{"id":85494,"date":"2022-07-04T08:45:21","date_gmt":"2022-07-04T06:45:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494"},"modified":"2022-07-04T08:45:21","modified_gmt":"2022-07-04T06:45:21","slug":"hinweise-des-tages-4142","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h01\">Die Corona-Politik wollte nie wissen, ob sie funktioniert &ndash; und daran ist sie gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h02\">Nennen wir es einfach Corona-Willk&uuml;rherrschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h03\">Kanzleramt muss Protokolle zu Corona-Konferenzen herausgeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h04\">Ranga Yogeshwar: &ldquo;Liebe Regierung, Herr Melnyk ist untragbar&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h05\">Was der Ukraine als EU-Land noch leid tun k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h06\">Globale Sicherheit geht nur gemeinsam!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h07\">Brachial in alle Richtungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h08\">&ldquo;China verfolgt NATO-Zusammenr&uuml;cken mit Widerwillen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h09\">Zum Charakter der chinesischen Gesellschaftsordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h10\">Leistungsniveau von Viertkl&auml;sslern sinkt deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h11\">Berliner Gericht: Charit&eacute; darf Ungeimpfte ausschlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h12\">Holetschek fordert Ende der einrichtungsbezogenen Impfpflicht in wenigen Monaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h13\">Brandbeschleuniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h14\">Diese Bahn liegt in den letzten Z&uuml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h15\">Es wird so bald nicht besser &ndash; Bauwirtschaft wartet vergeblich auf Br&uuml;cken-Auftr&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h16\">&bdquo;Wohnungen sind kein Spargel&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Corona-Politik wollte nie wissen, ob sie funktioniert &ndash; und daran ist sie gescheitert<\/strong><br>\nWelche Corona-Ma&szlig;nahmen wirken? Das sollte eine Expertenkommission pr&uuml;fen. Aber es gelang ihr kaum &ndash; weil so viele Daten fehlen. Es ist ein Desaster. (&hellip;)<br>\nDas war fahrl&auml;ssig. Wenn sich nach diesem Bericht nicht sofort etwas daran &auml;ndert, nicht alles versucht wird, um die Datenlage zu verbessern, muss man sagen: Es war vors&auml;tzlich. Wie wollen Politiker eigentlich Ma&szlig;nahmen gegen eine neue Corona-Welle begr&uuml;nden und durchsetzen nach diesem Bericht?<br>\nHendrik Streeck betonte eine Erkenntnis der Kommission ganz besonders: Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen ihre Wirkung &uuml;berhaupt nur entfalten, wenn sie von der Bev&ouml;lkerung akzeptiert und aktiv mitgetragen werden. Wenn die Leute keine Lust mehr haben, kann die Regierung beschlie&szlig;en, was sie will. Es bringt dann kaum noch etwas. Masken h&auml;ngen dann so schief im Gesicht, dass man sie auch absetzen k&ouml;nnte, Tests werden lustlos gemacht, Lockdowns umgangen.<br>\nGerade in dieser Hinsicht hat das Fehlen von Daten zuk&uuml;nftigen Ma&szlig;nahmen schon jetzt schweren Schaden zugef&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/open-mind-die-corona-politik-ist-gescheitert-denn-sie-wollte-nie-wissen-ob-sie-funktioniert-li.242286%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die NachDenkSeiten haben fr&uuml;hzeitig auf falsch interpretierte und fehlende Daten hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59903\">Schluss mit Irref&uuml;hrung: &bdquo;Wir brauchen harte, gesicherte Fakten statt nur scheinbar objektive&ldquo;.<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80971\">Wenn wir jetzt nicht sofort wichtige Daten erheben, steht der n&auml;chste Lockdown-Herbst schon vor der T&uuml;r<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85456#h07\">Eine Generalabrechnung mit der Politik und dem RKI und dazu: Evaluierungsbericht: Desastr&ouml;se Datenlage zu Corona-Pandemie<\/a> mit einer Anmerkung. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60021\">Engstirnige politische Entscheidungen<\/a> haben diese merk-w&uuml;rdige Coronazeit von Anfang an begleitet und es stellt sich die Frage, wer die Verantwortung daf&uuml;r &uuml;bernimmt &ndash; juristisch (hierzu ist insbesondere <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85097#h08\">dieses Video<\/a> mit einer Anmerkung interessant) und politisch.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Kubicki fordert Lauterbach auf, RKI-Pr&auml;sident Wieler zu entlassen<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist unausweichlich, dass Lauterbach den RKI-Pr&auml;sidenten Wieler Misere entl&auml;sst&ldquo;, fordert FDP-Vize Kubicki gegen&uuml;ber WELT AM SONNTAG im Zuge der Evaluierung der Corona-Ma&szlig;nahmen. FDP-Fraktionschef D&uuml;rr verspricht: &bdquo;Fl&auml;chendeckende Lockdowns und Schulschlie&szlig;ungen werden nicht mehr kommen&ldquo;.<br>\nDer stellvertretende Vorsitzende der FDP Wolfgang Kubicki hat infolge der Evaluierung der Corona-Politik Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aufgefordert, Lothar Wieler, den Pr&auml;sidenten des Robert-Koch-Instituts zu entlassen. Gegen&uuml;ber WELT AM SONNTAG sagte Kubicki: &bdquo;Es ist unausweichlich, dass Minister Lauterbach den RKI-Pr&auml;sidenten Lothar Wieler als Verantwortlichen dieser Misere entl&auml;sst.&ldquo; Das Datenchaos, das die FDP angeprangert habe, werde mit dem Bericht nun offiziell benannt. Im RKI sei ein &bdquo;personeller Neuanfang&ldquo; notwendig, die politische Abh&auml;ngigkeit der Institution vom Gesundheitsministerium m&uuml;sse strukturell gel&ouml;st werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article239674873\/Wolfgang-Kubicki-fordert-Lauterbach-auf-RKI-Praesident-Wieler-zu-entlassen.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der RKI-Pr&auml;sident soll wohl das &bdquo;Bauernopfer spielen&ldquo;, denn vermutlich ohne den 160 Seiten umfassenden Evaluationsbericht der Sachverst&auml;ndigen gelesen und verstanden zu haben und ohne jede medizinische Evidenz werden die n&auml;chsten Ma&szlig;nahmen von der Exekutive geplant &hellip;<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Lauterbach erwartet &bdquo;schwere Wellen im Herbst und Winter&ldquo;<\/strong><br>\nDeutschland steuert nach Einsch&auml;tzung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schon bald auf eine deutliche Versch&auml;rfung der Corona-Lage zu. &bdquo;Wir stehen vor schweren Wellen im Herbst und im Winter&ldquo;, sagte der SPD-Politiker am Freitagabend im ZDF-&bdquo;heute journal&ldquo;.