{"id":84943,"date":"2022-06-17T16:45:18","date_gmt":"2022-06-17T14:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943"},"modified":"2022-06-17T16:27:58","modified_gmt":"2022-06-17T14:27:58","slug":"hinweise-des-tages-ii-540","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h01\">Britische Regierung macht Weg frei f&uuml;r Auslieferung von Julian Assange an die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h02\">Tafel-Chef Lampe: &bdquo;Werden demn&auml;chst Menschen versorgen, die noch gar nicht wissen, dass sie bald Tafelkunden sind&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h03\">Lisa Paus zur Kindergrundsicherung: &bdquo;Das ist ein dicker Brocken&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h04\">Energieversorgung: Nicht nur russisches Erdgas wird knapp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h05\">Ukraine: Blinken die USA Richtung R&uuml;ckzug?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h06\">Kampfbrigaden statt Battlegroups<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h07\">Wie gespendet, so geklaut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h08\">Der in den Schuhen schl&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h09\">Gerechtigkeit zwischen Israel und Pal&auml;stina<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h10\">Bund zahlte 21,5 Millionen Euro Prozesskosten um Pkw-Maut explodieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h11\">Corona-Ma&szlig;nahmen: Was haben wir gelernt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h12\">Nach den Impfeffektivit&auml;ten stellt das RKI nun auch seine Informationen &uuml;ber Intensivpatienten nach Impfstatus ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h13\">D&ouml;pfners journalistische Bankrotterkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h14\">Lieber schreddern als aufkl&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h15\">Frank Thelen spricht aus, was Liberale nur denken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84943#h16\">Letzte Chance: Linke-Debatte um Au&szlig;enpolitik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Britische Regierung macht Weg frei f&uuml;r Auslieferung von Julian Assange an die USA<\/strong><br>\nBis zu 175 Jahre Gef&auml;ngnis drohen dem WikiLeaks-Gr&uuml;nder in den USA. Nun hat die britische Regierung der Auslieferung von Assange zugestimmt. Er hat allerdings noch eine letzte Chance.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/julian-assange-britische-regierung-bestaetigt-auslieferung-an-die-usa-a-49c1f5b5-a6a3-4144-be0f-15301c2e4b79\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu: <strong>Auslieferung: Warum sich Medien so schwer mit Julian Assange tun<\/strong><br>\nDass sich die oberen Etagen der gro&szlig;en Presseverlage &ndash; im Gegensatz zu vielen kleinen Journalisten &ndash; nicht f&uuml;r Assange verwenden, liegt sicher auch daran, dass sie mit Wikileaks eine l&auml;stige Konkurrenz loswurden. Sie hatten Gl&uuml;ck, dass sich Assange &uuml;bersch&auml;tzte und leichtsinnig wurde. Aber sie schneiden sich ins eigene Fleisch, wenn sie glauben, mit ein paar pflichtschuldigen Appellen an die Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens sei es getan. Wenn sie jetzt ihre Solidarit&auml;t verweigern und ihre Chefredakteure, Herausgeber und Medienmanager weiterhin so feige schweigen wie die Politiker, dann werden sie nicht nur die Pressefreiheit, sondern die letzten Reste ihrer Glaubw&uuml;rdigkeit einb&uuml;&szlig;en. Dann ben&ouml;tigt man Whistleblower-Briefk&auml;sten bald nur noch f&uuml;r die Enth&uuml;llungen &uuml;ber &bdquo;Schurkenstaaten&ldquo; und kuscht, sobald Dokumente auf Missst&auml;nde im demokratischen Westen verweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/julian-assange-warum-sich-medien-mit-ihm-so-schwer-tun\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tafel-Chef Lampe: &bdquo;Werden demn&auml;chst Menschen versorgen, die noch gar nicht wissen, dass sie bald Tafelkunden sind&ldquo;<\/strong><br>\nImmer mehr Tafeln in Deutschland kommen an die Grenzen ihrer Kapazit&auml;ten. Laut einem Tafel-Landesverbands-Chef mussten einige bereits einen Aufnahmestopp f&uuml;r neue G&auml;ste verh&auml;ngen. Mit der stark steigenden allgemeinen Inflation wird sich die Situation in Zukunft weiter versch&auml;rfen.