{"id":8473,"date":"2011-02-25T09:22:12","date_gmt":"2011-02-25T08:22:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8473"},"modified":"2011-02-25T12:20:53","modified_gmt":"2011-02-25T11:20:53","slug":"hinweise-des-tages-1336","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8473","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Guttenberg; Angekaufte Daten-CDs Steuers&uuml;nder sanieren Staatshaushalt; Sch&auml;uble will Schulden beschleunigt abbauen; Trotz Milliardengewinns: Commerzbank zahlt keine Zinsen auf Staatshilfen; Das schwarze Schaf; Diskussion um Hartz IV: Schmerzmittel &ndash; mehr nicht; EU-Gesetzentwurf: &bdquo;Mindestlohn ausgehebelt&ldquo;; Totale Unsicherheit; Druck, Schikane und Angst &ndash; ein Leiharbeiter packt aus; Pharma-Industrie Millionenbetrug bei HIV-Medikamenten; Neusprech heute: Der &bdquo;Anreiz&ldquo;; AWD-Mitarbeiter packen aus; Zehn Mann f&uuml;r den Cyber-War; Was Vorratsdaten &uuml;ber uns verraten; Bild im Iran: Dummheit und Gefahr; A revolution against neoliberalism? ; Das Allerletzte: Merkel &ndash; Mehr f&uuml;r Schutz geistigen Eigentums tun; zu guter Letzt: Springer (MB\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Guttenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Angekaufte Daten-CDs Steuers&uuml;nder sanieren Staatshaushalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Sch&auml;uble will Schulden beschleunigt abbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Trotz Milliardengewinns: Commerzbank zahlt keine Zinsen auf Staatshilfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Das schwarze Schaf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Diskussion um Hartz IV: Schmerzmittel &ndash; mehr nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">EU-Gesetzentwurf: &bdquo;Mindestlohn ausgehebelt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Totale Unsicherheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Druck, Schikane und Angst &ndash; ein Leiharbeiter packt aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Pharma-Industrie Millionenbetrug bei HIV-Medikamenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Neusprech heute: Der &bdquo;Anreiz&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">AWD-Mitarbeiter packen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Zehn Mann f&uuml;r den Cyber-War<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Was Vorratsdaten &uuml;ber uns verraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Bild im Iran: Dummheit und Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">A revolution against neoliberalism?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Das Allerletzte: Merkel &ndash; Mehr f&uuml;r Schutz geistigen Eigentums tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">zu guter Letzt: Springer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8473&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Guttenberg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Guttenberg hat systematisch get&auml;uscht<\/strong><br>\nDer Bremer Juraprofessor Fischer-Lescano r&uuml;gt die Uni Bayreuth f&uuml;r den ungepr&uuml;ften Titelentzug. Bundestagspr&auml;sident Lammert sieht die &Uuml;bernahme von Bundestagsgutachten in Guttenbergs Dissertation deprimierend eindeutig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/guttenberg-hat-systematisch-getaeuscht\/v_print,3878384.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundeswehr-Offizier nach Plagiatsfall degradiert<\/strong><br>\nVor zwei Jahren ist ein Bundeswehr-Offizier degradiert worden, weil er an der Bundeswehr-Universit&auml;t M&uuml;nchen eine plagiierte Examens-Arbeit eingereicht hat. Das teilte ein Sprecher der Hochschule der MZ mit. Die Anfertigung eines Plagiats gilt an Universit&auml;ten der Bundeswehr als dienstrechtliches Vergehen und kann disziplinarisch geahndet werden. &bdquo;Die bei der Abgabe der Diplomarbeit vorgeschriebene Erkl&auml;rung, dass die Arbeit selbstst&auml;ndig angefertigt wurde, ist eine dienstliche Meldung&ldquo;, hei&szlig;t es auf der Homepage der Bundeswehr-Universit&auml;t M&uuml;nchen zum Thema Plagiate. &bdquo;Entspricht sie nicht den Tatsachen, kann dies entsprechende Konsequenzen haben.