{"id":85337,"date":"2022-06-30T08:41:00","date_gmt":"2022-06-30T06:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337"},"modified":"2022-06-30T08:41:00","modified_gmt":"2022-06-30T06:41:00","slug":"hinweise-des-tages-4140","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h01\">Die G-7 und der geistige Kolonialismus des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h02\">Armutsbericht des Parit&auml;tischen Gesamtverbands: &raquo;Deutschland droht am unteren Rand auseinanderzubrechen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h03\">Reiche zur Kasse bitten: Ungleichheit auf Rekordniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h04\">Lindner macht uns alle &auml;rmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h05\">Die EU spielt Beitrittsdomino und l&auml;sst den Balkan links liegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h06\">Das klare &bdquo;jein&ldquo; der T&uuml;rkei zum NATO-Beitritt von Schweden und Finnland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h07\">Im Zentrum der drohenden Eskalation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h08\">Waffenstillstand jetzt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h09\">Die Pandemie als Forum f&uuml;r Eitelkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h10\">Lauterbachs Klassenkampf von oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h11\">Krankenkassenbeitrag soll 2023 auf Rekordh&ouml;he steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h12\">Corona-Alarm nach dem Hurricane Festival<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h13\">Landgrabbing in Deutschland: Boden darf keine Ware sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h14\">Spiegel: &bdquo;Oligarch Deripaska nennt Invasion &raquo;kolossalen Fehler&laquo;&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85337#h15\">Julian Assanges 51. Geburtstag ist sein vierter Geburtstag im Gef&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die G-7 und der geistige Kolonialismus des Westens<\/strong><br>\nDas also war G-7. Es war der Gipfel schlechthin, wenn man der Medienhype in den kleinen L&auml;ndern glaubt, die dort &ndash; bei den scheinbar Gro&szlig;en &ndash; vertreten waren (hier findet man das &auml;u&szlig;erst d&uuml;nne Kommuniqu&eacute;). Wer seinen Verstand benutzt, kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Aber den eigenen Verstand zu benutzen und kritisch zu sein, ist out in diesen Zeiten, mega-out sogar. In den Nachdenkseiten erschien allerdings ein kritischer Kommentar von Jens Berger, dem man nur zustimmen kann. Er hat beispielsweise zu Recht auf den Gipfel der sogenannten BRICs in Peking hingewiesen, wo offensichtlich ein f&uuml;r die Zukunft weit bedeutenderer Teil der Weltwirtschaft vertreten war.<br>\nDas G-7 Format ist eigentlich schon vor langer Zeit beerdigt worden, weil Anfang dieses Jahrhunderts einigen klugen Leuten klar war, dass G-7 und Weltwirtschaft einfach nicht mehr zusammenpasst. Aus G-7 wurde zun&auml;chst f&uuml;r ganz kurze Zeit G-8 (mit Russland) und schlie&szlig;lich entstanden die G-20, die in der Tat f&uuml;r sich in Anspruch nehmen k&ouml;nnen, &uuml;ber die Weltwirtschaft zu sprechen und deren n&auml;chster Gipfel im Herbst in Indonesien stattfindet.<br>\nDie G-7 hat man im Westen nur wiedererfunden, um in den Zeiten der Krim-Krise Russland zu &auml;rgern, denn man konnte Russland aus den G-8 ausschlie&szlig;en (was man bei der G-20 nicht konnte) und war wieder bei dem wunderbar alten und wunderbar belanglosen G-7 Format. In dieses Format quetschen sich peinlicherweise immer noch die EU-Kommission (in der Person der Pr&auml;sidentin) und sogar der Pr&auml;sident des europ&auml;ischen Rates, die da eigentlich nichts verloren haben. Das f&uuml;hrt zu einer gewaltigen &Uuml;berrepr&auml;sentation Europas und reduziert das Interesse der USA an diesem &bdquo;Gipfel&ldquo; enorm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/06\/29\/die-g-7-und-der-geistige-kolonialismus-des-westens\/\">Heiner Flassbeck auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Armutsbericht des Parit&auml;tischen Gesamtverbands: &raquo;Deutschland droht am unteren Rand auseinanderzubrechen&laquo;<\/strong><br>\nDie Armut im Land ist laut Parit&auml;tischem Gesamtverband in den vergangenen beiden Jahren so rasant gestiegen wie seit der Wiedervereinigung nicht. Und die Lage k&ouml;nnte sich im Herbst noch verschlimmern.