{"id":85249,"date":"2022-06-28T08:44:54","date_gmt":"2022-06-28T06:44:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249"},"modified":"2022-06-28T12:22:15","modified_gmt":"2022-06-28T10:22:15","slug":"hinweise-des-tages-4138","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h01\">8,9 Prozent Inflationsrate: Familien mit niedrigem Einkommen aktuell am st&auml;rksten belastet &ndash; soziale Schere geht weiter auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h02\">Lohnverhandlungen sind nicht Sache der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h03\">Risse in der W&auml;hrungsunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h04\">Schmutzige Alternative zu russischer Kohle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h05\">Hilfe bei Logistik und Ausbildung: Westliches Kommando-Netzwerk soll in der Ukraine aktiv sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h06\">Regelbasierte Welt(un)ordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h07\">War da was mit Kissinger?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h08\">Berichterstattung in Elmau: Vorgekaute Inhalte in Heidi-Atmosph&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h09\">&bdquo;Willkommen in Guantanamo!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h10\">Spionagesatelliten im Frontex-Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h11\">Schweigen um Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h12\">VG Karlsruhe urteilt &uuml;bers BVerfG: BVerfG durfte Presseanfragen nicht abblocken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h13\">mRNA-Covid-Impfung: Risiko von Nebenwirkungen st&auml;rker als das Risiko der Hospitalisierung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h14\">Fehlende medizinische Evidenz: Impfkampagne bei Kindern aus politischer Motivation?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h15\">Die Maskenpflicht wird wieder verl&auml;ngert, wieder ohne Begr&uuml;ndung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85249#h16\">Parteitag ohne Knall<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>8,9 Prozent Inflationsrate: Familien mit niedrigem Einkommen aktuell am st&auml;rksten belastet &ndash; soziale Schere geht weiter auf<\/strong><br>\nFamilien mit niedrigem Einkommen tragen aktuell die h&ouml;chste Inflationsbelastung, Alleinlebende mit hohem Einkommen die geringste &ndash; und die Schere bei den Belastungen hat sich noch einmal deutlich ge&ouml;ffnet: Gemessen an den f&uuml;r diese Haushaltstypen repr&auml;sentativen Warenk&ouml;rben sind die Preise im Mai 2022 um 8,9 Prozent bzw. um 6,5 Prozent gestiegen, w&auml;hrend der Wert &uuml;ber alle Haushalte hinweg bei 7,9 Prozent lag. Auch f&uuml;r Alleinlebende mit h&ouml;heren und mit mittleren Einkommen lagen die Raten mit 7,6 und 7,7 Prozent im Mai leicht unterhalb der allgemeinen Preissteigerung. Die Preissteigerung bei Alleinlebenden mit niedrigem Einkommen lag mit 7,8 Prozent nahe am Durchschnitt. Dagegen sind auch Alleinerziehende und Familien mit zwei Kindern und jeweils mittleren Einkommen etwas &uuml;berdurchschnittlich von der Teuerung belastet: F&uuml;r diese Haushalte betrug die Inflationsrate im Mai 8,2 Prozent. Bei Familien mit h&ouml;herem Einkommen verteuerte sich der haushaltsspezifische Warenkorb weniger stark &ndash; um 7,6 Prozent. Die haushaltsspezifische Inflationsrate f&uuml;r kinderlose Paare mit mittlerem Einkommen liegt aktuell bei 7,9 Prozent. Das ergibt der IMK Inflationsmonitor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, der monatlich die spezifischen Teuerungsraten f&uuml;r neun repr&auml;sentative Haushaltstypen liefert.<br>\nIn Folge des Ukrainekriegs und von weiterhin durch die Corona-Pandemie angespannten Lieferketten stiegen die Verbraucherpreise f&uuml;r alle Haushalte im Mai so stark wie seit der &Ouml;lkrise der 1970er Jahre nicht mehr. Dabei sind die Unterschiede je nach Haushaltskonstellation und Einkommen erheblich und sozial hoch problematisch, zeigt der IMK Inflationsmonitor:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-8-9-prozent-inflationsrate-42049.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wen die Inflation mit aller Wucht trifft<\/strong><br>\nGro&szlig;einkauf f&uuml;r das Kinderhilfswerk Arche in Potsdam: Einmal im Monat besorgt Christoph Olschewski Nachschub an Lebensmitteln und anderen Dingen des t&auml;glichen Bedarfs f&uuml;r Familien mit knappem Einkommen. Die Preise im Gro&szlig;markt sind dramatisch gestiegen.<br>\nZu Corona-Zeiten, &ldquo;als wir unsere Familien mit Lebensmitteln versorgt haben, da lagen die Preise ganz oft bei Eink&auml;ufen bei 800 oder 900 Euro vielleicht auch 1000&rdquo;, sagt Olschewski. Jetzt zahle er f&uuml;r den gleichen Einkauf 1500 Euro.