{"id":84822,"date":"2022-06-14T15:32:06","date_gmt":"2022-06-14T13:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84822"},"modified":"2022-06-15T10:29:40","modified_gmt":"2022-06-15T08:29:40","slug":"der-trick-mit-der-zeitenwende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84822","title":{"rendered":"Der Trick mit der \u201eZeitenwende\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Erfindung und der Einsatz des Begriffs &bdquo;Zeitenwende&ldquo; ist ausgesprochen clever. Der Begriff suggeriert, dass etwas ganz Schlimmes und etwas Noch-nicht-Dagewesenes geschehen ist und dass deshalb eine grundlegende Ver&auml;nderung der Sicherheitspolitik f&auml;llig sei. Diese &Auml;nderung, so die Suggestion, bedarf keiner Begr&uuml;ndung. Die Wende wird in mehrfacher Hinsicht vollzogen: zum einen weg von der Politik der Verst&auml;ndigung und hin zur Politik der Konfrontation, zur &bdquo;Politik der St&auml;rke&ldquo; und zur &bdquo;Abschreckung&ldquo;. Zum zweiten wird zugleich transportiert, dass Krieg zu f&uuml;hren auch heute noch oder wieder m&ouml;glich ist und dass wir zu diesem Zweck &ndash; wie auch um abzuschrecken &ndash; aufr&uuml;sten m&uuml;ssen, statt im Kontext der Friedens- und Entspannungspolitik wie bisher gedacht und versprochen abzur&uuml;sten. An drei Texten wird beispielhaft gezeigt, wie der Trick funktioniert. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie zitierten beispielhaften Texte sind:<\/p><ol>\n<li>Eine Mail des Bundestagsabgeordneten Daniel Baldy an Tanja Rupprecht, eine Leserin der NachDenkSeiten, vom 13.6.2022. Sie hatte sich an der Mailaktion &bdquo;Stimmen Sie gegen die nukleare Aufr&uuml;stung!&ldquo; beteiligt.<\/li>\n<li>Das Vorwort zu einem Beitrag von Professor Dr. Ulrich Schlie mit dem Titel &bdquo;Europas strategische Lage&ldquo;, ver&ouml;ffentlicht von der Vontobel-Stiftung, Z&uuml;rich, am 13. Juni.<\/li>\n<li>Der Spiegel-Gastbeitrag der Juso-Chefin Jessica Rosenthal vom 30. Mai 2022.<\/li>\n<\/ol><p>Wenn man die g&auml;ngige Argumentationsweise und die Nutzung des Begriffs Zeitenwende kennenlernen und begreifen will, dann lohnt sich die Lekt&uuml;re dieser drei beispielhaften Texte. Deshalb sind sie im Folgenden komplett angeh&auml;ngt. Interessante Stellen sind durch Fettung, Anmerkungen oder Ausrufezeichen markiert. Die ersten beiden Texte sind ausgesprochen kurz, der Essay der Juso-Vorsitzenden ist etwas l&auml;nger.<\/p><p><strong>Vorweg zusammenfassende kritische Anmerkungen:<\/strong><\/p><ol>\n<li>In jedem Beitrag wird der Einmarsch Russlands in die Ukraine als Zeitenwende deklariert. Dass es immer wieder Kriege des Westens gab, wird unterschlagen oder wie im Beitrag der Juso-Vorsitzenden mit Bezug auf den Krieg auf dem Balkan 1992ff nur kurz gestreift und so abgetan: &bdquo;Viele, die vom Krieg auf dem Balkan nicht direkt betroffen waren, haben an ihn nur eine vage Erinnerung.&ldquo; Die Juso-Vorsitzende hatte offensichtlich einen schlechten Geschichtsunterricht. Sie erinnert sich an die Bomben der NATO auf Jugoslawien nur vage und von den Kriegen im Irak, in Afghanistan, in Libyen &ndash; insgesamt mit Millionen Toten, die vom Westen hingeschlachtet wurden, hat sie nichts geh&ouml;rt. Das gilt vermutlich auch f&uuml;r die beiden anderen Autoren.<\/li>\n<li>In allen Beitr&auml;gen werden die seit 2014 &uuml;blichen Angriffe der Ukraine auf die Ostukraine unterschlagen. Der Krieg hat aus der Sicht der Autoren mit dem Einmarsch der russischen Armee im Februar 2022 begonnen.<\/li>\n<li>Der Gebrauch des Begriffes Zeitenwende macht es indirekt m&ouml;glich, sprachlich hart zuzuschlagen. Da ist von &bdquo;Moskaus totalem Angriffskrieg&ldquo; die Rede.