<br>\nWie geht es den Deutschen in Zeiten von Krieg und Inflation? Wie resilient ist das Land?<br>\nWirtschaftsminister Robert Habeck klang j&uuml;ngst im SPIEGEL-Gespr&auml;ch  optimistisch &ndash; und voller Bewunderung. Die Menschen in Deutschland tr&uuml;gen die hohen Preise und die Inflation mit &raquo;gro&szlig;er Geschlossenheit&laquo;. Das sei eine &raquo;starke Antwort&laquo; auf Wladimir Putins Plan, eine Spaltung der Gesellschaft zu erreichen, sagte Habeck. &raquo;Putin will, dass sich unser Land zerlegt. Aber wir zerlegen uns nicht.&laquo;<br>\nWer aber an diesem Mittwoch Ulrich Schneider, dem Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes, zuh&ouml;rte, bekam ein v&ouml;llig anderes Bild gezeichnet. &raquo;Deutschland droht am unteren Rand schlicht auseinanderzubrechen&laquo;, sagte Schneider bei der Vorstellung des Armutsberichts f&uuml;r das Jahr 2021.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/aktueller-armutsbericht-deutschland-droht-auseinanderzubrechen-a-299ac522-144a-45e2-8d90-93e27cea7cef\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu: <strong>Zwischen Pandemie und Inflation: Parit&auml;tischer stellt Bericht zur Armut in Deutschland vor<\/strong><br>\nLaut Parit&auml;tischem Armutsbericht 2022 hat die Armut in Deutschland mit einer Armutsquote von 16,6 Prozent im zweiten Pandemie-Jahr (2021) einen traurigen neuen H&ouml;chststand erreicht.<br>\n13,8 Millionen Menschen m&uuml;ssen demnach hierzulande derzeit zu den Armen gerechnet werden, 600.000 mehr als vor der Pandemie. Der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband rechnet angesichts der aktuellen Inflation mit einer weiteren Versch&auml;rfung der Lage und appelliert an die Bundesregierung, umgehend ein weiteres Entlastungspaket auf den Weg zu bringen, das bei den f&uuml;rsorgerischen Ma&szlig;nahmen ansetzt: Grundsicherung, Wohngeld und BAf&ouml;G seien bedarfsgerecht anzuheben und deutlich auszuweiten, um zielgerichtet und wirksam Hilfe f&uuml;r einkommensarme Haushalte zu gew&auml;hrleisten.<br>\n&ldquo;Die Befunde sind ersch&uuml;tternd, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie schlagen inzwischen voll durch. Noch nie wurde auf der Basis des amtlichen Mikrozensus ein h&ouml;herer Wert gemessen und noch nie hat sich die Armut in j&uuml;ngerer Zeit so rasant ausgebreitet wie w&auml;hrend der Pandemie&rdquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands.<br>\nW&auml;hrend 2020 noch die verschiedenen Schutzschilde und Sofortma&szlig;nahmen der Bundesregierung und der L&auml;nder daf&uuml;r sorgten, dass die Armut trotz des wirtschaftlichen Einbruchs und des rapiden Anstiegs der Arbeitslosigkeit nur relativ moderat anstieg, seien die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie 2021 offenbar voll auf die Armutsentwicklung durchgeschlagen, so die Ergebnisse der Studie.<br>\nAuffallend sei ein ungew&ouml;hnlicher Zuwachs der Armut unter Erwerbst&auml;tigen, insbesondere Selbst&auml;ndiger (von 9 auf 13,1 Prozent), die w&auml;hrend der Pandemie in gro&szlig;er Zahl finanzielle Einbu&szlig;en zu erleiden hatten. Armutsh&ouml;chstst&auml;nde verzeichnen auch Rentner*innen (17,9 Prozent) sowie Kinder und Jugendliche (20,8 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/zwischen-pandemie-und-inflation-paritaetischer-stellt-bericht-zur-armut-in-deutschland-vor\/\">Der Parit&auml;tische<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den Armutsbericht 2022 des Parit&auml;tischen k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/fileadmin\/user_upload\/Schwerpunkte\/Armutsbericht\/doc\/broschuere_armutsbericht-2022_web.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und gleichzeitig verk&uuml;ndet Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), dass neben dem sogenannten Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro zur Aufr&uuml;stung der Bundeswehr, weiter jedes Jahr 70 bis 80 Milliarden Euro in den R&uuml;stungsetat flie&szlig;en sollen. Diese Skrupellosigkeit und diese Verachtung der eigenen B&uuml;rger macht sprachlos.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Mehr als die H&auml;lfte der Erwerbspersonen mit niedrigerem Einkommen gibt an, wegen Inflation Kauf von Lebensmitteln einzuschr&auml;nken<\/strong><br>\n52 Prozent der Erwerbspersonen in Deutschland mit einem relativ niedrigen Haushaltseinkommen bis 2000 Euro netto monatlich sehen sich gen&ouml;tigt, weniger Lebensmittel zu kaufen, weil die Preise so stark gestiegen sind, insbesondere f&uuml;r Energie. Darunter wollen rund 18 Prozent den Konsum von Nahrungsmitteln, Getr&auml;nken, Tabakwaren und &Auml;hnlichem sogar &bdquo;bedeutend&ldquo; zur&uuml;ckfahren. 