<br>\nDie stark gestiegene Nachfrage unter bed&uuml;rftigen Menschen bringt die Lebensmittel-Tafeln in Niedersachsen und Bremen an ihre Grenzen. Mehrere Tafeln h&auml;tten bereits einen Aufnahmestopp f&uuml;r neue G&auml;ste verh&auml;ngt, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Tafeln, Uwe Lampe, am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst. Sie k&ouml;nnten gespendete Lebensmittel aus Superm&auml;rkten oder B&auml;ckereien vor&uuml;bergehend nur noch an registrierte Kunden ausgeben. Hauptursachen seien der starke Andrang von Gefl&uuml;chteten aus der Ukraine und die steigenden Preise f&uuml;r Lebensmittel. In Niedersachsen und Bremen gibt es insgesamt 106 Tafeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article239342185\/Tafel-Chef-Lampe-Werden-demnaechst-Menschen-versorgen-die-noch-gar-nicht-wissen-dass-sie-bald-Tafelkunden-sind.html\">Welt Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wenn die Einkommen nicht mehr sicher sind<\/strong><br>\nWer Vollzeit arbeitet, verdient heute im Schnitt rund ein Viertel mehr pro Monat als 1995, und zwar real, also nach Abzug der Inflation. Die B&uuml;rger am oberen Ende der Einkommensskala verbuchten die gr&ouml;&szlig;ten Zuw&auml;chse. Aber auch die einkommensschw&auml;chsten Haushalte konnten ihre Einkommen steigern, zumal seit Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns 2015. Insgesamt ergibt sich das Bild einer relativ ruhigen Aufw&auml;rtsentwicklung, wie sie das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) gerade in einer Studie nachgezeichnet hat<br>\nDoch inzwischen hat eine neue Phase begonnen. In der Mitte der Gesellschaft breitet sich ein Gef&uuml;hl aus, das lange nicht so pr&auml;sent war: Einkommensunsicherheit. Die &uuml;berraschend starke Inflation wirft die Frage auf, ob die Lohnzuw&auml;chse mit den steigenden Lebenshaltungskosten mithalten &ndash; oder ob die m&uuml;hsam erarbeiteten Wohlstandsgewinne der vergangenen Jahrzehnte binnen kurzem wegschmelzen k&ouml;nnten. [&hellip;]<br>\nM&ouml;glich, dass die Inflation sogar noch weiter steigt: Die derzeitige Kombination aus eskalierenden Energiesanktionen und -embargos zwischen Russland und dem Westen sowie andauernden Lieferengp&auml;ssen aus dem Covid-geplagten China er&ouml;ffnet jedenfalls ein erschreckend preistreibendes Szenario. [&hellip;]<br>\nBislang sind die Preissteigerungen f&uuml;r viele im Westen noch nicht wirklich schmerzhaft. W&auml;hrend der Pandemie haben sie sich angew&ouml;hnt, einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil ihrer Einkommen zu sparen. Nun fahren sie ihre Sparquoten wieder herunter, was aktuell die Kaufkraftverluste ausgleicht.<br>\nAber diese Strategie, h&ouml;here Inflationsraten abzufedern, funktioniert naturgem&auml;&szlig; nur vor&uuml;bergehend. Und f&uuml;r &auml;rmere Bev&ouml;lkerungskreise ohnehin nicht, weil sie gar nicht &uuml;ber die n&ouml;tigen finanziellen Puffer verf&uuml;gen &ndash; wer wenig verdient, kann kaum Geld zur&uuml;cklegen.<br>\nZudem geben Geringverdiener einen gr&ouml;&szlig;eren Teil ihrer Haushaltsbudgets f&uuml;r Energie und Lebensmittel aus, also just jene Produktgruppen, die in den vergangenen Monaten die st&auml;rksten Preisanstiege verzeichnet haben. Differenziert man entsprechend die Lebenshaltungskosten nach Einkommensklassen, zeigt sich, dass die Inflationsrate des &auml;rmsten F&uuml;nftels der Bundesb&uuml;rger anderthalb Prozentpunkte h&ouml;her liegt als die Rate der einkommensst&auml;rksten 20 Prozent. In Gro&szlig;britannien liegt die Inflation &auml;rmerer sogar fast drei Prozentpunkte &uuml;ber der Rate reicherer Bev&ouml;lkerungskreise, so die OECD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/europa\/folgen-der-inflation-wenn-die-einkommen-nicht-mehr-sicher-sind-a-7718c1ce-bb43-48f4-a29f-f780c31e801e?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">manager magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lisa Paus zur Kindergrundsicherung: &bdquo;Das ist ein dicker Brocken&ldquo;<\/strong><br>\nSeit acht Wochen ist Lisa Paus Familienministerin. Die Gr&uuml;nenpolitikerin verspricht Tempo im Kampf gegen Kinderarmut und hofft auf das Ende von Paragraf 218. [&hellip;]<br>\nDass es insgesamt eine Herausforderung ist, den Haushalt f&uuml;r 2023 aufzustellen, ist kein Geheimnis. Ich war aber schon als stellvertretende Fraktionsvorsitzende f&uuml;r Finanzen zust&auml;ndig, und Herrn Lindner kannte ich auch schon. Das schadet nicht &ndash; es gibt ja einiges zu tun.