{"id":85184,"date":"2022-06-24T16:30:32","date_gmt":"2022-06-24T14:30:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184"},"modified":"2022-06-24T16:01:35","modified_gmt":"2022-06-24T14:01:35","slug":"hinweise-des-tages-ii-541","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h01\">Julian Assanges Vater in Berlin: &ldquo;Die Bundesregierung muss endlich handeln&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h02\">Ukraine auf Korruptionsindex &ndash; &ldquo;Korruption auf fast jeder Ebene&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h03\">St. Petersburg sets the stage for the War of Economic Corridors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h04\">Umweltverb&auml;nde kritisieren Einigung zu Ceta-Handelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h05\">Eine Viertelmilliarde Menschen drohen in Armut abzurutschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h06\">P&ouml;bel-Eklat in Magdeburg: Kann man Karl Lauterbach noch ernst nehmen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h07\">&raquo;Putin will, dass sich unser Land zerlegt. Aber wir zerlegen uns nicht&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h08\">&laquo;Die Impfdebatte hat das Klima vergiftet&raquo;: &Ouml;sterreich hebt die Corona-Impfpflicht endg&uuml;ltig auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h09\">Investigate Europe:Wie Lobbys und rechte Politiker die Reduktion von Pestiziden behindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h10\">Gro&szlig;britannien will Urteile des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte ignorieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h11\">Weil niemand Terroristen zuh&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h12\">USA sind der gr&ouml;&szlig;te Ausl&ouml;ser f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsprobleme der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h13\">Der Kampf ums Wasser ist ein zentrales Thema in Chile &ndash; das St&auml;dtchen Putaendo zeigt, weshalb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h14\">&ldquo;Zensur macht nur die Sowjetunion, wir selbst haben freie Medien&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85184#h15\">Tief ist der Brunnen der Vergangenheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Julian Assanges Vater in Berlin: &ldquo;Die Bundesregierung muss endlich handeln&rdquo;<\/strong><br>\nBei einem Besuch in Berlin appellierten der Vater und der Bruder von Julian Assange an die Bundesregierung, endlich aktiv zu werden, um den inhaftierten Whistleblower vor einer Auslieferung in die USA zu bewahren. Besonders die Gr&uuml;nen st&uuml;nden aufgrund ihrer Wahlkampfversprechen von 2021 in der Pflicht. Dies berichtet das Magazin &ldquo;RT DE&rdquo;.<br>\nWeiter berichtet RT DE: &ldquo;Der Vater und der Bruder von Julian Assange, John und Gabriel Shipton, teilten den deutschen Medien bei ihrem Aufenthalt in Berlin nachdr&uuml;cklich mit, was sie aktuell von der deutschen Bundesregierung und dabei speziell von den Gr&uuml;nen rund um die Ausweisungsanordnung der britischen Innenministerin Priti Patel erwarten.<br>\nBei dem Besuch der beiden Familienangeh&ouml;rigen des im Londoner Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh einsitzenden Julian Assange am Montag im Verlagshaus der Berliner Zeitung fand John Shipton deutliche Worte in Richtung Bundeskanzleramt und Ausw&auml;rtiges Amt:<br>\n&ldquo;Joe Biden wird handeln, wenn Deutschland den Fall auf den Tisch legt und sich mit den NATO-Partnern verst&auml;ndigt. N&auml;chste Woche ist das G7-Treffen in M&uuml;nchen. Eine gute Gelegenheit, um Druck aufzubauen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.extremnews.com\/nachrichten\/weltgeschehen\/9c2c18ac8a377ae\">Extrem News<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Assange Put on Suicide Watch After Patel Decision, Father Says<\/strong><br>\nJohn Shipton said Julian Assange was stripped naked and put in an empty cell to prevent him from killing himself over the home secretary&rsquo;s decision to sign his extradition order, Joe Lauria reports.