<br>\nDie Zahl der Familien, die angesichts der gestiegenen Preise nicht mehr &uuml;ber die Runden kommen, ist deutlich gewachsen. Olschewski sieht immer mehr Familien, die nicht von klassischen Transferleistungen leben, sondern berufst&auml;tig sind &ndash; bei denen das Geld aber dennoch hinten und vorne nicht reicht.<br>\nDazu z&auml;hlen auch Nadine Sommer und ihre Familie. Vier Kinder muss sie ern&auml;hren, ihr Mann arbeitet im Wachschutz. Sie hat einen 450-Euro-Job. Damit kommt die sechsk&ouml;pfige Familie heute nicht mehr &uuml;ber die Runden.<br>\nGeringverdiener sind von Preissteigerungen am h&auml;rtesten betroffen. Bei fast allen Lebensmitteln ist die Teuerungsrate inzwischen zweistellig. Teigwaren kosteten im Mai fast 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Mehl 33 Prozent und beim Speise&ouml;l waren es 65 Prozent und mehr &ndash; falls man &uuml;berhaupt welches bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/inflation-soziale-folgen-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lohnverhandlungen sind nicht Sache der Politik<\/strong><br>\nVom &bdquo;Tisch der gesellschaftlichen Vernunft&ldquo; war die Rede, als 1967 der damalige Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller (SPD) Vertreter von Gewerkschaften und Wirtschaftsverb&auml;nden zu einer &bdquo;Konzertierten Aktion&ldquo; einlud. Zu einer solchen Aktion ruft nun auch der amtierende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen sowie den Pr&auml;sidenten der Bundesbank und einen der Wirtschaftsweisen am 4. Juli zusammen. Mit am Tisch werden auch sitzen: Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Heute wie 1967 schw&auml;chelt die Wirtschaft und ruft nach Lohnzur&uuml;ckhaltung, viele Preise sind aber bereits so stark gestiegen, dass es f&uuml;r viele Menschen immer schwieriger wird, bis zum Ende des Monats noch mit ihren Einkommen durchzukommen.<br>\nNicht nur ver.di fordert deshalb Lohnerh&ouml;hungen, die den gestiegenen Preisen gerecht werden. Der Druck in vielen Haushalten sei riesengro&szlig;, sagt der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. &bdquo;Wenn Besch&auml;ftigte beispielsweise Tarifgeh&auml;lter zwischen 2.000 und 2.500 Euro beziehen, ist selbst eine Erh&ouml;hung von zehn Prozent angesichts der stark steigenden Preise nur ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein.&ldquo; Dauerhaft wirkende Festbetr&auml;ge seien eine L&ouml;sung. Aktuell fordert ver.di in der Tarifrunde f&uuml;r die rund 20.000 Besch&auml;ftigten der Lufthansa einen Festbetrag von mindestens 350 Euro im Monat. Und obwohl Scholz im Vorfeld der Konzertierten Aktion klargestellt hat, dass sich die Politik selbstverst&auml;ndlich nicht in Lohnverhandlungen einmischen wolle, klingt sein Aktionsziel genau danach. &bdquo;Gemeinsam mit den Sozialpartnern wollen wir diskutieren, wie wir mit der aktuellen Preisentwicklung umgehen&ldquo;, erkl&auml;rte er, als er seine Einladung aussprach. Zum Ziel der Beratungen mahnt Frank Werneke an, dass es keinesfalls um Lohnverhandlungen gehen k&ouml;nne: &bdquo;Die Politik sollte sich aus diesen Dingen heraushalten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/themen\/politik-wirtschaft\/++co++4b2361ca-f31a-11ec-8d59-001a4a160129\">ver.di<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Risse in der W&auml;hrungsunion<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Zentralbank will mit steigenden Zinsen Inflation bek&auml;mpfen. Berlin trotz drohender Rezession auf K&uuml;rzungskurs<br>\nBundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) schw&ouml;rt die Bev&ouml;lkerung auf eine &raquo;lange Phase mit Entbehrungen&laquo; ein. Wegen der hohen Energiepreise drohe eine &raquo;ernstzunehmende Wirtschaftskrise&laquo;. Deshalb sollen die Besch&auml;ftigten noch mehr &Uuml;berstunden leisten. Oberstes Ziel m&uuml;sse die Bek&auml;mpfung der Inflation sein. Hierf&uuml;r m&uuml;ssten auf nationaler Ebene ab 2023 wieder die &raquo;Schuldenbremse&laquo; greifen und in der Euro-Zone &raquo;im Laufe des Jahrzehnts&laquo; die Vorgaben des Maastricht-Vertrags, d. h. eine Staatsverschuldung von maximal 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, eingehalten werden.<br>\nK&uuml;rzen in der Krise? Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) warnt in einer am 16. Juni ver&ouml;ffentlichten Studie vor der R&uuml;ckkehr zu den Regeln des &raquo;Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts&laquo;. Welche Ausma&szlig;e K&uuml;rzungen in der Rezession haben, habe die Politik des deutschen Reichskanzlers Heinrich Br&uuml;ning verdeutlicht, der inmitten der Wirtschaftskrise ab 1930 drastische Lohneinschnitte per Notverordnung dekretiert hatte. Ebenso habe die K&uuml;rzungspolitik in den Jahren 2010 bis 2014 die Situation der s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder nachweislich versch&auml;rft. &raquo;Da dies auch in der &Auml;ra Br&uuml;ning vor 90 Jahren der Fall war, sollte auch jetzt genau &uuml;berlegt und abgewogen werden, wie zielf&uuml;hrend eine Austerit&auml;tspolitik w&auml;re, um die Schuldenst&auml;nde in den von der Pandemie und durch hohe Inflation gebeutelten europ&auml;ischen Staaten abzubauen&laquo;, hei&szlig;t es in der Studie. Und der politischen Folgen m&uuml;sse man sich bewusst sein. Das DIW warnt, es sei tragisch, dass die NSDAP diejenige Partei war, die am meisten von Br&uuml;nings Kurs profitiert habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429185.euro-krise-risse-in-der-w%C3%A4hrungsunion.