{"id":84897,"date":"2022-06-17T08:32:00","date_gmt":"2022-06-17T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897"},"modified":"2022-06-17T08:32:00","modified_gmt":"2022-06-17T06:32:00","slug":"hinweise-des-tages-4131","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h01\">Fiasko mit Ansage: Krisensitzung der EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h02\">Tankrabatt, &Ouml;lembargo, Bitcoin: &bdquo;Putin lacht sich kaputt&ldquo;: Deutschlands spannendster Nachwuchs-&Ouml;konom im Interview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h03\">&raquo;Es ist noch nicht vorbei&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h04\">S&uuml;dafrika: Minister offen f&uuml;r &Ouml;l-Importe aus Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h05\">Philosoph Sloterdijk vermisst Gegenstimmen in Ukraine-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h06\">Sanktionen sind Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h07\">Geballte Feuerkraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h08\">Was einen Angriff der T&uuml;rkei auf Griechenland wahrscheinlich macht &ndash; und was dagegen spricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h09\">Die Invasionsmacht als Partner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h10\">Specht zu Corona-&ldquo;Sommerwelle&rdquo;: &ldquo;Sehe &uuml;berhaupt keinen Anlass f&uuml;r Panik&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h11\">Unvorbereitet in die n&auml;chste Welle: Statistiker rechnet ab: F&uuml;nf schwere Fehler f&uuml;hrten zur &bdquo;Corona-Datenkatastrophe&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h12\">Wirtschaftsforschungsinstiut IfW kommt Evaluierung der Coronama&szlig;nahmen mit wohlgef&auml;liger Studie zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h13\">Beschluss zu Impfpflicht in Kliniken: Justiz-Hammer: Drohbescheide des Gesundheitsamts an ungeimpfte Pfleger &bdquo;rechtswidrig&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h14\">Das Impfabo soll kommen, ob j&auml;hrlich oder halbj&auml;hrlich ist noch offen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84897#h15\">Julian Assange und Unterst&uuml;tzer hoffen auf Australien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fiasko mit Ansage: Krisensitzung der EZB<\/strong><br>\nWer grunds&auml;tzliche Fehler macht, muss sich nicht wundern, dass er grunds&auml;tzliche Irritationen ausl&ouml;st. Gerade hat die EZB entschieden, dass sie, um die &raquo;Inflation&laquo; zu bek&auml;mpfen, die K&auml;ufe von Staatsanleihen einstellen und die Zinsen erh&ouml;hen will, schon wird sie von der Wirklichkeit &uuml;berholt. Am Mittwoch wurde der Rat der EZB zu einer Krisensitzung einberufen, um die Lage an den M&auml;rkten f&uuml;r Staatsanleihen zu diskutieren, weil dort die &raquo;Spreads&laquo;, das sind die Abst&auml;nde zwischen den deutschen Anleihen und denen anderer L&auml;nder, deutlich zunehmen.<br>\nKlar, wenn die Zinsen in der Euro-Zone steigen, wo die Konjunktur in Richtung Rezession am Kippen ist, fragt sich mancher Marktteilnehmer, was das wohl f&uuml;r den italienischen oder spanischen Staat und seine Staatsfinanzen bedeutet. L&auml;nder, die anders als Deutschland und die Niederlande, keine au&szlig;enwirtschaftlichen &Uuml;bersch&uuml;sse aufweisen, m&uuml;ssen n&auml;mlich per Staat die Wirtschaft anregen, weil diese Aufgabe die privaten Unternehmen schon lange trotz Nullzinsen nirgendwo mehr &uuml;bernehmen.<br>\nGeht die Konjunktur in die Knie, werden die Zinsen angehoben und drohen die Finanzminister der &Uuml;berschussl&auml;nder &ndash; allen voran Christian Lindner &ndash; noch damit, dass zus&auml;tzliches Schuldenmachen f&uuml;r Staaten in den n&auml;chsten Jahren streng verboten ist, dann kann man sich vorstellen, in welche Bredouille die Defizitl&auml;nder geraten k&ouml;nnen. Dass man in dieser Lage nicht auf steigende Kurse der Staatsanleihen der betroffenen L&auml;nder setzt, kann man niemandem ver&uuml;beln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428502.fiasko-mit-ansage.html\">Heiner Flassbeck in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tankrabatt, &Ouml;lembargo, Bitcoin: &bdquo;Putin lacht sich kaputt&ldquo;: Deutschlands spannendster Nachwuchs-&Ouml;konom im Interview<\/strong><br>\nMaurice H&ouml;fgen, 26, macht den Beruf des Wirtschaftsanalysten wieder sexy. Ob beim &Ouml;lembargo oder Ampel-Umgang mit der Inflation: Er nimmt kein Blatt vor den Mund. [&hellip;]<br>\nSie haben das Buch &bdquo;Mythos Geldknappheit&ldquo; geschrieben. Tut die Inflation gerade den deutschen Staatsschulden gut? Wenn die Inflationsrate h&ouml;her ist als der Zins, zu dem sich der Staat Geld geliehen hat, schmelzen ja die Schulden, und man kann mehr neue Schulden machen.<br>\nNein. Und Finanzminister Lindner (FDP) versucht ja das Gegenteil. Er will zur&uuml;ck zur Schuldenbremse und sieht darin seinen Beitrag, die Inflation zu bek&auml;mpfen. Das halte ich f&uuml;r falsch, denn wir haben die hohe Inflationsrate, weil wir vor allem viel f&uuml;r &Ouml;l und Gas bezahlen m&uuml;ssen, weil China einen Lockdown hat und die Lieferketten gebrochen sind, nicht wegen zu vieler Schulden. Also: Wir haben kein Nachfrage-, sondern ein Angebotsproblem.