{"id":85441,"date":"2022-07-03T09:00:06","date_gmt":"2022-07-03T07:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441"},"modified":"2022-07-01T13:07:55","modified_gmt":"2022-07-01T11:07:55","slug":"hinweise-der-woche-263","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h01\">&ldquo;Negatives Bild von Leitmedien ist doch nicht unsere Schuld&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h02\">8,9 Prozent Inflationsrate: Familien mit niedrigem Einkommen aktuell am st&auml;rksten belastet &ndash; soziale Schere geht weiter auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h03\">Scheiternde Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h04\">Endlich verhandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h05\">Die G-7 und der geistige Kolonialismus des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h06\">Waffenexporte in Kriegsgebiete: Deutschland an vorderster Front<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h07\">Die Ukraine ist die neueste Katastrophe amerikanischer Neocons<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h08\">Fehlende medizinische Evidenz: Impfkampagne bei Kindern aus politischer Motivation?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h09\">Ein Datenfriedhof namens Bildungsbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85441#h10\">Moshe Zuckermann zum documenta-Skandal: &bdquo;Ein typisch deutscher Eklat&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Negatives Bild von Leitmedien ist doch nicht unsere Schuld&rdquo;<\/strong><br>\nAlbrecht M&uuml;ller &uuml;ber Vorw&uuml;rfe gegen sein Portal Nachdenkseiten, die Polarisierung der Medien und dar&uuml;ber, wie bundespolitische Netzwerke in die Debatte eingreifen<br>\nHerr M&uuml;ller, Wir haben f&uuml;r dieses Interview eine Arbeit des Projektes &ldquo;Gegneranalyse&rdquo; zu Ihrem Portal, den Nachdenkseiten vorliegen. Das Projekt &ldquo;Gegneranalyse&rdquo; ist bei einem Thinktank mit dem Namen Institut Liberale Moderne angesiedelt, dar&uuml;ber sprechen wir sp&auml;ter noch. Der Autor Markus Linden von der Universit&auml;t Trier kommt in seinem Papier zu dem Schluss, Sie betrieben ein &ldquo;Querfront-Medium&rdquo;. Wie haben Sie diese Studie wahrgenommen? Ich gehe ja davon aus, dass Sie sie gelesen haben.<br>\nAlbrecht M&uuml;ller: Ich muss gestehen, dass ich sie nicht ganz gelesen habe, weil sie nur schwer lesbar ist. Der Autor stellt lauter Behauptungen auf, die nicht belegt werden. Und das auf 20 Seiten voller Anmerkungen, das ist wirklich eine schwere Zumutung, zumal eine schr&auml;ge Behauptung auf die n&auml;chste folgt. Ich halte diese sogenannte Studie daher f&uuml;r ein wirkliches Machwerk. Am meisten st&ouml;rt mich dabei, dass es steuerfinanziert ist, dass ich also als Steuerzahler in Rheinland-Pfalz das mitfinanziere, was ein Professor in Trier, also auch in Rheinland-Pfalz, auftragsgem&auml;&szlig; zu Papier gebracht hat.<br>\nSprechen wir &uuml;ber die Inhalte. Es hei&szlig;t in dieser Arbeit, bei den Nachdenkseiten, die jetzt schon einige Jahre online sind, handele es sich um einen &ldquo;stark ideologisiertes, undifferenziert argumentierendes Medium&rdquo;. Nehmen Sie diese Kritik an?<br>\nAlbrecht M&uuml;ller: Was ist denn ideologisiert? Da f&auml;ngt es schon an. Wegen solcher unscharfen Begriffe habe ich Schwierigkeiten, diesen Text zu lesen. Ich stolpere schon &uuml;ber diesen ersten Punkt: Was ist ein ideologisches Medium? Gleiches gilt f&uuml;r den Vorwurf der undifferenzierten Argumentation. Weshalb sollen wir uns diese Etiketten anheften lassen?<br>\nWir haben jeden Tag 200.000 Besucher und diese Besucher, die die Nachdenkseiten finanzieren und diese Behauptung offenbar &uuml;berhaupt nicht teilen. Sie lesen die Nachdenkseiten gerne, sch&auml;tzen sie und f&ouml;rdern sie, weil sie uns f&uuml;r differenziert halten, weil sie uns f&uuml;r faktenbasiert halten. Wie soll ich da ernsthaft solchen Behauptungen des Autors Markus Linden begegnen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Negatives-Bild-von-Leitmedien-ist-doch-nicht-unsere-Schuld-7153586.html?seite=all%20\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Gegneranalyse&rdquo;: Zu einer &ldquo;Fallstudie&rdquo; &uuml;ber die Nachdenkseiten<\/strong><br>\nPolitologe Markus Linden kommt in Arbeit zum Onlineportal zu wenig schmeichelhaften Resultaten. Methodik l&auml;sst Autor jedoch schlecht dastehen. Umfeld der Studie wirft Fragen auf.<br>\nIm Rahmen des Projektes &ldquo;Gegneranalyse&rdquo; vom &ldquo;Zentrum Liberale Moderne&rdquo; liegt eine erste Fallstudie vor. Das 2017 von den (ehemaligen) Gr&uuml;nen-Politikern Marieluise Beck und Ralf F&uuml;cks gegr&uuml;ndete &ldquo;Zentrum Liberale Moderne&rdquo; wird nach eigenen Angaben unterst&uuml;tzt vom Bundesfamilienministerium, von der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung und vom Bundesprogramm &ldquo;Demokratie leben!