{"id":8541,"date":"2011-03-03T08:50:48","date_gmt":"2011-03-03T07:50:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8541"},"modified":"2011-03-03T08:50:48","modified_gmt":"2011-03-03T07:50:48","slug":"hinweise-des-tages-1340","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8541","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Libyen, R&uuml;stungsindustrie, Tod von Kindern in Afghanistan, Wisconsin, US-Demokraten, Biosprit, der Staat bezahlt die Krisenzeche, Einkommensverteilung schw&auml;cht den privaten Verbrauch, KV-Zusatzbeitrag, Hartz-IV, demokratische &Ouml;ffentlichkeit als kritische &Ouml;ffentlichkeit, Praxistage f&uuml;r SPD-Abgeordnete, Guttenberg, Kabinettumbildung, Springer Gewinne, Parteispenden, zu guter Letzt.<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">R&uuml;stungsindustrie: Krise? Welche Krise?<\/a><\/li>\n<p>\n<\/p><li><a href=\"#h03\">ISAF &uuml;bernimmt Verantwortung f&uuml;r Tod von Kindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Kommentar zu den Demonstrationen in Wisconsin: &laquo;Nieder mit Hosni Walker!&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">How Democrats Can Become Relevant Again (And Rescue the Nation While They&rsquo;re At It)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Biosprit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Der Staat bezahlt die Krisenzeche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Einkommensumverteilung schw&auml;cht privaten Verbrauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Rund 8,1 Millionen gesetzlich Krankenversicherte zahlen Zusatzbeitrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Hartz IV: Blamage f&uuml;r von der Leyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Dieter Rucht: Demokratische &Ouml;ffentlichkeit als kritische &Ouml;ffentlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Praxistage f&uuml;r SPD-Abgeordnete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Guttenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Kabinettumbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Rekord: Springer macht halbe Mrd. Gewinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Parteispenden: Wirtschaft spendabel bei Schwarz-Gelb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Zu guter Letzt: Mal ne viertel Stunde nachdenken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krieg gegen Gaddafi?&rdquo;<\/strong><br>\nIm Westen wird &uuml;ber milit&auml;rische Hilfe gegen den Diktator nachgedacht<br>\nMuammar Gaddafi h&auml;lt sich l&auml;nger, als es viele Beobachter angenommen haben; die libysche Bev&ouml;lkerung muss f&uuml;rchten, dass der milit&auml;rische Apparat des Diktators, seine Elite-Brigaden und die S&ouml;ldnertruppen, sich im Kampf gegen die &ldquo;Rebellen&rdquo; nicht nur halten, sondern sogar durchsetzen k&ouml;nnte. Der Krieg der beiden Lager in Libyen kann kann lange dauern und gewiss ist es nicht, dass am Ende Muammar Gaddafi der Verlierer ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34288\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Das deutsche Erbe in Libyens W&uuml;ste<\/strong><br>\nWie gef&auml;hrlich sind Muammar al Gaddafis Chemiewaffen? Seit in Libyen der Ausnahmezustand herrscht, ist das Gespenst vom Giftgas made in Germany auferstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/das-deutsche-erbe-in-libyens-wueste\/3897914.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>R&uuml;stungsindustrie: Krise? Welche Krise?<\/strong><br>\nStudien zeigen: Die R&uuml;stungsindustrie boomt, die Militarisierung nimmt zu. Auch immer mehr deutsche Waffen gelangen in krisenhafte Regionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/krise-welche-krise\/3904234.