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2022\/06\/22\/assange-put-on-suicide-watch-after-patel-decision-father-says\/\">Consortiumnews<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine auf Korruptionsindex &ndash; &ldquo;Korruption auf fast jeder Ebene&rdquo;<\/strong><br>\nBestechung zieht sich in der Ukraine durch viele Bereiche &ndash; nur ein Land in Europa ist noch korrupter. Die Aussicht auf einen EU-Beitritt k&ouml;nnte ein Ansporn sein, sich zu verbessern.<br>\nDie Ukraine ist fast das korrupteste Land Europas. Zumindest nach dem Korruptionsindex von Transparency International. Dort belegt sie Platz 122 von 180. Nur in einem Land auf dem europ&auml;ischen Kontinent sieht es in Sachen Korruption noch schlechter aus &ndash; in Russland.Das sei ein Problem, das den Ukrainerinnen und Ukrainern schmerzlich bewusst sei, berichtet Maxim. &ldquo;Es ist keine Raketenwissenschaft, dass wir Korruption in gro&szlig;em Ausma&szlig; haben. Der Unterschied zwischen der Europ&auml;ischen Union und der Ukraine ist, dass Korruption fast auf jeder Ebene der Regierung vorkommt, von den kleinen Leuten bis hin zum potenziellen Premierminister.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-korruption-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>St. Petersburg sets the stage for the War of Economic Corridors<\/strong><br>\nThe St. Petersburg International Economic Forum  has been configured for years now as absolutely essential to understand the evolving dynamics and the trials and tribulations of Eurasia integration.<br>\nSt. Petersburg in 2022 is even more crucial as it directly connects to three simultaneous developments I had previously outlined, in no particular order:<br>\nFirst, the coming of the &ldquo;new G8&rdquo; &ndash; four BRICS nations (Brazil, Russia, India, China), plus Iran, Indonesia, Turkey and Mexico, whose GDP per purchasing parity power (PPP) already dwarfs the old, western-dominated G8.<br>\nSecond, the Chinese &ldquo;Three Rings&rdquo; strategy of developing geoeconomic relations with its neighbors and partners.<br>\nThird, the development of BRICS+, or extended BRICS, including some members of the &ldquo;new G8,&rdquo; to be discussed at the upcoming summit in China.<br>\nThere was hardly any doubt President Putin would be the star of St. Petersburg 2022, delivering a sharp, detailed speech to the plenary session.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thecradle.co\/Article\/columns\/11928\">Pepe Escobar auf The Cradle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Umweltverb&auml;nde kritisieren Einigung zu Ceta-Handelsabkommen<\/strong><br>\nDie Ampel-Fraktionen verst&auml;ndigten sich darauf, das umstrittene Ratifizierungsgesetz im Kabinett noch vor der Sommerpause einzubringen. Umweltverb&auml;nde zeigen sich emp&ouml;rt.<br>\nAuf die Einigung der Ampel-Fraktionen zur Ratifizierung des EU-Handelsabkommens Ceta mit Kanada haben Umweltverb&auml;nde skeptisch bis emp&ouml;rt reagiert. Die &ldquo;vermeintlichen Anpassungen&rdquo; bei Ceta seien &ldquo;nichts mehr als ein Feigenblatt&rdquo;, beklagte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Bundes f&uuml;r Umwelt und Naturschutz (BUND), Antje von Broock, am Freitag in Berlin. Das Abkommen stelle die Rechte von Investoren &uuml;ber den Schutz von Umwelt und Klima. Vom Verband der Automobilindustrie kam hingegen Zuspruch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ampel-ceta-handelsabkommen-1.5608579\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Viertelmilliarde Menschen drohen in Armut abzurutschen<\/strong><br>\nDie globale Ungleichheit ist so gross wie lange nicht, sagt Oxfam. Nur wenige werden reicher, w&auml;hrend eine Krise der anderen folgt.