{"id":84700,"date":"2022-06-10T08:10:53","date_gmt":"2022-06-10T06:10:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700"},"modified":"2022-06-10T08:10:53","modified_gmt":"2022-06-10T06:10:53","slug":"hinweise-des-tages-4127","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h01\">Arme Familien st&auml;rker belastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h02\">Sozial-&ouml;kologischer Umbau und Demokratie: Spannungsverh&auml;ltnis und Synergie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h03\">Privatverm&ouml;gen in Deutschland steigt auf mehr als 20 Billionen Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h04\">Raffinerie Schwedt: Brandenburger Minister schreiben Brandbrief an Habeck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h05\">Siegfrieden als Programm: Ukraine-Strategie des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h06\">Chomsky: Wir m&uuml;ssen insistieren, dass ein Atomkrieg eine undenkbare Politik ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h07\">Erinnerungskultur als Mobilmachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h08\">Zur&uuml;ck auf Los<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h09\">Kriegsgefahr im Pazifik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h10\">Heckler &amp; Koch, Rheinmetall &amp; Co: Deutsche Banken wollen R&uuml;stungskonzernen nach Russlands &Uuml;berfall auf Ukraine besseren Zugang zu Geld verschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h11\">Der Weg zu stabilen Finanzen: Krankenkassen zeigen Lauterbach drei Stellschrauben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h12\">Olaf Scholz auf der Re:publica: Verloren im Neuland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h13\">&ldquo;Bedrohlich und folgenschwer&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h14\">Ins Gef&auml;ngnis geht jeder Zweite wegen eines Armutsdelikts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84700#h15\">Warum die Schweiz kein Neun-Euro-Ticket ben&ouml;tigt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arme Familien st&auml;rker belastet<\/strong><br>\nInfolge des Ukrainekriegs und der weiterhin durch die Corona-Pandemie gest&ouml;rten Lieferketten stiegen die Verbraucherpreise im April um 7,4 Prozent. Dabei sind die Unterschiede je nach Haushaltskonstellation und Einkommen erheblich, zeigt der IMK-Inflationsmonitor: Die Differenz zwischen &auml;rmeren Familien und wohlhabenden Alleinlebenden betrug 1,8 Prozentpunkte. Das liegt daran, dass die aktuell wichtigsten Preistreiber &ndash; Haushaltsenergie, Kraftstoffe und Lebensmittel &ndash; unterschiedlich stark durchschlagen: Bei Familien mit zwei Kindern und niedrigem Einkommen machen diese drei Komponenten 5,8 Prozentpunkte der haushaltsspezifischen Inflationsrate von 8,0 Prozent aus. Bei Alleinstehenden mit hohem Einkommen sind es hingegen 3,1 Prozentpunkte von insgesamt 6,2 Prozent. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Die haushaltsspezifischen Inflationsraten zeigen, dass Haushalte mit geringeren Einkommen durch den Preisanstieg bei Haushaltsenergie &uuml;berproportional belastet sind und sich auch die Verteuerung der Nahrungsmittel st&auml;rker niederschl&auml;gt&ldquo;, schreiben Dullien und Tober. Dieser Trend k&ouml;nnte sich nach Analyse des IMK in den kommenden Monaten weiter versch&auml;rfen, da bisher noch nicht alle Preissteigerungen von Haushaltsenergie im Gro&szlig;handel an die Privathaushalte weitergegeben wurden. Erschwerend kommt hinzu, dass Gas, Strom, Heiz&ouml;l und Nahrungsmittel als Waren des Grundbedarfs bei den Ausgaben &auml;rmerer Haushalte sehr stark ins Gewicht fallen, w&auml;hrend sie bei Haushalten mit hohen Einkommen und insbesondere bei wohlhabenden Alleinlebenden einen deutlich kleineren Anteil des Warenkorbs ausmachen. Bei Familien mit Kindern und niedrigen bis mittleren Einkommen schlagen aktuell zudem die hohen Preise f&uuml;r Kraftstoffe relativ stark zu Buche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/boeckler-impuls-arme-familien-starker-belastet-41568.htm%20\">Hans B&ouml;ckler Stiftung <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist inzwischen klar und es interessiert schlicht und ergreifend keinen. Die Hans B&ouml;ckler Stiftung ist die Stiftung der Gewerkschaften, was kam dazu bisher von den Gewerkschaften und dem DGB au&szlig;er warme Worte? Die Situation wird sich bis in den Herbst mit weiter steigenden Energiepreisen so versch&auml;rfen, dass sich vielen dann existenzielle Fragen stellen und es wird weiter nichts passieren. Den Betroffenen zu empfehlen f&uuml;r ihre Interessen selbst einzutreten, geht an der Sache vorbei, da viele mit der Bew&auml;ltigung ihres Alltags so besch&auml;ftigt sein d&uuml;rften, dass ihnen keine Luft f&uuml;r politisches Engagement bleibt, daf&uuml;r sollte es eben politische Organisationen geben, die sich deren Interessen annehmen, aber damit w&auml;ren wir wieder am Anfang.