<br>\nUms Geld geht es unter anderem bei der Einf&uuml;hrung der Kindergrundsicherung &ndash; einem der gr&ouml;&szlig;ten Projekte, an denen Ihr Ministerium beteiligt ist. Kindergeld, Kinderfreibetrag, Kinderzuschlag und andere Leistungen sollen darin zusammengefasst werden. Profitieren w&uuml;rden vor allem Kinder aus armen Familien. Wie l&auml;uft die Arbeit?<br>\nWir haben eine Arbeitsgruppe eingerichtet, an der sieben Ministerien beteiligt sind. Das zeigt schon, wie dick das Brett ist. Wir wollen nach dem Sommer 2023 einen Gesetzentwurf pr&auml;sentierten. Auf der Fachebene wird mit einem entsprechenden Zeitplan an den offenen Fragen gearbeitet. Damit sich das nicht verl&auml;uft, lasse ich mir alle 14 Tage den Stand berichten. [&hellip;]<br>\nDeren H&ouml;he errechnet das Finanzministerium alle zwei Jahre neu.<br>\nIm Herbst kommt der n&auml;chste Existenzminimumbericht mit den aktuellen Zahlen. Ich gehe davon aus, dass sich die Inflation darin niederschl&auml;gt. Insgesamt geht es nat&uuml;rlich auch um die Frage, wie wir dieses Existenzminimum ermitteln: Was bisher einberechnet wird, deckt die wirklichen Bedarfe nicht ab. Hier m&uuml;ssen wir ansetzen und schauen, wie weit wir in der Koalition kommen.<br>\nSo oder so: Umsonst wird es die Kindergrundsicherung nicht geben. Expert*innen gehen von 20 Milliarden Euro Mehrkosten aus. K&ouml;nnte das Projekt angesichts der aktuellen Lage am Geld scheitern?<br>\nDas ist das zentrale sozialpolitische Projekt dieser Koalition. Darauf haben wir uns untereinander verst&auml;ndigt. Auch der Bundeskanzler hat das gerade noch mal unterstrichen.<br>\nFinanzminister Christian Lindner will ab 2023 zur&uuml;ck zur Schuldenbremse und schlie&szlig;t h&ouml;here Steuern aus. Woher soll das Geld kommen?<br>\nDie Kindergrundsicherung ist komplex. Mein Zeitplan ist ehrgeizig, sieht eine Auszahlung aber fr&uuml;hestens 2025 vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Lisa-Paus-zur-Kindergrundsicherung\/!5858315\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein 100-Milliarden-Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr wurde innerhalb von Wochen f&uuml;r sofort genehmigt, die Verteidigungsausgaben sollen ab 2023 um 20 Milliarden Euro j&auml;hrlich steigen, aber die(selben) 20 Milliarden Euro f&uuml;r die Bek&auml;mpfung von Kinderarmut sollen &ldquo;fr&uuml;hestens 2025&rdquo; flie&szlig;en, und bei der Finanzierung von (dringend notwendigen) Pl&auml;tzen in Frauenh&auml;usern wird geknapst&hellip; Diese unselige Koalition der Neoliberalen ist wirklich eine Koalition der gemeinsamen &ldquo;Gesellschaftspolitik&rdquo;, hin zu noch mehr Militarisierung der Gesellschaft und noch mehr Umverteilung von unten nach oben. Nur die progressiven Projekte, die die Gesellschaft verbessern k&ouml;nnten, fallen als &ldquo;weniger wichtig&rdquo; hinten unter. Und Lisa Paus muss nicht auf die FDP zeigen, wenn wegen der verr&uuml;ckten Militarisierung das Geld fehlt: ihre Oliv-Gr&uuml;nen sind die gr&ouml;&szlig;ten Antreiber der Aufr&uuml;stung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Energieversorgung: Nicht nur russisches Erdgas wird knapp<\/strong><br>\nDie schlechten Nachrichten f&uuml;r die Gasversorgung in Deutschland und Europa h&auml;ufen sich. Selbst die transatlantische Freundschaft k&ouml;nnte in Gefahr geraten. Ein Kommentar.<br>\nDer Gaspreis kennt im Moment nur einen Trend &ndash; den nach oben. Und es scheint, als folgte eine Hiobsbotschaft auf die n&auml;chste, zumindest f&uuml;r die Versorgung der Bundesrepublik.<br>\nErst brennt eine LNG-Anlage in Texas, die Europa beliefern sollte; dann reduziert Gazprom die Gaslieferung &uuml;ber die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1; und am Donnerstag brannte es auf dem sibirischen Urengoi-Feld, dessen Gas in die Europ&auml;ische Union geliefert wird.<br>\nDeutschland ist schon in heller Aufregung, weil noch niemand mit Bestimmtheit sagen kann, ob er sich im kommenden Winter das Heizen noch leisten kann oder sich lieber schon mit dicken Pullovern eindecken sollte.<br>\nDie westlichen Sanktionen haben bereits f&uuml;r eine mittlere Katastrophe gesorgt: Gasturbinen, die zur Wartung nach Kanada geschickt wurden, k&ouml;nnen nicht wieder an Russland ausgeliefert werden. Das Ergebnis davon ist, dass der Durchfluss von Nord Stream 1 inzwischen um knapp 60 Prozent reduziert werden musste.