{"id":84737,"date":"2022-06-10T15:39:27","date_gmt":"2022-06-10T13:39:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737"},"modified":"2022-06-10T15:39:27","modified_gmt":"2022-06-10T13:39:27","slug":"hinweise-des-tages-ii-539","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h01\">CFIT &ndash; oder wie sich die EU selbst zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h02\">Wir stehen kurz vor einer globalen Nahrungsmittelkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h03\">H&auml;tte, h&auml;tte Lieferkette: Wie sich Ausbeuter vor Verantwortung dr&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h04\">Krise im Erdbeeranbau: Warum Bauern ihre Erdbeeren vernichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h05\">&bdquo;Ich frage mich, ob Menschen irgendwann von mir entt&auml;uscht sein werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h06\">Abgr&uuml;ndige Solidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h07\">Ukraine-Krieg: Acht Jahre Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h08\">Antimilitaristischer Def&auml;tismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h09\">&laquo;Die L&ouml;sung der Ukraine-Krise liegt allein in Verhandlungen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h10\">Die Ukraine ist jetzt v&ouml;llig vom Westen abh&auml;ngig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h11\">Krieg der wei&szlig;en M&auml;nner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h12\">Berliner M&auml;rchenstunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h13\">Berufsverband der Kinder- und Jugend&auml;rzte &uuml;bt deutliche Kritik an den aktuellen Ausf&uuml;hrungen des ExpertInnenrates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h14\">Droht zum Reisesommer nun das Flugchaos?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h15\">Klimaneutralit&auml;t verlangt &ouml;ffentliche Investitionen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84737#h16\">Maskenaff&auml;re: Gesundheitsministerium entsch&auml;rfte Aussage<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>CFIT &ndash; oder wie sich die EU selbst zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nDer russische Polit-Kommentator Dimitri Babich stellte schon lange vor der jetzigen Krise fest, dass die imperiale Politik der USA immer hektischer und teilweise unkoordinierter werde. Eine &ldquo;regime-change&rdquo;-Operation jagt die n&auml;chste, mal wird der eine &ldquo;Machthaber&rdquo;, dann der andere zum Ober-B&ouml;sewicht erkl&auml;rt. Mal wird eine Riesen-Medienkampagne gegen den venezolanischen Maduro gefahren, dann gegen den wei&szlig;russischen Machthaber Lukaschenko. Tonnenweise werden Waffen mal an syrische, dann an kurdische Rebellen, verteilt &ndash; im einen Jahr stoppt man Waffenlieferungen an die ASOW-Brigaden in der Ukraine, im n&auml;chsten Jahr werden sie wieder erlaubt.<br>\nW&auml;hrend der Trump-Pr&auml;sidentschaft war ein Gro&szlig;teil der US-Medien damit besch&auml;ftigt, eine nicht vorhandene Trump-Putin-Verbindung &ndash; das sogenannte &ldquo;Russiagate&rdquo; &ndash; zu konstruieren, jubelte gleichzeitig aber der Anti-China-Politik Trumps zu. Aber Trumps Diktum &ldquo;fighting trade wars is easy&rdquo; entpuppte sich als Fehleinsch&auml;tzung, da auch US-Industrie-&ldquo;Leuchtt&uuml;rme&rdquo; wie Apple ihre reale Produktion bereits gro&szlig;teilig nach China outgesouced hatten. Folgerichtig stellte die Biden-Regierung viele dieser Sanktionen wieder ein, um aber immer wieder einmal die &ldquo;Uiguren&rdquo;-Karte medial auszuspielen.