{"id":84936,"date":"2022-06-19T09:00:20","date_gmt":"2022-06-19T07:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936"},"modified":"2022-06-17T13:11:36","modified_gmt":"2022-06-17T11:11:36","slug":"hinweise-der-woche-261","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h01\">Kommt jetzt die Sommerwelle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h02\">Fiasko mit Ansage: Krisensitzung der EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h03\">Der soziale und &ouml;kologische Umbau braucht eine neue Wirtschaftspolitik und eine umfassende Reform der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h04\">Mega-Deals: Indien kauft russisches &Ouml;l und verkauft es teuer nach Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h05\">&ldquo;Whataboutismus&rdquo; und das Recht auf selektive Wahrnehmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h06\">Philosoph Sloterdijk vermisst Gegenstimmen in Ukraine-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h07\">Bereit zur Abwehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h08\">Geht aus der Covid-19-Pandemie eine &bdquo;Generation Corona&ldquo; hervor?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h09\">Frankreich: Linksallianz Nupes bietet Macrons Ensemble erfolgreich Paroli<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84936#h10\">Harald Schmidt: Wenn ich in Berlin zu tun habe, &uuml;bernachte ich in Hannover<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kommt jetzt die Sommerwelle?<\/strong><br>\nZEIT: Sie besch&auml;ftigen sich auch mit den Nebenfolgen der Ma&szlig;nahmen.<br>\nSt&ouml;hr: Genau, mit den wirtschaftlichen Folgen zum Beispiel. Die geh&ouml;ren zum Gesamtbild. Auch die Frage: Wie sehr belasten die Ma&szlig;nahmen unsere freiheitlich-demokratische Ordnung, das Leben in der Gesellschaft? Ohne diese Kenntnisse kann man keinen guten Kompromiss finden.<br>\nZEIT: Was ist daf&uuml;r noch notwendig?<br>\nSt&ouml;hr: Es fehlt an einem strategischen Ziel in der Pandemiepolitik. Wenn das Ziel ist, s&auml;mtliche Infektionen zu verhindern, egal, was es kostet und wie gro&szlig; die sozialen Spannungen sind, wird man etwas anderes machen, als wenn man sagt, ich m&ouml;chte die gesundheitlichen Auswirkungen minimieren zu einem wirtschaftlich und gesellschaftlich vertretbaren Preis.<br>\nZEIT: Gerade f&uuml;rchten viele eine Sommerwelle. Wie blicken Sie auf die zweite Jahresh&auml;lfte?<br>\nSt&ouml;hr: Positiv. Selbst dieses Fr&uuml;hjahr, bei sehr hohen Infektionszahlen, ist das Gesundheitswesen nie an die Belastungsgrenze gekommen. Seitdem ist die Zahl der nat&uuml;rlich Immunisierten und Geimpften gestiegen. Ich gehe fest davon aus, dass es auch im Herbst und Winter zu keiner fl&auml;chendeckenden &Uuml;berlastung im Gesundheitswesen kommen wird.<br>\nZEIT: Wie lange sch&uuml;tzt die Impfung noch?<br>\nSt&ouml;hr: Die Impfung bleibt zentral: Der jetzige Impfstoff sch&uuml;tzt weiterhin ausgezeichnet gegen schwere Verl&auml;ufe. Ein Booster f&uuml;r die Vulnerablen vor dem Winter ist sicherlich angezeigt. Aber: Der Immunschutz bleibt unvollst&auml;ndig ohne die nat&uuml;rliche Immunit&auml;t durch Infektion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/25\/klaus-stoehr-corona-massnahmen-sommerwelle\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>St&ouml;hr: Masken nehmen M&ouml;glichkeit, sich &ldquo;langfristig mit Corona zu arrangieren&rdquo;<\/strong><br>\nDen derzeitigen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland sieht der Experte Klaus St&ouml;hr gelassen. Im ZDF-&ldquo;Morgenmagazin&rdquo; sprach er am Donnerstag von &ldquo;irrelevanten Meldeinzidenzen&rdquo;. Man m&uuml;sse auf die Entwicklung in den Krankenh&auml;usern achten. &ldquo;Und da sehen wir eigentlich gar keine Zunahme. Ganz im Gegenteil. Die Situation ist so entspannt, wie man