{"id":84792,"date":"2022-06-14T08:10:10","date_gmt":"2022-06-14T06:10:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792"},"modified":"2022-06-14T08:10:10","modified_gmt":"2022-06-14T06:10:10","slug":"hinweise-des-tages-4129","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h01\">Frankreich: Linksallianz Nupes bietet Macrons Ensemble erfolgreich Paroli<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h02\">Die Glaubw&uuml;rdigkeit der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h03\">Der soziale und &ouml;kologische Umbau braucht eine neue Wirtschaftspolitik und eine umfassende Reform der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h04\">Monet&auml;re Staatsfinanzierung: Fluch oder Segen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h05\">Mega-Deals: Indien kauft russisches &Ouml;l und verkauft es teuer nach Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h06\">Biden Admin Quietly Urging Companies To Purchase Russian Fertilizer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h07\">Triumph des Wehrwillens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h08\">Das endg&uuml;ltige Ende des Gemeinwesens, wie wir es kennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h09\">Neue Studie: Fehlendes Personal, alte Ausstattung &ndash; so schlecht steht es um deutsche Kitas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h10\">Uniklinik Bonn klagt gegen Streik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h11\">Erleichterter Zugang zu Kurzarbeitergeld soll verl&auml;ngert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h12\">Friedensaktivistin verbrachte neun Tage in Einzelhaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h13\">Pulverfass Taiwan: USA provozieren China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h14\">Harald Schmidt: Wenn ich in Berlin zu tun habe, &uuml;bernachte ich in Hannover<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankreich: Linksallianz Nupes bietet Macrons Ensemble erfolgreich Paroli<\/strong><br>\nDie Linksallianz Nupes geht aus der ersten Runde der Parlamentswahl als st&auml;rkster Gegner des Pr&auml;sidenten hervor. Ob der gro&szlig;e Coup gelingt, ist nicht vollends ausgeschlossen, dennoch eher zweifelhaft<br>\nDas ist schon eine beinahe tragikomische Situation, um nicht gleich das Reizwort &bdquo;tragisch&ldquo; zu bem&uuml;hen. F&uuml;r Frankreich steht eine mehr als gravierende Weichenstellung an, aber gerade einmal die H&auml;lfte der Gesellschaft will daran teilhaben. Bei knapp 48 Millionen Wahlberechtigten ist es nicht gelungen, gut 23 Millionen aus Politikverdrossenheit, Wahlabstinenz und -lethargie zu rei&szlig;en.<br>\nAuch der neuen Linksallianz Nupes blieb das bei ihrem respektablen Ergebnis in der ersten Runde der Parlamentswahl verwehrt. Immerhin gab es diesmal im Vergleich zum Votum von 2017 eine Beteiligung von 53 statt 48 Prozent. Leider ist das f&uuml;r den Macron-Herausforderer Jean-Luc M&eacute;lenchon von der Mobilisierung her nicht genug. Die erzielten gut 26 Prozent f&uuml;r die Linke sind zwar eine Kampfansage an den Macron-Zusammenschluss &bdquo;Ensemble!&ldquo;, der etwa gleichauf liegt, aber sie bescheren nicht jenen Durchbruch, auf den das B&uuml;ndnis aus der Partei La France Insoumise, aus Sozialisten, Kommunisten und Gr&uuml;nen gehofft hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/der-zweite-wahlgang-entscheidet-ob-emmanuel-macron-wieder-durchregieren-kann\">Lutz Herden in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Glaubw&uuml;rdigkeit der EU<\/strong><br>\nVor der Entscheidung der EU-Kommission &uuml;ber die Vergabe des EU-Beitrittskandidatenstatus an die Ukraine ger&auml;t der Beitrittsprozess in S&uuml;dosteuropa immer weiter ins Stocken. Am Wochenende ist Kanzler Olaf Scholz mit seinem Versuch gescheitert, Bulgarien zur Aufgabe seines Vetos gegen die geplanten Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien aufzugeben. Die bulgarische