<br>\nEs ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass die Leitung ganz versiegt. Die russische Botschaft bei der Europ&auml;ischen Union hatte am Donnerstag angedeutet, dass die Gaslieferungen ganz ausgesetzt werden k&ouml;nnten, weil notwendige Reparaturen nicht durchgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen.<br>\nDie Bundesregierung sieht darin eine politische Absicht; die russische Seite wolle Unruhe stiften und die Preise hochtreiben. Sie kann es nat&uuml;rlich nicht zugeben, dass die Sanktionen die eigentliche Ursache f&uuml;r die Misere sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Energieversorgung-Nicht-nur-russisches-Erdgas-wird-knapp-7143398.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine: Blinken die USA Richtung R&uuml;ckzug?<\/strong><br>\nIn den USA wird die Beteiligung am Konflikt zunehmend infrage gestellt. Inflation und China seien wichtiger. In der EU herrscht Eskalationspolitik. Doch was kommt nach dem Krieg?<br>\nW&auml;hrend sich in au&szlig;enpolitischen Debatten in den USA eine vorsichtige Neujustierung ihrer Ukraine-Politik abzeichnet, werden die negativen Effekte der milit&auml;rischen Eskalation in der deutschen Debatte oft ausgeblendet. Anders die Stimmung bei den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern in Deutschland: Mehr als die H&auml;lfte der Befragten unterst&uuml;tzt laut Forsa eine Verhandlungsl&ouml;sung, bei Waffenlieferungen ist das Meinungsspektrum polarisiert, einen schnellen EU- oder Nato-Beitritt der Ukraine lehnt die Mehrheit der Befragten ab.<br>\nWenn Olaf Scholz, Emmanuel Macron und Mario Draghi gemeinsam in Kiew auftreten, h&auml;tten sie genug Gewicht, eine Regelung des Konfliktes durchzusetzen, die den au&szlig;enpolitischen als auch wirtschaftlichen Interessen Europas entspricht. Die Konzepte liegen seit Wochen bereit, allein die eskalierende Stimmung vieler Meinungsmacher und im Nato-Hauptquartier scheint Zw&auml;nge zu erzeugen, die darauf hinauslaufen, dass die EU-Staaten langfristig den ukrainischen Staatshaushalt finanzieren, f&uuml;r die Bewaffnung des Landes aufkommen und ihre Beziehungen zu Russland dauerhaft besch&auml;digen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ukraine-Blinken-die-USA-Richtung-Rueckzug-7143235.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kampfbrigaden statt Battlegroups<\/strong><br>\nDie NATO-Staaten werden die Streitkr&auml;fte der Ukraine auf NATO-Standards umr&uuml;sten und sie langfristig zur gemeinsamen Kriegf&uuml;hrung mit dem Westen bef&auml;higen. Dies hat der Generalsekret&auml;r des Milit&auml;rpaktes, Jens Stoltenberg, nach dem gestern zu Ende gegangenen Treffen der NATO-Verteidigungsminister best&auml;tigt. Dar&uuml;ber hinaus haben sich die Minister auf ein Modell f&uuml;r die Hochr&uuml;stung an der Ostflanke des B&uuml;ndnisgebiets geeinigt. Demnach werden dort nun Kampfbrigaden installiert; freilich sollen lediglich rund die H&auml;lfte der Soldaten dort stationiert sein, w&auml;hrend die anderen an ihren Heimatstandorten verbleiben sollen, allerdings in erh&ouml;hter Einsatzbereitschaft. Um in k&uuml;rzester Zeit an die Front vorr&uuml;cken zu k&ouml;nnen, sollen erhebliche Best&auml;nde an schweren Waffen bereits in Ost- und S&uuml;dosteuropa deponiert werden. Beschlossen wurden au&szlig;erdem neue Schritte zur sofortigen Aufr&uuml;stung der Ukraine, die bereits Kriegsger&auml;t f&uuml;r zw&ouml;lf Artilleriebataillone erhalten hat. Praktisch koordiniert werden die Waffenlieferungen von einer Zelle in den Patch Barracks in Stuttgart-Vaihingen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8950\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie gespendet, so geklaut<\/strong><br>\nIn der Ukraine wird offenbar ein erheblicher Teil der gespendeten &raquo;humanit&auml;ren Hilfsg&uuml;ter&laquo; unterschlagen und privat weiterverkauft. Das &raquo;Angebot&laquo; reicht von Schutzwesten &uuml;ber Gulaschdosen bis zu Krankenwagen.<br>\nIm Mai hatte die ukrainische Baumarktkette Epizentr ein ganz besonderes Angebot: Splitterschutzwesten f&uuml;r umgerechnet 400 Euro das St&uuml;ck. Ein Haufen Geld f&uuml;r ukrainische Verh&auml;ltnisse. Ein Skandal wurde daraus, weil der Produzent der Westen, ein Betrieb im westukrainischen Lwiw, sie auf der Internetseite der Kette am Gewebe und am sichtbaren Strichcode der Ware erkannte und Alarm schlug.