<\/li>\n<li>Der Begriff Zeitenwende macht es m&ouml;glich, sonstige aggressive Behauptungen unterzubringen. Da ist bei dem SPD-Abgeordneten Baldy die Rede von der &bdquo;willk&uuml;rlichen Bombardierung von Wohngebieten, Schulen und Krankenh&auml;usern durch die russische Armee&ldquo;, &bdquo;die bereits Tausende von Menschenleben gefordert&ldquo; h&auml;tten, auch von &bdquo;Gr&auml;ueltaten der russischen Armee in zahlreichen Orten der Ukraine, wie die unentschuldbaren Massaker in Butscha&ldquo;. Mit der Verwendung des Begriffes Zeitenwende werden indirekt und de facto alle Zweifel an der Richtigkeit der westlichen Kriegsberichterstattung beiseitegeschoben.<\/li>\n<li>Der Gebrauch des Begriffs Zeitenwende macht es auch m&ouml;glich, sonstige zweifelhafte Behauptungen und Angriffe gegen Russland unterzubringen. Der Historiker und Professor Schlie unterstellt Russland eine &bdquo;schon viele Jahre w&auml;hrende Strategie&ldquo;, die &bdquo;geopolitische Weltordnung im Sinne eines abermals imperial gewordenen Russlands gewaltsam zu ver&auml;ndern&ldquo;, und nennt dabei als Beispiele Georgien und Syrien. &ndash; <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/untersuchungskommission-georgien-hat-den-krieg-begonnen-1854145.html\">Selbst die FAZ hat<\/a> 2009 von einem EU-Untersuchungskommissionsergebnis berichtet, wonach Georgien und nicht Russland den Krieg begonnen hat. Auch im Falle Syriens war, anders als im Westen behauptet wird, Russland nicht der Kriegstreiber. Aber mit dem Begriff Zeitenwende wird die gesamte Differenzierung niedergemacht.<\/li>\n<li>Das Entscheidende: Der Begriff Zeitenwende macht es m&ouml;glich, die Entspannungspolitik und ihre Erfolge zu entsorgen. Konzepte wie &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; und Abr&uuml;stung erscheinen als altbacken. Abschreckung und Politik der St&auml;rke sind die neuen, angeblich modernen Konzepte der Sicherheitspolitik. Welch ein abstruser R&uuml;ckfall! Dies ist insbesondere f&uuml;r jene Partei, die der Motor der Entspannungspolitik war, eine gravierende Ver&auml;nderung. Zwei der Autoren der drei Texte sind Sozialdemokraten, einer immerhin Bundestagsabgeordneter und die andere in der wichtigen Funktion der Vorsitzenden der SPD-Jugendorganisation, der Jusos.<\/li>\n<li>Beide &uuml;ben Selbstkritik. Der Begriff Zeitenwende legt offensichtlich eine solche abstruse Argumentation und Verhaltensweise nahe.<\/li>\n<li>Die Autoren finden sich alle auf dem Niveau der Argumentation der Kalten Krieger der F&uuml;nfzigerjahre. Die heutige Juso-Vorsitzende argumentiert wie die Junge Union und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) der damaligen Zeit. Wenn ich der heutigen Juso-Vorsitzenden Texte lese, dann h&ouml;re ich die Argumentationsweise von J&uuml;rgen Wohlrabe, des Vorsitzenden des RCDS inmitten des Kalten Krieges an der Wende der F&uuml;nfziger zu den Sechziger Jahren. Herbert Wehner sprach damals mit Blick auf Wohlrabe von &Uuml;belkr&auml;he. Heute k&ouml;nnte er seine menschenvernichtende Formulierungsgabe auf die Juso-Vorsitzende anwenden. Bei ihrem Schwadronieren &uuml;ber Freiheit und Demokratie w&uuml;rde ihm sicher etwas Treffendes einfallen.<\/li>\n<li>Dass der Begriff Zeitenwende vom SPD-Bundeskanzler in die Debatte eingef&uuml;hrt worden ist, zeigt Komik und Tragik der Entwicklung zugleich. Es versetzt ein Sozialdemokrat in oberster Regierungsverantwortung der eigenen Geschichte einen solchen Tritt in den Hintern, dass davon nichts mehr &uuml;brig bleibt.<\/li>\n<\/ol><p><strong>Die Texte:<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Eine Mail des Bundestagsabgeordneten Daniel Baldy an Tanja Rupprecht, eine Leserin der NachDenkSeiten, vom 13.6.2022. Am 13.06.2022 um 11:25 schrieb Baldy Daniel <a href=\"mailto:daniel.baldy@bundestag.de\">daniel.baldy@bundestag.de<\/a>:<\/strong><br>\nSehr geehrte Frau Rupprecht,\n<p>Sie haben sich an der Mailaktion &ldquo;Stimmen Sie gegen die nukleare Aufr&uuml;stung!