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schmutzige Alternative zu russischer Kohle<\/strong><br>\nEine gigantische Steinkohlemine im Norden Kolumbiens sch&auml;digt die Natur und die Gesundheit indigener Anwohner. Nun soll sie verst&auml;rkt Kohle nach Deutschland liefern<br>\nLa Guajira liegt an der Grenze zu Venezuela und ragt als n&ouml;rdlichste, d&uuml;nn besiedelte Provinz Kolumbiens als Halbinsel ins Karibische Meer. Im S&uuml;den sind die B&ouml;den einigerma&szlig;en fruchtbar. Hier gibt es Bananenplantagen und Viehzucht. Im Norden hingegen wird es immer trockener, bis die Landschaft in eine W&uuml;ste &uuml;bergeht. Mitten in der Halbw&uuml;ste tut sich ein gigantischer Krater auf &ndash; 69.000 Hektar gro&szlig; &ndash; eine der gr&ouml;&szlig;ten Steinkohleminen Lateinamerikas.<br>\nBetreiber ist der Schweizer Konzern Glencore. Mehr als 30 Millionen Tonnen Kohle werden hier pro Jahr gef&ouml;rdert, rund 40 Prozent der gesamten kolumbianischen Produktion. In Guajira sind etwa 44 Prozent der Bev&ouml;lkerung indigener Abstammung.<br>\nF&uuml;r die rund um die Cerrej&oacute;n-Mine lebenden Gemeinden der Way&uacute;u und Afrokolumbianer hat der Tagebau gravierende Folgen, berichtet Rosa Mar&iacute;a Mateus Parra. So wurden bereits mehrere D&ouml;rfer der Way&uacute;u, einer der gr&ouml;&szlig;ten indigenen Gruppen des Landes, bereits zwecks Erweiterungen zwangsumgesiedelt. Feinstaubemissionen durch den Kohleabbau und ein hoher Quecksilbergehalt sch&auml;digt die Gesundheit der Anwohner, wei&szlig; die Anw&auml;ltin der Way&uacute;u. Die Menschen klagen &uuml;ber Atemnot und massive Hautausschl&auml;ge.<br>\nDer Kohlestaub verschmutzt die Luft, f&auml;llt Regen, sind die Bl&auml;tter der B&auml;ume schwarz. Auf dem Wasser liegt ein &ouml;lig schwarzer Film, klagen die Indigenen. Im Alter von acht Monaten habe ihr Sohn Fieber und Atemnot bekommen, berichtet auch Luz &Aacute;ngela Uriana. Er sei durch den Staub, der durch die Mine aufgewirbelt wurde, krank geworden.<br>\nBis heute k&auml;mpft die Aktivistin gegen die massiven Eingriffe von Glencore. Die Mine r&uuml;ckte immer n&auml;her heran an ihr einstiges Haus in Provincial, eine Siedlung der Wayu&uacute;. Die Ersch&uuml;tterungen der Maschinen verursachten Risse an den W&auml;nden, bis das Haus zusammenbrach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schmutzige-Alternative-zu-russischer-Kohle-7153569.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hilfe bei Logistik und Ausbildung: Westliches Kommando-Netzwerk soll in der Ukraine aktiv sein<\/strong><br>\nKommandos aus 20 Staaten und Dienste wie die CIA helfen der Ukraine einem Medienbericht zufolge bei Waffentransporten. Zudem schulen sie demnach Kiews Truppen.<br>\nIm Kampf gegen die russischen Invasoren ist das ukrainische Milit&auml;r in immer gr&ouml;&szlig;erem Ausma&szlig; von der Hilfe der USA und der westlichen Verb&uuml;ndeten abh&auml;ngig. Es geht um Waffenlieferungen, nachrichtendienstliche Informationen und Schulungen der Soldaten Kiews. Einem Bericht der &bdquo;New York Times&ldquo; (NYT) zufolge wird all dies von einem geheimen internationalen Kommando-Netzwerk gesteuert, an der auch US-Spezialeinheiten und Geheimdienste beteiligt sein sollen.<br>\nDem Bericht zufolge soll ein Gro&szlig;teil dieser Arbeit au&szlig;erhalb der Ukraine stattfinden, zum Beispiel auf St&uuml;tzpunkten in Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien. Allerdings sei das Netzwerk auch in der Ukraine aktiv.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/hilfe-bei-logistik-und-ausbildung-westliches-kommando-netzwerk-soll-in-der-ukraine-aktiv-sein\/28456450.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die USA und die NATO sind Kriegsparteien in der Ukraine<\/strong><br>\nDie New York Times hat in einem Artikel enth&uuml;llt, dass die USA in der Ukraine weitaus aktiver sind, als bekannt. De facto sind die USA die NATO bereits Kriegsparteien.<br>\nIch werde hier ausnahmsweise einen kompletten Artikel der New York Times &uuml;bersetzen, weil ich seinen Inhalt so wichtig finde, dass ich ihn nicht verk&uuml;rzt oder in eigenen Worten wiedergeben m&ouml;chte. Die New York Times hat im Detail berichtet, wie die USA und NATO-Staaten die Ukraine nicht nur mit Waffen und Geheimdienstinformationen unterst&uuml;tzen, sondern dass auch westliche Soldaten von Spezialkommandos in der Ukraine aktiv sind. Sie sind zwar nicht an der Front, aber trotzdem macht das die USA und die NATO de facto zu Kriegsparteien.