<br>\nDie US-Ukraine-Politik ist in diesem Zusammenhang eher ein Gegenbeispiel, weil durchaus langfristig angelegt. Das fing mit den gro&szlig;z&uuml;gig schon in den 1990ern entsandten US-Milit&auml;rberatern an und steigerte sich vor den Maidan-Protesten von 2014. Der US-Au&szlig;enpolitikerin Victoria Nuland ist das Bekenntnis zu verdanken, dass damals &uuml;ber 5 Milliarden Dollar in die Bewegung investiert wurden. Nach dem Machtwechsel h&ouml;rte die Unterst&uuml;tzung nat&uuml;rlich nicht auf, besonders was Waffenlieferungen betraf. Den halbherzigen Versuch der EU-Kernstaaten Frankreich und Deutschland, mithilfe des Minsk-2-Abkommens den Konflikt in der Ostukraine zu beruhigen, konnte Kiew nur deshalb so offensichtlich ignorieren, weil man der Unterst&uuml;tzung des gro&szlig;en transatlantischen &ldquo;Bruders&rdquo; gewiss war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/20-2022\/cfit-oder-wie-sich-die-eu-selbst-zerstort\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wir stehen kurz vor einer globalen Nahrungsmittelkrise<\/strong><br>\nDurch Spekulation an der B&ouml;rse treiben Investoren die Weizenpreise in die H&ouml;he &ndash; und machen gro&szlig;es Gesch&auml;ft. Damit sto&szlig;en sie die &auml;rmsten L&auml;nder der Welt in den Hunger.<br>\nAuch wenn wir es immer wieder h&ouml;ren: Nicht alle werden &auml;rmer. Mineral&ouml;lkonzerne und die R&uuml;stungsindustrie machen gerade offensichtlich hohe Profite. Doch auch Investoren, die seit Kriegsbeginn auf steigende Weizenpreise gewettet haben, fahren fette Gewinne ein. Die Rechnung daf&uuml;r zahlen Menschen in Entwicklungsl&auml;ndern, die nicht mehr satt werden. Der B&ouml;rsenpreis f&uuml;r Weizen ist seit Beginn des Krieges durch die Decke gegangen und befindet sich bis heute auf Rekordniveau.<br>\nSeit Ausbruch des Krieges ist der Weizenpreis um fast 50 Prozent angestiegen, zwischenzeitlich sogar um 70 Prozent. Das hat Folgen. Etliche L&auml;nder sind von Weizenimporten abh&auml;ngig. Einer der gr&ouml;&szlig;ten Weizenimporteure der Welt in absoluten Zahlen ist &Auml;gypten. Das Land importiert rund 12 Millionen Tonnen Weizen. Darauf folgen die T&uuml;rkei und Indonesien. Offensichtlich treffen die Weizenpreise diese Schwellenl&auml;nder besonders hart. Beim Preis f&uuml;r Mehl zeigt sich der Anstieg noch extremer. Ein B&auml;cker in &Auml;gypten berichtete etwa, dass der Preis sich mehr als verdoppelt habe. Wenn er diese Kosten an seine Kunden weiterg&auml;be, w&uuml;rden sie nicht mehr kommen und er m&uuml;sste schlie&szlig;en. Daher sollen die &auml;gyptischen B&auml;uerinnen und Bauern nun vermehrt Weizen anbauen und es dem &auml;gyptischen Staat unter Weltmarktpreis verkaufen. Auch ein Brotpreisdeckel wurde aufgesetzt.<br>\nAber nicht nur die Schwellenl&auml;nder sind betroffen. Auch die Entwicklungsl&auml;nder trifft es hart. Sie importieren zwar in absoluten Zahlen deutlich weniger, aber in Relation zum Weizenkonsum deutlich mehr. Burkina Faso, Nigeria und Madagaskar sind fast zu 100 Prozent von Importen abh&auml;ngig. Darauf folgen L&auml;nder wie Mexiko, Panama, Korea und Bangladesch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/wir-stehen-kurz-vor-einer-globalen-nahrungsmittelkrise-weizenpreise-mehlpreise-kornspeicher-ukraine-krieg-putin\/\">Maurice H&ouml;fgen und Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Krieg und Frieden in der Ukraine: Tapferkeit vor dem Freund<\/strong><br>\nDie Ukraine solle den Krieg gewinnen, so t&ouml;nt es in Deutschland. Was aber, wenn dieses Ziel v&ouml;llig unrealistisch ist?<br>\nEs gab mal eine Zeit, in der Wehrkraftzersetzung als schwere Straftat galt, die mit dem Tod bestraft wurde. Das liegt schon lange zur&uuml;ck. Aber, immerhin, wer heute die Fortsetzung des Krieges in der Ukraine infrage stellt und am Sieg der ruhmreichen ukrainischen Truppen zweifelt, der wird zwar nicht erschossen, daf&uuml;r aber mit Nazivergleichen nicht unter 1938 bestraft. [&hellip;]<br>\nAn &ndash; deutschen &ndash; &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden in Berlin wehen inzwischen ukrainische Fahnen. Aber im globalen S&uuml;den ist die Haltung der Menschen zum Ukraine-Krieg alles andere als eindeutig. Dort haben sie das Gef&uuml;hl, dass ihr Schicksal schon wieder weniger wert ist als das der Wei&szlig;en im Norden. Denn in afrikanischen L&auml;ndern f&uuml;hrt dieser Krieg zu Hungersnot und Treibstoffknappheit &ndash; den Menschen, die dort verhungern, den Gesellschaften, die von sozialen Unruhen ersch&uuml;ttert werden, ist mit dem Hinweis &bdquo;Putin ist schuld&ldquo; nicht geholfen &ndash; mit einem Ende des Krieges schon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/krieg-und-frieden-in-der-ukraine-tapferkeit-vor-dem-freund\">Jakob Augstein in