63 Prozent geben zudem an, beim Kauf von Kleidung und Schuhen inflationsbedingt k&uuml;rzer treten zu wollen, darunter 28 Prozent &bdquo;bedeutend&ldquo; (siehe auch Abbildung 1 in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Das ergibt eine neue Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf Basis einer repr&auml;sentativen Befragung von Erwerbst&auml;tigen und Arbeitsuchenden.<br>\nDer akute Druck, den Konsum solcher Alltagsg&uuml;ter zu reduzieren, nimmt zwar mit wachsendem Einkommen ab. Gleichwohl wirkt er weit in die Gesellschaft hinein: &Uuml;ber alle Einkommensgruppen hinweg wollen 39 Prozent der Erwerbspersonen k&uuml;nftig weniger Nahrungs- und Genussmittel kaufen, darunter zehn Prozent &bdquo;bedeutend weniger&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-mehr-als-die-haelfte-der-erwerbspersonen-mit-niedrigerem-einkommen-42099.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Reiche zur Kasse bitten: Ungleichheit auf Rekordniveau<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Covid-19-Pandemie ist die Armut bis zur Mitte der Gesellschaft vorgedrungen, und Deutschland weist eine sozio&ouml;konomische Ungleichheit in vorher nie gekanntem Ma&szlig;e auf. Einerseits ist der Anteil einkommensarmer Personen an der Bev&ouml;lkerung mit 16,6 Prozent gr&ouml;&szlig;er als jemals zuvor, wie der Armutsbericht des Parit&auml;tischen dokumentiert, andererseits konzentriert sich das Verm&ouml;gen st&auml;rker in wenigen H&auml;nden als jemals zuvor.<br>\nArme wurden eher von einer Coronainfektion getroffen und erkrankten schwerer als Wohlhabende, die aufgrund besserer Lebens-, Arbeits- und Wohnbedingungen nicht blo&szlig; finanz-, sondern auch immunst&auml;rker waren. Ebenso wurden Einkommensschwache von der anwachsenden Inflation &ndash; die &uuml;brigens nicht erst mit der Ukraine-Invasion und westlichen Sanktionen begann, unter denen die Armen in Deutschland mehr leiden als die reichen Oligarchen in Russland &ndash; st&auml;rker getroffen. Hierzulande sind die meisten Reichen zuletzt noch reicher, aber auch &ndash; wie die Armen &ndash; zahlreicher geworden. Sehr viele Deutsche haben ihr Verm&ouml;gen w&auml;hrend der Pandemie vermehrt, die Zahl der Million&auml;re ist 2021 um rund 100.000 gewachsen, wie die franz&ouml;sische Unternehmensberatung Capgemini festgestellt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429452.reiche-zur-kasse-bitten.html\">Christoph Butterwegge in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lindner macht uns alle &auml;rmer<\/strong><br>\nPreissteigerungen lassen bei uns allen das Geld knapper werden. Anstatt f&uuml;r Entlastung zu sorgen, setzt Linder auf Sparzwang und Scholz auf eine Einmalzahlung. Das ist &ouml;konomischer Unsinn.<br>\nEs ist mittlerweile schon der zweite Monat mit rasant steigenden Lebensmittelpreisen. Im Vergleich zum Juni letzten Jahres sind sie um 12,7 Prozent gestiegen. Im Mai waren es schon 11,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit aber nicht genug: Die gesamten Preissteigerungen bleiben auch im Juni mit 7,6 Prozent auf einem sehr hohen Niveau.<br>\nL&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige weitere Entlastungen werden nun umso wichtiger. Schon die Auswertung der ersten beiden Entlastungspakete zeigte, dass die &Auml;rmsten auf Kosten sitzen bleiben. Man kann es nicht oft genug sagen: Das ist eine politische Entscheidung. Es ist nicht einmal die Schuldenbremse, die weitere Entlastungen verhindert &ndash; denn die ist aufgrund der &raquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Notsituation&laquo; ausgesetzt. Daher wird zur Rechtfertigung der gro&szlig;e Mythos heraufbeschworen, dass wirksame Entlastungen nicht tragbar w&auml;ren, schlie&szlig;lich k&ouml;nne niemand wollen, dass unsere Enkelkinder dann die Schulden zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen. Genauso unsinnig ist der Mythos, dass Austerit&auml;t geboten sei, damit die Inflation nicht noch weiter steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/lindner-macht-uns-alle-armer-inflation-preissteigerungen-lebensmittelpreise-energiepreise-einmalzahlung-scholz-lindner-gewerkschaften-lohnforderung\/\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die