Regierung begr&uuml;ndet ihr Veto mit v&ouml;lkischen Behauptungen, nach denen die Bev&ouml;lkerung Nordmazedoniens Teil des &bdquo;bulgarischen Volkes&ldquo; ohne eine wirkliche Eigenst&auml;ndigkeit sei; Skopje m&uuml;sse seine Zugeh&ouml;rigkeit zum &bdquo;Bulgarentum&ldquo; anerkennen. Sofia hat ein &bdquo;bulgarisches Kulturzentrum&ldquo; in der nordmazedonischen Stadt Bitola nach einem NS-Kollaborateur benannt, der den Kampf f&uuml;r seine gro&szlig;bulgarischen Zielsetzungen an der Seite NS-Deutschlands f&uuml;hrte. Dass 19 Jahre nach dem f&ouml;rmlichen Beitrittsversprechen der EU nicht einmal die notwendigen Verhandlungen gestartet werden k&ouml;nnen, st&ouml;&szlig;t in Nordmazedonien auf starken Unmut. Die EU m&uuml;sse sich im Klaren sein, dass letzten Endes nicht Versprechungen, sondern Taten z&auml;hlten, hei&szlig;t es in Skopje.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8946\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Kiew will rein<\/strong><br>\nEU-Kommissionschefin stellt Ukraine Bedingungen f&uuml;r Aufnahme von Beitrittsverhandlungen. Skepsis in Niederlanden und Skandinavien<br>\nVor den entscheidenden Beratungen &uuml;ber die Er&ouml;ffnung von Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine hat Kommissionschefin Ursula von der Leyen das Land zu &raquo;weiteren Reformen&laquo; aufgefordert. Sie sehe, dass die dortige Verwaltung bereits gut funktioniere, sagte sie bei einem &shy;Kiew-Besuch am Sonnabend. Doch seien weitere Anstrengungen n&ouml;tig. Pr&auml;sident Wolodimir Selenskij dr&auml;ngte gegen&uuml;ber von der Leyen erneut darauf, der Ukraine schon bald den Kandidatenstatus zu verleihen. Das ukrainische Volk habe bereits zahllose Opfer f&uuml;r die gemeinsame Freiheit gebracht, so Selenskij. Es verdiene eine &raquo;europ&auml;ische Perspektive&laquo;. Auf der R&uuml;ckfahrt von Kiew sagte von der Leyen, &raquo;Europa&laquo; m&uuml;sse jetzt darauf achten, nicht in 20 Jahren eine falsche Entscheidung zu bereuen. Entscheidend f&uuml;r das Ansehen der EU sei, dass sie in dieser Frage einheitlich auftrete.<br>\nDies ist nach Medienberichten nicht gesichert. Wie das ukrainische Portal strana.news aufz&auml;hlte, sind insbesondere die Niederlande und D&auml;nemark gegen die schnelle Aufnahme von Beitrittsgespr&auml;chen. Weniger deutlich vertrete auch Schweden die selbe Position. Den Kritikern geht es demnach darum, dass die Ukraine verschiedene Kriterien f&uuml;r die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen nicht erf&uuml;lle: insbesondere wegen &raquo;Korruption, Oligarchenherrschaft, Elend und Nationalismus&laquo;, aber auch fehlender Unabh&auml;ngigkeit der Justiz. Einer anderen EU-Fraktion, zu der die Bundesrepublik und Frankreich gerechnet werden, gehe es darum, mit beschleunigten Verhandlungen mit der Ukraine nicht die Staaten des Westbalkans zu br&uuml;skieren, die teilweise seit 20 Jahren auf die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen warten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428220.europ%C3%A4isches-haus-kiew-will-rein.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> F&uuml;r die ukrainische Staatsf&uuml;hrung d&uuml;rfte es nicht sehr relevant sein, ob ihr Land nun von der EU oder der NATO aufgenommen werden w&uuml;rde, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82358#h03\">denn ein EU-Beitritt der Ukraine w&auml;re gleichbedeutend mit einer NATO-Mitgliedschaft<\/a> (mit einer Anmerkung).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der soziale und &ouml;kologische Umbau braucht eine neue Wirtschaftspolitik und eine umfassende Reform der EU<\/strong><br>\nDer Ukraine-Krieg wirkt wie ein Brandbeschleuniger f&uuml;r die soziale und &ouml;kologische Krise. Es wird immer klarer: F&uuml;r die gigantischen Herausforderungen, vor denen wir stehen, braucht es eine handlungsf&auml;hige &ouml;ffentliche Hand. Aufgrund des grenz&uuml;berschreitenden Charakters der Probleme gilt das gerade f&uuml;r die EU. Die Debatte um ihre Zukunft gilt es zu nutzen: Nur mit einer eingreifenden und demokratischen Wirtschaftspolitik und -verfassung der Union gelingt der notwendige sozial-&ouml;kologische Umbau.