<br>\nEs stellte sich heraus, dass die Firma aus Lwiw die Westen an die Gebietsverwaltung von Tscherkassy verkauft hatte, die ihrerseits im Rahmen einer PR-Aktion Westen an die Armee &raquo;verschenken&laquo; wollte. Der zust&auml;ndige Beamte aber lie&szlig; die Ware &raquo;zur Zwischenlagerung&laquo; an die Polsterm&ouml;belfirma Weneto schicken, die einem Mitglied des Regionalparlaments geh&ouml;rt. Von dort wurde an das Milit&auml;r &raquo;gleich aussehende&laquo; Ware geliefert, angeblich ein &raquo;menschlicher Fehler&laquo;. Die urspr&uuml;nglichen Westen gingen von der Firma Weneto an die Epizentr-Baum&auml;rkte. Die wiederum geh&ouml;ren einem Ehepaar &ndash; er ist Parlamentsabgeordneter und sie Angeh&ouml;rige des Kiewer Stadtrats.<br>\nDie Sache stinkt also vom Kopf. Polnische Freiwillige, die in den ersten Kriegswochen &raquo;Hilfsg&uuml;ter&laquo; f&uuml;r die Armee und die Bev&ouml;lkerung &uuml;ber die Grenze lieferten, berichteten dem Portal OKO.press, dass der Versuch, Zugriff auf diese zu bekommen, praktisch schon im Grenzgebiet beginne: mit einem Grenzer, der sich ein halbes Dutzend Schutzwesten &raquo;zur Materialpr&uuml;fung&laquo; unter den Arm klemmt, w&auml;hrend anschlie&szlig;end ein anderer den &raquo;Helfern&laquo; sagt, sie sollten schon mal weiterfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428423.krieg-in-der-ukraine-wie-gespendet-so-geklaut.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der in den Schuhen schl&auml;ft<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Biden verliert massiv an Zuspruch. Sleepy Joe wird selbst den Demokraten l&auml;stig. Ob am Ende ein agilerer nachfolgt, etwa der noch betagtere Bernie Sanders?<br>\nUnser Haus liegt in Manhattan, zwischen dem Broadway und einem fr&uuml;heren irischen Stadtteil, der Hell&rsquo;s Kitchen hei&szlig;t und heute voll von der Gentrifizierung erfasst wurde. Die Leute, die im Haus wohnen, sind entweder hart links, irgendwie links &ndash; oder &raquo;Politik ist mir egal, die da oben hauen uns sowieso &uuml;bers Ohr&laquo;.<br>\nUngef&auml;hr die H&auml;lfte ist schwarz und viele sind arm. In unserem Wahldistrikt wohnen nur wenige, weil es in diesen sechs Blocks fast nur Hotels, Theater, Kinos, Restaurants, Parkgaragen und B&uuml;roetagen gibt. 449 Menschen haben aber tats&auml;chlich ihre Stimme abgegeben. Ich vermute mal, mehr als die H&auml;lfte aus unserem Geb&auml;ude, denn das ist das einzige gr&ouml;&szlig;ere Wohnhaus. Davon stimmten 78 Prozent f&uuml;r Joe Biden und 20 Prozent f&uuml;r Donald Trump. Die fehlenden zwei Prozent gingen wahrscheinlich an Bernie Sanders und wurden nicht gez&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/transatlantic-mediawatch\/joe-biden-der-in-den-schuhen-schlaeft\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gerechtigkeit zwischen Israel und Pal&auml;stina<\/strong><br>\nIn Vorbereitung auf einen Vortrag f&uuml;r das &raquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r Gerechtigkeit zwischen Israelis und Pal&auml;stinensern&laquo; (BIP) habe ich in meinen fr&uuml;hen Arbeiten gebl&auml;ttert. Unter dem Titel &raquo;Zionismus-Staatsideologie und Rassismus&laquo; schrieb ich 1975 einen Kommentar zu der damals gerade verabschiedeten ber&uuml;chtigten Resolution 3379, mit der die Generalversammlung mit Stimmenmehrheit (72:35:32) &raquo;den Zionismus (als) eine Form des Rassismus und der Rassendiskriminierung&laquo; verurteilte. Ich schrieb damals: &raquo;Das nationalsozialistisch-antisemitische Erbe mag noch zu frisch sein, als dass man von der Bundesregierung eine gleiche Erkenntnis der zionistischen Ideologie erwarten k&ouml;nnte, wie von der Mehrheit der UN-Mitglieder. Aber die Bundesregierung stimmte gleichzeitig gegen zwei andere Resolutionen, in denen u. a. das Recht der Pal&auml;stinenser auf Selbstbestimmung und Staatsgr&uuml;ndung und die Gleichberechtigung der Pal&auml;stinensischen Befreiungsfront (PLO) bei der Teilnahme an allen Nah-Ost-Verhandlungen der UNO anerkannt wird.&laquo;<br>\nResolution 3379 wurde im Dezember 1991 nach der Aufl&ouml;sung der Sowjetunion aufgehoben, der Rassismus der israelischen Politik aber nicht. Und wir m&uuml;ssen feststellen, dass alle Bundesregierungen seitdem in ihrer Nah-Ost Politik immer tiefer auf diesem absch&uuml;ssigen Weg des moralischen Verfalls auf die falsche Seite der Geschichte gerutscht sind, wie es j&uuml;ngst Ilan Pappe der deutschen Politik vorgeworfen hat.