&ldquo; Der Sprecher erkl&auml;rte, dass Arbeiten abgeschrieben w&uuml;rden, komme &bdquo;immer wieder mal vor&ldquo;. Je nach Schwere der F&auml;lle k&ouml;nne dies Geldstrafen oder Degradierungen nach sich ziehen. Werde nachgewiesen, dass eine eingereichte Arbeit von einem Ghostwriter stamme, sei &bdquo;ein Offizier nicht mehr tragbar&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/servlet\/ContentServer?pagename=ksta\/page&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1298441438079&amp;openMenu=987490165154&amp;calledPageId=987490165154&amp;listid=994342720546\">Mitteldeutsche Zeitung online<\/a><\/li>\n<li><strong>Schummeldissertationen in der Union: Gestern Kasper, heute Guttenberg<\/strong><br>\nSchummeldissertationen sind in der Union nichts Neues &ndash; erst 2010 wurde der CDU-Kommunalpolitiker Andreas Kasper in einem &auml;hnlichen Fall drakonisch bestraft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/gestern-kasper-heute-guttenberg\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Uni Bayreuth pr&uuml;ft T&auml;uschungsvorwurf gegen Guttenberg<\/strong><br>\nNach der Aberkennung des Doktortitels pr&uuml;ft die Universit&auml;t Bayreuth, ob Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die Hochschule mit seiner fehlerhaften Arbeit bewusst get&auml;uscht hat. &ldquo;Einen T&auml;uschungsvorsatz nachzuweisen ist sehr komplex und langwierig, zumal zu Guttenberg diesen Vorwurf bestreitet&rdquo;, sagte Universit&auml;tspr&auml;sident R&uuml;diger Bormann. Die Kommission f&uuml;r die Selbstkontrolle der Wissenschaften an der Universit&auml;t Bayreuth werde das Fehlverhalten des Ministers eingehend untersuchen und bewerten. Dies werde wohl einige Wochen dauern.&nbsp; Das Ausklammern dieses strittigen Themas sei n&ouml;tig gewesen, um zu einer z&uuml;gigen Entscheidung zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-02\/universitaet-bayreuth-guttenberg\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Offensichtlich waren die Kanzlerin und ihr Minister nicht dar&uuml;ber informiert, dass auch von offizieller Seite die Sache noch nicht ausgestanden war. Intern war die Haltung zu einer weitergehenden Pr&uuml;fung zumindest strittig. Oder glaubten sie allen Ernstes einen offiziell des T&auml;uschens &Uuml;berf&uuml;hrten weiterhin im Amt halten zu k&ouml;nnen? Die Kanzlerin hat, als sie von Bayreuther Entscheidung bei einer Veranstaltung der Stiftung Ordnungspolitik (!) in Freiburg erfuhr, noch gemeint: &ldquo;Die Entscheidung der Uni Bayreuth liegt auf der Linie dessen, was der Verteidigungsminister vorgegeben hat. Sie macht daher Sinn.&rdquo; Man lese diesen Satz einmal ganz langsam. Es ist Ungeheuerlich, was sie da sagt. Die Universit&auml;t habe in ihrem ureigensten Bereich, der Wissenschaft, einer Vorgabe der Politik entsprochen. Und sie setzt dann noch nach, sie mache deswegen Sinn. Der Beschluss der Universit&auml;t sei also sinnvoll, da er der politischen Vorgabe entsprochen habe. Ohne auf die pers&ouml;nliche Vorgeschichte Angela Merkels anspielen zu wollen, diese findet man eher in totalit&auml;re Parteidiktaturen wie der ehemaligen DDR.<br>\n&nbsp;Aber schon die Zweiteilung in einen versagenden Wissenschaftler und einen erfolgreichen Minister ist bei n&auml;herer Betrachtung vollkommen daneben. Das wird bei der variantenreichen Reproduktion dieser Formel besonders deutlich. &bdquo;Minister werden hier in diesem Hause, in diesem Lande nicht wegen ihrer wissenschaftlichen Qualit&auml;ten beurteilt, sondern ihrer F&auml;higkeit, die Bundeswehr ordentlich zu f&uuml;hren&ldquo;, sagte CSU-Landesgruppenschef Hans-Peter Friedrich im Parlament. Vergessen wir einmal, dass charakterliche Qualit&auml;ten Herrn Friedrich nicht interessieren, interessant ist, dass f&uuml;r die F&uuml;hrung einer Institution, die zwei Hochschulen beherbergt wissenschaftliche Qualit&auml;ten keine Rolle spielen. &ldquo;Die im Jahr 1973 gegr&uuml;ndete Universit&auml;t der Bundeswehr M&uuml;nchen dient grunds&auml;tzlich der wissenschaftlichen Ausbildung von Offizieren und Offizieranw&auml;rtern&rdquo; hei&szlig;t es auf ihrer Website und in Hamburg: &bdquo;Die Helmut-Schmidt-Universit&auml;t &hellip;&nbsp; steigert die Attraktivit&auml;t des Offizierberufs und ist zugleich Impulsgeber und Leistungstr&auml;ger f&uuml;r die Streitkr&auml;fte.&rdquo; K&ouml;nnen wir diese Universt&auml;ten jetzt streichen. Wozu braucht der einfache Offizier eine wissenschaftliche Ausbildung, wenn der Minister diese nicht ben&ouml;tigt. Nun ja, im Sinne des Sparhaushalts der Regierung w&auml;re das doch ein Vorschlag? Aber im Ernst, nat&uuml;rlich braucht ein Minister wissenschaftliche Qualit&auml;ten. Nur, dazu braucht man keinen Doktor, wahrscheinlich nicht einmal ein Studium, obschon es gewiss hilfreich ist. Wissenschaftliches Arbeiten umfasst nicht nur die Beachtung bestimmter Regeln, wie z. B. das korrekte Zitieren, also nicht nur das formale Verfahren, sondern ist vor allem eine Form des Nachdenkens, des Herangehens an ein Problem, das zur Probleml&ouml;sung