{"id":85051,"date":"2022-06-22T08:15:08","date_gmt":"2022-06-22T06:15:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051"},"modified":"2022-06-23T12:29:12","modified_gmt":"2022-06-23T10:29:12","slug":"hinweise-des-tages-4134","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h01\">Hat Scholz eine Strategie, was r&auml;t von der Leyen &ndash; und was ist Desinformation?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h02\">Keine Angst vor Friedensverhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h03\">Energie als Waffe gegen uns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h04\">Eiskalt im Stich gelassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h05\">Wie zerst&ouml;rt die deutsch-russischen Beziehungen inzwischen sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h06\">Ukraine-Krieg: Das verlogene &ndash; und aggressive &ndash; Spiel der NATO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h07\">Krisengewinne absch&ouml;pfen &ndash; Entlastungspaket schn&uuml;ren!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h08\">Non, Frankreich wird nicht unregierbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h09\">Gigs f&uuml;r die Geisterstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h10\">Australiens nationaler Elektrizit&auml;tsmarkt eingestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h11\">Spaltungsversuch abgewehrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h12\">Gro&szlig;britannien vor gr&ouml;&szlig;tem Bahnstreik seit 30 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h13\">&bdquo;Finanzinvestoren gef&auml;hrden das Patientenwohl&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h14\">Textilkonzerne missbrauchen Afrika als M&uuml;llkippe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h15\">Angst vor &bdquo;Kriegsgegnern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h16\">Poroschenko: Minsker Abkommen II diente dazu, Zeit zu gewinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h17\">Willy Wimmer: Warum negiert oder verteidigt der Westen &bdquo;Asov&ldquo; , den rechten Sektor und die Waffen-SS-Aufm&auml;rsche in den baltischen Staaten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85051#h18\">Historischer Sieg in Kolumbien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hat Scholz eine Strategie, was r&auml;t von der Leyen &ndash; und was ist Desinformation?<\/strong><br>\nBisher galt die Regel, dass ein Land nur dann der EU beitreten kann, wenn es stabil ist, keine Grenzkonflikte hat und in Frieden mit seinen Nachbarn lebt. Das war sogar der Sinn der EU-Erweiterung &ndash; sie sollte eine Zone dauerhaften Friedens schaffen.<br>\nDoch seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine ist alles anders. Man fragt nicht mehr nach den Regeln und dem Nutzen f&uuml;r EUropa. Vielmehr geht es darum, Kremlchef Putin eins auszuwischen und der Ukraine zu helfen &ndash; um (fast) jeden Preis.<br>\nUnd so haben Macron und Scholz nun den sofortigen Beitrittstatus gefordert. &ldquo;Deutschland ist f&uuml;r eine positive Entscheidung zugunsten der Ukraine&rdquo;, sagte Kanzler Scholz bei seinem Besuch in Kiew. &ldquo;Das gilt auch f&uuml;r die Republik Moldau.&rdquo;<br>\n&Auml;hnlich &auml;u&szlig;erten sich Frankreichs Pr&auml;sident Macron und Italiens Ministerpr&auml;sident Draghi. Zusammen mit dem rum&auml;nischen Pr&auml;sidenten Iohannis hatten sie zuvor den ukrainischen Pr&auml;sidenten Selenskyj getroffen.<br>\n&ldquo;Wir alle vier unterst&uuml;tzen den sofortigen Kandidatenstatus&rdquo;, sagte Macron. Damit nehmen sie EU-Kommissionschefin von der Leyen die Butter vom Brot. Die CDU-Politikerin will erst am Freitag ihr Verdikt abgeben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/hat-scholz-eine-strategie-ukraine-desinformation\/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&amp;utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=getresponse\">Lost in europe<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Ukraine-Beitritt: Darum geht es wirklich<\/strong><br>\nBerlin und Br&uuml;ssel wollen die Ukraine zum EU-Beitrittskandidaten machen &ndash; trotz eklatanter M&auml;ngel und noch dazu mitten im Krieg. Was steckt dahinter, und worum geht es wirklich?<br>\nDen Beitritt in die EU (und in die Nato) hat die Ukraine schon 2019 in die Verfassung geschrieben. Danach passierte &ndash; nichts. Warum hat es Kiew pl&ouml;tzlich so eilig, und warum zieht Br&uuml;ssel nun mit?<br>\nDie Antwort liegt auf der Hand: Es geht um den Krieg. Die F&uuml;hrung in Kiew braucht Hilfe und eine &ldquo;europ&auml;ische Perspektive&rdquo;, damit sie sagen kann: Unsere Opfer sind nicht umsonst gewesen.<br>\nDa die Nato-Mitgliedschaft zumindest offiziell nicht mehr infrage kommt, mu&szlig; nun die EU herhalten. Die Ukraine erf&uuml;llt zwar praktisch kein EU-Kriterium f&uuml;r den Beitritt, doch das ist egal.<br>\nDenn Br&uuml;ssel hat eine &ldquo;geopolitische Wende&rdquo; hingelegt. Jetzt z&auml;hlen nicht mehr die Regeln, sondern die Ziele. Und das oberste Ziel hei&szlig;t, Russland zu widerstehen und zu strafen.<br>\nInsofern ist es nicht erstaunlich, dass die &ldquo;geopolitische Kommission&rdquo; unter von der Leyen den Kandidatenstatus bewilligt. Ein &ldquo;Nein&rdquo; w&uuml;rde &ldquo;Putin&rdquo; in die H&auml;nde spielen, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel&hellip;<br>\nWird die EU in den Krieg mit Russland gezogen?<br>\nGenau darauf schielt die Ukraine, um sich f&uuml;r die Zukunft zu wappnen. Wenn sie schon nicht Nato-Mitglied werden kann, so sollen wenigstens die EU-Mitglieder gerade stehen.<br>\nAnders gesagt: W&auml;re die Ukraine heute Mitglied der EU, w&auml;re diese vertraglich verpflichtet, einen Krieg gegen Russland zu f&uuml;hren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/ukraine-beitritt-auf-diese-beiden-brisanten-aspekte-kommt-es-jetzt-an\/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&amp;utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=getresponse\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Keine Angst vor Friedensverhandlungen<\/strong><br>\nJeffrey Sachs, Romano Prodi et al.: &bdquo;Die Trommelschl&auml;ge des Kriegs m&uuml;ssen Worten des Friedens weichen&ldquo;<br>\nEine internationale Arbeitsgruppe um den US-amerikanischen &Ouml;konomen und Direktors des UN Sustainable Development Solution Network Jeffrey Sachs traf sich am 6. und 7. Juni in der Casina Pio IV, Vatikanstadt, um L&ouml;sungen f&uuml;r einen &bdquo;gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine&ldquo; zu erarbeiten.<br>\nKARENINA dokumentiert die dort entstandene &bdquo;Erkl&auml;rung der Teilnehmer der Studiengruppe Wissenschaft und Ethik des Gl&uuml;cks&ldquo;, die unter anderen der italienische Ministerpr&auml;sident Romano Prodi und der ehemalige spanische Au&szlig;enminister Miguel Angel Moratinos unterzeichnet haben, in deutscher &Uuml;bersetzung.