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>ISAF &uuml;bernimmt Verantwortung f&uuml;r Tod von Kindern<\/strong><br>\nNeun Kinder sind in der afghanischen Provinz Kunar bei einem Luftangriff der ISAF-Truppe get&ouml;tet worden. &ldquo;Diese Todesf&auml;lle h&auml;tte es niemals geben d&uuml;rfen&rdquo;, erkl&auml;rte Kommandeur Petraus und k&uuml;ndigte eine Untersuchung an. Regierung und Bev&ouml;lkerung im Land reagierten emp&ouml;rt auf den erneuten Tod von Zivilisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afghanistan2314.html\">Tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kommentar zu den Demonstrationen in Wisconsin: &laquo;Nieder mit Hosni Walker!&raquo;<\/strong><br>\nWisconsin ist nicht Kairo. Der gewerkschaftsfeindliche Gouverneur des US-Bundesstaats ist kein knallharter Diktator. Doch in den USA wird zurzeit protestiert wie im Nahen Osten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/archiv\/20449.html\">WOZ<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>How Democrats Can Become Relevant Again (And Rescue the Nation While They&rsquo;re At It)<\/strong><br>\nDemocrats have become irrelevant. If they want to be relevant again they have to connect the dots: The explosion of income and wealth among America&rsquo;s super-rich, the dramatic drop in their tax rates, the consequential devastating budget squeezes in Washington and in state capitals, and the slashing of public services for the middle class and the poor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/robertreich.org\/post\/3591689800\">Robert Reich<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die SPD in Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Biosprit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Einf&uuml;hrung von E10-Kraftstoff: Tankstellen geht Superplus aus<\/strong><br>\nBiobenzin E10 kommt bei Autofahrern nicht an: Viele Kunden gehen auf Nummer sicher und bevorzugen teurere Sorten. Raffineriebetreiber schimpfen in der Folge auf die Bundesregierung. Umweltminister R&ouml;ttgen dreht den Spie&szlig; um.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/tankstellen-geht-superplus-aus\/-\/1472780\/7509012\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Spritsorte E10 sorgt f&uuml;r Z&uuml;ndstoff: Umweltverb&auml;nde und Agrospritbranche streiten &uuml;ber Klimabilanz<\/strong><br>\nSeit zwei Monaten gilt in Deutschland f&uuml;r Super-Benzin die erh&ouml;hte Beimischungsquote von zehn Prozent Ethanol. W&auml;hrend f&uuml;r viele Autofahrer die Frage nach der E10-Tauglichkeit des eigenen Wagens im Vordergrund steht, ist zwischen Umweltverb&auml;nden und der Biokraftstoffindustrie ein Streit um die Umweltauswirkungen des neuen Sprits entbrannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/192103.spritsorte-e10-sorgt-fuer-zuendstoff.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Staat bezahlt die Krisenzeche<\/strong><br>\nDie Studie untersucht die Kosten durch die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008\/9 f&uuml;r die einzelnen Sektoren der deutschen Volkswirtschaft. Dabei wird zwischen direkten Kosten aus Wertverlusten und staatlichen Rettungsaktionen und indirekten Kosten durch entgangene L&ouml;hne, Geh&auml;lter, Gewinne und Steuer- und Abgabenausf&auml;llen unterschieden (&hellip;)\n<ul>\n<li>Die indirekten Kosten der Finanzkrise waren f&uuml;r Deutschland um ein Vielfaches h&ouml;her als die direkten Kosten aus Verm&ouml;gensverlusten und Staatshilfen, wie es auch der Internationale W&auml;hrungsfonds (2010b) vermutet hat.\n<\/li>\n<li>Der Staat hat einen betr&auml;chtlichen Teil der Kosten der Finanzkrise &uuml;bernommen.<\/li>\n<li>Selbst im g&uuml;nstigsten Szenario hat die Krise beim deutschen Staat direkte und indirekte Kosten von insgesamt rund 270 Milliarden Euro verursacht. Im ung&uuml;nstigsten Szenario steigt dieser Wert auf fast 800 Milliarden Euro. Dies entspricht 3.000 bis 10.000 Euro an fehlenden Staatseinnahmen pro B&uuml;rgerin und B&uuml;rger.\n<\/li>\n<li>Die direkten Kosten aus den Bankenrettungen machen bei den Staatskosten mit einer Summe von nur rund 22 Milliarden Euro nur den geringsten Teil der Kosten aus. Der gr&ouml;&szlig;ere Teil sind indirekte Kosten.