<br>\nDer Angriffskrieg Russlands hat den Anstieg der Energiepreise und damit die Teuerung versch&auml;rft. Die &ouml;ffentliche Hand hat es bisher verabs&auml;umt, den Sozialstaat armutsfest zu machen. Die &Uuml;bergewinne der Energiekonzerne werden in vielen L&auml;ndern nicht abgesch&ouml;pft und gerade nicht an jene verteilt, die sich Strom- und Gasrechnungen nicht mehr leisten k&ouml;nnen. Daher spitzt sich die soziale Frage in ganz Europa zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/sozial-oekologischer-umbau-braucht-reform-der-eu\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Monet&auml;re Staatsfinanzierung: Fluch oder Segen?<\/strong><br>\nDie &bdquo;unkonventionelle Geldpolitik&ldquo; der EZB hat gezeigt, dass ein Staat weder Steuerzahler noch Sparer ben&ouml;tigt, um seine Ausgaben zu finanzieren. Warum sollte man dann nicht auf die Erhebung von Steuern und die Emission von Staatsanleihen ganz verzichten?<br>\nDie Mainstream-&Ouml;konomik nimmt an, dass Staatsausgaben einer Finanzierung durch Dritte bed&uuml;rfen. Sie sieht dabei drei m&ouml;gliche Finanzierungsgeber: (1) Den Steuerzahler, (2) den Kapitalmarkt und (3) die Zentralbank. (3) wird als monet&auml;re Staatsfinanzierung bezeichnet und als intrinsisch inflation&auml;r behauptet. Eine Eigenschaft, die (1) und (2) nicht h&auml;tten, so die THESE.<br>\nNun ist zwar schon die Behauptung zweifelhaft, es g&auml;be drei Arten der Staatsfinanzierung (hier und hier die Gr&uuml;nde). Aber selbst wenn das richtig w&auml;re, dann w&auml;re die THESE trotzdem falsch, wie im Folgenden dargelegt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/20-2022\/monetare-staatsfinanzierung-fluch-oder-segen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mega-Deals: Indien kauft russisches &Ouml;l und verkauft es teuer nach Europa<\/strong><br>\nEin weiterer Gewinner des &Ouml;lembargos hei&szlig;t nun: Indien. Denn wegen eines &Uuml;berflusses auf dem heimischen Markt wird russisches Roh&ouml;l international gerade doch etwas billiger gehandelt als das Roh&ouml;l aus anderen L&auml;ndern. Schon Ende Mai wurde bekannt, dass Indien (wie die T&uuml;rkei) seine &Ouml;lk&auml;ufe aus Russland deutlich erh&ouml;ht hat.<br>\nSo hat Indien seit dem Kriegsausbruch allein bis Anfang Juni nach Reuters-Angaben rund 62,5 Millionen Barrel russisches &Ouml;l &ndash; dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum im Jahre 2021. Der russische Anteil an indischen &Ouml;limporten konnte dadurch auf fast 25 Prozent gesteigert werden, zeigt eine Analyse der Marktforschungsfirma Kpler.<br>\nMehr noch: Private indische &Ouml;lraffinerien, die gerade gro&szlig;e Abnehmer von billigem &Ouml;l aus Russland sind, beliefern einer weiteren Recherche von The Wall Street Journal den Weltmarkt mit Benzin und Diesel, die teilweise russisches Roh&ouml;l, ohne dabei die Herkunft des Roh&ouml;ls preiszugeben.<br>\nInsgesamt sind die indischen Kraftstofflieferungen in die Welt in den vergangenen f&uuml;nf Monaten wohl um 15 Prozent gestiegen. Die t&auml;glichen Lieferungen in die EU sollen sich im Quartalsvergleich um ein Drittel erh&ouml;ht haben &ndash; und jene in die USA um 43 Prozent. Doch diese Lieferungen sind keineswegs g&uuml;nstig. [&hellip;]<br>\nAuch die spanische Zeitung El Mundo berichtete zuletzt &uuml;ber die &bdquo;Instrumentalisierung&ldquo; der Russland-Sanktionen durch Indien: Die EU habe zwar die meisten russischen &Ouml;limporte als Strafe f&uuml;r Putins Invasion in der Ukraine verboten, aber &ndash; und das ist die &Uuml;berraschung &ndash; Indien kaufe den Quellen zufolge russisches &Ouml;l mit hohen Rabatten und verkaufe es dann als raffiniertes Produkt teurer nach Europa.