&rdquo;.<br>\nIn jenem Text widmet sich der Autor Markus Linden, der laut Universit&auml;t Trier dort als au&szlig;erplanm&auml;&szlig;iger Professor f&uuml;r Politikwissenschaft t&auml;tig ist, dem Medium Nachdenkseiten. Hier soll aus einer kommunikationswissenschaftlichen Sicht diese Fallstudie kurz diskutiert werden.<br>\nLaut Linden zeigt sein Text, dass es sich bei den Nachdenkseiten (Abk&uuml;rzung: NDS) um ein &ldquo;stark ideologisiertes, undifferenziert argumentierendes Medium&rdquo; handele, welches &ldquo;radikale Widerst&auml;ndigkeit&rdquo; postuliere und &ldquo;als Scharnier f&uuml;r verschw&ouml;rungstheoretisches Denken&rdquo; fungiere. Bei bestimmten Themen reihe sich die Plattform &ldquo;bewusst in eine fundamentaloppositionelle Querfront ein.&rdquo; Man folge bei den Nachdenkseiten einer &ldquo;Destruktionslogik&rdquo;, die aber als kritische Dekonstruktion ausgegeben werde.<br>\nDas Onlineportal bleibe dabei jedoch, schreibt Linden, politisch &ldquo;klassisch links&rdquo; verortbar, was z.B. Abgrenzungen zu &ldquo;Fremdenfeindlichkeit&rdquo; (sic!) oder aber die Wirtschaftspolitik betreffe. Es verbreite &ldquo;die Ideologie&rdquo; meist nicht mit klaren &ldquo;Fake News&rdquo;, sondern &ldquo;mittels einer auf Halbwahrheiten und instrumenteller Pauschalkritik fu&szlig;enden Methodik&rdquo;. Journalistische Grundanspr&uuml;che w&uuml;rden dabei verfehlt, schreibt Linden, ohne das n&auml;her zu belegen oder zu begr&uuml;nden.<br>\nDiese zumindest oft fehlenden Belege oder auch fehlenden sachlichen Begr&uuml;ndungen erscheinen insgesamt als ein Hauptmangel des Textes. In starker Verallgemeinerung hei&szlig;t es ebenso ohne weitere Argumente: &ldquo;Auf den Nachdenkseiten wird dementsprechend mit blo&szlig;en Unterstellungen gearbeitet&rdquo;. Im Verbund mit anderen so genannten &ldquo;Alternativmedien&rdquo; betrieben die Nachdenkseiten vor allem das, was sie vorgeblich kritisierten: &ldquo;einseitige Meinungsmache&rdquo;.<br>\nAngesichts vieler deutlicher und stark negativ wertender Formulierungen nicht nur in der Vorab-Zusammenfassung des Textes von Linden bleibt die Frage, inwieweit seine eigene Publikation als einseitig kritisiert werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gegneranalyse-Zu-einer-Fallstudie-ueber-die-Nachdenkseiten-7152314.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Gegneranalysten &amp; Volksverpetzer<\/strong><br>\nIn Deutschland gilt die Pressefreiheit. Alle Medien haben das Recht auf die ungehinderte Aus&uuml;bung ihrer journalistischen T&auml;tigkeit. Eine Zensur findet nicht statt.<br>\nHinter den Kulissen jedoch tobt ein Krieg. Transatlantische Platzhirsche h&uuml;ten die angestammte Deutungshoheit wie ihren Augapfel. Abweichler und Empork&ouml;mmlinge werden von ihnen bek&auml;mpft. Bei wirklich hartn&auml;ckigen Widersachern wird die Pressefreiheit dann pl&ouml;tzlich sehr l&auml;stig. Man kann sie weder mundtot machen, noch sie einfach verbieten!<br>\nAlso spricht man ihnen einfach jegliche journalistische Haltung ab. Dies gerne aus dem Hinterhalt und mit selbst in Auftrag gegebenen Studien. Und am liebsten auf Kosten der Steuerzahler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3RJb5ibSfa8\">InfraRot &ndash; Sicht ins Dunkel via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>8,9 Prozent Inflationsrate: Familien mit niedrigem Einkommen aktuell am st&auml;rksten belastet &ndash; soziale Schere geht weiter auf<\/strong><br>\nFamilien mit niedrigem Einkommen tragen aktuell die h&ouml;chste Inflationsbelastung, Alleinlebende mit hohem Einkommen die geringste &ndash; und die Schere bei den Belastungen hat sich noch einmal deutlich ge&ouml;ffnet: Gemessen an den f&uuml;r diese Haushaltstypen repr&auml;sentativen Warenk&ouml;rben sind die Preise im Mai 2022 um 8,9 Prozent bzw. um 6,5 Prozent gestiegen, w&auml;hrend der Wert &uuml;ber alle Haushalte hinweg bei 7,9 Prozent lag. Auch f&uuml;r Alleinlebende mit h&ouml;heren und mit mittleren Einkommen lagen die Raten mit 7,6 und 7,7 Prozent im Mai leicht unterhalb der allgemeinen Preissteigerung. Die Preissteigerung bei Alleinlebenden mit niedrigem Einkommen lag mit 7,8 Prozent nahe am Durchschnitt. Dagegen sind auch Alleinerziehende und Familien mit zwei Kindern und jeweils mittleren Einkommen etwas &uuml;berdurchschnittlich von der Teuerung belastet: F&uuml;r diese Haushalte betrug die Inflationsrate im Mai 8,2 Prozent. Bei Familien mit h&ouml;herem Einkommen verteuerte sich der haushaltsspezifische Warenkorb weniger stark &ndash; um 7,6 Prozent. Die haushaltsspezifische Inflationsrate f&uuml;r kinderlose Paare mit mittlerem Einkommen liegt aktuell bei 7,9 Prozent. Das ergibt der IMK Inflationsmonitor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, der monatlich die spezifischen Teuerungsraten f&uuml;r neun repr&auml;sentative Haushaltstypen liefert.