<br>\nIm origin&auml;ren Sinne ist das noch nicht mal Inflation. Denn &Ouml;konomen meinen mit Inflation eigentlich einen sich selbst verst&auml;rkenden Effekt zwischen L&ouml;hnen und Preisen. Also wenn die Gewerkschaften sehr hohe L&ouml;hne verhandeln und die Firmen als Folge ihre Preise erh&ouml;hen, um ihre Gewinne wieder zu stabilisieren. Die Gewerkschaften legen dann wieder nach und man landet in der sogenannten Lohn-Preis-Spirale. Wir haben aber bisher kaum Lohnwachstum und deswegen auch keine Lohn-Preis-Spirale. Was wir haben, ist ein Energiepreisschock &ndash; auch wegen Putins schrecklichen Krieges.<br>\nSie schrieben auf Instagram: &bdquo;Wir haben heute acht Prozent Inflationsrate, weil wir in der Vergangenheit zu wenig Schulden gemacht haben, nicht zu viel.&ldquo; Was wollen Sie damit sagen?<br>\nDas war nat&uuml;rlich provokativ. Was ich meine: Gegen teures &Ouml;l hilft nicht, wenn wir in Deutschland mit Sparpolitik die Wirtschaft abw&uuml;rgen und uns in eine Rezession st&uuml;rzen. Es w&uuml;rde helfen, wenn wir unabh&auml;ngiger w&auml;ren von russischem oder saudi-arabischem &Ouml;l, indem wir bei erneuerbaren Energien, bei der Energieeffizienz und bei der Verkehrswende schon weiter w&auml;ren. Daf&uuml;r h&auml;tten wir in der Vergangenheit mehr Geld ausgeben, mehr Schulden machen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/putin-lacht-sich-kaputt-deutschlands-spannendster-nachwuchs-oekonom-im-interview-li.236556\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&raquo;Es ist noch nicht vorbei&laquo;<\/strong><br>\nGazprom hat seine Lieferungen &uuml;ber die Pipeline Nord Stream 1 zuletzt erheblich reduziert. Die Gr&uuml;nde h&auml;lt Wirtschaftsminister Habeck f&uuml;r vorgeschoben &ndash; und er warnt.<br>\nBundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) h&auml;lt die j&uuml;ngsten Kappungen der Gaslieferungen durch den russischen Energiekonzern Gazprom f&uuml;r politisch motiviert und von Russland vorgegeben. Die von Gazprom angek&uuml;ndigte Drosselung der Gaslieferungen &uuml;ber die Pipeline Nord Stream 1 sei seiner Ansicht nach eine &raquo;politische Entscheidung&laquo;. Das Vorgehen sei &raquo;nicht technisch begr&uuml;ndbar&laquo;. (&hellip;)<br>\nGazprom f&uuml;hrte als Grund f&uuml;r die reduzierte Gasmenge unter anderem an, dass derzeit nach Reparaturarbeiten mehrere Kompressoren des deutschen Siemens-Konzerns am Startpunkt der Pipeline fehlten. Habeck betonte nun allerdings, dass die Wartung der von Siemens hergestellten Verdichtungsanlagen nicht den europ&auml;ischen Sanktionen gegen Russland unterliege. Die Wartung laufe &uuml;ber Kanada &ndash; sein Haus sei &raquo;mit den Kanadiern&laquo; im Gespr&auml;ch &uuml;ber das Thema.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/robert-habeck-zur-gasdrosselung-durch-russland-es-ist-noch-nicht-vorbei-a-9d17d489-aa64-41c3-a54b-ef36de9b953b\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist ja nun verwirrend. Siemens selber hatte <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gazprom-drosselt-gaslieferungen-weiter-100.html\">doch mitgeteilt<\/a>, dass es in der Tat Reparaturarbeiten gebe und eine Gasturbine derzeit in Montr&eacute;al &uuml;berholt werde. Diese k&ouml;nne von dort aber nicht zur&uuml;ckgeliefert werden, weil die von Kanada verh&auml;ngten Sanktionen gegen Russland dem entgegenst&uuml;nden. Das klingt ganz anders als der Spin des Wirtschaftsministers, der nun auf einmal von den europ&auml;ischen Sanktionen spricht. Um die geht es aber gar nicht, sondern um die Kanadischen, weshalb es ja wohl auch die Gespr&auml;che gibt. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nicht zu fassen! Wenn &bdquo;nach Reparaturarbeiten mehrere Kompressoren des deutschen Siemens-Konzerns am Startpunkt der Pipeline&ldquo; fehlen sollten, kann nicht ernsthaft &bdquo;von einer politisch motivierten Entscheidung&ldquo; ausgegangen werden. Vielmehr sind insbesondere die gr&uuml;nen Pannen-Minister mit Unterst&uuml;tzung zahlreicher &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; dabei, die Beziehungen zu Russland weiter zu besch&auml;digen &ndash; aus einer &bdquo;politisch motivierten Entscheidung&ldquo;. Medien wie &bdquo;Spiegel&ldquo; und Bundesminister Habeck wollen den &bdquo;schwarzen Peter&ldquo; auf jeden Fall Russland zuschieben. Zugleich soll so wohl auch vom Versagen der Sanktionen gegen Russland abgelenkt werden, denn diese wirken hierzulande negativ auf breite Teile der Bev&ouml;lkerung &ndash; und eben weniger gegen Russland. Dabei hat das Magazin noch am Tag zuvor &uuml;ber &bdquo;von Kanada verh&auml;ngten Sanktionen&ldquo; berichtet &hellip;<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Gazprom drosselt Gaslieferungen durch Ostseepipeline um 40 Prozent<\/strong><br>\nGrund soll eine verz&ouml;gerte Reparatur sein: Russland will die Gaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 deutlich reduzieren. Der Betreiber Gazprom macht Siemens f&uuml;r die Probleme verantwortlich. (&hellip;)<br>\nSiemens Energy teilte am Abend mit, eine Gasturbine f&uuml;r einen Verdichter zur Druckerh&ouml;hung des Erdgases in der Ostseepipeline werde derzeit in Kanada &uuml;berholt. &raquo;Aus technischen Gr&uuml;nden kann die &Uuml;berholung dieser aeroderivativen Gasturbinen nur in Montreal durchgef&uuml;hrt werden&laquo;, hie&szlig; es in der Presseerkl&auml;rung. &raquo;Aufgrund der von Kanada verh&auml;ngten Sanktionen ist es f&uuml;r Siemens Energy derzeit nicht m&ouml;glich, &uuml;berholte Gasturbinen an den Kunden zu liefern. Vor diesem Hintergrund hatten wir die kanadische und deutsche Regierung informiert und arbeiten an einer tragf&auml;higen L&ouml;sung.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/russland-reduziert-gaslieferungen-durch-nord-stream-1-pipeline-a-2b671021-26b8-4f90-890c-52f0e18eba08\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&ldquo;Gasvorr&auml;te reichen nicht f&uuml;r n&auml;chsten Winter&rdquo;<\/strong><br>\nDer Staatssekret&auml;r im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner, hat vor Engp&auml;ssen bei der Gasversorgung im Winter gewarnt. &ldquo;Aktuell gibt es keine Gef&auml;hrdung der Energieversorgung&rdquo;, sagte der Gr&uuml;nen-Politiker im &ldquo;Fr&uuml;hstart&rdquo; bei ntv. Kellner wies darauf hin, dass die Gasspeicher in Deutschland einen F&uuml;llstand von &uuml;ber 50 Prozent h&auml;tten. &ldquo;Das ist gut, aber nicht ausreichend f&uuml;r den n&auml;chsten Winter.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gasvorraete-reichen-nicht-fuer-naechsten-Winter-article23399925.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Habeck leugnet Folgen westlicher Sanktionen: Russland wolle mit reduzierten Gasmengen &ldquo;verunsichern&rdquo;<\/strong><br>\nDas Bundeswirtschaftsministerium scheint eine Chaos-Strategie zu verfolgen, abgehoben von den energiepolitischen Notwendigkeiten und M&ouml;glichkeiten des Landes. Die Drosselungen russischer Gaslieferungen kommen der gr&uuml;nen Agenda gerade recht. Und der Minister verdreht bei seinen Erkl&auml;rungen gerne Ursache und Wirkung.<br>\nHabeck leugnet Folgen westlicher Sanktionen: Russland wolle mit reduzierten Gasmengen &ldquo;verunsichern&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/meinung\/141147-habeck-leugnet-folgen-westlicher-sanktionen\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>S&uuml;dafrika: Minister offen f&uuml;r &Ouml;l-Importe aus Russland<\/strong><br>\nS&uuml;dafrikas Energieminister Gwede Mantashe regt an, zur Bek&auml;mpfung steigender Spritpreise g&uuml;nstig russisches &Ouml;l einzukaufen. &ldquo;Wir sollten erw&auml;gen, Roh&ouml;l aus Russland zu einem niedrigen Preis zu importieren&rdquo;, sagt er w&auml;hrend einer Parlamentsdebatte. Sanktionen dagegen gebe es keine.<br>\nDie USA und die EU haben Sanktionen gegen russische &Ouml;limporte verk&uuml;ndet, weshalb viele &Ouml;limporteure den Handel mit Moskau meiden. Aber die US- und EU-Sanktionen verbieten Verbrauchern au&szlig;erhalb ihrer Hoheitsgebiete formell nicht, russisches &Ouml;l zu kaufen.<br>\nS&uuml;dafrika hat historisch enge Beziehungen zu Moskau, weil die Sowjetunion den Kampf gegen die Apartheid unterst&uuml;tzte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/liveblog.zdf.de\/aktuelles-zum-ukraine-konflikt\/97645\/\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Da hat die Reise des Bundeskanzlers nichts gebracht. S&uuml;dafrika will keine Sanktionen und auch nicht einmal von einem Aggressionskrieg reden. So wird aus dem Versuch, Russland zu isolieren, immer mehr das Gegenteil, denn auch andere Schwellenl&auml;nder lehnen die westliche Doppelmoral entschieden ab. Gut m&ouml;glich, dass nun die Realpolitik zur&uuml;ckkehrt und die Reise des Kerneuropa (Macron, Scholz, Draghi) nach Kiew genau dazu da ist, die ukrainische F&uuml;hrung von einer Verhandlungsl&ouml;sung zu &uuml;berzeugen. <\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Scholz bringt der Ukraine eine bittere Botschaft<\/strong><br>\nDie EU und die USA wollen keinen jahrelangen Krieg mit blutigen H&auml;userk&auml;mpfen ohne eine Aussicht auf einen Sieg, der diesen Namen noch verdienen w&uuml;rde. Vielmehr w&auml;chst mit jedem Kriegstag die Gefahr, dass die EU-Staaten doch noch in die K&auml;mpfe hineingezogen werden und sich daraus am Ende ein dritter Weltkrieg entwickeln k&ouml;nnte. Doch auch ohne diese Horrorvorstellung kommen die &ouml;konomischen Einschl&auml;ge des Krieges immer n&auml;her. Explodierende Energiepreise, gerissene Lieferketten und die milliardenschweren Ausgaben f&uuml;r R&uuml;stung und Hilfen stellen die Regierungen vor massive Probleme. Zudem droht dem globalen S&uuml;den angesichts der ausbleibenden Weizenlieferungen aus der Ukraine eine Hungersnot, die wiederum neue Konflikte und Fluchtbewegungen ausl&ouml;sen kann.