&rdquo; beteiligt und mich aufgefordert, gegen das Sonderverm&ouml;gen Bundeswehr zu stimmen.<\/p>\n<p>Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine markiert eine <strong>Zeitenwende<\/strong>, die auch in unserer Politik f&uuml;r unser Land neue Antworten erfordert. <strong>Die willk&uuml;rliche Bombardierung<\/strong> von Wohngebieten, Schulen und Krankenh&auml;usern durch die russische Armee hat bereits Tausende von Menschenleben gefordert. Die <strong>Gr&auml;ueltaten der russischen Armee<\/strong> in zahlreichen Orten der Ukraine, wie <strong>die unentschuldbaren Massaker in Butscha<\/strong> und die Zerst&ouml;rung von Mariupol, sind schockierende Kriegsverbrechen und m&uuml;ssen aufgearbeitet und geahndet werden.<\/p>\n<p>Zugleich hat uns dieser v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskrieg vor Augen gef&uuml;hrt: <strong>Wer in Freiheit leben will, braucht auch milit&auml;rische St&auml;rke,<\/strong> um diese Freiheit zu sch&uuml;tzen und zu verteidigen. Das bedeutet<strong>: Fortan m&uuml;ssen wir mehr in unsere Verteidigungsf&auml;higkeit investieren. Die Bundeswehr wurde viele Jahre unter konservativer F&uuml;hrung heruntergewirtschaftet. Nun legen wir den Schalter wieder um.<\/strong> Unsere Streitkr&auml;fte sollen die Ausr&uuml;stung bekommen, die sie brauchen, damit sie die sicherheitspolitischen Aufgaben in Deutschland und innerhalb der NATO wahrnehmen k&ouml;nnen. <strong>Vor dem 24. Februar habe ich die nukleare Teilhabe Deutschlands abgelehnt (!!),<\/strong> da ich ihre Notwendigkeit in unserer Welt nicht mehr gesehen habe. <strong>Der 24. Februar und die Ereignisse seitdem haben aber deutlich gemacht, dass Abschreckung gegen Russland heute dringender ist als in den letzten 30 Jahren. <\/strong>(AM: So einfach kann man eine totale programmatische Wende begr&uuml;nden.)<\/p>\n<p>Deshalb haben wir in der vergangenen Woche die Gesetzentw&uuml;rfe der Regierungsfraktionen zur Errichtung des &bdquo;Sonderverm&ouml;gens Bundeswehr&ldquo; und zur &Auml;nderung des Grundgesetzes (Artikel 87a) beschlossen. Dieses Sonderverm&ouml;gen sieht vor, einmalig 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr bereitzustellen. Damit sollen insbesondere bedeutsame und komplexe mehrj&auml;hrige Ausr&uuml;stungsvorhaben der Bundeswehr finanziert werden. Wir verankern es im Grundgesetz und schaffen so Planungssicherheit f&uuml;r die bestm&ouml;gliche Ausr&uuml;stung unserer Soldat:innen.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Tornado-Nachfolge stehen wir weiter zu unserer Position: Unser Ziel bleibt eine atomwaffenfreie Welt (Global Zero) <strong>(AM: Das ist doch ein ausgesprochen hohles Versprechen.<\/strong>) und damit einhergehend ein Deutschland frei von Atomwaffen. Dennoch stehen wir zu unseren B&uuml;ndnisverpflichtungen im Rahmen der Nuklearen Teilhabe. Das tun wir entschlossen, umsichtig und in enger Abstimmung mit unseren europ&auml;ischen und internationalen Partnern. Wir wollen nicht in einen &bdquo;&Uuml;berbietungswettbewerb&ldquo; eintreten, sondern verantwortungsvolle Entscheidungen treffen, die sich nicht an Beliebtheitswerten orientieren. In Bezug auf den Ukraine-Krieg lassen wir uns weiter von klaren Prinzipien leiten: enge Abstimmung mit den B&uuml;ndnispartnern, keine Einschr&auml;nkung unserer B&uuml;ndnis- und Verteidigungsf&auml;higkeit und keine Kriegsbeteiligung von Deutschland oder der NATO. Zugleich stellen wir sicher, dass Zukunftsinvestitionen in soziale Sicherheit, Klimaschutz und Digitalisierung nicht zu kurz kommen.<\/p>\n<p>Ich w&uuml;nsche Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>Daniel Baldy, MdB<\/p>\n<p>(AM: Ein unglaublich dummer Brief! Der Mann ist Bundestagsabgeordneter und Lehrer!)