<br>\nTats&auml;chlich sind inzwischen alle Illusionen, die sich mit den Namen von Oslo, Camp David und Taba verbunden haben, verflogen. Der Streit &uuml;ber eine Ein-Staat oder Zwei-Staaten-L&ouml;sung ist rein spekulativ und akademisch. Und seien wir ehrlich, auch der Streit dar&uuml;ber, ob Apartheid und Siedlerkolonialismus nur hasserf&uuml;llte Diffamierungen oder zutreffende sozial&ouml;konomische Begriffe der israelischen Realit&auml;t sind, ver&auml;ndert diese Realit&auml;t nicht. Warum aber stellen sich Politik und Medien so bedingungslos hinter die Verbrechen &ndash; denn Siedlungspolitik, Vertreibung und die regelm&auml;&szlig;igen Todesopfer sind Verbrechen &ndash;, und wie ist dieser Konsens zu durchbrechen, um endlich Gerechtigkeit zu erlangen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/gerechtigkeit-zwischen-israel-und-palaestina\/\">Norman Paech in Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bund zahlte 21,5 Millionen Euro Prozesskosten um Pkw-Maut explodieren<\/strong><br>\nEs war das Prestige-Projekt der CSU &ndash; und wurde zum teuren Rohrkrepierer: Seit dem Scheitern der Pkw-Maut 2019 prozessieren die Betreiber gegen den Bund. Allein die Anwalts- und Prozesskosten belaufen sich auf mehr als 21 Millionen Euro. &Uuml;ber die H&ouml;he des Schadenersatzes ist nicht einmal entschieden.<br>\nDie gescheiterte Pkw-Maut kostet den deutschen Staat einem Medienbericht zufolge deutlich mehr als bislang bekannt. Wie die &ldquo;Zeit&rdquo; unter Berufung auf eine Antwort auf eine Linken-Anfrage berichtet, musste die Bundesregierung bis Ende M&auml;rz dieses Jahres bereits rund 21,5 Millionen Euro allein f&uuml;r Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Maut zahlen. Auf rund 20 Millionen Euro w&uuml;rden sich demnach die Anwalts- und Prozesskosten f&uuml;r zwei Verfahren vor einem privaten Schiedsgericht belaufen. Weitere 1,5 Millionen Euro seien f&uuml;r Verfahren an Verwaltungsgerichten gezahlt worden, hei&szlig;t es weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Prozesskosten-um-Pkw-Maut-explodieren-article23402742.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Corona-Ma&szlig;nahmen: Was haben wir gelernt?<\/strong><br>\nNach zwei Jahren sollte man schon auswerten k&ouml;nnen, welche Einschr&auml;nkungen w&auml;hrend der Pandemie was gebracht haben. Denn die Inzidenzen steigen wieder und noch ist unklar, was der Corona-Herbst bringt. [&hellip;]<br>\nUnklarer ist die Sache bei &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo;, die der Staat seinen B&uuml;rgern gegen Corona verordnete. Deren Wirksamkeit begutachtet gerade ein Sachverst&auml;ndigenausschuss. Wasserstandsmeldungen besagen, dass sich f&uuml;r diverse Pandemiebew&auml;ltigungsinstrumente keine positiven volksgesundheitlichen Folgen entdecken lie&szlig;en.<br>\nIch tippe auf n&auml;chtliche Ausgangssperren und Maskenrazzien an Rodelh&auml;ngen. Auch daraus, dass man Schulen hierzulande so lange schloss wie kaum sonst irgendwo, wird schwerlich eine Erfolgsgeschichte, au&szlig;er man hat ein Faible f&uuml;r depressive Kinder. Wenigstens gibt es dank der Schikanen gegen Ungeimpfte inzwischen ein Reizklima nicht nur in Luftkurorten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/die-corona-massnahmen-und-lehren-aus-der-homoeopathie-li.235786\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>WHO verzeichnet starke Zunahme psychischer Erkrankungen durch Corona<\/strong><br>\nLaut Weltgesundheitsorganisation hat Corona die psychische Gesundheit der Menschen verschlimmert. Depressionen und Angstst&ouml;rungen seien weltweit um 25 Prozent gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2022-06\/psychische-gesundheit-corona-who\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nach den Impfeffektivit&auml;ten stellt das RKI nun auch seine Informationen &uuml;ber Intensivpatienten nach Impfstatus ein<\/strong><br>\nNur sechs Wochen nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) die w&ouml;chentliche Bekanntgabe der unbequem gewordenen Impfeffektivit&auml;ten einstellte, hat die Gesundheitsminister Lauterbach unterstellt Beh&ouml;rde nun auch die immer unbequemer gewordenen Informationen &uuml;ber den Impfstatus der Covid-Intensivpatienten auf unbestimmte Zeit aus den Wochenberichten genommen. Die Erfahrungen mit den Impfeffektivit&auml;ten lassen eine eher lange Zeit erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/rki-intensivbetten-impfstatus\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>D&ouml;pfners journalistische Bankrotterkl&auml;rung<\/strong><br>\nEin Gastbeitrag mehrerer Wissenschaftler f&uuml;r die im Axel-Springer-Verlag