{"id":84657,"date":"2022-06-09T08:23:05","date_gmt":"2022-06-09T06:23:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657"},"modified":"2022-06-09T08:23:05","modified_gmt":"2022-06-09T06:23:05","slug":"hinweise-des-tages-4126","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h01\">Der vorletzte Sargnagel f&uuml;r das deutsche Exportmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h02\">Wetten auf den Abstieg: Prognose der Weltwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h03\">Interview zur Bahnpolitik: &bdquo;Lokf&uuml;hrer sch&auml;men sich&ldquo;: Bahnkritiker Luik w&uuml;tet &uuml;ber die Farce auf den Schienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h04\">Die ganz gro&szlig;e Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h05\">Aufruf zur Zustimmung des EU-Vorschlages<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h06\">Scharade um Blockade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h07\">&laquo;Den Berichterstattungen im Westen kann man nicht trauen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h08\">Merkel-Auftritt: Medien sehen in Diplomatie gegen&uuml;ber Russland einen Irrweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h09\">&ldquo;Das ist unser Hinterhof!&rdquo; (III)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h10\">Klimaschutz auf EU-Ebene: Schwarzer Tag in Stra&szlig;burg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h11\">Corona-Pandemie: &Auml;rzte fordern Ende des &ldquo;Datenblindflugs&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h12\">Razzia kurz vor Bundestagswahl: N&auml;chste Ohrfreige f&uuml;r Staatsanw&auml;lte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h13\">Westen weiter dominant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h14\">Bayerns Finanz&auml;mter pr&uuml;fen immer seltener Einkommensmillion&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84657#h15\">Twitter, Trump &amp; Tesla<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der vorletzte Sargnagel f&uuml;r das deutsche Exportmodell<\/strong><br>\nDer Ukraine-Krieg und die Corona-Krise demonstrieren die Bedeutung eines robusten Wirtschaftsmodells. Die ausgepr&auml;gt exportabh&auml;ngige deutsche Wirtschaft ist aber genau das Gegenteil. Ein &bdquo;Rebalancing&ldquo; ist &uuml;berf&auml;llig.<br>\nDie Alarmmeldungen zum Zustand der deutschen Industrie h&auml;ufen sich in diesen Monaten. Das Ifo-Institut meldete im M&auml;rz einen &bdquo;historischen Einbruch&ldquo; bei den Gesch&auml;ftserwartungen (und seitdem eine Stabilisierung auf historisch niedrigem Niveau), der Sachverst&auml;ndigenrat ein &bdquo;substanzielles Rezessionsrisiko&ldquo; und weist zudem darauf hin, dass Deutschland &ndash; im Kontrast etwa zu den USA &ndash; noch nicht einmal das Vor-Corona-Niveau erreicht hat. Im Gegenteil, der vielfach prognostizierte Post-Pandemie-Boom f&auml;llt in Deutschland ganz aus, das Leibniz-Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) rechnet bis mindestens 2024 mit einer schwierigen Lage.<br>\nDie Ursache dieser Meldungen ist einfach zu lokalisieren &ndash; es ist der Exportsektor. Dieser Sektor spielt mit einer Exportquote Deutschlands von 47,5% eine wesentlich gr&ouml;&szlig;ere Rolle als in allen anderen gro&szlig;en &Ouml;konomien, etwa im Vergleich zu Frankreich (29,9), Japan (18,4) oder den USA (10,8).<br>\nDie international aktiven deutschen Unternehmen berichten inzwischen im vierten Jahr in Folge von negativen globalen Gesch&auml;ftsperspektiven, eine miserable Tendenz im Vergleich zu den fr&uuml;hen 2010er Jahren.