EU spielt Beitrittsdomino und l&auml;sst den Balkan links liegen<\/strong><br>\nWer der EU beitreten darf und wer nicht, gleicht mehr und mehr einem Spiel, bei dem Gl&uuml;ck und Willk&uuml;r eine Rolle spielen [&hellip;]<br>\nAlle sechs Westbalkan-Staaten werden aus dem Spiel genommen. Ob sie jemals wieder reind&uuml;rfen, ist ungewiss. Albaniens Premier Edi Rama tr&auml;gt&rsquo;s mit Fassungslosigkeit und verschenkt an unw&uuml;rdige Ohren eine unverw&uuml;stliches Gleichnis: Solche EU-Treffen erschienen ihm wie &bdquo;eine Versammlung von Priestern, die &uuml;ber das Geschlecht der Engel diskutieren, w&auml;hrend die Mauern von Konstantinopel einst&uuml;rzen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/die-westbalkanstaaten-haben-derzeit-in-der-eu-ganz-schlechte-karten%20\">Lutz Herden in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das klare &bdquo;jein&ldquo; der T&uuml;rkei zum NATO-Beitritt von Schweden und Finnland<\/strong><br>\nDeutsche Medien &uuml;berschlagen sich mit Meldungen dar&uuml;ber, die T&uuml;rkei habe dem NATO-Beitritt von Schweden und Finnland zugestimmt. Aber ist das so? Die Antwort ist jein. (&hellip;)<br>\nEinladung ist nicht Beitritt<br>\nDas k&ouml;nnte durchaus kompliziert werden, denn dazu m&uuml;ssen Gesetze ge&auml;ndert werden. Beide skandinavischen Staaten waren bisher ein sicherer Hafen f&uuml;r PKK-Mitglieder, deren Auslieferung die T&uuml;rkei fordert. Erdogan kann also abwarten, ob Schweden und Finnland die in dem Memorandum genannten Schritte tats&auml;chlich umsetzen.<br>\nDie T&uuml;rkei ist bei ihren urspr&uuml;nglichen Forderungen hart geblieben. Schweden und Finnland haben in dem Memorandum de facto versprochen, alle t&uuml;rkischen Forderungen zu erf&uuml;llen. Daher hat die T&uuml;rkei sich mit der Einladung der beiden Staaten in die NATO einverstanden erkl&auml;rt, aber die T&uuml;rkei kann die Ratifizierung &ndash; und damit den tats&auml;chlichen NATO-Beitritt &ndash; trotzdem noch verhindern oder hinausz&ouml;gern, wenn sie der Meinung ist, dass Schweden und Finnland die t&uuml;rkischen Forderungen nicht umsetzen.<br>\nNat&uuml;rlich w&uuml;rde es enormen Druck der NATO bedeuten, wenn die T&uuml;rkei sich nach der offiziellen Einladung wieder querstellt, aber Erdogan ist f&uuml;r seinen Dickkopf bekannt und ber&uuml;chtigt. Es k&ouml;nnte also weiterhin spannend bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/das-klare-jein-der-tuerkei-zum-nato-beitritt-von-schweden-und-finnland\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Im Zentrum der drohenden Eskalation<\/strong><br>\nDie NATO erkl&auml;rt Russland zu ihrer &bdquo;bedeutendsten und unmittelbarsten Bedrohung&ldquo; und richtet ihr neues Streitkr&auml;ftemodell auf die Massierung milit&auml;rischer Kr&auml;fte an ihrer Ostflanke aus. Dies geht aus dem neuen Strategischen Konzept und dem neuen Streitkr&auml;ftemodell hervor, auf das sich die Staats- und Regierungschefs des westlichen Milit&auml;rpakts auf ihrem gestrigen Gipfeltreffen in Madrid geeinigt haben. Zudem sollen k&uuml;nftig nicht mehr 40.000, sondern mehr als 300.000 Soldaten in hoher Einsatzbereitschaft gehalten werden. Den einzelnen Streitkr&auml;ften werden dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r den Fall eines Krieges feste Operationsgebiete zugeordnet. Die Bundeswehr w&auml;re, dies geht aus dem Stand der Debatte hervor, vor allem f&uuml;r Litauen zust&auml;ndig. Das Land, dessen S&uuml;dteil zwischen Belarus sowie der russischen Exklave Kaliningrad liegt, ist dadurch geostrategisch exponiert; zudem ist seine Regierung, wie ihr Handeln in Konflikten mit China und mit Russland zeigt, au&szlig;erordentlich provokationsbereit. Das erh&ouml;ht die Eskalationsgefahr &ndash; nicht zuletzt auch f&uuml;r die Bundeswehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8963\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Waffenstillstand jetzt!<\/strong><br>\nDie Verfasser dieses Appells fordern den Westen auf, den Ukraine-Krieg durch Verhandlungen zu beenden. Zu den Unterzeichnenden geh&ouml;ren Juli Zeh und Richard David Precht.<br>\nEuropa steht vor der Aufgabe, den Frieden auf dem Kontinent wiederherzustellen und ihn langfristig zu sichern. Dazu bedarf es der Entwicklung einer Strategie zur m&ouml;glichst raschen Beendigung des Krieges.