<br>\nIn Folge des Ukrainekriegs und von weiterhin durch die Corona-Pandemie angespannten Lieferketten stiegen die Verbraucherpreise f&uuml;r alle Haushalte im Mai so stark wie seit der &Ouml;lkrise der 1970er Jahre nicht mehr. Dabei sind die Unterschiede je nach Haushaltskonstellation und Einkommen erheblich und sozial hoch problematisch, zeigt der IMK Inflationsmonitor:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-8-9-prozent-inflationsrate-42049.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Zwischen Pandemie und Inflation: Parit&auml;tischer stellt Bericht zur Armut in Deutschland vor<\/strong><br>\nLaut Parit&auml;tischem Armutsbericht 2022 hat die Armut in Deutschland mit einer Armutsquote von 16,6 Prozent im zweiten Pandemie-Jahr (2021) einen traurigen neuen H&ouml;chststand erreicht.<br>\n13,8 Millionen Menschen m&uuml;ssen demnach hierzulande derzeit zu den Armen gerechnet werden, 600.000 mehr als vor der Pandemie. Der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband rechnet angesichts der aktuellen Inflation mit einer weiteren Versch&auml;rfung der Lage und appelliert an die Bundesregierung, umgehend ein weiteres Entlastungspaket auf den Weg zu bringen, das bei den f&uuml;rsorgerischen Ma&szlig;nahmen ansetzt: Grundsicherung, Wohngeld und BAf&ouml;G seien bedarfsgerecht anzuheben und deutlich auszuweiten, um zielgerichtet und wirksam Hilfe f&uuml;r einkommensarme Haushalte zu gew&auml;hrleisten.<br>\n&ldquo;Die Befunde sind ersch&uuml;tternd, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie schlagen inzwischen voll durch. Noch nie wurde auf der Basis des amtlichen Mikrozensus ein h&ouml;herer Wert gemessen und noch nie hat sich die Armut in j&uuml;ngerer Zeit so rasant ausgebreitet wie w&auml;hrend der Pandemie&rdquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands.<br>\nW&auml;hrend 2020 noch die verschiedenen Schutzschilde und Sofortma&szlig;nahmen der Bundesregierung und der L&auml;nder daf&uuml;r sorgten, dass die Armut trotz des wirtschaftlichen Einbruchs und des rapiden Anstiegs der Arbeitslosigkeit nur relativ moderat anstieg, seien die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie 2021 offenbar voll auf die Armutsentwicklung durchgeschlagen, so die Ergebnisse der Studie.<br>\nAuffallend sei ein ungew&ouml;hnlicher Zuwachs der Armut unter Erwerbst&auml;tigen, insbesondere Selbst&auml;ndiger (von 9 auf 13,1 Prozent), die w&auml;hrend der Pandemie in gro&szlig;er Zahl finanzielle Einbu&szlig;en zu erleiden hatten. Armutsh&ouml;chstst&auml;nde verzeichnen auch Rentner*innen (17,9 Prozent) sowie Kinder und Jugendliche (20,8 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/zwischen-pandemie-und-inflation-paritaetischer-stellt-bericht-zur-armut-in-deutschland-vor\/\">Der Parit&auml;tische<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Lindner macht uns alle &auml;rmer<\/strong><br>\nPreissteigerungen lassen bei uns allen das Geld knapper werden. Anstatt f&uuml;r Entlastung zu sorgen, setzt Linder auf Sparzwang und Scholz auf eine Einmalzahlung. Das ist &ouml;konomischer Unsinn.<br>\nEs ist mittlerweile schon der zweite Monat mit rasant steigenden Lebensmittelpreisen. Im Vergleich zum Juni letzten Jahres sind sie um 12,7 Prozent gestiegen. Im Mai waren es schon 11,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit aber nicht genug: Die gesamten Preissteigerungen bleiben auch im Juni mit 7,6 Prozent auf einem sehr hohen Niveau.<br>\nL&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige weitere Entlastungen werden nun umso wichtiger. Schon die Auswertung der ersten beiden Entlastungspakete zeigte, dass die &Auml;rmsten auf Kosten sitzen bleiben. Man kann es nicht oft genug sagen: Das ist eine politische Entscheidung. Es ist nicht einmal die Schuldenbremse, die weitere Entlastungen verhindert &ndash; denn die ist aufgrund der &raquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Notsituation&laquo; ausgesetzt. Daher wird zur Rechtfertigung der gro&szlig;e Mythos heraufbeschworen, dass wirksame Entlastungen nicht tragbar w&auml;ren, schlie&szlig;lich k&ouml;nne niemand wollen, dass unsere Enkelkinder dann die Schulden zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen. Genauso unsinnig ist der Mythos, dass Austerit&auml;t geboten sei, damit die Inflation nicht noch weiter steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/lindner-macht-uns-alle-armer-inflation-preissteigerungen-lebensmittelpreise-energiepreise-einmalzahlung-scholz-lindner-gewerkschaften-lohnforderung\/\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Scheiternde Sanktionen<\/strong><br>\nDie G7-Staaten haben auf ihrem Gipfeltreffen in Elmau im Grundsatz einen Preisdeckel f&uuml;r russisches Erd&ouml;l und Erdgas beschlossen und setzen damit einen gro&szlig;en Teil ihrer Energieversorgung aufs Spiel. Der Preisdeckel soll der westlichen Embargopolitik gegen Russland, die