<br>\nDie ausgepr&auml;gte Exportabh&auml;ngigkeit der deutschen Wirtschaft hat zwar in den letzten f&uuml;nfzehn Jahren zu einem soliden Wirtschaftswachstum und einer vergleichsweise geringen Arbeitslosigkeit gef&uuml;hrt, weist aber nun deutlich zunehmende Nachteile auf. W&auml;hrend andere Nationen aufgrund der starken Rolle der Binnenwirtschaft &uuml;ber ihr eigenes Schicksal in erheblichem Ma&szlig;e selbst bestimmen k&ouml;nnen, ist Deutschland &uuml;berproportional von internationalen Entwicklungen abh&auml;ngig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/20-2022\/der-vorletzte-sargnagel-fur-das-deutsche-exportmodell\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wetten auf den Abstieg: Prognose der Weltwirtschaft<\/strong><br>\n&Ouml;konomen machen noch gute Miene zum b&ouml;sen Spiel: Die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Prognose f&uuml;r die Weltwirtschaft gesenkt, rechnet aber immer noch mit einem Wachstum von drei statt der bisherigen 4,5 Prozent. &raquo;Die Aussichten sind ern&uuml;chternd, und Russlands Angriff auf die Ukraine kommt die Welt bereits jetzt teuer zu stehen&laquo;, sagte OECD-Chefvolkswirtin Laurence Boone. Klar, Putin war&rsquo;s. Moskau hat dem Westen die Bilanz verhagelt. Ansonsten erstrahlten &uuml;berall bl&uuml;hende Landschaften.<br>\nDabei ist die Krise hausgemacht. Der Krieg in der Ukraine, NATO-Aggression und Aufr&uuml;stungskurs sind Ausdruck des Niedergangs im Kapitalismus. Die M&auml;rkte sind abgegrast, die Preise in fast allen Bereichen am Anschlag: Rohstoffe, Immobilien, Aktien gnadenlos &uuml;berbewertet. Kredit wird zum Nulltarif bereitgestellt. &Uuml;berproduktion allerorten: Das Volumen des Welthandels liegt neun Prozent &uuml;ber dem Niveau vor Ausbruch der Coronapandemie im Dezember 2019. Die Frachtraten f&uuml;r Containerschiffe sind doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Nur kaufen kann die Warenschwemme keiner, weil L&ouml;hne gedr&uuml;ckt und Sozialausgaben weiter zur&uuml;ckgefahren werden. Die Realwirtschaft wirft nur Peanuts ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428112.wetten-auf-den-abstieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Interview zur Bahnpolitik: &bdquo;Lokf&uuml;hrer sch&auml;men sich&ldquo;: Bahnkritiker Luik w&uuml;tet &uuml;ber die Farce auf den Schienen<\/strong><br>\nDurch das 9-Euro-Ticket r&uuml;ckt die Deutsche Bahn wieder mehr in den Fokus der &Ouml;ffentlichkeit. Der Journalist Arno Luik besch&auml;ftigt sich seit Jahren mit den Unternehmen. Im Interview erkl&auml;rt er, warum er so entt&auml;uscht von dessen Managern ist und was ihm leise Hoffnungen macht. [&hellip;]<br>\nDass es am Pfingstwochenende mehr St&ouml;rungen bei der Bahn gegeben hat als gew&ouml;hnlich, hat Sie also nicht &uuml;berrascht.<br>\nLuik: Ich bin &uuml;berhaupt nicht &uuml;berrascht. Seit mehr als 25 Jahren strengen sich die f&uuml;hrenden Bahnmanager an, die Bahn zu zerst&ouml;ren. Das begann 1994 mit der Bahn-Reform, die B&ouml;rsengang und  Privatisierung zum Ziel hatte. Von diesem Augenblick an wurde systematisch an allen Ecken und Enden gespart.<br>\nDie Verantwortlichen knapsten beim Personal und bei Reparaturen, allein im Frachtbereich wurde die Zahl der Mitarbeiter fast halbiert. Wichtige Funktionen lagerte das Unternehmen aus, heute gibt es kaum mehr bahneigene Planungsb&uuml;ros. Ein paar Jahre lang konnte man den schleichenden Verfall noch kaschieren, schlie&szlig;lich war die Bahn vorher ein sehr robustes System. Jetzt haben wir allerdings den Punkt des Kollapses erreicht. F&uuml;r den Technologie-Standort Deutschland ist diese heruntergewirtschaftete Bahn peinlich, im Grunde eine Schande.