<br>\nDie Ukraine hat sich unter anderem dank massiver Wirtschaftssanktionen und milit&auml;rischer Unterst&uuml;tzungsleistungen aus Europa und den USA bislang gegen den brutalen russischen Angriffskrieg verteidigen k&ouml;nnen. Je l&auml;nger die Ma&szlig;nahmen fortdauern, desto unklarer wird allerdings, welches Kriegsziel mit ihnen verbunden ist. Ein Sieg der Ukraine mit der R&uuml;ckeroberung aller besetzten Gebiete einschlie&szlig;lich der Oblaste Donezk und Luhansk und der Krim gilt unter Milit&auml;rexperten als unrealistisch, da Russland milit&auml;risch &uuml;berlegen ist und die F&auml;higkeit zur weiteren milit&auml;rischen Eskalation besitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/27\/ukraine-krieg-frieden-waffenstillstand\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Pandemie als Forum f&uuml;r Eitelkeiten<\/strong><br>\nGesundheitsminister Lauterbachs neuer Plan zur Pandemiebek&auml;mpfung beruht auf verschiedenen Szenarien. In Ordnung, angesichts der Unsicherheit &uuml;ber die zu erwartende Entwicklung. W&auml;ren da nicht profilierungss&uuml;chtige Politiker, Wissenschaftler und Journalisten, die stets alles besser wissen. [&hellip;]<br>\nDas Streichen kostenloser Corona-Tests ist die hilflose Symbolpolitik eines Finanzministers, der nicht wei&szlig;, wie er aus der selbst gestellten Falle der Schuldenbremse herauskommt und stattdessen ins Kleinkr&auml;merische verf&auml;llt.<br>\nUnterdessen bet&auml;tigt sich Karl Lauterbach als Kassandra und warnt vor einer im Herbst einsetzenden gro&szlig;en Pandemiewelle, auch wenn es daf&uuml;r noch keine Anzeichen gibt, wie der ExpertInnenrat feststellt. Nun geh&ouml;rt es zu den Aufgaben eines Gesundheitsministers, vor der Verharmlosung der Lage in der Pandemie zu warnen. Aber mit seinen best&auml;ndigen &bdquo;Verbalimpfungen&ldquo;, so die treffende Bezeichnung des Salon-Philosophen Peter Sloterdijk f&uuml;r seine Dramatisierungen der Infektionslage, betreibt er einen riskanten Kurs.<br>\nBest&auml;ndige Menetekel von gro&szlig;en Krisen, die dann nicht eintreffen, f&uuml;hren leicht zu einer Immunisierung in der Bev&ouml;lkerung auch gegen&uuml;ber berechtigten Warnungen.  Karl Lauterbach sorgt regelm&auml;&szlig;ig mit seinen unabgestimmten Ank&uuml;ndigungen f&uuml;r Ver&auml;rgerung im Regierungslager. Er kann sie sich leisten, weil seinen mit vielen politischen Tretminen verbundenen Job niemand au&szlig;er ihm haben will. Aber es wird klar, weshalb Olaf Scholz Karl Lauterbach nicht in seinem Kabinett haben wollte. In der US-Politik bezeichnet man Leute wie ihn als lose cannon, eine unberechenbare politische Figur, die schon mal auf die eigenen Leute schie&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/23-2022\/die-pandemie-als-forum-fur-eitelkeiten\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lauterbachs Klassenkampf von oben<\/strong><br>\nDie L&ouml;cher in der Krankenversicherung stopft der Gesundheitsminister aus dem Geldbeutel der Ottonormalverdiener. Stattdessen h&auml;tte er die Beitragsbemessungsgrenze oder die Steuern anheben sollen.<br>\nLange wurde die Entscheidung erwartet, gestern war es dann so weit. Nach wochenlangen Verhandlungen mit Finanzminister Lindner tritt Karl Lauterbach vor die Presse und verk&uuml;ndet seine Finanzreform f&uuml;r die gesetzliche Krankenversicherung. Er wirkt genervt, aber entschlossen. Die Pandemie hat ein Loch in den Versicherungstopf gerissen. Und zwar ein 17-Milliarden-Loch. Lauterbach beteuert, dass er das Problem von Jens Spahn, seinem Vorg&auml;nger, geerbt habe. Spahn hatte noch Gl&uuml;ck. 2021 hat der damalige Finanzminister Scholz rund 14 Milliarden aus dem Bundeshaushalt zugeschossen, um das Loch zu schlie&szlig;en. Mit Lindner war das nicht zu machen.<br>\nDenn der Finanzminister ist l&auml;ngst zum rigorosen Sparkommissar geworden. Vor einigen Tagen hatte er Lauterbach schon den Wunsch genommen, die kostenlosen B&uuml;rgertest &uuml;ber den Juni hinaus bis zum Jahresende zu verl&auml;ngern. Die Tests kosten ab dem 1. Juli wieder drei Euro. Hier hatte Lauterbach schon einmal zur&uuml;ckstecken m&uuml;ssen, Lindners Entscheidung aber &ouml;ffentlich damit verteidigt, dass die Haushaltslage nun mal &rdquo;sehr angespannt&rdquo; sei. Eine glatte L&uuml;ge. Denn bis zum Jahresende ist die Schuldenbremse f&uuml;r coronabedingte Ausgaben noch ausgesetzt. Den etwas mehr als zwei Milliarden, die es f&uuml;r kostenfreie B&uuml;rgertests gebraucht h&auml;tte, h&auml;tte nichts im Weg gestanden. Eine Entscheidung, die sich mit ungl&uuml;cklichem Pandemieverlauf im Herbst noch r&auml;chen kann!