<br>\nDie weniger Wohlhabenden haben weltweit zwei schwierige bis existenzbedrohende Jahre hinter sich, w&auml;hrend die Superreichen auf zwei aussergew&ouml;hnlich gute Jahre zur&uuml;ckblicken k&ouml;nnen. Die Ungleichheit in der Welt sei in Folge der Covid-19-Pandemie drastisch angestiegen, und zwar in jeder Hinsicht, gab Oxfam Ende Mai in dem Bericht &laquo;Profiting from Pain&raquo; bekannt.<br>\nDer Report erschien nicht zuf&auml;llig kurz vor dem WEF in Davos. &laquo;Die Zahlen sind auf so ersch&uuml;tternde Weise entlarvend, dass mittlerweile selbst von konservativen Stimmen Zweifel am endlosen &lsaquo;Weiter so&rsaquo; zu h&ouml;ren sind&raquo;, schreibt die Entwicklungsorganisation in ihrem Newsletter, in dem sie die wichtigsten Zahlen auflistet.<br>\nBereits im Januar hatte Oxfam in einem Report die wachsende Ungleichheit thematisiert und vor &laquo;&ouml;konomischer Gewalt&raquo; gewarnt. Die Diagnose bleibt die gleiche: Die soziale Ungleichheit hat weltweit insgesamt stark zugenommen. Die steigenden Preise, die unter anderem in Grossbritannien k&uuml;rzlich f&uuml;r Demonstrationen sorgten, sind dabei noch gar nicht erfasst. Inflation sowie steigende Energie- und Lebensmittelpreise als Folge des &Uuml;berfalls Russlands auf die Ukraine setzen vor allem Arme und Ausgegrenzte weltweit weiter unter Druck. In einer &Uuml;bersicht zeigt der &laquo;Guardian&raquo; auf, was das von Belgien bis in die USA konkret bedeutet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/eine-viertelmilliarde-menschen-drohen-in-armut-abzurutschen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>P&ouml;bel-Eklat in Magdeburg: Kann man Karl Lauterbach noch ernst nehmen?<\/strong><br>\nDer Gesundheitsminister soll bei einer Verdi-Demo ungeimpfte Pflegekr&auml;fte beschimpft und Fake News verbreitet haben. Ist er noch ernst zu nehmen?<br>\nEs beginnt ganz harmlos. &bdquo;Zun&auml;chst m&ouml;chte ich all denjenigen danken, die heute hier sind und in den letzten zwei Jahren daf&uuml;r gesorgt haben, dass Menschen, die krank geworden sind, &uuml;berlebt haben&ldquo;, sagte Karl Lauterbach (SPD) am Mittwoch auf einer Kundgebung des Pflegepersonals der Gewerkschaft Verdi in Magdeburg. &bdquo;Dass wir durch diese Pandemie gekommen sind in einer Art und Weise, wie es vielen anderen L&auml;ndern nicht gelungen ist, dank ihrer Leistung ist das gelungen&ldquo;, f&auml;hrt der Gesundheitsminister fort. Doch dann kommt das Unfassbare: &bdquo;Diejenigen, die hier gegen die Impfung protestieren&ldquo;, zeigt er auf die Demonstranten zu seiner linken Seite, &bdquo;haben dazu keinen Beitrag geleistet&ldquo;.<br>\nDie Demo der Pflegekr&auml;fte sollte eigentlich auf die Missst&auml;nde im Gesundheitswesen aufmerksam machen. Verdi nutzte dazu den Auftakt der Gesundheitskonferenz in Magdeburg, knapp 400 Protestierende zogen mit Transparenten und Sprechch&ouml;ren f&uuml;r mehr Personal durch die Stadt in Sachsen-Anhalt. In NRW bestreikt die Gewerkschaft schon seit acht Wochen die sechs Uniklinken des gr&ouml;&szlig;ten Bundeslandes &ndash; weil sich die Lage in den Krankenh&auml;usern durch den wohlbekannten Fachkr&auml;ftemangel drastisch zuspitzt. Die Pflegekr&auml;fte sind v&ouml;llig zu Recht mehr als sauer, dass dagegen vonseiten der Politik so gut wie nichts getan wird und eine angemessene Patientenversorgung somit kaum noch m&ouml;glich ist.