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sozial-&ouml;kologischer Umbau und Demokratie: Spannungsverh&auml;ltnis und Synergie<\/strong><br>\nDie Klimakrise wird von einem kleinen Teil der Bev&ouml;lkerung verursacht, trifft aber die breite Masse und vor allem &Auml;rmere ungleich st&auml;rker. Das sollte den sozial-&ouml;kologischen Umbau eigentlich zu einem unmittelbar mehrheitsf&auml;higen Projekt machen. Aber das Verh&auml;ltnis von sozial-&ouml;kologischem Umbau und Demokratie ist vielschichtig. Denn historisch sind die Teilhabe der Arbeiter:innenbewegung und die Demokratisierung eng mit dem fossilen Energieregime verwoben. Wie k&ouml;nnen sozial-&ouml;kologischer Umbau und Demokratisierung dennoch miteinander in Einklang gebracht werden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/sozial-oekologischer-umbau-und-demokratie\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Privatverm&ouml;gen in Deutschland steigt auf mehr als 20 Billionen Dollar<\/strong><br>\nMehr als 3000 Superreiche besitzen in Deutschland ein F&uuml;nftel des Privatverm&ouml;gens. Eine neue Studie prognostiziert: Ihre Zahl wird weiter deutlich steigen. Was aus dem BCG-Verm&ouml;gensbericht sonst noch hervorgeht<br>\nDas weltweite Finanzverm&ouml;gen ist auch im zweiten Jahr der Coronapandemie ungebrochen gestiegen und hat einen neuen Rekordwert erreicht. Die globale Summe privater Bankguthaben, Wertpapiere und Lebensversicherungen stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 Prozent auf 274 Billionen Dollar &ndash; so stark wie seit &uuml;ber einem Jahrzehnt nicht mehr. Das geht aus dem j&uuml;ngsten Verm&ouml;gensbericht der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervor, der heute ver&ouml;ffentlicht wird. Zugleich stieg das Realverm&ouml;gen &ndash; also Anlagen in Sachwerte wie Immobilien oder Gold &ndash; um 9,4 Prozent auf 256 Billionen Dollar an.<br>\nInsgesamt erfuhr das Nettogesamtverm&ouml;gen aus Finanzanlagen und Sachwerten zusammen 2021 global eine Steigerung um 10,3 Prozent auf ein Rekordniveau von 473 Billionen Dollar. &bdquo;Grund f&uuml;r das starke Wachstum waren vor allem steigende Aktienkurse, befeuert von guten Unternehmensergebnissen&ldquo;, sagt Anna Zakrzewski, BCG-Partnerin in Z&uuml;rich und verantwortlich f&uuml;r das Thema Verm&ouml;gensverwaltung. &bdquo;Doch auch Sachwerte sind bei Privaten sehr beliebt &ndash; das Interesse von Investorinnen an Immobilien, Wein, Kunst und anderen physischen Anlagen wird immer gr&ouml;&szlig;er.&ldquo;<br>\nEin betr&auml;chtlicher Teil des Privatverm&ouml;gens liegt in den H&auml;nden von Superreichen. Diese so genannten &bdquo;Ultra High Net Worth Individuals&ldquo; mit Finanzwerten von 100 Mio. Dollar und mehr halten einen Anteil von rund 13 Prozent. Geografisch verteilt sieht der Global Wealth Report 2022 das meiste Privatverm&ouml;gen in den USA konzentriert, gefolgt von China, Japan und Gro&szlig;britannien. Deutschland liegt, gemessen am Finanzverm&ouml;gen in der Liste der reichsten L&auml;nder damit auf Platz f&uuml;nf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/wirtschaft-politik\/privatvermoegen-in-deutschland-steigt-auf-mehr-als-20-billionen-dollar-31933718.html\">Capital <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Mehr als 3000 Superreiche besitzen in Deutschland ein F&uuml;nftel des Privatverm&ouml;gens. Das entspricht 0,036 % der Bev&ouml;lkerung.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Geld anderer Leute<\/strong><br>\nKapitalisten lieben die Krise. Die weltweiten Verm&ouml;gen sind w&auml;hrend der Coronapandemie auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Insgesamt stiegen Finanz- und Sachanlagen vor allem dank des Booms an den B&ouml;rsen um mehr als zehn Prozent auf 473 Billionen US-Dollar (rund 441 Billionen Euro), wie die Unternehmensberatung Boston Consulting Group in einer am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Studie darlegte.