<br>\nHinzu kommt, dass sie der Ukraine auch operative Informationen &uuml;ber das Gefechtsfeld liefern, die der ukrainischen Armee beim Beschuss der russischen Armee helfen. All das berichtet die New York Times, die nicht im Verdacht steht, russische Propaganda zu verbreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/die-usa-und-die-nato-sind-kriegsparteien-in-der-ukraine\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Regelbasierte Welt(un)ordnung<\/strong><br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident Selenskyj will die Krim und das von Russland besetzte Territorium zur&uuml;ckerobern. Der Kampf werde als eine der brutalsten Schlachten in die Milit&auml;rgeschichte Europas eingehen. Selenskyj gab Deutschland noch eine Chance, seine von Au&szlig;enministerin Baerbock beklagte Kriegsm&uuml;digkeit zu &uuml;berwinden. Kanzler Scholz muss liefern: 100 Haubitzen, 300 Raketenwerfer, 500 Panzer, 2000 gepanzerte Fahrzeuge und 1000 Drohnen sollen als Wiedergutmachung der Z&ouml;gerlichkeit gelten. &Uuml;brigens: Die deutschen Medien haben &ndash; von Ausnahmen wie den NachDenkSeiten abgesehen &ndash; &raquo;vergessen&laquo;, &uuml;ber den R&uuml;cktritt der ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Lyudmila Denisova zu berichten, die in Br&uuml;ssel, bei der UN und diversen Sendern entsetzliche russische Gr&auml;ueltaten geschildert hatte. Sie hatte sie frei erfunden, um ihrem Land zu Waffenlieferungen zu verhelfen.<br>\nImmer dr&auml;ngender stellt sich die Frage, warum der Westen dem Krieg in der Ukraine bis an die Grenzen eines atomaren Weltbrandes bedingungslos Vorschub leistet, statt auf Waffenstillstand und Verhandlungen zu dr&auml;ngen, etwa auf der Basis der Vorschl&auml;ge der italienischen Regierung (s. heise.de, 6.6.22). Derzeit m&uuml;ssen wir zuschauen, wie der Krieg immer neue Krisen und Verbrechen in der Welt erzeugt, nicht nur in der Ukraine. Menschenrechtsorganisationen informieren &uuml;ber Katastrophen und warnen vor den Folgen f&uuml;r die Betroffenen, t&auml;glich treffen alarmierende Meldungen ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/regelbasierte-weltunordnung\/\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>War da was mit Kissinger?<\/strong><br>\nZur selben Zeit, da der Bundesregierung nichts Besseres zu Putins Krieg gegen die Ukraine einfiel, als eine Militarisierung des politischen Denkens, hat der ehemalige Au&szlig;enminister der Vereinigten Staaten, Henry Kissinger, auf dem Wirtschaftsgipfel in Davos dazu aufgerufen, die hohe Kunst der Diplomatie nicht unter die R&auml;der kommen zu lassen und mit der D&auml;monisierung Russlands aufzuh&ouml;ren.<br>\nDen Reichen und M&auml;chtigen verschlugen die Ratschl&auml;ger des Friedensnobelpreistr&auml;gers von 1973 schier den Atem. In Deutschland hielt man es f&uuml;r das Kl&uuml;gste, zur Tagesordnung &uuml;berzugehen und Russland wie gewohnt als &Uuml;belt&auml;ter an den Pranger zu stellen. Die Begleitmusik lieferten angesehene Bl&auml;tter wie etwa die S&uuml;ddeutsche Zeitung.<br>\n&raquo;Die russische Soldateska zerst&ouml;rt, brandschatzt und mordet nach Gusto. Die Schlachterei zeigt keinen Hauch von Menschlichkeit mehr, das Leid ist unfassbar, schon die Bilder schn&uuml;ren die Kehle zu&laquo;, schrieb das Blatt in der Ausgabe vom 4. April 2022. &raquo;Jeden Tag ermorden russische Soldaten Zivilisten, zerst&ouml;ren H&auml;user, bombardieren Eisenbahnlinien und erobern immer mehr ukrainisches Gebiet&laquo; (Ausgabe vom 27. Mai 2022). &raquo;Mit einer Zeitlupen-Strategie frisst sich die russische Armee im Donbass fest, hinterl&auml;sst ausgebrannte H&auml;userh&uuml;llen und blutgef&uuml;llte Granattrichter&laquo; (Ausgabe vom 30. Mai 2022).<br>\nWer je Gelegenheit hatte, einen Blick in die Frontberichte von Nazizeitungen zu werfen, den &uuml;berl&auml;uft bei solchen Texten eine G&auml;nsehaut. W&auml;hrend der K&auml;mpfe um Berlin habe ich im Fr&uuml;hjahr 1945 als Soldat der deutschen Wehrmacht oft in Granattrichter geblickt, in denen verst&uuml;mmelte Leichen lagen, mit Blut gef&uuml;llt war kein einziger. Vielleicht sollten die Justizminister der Bundesl&auml;nder bei ihrem l&ouml;blichen Vorhaben, Hassbeitr&auml;ge in den sozialen Netzwerken zu unterbinden, ab und zu auch einen Blick in die seri&ouml;se Presse werfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/war-da-was-mit-kissinger\/\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Berichterstattung in Elmau: Vorgekaute Inhalte in Heidi-Atmosph&auml;re<\/strong><br>\nExklusive Rundumversorgung im Medienzentrum zum G7-Gipfel. Kaum kritische &Ouml;ffentlichkeit zu erwarten<br>\nF&uuml;r die Dauer des G7-Gipfels in Schloss Elmau ist f&uuml;r Pressevertreterinnen und -vertreter im Garmischer Zugspitzbahnhof Hausberg ein gro&szlig;es Pressezelt eingerichtet worden. Das &raquo;International Media Center&laquo; (IMC) inszenierte dabei eine Fassade von &Ouml;ffentlichkeit und Berichterstattung, rund 20 Kilometer entfernt vom tats&auml;chlichen Gipfelgeschehen. Dieses ist f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Medienvertreter nur aus dem IMC heraus &uuml;ber Bildschirme und Kopfh&ouml;rer zu verfolgen. Ausgew&auml;hlte Inhalte werden &uuml;ber den &raquo;hauseigenen&laquo; Sender ins Medienzentrum geleitet. Die anwesende Presse erh&auml;lt so die vorgekauten Inhalte, nebst Liveschalte zu den Fototerminen der Staats- und Regierungschefs der sieben st&auml;rksten westlichen imperialistischen L&auml;nder.