<br>\nLauterbach versprach nach Vorlage eines Expertengutachtens Tempo bei der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes. Im Fr&uuml;hjahr waren die Bestimmungen stark zur&uuml;ckgefahren worden, die jetzige bundesweite Rechtsgrundlage l&auml;uft am 23. September aus. (&hellip;)<br>\nEinen Lockdown wie zu Beginn der Pandemie schloss Lauterbach im ZDF aus: &bdquo;Das w&uuml;rden wir nicht wiederholen.&ldquo; Es k&ouml;nne aber sein, dass die eine oder andere Ma&szlig;nahme wieder sinnvoll sei. Details wollte Lauterbach mit Hinweis auf vertrauliche Verhandlungen mit Justizminister Marco Buschmann (FDP) nicht nennen. Sie h&auml;tten mit einem anderthalbst&uuml;ndigen Gespr&auml;ch am Freitag bereits begonnen. &bdquo;Ich glaube, wir werden schnell sein&ldquo;, betonte Lauterbach jedoch. In den n&auml;chsten Wochen werde man ein gutes Infektionsschutzgesetz vorbereiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/verschaerfung-der-corona-lage-lauterbach-erwartet-schwere-wellen-im-herbst-und-winter\/28473840.html%20\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Bundesl&auml;nder fordern h&auml;rtere Corona-Regeln noch vor der Sommerpause<\/strong><br>\nNach dem Evaluierungsbericht und Lauterbachs Sieben-Punkte-Plan appellieren die Gesundheitsminister der L&auml;nder, sich auf harte Szenarien vorzubereiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/bundeslaender-fordern-haertere-corona-regeln-noch-vor-der-sommerpause-li.242368\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nennen wir es einfach Corona-Willk&uuml;rherrschaft<\/strong><br>\nDie Regierung ist im Corona-Blindflug und alle, die da noch mitmachen, machen sich sp&auml;testens jetzt mitschuldig.<br>\nEs gibt vieles, was man in Deutschland darf. Pflegekr&auml;fte beleidigen geh&ouml;rt nicht dazu. Wenn es eine Szene in der abstrusen Amtszeit von Karl Lauterbach gab, dann den Moment als er ungeimpfte Pflegekr&auml;fte verh&ouml;hnte und ihre Arbeit als wertlos abtat.<br>\nPflegekr&auml;fte sind so bisschen das Maskottchen der Nation geworden. Man beklatscht sie, man bemitleidet sie, man bewundert sie, man bel&auml;chelt sie. Aber man l&auml;sst sie permanent im Regen stehen. Zu Beginn der Covid-Krise im Fr&uuml;hjahr 2020 gab es Applaus auf den Balkonen und warme Worte ohne Ende. Jetzt serviert man sie als Mitarbeiter zweiter Klasse ab. Die Arbeit ungeimpfter Krankenhauskr&auml;fte ist f&uuml;r ihn nichts wert, sagt Lauterbach. &laquo;Sie haben keinen Beitrag geleistet&raquo;. Sie sollten deshalb auch nicht demonstrieren: &laquo;Sie haben kein Recht hier zu sein&raquo;. (&hellip;)<br>\nIst das jetzt Peak-Lauterbach? Der H&ouml;hepunkt der Corona-Geisterbahnpolitik? F&auml;llt niemandem auf, dass dieser Mann sich v&ouml;llig &uuml;berhebt? Sollte Lauterbach nicht mal vom Platz genommen werden, einfach aus Selbstschutz? Oder um Schaden von der Regierung abzuwenden? Welchen Plan auch immer Karl Lauterbach hat: Mit Gesundheit hat er wenig zu tun. Daf&uuml;r ganz viel mit ideologischer Eiferei.<br>\nDas Ausma&szlig; der seit Monaten sehenden Auges angezettelten Gesundheitskrise wird jetzt auch auf dem gro&szlig;en Bild des Mainstreams sichtbar: Impfnebenwirkungen en Masse und taube Ohren daf&uuml;r in der Politik, horrende Impfstoffbestellungen bei Lauterbach, ein mutwillig herbeigef&uuml;hrter Pflegenotstand, die Beleidigung ungeimpfter Pflegekr&auml;fte und jetzt auch noch eine Evaluation, die das schon seit Anfang der Pandemie bem&auml;ngelte Datendefizit der Politik offenlegt.<br>\nHauptergebnis des Evaluationsberichts: &laquo;Team Wissenschaft&raquo; ist im Blindflug. Hei&szlig;t &uuml;bersetzt: Nicht evidenzbasiert. Man bewertet eine Ma&szlig;nahme gar nicht durch begleitende Studien; man wei&szlig; nicht, wie die einzelnen Testlabore arbeiten, man hat keine Vergleichsstudien &uuml;ber Infektionsherde, man wei&szlig; eigentlich so ziemlich gar nichts. Aber doch immer noch genug, um zu wissen: die n&auml;chste Ma&szlig;nahme ist genau die richtige.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freischwebende-intelligenz.org\/p\/willkuerherrschaft\">Milosz Matuschek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kanzleramt muss Protokolle zu Corona-Konferenzen herausgeben<\/strong><br>\nDas Bundeskanzleramt muss interne Protokolle zu Bund-L&auml;nder-Konferenzen in der Corona-Pandemie offenlegen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin nach einer Klage des &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; in einem am Freitag bekanntgewordenen Urteil entschieden (Az.: VG 2 K 155\/21).<br>\nLaut Gericht muss die Bundesregierung die Aufzeichnungen von f&uuml;nf Treffen im Jahr 2020 herausgeben. Vier der Kurzprotokolle stammen aus der Zeit des ersten Corona-Lockdowns und entstanden bei Konferenzen im M&auml;rz und April 2020, das F&uuml;nfte im November 2020.<br>\nAusweislich von Gerichtsunterlagen gab das Kanzleramt in dem Verfahren an, dass zu weiteren Terminen in dem Jahr keine Protokolle vorliegen. Der &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; hatte Ende 2020 den Zugang zu den Dokumenten nach dem Informationsfreiheitsgesetz beantragt, daher bleibt die Herausgabe zun&auml;chst auf diesen Zeitraum beschr&auml;nkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article239686543\/Verwaltungsgericht-Berlin-Kanzleramt-muss-Protokolle-zu-Corona-Konferenzen-herausgeben.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ranga Yogeshwar: &ldquo;Liebe Regierung, Herr Melnyk ist untragbar&rdquo;<\/strong><br>\nRanga Yogeshwar verteidigt im Streitgespr&auml;ch mit t-online seine Position zum Ukraine-Krieg. Mehr noch: Er fordert die Bundesregierung auf, Andrij Melnyk vorzuladen. [&hellip;]<br>\nVon amoralisch habe ich weniger viel vernommen als von der doch recht sachlichen Kritik, dass es unrealistisch erscheint, mit Wladimir Putin momentan ein Gespr&auml;ch auf Augenh&ouml;he zu f&uuml;hren.<br>\nAch ja? Sie kennen den Tweet des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk? &ldquo;Nicht schon wieder, what a bunch of pseudo-intellectual losers, ihr alle Varwicks, Vads, Kluges, Prechts, Yogeshwars, Zehs und Co. sollt euch endlich mit euren def&auml;tistischen &lsquo;Ratschl&auml;gen&rsquo; zum Teufel scheren.