<br>\nErreichen eines gerechten und dauerhaften Friedens in der Ukraine<br>\nErkl&auml;rung der Teilnehmer der Studiengruppe Wissenschaft und Ethik des Gl&uuml;cks; Treffen in der Casina Pio IV, Vatikanstadt, 6. bis 7. Juni 2022<br>\nJesus lehrte die Welt, dass Friedensstifter gesegnet sind, denn sie sind Kinder Gottes. W&auml;hrend der Krieg in der Ukraine tobt, braucht die Welt Friedensstifter, die den Kriegsparteien helfen, statt eines anhaltenden Konflikts den Frieden zu w&auml;hlen. Die USA, die Europ&auml;ische Union, die T&uuml;rkei, China und andere L&auml;nder sollten den beiden Seiten helfen, sich mit einem ausgehandelten Friedensabkommen sicher zu f&uuml;hlen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.karenina.de\/leben\/zivilgesellschaft\/keine-angst-vor-friedensverhandlungen\/?fbclid=IwAR03DZKJEPv423X24U6pTYXbgoGALSmhSaNEcUduN1t0xOG01mE7Nyq6AHo\">Karenina<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Energie als Waffe gegen uns<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Habeck hat die Drosselung russischer Gaslieferungen als Angriff bezeichnet. Er mahnte zur Gegenwehr, warnte aber auch vor einer m&ouml;glichen Wirtschaftskrise. Bundesnetzagentur und Industrie erarbeiten bereits Notfallpl&auml;ne.<br>\nBundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die durch Russland reduzierten Gaslieferungen als &ouml;konomischen Angriff auf Deutschland gewertet. Das sei eine andere Dimension als bisher, sagte der Gr&uuml;nen-Politiker beim &ldquo;Tag der Industrie&rdquo; des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Das Muster sei erkennbar. Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin wolle immer wieder &Auml;ngste sch&uuml;ren, unter anderem vor Armut&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/gasmangellage-habeck-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Ist Robert Habeck so bl&ouml;d oder tut er nur so? Nat&uuml;rlich dient die Energie als Waffe &ndash; wie umgekehrt die westlichen Sanktionen gegen Russland. Und wie es in den Wald hallt, hallt es wieder heraus.<\/em><br>\nDie beiden Artikel zeigen deutlich: Deutschland und Europa haben die Folgen der Sanktionen nicht zu Ende gedacht. Im Februar k&uuml;ndigte Analena Baerbock wie ein forscher Teenager vollmundig an, Deutschland sei bereit, daf&uuml;r einen hohen Preis zu zahlen&hellip;<br>\nDer hohe Preis ist schon jetzt allgegenw&auml;rtig in Form von Inflation, Lieferengp&auml;ssen, Geldn&ouml;ten bei &auml;rmeren Menschen. Nach vielen Fehlern w&auml;hrend der Corona-Pandemie mit (&uuml;berfl&uuml;ssigen) finanziellen Belastungen in Milliardenh&ouml;he lasten die Folgen (des Krieges) und des vom Westen eingeleiteten Wirtschaftskrieges auf unserem Land. Durch Gasmangel und explodierende Preise f&uuml;r Energie droht ein Kollaps unserer Wirtschaft, eine dauerhafte Inflation, das Zusammenbrechen der sozialen Sicherungssysteme, steigende Krankenkassenbeitr&auml;ge etc. Darunter leidet insbesondere der &auml;rmere Teil der Bev&ouml;lkerung&hellip;<br>\nNachdem der Gashahn langsam zugedreht wird, fragt Robert Habeck allen Ernstes, ob hinter den technischen Problemen nicht auch politische Gr&uuml;nde stecken?  Merkt der Gr&uuml;ne nicht, dass es darum l&auml;ngst nicht mehr geht? Der Westen &ndash; allen Deutschland und die EU &ndash; mussten damit rechnen, dass Russland, auf deren Rohstoffe wir angewiesen sind, auf Sanktionen reagiert. Mit den Rohstoffen im R&uuml;cken sitzt Russland zumindest kurz- und mittelfristig am l&auml;ngeren Hebel. Will das niemand kapieren?  <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gott, was f&uuml;r eine Heuchelei des Ersatzkanzlers: wenn das ein Wirtschaftskrieg vonseiten Russlands ist, dann haben Deutschland und die EU mit inzwischen sechs Sanktionspaketen diesen Wirtschaftskrieg ganz eindeutig angefangen. Sich jetzt dar&uuml;ber zu beschweren, dass die Gegenseite nicht mit Watteb&auml;uschen wirft, ist peinlich&hellip; Und fr&uuml;her hatte sich Habeck etwas mutiger angeh&ouml;rt: vor ein paar Wochen wollte er noch gerne den Preis f&uuml;r die von Deutschland (!!) <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/habeck-gas-notfallplan-ukraine-krieg-russland-100.html\">gegen Russland verh&auml;ngten Wirtschaftssanktionen und -embargos zahlen<\/a>, vor allem die steigenden Energiepreise. Auch wenn damals die B&uuml;rger den Preis zahlen sollten und Habeck jetzt den Kotau vor den Unternehmen macht: was f&uuml;r ein Wendehals.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eiskalt im Stich gelassen<\/strong><br>\nJulian Assange und die Doppelmoral des Westens. Ein Gastkommentar<br>\nVon Sevim Dagdelen<br>\nDie Anweisung der britischen Regierung, den Journalisten Julian Assange an die USA auszuliefern, wo ihm wegen der Enth&uuml;llung von Kriegsverbrechen 175 Jahre Gef&auml;ngnis drohen, ist ein Generalangriff auf die Pressefreiheit. Die politische Verfolgung von Julian Assange offenbart die ganze Heuchelei und Doppelmoral des Westens. Bei Journalistenverb&auml;nden und Menschenrechtsorganisationen weltweit ist das Entsetzen gro&szlig; &uuml;ber die Entscheidung in London, die Bundesregierung in Deutschland dagegen, die sich eine wertebasierte und menschenrechtsorientierte Au&szlig;enpolitik auf die Fahnen schreibt, wiegelt ab. Was f&uuml;r eine Schande. Was f&uuml;r eine Feigheit. Was f&uuml;r eine uns&auml;gliche Doppelmoral, russische Kriegsverbrechen in der Ukraine anzuprangern, sich aber gleichzeitig feige weg zu ducken, wenn US-Pr&auml;sident Joseph Biden mit seinen britischen Helfern unter absurden juristischen Spionagevorw&uuml;rfen den Aufkl&auml;rer US-amerikanischer Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan verfolgen l&auml;sst.<br>\nF&uuml;nf Mitglieder der heutigen Bundesregierung haben sich bis kurz vor den Bundestagswahlen im September 2021 f&uuml;r die Freilassung von Julian Assange eingesetzt: neben der heutigen Bundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock sind das Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck, Gesundheitsminister Karl Lauterbach, Landwirtschaftsminister Cem &Ouml;zdemir sowie Kulturstaatsministerin Claudia Roth. Jetzt dagegen: Dr&ouml;hnendes Schweigen beim Ampelkabinett oder billige Ausfl&uuml;chte, das Urteil sei &raquo;noch nicht unanfechtbar&laquo; und &raquo;ein weiterer Rechtsweg m&ouml;glich&laquo;. Bullshit. Es ist Gefahr im Verzug.<br>\nDie Auslieferung von Julian Assange an die USA steht bevor. Und die Ampel l&auml;sst ihn, den Dissidenten des Westens und eben nicht Russlands, eiskalt im Stich, derweil Amnesty International Alarm schl&auml;gt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428701.pressefreiheit-eiskalt-im-stich-gelassen.html\">junge Welt<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Wo nur das Recht des S&auml;rkeren gilt<\/strong><br>\nNils Melzer, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter &uuml;ber die Abgr&uuml;nde der westlichen Demokratien im Fall Assange<br>\nHerr Melzer, Sie waren f&uuml;nfeinhalb Jahre UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter. Bekannt geworden sind Sie durch den Fall von Julian Assange &ndash; Sie haben Schweden, den USA und Gro&szlig;britannien vorgeworfen, das Gesetz zu beugen. Assange sei im Gef&auml;ngnis psychischer Folter ausgesetzt. Wie sieht Ihre Bilanz Ihres Mandats aus?