<br>\nUnd dann tritt der Gesundheitsminister aufs Podest und beleidigt die ungeimpften Pflegekr&auml;fte? [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-mind\/eklat-in-magdeburg-ist-lauterbach-noch-ernst-zu-nehmen-li.239685\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&raquo;Putin will, dass sich unser Land zerlegt. Aber wir zerlegen uns nicht&laquo;<\/strong><br>\nDer Vizekanzler erwartet einen harten Winter f&uuml;r die Deutschen. Hier spricht er &uuml;ber Putins Kalk&uuml;l, kalte Wohnungen und dar&uuml;ber, wie schnell er selbst duscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/robert-habeck-ueber-wladimir-putin-und-gasmangel-in-deutschland-a-2940bf18-8cf0-4ec5-88f4-50536f7493df\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es gibt Prognosen, die angesichts der explodierenden Gaspreise mit Heizkostennachzahlungen von bis zu mehreren tausend Euro rechnen. Das sind Betr&auml;ge, die f&uuml;r B&uuml;rger am unteren Ende der Lohnskala eine existenzielle Bedrohung darstellen. F&uuml;r die soziale Spaltung der Gesellschaft, f&uuml;r sinkende Reall&ouml;hne und f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor in der EU, ist aber sicher nicht Putin verantwortlich. Sozialer Protest, den man offensichtlich angesichts der weiter steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten f&uuml;rchtet, soll durch das neue Propagandanarrativ, das Habeck hier vorstellt, so von Anfang als Unterst&uuml;tzung Putins delegitimiert werden. Der Zynismus besteht dann auch darin, dass ein Robert Habeck, als fast idealtypischer Vertreter des gr&uuml;nen b&uuml;rgerlichen Milieus, f&uuml;r das die Verachtung der nichtakademischen lohnarbeitenden Bev&ouml;lkerung quasi zur eigenen DNA geh&ouml;rt, nun von &bdquo;wir&ldquo; und Zusammenhalt schwafelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&laquo;Die Impfdebatte hat das Klima vergiftet&raquo;: &Ouml;sterreich hebt die Corona-Impfpflicht endg&uuml;ltig auf<\/strong><br>\nUm der Pandemie Herr zu werden, hat die Regierung in Wien im Herbst eine Impfpflicht beschlossen. Diese war f&uuml;r das Land aber eine Zerreissprobe. Auch aus gesundheitspolitischer Sicht erf&uuml;llte das Gesetz die Erwartungen nicht. Nun soll es abgeschafft werden.<br>\nNoch ist &Ouml;sterreich die einzige europ&auml;ische Demokratie, in der es eine gesetzlich verankerte Impfpflicht gegen das Coronavirus gibt. Am Donnerstag hat &Ouml;sterreichs Gesundheitsminister Johannes Rauch aber bekanntgegeben, dass die Regierung die Impfpflicht, die derzeit ausgesetzt ist, endg&uuml;ltig abschaffen wolle. Anfang Juli soll das Parlament dar&uuml;ber entscheiden. &laquo;Die Infektionswellen werden bleiben, wir m&uuml;ssen damit leben&raquo;, sagte Rauch.<br>\nDie Impfpflicht hatte zu Jahresbeginn zu hitzigen Diskussionen und Protesten aus verschiedenen Lagern gef&uuml;hrt. Die Debatte setzte dem damaligen Gesundheitsminister Wolfgang M&uuml;ckstein derart zu, dass er im M&auml;rz zur&uuml;cktrat. Impfgegner hatten gegen ihn und seine Familie Drohungen ausgestossen.<br>\nRauch, M&uuml;cksteins Nachfolger von der Gr&uuml;nen Partei, hofft, dass die Abschaffung der Impfpflicht hilft, die Gr&auml;ben in &Ouml;sterreich wieder zuzusch&uuml;tten. &laquo;Die Debatte hat das Klima in &Ouml;sterreich vergiftet&raquo;, sagte der Minister. Er appellierte an die Vernunft und die Solidarit&auml;t der Einwohner. Diese sei n&ouml;tig, um die momentanen Krisen, die Inflation und die Folgen des Ukraine-Krieges, zu bew&auml;ltigen.