bislang mehr oder weniger gescheitert ist, zum Erfolg verhelfen, indem er Moskaus Exporteinnahmen drastisch reduziert und dem dramatischen Anstieg der Energiepreise im Westen ein Ende setzt. Experten bezweifeln, dass sich dies technisch bewerkstelligen l&auml;sst. Als m&ouml;glich gilt zudem, dass Russland mit der Einstellung seiner &Ouml;l- und Gasexporte reagiert. Europas Versorgung br&auml;che dann zusammen. Ein Importverbot f&uuml;r russisches Gold, das die G7 ebenfalls vorbereiten, wird laut Einsch&auml;tzung eines Experten &bdquo;nichts &auml;ndern&ldquo;; es sei &bdquo;reine Symbolpolitik&ldquo;. Die G7 haben in Elmau au&szlig;erdem beschlossen, mit einer riesigen Infrastrukturinitiative Chinas Neuer Seidenstra&szlig;e das Wasser abzugraben. Dies hatten sie schon vor einem Jahr angek&uuml;ndigt; geschehen ist nichts. In der Klimapolitik haben die G7 in Elmau begonnen, sich Ausnahmen von den Beschl&uuml;ssen der Glasgower Klimakonferenz zu genehmigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8962\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Sanktionen gegen Russland: Die Top Ten des Scheiterns<\/strong><br>\nDie Sanktionen wirken nicht wie geplant, und das liegt unter anderem daran, dass manche L&auml;nder schlicht keine &Uuml;bersicht dar&uuml;ber haben, welche Firmen im Land direkt oder indirekt Russen geh&ouml;ren; dass der &ldquo;Westen&rdquo; aus Eigeninteresse inkonsequent ist; oder dass man sich verkalkuliert hat. Der wichtigste Grund ist aber wohl der, den die westlichen L&auml;nder nicht gern wahrhaben wollen: Sie sind nicht mehr die einzigen Akteure mit Einfluss in der Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Sanktionen-gegen-Russland-Die-Top-Ten-des-Scheiterns-7153896.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Endlich verhandeln<\/strong><br>\nHintergr&uuml;nde und L&ouml;sungsperspektiven des &shy;Ukraine-Krieges. Ein Positionspapier des Bundesausschusses Friedensratschlag<br>\nIn der vergangenen Woche legte der Bundesausschuss Friedensratschlag ein Positionspapier zum Ukraine-Krieg vor. Wir ver&ouml;ffentlichen an dieser Stelle einen Auszug aus der Stellungnahme. In voller L&auml;nge findet sie sich unter friedensratschlag.de\/2022\/06\/baf-positionspapier-ukrainekrieg\/ (jW)<br>\nKrieg als Mittel der Politik lehnen wir grunds&auml;tzlich ab. Wir haben uns stets entschieden daf&uuml;r eingesetzt, Krieg als Mittel der Politik zu verhindern, auch bei dem Konflikt zwischen NATO, &shy;Ukraine und Russland. Der russische Einmarsch in die &shy;Ukraine ist daher ein R&uuml;ckschlag f&uuml;r alle, die sich f&uuml;r Frieden engagiert haben &ndash; und gleichzeitig eine Herausforderung f&uuml;r die Friedensbewegung, ihre Bem&uuml;hungen f&uuml;r zivile L&ouml;sungen zu intensivieren. Nicht zuviel Entspannungspolitik ist das Problem gewesen, sondern zuwenig.<br>\nAls B&uuml;rger eines NATO-Staates richten wir unsere Kritik in erster Linie an die NATO-Staaten. Denn der Krieg h&auml;tte verhindert werden k&ouml;nnen und m&uuml;ssen. An eindringlichen Warnungen, auch von zahlreichen f&uuml;hrenden westlichen Au&szlig;enpolitikern und Experten, dass die Missachtung essentieller Sicherheitsinteressen Russlands eine solche Reaktion provozieren k&ouml;nnte, hat es nicht gefehlt. Wir weisen zudem die Doppelmoral zur&uuml;ck, mit der ausgerechnet die Regierungen der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten den russischen Einmarsch als V&ouml;lkerrechtsbruch anprangern, sich als Richter aufspielen und h&auml;rteste Sanktionen verh&auml;ngen, nachdem sie selbst verheerende Angriffskriege gef&uuml;hrt und V&ouml;lkerrecht gebrochen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429276.krieg-endlich-verhandeln.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Waffenstillstand jetzt!<\/strong><br>\nDie Verfasser dieses Appells fordern den Westen auf, den Ukraine-Krieg durch Verhandlungen zu beenden. Zu den Unterzeichnenden geh&ouml;ren Juli Zeh und Richard David Precht.<br>\nEuropa steht vor der Aufgabe, den Frieden auf dem Kontinent wiederherzustellen und ihn langfristig zu sichern. Dazu bedarf es der Entwicklung einer Strategie zur m&ouml;glichst raschen Beendigung des Krieges.