der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>H&auml;tte, h&auml;tte Lieferkette: Wie sich Ausbeuter vor Verantwortung dr&uuml;cken<\/strong><br>\nEine Studie zeigt auf, wie Lobbyisten Ma&szlig;nahmen gegen Menschenrechts- und Umweltschutzverst&ouml;&szlig;e der Industrie hintertreiben und die EU-Kommission dabei Pate steht<br>\nDer Weg zu einem wirksamen Lieferkettengesetz in der Europ&auml;ischen Union ist steinig &ndash; beziehungsweise vermint durch Lobbyisten, die genau das verhindern wollen. Leider mit Erfolg: Nach den am Mittwoch vorgestellten Ergebnissen einer Studie dreier zivilgesellschaftlicher Organisationen haben Industrievertreter folgenschweren Einfluss auf einen seit zwei Jahren laufenden Prozess genommen, dessen urspr&uuml;nglicher Anspruch es war, europ&auml;ische Konzerne und Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten sowie &ouml;rtlichen Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards in ihren Fertigungsl&auml;ndern zu verpflichten.<br>\nGemessen daran ist der im Februar durch die EU-Kommission eingebrachte Entwurf f&uuml;r ein entsprechendes Regelwerk kaum mehr als ein Papiertiger. Die Vorlage weise &ldquo;verd&auml;chtig viele Schlupfl&ouml;cher&rdquo; auf, biete &ldquo;zahlreiche M&ouml;glichkeiten, sich der Haftung zu entziehen&rdquo; und habe die Pflichten von Unternehmern &ldquo;enorm&rdquo; begrenzt, erkl&auml;rte der Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz (BUND) am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Au&szlig;erdem seien wesentliche Teile der Wertsch&ouml;pfungskette ausgenommen und die Gruppe derer, die unter das Gesetz fallen, &ldquo;deutlich dezimiert&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Haette-haette-Lieferkette-Wie-sich-Ausbeuter-vor-Verantwortung-druecken-7136398.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Krise im Erdbeeranbau: Warum Bauern ihre Erdbeeren vernichten<\/strong><br>\nEigentlich ist gerade Erdbeerzeit. Doch manche Landwirte vernichten ihre Fr&uuml;chte derzeit lieber als die Ernte einzufahren. Eine Recherche zu den Hintergr&uuml;nden. [&hellip;]<br>\nZwar herrscht gerade bestes Erdbeer-Wetter. Durch viel Sonnenschein sind die Felder der Obstbauern voll mit roten, s&uuml;&szlig;en Fr&uuml;chten. So ist das Angebot h&ouml;her als die Nachfrage.<br>\nHinzu komme die Macht des Handels, erkl&auml;rt Bernhard R&uuml;b von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die Discounter stehden untereinander im starken Wettbewerb, deswegen haben sie ein Interesse daran, m&ouml;glichst billig einzukaufen &ndash; also aus dem Ausland:<br>\n&bdquo;Deswegen gab es in diesem Jahr l&auml;nger Import-Erdbeeren aus Spanien, als das sonst &uuml;blich ist, vor allem bei diesem sch&ouml;nen Wetter. Das hei&szlig;t: Ein qualitativ hochwertiges Angebot aus dem Inland trifft auf eine reduzierte Nachfrage. Das f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig dazu, dass die Preise purzeln.&ldquo;<br>\nWeil Erdbeeren nicht mit Maschinen gepfl&uuml;ckt werden k&ouml;nnen, brauchen Erdbeerbauern viel Personal zum Ernten. Das hei&szlig;t, dass die Personalkosten hoch sind. Weil die L&ouml;hne beispielsweise in Spanien aber niedriger sind als in Deutschland, k&ouml;nnen die dortigen Bauern ihre Erdbeeren billiger verkaufen. So g&uuml;nstig, dass sogar die gestiegenen Spritpreise f&uuml;r den Transport in die deutschen Superm&auml;rkte nicht ins Gewicht fallen.<br>\nSo w&auml;chst der Druck auf die deutschen Landwirte, die mit diesen Preisen nicht mithalten k&ouml;nnen, aber ihre Ware schnell verkaufen m&uuml;ssen, weil sie sonst schlecht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/erdbeerbauern-nrw-ernte-vernichtet-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Ich frage mich, ob Menschen irgendwann von mir entt&auml;uscht sein werden&ldquo;<\/strong><br>\nDie LINKE hat jahrelang Erfolg gehabt als Anti-Neoliberalismus-Partei. Das scheint heute nicht mehr zu funktionieren. Man wei&szlig;, wogegen Sie sind, aber nicht, wof&uuml;r Sie einstehen. W&auml;re da nicht die Formulierung von Visionen wichtig oder die Entwicklung einer neuen Utopie?