{"id":84963,"date":"2022-06-20T08:40:58","date_gmt":"2022-06-20T06:40:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963"},"modified":"2022-06-20T08:40:58","modified_gmt":"2022-06-20T06:40:58","slug":"hinweise-des-tages-4132","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h01\">Assange mit dem R&uuml;cken zur Wand &ndash; und die Bundesregierung stammelt wirres Zeug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h02\">&raquo;Ende der Partei steht im Raum&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h03\">Vom Drohen und Warnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h04\">Eine Stellvertreterniederlage bahnt sich an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h05\">Die unhaltbaren Reaktionen von Selenskij<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h06\">Klaus von Dohnanyis &ldquo;Nationale Interessen&rdquo; &ndash; oder: Dynamit vom Elder Statesman<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h07\">Papier ist geduldig: Ukraine wird EU-Beitrittskandidat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h08\">Habeck will Gasverbrauch von Industrie und Stromerzeugung reduzieren <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h09\">Energiepolitisch gespalten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h10\">Gr&ouml;&szlig;ter deutscher Gefl&uuml;gelz&uuml;chter stoppt Klima-Werbung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h11\">EU-Pr&uuml;fer: Glyphosat weiter &laquo;nicht krebserregend&raquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h12\">&bdquo;R&auml;uberische Taten&ldquo; der USA in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h13\">&ldquo;Der Amazonas ist ein Kriegsgebiet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h14\">Lanz&lsquo; hei&szlig;er Stuhl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h15\">Twitter ist ein soziales Ghetto der digitalen Boh&egrave;me<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84963#h16\">Monopolmacht gemeinsam zur&uuml;ckdr&auml;ngen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Assange mit dem R&uuml;cken zur Wand &ndash; und die Bundesregierung stammelt wirres Zeug<\/strong><br>\nDie Bundesregierung gibt im Fall Julian Assange ein erb&auml;rmliches Bild ab.<br>\nDer Auslieferungsentscheid der britischen Regierung im Fall Julian Assange sei ein Generalangriff auf die Pressefreiheit, sagt Sevim Dagdelen, Obfrau der Links-Fraktion im Ausw&auml;rtigen Ausschuss und Sprecherin f&uuml;r Internationale Politik. Die Bundesregierung m&uuml;sse sich laut und deutlich gegen die Auslieferung des Journalisten an die US-Regierung aussprechen und sich aktiv f&uuml;r seine Freilassung aus britischer Haft einsetzen. &bdquo;Feiges Wegducken gilt nicht l&auml;nger nach der politisch motivierten Entscheidung der britischen Regierung&ldquo;, sagte Dagdelen anl&auml;sslich der Genehmigung des Antrags auf Auslieferung des Journalisten an die USA durch die britische Innenministerin Priti Patel.<br>\nDie Sprecherin der Bundesregierung, Christiane Hoffmann, fr&uuml;her Journalistin beim der FAZ und beim Spiegel, sagte, im Fall Assange m&uuml;ssten &bdquo;unterschiedliche Schutzg&uuml;ter&ldquo; gegeneinander abgewogen werden. Die Fragen der Meinungs- und Pressefreiheit m&uuml;ssten im &bdquo;Spannungsfeld des staatlichen Geheimschutzes&ldquo; gesehen werden. Es gehe um &bdquo;berechtigte Sicherheitsinteressen eines Staates&ldquo;, wobei Hoffmann Kriegsverbrechen nicht als berechtigte Sicherheitsinteressen angesehen wissen will &ndash; wie sie auf Nachfrage des fassungslosen Fragestellers Thilo Jung in der Bundespressekonferenz sagte.<br>\nDer EU-Parlamentarier Martin Sonneborn schrieb auf Twitter, &bdquo;unsere Freiheit&ldquo; werde nicht am Hindukusch, sondern in Belmarsh verteidigt. Sonneborn hatte nach dem Amtsantritt von Baerbock ein Dossier &uuml;ber den Fall angelegt und die Au&szlig;enministerin aufgefordert, Assange zu helfen. Vor ihrem Amtsantritt war Baerbock oft und energisch f&uuml;r den Wikileaks-Gr&uuml;nder eingetreten. Seitdem sie im Amt ist, ignoriert sie den Fall und handelt nicht im Rahmen ihrer durchaus vorhandenen M&ouml;glichkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/welt-nationen\/assange-mit-dem-ruecken-zur-wand-und-die-bundesregierung-stammelt-wirres-zeug-li.237528%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Martin Sonneborn &uuml;ber Julian Assange: &bdquo;B&ouml;hmermann geht in den Knast nach Ankara&ldquo;<\/strong><br>\nMartin Sonneborn sieht im Schweigen der Bundesregierung eine verh&auml;ngnisvolle Entwicklung: Kritischer Journalismus ist nur noch unter Lebensgefahr m&ouml;glich. (&hellip;)<br>\nWas w&auml;re die Lehre, wenn es nicht gelingt, Assange vor der Auslieferung zu bewahren?<br>\nDann ist das Prinzip der Meinungs- und Pressefreiheit erledigt. Und damit einer der Grundpfeiler unserer liberalen Demokratie, die wir in Auseinandersetzungen mit China, Russland und dem Rest der Welt als zentrales Argument unserer moralischen &Uuml;berlegenheit anzuf&uuml;hren pflegen.<br>\nAber das Exempel ist eigentlich bereits statuiert, mit oder ohne Auslieferung. Und kritischer Journalismus, zumal wenn er die Interessen der US-amerikanischen Regierung ber&uuml;hrt, ist nur noch unter Lebensgefahr m&ouml;glich.