<br>\nIndien entwickele sich de facto zum Raffineriezentrum f&uuml;r Europa, zitiert die Zeitung aus einem Bericht von Analysten der Investmentbank RBC Capital Markets. Und Europa heize damit die Inflation f&uuml;r die eigenen B&uuml;rger an, weil Importe mit Schiffen viel teurer seien als jene per Pipeline.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/mega-deals-indien-kauft-russisches-oel-und-verkauft-es-teuer-nach-europa-li.235748\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist einfach unglaublich gerade mitzuerleben, wie sich die EU gerade &ouml;konomisch selbst ruiniert. Einer der Haupttreiber, die d&uuml;mmste Regierung der Welt, die Bundesregierung.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Soll Maduro die deutsche Wirtschaft retten? &ndash; Bundesregierung will pl&ouml;tzlich &Ouml;l aus Venezuela<\/strong><br>\nNachdem die verheerenden Auswirkungen der antirussischen Sanktion die deutsche Wirtschaft immer st&auml;rker treffen, ist die Bundesregierung eilig auf der Suche nach einer L&ouml;sung aus dem selbstverschuldeten Dilemma &ndash; nun soll die Energie-Rettung ausgerechnet aus Venezuela kommen. [&hellip;]<br>\nJetzt plant auch die Bundesregierung die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt mit &Ouml;l aus dem bis vor kurzem noch als Paria-Staat behandelten Venezuela zu versorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/inland\/140936-soll-maduro-deutsche-wirtschaft-retten\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Biden Admin Quietly Urging Companies To Purchase Russian Fertilizer<\/strong><br>\nThe Biden administration has been quietly urging agricultural and shipping companies to buy and carry more Russian fertilizer, according to Bloomberg, citing people familiar with the efforts. The move comes as fears over sanctions have led to a sharp drop in supplies, contributing to the ongoing &lsquo;spiraling global food costs.\n<blockquote><p>\nThe effort is part of complex and difficult negotiations underway involving the United Nations to boost deliveries of fertilizer, grain and other farm products from Russia and Ukraine that have been disrupted by President Vladimir Putin&rsquo;s invasion of his southern neighbor. US and European officials have accused the Kremlin of using food as a weapon, preventing Ukraine from exporting. Russia denies that even as it has attacked key ports, blaming the shipment disruptions on sanctions imposed by the US and its allies over the invasion. -Bloomberg\n<\/p><\/blockquote>\n<p>With Moscow being a key supplier of fertilizer, the US and EU have included exemptions on sanctions against doing business with Russia &ndash; however many shippers, banks and insurers have been cautiously staying away out of fear that they might accidentally run afoul of the rules in an expensive lesson. Now, US officials are trying to encourage activity in the space.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zerohedge.com\/markets\/biden-admin-quietly-urging-companies-purchase-russian-fertilizer\">ZeroHedge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Triumph des Wehrwillens<\/strong><br>\nZur Strategie, Psychoanalyse und Wirkung von Kriegspropaganda in der politischen Kultur und Kulturindustrie<br>\nKritiker der deutschen Beteiligung am &raquo;Verteidigungskrieg der freien Welt gegen Putin&laquo; m&uuml;ssen sich in den Talkshows verbalen Lynchspektakeln aussetzen. Der &raquo;Lumpenpazifist&laquo; wird von Markus Lanz und Co. ohne Gnade &uuml;bers verminte Diskursfeld getrieben, seine vern&uuml;nftigen Einw&auml;nde mit aberwitzigen Vergleichen und Alarmrhetorik restlos in Moralins&auml;ure aufgel&ouml;st. Die kriegspropagandistische Fortsetzung der Meinungsfreiheit mit anderen Mitteln kommt nicht aus ohne klares &raquo;Feindbild&laquo;, das unl&auml;ngst die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestags, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), gefordert hat.