<br>\nMeine Interventionen haben leider nicht viel bewirkt &ndash; obwohl ich mein volles Gewicht in die Waagschale geworfen habe. Ich habe mich nach anf&auml;nglichem Z&ouml;gern dazu entschieden, &ouml;ffentlich anzuprangern, wie Assange von den verantwortlichen Staaten d&auml;monisiert und misshandelt wird und habe das akribisch recherchiert und nachgewiesen. Seine Behandlung hat sich dadurch leider nicht ver&auml;ndert, aber die &ouml;ffentliche Wahrnehmung dieses Falles wurde sicher positiv beeinflusst. Und es kann gut sein, dass meine Schlussfolgerungen vom Menschenrechtsgerichtshof in Stra&szlig;burg beachtet werden, falls sein Fall dort landet. Innerhalb der politischen und juristischen Strukturen der Staaten haben meine deutlichen Worte eher zu einer Abwehrreaktion gef&uuml;hrt. H&auml;tte ich es aber diskret gemacht, dann w&auml;re es wirkungslos verhallt.<br>\nIm Fall des Journalisten und Herausgebers von Wikileaks, Julian Assange, neigen sich die Rechtsmittel dem Ende. Ein immer wieder gefordertes Asyl in Deutschland, weisen deutsche Regierungskreise zur&uuml;ck. Nach der Bekanntgabe der Auslieferungsentscheidung in Gro&szlig;britannien bleibt dem Anwaltsteam des Australiers jetzt eine Frist von zwei Wochen, um Widerspruch einzulegen. Auch eine Berufungsverhandlung am High Court ist noch auf der Liste der m&ouml;glichen Rechtsmittel.<br>\nUnterdessen sorgt sich die Familie von Assange um dessen Gesundheitszustand. Er hat Jahre psychischer Folter hinter sich, sagte sein Vater John Shipton am Montag dieser Woche vor Journalist*innen in Berlin. Nicht nur die mittlerweile &uuml;ber drei Jahre im britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis, sondern auch die Zeit davor in der ecuadorianschen Botschaft haben Assange zerm&uuml;rbt. Es wird bef&uuml;rchtet, er werde sich im Falle einer nicht mehr abwendbaren Auslieferung das Leben nehmen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1164731.julian-assange-wo-nur-das-recht-des-saerkeren-gilt.html\">nd<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie zerst&ouml;rt die deutsch-russischen Beziehungen inzwischen sind<\/strong><br>\nDass Russland sich inzwischen offen nicht nur von den USA, sondern auch von den EU-Staaten &ndash; inklusive Deutschland &ndash; abgewandt hat, haben in den letzten Tagen die Rede von Putin und das Interview von Lawrow gezeigt. Das historisch Besondere an der aktuellen Situation ist, dass Deutschland seine seit Jahrzehnten erfolgreiche Politik als Vermittler zwischen Ost und West aufgegeben hat. Diese von Brandt, Schmidt, Kohl und Schr&ouml;der 30 Jahre lang verfolgte Politik hat den Kalten Krieg beendet und die Chance auf eine echte Zusammenarbeit in Europa geboten. Merkel hat sich Schritt f&uuml;r Schritt von dieser Politik verabschiedet und die aktuelle Bundesregierung zerst&ouml;rt auch noch die letzten Reste des &uuml;ber Jahrzehnte gewachsenen Vertrauens, die Merkel &uuml;brig gelassen hat.<br>\nDer Funke, der auf Russland &uuml;berspringen soll<br>\nIn diesen Tagen gab es einige bemerkenswerte &Auml;u&szlig;erungen deutscher Regierungsvertreter, die die f&uuml;r ihre spitze Zunge bekannte Sprecherin des russischen Au&szlig;enministeriums nicht unkommentiert gelassen hat.<br>\nDer deutsche Bundeskanzler Scholz hat in einem Interview unter anderem gesagt:<br>\n&bdquo;Putin scheint Angst davor zu haben, dass der Funke der Demokratie auf sein Land &uuml;berspringen k&ouml;nnte.&ldquo;<br>\nDie heutige Generation deutscher Politiker betreibt eine ungemein gef&auml;hrliche Politik und bemerkt es anscheinend nicht einmal, denn zur Politik geh&ouml;rt auch Geschichtsverst&auml;ndnis&hellip;<br>\nWie man in Russland solche &Auml;u&szlig;erungen ausgerechnet von einem deutschen Kanzler versteht und warum deutsche Politiker sich mit solchen &Auml;u&szlig;erungen in Richtung Russland zur&uuml;ckhalten sollten, hat Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Au&szlig;enministeriums auf ihrem Telegram-Kanal mitgeteilt: &hellip;. &bdquo;Deutsche Funken sind schon einige Male auf uns &uuml;bergesprungen. Weitere Br&auml;nde lassen wir nicht zu.&ldquo; (&hellip;)<br>\nRussland wurde vom Westen seit 30 Jahren belogen und betrogen. Das begann mit dem Versprechen zur deutschen Wiedervereinigung, die NATO &bdquo;keinen Zoll&ldquo; nach Osten auszudehnen. Das war kein vertraglich gegebenes Versprechen, die damalige russische F&uuml;hrung war leider so naiv, dem Westen zu vertrauen und seinen verbal gegebenen Versprechen zu glauben.<br>\nDiese L&uuml;ge war bei weitem nicht die einzige. Der Westen hat seit 2014 die NATO-Russland-Grundakte ignoriert und planm&auml;&szlig;ig zerst&ouml;rt, die Frieden und Stabilit&auml;t in Europa sichern sollte. Hinzu kommen noch weitere gebrochene Versprechen, wie die offene Ablehnung Deutschlands und Frankreichs vom November 2021, das Minsker Abkommen umzusetzen.<br>\nInzwischen sieht sich der Westen ziemlich offen im Krieg mit Russland, indem er russische Medien verboten, einen Wirtschaftskrieg vom Zaun gebrochen hat und indem der Ukraine so viele Waffen liefert, dass man sich in Russland l&auml;ngst mit dem gesamten Waffenarsenal des Westens im Krieg sieht. Westliche Politiker formulieren als ihr Ziel offen, die russische Wirtschaft zu zerst&ouml;ren. Der Westen f&uuml;hrt mit allen Mitteln (au&szlig;er eigenen Soldaten) Krieg gegen Russland.<br>\nDer Sprecher des Kreml hat das in einem Interview mit dem US-Fernsehsender MSNBC zusammengefasst und gesagt, die Beziehungen zum Westen seien langfristig besch&auml;digt und das werde eine sehr lange Krise werden. Das russische Fazit fasste er in einem Satz zusammen:<br>\n&bdquo;Wir werden dem Westen nie wieder vertrauen&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/wie-zerstoert-die-deutsch-russischen-beziehungen-inzwischen-sind\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Kreml-Sprecher Peskow: &bdquo;Russland kann dem Westen nie wieder vertrauen&ldquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) Auf die Ukrainekrise und deren Dauer angesprochen, sagte Peskow gegen&uuml;ber NBC:<br>\n&ldquo;Ja, die Krise wird lange dauern. Wir werden dem Westen nie wieder vertrauen.&rdquo;<br>\nDer Pressesprecher des russischen Pr&auml;sidenten beantwortete auch Fragen &uuml;ber das Schicksal von US-Kriegsgefangenen in der Ukraine. Er erkl&auml;rte, die US-Amerikaner h&auml;tten nichts mit der regul&auml;ren ukrainischen Armee zu tun und fielen daher nicht unter die Bestimmungen der Genfer Konventionen.