<br>\nDie Hoffnung, dass eine R&uuml;ckeroberung der besetzten Gebiete die Ausgangslage f&uuml;r Verhandlungen verbessert, sinkt mit jedem Tag, an dem die russischen Truppen Gel&auml;ndegewinne vermelden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/ausland\/kiew-scholz-bringt-der-ukraine-eine-bittere-botschaft\/28424182.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Philosoph Sloterdijk vermisst Gegenstimmen in Ukraine-Debatte<\/strong><br>\nLaut dem ukrainischen Botschafter Melnyk f&uuml;hlten sich viele Ukrainer in Deutschland nicht willkommen. Dem widerspricht Peter Sloterdijk. &bdquo;Sehr unwohl&ldquo; f&uuml;hlt sich der Philosoph zudem bei der deutschen Berichterstattung &uuml;ber den Ukraine-Krieg.<br>\nDer Philosoph Peter Sloterdijk hat dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk widersprochen, demzufolge sich viele Ukrainer in Deutschland nicht willkommen f&uuml;hlen. &bdquo;Das ist, glaube ich, ganz unrichtig&ldquo;, sagte Sloterdijk der Deutschen Presse-Agentur. &bdquo;Wir selber haben auch mehrfach Fl&uuml;chtlinge aufgenommen, und wir kennen Leute, die es ebenfalls getan haben. Wir wissen aus erster Hand, dass Gef&uuml;hle des Nichtwillkommenseins eher die Ausnahme als die Regel sind. Im Gegenteil, es existiert nach wie vor eine ganz gro&szlig;e Welle der Freundlichkeit und der Hilfsbereitschaft.&ldquo;<br>\nMelnyk hatte bei &bdquo;Bild&ldquo;-TV gesagt, die meisten Ukrainer w&uuml;rden l&auml;ngst aus Deutschland zur&uuml;ckkehren. Es seien mehr Menschen, die abreisten als dazuk&auml;men. &bdquo;Und ich glaube, dass Sie sich auch Gedanken machen sollten &uuml;ber die Gr&uuml;nde&ldquo;, sagte er. &bdquo;Ich glaube, das ist auch klar f&uuml;r viele Ukrainer, wieso sie keine Lust haben, hierzubleiben.&ldquo; Auf die Frage &bdquo;Sie f&uuml;hlen sich nicht willkommen?&ldquo; antwortete er: &bdquo;Nein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article239389621\/Nach-Melnyk-Aeusserung-Philosoph-Sloterdijk-vermisst-Gegenstimmen-in-Ukraine-Debatte.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sanktionen sind Krieg<\/strong><br>\nK&ouml;nnte man auch als Sanktionen bezeichnen, was politisch korrekt selbstverst&auml;ndlich &raquo;russischer Angriffskrieg&laquo; oder &raquo;Putins Angriffskrieg&laquo; hei&szlig;en muss? &raquo;Niemals&laquo;, lautet wohl die spontane Antwort, aber zweifelsfrei begr&uuml;nden l&auml;sst sie sich nicht.<br>\nSanktion und Krieg unterscheiden sich deutlich in der Wahl der Mittel, aber kaum in der Zielsetzung: In beiden F&auml;llen geht es darum, die Gegenseite durch Zuf&uuml;gung empfindlichen Schadens zum Akzeptieren bestimmter Forderungen oder zum Unterlassen bestimmter Handlungen zu zwingen. Der Unterschied entspricht ungef&auml;hr dem zwischen den Straftatbest&auml;nden K&ouml;rperverletzung und Erpressung; die Gewaltanwendung ist im einen Fall physisch und im anderen mental, aber nicht nur die physische Gewalt kann t&ouml;ten.<br>\nMindestens in einem Fall wissen wir, dass die t&ouml;dlichen Folgen wirtschaftlicher Sanktionen die Ausma&szlig;e eines Massenmordes erreichen k&ouml;nnen: Das nach dem Golfkrieg 1991 gegen den Irak verh&auml;ngte Embargo hat nach Feststellungen der UNO eine halbe Million irakische Kinder das Leben gekostet, weil die Materialien nicht geliefert werden durften, die n&ouml;tig gewesen w&auml;ren, um das kriegszerst&ouml;rte Trinkwassersystem zu reparieren. Wir wissen au&szlig;erdem, dass die seinerzeitige US-Au&szlig;enministerin Albright den Tod so vieler Kinder nachtr&auml;glich als akzeptablen Preis f&uuml;r die Beseitigung eines schlimmen Diktators gewertet hat.<br>\nNicht genau bekannt ist dagegen, ob ebenso viele oder mehr Kinder ums Leben gekommen sind durch den Angriffskrieg &ndash; inklusive Napalm-Einsatz &ndash; der USA gegen das vietnamesische Volk, den Amerika mit der Opferung von 60 000 eigenen Soldaten immerhin heldenhaft verloren hat, wenn auch nicht ehrenhaft, denn der Einsatz giftiger Chemikalien, als &raquo;Entlaubungsaktion&laquo; besch&ouml;nigt, war ein schweres Kriegsverbrechen. Die verspr&uuml;hte Dioxin-Menge h&auml;tte bei entsprechend feingezielter Verteilung ausgereicht, die gesamte Menschheit umzubringen.<br>\nOb Sanktionen zielf&uuml;hrender und weniger todbringend gewesen w&auml;ren, muss hier ebenso Spekulation bleiben wie im Fall des noch langwierigeren Angriffskriegs gegen Afghanistan, den die USA und ihre Komplizen weniger heldenhaft verloren haben und der wenig mehr erbracht hat als die Ausl&ouml;schung zahlloser Hochzeitsg&auml;ste und die Chance f&uuml;r einen deutschen Oberst, sich durch ein Massaker f&uuml;r die Bef&ouml;rderung zum General zu qualifizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/sanktionen-sind-krieg\/\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geballte Feuerkraft<\/strong><br>\nRheinmetall pr&auml;sentiert neuen Kampfpanzer &raquo;Panther&laquo;. Antimilitaristen kritisieren Kriegskonzern als &raquo;Speerspitze&laquo; der Bundeswehr &ndash; und k&uuml;ndigen Aktionstage an<br>\nEs wirkt wie in Zeitlupe: Die Kamera zoomt aus dem dichten Unterholz auf das wuchtige Fahrgestell, schwenkt anschlie&szlig;end