{"id":85537,"date":"2022-07-05T08:35:26","date_gmt":"2022-07-05T06:35:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537"},"modified":"2022-07-05T08:35:26","modified_gmt":"2022-07-05T06:35:26","slug":"hinweise-des-tages-4143","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h01\">Die Gipfelbilanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h02\">&raquo;Lex Uniper&laquo;: Bundesregierung schafft Schutzschirm f&uuml;r Energiekonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h03\">Haushalte unter Druck: Die Energiearmut erreicht die Mittelschicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h04\">Der Geldmengenwahn und die Realit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h05\">Sprengstoff: Auftakt &raquo;konzertierte Aktion&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h06\">Probleme bei Stellenbesetzungen: Unattraktive Arbeitsbedingungen sind oft wichtiger Grund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h07\">Kampagne gestartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h08\">Schwere Impfnebenwirkungen zu verharmlosen, schadet der Impfkampagne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h09\">Berufsunf&auml;higkeit: Als Sch&uuml;ler schon versichern lassen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h10\">Forscher zu Stepan Bandera: Er war ein Faschist, ideologisch &auml;hnelte er Adolf Hitler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h11\">Alle Wege f&uuml;hren nach Moskau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h12\">Nach US-Bericht: Schirin Abu Akleh war kein Einzelfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h13\">Desolate Lage der Deutschen Bahn: Es rumpelt &uuml;berall <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h14\">Die &ouml;sterreichische Umsetzung der Whistleblowing-Richtlinie: Wird hier eine Chance verpasst?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h15\">Gegen Warnhinweise auf Junk-Food in Mexiko: Wie das SECO nach Nestl&eacute;s Pfeife tanzte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85537#h16\">Woher die aggressive Unerbittlichkeit der Transgender-Aktivist*innen r&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Gipfelbilanz<\/strong><br>\nExperten beurteilen weithin gelobte Resultate der westlichen Gipfeltreffen der vergangenen zehn Tage (EU, G7, NATO) skeptisch. So hei&szlig;t es &uuml;ber den EU-Gipfel, er habe zwar mit der Ernennung der Ukraine und Moldawiens zu Beitrittskandidaten ein spektakul&auml;res Ergebnis hervorgebracht. Doch mit Blick darauf, dass die EU ihr Beitrittsversprechen gegen&uuml;ber den Nicht-EU-L&auml;ndern S&uuml;dosteuropas weiterhin breche, seien f&uuml;r die reale Perspektive der Ukraine zumindest ernste Zweifel angebracht. Zu der Ank&uuml;ndigung der NATO, ihre Ostflanke massiv zu militarisieren, hei&szlig;t es, es sei nicht klar, wo die Ressourcen dazu herkommen sollten; zudem m&uuml;sse die Fixierung auf blo&szlig;e Aufr&uuml;stung der Ukraine durchbrochen werden &ndash; zugunsten von Verhandlungen mit Moskau. &Uuml;ber den G7-Gipfel wiederum konstatieren Beobachter, er habe mit seiner 600 Milliarden US-Dollar schweren Infrastrukturinitiative ein &bdquo;Luftschloss&ldquo; mit fraglichem Gehalt produziert. Gr&ouml;&szlig;ere Erfolge k&ouml;nnen laut Auffassung von Experten zur Zeit die BRICS-Staaten erzielen: Weitere Staaten wollen ihrem B&uuml;ndnis beitreten. Der Westen, hei&szlig;t es, k&ouml;nne den aktuellen Machtkampf durchaus &bdquo;verlieren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8966\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Geheimdienstbericht: So sieht die Nato Chinas Rolle im Ukraine-Krieg<\/strong><br>\nChina ist kein traditioneller Verb&uuml;ndeter. Die Volksrepublik hat sich im Ukraine-Krieg auf die Seite Russlands geschlagen. China kauft russische Rohstoffe und Waren, die der Westen mit Sanktionen belegt hat oder boykottiert, und intensiviert die diplomatischen Beziehungen zum Kreml. Wie Business Insider zu Beginn des Krieges berichtete, bef&uuml;rchten die US-Geheimdienste, dass China Russland auch mit Waffen f&uuml;r den Ukraine-Krieg unterst&uuml;tzen k&ouml;nnte.<br>\nGleichzeitig h&auml;lt sich China jedoch damit zur&uuml;ck, den G7, der EU und den USA den R&uuml;cken zu kehren. Peking und Moskau verb&uuml;nden sich in der Ukraine-Frage, die chinesische Regierung vermeidet es jedoch, sich zu tief in den Konflikt hineinziehen zu lassen. Kooperation mit dem Kreml gibt es nur da, wo es die Regierung von Xi Jinping als notwendig und vorteilhaft empfindet.<br>\nSo sch&auml;tzt auch die Geheimdienststelle der Nato, das Nato Intelligence Fusion Centre (NIFC), ein. Business Insider liegt ein &bdquo;Strategisches Update&ldquo; des NIFC &uuml;ber China vor; ein Schwerpunkt liegt auf Chinas Beziehungen zu Russland und seiner Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/geheimdienstbericht-so-sieht-die-nato-chinas-rolle-im-ukraine-krieg-a\/%20\">Business Insider<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Situation Deutschlands ist fundamental kontr&auml;r zur chinesischen Position. Die Bundesregierung folgt der US-Administration und unterst&uuml;tzt die ukrainische Regierung vor allem mit Waffen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Lex Uniper&laquo;: Bundesregierung schafft Schutzschirm f&uuml;r Energiekonzerne<\/strong><br>\nUniper ist der gr&ouml;&szlig;te deutsche Gasversorger &ndash; und steht kurz vor der Insolvenz. Nun schafft der Bund nach SPIEGEL-Informationen die gesetzliche Grundlage, um den Energiekonzern noch diese Woche &uuml;bernehmen zu k&ouml;nnen.