<br>\nDas am Freitag ver&ouml;ffentlichte Presseprogramm sah f&uuml;r den Ablauf des Gipfels beinahe ausschlie&szlig;lich Bildtermine vor, einzig die f&uuml;r diesen Dienstag angesetzte Pressekonferenz war f&uuml;r Berichterstattung &uuml;ber das offizielle Gipfelprogramm, &uuml;ber Bildmaterial hinaus, m&ouml;glich. N&ouml;tige Akkreditierungen f&uuml;r abgesperrte Sicherheitsbereiche wurden nach einem Bewerbungsverfahren vergeben, zu dem sich Pressevertreter ab Anfang Juni anmelden konnten. F&uuml;r die Pressekonferenz bestand am Wochenende noch eine Warteliste, auf die sich Journalistinnen und Journalisten im IMC eintragen konnten. Kritische &Ouml;ffentlichkeit d&uuml;rfte bei diesen Verfahren wohl kaum zu erwarten sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429747.berichterstattung-in-elmau-vorgekaute-inhalte-in-heidi-atmosph%C3%A4re.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Willkommen in Guantanamo!&rdquo;<\/strong><br>\nLitauische Grenzbeamte und Lagerw&auml;chter misshandeln regelm&auml;&szlig;ig nichtwei&szlig;e Fl&uuml;chtlinge und brechen dabei mit ihrem Vorgehen das V&ouml;lkerrecht. Das belegt eine neue Untersuchung, die Amnesty International heute ver&ouml;ffentlicht. Demnach wurden Fl&uuml;chtlinge bei der illegalen Zur&uuml;ckweisung an Litauens Grenze zu Belarus etwa in einen Fluss mit brusthohem Wasser getrieben. Andere wurden mit St&ouml;cken und mit Elektroschockern maltr&auml;tiert. Die Lebensbedingungen in Litauens Internierungszentren kommen laut Amnesty &bdquo;Folter gleich&ldquo;. Explizit prangert die Organisation die Diskriminierung nichtwei&szlig;er gegen&uuml;ber ukrainischen Fl&uuml;chtlingen an, die mit offenen Armen empfangen werden. Nichtwei&szlig;e Fl&uuml;chtlinge hingegen sind an den Grenzen wie auch in den Lagern zus&auml;tzlich einem krassen Rassismus ausgesetzt. &Auml;hnliche Verh&auml;ltnisse hatte Amnesty bereits im April in Polen festgestellt. Amnesty schreibt der EU und insbesondere der EU-Kommission unter ihrer deutschen Pr&auml;sidentin Ursula von der Leyen Mitverantwortung zu: Br&uuml;ssel unterst&uuml;tzt die Grenzabschottung, nimmt aber Misshandlungen und V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che an den Grenzen faktisch hin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8959\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Spionagesatelliten im Frontex-Einsatz<\/strong><br>\nDie elektronische Aufkl&auml;rung aus dem All war lange Geheimdiensten und Milit&auml;r vorbehalten. Mini-Satelliten und das Musk-Unternehmen SpaceX machen dies nun f&uuml;r Grenzbeh&ouml;rden interessant. Neben Telefonen werden Radare von Schiffen &uuml;berwacht.<br>\nZur Ortung und Verfolgung von Schiffen nutzt Frontex Daten des automatischen Identifikationssystems (AIS), mit dem jedes gr&ouml;&szlig;ere Schiff &uuml;ber UKW-Funkfrequenzen regelm&auml;&szlig;ig seine Identit&auml;t, den jeweiligen Standort und das Ziel an Empfangsger&auml;te senden muss. So will die Europ&auml;ische Grenzagentur etwa unerw&uuml;nschte Schleusungen von Gefl&uuml;chteten oder auch Drogenschmuggel nach Europa verhindern. Die Informationen werden mit Bildern von optischen oder radarbasierten Satelliten in einem &bdquo;Gesamtsituationsbild&ldquo; angereichert.<br>\nDas mehrschichtige &Uuml;berwachungssystem st&ouml;&szlig;t an Grenzen, wenn Schiffe &bdquo;unkooperativ&ldquo; sind und ihre AIS-Transponder ausschalten. Bilder hochaufl&ouml;sender optischer Satelliten sind zudem teuer und k&ouml;nnen nur tags&uuml;ber und bei gutem Wetter genutzt werden. Daten von SAR-Satelliten (Synthetic Aperture Radar) k&ouml;nnen Schiffe zwar jederzeit erkennen, ihre Aufl&ouml;sung ist jedoch grobk&ouml;rnig. (&hellip;)<br>\nDeshalb setzt Frontex zunehmend auf das Aufsp&uuml;ren von elektromagnetischer Strahlung, wie sie etwa von Funkger&auml;ten oder Mobiltelefonen an Bord von Schiffen ausgesendet wird. Diese elektronische Aufkl&auml;rung (Signals Intelligence &ndash; SIGINT) beziehungsweise raumbezogene Aufkl&auml;rung (Geospatial Intelligence &ndash; GEOINT) wurde in den vergangenen Jahrzehnten nur von Milit&auml;r und Geheimdiensten genutzt. Neue miniaturisierte Satelliten und das Elon Musk-Unternehmen SpaceX haben die Spionagetechnologie jetzt f&uuml;r private Anbieter und damit auch Grenzbeh&ouml;rden erschwinglich gemacht.