&rdquo; Und ich sage dazu drei Sachen. Das Erste ist, ich finde, dass es nicht sein kann, dass wir in einer Debatte im Grunde genommen einen Austausch von Argumenten ersetzen durch pers&ouml;nliche Diffamierung. Das Zweite ist, Herr Melnyk ist der offizielle Botschafter der Ukraine. Ich bin als B&uuml;rger der Bundesrepublik an einem Punkt, an dem ich sage: Liebe Regierung, liebes Ausw&auml;rtiges Amt, bestellen Sie diesen Botschafter ein. Dieser Mann ist als Diplomat untragbar geworden.<br>\nVermutlich spricht er von Def&auml;tismus, weil er in Ihren Appell sehr viel Schwarzseherei hineininterpretiert.<br>\nWomit wir bei meinem dritten Punkt w&auml;ren: Ich habe meine Zweifel, dass Herr Melnyk als Person eine ukrainische Position vertritt. Oder ist es tats&auml;chlich die Position der Ukraine, dass Demokratien keine Diskussion f&uuml;hren d&uuml;rfen und dass diese in Form von Verleumdungen abgew&uuml;rgt werden? Jeder andere Botschafter der Welt w&auml;re bei solchen Aussagen schon l&auml;ngst einbestellt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/id_92347160\/ranga-yogeshwar-liebe-regierung-herr-melnyk-ist-untragbar-geworden-.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Was der Ukraine als EU-Land noch leid tun k&ouml;nnte<\/strong><br>\nEin EU-Beitritt bedeutet Abstriche bei der gerade verteidigten Souver&auml;nit&auml;t. Und was passiert eigentlich, wenn der Krieg mit Russland nicht vorher endet? (&hellip;)<br>\nSo fand die milit&auml;rische Dimension des Vorgangs kaum Erw&auml;hnung. Der Krieg wird ja nicht einfach enden, und dann ist alles wie zuvor. Selbst wenn das Putin-Regime sich irgendwann mit einem Gebietsgewinn begn&uuml;gt und die Kampfhandlungen vorerst einstellt, bleibt die Drohung eines sp&auml;teren erneuten Angriffs.<br>\nW&auml;re die Ukraine dann bereits Mitglied der Union, st&uuml;nde aber die gesamte EU im Krieg mit Russland. Schlie&szlig;lich ist beim Beitritt eine Sicherheitsgarantie inklusive. &bdquo;Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterst&uuml;tzung&ldquo;, hei&szlig;t es im EU-Vertrag.<br>\nDas kann man gut und richtig finden, aber die meisten EU-B&uuml;rger haben &uuml;ber diesen Teil des anstehenden Beitritts nichts von ihren Regierungen geh&ouml;rt. Selbst dem EU-Parlament war das keine Debatte wert. Ja, die Einladung zu Verhandlungen ist zun&auml;chst nur Symbolik.<br>\nAber sie weckt Erwartungen, die wom&ouml;glich nicht vom Willen der EU-B&uuml;rger gedeckt sind. Wenn es sp&auml;ter zur Abstimmung &uuml;ber den Beitritt in nationalen Parlamenten kommt, kann das den Verantwortlichen b&ouml;se auf die F&uuml;&szlig;e fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/beitritt-zur-europaeischen-union-was-der-ukraine-als-eu-land-noch-leid-tun-koennte\/28469238.html%20\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Sehr vorsichtig, aber mehr ist im Tagesspiegel wohl kaum m&ouml;glich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nicht lediglich der Ukraine, sondern auch der EU-Bev&ouml;lkerung sowie den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern in Deutschland k&ouml;nnte es &bdquo;leid tun&ldquo;, wenn das Land EU-Mitglied werden w&uuml;rde. Die Sicherheitsgarantie der EU ist weniger bekannt als der Beistand innerhalb der NATO-Staaten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Globale Sicherheit geht nur gemeinsam!<\/strong><br>\nDie Notwendigkeit und die Relevanz nuklearer Abr&uuml;stung zeigen sich in den Ereignissen und politischen Entscheidungen der letzten Monate. Der Atomwaffenstaat Russland droht in dem bisher konventionell ausgetragenen Ukrainekrieg mit dem Einsatz von Atomwaffen, falls seitens der Nato interventiert wird oder die Existenz des Staates auf dem Spiel steht.<br>\nSchon vorher hatten alle neun Atomwaffenstaaten mit einem neuen nuklearen Wettr&uuml;sten durch die Modernisierung ihrer Atomwaffen begonnen. Aufr&uuml;stung und milit&auml;rische Drohgeb&auml;rden nehmen zu; die deutsche Bundesregierung hat mit Hilfe der Opposition im Eiltempo die enorme Summe von 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr per Grundgesetz&auml;nderung bereitgestellt, w&auml;hrend Russland erkl&auml;rt, seine Abschreckungskr&auml;fte kampfbereit gemacht zu haben.<br>\nUnd: Die US-Regierung will erneut US-Atomwaffen auf dem Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt Lakenheath in Gro&szlig;britannien stationieren. Wir erleben einen Bewaffnungsreflex aller unmittelbar und mittelbar vom Ukraine-Krieg betroffenen Staaten.<br>\nIn der Friedenslogik entspricht das dem &ldquo;Mythos der erl&ouml;senden Gewalt&rdquo;. In einem Konflikt wie dem Ukraine-Krieg, in dem sich Atomwaffenstaaten gegen&uuml;berstehen, ist ein solches Handlungsmuster &uuml;ber alle Ma&szlig;en gef&auml;hrlich. Eine Eskalation k&ouml;nnte in einem Atomkrieg und damit in dem Ende unserer Welt, wie wir sie kennen, enden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Globale-Sicherheit-geht-nur-gemeinsam-7160161.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>IPPNW: Abschreckung, Rivalit&auml;t und Aufr&uuml;stung l&ouml;sen keine Konflikte<\/strong><br>\nDie Friedensnobelpreistr&auml;gerorganisation IPPNW kritisiert die angek&uuml;ndigte Aufr&uuml;stung, die Aufstockung der Truppen, die versch&auml;rfte Rhetorik und die Drohungen im neuen strategischen Konzept der NATO. Sie fordert stattdessen konkrete Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine europ&auml;ische Friedens- und Sicherheitsarchitektur. In dem Papier werde Russland einseitig f&uuml;r die Erosion der Sicherheitsarchitektur verantwortlich gemacht, obwohl wichtige R&uuml;stungskontrollvertr&auml;ge von den USA aufgek&uuml;ndigt wurden.<br>\nMit einer dauerhaften Stationierung von 300.000 statt 40.000 Soldat*innen im Rahmen der sogenannten &bdquo;schnellen Eingreiftruppe&ldquo; verletzt die Allianz die NATO-Russland-Grundakte. In der Vereinbarung von 1997 hatte das B&uuml;ndnis zugesichert, von der dauerhaften Stationierung gr&ouml;&szlig;erer Truppenverb&auml;nde auf dem Gebiet des fr&uuml;heren Warschauer Pakts abzusehen. Die &Auml;rzt*innen bedauern, dass Abr&uuml;stung und R&uuml;stungskontrolle im NATO-Konzept in die zweite Reihe r&uuml;cken und in das Konzept von Abschreckung und Verteidigung eingebettet wurden, statt wie im fr&uuml;heren Konzept einen h&ouml;heren Stellenwert einzunehmen.<br>\nDie &Auml;rzt*innenorganisation IPPNW fordert eine Friedenspolitik, die auf globale Partnerschaft und Kooperation gerichtet ist, statt auf Konkurrenz, Rivalit&auml;t und Abschreckung, die langfristig keine Sicherheit bringen und kurzfristig den Krieg in der Ukraine nicht beenden wird. Nur so k&ouml;nnen die multiplen globalen Krisen wie Klimakatastrophe, Pandemie, Hunger und Elend bek&auml;mpft werden, so die IPPNW.