{"id":85004,"date":"2022-06-21T08:39:44","date_gmt":"2022-06-21T06:39:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004"},"modified":"2022-06-21T08:39:44","modified_gmt":"2022-06-21T06:39:44","slug":"hinweise-des-tages-4133","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h01\">Wie die Drei-Block-Demokratie Frankreich l&auml;hmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h02\">Vater und Bruder von Julian Assange im Berliner Verlag: &bdquo;Die Bundesregierung muss endlich handeln&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h03\">Krieg spaltet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h04\">Grundsicherung f&uuml;r Gefl&uuml;chtete: Zwei-Klassen-Recht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h05\">China nun Russlands &Ouml;lkunde Nr. 1 &ndash; und Indien trickst die EU weiter aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h06\">Atomabkommen mit Iran: Einigung r&uuml;ckt in weite Ferne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h07\">Patrice Lumumba: Why Belgium is returning a Congolese hero&rsquo;s golden tooth<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h08\">Trockenheit in S&uuml;deuropa: Norditalien geht das Wasser aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h09\">Klimaschutz war gestern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h10\">Recycling, eine gro&szlig;e Farce? Plastik und kein Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h11\">Der Wachstumstreiber der Pharmabranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h12\">Angesteckt am Arbeitsplatz &ndash; Covid-19 als Berufskrankheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h13\">Bundesbank warnt: Rentenbeitrag steigt auf 29 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h14\">Spuren und Wunden der NSU-Morde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h15\">&bdquo;Ich w&uuml;nsche mir ein anderes Diskussionsklima&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85004#h16\">Triumph in Bogot&aacute;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie die Drei-Block-Demokratie Frankreich l&auml;hmt<\/strong><br>\nEs ist eine Phase politischen Stillstands: Linke, Liberal-Konservative und Nationalisten fechten in Frankreich ausweglose Konflikte aus. Hier skizziert der renommierte &Ouml;konom Thomas Piketty eine L&ouml;sung.<br>\nIst es m&ouml;glich, aus der Drei-Drittel-Demokratie auszusteigen und wieder ein klassisches linkes wie rechtes Lager aufzubauen, in dem man sich auf Fragen der Umverteilung und der sozialen Ungleichheit konzentriert &ndash; in Frankreich, aber auch auf europ&auml;ischer und internationaler Ebene? Das wird die zentrale Herausforderung bei den aktuellen Parlamentswahlen in Frankreich sein.<br>\nAber erst einmal zur&uuml;ck zu den Umrissen dieser Drei-Drittel-Demokratie, wie sie sich in der ersten Runde der Pr&auml;sidentschaftswahlen im April abzeichneten. Z&auml;hlt man die verschiedenen Kandidaten aus den linken und &ouml;kologischen Parteien zusammen, entfallen 32 Prozent der Stimmen auf einen Linksblock, der entweder einen planwirtschaftlichen oder sozial-&ouml;kologischen Ansatz vertritt.<br>\nWenn man die auf Pr&auml;sident Emmanuel Macron und die konservative Kandidatin Val&eacute;rie P&eacute;cresse entfallenden Stimmen zusammenfasst, kommt man ebenfalls auf 32 Prozent f&uuml;r den liberalen oder Mitte-Rechts-Block. Derselbe Wert von 32 Prozent ergibt sich, z&auml;hlt man die Stimmen der drei Kandidaten des nationalistischen oder rechtsextremen Blocks von Marine Le Pen, &Eacute;ric Zemmour und Nicolas Dupont-Aignan zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/parlamentswahlen-in-frankreich-gastbeitrag-von-thomas-piketty-a-d801a04b-ed25-4fa8-845d-ff5b927524cd\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu: <strong>Klatsche f&uuml;r Macron: Parlamentswahlen in Frankreich<\/strong><br>\nAls Emmanuel Macron 2017 an die Staatsspitze