<br>\nUnter dem Titel &bdquo;Erkennung von Satellitenfunk-Sendern f&uuml;r die maritime Situationsanalyse&ldquo; hat Frontex dazu 2019 einen ersten Rahmenvertrag &uuml;ber 1,5 Millionen Euro mit HawkEye 360 abgeschlossen. Die Vergabe an die amerikanische Firma erfolgte ohne eine ansonsten &uuml;bliche europ&auml;ische Ausschreibung. Nach einer Marktsichtung hatte Frontex erkl&auml;rt, es handele sich um das einzige Unternehmen weltweit, das zum damaligen Zeitpunkt &uuml;ber die Technik verf&uuml;gte.<br>\nDie Firma ist auf die sogenannte Geodatenanalyse spezialisiert. Als einer der ersten kommerziellen Anbieter hat HawkEye 360 ab 2018 eine Serie Kleinsatelliten ins All gebracht, mit der die gesamte Erdoberfl&auml;che auf Hochfrequenzsignale abgetastet werden kann. Der Transport erfolgte mit einer Falcon9 von SpaceX.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/maritime-ueberwachung-spionagesatelliten-im-frontex-einsatz\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schweigen um Julian Assange<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich die halbe Welt &uuml;ber die Behandlung Julian Assanges emp&ouml;rt, herrscht in den Vereinigten Staaten mittlerweile auch im liberalen Lager Stille.<br>\nJulian Assange wird nach Amerika ausgeliefert und in Amerika interessiert das niemanden so richtig. Wir erinnern uns: Assange, ein investigativer Journalist aus Australien und Gr&uuml;nder von Wikileaks hat im Jahr 2010 &mdash; zusammen mit der New York Times, dem Guardian und dem Spiegel &mdash; Dokumente ver&ouml;ffentlicht, die ihm ein Whistleblower im US-Milit&auml;r, Chelsea Manning zugespielt hatte und die eine Reihe von Kriegsverbrechen der USA im Irak und Afghanistan belegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/transatlantic-mediawatch\/schweigen-um-julian-assange\/\">Overton Magazin <\/a>\n<p>dazu: <strong>Warum Julian Assange nur wenig Unterst&uuml;tzung erh&auml;lt<\/strong><br>\nDie Solidarit&auml;t mit dem Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange ist schwach. Der Internet-Aktivist fiel zwischen Stuhl und Bank.<br>\nDie Gefahr f&uuml;r den in Grossbritannien inhaftierten Julian Assange, in die F&auml;nge der USA zu geraten, ist wieder gestiegen, seitdem die britische Innenministerin Priti Patel einer Auslieferung an die Vereinigten Staaten zugestimmt hat. Ende des vergangenen Jahres hatte bereits der Londoner High Court festgestellt, dass eine &Uuml;berstellung an die USA erlaubt sei &ndash;diese werfen dem Wikileaks-Aktivisten, der massenweise geheime staatliche Dokumente ver&ouml;ffentlichte, Spionage vor. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu 175 Jahren.<br>\nNach der j&uuml;ngsten Nachricht aus Grossbritannien gab es erneut Solidarit&auml;tsbekundungen. Journalistenverb&auml;nde und NGO kritisierten, es handle sich um einen Angriff auf die Medienfreiheit. Auch einige Journalisten kommentierten in ihren Organen, Grossbritannien gef&auml;hrde damit die Arbeit von Rechercheuren und von journalistischen Plattformen, welche zur Aufdeckung von Skandalen und Verbrechen geheime Staatsdokumente publizieren. In den Kommentarspalten des Publikums ist Assange ohnehin zum vielzitierten Beispiel daf&uuml;r geworden, dass ein doppelz&uuml;ngiger Westen der ganzen Welt Medienfreiheit predige, zu Hause sich jedoch darum foutiere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/warum-julian-assange-nur-wenig-unterstuetzung-erhaelt\/\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller 12:00Uhr:<\/strong>  Der Artikel im &ldquo;progressiven&rdquo; Infosperber ist leider voller Halbwahrheiten und Distanzierungen. Julian Assange und Wikileaks haben nicht einfach Dokumente ins Internet gestellt, sondern die Ver&ouml;ffentlichungen vorher auch redaktionell bearbeitet. Dass die &ldquo;Diplomatic Cables&rdquo; <a href=\"https:\/\/www.computerweekly.com\/news\/252489382\/WikiLeaks-published-unredacted-cables-after-password-was-disclosed-in-book\">unredigiert<\/a> im Internet gelandet sind hatte mehr mit &rdquo; ThecGuardian&rdquo; und &ldquo;Der Freitag&rdquo; Journalisten zu tun als mit Assange. Edward Snowden wird als das Beispiel erw&auml;hnt, wo ein Regierungskritiker sich im Gegensatz zu Assange m&auml;chtige Verb&uuml;ndete suchte, bevor er zur Tat schritt. Dabei h&auml;tte erw&auml;hnt werden m&uuml;ssen, dass Snowden keinen richtigen Plan hatte, und es Wikileaks war, welches ihn aus seiner <a href=\"https:\/\/www.vogue.com\/article\/sarah-harrison-edward-snowden-wikileaks-nsa\">Klemme<\/a> in HongKong befreiten. Edward Snowden sagt auch, dass Wikileaks damals die einzige Medienorganiusation war, die ihm Hilfe anbot, obwohl alle gro&szlig;en Medienh&auml;user seine Enth&uuml;llungen publiziert hatten. Im Infosperber wird Assange auch als &ldquo;eitel&rdquo; bezeichnet. Hat der Verfasser Julian Assange jemals getroffen, und tut es &uuml;berhaupt etwas zu Sache? Ich kenne einige Menschen, die Julian Assange pers&ouml;nlich kennen und die ihn sicher nicht als &ldquo;eitel&rdquo; bezeichnen w&uuml;rden. Solche Wertungen sollte man vielleicht den Medienkonsumenten selbst &uuml;berlassen. Dieser Artikel von <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2022\/06\/02\/craig-murray-the-power-of-lies\/\">Craig Murray<\/a> hat sich schon vor einigen Wochen mit den L&uuml;gen &uuml;ber Julian Assange befasst, die nun teilweise von Rainer Stadler auf Infosperber wiederholt werden.