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/frieden\/konflikte-kriege\/ukraine\/artikel\/de\/ippnw-abschreckung-rivalitaet-und-a.html\">IPPNW<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Don&rsquo;t Expand NATO, Disband It<\/strong><br>\n&ldquo;The decisions we have taken in Madrid,&rdquo; North Atlantic Treaty Organization Secretary General Jens Stoltenberg said as a summit of the alliance&rsquo;s members closed in Madrid on June 30, &ldquo;will ensure that our Alliance continues to preserve peace, prevent conflict, and protect our people and our values.<br>\nDecisions taken at the summit include inviting Sweden and Finland to join as NATO&rsquo;s 31st and 32nd member states, an increase in &ldquo;high readiness&rdquo; forces to more than 300,000, more money in general, and of course more money for non-member state Ukraine in its conflict with Russia.<br>\nNone of these, of course, will &ldquo;preserve peace&rdquo; or &ldquo;prevent conflict,&rdquo; and given the last 30 years of the alliance&rsquo;s history, even the notion that they&rsquo;ll &ldquo;protect&rdquo; the people of NATO member states is dubious. That&rsquo;s not what NATO does these days.<br>\nWhat NATO does these days is constantly attempt to remake the world in the image of &ldquo;liberal democracy,&rdquo; very loosely defined as whatever the organization&rsquo;s member regimes happen to want at any given moment.<br>\nSince the  disintegration of the Soviet Union  and  dissolution of the Warsaw Pact &mdash; NATO&rsquo;s original betes noires &mdash; in 1991, the alliance has grown like Topsy  with new member states located far from the North Atlantic, all while launching or joining in numerous  wars of choice in the Balkans, in the Middle East, in Central Asia, and in Africa.<br>\nCharacterizing NATO as a &ldquo;collective security&rdquo; or &ldquo;defense&rdquo; coalition these days is pure fiction. It&rsquo;s an alliance for global conquest and US\/European hegemony, and that&rsquo;s all it is. The criterion for NATO military  intervention is no longer, per Article 5 of its charter, an actual attack on a member state, but rather any refusal &mdash; actual or potential &mdash; to slavishly obey the edicts of the alliance or its heavyweight regimes.<br>\nThink what you may of Vladimir Putin&rsquo;s decision to invade Ukraine, his stated concerns about Ukraine potentially joining this violent supranational gang and bringing it right up to Russia&rsquo;s border were completely understandable. That war might have been avoided if not for NATO&rsquo;s obsession with constant expansion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2022\/07\/01\/dont-expand-nato-disband-it\/%20\">Thomas Knapp in Counterpunch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant dazu ist dieser CIA-Archiv-Fund: <a href=\"https:\/\/www.sott.net\/article\/469262-From-the-CIA-Archives-The-US-was-preparing-an-anti-Soviet-operation-in-Ukraine-back-in-1957\">From the CIA Archives: The US was preparing an anti-Soviet operation in Ukraine back in 1957<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Brachial in alle Richtungen<\/strong><br>\nNATO will mit aller Macht &raquo;360-Grad-Ansatz&laquo; verwirklichen. Hochtrabende Pl&auml;ne sind unausgereift, dem Milit&auml;rpakt fehlen die Kr&auml;fte (&hellip;)<br>\nUnter den Aufr&uuml;stungspl&auml;nen der NATO haben in den vergangenen Tagen diejenigen zur Militarisierung der Ostflanke die gr&ouml;&szlig;te Aufmerksamkeit erhalten. Sie sind in der Tat dramatisch. Mussten sich bisher rund 40.000 Soldaten &ndash; diejenigen aus der NATO Response Force (NRF) &ndash; in erh&ouml;hter Einsatzbereitschaft halten, so sollen es schon ab dem kommenden Jahr mehr als 300.000 sein, k&uuml;ndigte NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg an.<br>\nIm Detail allerdings ist vieles offenkundig noch unklar. Am Mittwoch berichtete auf einer der Pressekonferenzen des NATO-Gipfels ein Journalist der Financial Times, er habe im Laufe des Tages &uuml;ber die Pl&auml;ne f&uuml;r die erh&ouml;hte Einsatzbereitschaft Hunderttausender Soldaten und &uuml;ber die angeblichen Zusagen daf&uuml;r mit Vertretern einer ganzen Reihe gro&szlig;er Mitgliedstaaten gesprochen: &raquo;Sie wissen nichts von ihren Versprechungen und haben keine Ahnung, wie um alles in der Welt&laquo; Stoltenberg denn &raquo;auf die Zahl 300.000&laquo; gekommen sei. Der Generalsekret&auml;r redete sich heraus, die Staats- und Regierungschefs h&auml;tten das halt so beschlossen. Blickt man auf die Zusagen der Bundesrepublik, die ja einer der wichtigsten Mitgliedstaaten ist, dann klafft doch eine beachtliche L&uuml;cke zwischen dem Ist-Stand und dem Ziel. Es d&uuml;rfte noch einige Energie kosten, die L&uuml;cke zu schlie&szlig;en.<br>\nNeben der Militarisierung ihrer Ostflanke hat die NATO &ndash; im Sinne ihres ehrgeizigen 360-Grad-Ansatzes &ndash; auf ihrem Gipfel auch ihre S&uuml;dflanke ins Visier genommen. &raquo;Der Nahe Osten, Nordafrika und die Sahelregion&laquo; seien gegenw&auml;rtig durch &raquo;Konflikte, Fragilit&auml;t und Instabilit&auml;t&laquo; bedroht, hei&szlig;t es im neuen strategischen Konzept. Dies schaffe nicht nur &raquo;einen fruchtbaren Boden&laquo; f&uuml;r Terrorismus, sondern erm&ouml;gliche es auch, dass sich &raquo;strategische Wettbewerber destabilisierend (&hellip;) einmischen&laquo;. Letzteres bezieht sich darauf, dass neben der Zentralafrikanischen Republik inzwischen auch Mali Milit&auml;rausbilder und private Milit&auml;rfirmen aus Russland ins Land geholt hat und dass Moskau dar&uuml;ber hinaus in Syrien gro&szlig;en, in Libyen immerhin sp&uuml;rbaren Einfluss erlangt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429598.aufr%C3%BCstung-brachial-in-alle-richtungen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;China verfolgt NATO-Zusammenr&uuml;cken mit Widerwillen&rdquo;<\/strong><br>\nAuf dem Gipfel in Madrid beschlie&szlig;t die NATO ein neues Strategie-Konzept. Wegen des &Uuml;berfalls auf die Ukraine wird Russland in dem Papier als gr&ouml;&szlig;te Bedrohung genannt, daneben taucht aber auch China auf. Warum und was Peking an dem B&uuml;ndnis st&ouml;rt, erkl&auml;rt China-Expertin Nadine Godehardt von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).<br>\nntv.de: Ist es &uuml;berraschend, dass China diesmal in dem strategischen Konzept der NATO erw&auml;hnt wird?