<\/p><\/li>\n<li><strong>Das Vorwort zu einem Beitrag von Professor Dr. Ulrich Schlie* mit dem Titel &bdquo;Europas strategische Lage&ldquo;, ver&ouml;ffentlicht von der <a href=\"https:\/\/mailchi.mp\/984d7d57aa81\/vontobel-stiftung-schriftenreihe-juni-2022-8849486?e=c8677ea854\">Vontobel-Stiftung, Z&uuml;rich, am 13. Juni<\/a> :<\/strong>\n<p><strong>Europas strategische Lage<\/strong><\/p>\n<p>Moskaus brutaler Angriffskrieg gegen die Ukraine, den wir zurzeit mit mancherorts naivem <strong>(?)<\/strong> Erstaunen mitverfolgen k&ouml;nnen, markiert, wie richtig gesagt worden ist, <strong>eine Zeitenwende.<\/strong> Seit dem 24. Februar 2022 l&auml;uft die Welt in anderem Takt. <strong>Anderseits best&auml;tigt dieses Datum eine Strategie, die schon viele Jahre fr&uuml;her zu wirken begann: in Tschetschenien, in Georgien, in Syrien und &ndash; im Jahr 2014 &ndash; auf der Krim<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Schon damals ging es im Wesentlichen darum, die geopolitische Weltordnung im Sinne eines abermals imperial gewordenen Russlands gewaltsam zu ver&auml;ndern. Kriege erwiesen sich dabei als ein scheinbar bequemes und f&uuml;r den Aggressor v&ouml;llig unbedenkliches Instrument.<\/strong><\/p>\n<p>In Europa hat jetzt ein b&ouml;ses Erwachen eingesetzt. W&auml;hrend Jahrzehnten wiegte man sich in Sicherheit. Gesellschaften, die durch Wohlstandsgewinne tr&auml;ge geworden sind, w&auml;hnten sich im Paradies des ewigen Friedens (!). Wegsehen hiess die Devise; wenn man denn &uuml;berhaupt sah. Und in Deutschland, der wirtschaftlich st&auml;rksten Macht des Kontinents, hofierte man dem starken Mann im Kreml, als w&auml;re er ein lupenreiner Demokrat.<\/p>\n<p>Noch ist schwer abzusch&auml;tzen, was die &laquo;Kehre&raquo; bringen wird. Wie weit wir k&uuml;nftig nachhaltig bereit sein werden, die Werte des Westens mit allen notwendigen Mitteln erfolgreich zu markieren. Anderen tatkr&auml;ftig zu helfen, die besonders exponiert sind. <strong>Eine Politik der St&auml;rke<\/strong> (!) zu entwickeln, die konvergent und <strong>zukunftsfest im B&uuml;ndnis mit Amerika<\/strong> (AM: im B&uuml;ndnis mit einer Nation, die unentwegt Kriege f&uuml;hrt). L&auml;uft. Denn leider ist niemand gegen Illusionen gefeit. Sie bedienen die Schablonen der Gewohnheit.<\/p>\n<p>Das gilt auch mit Blick auf die Schweiz. Hier immer noch Leute, die wie Automaten an der Abschaffung der Armee laborieren. Dort Heimatsch&uuml;tzer, die die bewaffnete Neutralit&auml;t als einen Igel sehen, der freilich bloss im Terrarium &uuml;berlebt. Dabei k&ouml;nnte auch die Schweiz einen wichtigen Beitrag zur europ&auml;ischen Sicherheitsarchitektur leisten. N&ouml;tig w&auml;ren hierzu: erstens (und wie andernorts auch) die Aufstockung der finanziellen Mittel. Zweitens, die Neukonzeption der Dienstpflicht. Drittens: Die Anpassung der Neutralit&auml;tspolitik an realistische Szenarien k&uuml;nftiger Bedrohung.<\/p>\n<p>Die Lehren der Geschichte gehen h&auml;ufig auch so: Nur kluge und entschlossene K&ouml;pfe, die ihren Kompass laufend &uuml;berpr&uuml;fen und eine gute Portion Argwohn kultivieren, schaffen jene Politik, die das Dasein in Freiheit und Sicherheit entschieden verteidigt. &ndash; Wir w&uuml;nschen Ihnen nachhaltige Lekt&uuml;re dieses Essays.<\/p>\n<p>*Autor ist Professor Dr. Ulrich Schlie. Er ist Historiker und seit 2020 Henry Kissinger Professor f&uuml;r Sicherheits- und Strategieforschung sowie Direktor des Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS, an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit&auml;t Bonn).