f&uuml;hrt oder zumindest das Nichtwissen auf ein h&ouml;heres Niveau f&uuml;hrt. Es beginnt mit dem Sammeln von Informationen, die aufbereitet und analysiert sein wollen und dann hinsichtlich der Fragestellung mit eigenen &Uuml;berlegungen zur Synthese gebracht werden m&uuml;ssen. Klicken wir bei &bdquo;Word&ldquo; auf Synonyme f&uuml;r wissenschaftlich, so erscheint methodisch, feststellbar, erkl&auml;rbar, n&uuml;chtern, planvoll, zielgerecht. Wissenschaftliche Qualit&auml;ten sind sicherlich an ein anspruchsvolles Vorgehen gekoppelt, aber nicht an eine Dissertation. Methodisches, feststellbares, erkl&auml;rbares, n&uuml;chternes, planvolles, zielgerechtes Vorgehen ist von einem Minister unbedingt zu erwarten, u.a. Dies m&uuml;sste Guttenberg eigentlich leichter fallen, da er immerhin studiert hat. Warum also pl&ouml;tzlich von dieser Qualifikation absehen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Karl-Theodor zu Guttenberg: 750 000 Euro f&uuml;r die Uni Bayreuth<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Arbeit an seiner Dissertation hat sich der CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg an der Universit&auml;t Bayreuth &uuml;ber seinen Familienbesitz auch als Sponsor bet&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/750-000-euro-fuer-die-uni-bayreuth\/3879402.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Guttenberg, &ldquo;Bild&rdquo; und Bundeswehr-Werbung<\/strong><br>\nVerteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will von M&auml;rz an in einer breit angelegten Medienkampagne f&uuml;r den Dienst in der Bundeswehr werben. Die Werbeaktion wird nach Angaben des Verteidigungsministeriums bis Dezember in Fernsehen, Radio und Printmedien laufen. Voraussichtlich im April liege der Schwerpunkt bei &ldquo;Bild&rdquo;, &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; und &ldquo;Bild.de&rdquo;. In dieser Phase sollen besonders Mannschaftsdienstgrade angesprochen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundeswehrwerbekampagne100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Guttenberg und der Springer-Konzern scheinen die &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r ausgesprochen dumm zu halten, denn der Zusammenhang zwischen dem propagandistischen Hochjubeln des Barons insbesondere durch den Springer-Konzern und der finanziell &auml;u&szlig;erst lukrativen Auftragsvergabe an Zeitungen dieses Verlages ist nicht sonderlich weit hergeholt. Guttenberg und in ganz besonderem Ma&szlig;e die Medien des Springer-Konzerns hatten in der Vergangenheit kr&auml;ftig an dessen &ldquo;Saubermann&rdquo;-Image gebastet. Nicht nur die Guttenberg-Betr&uuml;gereien im Zusammenhang mit der Doktorarbeit, sondern auch dessen &ldquo;inniges&rdquo; Verh&auml;ltnis zum Kloakenjournalismus von BILD zeigen, wie deutlich das kampagnenhaft aufgebaute &ldquo;Saubermann&rdquo;-Image und die Realit&auml;t auseinanderklaffen. Respekt vor der wieder einmal unzweideutigen Stellungnahme durch Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU).<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung MB: Ja klar. &bdquo;Anzeigenbereich und Redaktion arbeiteten bei dem Konzern streng getrennt.&ldquo; Das kennen wir bei der BILD auch in anderem Zusammenhang sehr gut. S. dazu diesen <a href=\"\/wp-print.php?p=1422\">NachDenkSeiten-Beitrag vom 18.06.2006<\/a>. Nutzen Sie auch die Suchfunktion in den NachDenkSeiten. Mit den Suchbegriffen &bdquo;BILD&ldquo; und &bdquo;Allianz&ldquo; finden Sie einige Artikel zwischen 2005 und der j&uuml;ngsten Vergangenheit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum liebt die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung Guttenberg so sehr? <\/strong><br>\nGanz einfach, weil er die Auflage steigert, sagt Politikberater Michael Spreng.<br>\nGuttenberg-Stories verkaufen sich besser als Schlagzeilen &uuml;ber Thomas de Maizi&egrave;re, sagt der fr&uuml;here Chefredakteur der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;, Michael Spreng. Der Verteidigungsminister sei der erste &ldquo;Popstar&rdquo; der Politik. Und Fans blieben ihrem Idol nun mal treu, egal in welche Skandale es gerate<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/1396222\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/02\/24\/drk_20110224_0910_33cb7ff1.mp3\">Deutschlandradio Kultur [mp3 &ndash; Audio]<\/a>\n<p><em><strong>Zum Thema Guttenberg einige Anmerkungen unseres Lesers H.