<br>\nDie ganze Situation ist auch deshalb traurig, weil Deutschland einmal ein Bahnland war. Die Deutsche Bahn war f&uuml;r viele andere L&auml;nder einmal ein Vorbild. Lang ist&rsquo;s her. Alle staunten, wie p&uuml;nktlich die Z&uuml;ge hierzulande waren. Heute ist die einzige Bahn, die rechtzeitig abf&auml;hrt, der Mainzer Rosenmontagszug.<br>\nWas Sie sagen, l&auml;sst sich auch an Zahlen belegen: 2021 war jeder vierte Zug im Fernverkehr zu sp&auml;t. Woran liegt es, dass die Bahn so ein schlechtes Bild abgibt?<br>\nLuik: Ein gro&szlig;es Problem der Deutschen Bahn ist in meinen Augen die Inkompetenz ihrer Manager. Ich habe mich immer gefragt, warum an die Spitze eines Konzerns, der f&uuml;r eine &ouml;kologische Verkehrswende stehen k&ouml;nnte und m&uuml;sste, Menschen aus der Luftfahrt- und Autoindustrie kamen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/interview-mit-bahnkritiker-selbst-lokfuehrer-schaemen-sich-fuer-die-deutsche-bahn_id_107950627.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die ganz gro&szlig;e Koalition<\/strong><br>\nMit dem Sonderverm&ouml;gen &uuml;ber 100 Milliarden Euro bildet sich eine ganz gro&szlig;e Koalition f&uuml;rs Aufr&uuml;sten. Genau das ist das Problem &ndash; nicht die Umgehung der Schuldenbremse. [&hellip;]<br>\nDie von Deutschland ma&szlig;geblich gepr&auml;gten europ&auml;ischen Fiskalregeln waren und sind ein Instrument der &ouml;konomischen Knechtung S&uuml;deuropas. Nun will man sich auch zu milit&auml;rischer Dominanz aufschwingen. Die Schuldenbremse ist aber nicht nur deshalb falsch, weil sie milit&auml;rische und andere Investitionen behindert. Sie hat auch in Deutschland dazu gef&uuml;hrt, dass die arbeitende Bev&ouml;lkerung durch die Sparpolitik bis aufs Letzte ausgepresst wurde. Bei diesem Instrument ging es immer darum, Umverteilung zu verhindern. Wir brauchen also nicht weitere Sonderverm&ouml;gen, sondern eine konsequent andere Investitions- und Umverteilungspolitik.<br>\nDer Widerstand der Wenigen in der Ampelregierung ist ein trauriges Zeugnis dar&uuml;ber, dass wir von der Ampelregierung nichts zu erwarten haben &ndash; auch wenn man noch so oft zum Umdenken appelliert. Den einzigen Ausweg bietet eine Machtverschiebung, die die Interessen der Menschen ins Zentrum r&uuml;ckt und eine demokratische Verst&auml;ndigung &uuml;ber eine neue Sicherheitspolitik &uuml;berhaupt erm&ouml;glicht. Tragisch ist, dass die Linke nicht von einem klaren antimilitaristischen und sozialen Kurs profitieren kann. Das liegt auch daran, dass sie selbst nicht immer genau argumentiert. So geht diese &raquo;Zeitenwende&laquo; schrecklich ger&auml;uschlos an einem Freitagnachmittag &uuml;ber die B&uuml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/die-ganz-grosse-koalition-zeitenwende-sondervermogen-bundeswehr-aufrustung-bellizismus-nato\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Aufruf zur Zustimmung des EU-Vorschlages<\/strong><br>\nAuch EU-kritische B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger k&ouml;nnen dem EU-Vorschlag, russische Million&auml;re und Milliard&auml;re zur Kasse zu bitten, etwas abgewinnen, meint Autor Wolf Wetzel.<br>\nEs gibt jetzt den Vorschlag von Seiten der Europ&auml;ischen Union, dass man das Verm&ouml;gen von russischen Million&auml;ren und Milliard&auml;ren f&uuml;r den Wiederaufbau der Ukraine verwendet. Man will sie damit f&uuml;r das in Haftung nehmen, was deren Regierung gemacht hat &ndash; mit dem Angriffskrieg in der Ukraine.<br>\nV&ouml;llig selbstverst&auml;ndlich geht man dabei von aus, dass die russische Regierung im Sinne der russischen &raquo;Oligarchen&laquo; handelt, die Interessen von Million&auml;ren und Milliarden bedient und befriedigt. Man kann es auch, wenn man f&uuml;r diese Pointe aufgeschlossen ist, auf den Punkt bringen. Die EU hat damit endlich eine wesentliche Grunderkenntnis des Marxismus akzeptiert: Der Staat ist keine neutrale Instanz, sondern agiert und handelt als &raquo;ideeller Gesamtkapitalist&laquo;.