<br>\nIch habe in meinem Buch &bdquo;Die Selbstgerechten&rdquo; versucht, ein solches positives Programm zu formulieren. Was uns fehlt, sind gute Identifikationsbegriffe, emotionale Erz&auml;hlungen. Viele Menschen h&ouml;ren uns durch einen Filter im Kopf, der von den medial vorherrschenden Erz&auml;hlungen gepr&auml;gt wird. Und die verkehren viele Begriffe in Orwellscher Manier ins Gegenteil. Solidarit&auml;t hei&szlig;t: Waffen liefern. Die, die nur noch in milit&auml;rischen Kategorien denken, geben sich als friedliebend. Wer auf einen langen Krieg setzt, handelt angeblich aus Empathie mit den Opfern. Wer Kompromisse auch vom Westen fordert, macht russische Propaganda. Es ist unglaublich, wie die Realit&auml;t verzerrt wird, aber es wirkt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/cbaron\/sahra-wagenknecht-im-interview-ich-bin-keine-innerparteiliche-kaempferin\">der Freitag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/3183.ich-frage-mich-ob-menschen-irgendwann-von-mir-entt%C3%A4uscht-sein-werden.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Abgr&uuml;ndige Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nDer Krieg Russlands gegen die Ukraine ist offenkundig eine v&ouml;lkerrechtswidrige Intervention; dass die &Ouml;ffentlichkeit entsetzt reagierte und reagiert, ist verst&auml;ndlich. Und gefl&uuml;chteten Menschen muss ohne Frage und unbedingt geholfen werden.<br>\nDass aber ausgerechnet jene Menschen, die die monatelange Ausgrenzung ihrer unmittelbaren nicht-geimpften Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger in &Ouml;sterreich und Deutschland achselzuckend bis wohlwollend hinnahmen und immer noch hinnehmen, innerhalb k&uuml;rzester Zeit auf den Solidarit&auml;tszug mit der Ukraine aufsprangen, ihre Social-Media-Accounts mit ukrainischen Nationalflaggen versahen und offensiv zeigen mussten, wie sehr sie Putin hassen oder mit Hitler vergleichen, ist ein irritierendes Ph&auml;nomen, wobei das Konzept der Solidarit&auml;t einmal mehr eine abgr&uuml;ndige Dimension erhalten hat: Ein Verst&auml;ndnis von Solidarit&auml;t, das nicht inklusiv, sondern in erster Linie ausgrenzend funktioniert. Und wo als ultimative Steigerung die Lieferung von Kriegswaffen und die Affirmation von Kriegsrhetorik pl&ouml;tzlich auch solidarische Gesten darstellen sollen. Mit was f&uuml;r einer gef&auml;hrlichen Bedeutungsumkehr von &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo; haben wir es hier zu tun?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/keinzustand.at\/jan-david-zimmermann\/abgruendige-solidaritaet\/\">Kein Zustand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Acht Jahre Krieg<\/strong><br>\nSeit 2014 herrscht Krieg im Osten der Ukraine. Der deutsche Journalist Ulrich Heyden hat diesen immer wieder f&uuml;r verschiedene Medien beschrieben. Er war als einer von wenigen deutschen Journalisten vor Ort und hat mit den Menschen gesprochen. Nun hat er seine Texte in einem Buch zusammengefasst. Es ist ein Werk mit Respekt gegen&uuml;ber den Opfern, eines das niemanden glorifiziert. Ein Korrektiv zum Verst&auml;ndnis der Hintergr&uuml;nde des heutigen Konflikts. Eine Rezension.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/feuilleton\/literatur\/acht-jahre-krieg\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Antimilitaristischer Def&auml;tismus<\/strong><br>\nDokumentiert: Waffenlieferungen werden den Krieg, an dessen Beendigung der Westen n&auml;mlich gar kein Interesse hat, nur verl&auml;ngern. Wider eine milit&auml;rische &raquo;L&ouml;sung&laquo; des Ukraine-Kriegs<br>\nIm folgenden dokumentieren wir eine Stellungnahme zum laufenden Ukraine-Krieg und den daraus erwachsenden Aufgaben einer Antikriegsbewegung. Einige der Verfasser geh&ouml;ren der Str&ouml;mung Antikapitalistische Linke in der Partei Die Linke an. Der Text entstand im gemeinsamen Austausch und kn&uuml;pft an einen Artikel an, den Thies Gleiss und Jakob Sch&auml;fer Ende April ver&ouml;ffentlicht haben. (jW)<br>\nOhne dass damit der russische Krieg gegen die Ukraine gerechtfertigt werden k&ouml;nnte, bleibt dreierlei festzuhalten: (1) Die NATO &uuml;bertrifft mit ihren Kriegen u. a. in Afghanistan, Irak und Libyen Russland deutlich hinsichtlich imperialistischer Politik. (2) Die Expansion der NATO seit 1990 nach Osten ist und bleibt Ausdruck einer aggressiven Politik. (3) Die USA haben die Ukraine in j&uuml;ngerer Zeit massiv hochger&uuml;stet.