<br>\nDas Wochenende &uuml;ber hat die Bundesregierung mit Hochdruck gearbeitet. Denn der gr&ouml;&szlig;te deutsche Gasversorger, der Energiekonzern Uniper, ist von der Insolvenz bedroht. Schnell soll noch eine Rechtsgrundlage geschaffen werden, mit der Gasimporteure wie das D&uuml;sseldorfer Unternehmen angesichts eines drohenden russischen Embargos gerettet werden k&ouml;nnen.<br>\nAm sp&auml;ten Sonntagabend einigten sich die Spitzen der zust&auml;ndigen Ministerien f&uuml;r Wirtschaft, Finanzen und das Bundeskanzleramt offensichtlich auf einen Entwurf, der auch schon mit den Fraktionen der Ampelkoalition geeint sein soll. Darin geregelt sind Finanzhilfen bis hin zu einem staatlichen Einstieg, um die Pleite eines Gasversorgers abwenden zu k&ouml;nnen.<br>\nDer Gesetzentwurf, der dem SPIEGEL vorliegt, sieht &raquo;Kapitalma&szlig;nahmen&laquo; vor, mit denen &raquo;die Ausgabe neuer Aktien gegen Hingabe von Einlagen aus vom Bund eingegangenen stillen Gesellschaften oder zur Beschaffung von Mitteln zum Zweck der R&uuml;ckgew&auml;hr solcher Einlagen&laquo; erm&ouml;glicht werden sollen. Das bedeutet: Der Staat kann Kredite oder B&uuml;rgschaften f&uuml;r ein betroffenes Energieunternehmen gew&auml;hren &ndash; oder aber selbst als Anteilseigner auftauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lex-uniper-bundesregierung-schafft-schutzschirm-fuer-energiekonzerne-a-56e8698e-9afa-435a-ac76-c1f8fa4ba40e\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Investitionsruine LNG-Terminal<\/strong><br>\nDeutschland und die EU investieren Milliarden in LNG-Terminals. In f&uuml;nf bis zehn Jahren aber werden die gar nicht mehr gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/klima-nachhaltigkeit\/lng-terminals-der-eu-drohen-investitionsruinen-in-milliardenhoehe-18147307.html?premium\">FAZ<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&Ouml;ffnet Nord Stream 2!<\/strong><br>\nIch kann das Gejammere von Steinmeier, Scholz und anderen &uuml;ber die sozialen Verwerfungen, die entstehen werden, wenn der Gaspreis sich verdreifacht, nicht mehr h&ouml;ren. Wenn man nur von Staaten wie den USA, Saudi-Arabien oder Katar und Russland, denen man v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege vorwirft, Energie beziehen kann, dann sollte man den Lieferanten bevorzugen, der die beste und g&uuml;nstigste Ware hat. Das ist Russland. Es wird zudem immer deutlicher, dass die deutsche Wirtschaft auch bei vielen anderen notwendigen Rohstoffen und Ersatzteilen eng mit Russland verflochten ist.<br>\nMan kann es nicht oft genug wiederholen: Wenn man wegen Menschenrechtsverletzungen die Verbindungen zu einem Land abbricht, dann darf man mit den USA, die f&uuml;r die meisten Menschenrechtsverletzungen in der Welt verantwortlich sind, keinen Handel treiben.<br>\nEs war doch wirklich peinlich, mit anzusehen, wie Biden auf der Pressekonferenz mit Scholz in Washington diesem &uuml;berdeutlich machte, wer bestimmt, ob die Ostseepipeline Nord Stream 2 in Betrieb genommen wird oder nicht.<br>\nWann wird es einen Bundeskanzler geben, der den Mut hat, Washington zu sagen, bis hierhin und nicht weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/pfbid023kkL9ZmrXQRg1Av56ZUomH67NPCx63WYnSX8YBRbFjrc9qdetkLoWn3zj68DBA3al\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Haushalte unter Druck: Die Energiearmut erreicht die Mittelschicht<\/strong><br>\nEin gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung in Deutschland gibt mehr als zehn Prozent des Einkommens f&uuml;r Gas, Strom und &Ouml;l aus. Inzwischen sind nicht mehr nur arme Menschen betroffen.<br>\nDie steigenden Energiepreise bringen viele Haushalte in Deutschland in Bedr&auml;ngnis: Knapp jeder Vierte (25,2 Prozent) ist von sogenannter Energiearmut betroffen. Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Im vergangenen Jahr lag die Quote noch bei 14,5 Prozent.<br>\n&ldquo;Die Gefahr f&uuml;r Energiearmut ist enorm gestiegen&rdquo;, sagt Ralph Henger, &Ouml;konom f&uuml;r Wohnungspolitik beim IW, gegen&uuml;ber Welt am Sonntag (WamS). Eine vergleichbare Entwicklung habe es selbst w&auml;hrend der &Ouml;lkrise in den 1970er-Jahren nicht gegeben. &ldquo;Galoppierende Energiepreise setzen private Haushalte zunehmend unter finanziellen Druck.&rdquo;<br>\nAls energiearm gilt ein Haushalt, der mehr als zehn Prozent seines Nettoeinkommens f&uuml;r Energie aufwenden muss. Diese Definition umfasst die Ausgaben f&uuml;r Heizen, Warmwasseraufbereitung, Kochen und Strom. Kraftstoffe f&uuml;r Autos werden allerdings nicht ber&uuml;cksichtigt.<br>\nIn erster Linie sind Menschen mit einem geringen Einkommen betroffen oder Personen, &ldquo;die sich in schwierigen (&Uuml;bergangs-) Phasen befinden&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie. Zum Beispiel: Arbeitslose, Rentner, Alleinerziehende. Vor allem sie geraten in Gefahr, ihre Ausgaben f&uuml;r Energie nicht mehr ohne fremde Hilfe decken zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Haushalte-unter-Druck-Die-Energiearmut-erreicht-die-Mittelschicht-7161353.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Geldmengenwahn und die Realit&auml;t<\/strong><br>\nIn den vergangenen Monaten haben wir uns leider schon einige Male mit der Konfusion um die &bdquo;Inflation&ldquo; und die &bdquo;Geldmengen&ldquo; auseinandersetzen m&uuml;ssen. Es wird aber nicht besser, sondern schlimmer. J&uuml;ngster H&ouml;hepunkt ist der Spiegel vom 1. Juli 2022, wo Tim Bartz und Christian Reiermann eine rei&szlig;erische Geschichte von den &bdquo;Geldschwemmen&ldquo; der Notenbanken zu Papier bringen. Auch der Arbeitgeberp&auml;sident, Rainer Dulger, kennt die Theorie von Geldmenge und Inflation. Er meint, die Notenbank sei zwar unabh&auml;ngig, aber man k&ouml;nne &bdquo;ja zumindest mal h&ouml;flichst drum bitten, dass die Geldmenge im Markt reduziert wird, dass die Zinsen erh&ouml;ht werden. Dass all diese Inflationsbremsen, die wir so kennen aus der Theorie, auch gezogen werden.