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mauricehoefgen.substack.com\/p\/lauterbach-zusatzbeitrag-krankenversicherung\">Maurice H&ouml;fgen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krankenkassenbeitrag soll 2023 auf Rekordh&ouml;he steigen<\/strong><br>\nAuf die &uuml;ber 57 Millionen Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kommt 2023 ein deutlich h&ouml;herer Beitrag zu. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) k&uuml;ndigte am Dienstag eine Erh&ouml;hung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags um 0,3 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent an. Die konkrete H&ouml;he ihres jeweiligen Zusatzbeitrags legen die Kassen selbst fest. (&hellip;)<br>\nZudem solle durch gr&ouml;&szlig;ere Effizienz Geld eingespart werden. Rund drei Milliarden Euro w&uuml;rden aus Effizienzverbesserungen gehoben. Hierbei sei eine Solidarabgabe der Pharmaindustrie hervorzuheben, die zuletzt erhebliche Umsatzsteigerungen habe verzeichnen k&ouml;nnen, so Lauterbach. (&hellip;)<br>\nAnfang des Monats hatte bereits der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) das erwartete Milliardendefizit f&uuml;r 2023 unter anderem auf politische Entscheidungen zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. So f&uuml;hrten Gesetze f&uuml;r mehr Pflegepersonal oder k&uuml;rzere Wartezeiten beim Arzt allein zu dauerhaften Mehrkosten von f&uuml;nf Milliarden Euro pro Jahr. Nun sagte Verbandschefin Doris Pfeiffer:<br>\n&bdquo;Die heute vorgelegten Eckpunkte verschaffen der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt allenfalls eine finanzielle Atempause.&ldquo; Das Aufbrauchen von R&uuml;cklagen sei &bdquo;keine solide und nachhaltige Finanzierung&ldquo;.<br>\nHeftige Kritik kam von den Arbeitgebern. Die Eckpunkte seien entt&auml;uschend und k&auml;men einem Taschenspielertrick gleich, sagte der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer ihres Verbands BDA, Steffen Kampeter<br>\nDGB-Vorstandsmitglied Anja Piel nannte den Vorschlag einer Beitragserh&ouml;hung durch h&ouml;here kassenindividuelle Zusatzbeitr&auml;ge &bdquo;brandgef&auml;hrlich&ldquo;. Das versch&auml;rfe den Preiswettbewerb zwischen den Kassen um gesunde Patientinnen und Patienten und gef&auml;hrde so das solidarische GKV-System.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/karl-lauterbach-kuendigt-an-krankenkassenbeitrag-soll-2023-auf-rekordhoehe-steigen\/28462344.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kritik an Lauterbachs Plan f&uuml;r h&ouml;heren Krankenkassen-Zusatzbeitrag<\/strong><br>\nKarl Lauterbach hat h&ouml;here Zusatzbeitr&auml;ge der gesetzlichen Krankenkassen angek&uuml;ndigt. Die Kritik kommt nun von vielen Seiten &ndash; gefordert werden unter anderem umfassende Reformen bei der Finanzierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article239629109\/Kritik-an-Lauterbach-Plan-Weitere-Erhoehung-kann-sich-Deutschland-nicht-leisten.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der amtierende Bundesgesundheitsminister klagt u.a. dar&uuml;ber, dass sein Vorg&auml;nger, den auch er selber beraten hatte, &ldquo;teure Leistungsausweitungen vorgenommen&rdquo; habe. Dazu z&auml;hlen u.a. auch die h&auml;ufigen Corona-Tests bei gesunden B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, die z.B. zur Arbeit oder Schule wollten. Angedeutet werden &ldquo;Strukturreformen&rdquo; &ndash; zu bef&uuml;rchten sind weitere Privatisierungen im Gesundheitswesen. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=81332\">Harvard-Influenzer Lauterbach (2\/2)<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62278\">Professor Seltsam oder: Wie ich lernte, Talkshows zu hassen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40168\">Campact-Kampagne f&uuml;r Karlchen &Uuml;berall &ndash; das hat schon ein Gschm&auml;ckle<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Zudem solle durch gr&ouml;&szlig;ere Effizienz Geld eingespart werden.&ldquo; Aber f&uuml;r Aufr&uuml;stung sind 80 Milliarden Euro im Jahr vorhanden.