auf die st&auml;hlerne, tarnfarbene Glattrohrkanone bis zum Turm f&uuml;r Kommandanten und Richtsch&uuml;tzen. Ein durchgestylter Agitpropstreifen, knapp 90 Sekunden. So hatte der deutsche Kriegskonzern Rheinmetall am Montag auf der R&uuml;stungsmesse &raquo;Eurosatory&laquo; in Paris seine neue T&ouml;tungsmaschine pr&auml;sentiert: den Kampfpanzer &raquo;KF51 Panther&laquo;. Das Fabrikat sei der &raquo;Gamechanger f&uuml;r die Gefechtsfelder der Zukunft&laquo;, hie&szlig; es gleichentags in einer Pressemitteilung des Unternehmens aus D&uuml;sseldorf. Ein Kampfpanzerkonzept, mit dem neue Ma&szlig;st&auml;be gesetzt w&uuml;rden. Alles sei digitalisiert, das erm&ouml;gliche &raquo;sowohl eine Hunter-Killer- als auch eine Killer-Killer-Funktion und damit verzugslose Zielbek&auml;mpfung&laquo;. Eine Werbebotschaft wie f&uuml;r ein Ballerspiel am Computer.<br>\nNur, das Spiel ist ernst. Der &raquo;Panther&laquo; ist Konzernangaben zufolge im Schnelldurchlauf geplant und gefertigt worden. Bereits 2024 soll die Serienproduktion anlaufen, berichtete das Handelsblatt am Dienstag. Als &raquo;legitimer Nachfolger&laquo; f&uuml;r den &auml;ltlichen &raquo;Leopard 2&laquo; &ndash; und als Gegenmodell zum &raquo;T-14 Armata&laquo; der russischen Streitkr&auml;fte. Eine indirekte Kampfansage, mindestens. Hinzu kommt: das Label &raquo;Panther&laquo;. &raquo;Damit kn&uuml;pft Rheinmetall bruchlos an den namensgleichen Panzer der deutschen Wehrmacht an&laquo;, sagte Andreas Seifert von der &raquo;Informationsstelle Militarisierung (IMI)&laquo; aus T&uuml;bingen am Mittwoch im jW-Gespr&auml;ch. Das sei verst&ouml;rend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428487.hochr%C3%BCstung-geballte-feuerkraft.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was einen Angriff der T&uuml;rkei auf Griechenland wahrscheinlich macht &ndash; und was dagegen spricht<\/strong><br>\nErdo&#287;an droht offen mit einem Angriff auf den Nachbarstaat. Vieles erinnert an die Tage und Wochen vor dem Ukraine-Krieg<br>\nDie Nachrichtensendungen und Talkshows in Griechenland und der T&uuml;rkei werden von Kriegsrhetorik bestimmt. Das Klima zwischen den beiden Nato-Mitgliedsstaaten erinnert in Tonfall und Drohungen an die Spannungen zwischen Kiew und Moskau &ndash; bevor Russland den Nachbarstaat am 24. Februar angriff. Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg gibt &ndash; sehr zur Ver&auml;rgerung der griechischen Politiker &ndash; indes den T&uuml;rkei-Versteher.<br>\nDie Rolle der Nato und der USA im Konflikt zwischen Ankara und Athen zeigen, dass es um den viel beschworenen Zusammenhalt des B&uuml;ndnisses schlecht bestellt ist. Klar ist: Auf Nato-Beistand k&ouml;nnen die Griechen keineswegs hoffen.<br>\nDie USA tun indes so, als h&auml;tten sie mit all dem nichts zu tun. Allein der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis weigert sich, dies anzuerkennen. Denn sein Narrativ, das zum Ausbau der US-amerikanischen Milit&auml;rpr&auml;senz in Griechenland gef&uuml;hrt hat, wurde vom Versprechen getragen, dass die USA und die Nato Griechenland im Fall einer Eskalation beistehen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Was-einen-Angriff-der-Tuerkei-auf-Griechenland-wahrscheinlich-macht-und-was-dagegen-spricht-7140966.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Invasionsmacht als Partner<\/strong><br>\nVertreter der nordsyrischen Kurden appellieren an die westlichen M&auml;chte, darunter Deutschland, eine erneute t&uuml;rkische Invasion in Syrien zu unterbinden. Bislang habe &ndash; anders als im Fall der russischen Invasion in die Ukraine &ndash; niemand der T&uuml;rkei mit &bdquo;Konsequenzen&ldquo;, insbesondere &bdquo;mit Sanktionen gedroht&ldquo;, moniert der Kommandeur der kurdisch-arabischen Syrian Democratic Forces (SDF). Dies m&uuml;sse sich &auml;ndern. Tats&auml;chlich hat Ankara nicht nur weite Gebiete Nordsyriens okkupiert und bereitet zur Zeit die Besetzung weiterer Landesteile vor. Es hat dar&uuml;ber hinaus Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte im Nordirak errichtet, dort mehrere Tausend Soldaten stationiert und mit dem Bau von Stra&szlig;en zwischen seinen Armeebasen begonnen, um das Territorium zu kontrollieren sowie die Bewegungsfreiheit der PKK rings um ihre nordirakischen Camps zu reduzieren. Der NATO-Partner hat im April neue Milit&auml;roperationen im Irak gestartet und eine neue Invasion in Syrien angek&uuml;ndigt. Er ist bestrebt, die geplante NATO-Norderweiterung als Hebel zu nutzen, um eine Zustimmung der westlichen M&auml;chte durchzusetzen. Die Chancen stehen gut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8947\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Specht zu Corona-&ldquo;Sommerwelle&rdquo;: &ldquo;Sehe &uuml;berhaupt keinen Anlass f&uuml;r Panik&rdquo;<\/strong><br>\nNach einem zeitweisen R&uuml;ckgang im Mai gehen die Corona-Infektionszahlen in Deutschland wieder massiv nach oben. Gesundheitsminister Lauterbach sagt: &ldquo;Die angek&uuml;ndigte Sommerwelle ist leider Realit&auml;t geworden&rdquo;. Was