es nur hoffen konnte f&uuml;r den Sommer. Und daran wird sich auch nichts dramatisch &auml;ndern&rdquo;, sagte St&ouml;hr, der Mitglied im Sachverst&auml;ndigenausschuss zur wissenschaftlichen Beurteilung der staatlichen Corona-Beschr&auml;nkungen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/news\/coronavirus\/stoehr-masken-moeglichkeit-langfristig-corona-arrangieren-37024766\">web.de<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Specht zu Corona-&ldquo;Sommerwelle&rdquo;: &ldquo;Sehe &uuml;berhaupt keinen Anlass f&uuml;r Panik&rdquo;<\/strong><br>\nNach einem zeitweisen R&uuml;ckgang im Mai gehen die Corona-Infektionszahlen in Deutschland wieder massiv nach oben. Gesundheitsminister Lauterbach sagt: &ldquo;Die angek&uuml;ndigte Sommerwelle ist leider Realit&auml;t geworden&rdquo;. Was das bedeutet, erl&auml;utert Arzt und ntv-Gesundheitsexperte Dr. Christoph Specht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/panorama\/Sehe-ueberhaupt-keinen-Anlass-fuer-Panik-article23400082.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fiasko mit Ansage: Krisensitzung der EZB<\/strong><br>\nWer grunds&auml;tzliche Fehler macht, muss sich nicht wundern, dass er grunds&auml;tzliche Irritationen ausl&ouml;st. Gerade hat die EZB entschieden, dass sie, um die &raquo;Inflation&laquo; zu bek&auml;mpfen, die K&auml;ufe von Staatsanleihen einstellen und die Zinsen erh&ouml;hen will, schon wird sie von der Wirklichkeit &uuml;berholt. Am Mittwoch wurde der Rat der EZB zu einer Krisensitzung einberufen, um die Lage an den M&auml;rkten f&uuml;r Staatsanleihen zu diskutieren, weil dort die &raquo;Spreads&laquo;, das sind die Abst&auml;nde zwischen den deutschen Anleihen und denen anderer L&auml;nder, deutlich zunehmen.<br>\nKlar, wenn die Zinsen in der Euro-Zone steigen, wo die Konjunktur in Richtung Rezession am Kippen ist, fragt sich mancher Marktteilnehmer, was das wohl f&uuml;r den italienischen oder spanischen Staat und seine Staatsfinanzen bedeutet. L&auml;nder, die anders als Deutschland und die Niederlande, keine au&szlig;enwirtschaftlichen &Uuml;bersch&uuml;sse aufweisen, m&uuml;ssen n&auml;mlich per Staat die Wirtschaft anregen, weil diese Aufgabe die privaten Unternehmen schon lange trotz Nullzinsen nirgendwo mehr &uuml;bernehmen.<br>\nGeht die Konjunktur in die Knie, werden die Zinsen angehoben und drohen die Finanzminister der &Uuml;berschussl&auml;nder &ndash; allen voran Christian Lindner &ndash; noch damit, dass zus&auml;tzliches Schuldenmachen f&uuml;r Staaten in den n&auml;chsten Jahren streng verboten ist, dann kann man sich vorstellen, in welche Bredouille die Defizitl&auml;nder geraten k&ouml;nnen. Dass man in dieser Lage nicht auf steigende Kurse der Staatsanleihen der betroffenen L&auml;nder setzt, kann man niemandem ver&uuml;beln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428502.fiasko-mit-ansage.html\">Heiner Flassbeck in junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die K&uuml;chenpsychologie der &Ouml;konomen<\/strong><br>\nWieso &Ouml;konomen an das M&auml;rchen der Inflationserwartungen glauben und h&ouml;here Zinsen abfeiern.<br>\nSo. Jetzt haben wir den Salat. Ab Juli steigt der Leitzins. Das hat die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) vorgestern verk&uuml;ndet. Erst nur um 0,25 Prozentpunkte, bis zum Jahresende aber noch weiter. Ein Fehler! Und zwar einer, der auf falsche Theorie zur&uuml;ckgeht. Na ja, vielleicht ist &ldquo;Theorie&rdquo; sogar schon zu viel gesagt. K&uuml;chenpsychologie trifft es besser. Warum die Zinserh&ouml;hung aber gar nicht hilft, habe ich hier schon mal erkl&auml;rt. Warum die EZB es trotzdem macht, kl&auml;ren wir in diesem Newsletter. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich ist auch der Begriff Inflation schon v&ouml;llig falsch. Damit ist n&auml;mlich eigentlich die sich selbst verst&auml;rkende Dynamik der Lohn-Preis-Spirale gemeint. Sprich: Gewerkschaften boxen Lohnzuw&auml;chse durch, das treibt die Kosten der Firmen, die wiederum mit Preisanstiegen reagieren und ihr St&uuml;ck vom Kuchen so wieder zur&uuml;ckholen &ndash; und dann geht es wieder von vorn&rsquo; los. Diese Spirale gibt es aber gerade nicht. Wir haben einen externen und einmaligen Preisschock. Die Lohnentwicklung hingegen ist mickrig. Wenn die Gewerkschaften jetzt nicht gro&szlig;e Lohnsteigerungen verhandelt bekommen, wovon wahrlich nicht auszugehen ist, dann ist die Inflationsrate n&auml;chstes Jahr automatisch wieder geringer. Zumindest wenn &Ouml;l und Gas nicht noch teurer werden. Das w&auml;re dann aber wieder ein neuer, einmaliger Schock, keine sich selbst verst&auml;rkende Spirale &ndash; ein wichtiger Unterschied.<br>\nDie Debatte um die Inflation leidet an falschen Definitionen und falscher Theorie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mauricehoefgen.substack.com\/p\/zinsen-ezb-inflation-fratzscher?s=r\">Maurice H&ouml;fgen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der soziale und &ouml;kologische Umbau braucht eine neue Wirtschaftspolitik und eine umfassende Reform der EU<\/strong><br>\nDer Ukraine-Krieg wirkt wie ein Brandbeschleuniger f&uuml;r die soziale und &ouml;kologische Krise. Es wird immer klarer: F&uuml;r die gigantischen Herausforderungen, vor denen wir stehen, braucht es eine handlungsf&auml;hige &ouml;ffentliche Hand. Aufgrund des grenz&uuml;berschreitenden Charakters der Probleme gilt das gerade f&uuml;r die EU. Die Debatte um ihre Zukunft gilt es zu nutzen: Nur mit einer eingreifenden und demokratischen Wirtschaftspolitik und -verfassung der Union gelingt der notwendige sozial-&ouml;kologische Umbau.<br>\nDer Angriffskrieg Russlands hat den Anstieg der Energiepreise und damit die Teuerung versch&auml;rft. Die &ouml;ffentliche Hand hat es bisher verabs&auml;umt, den Sozialstaat armutsfest zu machen. Die &Uuml;bergewinne der Energiekonzerne werden in vielen L&auml;ndern nicht abgesch&ouml;pft und gerade nicht an jene verteilt, die sich Strom- und Gasrechnungen nicht mehr leisten k&ouml;nnen. Daher spitzt sich die soziale Frage in ganz Europa zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/sozial-oekologischer-umbau-braucht-reform-der-eu\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mega-Deals: Indien kauft russisches &Ouml;l und verkauft es teuer nach Europa<\/strong><br>\nEin weiterer Gewinner des &Ouml;lembargos hei&szlig;t nun: Indien. Denn wegen eines &Uuml;berflusses auf dem heimischen Markt wird russisches Roh&ouml;l international gerade doch etwas billiger gehandelt als das Roh&ouml;l aus anderen L&auml;ndern. Schon Ende Mai wurde bekannt, dass Indien (wie die T&uuml;rkei) seine &Ouml;lk&auml;ufe aus Russland deutlich erh&ouml;ht hat.<br>\nSo hat Indien seit dem Kriegsausbruch allein bis Anfang Juni nach Reuters-Angaben rund 62,5 Millionen Barrel russisches &Ouml;l &ndash; dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum im Jahre 2021. Der russische Anteil an indischen &Ouml;limporten konnte dadurch auf fast 25 Prozent gesteigert werden, zeigt eine Analyse der Marktforschungsfirma Kpler.<br>\nMehr noch: Private indische &Ouml;lraffinerien, die gerade gro&szlig;e Abnehmer von billigem &Ouml;l aus Russland sind, beliefern einer weiteren Recherche von The Wall Street Journal den Weltmarkt mit Benzin und Diesel, die teilweise russisches Roh&ouml;l, ohne dabei die Herkunft des Roh&ouml;ls preiszugeben.