Frankreichs gew&auml;hlt wurde, versprach er, die extreme Rechte im Land &raquo;auszumerzen&laquo;. Heute, f&uuml;nf Jahre und eine Amtszeit sp&auml;ter, ist Marine Le Pens Rassemblement National (RN) so stark wie noch nie. Die faschistische Partei wird nach der Wahl vom Sonntag k&uuml;nftig mit 89 Abgeordneten in der Nationalversammlung vertreten sein, das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Damit erreicht der RN zum ersten Mal bei einer Mehrheitswahl den Fraktionsstatus, was ihm erm&ouml;glichen wird, mehr Einfluss auf das Geschehen im Parlament zu nehmen. Das Wahlergebnis wird au&szlig;erdem den Bankrott der hochverschuldeten Partei verhindern: In den kommenden f&uuml;nf Jahren werden 1,64 Euro pro W&auml;hler pro Jahr an Steuergeld an den RN flie&szlig;en, am Ende werden das mehr als 35 Millionen Euro sein.<br>\nDie Verantwortung f&uuml;r das beispiellose Erstarken der extremen Rechte tr&auml;gt allein Macron. In den vergangenen f&uuml;nf Jahren lie&szlig; der Staatspr&auml;sident systematisch Gefl&uuml;chtete von Polizeitrupps verdreschen, versch&auml;rfte die Asylpolitik und hetzte mit einer solchen Leidenschaft gegen den Islam, dass seine Regierung vor einem Jahr Le Pen sogar vorwarf, zu &raquo;schlaff&laquo; bei dem Thema geworden zu sein.<br>\nDas Ziel dieser Normalisierung rassistischer Politik und Rhetorik besteht darin, den RN so zu st&auml;rken, dass m&ouml;glichst dieser und nicht die Linke bei Wahlen in die zweite Runde kommt. Den Franzosen bleibt dann nur noch die M&ouml;glichkeit, zwischen Macron und Le Pen w&auml;hlen zu m&uuml;ssen. Bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen vor zwei Monaten ging diese perfide Strategie auf, bei den Parlamentswahlen nun aber nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428829.klatsche-f%C3%BCr-macron.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vater und Bruder von Julian Assange im Berliner Verlag: &bdquo;Die Bundesregierung muss endlich handeln&ldquo;<\/strong><br>\nJulian Assanges Bruder und Vater sind in Berlin eingetroffen. Sie haben den Berliner Verlag besucht und haben eine klare Botschaft, insbesondere an die Gr&uuml;nen.<br>\nDer Vater und der Bruder von Julian Assange, John und Gabriel Shipton, haben am Montag den Berliner Verlag besucht, um die deutsche &Ouml;ffentlichkeit und insbesondere die deutsche Bundesregierung auf die prek&auml;re Situation ihres Sohnes und Bruders aufmerksam zu machen.<br>\nAm Freitag hatte die britische Innenministerin Priti Patel einen Auslieferungsbefehl ver&ouml;ffentlicht, der vorsieht, Assange an die USA auszuliefern. Der Wikileaks-Gr&uuml;nder sitzt seit &uuml;ber drei Jahren im Londoner Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh ein. Assanges Anw&auml;lte haben nun 14 Tage Zeit, das Urteil anzufechten. Julian Assange wird vorgeworfen, wegen der Ver&ouml;ffentlichung geheimer Dokumente auf der Plattform Wikileaks und in anderen Medien, sich der Spionage schuldig gemacht zu haben.<br>\n&bdquo;Wir sind best&uuml;rzt&ldquo;, sagte Julian Assanges Vater im Berliner Verlag. &bdquo;Assange ist jetzt seit fast 14 Jahren in Unfreiheit. Sein Leben ist in Gefahr. Ihm geht es immer schlechter. Aber Julian hat unglaubliche Widerstandkr&auml;fte. Er will sich wehren. Die Vorw&uuml;rfe gegen ihn sind absurd.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/vater-und-bruder-von-julian-assange-im-berliner-verlag-die-bundesregierung-muss-endlich-handeln-li.238337\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Rache und Kalk&uuml;l<\/strong><br>\nAuslieferung von Assange: Entscheidung zugunsten Washingtons nicht alleine stehend. London f&uuml;hrt Kampagne gegen Transparenz und Herrschaftskritik<br>\nDie britische Innenministerin verk&ouml;rpert derzeit sinnbildlich die drei Affen aus dem japanischen Sprichwort: Sie sieht nichts, sie h&ouml;rt nichts und sie sagt nichts. Von allen Seiten jenseits der