<br>\nDer damit endlich auf der Weltb&uuml;hne angekommene Gedanke, dass Regierungen nicht eigenst&auml;ndig oder gar selbstlos handeln, sondern mit Sinne und im Auftrag der Klasse, die das Sagen hat, ohne gew&auml;hlt zu werden, bietet einmalige Chance, die Welt neu zu ordnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/politik-kommentar\/aufruf-zur-zustimmung-des-eu-vorschlages\/\">Wolf Wetzel auf Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Scharade um Blockade<\/strong><br>\nWeizenvorr&auml;te: Ukrainischer Sicherheitschef weckt Zweifel am Exportwillen Kiews. Lawrow will Sicherheit von Transportschiffen garantieren<br>\nEin ukrainischer Spitzenbeamter hat Zweifel am Willen der Ukraine geweckt, ihre Weizenvorr&auml;te zu exportieren. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Olexij Danilow, sagte im ukrainischen Staatsfernsehen, es werde kein Getreide die Ukraine verlassen, bevor nicht Russland die Seeblockade der Schwarzmeerk&uuml;ste aufgegeben habe. Mit diesen Worten zitiert ihn das ukrainische Portal strana.news. Damit zeichnet sich ab, dass ein russisch-t&uuml;rkischer Plan zur Aufnahme des Weizenexports auch aus der Ukraine am Kiewer Widerstand scheitert.<br>\nZuvor hatte Russlands Au&szlig;enminister Sergej Lawrow mit seinem t&uuml;rkischen Kollegen Mevl&uuml;t Cavusoglu in Ankara &uuml;ber M&ouml;glichkeiten gesprochen, den Export wieder aufzunehmen. Cavusoglu erkl&auml;rte die Forderung Russlands nach einer Aufhebung der Sanktionen gegen russische Agrarprodukte f&uuml;r &raquo;legitim&laquo;. Mit dem Thema besch&auml;ftigte sich am Nachmittag auch eine Onlinekonferenz in Rom, bei der neben den Anrainerstaaten des Mittelmeerraumes auch Deutschland vertreten war, das derzeit den G7-Vorsitz innehat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428076.krieg-in-der-ukraine-scharade-um-blockade.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&laquo;Den Berichterstattungen im Westen kann man nicht trauen&raquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend des Syrienkriegs wurden verschiedentlich Einrichtungen des IKRK angegriffen und besch&auml;digt. Man hat damals schon nahezu reflexartig f&uuml;r alles den Russen die Schuld gegeben, &auml;hnlich wie ihnen heute alles angelastet wird, was in der Ukraine an Verletzungen des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts geschieht. Sie sind der Sache nachgegangen und unter anderem 2018 nach Moskau gereist. Was haben Sie herausgefunden?<br>\nAlt Nationalrat Luzi Stamm: In Syrien waren es bekanntlich diverse L&auml;nder, die Bombenangriffe flogen: T&uuml;rkische, russische, israelische und iranische Flugzeuge waren im Einsatz, vielleicht sogar solche noch aus weiteren Nationen. Die Vorkommnisse schockierten mich derart, dass ich aufw&auml;ndige Nachforschungen betrieb, wissend, dass mir als ehemaligem Pr&auml;sidenten der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats viele T&uuml;ren offen standen.<br>\nAus meiner Zeit in den USA wusste ich, welch hervorragende Beobachtungssatelliten nur schon die USA im All haben; der Chef der Mars-Mission der NASA ist ein sehr guter Freund von mir. Ich sagte mir, dass es nach gesundem Menschenverstand doch m&ouml;glich sein sollte, die Quelle von Bombardierungen herauszufinden. Meine Nachforschungen haben mir gezeigt, dass meine Vermutung von Anfang an richtig war: Zumindest auf Geheimdienst-Ebene weiss man, wer wo welche Angriffe fliegt. [&hellip;]<br>\nWas bedeuten die Erkenntnisse von damals f&uuml;r die heutigen Vorw&uuml;rfe an die Adresse Russlands?