-G. B.:<\/strong> Vom Verteidigungsminister ist nun bekannt und von ihm selber eingestanden, dass er unter Druck erhebliche Fehler macht. Er merkt in solchen Situationen auch offensichtlich nicht, dass er im Begriff ist Fehler zu machen und hat keine Distanz zu seinem Handeln, Aufgrund der er seine Entschl&uuml;sse hinterfragen k&ouml;nnte. Bei seiner Dissertation ging es &bdquo;nur&ldquo; um Fu&szlig;noten und Urheberrechtlicher Fragen. Als Verteidigungsminster hat er Fragen von schwerwiegener Bedeutung f&uuml;r Gesundheit und Leben von Soldaten und wichtigste deutsche Interressen zu entscheiden. Auch bei Guttenbergs Entscheidungen im Zusammenhang mit der Entlassung und degradierung vom Mitarbeitern und Soldaten stellt sich die Frage, ob er mit den Situationen &uuml;berfordert war und falsch gehandelt hat. Es ist absolut unverst&auml;ndlich, dass die Bundeskanzlerin diese organisierte Verantwortungslosigkeit weiter duldet.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein an der Universit&auml;t t&auml;tiger Professor meint: Ich halte es ebenfalls f&uuml;r sehr wahrscheinlich, dass der Titel gekauft wurde bei einem &uuml;beraus schlampigen Ghostwriter. Mich verbl&uuml;fft jedoch, dass bisher niemand (jedenfalls f&uuml;r mich erkennbar) nach den beiden Gutachtern der Uni Bayreuth gefragt hat. Jede Dissertation wird von mindestens zwei Professoren des Faches gepr&uuml;ft, m&ouml;glicherweise auch noch einem Externen &ndash; die m&uuml;ssen doch gemerkt haben, was da los ist, oder &ndash; der wahrscheinlichere Fall &ndash; sie arbeiten mit dem Ghostwriter zusammen, gegen Geld nat&uuml;rlich und vermutlich nicht zum ersten Mal. Nat&uuml;rlich muss Guttenberg dazu befragt werden und seinen Ghostwriter nennen, dem man auf diese Weise vielleicht das Handwerk legen kann. Folglich g&auml;be es gute Gr&uuml;nde, deutlich tiefer nachzugraben. Wieso wird das so auff&auml;llig ruhig aus der Diskussion herausgehalten? Die Gutachter sind &uuml;brigens in der Regel in der Dissertation genannt, es kann also nicht schwer sein, sie herauszufinden.<\/em><\/p>\n<p><em>Passend zu unserem Beitrag: <a href=\"\/?p=8440\">Umfragen einfach ignorieren &ndash; das ist der beste Schutz vor Manipulation<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Unser Leser J.R. berichtet uns:<\/strong> Mir ist etwas &Auml;hnliches gestern bei ARD-Plasberg aufgefallen: Bis gegen 17:30 war als &ldquo;Umfrage-Ergebnis&rdquo; dort zu lesen:<br>\nR&uuml;cktritt ja: 70% \/ R&uuml;cktritt nein: 30%<br>\nKurz danach drehte das Ergebnis fast ins Gegenteil.<br>\nJa: 42% \/ Nein: 58%<br>\nHeute (das G&auml;stebuch ist immer noch geschlossen): Ja: 49% \/ Nein:51%<br>\nIch glaub, mich laust der Affe! Manipulation ist offenbar nicht nur ein Privileg der Springerpresse. &Uuml;brigens: Jeder, der auch nur einen Hauch von Kritik an der Redaktion von &ldquo;Hartaberfair&rdquo; im dortigen G&auml;stebuch platzieren will, wird gnadenlos wegzensiert. Das ist mir schon mehrfach passiert. Es lebe der geb&uuml;hrenfinanzierte &ldquo;freie&rdquo; Rundfunk! Es lebe die ARD! Zum Kotzen!<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><br>\nBild.de-Leser revoltieren gegen Guttenberg<br>\nKein Blatt hat in den vergangenen Monaten so viel Stimmung f&uuml;r Karl-Theodor zu Guttenberg gemacht wie die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Doch nun begehren die Online-Leser des Blattes auf und stimmen mehrheitlich f&uuml;r seinen R&uuml;cktritt &ndash; in der gedruckten Zeitung ist die Guttenberg-Welt bei Springer hingegen noch in Ordnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,747445,00.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Und ein anonymer NachDenkSeiten-Fan teilt uns mit:<\/strong> Nachdem wir in den letzten Tagen die widerspr&uuml;chlisten Pr&auml;sentationen und Interpretationen von Meinung- und &ldquo;Volks&rdquo;- Befragungen in Sachen Guttenberg erleben durften, macht sich der Verdacht breit, dass sich gewisse Medien offenbar ganz gezielt auf solche Umfragen st&uuml;rzen, die den Eindruck vermitteln, man &ldquo;spreche f&uuml;rs Volk&rdquo;. In diesem Zusammenhang fiel mehr immer wieder der in Printpresse und Fernsehen kolportierte Hinweis auf eine Guttenberg-Fan-Seite auf, auf der sich bis gestern abend angeblich 250.000 &ldquo;Guttenberg- Fans&rdquo; Sympathien bekundet h&auml;tten. Wie unbrauchbar und leicht manipulierbar dieser ins Feld gef&uuml;hrte &ldquo;Beliebtheits-Indikator&rdquo; tats&auml;chlich ist, wird wohl jedem schlagartig klar, wenn er folgendes wei&szlig;: Facebookfans lassen sich &ldquo;<a href=\"http:\/\/facebookfanskaufen.com\/\">kaufen<\/a>&ldquo;. Und zwar billiger als jede Umfrage. 1.000 Fans zu 99 Euro, 10.000 Fans zu 699 Euro, 100.000 zu 4.999 Euro. Angesichts der enormen Bedeutung des Anliegens diverser Kr&auml;fte, Guttenberg unbeschadet &uuml;ber diese Aff&auml;re zu bringen, d&uuml;rfte es ein Klacks sein, diese Summe aufzubringen.