<br>\nMit der Eskalation des Ukraine-Kriegs ist eine Entwicklung des Medienestablishments in eine andere Qualit&auml;t umgeschlagen, die sich schon lange abgezeichnet hatte: Generalmobilmachung der Vierten Gewalt, die immer schon zu sehr Gewerbe war, um Instrument der Aufkl&auml;rung zu sein, wie es sich einst Jean-Jacques Rousseau gew&uuml;nscht hatte. Propaganda ist ein Strukturelement der Kulturindustrie, die in der kapitalistischen Gesellschaft im vorwiegend friedlichen Zustand die Herrschaft der &ouml;konomischen Eliten ideologisch absichert. Im Kriegsfall aber wird sie entsichert und als Waffe in Stellung gebracht. Die Journalisten sind &raquo;Soldaten&laquo; in der &raquo;Schlacht um die &ouml;ffentliche Meinung&laquo;, die genauso wichtig sei wie die Luftangriffe, sagte der damalige NATO-Sprecher Jamie Shea nach dem Kosovo-Krieg 1999.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428231.ukraine-krieg-triumph-des-wehrwillens.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das endg&uuml;ltige Ende des Gemeinwesens, wie wir es kennen<\/strong><br>\nEs h&auml;tte vielleicht eine kleine Chance auf Vers&ouml;hnung gegeben, wenn nach der Pandemie nicht direkt der Krieg in der Ukraine &uuml;ber uns gekommen w&auml;re. Jetzt hat sich die Gesellschaft endg&uuml;ltig, vermutlich unwiederbringlich auseinanderdividiert. Die Spaltung bleibt.<br>\nWir werden viel zu vergeben haben, sagten wir noch vor einem Jahr. Zu vergeben ja, zu vergessen jedoch nicht. Wie d&uuml;nn der Lack der Zivilisation tats&auml;chlich war, konnte man seit Mitte Juli gut beobachten. Pl&ouml;tzlich war die Diskriminierung kein Unwort mehr. Helge Braun, damals Kanzleramtsminister, diktierte an einem sonnigen Sonntag einer Zeitung auf die Seiten, dass seines Erachtens nun wirklich nichts gegen eben diese Diskriminierung spreche, wenn es denn nicht geimpfte Menschen treffe. Ab dem Moment schienen alle Hemmungen zu fallen &ndash; aber auch die leise Hoffnung, dass man doch noch vergeben k&ouml;nnte.<br>\nNat&uuml;rlich keimte immer wieder mal Hoffnung auf. Vielleicht k&ouml;nnte man ja dennoch irgendwie zur&uuml;ckkehren in eine halbwegs annehmbare Normalit&auml;t. Menschen hoffen &ndash; auch wenn es irrational ist. Besonders dann. Als ich vor einigen S&auml;tzen schrieb, wie d&uuml;nn der Lack der Zivilisation tats&auml;chlich war, habe ich bewusst die Vergangenheitsform gew&auml;hlt. Denn so einen Lack gibt es nicht mehr. &Uuml;berall sich Lacksch&auml;den. Und keiner hat das Zeug dazu, sie auszubessern. Dann kam der Krieg &uuml;ber uns, die letzten Hoffnungen auf einen neuen Gemeinsinn wurden weggewischt. Das Land gleitet vollkommen ab, aus den Lacksch&auml;den werden Einschussl&ouml;cher. Und wenn man es genauer durchdenkt: Explosionskrater.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/06\/das-endgueltige-ende-des-gemeinwesens-spaltung\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neue Studie: Fehlendes Personal, alte Ausstattung &ndash; so schlecht steht es um deutsche Kitas<\/strong><br>\nExtreme Personalnot geh&ouml;rt zu den gravierendsten Missst&auml;nden in der Kinderbetreuung, das zeigt eine Umfrage des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Schneider spricht von einem &raquo;Armutszeugnis&laquo;.<br>\nDie Wartelisten sind mitunter lang, viele Eltern m&uuml;hen sich verzweifelt um einen Kitaplatz f&uuml;r ihr Kind, doch jede zweite Kita sch&ouml;pft ihre Kapazit&auml;ten nicht voll aus, weil sie nicht gen&uuml;gend Erzieherinnen findet &ndash; zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands. Darin ist von &raquo;alarmierenden Befunden&laquo; die Rede.<br>\nDie Studie st&uuml;tzt sich auf die Einsch&auml;tzung von knapp 1200 Befragten, &uuml;berwiegend Kita-Leiterinnen, in den Einrichtungen des Verbands. Sie wurden von Anfang Juni bis Anfang August 2021 &uuml;ber ein Onlinetool befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/kita-studie-paritaetischer-wohlfahrtsverband-stellt-deutschland-ein-armutszeugnis-aus-a-c6786f85-027e-4cbe-a219-acc050115d9f\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Uniklinik Bonn klagt gegen Streik<\/strong><br>\nSeit Wochen streiken die Pflegekr&auml;fte der Unikliniken in NRW. Die Klinik in Bonn will den Ausstand nun gerichtlich untersagen lassen.