erscheinende Tageszeitung &bdquo;Die Welt&ldquo; hat zu einer Eskalation gef&uuml;hrt. Die Autoren des Beitrags setzten sich kritisch mit dem Ph&auml;nomen der Transidentit&auml;t auseinander &ndash; und l&ouml;sten damit erwartungsgem&auml;&szlig; Emp&ouml;rung in der Trans-Community aus. Doch Springer-Chef Mathias D&ouml;pfner stellte sich daraufhin nicht hinter die Autoren, sondern kroch zu Kreuze und kritisierte die eigene Redaktion. Jetzt hat eine Springer-Journalistin gek&uuml;ndigt, in einem offenen Brief rechnet sie zudem mit D&ouml;pfner ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/transgender-axel-springer-verlag-mathias-doepfner-welt-bild-zeitung-judith-basad\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.M.:<\/strong> Der Artikel beschreibt nicht nur die Vorg&auml;nge, sondern macht sich auch Gedanken &uuml;ber die gesellschaftliche Bedeutung: &bdquo;Demokratie ger&auml;t ins Rutschen&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Judith Sevin&ccedil; Basad k&uuml;ndigt bei Bild: Mathias D&ouml;pfner sei vor den Woken eingeknickt<\/strong><br>\nDie Publizistin Judith Sevin&ccedil; Basad hat als Kolumnistin bei der Bild gek&uuml;ndigt. In einem offenen Brief erkl&auml;rt sie, warum.<br>\nDie Publizistin Judith Sevin&ccedil; Basad war Kolumnistin bei der Bild. Jetzt hat sie bei Twitter angek&uuml;ndigt, dass sie nicht mehr weiter f&uuml;r die Redaktion arbeiten will. Sie schrieb: &bdquo;Mit gro&szlig;em Bedauern habe ich meine K&uuml;ndigung bei BILD eingereicht. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r erkl&auml;re ich in einem offenen Brief an Axel-Springer-Chef Mathias D&ouml;pfner.&ldquo;<br>\nIn dem offenen Brief an Springer-Chef Mathias D&ouml;pfner erkl&auml;rt sie, warum sie ihre K&uuml;ndigung eingereicht hat. Sie schreibt: &bdquo;Der Grund f&uuml;r meine K&uuml;ndigung ist am Ende der Umgang von Axel Springer, also auch Ihr Umgang, mit der woken Bewegung. Ich habe das Gef&uuml;hl, dass ich nicht mehr &uuml;ber die Gefahren berichten kann, die von dieser gesellschaftlichen Bewegung ausgehen. Und ich habe das Gef&uuml;hl, dass der gesamte Verlag in dieser Sache nicht mehr hinter mir steht. Keine Thematik hat mich als Journalistin so sehr um den Verstand gebracht wie der Aktivismus einer kleinen Minderheit, die offiziell behauptet, f&uuml;r Diversit&auml;t zu stehen, aber eine im Kern radikale Ideologie verfolgt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/judith-sevinc-basad-kuendigt-bei-bild-doepfner-sei-vor-den-woken-eingeknickt-li.237141\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Udo Brandes:<\/strong> Die Publizistin Judith Sevinc Basad, deren Buch ich auf den NachDenkSeiten besprochen habe (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72337\">siehe hier<\/a>), k&uuml;ndigte bei der Bild &ndash; aus Protest vor dem Einknicken des Vorstandsvorsitzenden Mathias D&ouml;pfner vor der &bdquo;woken Inquisition&rdquo;, also den immer aggressiver auftretenden Aktivisten der Genderideologie. Diese haben offenbar inzwischen die Deutungs- und Meinungshoheit, denn es gibt ja kaum noch Unternehmen und Institutionen, die sich nicht von dieser totalit&auml;ren sektiererischen Bewegung einsch&uuml;chtern lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lieber schreddern als aufkl&auml;ren<\/strong><br>\nIn D&uuml;sseldorf regiert bald Schwarz-Gr&uuml;n, die Parteien suchen ihre Rollen. Das bedeutet auch, dass es h&ouml;chst unsicher ist, ob die Aufarbeitung der Flutkatastrophe im Sommer 2021 noch fortgesetzt wird.<br>\nEs brechen andere Zeiten an in Nordrhein-Westfalens Politik. Noch im Laufe dieser Woche wollen CDU und Gr&uuml;ne ihren Koalitionsvertrag als Regenten des bev&ouml;lkerungsreichsten Bundeslandes vorstellen. Hendrik W&uuml;st, der bisherige CDU-Ministerpr&auml;sident (CDU), will sich eine Woche drauf von der neuen, schwarz-gr&uuml;nen Mehrheit f&uuml;r f&uuml;nf Jahre zum ersten Mann am Rhein k&uuml;ren lassen. Die Parteien sortieren sich, suchen noch ihre Rollen in D&uuml;sseldorfs k&uuml;nftigem Parlament: Die FDP trainiert &ndash; nach f&uuml;nf Jahren sehr trauter Mitregierung &ndash; Opposition, die Gr&uuml;nen versuchen sich derweil staatstragend. Und die SPD-Fraktion, verzagt nach der zweiten Landtagswahl in Folge, schlingert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nrw-aufarbeitung-flutkatastrophe-ausschuss-1.5604089\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Frank Thelen spricht aus, was Liberale nur denken<\/strong><br>\nDurch die &raquo;H&ouml;hle der L&ouml;wen&laquo; ist Frank Thelen zu Deutschlands ber&uuml;hmtestem Neoliberalen aufgestiegen. Jetzt flirtet er offen mit einer tempor&auml;ren Diktatur und will Kindern beibringen, wie Elon Musk zu denken.