<br>\nNadine Godehardt: Dass China in dem Papier benannt werden sollte, hat sich seit der Erw&auml;hnung Chinas als sicherheitspolitische Herausforderungen in der Londoner Erkl&auml;rung von 2019 und gerade vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges angedeutet, deshalb ist das nicht unbedingt &uuml;berraschend. Diskutiert wurde vor allem, mit welcher Formulierung China in dem Dokument auftauchen sollte &ndash; ob als systemische Herausforderung oder als systemischer Rivale. Letztlich hat sich die NATO f&uuml;r eine weichere Formulierung entschieden: die systemische Herausforderung. Nicht um sich zu positionieren, sondern um China ein erstes Mal in diesem strategischen Konzeptpapier mit der Zustimmung aller NATO-Mitglieder erw&auml;hnen zu k&ouml;nnen. Aus NATO-Sicht ist China eine Herausforderung, insbesondere wenn es um Desinformation und Cyberangriffe geht. Aber auch Pekings F&auml;higkeiten, strategische Abh&auml;ngigkeiten in nicht-milit&auml;rischen Bereichen zu erzeugen, hatten zur Folge, dass das Land jetzt im neuen strategischen Konzept der NATO auftaucht. (&hellip;)<br>\nErwarten Sie noch eine Reaktion Chinas auf das NATO-Konzept?<br>\nF&uuml;r China hat sich gar nicht so viel ver&auml;ndert. Im Moment erwarte ich keine gr&ouml;&szlig;ere Reaktion. Was wir jetzt sehen, findet auf diplomatischer Ebene statt. Beide Seiten werfen sich gegenseitig ihre verschiedenen Interpretationen vor. Dass die NATO China in ihrem neuen strategischen Konzept erw&auml;hnt hat, wird nicht dazu f&uuml;hren, dass Peking Russland pl&ouml;tzlich in der Ukraine milit&auml;risch unterst&uuml;tzt, sondern Pekings Haltung wird an der Stelle weiter ambivalent bleiben. Im Grunde sehen sich beide Seiten in ihrer Sichtweise best&auml;tigt. Der Unterschied ist, dass die Beziehung zwischen NATO und China jetzt schwarz und wei&szlig; auf Papier fixiert ist. Das gab es schon einmal, als die EU vor drei Jahren ihr strategisches Papier zu China verabschiedet hat und Peking dort als systemischer Rivale bezeichnet wurde. Letztlich ist es nur etwas, was die Realit&auml;t der Beziehungen widerspiegelt. Und die Formulierungen der NATO h&auml;tten noch viel deutlicher ausfallen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/China-verfolgt-NATO-Zusammenruecken-mit-Widerwillen-article23435689.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wieder wird deutlich, dass die NATO allein ein Instrument zur Durchsetzung der imperialen Interessen der USA ist. Dass China &bdquo;die Europ&auml;ische Union und ihre Mitgliedsstaaten innerhalb der NATO nicht als souver&auml;ne Akteure&ldquo; wahr nimmt, ist eine realistische Beobachtung, wie gerade die Bundesregierung demonstriert, die in blinder Gefolgschaft zu den USA, sogar bereit ist die deutsche Wirtschaft zu ruinieren.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Au&szlig;enministerium: Spekulationen der NATO &uuml;ber &bdquo;China-Bedrohung&ldquo; sind v&ouml;llig sinnlos<\/strong><br>\nDie Spekulationen der NATO &uuml;ber die sogenannte &bdquo;China-Bedrohung&ldquo; sind v&ouml;llig sinnlos. Dies sagte der Sprecher des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Zhao Lijian, am Donnerstag auf der regul&auml;ren Pressekonferenz in Beijing als Reaktion auf die China-bezogenen Dokumente des NATO-Gipfels.<br>\nDort war am Mittwoch in Madrid ein neues &bdquo;strategisches Konzept&ldquo; verabschiedet worden, in dem zum ersten Mal die Herausforderungen hervorgehoben werden, die China f&uuml;r die Werte und die Sicherheit der NATO darstelle, und zahlreiche Vorw&uuml;rfe gegen China in Bereichen wie Verteidigungsaufbau, Wirtschaftspolitik und technologische Entwicklung erhoben werden. Zhao Lijian sagte dazu, die NATO sei eine systemische Herausforderung f&uuml;r den Weltfrieden und die Stabilit&auml;t. Die NATO behaupte, eine regionale Verteidigungsorganisation zu sein, aber in Wirklichkeit breche sie immer wieder geografisch und territorial durch, f&uuml;hre &uuml;berall Kriege und t&ouml;te unschuldige Zivilisten.<br>\nAm Mittwoch wurde berichtet, dass die Staats- und Regierungschefs von S&uuml;dkorea, Japan, Australien, Neuseeland und anderen asiatisch-pazifischen L&auml;ndern am NATO-Gipfel in Madrid teilgenommen haben. Dazu sagte Zhao, dass die Entwicklung der Beziehungen zwischen den L&auml;ndern dem Weltfrieden und der Stabilit&auml;t f&ouml;rderlich sein und nicht auf die Interessen Dritter abzielen oder ihnen schaden sollte.<br>\nFerner sagte Zhao, die USA seien einerseits das Land, das die meisten biomilit&auml;rischen Aktivit&auml;ten durchf&uuml;hre, und andererseits das einzige Land, das sich der Einrichtung eines Verifizierungsmechanismus f&uuml;r das &Uuml;bereinkommen &uuml;ber biologische Waffen widersetze. So sei die internationale Gemeinschaft seit langem ernsthaft besorgt &uuml;ber die biomilit&auml;rischen Aktivit&auml;ten, die die Vereinigten Staaten weltweit durchf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2022\/06\/30\/ARTImGDbyyAuoMWZCLJrC7Gg220630.shtml%20\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> China hat z.B. mehrfach auf biomilit&auml;rische Aktivit&auml;ten der USA hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71474#h10\">Biowaffenbasen der US-Armee an chinesisch-russischer Grenze errichtet<\/a> mit einer Anmerkung und dem Hinweis auf einen Videobeitrag eines chinesischen Portals &uuml;ber Standorte von &uuml;ber 200 biologischen US-Milit&auml;r-Laboren. Offensichtlich sind insbesondere die USA eine globale Bedrohung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zum Charakter der chinesischen Gesellschaftsordnung<\/strong><br>\nDer staatliche Unternehmenssektor ist quantitativ seit den 1990ern deutlich reduziert, aber in seiner qualitativen Bedeutung h&ouml;her: Hochmoderne Staatsunternehmen treiben die privaten Konzerne in der Entwicklungsrichtung vor sich her. Die staatlichen Banken sichern das ab. Letztere haben millionenfaches neues, junges Unternehmertum gef&ouml;rdert, haben es vor dem Gro&szlig;kapital zu sch&uuml;tzen und haben die Bev&ouml;lkerung, z.B. in der Corona-Krise, zu sch&uuml;tzen (Kreditk&uuml;ndigungs-Verbot, zus&auml;tzliche Kredite).<br>\nKonzerne und Banken, staatliche wie private, m&uuml;ssen daf&uuml;r dauerhaft geringere Renditen in Kauf nehmen. Die Kapitalrenditen in China liegen dauerhaft unter dem Weltdurchschnitt (McKinsey), auch weil Infrastrukturbeitr&auml;ge, gesellschaftlich erforderliche Investitionen, hohe Innovationen und relativ hohe Sozialversicherungsleistungen zu erbringen sind. Milliard&auml;re auf der Hurun-Liste kommen unter Druck und m&uuml;ssen ihren Reichtum erkl&auml;ren. Der Gini-Koeffizient sinkt &uuml;ber Armutsbeseitigung, Lohnsteigerungen und Druck auf die Reicheneinkommen Richtung gr&ouml;&szlig;erer Einkommensgleichheit. L&auml;ngerfristiges Ziel: von fr&uuml;her knapp 0,5 (sehr ungleich) auf etwas &uuml;ber 0.3 (relativ gleich). F&uuml;r Bewertung und Kreditw&uuml;rdigkeit von Unternehmen wird ein neues Rating-System eingef&uuml;hrt, das die Qualit&auml;t der Besch&auml;ftigten als neuen Faktor enth&auml;lt.