<br>\nAus seiner Sicht gibt es auch aus gesundheitspolitischer Sicht keinen Grund, am entsprechenden Gesetz festzuhalten. Die Impfpflicht habe nicht dazu gef&uuml;hrt, dass sich in &Ouml;sterreich mehr Menschen gegen das Coronavirus impfen liessen. Noch schlimmer: Rauch ist &uuml;berzeugt, dass das Gesetz gar einen gegenteiligen Effekt hatte &ndash; viele Menschen verweigerten das Vakzin aus Trotz. &laquo;Das Impfgesetz hat zu mehr Widerstand gef&uuml;hrt&raquo;, sagte auch August W&ouml;ginger, der Fraktionschef der Regierungspartei &Ouml;VP.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/corona-oesterreichs-regierung-hebt-die-impfpflicht-auf-ld.1690373?mktcid=nled&amp;mktcval=165_2022-06-24&amp;kid=nl165_2022-6-23&amp;ga=1\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Investigate Europe:Wie Lobbys und rechte Politiker die Reduktion von Pestiziden behindern<\/strong><br>\nGlyphosat und Co. bedrohen die Artenvielfalt und die Nahrungsmittelproduktion der Zukunft. Deshalb will die EU ihren Einsatz bis 2030 halbieren. Doch dagegen formiert sich Widerstand &ndash; der auch den Ukraine-Krieg als Vorwand nennt<br>\nEin schwarzes Netz ist &uuml;ber die Apfelplantage gespannt, an der vorbei G&uuml;nther Walln&ouml;fer jeden Abend seine K&uuml;he von der Wiese in den Stall treibt. &bdquo;Das soll unter anderem verhindern, dass sich die Pestizide auch &uuml;ber die umliegenden Fl&auml;chen verteilen&ldquo;, erkl&auml;rt der 44-J&auml;hrige, der in der Gemeinde Mals in S&uuml;dtirol von der biologischen Milchwirtschaft und dem Gem&uuml;seanbau lebt. Trotzdem sei er stets nerv&ouml;s, wenn er Proben von dem Gras machen l&auml;sst, das neben konventionellen Apfelplantagen gewachsen ist, erz&auml;hlt Walln&ouml;fer, dessen Gro&szlig;eltern bereits von der Vieh- und Landwirtschaft in Mals gelebt haben. Denn trotz der Netze und Hecken landen die Mittel dort, wo sie nicht hingeh&ouml;ren: auf den Wiesen, im Wasser, selbst auf Spielpl&auml;tzen fand die Umweltgruppe der Gemeinde Spuren von Pestiziden.<br>\n5200 Menschen beschlossen, sich zu wehren<br>\nDie Menschen in der 5200-Einwohner-Gemeinde beschlossen sich zu wehren. Bei einem Referendum im Jahr 2014 stimmten drei Viertel der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger daf&uuml;r, den Einsatz von Pestiziden in Mals zu verbieten. Das sorgte in S&uuml;dtirol, wo die Apfelwirtschaft j&auml;hrlich einen Umsatz zwischen 500 und 600 Millionen Euro macht, f&uuml;r Aufregung. Der Bio-Anteil ist mit 14 Prozent im europ&auml;ischen Durchschnitt zwar relativ hoch, doch der Gro&szlig;teil der Plantagen setzt auf den Einsatz von Pestiziden. Und so klagten dutzende Landwirte gegen die nach der Abstimmung verabschiedete Verordnung, die den Gifteinsatz radikal beschr&auml;nken sollte. Die &ouml;rtlichen Verwaltungsrichter gaben ihnen recht. Jetzt liegt die Entscheidung beim obersten Verwaltungsgericht in Rom.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/plus.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/investigate-europe-wie-lobbys-und-rechte-politiker-die-reduktion-von-pestiziden-behindern-516801.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien will Urteile des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte ignorieren<\/strong><br>\nWas die angeblichen &bdquo;westlichen Werte&ldquo; tats&auml;chlich wert sind, k&ouml;nnen wir in diesen Tagen an sehr vielen Beispielen beobachten. Gro&szlig;britannien f&uuml;gt der Liste nun ein weiteres Beispiel hinzu, denn London hat mit Ruanda ein Abkommen geschlossen, demzufolge illegale Einwanderer nach Ruanda abgeschoben werden k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nErinnern Sie sich auch noch an die Jahre 2015 und danach, als die Parole &bdquo;Kein Mensch ist illegal!