das bedeutet, erl&auml;utert Arzt und ntv-Gesundheitsexperte Dr. Christoph Specht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/panorama\/Sehe-ueberhaupt-keinen-Anlass-fuer-Panik-article23400082.html\">n-tv<\/a>\n<p>dazu: <strong>St&ouml;hr: Masken nehmen M&ouml;glichkeit, sich &ldquo;langfristig mit Corona zu arrangieren&rdquo;<\/strong><br>\nDen derzeitigen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland sieht der Experte Klaus St&ouml;hr gelassen. Im ZDF-&ldquo;Morgenmagazin&rdquo; sprach er am Donnerstag von &ldquo;irrelevanten Meldeinzidenzen&rdquo;. Man m&uuml;sse auf die Entwicklung in den Krankenh&auml;usern achten. &ldquo;Und da sehen wir eigentlich gar keine Zunahme. Ganz im Gegenteil. Die Situation ist so entspannt, wie man es nur hoffen konnte f&uuml;r den Sommer. Und daran wird sich auch nichts dramatisch &auml;ndern&rdquo;, sagte St&ouml;hr, der Mitglied im Sachverst&auml;ndigenausschuss zur wissenschaftlichen Beurteilung der staatlichen Corona-Beschr&auml;nkungen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/news\/coronavirus\/stoehr-masken-moeglichkeit-langfristig-corona-arrangieren-37024766\">web.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unvorbereitet in die n&auml;chste Welle: Statistiker rechnet ab: F&uuml;nf schwere Fehler f&uuml;hrten zur &bdquo;Corona-Datenkatastrophe&ldquo;<\/strong><br>\nSelten haben die Menschen in Deutschland so intensiv auf Zahlen geschaut, wie w&auml;hrend der Corona-Krise. Umso dramatischer, dass sie uns kaum weitergebracht haben. Statistiker Ralf M&uuml;nnich urteilt: Die Riesen-Datenkatastrophe rund um Corona ist ein hausgemachtes Problem.<br>\nDie aktuelle Inzidenz liegt in Deutschland bei 472,4 und damit fast doppelt so hoch wie vor einer Woche. 92.344 Menschen haben sich neu mit Corona infiziert. Das meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen. Seit mehr als zwei Jahren steuern die Verantwortlichen unter anderem anhand dieser Zahlen die Geschicke des Landes. Eine l&ouml;chrige Datenlage, deren Basis momentan immer unzuverl&auml;ssiger wird. Das liegt beispielsweise daran, dass immer weniger Infizierte einen PCR-Test machen &ndash; und damit gar nicht erst in der Statistik der Coronaf&auml;lle auftauchen.<br>\nNach dieser Pandemiezeit zieht Ralf M&uuml;nnich, Vorsitzender der Deutschen Statistischen Gesellschaft, im Gespr&auml;ch mit FOCUS Online eine verheerende Bilanz: &bdquo; Die Riesen-Datenkatastrophe rund um die Corona-Daten in Deutschland ist ein hausgemachtes Problem. &ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/5-schwerwiegende-fehler-statistiker-muennich-rechnet-ab-riesen-datenkatastrophe-in-deutschland-ist-hausgemacht_id_107963382.html\">Focus Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Debatte um Corona-Ma&szlig;nahmen Wer Grundrechte einschr&auml;nken will, braucht Beweise f&uuml;r die Wirksamkeit<\/strong><br>\nDie Ampel-Koalition muss sich auf den Pandemiekurs f&uuml;r den Herbst einigen. FDP-Politiker Kubicki erkl&auml;rt, was dabei beachtet werden muss. [&hellip;]<br>\nDie Koalition&auml;re der SPD, Gr&uuml;nen und Freien Demokraten werden in den kommenden Wochen sehr intensiv &uuml;ber den k&uuml;nftigen Corona-Kurs diskutieren m&uuml;ssen. Klar ist f&uuml;r mich, dass nach zweieinhalb Jahren der Pandemie grundrechtsbeschr&auml;nkende Ma&szlig;nahmen ohne nachgewiesene Wirksamkeit nicht mehr eingesetzt werden k&ouml;nnen.<br>\nDas Bundesgesundheitsministerium und das ihm zugeordnete Robert Koch-Institut waren in der gesetzlichen Pflicht, diese Daten und Erkenntnisse zu gewinnen. Insofern ist das bisweilen zu vernehmende Wehklagen, man h&auml;tte nicht ausreichend Datenmaterial &ndash; zugleich aber den festen Glauben, dass bestimmte Ma&szlig;nahmen wirkten &ndash; unseri&ouml;s und billig.<br>\nDenn an grundrechtlichen Erinnerungen aus dem parlamentarischen Raum, dass diese Aufgabe im verfassungsm&auml;&szlig;igen Rechtsstaat von den daf&uuml;r vorgesehenen Institutionen zu leisten ist, hat es nicht gemangelt. So hatten die Freien Demokraten bereits im Winter 2020\/21 nach der Wirksamkeit der damals eingesetzten Anti-Corona-Ma&szlig;nahmen gefragt (BT-Drs. 19\/25952) und diese Fragen sp&auml;ter mehrfach &ndash; ohne Erfolg &ndash; wiederholt.<br>\nInsofern steht fest: Wenn es heute, nach rund 30 Monaten pandemischer Erfahrung keine solchen Erkenntnisse gibt, gibt es keine Basis f&uuml;r entsprechende Grundrechtsbeschr&auml;nkungen. Sich auf Ahnungslosigkeit zu berufen, ist nicht mehr drin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/debatte-um-corona-massnahmen-wer-grundrechte-einschraenken-will-braucht-beweise-fuer-die-wirksamkeit\/28430050.html\">Wolfgang Kubicki im Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wirtschaftsforschungsinstiut IfW kommt Evaluierung der Coronama&szlig;nahmen mit wohlgef&auml;liger Studie zuvor<\/strong><br>\nGut zwei Wochen bevor eine Expertenkommission der Bundesregierung und dem Bundestag &ndash; trotz Quersch&uuml;ssen von Gesundheitsminister Lauterbach &ndash; eine Evaluierung der Corona-Ma&szlig;nahmen vorlegen soll, ver&ouml;ffentlicht das Institut f&uuml;r Weltwirtschaft eine positive eigene Evaluierung. Hoffen wir, dass die offizielle Evaluierung mehr Substanz hat als das windige Ding der Kieler Wirtschaftsforscher.