<br>\nWenn sich die internationalen Gepflogenheiten gegen&uuml;ber einer freien Presse dahingehend ver&auml;ndern, dass Regierungen die Auslieferung ihnen missliebiger Journalisten erreichen k&ouml;nnen, wird es auch bei uns demn&auml;chst ein paar freie Redakteursstellen geben. B&ouml;hmermann geht in den Knast nach Ankara, in eine Doppelzelle mit Deniz Y&uuml;cel, Georg Mascolo in ein Gef&auml;ngnis auf den Cayman-Inseln. Und Oliver Schr&ouml;m, der die Cum-Ex-Betr&uuml;gereien aufgedeckt hat, wird an Bundeskanzler Olaf Scholz ausgeliefert. Smiley<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/martin-sonneborn-ueber-julian-assange-boehmermann-geht-in-den-knast-nach-ankara-li.237583\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Ende der Partei steht im Raum&laquo;<\/strong><br>\nDie Linke befindet sich in existentieller Krise. Parteitag in Erfurt letzte Chance zur Erneuerung. Ein Gespr&auml;ch mit Sahra Wagenknecht (&hellip;)<br>\nW&auml;re es nicht wieder mal an der Zeit, die Systemfrage zu stellen? Von Teilen ihrer Partei wird eine Programmdebatte eingefordert. Ist das Erfurter Programm, in dem der Kapitalismus als Ursache f&uuml;r Imperialismus und Krieg benannt wird, &uuml;berholt, wie es der rechte Parteifl&uuml;gel behauptet?<br>\nNein, gerade diese Passagen sind doch hochaktuell. Wir erleben ein immer brutaleres Ringen von Gro&szlig;m&auml;chten um ihren Einfluss auf der Welt. Um nichts anderes ging und geht es doch in all den Kriegen: im Irak, in Afghanistan, Libyen, Syrien und jetzt in der Ukraine. Die USA sind eine absteigende Gro&szlig;macht, die ihren Weltmachtstatus um jeden Preis erhalten will und dabei in Konkurrenz vor allem zu China steht, aber traditionell eben auch zu Russland. Russland will seinen Gro&szlig;machtstatus zumindest in seinem unmittelbaren Nahbereich verteidigen und keine Ausweitung der US-Einflusssph&auml;re mehr dulden. Das ist der Hintergrund f&uuml;r den Ukraine-Krieg. Auch zwischen den USA und China k&uuml;ndigen sich immer mehr Konflikte an; Wirtschaftskriege, aber auch die Gefahr von realen Kriegen w&auml;chst. Es geht immer um das Gleiche: um Macht, um geopolitischen Einfluss, um Rohstoffe und Absatzm&auml;rkte, letztlich um Profit. Insofern war Scholz&rsquo; &raquo;Zeitenwende&laquo;-Rhetorik v&ouml;llig daneben. Die US-Kriege der letzten Jahrzehnte waren genauso brutal, genauso verbrecherisch und sind genauso zu verurteilen wie der Krieg, den wir jetzt in der Ukraine erleben.<br>\nDie Linke wird als zutiefst zerstritten wahrgenommen. Es gab die Sexismusdebatte aus Hessen, der &Auml;ltestenrat wurde kalt entmachtet. Muss die Partei von innen erneuert werden?<br>\nDie Partei braucht einen Neuanfang, personell und inhaltlich. Wir haben deshalb den Aufruf &raquo;F&uuml;r eine popul&auml;re Linke&laquo; gestartet, der einen Weg aufzeigt, mit dem Die Linke wieder Profil gewinnen und erfolgreich werden k&ouml;nnte. In kurzer Zeit haben den Aufruf mehr als 5.000 Personen unterzeichnet und wir hoffen, dass es noch viel mehr werden. Das zeigt, dass es gro&szlig;en R&uuml;ckhalt f&uuml;r unsere Positionen gibt.<br>\nDroht ein Horrorszenario auf dem kommenden Parteitag? Steht die Spaltung der Partei im Raum?<br>\nZun&auml;chst einmal steht schlicht ein Ende der Partei im Raum. Wenn Die Linke den aktuellen Kurs fortsetzt, m&uuml;ssen wir davon ausgehen, dass sie im n&auml;chsten Bundestag nicht mehr vertreten sein wird. Und von Wahl zu Wahl wird sie auch in immer weniger L&auml;nderparlamenten sein. Die Linke als eine politische Kraft links von der Sozialdemokratie w&auml;re damit tot, was eine Trag&ouml;die w&auml;re. Wahrscheinlich ist dieser Parteitag die letzte Chance, das Ruder noch einmal herumzurei&szlig;en, mit neuen Gesichtern, die f&uuml;r einen Neuanfang und f&uuml;r die R&uuml;ckbesinnung auf den Gr&uuml;ndungskonsens der Linken stehen. Ich hoffe, dass das gelingt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428623.linkspartei-vor-bundesparteitag-ende-der-partei-steht-im-raum.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Vom Drohen und Warnen<\/strong><br>\nEine inflation&auml;r verwendete Figurette der Volksbelehrung ist das Ank&uuml;ndigen verschiedenster &Uuml;bel und Ungl&uuml;cke. Welche Botschaften stecken dahinter? (&hellip;)<br>\nDie Warnungen und Drohungen aus Kiew haben allerdings ganz besondere Qualit&auml;ten, weil man auch bei gutem Willen nur schwer erkennen kann, warum Menschen, Politiker oder Staaten, die mit dem R&uuml;cken an der Wand stehen, sich gegen&uuml;ber Dritten aufs Drohen mit dem eigenen Untergang verlegen sollten. Es ist nicht so, dass dies &uuml;berhaupt keinen Sinn erg&auml;be; allerdings muss dieser von au&szlig;en in das Argument eingef&uuml;hrt, also schon vorausgesetzt werden. Dies ist hier, offenkundig, ein machtpolitischer, strategischer Sinn: &raquo;Weltinnenpolitik&laquo;, wie sie neuerdings auch eigentlichen Friedensfreunden z&uuml;gig von der Hand geht. F&uuml;r den Fall, dass die Nato die derzeitige Regierung der Ukraine nicht bedingungslos dabei unterst&uuml;tzt, die Krim zur&uuml;ckzuerobern und Donezk zu befreien, &raquo;droht&laquo; der Pr&auml;sident damit, den Krieg weiterzuf&uuml;hren, entweder bis zum Endsieg oder bis der letzte ukrainische Held gefallen ist. Und der radikal rechtsnationalistische Botschafter &raquo;droht&laquo; den deutschen Dr&uuml;ckebergern derweil, dass 850.000 ukrainische Fl&uuml;chtlinge sich von Deutschland nicht mehr versorgen lassen wollen werden, wenn der Botschafterarmee nicht zackzack 500 Leo2 geschenkt werden.