<\/li>\n<li>Die Krise hat zun&auml;chst die Lohn- und Transferempf&auml;nger relativ unbeeintr&auml;chtigt gelassen, aber die Verluste dieser Haushalte steigen in den Jahren ab 2010.<\/li>\n<li>F&uuml;r den Staat ist ein Gro&szlig;teil der indirekten Kosten bereits unmittelbar in den ersten Krisenjahren angefallen.<\/li>\n<li>Die Gesamtverluste der Lohn- und Transferempf&auml;nger h&auml;ngen stark vom zu erwartenden Konjunkturszenario ab: Eine auch nur leicht verz&ouml;gerte Erholung kann die Verluste leicht um mehrere Hundert Milliarden Euro erh&ouml;hen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/07875.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung WISO Diskurs [PDF &ndash; 303 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Einkommensumverteilung schw&auml;cht privaten Verbrauch<\/strong><br>\nDer private Verbrauch hat sich in den letzten Jahren in der Bundesrepublik nur schwach entwickelt. Stattdessen wurde vermehrt gespart. Ein gro&szlig;er Teil der Haushalte &ndash; 40 Prozent &ndash; kann allerdings kein Geld zur&uuml;cklegen. Sparen k&ouml;nnen vor allem die Bezieher hoher Einkommen. Die zunehmende Spart&auml;tigkeit h&auml;ngt deshalb damit zusammen, dass sich die Verteilung der verf&uuml;gbaren Einkommen hin zu den Eink&uuml;nften aus Unternehmert&auml;tigkeit und Verm&ouml;gen sowie hin zu den Haushalten mit einem hohen Einkommen verschoben hat. Die Lohnentwicklung war schwach, und die Sozialleistungen waren bis zur j&uuml;ngsten Krise auf dem R&uuml;ckmarsch.<br>\nHaushalte mit hohen Eink&uuml;nften sparen generell nicht nur mehr als die Bezieher mittlerer oder geringer Einkommen, sondern sie haben in der Zeit vor der Krise den Anteil ihrer Einnahmen, der in die Ersparnisse floss, sogar noch deutlich aufgestockt. Im Jahr 2009 entfielen 60 Prozent<br>\naller laufenden monatlichen Ersparnisse auf das Viertel aller Haushalte mit dem h&ouml;chsten Einkommen. Haushalte mit geringem Einkommen haben dagegen nicht vermehrt gespart. Der seit Jahren schwache Konsum in Deutschland ist mithin auch auf die starke Einkommensverteilung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Hinzukommen d&uuml;rften Verhaltens&auml;nderungen<br>\ninsbesondere vor dem Hintergrund der Diskussion &uuml;ber die private Altersvorsorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.368694.de\/11-8-1.pdf\">Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 8\/2011 [PDF &ndash; 550 KB]<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/110303_empfaengerquoten.jpg\" alt=\"Empf&auml;ngerquoten von Leistungen\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Sozialstaat\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIII61.pdf\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland [PDF &ndash; 125 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a> in Deutschland sind wieder eine Vielzahl neuer und interessanter Dokumente eingestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rund 8,1 Millionen gesetzlich Krankenversicherte zahlen Zusatzbeitrag<\/strong><br>\nZum Stichtag 1. Januar 2011 erheben 14 der 156 gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag. Davon betroffen seien rund 8,1 Millionen Versicherte, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/4761) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/4578). Sechs Krankenkassen gew&auml;hren den Angaben zufolge ihren insgesamt 400.000 Mitgliedern eine Pr&auml;mie, die zwischen 2,50 und 6 Euro pro Monat und Mitglied liegt. Mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von mehr als null Euro und damit einem m&ouml;glichen Anspruch einzelner Mitglieder auf einen Sozialausgleich sei fr&uuml;hestens im Jahr 2012 zu rechnen, schreibt die Regierung.