<br>\nDie Ukraine hat sich unter anderem dank massiver Wirtschaftssanktionen und milit&auml;rischer Unterst&uuml;tzungsleistungen aus Europa und den USA bislang gegen den brutalen russischen Angriffskrieg verteidigen k&ouml;nnen. Je l&auml;nger die Ma&szlig;nahmen fortdauern, desto unklarer wird allerdings, welches Kriegsziel mit ihnen verbunden ist. Ein Sieg der Ukraine mit der R&uuml;ckeroberung aller besetzten Gebiete einschlie&szlig;lich der Oblaste Donezk und Luhansk und der Krim gilt unter Milit&auml;rexperten als unrealistisch, da Russland milit&auml;risch &uuml;berlegen ist und die F&auml;higkeit zur weiteren milit&auml;rischen Eskalation besitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/27\/ukraine-krieg-frieden-waffenstillstand\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die G-7 und der geistige Kolonialismus des Westens<\/strong><br>\nDas also war G-7. Es war der Gipfel schlechthin, wenn man der Medienhype in den kleinen L&auml;ndern glaubt, die dort &ndash; bei den scheinbar Gro&szlig;en &ndash; vertreten waren (hier findet man das &auml;u&szlig;erst d&uuml;nne Kommuniqu&eacute;). Wer seinen Verstand benutzt, kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Aber den eigenen Verstand zu benutzen und kritisch zu sein, ist out in diesen Zeiten, mega-out sogar. In den Nachdenkseiten erschien allerdings ein kritischer Kommentar von Jens Berger, dem man nur zustimmen kann. Er hat beispielsweise zu Recht auf den Gipfel der sogenannten BRICs in Peking hingewiesen, wo offensichtlich ein f&uuml;r die Zukunft weit bedeutenderer Teil der Weltwirtschaft vertreten war.<br>\nDas G-7 Format ist eigentlich schon vor langer Zeit beerdigt worden, weil Anfang dieses Jahrhunderts einigen klugen Leuten klar war, dass G-7 und Weltwirtschaft einfach nicht mehr zusammenpasst. Aus G-7 wurde zun&auml;chst f&uuml;r ganz kurze Zeit G-8 (mit Russland) und schlie&szlig;lich entstanden die G-20, die in der Tat f&uuml;r sich in Anspruch nehmen k&ouml;nnen, &uuml;ber die Weltwirtschaft zu sprechen und deren n&auml;chster Gipfel im Herbst in Indonesien stattfindet.<br>\nDie G-7 hat man im Westen nur wiedererfunden, um in den Zeiten der Krim-Krise Russland zu &auml;rgern, denn man konnte Russland aus den G-8 ausschlie&szlig;en (was man bei der G-20 nicht konnte) und war wieder bei dem wunderbar alten und wunderbar belanglosen G-7 Format. In dieses Format quetschen sich peinlicherweise immer noch die EU-Kommission (in der Person der Pr&auml;sidentin) und sogar der Pr&auml;sident des europ&auml;ischen Rates, die da eigentlich nichts verloren haben. Das f&uuml;hrt zu einer gewaltigen &Uuml;berrepr&auml;sentation Europas und reduziert das Interesse der USA an diesem &bdquo;Gipfel&ldquo; enorm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/06\/29\/die-g-7-und-der-geistige-kolonialismus-des-westens\/\">Heiner Flassbeck auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Berichterstattung in Elmau: Vorgekaute Inhalte in Heidi-Atmosph&auml;re<\/strong><br>\nExklusive Rundumversorgung im Medienzentrum zum G7-Gipfel. Kaum kritische &Ouml;ffentlichkeit zu erwarten<br>\nF&uuml;r die Dauer des G7-Gipfels in Schloss Elmau ist f&uuml;r Pressevertreterinnen und -vertreter im Garmischer Zugspitzbahnhof Hausberg ein gro&szlig;es Pressezelt eingerichtet worden. Das &raquo;International Media Center&laquo; (IMC) inszenierte dabei eine Fassade von &Ouml;ffentlichkeit und Berichterstattung, rund 20 Kilometer entfernt vom tats&auml;chlichen Gipfelgeschehen. Dieses ist f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Medienvertreter nur aus dem IMC heraus &uuml;ber Bildschirme und Kopfh&ouml;rer zu verfolgen. Ausgew&auml;hlte Inhalte werden &uuml;ber den &raquo;hauseigenen&laquo; Sender ins Medienzentrum geleitet. Die anwesende Presse erh&auml;lt so die vorgekauten Inhalte, nebst Liveschalte zu den Fototerminen der Staats- und Regierungschefs der sieben st&auml;rksten westlichen imperialistischen L&auml;nder.<br>\nDas am Freitag ver&ouml;ffentlichte Presseprogramm sah f&uuml;r den Ablauf des Gipfels beinahe ausschlie&szlig;lich Bildtermine vor, einzig die f&uuml;r diesen Dienstag angesetzte Pressekonferenz war f&uuml;r Berichterstattung &uuml;ber das offizielle Gipfelprogramm, &uuml;ber Bildmaterial hinaus, m&ouml;glich. N&ouml;tige Akkreditierungen f&uuml;r abgesperrte Sicherheitsbereiche wurden nach einem Bewerbungsverfahren vergeben, zu dem sich Pressevertreter ab Anfang Juni anmelden konnten. F&uuml;r die Pressekonferenz bestand am Wochenende noch eine Warteliste, auf die sich Journalistinnen und Journalisten im IMC eintragen konnten. Kritische &Ouml;ffentlichkeit d&uuml;rfte bei diesen Verfahren wohl kaum zu erwarten sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429747.berichterstattung-in-elmau-vorgekaute-inhalte-in-heidi-atmosph%C3%A4re.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Waffenexporte in Kriegsgebiete: Deutschland an vorderster Front<\/strong><br>\nDatenbank &ldquo;ExitArms&rdquo; schl&uuml;sselt weltweite R&uuml;stungslieferungen in Krisenregionen auf. 41 Hersteller mit Sitz in der Bundesrepublik versorgen 16 Konfliktparteien<br>\nKeine deutschen Waffen in Krisengebiete? Eine seit Wochenanfang im Internet abrufbare Datenbank straft eine wiederholt bem&uuml;hte Behauptung Regierender in Deutschland L&uuml;gen. Allein zwischen 2015 und 2020 waren hiesige R&uuml;stungsunternehmen in mehr als 200 F&auml;llen an Transaktionen im direkten Umfeld laufender kriegerischer Konflikte beteiligt.