<br>\nDer Sprecher des russischen Pr&auml;sidenten meinte auch, er k&ouml;nne nicht garantieren, dass die US-K&auml;mpfer nicht das Schicksal britischer S&ouml;ldner teilen w&uuml;rden, die k&uuml;rzlich wegen ihrer Teilnahme an Kriegshandlungen auf ukrainischer Seite in der DVR zum Tode verurteilt wurden.<br>\n&ldquo;Es wird ein Gerichtsverfahren geben, und es wird eine Gerichtsentscheidung geben&rdquo;, betonte Peskow, &ldquo;ich kann nichts garantieren, das h&auml;ngt von den Ermittlungen ab&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/russland\/141570-dmitri-peskow-russland-kann-westen\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Sanktionen gegen und die zunehmende Konfrontation mit Russland schaden vor allem Deutschland. Die Bundesregierung sollte &uuml;ber die R&uuml;ckkehr zur Kooperation und zum Prinzip &ldquo;Wandel durch Ann&auml;herung&rdquo; im Umgang mit Russland nachdenken und das Wohlergehen der hiesigen Bev&ouml;lkerung nicht aus den Augen verlieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Das verlogene &ndash; und aggressive &ndash; Spiel der NATO<\/strong><br>\nObwohl die Ukraine kein Mitglied der NATO ist, wurde die Zusammenarbeit der NATO mit der ukrainischen Armee immer intensiver. Und obwohl in Artikel 5 des NATO-Gr&uuml;ndungsdokumentes festgehalten ist, dass die NATO ein Verteidigungsb&uuml;ndnis ist, hat NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg schon im M&auml;rz 2021 eine de facto-&Auml;nderung dieses Artikels verk&uuml;ndet &ndash; und in einem pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch mit einer Universit&auml;t in den USA beschrieben.<br>\nWenn davon die Rede ist, dass sich Russland durch die NATO-Osterweiterung bedroht f&uuml;hlte, wird von westlicher Seite stets darauf hingewiesen, dass es keine Bedrohung Russlands war, weil die NATO aufgrund Punkt 5 des Gr&uuml;ndungsvertrages ausschliesslich ein Verteidigungsb&uuml;ndnis sei. Dass die NATO schon in der 1990er Jahren im ehemaligen Jugoslawien ohne jede Bedrohung auch schon pr&auml;ventiv und offensiv gehandelt hat, wird dabei gerne &ldquo;vergessen&ldquo;. Der Angriff auf den IRAK im Jahr 2003 erfolgte zwar formell nicht im Namen der NATO, sondern unter dem Stichwort &laquo;B&uuml;ndnis der Willigen&raquo;, war aber letztlich eine NATO-Unternehmung, einfach mit der M&ouml;glichkeit der Mitgliedsl&auml;nder, sich daran nicht zu beteiligen. Warum aber die gigantischen NATO-Man&ouml;ver ausgerechnet in den baltischen Staaten, die an Russland grenzen, und im Schwarzen Meer, das ebenfalls an Russland grenzt? Alles nur Verteidigung?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/ukraine-krieg-das-verlogene-und-aggressive-spiel-der-nato\/\">Christian M&uuml;ller auf Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Krisengewinne absch&ouml;pfen &ndash; Entlastungspaket schn&uuml;ren!<\/strong><br>\nWas sich seit Wochen an den Zapfs&auml;ulen der Republik abspielt, l&auml;sst sich nur noch mit Stirnrunzeln quittieren. Durch exorbitante Preise fahren die gro&szlig;en &Ouml;lmultis satte Extra-Profite ein. Diese sind weder das Resultat unternehmerischer Leistung noch vorausschauender Investitionen. Sie ergeben sich einzig aus der marktbeherrschenden Position der Konzerne. Der Tankrabatt, den die FDP gegen alle klugen Ratschl&auml;ge durchdr&uuml;cken musste, ist angesichts dessen auch nur semi-erfolgreich. Die Kundschaft muss weiter kr&auml;ftig zahlen.<br>\n&Uuml;bergewinne per Steuer absch&ouml;pfen<br>\nDiese Entwicklung ist h&ouml;chst problematisch. Krisenbedingte Preise und Margen heizen die Inflation nur weiter an und sind moralisch verwerflich &ndash; nicht nur im Mineral&ouml;lgesch&auml;ft. Hier ist dringend Abhilfe gefragt: Mit einer &Uuml;bergewinnsteuer m&uuml;ssen die Krisengewinner zur Kasse gebeten werden! In Italien, Gro&szlig;britannien und Griechenland ist dies schon der Fall. Die Bundesrepublik sollte diesen Beispielen folgen und unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Profite absch&ouml;pfen.<br>\nInflation erfordert weitere Entlastungen<br>\nDie zus&auml;tzlichen Einnahmen k&ouml;nnten einen Teil beitragen, um die Menschen gegen die immensen Kostensteigerungen weiter zu unterst&uuml;tzen. In den letzten Monaten haben insbesondere die Preise f&uuml;r Energie, Lebensmittel und Verkehr in Niedersachsen enorm zugelegt (siehe Grafik). Davon sind Haushalte mit mittleren und kleinen Einkommen &uuml;berproportional stark betroffen. Und die Bundesbank teilt aktuell mit, dass die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2022 bei &uuml;ber 7 Prozent liegen wird. Zwar hat die Bundesregierung bereits eine Reihe sinnvoller Auffangma&szlig;nahmen auf den Weg gebracht, es gibt jedoch Schwachstellen, die es zu beheben gilt. Ein neues Entlastungspaket muss jetzt geschn&uuml;rt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++d142bf2c-ed47-11ec-b21b-001a4a160123\">DGB Niedersachsen<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Krisengewinne besteuern!<\/strong><br>\nBenzin kostet trotz Tankrabatt knapp zwei Euro. Die hohen Spritpreise lassen die Gewinne von Shell, ExxonMobil, Chevron &amp; Co explodieren. In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Mineral&ouml;lkonzerne rund 30 Milliarden Euro Gewinn gemacht &ndash; mehr als doppelt so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.<br>\nVerantwortlich f&uuml;r diese kr&auml;ftige Gewinnsteigerung ist die Preispolitik der Mineral&ouml;lkonzerne. Sie haben ihre Chance genutzt: Zwar sind die Roh&ouml;lpreise in den letzten Monaten kr&auml;ftig gestiegen. Noch schneller aber lie&szlig;en die Konzerne den Spritpreis an der Tankstelle klettern.<br>\nDer Preis f&uuml;r Dieselkraftstoff stieg von 1,60 Euro auf zeitweise 2,30 Euro. Lediglich 20 Cent dieser Preiserh&ouml;hung lassen sich mit dem h&ouml;heren Roh&ouml;lpreis erkl&auml;ren. Die verbleibenden 50 Cent erhalten die &Ouml;lmultis. Diese inflationstreibende Preispolitik ist nur m&ouml;glich, weil die Mineral&ouml;lkonzerne ihre sehr gro&szlig;e Marktmacht zu Lasten der Autofahrerinnen und Autofahrer missbrauchen.<br>\nDie Krisenprofite der Mineral&ouml;lindustrie sollten jetzt mit einer &Uuml;bergewinnsteuer abgesch&ouml;pft werden. Mit den Steuereinnahmen k&ouml;nnen dann weitere Entlastungspakete f&uuml;r Gering- und Normalverdienende finanziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/publikationen\/++co++b63e75b8-f099-11ec-8700-001a4a160111\">verdi<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Non, Frankreich wird nicht unregierbar<\/strong><br>\nNach der Wahlschlappe der Bewegung von Pr&auml;sident Macron malen viele ein &ldquo;unregierbares&rdquo; Frankreich an die Wand. Doch das droht nicht. Das Problem liegt ganz woanders<br>\nMacrons Wahlb&uuml;ndnis &ldquo;Ensemble&rdquo; hat die absolute Mehrheit verfehlt. Es errang nur 246 von 577 Sitzen. 