\n<\/p><\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jessica-rosenthal-ein-sondervermoegen-allein-fuer-die-bundeswehr-greift-viel-zu-kurz-a-4ff27e6a-b393-441d-aefa-a212c2a9584b\">Der Spiegel-Gastbeitrag der Juso-Chefin Jessica Rosenthal vom 30. Mai 2022<\/a><\/strong>\n<p><strong>Juso-Chefin Rosenthal &raquo;Ein Sonderverm&ouml;gen allein f&uuml;r die Bundeswehr greift viel zu kurz&laquo; <\/strong>Ein Gastbeitrag von Jessica Rosenthal<\/p>\n<p>Vorbemerkung des Spiegel:<\/p>\n<p>Sie ist die bislang prominenteste Ampel-Abweichlerin beim Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr: Juso-Chefin Jessica Rosenthal lehnt den Kompromiss mit der Union ab &ndash; und kritisiert den Koalitionspartner FDP. 30.05.2022.<\/p>\n<p>Mitte April sa&szlig; ich im Wohnzimmer einer Studi-WG in meinem Bonner Wahlkreis, als der Satz fiel, der mir aus dem Herzen sprach: <strong>&raquo;In diesem Moment ist f&uuml;r mich eine ganze Welt zusammengebrochen.&laquo;<\/strong> Das war sechs Wochen nach dem v&ouml;lkerrechtswidrigen Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine, nach der <strong>&raquo;Zeitenwende&laquo;,<\/strong> die Olaf Scholz in einer Sonntagssitzung des Bundestages ausgerufen hatte, und <strong>nachdem alles einfach anders war.<\/strong> <strong>(!) <\/strong>F&uuml;r eine Generation, die wie ich oder sp&auml;ter in Deutschland geboren wurde, bedeutet ein Angriffskrieg vor der Haust&uuml;r, auf europ&auml;ischem Boden, einen tiefen Einschnitt. <strong>Viele, die vom Krieg auf dem Balkan nicht direkt betroffen waren, haben an ihn nur eine vage Erinnerung<\/strong>. Frieden und Freiheit sind zu einer Selbstverst&auml;ndlichkeit geworden. Krieg, das war immer woanders.<\/p>\n<p>Dass allein diese Feststellung kaum auf die Vielen zutrifft, die ihre famili&auml;ren Wurzeln in anderen L&auml;ndern haben, ist ein erster Teil der Erkenntnis. Ein zweiter Teil ist: <strong>Wir waren viel zu oft blind f&uuml;r das, was wir nicht sehen wollten. Daher bedeutet Zeitenwende vor allem eins: Selbstkritik.<\/strong> <strong>Die deutsche Politik hat ihren &ouml;stlichen Partnerl&auml;ndern nicht zugeh&ouml;rt, die eindringlich vor der Gefahr warnten, die von <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/russland\/\">Russland<\/a> ausging<\/strong>. Die deutsche Politik, wir alle, haben den <strong>Krieg in Georgien<\/strong> und die Annexion der Krim nie als den Einschnitt bewertet, der es war. Und auch die Sozialdemokratie hat die Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas in den folgenden Jahren sogar noch gesteigert und Nord Stream 2 gegen die W&uuml;nsche unserer europ&auml;ischen Partnerstaaten vorangetrieben. Wir stehen nun vor einem Scherbenhaufen. Wer es in Zukunft besser machen will, muss die St&auml;rke haben, diese Fehler zu korrigieren. Das gilt auch f&uuml;r die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/spd\/\">SPD<\/a>. <strong>(Donnerwetter!)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Es besser zu machen, bedeutet auch, der Ukraine zuzuh&ouml;ren, die auch deshalb angegriffen wird, weil sie sich aufgemacht hat, Teil der EU zu sein. <\/strong>Den Kandidatenstatus der Ukraine jetzt nicht ausdr&uuml;cklich voranzutreiben, zeigt: Man hat nichts gelernt. Ich erwarte von der deutschen Bundesregierung, dass sie diese ausgestreckte Hand jetzt ergreift. <strong>(A. M.: Das sind die Aussagen der Juso-Vorsitzenden!)<\/strong><\/p>\n<p>Selbstkritik zu &uuml;ben, das hei&szlig;t in meinen Augen aber gerade nicht, die Fehler nur bei anderen zu suchen. Nicht ohne Grund habe ich das Gef&uuml;hl meines Gespr&auml;chspartners in der Studi-WG geteilt: <strong>Auch f&uuml;r mich ist mit diesem Angriffskrieg zun&auml;chst ein Weltbild zusammengebrochen<\/strong>. Es war eine Welt ohne Waffen und die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/bundeswehr\/\">Bundeswehr<\/a> ein notwendiges &Uuml;bel darin. Nichts davon war falsch. Es bleibt richtig eine Welt ohne Waffen, ohne Gewalt und in Frieden anzustreben. Es ist mittel- und langfristig sogar dringend notwendig im Sinne der Menschheit auf Szenarien der Abr&uuml;stung hinzuarbeiten<strong>. Aber all diese &Uuml;berzeugungen haben nie ernsthaft die M&ouml;glichkeit in Betracht gezogen, dass Autokraten wie Putin Gewalt zur Durchsetzung ihrer Interessen nutzen.