<br>\nDie Bandbreite der Gesch&auml;fte reichte dabei von der Lieferung schweren Kriegsger&auml;ts, von Kleinwaffen &uuml;ber die Bereitstellung von Radarsystemen bis hin zu Ma&szlig;nahmen der Instandsetzung und Modernisierung vorhandener Anlagen.<br>\nHervorgeht dies aus dem Verzeichnis &ldquo;ExitArms&rdquo;, einem gemeinschaftlichen Projekt der Nichtregierungsorganisationen Facing Finance und Urgewald, das am Montag der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt wurde. Die beiden Initiativen mit Sitz in Berlin beziehungsweise in Sassenberg &ouml;stlich von M&uuml;nster engagieren sich f&uuml;r den Schutz von Menschenrechten und der Umwelt.<br>\n&ldquo;ExitArms&rdquo; greift auf Zahlen des schwedischen Friedensforschungsinstituts Sipri zur&uuml;ck und erg&auml;nzt diese um in &ldquo;akribischer&rdquo; Eigenrecherche gewonnene Erkenntnisse. Dabei werden speziell jene Staaten und Konzerne ins Visier genommen, die an R&uuml;stungslieferungen an Kriegsparteien beteiligt sind. Perspektivisch wollen Facing Finance und Urgewald auch die Namen der Finanziers offenlegen, sprich die Banken, Fonds und Investmentgesellschaften, die mit Krediten und Aktienk&auml;ufen die wehrtechnische Produktion und Forschung unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Waffenexporte-in-Kriegsgebiete-Deutschland-an-vorderster-Front-7155867.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Ukraine ist die neueste Katastrophe amerikanischer Neocons<\/strong><br>\nDie Deutschen wollen es nicht h&ouml;ren, doch es geh&ouml;rt zur Wahrheit: Die amerikanischen Neocons sind f&uuml;r den Ukraine-Krieg mitverantwortlich. Ein Essay.<br>\nDer Krieg in der Ukraine ist der H&ouml;hepunkt eines 30-j&auml;hrigen Projekts der amerikanischen neokonservativen Bewegung (Neocons). In der Regierung Biden sitzen dieselben Neokonservativen, die sich f&uuml;r die Kriege der USA in Serbien (1999), Afghanistan (2001), Irak (2003), Syrien (2011) und Libyen (2011) starkgemacht und die den Einmarsch Russlands in die Ukraine erst provoziert haben.<br>\nDie Erfolgsbilanz der Neocons ist ein einziges Desaster, und doch hat Biden sein Team mit ihnen besetzt. Infolgedessen steuert Biden die Ukraine, die USA und die Europ&auml;ische Union in ein weiteres geopolitisches Debakel. Wenn Europa einen Funken Einsicht hat, wird es sich von diesen au&szlig;enpolitischen Debakeln der USA distanzieren.<br>\nDie Neocon-Bewegung entstand in den 1970er-Jahren um eine Gruppe &ouml;ffentlicher Intellektueller, von denen einige von dem Politikwissenschaftler Leo Strauss von der University of Chicago und dem Altphilologen Donald Kagan von der Yale University beeinflusst wurden. Zu den f&uuml;hrenden K&ouml;pfen der Neocons geh&ouml;rten Norman Podhoretz, Irving Kristol, Paul Wolfowitz, Robert Kagan (Sohn von Donald), Frederick Kagan (Sohn von Donald), Victoria Nuland (Ehefrau von Robert Kagan), Elliott Cohen, Elliott Abrams und Kimberley Allen Kagan (Ehefrau von Frederick).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/die-ukraine-ist-die-neueste-katastrophe-amerikanischer-neocons-li.242093\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Wider historische Amnesie im Ukrainekrieg<\/strong><br>\nDie auseinanderdriftenden Interessen zwischen den USA und Europa beziehungsweise Deutschland sind von erfahrenen &bdquo;Alt-Politikern&ldquo; wie Klaus von Dohnanyi, selbst Herbert M&uuml;nkler, hierzulande und dem US-amerikanischen Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer, neuerdings auch Henry Kissinger, und kenntnisreichen Journalisten (Andreas Zumach, Michael L&uuml;ders) zwar begr&uuml;ndet worden, werden aber in einem erstaunlichen Gleichklang in den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; ausgeblendet. Hierzu m&ouml;gen jene transatlantischen Institutionen beitragen, die ihre Trump-Agonie seit der Biden-Administration &uuml;berwunden haben. Sie orchestrieren eine duckm&auml;userische Gefolgschaft in der Regierungskoalition. Deren Kellnerrolle, um einen machohaften Ausspruch des nun verfemten Bundeskanzlers Gerhard Schr&ouml;der gegen&uuml;ber seinem gr&uuml;nen Koalitionspartner aufzunehmen, haben Wladimir Putin und Joe Biden gegen&uuml;ber Olaf Scholz deutlich demonstriert. Das mag die Ausf&auml;lle des ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj und noch mehr seines inquisitorisch agierenden Botschafters Andrij Melnyk gegen Bundespr&auml;sident und Bundeskanzler befl&uuml;gelt haben. Und diese Gemengelage schl&auml;gt sich wiederum in einer medial inszenierten Demontage der sozialdemokratisch gef&uuml;hrten Bundesregierung, vornehmlich des &bdquo;z&ouml;gerlich&ldquo; agierenden Bundeskanzlers, nieder. Hiermit deutet sich bereits eine einst von der gr&uuml;nen Spitze angestrebte Regierungskonstellation mit der CDU\/CSU an, die beispielsweise von der FAZ durchaus angepeilt wird. Eine fatale Folge: &Uuml;berreaktionen sozialdemokratischer F&uuml;hrungsgruppen, die schon die unheilvolle Beteiligung der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung an der v&ouml;lkerrechtswidrigen Bombardierung Serbiens 1999 kennzeichneten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/wider-historische-amnesie-im-ukrainekrieg\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fehlende medizinische Evidenz: Impfkampagne bei Kindern aus politischer Motivation?