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Lauterbachs Sparpl&auml;ne: Kopfsch&uuml;tteln bei &Auml;rzteschaft und Kassen<\/strong><br>\n&Auml;rzteschaft und verschiedene Verb&auml;nde der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kritisieren die Sparpl&auml;ne zur Sanierung der GKV-Finanzen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Insbesondere die Streichung der Neupatientenregelung trifft auf deutlichen Widerstand.<br>\nDer Vorstand der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KBV) reagiert &bdquo;irritiert und alarmiert&ldquo; auf die heute vorgestellten Eckpunkte eines Gesetzes zur GKV-Finanzreform. Insbesondere die Ank&uuml;ndigung, die mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) eingef&uuml;hrten h&ouml;heren Verg&uuml;tungen f&uuml;r Neupatienten ersatzlos zu streichen, emp&ouml;rte sich die KBV.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/135509\/Lauterbachs-Sparplaene-Kopfschuetteln-bei-Aerzteschaft-und-Kassen\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corona-Alarm nach dem Hurricane Festival<\/strong><br>\nDrei Tage lang wurde gefeiert &ndash; ohne Corona-Auflagen. Jetzt liegen viele flach. Lungenspezialist Thomas F&uuml;hner im Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/hallo_niedersachsen\/Corona-Alarm-nach-dem-Hurricane-Festival,hallonds73984.html%20\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ein Beitrag, der anders endet, als er startet. Das Hurricane Festival ein Hotspot? Vermutlich, aber ist das wirklich ein Problem? Wenn wir nicht w&uuml;ssten, dass es die Pandemie gibt, w&uuml;rde uns aus Krankenhaussicht nicht viel auffallen. Die Lage werde durch Impfungen und Infektionen eigentlich immer stabiler, so der Lungenspezialist Thomas F&uuml;hner im Interview mit Hallo Niedersachsen. <\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Studie der Berliner Charit&eacute;: Corona-Viren befallen nur wenige Lungenzellen<\/strong><br>\nSchwere Covid-19-Verl&auml;ufe k&ouml;nnten laut den Wissenschaftlern aus Berlin auf Risikofaktoren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein. [&hellip;]<br>\nSie zeige zudem, warum SARS-CoV-2 im Gegensatz zu MERS-Coronaviren in der Mehrzahl der F&auml;lle einen eher moderaten Verlauf aufweist. Es lasse sich davon ausgehen, dass die lokalen Immunmechanismen im Atemgewebe die SARS-CoV-2-Viren in den allermeisten F&auml;llen sehr effizient beseitigen und die Entz&uuml;ndungsreaktion begrenzen.<br>\n&bdquo;Geschieht das nicht, was m&ouml;glicherweise durch individuelle Risikofaktoren beeinflusst wird, k&ouml;nnen in seltenen F&auml;llen schwere und t&ouml;dliche Verl&auml;ufe entstehen&ldquo;, teilte Hocke weiter mit. Im Zentrum nachfolgender Arbeiten soll deshalb der Einfluss von allgemeinen Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen und anderen Medikationen vertiefend analysiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/studie-der-berliner-charite-corona-viren-befallen-nur-wenige-lungenzellen-li.241601\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Landgrabbing in Deutschland: Boden darf keine Ware sein<\/strong><br>\nAuch in Deutschland ist Ackerland l&auml;ngst zum Spekulationsobjekt geworden. Die steigenden Bodenpreise sorgen daf&uuml;r, dass Bauern kaum ein Auskommen haben. Ein Skandal, findet die Autorin Annette Jensen, und fordert eine radikale Bodenreform.<br>\nIn den vergangenen Jahren sind nicht nur die Preise f&uuml;r st&auml;dtische Grundst&uuml;cke explodiert. Auch landwirtschaftliche Fl&auml;chen haben sich extrem verteuert. Einfach nur, weil Investoren nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008\/2009 nach sicheren Geldanlagem&ouml;glichkeiten suchten.<br>\nSolche Leute kalkulieren v&ouml;llig anders als Bauern. Sie spekulieren. Weil Boden f&uuml;r die Produktion von Gem&uuml;se, Getreide und nachwachsenden Rohstoffen auch in Zukunft gebraucht wird, ist er eine sichere Geldanlage mit enormem Wertsteigerungspotenzial, ohne dass die K&auml;ufer etwas tun m&uuml;ssen. Irgendwann erben das alles ihre Nachkommen &ndash; und die k&ouml;nnen das Monopoly-Spiel dann einfach fortsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/stoppt-bodenspekulationen-in-deutschland-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Spiegel: &bdquo;Oligarch Deripaska nennt Invasion &raquo;kolossalen Fehler&laquo;&ldquo;<\/strong><br>\nDer Spiegel hat in einem Artikel behauptet, der russische Milliard&auml;r Deripaska h&auml;tte das Vorgehen der russischen Regierung scharf kritisiert. Das ist allerdings Wunschdenken der Spiegel-Redaktion.