<br>\nDen Spitzenplatz belegten die USA mit 25.800 sogenannten Superreichen, die mehr als 100 Millionen Dollar ihr Eigen nennen k&ouml;nnen. Auch in Deutschland wurde die Oligarchenherrschaft gefestigt: Mittlerweile besitzen hierzulande 3.100 Personen mehr als ein F&uuml;nftel des gesamten privaten Finanzverm&ouml;gens. Durch Aktien und andere Wertpapiere konnten in der BRD Zugewinne um acht Prozent auf mehr als neun Billionen Dollar erzielt werden. Sachwerte wie Gold, Gem&auml;lde und Immobilien warfen sogar 13 Billionen Dollar mehr ab, eine Steigerung um elf Prozent. Besonders profitabel war dabei der Wohnungsmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428151.enteignung-der-arbeiterklasse-geld-anderer-leute.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Raffinerie Schwedt: Brandenburger Minister schreiben Brandbrief an Habeck<\/strong><br>\nK&auml;mpft der Wirtschaftsminister genug f&uuml;r die Raffinerie, die halb Ostdeutschland mit Benzin versorgt? Landespolitiker sind nicht der Ansicht und schlagen Alarm.<br>\nDie Brandenburger Landesregierung warnt eindringlich vor einer &bdquo;gesellschaftlichen Destabilisierung&ldquo; nicht nur in Nordbrandenburg, wenn es dem Bund nicht gelingen sollte, die PCK-Raffinerie in Schwedt zu retten. Das steht in einem Brief von Brandenburgs Wirtschaftsminister J&ouml;rg Steinbach und Finanzministerin Katrin Lange. Der Brief wird auch von Regierungschef Dietmar Woidke (alle SPD) unterst&uuml;tzt.<br>\nWoidke und Steinbach wollen am Donnerstag nach Schwedt fahren. In dem Brief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne), der der Berliner Zeitung vorliegt, hei&szlig;t es: &bdquo;Ein R&uuml;ckzug vom Markt, wie auch immer verursacht, w&uuml;rde zu mehr als 2000 Arbeitslosen und einer gesellschaftlichen Destabilisierung f&uuml;hren. Das m&ouml;chten wir uns nicht vorstellen.&ldquo;<br>\nTon und Inhalt des Briefes zeigen klar, dass offensichtlich viele Fragen nicht gekl&auml;rt sind. Die Raffinerie in Schwedt wird zu 100 Prozent mit russischem &Ouml;l betrieben und versorgt gro&szlig;e Teile Ostdeutschlands und Nordpolens mit Benzin. Fast der gesamte Sprit in Berlin und Brandenburg kommt aus Nordost-Brandenburg. Doch die Zukunft der Raffinerie ist v&ouml;llig ungewiss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/oel-embargo-raffinerie-schwedt-brandenburger-minister-schreiben-offenen-brief-an-robert-habeck-li.234224%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.D.:<\/strong> Mit Vollgas gegen die Wand!! Ohne Notwendigkeit, ohne Sinn, ohne dass es etwas zum Positiven in der Welt &auml;ndern w&uuml;rde. Bis nichts mehr &uuml;brig bleibt von Deutschland, seiner Wirtschaft und seinem Wohlstand! Das hat etwas von erweitertem Suizid, mit dem Unterschied, dass nur die Gei&szlig;eln (wir &ndash; das Volk) ins Ungl&uuml;ck gest&uuml;rzt werden, w&auml;hrenddessen den verantwortlichen Politdarstellern nichts passiert. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Siegfrieden als Programm: Ukraine-Strategie des Westens<\/strong><br>\nAus den t&auml;glichen Videoansprachen von Wolodimir Selenskij ist die Siegeszuversicht der fr&uuml;hen Kriegswochen verschwunden. Immer &ouml;fter spricht er von einer &raquo;extrem schweren&laquo; Situation der ukrainischen Truppen im Donbass, in immer verzweifelterem Ton fordert er mehr westliche Waffen, am besten gestern und am besten gleich doppelt so viel. Unter seinen Beratern, die ihre Zeit damit verbringen, soziale Medien vollzuposten, hat Olexij Arestowitsch den Part des Pessimisten &uuml;bernommen, w&auml;hrend sein Kollege Michailo Podoljak Durchhaltepropaganda verbreitet.<br>\nMan war geneigt, das als Zweckpessimismus einzusch&auml;tzen, mit dem Ziel, von den westlichen Unterst&uuml;tzern weitere Zuwendungen zu erhalten. Aber am Donnerstag ver&ouml;ffentlichte der britische Independent eine ihm zugespielte Analyse des dortigen Geheimdienstes, die zu sehr ern&uuml;chternden Ergebnissen kommt: Die russische Seite sei im Donbass bei den Gesch&uuml;tzen und Raketenwerfern um den Faktor 20, bei der Artillerie um den Faktor 40 &uuml;berlegen, der Ukraine gehe die Munition aus, und in der Truppe h&auml;uften sich Desertionen. Kiew verliere t&auml;glich nicht die 60 bis 100 Mann, die Selenskij k&uuml;rzlich einr&auml;umte, sondern 400 bis 500. Die Brisanz dieses Dokuments liegt darin, dass die offiziellen allmorgendlichen Tages&uuml;bersichten des britischen Dienstes im wesentlichen die Erfolgspropaganda der ukrainischen Seite wiederholen. Da scheint also bei den westlichen Diensten etwas im Busch zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428185.siegfrieden-als-programm.