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> In der Sendung von Maybrit Illner, wo <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/aktuellste\/414#\/beitrag\/video\/1270000\/Meinungskrieg-um-Guttenberg\">Guttenberg<\/a> auch Thema war, wurde relativ einvernehmlich festgestellt, dass die verschiedenen Umfragen nicht repr&auml;sentativ sein. Dem stimmte sogar der Vertreter der Bild-Zeitung zu. Aber dann wurde im weiteren Verlauf der Diskussion immer wieder so getan, als seien sie repr&auml;sentativ. Auch ein Symbol f&uuml;r die Verwilderung der &ouml;ffentlichen Debatte.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Angekaufte Daten-CDs Steuers&uuml;nder sanieren Staatshaushalt<\/strong><br>\nDie angekauften Steuers&uuml;nder-Daten erweisen sich als lukrativ: Das Finanzministerium rechnet mit Nachzahlungen von 400 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/2.220\/angekaufte-daten-cds-steuersuender-sanieren-staatshaushalt-1.1064163\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Wie viele Steuer- und Finanzpr&uuml;fer k&ouml;nnten mit diesem Geld angemessen bezahlt werden? Es ist belegt, dass jeder Steuerpr&uuml;fer ein Vielfaches seiner Personalkosten erwirtschaftet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sch&auml;uble will Schulden beschleunigt abbauen<\/strong><br>\nDer Finanzminister will den Haushalt schneller sanieren als geplant. Gek&uuml;rzt werden soll bei Gesundheit und im Sozialen. Minister Guttenberg bekommt seine Sparvorgabe gestreckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-02\/bundeshaushalt-sanierung-schaeuble?page=all&amp;print=true\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trotz Milliardengewinns: Commerzbank zahlt keine Zinsen auf Staatshilfen<\/strong><br>\nDas vom Steuerzahler gest&uuml;tzte Institut hat mit einem Jahresergebnis von 1,4 Mrd. Euro die Erwartungen &uuml;bertroffen. Trotzdem wird das Geldhaus auf die Staatshilfen keine Zinsen berappen. Mit der R&uuml;ckzahlung will Bankchef Martin Blessing aber noch in diesem Jahr beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:trotz-milliardengewinns-commerzbank-zahlt-keine-zinsen-auf-staatshilfen\/60015925.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das schwarze Schaf<\/strong><br>\nDer Sohn von Thilo Sarrazin lebt von Hartz IV, ist Ein-Euro-Jobber und leidet bis heute am Erziehungsstil seiner Eltern. Eine schrecklich zerr&uuml;ttete Familie.<br>\nDer blanke Hohn f&uuml;r den Sohn: Thilo Sarrazins Buch &ldquo;Deutschland schafft sich ab&rdquo;.<br>\nEs klingt wie ein schlechter Witz: Der Sohn von Thilo Sarrazin ist Hartz-IV-Empf&auml;nger, lebt in einem Plattenbauhochhaus im Osten Berlins und sagt von sich, er sei gern arbeitslos. Es ist aber kein Witz. &ldquo;Es ist eigentlich ganz gut, einfach nur arbeitslos zu sein und nicht gebraucht zu werden, weil man dann sein Leben selbst bestimmen kann&rdquo;, wird der 30-J&auml;hrige in der Bunten zitiert.<br>\nEin Reporter des Magazins hat den traurig blickenden jungen Mann, der ihm Auskunft &uuml;ber sein zerr&uuml;ttetes Verh&auml;ltnis zu seinen Eltern gab, in dessen Wohnung aufgesucht. Nach einer Ausbildung zum B&uuml;rokaufmann arbeitet der &Auml;lteste der beiden Sarrazin-S&ouml;hne heute als Ein-Euro-Jobber, etwa als Gartenhelfer auf einem Friedhof. &ldquo;Ich bin f&uuml;r meinen Vater der S&uuml;ndenbock, das schwarze Schaf der Familie&rdquo;, sagt er &uuml;ber den Exbundesbank-Vorstand, zu dem er wenig Kontakt hat. Und &uuml;ber seine Mutter Ursula, die umstrittene Grundschullehrerin, meint er: &ldquo;Sie ist gern zu streng und &uuml;bertreibt es mit Verboten und Aufsicht. Das ging mir tierisch auf die Nerven.&rdquo;<br>\nDas alles w&auml;re kaum berichtenswert, w&auml;re Thilo Sarrazin nicht durch abf&auml;llige &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber Hartz-IV-Empf&auml;nger ber&uuml;hmt geworden, denen er die Hauptschuld an ihrer eigenen Lage zuschreibt. Auch seine Forderung, deutsche Akademiker m&uuml;ssten mehr Kinder bekommen, um Deutschlands Abstieg zu verhindern, erscheint nun in neuem Licht. Hat er nicht in der eigenen Familie ein lebendes Beispiel daf&uuml;r, dass eine Herkunft aus b&uuml;rgerlichem Elternhaus nicht vor Hartz-IV-Karrieren sch&uuml;tzt? Und wie verroht muss man sein, mit solchen Thesen hausieren zu gehen, die dem eigenen Sohn wie blanker Hohn vorkommen m&uuml;ssen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/koepfe\/artikel\/1\/das-schwarze-schaf\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> So