<br>\nDer Spiegel-Artikel mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Ungew&ouml;hnlich offene Kritik an Krieg in der Ukraine &ndash; Oligarch Deripaska nennt Invasion &raquo;kolossalen Fehler&laquo;&ldquo; hat mich sehr verwundert, denn davon hatte ich in russischen Medien nirgendwo etwas geh&ouml;rt. Also habe ich intensiv im russischen Internet gesucht, um dar&uuml;ber etwas zu finden. Gehen wir den Spiegel-Artikel also einmal durch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/spiegel-oligarch-deripaska-nennt-invasion-kolossalen-fehler\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Julian Assanges 51. Geburtstag ist sein vierter Geburtstag im Gef&auml;ngnis<\/strong><br>\nNotiz: Am Sonntag, den 3. Juli 2022, wird Julian Assange 51 Jahre alt. Es wird der 4. Geburtstag des australischen Journalisten, Verlegers und Gr&uuml;nders der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks, den er auf Verlangen der USA im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh in London unter unmenschlichen Bedingungen verbringen muss; die der langj&auml;hrige UN-Sonderberichterstatter &uuml;ber Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe, Prof. Nils Melzer, als Folter bezeichnet.<br>\nDie furchtbare Situation von Assange hat weltweite Auswirkungen auf investigativen und regierungskritischen Journalismus: Wenn Journalisten bei nicht genehmen Artikeln der Hochsicherheitstrakt oder Deportation in ein verfolgendes Land mit Todesstrafe droht, wird der Pressefreiheit &ndash; und ganz allgemein der freien Meinungs&auml;u&szlig;erung &ndash; der Todessto&szlig; versetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freeassange.eu\/#veranstaltungen\/protest_berlin_birthday_2022-07-03%20\">FreeAssange.EU <\/a>\n<p>dazu: <strong>Free Assange Frankfurt am Main<\/strong><br>\nAm 03.07.2022 wird Julian Assange 51 Jahre alt. Der vierte Geburtstag, den er im Gef&auml;ngnis verbringt. Wir wollen ihn nat&uuml;rlich geb&uuml;hrend feiern und laden euch zu unserer Sonderveranstaltung #Picknick4Assange ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/freeassangeffm\/status\/1537032833423876097%20\">Twitter<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freeassange.eu\/#veranstaltungen\">Weitere Veranstaltungen<\/a> <\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Time running out for Julian Assange as Tories introduce law to savage our human rights<\/strong><br>\nAs reported by The Canary, on 17 June, home secretary Priti Patel gave her approval to a court ruling to extradite WikiLeaks founder Julian Assange to the US. He will face 17 counts of violating the Espionage Act and one of conspiracy to commit computer intrusion. Assange&rsquo;s lawyers are planning to appeal Patel&rsquo;s approval of extradition and cross-appeal on other grounds &ndash; including a breach of client-lawyer confidentiality. But the High Court will have to approve those appeal requests. A judicial review of Patel&rsquo;s decision is also possible.<br>\nIn addition, Assange may appeal to the European Court of Human Rights (ECHR). However, proposed UK legislation could make such an appeal problematic &ndash; and not just for Assange. [&hellip;]<br>\nRather than enhance our rights, the BBR will serve to diminish them. For example, UK courts will be better positioned to ignore ECHR rulings in relation to the offshore processing of refugees, which will no doubt please Johnson&rsquo;s xenophobic constituency.<br>\nThe BBR also comes at a time when other contentious bills are being examined. They include the National Security Bill, which seeks to jail journalists, and the Public Order Bill, which seeks to further criminalise protests.<br>\nThese are dangerous times<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thecanary.co\/uk\/analysis\/2022\/06\/29\/time-running-out-for-julian-assange-as-tories-introduce-law-to-savage-our-human-rights\/%20\">the Canary <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Sehr bedenklich, und es sieht so aus als sei das Vereinigte K&ouml;nigreich bei der Beschneidung von B&uuml;rgerrechten nicht allein. Wenn man zu obigen Veranstaltungen geht, merkt man zumindest, dass man als skeptischer B&uuml;rger auch nicht allein ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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