<br>\nNach mehr als drei Monaten Krieg wird zusehends deutlich, f&uuml;r welche Ziele der Westen diesen Krieg zu nutzen beabsichtigt. Sicher sind sich die Regierungen der meisten europ&auml;ischen NATO-Staaten der Eskalationsgefahr bewusster als der transatlantische Teil. Schlie&szlig;lich k&ouml;nnen auch ohne einen Atomkrieg europ&auml;ische L&auml;nder von einer Ausdehnung des Kriegs betroffen werden. Aber diese Regierungen stellen ihre Bef&uuml;rchtungen hintan und unterst&uuml;tzen die US-Strategie. Die USA &ndash; und in ihrem Kielwasser die &uuml;brigen NATO-Staaten &ndash; setzen auf eine bedeutende Verschiebung der geopolitischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse. Ihr oberstes Ziel ist nicht die Verteidigung der ukrainischen Souver&auml;nit&auml;t und schon gar nicht die Rettung von Menschenleben, sondern die Nutzung des ukrainischen Schlachtfelds, um Russland nachhaltig zu schw&auml;chen. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin erkl&auml;rte in Kiew, dass &raquo;Russland so weit geschw&auml;cht werden soll, dass es die Dinge, die es beim Einmarsch in die Ukraine getan hat, nicht mehr tun kann&laquo;.<br>\nEs ist offensichtlich: Die US-Strategie ist mit einem fr&uuml;hestm&ouml;glichen Waffenstillstand unvereinbar. Hinzu kommt das erhebliche Interesse der weltweiten R&uuml;stungskonzerne bzw. des milit&auml;risch-industriellen Komplexes an einer m&ouml;glichst langen Fortsetzung dieses Kriegs.<br>\nZu fordern ist der sofortige Stopp aller Kampfhandlungen. Dies steht in direktem Gegensatz zur deutschen Politik. Die von Olaf Scholz und anderen ausgerufene Wende (sprich: die verst&auml;rkte Militarisierung) f&uuml;hrt zu neuem Wettr&uuml;sten, und bekanntlich f&uuml;hren mehr Waffen zu mehr Kriegen, von den sozialen, finanziellen und &ouml;kologischen Folgen noch gar nicht zu reden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428135.krieg-in-der-ukraine-antimilitaristischer-def%C3%A4tismus.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&laquo;Die L&ouml;sung der Ukraine-Krise liegt allein in Verhandlungen&raquo;<\/strong><br>\nZeitgeschehen im Fokus: Am diesj&auml;hrigen World Economic Forum meldete sich das Urgestein der US-amerikanischen Aussenpolitik, Henry Kissinger, zu Wort. Wie sch&auml;tzt er, der sicher keine Taube ist, den Krieg in der Ukraine ein?<br>\nProf. Dr. Alfred de Zayas: Als eine Gefahr f&uuml;r die Menschheit, eine Auseinandersetzung, die h&auml;tte vermieden werden m&uuml;ssen. Kissinger ist gewiss kein Freund Putins, aber er will auch keine Apokalypse.<br>\nWas sagt er zur Aussenpolitik seines Landes, die er Jahrzehnte mitgepr&auml;gt hat?<br>\nAls Realpolitiker war er immer bereit, bestimmte Risiken einzugehen, um die geopolitischen Interessen der Vereinigen Staaten zu f&ouml;rdern, auch dann, wenn dies v&ouml;lkerrechtswidrig war. Er denkt &auml;hnlich wie George F.&thinsp;Kennan, der 1997 ge&auml;ussert hatte, dass die Osterweiterung der Nato eine unn&ouml;tige und &auml;usserst gef&auml;hrliche Sache sei. Seine Einsch&auml;tzung der Lage ist auch jene von Professor John Mearsheimer&sup1; von der University of Chicago, von Professor Jeffrey Sachs&sup2; von der Columbia University in New York, und von Jack Matlock&sup3;, dem letzten US-Botschafter in der UdSSR. Kissinger zeigte sich in Davos staatsm&auml;nnisch. Leider war auch George Soros vertreten, ein Finanzspekulant, der sich anmasst, &uuml;berall einen &laquo;Regime Change&raquo; im Sinne des weltumspannenden Kapitals durchzusetzen. Soros ist ein gef&auml;hrlicher Mann, ein &Uuml;berzeugungst&auml;ter.<br>\nWelche Mechanismen sieht Kissinger hinter diesem Krieg und worin sieht er die L&ouml;sung?