<br>\nMeine Grunderkenntnisse von damals waren, dass man den Berichterstattungen im Westen nicht trauen kann. Das ist im Grunde genommen eine ungeheuerliche Erkenntnis. In meiner Jugend h&auml;tte ich es niemals f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, dass sich die Massenmedien &ndash; bewusst oder unbewusst &ndash; auf breiter Front in die Propagandamaschinerie einspannen lassen, die bestimmte L&auml;nder und ganze Regionen destabilisieren will. Die Tricks sind bekannt: &laquo;False flag operations&raquo;, also &laquo;Aktionen unter falscher Flagge&raquo; sind so alt wie die Menschheit. Greueltaten k&ouml;nnen ebenso hemmungslos wie wirksam dem Gegner untergeschoben werden. Wer Frauen und Kinder umbringt, kann dies in der Uniform des Gegners tun; damit weckt er (begreiflicherweise) weltweit die Wut auf den Gegner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-10-vom-8-juni-2022.html#article_1369\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Mystifizierte Nation<\/strong><br>\nUnpassende Klarstellungen zur Legende vom einig-geschlossen-heldenhaft k&auml;mpfenden ukrainischen Volk<br>\nDie westlichen Medien fluten ihr Publikum mit Bildern und Texten zur Demonstration der beeindruckend unbeugsamen Kriegsmoral und des opferbereiten Kampfeinsatzes des ukrainischen Volks. Konsequent ausgeblendet aus diesem quasi hollywoodreifen Szenario wird die banale Tatsache, dass es ja doch nicht ganz so ist, dass die komplette Nation freiwillig und begeistert wie ein Mann hinter ihrem F&uuml;hrer steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428059.ukraine-krieg-mystifizierte-nation.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Merkel-Auftritt: Medien sehen in Diplomatie gegen&uuml;ber Russland einen Irrweg<\/strong><br>\nViele Medien nutzen Merkels gestrigen Auftritt, um Diplomatie als Option gegen&uuml;ber Russland als Fehler darzustellen. Der Westen hat sicherlich Fehler gemacht. Diplomatie geh&ouml;rt aber nicht dazu. Eine kritische Medienlese<br>\nGestern gab die fr&uuml;here Bundeskanzlerin Angela Merkel zum ersten Mal nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt ein Interview. In einem Gespr&auml;ch mit dem Journalisten Alexander Osang im vollbesetzten Berliner Ensemble Theater sprach sie nicht nur &uuml;ber ihr pers&ouml;nliches Befinden, sondern vor allem &uuml;ber den Krieg Russlands gegen die Ukraine, den sie scharf verurteilte.<br>\nDer Spiegel-Journalist musste nicht wirklich nachfragen. Denn Merkel wei&szlig;, worum es geht. Sie antwortete daher selbst auf die Kritik an ihrer Russlandpolitik. Sie warnte dabei davor, &ldquo;dass wir nicht nur schwarz und wei&szlig; sehen&rdquo; in Hinblick auf den Nato-Gipfel in Bukarest 2008.<br>\nDie ukrainische Regierung kritisiert heute, dass der Ukraine damals die schnelle Aufnahme in die Nato verweigert worden sei. Frankreich und Deutschland insbesondere waren dagegen, die USA dr&auml;ngten in die andere Richtung. Merkels Argument ist: Damals sei die Ukraine noch von korrupten Oligarchen beherrscht worden. Und: Sie wollte Putin nicht provozieren.<br>\nHeute gilt das als falsche Appeasement-Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Merkel-Auftritt-Medien-sehen-in-Diplomatie-gegenueber-Russland-einen-Irrweg-7134774.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Das ist unser Hinterhof!