<\/strong> (A. M.: Ein sehr simples Weltbild) Die Frage, wie wir darauf reagieren w&uuml;rden, habe ich mir fr&uuml;her nie gestellt. Das bleibt der Fehler. Gerade wenn die gesellschaftliche Linke eine best&auml;ndige Friedensordnung schaffen will, geh&ouml;rt die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Verteidigungsf&auml;higkeit unserer Demokratien mitten ins Zentrum der inhaltlichen Arbeit. Daher lehne ich ein Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr auch nicht aus Prinzip ab, sondern weil die Umgehung der Schuldenbremse durch die Grundgesetz&auml;nderung f&uuml;r das Milit&auml;r eine zu kleine L&ouml;sung f&uuml;r ein viel gr&ouml;&szlig;eres Problem ist.<\/p>\n<p>Eine Mehrheit der Staaten hat den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine verurteilt. Das ist eine gute Nachricht. <strong>Doch die bittere Wahrheit ist, dass die Mehrheit der Weltbev&ouml;lkerung nicht in Demokratien lebt.<\/strong> <strong>Umso wichtiger und entscheidender ist es, dass wir f&auml;hig sind, unsere Werte und unsere Freiheit verteidigen zu k&ouml;nnen &ndash; falls n&ouml;tig auch milit&auml;risch<\/strong>. Auch darum geht es bei dem Krieg, den Russland f&uuml;hrt. <strong>Die Autokraten dieser Welt haben vor nichts mehr Angst als vor der Idee der Freiheit<\/strong>, der Gleichheit aller Menschen und der Demokratie, weil nichts ihre Macht st&auml;rker bedroht.<\/p>\n<p>Wer Demokratie und Menschenrechte gegen Autokraten nach innen wie nach au&szlig;en verteidigen will, der kann und darf sich weder auf westliche Regionen noch auf den milit&auml;rischen Bereich beschr&auml;nken. Denn so sehr ich auf der einen Seite Grund&uuml;berzeugungen auf den Pr&uuml;fstand stelle, so sehr bin ich auf der anderen Seite fest davon &uuml;berzeugt, dass es noch nie wichtiger war, f&uuml;r eine progressive Politik einzustehen: f&uuml;r globale wie nationale Umverteilung, f&uuml;r breite Investitionen in Deutschland, der EU und der Welt, f&uuml;r einen entschlossenen Kampf gegen den Klimawandel und die Bek&auml;mpfung weltweiter Armut. Ein Sonderverm&ouml;gen allein f&uuml;r die Bundeswehr greift daf&uuml;r viel zu kurz.<\/p>\n<p>Nie zuvor war ein europ&auml;isches Handeln so wichtig und nie zuvor war es so notwendig, dass Deutschland endlich eine f&uuml;hrende Rolle in der EU &uuml;bernimmt. Denn auch dem Letzten sollte klar geworden sein, dass die St&auml;rkung der europ&auml;ischen Lieferketten eine Sicherheitsfrage ist. Schl&uuml;sselindustrien d&uuml;rfen nicht allein den M&auml;rkten preisgegeben werden, um dann in einer von China dominierten Wirtschaft zu erwachen. Es ist endlich Zeit f&uuml;r eine europ&auml;ische Investitionsoffensive und eine aktive Industriepolitik. Es gilt, die notwendige Infrastruktur aufzubauen, Industrie anzusiedeln und vorhandene Wirtschaftszweige von fossilen Energietr&auml;gern in autokratischer Hand unabh&auml;ngig zu machen. F&uuml;r diese Unabh&auml;ngigkeit gibt es nur eine einzige Antwort: erneuerbare Energien!