&ldquo;<br>\nWir haben schon mehrfach erkl&auml;rt, warum der Monetarismus mit seinem Geldmengenkonzept vollkommen zu Recht der Vergangenheit angeh&ouml;rt (siehe dazu unsere Beitr&auml;ge in der Geldserie). F&uuml;r die Vorstellung, es gebe eine Menge von der Zentralbank zur Verf&uuml;gung gestellten Geldes, die auf geheimnisvolle Weise die Entwicklung des Preisniveaus bestimme, gibt es weder eine fundierte Theorie (die immer wieder herangezogene sogenannte Quantit&auml;tsgleichung ist gerade keine Theorie, sondern eine Identit&auml;t) noch fundierte Empirie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/07\/04\/der-geldmengenwahn-und-die-realitaet\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.fspiecker.de\/2022\/07\/04\/der-geldmengenwahn-und-die-realitaet\/\">Friederike Spiecker<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sprengstoff: Auftakt &raquo;konzertierte Aktion&laquo;<\/strong><br>\nDie DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hat die entscheidende Frage, die von der &raquo;konzertierten Aktion&laquo; beantwortet werden muss, in Bild am Sonntag (BamS) richtig formuliert: &raquo;Einer wird bezahlen m&uuml;ssen. Entweder zahlen Reiche mehr, oder der Staat nimmt neue Schulden auf, oder der Durchschnittsb&uuml;rger zahlt und wird &auml;rmer.&laquo; Die Macht- und Eigentumsverh&auml;ltnisse besagen: Ersteres wird nicht passieren. Die Bundesrepublik hat in den 73 Jahren ihrer Existenz noch nie eine gesetzliche Regelung getroffen, die sich gegen die Interessen des Gro&szlig;kapitals und derjenigen, die es repr&auml;sentieren, richtet. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass die Quandt-Erben, die Jahr f&uuml;r Jahr etwa eine Milliarde Euro Dividende allein bei BMW kassieren, dauerhafte Reduzierungen in Kauf nehmen m&uuml;ssen. Gleiches gilt f&uuml;r die zehn Milliard&auml;rsfamilien, denen etwa zwei Drittel der bundesdeutschen Medien geh&ouml;ren, und alle anderen Superreichen. Sie haben von allen Krisen des Kapitalismus profitiert. Fahimi in BamS: &raquo;Die Milliard&auml;re in Deutschland haben in der Coronapandemie ihren Besitz mal eben um knapp 100 Milliarden Euro gesteigert. Das ist Sprengstoff f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt.&laquo;<br>\nDem w&auml;re nur hinzuzuf&uuml;gen: Sprengstoff wird das, wenn denen, die schon jetzt auf gute Lebensmittel, auf Urlaub, Warmwasser und demn&auml;chst auf Heizung verzichten oder verzichten sollen, bewusst wird, dass es konkrete Personen gibt, die von Massenverarmung profitieren. Und wenn sich herumspricht, dass es m&ouml;glich ist, sich gegen diese Leute zu wehren, gegen ihre feudale Stellung in der Gesellschaft, gegen ihr leistungsloses Einstreichen m&auml;rchenhafter Summen. Durch Streiks auf allen Ebenen und durch politischen, d.&thinsp;h. durch Generalstreik. Die &raquo;konzertierte Aktion&laquo; dient auch dazu, das Aufkommen solchen Bewusstseins zu verhindern. Ausgehandelt werden soll, welche Brotkrumen vom Tisch der Besitzenden und ihres Staates herabfallen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429811.sprengstoff.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Wir stehen vor einer historischen Herausforderung&ldquo;<\/strong><br>\nBundeskanzler Olaf Scholz (SPD) appelliert angesichts steigender Preise und hoher Inflationsrate an den &bdquo;Geist der Gemeinsamkeit&ldquo; in Deutschland. &bdquo;Wir stehen vor einer historischen Herausforderung&ldquo;, sagte er am Montag in Berlin nach Beginn der als &bdquo;konzertierte Aktion&ldquo; titulierten Beratungen von Regierung, Gewerkschaften und Wirtschaftsverb&auml;nden &uuml;ber die schwierige Lage.<br>\n&bdquo;Die aktuelle Krise wird nicht in wenigen Monaten vor&uuml;bergehen&ldquo;, f&uuml;gte Scholz hinzu. Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine habe alles ge&auml;ndert, die Lieferketten seien durch die Corona-Pandemie nach wie vor gest&ouml;rt und die generelle Unsicherheit wachse. Daher m&uuml;ssten nun &bdquo;ausgetretene Pfade verlassen&ldquo; werden. Die erste Sitzung der &bdquo;konzertierten Aktion&ldquo; sei ein vielversprechender Auftakt gewesen. (&hellip;)<br>\nDer Kanzler betonte, dass der faire Ausgleich zwischen den Interessen in einem Geist der Gemeinsamkeit Deutschland pr&auml;ge. Diesen Geist gelte es zu erhalten und zu st&auml;rken. Mit Blick auf die steigenden Preise f&uuml;r Energie und andere wichtige G&uuml;ter des t&auml;glichen Lebens sagte er, jeder sp&uuml;re das beim Einkauf, bei der Heizkostenabrechnung und beim Tanken. Deshalb sei ihm die Botschaft wichtig: &bdquo;Wir stehen zusammen und wollen, dass alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger gut durch diese Zeit kommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/scholz-deutschland-steht-vor-einer-historischen-herausforderung-18149254.