<br>\nDas ist nun einerseits eine Frage des Stils, oder auch der Sachkunde der infantil-w&uuml;sten Kriegsliteratur der aus allen Rohren schreibenden Gewalten. Das kann aber dahinstehen; es interessiert au&szlig;erhalb der Kommunikationsberater und Expertenshows ja nicht wirklich. Letzten Endes ist es vielmehr eine Frage von Ja oder Nein: Ja, wird Deutschland mithilfe der ukrainischen Freunde die Krim f&uuml;r den Westen zur&uuml;ckerobern? Wenn man &raquo;Nein&laquo; sagen will, wof&uuml;r allerhand spricht, m&uuml;sste man dem mit dem eigenen Untergang drohenden Wertestaat einmal eine kleine Warnung zukommen lassen. Wenn die Antwort &raquo;Ja&laquo; hei&szlig;t, darf man nicht verheimlichen, was das hei&szlig;t, und sollte dringend zur klaren Drohung gegen die B&uuml;rgerin und den B&uuml;rger &uuml;bergehen: Dann seid ihr dran, verehrte Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/krisenrhetorik-vom-drohen-und-warnen-kolumne-von-thomas-fischer-a-5c08e8dd-8bd7-4ffd-a5d5-12aaac9f3689%20\">Thomas Fischer im SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Thomas Fischer in H&ouml;chstform. Es ist ein Genuss, einen der letzten schlauen und &uuml;beraus wortgewaltigen kritischen Kolumnisten zu lesen, der in den gro&szlig;en Medien noch zu Wort kommt. Leider kommen auf einen Fischer hundert Lobos.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eine Stellvertreterniederlage bahnt sich an<\/strong><br>\nDie &laquo;drei K&ouml;nige&raquo; Macron, Scholz und Draghi reisten nicht mit Geschenken nach Kiew, sondern mit der Forderung nach Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. (&hellip;)<br>\nWie sind der Besuch der drei K&ouml;nige und ihre Aussagen an der Medienkonferenz zu einzusch&auml;tzen:\n<ol>\n<li>Die EU-Spitze h&auml;lt einen ukrainischen Sieg f&uuml;r unm&ouml;glich und Verhandlungen f&uuml;r unumg&auml;nglich, um einen russischen Diktatfrieden zu verhindern.<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<li>Der Stellvertreterkrieg soll offenbar mit einer Stellvertreterniederlage enden. Obwohl die EU die Ukraine mit Waffen und Geld massiv unterst&uuml;tzt und mit den Sanktionen einen eigenen Wirtschaftskrieg entfesselt hat, schiebt sie die Pflicht, Verhandlungen mit Russland aufzunehmen, der Ukraine zu. Mit der sich abzeichnenden Niederlage will sie nichts zu tun haben.<\/li>\n\n<li>Der Riss in der NATO ist un&uuml;bersehbar. W&auml;hrend die USA der Ukraine die gew&uuml;nschten Anti-Schiffsraketen liefern &ndash; die Bedingung f&uuml;r die Freigabe des blockierten Getreides &ndash; bef&uuml;rwortet die EU schon jetzt, das Problem mit Verhandlungen zu l&ouml;sen.<\/li>\n\n<li>Macron deutete zudem an, gegebenenfalls direkt mit Russland Verhandlungen aufzunehmen, falls die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland nicht zu einem Ergebnis f&uuml;hren. Die EU wird dann ihre Interessen vertreten und nicht die ihres m&ouml;glichen k&uuml;nftigen Mitglieds.<\/li>\n\n<\/ol><p>Zwei entscheidende Kriegsparteien fehlten in Kiew: Russland und die USA. W&auml;hrend sich die Position der USA zusehends schw&auml;cht, scheint diejenige von Russland kontinuierlich zu erstarken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitpunkt.ch\/eine-stellvertreterniederlage-bahnt-sich%20\">Zeitpunkt<\/a><\/p><p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Merkw&uuml;rdig ist allerdings, dass Georgien <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/ukraine-eu-kommission-spricht-empfehlung-fuer-eu-beitritt-aus-a-d988df2b-f698-417b-88ce-05094d3690eb\">&ldquo;erst nach der Erf&uuml;llung von Auflagen den Kandidatenstatus bekommen&rdquo;<\/a> soll. Offensichtlich gehen die EU-Kommission und auch die Bundesregierung von geringeren Problemen in der Ukraine aus. Anfang 2021 war jedoch in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/ukraine-korrupt-wie-eh-und-je-1.5217924\">&ldquo;SZ&rdquo;<\/a> u.a. das zu lesen:<\/em><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Selenskij f&uuml;hrt das postsowjetische Herrschaftssystem fort und akzeptiert Korruption und Rechtlosigkeit im Austausch daf&uuml;r, dass er und sein Apparat weitgehend die Kontrolle behalten. (&hellip;)<\/p>\n<p>Ein funktionierender Staat braucht unabh&auml;ngige Institutionen &ndash; die gibt es unter Selenskij weiterhin nicht. Im Gegenteil, 2020 unterstellte er sich faktisch die zuvor halbwegs unabh&auml;ngige Zentralbank und die Generalstaatsanwaltschaft; so gut wie alle angesehenen Reformer wurden gefeuert. Der Geheimdienst SBU, die atemberaubend korrupten Gerichte, die Gremien zur Richterauswahl und -entlassung: Sie alle bleiben unangetastet.<\/p>\n<p>Jetzt will sich der Pr&auml;sident auch das halbwegs unabh&auml;ngige Anti-Korruptions-B&uuml;ro Nabu unterstellen, weil es zu Recht gegen mehrere Mitarbeiter Selenskijs ermittelt. W&uuml;rden in der Ukraine nicht Milliarden geklaut, br&auml;uchte das Land keine Kreditmilliarden aus dem Westen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p><em>Kaum zu glauben ist, dass sich inzwischen die Situation in der Ukraine wesentlich gebessert hat. Bitte lesen Sie hierzu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84914\">Scholz&rsquo; Unterwerfung in Kiew und die Gefahren eines ukrainischen EU-Beitritts<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84792#h02\">Die Glaubw&uuml;rdigkeit der EU und dazu Kiew will rein<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n\n<\/p><li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die unhaltbaren Reaktionen von Selenskij<\/strong><br>\nDie Kommunikatoren in Kiew und Washington haben es geschafft, in der &Ouml;ffentlichkeit die Vorstellung zu verbreiten, dass alles, was Selenskij sagt, wahr ist, infolgedessen ist jede objektive Analyse des Konflikts unm&ouml;glich geworden.<br>\nParallel zur Fortsetzung des milit&auml;rischen Konflikts in der Ostukraine ist der Medienkrieg weiterhin in vollem Gange, und die Verursacher &ndash; sowie ihre bewussten oder unbewussten Multiplikatoren &ndash; &uuml;bertreiben es zunehmend, wie die verlogene und skandal&ouml;se Reaktion von Vertretern der pro-russischen Kr&auml;fte auf den Tod des Journalisten Fr&eacute;d&eacute;ric Leclerc-Imhoff von BFM TV zeigt. Aber dieses Lager ist nicht das einzige, das in Sachen Kommunikation &uuml;ber die Str&auml;nge schl&auml;gt, Selenskij und sein Umfeld zeichnen sich darin besonders aus.