289 braucht es f&uuml;r die Mehrheit. Das ist &auml;rgerlich f&uuml;r Macron &ndash; aber nicht das Ende der Welt.<br>\nDer liberale &ldquo;Sonnenk&ouml;nig&rdquo; mu&szlig; nun B&uuml;ndnispartner suchen oder von Fall zu Fall um Mehrheiten f&uuml;r seine Politik werben. Das wird ihm gut tun, der Demokratie in Frankreich auch.<br>\nUnregierbar wird das Land dadurch nicht. Ich habe die &ldquo;Cohabitation&rdquo; zwischen dem Neogaullisten Chirac und dem Sozialisten Jospin als Korrespondent in Paris erlebt, es ging erstaunlich glatt &uuml;ber die B&uuml;hne.<br>\nDas eigentliche Problem liegt woanders. Macron k&ouml;nnte nun auf die Rechte zugehen, obwohl das Linksb&uuml;ndnis Nupes bei dieser Wahl besser abgeschnitten hat.<br>\nVor der entscheidenden Stichwahl hat er es schon vers&auml;umt, zur Wahl der Linken aufzurufen, wie es fr&uuml;her &uuml;blich war, um den Aufstieg der Nationalisten um Le Pen zu verhindern.<br>\nStatt die republikanische &ldquo;barrage&rdquo; zu empfehlen, sich Le Pen also in den Weg zu stellen, haben Macrons Truppen so getan, als seien Lechts und Rinks gleich.<br>\nDas ist fatal. Le Pen konnte so die gr&ouml;&szlig;te rechtsradikale Fraktion aller Zeiten aufstellen. Ein Gl&uuml;ck nur, dass sie kleiner ist als die Fraktion der geeinten Linken!<br>\nMit der EU ist kein Blumentopf zu gewinnen<br>\nEin weiteres Problem liegt in der Europapolitik. Macron d&uuml;rfte seinen Kurs zwar nicht &auml;ndern; in der Au&szlig;enpolitik spielt das Parlament keine gro&szlig;e Rolle, das ist die Dom&auml;ne des Pr&auml;sidenten.<br>\nDoch die Wahl hat gezeigt, dass mit einer ausgesprochen proeurop&auml;ischen Politik in Frankreich kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.<br>\nNicht einmal die Reise nach Kiew hat Macron noch geholfen. Das sollte allen EU-Politikern zu denken geben. Ihr Projekt ist auf Abwege geraten; der Brexit hat als Warnschu&szlig; offenbar nicht gen&uuml;gt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/non-frankreich-wird-nicht-unregierbar\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gigs f&uuml;r die Geisterstadt<\/strong><br>\nHinter digitalen Dienstleistungen und vermeintlich k&uuml;nstlicher Intelligenz verbirgt sich enorm viel menschliche Arbeit. Die sogenannten Geister&shy;arbeitenden erledigen Aufgaben, von denen man glaubt, dies t&auml;ten Maschinen.<br>\n(&hellip;) Hinter k&uuml;nstlicher Intelligenz und digitalen Dienstleistungen steht weiterhin menschliche Arbeit. Dass Technologie wie magisch die allt&auml;glichen Eink&auml;ufe, Buchungen oder sozialen Vernetzungen erm&ouml;glicht, ist eine von der IT-Branche verbreitete Illusion. Tats&auml;chlich werden die Auftr&auml;ge an einem globalen Flie&szlig;band von Mikroarbeitenden erledigt,<br>\nGeisterarbeitende verrichten ihre T&auml;tigkeit aufgrund ihrer Unsichtbarkeit unter besonders prek&auml;ren Bedingungen. Sogenannte Klickarbeitende beispielsweise l&ouml;sen f&uuml;r Technologieunternehmen wie Amazon Mechanical Turk Kleinstaufgaben, genannt Gigs, die per Klick f&uuml;r Arbeitende auf der ganzen Welt zur Verf&uuml;gung stehen &ndash; man muss sich lediglich einloggen. Mit den erzeugten Datenmengen f&uuml;ttern Unternehmen ihre Algorithmen und erg&auml;nzen sie so um menschliches Einsch&auml;tzungsverm&ouml;gen&hellip;<br>\nKlickarbeitende befinden sich in einem anonymen Dienstleistungsverh&auml;ltnis ohne menschlichen Kontakt. Sie entscheiden selbst, wie viele Aufgaben sie l&ouml;sen und wie viel ihrer Zeit sie der monotonen Arbeit widmen. Dieses ortsunabh&auml;ngige, als flexibel angepriesene Online-Arbeiten hat seinen Preis: Geisterarbeit wird pro Gig bezahlt, unabh&auml;ngig davon, wie lange die jeweilige Aufgabe dauert. In der Regel verdient man damit weniger als den gesetzlichen Mindeststundenlohn. Klickarbeitende stehen in keinem offiziellen Arbeitsverh&auml;ltnis mit irgendeiner Instanz. &raquo;Man findet sie online, bezahlt ihnen wenig Geld und wird sie wieder los, wenn man sie nicht mehr braucht&laquo;, pries Lukas Biewald, der Gr&uuml;nder des KI-&shy;Unternehmens Figure Eight, dieses Ausbeutungsverh&auml;ltnis 2010&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2022\/24\/gigs-fuer-die-geisterstadt\">jungle World<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Australiens nationaler Elektrizit&auml;tsmarkt eingestellt<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung) Der australische Energiemarktbetreiber hat soeben den nationalen Elektrizit&auml;tsmarkt ausgesetzt. Das bedeutet, dass der Gro&szlig;handelspreis f&uuml;r Strom nicht mehr wettbewerbsorientiert festgelegt wird, sondern dass die AEMO feste Preise festsetzt und eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle dabei spielt, welche Kraftwerke wann Energie erzeugen.<br>\nDies ist das erste Mal, dass der Markt in allen Bundesstaaten ausgesetzt wurde, und spiegelt die Tiefe der Preis- und Versorgungskrise wider, die das gr&ouml;&szlig;te Stromnetz Australiens plagt&hellip;<br>\nDer gesamte Strom an der australischen Ostk&uuml;ste wird &uuml;ber den National Electricity Market (NEM) gehandelt, einen Gro&szlig;handelsmarkt, auf dem die Erzeuger f&uuml;r den von ihnen produzierten Strom bezahlt werden. Die Preise werden in einer Auktion zwischen den Erzeugern festgelegt, die alle f&uuml;nf Minuten stattfindet&hellip;<br>\nIn der vergangenen Woche sind die Gro&szlig;handelspreise vor allem wegen zweier Faktoren in die H&ouml;he geschnellt: hohe Kohle- und Gaspreise (bedingt durch den russischen Krieg in der Ukraine) und die Tatsache, dass etwa 25 % der Kohlekraftwerke nicht in Betrieb sind. Die Kohlekraftwerke sind wegen Wartungsarbeiten und der pl&ouml;tzlichen Abschaltung von 3 000 MW Leistung aufgrund von Pannen (ungeplante Ausf&auml;lle) nicht verf&uuml;gbar.<br>\nDies veranlasste die AEMO, ein &ldquo;Sicherheitsnetz&rdquo; f&uuml;r die Preisgestaltung zu schaffen und die Preise auf 300 A$\/MWh zu begrenzen (viel weniger als die normale Obergrenze von 15.100 A$\/MWh).<br>\nLeider sind 300 $\/MWh derzeit weniger als die Kosten f&uuml;r die Stromerzeugung in Gaskraftwerken und m&ouml;glicherweise sogar in einigen Kohlekraftwerken. Einige Erzeuger zogen sich daraufhin aus dem Markt zur&uuml;ck, was zu weiteren Engp&auml;ssen f&uuml;hrte&hellip;<br>\nAm Dienstag sah sich die AEMO gezwungen, den Kraftwerken vorzuschreiben, wann sie laufen und wann sie nicht laufen sollen. Dieser Eingriff betraf etwa 20 % der Nachfrage am Dienstag, also 5 000 Megawatt.<br>\nDie AEMO hat nun beschlossen, den Markt auszusetzen, um den Betrieb des Netzes in dieser Krise zu vereinfachen. Die Erzeuger werden nun ihre Verf&uuml;gbarkeit angeben, und die AEMO wird den Erzeugern sagen, wann sie laufen sollen, um eine sichere Versorgung zu gew&auml;hrleisten&hellip;<br>\nWas bedeutet das f&uuml;r die Stromverbraucher?