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Sanktionen wirken nicht, Russland ist auf dem Vormarsch und die westlichen Medien &auml;ndern ihren Ton<\/strong><br>\nInzwischen haben einige gro&szlig;e Publikationen damit begonnen, &uuml;ber die tats&auml;chliche Situation an der Front zu berichten, anstatt wie bisher unkritisch Mythen wie den &ldquo;Geist von Kiew&rdquo; oder die &ldquo;Die 13 von der Schlangeninsel&rdquo; zu kolportieren, die vom B&uuml;ro von Wladimir Selenskij propagiert wurden. Es gab sogar vage Andeutungen, dass der Westen vielleicht aufh&ouml;ren sollte, Kiew bedingungslos zu unterst&uuml;tzen und stattdessen eine L&ouml;sung am Verhandlungstisch forcieren sollte.<br>\n&ldquo;Russland gewinnt den Wirtschaftskrieg&rdquo;, stellte der Wirtschaftsredakteur des britischen Guardian, Larry Elliott, am vergangenen Donnerstag fest. &ldquo;Es sind jetzt drei Monate her, seit der Westen einen Wirtschaftskrieg gegen Russland begonnen hat, und er verl&auml;uft nicht nach Plan. Im Gegenteil, die Dinge laufen wirklich sehr schlecht&rdquo;, schrieb er.<br>\nElliott argumentierte sogar, dass die j&uuml;ngste Ank&uuml;ndigung der USA, Mehrfachraketenwerfer in die Ukraine zu liefern, ein Beweis daf&uuml;r sei, dass die Sanktionen nicht funktionieren: &ldquo;Die Hoffnung ist, dass moderne Milit&auml;rtechnologie aus den USA das erreichen k&ouml;nnen, was Sanktionen im Energiesektor und die Beschlagnahme russischer Verm&ouml;genswerte bisher nicht erreicht haben: Den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin zu zwingen, seine Truppen abzuziehen.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDas Versagen des kollektiven Westens, Russland das R&uuml;ckgrat zu brechen, wurde sogar f&uuml;r den Economist offensichtlich, eine Wirtschaftspublikation, die nicht gerade bekannt daf&uuml;r ist, mit Moskau zu sympathisieren. Die Zeitung gab vor einem Monat widerwillig zu, dass sich die russische Wirtschaft vom anf&auml;nglichen Sanktionsschock erholt habe. Unterdessen muss sich der Westen mit Energieknappheit, steigenden Lebenshaltungskosten und einer Rekordinflation auseinandersetzen. Es sind die Amerikaner, die Engp&auml;sse bei Babynahrung in den L&auml;den vorfinden und sich fast kein Benzin mehr leisten k&ouml;nnen, nicht die Russen. Das mag der Grund sein, weshalb dieser &ldquo;Fr&uuml;hling der Unzufriedenheit&rdquo; &uuml;ber die westliche Sanktionspolitik nicht an der europ&auml;ischen K&uuml;ste des Atlantiks Halt gemacht hat.<br>\nAm Dienstag ver&ouml;ffentlichte die New York Times (NYT) einen Kommentar von Christopher Caldwell, in dem er die Regierung von Joe Biden daf&uuml;r kritisierte, dass sie &ldquo;Verhandlungswege verschlie&szlig;t und daran arbeitet, den Krieg zu intensivieren&rdquo;, indem sie immer mehr Waffen nach Kiew liefert. &ldquo;Die Vereinigten Staaten versuchen, die Fiktion aufrechtzuerhalten, dass die Bewaffnung eines Verb&uuml;ndeten nicht dasselbe sei wie die Teilnahme an einem Krieg&rdquo;, schrieb Caldwell und wies darauf hin, dass diese Unterscheidung im Informationszeitalter &ldquo;zunehmend konstruiert&rdquo; wirke. Einen Tag sp&auml;ter gab der Leiter des Cyber-Kommandos der USA zu, im Auftrag der Ukraine offensive Operationen im Cyberspace gegen Russland durchgef&uuml;hrt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.website\/meinung\/140293-sanktionen-wirken-nicht-russland-ist-auf-dem-vormarsch\/\">Neboj&scaron;a Mali&#263; in RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Chomsky: Wir m&uuml;ssen insistieren, dass ein Atomkrieg eine undenkbare Politik ist (Teil 1)<\/strong><br>\nEs m&uuml;ssen friedliche Wege der Konfliktl&ouml;sung im Ukrainekrieg gesucht werden. Doch die USA setzen auf milit&auml;rischen Sieg. Europa macht mit. Ein gef&auml;hrliches Spiel mit dem Atomkriegsfeuer, sagt Noam Chomsky<br>\nDer Krieg in der Ukraine geht nun schon in den vierten Monat, aber eine Waffenruhe oder eine L&ouml;sung ist nicht in Sicht. Der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj hat einen Waffenstillstand oder Zugest&auml;ndnisse ausgeschlossen, behauptet aber, dass nur Diplomatie den Krieg beenden kann.<br>\nIn der Zwischenzeit versuchen die russischen Streitkr&auml;fte, die Ostukraine zu erobern, w&auml;hrend die Vereinigten Staaten die Regierung Selenskyj so lange milit&auml;risch unterst&uuml;tzen, wie es n&ouml;tig ist, um Russland zu schw&auml;chen, in der Hoffnung, dass es zu einem Regimewechsel in Moskau kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Chomsky-Wir-muessen-insistieren-dass-ein-Atomkrieg-eine-undenkbare-Politik-ist-7134205.html?seite=all%20\">Telepolis <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Chomsky: Warum China, nicht Russland die US-dominierte Weltordnung bedroht (Teil 2)<\/strong><br>\nEine neue Weltordnung nimmt Gestalt an, aber die Konfrontation zwischen den USA und Russland ist nicht ihr zentrales Element, sagt Chomsky. Die &ldquo;chinesische Bedrohung&rdquo; steht im Mittelpunkt der US-Strategie. Wird Russland Juniorpartner Chinas?