<br>\nInsgesamt sind die indischen Kraftstofflieferungen in die Welt in den vergangenen f&uuml;nf Monaten wohl um 15 Prozent gestiegen. Die t&auml;glichen Lieferungen in die EU sollen sich im Quartalsvergleich um ein Drittel erh&ouml;ht haben &ndash; und jene in die USA um 43 Prozent. Doch diese Lieferungen sind keineswegs g&uuml;nstig. [&hellip;]<br>\nAuch die spanische Zeitung El Mundo berichtete zuletzt &uuml;ber die &bdquo;Instrumentalisierung&ldquo; der Russland-Sanktionen durch Indien: Die EU habe zwar die meisten russischen &Ouml;limporte als Strafe f&uuml;r Putins Invasion in der Ukraine verboten, aber &ndash; und das ist die &Uuml;berraschung &ndash; Indien kaufe den Quellen zufolge russisches &Ouml;l mit hohen Rabatten und verkaufe es dann als raffiniertes Produkt teurer nach Europa.<br>\nIndien entwickele sich de facto zum Raffineriezentrum f&uuml;r Europa, zitiert die Zeitung aus einem Bericht von Analysten der Investmentbank RBC Capital Markets. Und Europa heize damit die Inflation f&uuml;r die eigenen B&uuml;rger an, weil Importe mit Schiffen viel teurer seien als jene per Pipeline.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/mega-deals-indien-kauft-russisches-oel-und-verkauft-es-teuer-nach-europa-li.235748\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist einfach unglaublich gerade mitzuerleben, wie sich die EU gerade &ouml;konomisch selbst ruiniert. Einer der Haupttreiber, die d&uuml;mmste Regierung der Welt, die Bundesregierung.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Soll Maduro die deutsche Wirtschaft retten? &ndash; Bundesregierung will pl&ouml;tzlich &Ouml;l aus Venezuela<\/strong><br>\nNachdem die verheerenden Auswirkungen der antirussischen Sanktion die deutsche Wirtschaft immer st&auml;rker treffen, ist die Bundesregierung eilig auf der Suche nach einer L&ouml;sung aus dem selbstverschuldeten Dilemma &ndash; nun soll die Energie-Rettung ausgerechnet aus Venezuela kommen. [&hellip;]<br>\nJetzt plant auch die Bundesregierung die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt mit &Ouml;l aus dem bis vor kurzem noch als Paria-Staat behandelten Venezuela zu versorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/inland\/140936-soll-maduro-deutsche-wirtschaft-retten\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Whataboutismus&rdquo; und das Recht auf selektive Wahrnehmung<\/strong><br>\nDass Einzelpersonen ihr Mitgef&uuml;hl nicht gerecht auf alle Kriegs- und Krisengebiete der Welt verteilen k&ouml;nnen, ist menschlich. Anders sieht es aus, wenn zweierlei Ma&szlig; aggressiv von oben propagiert wird (&hellip;)<br>\nSeit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine ist es in wesentlichen Teilen der politischen Klasse und der Talkshow-Armada in Deutschland als &ldquo;Whataboutismus&rdquo; verp&ouml;nt, Kriegsverbrechen und v&ouml;lkerrechtswidrige Handlungen von Nato-Armeen und deren Hilfstruppen &uuml;berhaupt zu erw&auml;hnen. Direkt oder indirekt wird dann unterstellt, das geschehe nur, um Putins Angriffskrieg zu rechtfertigen oder zu relativieren. (&hellip;)<br>\nEinzelpersonen k&ouml;nnen ihr Mitgef&uuml;hl unm&ouml;glich gerecht verteilen, wenn es mehr als ein Lippenbekenntnis sein soll. Dazu gibt es einfach zu viel Elend auf der Welt.<br>\nWenn aber zweierlei Ma&szlig; aggressiv von oben propagiert wird, indem Politiker und meinungsstarke Journalisten es moralisch &auml;chten wollen, angesichts eines russischen Angriffskrieges &uuml;berhaupt noch von Angriffskriegen der Nato zu reden, ist dies eiskalte Geopolitik. Ein Recht auf selektive Wahrnehmung kann es f&uuml;r Privatpersonen geben, aber nicht f&uuml;r das Ausw&auml;rtige Amt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Whataboutismus-und-das-Recht-auf-selektive-Wahrnehmung-7138034.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Kriegsberichterstattung: &bdquo;Der Diskurs ist derzeit total verengt&ldquo;<\/strong><br>\nMedien Medienp&auml;dagogin Sabine Fischer ist ersch&uuml;ttert, wenn sich Journalistenverb&auml;nde mit gelb-blauen Fahnen zeigen<br>\nBei den verbreiteten Narrativen &uuml;ber die K&auml;mpfe in der Ukraine kollidieren in Russland wie im Westen Parteilichkeit und Objektivit&auml;t. Selten zuvor haben sich Medien derart instrumentalisieren lassen, dass differenzierte und verifizierte Informationen die absolute Ausnahme sind. (&hellip;)<br>\nTrotzdem hat Russland einen Angriffskrieg begonnen. Ist eine Relativierung in dem Fall nicht eine Verharmlosung?