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von einer &ldquo;historischen Herausforderung&ldquo; und dem Willen, &ldquo;dass alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger gut durch diese Zeit kommen&ldquo; ist die Rede. Aber das &ldquo;Wir&rdquo; in den S&auml;tzen ist nicht definiert. Eine sichere &ndash; und auch die g&uuml;nstigste &ndash; Energieversorgung k&ouml;nnte hergestellt werden, wenn die Politik der Konfrontation gegen Russland beendet werden w&uuml;rde. Das macht der Bundeskanzler und seine Ampelkoalition nicht, dabei w&auml;re sie nun dringend geboten &ndash; die EU-Sanktionen richten sich vor allem gegen die in Deutschland lebende Bev&ouml;lkerung. Bitte lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85497\">Gas f&uuml;r den Winter oder Bundeskanzler Olaf Scholz?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85524\">Auch beim Thema &bdquo;Mit Staatshilfe gegen Gaspreiserh&ouml;hungen&ldquo; nachplappernde Hauptmedien <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85400\">Wann endlich erwacht Europa? <\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Aussicht auf Besserung durch die Opposition gibt es leider auch nicht.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Einmalzahlungen reichen nicht!<\/strong><br>\nBundeskanzler Olaf Scholz hat den Vorschlag gemacht, auf die steigenden Preise mit Einmalzahlungen der Arbeitgeber zu reagieren. Diese sollen dann steuer- und abgabenfrei gestellt werden, damit sie voll bei den Besch&auml;ftigten und ihren Familien ankommen.<br>\nDas h&ouml;rt sich erst mal gut an. Es ist aber der falsche Weg und letztlich zum Nachteil der Besch&auml;ftigten. Warum? Scholz will diesen Vorschlag in ein Treffen mit Gewerkschaften und Arbeitgebervertretern einbringen, die &bdquo;Konzertierte Aktion&ldquo;. Dort soll &uuml;ber das Umgehen mit der Inflation geredet werden. Die Presse mutma&szlig;te, dass im Gegenzug die Gewerkschaften auf Forderungen nach h&ouml;heren Lohnzuw&auml;chsen verzichten sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/publikationen\/++co++42a918ee-fba0-11ec-a08e-001a4a160116\">ver.di<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Probleme bei Stellenbesetzungen: Unattraktive Arbeitsbedingungen sind oft wichtiger Grund<\/strong><br>\nViele Betriebe haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Auch aus Sicht von Betriebs- und Personalr&auml;ten ist das ein gro&szlig;es Problem, zeigt eine repr&auml;sentative Befragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Besch&auml;ftigtenvertreterinnen und -vertreter weisen aber auch auf einen wichtigen Grund hin, den Unternehmensleitungen eher selten nennen: unattraktive Arbeitsbedingungen wie niedrige Bezahlung oder ung&uuml;nstige Arbeitszeiten. Je nach Qualifikationsprofil der offenen Stellen sehen ein Viertel bis ein Drittel der Befragten darin den wichtigsten Faktor f&uuml;r Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung in ihrem Betrieb.<br>\nArbeitskraft ist knapp &ndash; zumindest in bestimmten Branchen: Laut der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gibt es etwa in Bauberufen, dem Handwerk, der Pflege oder dem IT-Bereich seit geraumer Zeit einen Mangel an Fachkr&auml;ften. Wie Vertreter und Vertreterinnen der Besch&auml;ftigten dieses Problem sehen, hat WSI-Forscherin Dr. Elke Ahlers zusammen mit Valeria Quispe Villalobos analysiert. Ihre neue Studie basiert auf Daten der WSI-Betriebs- und Personalr&auml;tebefragung 2021\/22, an der knapp 3900 Arbeitnehmervertretungen in Betrieben und Dienststellen ab 20 Besch&auml;ftigten teilgenommen haben. Die Befragung ist damit repr&auml;sentativ f&uuml;r mitbestimmte Betriebe oder Organisationen ab 20 Besch&auml;ftigten.<br>\nDass Fachkr&auml;ftemangel in der deutschen Wirtschaft verbreitet ist, best&auml;tigen die befragten Betriebs- und Personalr&auml;te:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-probleme-bei-stellenbesetzungen-42173.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&Auml;hnlich wie an Flugh&auml;fen: Faeser will Ausl&auml;nder f&uuml;r Gastronomie anwerben<\/strong><br>\nWie an den Flugh&auml;fen fehlen auch in der Gastronomie seit der Pandemie zahlreiche Mitarbeiter. Auch hier sollen nun Fachkr&auml;fte aus dem Ausland das gro&szlig;e Chaos verhindern. Innenministerin Faeser will dabei die Akzeptanz der Bev&ouml;lkerung im Blick behalten.<br>\nNach der Sonderregelung f&uuml;r das Flughafenpersonal plant die Bundesregierung auch f&uuml;r das Gastgewerbe einen vereinfachten Zuzug von Arbeitskr&auml;ften aus dem Ausland. &ldquo;Die Arbeitskr&auml;ftenot hat sich durch die Pandemie sehr versch&auml;rft&rdquo;, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Im Luftverkehr gebe es einen massiven Arbeitskr&auml;fte- und Fachkr&auml;ftemangel, ebenso im Bereich der Gastronomie und Hotellerie.<br>\n&ldquo;Dass wir dort Erleichterungen f&uuml;r ausl&auml;ndische Kr&auml;fte schaffen m&uuml;ssen, wissen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und ich.&rdquo; Gemeinsam mit Heil werde sie deshalb noch in diesem Jahr &Auml;nderungen vorschlagen, &ldquo;um gute Arbeitskr&auml;fte nach Deutschland zu holen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Faeser-will-Auslaender-fuer-Gastronomie-anwerben-article23440048.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kampagne gestartet<\/strong><br>\nEine Kampagne in Deutschland f&uuml;r eine Rentenversicherung a`la &Ouml;sterreich? F&auml;llt uns nichts Besseres ein? Nein, denn die Altersversorgung in Deutschland schreit regelrecht nach einer grundlegenden Neuordnung der Rentenversicherung. Wie die aussehen kann, wird uns mit dem &ouml;sterreichischen System sehr gut demonstriert.<br>\nIn Deutschland lebt jeder f&uuml;nfte Rentnerhaushalt unter der Armutsschwelle. In 20 bis 30 Jahren wird es jeder zweite sein! Das Rentenniveau ist in den letzten 20 Jahren um 10 Prozent gesunken, es wird in den n&auml;chsten 20 bis 30 Jahren um weitere 15 Prozent sinken.