<br>\nNachdem die Europ&auml;ische Union ein &bdquo;sechstes Paket&ldquo; von Sanktionen gegen Russland verabschiedet hatte, erkl&auml;rte der ukrainische Pr&auml;sident die Zeit, die die Europ&auml;er brauchten, um ein Embargo gegen russisches &Ouml;l zu verh&auml;ngen, f&uuml;r &bdquo;inakzeptabel&ldquo;. &bdquo;Die sechste und die f&uuml;nfte Runde liegen etwa 50 Tage auseinander, das ist eine Situation, die f&uuml;r uns nicht akzeptabel ist&ldquo;, sagte er auf einer Pressekonferenz in Kiew am 31. Mai. Wieder einmal, nachdem er sein Land sowohl durch seine r&uuml;cksichtslose Politik als auch durch die Befolgung der amerikanischen Richtlinien in einen Krieg gest&uuml;rzt hat, erlaubte sich Zelenskij, die Europ&auml;er zu kritisieren.<br>\nAuch der ukrainische Au&szlig;enminister Dmytro Kuleba kritisierte am 4. Juni Frankreich &ndash; obgleich es Waffen an Kiew liefert &ndash; nach der Erkl&auml;rung Emmanuel Macrons, dass &bdquo;man Russland nicht dem&uuml;tigen d&uuml;rfe, um eine diplomatische Option zu behalten&ldquo;. Selenskij selbst kritisierte die &Auml;u&szlig;erungen des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten offen und erwiderte: &bdquo;Russland dem&uuml;tigen? Seit acht Jahren bringen sie uns um&ldquo; (sic).<br>\nDiese st&auml;ndige belehrende Haltung und Neuinterpretation der Geschichte durch die ukrainischen Beh&ouml;rden beginnt, ihre Unterst&uuml;tzer und die &Ouml;ffentlichkeit zu ver&auml;rgern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/krass-konkret\/die-unhaltbaren-reaktionen-von-selenskij\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Klaus von Dohnanyis &ldquo;Nationale Interessen&rdquo; &ndash; oder: Dynamit vom Elder Statesman<\/strong><br>\nDas richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt: US-amerikanische Interessen stimmen nicht mehr mit den europ&auml;ischen und deutschen &uuml;berein<br>\nEs sind bezeichnenderweise immer die nun richtig alten Elder Statesmen, die in Deutschland eine vollkommen andere, vom herrschenden Medienmainstream stark abweichende Sicht auf das westlich-russische Verh&auml;ltnis und die Genese der gerade in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine eskalierenden Spannungen haben. Und zwar unabh&auml;ngig von Parteienzugeh&ouml;rigkeit und ungeachtet der Tatsache, dass sie zu Hochzeiten des Kalten Krieges nicht selten in v&ouml;llig kontr&auml;ren Lagern standen.<br>\nDies galt vor allem f&uuml;r die mittlerweile verstorbenen Spitzenpolitiker, die Ende der Achtziger Jahre zusammen mit der Sowjetunion den (ersten) Kalten Krieg so erfolgreich beendet hatten, dass kein einziger Schuss fiel: Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher, Egon Bahr, Richard von Weizs&auml;cker &ndash; selbst der entschiedenste Protagonist des Nato-Nachr&uuml;stungsbeschlusses, Helmut Schmidt sprach sich gegen Ende seines Lebens f&uuml;r einen anderen Umgang gegen&uuml;ber Russland aus!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Klaus-von-Dohnanyis-Nationale-Interessen-oder-Dynamit-vom-Elder-Statesman-7143732.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Papier ist geduldig: Ukraine wird EU-Beitrittskandidat<\/strong><br>\nIhr den Kandidatenstatus nicht zu verleihen, das w&auml;re zur Zeit ein nicht vermittelbarer Affront. Sie aber tats&auml;chlich in die EU aufzunehmen &ndash; dazu ist au&szlig;er einigen Staaten an der Ostflanke, denen ein EU-Mitglied Ukraine als verl&auml;sslicher Puffer gegen Russland dienen w&uuml;rde, kaum jemand bereit. Als mit Abstand &auml;rmstes, gleichzeitig bev&ouml;lkerungsreiches Mitgliedsland w&uuml;rde sie immenses EU-Geld verschlingen, und das auf Dauer. Ihr US-abh&auml;ngiges Politmilieu w&uuml;rde eine eigenst&auml;ndige EU-Au&szlig;enpolitik in noch weitere Ferne r&uuml;cken.<br>\nUnd dann w&auml;re da schlie&szlig;lich, was im EU-Jargon gern als mangelnde &raquo;Rechtsstaatlichkeit&laquo;, als unzul&auml;ngliche &raquo;Korruptionsbek&auml;mpfung&laquo; umschrieben wird: Solange westeurop&auml;ische Investoren und Exporteure beim Armdr&uuml;cken mit den tief verwurzelten einheimischen Oligarchen strukturell unterlegen sind, solange fehlt ein herausragendes Motiv, der Ukraine die EU-Mitgliedschaft anzudienen. Also hat l&auml;ngst die Suche nach Tempokontrollen auf dem Weg zum EU-Beitritt, auch nach Dauerparkpl&auml;tzen, begonnen. Emmanuel Macron will Kiew erg&auml;nzend zum Kandidatenstatus einen &raquo;Fahrplan&laquo; verpassen. Olaf Scholz s&auml;uselt etwas &uuml;ber die Aufnahme in eine omin&ouml;se &raquo;europ&auml;ische Familie&laquo;, Mario Draghi schl&auml;gt die Ukraine trocken einem nicht n&auml;her definierten &raquo;Bestand&laquo; der EU zu. Mitgliedschaft? Nun, das Papier, auf dem der Kandidatenstatus steht, ist geduldig.<br>\nApropos Geduld &ndash; die wird andernorts d&uuml;nn: in den Nicht-EU-Staaten S&uuml;dosteuropas, denen die Mitgliedschaft vor ziemlich genau 19 Jahren in Aussicht gestellt wurde, n&auml;mlich auf dem EU-Gipfel im Juni 2003 in Thessaloniki. Dass sie ihre Normen und Standards seither an die der Union anpassen, ohne mit der Mitgliedschaft, also mit Transferzahlungen belohnt zu werden, das ist f&uuml;r Br&uuml;ssel sehr bequem, f&uuml;r die betroffenen Staaten aber nicht. Dass jetzt die Ukraine mit der Ernennung zum Beitrittskandidaten Bosnien-Herzegowina vor die Nase gesetzt wird, das diesen Status bis heute nicht erhalten hat, kommt dort, vorsichtig formuliert, nicht gut an. Die Regierungen einiger EU-Staaten warnen inzwischen denn auch vor den Folgen allzu offensichtlicher Ungleichbehandlung. Auf dem EU-Gipfel, der n&auml;chste Woche in der Sache entscheiden wird, steht deshalb wom&ouml;glich noch &Auml;rger bevor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428638.papier-ist-geduldig.