politischen B&uuml;hne wurde Priti Patel aufgefordert, die Auslieferung des Wikileaks-Gr&uuml;nders Julian Assange an die USA zu stoppen, sie tat es nicht und nun kann der anvisierte Tod auf Raten per Verfahren weitergehen. Die Verfolgung dauert bereits mehr als zehn Jahre an und wie es in der Presseerkl&auml;rung der Enth&uuml;llungsplattform am Freitag noch einmal deutlich betont wurde, hat der Fall nichts mit einer vermeintlichen Gef&auml;hrdung US-Beamter durch die Ver&ouml;ffentlichung als geheim eingestufter Dokumente zu tun: &raquo;Machen Sie keinen Fehler, dies war schon immer ein politischer Fall. Julian hat Beweise daf&uuml;r ver&ouml;ffentlicht, dass das Land, das ihn ausgeliefert haben will, Kriegsverbrechen begangen und diese vertuscht hat; es hat gefoltert und verschleppt; es hat ausl&auml;ndische Beamte bestochen; und er hat gerichtliche Ermittlungen zu Fehlverhalten der USA unterlaufen. Ihre Rache ist der Versuch, ihn f&uuml;r den Rest seines Lebens in den dunkelsten Winkeln ihres Gef&auml;ngnissystems verschwinden zu lassen, um andere davon abzuhalten, Regierungen zur Rechenschaft zu ziehen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428700.usa-gegen-assange-rache-und-kalk%C3%BCl.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Eiskalt im Stich gelassen<\/strong><br>\nJulian Assange und die Doppelmoral des Westens. Ein Gastkommentar<br>\nDie Anweisung der britischen Regierung, den Journalisten Julian Assange an die USA auszuliefern, wo ihm wegen der Enth&uuml;llung von Kriegsverbrechen 175 Jahre Gef&auml;ngnis drohen, ist ein Generalangriff auf die Pressefreiheit. Die politische Verfolgung von Julian Assange offenbart die ganze Heuchelei und Doppelmoral des Westens. Bei Journalistenverb&auml;nden und Menschenrechtsorganisationen weltweit ist das Entsetzen gro&szlig; &uuml;ber die Entscheidung in London, die Bundesregierung in Deutschland dagegen, die sich eine wertebasierte und menschenrechtsorientierte Au&szlig;enpolitik auf die Fahnen schreibt, wiegelt ab. Was f&uuml;r eine Schande. Was f&uuml;r eine Feigheit. Was f&uuml;r eine uns&auml;gliche Doppelmoral, russische Kriegsverbrechen in der Ukraine anzuprangern, sich aber gleichzeitig feige wegzuducken, wenn US-Pr&auml;sident Joseph Biden mit seinen britischen Helfern unter absurden juristischen Spionagevorw&uuml;rfen den Aufkl&auml;rer US-amerikanischer Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan verfolgen l&auml;sst.<br>\nF&uuml;nf Mitglieder der heutigen Bundesregierung haben sich bis kurz vor den Bundestagswahlen im September 2021 f&uuml;r die Freilassung von Julian Assange eingesetzt: neben der heutigen Bundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock sind das Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck, Gesundheitsminister Karl Lauterbach, Landwirtschaftsminister Cem &Ouml;zdemir sowie Kulturstaatsministerin Claudia Roth. Jetzt dagegen: Dr&ouml;hnendes Schweigen beim Ampelkabinett oder billige Ausfl&uuml;chte, das Urteil sei &raquo;noch nicht unanfechtbar&laquo; und &raquo;ein weiterer Rechtsweg m&ouml;glich&laquo;. Bullshit. Es ist Gefahr im Verzug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428701.pressefreiheit-eiskalt-im-stich-gelassen.html%20\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Krieg spaltet<\/strong><br>\nEine europaweit organisierte Denkfabrik mit Hauptsitz in Berlin warnt vor einer dauerhaften Spaltung der EU durch den Ukraine-Krieg. Wie der European Council on Foreign Relations (ECFR) in der Auswertung einer Umfrage konstatiert, die er in zehn L&auml;ndern Europas durchgef&uuml;hrt hat, lassen sich bereits heute zwei klar gegeneinander abgegrenzte Meinungsspektren in den Bev&ouml;lkerungen identifizieren. W&auml;hrend eines verlangt, Russland m&uuml;sse um jeden Preis eine Niederlage zugef&uuml;gt werden, dringt das andere auf einen raschen Friedensschluss, auch wenn das Zugest&auml;ndnisse der Ukraine