etwas kommt in den besten Familien vor &ndash; und in den schlechtesten. F&uuml;r seinen Vater kann Herr Sarrazin jr. nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Diskussion um Hartz IV: Schmerzmittel &ndash; mehr nicht<\/strong><br>\nAusgerechnet im Wirtschaftswunderland Deutschland sind besonders viele Menschen &uuml;ber lange Zeit arbeitslos. Doch in den Jobcentern wird f&uuml;r sie nichts getan, sie werden wie Bittsteller behandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/hartz-iv-schmerzmittel-mehr-nicht-1.1064117\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> In Vielem kann man der Kommentatorin zustimmen, nicht in ihrem Fazit im letzten Absatz. Was sie als Tr&ouml;pfeln von ein paar Euro mehr auf die Bed&uuml;rftigen bezeichnet, ist der gescheiterte &bdquo;Versuch&ldquo;, ein Urteil von Deutschlands h&ouml;chstem Gericht umzusetzen. Wie soll der Erfolg von Vermittlern bewertet werden, um diesen mit Pr&auml;mien zu belohnen? Um welche Stellen geht es da, spielt die Qualit&auml;t einer Stelle eine Rolle oder geht es nur wieder um raus aus der Statistik? Und welche Anreize brauchen Unternehmen bitte noch, um Langzeitarbeitslose aufzunehmen? Bitte geben Sie mal in einer Suchmaschine Ihrer Wahl &bdquo;Eingliederungszuschuss&ldquo; bzw. &bdquo;Wiedereingliederungszuschuss&ldquo; in Kombination mit &bdquo;SGB&ldquo; ein; Sie werden TAGE LANG zu lesen haben. Die finanziellen Engp&auml;sse bei der Arbeitsvermittlung haben selbstverst&auml;ndlich auch damit zu tun, dass innerhalb von wenigen Jahren der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um mehr als die H&auml;lfte gek&uuml;rzt wurde. Das hat nat&uuml;rlich Auswirkungen und geh&ouml;rt dazu, wird in diesem Kommentar aber leider &uuml;bersehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Gesetzentwurf: &bdquo;Mindestlohn ausgehebelt&ldquo;<\/strong><br>\nFreibrief f&uuml;r Lohndumping? Neuer EU-Gesetzentwurf l&auml;sst bei Gewerkschaften die Alarmglocken schrillen. Sie warnen, es drohe eine weitere Versch&auml;rfung der EU-Arbeitsm&auml;rkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-mindestlohn-ausgehebelt-\/-\/1472780\/7402318\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Totale Unsicherheit<\/strong><br>\nLeiharbeiter bei Daimler: Keine Chance auf Festanstellung, keine Zukunftsperspektive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/02-25\/050.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Jetzt mal ganz sachlich &ndash; warum sollte ein solcher Konzern die unternehmerische Entscheidung treffen, Leiarbeitnehmer\/innen fest zu &uuml;bernehmen und damit viel h&ouml;here Personalkosten zu zahlen, wenn ihnen die Politik die M&ouml;glichkeit gibt, es bzw. sie so billig zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Druck, Schikane und Angst &ndash; ein Leiharbeiter packt aus<\/strong><br>\nDer Siegerl&auml;nder Georg Kaltenberg hat zwei Jahre als Leiharbeiter geschuftet. Er berichtet von schockierenden Arbeitsbedingungen. Leiharbeiter w&uuml;rden wie Leibeigene behandelt. Der DGB hat heute zum &ldquo;Aktionstag gegen Leiharbeit&rdquo; aufgerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/wr\/westfalen\/Druck-Schikane-und-Angst-ein-Leiharbeiter-packt-aus-id4322703.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.S.:<\/strong> Ich war selbst Zeitarbeiter. Mehr noch als die organisierte Lohndr&uuml;ckerei durch Politik und Wirtschaft, das scheinheilige Handeln der Gewerkschaften gegen die Leiharbeiter im Interesse der Unternehmen und Festangestellten, hat mich aber die Ablehnung und Gleichg&uuml;ltigkeit meiner fest angestellten &ldquo;Kollegen&rdquo; gegen&uuml;ber uns Leiharbeitern getroffen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Nachtr&auml;gliche Anmerkung von AM:<\/strong> Ich halte diesen verallgemeinernden Vorwurf an die Gewerkschaften f&uuml;r falsch und bedaure diese Wertung in den NachDenkSeiten. Ich kann auch in der jetzt laufenden Aktion von Gewerkschaften gegen die Leiharbeit kein scheinheiliges Handeln sehen. Ich habe an der praktischen Arbeit der Betriebsr&auml;te und Gewerkschafter in meiner Region zum Beispiel mit erlebt, dass sie sich systematisch bem&uuml;ht haben, Kolleginnen und Kollegen, die in unsichere Arbeitsverh&auml;ltnisse eingestellt waren, in sichere Jobs zu holen.