&rdquo; (III)<\/strong><br>\nDie Bundesregierung intensiviert ihren Druck auf Serbien, sich der Sanktionspolitik der EU gegen&uuml;ber Russland anzuschlie&szlig;en. Wie es vor dem morgigen Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz in Belgrad hei&szlig;t, stehe die serbische Regierung vor der Wahl, sich entweder an den Sanktionen zu beteiligen oder ihre weitere Ann&auml;herung an die EU zu gef&auml;hrden. Serbien treibt seit vielen Jahren eine Au&szlig;enpolitik, die zwar einerseits auf die EU-Mitgliedschaft abzielt, andererseits aber auch gute Beziehungen zu Russland und zu China beinhaltet. Insbesondere die Bindungen an Moskau haben eine lange Tradition. Belgrad hat zwar den russischen &Uuml;berfall auf die Ukraine in der UN-Generalversammlung verurteilt, weigert sich aber, auch noch Sanktionen gegen Russland zu verh&auml;ngen. Zuletzt beschlossen Moskau und Belgrad stattdessen, ihre &ouml;konomischen Beziehungen auszubauen; insbesondere will Serbien zu g&uuml;nstigen Preisen russisches Erdgas erhalten. Zu Wochenbeginn hatten mehrere NATO-Staaten einen Belgrad-Besuch des russischen Au&szlig;enministers Sergej Lawrow mit der Verweigerung der &Uuml;berflugrechte f&uuml;r Lawrows Flugzeug sabotiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8943\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Klimaschutz auf EU-Ebene: Schwarzer Tag in Stra&szlig;burg<\/strong><br>\nDas Europaparlament scheitert an der Reform des Emissionshandels. Immerhin kommt ein Verbot des Verbrenners.<br>\nEs sollte eine Sternstunde des Europaparlaments werden. Gleich acht Gesetzestexte zum Klimaschutz standen am Mittwoch in Stra&szlig;burg zur Entscheidung. &bdquo;Das werden historische Abstimmungen&ldquo;, sagte Pascal Canfin, Vorsitzender des Umweltausschusses. Doch dann ging alles schief.<br>\nErst platzte die geplante Ausweitung des Emissionshandels. Nach der Industrie sollten k&uuml;nftig auch Geb&auml;ude und Verkehr in den Handel mit Verschmutzungsrechten einbezogen werden. 340 Europaabgeordnete stimmten gegen den Vorschlag, den Berichterstatter Peter Liese (CDU) vorgelegt hatte. Nur 265 waren daf&uuml;r.<br>\nDann wurden weitere wichtige Abstimmungen verschoben. Die geplante CO2-Grenzabgabe &ndash; ein Sonderzoll f&uuml;r nicht klimagerecht produzierte Importprodukte (siehe unten) &ndash; muss nun ebenso auf bessere Zeiten warten wie der neue Klimasozialfonds, von dem einkommensschwache B&uuml;rger profitieren sollen.<br>\nDie Vorhaben sind Teil des &bdquo;Fit for 55&ldquo;-Klimapakets. Es zielt darauf ab, klimasch&auml;dliche Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent zu senken. Die Abgeordneten wollten zum Teil noch &uuml;ber die Vorschl&auml;ge der EU-Kommission hinausgehen &ndash; und sind gescheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Klimaschutz-auf-EU-Ebene\/!5856825\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Corona-Pandemie: &Auml;rzte fordern Ende des &ldquo;Datenblindflugs&rdquo;<\/strong><br>\nIm Kampf gegen die Corona-Pandemie fehlen der Bundes&auml;rztekammer auch nach mehr als zwei Jahren vor allem eines: verl&auml;ssliche Daten. Auch die t&auml;gliche Statistik des RKI basiert auf einer immer br&uuml;chigeren Datenlage.<br>\nMit den w&auml;rmeren Sommermonaten scheint sich die Corona-Lage in Deutschland zu stabilisieren &ndash; doch schon jetzt richten Politik und Mediziner den Blick auf den Herbst und einen m&ouml;glicherweise erneut drohenden Anstieg der Infektionszahlen. Auch die Bundes&auml;rztekammer mahnt, sich bereits jetzt besser f&uuml;r dieses Szenario zu wappnen: Daf&uuml;r m&uuml;sse vor allem auch der bundesweite Datenaustausch rund um die Pandemie endlich besser funktionieren.