voraussetzt. Ursache sind Bef&uuml;rchtungen, der Krieg werde negative Folgen f&uuml;r den Lebensstandard in ganz Europa haben und drohe zudem in einen Nuklearkrieg zu eskalieren. Der ECFR urteilt, dauere der Ukraine-Krieg an, dann k&ouml;nnten sich die Gewichte zugunsten der Bef&uuml;rworter eines Friedens verschieben; wom&ouml;glich gerate gar die Einheit der EU in Gefahr. Eine sinkende Zustimmung zu Waffenlieferungen an die Ukraine wurde in Deutschland bereits im Mai verzeichnet. In Italien nehmen sogar &ouml;ffentliche Proteste dagegen zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8953\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Grundsicherung f&uuml;r Gefl&uuml;chtete: Zwei-Klassen-Recht?<\/strong><br>\nSeit Monatsbeginn haben Kriegsfl&uuml;chtlinge aus der Ukraine Anspruch auf Hilfe vom Jobcenter. Der Sonderstatus st&ouml;&szlig;t auf Kritik. Der Fl&uuml;chtlingsrat fordert gleiche Rechte f&uuml;r alle Gefl&uuml;chteten. [&hellip;]<br>\nKai Weber vom Nieders&auml;chsischen Fl&uuml;chtlingsrat staunt, was m&ouml;glich ist, wenn der politische Wille da ist. In k&uuml;rzester Zeit sei es gelungen, gesetzliche und verwaltungstechnische Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, um tausenden Opfern von Krieg und Verfolgung unb&uuml;rokratisch Aufenthaltssicherheit, eine Wohnung, Arbeitsangebote und soziale Leistungen zu vermitteln. Dass die ukrainischen Gefl&uuml;chteten aber anders als andere Gefl&uuml;chtete so schnell vom Asylbewerberleistungsgesetz in die Grundsicherung wechseln d&uuml;rfen, kritisiert er als zwei-Klassen-Recht: &ldquo;Wir fragen uns, warum die ergriffenen Ma&szlig;nahmen nicht auch auf andere Schutzsuchende angewandt werden, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung in Deutschland ankommen. Von der Bundes- und Landesregierung fordern wir daher eine Neuorientierung der Fl&uuml;chtlingspolitik&rdquo;, sagt Weber. Die im Umgang mit ukrainischen Gefl&uuml;chteten praktizierte Willkommenspolitik solle als Blaupause dienen, um die Asyl- und Fl&uuml;chtlingspolitik grundlegend neu zu gestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/Grundsicherung-fuer-Gefluechtete-Zwei-Klassen-Recht,grundsicherung114.html\">NDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>China nun Russlands &Ouml;lkunde Nr. 1 &ndash; und Indien trickst die EU weiter aus<\/strong><br>\nWem verdankt Russland Rekordeinnahmen aus den Energieexporten? F&uuml;r China und Indien scheint die &Ouml;l-Einfuhr besonders lukrativ zu sein.<br>\nEs scheint eine gegenseitige Win-Win-Situation zu sein, die allerdings dazu f&uuml;hrt, das Russland abh&auml;ngiger von seinen asiatischen Nachbarn wird: Allein im Mai habe Russland so viel &Ouml;l nach China verkauft wie noch nie, meldete die Zollbeh&ouml;rde in Peking am Montag, und sei damit zu Chinas gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;l-Lieferanten aufgestiegen. Das hei&szlig;t, kein anderes Land importiert jetzt so viel &Ouml;l nach China wie Russland. [&hellip;]<br>\nInteressanterweise kaufte zuletzt Indien mit 18 Prozent russischer &Ouml;lexporte so viel &Ouml;l aus Russland wie noch nie. &bdquo;Ein erheblicher Teil des Roh&ouml;ls wird als raffinierte &Ouml;lprodukte wieder exportiert, unter anderem in die USA und nach Europa, ein wichtiges Schlupfloch, das es zu schlie&szlig;en gilt&ldquo;, warnen die finnischen Analysten. Zuletzt hatten mehrere Medien &uuml;ber die indischen Mega-Deals berichtet.<br>\nWie Reuters am Wochenende auf Berufung auf vertrauliche Informationen der indischen Regierung mitteilte, soll Indien im Zeitraum zwischen dem 27. Mai und dem 15. Juni die Kohle-Lieferungen aus Russland um das Sechsfache und die &Ouml;llieferungen sogar um das 31-fache im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2021 gesteigert haben. Russland bietet demnach indischen Importeuren Rabatte von bis zu 30 Prozent an. Nicht zuletzt erh&ouml;hte auch Frankreich Importe von russischen &Ouml;l zu reduzierten Preisen in den ersten 100 Tagen Ukraine-Krieg, so eine weitere Erkenntnis des des finnischen Forschungszentrums.