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pharma-Industrie Millionenbetrug bei HIV-Medikamenten<\/strong><br>\nUrspr&uuml;nglich waren die Pr&auml;parate f&uuml;r Patienten in S&uuml;dafrika bestimmt. Pharmah&auml;ndler sollen sie illegal zur&uuml;ck nach Deutschland gebracht und Millionen Euro verdient haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-02\/hiv-medikamente-betrug-pharmahandel?page=all&amp;print=true\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neusprech heute: Der &bdquo;Anreiz&ldquo;<\/strong><br>\nIch werde an dieser Stelle in loser Folge einige der zentralen Begriffsinfarkte neoliberaler F&auml;rbung vorstellen, mit der wir t&auml;glich beschallt werden, ohne das sie je hinterfragt w&uuml;rden. Zum Auftakt habe ich mich mit der semantischen Kombizange des &ldquo;Anreizes&rdquo; befasst. Ein &bdquo;Anreiz&ldquo; soll Verhalten beeinflussen, zu einer bestimmten Reaktion motivieren. In der &ouml;ffentlichen Diskussion ist von &bdquo;Anreizen&ldquo; zumeist die Rede, wenn es um entweder um Entscheidungen von Konzernen geht oder um Arbeitslose.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=7162\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>AWD-Mitarbeiter packen aus<\/strong><br>\nAWD ist eine der gr&ouml;ssten Finanzberatungsfirmen f&uuml;r Private. Das Unternehmen erkl&auml;rt, es sei den Interessen ihrer Kunden verpflichtet. Doch im &laquo;Kassensturz&raquo; berichten ehemalige Mitarbeiter, wie sie bei der Jagd nach Provisionen ungeeignete Produkte verkauft haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.videoportal.sf.tv\/video?id=d802482a-760f-4687-b6d0-b85392066a58\">Schweizer Fernsehen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Da wird Herr Maschmeyer noch Einiges an juristischen Kapazit&auml;ten f&uuml;r die Berichterstattung des Schweizer Fernsehens brauchen. Neben all den Fakten lassen besonders Maschmeyers Vergleiche seiner fr&uuml;heren Kundschaft mit Affen und Hamstern tief blicken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zehn Mann f&uuml;r den Cyber-War<\/strong><br>\nVon April an sollen in Bonn zehn Mitarbeiter f&uuml;r die Sicherheit des Internets in Deutschlands sorgen. Das Bundeskabinett hat die Gr&uuml;ndung eines Nationalen Cyber-Abwehr-Zentrums (NCAZ) beschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/zehn-mann-fuer-den-cyber-war\/-\/1472596\/7401456\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Art von kritischem Kommentar, die ich bei der &Uuml;berschrift erwarte, bleibt leider aus. Da m&uuml;ssen wir das mal wieder &uuml;bernehmen &hellip;<br>\nWenn die Bedrohung wirklich so erheblich ist, dann sind zehn Planstellen eine l&auml;cherliche Placebo-Ma&szlig;nahme. Wer wirklich Schaden anrichten oder mit dem Chaos Geld verdienen m&ouml;chte, wird dadurch wohl nicht aufgehalten werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Was Vorratsdaten &uuml;ber uns verraten<\/strong><br>\nDer Chaos Computer Club nennt Handys &ldquo;Ortungswanzen&rdquo;. Zu Recht, wie unsere interaktive Grafik zeigt: Die Vorratsdaten des Gr&uuml;nenpolitikers Malte Spitz enth&uuml;llen sein Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2011-02\/vorratsdaten-malte-spitz\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Georg Schramm sagte mal in anderem Zusammenhang, wenn wir Mobiltelefone nur zum Telefonieren benzutzen w&uuml;rden, ginge ein gesamter Wirtschaftszweig zu Grunde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bild im Iran: Dummheit und Gefahr<\/strong><br>\nFreundliches Shakehands mit Mahmud Ahmadinedschad. Das ist das Bild, das iranische Fernsehzuschauer seit Guido Westerwelles Besuch am Wochenende immer wieder sehen durften. Vermutlich wird das iranische Staatsfernsehen es auch in Zukunft h&auml;ufig zeigen, wenn die EU-Au&szlig;enminister noch einmal drohen, Iran vorerst nicht zu besuchen. Dem stellvertretenden iranischen Au&szlig;enminister steht der Triumph ins Gesicht geschrieben, als er vor die Kameras tritt und erkl&auml;rt, der Besuch des deutschen Au&szlig;enministers sei die Verletzung eines EU-Beschlusses gewesen.<br>\nDabei h&auml;tte Guido Westerwelle kaum anders handeln k&ouml;nnen. Er ist erpresst worden. Doch was ist der eigentliche Hintergrund dieses Bildes? Zwei Reporter von Bild am Sonntag waren im Oktober bei dem Versuch, ein Interview mit dem Sohn der zum Tode verurteilten Sakineh Aschtiani zu f&uuml;hren, festgenommen worden. Jetzt, wo die beiden frei sind, kann man es aussprechen: Diese Reise war eine Mischung aus Dummheit und Verantwortungslosigkeit. Denn die Redaktion musste wissen, dass sie die Reporter ins offene Messer laufen l&auml;sst. Dass ein Vergehen wie die Einreise ohne g&uuml;ltiges Journalistenvisum den Beh&ouml;rden einen Vorwand liefern w&uuml;rde, h&auml;tte man ebenso wissen m&uuml;ssen. Und eine Aktivistin, deren Organisation in Iran als terroristisch eingestuft wird, als &Uuml;bersetzerin am Telefon zuzuschalten ist an Tollpatschigkeit kaum zu &uuml;berbieten.