<br>\nNoam Chomsky analysiert die neue und h&ouml;chst gef&auml;hrliche globale Ordnung, die sich herausbildet. Vielleicht zur &Uuml;berraschung vieler, vor allem in Anbetracht des andauernden Krieges in der Ukraine, beschreibt er nicht die Konfrontation zwischen den USA und Russland als zentrales Element der neuen, im Entstehen begriffenen Weltordnung.<br>\nDas Interview f&uuml;hrt der Politikwissenschaftler C.J. Polychroniou.<br>\nDer erste Teil des Interviews zum Ukraine-Krieg und einer friedlichen L&ouml;sung des Konflikts ist gestern auf Telepolis erschienen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Chomsky-Warum-China-nicht-Russland-die-US-dominierte-Weltordnung-bedroht-7135216.html?seite=all\">Telepolis <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Erinnerungskultur als Mobilmachung<\/strong><br>\nTimothy Snyder, ein US-amerikanischer transatlantischer Influencer, macht die deutsche Erinnerungskultur gegen Russland mobil. In den Vereinigten Staaten f&auml;llt ihm das nicht so leicht: Denn dort gibt es keine Erinnerungskultur.<br>\nDer neue Star im geteilten Himmel &uuml;ber der Ukraine ist Timothy Snyder. Snyder ist Geschichtsprofessor an der Ivy-League-University Yale, Mitglied im Gewissenskomitee des Holocaust-Museums in Washington D.C., Mitglied im transatlantischen Zentrum Liberale Moderne, das von den Gr&uuml;nen-Politikern Marieluise Beck und Ralf F&uuml;cks gegr&uuml;ndet wurde &ndash; sowie Mitglied im Council on Foreign Relations. Das ist eine au&szlig;enpolitische Denkfabrik, die im Nachgang des Ersten Weltkrieges in New York entstanden ist &ndash; und in der der langj&auml;hrige CIA-Chef Allen Dulles eine tragende Rolle spielte.<br>\nSnyder war auch eng befreundet mit Tony Judt, einem legend&auml;ren linken Intellektuellen, der sich vom Zivilarbeiter f&uuml;r die israelische Armee zum zionistischen Kritiker entwickelt hat. Beachtliche Street Creds also. Bekannt wurde Snyder vor zw&ouml;lf Jahren, als er mit &raquo;Bloodlands&laquo; einen internationalen Bestseller hinlegte. In seinem Buch geht es um die Massenmorde in Osteuropa von 1933 bis 1945, eben nicht nur durch Hitler, sondern &mdash; f&uuml;r Amerika eher ungew&ouml;hnlich&mdash; auch durch Stalin. Da Stalin Verb&uuml;ndeter der USA im Zweiten Weltkrieg war, werden dessen Verbrechen in den Vereinigten Staaten eher niedrig geh&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/erinnerungskultur-als-mobilmachung\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck auf Los<\/strong><br>\nDie Bundeswehr steht wom&ouml;glich vor ihrer R&uuml;ckkehr in den EU-Milit&auml;reinsatz in Bosnien-Herzegowina. Daf&uuml;r hat sich laut Berichten vor allem Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock stark gemacht. Ursache sind zum einen die anschwellenden Spannungen im Land, die zu eskalieren drohen. Einerseits bereiten die bosnischen Serben Schritte vor, die in eine Abspaltung ihres Landesteiles m&uuml;nden k&ouml;nnten; andererseits verlangen die bosnischen Kroaten Strukturver&auml;nderungen, die zur Schaffung einer eigenen Entit&auml;t f&uuml;hren sollen und damit ebenfalls die Konflikte im Land weiter anheizen. Aktuell kommt wachsende Kritik am Hohen Repr&auml;sentanten f&uuml;r Bosnien und Herzegowina, dem CSU-Politiker Christian Schmidt, hinzu, der stolze 27 Jahre nach dem Ende des Krieges immer noch umfassende Vollmachten besitzt und das Land praktisch wie ein Protektorat f&uuml;hrt. Schmidt hat soeben die Durchf&uuml;hrung der Wahlen am 2. Oktober erzwungen und damit neuen Protest ausgel&ouml;st. Trotz aller Verhei&szlig;ungen der EU, bei einer Ann&auml;herung an sie Wohlstand zu bringen, herrschen in Bosnien-Herzegowina nach wie vor Armut und Perspektivlosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8945\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kriegsgefahr im Pazifik<\/strong><br>\nMachtkampf zwischen USA und China in der Region versch&auml;rft sich zusehends. Washington treibt Aufr&uuml;stung voran<br>\nSo langsam haben sich die Wellen wieder ein wenig gegl&auml;ttet, die aufgebrandet waren, als sich Chinas Au&szlig;enminister Wang Yi Ende Mai auf eine Pazifikreise begab. Zehn Tage, acht L&auml;nder: Wang hatte eine echte Tour de Force im S&uuml;dpazifik hinter sich, als er vor rund einer Woche aus Papua-Neuguinea, seiner letzten Station, wieder in die Volksrepublik zur&uuml;ckkehrte. Eine Reise durch die Weiten der s&uuml;dpazifischen Inselwelt &ndash; nichts allzu Aufregendes, sollte man meinen. Doch weit gefehlt. Kaum hatte sich Wang auf den Weg gemacht, der ihn zun&auml;chst auf die Salomonen, dann weiter bis nach Fidschi und schlie&szlig;lich eben nach Papua-Neuguinea f&uuml;hren sollte, da schlugen die Au&szlig;enministerien in den USA, in Australien und Neuseeland pl&ouml;tzlich Alarm. Wang bereite, wie Berichte aus der Region zeigten, ein weitreichendes Abkommen mit den Pazifikstaaten vor, hie&szlig; es &ndash; eines, das Sicherheitsfragen, wom&ouml;glich gar milit&auml;rische Aspekte ber&uuml;hre.