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Habeck will Gasverbrauch von Industrie und Stromerzeugung reduzieren<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) will angesichts geringerer russischer Gaslieferungen zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen ergreifen, um Gas einzusparen und die Vorsorge zu erh&ouml;hen. So soll der Einsatz von Gas f&uuml;r die Stromerzeugung und Industrie gesenkt und die Bef&uuml;llung der Speicher vorangetrieben werden. Dazu stellt der Bund Milliardenmittel bereit, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen erfuhr. Au&szlig;erdem sollen mehr Kohlekraftwerke zum Einsatz kommen. Die Situation sei ernst, wird Habeck in dem f&uuml;nfseitigen Papier zitiert, das der dpa vorlag. &ldquo;Der Gasverbrauch muss weiter sinken, daf&uuml;r muss mehr Gas in die Speicher, sonst wird es im Winter wirklich eng.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/nordstream-deutschland-gas-kohle-strom-heizung-1.5604921%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Energiekrise ist hausgemacht, aber anstatt einzugestehen, dass u.a. die Klimawende so schnell nicht zu schaffen ist und Sanktionen gegen Russland gescheitert sind, fordert Bundesminister Habeck von der Industrie &ndash; aber auch von der Bev&ouml;lkerung &ndash; viel. Bitte lesen Sie hierzu auch Habeck ruft mit Aktion zum Energiesparen auf und dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=84758#h04\">Habecks kalte Dusche<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>DGB-Chefin Fahimi warnt vor &bdquo;&ouml;konomischem Selbstmord&ldquo; bei Klimaschutz<\/strong><br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund warnt mit Blick auf den Klimaschutz vor Fehlern beim Umbau der Wirtschaft. &bdquo;Es w&auml;re ein eklatanter Fehler, auf Industrieproduktion in Deutschland zu verzichten, nur um sich die eigene Klimabilanz sch&ouml;nzurechnen&ldquo;, sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi der &bdquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&ldquo; vom Freitag.<br>\nDemnach sieht sie vor allem in energieintensiven Branchen wie Stahl, Chemie sowie in der Aluminium- und Kupferproduktion potenziell Jobs in Gefahr, aber auch in der Lebensmittelindustrie. &bdquo;Auf all das zu verzichten und sich quasi vom Exportland zum Importland zu wandeln, w&auml;re &ouml;konomischer Selbstmord. Es kann nicht sein, dass wir uns &uuml;ber einen industriellen R&uuml;ckbau &ouml;kologisch gesundschrumpfen&ldquo;, sagte Fahimi. Es m&uuml;sse durch die Transformation qualitatives Wachstum und mehr Besch&auml;ftigung geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article239409393\/Klimaschutz-DGB-Chefin-Fahimi-warnt-vor-oekonomischem-Selbstmord.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mit dem Klimaargument &bdquo;warnt&ldquo; die neue DGB-Chefin. Verschwiegen wird der Umstand, dass Deutschland auch durch den Verzicht auf preiswerte russische Energietr&auml;ger der &bdquo;&ouml;konomische Selbstmord&ldquo; droht. Die genannten Branchen leben von g&uuml;nstiger Energie und w&auml;ren bei erheblichen teureren Energiekosten kaum noch konkurrenzf&auml;hig. Das d&uuml;rfte dem DGB und der Bundesregierung bekannt sein. &Uuml;brigens: Bereits vor einigen Wochen war auf &bdquo;RT DE&ldquo; &auml;hnliches zu lesen: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/kurzclips\/video\/138760-um-politische-ziele-durchzusetzen-putin\/\">Putin: Die EU begeht wirtschaftlichen Selbstmord<\/a>. Aber das ist wohl lediglich russische Propaganda &ndash; auch wenn das Ergebnis der Aussagen verbl&uuml;ffend &auml;hnlich ist.<\/em>\n<\/p><\/li><li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Energiepolitisch gespalten<\/strong><br>\nDie Zeichen stehen auf Konkurrenz: Kirsten Westphal sieht die USA und China f&uuml;r die Energiewende gut ger&uuml;stet &ndash; die EU eher weniger. (&hellip;)<br>\nWie steht es aber de facto um die Abstimmung auf europ&auml;ischer Ebene, etwa beim Wasserstoff? Mir scheint, es wird weitestgehend auf nationaler Ebene geplant.<br>\nJa und nein. Ich f&uuml;rchte, dass wir den Vorteil, den wir in Europa noch in der Technologief&uuml;hrerschaft haben, sehr schnell verspielen, weil andere Weltregionen sehr viel pragmatischer Wertsch&ouml;pfungsketten etablieren. Wir m&ouml;chten ambitionierte Qualit&auml;tskriterien und Nachhaltigkeitsstandards setzen. F&uuml;r Drittl&auml;nder kann das aber auch eine H&uuml;rde darstellen. Wer kann zu solch strengen Kriterien liefern? Auch das ist ein Teil dessen, was ich mit Lern- und Suchr&auml;umen meine. Die m&uuml;ssen wir uns leisten. Es ist ja auch so, dass uns die Br&uuml;cke wegbricht &ndash; der &Uuml;bergangsenergietr&auml;ger russisches Pipeline-Gas. Auch stehen hinter der Ukraine als Wasserstofflieferant gro&szlig;e Fragezeichen. Damit wird es noch schwieriger, die Systemtransformation zu schaffen und das nicht nur im Energiesektor, sondern auch in den energieintensiven Industrien. Denn auch die M&ouml;glichkeit, blauen und t&uuml;rkisen Wasserstoff einzusetzen, ist schwieriger geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/wirtschaft-und-oekologie\/artikel\/energiepolitisch-gespalten-5999\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gr&ouml;&szlig;ter deutscher