<br>\nDie amerikanische Wirtschaft hat stets Kriege gef&ouml;rdert. Das System st&uuml;tzt sich auf den Umsatz des milit&auml;risch-industriellen Komplexes. Die L&ouml;sung der Ukraine-Krise liege laut Kissinger allein in Verhandlungen, wobei beide Seiten Konzessionen machen m&uuml;ssten, und die Ukraine das Selbstbestimmungsrecht der russischen Bev&ouml;lkerung auf der Krim und im Donbas respektieren m&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-10-vom-8-juni-2022.html#article_1366\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Ukraine ist jetzt v&ouml;llig vom Westen abh&auml;ngig<\/strong><br>\nEs war schon lange klar, nun r&auml;umt es auch Kiew ein: Die Ukraine ist v&ouml;llig vom Westen abh&auml;ngig. Ohne das Geld der EU und die Waffen aus den USA geht nichts mehr &ndash; Pr&auml;sident Selenskyj steht mit dem R&uuml;cken zur Wand.<br>\nDie letzte Best&auml;tigung kam von Vadym Skibitsky, dem Vizechef des Milit&auml;rgeheimdienstes der Ukraine. Die Armee habe kaum noch Munition und h&auml;nge vollst&auml;ndig von westlichen Waffenlieferungen ab, sagte er nach Darstellung des &ldquo;Guardian&rdquo;.<br>\n&ldquo;Everything now depends on what [the west] gives us,&rdquo; said Skibitsky. &ldquo;Ukraine has one artillery piece to 10 to 15 Russian artillery pieces. Our western partners have given us about 10% of what they have.&rdquo; Man ben&ouml;tige dringend mehr Artillerie und Munition.<br>\nDer Gro&szlig;teil der Waffen kommt aus den USA. Damit ist der Krieg in der Ukraine zu einem Stellvertreterkrieg geworden. Allrdings l&auml;uft er offenbar nicht so, wie sich die Amerikaner das vorstellen. Darauf deutet eine weitere Meldung hin, diesmal aus der &ldquo;New York Times&rdquo;.<br>\nDarin beklagen sich die US-Geheimdienste, dass sie aus Kiew nicht genug Informationen bekommen w&uuml;rden. Man wisse besser &uuml;ber die russischen Pl&auml;ne bescheid als &uuml;ber die ukrainischen. Will sagen: Wenn es schief geht, seid ihr selber schuld!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-ukraine-ist-jetzt-voellig-vom-westen-abhaengig\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krieg der wei&szlig;en M&auml;nner<\/strong><br>\nDer Hegemonialkrieg zwischen Russland und den USA sowie der NATO hat vier Dimensionen: den Schie&szlig;krieg in der Ukraine, in dem die Ukrainer die Bodentruppen des Westens stellen und die Opfer sind; einen Propagandakrieg, den der ukrainische Pr&auml;sident Selenski und die westlichen Mainstraem-Medien sehr geschickt f&uuml;hren; ein politisch-diplomatischer Krieg in der UNO und weltweit sowie der Wirtschaftskrieg des Westens gegen Russland.<br>\nAngesichts des EU-Gipfels am 30.\/31. Mai in Br&uuml;ssel waren die von Selenski immer wieder geforderten sch&auml;rferen Wirtschaftssanktionen in den Mittelpunkt der Auseinandersetzungen ger&uuml;ckt. Ungarns Ministerpr&auml;sident Orb&aacute;n hat ein vollst&auml;ndiges &Ouml;lembargo gegen Russland verhindert, wie es Polen und andere Staaten fordern und Ursula von der Leyen geplant hatte. Vorher schon hatte Orb&aacute;n betont: &bdquo;Wir brauchen erst die L&ouml;sungen und dann die Sanktionen.&ldquo; Am Ende gab es ein Embargo gegen russische &Ouml;llieferungen per Schiff, w&auml;hrend &uuml;ber die noch aus sozialistischen Zeiten stammende &Ouml;lleitung &bdquo;Drushba&ldquo;, an der auch Ungarn h&auml;ngt, weiter geliefert wird. Vizekanzler Habeck nannte Orb&aacute;ns Vorgehen &bdquo;ruchlos&ldquo;, weil er die Interessen Ungarns vertreten habe, w&auml;hrend &bdquo;Politik in einem h&ouml;heren Interesse&ldquo; betrieben werden m&uuml;sse. In deutschen Medien wurde &uuml;berwiegend dahingehend kommentiert, dies diene nur &bdquo;Putin&ldquo;.<br>\nTats&auml;chlich hatte der eine Nationalist (Orb&aacute;n) noch eine Rechnung offen mit dem anderen Nationalisten (Selenski). Seit 2014 sind nicht nur Russen, sondern auch die Ungarn in Transkarpatien von der restriktiven ukrainischen Sprach- und Regionalpolitik betroffen. So wurde in Ungarn berichtet, dass auf der ukrainischen Webseite &bdquo;Mirotvorec&ldquo;, die als rechtsextrem gilt und in Verbindung mit dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU stehen soll, eine Todesliste von &bdquo;Feinden der Ukraine&ldquo; gef&uuml;hrt werde, auf der Zehntausende Menschen st&uuml;nden, mit Geburtsdatum, Adresse und Passnummer. Darunter aus Ungarn auch Orb&aacute;n, Au&szlig;enminister P&eacute;ter Szijj&aacute;rt&oacute;, EU-Kommissar Oliv&eacute;r V&aacute;rhelyi sowie L&aacute;szl&oacute; Brenzovics, Pr&auml;sident des Ungarischen Kulturvereins in Transkarpatien, und eine Reihe von weiteren Personen, die dort in &Auml;mtern und Institutionen t&auml;tig seien. Viele der letzteren h&auml;tten nach Kriegsbeginn besonderen Grund gesehen, die Ukraine zu verlassen: Sie f&uuml;rchteten um Leib und Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/krieg-der-weissen-maenner\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Berliner M&auml;rchenstunde<\/strong><br>\nMan mu&szlig;te schon genau hinsehen und hinh&ouml;ren, bei dem vom Sender &ldquo;ph&ouml;nix&rdquo; &uuml;bertragenen Auftritt der ehemaligen Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel.<br>\nDas Hinh&ouml;ren lohnte sich, auch deshalb, weil es bisherige Annahmen geradezu best&auml;tigte. Nach ihren Aussagen auf Fragen eines Fragestellers, der kaum einen Satz geradeaus formulieren konnte, mu&szlig; der Zuh&ouml;rer dieser Veranstaltung im &ldquo;Berliner Ensemble&rdquo; davon ausgehen, da&szlig; sie die letzte Wahlperiode der verh&auml;ngnisvollen Kanzlerschaft deshalb anstrebte, weil sie die Konsequenzen ihrer Entscheidung zur Schutzlosigkeit der deutschen Staatsgrenzen aus dem September 2015 nicht mit voller Wucht auf sich pers&ouml;nlich zurollen sehen wollte.<br>\nNicht auszuschlie&szlig;en ist, da&szlig; dies auch ihre Motivlage dabei ist, der heutigen Ampelkoalition mehr positive Elemente abgewinnen zu k&ouml;nnen, als dies ertr&auml;glich sein d&uuml;rfte. Es ist ein sinnstiftender Zufall, da&szlig; fast zeitgleich der ehemalige Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichtes, Herr Papier, in Wiesbaden &ndash; Presseberichten nach &ndash; von einem andauernden Verfassungsbruch in diesem Zusammenhang &ouml;ffentlich geredet hatte.<br>\nDas damalige und jetzt offenbare Verhalten der Bundeskanzlerin a. D. wirft ein verheerendes Licht auf das demokratische Rechtsbewu&szlig;tsein der deutschen politischen Klasse und der Gesellschaft ganz allgemein. Statt sich &uuml;ber demokratische Defizite in anderen Staaten k&uuml;nstlich oder weisungsgem&auml;&szlig; zu echauffieren, sollte man in Berlin -und nicht nur da in Deutschland-, im Rechtsverst&auml;ndnis in der Wolle gef&auml;rbter Demokraten vor der eigenen Haust&uuml;re kehren. Putsch gegen die eigene Verfassung, unterlegt durch einen feierlich geleisteten Amtseid, bleibt eben Putsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/deutschland\/berliner-maerchenstunde\">Willy Wimmer auf Seniora.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Berufsverband der Kinder- und Jugend&auml;rzte &uuml;bt deutliche Kritik an den aktuellen Ausf&uuml;hrungen des ExpertInnenrates<\/strong><br>\nDie schwierige Lage in den Kinder- und Jugendkliniken ist zudem nicht auf die Pandemielage zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, sondern ausschlie&szlig;lich das Ergebnis unangemessener Sparpolitik im klinischen Bereich der Versorgung von Kindern und Jugendlichen. &bdquo;Dies wird nicht nur durch das DRG-System verschlimmert, sondern auch zunehmend durch die fehlende Ausbildung p&auml;diatrischer Pflegefachkr&auml;fte aufgrund der &Auml;nderungen des Ausbildungssystems im Pflegebereich. Hier wird sehenden Auges auf eine Pflegekatastrophe im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin im ambulanten und station&auml;ren Bereich zugesteuert,&ldquo; so Maske.<br>\nDass der ExpertInnenrat der Sicherung der sozialen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen durch Schul- und Kitabesuch sowie sportliche und kulturelle Aktivit&auml;ten h&ouml;chste Priorit&auml;t beimisst und anlasslose Tests abschaffen m&ouml;chte, begr&uuml;&szlig;en wir nat&uuml;rlich ausdr&uuml;cklich.<br>\nDie Vermeidung von normalen Infektionskrankheiten durch das Tragen einer Maske erscheint jedoch wissenschaftlich nicht sinnvoll und ist daher f&uuml;r Kinder abzulehnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bvkj.de\/politik-und-presse\/nachrichten\/250-2022-06-09-berufsverband-der-kinder-und-jugendaerzte-uebt-deutliche-kritik-an-den-aktuellen-ausfuehrungen-des-expert-innenrates\">Berufsverband der Kinder- und Jugend&auml;rzte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Droht zum Reisesommer nun das Flugchaos?