<br>\nAm Dienstag verhandelt das Arbeitsgericht Bonn nach eigenen Angaben &uuml;ber den entsprechenden Antrag auf einstweilige Verf&uuml;gung gegen die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Das Universit&auml;tsklinikum Bonn &auml;u&szlig;erte sich bisher noch nicht zu dem Vorsto&szlig;.<br>\nEine Sprecherin best&auml;tigte lediglich, dass der Antrag auf einstweilige Verf&uuml;gung am vergangenen Freitag beim Bonner Arbeitsgericht eingereicht worden sei. Das Gericht hat einen sogenannten Kammertermin f&uuml;r 10.00 Uhr angesetzt. In einer Pressemitteilung des Gerichts wird die Argumentation des Klinikums beschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/rheinland\/uniklinik-klagt-streik-100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Erleichterter Zugang zu Kurzarbeitergeld soll verl&auml;ngert werden<\/strong><br>\nBundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will den erleichterten Zugang zur Kurzarbeit noch einmal um drei Monate verl&auml;ngern. Bis Ende September soll Kurzarbeitergeld somit bereits dann gezahlt werden k&ouml;nnen, wenn mindestens zehn Prozent der Besch&auml;ftigten im Betrieb vom Arbeitsausfall betroffen sind. Bis zum Beginn der Corona-Pandemie hatte die Schwelle bei einem Drittel gelegen. Begr&uuml;ndet wird die geplante Verl&auml;ngerung nicht mehr mit Pandemie-Auswirkungen, sondern mit den Folgen des russischen Kriegs in der Ukraine. Deshalb drohe, &bdquo;dass sich die bereits w&auml;hrend der Covid-19-Pandemie aufgetretenen und durch sie mit ausgel&ouml;sten St&ouml;rungen in den Lieferketten weiter versch&auml;rfen&ldquo;.<br>\nDas Ministerium geht bei seinem Vorschlag von Kosten von rund 60 Millionen Euro aus, da im dritten Quartal monatlich rund 50.000 zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigte in Kurzarbeit erwartet w&uuml;rden. (&hellip;)<br>\nWie geplant zum 30. Juni 2022 auslaufen sollen weitere pandemiebedingte Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld, n&auml;mlich h&ouml;here Leistungss&auml;tze, l&auml;ngere Bezugsdauer und die Einbeziehung der Leiharbeit. &bdquo;Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die von der Covid-19-Pandemie ausgehenden Auswirkungen auf die Wirtschaft zunehmend nachlassen&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/nachrichten\/lesen\/erleichterter-zugang-zu-kurzarbeitergeld-soll-verlaengert-werden.html\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p>dazu: <strong>Konjunkturelles Kurzarbeitergeld: Ausgaben 2018 bis Mai 2022<\/strong><br>\nVon Juni 2021 bis Mai 2022 wurden von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) f&uuml;r &bdquo;Leistungen bei konjunktureller Kurzarbeit&ldquo; insgesamt 10,175 Milliarden Euro ausgegeben, davon 6,284 Milliarden Euro f&uuml;r das &bdquo;konjunkturelle Kurzarbeitergeld&ldquo; (Kug) und 3,891 Milliarden Euro f&uuml;r die &bdquo;SV-Erstattungen Kug und Saison-Kug&ldquo;. (1)<br>\nIm Vergleich zum bisherigen 12-Monats-Maximum &ndash; 31,907 Milliarden Euro von Mai 2020 bis April 2021, davon 18,340 Milliarden Euro f&uuml;r das &bdquo;konjunkturelle Kurzarbeitergeld&ldquo; (Kug) und 13,567 Milliarden Euro f&uuml;r die &bdquo;SV-Erstattungen Kug und Saison-Kug&ldquo; &ndash; sind die Ausgaben (12-Montssumme) f&uuml;r &bdquo;Leistungen bei konjunktureller Kurzarbeit&ldquo; im Verlauf der letzten 13 Monate um 21,733 Milliarden Euro gesunken. (siehe dazu die BIAJ-Abbildung)<br>\nIm von der Bundesregierung genehmigten und vom Verwaltungsrat der BA am 21. Dezember 2021 erneut festgestellten BA-Haushalt 2022 sind f&uuml;r &bdquo;Leistungen bei konjunktureller Kurzarbeit&ldquo; insgesamt 2,260 Milliarden Euro veranschlagt, davon 1,482 Milliarden Euro f&uuml;r das &bdquo;konjunkturelle Kurzarbeitergeld&ldquo; und 778 Millionen Euro f&uuml;r die &bdquo;SV-Erstattungen Kug und Saison-Kug&ldquo;. In der vom Verwaltungsrat am 12.11.2021 festgestellten BA-Haushalt (vor Verl&auml;ngerung der &bdquo;Sonderregelungen f&uuml;r die Kurzarbeit&ldquo;; siehe Anmerkung unten) waren f&uuml;r diese Leistungen insgesamt &bdquo;lediglich&ldquo; 1,710 Milliarden Euro veranschlagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1663-konjunkturelles-kurzarbeitergeld-ausgaben-2018-bis-mai-2022.