<br>\nThomas Fischer, Ex-Pr&auml;sident des Bundesgerichtshofs, spricht ja in einer Spiegel-Kolumne von der Relativierung als Gedankenverbrechen. Ich muss nach dem ersten Schreck sagen, da bringt er es auf den Punkt: Es geht doch ums Einordnen, nicht um das Relativieren. Relativierung ist ein Kampfbegriff.<br>\nWas hei&szlig;t f&uuml;r sie &bdquo;einordnen&ldquo;?<br>\nIn meinem Artikel Blaupausen f&uuml;r die Ukraine auf Telepolis schreibe ich, dass Russlands &bdquo;Friedensmission&ldquo; das westliche Copyright auf Angriffskriege verletzt hat. Ich f&uuml;hle mich unwillk&uuml;rlich an den Kosovo- und Irak-Krieg erinnert. Die Nato-Doktrin von 1999 hat drei Begr&uuml;ndungen f&uuml;r Kriegseins&auml;tze festgelegt, die bis dato noch keinen Krieg rechtfertigten. Die humanit&auml;re Intervention, wie sie Putin jetzt vorgibt, die Ressourcensicherung und starke Migrationsbewegungen, Frontex ist ein Beispiel daf&uuml;r. Trotzdem beginnt mein Artikel mit einer klaren Verurteilung des V&ouml;lkerrechtsbruchs durch Russland. Der Ma&szlig;stab bleibt das Recht, da gibt es nichts zu diskutieren, Krieg ist durch nichts zu rechtfertigen. Und dass die Ukraine das Opfer ist, ist vollkommen klar. Deswegen kann ich aber nicht aufh&ouml;ren, Fragen zu stellen. Die wichtigste ist: Warum jetzt? Putin und Lawrow sind in all den Jahren verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig souver&auml;n mit der angespannten Lage umgegangen, warum haben sie sich jetzt f&uuml;r die Eskalation entschieden?<br>\nPutin gibt ja vor, die Ukraine &bdquo;entnazifizieren&ldquo; zu wollen. Ziemlich plumpe Kriegspropaganda?<br>\nAbsolut. Im Krieg muss man das so machen, damit Menschen bereit sind, andere Menschen zu t&ouml;ten. Die russische Bev&ouml;lkerung d&uuml;rfte f&uuml;r einen Angriff auf ihr sogenanntes Brudervolk schwer zu motivieren gewesen sein. Also packt man Nazi-Vergleiche aus. Das ist plumpe Propaganda &ndash; auch wenn es Nazi-Bataillone in der Ukraine gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/medienpaedagogin-sabine-fischer-ukraine-berichterstattung-ist-feindbildpflege\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Philosoph Sloterdijk vermisst Gegenstimmen in Ukraine-Debatte<\/strong><br>\nLaut dem ukrainischen Botschafter Melnyk f&uuml;hlten sich viele Ukrainer in Deutschland nicht willkommen. Dem widerspricht Peter Sloterdijk. &bdquo;Sehr unwohl&ldquo; f&uuml;hlt sich der Philosoph zudem bei der deutschen Berichterstattung &uuml;ber den Ukraine-Krieg.<br>\nDer Philosoph Peter Sloterdijk hat dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk widersprochen, demzufolge sich viele Ukrainer in Deutschland nicht willkommen f&uuml;hlen. &bdquo;Das ist, glaube ich, ganz unrichtig&ldquo;, sagte Sloterdijk der Deutschen Presse-Agentur. &bdquo;Wir selber haben auch mehrfach Fl&uuml;chtlinge aufgenommen, und wir kennen Leute, die es ebenfalls getan haben. Wir wissen aus erster Hand, dass Gef&uuml;hle des Nichtwillkommenseins eher die Ausnahme als die Regel sind. Im Gegenteil, es existiert nach wie vor eine ganz gro&szlig;e Welle der Freundlichkeit und der Hilfsbereitschaft.&ldquo;<br>\nMelnyk hatte bei &bdquo;Bild&ldquo;-TV gesagt, die meisten Ukrainer w&uuml;rden l&auml;ngst aus Deutschland zur&uuml;ckkehren. Es seien mehr Menschen, die abreisten als dazuk&auml;men. &bdquo;Und ich glaube, dass Sie sich auch Gedanken machen sollten &uuml;ber die Gr&uuml;nde&ldquo;, sagte er. &bdquo;Ich glaube, das ist auch klar f&uuml;r viele Ukrainer, wieso sie keine Lust haben, hierzubleiben.