Gefl&uuml;gelz&uuml;chter stoppt Klima-Werbung<\/strong><br>\nDer gr&ouml;&szlig;te deutsche Gefl&uuml;gelproduzent, die PHW-Gruppe, stoppt irref&uuml;hrende Klima-Werbung auf ihren Produkten. foodwatch hatte den Konzern zuvor f&uuml;r die Bewerbung von H&auml;hnchenfleisch als &bdquo;klimaneutral&ldquo; abgemahnt. Aus Verbrauchersicht ist dieser Begriff irref&uuml;hrend, insbesondere wenn damit Produkte mit hohen Treibhausgas-Emissionen wie Fleisch vermarktet werden. Denn es wird der Eindruck vermittelt, dass sich die Produktion des H&auml;hnchenfilets nicht sch&auml;dlich auf das Klima auswirkt. Doch nat&uuml;rlich entstehen bei der Produktion eines H&auml;hnchenbrustfilets Treibhausgas-Emissionen. Diese sollen zwar mit zugekauften Klima-Zertifikaten ausgeglichen werden. Doch viele Kompensationsprojekte halten nicht, was sie versprechen.<br>\nDreiviertel aller Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft entfallen auf die Tierhaltung. Aus foodwatch-Sicht ist es deshalb grunds&auml;tzlich irref&uuml;hrend, Fleisch als &bdquo;klimaneutral&ldquo; zu bewerben. F&uuml;r die Verbraucher:innen ist bei Klimawerbung in der Regel nicht ersichtlich, ob die Hersteller den eigenen Treibhausgas-Aussto&szlig; ernsthaft reduziert haben. Viele Unternehmen rechnen ihre Produkte mit Hilfe von Kompensationsprojekten im globalen S&uuml;den klimafreundlich. Dieser &bdquo;Ablasshandel&ldquo; ist kritisch zu sehen, da die bei der Produktion entstehenden Emissionen dadurch nicht r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden. Au&szlig;erdem ist fraglich, wie langfristig die Projekte CO2 binden k&ouml;nnen: Laut einer Studie des &Ouml;ko-Instituts k&ouml;nnen nur zwei Prozent der Projekte ihre versprochene Klimaschutzwirkung &bdquo;sehr wahrscheinlich&ldquo; einhalten.<br>\nDie PHW-Gruppe stellt das H&auml;hnchenfleisch unter anderem im Auftrag von Rewe f&uuml;r die Eigenmarke Wilhelm Brandenburg her. foodwatch hatte sowohl Rewe als auch PHW abgemahnt. (&hellip;)<br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat im M&auml;rz einen Entwurf f&uuml;r die Regulierung von Umweltwerbung vorgelegt. Wenn die Richtlinie vom EU-Ministerrat und vom Europaparlament angenommen wird, m&uuml;ssten Unternehmen Vorgaben erf&uuml;llen f&uuml;r Klima-Werbung. foodwatch begr&uuml;&szlig;t die Initiative zum Schutz der Verbraucher:innen vor irref&uuml;hrender Werbung. Allerdings weist der Gesetzesentwurf gro&szlig;e Schlupfl&ouml;cher auf. Es ist weiterhin m&ouml;glich, klimaintensive Produkte wie Fleisch, Heiz&ouml;l und Einweg-Plastik als &bdquo;klimapositiv&ldquo; zu bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2022\/groesster-deutscher-gefluegelzuechter-stoppt-klima-werbung\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Pr&uuml;fer: Glyphosat weiter &laquo;nicht krebserregend&raquo;<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Chemikalienagentur ECHA hat Glyphosat Ende Mai erneut als &laquo;nicht krebserregend&raquo; eingestuft. Das umstrittene Herbizid beh&auml;lt damit seine in der EU seit 2017 g&uuml;ltige Einstufung als &laquo;augensch&auml;digend und giftig f&uuml;r Wasserlebewesen&raquo;.<br>\nDie vorliegenden wissenschaftlichen Nachweise erf&uuml;llten die Voraussetzungen f&uuml;r eine Einstufung als krebserregende, erbgutver&auml;ndernde oder fortpflanzungsgef&auml;hrdende Substanz nicht, begr&uuml;ndete das Komitee f&uuml;r Risikoeinsch&auml;tzung seine Entscheidung. (&hellip;)<br>\nZahlreiche Nichtregierungsorganisationen kritisierten diesen Entscheid. HEAL, ein Dachverband europ&auml;ischer Umwelt- und Gesundheitsverb&auml;nde, wirft dem Komitee vor, Beweise ignoriert zu haben. Die EU st&uuml;tze sich vor allem auf die Argumente der Industrie. Das Pestizid Actions Network (PAN) ist gleicher Meinung und weist auf Studien hin, nach denen Glyphosat bei Versuchstieren Krebs ausgel&ouml;st hat.<br>\nDie Internationale Agentur f&uuml;r Krebsforschung (IARC), Teil der Weltgesundheitsorganisation WHO, hatte Glyphosat 2015 als &laquo;genotoxisch&raquo; und &laquo;wahrscheinlich krebserregend&raquo; eingestuft.<br>\nDie Gruppe Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) kritisiert, dass die ECHA nur die Gef&auml;hrlichkeit des reinen Wirkstoffs Glyphosat beurteilt habe. Das verbreitete Pestizid komme aber in Unkrautvernichtungsmitteln nie allein, sondern in Kombination mit anderen Stoffen vor, was die Gef&auml;hrlichkeit erh&ouml;hen k&ouml;nne. Das sehe sogar der Hersteller Monsanto (inzwischen Bayer) so. (&hellip;)<br>\nGlyphosat k&ouml;nnte in der EU dennoch verboten werden. Theoretisch ginge das einfach durch Nichtstun. Die EU-Zulassung f&uuml;r das Herbizid l&auml;uft Ende 2022 aus. Die Risikobewertung der ECHA geht nun an die Europ&auml;ische Beh&ouml;rde f&uuml;r Lebensmittelsicherheit EFSA. Diese m&uuml;sste eigentlich abschliessend &uuml;ber Glyphosat entscheiden, bevor die Zulassung Ende des Jahres ausl&auml;uft.<br>\nDie EFSA hat aber bereits angek&uuml;ndigt, dass sie sich bis Mitte 2023 Zeit lassen wird. Grund sei die grosse Menge an Kommentaren, die zu dem Totalherbizid eingingen, sowie eine aussergew&ouml;hnlich grosse Datenmenge. Im Raum steht deshalb eine Verl&auml;ngerung der Glyphosat-Zulassung um ein Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/landwirtschaft\/eu-pruefer-glyphosat-weiter-nicht-krebserregend\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;R&auml;uberische Taten&ldquo; der USA in Syrien<\/strong><br>\nVor kurzem haben mehrere Medien berichtet, dass die illegal in Syrien stationierten US-Truppen aus den von ihnen besetzten syrischen &Ouml;lfeldern Erd&ouml;l gestohlen und ins Ausland geschmuggelt h&auml;tten, um Profit zu erwerben. Der syrische &Ouml;lminister Bassam Tohme verurteilte die Handlungsweise der USA als &bdquo;r&auml;uberische Taten&ldquo;.