<br>\nVon einem &ldquo;wahren Datenblindflug&rdquo; in den vergangenen zweieinhalb Jahren sprach &Auml;rztepr&auml;sident Klaus Reinhardt im Gespr&auml;ch mit der Funke Mediengruppe. Das sei &ldquo;keine gute Grundlage f&uuml;r rationale Entscheidungen&rdquo; gewesen. Nur mit Klarheit &uuml;ber das tats&auml;chliche Infektionsgeschehen in der Bev&ouml;lkerung k&ouml;nnte etwa die zu erwartende Auslastung in den Krankenh&auml;usern und die Belegung von Intensivbetten realistisch prognostiziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/coronapandemie-kritik-datenlage-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Razzia kurz vor Bundestagswahl: N&auml;chste Ohrfreige f&uuml;r Staatsanw&auml;lte<\/strong><br>\nVersuchte die Staatsanwaltschaft Osnabr&uuml;ck vor der Bundestagswahl 2021 Olaf Scholz zu schaden? Ein neues Urteil liefert weitere Indizien daf&uuml;r.<br>\nDass eine Staatsanwaltschaft auf der Anklagebank sitzt, ist nichts Allt&auml;gliches. Vor allem nicht, wenn die Kl&auml;gerin das Bundesjustizministerium (BMJV) ist. Am Mittwoch war es so, vor der 1. Kammer des Verwaltungs&shy;gerichts Osnabr&uuml;ck. Und was in Sitzungssaal 2 verhandelt und entschieden wurde, hat es in sich, auch politisch.<br>\nDer Grund der Verhandlung ist brisant: Mediale &Auml;u&szlig;erungen der Staatsanwaltschaft Osnabr&uuml;ck zu Lasten des BMJV im Zusammenhang mit einer Razzia im Finanzministerium. Und das wom&ouml;glich, um zugunsten der Union Einfluss auf die Bundestagswahl 2021 zu nehmen.<br>\nUlrich Schwenke, der Pr&auml;sident des Verwaltungsgerichts Osnabr&uuml;ck und Leiter der Verhandlung, bem&uuml;ht sich sichtlich, f&uuml;r Entspannung zu sorgen. Trotzdem wird es teils hitzig im Saal. Und schon nach wenigen Augenblicken zeichnet sich ab: Die Staatsanwaltschaft Osnabr&uuml;ck ist in schwerster Bedr&auml;ngnis. Das Ganze sei &bdquo;ungl&uuml;cklich gelaufen&ldquo;, r&auml;umt ihr Verteidiger ein, mehr&shy;fach, kleinlaut. Es hilft ihm nichts. Am Ende ist klar: Das Ministerium siegt, auf ganzer Linie.<br>\nEs geht um den 9. September 2021. An diesem Tag, um 9 Uhr morgens, r&uuml;ckt die Staatsanwaltschaft Osnabr&uuml;ck in Berlin an, bei den Bundesministerien f&uuml;r Justiz und Finanzen, f&uuml;r eine Durchsuchung. Schwenke sagt &bdquo;mit schwerem Gesch&uuml;tz&ldquo; sei das geschehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Razzia-kurz-vor-Bundestagswahl\/!5860080\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Westen weiter dominant<\/strong><br>\nOstdeutsche Funktionseliten rekrutieren sich nach wie vor aus Wessinetzwerken. Studie rechtfertigt &raquo;Elitenaustausch&laquo; nach Ende der DDR<br>\nNach wie vor rekrutieren sich die Funktionseliten in Ostdeutschland &uuml;berwiegend aus Westpersonal. Dazu hat die am Mittwoch in Berlin anl&auml;sslich des diesj&auml;hrigen Ostdeutschen Wirtschaftsforums vorgestellte Erhebung mit dem Titel &raquo;Der lange Weg nach oben &ndash; Wie es Ostdeutsche in die Eliten schaffen&laquo; aktuelle Zahlen geliefert. Eine Erkl&auml;rung sei die &raquo;Tendenz dazu, dass sich Netzwerke selbst verst&auml;rken&laquo;, wie Constanze Buchheim, Personalberaterin der Firma &raquo;Managing Partner I-Potentials&laquo; bei der Vorstellung vor Pressevertretern ausf&uuml;hrte. Je h&ouml;her man in der Hierarchie von Institutionen gehe, desto gewichtiger seien Faktoren wie die soziale Herkunft oder pers&ouml;nliche &Auml;hnlichkeit zu den Entscheidungstr&auml;gern, erkl&auml;rte Buchheim. (&hellip;)<br>\nDen Ergebnissen zufolge liegt in den Chefetagen der 100 gr&ouml;&szlig;ten ostdeutschen Unternehmen der Anteil ostdeutschen Personals derzeit bei lediglich 20 Prozent, 2016 waren es demnach wenigstens noch 25 Prozent. In den Chefredaktionen gro&szlig;er ostdeutscher Regionalzeitungen ging der Anteil der Studie zufolge seit 2016 von 62 auf 43 Prozent zur&uuml;ck. In den Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th&uuml;ringen liegte der Anteil Ostdeutscher bei 60 Prozent, zuvor 70 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428090.kolonisierung-des-ostens-westen-weiter-dominant.