<br>\nBeijing hat unl&auml;ngst begonnen, seine Zusammenarbeit mit den vielen kleinen Staaten im Pazifik zu intensivieren, genauer: mit den zehn von ihnen, zu denen es diplomatische Beziehungen unterh&auml;lt. Vier Inselstaaten halten noch an ihren Beziehungen zu Taiwan fest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428162.us-imperialismus-kriegsgefahr-im-pazifik.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Indo-Pazifik: EP-Bericht<\/strong><br>\nSp&auml;testens mit der EU-Indo-Pazifik-Strategie im vorigen Jahr hat auch die EU den Indo-Pazifik f&uuml;r sich entdeckt &ndash; einschlie&szlig;lich &Uuml;berlegungen, dort auch milit&auml;risch st&auml;rker pr&auml;sent sein zu wollen (siehe IMI-Studie 2022\/1). Nun hat auch das EU-Parlament einen Indo-Pazifik-Bericht (&bdquo;The EU and the security challenges in the Indo-Pacific&ldquo;) verabschiedet, der in eine &auml;hnliche Richtung geht: &bdquo;Calls for the EU and its Member States to step up their own maritime capacities in the region in a coordinated and autonomous way, including by exploring ways to ensure a permanent and credible European naval presence in the Indian Ocean;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/06\/09\/indo-pazifik-ep-bericht\/%20\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Heckler &amp; Koch, Rheinmetall &amp; Co: Deutsche Banken wollen R&uuml;stungskonzernen nach Russlands &Uuml;berfall auf Ukraine besseren Zugang zu Geld verschaffen<\/strong><br>\nNach Informationen von Business Insider findet nun tats&auml;chlich bei einigen Landes- und Privatbanken ein Umdenken statt, dort nimmt man die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ausgerufene Zeitenwende ernst. Bei der baden-w&uuml;rttembergischen Landesbank LBBW diskutieren die Top-Manager etwa, ob es denn angesichts des Krieges in der Ukraine wirklich noch zeitgem&auml;&szlig; sei, dass die Bank sich selbst h&auml;rtere Kriterien zur Finanzierung von R&uuml;stungsfirmen auferlegt, als es der Gesetzgeber vorschreibt, berichten Insider. Es geht bei der LBBW konkret um die Vorgabe im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht, dass &bdquo;die Lieferung von Kriegswaffen in das Ausland&ldquo; nicht von der LBBW finanziert wird, &bdquo;auch dann nicht, wenn das Bundesamt f&uuml;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Ausfuhr genehmigt hat&ldquo;.  (&hellip;)<br>\nNun g&auml;be es aber den eisernen Grundsatz, dass Waffenlieferungen in Krisen- und Kriegsgebiete nicht finanziert werden. Was passiert aber, wenn die ukrainische Regierung bei Heckler &amp; Koch, Rheinmetall oder anderen deutschen R&uuml;stungskonzernen Gro&szlig;bestellungen aufgibt und diese eine Finanzierung bei dem Geldinstitut anfragen? Die Ukraine ist ein Kriegsgebiet, die Bundesregierung liefert Waffen und schweres Ger&auml;t. Eine rechtliche und politische Klarheit gibt es f&uuml;r die Banken derzeit nicht. Die &Uuml;berzeugung bei den Bankern der LBBW, aber auch in der ganzen Branche w&auml;chst, dass Demokratien Mittel zur Wehrhaftigkeit br&auml;uchten. Im Fall der Ukraine w&auml;ren es die besagten Kriegswaffen, die ins Ausland geliefert und von der LBBW finanziert werden k&ouml;nnten. So w&uuml;rden die Banker ihre Finanzierungsentscheidung wohl auch in der &Ouml;ffentlichkeit vertreten, erfuhr Business Insider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/heckler-koch-rheinmetall-co-deutsche-banken-wollen-ruestungskonzernen-nach-russlands-ueberfall-auf-ukraine-besseren-zugang-zu-geld-verschaffen-d\/\">Business Insider<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es sollen also weitere &ldquo;H&uuml;rden&rdquo; genommen werden, um an der Seite der USA global agieren zu k&ouml;nnen. Wahnsinn! Anstatt die &bdquo;regelbasierte Weltordnung&ldquo; des Westens milit&auml;risch zu begr&uuml;nden bzw. auszubauen, sollte &uuml;ber kooperative Konzepte nachgedacht werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Weg zu stabilen Finanzen: Krankenkassen zeigen Lauterbach drei Stellschrauben<\/strong><br>\nAngesichts der Milliarden-Defizite hat die Gesetzliche Krankenversicherung ein Konzept erarbeitet, wie sich die Finanzlage stabilisieren lie&szlig;e. F&uuml;r die &auml;rztlichen Honorare k&ouml;nnte es aus Sicht der Kassen die n&auml;chsten Jahre &bdquo;spannend&ldquo; werden.