&ldquo; Auf die Frage &bdquo;Sie f&uuml;hlen sich nicht willkommen?&ldquo; antwortete er: &bdquo;Nein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article239389621\/Nach-Melnyk-Aeusserung-Philosoph-Sloterdijk-vermisst-Gegenstimmen-in-Ukraine-Debatte.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bereit zur Abwehr<\/strong><br>\nDrohungen der T&uuml;rkei: Damaskus und Moskau verst&auml;rken Milit&auml;rpr&auml;senz in Nordsyrien. SDK wollen im Verteidigungsfall Kooperation<br>\nUm einen m&ouml;glichen Angriff der t&uuml;rkischen Armee auf den Norden Syriens abzuwehren, haben syrische und russische Streitkr&auml;fte ihre St&uuml;tzpunkte entlang der syrisch-t&uuml;rkischen Grenze verst&auml;rkt. Pr&auml;sident Baschar Al-Assad erkl&auml;rte am Donnerstag in einem Interview mit dem Sender RT, sein Land werde sich einem erneuten Angriff Ankaras entgegenstellen.<br>\nDer russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow, der am Mittwoch mit dem t&uuml;rkischen Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t Cavusoglu in Ankara zusammengetroffen war, warnte die T&uuml;rkei vor einem Einmarsch, der die Situation in Syrien weiter verschlechtern w&uuml;rde. Moskau habe gleichwohl Verst&auml;ndnis f&uuml;r die t&uuml;rkischen Sicherheitsinteressen, man suche nach einer L&ouml;sung. Gleichzeitig wurden die Patrouillen der russischen Milit&auml;rpolizei entlang der Grenze verst&auml;rkt. Am Flughafen von Kamischli wurden Flugabwehrgesch&uuml;tze installiert, berichtete die Agentur TASS.<br>\nDie mehrheitlich kurdisch-arabischen Syrischen Demokratischen Kr&auml;fte (SDK) zeigten sich bereit, die Verteidigung im Falle einer Aggression der T&uuml;rkei mit syrischen und russischen Einheiten zu koordinieren. In einem Gespr&auml;ch mit der Nachrichtenagentur Reuters vom vergangenen Sonntag erkl&auml;rte SDK-Kommandeur Mazlum Abdi, weitere Truppenverb&auml;nde in den Norden des Landes zu schicken, sei nicht n&ouml;tig. Zur Abwehr der T&uuml;rkei w&uuml;rde es reichen, wenn die syrische Armee Flugabwehrgesch&uuml;tze einsetze. (&hellip;)<br>\nFraglich ist, ob es Ankara mit einer f&uuml;nften Invasion gelingen w&uuml;rde, seinen Einflussbereich weiter nach Syrien hinein auszudehnen. Sowohl der Iran, ein wichtiger Handelspartner der T&uuml;rkei, als auch die US-Regierung haben Erdogan vor einer Invasion gewarnt. US-Au&szlig;enminister Antony Blinken hatte bereits am 1. Juni erkl&auml;rt, Washington unterst&uuml;tze &raquo;den Erhalt der aktuellen Waffenstillstandslinien&laquo;. 900 US-Soldaten halten im Nordosten Syriens die &Ouml;lfelder besetzt.<br>\nDie russischen Streitkr&auml;fte verst&auml;rkten derweil demonstrativ gemeinsame Beobachtungsfl&uuml;ge mit der syrischen Luftwaffe sowohl in Nordsyrien als auch entlang der von Israel besetzten Golanh&ouml;hen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Israel eine t&uuml;rkische Invasion nutzen w&uuml;rde, um selbst seine Angriffe auf Damaskus zu verst&auml;rken. Erst am Montag waren f&uuml;nf Personen bei einem Angriff auf den Flughafen der syrischen Hauptstadt get&ouml;tet worden. Infolge einer weiteren israelischen Attacke in der Nacht zu Freitag musste der Flugverkehr vor&uuml;bergehend eingestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/427869.ankaras-invasionspl%C3%A4ne-bereit-zur-abwehr.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geht aus der Covid-19-Pandemie eine &bdquo;Generation Corona&ldquo; hervor?