<br>\n&bdquo;Das Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit beauftragt eine externe Evaluation zu den Auswirkungen der Regelungen [&hellip;] im Rahmen der Coronavirus-SARS-CoV-2-Pandemie und zu der Frage einer Reformbed&uuml;rftigkeit.&ldquo; So sieht es das Infektionsschutzgesetz hinsichtlich der Corona-Pandemie vor. Die Bewertung soll durch unabh&auml;ngige Sachverst&auml;ndige erfolgen, die jeweils zur H&auml;lfte von der Bundesregierung und vom Deutschen Bundestag benannt werden. Sie soll ihr Ergebnis bis zum 30. Juni 2022 vorlegen.<br>\nDie Welt berichtete Ende April unter R&uuml;ckgriff auf interne E-Mails der Expertenkommission &uuml;ber Bem&uuml;hungen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, die Evaluierung bis n&auml;chstes Jahr zu verschieben. Damit blitzte er allerdings bei den Bundestagsfraktionen ab. Davon unbeirrt haben Lauterbach, die Bundesregierung und die Ministerpr&auml;sidenten der L&auml;nder seither an der Vorbereitung von neuen bzw. alten Coronama&szlig;nahmen f&uuml;r den Herbst gearbeitet, ohne die Evaluierung abzuwarten.<br>\nDie S&uuml;ddeutsche Zeitung bekam einen fr&uuml;hen Entwurf des Expertenurteils zugespielt, der sehr schlechte Ergebnisse f&uuml;r die Corona-Politik enthielt, und lie&szlig; ihn von ungenannten &bdquo;Experten&ldquo; zerpfl&uuml;cken.<br>\nDa kam es sicherlich wie gerufen f&uuml;r die Regierung und den Gesundheitsminister, dass das Institut f&uuml;r Weltwirtschaft in Kiel am 13. Juni eine Studie (auf Englisch) ver&ouml;ffentlichte, die den meisten nichtmedizinischen Corona-Ma&szlig;nahmen eine hohe Wirksamkeit bescheinigte.<br>\nDamit kann dann ein m&ouml;glicherweise negatives Verdikt der von Bundesregierung und Bundestag beauftragten Expertenkommission relativiert werden.<br>\nAutoren sind Alexander Sandkamp vom IfW und Anthonin Levelu von der Universit&auml;t Paris Dauphine. Ein Auftraggeber ist nicht angegeben. (&hellip;)<br>\nDie als Kieler Arbeitspapier ver&ouml;ffentlichte Studie belegt keinesfalls wie behauptet &bdquo;eindeutig, dass die einzelnen Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Bek&auml;mpfung der Corona-Pandemie erfolgreich sind&ldquo;. Sie belegt lediglich, dass man mit kontaktbeschr&auml;nkenden Ma&szlig;nahmen mindestens kurzfristig die Ausbreitung einer Infektionskrankheit d&auml;mpfen kann. Kein &uuml;berraschendes und auch kein weitreichendes Ergebnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/ifw-evaluierung-coronamassnahmen\/%20\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zeitlich dazu passt &uuml;brigens auch diese Meldung &ndash; die vermeintliche Notwendigkeit der Fortsetzung der politischen Corona-Ma&szlig;nahmen soll wohl auch dadurch erh&ouml;ht werden &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Beschluss zu Impfpflicht in Kliniken: Justiz-Hammer: Drohbescheide des Gesundheitsamts an ungeimpfte Pfleger &bdquo;rechtswidrig&ldquo;<\/strong><br>\nDas Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht hat eine bundesweit bedeutsame Entscheidung zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht gef&auml;llt. Demnach ist die bisherige Praxis der Gesundheits&auml;mter rechtswidrig, von Pflegern und Krankenschwestern Impfnachweise zu fordern und Bu&szlig;gelder anzudrohen. [&hellip;]<br>\nDie detaillierte Begr&uuml;ndung l&auml;sst aufhorchen: &bdquo;Die in dem angefochtenen Bescheid ausgesprochene Anordnung zur Vorlage eines Impfnachweises &hellip; ist offensichtlich rechtswidrig&ldquo;, so das Gericht. Denn das Gesundheitsamt h&auml;tte die Einsicht in die Impfstatus-Unterlagen &bdquo;nicht in der Form eines Verwaltungsaktes&ldquo; anordnen d&uuml;rfen. Zitat aus dem Beschluss: &bdquo;Die Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Verwaltungsaktes setzt neben der inhaltlichen Rechtm&auml;&szlig;igkeit insbesondere voraus, dass die Beh&ouml;rde in der Handlungsform eines Verwaltungsakts vorgehen darf.&ldquo;<br>\nIn diesem Zusammenhang verweist das Gericht mit Sitz in Schleswig auf die Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes. Demnach hat der Gesetzgeber den Gesundheits&auml;mtern &uuml;berlassen, ob sie ungeimpften Pflegern, Krankenschwestern und &Auml;rzten das Betreten oder die Arbeit in ihren Einrichtungen untersagt. Dabei handele es sich immer um &bdquo;Ermessensentscheidungen&ldquo;.<br>\nDieses Regelungsgef&uuml;ge spreche daf&uuml;r, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht &bdquo;keine unmittelbare, notfalls mit Verwaltungszwang durchsetzbare Impfpflicht, keinen Impfzwang, statuiert&ldquo;, so das Gericht. Stattdessen solle durch die Androhung von beruflichen Nachteilen f&uuml;r ungeimpfte Mitarbeiter im Gesundheitswesen lediglich ein &bdquo;indirekter Impfdruck&ldquo; erzeugt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/justiz-hammer-drohbescheide-des-gesundheitsamts-an-ungeimpfte-pfleger-rechtswidrig_id_107967975.