<br>\nDas verlangt dringend nach Einhalt und Umkehr. Gefordert sind vor allem die j&uuml;ngeren Generationen. Denn es ist vor allem ihre Aussicht auf einen erb&auml;rmlichen dritten Lebensabschnitt.<br>\nWie es besser und nachhaltig gemacht werden kann, das wird uns in &Ouml;sterreich vorgemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/kampagne-gestartet\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Berufsunf&auml;higkeit: Als Sch&uuml;ler schon versichern lassen?<\/strong><br>\nWer noch vor Ausbildungsstart eine private Berufsunf&auml;higkeitsversicherung abschlie&szlig;t, kann auf Dauer Tausende sparen.<br>\nBerufsunf&auml;higkeit: Als Sch&uuml;ler schon versichern lassen? &ndash; Sch&uuml;lerin sitzt zuhause am Notebook.<br>\nEine private Berufsunf&auml;higkeitsversicherung (BU) sollte m&ouml;glichst fr&uuml;h im Leben abgeschlossen werden, das ist l&auml;ngst kein Geheimtipp mehr. Denn wer jung und gesund ist, spart &uuml;ber Jahrzehnte kr&auml;ftig bei den Beitr&auml;gen. Aber ein Abschluss noch vor Start der Berufsausbildung? Das mag nicht so recht einleuchten. Dabei kann sich gerade das in vielen F&auml;llen besonders bezahlt machen. Der Grund liegt in der Tarifstruktur der Versicherer.<br>\nWer sein Kind noch vor Ablauf des Schuljahres versichert, der versichert es in der Berufsgruppe der Sch&uuml;ler. Mit Beginn einer Berufsausbildung dagegen legen die Versicherer den Lehrberuf zugrunde &ndash; mit gravierenden Beitragsunterschieden.<br>\nBeispiel: F&uuml;r einen Sch&uuml;ler der 10. Klasse der Gemeinschaftsschule wird bei einem guten BU-Versicherer ein Monatsbeitrag von 58,65 Euro f&auml;llig, wenn die Versicherung vor Beginn der Ausbildung zum Anlagenbauer beginnt. Nach Ausbildungsbeginn sind es 84,94 Euro, also knapp 26 Euro mehr. Das summiert sich auf &uuml;ber 300 Euro im Jahr und rund 16.000 Euro &uuml;ber die gesamte Vertragslaufzeit &ndash; bei identischem Schutz. Die zu Schulzeiten vereinbarte Rente kann bei den Top-Anbietern am Markt nach Abschluss der Ausbildung ohne erneute Gesundheitspr&uuml;fung erh&ouml;ht werden.<br>\nAuch angehende Studierende k&ouml;nnen oft Geld sparen, wenn Sie sich noch als Sch&uuml;ler versichern lassen. So zahlt ein 20-j&auml;hriger Gymnasiast in der Oberstufe rund 41 Euro im Monat, wenn er 1000 Euro Rente versichert. Ein Lehramtskandidat hingegen ist mit einem deutlich h&ouml;heren Beitrag von rund 86 Euro im Studium dabei. Insgesamt summieren sich die Unterschiede hier auf rund 25.000 Euro bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren &ndash; da lohnt es sich auf alle F&auml;lle, rechtzeitig eine Berufsunf&auml;higkeitsversicherung abzuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/magazin\/lesen\/berufsunfaehigkeit-als-schueler-schon-versichern-lassen.html%20\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Die privatisierte Absicherung gegen Berufsunf&auml;higkeit ist weder billiger noch besser, als der Schutz in der GRV: Rot-Gr&uuml;n schaffte 2001 die Gesetzliche Berufsunf&auml;higkeitsrente u.a. mit dem Argument ab, dass &ldquo;die Beitragszahler&rdquo; um 2%-Punkte beim GRV-Beitragssatz entlaste. Ein Durchschnittsverdiener mit 3333 Euro brutto hat somit 33,33 Euro brutto monatlich mehr &ndash; die andere H&auml;lfte spart der Arbeitgeber ein, wovon der Arbeitnehmer nichts hat. <\/em><\/p>\n<p><em>Nun muss aber gem&auml;&szlig; dem Beispiel ein Sch&uuml;ler in der 10. Klasse schon 58,60 Euro f&uuml;r eine private Berufsunf&auml;higkeitsrente zahlen, ein 20-j&auml;hriger Gymnasiast immer noch 41 Euro monatlich. Das ist gemessen an deren Eink&uuml;nften weit mehr, als das in der Gesetzlichen Rentenversicherung kosten w&uuml;rde. Aber es geht weiter: In der GRV gab es weder eine Gesundheitspr&uuml;fung noch Risikozuschl&auml;ge oder Versicherungsausschl&uuml;sse. Die Altenpflegerin, der Metzger oder der Krankenpfleger bekommen entweder gar keinen privaten Schutz oder nur zu absurd hohen Tarifen. Einzig eine Absicherung in der Sozialversicherung w&uuml;rde auch denen eine Absicherung zukommen lassen, die sie am dringendsten brauchen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Sozialverb&auml;nde haben bereits mehrfach angemahnt, eine Arbeitskraftabsicherung wieder in die Sozialversicherung zu integrieren &ndash; wenn schon nicht in die GRV, dann eben in die Arbeitslosen- oder Krankenversicherung. Oder in die Berufsgenossenschaften &ndash; die kennen sogar die Risiken ihrer Versicherten. Aber die Politik weigert sich aber seit Jahren, das Thema anzufassen. Eine in 2013 mit viel Tamtam eingef&uuml;hrte steuerliche F&ouml;rderung von BU-Policen ist gescheitert, weil kein einziger Versicherer solche Policen angeboten hat &ndash; insbesondere wollte kein Anbieter lebenslange Renten zahlen, sondern nur bis zum 65. bzw. 67. Lebensjahr.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schwere Impfnebenwirkungen zu verharmlosen, schadet der Impfkampagne<\/strong><br>\nBisher hat es funktioniert, Betroffene zu diffamieren. Inzwischen haben sie sich vernetzt und zumindest ein bisschen Hilfe in der Forschung gefunden. Gut so!<br>\nEs ist ein Schlag ins Gesicht f&uuml;r die Betroffenen: Schwere Impfnebenwirkungen seien &bdquo;nicht vergleichbar mit der Schwere der Erkrankung von Post-Covid&ldquo;, hat der Gesundheitsminister zuletzt &ouml;ffentlich verk&uuml;ndet. Es war &uuml;berhaupt sein erstes bekanntes Statement zu schweren Impfnebenwirkungen, in dem Karl Lauterbach weder ihr Vorhandensein negierte noch die Betroffenen oder die Verk&uuml;nder der schlechten Nachrichten als Impfgegner diffamierte.