<br>\nDiese extremen Preise auf dem nationalen Strommarkt werden sich letztlich auf die Energieverbraucher auswirken, insbesondere auf die gr&ouml;&szlig;eren Energieverbraucher. Die Haushalte m&uuml;ssen aufgrund der sehr hohen Kosten f&uuml;r Kohle und Gas bereits im n&auml;chsten Monat mit einem Anstieg der Rechnungen um bis zu 20 % rechnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2022\/06\/australias-national-electricity-market-suspended\/?mc_cid=a3e0f91c68&amp;mc_eid=f072d9574c\">Asia Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Spaltungsversuch abgewehrt<\/strong><br>\n&raquo;Was bringt mir ein Corona&ndash;bonus, wenn wir an Burnout verrecken?&laquo; Melanie ist emp&ouml;rt, dass es nach sieben Wochen Streik der Unikliniken in Nordrhein-Westfalen noch kein ernstes Angebot gibt. &raquo;Wir f&uuml;hlen uns verarscht&laquo;, sagt sie im Gespr&auml;ch mit jW. Zusammen mit &uuml;ber 700 Kollegen demonstrierte die Kinderkrankenpflegerin aus D&uuml;sseldorf am Dienstag vor der Uniklinik M&uuml;nster. Wie schon bei den Streiks der &raquo;Berliner Krankenhausbewegung&laquo; im vergangenen Jahr geht es auch in Nordrhein-Westfalen nicht um mehr Geld, sondern mehr Personal. Zwar wurde 2018 in einem elfw&ouml;chigen Streik f&uuml;r die Unikliniken D&uuml;sseldorf und Essen eine Vereinbarung &uuml;ber Personalschl&uuml;ssel erreicht, aber bisher bleibt ein Versto&szlig; gegen die Mindestbesetzung ohne Konsequenzen. Jetzt wollen die Besch&auml;ftigten durchsetzen, dass sie im Ausgleich f&uuml;r unterbesetzte Schichten zus&auml;tzliche Urlaubstage bekommen. Doch die Gegenseite will den Streik offenbar aussitzen.<br>\nIn einer Pressekonferenz von Verdi am Dienstag in K&ouml;ln wurde deutlich, dass die Unikliniken zu einer Entlastung f&uuml;r die meisten Krankenhausbereiche nicht bereit sind. Das Angebot des Arbeitgeberverbandes des Landes (ADL) zeigt keinen Weg f&uuml;r eine Personalbemessung auf den Stationen auf und bezieht sich auch nur auf die &raquo;Pflege am Bett&laquo;. Damit wurden nicht nur au&szlig;ermedizinische Bereiche ausgeschlossen, sondern zum Beispiel auch Notaufnahmen, Krei&szlig;s&auml;le und Krankentransporte, erkl&auml;rte die Verdi-Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt&hellip;<br>\nIm gesonderten Angebot f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte sieht auch Lilith, Krankenpflegerin in Ausbildung, einen Spaltungsversuch. &raquo;Die Arbeitgeber haben vielleicht gedacht, die Pflege wird das Angebot annehmen und die anderen Bereiche h&auml;ngenlassen&laquo;, sagt sie auf der Demo gegen&uuml;ber jW. &raquo;Aber das wird nicht passieren. Krankenhaus ist Teamarbeit, wir streiken f&uuml;r alle Berufe.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/428885.krankenhausbewegung-spaltungsversuch-abgewehrt.html\">junge Welt<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Intensivstationen: L&uuml;cke von bis zu 50 000 Pflegekr&auml;ften<\/strong><br>\nBis zu 50 000 Pflegekr&auml;fte fehlen laut einer neuen Analyse auf den Intensivstationen in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Arbeit des Gesundheitssystemforschers Michael Simon legt die Zahl von knapp 28 000 Intensivbetten zugrunde, die es 2020 in den Kliniken gab. Davon waren durchschnittlich etwa 21 000 belegt. Die Zahl der Pflegekr&auml;fte in diesem Bereich entsprach etwa 28 000 Vollzeitstellen. Laut der seit 2019 bundesweit geltenden Pflegepersonaluntergrenzenverordnung, die Mindestbesetzungen auch f&uuml;r Intensivstationen vorgibt, w&auml;ren nach Berechnungen des Gesundheitsexperten f&uuml;r 21 000 Intensivbetten allerdings 50 800 Vollzeitkr&auml;fte erforderlich &ndash; und damit deutlich mehr als die vorhandenen 28 000. Um die Pflegepersonaluntergrenzen einhalten zu k&ouml;nnen, w&auml;re also eine Verdopplung des gegenw&auml;rtigen Personalbestands n&ouml;tig, hei&szlig;t es. W&uuml;rden zus&auml;tzliche Empfehlungen der Deutschen Interdisziplin&auml;ren Vereinigung f&uuml;r Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) f&uuml;r den Personalbedarf erf&uuml;llt, br&auml;uchte es demnach sogar 78 200 Vollzeitkr&auml;fte. Daraus ergebe sich f&uuml;r das Jahr 2020 eine Unterbesetzung von 50 000 Vollzeitstellen. Um dies auszugleichen, w&auml;re eine Verdreifachung des Personalbestands n&ouml;tig. Vermutlich liege die Zahl der Pflegekr&auml;fte inzwischen sogar noch niedriger als 2020, weil es w&auml;hrend der Coronapandemie zahlreiche K&uuml;ndigungen gegeben habe, erkl&auml;rte Simon. Der Gesundheitsexperte gab gleichzeitig zu bedenken, dass auch die Normalstationen &bdquo;seit mehr als 30 Jahren unterbesetzt&ldquo; seien. Ob Patienten von einer Normalstation auf eine Intensivstation oder von dort wieder zur&uuml;ckverlegt werden k&ouml;nnten, sei in hohem Ma&szlig;e auch davon abh&auml;ngig, wie gut Normalstationen besetzt seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/225859\">aerzteblatt.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien vor gr&ouml;&szlig;tem Bahnstreik seit 30 Jahren<\/strong><br>\nNach dem Scheitern von Tarifverhandlungen wird es in Gro&szlig;britannien voraussichtlich den gr&ouml;&szlig;ten Bahnstreik seit 30 Jahren geben. Die Transportgewerkschaft RMT teilte gestern mit, ihre wochenlangen Gespr&auml;che mit der Infrastrukturgesellschaft Network Rail, den Bahnunternehmen und der Londoner U-Bahn seien ohne &bdquo;tragbare L&ouml;sung&ldquo; zu Ende gegangen.<br>\nRMT-Generalsekret&auml;r Mike Lynch k&uuml;ndigte landesweite Streiks f&uuml;r den kommenden Dienstag, Donnerstag und Samstag an. Es wird mit mehr als 50.000 Streikenden gerechnet. Am Dienstag wollen auch die Besch&auml;ftigten der Londoner U-Bahn f&uuml;r 24 Stunden die Arbeit niederlegen.<br>\nZu wenig Gelder<br>\nDie Streiks werden der Gewerkschaft zufolge die umfassendsten seit 1989 sein. Die RMT wirft der konservativen Regierung vor, Gelder in Milliardenh&ouml;he f&uuml;r das Verkehrsnetz gestrichen zu haben. In der Branche seien viele Stellen abgebaut worden, und die L&ouml;hne k&ouml;nnten mit der galoppierenden Inflation nicht Schritt halten. Angesichts dieser Entwicklung k&ouml;nne &bdquo;die RMT nicht passiv bleiben&ldquo;, sagte Lynch&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/\/stories\/3271844\/\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Finanzinvestoren gef&auml;hrden das Patientenwohl&ldquo;<\/strong><br>\n&Auml;rzte und Zahn&auml;rzte warnen vor ambulanten Versorgungszentren, die Beteiligungsgesellschaften geh&ouml;ren. So w&uuml;rde es vermehrt zur &Uuml;ber- und Fehlversorgungen von Patienten kommen und der &ouml;konomische Druck auf junge &Auml;rzte erh&ouml;he sich.