<br>\nEnde 2020 wurde die Armut auch in den letzten Ecken des Landes endg&uuml;ltig beseitigt (UNDP). In 40 Jahren wurden so &uuml;ber 800 Mio. Menschen aus der Armut geholt, unter Xi und Li in den 2010ern noch einmal die letzten 100 Millionen, mit detaillierten und umfassenden lokalen Konzepten.<br>\nDie Lohnsteigerungen sind seit vielen Jahren zweistellig, eine gro&szlig;e Steuerreform hat 2020 die unteren und mittleren Einkommen netto um 30 bis 50 Prozent steigen lassen. China ist ferner das streikaktivste Land der Welt (R. Geffken). Arbeiter streiken auch f&uuml;r Erh&ouml;hungen der unternehmerischen Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und f&uuml;r Investitionen in Innovationen. Sie werden i.d.R. unterst&uuml;tzt von den Basiseinheiten der KPCh. China hat seit 2008 eines der fortschrittlichsten Arbeitsgesetze gem&auml;&szlig; ILO (Geffken). Chinesische Arbeiter haben ein unmittelbares Klagerecht im Betrieb, Gewerkschaften f&uuml;hren den Vorsitz bei betrieblichen Streitverhandlungen. Seit Ende der 1990er sind alle Sozialversicherungen (Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit, Unfall, Mutterschaft) fast fl&auml;chendeckend (zwischen 90 und 100 Prozent) umgesetzt worden. Unternehmen m&uuml;ssen h&ouml;here Belastungen f&uuml;r die Sozialversicherungen tragen als im &bdquo;Westen&ldquo;. &bdquo;Unsere nationale Sicherheit ist die soziale Sicherheit der Arbeiterklasse&ldquo; (Xi). (&hellip;)<br>\nDie marxistische Politische &Ouml;konomie ist in allen Studieng&auml;ngen aufgewertet worden. Alle Studenten m&uuml;ssen vier einschl&auml;gige Kurse in den ersten beiden Semestern studieren. Die Universit&auml;ten erhalten ein neues Bewertungs- und Rankingsystem, das sich nicht mehr ans amerikanische Rankingsystem anh&auml;ngt (Publikationen in Top-US-Journals) und gesellschaftliche Faktoren h&ouml;her gewichtet. (&hellip;)<br>\nDas Land geht also einen sozialistischen Weg und ist dabei in einer fr&uuml;hen Phase. Es geht Wege, die noch nie gegangen wurden, ber&uuml;cksichtigt die Niederlagen, aber auch die Fehler und Degenerationen des europazentrierten Sozialismus. China generiert einen Sozialismus des guten Lebens. Und sein Weg ist kein Exportprodukt (die &bdquo;chinesischen Charakteristika&ldquo; gelten nur f&uuml;r China). Es sucht, experimentiert, lernt und korrigiert sich dabei. Es ver&auml;ndert die Welt zum Besseren. So hat es verdient, studiert, begriffen, gew&uuml;rdigt und mit Solidarit&auml;t behandelt zu werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/frieden-mit-russland.com\/2021\/07\/09\/vr-china-zum-besseren-verstaendnis\/\">Wolfram Elsner in Frieden mit Russland!<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2022\/06\/30\/zum-charakter-der-chinesischen-gesellschaftsordnung\/\">Wolfram Elsner in Linke Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte h&ouml;ren\/lesen Sie dazu auch bzw. erneut Werner R&uuml;gemer: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40470\">Varianten des Kapitalismus &ndash; Ein Vergleich des westlichen mit dem chinesischen Kapitalismus<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Leistungsniveau von Viertkl&auml;sslern sinkt deutlich<\/strong><br>\nGrundschulkinder in Deutschland haben zunehmend Mathe- und Deutschprobleme und sind im Zehn-Jahres-Vergleich in ihren Kompetenzen deutlich zur&uuml;ckgefallen. Das zeigt eine von der Kultusministerkonferenz (KMK) vorgestellte Studie, die im Abstand von f&uuml;nf Jahren den Stand bei Viertkl&auml;sslern repr&auml;sentativ untersucht. Geschlossene Schulen in der Corona-Pandemie sind nach Ansicht der KMK mitverantwortlich. Experten sehen aber auch andere Gr&uuml;nde. (&hellip;)<br>\nAls m&ouml;gliche Ursachen neben Corona werden Ver&auml;nderungen in der Zusammensetzung der Sch&uuml;lerschaft, neue schulische Vorgaben und organisatorische Ver&auml;nderungen in den Schulen genannt. (&hellip;)<br>\nDie Studie best&auml;tigt nicht nur, dass Erfolg in der Schule stark vom Elternhaus abh&auml;ngt, sondern kommt zu dem Ergebnis, dass der Zusammenhang zwischen Kompetenzen und &ldquo;sozio&ouml;konomischem Status&rdquo; der Familie sogar in allen Bereichen &ldquo;signifikant&rdquo; zugenommen habe.<br>\nVerwiesen wird auch darauf, dass sich die &ldquo;zuwanderungsbezogene Heterogenit&auml;t&rdquo; der Sch&uuml;lerschaft zwischen 2016 und 2021 weiter erh&ouml;ht habe. Die st&auml;rksten Kompetenzr&uuml;ckg&auml;nge seien fast durchg&auml;ngig f&uuml;r Sch&uuml;ler zu verzeichnen, die im Ausland geboren sind. Bei Sch&uuml;lern ohne Zuwanderungshintergrund fielen sie geringer aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Leistungsniveau-von-Viertklaesslern-sinkt-deutlich-article23436906.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Trotz der Ergebnisse nimmt die Armut hierzulande zu. Und bedingt durch den milit&auml;rischen Konflikt in der Ukraine <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Wanderungen\/Wanderungsueberschuss.html;jsessionid=3CFC89E4A8D32C72BC9EE3FDA9249BEE.live742\">steigen auch in diesem Jahr die Zuwanderungszahlen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Berliner Gericht: Charit&eacute; darf Ungeimpfte ausschlie&szlig;en<\/strong><br>\nDie Charit&eacute; will ihr Sommerfest nur mit Geimpften und Genesenen feiern. Das ist erlaubt, sagt ein Gericht. Der Rechtsstreit geht aber weiter.<br>\nIm Streit um das Sommerfest der Berliner Charit&eacute; hat das Arbeitsgericht Berlin eine Entscheidung getroffen. Demnach darf ungeimpften Mitarbeitern der Zutritt zu dem Fest am heutigen Freitag in der Kulturbrauerei nach derzeitigem Stand verwehrt werden. Die Charit&eacute; hatte in der Einladung zu der Party mitgeteilt, dass nur vollst&auml;ndig geimpfte oder genesene Mitarbeiter mitfeiern d&uuml;rfen. Zudem werde ein tagesaktueller, negativer Corona-Schnelltest verlangt. Dagegen hatte die GG-Gewerkschaft f&uuml;r mehrere ungeimpfte Mitarbeiter der Charit&eacute; geklagt.