<\/p>\n<p>Die Entwicklung eines klimaneutralen Europ&auml;ischen Wirtschaftsraums, der mithilfe von Kreislaufwirtschaft ressourcenschonend und damit m&ouml;glichst autark bestehen kann, kostet Geld. Dieses Geld wird auch ben&ouml;tigt, wenn Europa f&uuml;r afrikanische Staaten ein echter wirtschaftlicher Partner sein und den afrikanischen Kontinent nicht der Einflusssph&auml;re Chinas &uuml;berlassen will. Schlie&szlig;lich werden der Wiederaufbau der Ukraine und die Bew&auml;ltigung der globalen Hungerkrise weitere Gelder notwendig machen. Doch anstatt diesen Herausforderungen entschlossen entgegenzutreten, feilschen wir um jeden zus&auml;tzlichen Euro f&uuml;r die Entwicklungszusammenarbeit und wissen schon jetzt, dass das Geld nicht reichen wird. Ohne die Schuldenbremse, die uns in so vielen Bereichen dringend notwendige Investitionen unm&ouml;glich macht, br&auml;uchten wir kein Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr.<\/p>\n<p><strong>&raquo;Unsere Demokratie ist auch nach innen verletzlich&laquo;<\/strong><\/p>\n<p>Demokratie muss nach au&szlig;en, aber eben auch nach innen verteidigt werden. Unsere Demokratie ist auch nach innen verletzlich und Teile der Bev&ouml;lkerung haben in sie immer weniger Vertrauen, das zeigt auch die historisch niedrige Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen in NRW.<\/p>\n<p>Die immer sichtbarer werdende Umverteilung von unten nach oben leistet unzweifelhaft einen entscheidenden Beitrag zu dieser Abwendung von der Demokratie. Die Belastungen durch steigende Energie- und Lebensmittelpreise treffen gerade die, die ohnehin schon wenig haben und die vom voranschreitenden Wandel in der Arbeitswelt, ob durch Digitalisierung oder Globalisierung, nichts Positives mehr erwarten. Der Zusammenhalt der Gesellschaft, der das Fundament f&uuml;r eine starke und wehrhafte Demokratie ist, erodiert so immer weiter.<\/p>\n<p>Was sollen wir antworten, wenn Pflegekr&auml;fte fragen, warum 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr da sind, aber kein Geld f&uuml;r bessere Bezahlung oder eine ausfinanzierte Krankenhausinfrastruktur. Es ist absolut nachvollziehbar, wenn Eltern danach fragen, warum ihre Kinder die Schultoilette nicht benutzen wollen, weil angeblich kein Geld f&uuml;r die Sanierung da sei. Die ehrliche Antwort darauf ist: Geld ist da &ndash; bei denjenigen, die gar nicht mehr wissen, wohin damit und auch im Staatshaushalt. Wir aber halten lieber die Schuldenbremse ein, anstatt in unsere Gesellschaft zu investieren.<\/p>\n<p>Gerade angesichts der zunehmenden Belastungen durch den Krieg in der Ukraine kann die Antwort doch nur sein: Wir sind gerade jetzt bereit, zus&auml;tzliches Geld auch auszugeben. F&uuml;r weitere Entlastungspakete, die unzweifelhaft n&ouml;tig sind, aber auch f&uuml;r die vielen strukturellen Ver&auml;nderungen, die wir endlich umsetzen m&uuml;ssen. Wer den Zusammenhalt langfristig st&auml;rken und die Demokratie nach innen wehrhaft machen will, der kann und muss gro&szlig;e L&ouml;sungen w&auml;hlen. Die Abflachung der Steuerprogression gerade f&uuml;r kleine und mittlere Einkommen, die Einf&uuml;hrung eines sozialen Klimageldes, kostenfreien Nahverkehrs, der Kindergrundsicherung: Politik muss zeigen, dass wir zu gro&szlig;en Schritten bereit und dass wir handlungsf&auml;hig sind &ndash; f&uuml;r die Bundeswehr, aber auch f&uuml;r unsere Gesellschaft als Ganzes. Daf&uuml;r braucht der Staat den finanziellen Handlungsspielraum, der mit einer Schuldenbremse nicht gegeben ist. Er braucht aber auch den Mut zur Umverteilung &ndash; zum Beispiel durch eine Erh&ouml;hung der Erbschaftsteuer.<\/p>\n<p>Wer &raquo;Zeitenwende&laquo; sagt, muss Zeitenwende meinen. Es darf kein Mantra sein, das nur die Bundeswehr, aber nicht die gesamte Wehrhaftigkeit der Demokratie nach au&szlig;en wie nach innen meint. Der 24. Februar hat mir und meiner Partei Selbstkritik abverlangt und eine Kurskorrektur. Der 24. Februar verlangt Gleiches von der <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/fdp\/\">FDP<\/a>, aber auch von der Union. Das Sonderverm&ouml;gen wird geschaffen, weil die Bundeswehr in 16 Jahren unionsgef&uuml;hrtem Verteidigungsministerium kaputtgespart wurde und f&uuml;r ihren Auftrag nicht einsatzf&auml;hig