<br>\n&Auml;rzte und Zahn&auml;rzte warnen davor, dass das Gesundheitswesen zum Schaden der Patienten immer st&auml;rker kommerzialisiert werde. Ein besonderer Kritikpunkt gilt dem Vordringen ambulanter Einrichtungen, die von Beteiligungsgesellschaften betrieben werden. Diese &bdquo;investorengetragenen Medizinischen Versorgungszentren&ldquo; (iMVZ) sorgen gem&auml;&szlig; einer noch unver&ouml;ffentlichten Studie der Kassenzahn&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zur &Uuml;ber- und Fehlversorgung, zu einem unangemessenen &ouml;konomischen Druck gerade auf junge &Auml;rzte sowie zur Vernachl&auml;ssigung des l&auml;ndlichen Raums und von Patienten mit besonderen Bed&uuml;rfnissen, etwa von Pflegebed&uuml;rftigen und Behinderten. &bdquo;Von iMVZ gehen erhebliche Gefahren f&uuml;r die Qualit&auml;t, das Patientenwohl und f&uuml;r die Sicherstellung einer fl&auml;chendeckenden vertragszahn&auml;rztlichen, aber auch &auml;rztlichen Versorgung aus&ldquo;, sagte der Vorstandsvorsitzende der KZBV, Wolfgang E&szlig;er, der F.A.Z.<br>\nIhm zufolge kaufen immer mehr Finanzinvestoren Kliniken mit einer Gr&uuml;ndungsberechtigung f&uuml;r Versorgungszentren auf und dringen so auf den ambulanten Markt vor. Schon jetzt z&auml;hle fast ein Drittel der zahn&auml;rztlichen Versorgungszentren zu den iMVZ. Aus Renditeinteresse konzentrierten sie sich auf Ballungszentren mit &uuml;berdurchschnittlichem Einkommen und k&uuml;mmerten sich vor allem um ertragreiche Behandlungen (Leistungspicking).<br>\nForderung nach &ouml;ffentlichem Register<br>\n&bdquo;Durch Kettenbildungen werden monopolartige Strukturen mit marktbeherrschender Stellung angestrebt und intakte Versorgungsstrukturen zerst&ouml;rt&ldquo;, so E&szlig;er. Er forderte die Bundesregierung dazu auf, die Gr&uuml;ndungsberechtigung von Krankenh&auml;usern f&uuml;r die Zentren nach r&auml;umlichen und fachlichen Kriterien einzugrenzen. Dringend n&ouml;tig seien ein &ouml;ffentliches Register &uuml;ber alle Zentren und eine Verpflichtung, die Tr&auml;gerschaft auf dem Praxisschild und im Internet auszuweisen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/aerzte-warnen-vor-versorgungszentren-in-investorenhand-18113108.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn sogar schon die FAZ, die sonst jedes Profitstreben bef&uuml;rwortet, warnt, dann sollte die Politik, selbst die FDP-dominierte Ampel, doch endlich hellh&ouml;rig und aktiv werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Textilkonzerne missbrauchen Afrika als M&uuml;llkippe<\/strong><br>\nJeden Tag werden riesige Berge von Textilm&uuml;ll an Grenzen von Siedlungen oder direkt an Flussufern abgeladen. Sie landen in den Fl&uuml;ssen und verstopfen Abfl&uuml;sse, weshalb es h&auml;ufig zu &Uuml;berschwemmungen kommt. Unter freiem Himmel verrotten Alt-Textilien auf wilden M&uuml;lldeponien. Oft werden die Sachen einfach verbrannt.<br>\nDie offiziellen Deponien in L&auml;ndern wie Tansania und Kenia sind seit Jahren &uuml;berf&uuml;llt. Es mangelt an geeigneter Infrastruktur um Textilabf&auml;lle in diesen Dimensionen zu entsorgen. Die enormen Mengen an Abf&auml;llen aus synthetischer Kleidung versch&auml;rfen die existierende Plastikm&uuml;llkrise zus&auml;tzlich, schreiben die Greenpeace-Mitarbeiter, die die Bedingungen vor Ort recherchierten und die Ergebnisse in einem Fact Sheet zusammenfassten.<br>\nWeltweit ist die Modeindustrie etwa f&uuml;r zehn Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Sie gilt als eine der Hauptursachen f&uuml;r die weltweite Wasserverschmutzung. Verschmutzt wird die Umwelt auch in erheblichem Ma&szlig;e an den Produktionsstandorten&hellip;<br>\nWird die Kleidung verbrannt, werden Mikroplastikfasern und Giftstoffe freigesetzt.<br>\nGelangen diese &uuml;ber die Luft in den menschlichen K&ouml;rper, etwa in die Atemwege, kann das zu erheblichen Gesundheitsproblemen f&uuml;hren&hellip;<br>\nRund die H&auml;lfte der Altkleider in Europa wird nach Afrika exportiert<br>\nJedes Jahr werden rund eine Million Tonnen Altkleider gesammelt. Rund zehn Prozent der aussortierten Kleidung wird im Ursprungsland in Second-Hand-L&auml;den bzw. an gewerbliche Textilh&auml;ndler weiterverkauft. Etwa ein Drittel wird zu minderwertigen Produkten umgearbeitet oder f&uuml;r andere Industriezweige verwertet&hellip;<br>\nTextilm&uuml;llimporte, getarnt als Second-Hand-Kleidung<br>\nEin Grossteil der Textilien wird etwa auf dem Markt in Dar Es Salaam, der gr&ouml;&szlig;ten Hafenstadt Tansanias und in Nairobi umgeschlagen&hellip;<br>\nBei der schlechten, unverk&auml;uflichen Ware handelt es sich um getarnte Textilm&uuml;llexporte aus dem Ausland&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/abfaelle\/textilkonzerne-missbrauchen-afrika-als-muellkippe\/\">infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Angst vor &bdquo;Kriegsgegnern&ldquo;<\/strong><br>\nDie Verleihung des G&ouml;ttinger Friedenspreises an ein russisch-deutsches Jugendprojekt wurde abgesagt. Die gesamte Jury trat aus Protest zur&uuml;ck.<br>\nZumindest noch bis Montagnachmittag stand auf der Homepage des G&ouml;ttinger Friedenspreises: &bdquo;Die Verleihung wird am 10. September 2022 im Deutschen Theater G&ouml;ttingen ab 11 Uhr stattfinden.&ldquo; Doch der Eintrag ist Makulatur. Denn die Stiftung Dr. Roland R&ouml;hl, die den Preis seit 1989 j&auml;hrlich vergibt, hat die &Uuml;bergabe der Auszeichnung an das deutsch-russische Projekt &bdquo;Musik f&uuml;r den Frieden&ldquo; wegen Sicherheitsbedenken auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Preisjury unter Vorsitz des Journalisten Andreas Zumach, bis 2020 auch taz-Korrespondent, trat deswegen geschlossen zur&uuml;ck.<br>\nNach Angaben der Jury hat eine Mehrheit der Stiftungsmitglieder in einer von Vorst&auml;nden kurzfristig angesetzten Online-Abstimmung f&uuml;r die Absage gestimmt&hellip;<br>\n&bdquo;Musik f&uuml;r den Frieden&ldquo; war Anfang Februar als Tr&auml;ger des mit 10.000 Euro dotierten Friedenspreises 2022 benannt worden. Das Projekt ist eine Initiative von deutschen und russischen Jugendlichen. Gemeinsame Auff&uuml;hrungen mit Musik, Tanz und Theater in beiden L&auml;ndern sollen zeigen, &bdquo;dass es m&ouml;glich ist, sich freundschaftlich und vertrauensvoll zu begegnen&ldquo;, hie&szlig; es in der Begr&uuml;ndung der Jury. Musik k&ouml;nne zu einem &bdquo;Wegbereiter f&uuml;r eine friedliche Zukunft werden&ldquo;&hellip;.<br>\nNach Ansicht der nun zur&uuml;ck getretenen Jury spielt die Absage der &bdquo;derzeitigen massiven Feindpropaganda der Regierung Putin und der staatlich gelenkten russischen Medien gegen den Westen&ldquo; in die H&auml;nde&hellip;<br>\nWeiter fragte die Jury in ihrer Erkl&auml;rung: &bdquo;Wie wollen wir von der unterdr&uuml;ckten russischen Zivilgesellschaft auch nur einen Hauch von Zivilcourage erhoffen, wenn wir Angst haben, in unserem sicheren Deutschland solches zivilgesellschaftliches Friedensengagement &ouml;ffentlich zu w&uuml;rdigen?