<\/strong><br>\nGut zwei Jahre lang hat die Covid-19-Pandemie das Leben der Minderj&auml;hrigen mit wenigen Unterbrechungen beherrscht, und zwar selbst nachts, weil viele Kinder und Jugendliche nicht (gut) ein- oder durchschlafen konnten. Zu den Existenzsorgen armutsgef&auml;hrdeter Familien gesellte sich h&auml;ufig Infektionsangst. Arbeitsplatzverluste, Phasen der Kurzarbeit sowie Quarant&auml;ne- und Isolationsma&szlig;nahmen belasteten das Familienklima. F&uuml;r die meisten Minderj&auml;hrigen bedeutete die Pandemie eine biografische Z&auml;sur, die sich als kollektive Schl&uuml;sselerfahrung m&ouml;glicherweise f&uuml;r Jahrzehnte ins Ged&auml;chtnis gebrannt hat. (&hellip;)<br>\nWas in dieser Ausnahmesituation f&uuml;r Erwachsene vielleicht ein akuter Geld- und Zeitmangel war, erlebten Kinder in einer zu kleinen Wohnung haupts&auml;chlich als Bewegungsmangel. Wenn die Familie auf engstem Raum zusammenlebte, stieg w&auml;hrend des wiederholten Lockdowns oder einer Quarant&auml;ne- bzw. Isolationsma&szlig;nahme das Risiko f&uuml;r Kinder und Jugendliche, Opfer gewaltsamer &Uuml;bergriffe und sexuellen Missbrauchs durch ihre (Stief-)V&auml;ter zu werden. Die gereizte Stimmung mancher Familienmitglieder, die zu Hause &bdquo;eingesperrt&ldquo; waren, entlud sich in Partnerschaftskonflikten und h&auml;uslicher Gewalt.<br>\nDie betroffenen Kinder f&uuml;hlten sich der Pandemie hilflos ausgeliefert, ohnm&auml;chtig und handlungsunf&auml;hig. Hatten sie schon vorher unter famili&auml;ren Problemen gelitten, plagten sie nun vermehrt Zukunftssorgen. Psychosozial am meisten belastet waren Kinder und Jugendliche, die ohnehin unter gro&szlig;em Stress standen und Ess-, Schlaf- oder Zwangsst&ouml;rungen hatten. Sie wurden teilweise noch &auml;ngstlicher, schweigsamer und lustloser. Viele gerieten v&ouml;llig aus dem seelischen Gleichgewicht, was sich mit dem Ende der Pandemie nicht automatisch erledigt haben d&uuml;rfte. Selbst wenn die Pandemie f&uuml;r immer &uuml;berwunden sein sollte, hat sie zu einer Krise der Kindheit gef&uuml;hrt und Kinder der Krise hinterlassen. Kinderrechte und Kinderschutz wurden in der Pandemie entweder vernachl&auml;ssigt oder sogar ausgehebelt.<br>\nOb die f&uuml;r alle Gesellschaftsmitglieder schwierige &bdquo;Coronazeit&ldquo; dar&uuml;ber hinaus ins kollektive Ged&auml;chtnis auch der &uuml;brigen Alterskohorten und damit der Bev&ouml;lkerung insgesamt eingeht, d&uuml;rfte im Wesentlichen davon abh&auml;ngen, ob die Pandemie im historischen R&uuml;ckblick als nicht blo&szlig; einschneidendes, sondern Wirtschaft, Staat und Gesellschaft auch tiefgreifend ver&auml;nderndes Ereignis wahrgenommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/generation-corona\/\">Christoph Butterwegge in A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Frankreich: Linksallianz Nupes bietet Macrons Ensemble erfolgreich Paroli<\/strong><br>\nDie Linksallianz Nupes geht aus der ersten Runde der Parlamentswahl als st&auml;rkster Gegner des Pr&auml;sidenten hervor. Ob der gro&szlig;e Coup gelingt, ist nicht vollends ausgeschlossen, dennoch eher zweifelhaft<br>\nDas ist schon eine beinahe tragikomische Situation, um nicht gleich das Reizwort &bdquo;tragisch&ldquo; zu bem&uuml;hen. F&uuml;r Frankreich steht eine mehr als gravierende Weichenstellung an, aber gerade einmal die H&auml;lfte der Gesellschaft will daran teilhaben. Bei knapp 48 Millionen Wahlberechtigten ist es nicht gelungen, gut 23 Millionen aus Politikverdrossenheit, Wahlabstinenz und -lethargie zu rei&szlig;en.<br>\nAuch der neuen Linksallianz Nupes blieb das bei ihrem respektablen Ergebnis in der ersten Runde der Parlamentswahl verwehrt. Immerhin gab es diesmal im Vergleich zum Votum von 2017 eine Beteiligung von 53 statt 48 Prozent. Leider ist das f&uuml;r den Macron-Herausforderer Jean-Luc M&eacute;lenchon von der Mobilisierung her nicht genug. Die erzielten gut 26 Prozent f&uuml;r die Linke sind zwar eine Kampfansage an den Macron-Zusammenschluss &bdquo;Ensemble!