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bayerns Finanz&auml;mter pr&uuml;fen immer seltener Einkommensmillion&auml;re<\/strong><br>\n2010 wurde im Freistaat noch jede vierte Steuererkl&auml;rung von Spitzenverdienern kontrolliert, im Vorjahr lag die Quote bei nur zehn Prozent. Die Gr&uuml;nen diagnostizieren dem Fiskus eine Bei&szlig;hemmung.<br>\nDie Steuererkl&auml;rungen von sogenannten Einkommensmillion&auml;ren in Bayern werden nach Ansicht der Gr&uuml;nen im Landtag nicht umfassend genug gepr&uuml;ft. &ldquo;Es entsteht der Eindruck: Der Staatsregierung fehlt im Kampf f&uuml;r Steuergerechtigkeit der Biss&rdquo;, sagt Tim Pargent, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion. Der politische Begriff der Einkommensmillion&auml;re bezieht sich noch auf die Deutsche Mark, aus dieser Zeit stammt er. Die Schwelle trifft nun also laut Abgabenordnung auf Personen zu, die in einem Jahr positive &Uuml;berschusseink&uuml;nfte von mindestens 500 000 Euro erzielt haben &ndash; Skala nach oben offen. Bei ihnen d&uuml;rfen Finanz&auml;mter etwa eine anlasslose Au&szlig;enpr&uuml;fung vornehmen. Pargent hat in einer Anfrage an die Staatsregierung, deren noch unver&ouml;ffentlichte Antwort der SZ vorliegt, erfahren: Vergangenes Jahr lag die Pr&uuml;fquote bei 10,2 Prozent, 2020 bei 11,8 Prozent. Binnen eines Jahrzehnts zeigt sich ein deutlicher, kontinuierlicher R&uuml;ckgang: 2010 stand noch 25,9 Prozent der Einkommensmillion&auml;re eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ins Haus. Also jedem Vierten statt jedem Zehnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-finanzaemter-steuern-millionaere-1.5598951\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Twitter, Trump &amp; Tesla<\/strong><br>\nUnsere &Ouml;ffentlichkeit konzentriert sich in immer weniger H&auml;nden<br>\nElektro-Autobauer Elon Musk will f&uuml;r rund 44 Milliarden Dollar die Social-Media-Plattform Twitter kaufen. Ob ausgerechnet Musk der Retter der Meinungsfreiheit ist oder deren gr&ouml;&szlig;te Bedrohung darstellt, sei dahingestellt. Wir t&auml;nzeln dabei n&auml;mlich nur um das eigentliche Problem herum: Dass unsere &Ouml;ffentlichkeit, also Social Media, aber auch klassische Medienkonzerne &ndash; dort, wo Information ausgetauscht wird und demokratischer Diskurs stattfindet &ndash; im Besitz von wenigen Konzernen und Milliard&auml;ren ist. Die &Ouml;ffentlichkeit ist im Privatbesitz. Das Magazin Time wurde von Milliard&auml;r Marc Benioff gekauft, Le Monde von Milliard&auml;r Xavier Niel, The Washington Post von Amazon-Gr&uuml;nder Jeff Bezos, ebenfalls Milliard&auml;r. Die Reihe lie&szlig;e sich fortsetzen. Die zehn gr&ouml;&szlig;ten Verlage in Deutschland haben &uuml;ber 57 Prozent der Auflage des Tageszeitungsmarktes. Bei den Kaufzeitungen machten die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Verlagsgruppen 2018 gar 99,6 Prozent aus. Welche diskurszerst&ouml;rende Macht ein Konzern haben kann, sehen wir oft beim Axel Springer Verlag, insbesondere bei BILD. Bei Social-Media-Plattformen ist es &auml;hnlich. 92,38 Prozent der Marktanteile nach Seitenaufrufen von Social-Media-Plattformen bis M&auml;rz 2022 lagen auf Plattformen von Alphabet (Google), Meta (Facebook) und Twitter. Ein paar wenige Menschen &ldquo;besitzen&rdquo; den Gro&szlig;teil der Kommunikationswege. Es muss nicht mal Missbrauch stattfinden &ndash; da stehen systematische Probleme dahinter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/ausgabe-202203\/twitter-trump-tesla\/\">ver.di publik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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