen zu werfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Amazon zahlt in Europa wieder keine Steuern<\/strong><br>\nAmazon macht in Europa 2021 abermals Rekordums&auml;tze, zahlt keine Steuern und bekommt vom Fiskus noch eine Gutschrift.<br>\nAmazon hat in Europa gerade wieder eine Steuerrunde ausgelassen. Das Hauptgesch&auml;ft in Europa verzeichnet im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 55 Milliarden Dollar (51,6 Milliarden Euro). Amazon Europa bezahlte aber trotzdem keine Einkommenssteuern. Das berichtet das Finanzportal &laquo;Bloomberg&raquo;.<br>\nObendrauf bekam der Online-H&auml;ndler eine Steuergutschrift von einer Milliarde Euro. Der Umsatz in Europa war 2021 zwar um 17 Prozent gestiegen, Amazon EU Sarl hatte jedoch einen Verlust von 1,16 Milliarden Euro geltend gemacht.<br>\nAmazon EU Sarl hat seinen Sitz in Luxemburg und meldet dort Ums&auml;tze aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen, Schweden und Spanien. Die Verluste r&uuml;hrten laut Amazon von der Er&ouml;ffnung von mehr als 50 neuen Standorten her.<br>\nDas ist kein grosser Unterschied zum Jahr davor: Mit 44 Milliarden Dollar Umsatz 2020 hatte Amazon auch 2021 nichts bezahlt, weil es trotz Umsatzsteigerung 1,2 Milliarden Euro Verluste schrieb.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/steuern-abgaben\/amazon-zahlt-in-europa-wieder-keine-steuern\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Kurioser Streit: Lauterbach tadelt Kollegin, weil sie &bdquo;Kitkat&ldquo;-Schokoriegel isst<\/strong><br>\nDer Bundesgesundheitsminister zeigte sich in einer Videokonferenz emp&ouml;rt &uuml;ber die Ern&auml;hrungsgewohnheiten von Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard.<br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich mit seiner strengen und belehrenden Art in der Corona-Pandemie nicht nur Freunde gemacht. Dass sich Zuh&ouml;rer von ihm zu Trotzreaktionen provoziert f&uuml;hlen, musste der SPD-Politiker jetzt auch in einer Videokonferenz mit Kollegen erleben. Der Ausl&ouml;ser des Konflikts: ein &bdquo;Kitkat&ldquo;-Schokoriegel.<br>\nLauterbach soll genervt davon gewesen sein, dass Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) w&auml;hrend der Besprechung einen &bdquo;Kitkat&ldquo;-Schokoriegel knabberte. Dies habe eine ungebetene Ern&auml;hrungsberatung durch den Bundesgesundheitsminister zur Folge gehabt, berichtet die Bild-Zeitung. Lauterbach habe &uuml;ber potenziell gesundheitssch&auml;dliche Inhaltsstoffe doziert &ndash; und damit die Nerven der zugeschalteten Landesgesundheitsminister erheblich strapaziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/karl-lauterbach-tadelt-kollegin-weil-sie-kitkat-schokoriegel-isst-li.232408\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> Ein kleines Bonmot aus der Berliner Zeitung, das sehr viel &uuml;ber den Zeitgeist unserer Gesellschaft aussagt. Wer lebt wie Karl Lauterbach, wird locker 110 Jahre alt. Fragt sich nur: Wozu, wenn jede Art Vergn&uuml;gen als &bdquo;Gefahr f&uuml;r die Gesundheit&ldquo; gebrandmarkt wird, und nur das tugendhafte gesunde Leben erlaubt ist.  <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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