<\/strong><br>\nZur ge&auml;nderten STIKO-Impfempfehlung f&uuml;r 5-11j&auml;hrige Kinder ohne Vorerkrankungen<br>\nDie Thesenpapier-Autorengruppe hat sich in ihrer 7. Adhoc-Stellungnahme (s.a. Monitor Versorgungsforschung) mit der ge&auml;nderten Impfempfehlung der St&auml;ndigen Impfkommission (STIKO) f&uuml;r Kinder von 5 bis 11 Jahren besch&auml;ftigt. Die STIKO hatte ihre zur&uuml;ckhaltende Haltung mit Beschr&auml;nkung der Impfempfehlung auf Kinder mit Vorerkrankungen am 24. Mai 2022 &uuml;berraschend ge&auml;ndert und empfiehlt nun auch gesunden Kindern dieser Altersklasse die (einmalige) Impfung mit einem mRNA-Impfstoff. Allerdings muss man hinsichtlich der Stichhaltigkeit der wissenschaftlichen Begr&uuml;ndung dieser Empfehlung st&auml;rkste Zweifel &auml;u&szlig;ern, denn die der ge&auml;nderten Empfehlung zugrunde liegenden Studien beziehen sich ausschlie&szlig;lich auf Erwachsene.<br>\nAuch aus epidemiologischer Sicht ergibt sich keine Evidenz f&uuml;r die Impfung in der Altersgruppe der 5- bis 11-J&auml;hrigen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/corona-netzwerk.info\/fehlende-medizinische-evidenz-impfkampagne-bei-kindern-aus-politischer-motivation\/\">Info-Plattform Corona<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Zulassungsverfahren f&uuml;r Impfstoffe beschleunigen? &bdquo;Epidemiologisch nicht nachvollziehbar&ldquo;: Kekul&eacute; zerlegt Vorschlag von Biontech-Chef<\/strong><br>\nDass der Biontech-Chef ausgerechnet jetzt auf eine &ndash; weitere &ndash;Vereinfachung der Notfall-Zulassung dr&auml;ngt, ist epidemiologisch nicht nachvollziehbar. Als wahrscheinlichstes Szenario f&uuml;r den Herbst gilt, dem stimmt inzwischen auch der Corona-Expertenrat der Bundesregierung zu, eine erneute Welle des derzeit in Deutschland vorherrschenden Typs BA.5 oder einer anderen Omikron-Untervariante.<br>\nDagegen angepasste Impfstoffe w&uuml;rden jedoch kaum Infektionen verhindern &ndash; das w&auml;re bei den auf die oberen Atemwege spezialisierten Omikron-Mutanten noch weniger zu erwarten als bei ihren Vorg&auml;ngern. Ob gegen k&uuml;nftige Varianten gerichtete Vakzine vor schweren und t&ouml;dlichen Verl&auml;ufen besser sch&uuml;tzen als die derzeit verf&uuml;gbaren Dreifachimpfungen, ist fraglich und lie&szlig;e sich nur mit Hilfe klinischer Studien herausfinden &ndash; auf die Pharma-Manager Sahin aber gerade verzichten m&ouml;chte.<br>\nAngesichts der ohnehin geringen Sterblichkeit von Omikron-Infektionen ist eine &Uuml;berlastung der Intensivstationen auch dann nicht zu erwarten, wenn wir f&uuml;r die Boosterung von Menschen mit hohem Risiko im Herbst noch einmal die vorhandenen Vakzinen verwenden.<br>\nDie Aufregung des Biontech-Chefs d&uuml;rfte deshalb in erster Linie unternehmerische Gr&uuml;nde haben. Konkurrent Moderna setzte bereits fr&uuml;h auf eine Kombination aus dem Wuhan-Impfstoff und einer gegen Omikron angepassten Komponente, pr&auml;sentierte Anfang Juni die ersten Ergebnisse klinischer Studien und beantragte kurz darauf die Einleitung des Rolling-Review -Zulassungsverfahrens bei der Europ&auml;ischen Arzneimittelbeh&ouml;rde.<br>\nLaut Unternehmensangaben wurden bereits mehrere Millionen des bivalenten Impfstoffes produziert, die Auslieferung soll im August beginnen. Mitte Mai gab Bundesgesundheitsminister Lauterbach bekannt, dass die Bundesregierung f&uuml;r den bivalenten Moderna-Impfstoff 830 Millionen Euro bereitgestellt hat.<br>\nF&uuml;r den monovalenten Omikron-Impfstoff von Biontech\/Pfizer sieht es dagegen schon l&auml;nger nicht gut aus. Zuerst verz&ouml;gerte sich die Entwicklung, dem Vernehmen nach wegen zu geringer Schutzwirkung des Prototyps. Dann zeigten mehrere Studien, dass eine durchgemachte Infektion mit der Omikron-Untervariante BA.1 so gut wie nicht gegen eine sp&auml;tere Infektion mit den aktuell verbreiteten Untervarianten (BA.4, BA.5, BA.2.12.1) sch&uuml;tzt. Da Biontech seine monovalente Omikron-Vakzine gegen BA.1 entwickelt hat, d&uuml;rfte diese mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen ausreichenden Schutz vor den aktuell zirkulierenden oder &auml;hnlichen, f&uuml;r den Herbst zu erwartenden Varianten bieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/kekule-vorschlag-von-biontech-chef-ist-epidemiologisch-nicht-nachvollziehbar_id_107989512.html\">Alexander Kekul&eacute; auf Focus Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein Datenfriedhof namens Bildungsbericht<\/strong><br>\nWarum k&ouml;nnen 200.000 Kinder nach der vierten Klasse nicht sicher lesen und schreiben? Im Bildungsbericht findet sich Stoff f&uuml;r Debatten dar&uuml;ber, aber will die Politik sie &uuml;berhaupt f&uuml;hren?