<br>\nUnd das im Jahr zwei nach Start der Impfkampagne. Er sollte es mittlerweile wirklich besser wissen.<br>\nUnd das tut er wohl auch, denn Hunderte von Patienten haben sich k&uuml;rzlich in einer konzertierten Aktion noch einmal an Politik und Medien gewandt, ihre schweren Symptome geschildert, die viele von ihnen arbeitsunf&auml;hig machen, sie haben um Aufmerksamkeit geradezu gebettelt, nachdem einzelne von ihnen schon lange zuvor alle zust&auml;ndigen &Auml;mter, Politik und Medien angeschrieben hatten. Sie haben Ansprechpartner gefordert, Forschung, eine wissenschaftliche Aufarbeitung ihrer F&auml;lle. Doch aus der Politik kam: einfach keine Antwort auf ihren Brandbrief. Niemand, der zust&auml;ndig ist, kann deshalb heute noch behaupten, er wisse nichts von schweren Impfnebenwirkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-mind\/schwere-impfnebenwirkungen-zu-verharmlosen-nuetzt-der-impfkampagne-nichts-mehr-li.242352\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Forscher zu Stepan Bandera: Er war ein Faschist, ideologisch &auml;hnelte er Adolf Hitler<\/strong><br>\nHistoriker Grzegorz Rossoli&#324;ski-Liebe kl&auml;rt nach Melnyk-Interview &uuml;ber Bandera, seine Verantwortung f&uuml;r die Massenmorde und die mangelnde Reflexion auf.<br>\nDurch die russische Propaganda werden Ukrainer immer wieder als Faschisten verunglimpft. Gleichzeitig fehlt es in der Ukraine an einer differenzierten Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, vor allem der des Zweiten Weltkriegs. Dass diese mitunter Wasser auf die M&uuml;hlen der Kremlpropagandisten ist, zeigte sich j&uuml;ngst bei einem Interview von Tilo Jung im Format Jung &amp; Naiv mit dem ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk. Dabei weigerte sich Melnyk, Stepan Bandera als Faschisten zu bezeichnen, und gab schwammige Antworten auf die Fragen nach einer Beteiligung Banderas an Massenmorden der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) im Zweiten Weltkrieg.<br>\nDer geb&uuml;rtige Pole Grzegorz Rossoli&#324;ski-Liebe ist Historiker und forscht an der Freien Universit&auml;t Berlin unter anderem zum Thema Faschismus in Osteuropa. Er verfasste 2014 die erste umfassende und kritische Biografie zu Stepan Bandera. Hier spricht er &uuml;ber das problematische Bandera-Bild, seine Verantwortung f&uuml;r die Massenmorde in der Ukraine, und sagt, was geschehen m&uuml;sste, um die Diskussion zu entpolitisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/forscher-zu-stepan-bandera-fehlende-reflektion-laesst-sich-instrumentalisieren-li.242303\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Alle Wege f&uuml;hren nach Moskau<\/strong><br>\nVon wegen &raquo;360-Grad-Blick&laquo;: Hamburgs Verfassungsschutz warnt in Jahresbericht vor allem vor Bedrohungen aus Russland<br>\nNicht weniger als eine &raquo;Zeitenwende&laquo; sei es f&uuml;r den Geheimdienst: Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist Hamburgs Landesamt f&uuml;r Verfassungsschutz verst&auml;rkt als Beratungsstelle in Sachen Onlinespionageabwehr gefragt. Das zumindest behauptete Innensenator Andy Grote (SPD) am Montag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts f&uuml;r 2021, wie der NDR berichtete. Auch in der Hansestadt mache sich die von Russland ausgehende &raquo;hybride Bedrohung&laquo; bemerkbar, meinte Grote. Dem Sender zufolge nannte der Senator jedoch keine konkreten Zahlen zu Computerattacken auf Hamburger Unternehmen oder Einrichtungen.<br>\nDie Beh&ouml;rde ist offiziell auch f&uuml;r Spionageabwehr zust&auml;ndig. Dabei habe man einen &raquo;360-Grad-Blick&laquo;, wie es hei&szlig;t, der auch Geheimdienste von Verb&uuml;ndeten der BRD ber&uuml;cksichtige. Im Fokus sind laut Jahresbericht 2021 jedoch die Dienste der Russischen F&ouml;deration, der Volksrepublik China, der Islamischen Republik Iran und des NATO-Partners T&uuml;rkei. Zu Russland erw&auml;hnt der Verfassungsschutzbericht neben dem Mord im Berliner Tiergarten durch einen mutma&szlig;lich russischen Agenten vor allem, das Land habe mit seinen Auslandssendern in der BRD Desinformation w&auml;hrend der Coronapandemie verbreitet. Diese h&auml;tten &raquo;eine Verunsicherung der Bev&ouml;lkerung bez&uuml;glich des deutschen Gesundheitssystems&laquo; zum Ziel gehabt. Derweil f&auml;llt der Abschnitt zum t&uuml;rkischen Geheimdienst dadurch auf, dass die in einem vorherigen Kapitel noch als Terrororganisation bezeichnete Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hier lediglich als ein &raquo;Schwerpunkt der Aktivit&auml;ten des MIT&laquo; bei der Aussp&auml;hung kurdischer Organisationen in der BRD aufgelistet wird.<br>\nBei der sogenannten Cyberabwehr endet die diffuse russische Gefahr offenbar nicht. Landesamtschef Torsten Vo&szlig; zufolge seien verst&auml;rkt &raquo;prorussische Attit&uuml;den&laquo; unter sogenannten Staatsdelegitimierern festgestellt worden. In der Mitteilung zum neuen Bericht erkl&auml;rte Grote entsprechend, dass &raquo;mit Verschw&ouml;rungsideologien, die die Legitimit&auml;t unserer demokratischen Institutionen in Abrede stellen&laquo;, ein neues &raquo;extremistisches Ph&auml;nomen&laquo; hinzugekommen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429790.geheimdienst-alle-wege-f%C3%BChren-nach-moskau.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nach US-Bericht: Schirin Abu Akleh war kein Einzelfall<\/strong><br>\nEin neuer US-Bericht legt offen: Die Al-Jazeera-Journalistin wurde wohl von Israel get&ouml;tet. Recherchen unseres Autors zeigen: Sie war nicht die Einzige.