&ldquo; propagiert wurde? Wo sind denn jetzt all die Aktivisten und Medien, die uns damals erz&auml;hlt haben, jeder m&uuml;sse einwandern k&ouml;nnen und es k&ouml;nne per Definition keine &bdquo;Illegalen&ldquo; geben? In den Medien, die diese These damals aggressiv vertreten haben, bekommen diese Aktivisten heute keine Stimme mehr<br>\nSo ist das mit den &bdquo;westlichen Werten&ldquo; &ndash; wenn sich die Zeiten &auml;ndern, &auml;ndern sich auch die Werte. 2015 war es Politik und Medien wichtig, Stimmung f&uuml;r massenhafte Einwanderung zu machen, daher war die Parole &bdquo;Kein Mensch ist illegal!&ldquo; damals fast t&auml;glich in den Medien. Inzwischen hatten die Medien Corona, zwischendurch hatten sie immer mal wieder Klimawandel und aktuell haben sie &bdquo;gute Ukrainer&ldquo; und &bdquo;b&ouml;se Russen&ldquo; &ndash; f&uuml;r Afrikaner, Afghanen und Syrer, die den &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; vor ein paar Jahren noch ganz wichtig waren, ist da heute keine Zeit mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/grossbritannien-will-urteile-des-europaeischen-gerichtshofs-fuer-menschenrechte-ignorieren\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Weil niemand Terroristen zuh&ouml;rt<\/strong><br>\nOhne Beweise vorzulegen, hat Israel sechs pal&auml;stinensische Organisationen, darunter zwei medico-Partnerorganisationen, als &bdquo;terroristisch&ldquo; eingestuft. Das soll auch Geberorganisationen unter Druck setzen<br>\nIn den vergangenen Jahren wurde unseren Partnerorganisationen Union of Agricultural Work Committees (UAWC) und Al Haq, aber auch anderen pal&auml;stinensischen Institutionen durch selbsternannte proisraelische Watchdog-Organisationen immer wieder die Unterst&uuml;tzung von Terrorismus vorgeworfen. Beweise f&uuml;r die schwerwiegenden Anschuldigungen wurden gleichwohl nicht vorgelegt. Im Gegenteil, fr&uuml;here Untersuchungen hatten UAWC wiederholt freigesprochen. Auch Al Haq wurden nie Vergehen nachgewiesen. Trotzdem hat sich die israelische Regierung diese Behauptungen offiziell zu eigen gemacht.<br>\nIm Kampf um die internationale &ouml;ffentliche Meinung und nicht zuletzt die Haltung der Geldgeber wird mit unsauberen Mitteln gek&auml;mpft, wie die israelische Policy Working Group schon 2018 in einem umfassenden Bericht dargelegt hat. Falschdarstellungen, absichtliche Auslassungen sowie l&uuml;ckenhaft ausgef&uuml;hrte und tendenzi&ouml;s pr&auml;sentierte Recherchen geh&ouml;rten zum Standardrepertoire, um Rufsch&auml;digung zu bewirken. Trotzdem fungieren mittlerweile auch deutsche Medien und Organisationen als Echokammern solcher Diffamierungen. Die Grunds&auml;tze journalistischer Arbeit werden dabei regelm&auml;&szlig;ig ignoriert. Dieselben Medien, die mit ihrer Berichterstattung auf politische Entscheidungstr&auml;ger:innen und die &Ouml;ffentlichkeit einwirken, befassen sich nicht mit einer Pr&uuml;fung der Vorw&uuml;rfe, der sp&auml;teren Entlastung der Angeklagten oder der Fragw&uuml;rdigkeit von Quellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/weil-niemand-terroristen-zuhoert-18648\">Medico international <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>USA sind der gr&ouml;&szlig;te Ausl&ouml;ser f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsprobleme der Welt<\/strong><br>\nDem vor kurzem vom UN-Fl&uuml;chtlingskommissariat ver&ouml;ffentlichten Jahresbericht zufolge hat die Zahl der Fl&uuml;chtlinge, Asylsuchenden und Obdachlosen, die aufgrund von Konflikten oder Verfolgung aus ihren Heimatl&auml;ndern geflohen sind, zum ersten Mal 100 Millionen &uuml;bertroffen. Einige westliche L&auml;nder, darunter auch die USA, haben willk&uuml;rlich die Regierungen anderer L&auml;nder umgest&uuml;rzt sowie Unruhen und Konflikte exportiert, die f&uuml;r die immer schwereren Fl&uuml;chtlingsprobleme verantwortlich sind.