<br>\nAber die letzte Verantwortung liegt bei der Redaktion. Mit ihrem unverantwortlichen Vorgehen hat die BamS die deutsche Iranpolitik &uuml;ber Monate hinweg lahmgelegt. Und ausgerechnet am letzten Sonntag, als wieder Zehntausende bei Massenprotesten ihr Leben riskierten, wurde die deutsche Au&szlig;enpolitik zu einem Kotau vor den iranischen Machthabern gezwungen. BamS hat dem iranischen Regime zu einem Propagandaerfolg verholfen, ausgerechnet in einer Woche, in der die iranische Demokratiebewegung wahrlich andere Signale aus Deutschland gebraucht h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2011%2F02%2F24%2Fa0124&amp;cHash=da997563fe\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Die heikle Iran-Mission der BamS-Reporter<\/strong><br>\nFreiheit f&uuml;r Jens Koch und Marcus Hellwig. 132 Tage, fast vier Monate lang, sa&szlig;en die Reporter der Bild am Sonntag im Gef&auml;ngnis im Iran. Und genauso lang waren die Medien hierzulande solidarisch, schalteten gro&szlig;e Anzeigen, hielten sich mit Kritik zur&uuml;ck. Doch jetzt k&ouml;nnen und m&uuml;ssen Fragen gestellt werden. Berechtigte Fragen. Bohrende Fragen. Zapp &uuml;ber eine unverantwortliche Mission und einen unverhofften Propagandasieg des Iran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/zeitungen_zeitschriften\/bams103.html\">NDR Zapp<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Opinion: A revolution against neoliberalism? <\/strong><br>\n<strong>If rebellion results in a retrenchment of neoliberalism, millions will feel cheated.<\/strong><br>\n<strong>&lsquo;Abu Atris&rsquo; <\/strong>\n<p>&ldquo;The political economy of the Mubarak regime was shaped by many currents in Egypt&rsquo;s own history, but its broad outlines were by no means unique. Similar stories can be told throughout the rest of the Middle East, Latin America, Asia, Europe and Africa. Everywhere neoliberalism has been tried, the results are similar: living up to the utopian ideal is impossible; formal measures of economic activity mask huge disparities in the fortunes of the rich and poor; elites become &ldquo;masters of the universe,&rdquo; using force to defend their prerogatives, and manipulating the economy to their advantage, but never living in anything resembling the heavily marketised worlds that are imposed on the poor.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/english.aljazeera.net\/indepth\/opinion\/2011\/02\/201122414315249621.html\">Aljazeera<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J. H.:<\/strong> Ich hab grade einen interessanten artikel auf aljazeera gefunden, der das involvment der army &ndash; als &auml;gyptischer wirtschaftsfaktor &ndash; und die verquickung des mubarak regimes mit der neoliberalen agenda ganz sch&ouml;n durchleuchtet&hellip;<\/em><br>\n<em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Leider in Englisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Merkel &ndash; Mehr f&uuml;r Schutz geistigen Eigentums tun<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Archiv16\/Podcasts\/2008\/2008-04-26-Video-Podcast\/2008-04-26-video-podcast.html\">Bundesregierung<\/a>\n<p>passend dazu:<br>\n<strong>&bdquo;Raubkopierer sind Verbrecher&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110225_raubkopierer_sind_verbrecher.png\" alt=\"Raubkopierer sind Verbrecher\"><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Springer<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110225_springer.png\" alt=\"Stuttmann 25.02.2011\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/kari_20110224_Bild_zitieren.gif\">Stuttmann-Karikaturen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Guttenberg; Angekaufte Daten-CDs Steuers&uuml;nder sanieren Staatshaushalt; Sch&auml;uble will Schulden beschleunigt abbauen; Trotz Milliardengewinns: Commerzbank zahlt keine Zinsen auf Staatshilfen; Das schwarze Schaf; Diskussion um Hartz IV: Schmerzmittel &ndash; mehr nicht; EU-Gesetzentwurf: &bdquo;Mindestlohn ausgehebelt&ldquo;; Totale Unsicherheit; Druck, Schikane und Angst &ndash; ein Leiharbeiter packt aus; Pharma-Industrie Millionenbetrug bei HIV-Medikamenten; Neusprech<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8473\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8473","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8473"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8473\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8494,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8473\/revisions\/8494"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}