&ldquo; Die Entscheidung der Stiftung sei ein &bdquo;Signal von mangelnder Zivilcourage, besch&auml;mender Feigheit und vorauseilendem Gehorsam vor einer ganz offensichtlich imagin&auml;ren Bedrohung&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Preisverleihung-abgesagt\/!5859426\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Zuallererst geht es dabei wohl erst mal um deutsche Feindpropaganda und wahrscheinlich w&auml;re es da nicht zu Protesten von Kriegsgegnern, wie die taz insinuiert, sondern von Kriegstreibern gekommen, wie ja diese &uuml;ble Entscheidung ja auch genau denen in die H&auml;nde spielt und wahrscheinlich zu verdanken ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Poroschenko: Minsker Abkommen II diente dazu, Zeit zu gewinnen<\/strong><br>\nDas Abkommen Minsk II, das die Ukraine unter dem Pr&auml;sidenten Petro Poroschenko unterzeichnet hatte, sollte dem Land Zeit verschaffen, ein st&auml;rkeres Milit&auml;r aufzubauen, so der Oligarch. Somit gab der Ex-Pr&auml;sident zu, dass Kiew nie vorhatte, das Abkommen umzusetzen.<br>\nDer ehemalige ukrainische Pr&auml;sident Petro Poroschenko hat zugegeben, dass der Waffenstillstand 2015 im Donbass, den er als Pr&auml;sident der Ukraine mit Russland, Frankreich und Deutschland ausgehandelt hatte, lediglich ein Ablenkungsman&ouml;ver war, um Kiew Zeit f&uuml;r den Wiederaufbau seines Milit&auml;rs zu verschaffen.<br>\nEr &auml;u&szlig;erte sich diese Woche entsprechend in Interviews mit mehreren Nachrichtensendern, darunter die Deutsche Welle und der ukrainische Zweig des staatlichen US-Senders Radio Free Europe. Poroschenko verteidigte auch die Bilanz seiner Pr&auml;sidentschaft im Zeitraum der Jahre 2014 bis 2019. &Uuml;ber das Friedensabkommen sagte er: &ldquo;Wir haben alles erreicht, was wir wollten.&rdquo;<br>\n&ldquo;Unser Ziel war es, erstens die Bedrohung zu stoppen oder zumindest den Krieg zu verz&ouml;gern, um acht Jahre f&uuml;r die Wiederherstellung des Wirtschaftswachstums und den Aufbau starker Streitkr&auml;fte zu sichern.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.tech\/europa\/141340-poroschenko-minsker-abkommen-ii-diente\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Willy Wimmer: Warum negiert oder verteidigt der Westen &bdquo;Asov&ldquo; , den rechten Sektor und die Waffen-SS-Aufm&auml;rsche in den baltischen Staaten?<\/strong><br>\nRu&szlig;land soll das Recht genommen werden, die russische Politik auch an den historischen Gegebenheiten und Erkenntnissen auszurichten und Konsequenzen zu ziehen.<br>\nDie F&uuml;hrungsspitze der CIA sagte mir 1988, da&szlig; die gesamte sowjetische Milit&auml;rpolitik in Europa der Schutz von M&uuml;tterchen Ru&szlig;land, nach den Konsequenzen aus den Handlungen von Napoleon und Hitler sei.<br>\nDas soll heute nicht mehr gelten, weil es Amerika selbst ist, das den dritten Sto&szlig; gegen Ru&szlig;land f&uuml;hren will. Daf&uuml;r sind die &bdquo;Verb&uuml;ndeten im Geiste&ldquo; von &bdquo;Herrn Hitler&ldquo; gerade recht, sind sie doch un&uuml;bertroffen im Hass auf alles, was Ru&szlig;land ausmacht.<br>\nGerade am Vorabend des 22. Juni 1941 und damit des Angriffs des Deutschen Reiches auf die damalige Sowjetunion, bedient man sich dieser Kr&auml;fte, um endlich sein Ziel erreichen zu k&ouml;nnen, auf das man seit gut 150 Jahren in unterschiedlicher Intensit&auml;t hingearbeitet hat: Den Untergang und die Zersplitterung Ru&szlig;lands und die Kolonisierung Europas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/deutschland\/willy-wimmer-warum-negiert-oder-verteidigt-der-westen-asov-den-rechten-sektor-und-die-waffen-ss-aufmaersche-in-den-baltischen-staaten\">Seniora org<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Historischer Sieg in Kolumbien<\/strong><br>\nLinker Gustavo Petro gewinnt die Pr&auml;sidentschaftswahl<br>\nBogot&aacute;. Zum ersten Mal in der kolumbianischen Geschichte gewinnen Vertreter:innen der linken Kr&auml;fte die Pr&auml;sidentschaftswahlen. Mit 50,48 Prozent der Stimmen werden nun der Ex-B&uuml;rgermeister von Bogot&aacute;, Gustavo Petro, und die afrokolumbianische Aktivistin Francia M&aacute;rquez zum Pr&auml;sidenten und zur Vizepr&auml;sidentin des s&uuml;damerikanischen Landes. F&uuml;r den Immobilienmagnaten Rodolfo Hern&aacute;ndez hat 47,26 Prozent der W&auml;hlerschaft gestimmt.<br>\nDie Wahlbeteiligung war mit knapp 58 Prozent h&ouml;her als beim ersten Wahlgang.<br>\nInsgesamt w&auml;hlten 11,2 Millionen Kolumbianer:innen eine linke Regierung. Das bedeutet &uuml;ber 2,7 Millionen mehr als bei der ersten Runde am 29. Mai. Es ist die h&ouml;chste Stimmenzahl, die jemals in der Geschichte der Pr&auml;sidentschaftswahlen f&uuml;r einen Kandidaten abgegeben wurde&hellip;.<br>\nDie republikanische US-Kongressabgeordnete Mar&iacute;a Elvira Salazar reagierte noch heftiger auf Petros Sieg: &ldquo;Bin sehr best&uuml;rzt &uuml;ber die Ergebnisse in Kolumbien. Petro ist ein Dieb, ein Terrorist und ein Marxist, ein Apologet von Castro und Ch&aacute;vez. Wir im Kongress werden seine Aktionen &uuml;berwachen, um die Rechte und Freiheiten der Kolumbianer zu gew&auml;hrleisten. Gott besch&uuml;tze meine kolumbianischen Br&uuml;der!&rdquo;, twitterte sie&hellip;<br>\nM&aacute;rquez und Petro sprachen in diesem Sinne &uuml;ber die Notwendigkeit eines &ldquo;nationalen &Uuml;bereinkommens&rdquo;. Mit elf Millionen W&auml;hler:innen sei der Anfang schon getan worden, so die Wahlsieger. Doch ein solches &Uuml;bereinkommen m&uuml;sse alle 50 Millionen Kolumbianer:innen erreichen. Daf&uuml;r werde die Linksregierung &ldquo;verbindliche regionale Dialoge&rdquo; starten, bei denen die Ausgeschlossenen die Reformen mitbestimmen, die sie f&uuml;r ein Leben in Frieden brauchen.<br>\nEs gehe darum, &ldquo;die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Konsense&rdquo; zu erzielen, um beispielsweise Renten f&uuml;r alte Menschen, Hochschulzugang f&uuml;r die Jugend oder Nahrungsmittel f&uuml;r die Kinder zu garantieren. Frieden bedeute vor allem &ldquo;soziale Gerechtigkeit&rdquo;, betonte Petro&hellip;<br>\nPetro, der Volkswirtschaftler ist, sprach von der Notwendigkeit, eine produktive Wirtschaft anzukurbeln, die auf &ldquo;neuen Formen der kollaborativen &Ouml;konomie&rdquo; basiert. Wie im Laufe seines Wahlkampfs versprach er, den Ausstieg aus der fossilen Rohstoffwirtschaft in die Wege zu leiten&hellip;<br>\nPetro erinnerte in seiner Rede auch an alle Menschen, die aufgrund ihres sozialen Engagements get&ouml;tet und Opfer von Verschwindenlassen geworden sind oder ins Gef&auml;ngnis kamen. Der Wahlsieg geh&ouml;re auch ihnen. Er forderte dabei den Generalstaatsanwalt auf, &ldquo;die Jugend freizulassen&rdquo;. Damit sind die Aktivist:innen gemeint, die wegen ihre Teilnahme an der Protestbewegung der letzten Jahre inhaftiert sind.<br>\nProgressive lateinamerikanische Ex-Pr&auml;sidenten und Pr&auml;sidenten gratulierten Petro kurz nach der Verk&uuml;ndung der Wahlergebnisse&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2022\/06\/258701\/petro-wird-praesident-kolumbien\">Amerika 21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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