<br>\nDoch so leicht haben es die russischen &Ouml;llieferanten trotzdem nicht. Die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung liegt f&uuml;r sie am Bedarf an noch mehr Tankerkapazit&auml;ten, um die Ware in weitentfernte M&auml;rkte zu transportieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/russland-wird-zu-chinas-wichtigstem-oellieferanten-li.238243\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Atomabkommen mit Iran: Einigung r&uuml;ckt in weite Ferne<\/strong><br>\nDie Aussichten f&uuml;r eine R&uuml;ckkehr zum Atomabkommen haben sich weiter verschlechtert. Die Entwicklungen im &Uuml;berblick.<br>\nTeheran habe den Wiener Verhandlungen um das Atomabkommen m&ouml;glicherweise einen &laquo;t&ouml;dlichen Schlag&raquo; versetzt, sagt der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde (IAEA), Rafael Grossi: Der Iran hatte auf eine kritische Resolution des IAEA-Gouverneursrats mit der Ank&uuml;ndigung reagiert, dass die Urananreicherung weiter ausgebaut und ein Teil der IAEA-Kameras im Iran abgeschaltet werden. Sie &uuml;berwachen das iranische Atomprogramm. Ist damit das Ende des Atomdeals von 2015 endg&uuml;ltig besiegelt? Pr&auml;sident Donald Trump wollte ihn durch den Austritt der USA 2018 zu Fall bringen, im April 2021 wurden in Wien Verhandlungen &uuml;ber seine Rettung aufgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/atomabkommen-mit-iran-einigung-rueckt-in-weite-ferne\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Patrice Lumumba: Why Belgium is returning a Congolese hero&rsquo;s golden tooth<\/strong><br>\nA gold-crowned tooth is all that remains of assassinated Congolese independence hero Patrice Lumumba.<br>\nShot by a firing squad in 1961 with the tacit support of former colonial power Belgium, his body was then buried in a shallow grave, dug up, transported 200 km (125 miles), reburied, exhumed and then hacked into pieces and finally dissolved in acid.<br>\nBelgian police commissioner Gerard Soete, who oversaw and had a hand in the destruction of the remains, took the tooth, he later admitted.<br>\nHe also spoke of a second tooth and two fingers from the body, but these were not found.<br>\nThe tooth has now been returned to the family at a ceremony in Brussels.<br>\nSoete&rsquo;s impulse to pocket the body parts mirrored the behavior of European colonial officials over the decades, who took remains home as macabre memorabilia.<br>\nBut it also served as the final humiliation of a man whom Belgium viewed as an enemy.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-africa-61838781\">BBC<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Trockenheit in S&uuml;deuropa: Norditalien geht das Wasser aus<\/strong><br>\nDie Poebene erlebt die schlimmste D&uuml;rre seit 70 Jahren. Seit Monaten hat es nicht geregnet. Die H&auml;lfte der Anbaufl&auml;chen ist von Ernteausfall bedroht.<br>\nEinigerma&szlig;en ungewohnt ist das Bild, das sich den Turiner*innen jetzt im Juni beim Spaziergang an der Flusspromenade bietet. Der Po, eigentlich ein m&auml;chtiger Strom, hat sich in ein trauriges, schmales Rinnsal verwandelt.<br>\nUnd so ist es nicht nur in Turin. Italiens gr&ouml;&szlig;ter Fluss, der &uuml;ber 650 Kilometer den Norden des Landes vom Piemont bis hin zur Emilia Romagna und dem Veneto an der Adriak&uuml;ste durchschneidet, f&auml;llt auf seiner ganzen L&auml;nge durch historische Tiefst&auml;nde auf. 7 Meter unter Normalnull werden dieser Tage gemeldet, und die TV-Nachrichten liefern Bilder von Ausflugsbooten, die am Ufer schlicht auf dem Trockenen gestrandet sind, und auch vom Grund des Flussbetts, von v&ouml;llig ausgetrockneter, aufgebrochener Erde, die an eine W&uuml;stenlandschaft erinnern.