<br>\nWeiter hei&szlig;t es in der Antwort, die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) seien in den vergangenen f&uuml;nf Jahren um durchschnittlich vier Prozent gestiegen, w&auml;hrend sich die beitragspflichtigen Einnahmen um durchschnittlich 1,5 Prozent erh&ouml;hten. Die Regierung erwartet f&uuml;r die kommenden Jahre jedoch &bdquo;eine eher moderatere Ausgabendynamik&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_03\/2011_086\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hartz IV: Blamage f&uuml;r von der Leyen<\/strong><br>\nWarum haben wir das eigentlich wieder nicht kapiert, wir Doofen? Seit gestern ist die Welt wundersch&ouml;n. Und allen wird es, hopplahopp, bald viel besser gehen als bisher. Den Armen, den Geringstverdienern, den Kommunen, ach ja, und vor allem den vielen Kindern, die bald ihr gro&szlig;es Bildungs- und Teilhabepaket auspacken d&uuml;rfen. Wahrscheinlich bindet die Bundesministerin f&uuml;r beinhartes L&auml;cheln gerade zweieinhalb Millionen rosarote Schleifen und h&auml;ngt Zettelchen dran: Liebe Gr&uuml;&szlig;e. R&ouml;schen. &laquo;Etwas Sch&ouml;nes&raquo;, sagen sie. Wie verwegen. &laquo;Eine Leitidee.&raquo; Wie dreist. Nur zuf&auml;llig ist beides gestern Ursula von der Leyen eingefallen. Alle, alle tun sie so, als h&auml;tten sie Ungeheuerliches geleistet. Haben sie ja auch. Allerdings leider nur sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fnp.de\/fnp\/nachrichten\/kommentare\/hartz-iv-blamage-fuer-von-der-leyen_rmn01.c.8710147.de.html\">Frankfurter Neue Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dieter Rucht: Demokratische &Ouml;ffentlichkeit als kritische &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\nDemokratische &Ouml;ffentlichkeit ist weit mehr als ein Lieferant von Unterst&uuml;tzung, der sogenannten<br>\nInput-Legitimit&auml;t, f&uuml;r den politischen Entscheidungsapparat. Sie soll &uuml;ber den Zustand von Gesellschaft informieren, kollektive Willensbildung erm&ouml;glichen, politische Entscheidungen mit aktiver b&uuml;rgerschaftlicher Beteiligung stimulieren sowie getroffene Entscheidungen bewerten. Damit erh&auml;lt sie eine Schl&uuml;sselrolle f&uuml;r die Herstellung und Sicherung einer lebendigen Demokratie. Verfahrensgrundlage einer solchen &Ouml;ffentlichkeit ist die Auseinandersetzung zwischen Freien und Gleichen. Erst dann vermag &Ouml;ffentlichkeit ihr Vernunftspotenzial zu entfalten als Ergebnis dessen, was, in den Worten Immanuel Kants, &bdquo;freie und &ouml;ffentliche Pr&uuml;fung hat aushalten k&ouml;nnen&ldquo;.<br>\nNeben allen ihren sonstigen Funktionen muss kritische &Ouml;ffentlichkeit also Umstrittenes kritisch pr&uuml;fen, d.h. Behauptungen &uuml;ber Sachverhalte nachgehen, Positionen und Vorschl&auml;ge im Lichte von Argumenten und Gegenargumenten abw&auml;gen, Geltungsanspr&uuml;che nach dem Ma&szlig;stab ihrer Schutzw&uuml;rdigkeit und Verallgemeinerbarkeit best&auml;tigen oder aber zur&uuml;ckweisen&hellip;<br>\nGemessen an diesen Anforderungen steht es um die Qualit&auml;t der politischen &Ouml;ffentlichkeit in Deutschland nicht zum Besten.<br>\nDies zeigen drei sehr unterschiedlich gelagerte F&auml;lle aus der j&uuml;ngsten Zeit:<br>\nLokale und regionale Medien haben sich seit der Ank&uuml;ndigung des Bahnprojekts Stuttgart 21 &uuml;ber mehr als ein Jahrzehnt zum Sprachrohr der Betreiberseite gemacht. Erst aufgrund der anhaltenden Massenproteste wurde anderen Sichtweisen der ihnen geb&uuml;hrende Raum zuteil. Das zweite Beispiel ist die Liberalisierung der Finanzm&auml;rkte, f&uuml;r die zahllose Journalisten &ndash; insbesondere Wirtschaftsjournalisten &ndash; die Werbetrommel ger&uuml;hrt haben. Dem hat erst das offenkundige Desaster der Liberalisierungspolitik ein vorl&auml;ufiges Ende gesetzt.