<br>\nEs war ein mit Spannung erwarteter Bericht: Die Kugel, welche die im Mai im besetzten Westjordanland erschossene pal&auml;stinensisch-US-amerikanische Journalistin Schirin Abu Akleh t&ouml;tete, wurde h&ouml;chstwahrscheinlich vom israelischen Milit&auml;r abgefeuert. Sie war allerdings zu stark besch&auml;digt, um dies mit letztg&uuml;ltiger Sicherheit sagen zu k&ouml;nnen, erkl&auml;rte das US-Au&szlig;enministerium am Montagnachmittag. Die Besch&auml;digung der Kugel erschwerte es, eine endg&uuml;ltige Aussage &uuml;ber die Waffe zu treffen, aus der sie abgefeuert wurde, hie&szlig; es in einer entsprechenden Erkl&auml;rung.<br>\nDie Sch&uuml;sse, die von israelischen Verteidigungskr&auml;ften abgefeuert wurden, seien &bdquo;h&ouml;chstwahrscheinlich f&uuml;r den Tod verantwortlich&ldquo;, hie&szlig; es weiter. Die US-Beamten h&auml;tten &bdquo;keinen Grund zu der Annahme gefunden, dass es sich um einen vors&auml;tzlichen Tod handelte, sondern um das Ergebnis tragischer Umst&auml;nde w&auml;hrend einer von den israelischen Streitkr&auml;ften gef&uuml;hrten Milit&auml;roperation&ldquo;.<br>\nDoch nicht erst der tragische Tod der Al-Jazeera-Reporterin Shireen Abu Akleh bei einem Schusswechsel zwischen Israelis und Pal&auml;stinensern in Dschenin zeigte, dass pal&auml;stinensische Journalisten ausgesprochen gef&auml;hrlich leben. Seit Beginn des Jahrtausends sollen mehrere Dutzend von ihnen durch israelische Milit&auml;rs get&ouml;tet worden sein. Die Zahlen variieren stark, je nach Quelle werden hier zwischen 30 und 50 Personen genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-mind\/us-bericht-zeigt-shireen-abu-akleh-hoechstwahrscheinlich-von-israel-erschossen-li.243250\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die &ouml;sterreichische Umsetzung der Whistleblowing-Richtlinie: Wird hier eine Chance verpasst?<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit den F&auml;llen von Julian Assange und Edward Snowden ist Whistleblowing auch in der breiten &Ouml;ffentlichkeit ein gel&auml;ufiger Begriff. Weil Whistleblower:innen immer wieder Verfolgung und (arbeits-)rechtlichen Sanktionen ausgesetzt sind, soll eine EU-Richtlinie ein h&ouml;heres Ma&szlig; an Schutz bringen. Nun liegt der Entwurf des &ouml;sterreichischen Umsetzungsgesetzes zu dieser Richtlinie vor. Er entspricht zum Teil nicht den Mindestvorgaben der Richtlinie und ist auch verfassungsrechtlich h&ouml;chst bedenklich. Wird das Gesetz nicht deutlich ambitionierter, droht es zu einer verpassten Chance zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/oesterreichische-umsetzung-der-whistleblowing-richtlinie\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Desolate Lage der Deutschen Bahn: Es rumpelt &uuml;berall <\/strong><br>\nIn 140 L&auml;ndern ist die Deutsche Bahn AG mit Bussen, Flugzeugen, Schiffen, Lkws, Krankenwagen, Elektroautos unterwegs. Mit rund 800 Gesellschaften, Firmen und Firmenbeteiligungen agiert sie rund um den Globus. F&uuml;r wen? Wozu? Diese Deutsche Bahn AG ist seit 20 Jahren, seit dem unheilvollen Agieren des damaligen Bahnchefs Hartmut Mehdorn, keine Deutsche Bahn mehr. Sie ist nur noch ein Anh&auml;ngsel in einem Reich, &uuml;ber dem die Sonne nie untergeht.<br>\nWer in Katar das Streckennetz ausbaut, in Dubai mit Lufttaxis experimentiert, wer Biogasbusse in D&auml;nemark fahren l&auml;sst, wer Marktf&uuml;hrer im Schiffsverkehr zwischen China und den USA ist und einer der gr&ouml;&szlig;ten Luftfrachtunternehmer der Welt &ndash; hat der noch Lust und Zeit, Z&uuml;ge von Itzelberg nach Mergelstetten zu organisieren? K&uuml;mmert der sich gern um marode Br&uuml;cken, die im ganzen Land die ICEs zum Langsamfahren zwingen? Nein. Und deshalb rumpelt es &uuml;berall.<br>\nGut die H&auml;lfte des DB-Konzernumsatzes stammt heute aus Auslandsgesch&auml;ften. Viel Geld wird da bewegt, der Gewinn aber ist gering. Mehr als 10 Milliarden Euro gingen f&uuml;r diese Auslands&shy;eins&auml;tze drauf, Investitionen, die sich nicht amortisieren. Investitionen, gegen die sich, manchmal, Menschen wehren. Ganz aktuell: In Mexiko beteiligt sich der Staatskonzern an dem gigantischen Bahnprojekt &bdquo;Tren Maya&ldquo;, einer Trasse von &uuml;ber 1.500 Kilometern &ndash; auch quer durch Regenw&auml;lder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Desolate-Lage-der-Deutschen-Bahn\/!5863182\/\">Arno Luik in der taz<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Nahverkehr in SH: Mehr als 400 Gemeinden abends abgeh&auml;ngt<\/strong><br>\nKein Bus und keine Bahn nach 20 Uhr: Das ist die Realit&auml;t in mehr als jeder dritten Gemeinde in Schleswig-Holstein. Das hat eine Fahrplan-Analyse des NDR ergeben. Betroffen sind nicht nur Kleinstgemeinden fernab von zentralen Orten.<br>\nNach dem Sp&auml;tdienst mit Bus oder Bahn nach Hause, abends ins n&auml;chste Kino mit dem &ouml;ffentlichen Nahverkehr: F&uuml;r die Einwohner von 429 Gemeinden in Schleswig-Holstein ist das nicht spontan m&ouml;glich. Auf ihrem Gebiet wird dann keine Haltestelle mehr regelm&auml;&szlig;ig nach Fahrplan bedient. Diese gro&szlig;e Abend-Taktl&uuml;cke betrifft jeden zw&ouml;lften Menschen im Land &ndash; mehr als 230.000 Einwohner leben in diesen vom Nahverkehr abgeh&auml;ngten Orten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Nahverkehr-in-SH-Mehr-als-400-Gemeinden-abends-abgehaengt,nahverkehr382.html\">NDR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gegen Warnhinweise auf Junk-Food in Mexiko: Wie das SECO nach Nestl&eacute;s Pfeife tanzte<\/strong><br>\nMit schwarzen Stoppschildern auf ungesunden Lebensmitteln geht Mexiko gegen die grassierende Fettleibigkeit