<\/strong><br>\nDie Lufthansa streicht hunderte Fl&uuml;ge, um Flugh&auml;fen zu entlasten. Gewerkschaften sehen hinter den Flugannullierungen aber auch interne Gr&uuml;nde.<br>\nRund 900 auf einen Streich &ndash; so viele Fl&uuml;ge tilgt die Deutsche Lufthansa f&uuml;r den Monat Juli aus ihrem Plan. Auf Strecken der Tochtergesellschaft Eurowings soll noch eine dreistellige Zahl an Annullierungen dazu kommen. So stemmt sich der Konzern gegen ein bef&uuml;rchtetes Flugchaos im Sommer, auf das Passagiere in den vergangenen Wochen schon mit langen Warteschlangen und Versp&auml;tungen einen Vorgeschmack bekommen hatten.<br>\nWeniger durchgef&uuml;hrte Fl&uuml;ge sollen nun das Gesamtsystem Luftfahrt entlasten. Dort mangelt es nach einem Stellenabbau w&auml;hrend der Corona-Krise zum ersten gro&szlig;en Reisesommer seit Pandemie-Beginn allerorten an Personal &ndash; in der Flughafenlogistik, an Schaltern, Sicherheitskontrollen und auf Terminalvorfeldern.<br>\nMit den Streichungen der Lufthansa r&uuml;cken nun auch Fluggesellschaften in den Fokus, die bislang wegen Engp&auml;ssen und Verz&ouml;gerungen auf die Personalnot von Dienstleistern am Boden verwiesen hatten. Die deutsche Flugh&auml;fen hatten einger&auml;umt, dass im eigenen Betrieb und in dem von externen Dienstleistern jede f&uuml;nfte Stelle aktuell unbesetzt sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/warum-die-lufthansa-hunderte-fluege-streicht-18091739.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass nach den gro&szlig;en Entlassungswellen sowohl bei der Lufthansa als auch beim Flughafenpersonal Personalengp&auml;sse auftreten w&uuml;rden, war absehbar, und davor hatten die Gewerkschaften auch gewarnt. Mal schauen, wann die Firmen wieder nach staatlicher Hilfe bei der Personalbeschaffung schreien. Das ist doch das einzige, was deren Manager gelernt haben &ndash; vor allem durch das schlechte Beispiel, dass die Politik seit Jahrzehnten abgibt, in denen sie immer nur den Firmen zu Diensten ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Klimaneutralit&auml;t verlangt &ouml;ffentliche Investitionen!<\/strong><br>\nNiedersachsen muss klimaneutral werden. Um die Transformation erfolgreich zu gestalten, sind mehr &ouml;ffentliche Investitionen unabdingbar. Allerdings werden die laufenden Einnahmen im Haushalt daf&uuml;r nicht ausreichen, w&auml;hrend die Schuldenbremse den Spielraum zus&auml;tzlich einschr&auml;nkt. Das #schlaglicht 21\/2022 fordert daher einen landeseigenen Investitionsfonds.<br>\nDas Land Niedersachsen hat k&uuml;rzlich seinen Haushaltsabschluss f&uuml;r das Jahr 2021 &ouml;ffentlich vorgelegt. Entgegen der vorherigen Prognose haben sich die Steuereinnahmen wesentlich besser entwickelt als bislang angenommen. Eine zun&auml;chst eingeplante Nettokreditaufnahme war dadurch ebenso wenig notwendig wie eine f&uuml;r den Haushaltsausgleich vorgesehene Entnahme aus der allgemeinen R&uuml;cklage. Stattdessen soll diese Summe in H&ouml;he von rund 460 Mio. Euro bei verschiedenen Projekten in der Wasserstoffwirtschaft zum Einsatz kommen. Eine sinnvolle Ma&szlig;nahme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++b33abc74-e7ce-11ec-9382-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Maskenaff&auml;re: Gesundheitsministerium entsch&auml;rfte Aussage<\/strong><br>\nDas bayerische Gesundheitsministerium hat offenbar die politisch brisante Aussage einer Mitarbeiterin gegen&uuml;ber der Staatsanwaltschaft entsch&auml;rft. Es ging dabei um ein provisionstr&auml;chtiges Maskenangebot und um die Strau&szlig;-Tochter Monika Hohlmeier.<br>\nEine f&uuml;hrende Beamtin bei der Corona-Maskenbeschaffung Anfang M&auml;rz 2020 legte ihre f&uuml;r die ermittelnde Staatsanwaltschaft bestimmte Stellungnahme zu den Masken-Deals im Juni 2021 zun&auml;chst ihrem Vorgesetzten im Gesundheitsministerium vor. Dabei verschwand ein entscheidender Satz aus ihrer Antwort zur Vertrauensw&uuml;rdigkeit des besonders teuren Emix-Masken-Angebotes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/corona-maskenaffaere-gesundheitsministerium-entschaerfte-aussage,T8Bvm9x\">BR24<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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