<br>\nNach den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001 haben die USA Kriege gestartet. Allein in Afghanistan sind elf Millionen Menschen zu Fl&uuml;chtlingen geworden. 2021 k&uuml;ndigte die Biden-Regierung einen Truppenabzug aus Afghanistan an, der allerdings ein von Katastrophen geplagtes Krisenland hinterlassen hat.<br>\nDie USA haben nicht nur &uuml;berall Fl&uuml;chtlingskrisen fabriziert, sondern auch mit verschiedenen Ausreden ihre Verantwortung zum Schutz der Fl&uuml;chtlinge vernachl&auml;ssigt. Reuters zufolge haben die USA im M&auml;rz, in dem der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sich immer weiter versch&auml;rfte, nur zw&ouml;lf ukrainische Fl&uuml;chtlinge aufgenommen. Dies steht in gro&szlig;em Gegensatz zu dem von der US-Regierung proklamierten Ziel der Aufnahme von 100.000 ukrainischen Fl&uuml;chtlingen.<br>\nFakten zeigen, dass die USA mit ihren Taten der gr&ouml;&szlig;te Ausl&ouml;ser der Fl&uuml;chtlingsprobleme der Welt sind und die Menschenrechte weltweit grob verletzt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20220624\/766545.html\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Kampf ums Wasser ist ein zentrales Thema in Chile &ndash; das St&auml;dtchen Putaendo zeigt, weshalb<\/strong><br>\nDer chilenische Wohlstand fusst auf Bergbau. Doch eine Kleinstadt am Fusse der Anden wehrt sich gegen ein neues Megaprojekt. Wegen einer grossen D&uuml;rre f&uuml;rchten die Einwohner um ihre Lebensgrundlage. Sie setzen ihre Hoffnung auf die neue Verfassung.<br>\nEin Viehz&uuml;chter im St&auml;dtchen Putaendo, gespiegelt an seiner Hauswand. Die Bauern bangen um das ohnehin bereits sp&auml;rliche Wasser.<br>\nEsteban Felix \/ AP<br>\nRund 100 Kilometer n&ouml;rdlich von Santiago spannt sich eine 100 Meter lange Br&uuml;cke &uuml;ber sonnengebleichte Steine. Kein Tropfen Wasser ist im Flussbett zu sehen. An den Ufern liegt das verschlafene St&auml;dtchen Putaendo in der Region Valpara&iacute;so. Seit 2010 leidet Zentralchile unter der sogenannten Megad&uuml;rre. Es ist die l&auml;ngste Trockenheit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, und sie wird extremer. Es regnet weniger, die Durchschnittstemperaturen steigen, die Grundwasserspiegel sinken, die Gletscher schmelzen ab. Nie kam weniger Wasser aus den Kordilleren der Anden als im vergangenen Jahr.<br>\nAngst vor der Kupfermine<br>\nNoch leben die meisten Menschen in Putaendo von der Landwirtschaft. So wie der 62-j&auml;hrige Luis Manzano. &laquo;2019 habe ich wie jedes Jahr meine K&uuml;he auf die Kordilleren geschickt. Von 50 kamen 16 zur&uuml;ck&raquo;, sagt er, blinzelt aus seinem wettergegerbten Gesicht in die Abendsonne und t&auml;tschelt den Hals eines seiner Pferde. &laquo;Wegen der D&uuml;rre gab es nicht genug Gras.&raquo; Die Tiere waren unter der Andensonne verendet. In Putaendo starben in jenem Jahr mindestens 80 Prozent der Nutztiere, in ganz Chile waren es mehr als 100 000. Die regionale Viehwirtschaft und die bepflanzte Fl&auml;che &ndash; und damit die landwirtschaftliche Produktion &ndash; nehmen schon lange deutlich ab. Immer weniger Menschen finden Arbeit. Seit Jahren haben sie Angst, dass eine neue Kupfermine das verbliebene Wasser vergiften k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/wasserrechte-in-chile-putaendo-hofft-auf-die-neue-verfassung-ld.1690107?mktcid=nled&amp;mktcval=123_2022-06-23&amp;kid=nl123_2022-6-23&amp;ga=1\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Zensur macht nur die Sowjetunion, wir selbst haben freie Medien&rdquo;<\/strong><br>\nJ&ouml;rg Becker &uuml;ber die