<br>\nAlle zwei Jahre werden Politik und Bildungsverantwortliche mit einem gro&szlig;en Datenfriedhof namens Bildungsbericht begl&uuml;ckt. Die 375 Seiten Zahlen, Daten und Effekte wird kaum ein Politiker lesen, obwohl sie manche Ankn&uuml;pfung f&uuml;r grundlegende Debatten b&ouml;ten: Wie kann es sein, dass nur Hamburg die Verpflichtung zur Sprachstandserhebung vor der Schule einl&ouml;st und sie mit einer verpflichtenden F&ouml;rderung verbindet? Berlin dr&uuml;ckt sich in bew&auml;hrt widerst&auml;ndiger Weise auch davor. Die Pflicht gibt es, aber sie wird nicht eingehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/warum-der-bildungsbericht-ueberarbeitet-werden-muss-18123412.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Moshe Zuckermann zum documenta-Skandal: &bdquo;Ein typisch deutscher Eklat&ldquo;<\/strong><br>\nWegen eines Bildes mit antisemitischen Inhalten wird eine ganze Ausstellung desavouiert. F&uuml;r den israelisch-deutschen Philosophen ist das im Gespr&auml;ch mit Florian R&ouml;tzer ein typisch deutscher Eklat: &bdquo;Der Antisemitismusdiskurs in Deutschland ist verquer.&ldquo;<br>\nEs gibt jetzt gro&szlig;e Aufregung &uuml;ber die documenta. Das indonesische K&uuml;nstlerkollektiv Taring Padi hat ein gro&szlig;es Bild aufgeh&auml;ngt, das schon 20 Jahre alt ist. Und dort wurden dann zwei Darstellungen gefunden, die man als antisemitisch bezeichnet. Sie sind auch antisemitisch. Bundeskanzler Scholz hat gleich den Besuch der documenta abgesagt hat. In Zeitungen wird gesprochen von einem Antisemitismus von monstr&ouml;sem Ausma&szlig; gesprochen. Wie wird denn das in Israel wahrgenommen?<br>\nMoshe Zuckermann: In Israel wurde es bis dato so gut wie gar nicht wahrgenommen. Nur diejenigen, die sich mit Kunst besch&auml;ftigen und von der documenta &uuml;berhaupt wissen, haben etwas davon geh&ouml;rt. Es ist ein typisch deutscher Eklat und es ist klar, dass es ein deutsches Ph&auml;nomen ist, wie jetzt damit umgegangen wird. Aber in Israel selber ist das kein Thema. Israel hat seine eigenen Sorgen mit seiner zusammengebrochenen Regierung. Von daher ist Antisemitismus auf der documenta f&uuml;r Israel kein Thema im Moment.<br>\nWie w&uuml;rdest du das einsch&auml;tzen? Es ist ein einziges Bild, das nur zwei Darstellungen enth&auml;lt, das den Eklat hervorgerufen hat. Ist es denn angemessen, mit der &uuml;blichen Cancel Culture dagegen vorzugehen? Also das Bild abzubauen oder zu fordern, dass die Leiterin der documenta zur&uuml;cktritt. H&auml;tte man nicht auch ein bisschen konstruktiver damit umgehen k&ouml;nnen?<br>\nMoshe Zuckermann: Ich will erstmal damit beginnen, dass ich finde, dass es kein gutes Bild ist, weil es plakativ ist. Es m&ouml;chte etwas aussagen, wor&uuml;ber wir uns unterhalten k&ouml;nnen und was ich f&uuml;r legitim halte. Aber in der Art und Weise, wie es malerisch umgesetzt worden ist, ist es f&uuml;r meine Begriffe zu plakativ. Wenn man beispielsweise darstellen will, dass es um den russischen Geheimdienst geht, dann schreibt man den Leuten KGB drauf, und wenn es um den englischen Geheimdienst geht, dann schreibt man 007, also James Bond. Und so weiter. Das hat mehr mit Karikatur zu tun als mit Kunst. Das Bild ist nicht gut komponiert und f&uuml;r meine Begriffe kein gutes Bild.<br>\nEine ganz andere Frage ist nat&uuml;rlich, worum es da geht? Ich wei&szlig; gar nicht, warum man, wenn man Kapitalismus darstellen will, einen orthodoxen Juden dazu nehmen muss. Juden sind ja nicht unbedingt so erkennbar. Die Kritik am Kapitalismus in der darstellenden Kunst beispielsweiseweise von Georg Grosz war so, dass man sehr wohl erkennen konnte, dass ein fettes Schwein ist. Es muss nicht gleich ein Jude sein und auf keinen Fall noch mit Schl&auml;fenlocken usw. sein. Daran merkt man auch, dass die Leute, die an dem Bild gearbeitet haben, von Klischees ausgegangen sind, die ihnen f&uuml;r meine Begriffe keine allzu gro&szlig;e Ehre angedeihen lassen. Und die Tatsache, dass man dann irgendwie Mossad und SS zusammenbringt, ist nat&uuml;rlich idiotisch. Die Leute haben sich in der Tat selbst ins Bein geschossen.<br>\nDie Reaktion darauf aber ist wieder einmal typisch deutsch. Jemand hat kurz ger&uuml;lpst und das ersch&uuml;ttert das ganze Land und l&ouml;st ein Erdbeben aus. Der deutsche Bundespr&auml;sident hat sich ge&auml;u&szlig;ert, der Bundeskanzler will nichts mehr damit zu tun haben, die Kuratoren sollen entlassen werden usw.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/krass-konkret\/moshe-zuckermann-zum-documenta-skandal-jemand-hat-kurz-geruelpst-und-das-erschuettert-das-ganze-land\/%20\">Overton Magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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