<br>\nDie schlimmste D&uuml;rre seit 70 Jahren erlebe die Poebene, erlebe ganz Italien gerade, erl&auml;utern die Expert*innen, f&uuml;r die der direkte Zusammenhang mit dem Klimawandel auf der Hand liegt. Das f&auml;ngt damit an, dass es seit fast vier Monaten nicht mehr geregnet hat. Es geht damit weiter, dass auf den milden, trockenen Sp&auml;twinter und Fr&uuml;hling Hitzewellen folgten, die so fr&uuml;h einsetzten wie kaum je zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Trockenheit-in-Suedeuropa\/!5859386\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Klimaschutz war gestern<\/strong><br>\nEine Gemeinwohl-&Ouml;konomie w&uuml;rde den Klimaschutz er&uuml;brigen &ndash; er w&auml;re nur der unmittelbare Kollateralnutzen des Wirtschaftens.<br>\nWer etwas f&uuml;r den Klimaschutz tun m&ouml;chte, muss aufh&ouml;ren, sich mit dem Kilmaschutz zu besch&auml;ftigen. Der Kampf f&uuml;r ein dem Menschen zutr&auml;gliches Klima auf dem Planeten ist gek&auml;mpft, er ist verloren, und er bindet die guten Kr&auml;fte jener, die ihn mit sehr achtbarer Haltung aber ohne vern&uuml;nftige Aussicht auf Erfolg weiterk&auml;mpfen.<br>\nDer am 3. April 2022 ver&ouml;ffentlichte Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change zeigt das mit eindringlicher Deutlichkeit. Im Berichtsjahrzehnt 2010- 2019 sind die j&auml;hrlichen Treibhausgasemissionen, allen Bem&uuml;hungen, Beteuerungen und ohnedies sehr bescheidenen Zielsetzungen zu ihrer Reduktion zum Trotz, nicht gesunken, sondern gestiegen &ndash; und haben ihren vorl&auml;ufigen H&ouml;chststand in der Geschichte der Menschheit erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/21-2022\/klimaschutz-war-gestern\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Recycling, eine gro&szlig;e Farce? Plastik und kein Ende<\/strong><br>\nDer ARD-Dokumentarfilm &bdquo;Die Recycling-L&uuml;ge&ldquo; r&auml;umt den Mythos von der Wiederverwertung ab.<br>\nIn Indonesien verhaken sich die Plastikmassen in den Mangrovenb&auml;umen eines potenziellen Traumstrandes. In Bulgarien stapeln sich auf dem Hof eines dubiosen Zwischenlagers gro&szlig;e Ballen aus Plastikm&uuml;ll, den Freiwillige in Gro&szlig;britannien in bester Absicht gesammelt haben, weil er von der US-Firma Terracycle angeblich vollst&auml;ndig wiederverwertet wird &ndash; nun aber wohl nur verbrannt werden soll.<br>\nDer Dokumentarfilm &bdquo;Die Recycling-L&uuml;ge&ldquo; von Tom Costello und Benedict Wermter ersch&uuml;ttert mit einigem Nachdruck die beruhigende Vorstellung, dass es im Kampf gegen den Plastikm&uuml;ll vorangeht. Man kann es auch n&uuml;chtern in einer Zahl ausdr&uuml;cken wie Ernesto Bianchi vom Europ&auml;ischen Amt f&uuml;r Betrugsbek&auml;mpfung: Beim illegalen M&uuml;llhandel werden weltweit j&auml;hrlich elf bis zw&ouml;lf Milliarden Euro umgesetzt, sagt er. Die Autoren mischen mit einer eigens gegr&uuml;ndeten Fake-Firma auf dem Markt des M&uuml;ll-Schmuggelns mit und bringen au&szlig;erdem Tom Szaky, den Gr&uuml;nder von Terracycle, in Erkl&auml;rungsnot.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/recycling-eine-grosse-farce-plastik-und-kein-ende\/28437082.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Wachstumstreiber der Pharmabranche<\/strong><br>\nDie am Freitag gef&auml;llte WTO-Entscheidung zur befristeten Aussetzung von Covid-19-Impfstoffpatenten ist von der Bundesregierung systematisch ausgeh&ouml;hlt worden und wird wohl kaum Wirkung entfalten. Dies beklagen global t&auml;tige Menschenrechts- und Hilfsorganisationen. Demnach darf nur eine begrenzte Zahl an Entwicklungsl&auml;ndern Covid-19-Vakzine ohne Absprache mit den Patentinhabern produzieren. Fachleute bezweifeln, dass sie die komplexe Technologie f&uuml;r die Herstellung der aufwendigen mRNA-Impfstoffe beschaffen k&ouml;nnen. Ohnehin haben vor allem Deutschland, Gro&szlig;britannien und die Schweiz die jetzige Aussetzung der Patente so lange hinausgez&ouml;gert, bis