<br>\n2015 haben die USA unter dem Vorwand der Terrorbek&auml;mpfung Truppen nach Syrien geschickt, was Syrien schwere humanit&auml;re Katastrophen gebracht hat. Zu den Kriegsverbrechen der USA geh&ouml;ren das Verbot des freien Getreidehandels f&uuml;r syrische Landwirte, die Verbrennung von zahlreichen Feldern, der Diebstahl des Eigentums der syrischen Bev&ouml;lkerung und die Pl&uuml;nderung der Ressourcen des Staates.<br>\nEs ist offensichtlich, dass die von den USA bef&uuml;rwortete &bdquo;auf Regeln basierende internationale Ordnung&ldquo; tats&auml;chlich die Hegemonie der &bdquo;&Uuml;berlegenheit der Interessen der USA&ldquo; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20220617\/764762.html%20\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sowohl im Umgang mit Syrien als auch mit der Ukraine spielen vor allem die US-Interessen eine Rolle. Die Doppelmoral des Westens und insbesondere der USA d&uuml;rfte hinl&auml;nglich bekannt sein. Das V&ouml;lkerrecht wird je nach Bedarf interpretiert oder sogar ignoriert. Bedauerlich ist, dass die deutsche Bundesregierung auch in diesen F&auml;llen an der Seite der US-Regierung und deren Verm&ouml;genden im Hintergrund steht.<\/em>\n<\/p><\/li><li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Der Amazonas ist ein Kriegsgebiet&rdquo;<\/strong><br>\nEin Doppelmord im brasilianischen Regenwald sorgt weltweit f&uuml;r Entsetzen. Ein fr&uuml;herer Topbeamter prangert Verflechtungen zwischen Politik und kriminellen Banden an.<br>\nHugo Loss, 36, hat jahrelang die Umweltfahndung bei der brasilianischen Naturschutzbeh&ouml;rde (Ibama) koordiniert. Seinen Teams waren spektakul&auml;re Schl&auml;ge gegen kriminelle Eindringlinge in den Amazonaswald gelungen &ndash; manchmal auch zusammen mit dem Indigenenexperten Bruno Ara&uacute;jo Pereira von der Indigenenschutzbeh&ouml;rde (Funai), der vor zwei Wochen zusammen mit dem britischen Journalisten Dom Phillips ermordet wurde. Hugo Loss wurde, genau wie der ermordete Pereira, unter der Regierung Bolsonaros kaltgestellt und auf Innendienstposten versetzt. Hier spricht er &uuml;ber die Verbindungen zwischen Politik und Umweltverbrechern im brasilianischen Regenwald.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2022-06\/amazonas-brasilien-zerstoerung-kriminalitaet\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lanz&lsquo; hei&szlig;er Stuhl<\/strong><br>\nEine Talkshow, in der sich alle, G&auml;ste wie Moderator, gegen einen anderen Gast richten: Das hat es vor jener &raquo;Markus Lanz&laquo;-Ausgabe vom 2. Juni 2022 noch nicht gegeben? Doch, hat es. Und der ZDF-Moderator stammt aus jenem Stall, wo ein solches Konfrontationsformat entstand.<br>\nKurz bevor Lanz bei RTL anfing, wurde dort eine heute fast legend&auml;re Talkshow eingestellt, die dem heutigen Sendeformat, das seinen Namen tr&auml;gt, gar nicht so un&auml;hnlich war. Wie jenes aktuelle ZDF-Format war die Sendung seinerzeit nicht rein politisch gebunden, widmete sich auch gesellschaftlichen Themen &ndash; und lebte in erster Linie vom regelm&auml;&szlig;igen Eklat.<br>\nDer damalige Moderator hat sichtlich auf Lanz abgef&auml;rbt. Sein ganzer Stil ist von diesem Gro&szlig;meister der Provo-Moderation gepr&auml;gt. Er hat Lanz offensichtlich gepr&auml;gt und war scheinbar &ndash; und etwas &uuml;bertrieben gesagt &ndash; so eine Art Mentor f&uuml;r ihn. Olaf Kracht hie&szlig; der Mann und seine Sendung wurde als &raquo;Explosiv &ndash; Der hei&szlig;e Stuhl&laquo; bekannt. (&hellip;)<br>\nLanz steckt so gesehen immer noch in dieser Krawallkultur der Neunzigerjahre fest, f&uuml;r die RTL von jeher eine Art rot-gelb-blaues Konservenglas war. Er pflegt einen Stil, der dem Zeitgeist entstammt, in dem er noch ein Twen war. Ja, er ist ein Confrontainer alter Schule. Nat&uuml;rlich nicht mehr ganz so direkt und durchschaubar wie die Meister der Gilde damals. Heute tarnt man diesen Stil in journalistischen Formaten &ndash; etwas, was man damals der RTL-Sendung nie und nimmer zusprach. Aber wie damals sind Gespr&auml;chsteilnehmer wieder als R&uuml;pel eingeplant, die man aus Gr&uuml;nden h&ouml;heren Anspruches als Experten vorstellt.<br>\nAls Lanz bei RTL anheuerte, so viel Ehrlichkeit muss schon sein, war Krachts Format schon wieder aus dem Programm verschwunden. Aber dieser Stil aus ruppigen Zynismus, provokanter Arroganz und yuppiesken Z&uuml;gen hat das Klima (und das Ansehen) jenes Senders auf viele Jahre gepr&auml;gt.<br>\nAls Markus Lanz beim ZDF landete, da geriet auch &raquo;Der hei&szlig;e Stuhl &laquo;und sein Verm&auml;chtnis, diese vermeintliche Moderation auf Grundlage der Provokation und Eskalation, in den &Ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ein Versehen sind die Pranger, die uns dieser Markus Lanz da als Talkshow andrehen will, allerdings nicht. Eher ein Bekenntnis zu einer Diskussionsunkultur, die er sich seinerzeit abgeschaut hat. Der Mann steckt noch immer in den ach so coolen und fetzigen Neunzigern fest, in denen man &uuml;ber alles laut und krachend talken wollte. Man k&ouml;nnte sagen: Er ist ein Ewiggestriger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/kultur\/lanz-heisse-stuhl\/\">Roberto De Lapuente in Overton<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Twitter ist ein soziales Ghetto der digitalen Boh&egrave;me<\/strong><br>\nDatenmacht bedroht die Demokratie. Um sie zu sch&uuml;tzen, m&uuml;ssen wir die Enteignung unserer Gedanken, unseres Willens, unserer Privatsph&auml;re durch Google, Facebook und Co. beenden.