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Friedensaktivistin verbrachte neun Tage in Einzelhaft<\/strong><br>\nIn einer Zeit, in der Angst vor einem Atomkrieg wieder umgeht, kommen Atomwaffengegner in Deutschland vor den Richter.<br>\n&laquo;Das Sch&ouml;ne war, dass ich im Gef&auml;ngnis so viele Briefe bekommen habe&raquo;, erkl&auml;rt Ria Makein. Am 6. Juni wurde sie aus der Haft entlassen. Einen Tag vor ihrem siebzigsten Geburtstag. Sie hatte im April 2019 im Luftwaffenst&uuml;tzpunkt B&uuml;chel in der Eifel gegen die dort gelagerten NATO-Atombomben demonstriert und wurde wegen Hausfriedensbruchs verurteilt. Da sie die Geldbusse nicht zahlte, musste sie 30 Tage ins Gef&auml;ngnis. Sie war damals zusammen mit anderen auf den Flugplatz vorgedrungen und hatte Transparente hochgehalten, auf denen unter anderem zu lesen war &laquo;Frieden schaffen ohne Waffen&raquo;.<br>\nDas war der Leitsatz der deutschen Friedensbewegung, einer Bewegung, die seit ihrer Gr&uuml;ndung Ende des 19. Jahrhunderts mit Namen aufwarten konnte wie Bertha von Suttner, Carl von Ossietzky, Kurt Tucholsky oder Martin Niem&ouml;ller. Die Bewegung erlebte ihren H&ouml;hepunkt in den 1980er Jahren mit dem breiten Widerstand gegen die Stationierung von Raketen mit Nuklearsprengk&ouml;pfen in Deutschland. Die Sitzblockaden und andere gewaltfreie Aktionen wurden sp&auml;ter nach jahrelangen Verfahren vom Bundesverfassungsgericht als legal anerkannt. Die von Vorinstanzen Verurteilten wurden entsch&auml;digt.<br>\nHeute weht ein anderer Zeitgeist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/friedensaktivistin-verbrachte-neun-tage-in-einzelhaft\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pulverfass Taiwan: USA provozieren China<\/strong><br>\nDie gute Nachricht zuerst: Es wird nicht nur gedroht, es wird auch noch miteinander geredet. Die Verteidigungsminister der USA und Chinas, Lloyd Austin und Wei Fenghe, trafen am Freitag zu ihrem ersten pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch zusammen, am Rande des Shangri-La-Dialogs in Singapur, den manche als asiatisches Gegenst&uuml;ck zur M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz einstufen. Fast eine Stunde lang tauschten sich beide aus, doppelt so lange wie geplant. Ob man daraus Hoffnung ziehen darf? Nun, Zweifel sind angebracht.<br>\nDenn nicht nur die verbalen Drohungen, mit denen sich Washington und Beijing gegenseitig &uuml;berziehen, auch die bedrohlichen Aktivit&auml;ten, die sie entfalten, nehmen zu. Sie kreisen nicht nur, aber immer &ouml;fter um Taiwan. Die Vereinigten Staaten r&uuml;sten die Insel mit aller Macht auf, bereiten nun sogar eine stetige Zusammenarbeit ihrer Nationalgarde mit Taipehs Streitkr&auml;ften vor &ndash; ein Schritt, der gew&ouml;hnlich das Ziel verfolgt, die Kooperationsf&auml;higkeit mit dem US-Milit&auml;r zu optimieren. Die Volksrepublik reagiert, indem sie die Kriegs&uuml;bungen in relativer N&auml;he zu Taiwan intensiviert. Immerhin operieren die USA, wenn sie sich dort bet&auml;tigen, keine 200 Kilometer vom chinesischen Festland entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428258.pulverfass-taiwan.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Harald Schmidt: Wenn ich in Berlin zu tun habe, &uuml;bernachte ich in Hannover<\/strong><br>\nHarald Schmidt schie&szlig;t seine verbalen Pfeile jetzt in Interviews ab. Wir sprachen mit ihm &uuml;ber Berlin, Sahra Wagenknecht und das Robert-Habeck-Modul. [&hellip;]<br>\nKommen Print-Journalisten auf Sie zu, weil Sie Orientierung brauchen in einer sich immer schneller ver&auml;ndernden Welt? Fr&uuml;her haben Sie die ja allabendlich gegeben.