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Impfabo soll kommen, ob j&auml;hrlich oder halbj&auml;hrlich ist noch offen<\/strong><br>\nDer Chef von Biontech, Ugur Sahin, h&auml;lt regelm&auml;&szlig;ige Impfungen mit an neue Covid-Varianten angepassten Impfstoffen f&uuml;r notwendig. Darauf, ob j&auml;hrliche Impfungen reichen, will er sich nicht mehr festlegen. Bei der Anpassungsgeschwindigkeit der Impfstoffentwicklung gibt er sich seltsam optimistisch. Die gesellschaftlichen Konsequenzen eines Impfabos k&ouml;nnen drastisch sein.<br>\nIm Interview mit dem Handelsblatt (15.6.) antwortet der Chef des Impfstoffherstellers Biontech, Ugur Sahin auf die Frage nach der richtigen Impfstrategie f&uuml;r Regierungen durch Verweis auf die j&auml;hrlichen Grippeimpfungen: [&hellip;]<br>\nDer Trend zum Impfabo ist unverkennbar. In verschiedenen L&auml;ndern, darunter USA, Schweden und Israel wird bereits die f&uuml;nfte Impfdosis mindestens f&uuml;r &Auml;ltere oder Risikopatienten empfohlen. In Deutschland sind wir &bdquo;erst&ldquo; bei der Empfehlung einer vierten Impfung mit den immer noch nur bedingt zugelassenen Impfstoffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/sahin-impfabo\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Julian Assange und Unterst&uuml;tzer hoffen auf Australien<\/strong><br>\nEs geht um die Zukunft von Julian Assange. Um sein Leben. Die britische Innenministerin entscheidet in K&uuml;rze, ob der WikiLeaks-Gr&uuml;nder in die USA ausgeliefert wird. Seine Unterst&uuml;tzer hoffen weiter auf die Freilassung und die neue australische Regierung.<br>\nEs wird ernst. Oder besser: Noch ernster. Denn am Sonntag (19. Juni), genau zehn Jahre nach dem Ende seiner Freiheit, ist die Entscheidung der britischen Innenministerin Priti Patel f&auml;llig. Sie entscheidet, ob WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange an die USA ausgeliefert wird. Dabei gibt es aktuell einen neuen Hoffnungsschimmer. Denn in Assanges Heimat Australien ist ein neuer Premierminister gew&auml;hlt worden. Einer, der Assange wohlgesonnener scheint als sein Vorg&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/medien\/julian-assange-und-unterstuetzer-hoffen-auf-australien\/\">Hintergrund<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&ldquo;Boris Johnsons Innenministerin hat das Leben von Assange in der Hand<\/strong><br>\nJulian Assange schmort weiterhin im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis in britischer Auslieferungshaft. Die Entscheidung der britischen Innenministerin muss bis 17. Juni fallen. Der neue australische Premierminister k&ouml;nnte intervenieren, aber ebenso sollten endlich auch die Regierungen demokratischer Staaten im Namen der Pressefreiheit ihr Schweigen brechen.<br>\nDas jahrelange Tauziehen um die Auslieferung von Julian Assange von Gro&szlig;britannien in die Vereinigten Staaten geht dem Ende entgegen. Im April 2022 hatte nach zw&ouml;lf Jahren Hickhack und nach mehreren juristischen Verfahren zuletzt ein britisches Gericht entschieden, dass der WikiLeaks-Gr&uuml;nder ausgeliefert werden k&ouml;nne. Nach diesem Urteil liegt die Entscheidung seither bei der Regierung von Boris Johnson, namentlich bei der britischen Innenministerin Priti Patel. [&hellip;]<br>\nMehr als ein Jahrzehnt versucht die US-Regierung mittlerweile, seiner habhaft zu werden. Dem heute F&uuml;nfzigj&auml;hrigen wird im Kern Spionage vorgeworfen, er soll gegen den US-amerikanischen Espionage Act versto&szlig;en haben. Rechtsstaatliche Prinzipien haben die Assange-J&auml;ger dabei zuweilen missachtet, besonders offenkundig, als sie jahrelang seine Kommunikation mit Hilfe einer privaten Sicherheitsfirma abh&ouml;ren und ihn auch in seiner Botschaftszuflucht abfilmen lie&szlig;en und die Ergebnisse direkt an die US-Beh&ouml;rden gingen. Der ehemalige CIA-Chef Mike Pompeo trachtete ihm gar direkt nach dem Leben. Beides wird aktuell von einem spanischen Gericht untersucht, das auch Pompeo h&ouml;chstselbst vorgeladen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/auslieferungsverfahren-boris-johnsons-innenministerin-hat-das-leben-von-assange-in-der-hand\/\">netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Ein sehr guter Artikel mit vielen interessanten und aktuellen Links. Ob das &ldquo;jahrelange Tauziehen&rdquo; dem &ldquo;Ende entgegen geht&rdquo; wird sich zeigen. Julian Assange sitzt alleine isoliert in Haft, w&auml;hrend seine Gegner in der &Uuml;berzahl, bzw. &Uuml;bermacht sind und jeden Abend in Ruhe ihren Gin&amp;Tonic schl&uuml;rfen k&ouml;nnen. Dieses juristische Vakuum passt einigen sehr gut. Dass die &ldquo;Assange J&auml;ger&rdquo; dabei rechtsstaatliche Prinzipien &ldquo;zuweilen&rdquo; missachtet haben, klingt vielleicht etwas zu harmlos angesichts der systematischen und willk&uuml;rlichen Verfolgung von Julian Assange. Rechtsstaatliche Prinzipien scheinen hier eher Fassade zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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