<br>\nVor wenigen Jahren verlautbarte eine Bundeskanzlerin, das Internet sei Neuland. Mittlerweile durchdringt Big Data unser Leben. Aber es findet kaum eine Debatte dar&uuml;ber statt, wie der Datenkapitalismus und die digitale Infrastruktur im 21. Jahrhundert eigentlich demokratisch gesteuert werden sollen.<br>\nDie neuen Internet-Konzerne und die selbstverliebten Internet-Milliard&auml;re von Amazon-Chef Jeff Bezos &uuml;ber Facebooks Mark Zuckerberg oder Teslas Elon Musk, der mit dem Bezahldienst PayPal reich wurde, sind m&auml;chtiger, als es Industriebarone jemals waren: Amazons Lieferfahrzeuge bringen die elektrische Zahnb&uuml;rste in 24 Stunden &ndash; unbeeindruckt von Debatten um Laden&ouml;ffnungszeiten oder den Verkehrskollaps von Innenst&auml;dten.<br>\nDer Algorithmus von Googles Suchmaschine ist ein schwarzes Loch, das mit jedem Suchbegriff Materie schluckt und immer mehr &uuml;ber uns erf&auml;hrt. Ein Drittel der Menschheit bewegt sich unmittelbar oder &uuml;ber Apps im Universum von Facebook. Das Unternehmen dr&auml;ngt auf den Finanzmarkt. Zwei Milliarden Menschen haben kein Bankkonto, aber etliche von ihnen verf&uuml;gen &uuml;ber ein Facebook-Konto. Die CDU warnte in ihrem Ahlener Programm von 1947 noch vor der &bdquo;Zusammenballung wirtschaftlicher Kr&auml;fte&ldquo;. Was w&uuml;rde ein Wirtschaftsminister Ludwig Erhard wohl sagen, wenn er in der Welt von Amazon, Alibaba und Apple aufwachen w&uuml;rde?<br>\nDie Gesetzgebung zur Kontrolle von Kartellen ist bereits unzureichend, um die Abzocke von Mineral&ouml;lkonzernen an der Tankstelle zu beenden. Wie wollen wir dann erst Tech-Konzerne einhegen? Denn im Unterschied zur herk&ouml;mmlichen Marktmacht ist Datenmacht ungleich st&auml;rker. Die Tech-Konzerne beobachten mit ihrem Datenradar in Echtzeit, wie Konsumenten neue Produkte und Dienstleistungen nutzen. Facebook kaufte WhatsApp daher, als der Messaging-Dienst ihm selbst zur Konkurrenz erwuchs. (&hellip;)<br>\nDie Nutzung der Daten einer &ouml;ffentlichen Suchmaschine m&uuml;sste strengen Kriterien unterliegen und der Algorithmus offengelegt werden. Dieser sollte so gestaltet sein, dass etwa nicht-kommerzielle Angebote ohne Werbepartnerschaft leichter gefunden werden. Nutzer k&ouml;nnten ihre Schwarmintelligenz einbringen, um sinnvolle Apps zu entwickeln, die Nutzen stiften. Dies w&uuml;rde mehr Wettbewerb im Datenkapitalismus stiften<br>\nDer Aufbau &ouml;ffentlich-rechtlicher Strukturen im Internet wird jedoch durch das europ&auml;ische Wettbewerbsrecht erschwert. Die Einf&uuml;hrung neuer Dienstleistungen durch &ouml;ffentlich-rechtliche Unternehmen ist einem Public Service Test zu unterziehen. Sollten das ZDF oder der ORF eine Plattform einrichten wollen, auf der Nutzer Videos teilen, und somit YouTube Konkurrenz machen, w&auml;re dies ein Versto&szlig; gegen EU-Recht.<br>\nDabei sind es private Tech-Konzerne, die den Wettbewerb untergraben. Die Demokratie zu sch&uuml;tzen bedeutet, die Enteignung unserer Gedanken durch Konzerne wie Google, Facebook und Co zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/twitter-ist-ein-soziales-ghetto-der-digitalen-boheme-li.236319\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Monopolmacht gemeinsam zur&uuml;ckdr&auml;ngen<\/strong><br>\nNicht nur in Deutschland und der EU, sondern auch auf den globalen Wirtschaftsm&auml;rkten nimmt die Marktkonzentration zu. Mit der Marktmacht w&auml;chst gleichzeitig auch die Lobbymacht von Monopolunternehmen. Mit unserer Fachtagung &bdquo;Rebalancing Power: From Corporate Monopolies to Democratic Economies&ldquo; haben wir eine europ&auml;ische Anti-Monoplbewegung angesto&szlig;en.<br>\nDen einseitigen Einfluss und die gro&szlig;e Macht, die wir bei den Internetplattformen feststellen, gibt es auch in vielen anderen Sektoren. Was ist das grundlegende Problem? Wir haben Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und kleinen- und mittleren Unternehmen zum Austausch zusammengebracht. W&auml;hrend der zweit&auml;gigen Tagung in Berlin setzten wir uns mit den Ursachen von Monopolmacht auseinander und analysierten die Instrumente, mit denen wir dagegen vorgehen k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nDie Instrumente gegen die Markt- und Machtkonzentration bei gro&szlig;en Konzernen betrachteten wir am zweiten Tag. Wir tauschten uns insbesondere auch &uuml;ber kartellrechtliche Ans&auml;tze aus, die uns die Kolleg:innen aus den USA vorstellten. In den Vereinigten Staaten gibt es bereits eine gr&ouml;&szlig;ere Bewegung gegen die Monopolmacht von Konzernen, die sich unter anderem f&uuml;r die Zerschlagung der gro&szlig;en Internetplattformen einsetzt. Diese Bewegung ist bereits in der Biden-Administration angekommen. So kommt etwa die Chefin der US-Kartellbeh&ouml;rde FTC, Lina Khan, aus der Bewegung. (&hellip;)<br>\nAm Ende der Tagung waren die Teilnehmer:innen motiviert, gemeinsam die Monopolmacht von Konzernen zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Der inhaltliche Austausch und die internationale Vernetzung sowie daraus entstandene Kontakte sind eine gute Grundlage f&uuml;r den Start einer Anti-Monopolbewegung. Diese Bewegung brauchen wir dringend in Europa, um politischen Druck f&uuml;r die Begrenzung von Konzernmacht aufzubauen. Einen ersten Ansto&szlig; haben wir mit unserer Zusammenkunft in Berlin geliefert &ndash; und werden nicht locker lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2022\/06\/monopolmacht-gemeinsam-zurueckdraengen\/%20\">LobbyControl<\/a><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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