<br>\nIch w&uuml;rde nicht behaupten, dass ich jemand bin, der Orientierung gibt. Ich lerne sehr schnell aktuelle Sprachmodule und die geb ich dann zusammengefasst oder leicht ge&auml;ndert wieder. Aktuell ist es das Robert-Habeck-Modul, das hei&szlig;t &bdquo;Man weint, bevor man jemanden feuert&ldquo;, und wird als neuer Politikstil gefeiert. Das kenne ich aber schon aus NRW: Wenn Industrie-Produktionen nach Rum&auml;nien verlagert wurden, kam am Nachmittag der aktuelle Ministerpr&auml;sident mit einem roten Schal und eine Stunde sp&auml;ter gingen die Mitarbeiter mit einer Rose in der Hand vom Hof &ndash; statt Abfindung. [&hellip;]<br>\nGlauben Sie, es ist, wie Sahra Wagenknecht es in ihrem Buch &bdquo;Die Selbstgerechten&ldquo; sagt, dass die Diskurse um Identit&auml;tspolitik, Intersektionalit&auml;t und so weiter nur von einer kleinen Gruppe akademischer Linker gef&uuml;hrt wird?<br>\nSelbstverst&auml;ndlich. Ich w&uuml;rde sagen: Berlin-Mitte plus die davon abh&auml;ngigen Online-Medien. Ich fahre viel durch Deutschland &ndash; Tankstellen, Superm&auml;rkte und so weiter. Die Leute wissen gar nicht, dass es diese Diskussionen &uuml;berhaupt gibt. Beispiel Wahl in Nordrhein-Westfalen: Wir haben rund 60 Prozent f&uuml;r SPD und CDU. Jetzt haben die Gr&uuml;nen allerdings ph&auml;nomenal zugelegt, also haben wir weiterhin eine konservative Politik mit dem neuen Wohlf&uuml;hl-Konservatismus, den die Gr&uuml;nen verk&ouml;rpern &ndash; ganz klar eine Besser- und Topverdiener-Partei. Das bedeutet: Wir fahren jetzt mit dem E-Bike zu Alnatura.<br>\nSind Sie Wagenknecht-Fan?<br>\nIch kenne niemanden, der begeisterter von Sahra Wagenknecht ist als deutsche Investment-Banker, die wissen: Es ist alles richtig, was sie sagt, zum Gl&uuml;ck kann sie es nicht umsetzen. [&hellip;]<br>\nDas nicht, aber von Luisa Neubauer, die Olaf Scholz vorwirft, er habe Klima-Aktivisten mit Nazis verglichen. Der Shitstorm funktioniert aber nicht.<br>\nEin Shitstorm von Luisa Neubauer ist angesichts der momentanen Weltlage bedeutungslos. Das liegt auch daran, dass die Information dar&uuml;ber, wer die Nazis eigentlich waren, verblasst. Die Generation &bdquo;Opa erz&auml;hlt vom Krieg&ldquo; stirbt weg und jetzt h&ouml;rt man S&auml;tze &ndash; ich glaube, es war von unserer Au&szlig;enministerin &ndash; die besagen, man f&uuml;rchte eine &bdquo;Kriegsm&uuml;digkeit&ldquo;. Der Begriff fiel auf jeden Fall aus gr&uuml;nem Munde und hat mich sehr irritiert. F&uuml;r mich als Zivildienstleistenden war das immer klar, dass man kriegsm&uuml;de ist. Da hat sich einiges getan und ich verfolge mit gro&szlig;em Interesse, wie das weitergeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/harald-schmidt-wenn-ich-in-berlin-zu-tun-habe-uebernachte-ich-in-hannover-li.233687\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.K.:<\/strong> Es ist erfrischend wohltuend, einem der letzten Intellektuellen des &ouml;ffentlichen Lebens zuzuh&ouml;ren und sich an seinem bissigen Humor zu erfreuen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Harald Schmidt bringt es immer noch auf den Punkt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-84792","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84792","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=84792"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84792\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84795,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84792\/revisions\/84795"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=84792"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=84792"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=84792"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}