politische Rolle von Medien, Propaganda und PR-Arbeit sowie missverst&auml;ndliche &Uuml;bersetzungen aus dem Englischen (Teil 1) [&hellip;]<br>\nIm Interview mit Telepolis gibt Becker tiefe Einsichten in das Verh&auml;ltnis von PR und Journalismus in Konflikten. [&hellip;]<br>\nDas Problem mit dem Propaganda-Begriff wird ganz deutlich, wenn man sich klar macht, dass dieser Begriff in den vierziger und fr&uuml;hen f&uuml;nfziger Jahren der zentrale Begriff im Kalten Krieg wurde. Der Begriff bekam absichtlich &ndash; und das kann man nachweisen in verschiedenen wissenschaftlichen Arbeiten &ndash; den gro&szlig;en Stellenwert als Begriff gegen die Sowjetunion.<br>\nPropaganda war grunds&auml;tzlich im Kalten Krieg das, was die Sowjetunion tat. Man selbst machte selbstverst&auml;ndlich keine Propaganda, man selbst machte Aufkl&auml;rung. Und zeitgleich zu dieser Dichotomie &ndash; wir Aufkl&auml;rung, die Propaganda &ndash; kam nat&uuml;rlich das Begriffspaar &ldquo;Freiheit der Medien&rdquo; gegen &ldquo;Zensur der Medien&rdquo; hinzu. Zensur macht nur die Sowjetunion, wir selbst haben freie Medien.<br>\nAls kleinen Einschub: In der Menschenrechtsdeklaration von 1948 gibt es den Begriff der &ldquo;Medienfreiheit&rdquo; nicht. Warum? Weil die Menschenrechtsdeklaration verabschiedet wurde von vielen vielen L&auml;ndern und die US-amerikanische Regierung ihr Verst&auml;ndnis von Medienfreiheit in die Mediendeklaration nicht hineinbringen konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Zensur-macht-nur-die-Sowjetunion-wir-selbst-haben-freie-Medien-7152051.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tief ist der Brunnen der Vergangenheit<\/strong><br>\nHannes Wader schenkt sich neue Songs zum 80. Geburtstag<br>\nNach seinem vor ein paar Jahren aus Altersgr&uuml;nden vollzogenen R&uuml;ckzug aus der &Ouml;ffentlichkeit erscheint dieser Tage unverhofft ein neues Album von Hannes Wader. Dessen sch&ouml;ner Titel &raquo;Was ich noch singen wollte&laquo; weist das Werk als eine Art Liederzyklus gewordenes Nachwort aus: Alles mir Wichtige habe ich l&auml;ngst zum Ausdruck gebracht, schicke hier blo&szlig; noch ein paar lose Brocken hinterher. Sich ja nicht zu wichtig nehmen.<br>\nNoch sch&ouml;ner als sein Titel ist der Umstand, dass dieses p&uuml;nktlich am Beginn von Waders neuntem Lebensjahrzehnt erscheinende Album ziemlich bemerkenswert geraten ist. Am Beginn werden Zeilen von H&ouml;lderlin zitiert, diesem in Wahnsinn gefallenen Dichter, Au&szlig;enseiter der Goethezeit, der erst lange nach seinem Ableben zu Lesern und Ehren kam: &raquo;Aber das Saitenspiel t&ouml;nt fern aus G&auml;rten\/ vielleicht, dass dort ein Liebendes spielt oder ein einsamer Mann\/ ferner Freunde gedenkt und der Jugendzeit&laquo;. Das sind Zeilen aus H&ouml;lderlins Wunder von Gedicht &raquo;Brot und Wein&laquo;; Zeilen &uuml;ber die Kraft der Musik, die wie keine andere Kunst in Seelentiefen zu dringen vermag und das, was dort wom&ouml;glich unter Schichten versch&uuml;ttet liegt, weckt, wieder f&uuml;hlbar macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1164750.hannes-wader-tief-ist-der-brunnen-der-vergangenheit.html\">ND<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-85184","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=85184"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85184\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85187,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85184\/revisions\/85187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=85184"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=85184"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=85184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}