<br>\nDer dritte und aktuellste Fall betrifft die politische Einordnung einiger L&auml;nder Nordafrikas und des Nahen Ostens. Es bedurfte der Volksaufst&auml;nde in den Stra&szlig;en von Tunis und Kairo, um der Masse von Journalisten die seit Jahrzehnten greifbare Tatsache vor Augen zu f&uuml;hren, dass man es mit Diktaturen zu tun hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2011_03_kommentar.pdf\">WSI Mitteilungen [PDF &ndash; 188 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Praxistage f&uuml;r SPD-Abgeordnete<\/strong><br>\nAbgeordnete der Hessen-SPD aus Bund und Land wollen sich selbst ein Bild &uuml;ber m&ouml;gliche M&auml;ngel im Gesundheitswesen verschaffen. Sie besuchen daher Krankenh&auml;user, Arztpraxen und Pflegeheime und arbeiten dort auch mit. &laquo;Wer das Gesundheitssystem nur von seinem Landtags- oder Bundestagsschreibtisch aus kennt, kann kaum beurteilen, wie gravierend die Missst&auml;nde derzeit sind&raquo;, erkl&auml;rte der Landtagsabgeordnete Thomas Spies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fnp.de\/fnp\/region\/hessen\/praxistage-fuer-spdabgeordnete_rmn01.c.8710314.de.html\">Frankfurter Neue Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Guttenberg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Bendler-Block als B&uuml;hne &ndash; Zur Inszenierung des Guttenberg-R&uuml;cktritts<\/strong><br>\nEs ist ein selten aufgef&uuml;hrtes St&uuml;ck, das am Vormittag auf der sogenannten &ldquo;Politischen B&uuml;hne&rdquo; zu sehen war. Es zeigte ein Ein-Personen-St&uuml;ck mit dem Titel &ldquo;Der R&uuml;cktritt&rdquo;. In der Hauptrolle: Karl Theodor zu Guttenberg. Wer hinter der B&uuml;hne im Bendlerblock Regie f&uuml;hrte, ist noch nicht klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kulturheute\/1400940\/\">dradio<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Guttenberg und die Bild-Zeitung<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Plagiatsaff&auml;re stand die Bild-Zeitung Karl-Theodor zu Guttenberg treu zur Seite. Nicht jeder in der Redaktion ist gl&uuml;cklich dar&uuml;ber &ndash; doch am Ende entscheidet der Chef: Kai Diekmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/guttenberg-und-die-bild-zeitung\/-\/1472596\/7504534\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Unionspolitiker Uhl hofft auf baldiges Politik-Comeback Guttenbergs<\/strong><br>\nDer innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hans-Peter Uhl, hat sich f&uuml;r eine rasche R&uuml;ckkehr von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in die Politik ausgesprochen.<br>\nEs seien in der Vergangenheit bereits Politiker zur&uuml;ckgekehrt, die &ldquo;sehr viel mehr kriminelle Energie&rdquo; als Guttenberg gehabt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/news2\/aktuell\/unionspolitiker-uhl-hofft-auf-baldiges-politik-comeback-guttenbergs-1659237.html\">Stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.B.:<\/strong> Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag toleriert anscheinend ein gewisses Ma&szlig; an krimineller Energie bei den Vertretern des Volkes. Sicher: Auch Kriminelle haben im Zuge der  Resozialisierung eine Chance verdient. Wohl aber kaum in &ouml;ffentlichen Spitzen&auml;mter mit ma&szlig;geblichen Einfluss auf die Zukunft der B&uuml;rger unserer Republik&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Doktoranden-Initiative entt&auml;uscht &uuml;ber neuerliche Ignoranz der Sachfrage:&nbsp;&ldquo;Wir warten auf die Kanzlerin!&rdquo;<\/strong><br>\nZur Reaktion der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, auf die R&uuml;cktrittsrede von Herrn zu Guttenberg, erkl&auml;ren die&nbsp;Initiatoren des Offenen Briefs der DoktorandInnen an die Bundeskanzlerin:<br>\n&ldquo;Wir sind entt&auml;uscht von der R&uuml;cktrittsrede Karl-Theodor zu Guttenbergs. Seinen R&uuml;cktritt hat allein er zu&nbsp;verantworten, nicht die Medien und schon gar keine Kampagnen. In der Rede hat er sich erneut kaum mit seinem&nbsp;eigenen Fehlverhalten besch&auml;ftigt, das sich nicht in der massiven T&auml;uschung in seiner Dissertation ersch&ouml;pft,&nbsp;sondern auch seinen Umgang mit ihr umfasst.<br>\nUnser Offener Brief hat sich jedoch bewusst an Frau Merkel gerichtet. Wir waren und sind vom Umgang der&nbsp;Bundeskanzlerin mit der Plagiatsaff&auml;re ma&szlig;los entt&auml;uscht. Unser Anliegen hat sich mit dem R&uuml;cktritt des&nbsp;Bundesministers der Verteidigung nicht erledigt.