ist. Deshalb braucht die Bundeswehr nat&uuml;rlich nun viel Geld, um die Mangelverwaltung der vergangenen 16 Jahre aufzufangen und eine zeitgem&auml;&szlig;e Ausr&uuml;stung herzustellen. Doch viele Milliarden allein werden die Einsatzf&auml;higkeit der Bundeswehr nicht wiederherstellen k&ouml;nnen. Auch das Beschaffungswesen muss einer gr&uuml;ndlichen Reform unterzogen werden, alles Geld verpufft sonst ohne den gew&uuml;nschten Effekt, die Bundeswehr k&uuml;nftig milit&auml;risch besser auszur&uuml;sten. Vor allem aber m&uuml;ssen wir strategische Debatten wie um das Zwei-Prozent-Ziel und eine strategische Aufstellung der Bundeswehr endlich miteinander gesellschaftlich wie parlamentarisch f&uuml;hren. Nur so k&ouml;nnen wir gemeinsam tragf&auml;hige Antworten auf die Herausforderungen dieser Zeitenwende finden.<\/p>\n<p>Wenn wir als Parlamentarier*innen unsere Demokratie wehrhaft aufstellen wollen, dann m&uuml;ssen wir alle auch den notwendigen Mut daf&uuml;r aufbringen, Prinzipien, die wir einst f&uuml;r richtig hielten, nach kritischer Pr&uuml;fung &uuml;ber Bord zu werfen, wenn sie nicht mehr zeitgem&auml;&szlig; sind. Das gilt f&uuml;r den Verteidigungsetat und die Ausstattung der Bundeswehr wie f&uuml;r die Schuldenbremse. Ich bin nicht bereit, f&uuml;r ein Sonderverm&ouml;gen Bundeswehr am Grundgesetz herumzudoktern, obwohl der Fehler an ganz anderer Stelle liegt. Ich bin nicht bereit, einer Grundgesetz&auml;nderung zuzustimmen, weil der Mut f&uuml;r eine echte Reform unserer Haushaltspolitik fehlt. Zeitenwende ist gr&ouml;&szlig;er als das, Zeitenwende erfordert nie dagewesene Handlungsmacht und Handlungsspielr&auml;ume f&uuml;r eine wehrhafte Demokratie, die Verantwortung &uuml;bernimmt.<\/p>\n<p><strong>Nachbemerkung zum Text der Juso-Vorsitzenden:<\/strong><\/p>\n<p>Der Text enth&auml;lt im 2. Teil einige vern&uuml;nftige Aussagen. Aber insgesamt wirr und  in der entscheidenden Frage von Krieg und Frieden weit weg von den Erkenntnissen und erfolgreichen Strategien ihrer fr&uuml;heren Parteifreunde.\n<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Titelbild: Abschreckung 13.6.2022<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erfindung und der Einsatz des Begriffs &bdquo;Zeitenwende&ldquo; ist ausgesprochen clever. Der Begriff suggeriert, dass etwas ganz Schlimmes und etwas Noch-nicht-Dagewesenes geschehen ist und dass deshalb eine grundlegende Ver&auml;nderung der Sicherheitspolitik f&auml;llig sei. Diese &Auml;nderung, so die Suggestion, bedarf keiner Begr&uuml;ndung. Die Wende wird in mehrfacher Hinsicht vollzogen: zum einen weg von der Politik der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84822\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":84823,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[172,123,171,11],"tags":[2035,1519,3212,2301,1367,259,392,260,291],"class_list":["post-84822","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufruestung","category-kampagnentarnworteneusprech","category-militaereinsaetzekriege","category-strategien-der-meinungsmache","tag-abschreckungsstrategie","tag-atomwaffen","tag-doppelte-standards","tag-konfrontationspolitik","tag-ruestungsausgaben","tag-russland","tag-schuldenbremse","tag-ukraine","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/220614-Zeitenwende.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=84822"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84842,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84822\/revisions\/84842"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/84823"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=84822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=84822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=84822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}