<br>\nDie Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sind nach vorl&auml;ufigen Rechnungsergebnissen 2021 im Vergleich zu 2020 um 5,6 Prozent gestiegen, vor allem wegen deutlicher Zunahmen bei den Arzneimittelverordnungen (plus 7,7 Prozent).<br>\nDie Einnahmeseite hielt damit nicht ganz Schritt: Die Ver&auml;nderungsrate je Versichertem stieg um 4,8 Prozent. Insgesamt schloss die GKV das Jahr 2021 mit einem Minus von 4,38 Milliarden Euro ab.<br>\nDie R&uuml;cklagen der Krankenkassen schrumpften auch wegen gesetzlicher Vorgaben erneut &ndash; von 7,9 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 5,3 Milliarden Euro 2021. Mit insgesamt 11 Milliarden Euro lag das Verm&ouml;gen der Krankenkassen weit unter der GKV-Monatsausgabe (2021: 23,7 Milliarden Euro), die f&uuml;r die H&ouml;he der Reserven relevant ist.<br>\n&bdquo;Wenn wir einen Monat keine Einnahme h&auml;tten, w&auml;ren die Reserven weg&ldquo;, sagte Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes (GKV-SV), auf einem Presseseminar am Mittwoch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Politik\/Krankenkassen-zeigen-Lauterbach-drei-Stellschrauben-429781.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Olaf Scholz auf der Re:publica: Verloren im Neuland<\/strong><br>\nOlaf Scholz&rsquo; Rede auf der Digitalmesse Re:publica war hart an der Grenze zur Respektlosigkeit. &Uuml;ber einen &auml;u&szlig;erst analogen Auftritt des Bundeskanzlers.<br>\nAuf Europas gr&ouml;&szlig;ter Digitalkonferenz, der Re:publica, gibt es f&uuml;r Olaf Scholz an diesem Donnerstagnachmittag einen bitter-ehrlichen Moment. Die Moderatorin fragt den Bundeskanzler, wann sie nun endlich ihren Ausweis digital beantragen k&ouml;nne. Scholz antwortet flapsig: &bdquo;Das m&ouml;chte ich Ihnen nicht so genau sagen, weil ich die Abl&auml;ufe der Deutschen Verwaltung kenne.&ldquo; 11.700 Gemeinden gebe es schlie&szlig;lich im Land, f&uuml;hrt der Kanzler aus. Sie alle m&uuml;ssten erst einmal &uuml;ber solche Fragen entscheiden, &bdquo;dann kommen wir voran&ldquo;. Es soll ein Scherz sein. Doch statt f&uuml;r Lacher sorgt Scholz f&uuml;r Geraune im Publikum.<br>\nDie Anekdote spielt sich gegen Ende des ersten Auftritts eines Bundeskanzlers in der Geschichte der Re:publica ab, die diese Woche in Berlin stattfindet. Die Anwesenheit des Regierungschefs allein sollte eigentlich die Aufwertung des Digitalen in der Gesellschaft zeigen. Umso entt&auml;uschender ist es, dass die Kanzler-Rede wohl der analogste Vortrag der diesj&auml;hrigen Konferenz sein wird. So inhaltsleer sind Scholz&ldquo; Worte, dass man sie ihm im Grunde schon als Respektlosigkeit gegen&uuml;ber der digitalpolitischen Debatte auslegen m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/olaf-scholz-auf-der-re-publica-verloren-im-neuland\/28413094.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Hinter dem Scherz steckt schon auch noch mehr. Es gibt seit 2017 das Onlinezugangsgesetz (OZG), das Bund, L&auml;nder und Kommunen verpflichtet, rund 600 Verwaltungsleistungen bis Ende des Jahres 2022 digital bereitzustellen. Der Bund hat da seine Hausaufgaben im Prinzip gemacht, die L&auml;nder eher weniger, die f&uuml;r eigene landesrechtliche Regelungen und Absprachen untereinander zust&auml;ndig sind, auf deren Grundlage wiederum die Kommunen t&auml;tig werden k&ouml;nnen. Das geschah sehr sp&auml;t, wie im Falle Niedersachsens. Dort hat man den St&auml;dten und Gemeinden Ende 2021 signalisiert, das wird nix mehr, k&uuml;mmert Euch lieber um die 40 wichtigsten Dienstleistungen. Nun bleibt nur noch eine &Uuml;berarbeitung des OZG durch den Bund. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Bedrohlich und folgenschwer&rdquo;<\/strong><br>\nIn ihrem Koalitionsvertrag betonten die Ampel-Parteien, wie wichtig internationale Kooperationen in der Wissenschaft seien. Trotzdem will die Regierung den Organisationen, die sie umsetzen, drastisch die Haushalte k&uuml;rzen. DAAD, Humboldt-Stiftung und Goethe-Institut warnen, Hochschulen und Studierende protestieren.