<br>\nKaum ein Monat vergeht, in dem Frank Thelen nicht durch eine neue selten dumme Aussage auf sich aufmerksam macht. Dabei geht es nicht nur um klassische Themen der Wirtschaftsliberalen wie Beschwerden &uuml;ber angeblich zu hohe Lohnforderungen, Steuern oder zu viel staatliche Regulierung. Thelen hat Gr&ouml;&szlig;eres im Sinn. &raquo;Mut, neu zu denken&laquo; ist sein Motto. Eine tempor&auml;re Diktatur in Deutschland, Zwangsterilisation in Afrika oder zwanghaftes Entrepreneur-Mindset bei Kindern &ndash; f&uuml;r Thelen sind das alles innovative neue Denkanst&ouml;&szlig;e. Verwundern sollte das niemanden. Solche Aussagen sind die Konsequenz eines autorit&auml;ren Neoliberalismus.<br>\nDerart dumme Statements h&ouml;rt man von Thelen so regelm&auml;&szlig;ig, dass man sich fragen muss, ob der Investor entweder schlechte Berater hat oder ob er beim Reden einfach nicht nachdenkt &ndash; oder vielleicht auch einfach nur &raquo;neu denkt&laquo;, um es mit Thelens Worten zu sagen. Der Investor wurde durch die TV-Show Die H&ouml;hle der L&ouml;wen und etliche Medienauftritte &ouml;ffentlich bekannt. Durch seine fragw&uuml;rdigen &Auml;u&szlig;erungen und die Enth&uuml;llungen &uuml;ber sein Gesch&auml;ftsverhalten ist er jedoch zunehmend in Verruf geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/frank-thelen-spricht-aus-was-liberale-nur-denken-hohle-der-lowen-diktatur-tilo-jung\/\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Letzte Chance: Linke-Debatte um Au&szlig;enpolitik<\/strong><br>\nDer f&uuml;nfseitige Leitantrag des Linke-Parteivorstandes zur Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik an den 8. Parteitag enth&auml;lt auf seiner ersten Seite fast ausschlie&szlig;lich eine Verurteilung Russlands wegen seines Angriffs auf die Ukraine. Da ist z.&thinsp;B. zu lesen: &raquo;Es wird deutlich, dass Russland eine imperialistische Politik verfolgt.&laquo; Sp&auml;ter hei&szlig;t es, &raquo;im Fokus linker Kritik&laquo; habe gestanden, dass sich der Westen und die NATO zwar &uuml;ber UN und V&ouml;lkerrecht hinweggesetzt h&auml;tten, dabei seien aber &raquo;imperiale Kriege jenseits der NATO zu wenig beachtet&laquo; worden, &raquo;wie etwa die milit&auml;rischen Interventionen von Russland in Tschetschenien und Syrien.&laquo;<br>\nMehr NATO war nie in einem Linke-Vorstandspapier. In den Kaukasusrepubliken einschlie&szlig;lich Tschetschenien ging und geht es um Sezession und B&uuml;rgerkrieg. Der wurde in den 90ern vom Westen mit Hilfe seiner dschihadistischen Fu&szlig;truppen induziert. Ein Vorbild f&uuml;r die Kiewer Putschisten von 2014: Zun&auml;chst die russische Sprache verbieten, dann Russen abschlachten. Das lernten dort nicht wenige ukrainische (und georgische) S&ouml;ldner. Den Regime-Change-Feldzug des Westens in Syrien in einen imperialen Krieg Russlands umzudeuten &ndash; das &uuml;bertrifft an Zynismus jeden NATO-Sprecher. (&hellip;)<br>\nLaut Medienberichten beantragen rund 50 Delegierte, darunter Sahra Wagenknecht, Passagen wie die zitierten zu streichen. Dabei geht es um mehr als die Haltung zu Russland, n&auml;mlich um die Grundlagen linker Friedenspolitik. Sahra Wagenknecht hat recht, wenn sie im Freitag-Interview sagt, der kommende Parteitag sei &raquo;die vielleicht letzte Chance der Linken.&laquo; Die Mehrheit ihrer Bundestagsfraktion wollte schon am 27. Februar die aus den Schubladen geholten Kriegskredite nicht ablehnen. Der Leitantrag ist ein gro&szlig;er Schritt zur Zustimmung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428575.letzte-chance.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-84943","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84943","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=84943"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84943\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84944,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/84943\/revisions\/84944"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=84943"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=84943"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=84943"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}