im Land vor. Doch das Vorhaben st&ouml;sst auf erbitterten Widerstand der Industriekonzerne und ihrer Sitzstaaten. An vorderster Front: Nestl&eacute; und die Schweiz. Dokumente und Mailwechsel belegen, wie willf&auml;hrig sich das Staatssekretariat f&uuml;r Wirtschaft vom Nahrungsmittelgiganten aus Vevey einspannen liess, um gegen Mexikos Gesundheitspolitik zu agitieren. Gem&auml;ss exklusiven Marktdaten, die sich Public Eye beschafft hat, ging es um ein Gesch&auml;ft von &uuml;ber einer Milliarde Franken. Unsere Recherche zeigt auch: Das Vorgehen der Schweiz gegen&uuml;ber Mexiko ist kein Einzelfall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/stories.publiceye.ch\/nestle-mexiko\/\">Public Eye<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Woher die aggressive Unerbittlichkeit der Transgender-Aktivist*innen r&uuml;hrt<\/strong><br>\nDass die Queer Theory von links kommt und sich ihre Anh&auml;nger*innen in der Regel f&uuml;r Linke halten; dass Rechtskonservative, Rechtsextremisten und Putinoide die &bdquo;Gender-Ideologie&ldquo; als schlimmsten Ausdruck der ihnen verhassten offenen Gesellschaft ansehen und danach trachten, die Errungenschaften der liberalen Moderne, also auch die Anerkennung unterschiedlicher Lebensentw&uuml;rfe, wieder einzukassieren; dass Wladimir Putin im Krieg gegen die Ukraine auch eine Art von bewaffneter Identit&auml;tspolitik betreibt; dass schlie&szlig;lich die neurotischen Abwehrreflexe, mit denen gewisse Leute auf eine &bdquo;gendergerechte Sprache&ldquo; reagieren, dazu verlocken, &uuml;ber jeden Text Gendersternchen zu streuen wie Puderzucker; all das sollte nicht zu der Annahme f&uuml;hren, Queer Theory sei links, progressiv oder auch nur dissident.<br>\nVielmehr f&uuml;hren Weltkonzerne vor, wie kompatibel &bdquo;woke&ldquo; Ideologie und der Kapitalismus der Gegenwart sind. Amazon etwa, wo man unterbindet, dass sich Mitarbeiter einer Gewerkschaft anschlie&szlig;en, und diese dazu antreibt, in Plastikflaschen zu urinieren, um nicht durch Pinkelpausen die Leistungsvorgaben zu vers&auml;umen: Dort achtet man mit peinlich genauen Sprach- und Benimmkatalogen darauf, dass keiner ein b&ouml;ses Wort sagt und keinen einen bl&ouml;den Witz macht.<br>\nAn diesem Befund &auml;ndert auch das Gerede vom &bdquo;Klassismus&ldquo;, der letzte Schrei im woken Milieu, nichts: Dem &bdquo;Klassismus&ldquo; geht es nicht um Macht und Ausbeutung, sondern um Sprache und Diskriminierung: Was der Prolet verdient und wie er daf&uuml;r schuftet, spielt allenfalls eine untergeordnete Rolle, solange ihn keiner absch&auml;tzig Prolet nennt und dar&uuml;ber die Nase r&uuml;mpft, dass er dieses oder jenes Fremdwort nicht versteht.<br>\nWom&ouml;glich r&uuml;hrt die aggressive Unerbittlichkeit der Transgender-Aktivist*innen daher: weil man sich gerne weiterhin f&uuml;r links und cool und marginal halten will, aber blo&szlig; die radikale Avantgarde des Establishments bildet, und die linke Auspr&auml;gung einer globalen antiliberalen Identit&auml;tspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article239725953\/Deniz-Yuecel-zum-Humboldt-Uni-Eklat-Woher-die-Unerbittlichkeit-ruehrt.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man muss kein Freund von Y&uuml;cel sein, aber hier trifft er den Nagel auf den Kopf.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die M&auml;nnersauna: Das Frauenhaus der Zukunft?<\/strong><br>\nEndlich kommt das Selbstbestimmungsgesetz! Nie wieder Bevormundung &ndash; nie wieder Impfzwang? So ist es gar nicht gemeint. Ich darf dann sein wie ich bin, kann aber nicht mehr frei von der Leber weg reden und freundlich sein: Denn das k&ouml;nnte teuer werden. Wir werden alle sein k&ouml;nnen, wer wir wollen: Nur zivilisiert sind wir nicht mehr.<br>\nEin Jahrhundertgesetz haben sie uns da neulich vorgelegt. Wieder mal. Unter Jahrhundert macht es die Symbolpolitik in diesem Lande gar nicht mehr. Selbstbestimmungsgesetz hei&szlig;t die Meisterleistung. Klingt erstmal gut, weil emanzipatorisch. Was soll denn an einem Leben in Selbstbestimmung schlecht sein? Im Grunde nichts. Aber an diesem Gesetz ist alles falsch. Und am Ende wird es, obgleich es Diskriminierung abstellen wollte, exakt so eine Diskriminierung erzeugen. Eine, die man nicht mal beanstanden kann. Denn wenn es mich ein Bu&szlig;geld kosten soll, weil ich nicht genau erkenne, ob M&auml;nnchen oder Weibchen mich anspricht, dann werde ich mich wohl umdrehen und der netten Dame, dem netten Herren oder dem nicht-bin&auml;ren Nettem halt eben nicht behilflich sein wollen.<br>\nDas Abendland ist oft untergegangen. Optimisten entkr&auml;ften das meistens, sie weisen darauf hin, dass es noch immer steht. Sicher tut es das: Vielleicht sollte man sich so einen Untergang nicht ganz so dramatisch vorstellen. Er vollzieht sich ja nicht im Totalen, richtet alles umgehend in Grund und Boden. Rom wurde sprichw&ouml;rtlich nicht an einem Tage erbaut &ndash; was viele nicht zu wissen scheinen: Es ging auch nicht binnen 24 Stunden unter. So ein Untergang zieht sich hin. In diesem Sinne, man vergebe mir meinen Pessimismus, stecken wir tief im Untergangsmodus. Wir sind mittendrin. Die Dekadenz ist von jeher der Soundtrack aller Unterg&auml;nge: Dieses Selbstbestimmungsgesetz, man kann es nur als Dekadenz-GAU einordnen. Totalit&auml;rer kann Dekadenz gar nicht zelebriert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/07\/selbstbestimmungsgesetz-die-maennersauna-das-frauenhaus-der-zukunft\/\">neulandrebellen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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