der Weltmarkt f&uuml;r Covid-19-Impfstoffe weitgehend ges&auml;ttigt ist. Die Patentfreigabe bei Covid-19-Medikamenten hingegen, bei denen weiterhin Marktchancen bestehen, blockieren sie unver&auml;ndert. &bdquo;Erkrankte in einkommensschw&auml;cheren L&auml;ndern&ldquo; k&ouml;nnten auch k&uuml;nftig nicht auf &bdquo;die Behandlung&ldquo; hoffen, &bdquo;die sie ben&ouml;tigen&ldquo;, hei&szlig;t es bei Amnesty International. Zu den Profiteuren z&auml;hlt die Firma BioNTech (Mainz), die mit Quartalsgewinnen in Milliardenh&ouml;he zu einem der finanzst&auml;rksten Biotech-Unternehmen weltweit aufgestiegen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8952\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Angesteckt am Arbeitsplatz &ndash; Covid-19 als Berufskrankheit<\/strong><br>\nSeit Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar 2020 haben sich unz&auml;hlige Menschen am Arbeitsplatz oder am Weg dorthin mit dem Virus infiziert. Insbesondere f&uuml;r Betroffene von Long-Covid kann die Anerkennung der Erkrankung als Berufskrankheit bedeutend sein, um existenziellen &Auml;ngsten entgegenzuwirken und eine bestm&ouml;gliche medizinische Versorgung zu erhalten. Aktuelle Zahlen zeigen, dass Versicherte in der praktischen Durchsetzung ihrer Anspr&uuml;che allerdings vor zahlreiche Probleme gestellt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/covid-19-als-berufskrankheit\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundesbank warnt: Rentenbeitrag steigt auf 29 Prozent<\/strong><br>\nDie von SPD und Gr&uuml;nen geplante Abkehr vom demographischen Lastenausgleich in der Rente treibt deren Beitragssatz auf Dauer stark nach oben: Im Jahr 2070 m&uuml;ssten Arbeitnehmer und Arbeitgeber damit 29 Prozent des Bruttolohns an die Rentenkasse zahlen. Zudem m&uuml;ssten die Zusch&uuml;sse aus dem Bundesetat in einem Ma&szlig; steigen, das 6 Prozentpunkten Mehrwertsteuererh&ouml;hung entspricht. Dies zeigen Berechnungen der Bundesbank in ihrem neuen Monatsbericht. Belie&szlig;e man es beim heutigen Rentenrecht, steigt der Beitragssatz bis 2070 auf 25 Prozent, zudem m&uuml;sste die Mehrwertsteuer um 4 Punkte steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/rentenbeitrag-steigt-auf-29-prozent-laut-bundesbank-18114728.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.K.:<\/strong> In der &Uuml;berschrift hei&szlig;t es: &ldquo;Bundesbank warnt: Rentenbeitrag steigt auf 29 Prozent&rdquo; Erst im weiteren Text erf&auml;hrt man, dass sich diese Zahl auf das Jahr 2070 bezieht. Die FAZ (bzw. die Bundesbank, die das berechnet haben soll) kann also solche Zahlen auf fast 50 Jahre in die Zukunft rechnen? L&auml;cherlich! In meinen Augen ist das ein klarer Fall einer versuchten Manipulation, der Autor will den Menschen einfach nur Angst einreden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Spuren und Wunden der NSU-Morde<\/strong><br>\nZwischen September 2000 und April 2007 wurden acht M&auml;nner mit t&uuml;rkischen Wurzeln, ein Mann griechischer Abstammung und eine deutsche Polizistin ermordet. Die Ermittlungen wurden zun&auml;chst ausschlie&szlig;lich im Umfeld der nicht-deutschen Opfer mit Verdacht auf Drogenhandel und organisierte Kriminalit&auml;t gef&uuml;hrt. Nach einem gescheiterten Bankraub f&uuml;hrte die Spur schlie&szlig;lich zu der rechtsextremen Terrorgruppe &ldquo;Nationalsozialistischer Untergrund&rdquo; (NSU).<br>\nNach dem Suizid der beiden Hauptt&auml;ter begann 2013 der Prozess gegen die einzige &Uuml;berlebende des NSU-Trios, Beate Zsch&auml;pe, sowie vier mutma&szlig;liche Helfer und Unterst&uuml;tzer. Der Hass, der das NSU-Trio bei der Auswahl ihrer Opfer leitete, richtete sich gegen die zweite und dritte Generation der Deutscht&uuml;rken. Eine Generation, die sich darauf verlassen hatte, dass der Staat Rassismus nicht duldet und sie davor sch&uuml;tzen w&uuml;rde. Stattdessen versagten die Institutionen: Die Ermittlungen in den Mordf&auml;llen selbst waren geleitet von Misstrauen, Ressentiments und rassistischen Motiven.