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>VG Karlsruhe urteilt &uuml;bers BVerfG: BVerfG durfte Presseanfragen nicht abblocken<\/strong><br>\nIn dem Verfahren einer BILD-Journalistin gegen das BVerfG ging es der Sache nach nur noch um Kosten. Doch dabei stellte das VG Karlsruhe fest, dass das BVerfG Fragen zum Abendessen der Richter mit Angela Merkel zu Unrecht nicht beantwortet hat.<br>\n&ldquo;&Uuml;ber Karlsruhe ist nur der blaue Himmel.&rdquo; Diese Konrad Adenauer zugeschriebene &Auml;u&szlig;erung nach einer f&uuml;r ihn unliebsamen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) gilt in Zeiten supranationaler europ&auml;ischer Gerichte nicht mehr durchgehend. Aber von deutschen Gerichten muss sich das BVerfG nichts sagen lassen, jedenfalls, was seine Rechtsprechung angeht.<br>\nAnders sieht es aus, wenn das BVerfG selbst &ndash; etwa wegen seiner Justizverwaltungst&auml;tigkeit &ndash; verklagt wird. In diesem Fall entscheiden einfache Gerichte &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit seines Handelns. So j&uuml;ngst das Verwaltungsgericht (VG) Karlsruhe. Es entschied mit Beschluss vom 14. Juni 2022 (Az. 4 K 233\/22), dass das BVerfG der Journalistin Lydia Rosenfelder, die f&uuml;r Bild und Bild am Sonntag arbeitet, vorgerichtlich Fragen h&auml;tte beantworten m&uuml;ssen. Hintergrund des Verfahrens waren Fragen von Rosenfelder an das BVerfG zum gemeinsamen Abendessen von Verfassungsrichter:innen mit Angela Merkel und Bundesminister:innen am 30. Juni 2021.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/vg-karlsruhe-bverfg-presseanfrage-auskuenfte-bild-auskunftsanspruch-kosten-klage-rosenfelder\/\">LTO<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>mRNA-Covid-Impfung: Risiko von Nebenwirkungen st&auml;rker als das Risiko der Hospitalisierung?<\/strong><br>\nEine brisante Meta-Studie von Peter Doshi, die eine erweiterte Liste von Nebenwirkungen ber&uuml;cksichtigt, &ndash; und Reaktionen.<br>\nVergangene Woche ver&ouml;ffentlichte eine Forschergruppe um Peter Doshi, dem bekanntesten unter den Wissenschaftlern, eine Studie zu Nebenwirkungen von mRNA-Impfungen, die sich in randomisierten Versuchen zeigten. Im Ergebnis &uuml;berrascht ein Satz, der es in sich hat:\n<blockquote><p>\nDas erh&ouml;hte Risiko f&uuml;r schwerwiegende unerw&uuml;nschte Ereignisse von besonderem Interesse &uuml;bertraf die Risikoreduzierung f&uuml;r Covid-19-Krankenhausaufenthalte im Vergleich zur Placebogruppe in beiden Studien von Pfizer und Moderna.<br>\n&ndash; Peter Doshi et al.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Vorneweg: Die Studie wurde noch nicht extern begutachtet, es liegt noch keine Peer-Review vor, weswegen das Paper auf SSRN (Social Science Research Network) ver&ouml;ffentlicht wurde. Die Forschungsarbeit ist eine Zweitanalyse (&ldquo;Secondary analysis&rdquo;) von randomisierten klinischen Versuchen in der Phase 3, die Pfizer und Moderna mit mRNA-Covid-19-Impfstoffen durchgef&uuml;hrt haben. Als Kontrollgruppe fungierten Personen, denen ein Placebo verabreicht wurde.<br>\nIm Zentrum der Studie standen &ldquo;serious adverse events&rdquo; (SAE) &ndash; ernsthafte (oder schwerwiegende) unerw&uuml;nschte Ereignisse &ndash; und ganz besonders: &ldquo;adverse events of special interest&rdquo; (AESIS), auf Deutsch: unerw&uuml;nschte Ereignisse von besonderem Interesse. In der Langfassung der Studie wird dazu erkl&auml;rt, dass Pfizer und Moderna, wie in Studienprotokollen und Zusatzmaterial angegeben, nahezu identische SAE-Definitionen verwendeten, die mit den Erwartungen der Beh&ouml;rden, z.B. der WHO, &uuml;bereinstimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/mRNA-Covid-Impfung-Risiko-von-Nebenwirkungen-staerker-als-das-Risiko-der-Hospitalisierung-7154930.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fehlende medizinische Evidenz: Impfkampagne bei Kindern aus politischer Motivation?