<br>\nAls &bdquo;Veranstalterin und Inhaberin des Hausrechts&ldquo; d&uuml;rfe die Charit&eacute; &bdquo;Zugangsbeschr&auml;nkungen entsprechend des von ihr festgelegten Hygienekonzeptes vornehmen&ldquo;, begr&uuml;ndet die zust&auml;ndige Richterin ihren Beschluss. Die &bdquo;Festlegung von Regeln f&uuml;r die Teilnehmenden&ldquo; sei &bdquo;weder willk&uuml;rlich noch gesetzeswidrig&ldquo;, sondern diene &bdquo;erkennbar dem Schutz der Besch&auml;ftigten und mittelbar dem der Patient*innen&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDer Anwalt der GG-Gewerkschaft zieht jetzt vor die n&auml;chsth&ouml;here Instanz, das Landesarbeitsgericht. Er hat bereits beantragt, den Beschluss des Arbeitsgerichts aufzuheben. So stelle sich unter anderem die Frage, wie die Charit&eacute; &bdquo;den Widerspruch aufl&ouml;st, dass sie einerseits die Lage f&uuml;r so gef&auml;hrlich h&auml;lt, dass sie zu solchen Ma&szlig;nahmen greifen muss, anderseits &uuml;berhaupt ein solches Sommerfest veranstaltet&ldquo;. (&hellip;)<br>\nZudem lasse das Arbeitsgericht nicht erkennen, dass es&bdquo; &uuml;berhaupt n&auml;her gepr&uuml;ft hat, ob die Zugangsbeschr&auml;nkungen der Antragsgegnerin &uuml;berhaupt geeignet seien, Infektionen zu verhindern oder zu beschr&auml;nken&ldquo;. Dies m&uuml;sse &bdquo;aber zumindest einmal n&auml;her beleuchtet werden, jedenfalls dann, wenn ein Gericht kraft seiner Entscheidung den Ausschluss von Personen st&uuml;tzt&ldquo;. Zudem d&uuml;rfe der Kl&auml;ger &bdquo;erwarten, dass man sich dem Problem deutlich mehr n&auml;hert als es das Arbeitsgericht in seiner sehr knappen Entscheidung getan hat&ldquo;.<br>\nGewerkschafts-Chef Marcel Luthe sagte der Berliner Zeitung, er habe den Beschluss der Richterin &bdquo;mit Verwunderung&ldquo; zur Kenntnis genommen. Jeder betroffene Mitarbeiter m&uuml;sse die &bdquo;Zugangsbeschr&auml;nkungen doch so verstehen: Wir alle treffen uns zu einem Sommerfest, als Dankesch&ouml;n f&uuml;r die Leistung unserer Mitarbeiter, aber Du bleibst drau&szlig;en!&ldquo; Luthe weiter: &bdquo;Ich vertraue aber darauf, dass die n&auml;chsth&ouml;here Instanz im Sinne des Grundgesetzes entscheidet. Und es der Charit&eacute; und anderen verbietet, Menschen nach Lust und Laune zu diskriminieren und die Spaltung der Gesellschaft damit weiter voranzutreiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/berliner-gericht-charite-darf-ungeimpfte-ausschliessen-maske-2g-3g-li.242166%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Peinliches Verhalten der Charit&eacute;: Offenbar hat der Vorstand der medizinischen Einrichtung nicht mitbekommen, dass mit den Impfungen keine sterile Immunit&auml;t &ndash; sprich kein Fremdschutz &ndash; verbunden ist. Daran halten m. E. nicht mal das RKI oder das PEI fest.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Holetschek fordert Ende der einrichtungsbezogenen Impfpflicht in wenigen Monaten<\/strong><br>\nBayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Bundesregierung aufgefordert, die einrichtungsbezogene Impfpflicht vorzeitig aufzuheben. Als konkretes Datum nannte der Minister den 30. September 2022.<br>\nHintergrund der Forderung ist, dass sich die Definition, wer als vollst&auml;ndig geimpft gilt, ab dem 1. Oktober &auml;ndert. Das hat auch Auswirkungen auf die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Ab dann gelten nur noch Nachweise &uuml;ber drei Impfungen oder zwei Impfungen und eine Genesung als vollst&auml;ndiger Impfschutz. Aktuell sind nur zwei Nachweise n&ouml;tig.<br>\nDamit st&uuml;nden die Einrichtungen und die Gesundheits&auml;mter erneut vor Herausforderungen, argumentiert Holetschek: Alle Personen, die im Oktober in Einrichtungen und Unternehmen t&auml;tig sind, die der einrichtungsbezogenen Impfpflicht unterliegen, m&uuml;ssten dann innerhalb eines Monats erg&auml;nzende Nachweise erbringen. Aus denen muss hervorgehen, dass sie die neuen Voraussetzungen erf&uuml;llen. &ldquo;Diese m&uuml;ssen dann erneut gepr&uuml;ft und im Zweifelsfall an die Gesundheits&auml;mter weitergeleitet werden &ndash; und das angesichts der Tatsache, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht sowieso zum Ende des Jahres auslaufen wird&rdquo;, so Holetschek.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/region\/holetschek-fordert-ende-der-einrichtungsbezogenen-impfpflicht-in-wenigen-monaten-1.12300510%20\">nordbayern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Forderung kommt sp&auml;t und ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, deren Folgen offensichtlich zu wenig oder gar nicht bedacht worden sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Brandbeschleuniger<\/strong><br>\nChristian Lindner hat den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Es herrscht Krieg in Europa. Putin dreht uns den Gashahn ab. Das wird unser Land in eine schwere Wirtschaftskrise st&uuml;rzen. Die Euro-Krise und die Coronakrise kommen zur&uuml;ck. Der Haushaltsentwurf steuert nicht gegen diese Entwicklung, sondern wirkt wie ein zus&auml;tzlicher Brandbeschleuniger.<br>\nDie Sorgen des Finanzministers Lindner und die Sorgen unserer Bev&ouml;lkerung liegen weit auseinander. Lindner sorgt sich um die &ouml;konomisch unsinnige Schuldenbremse. Ein drittes Entlastungspaket soll es wegen der angespannten Haushaltslage nicht geben. Die wichtigen Sozialprojekte des Koalitionsvertrages liegen aus Kostengr&uuml;nden auf Eis.<br>\nUnternehmen werden entlastet, und die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger werden mit der Inflation allein gelassen. Die Ausgaben zur Eingliederung in Arbeit werden gegen&uuml;ber 2022 um 600 Millionen Euro gek&uuml;rzt. Glaubt wirklich noch jemand in der Regierung, dass die Zahl der Erwerbslosen sinken wird? (&hellip;)<br>\nUnbegrenzt Geld hat Lindner nur f&uuml;r die Bundeswehr. Nach NATO-Kriterien bekommt die Bundeswehr 55,6 Milliarden Euro in diesem Jahr. Obendrauf gibt es ein 100-Milliarden-Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Aufr&uuml;stung. Gleichzeitig werden die Mittel f&uuml;r Entwicklungszusammenarbeit im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 Prozent gesenkt.<br>\nDie Bundesregierung investiert zuwenig in die Schiene und zuviel Geld in den Stra&szlig;enbau. Der Kauf von Elektroautos wurde 2022 mit f&uuml;nf Milliarden Euro subventioniert, obwohl es daf&uuml;r gar keiner Anreize bedarf. Es gibt weniger E-Autos als K&auml;ufer.<br>\nAllein im M&auml;rz 2022 haben &Ouml;lkonzerne 3,3 Milliarden Euro Extraprofite gemacht. Die Bundesregierung will die Extragewinne nicht besteuern. Das zeigt, dass sich die Bundesregierung nur als Verm&ouml;gensverwalter der reichsten 0,7 Prozent der Bev&ouml;lkerung versteht.