<br>\nDie NSU-Morde sind mehr als menschliche Schicksale, sie sind f&uuml;r die zweite und dritte Einwanderergeneration ein dramatischer Wendepunkt in ihrem Verh&auml;ltnis zu Deutschland und ihrer Sehnsucht nach einer Heimat, die Deutschland vielleicht einmal war. Auf die Suche nach den Spuren der NSU-Morde begibt sich der Dokumentarfilm der Regisseurin Aysun Bademsoy &ndash; ein Film, der das Scheitern von Ermittlern und Justiz beleuchtet und den Angeh&ouml;rigen der Opfer endlich eine Stimme gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/082233-000-A\/spuren-und-wunden-der-nsu-morde\/\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Ich w&uuml;nsche mir ein anderes Diskussionsklima&ldquo;<\/strong><br>\nDie Politikwissenschaftlerin Ulrike Gu&eacute;rot hat viele Anfeindungen erlebt, weil sie zu den Coronama&szlig;nahmen oder dem Krieg in der Ukraine unpopul&auml;re Meinungen vertritt. F&uuml;r eine befriedete Gesellschaft m&uuml;ssen wir ohne Vorurteile miteinander reden, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/reichlich-vorwuerfe-was-ist-los-frau-gu-rot-dlf-kultur-6f4f7999-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Triumph in Bogot&aacute;<\/strong><br>\nDas erste Mal in der Geschichte: Linker Kandidat Petro gewinnt Stichwahl um Pr&auml;sidentenamt in Kolumbien<br>\n&raquo;Ab heute ver&auml;ndert sich Kolumbien&laquo;, erkl&auml;rte Petro auf der zentralen Wahlparty in Bogot&aacute; am Sonntag abend. Dieser Wandel verfolge jedoch keineswegs das Ziel, Rache zu &uuml;ben. Im Wahlkampf hatte die kolumbianische Rechte versucht, in der Bev&ouml;lkerung Angst vor einem Triumph Petros zu sch&uuml;ren. So zeichneten sie das Bild eines &raquo;antidemokratischen Kommunisten&laquo; und betonten seine Mitgliedschaft in der fr&uuml;heren Guerilla &raquo;M&ndash;19&laquo;. Im Gegensatz dazu steht Petros Wahlprogramm &ndash; es sieht unter anderem h&ouml;here Steuern f&uuml;r Unternehmen und mehr Umweltschutz vor &ndash; in einer Linie mit linken Sozialdemokraten der Region.<br>\nDer k&uuml;nftige Pr&auml;sident wei&szlig;, wem er seinen Erfolg zu verdanken hat. Zu Beginn seiner Rede forderte er symboltr&auml;chtig die Freilassung aller im Rahmen der Protestwelle des vergangenen Jahres festgenommenen Jugendlichen. 2021 waren &uuml;ber mehrere Monate Hunderttausende gegen soziale Ungerechtigkeit und staatliche Gewalt auf die Stra&szlig;e gegangen. Ein bedeutender Anteil der Stimmen f&uuml;r Petro kam nun laut Statistiken von Frauen und jungen Kolumbianern, die die Proteste angef&uuml;hrt hatten.<br>\nHinzu kommt die gro&szlig;e Unterst&uuml;tzung durch indigene und afrokolumbianische Gemeinschaften, die sich durch Francia M&aacute;rquez repr&auml;sentiert f&uuml;hlen. Die in armen Verh&auml;ltnissen aufgewachsene Umweltaktivistin aus dem Departamento Cauca wird k&uuml;nftig die erste schwarze Vizepr&auml;sidentin des Landes. Am Sonntag abend erkl&auml;rte M&aacute;rquez, die auch Gleichstellungsministerin werden soll, die neue Regierung werde sich &raquo;entschieden&laquo; f&uuml;r Frieden, W&uuml;rde und soziale Gerechtigkeit einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428794.historischer-pakt-triumph-in-bogot%C3%A1.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> In S&uuml;damerika k&ouml;nnen progressive Kr&auml;fte Wahlen gewinnen, w&auml;hrend es hierzulande ein Trauerspiel ist. Die Linkspartei zerlegt sich quasi selbst und auf die SPD ist nun auch seit &uuml;ber zwei Jahrzehnten lediglich Verlass darauf, dass sie gro&szlig;e Konzerne im In- und Ausland unterst&uuml;tzt &ndash; z.B. w&auml;hrend der merkw&uuml;rdigen Coronazeit die Pharmaindustrie und im Ukrainekonflikt die R&uuml;stungsindustrie.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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