&ldquo;, der etwa gleichauf liegt, aber sie bescheren nicht jenen Durchbruch, auf den das B&uuml;ndnis aus der Partei La France Insoumise, aus Sozialisten, Kommunisten und Gr&uuml;nen gehofft hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/der-zweite-wahlgang-entscheidet-ob-emmanuel-macron-wieder-durchregieren-kann\">Lutz Herden in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Harald Schmidt: Wenn ich in Berlin zu tun habe, &uuml;bernachte ich in Hannover<\/strong><br>\nHarald Schmidt schie&szlig;t seine verbalen Pfeile jetzt in Interviews ab. Wir sprachen mit ihm &uuml;ber Berlin, Sahra Wagenknecht und das Robert-Habeck-Modul. [&hellip;]<br>\nKommen Print-Journalisten auf Sie zu, weil Sie Orientierung brauchen in einer sich immer schneller ver&auml;ndernden Welt? Fr&uuml;her haben Sie die ja allabendlich gegeben.<br>\nIch w&uuml;rde nicht behaupten, dass ich jemand bin, der Orientierung gibt. Ich lerne sehr schnell aktuelle Sprachmodule und die geb ich dann zusammengefasst oder leicht ge&auml;ndert wieder. Aktuell ist es das Robert-Habeck-Modul, das hei&szlig;t &bdquo;Man weint, bevor man jemanden feuert&ldquo;, und wird als neuer Politikstil gefeiert. Das kenne ich aber schon aus NRW: Wenn Industrie-Produktionen nach Rum&auml;nien verlagert wurden, kam am Nachmittag der aktuelle Ministerpr&auml;sident mit einem roten Schal und eine Stunde sp&auml;ter gingen die Mitarbeiter mit einer Rose in der Hand vom Hof &ndash; statt Abfindung. [&hellip;]<br>\nGlauben Sie, es ist, wie Sahra Wagenknecht es in ihrem Buch &bdquo;Die Selbstgerechten&ldquo; sagt, dass die Diskurse um Identit&auml;tspolitik, Intersektionalit&auml;t und so weiter nur von einer kleinen Gruppe akademischer Linker gef&uuml;hrt wird?<br>\nSelbstverst&auml;ndlich. Ich w&uuml;rde sagen: Berlin-Mitte plus die davon abh&auml;ngigen Online-Medien. Ich fahre viel durch Deutschland &ndash; Tankstellen, Superm&auml;rkte und so weiter. Die Leute wissen gar nicht, dass es diese Diskussionen &uuml;berhaupt gibt. Beispiel Wahl in Nordrhein-Westfalen: Wir haben rund 60 Prozent f&uuml;r SPD und CDU. Jetzt haben die Gr&uuml;nen allerdings ph&auml;nomenal zugelegt, also haben wir weiterhin eine konservative Politik mit dem neuen Wohlf&uuml;hl-Konservatismus, den die Gr&uuml;nen verk&ouml;rpern &ndash; ganz klar eine Besser- und Topverdiener-Partei. Das bedeutet: Wir fahren jetzt mit dem E-Bike zu Alnatura.<br>\nSind Sie Wagenknecht-Fan?<br>\nIch kenne niemanden, der begeisterter von Sahra Wagenknecht ist als deutsche Investment-Banker, die wissen: Es ist alles richtig, was sie sagt, zum Gl&uuml;ck kann sie es nicht umsetzen. [&hellip;]<br>\nDas nicht, aber von Luisa Neubauer, die Olaf Scholz vorwirft, er habe Klima-Aktivisten mit Nazis verglichen. Der Shitstorm funktioniert aber nicht.<br>\nEin Shitstorm von Luisa Neubauer ist angesichts der momentanen Weltlage bedeutungslos. Das liegt auch daran, dass die Information dar&uuml;ber, wer die Nazis eigentlich waren, verblasst. Die Generation &bdquo;Opa erz&auml;hlt vom Krieg&ldquo; stirbt weg und jetzt h&ouml;rt man S&auml;tze &ndash; ich glaube, es war von unserer Au&szlig;enministerin &ndash; die besagen, man f&uuml;rchte eine &bdquo;Kriegsm&uuml;digkeit&ldquo;. Der Begriff fiel auf jeden Fall aus gr&uuml;nem Munde und hat mich sehr irritiert. F&uuml;r mich als Zivildienstleistenden war das immer klar, dass man kriegsm&uuml;de ist. Da hat sich einiges getan und ich verfolge mit gro&szlig;em Interesse, wie das weitergeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/harald-schmidt-wenn-ich-in-berlin-zu-tun-habe-uebernachte-ich-in-hannover-li.233687\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.K.:<\/strong> Es ist erfrischend wohltuend, einem der letzten Intellektuellen des &ouml;ffentlichen Lebens zuzuh&ouml;ren und sich an seinem bissigen Humor zu erfreuen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Harald Schmidt bringt es immer noch auf den Punkt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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