<br>\nWir brauchen ein Rettungspaket im Herbst und nicht erst im n&auml;chsten Jahr. Wir fordern einen Preisdeckel f&uuml;r Mieten, Energie, Strom und Grundnahrungsmittel. Wir fordern die sofortige Erh&ouml;hung des Hartz-IV-Satzes um 200 Euro im Monat. Wir wollen diese Rettungspakete aus einer &Uuml;bergewinnsteuer finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429611.brandbeschleuniger.html\">Gesine L&ouml;tzsch in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Diese Bahn liegt in den letzten Z&uuml;gen<\/strong><br>\nWie sehr Bayerns Schienennetz in die Jahre gekommen ist, das dokumentiert allein schon diese Zahl. Gerade mal rund 50 Prozent der Bahnstrecken sind elektrifiziert. In vielen Landesteilen, zum Beispiel in gro&szlig;en Teilen des Allg&auml;us, sind noch Dieselz&uuml;ge unterwegs. Das ist in etwa so, leicht &uuml;berspitzt formuliert, als ob auf der H&auml;lfte von Bayerns Stra&szlig;en nur Oldtimer fahren d&uuml;rften. Dann sind da noch die h&auml;ufigen Baustellen, weil das Schienennetz an vielen Stellen saniert werden muss; und zahlreiche eingleisige Strecken. Man stelle sich vor, Bayerns neuer Verkehrsminister Christian Bernreiter w&uuml;rde das den Autofahrerinnen und -fahrern zumuten. Einspurige Stra&szlig;en mit Ausweichstellen alle Kilometer. Bernreiter k&ouml;nnte gleich wieder zur&uuml;cktreten. (&hellip;)<br>\nEine Kurskorrektur ist in der CSU nicht absehbar. Auch unter Partei- und Regierungschef Markus S&ouml;der nicht. Eigentlich k&ouml;nnte S&ouml;der das Amt des Verkehrsministers gleich wechselweise den beiden gro&szlig;en Autokonzernen in Bayern &uuml;berlassen, Audi und BMW. Bislang h&auml;tte das jedenfalls an den Ergebnissen nicht viel ge&auml;ndert. Bernreiters Spielraum, das zu &auml;ndern, sofern er das &uuml;berhaupt wollen w&uuml;rde, d&uuml;rfte begrenzt sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-bahn-baustellen-zugausfaelle-1.5612389\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Es wird so bald nicht besser &ndash; Bauwirtschaft wartet vergeblich auf Br&uuml;cken-Auftr&auml;ge<\/strong><br>\nIm M&auml;rz versprach Minister Volker Wissing beim &bdquo;Br&uuml;ckengipfel&ldquo;, z&uuml;gig tausende Br&uuml;cken zu sanieren. Was seither passiert ist? Nicht viel, klagt die Baubranche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/marode-infrastruktur-es-wird-so-bald-nicht-besser-bauwirtschaft-wartet-vergeblich-auf-bruecken-auftraege\/28470586.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und wenn die Auftr&auml;ge k&auml;men, k&ouml;nnten sie wegen Personal- und Materialmangels nicht abgearbeitet werden. Vor der Vernachl&auml;ssigung und Verlotterung der Infrastruktur durch die angebliche &ldquo;Sparpolitik&rdquo; haben Kritikern seit vielen Jahren wieder und wieder gewarnt. Jetzt f&auml;llt das Problem der Politik massiv auf die F&uuml;&szlig;e, und anscheinend will es keiner gewesen sein. Dabei kann man die politische Schuld den Parteien CDU\/CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;ne, die gemeinschaftlich die viel zu niedrigen &ouml;ffentlichen Investitionen der letzten 25 Jahre zu verantworten haben, klar zuweisen. U. a. h&auml;tte die Politik in den 2000er Jahren (also von ca. 2000 bis 2010), als die private Baut&auml;tigkeit besonders schwach war <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Methoden\/WISTA-Wirtschaft-und-Statistik\/2020\/02\/wohnungsmarkt-022020.pdf?__blob=publicationFile\">mit einem Tiefpunkt von 170.000 neuen Wohnungen 2010<\/a>, mehr &ouml;ffentlich bauen sollen und m&uuml;ssen. Die Preise w&auml;ren damals g&uuml;nstig gewesen und der massive Personalabbau (!!) bei den Baufirmen vermieden worden. Aber eine solche Politik h&auml;tte nat&uuml;rlich nach der verfemten Planwirtschaft ausgeschaut und L&ouml;hne und Inflationsrate h&ouml;her gehalten, was die Regierungen Schr&ouml;der und Merkel mit ihren Privatisierungs- und Lohnsenkungsbem&uuml;hungen unbedingt vermeiden wollten. Warum sprechen nun alle &uuml;ber die Probleme, aber niemand &uuml;ber die Ursachen und Verantwortlichkeiten, die offensichtlicher kaum sein k&ouml;nnten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Wohnungen sind kein Spargel&ldquo;<\/strong><br>\nHilft Bauen gegen den Wohnungsmangel? Matthias Bernt forscht zu Gentrifizierung und Wohnungspolitik und hat bessere Vorschl&auml;ge.<br>\ntaz am wochenende: Herr Bernt, 400.000 Wohnungen m&ouml;chte die Bundesregierung pro Jahr neu bauen, davon 100.000 Sozialwohnungen. Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie sehr hilft &bdquo;Bauen, bauen, bauen&ldquo; gegen die Wohnungsnot?<br>\nMatthias Bernt: Vielleicht 5?<br>\nWarum nur so wenig?<br>\nEs ist zu wenig gebaut worden. Verschiedene Institute sch&auml;tzen, dass wir bis 2025 etwa 300.000 bis 500.000 neue Wohnungen j&auml;hrlich brauchen. Wir haben aber nicht nur ein Mengen-, sondern vor allem auch ein Preisproblem. Es fehlen bezahlbare Wohnungen f&uuml;r die unteren Einkommensschichten, und die neu gebauten Wohnungen sind h&auml;ufig viel zu teuer. Mit steigenden Zinsen wird das Bauen nun teurer. Ob die Neubauziele der Bundesregierung erreichbar sind, steht damit infrage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Experte-ueber-Wohnungspolitik\/!5863156\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein gutes Interview, das viele Facetten des Wohnungsproblems beleuchtet und richtigerweise noch einmal darauf hinweist, dass Rot-Gr&uuml;n (gemeint ist die Schr&ouml;der\/Fischer-Regierung 1998 bis 2005) &ldquo;internationalen Finanzinvestoren&rdquo; den roten Teppich zum deutschen Immobilienmarkt ausgerollt hat. Wobei die Union mit dem Verkauf gro&szlig;er &ouml;ffentlicher Wohnungspakete an ebensolche Investoren auch nicht unt&auml;tig war, z. B. <a href=\"https:\/\/www.wz.de\/politik\/landespolitik\/leg-verkauf-93000-wohnungen-wandern-in-die-haende-eines-immobilienfonds_aid-31467765\">der damalige Ministerpr&auml;sident R&uuml;ttgers beim Verkauft der LEG<\/a> oder Markus S&ouml;der beim <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayernlb-verkauft-gbw-wohnungen-an-patrizia-jetzt-gilt-es-schlimmeres-zu-verhindern-1.1643192\">gezielten Verkauf von 32.000 landeseigenen Wohnungen an die private Gesellschaft Patrizia<\/a>. Die Verantwortlichkeiten m&uuml;ssten immer und immer wieder benannt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-85494","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85494","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=85494"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85494\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85496,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85494\/revisions\/85496"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=85494"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=85494"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=85494"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}