<br>\nVERGANGENES JAHR war sie in den Ruhestand gegangen, jetzt wollte sich die langj&auml;hrige Didaktik-Professorin in ein neues akademisches Abenteuer st&uuml;rzen. Als Gastdozentin an einer s&uuml;damerikanischen Hochschule, finanziert &uuml;ber ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). &ldquo;Gerade nach Corona und angesichts der internationalen Konflikte betonen doch alle, wie essentiell die Pflege internationaler Wissenschaftskontakte sind&rdquo;, sagt die 69-J&auml;hrige. Umso konsternierter war sie, als sie schon Ende M&auml;rz auf der Website des DAAD unter &ldquo;Kurzzeitdozenturen im Ausland&rdquo; den Hinweis fand: &ldquo;Die finanziellen Mittel f&uuml;r dieses Programm stehen aufgrund von Haushaltsk&uuml;rzungen f&uuml;r das Jahr 2022 leider nicht mehr zur Verf&uuml;gung.&rdquo; Daher k&ouml;nnten &ldquo;bis auf Weiteres&rdquo; keine Bewerbungen mehr eingereicht werden.<br>\nHaushaltsk&uuml;rzungen beim DAAD? Hatte der Ampel-Koalitionsvertrag nicht betont, &ldquo;nie&rdquo; sei internationale Kooperation wichtiger gewesen, weshalb SPD, Gr&uuml;ne und FDP ihr &ldquo;einen hohen Stellenwert&rdquo; einr&auml;umten? Stand da nicht sogar das Versprechen, die institutionelle F&ouml;rderung von DAAD und Alexander-von-Humboldt-Stiftung (AvH) &ldquo;analog zum Pakt f&uuml;r Forschung und Innovation zu erh&ouml;hen&rdquo;? Also drei Prozent pro Jahr mehr Grundhaushalt f&uuml;r Deutschlands gro&szlig;e wissenschaftliche Austauschorganisationen &ndash; und das von jetzt an jedes Jahr, genau wie bei Helmholtz, Max Planck &amp; Co?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2022\/06\/03\/bedrohlich-und-folgenschwer\/\">Jan-Martin Wiarda<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ins Gef&auml;ngnis geht jeder Zweite wegen eines Armutsdelikts<\/strong><br>\nWer wegen Schwarzfahrens oder einer Parkbusse in den Bau muss, hat schlicht kein Geld. Die Freiheitsstrafen kosten aber viel.<br>\n7345 Menschen mussten im Jahr 2020 ins Gef&auml;ngnis. In 45 Prozent oder fast der H&auml;lfte der F&auml;lle war eine Busse oder Geldstrafe der Grund f&uuml;r die Einweisung &ndash; entweder wegen einer sogenannten Bussenumwandlung oder im Rahmen einer Ersatzfreiheitsstrafe. In den Jahren davor lag dieser Anteil gar leicht &uuml;ber 50 Prozent. Das zeigen Daten des Bundesamtes f&uuml;r Statistik.<br>\nBei der Mehrheit dieser Ersatzfreiheitsstrafen handelt es sich um Schwarzfahren im &ouml;ffentlichen Verkehr oder um Verst&ouml;sse gegen das Strassenverkehrsgesetz (also z.B. Falschparken oder Geschwindigkeits&uuml;berschreitungen). Dies hat eine Z&uuml;rcher Studie aus dem Jahr 2019 ergeben.<br>\nDas heisst: fast die H&auml;lfte muss wegen eines Armutsdeliktes ins Gef&auml;ngnis. Denn zwar f&auml;hrt l&auml;ngst nicht jeder schwarz, weil er oder sie kein Geld hat. Aber wer die Busse bis zum Haftantritt nicht bezahlt, der hat mutmasslich wirklich keines.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/ins-gefaengnis-geht-jeder-zweite-wegen-eines-armutsdelikts\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum die Schweiz kein Neun-Euro-Ticket ben&ouml;tigt<\/strong><br>\nDer Alpenstaat investiert pro Einwohner jedes Jahr umgerechnet 440 Euro in seine Bahn, Deutschland nur 88 Euro. Und noch ein weiterer Aspekt zeigt, was unsere s&uuml;dlichen Nachbarn bei der Verkehrswende besser machen<br>\nUnsere s&uuml;dlichen Nachbarn h&auml;ngen uns im &ouml;ffentlichen Verkehr glatt ab. Das ist der eigentliche Grund, weshalb hierzulande die Verkehrswende seit 40 Jahren stillsteht. Kann das &ldquo;Neun-Euro-Ticket&rdquo; in diesem Sommer helfen, diesen Abstand ein wenig aufzuholen?<br>\n&ldquo;Wir brauchen kein &sbquo;Neun-Euro-Ticket&rsquo;&rdquo;, sagt der Direktor des Schweizer Bundesamtes f&uuml;r Verkehr, Peter F&uuml;glistaler, und der f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Verkehr in der Schweiz zust&auml;ndig ist.<br>\nDennoch sieht F&uuml;glistaler das &ldquo;Neun Euro-Ticket&rdquo; bei seinen Nachbarn positiv, sagte er der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Es sei ein starkes politisches Signal der deutschen Regierung, ein mutiger Preis, aber leider befristet.<br>\nBahnfahren geh&ouml;rt in der Schweiz zu den sch&ouml;nen Erlebnissen. Ich hatte bei den Eidgenossen an einem Tag einmal f&uuml;nf Termine. Alle Z&uuml;ge dorthin waren p&uuml;nktlich. Nur am Abend musste ich in Basel auf den deutschen ICE &uuml;ber eine halbe Stunde warten.<br>\nIn Deutschland hatten die Fernz&uuml;ge im Mai 2022 zu 59 Prozent mehr als f&uuml;nf Minuten Versp&auml;tung. Das ist in der Schweiz unvorstellbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warum-die-Schweiz-kein-Neun-Euro-Ticket-benoetigt-7135272.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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