<\/strong><br>\nZur ge&auml;nderten STIKO-Impfempfehlung f&uuml;r 5-11j&auml;hrige Kinder ohne Vorerkrankungen<br>\nDie Thesenpapier-Autorengruppe hat sich in ihrer 7. Adhoc-Stellungnahme (s.a. Monitor Versorgungsforschung) mit der ge&auml;nderten Impfempfehlung der St&auml;ndigen Impfkommission (STIKO) f&uuml;r Kinder von 5 bis 11 Jahren besch&auml;ftigt. Die STIKO hatte ihre zur&uuml;ckhaltende Haltung mit Beschr&auml;nkung der Impfempfehlung auf Kinder mit Vorerkrankungen am 24. Mai 2022 &uuml;berraschend ge&auml;ndert und empfiehlt nun auch gesunden Kindern dieser Altersklasse die (einmalige) Impfung mit einem mRNA-Impfstoff. Allerdings muss man hinsichtlich der Stichhaltigkeit der wissenschaftlichen Begr&uuml;ndung dieser Empfehlung st&auml;rkste Zweifel &auml;u&szlig;ern, denn die der ge&auml;nderten Empfehlung zugrunde liegenden Studien beziehen sich ausschlie&szlig;lich auf Erwachsene.<br>\nAuch aus epidemiologischer Sicht ergibt sich keine Evidenz f&uuml;r die Impfung in der Altersgruppe der 5- bis 11-J&auml;hrigen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/corona-netzwerk.info\/fehlende-medizinische-evidenz-impfkampagne-bei-kindern-aus-politischer-motivation\/\">Info-Plattform Corona<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Maskenpflicht wird wieder verl&auml;ngert, wieder ohne Begr&uuml;ndung<\/strong><br>\ner Eingriff des Staates in die Freiheitsrechte bedarf immer einer Rechtfertigung. Die Maskenpflicht wird ohne Begr&uuml;ndung angeordnet. Sie verk&ouml;rpert den mangelnden Respekt der Regierung vor dem einzelnen Menschen, meint Gunnar Schupelius.<br>\nDer Senat hat &bdquo;die Geltungsdauer der SARS-CoV-2-Basisschutzma&szlig;nahmenverordnung&ldquo; bis zum 27. Juli verl&auml;ngert. Damit bleibt die FFP2-Maskenpflicht im &ouml;ffentlichen Nahverkehr in Kraft.<br>\nEine Begr&uuml;ndung daf&uuml;r wurde nicht geliefert. Das ist erstaunlich, denn bei 34 Grad im Schatten ist die Maske kein Vergn&uuml;gen und es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Fasern aus dem Material in die Lunge gelangen.<br>\nWer sich selbst sch&uuml;tzen will, kann das tun, aber warum werden alle dazu gezwungen? Haben wir eine akute Infektionslage? Nein, die haben wir nicht. Steht eine gef&auml;hrliche Mutante vor der T&uuml;r? Sind die Krankenh&auml;user &uuml;berlastet? Nein, auch nicht.<br>\nWir schickten dazu zehn Fragen an die verantwortliche Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Gr&uuml;ne). Sie beantwortete keine einzige und verwies stattdessen auf das Robert Koch-Institut (RKI) beim Bundesgesundheitsminister.<br>\nDas Robert Koch-Institut &bdquo;empfiehlt weiterhin das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Situationen in der &Ouml;ffentlichkeit (&hellip;)&ldquo;. Das RKI empfiehlt aber nicht, aus dieser Empfehlung eine Vorschrift zu machen.<br>\nSenatorin Gote tat genau das und kann nicht begr&uuml;nden, warum. Wir fragten, ob ihr Erkenntnisse dar&uuml;ber vorliegen, in welcher Gr&ouml;&szlig;enordnung die FFP2-Maske im &ouml;ffentlichen Nahverkehr zur Eind&auml;mmung des Infektionsgeschehens beitr&auml;gt? Keine Antwort!<br>\nWir wollten wissen, wie lange man eine FFP2-Maske ohne Pause tragen darf und welche Gesundheitssch&auml;den beim Tragen auftreten k&ouml;nnen? Keine Antwort!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/meinung\/kolumne\/kolumne-mein-aerger\/die-maskenpflicht-wird-wieder-verlaengert-wieder-ohne-begruendung\">BZ Berlin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Parteitag ohne Knall<\/strong><br>\nUnd das ist das Beste, was man dar&uuml;ber sagen kann. Der LINKEN droht nun die Spaltung.<br>\nMit einer Durchsage wird das Wahlprozedere in der hei&szlig;en Kongresshalle durchbrochen. Man m&ouml;ge bitte wieder alle Plastikbecher an den Cuba S&iacute;-Stand bringen, sonst gehen die Mojitos aus. Heiteres Lachen. Einer der wenigen Momente, in denen bei diesem Parteitag etwas Leichtigkeit zu sp&uuml;ren ist.<br>\nAnsonsten &uuml;berschatteten die Debatten um den Krieg in der Ukraine und &uuml;ber den Umgang mit sexualisierter Gewalt in den eigenen Reihen das Treffen der Delegierten in Erfurt. Gleichzeitig steckt die Partei in einer existenziellen Krise und m&uuml;sste sich dringend neu ausrichten. Doch gerade weil die inhaltliche Kl&auml;rung brisanter Themen der notwendigen personellen Neuaufstellung teilweise in die Quere kam, war dieser Parteitag so &uuml;berfrachtet und verworren wie selten zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/parteitag-ohne-knall-linke-parteitag-erfurt-wissler-schirdewan-wagenknecht-reformer-bewegungslinke\/\">Jacobin<\/a>\n<p>dazu: <strong>LINKE: War&rsquo;s das?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85224\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-85249","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85249","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=85249"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85249\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85263,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85249\/revisions\/85263"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=85249"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=85249"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=85249"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}