&nbsp;Ihre Reaktion auf seinen R&uuml;cktritt legt nahe, dass Sie immer noch nicht verstanden hat, worum es uns und vielen&nbsp;anderen geht.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/offenerbrief.posterous.com\/pages\/-pressemitteilung\">Causa Guttenberg<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kabinettumbildung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schneller Personaltausch in Berlin<\/strong><br>\nEigentlich wollte sich das politische Berlin nach dem R&uuml;cktritt von zu Guttenberg Zeit nehmen, um &uuml;ber die Nachfolgeregelung nachzudenken. Erst am Freitag, hie&szlig; es zun&auml;chst, sollen Personalentscheidungen bekannt gegeben werden. Doch der Zeitplan war offenbar nicht zu halten. Mit einer schnellen Entscheidung will die Bundesregierung Handlungsst&auml;rke beweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/149370\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Neuer Verteidigungsminister: De Maizi&egrave;res Minenfeld<\/strong><br>\nGorch Fock, Sparziele, Truppenumbau &ndash; der Nachfolger von Karl-Theodor zu Guttenberg wird an vielen Fronten k&auml;mpfen m&uuml;ssen. Auf den neuen Verteidigungsminister warten Konflikte, Spardiktate und Aff&auml;ren. FTD.de zeigt, was er zu tun hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:neuer-verteidigungsminister-de-maizieres-minenfeld\/60019909.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rekord: Springer macht halbe Mrd. Gewinn<\/strong><br>\nAxel Springer legt die Konzernbilanz f&uuml;r 2010 vor und die f&auml;llt wie erwartet, gl&auml;nzend aus.&nbsp;Erstmals liegt der operative Gewinn (EBITDA) &uuml;ber einer halben Milliarde Euro (510,6 Mio&nbsp;Euro). Der Umsatz legte um 10,8 Prozent auf knapp 2,9 Mrd. Euro zu. [&hellip;]&nbsp;Der&nbsp;Gesamtkonzern erwirtschaftete eine &uuml;beraus respektable Rendite von 17,6 Prozent. Das&nbsp;Kerngesch&auml;ft, deutsche Zeitungen und Zeitschriften, ist mit einer Rendite von 24,8 Prozent&nbsp;(Zeitungen) und 20,8 Prozent (Zeitschriften) sogar extrem profitabel. Aber hier sinken die Erl&ouml;se&nbsp;leicht und wohl auch dauerhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/details-topstory\/article\/rekord--springer-macht-halbe-mrd-euro-gewinn_100033531.html?\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Parteispenden: Wirtschaft spendabel bei Schwarz-Gelb<\/strong><br>\nDie Wirtschaft hat CDU und FDP im Wahljahr 2009 besonders gro&szlig;z&uuml;gig mit Spenden bedacht. Dies geht aus den Rechenschaftsberichten der im Bundestag vertretenen Parteien f&uuml;r das Jahr hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wirtschaft-spendabel-bei-schwarz-gelb\/3904970.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Mal ne viertel Stunde nachdenken<\/strong><br>\nDer Baron und &bdquo;seine&ldquo; Soldaten, Johannes Bratwurst Kerner, (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/radio\/wdr2kabarett\/wdr2kabarett_eckenga_20110302_1130.mp3\">WDR-Kabarett [MP3 &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Libyen, R&uuml;stungsindustrie, Tod von Kindern in Afghanistan, Wisconsin, US-Demokraten, Biosprit, der Staat bezahlt die Krisenzeche, Einkommensverteilung schw&auml;cht den privaten Verbrauch, KV-Zusatzbeitrag, Hartz-IV, demokratische &Ouml;ffentlichkeit als kritische &Ouml;ffentlichkeit, Praxistage f&uuml;r SPD-Abgeordnete, Guttenberg,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8541\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8541","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8541","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8541"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8541\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8543,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8541\/revisions\/8543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8541"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8541"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8541"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}