{"id":85554,"date":"2022-07-05T10:30:11","date_gmt":"2022-07-05T08:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85554"},"modified":"2022-07-05T17:15:29","modified_gmt":"2022-07-05T15:15:29","slug":"ein-botschafter-der-einen-faschisten-als-vorbild-hat-andrij-melnyk-stepan-bandera-und-deutsche-kriegstreiber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85554","title":{"rendered":"Ein Botschafter, der einen Faschisten als Vorbild hat &#8211; Andrij Melnyk, Stepan Bandera und deutsche Kriegstreiber"},"content":{"rendered":"<p>Andrij Melnyk ist in Deutschland dank zahlreichen einschl&auml;gigen Medienauftritten das Gesicht der Ukraine. Doch auch wenn die Aussagen des &bdquo;Noch-Botschafters&ldquo; jegliche Diplomatie vermissen lassen, halten sich die meisten Medien mit Kritik an ihm zur&uuml;ck. Das gilt auch f&uuml;r seine j&uuml;ngsten Entgleisungen bei dem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JVEGR7apzoI\">YouTube-Interviewformat Jung &amp; Naiv<\/a>. Erst die Proteste aus Israel und Polen sorgten daf&uuml;r, dass er nun <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/andrij-melnyk-ukrainischer-botschafter-soll-deutschland-offenbar-verlassen-a-64dd5dbe-8ee0-4a10-813f-a0b8772fc248\">Medienberichten zufolge<\/a> ins Kiewer Au&szlig;enministerium weggelobt werden soll. Das macht die Sache keinesfalls besser, da dann ein weiterer Anh&auml;nger des faschistischen Bandera-Kultes in der Regierung sitzt. <strong>Winfried Wolf<\/strong> schildert f&uuml;r die NachDenkSeiten ausf&uuml;hrlich den Hintergrund dieser Debatte.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_684\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-85554-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220705-Ein-Botschafter-der-einen-Faschisten-als-Vorbild-hat-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220705-Ein-Botschafter-der-einen-Faschisten-als-Vorbild-hat-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220705-Ein-Botschafter-der-einen-Faschisten-als-Vorbild-hat-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220705-Ein-Botschafter-der-einen-Faschisten-als-Vorbild-hat-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=85554-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220705-Ein-Botschafter-der-einen-Faschisten-als-Vorbild-hat-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"220705-Ein-Botschafter-der-einen-Faschisten-als-Vorbild-hat-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Dass sich Andrij Melnyk sp&auml;testens seit Beginn des Ukraine-Kriegs mit Provokationen hervortat, ist allseits bekannt. Als Gast in Dutzenden TV-Talkshows konnte man immer wieder den Eindruck gewinnen, dass der Mann es einerseits darauf anlegt, als Russlandhasser, Bef&uuml;rworter immer massiverer Waffenlieferungen an die Ukraine und als jemand, der die Gefahr eines gro&szlig;en europ&auml;ischen Krieges kleinredet, sich vor jede Kamera und jedes offene Mikrophon zu stellen. Und dass andererseits die Mainstream-Medien und die deutsche Regierung vor dem Botschafter kuschen, ihm nach dem Mund reden und seine Forderungen Punkt f&uuml;r Punkt &uuml;bernehmen. <\/p><p>Nun war es das in weiten Kreisen eher unbekannte Internetmagazin &bdquo;Jung &amp; Naiv&ldquo;, in dem Melnyk Ende Juni mehr als drei Stunden lang hartn&auml;ckig und kompetent mit Fakten zu Stepan Bandera, dem Kopf der ultranationalistischen und antisemitischen Terrororganisation OUN-B, der Organisation Ukrainischer Nationalisten, konfrontiert wurde. Je l&auml;nger das Gespr&auml;ch dauerte, desto defensiver und unglaubw&uuml;rdiger wirkte der Herr Botschafter. Er sagte dann S&auml;tze wie &bdquo;F&uuml;r einen Freiheitsk&auml;mpfer gibt es keine Gesetze&ldquo;; &bdquo;Es gibt keine Belege, dass die Bandera-Gruppen Hunderttausende Juden get&ouml;tet h&auml;tten&ldquo;; &bdquo;Nein &ndash; Bandera und die OUN sind nicht Teil des Holocaust&ldquo; &bdquo;Putin ist eine Symbiose aus Stalin und Hitler&ldquo;, &bdquo;Die russische Kultur ist Kriegsinstrument&ldquo;. Immer wieder erwiderte Melnyk, wenn ihm von dem Interviewer Tilo Jung Fakten vorgehalten und Zitate vorgelegt wurden, dass die pr&auml;sentierten Quellen nicht vertrauensw&uuml;rdig seien, dass er nicht w&uuml;sste, &bdquo;wie Israel darauf kommt&ldquo;, solche &Auml;u&szlig;erungen zu t&auml;tigen. Und als Jung einmal als Quelle die &bdquo;J&uuml;dische Gemeinde Berlin&ldquo; nennt, reagiert Melnyk mit einem s&uuml;ffisanten &bdquo;Ah, okay &hellip;&ldquo;. Gleichzeitig sagte er: &bdquo;Ich bin bereit, mit den J&uuml;dischen Gemeinden &uuml;ber Bandera zu reden&ldquo; &ndash; unter der Voraussetzung, dass diese Diskussion dann &bdquo;sachlich&ldquo; stattf&auml;nde und dass dabei Bandera nicht pauschal als M&ouml;rder und Faschist bezeichnet w&uuml;rde.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Obgleich bereits nach drei Tagen 150.000 Menschen sich das Interview auf der &bdquo;Jung &amp; Naiv&ldquo;-Website angesehen haben, obgleich der Interviewer ausgesprochen pr&auml;zise und ruhig argumentierte und auf diese Weise Melnyk seine Maske fallen lassen musste und immer mehr ins Stottern geriet beziehungsweise absurde Gegenangriffe startete (&bdquo;Warst du schon mal in Sachsenhausen?&ldquo;), sind nach Bekanntwerden des Gespr&auml;chs die Proteste eher verhalten. W&auml;hrend in Kassel bei der Documenta ein &ndash; tats&auml;chlich antisemitisches! &ndash; Bild einer indonesischen K&uuml;nstlergruppe gen&uuml;gend Basis daf&uuml;r ist, dass es einen bundesweiten Skandal mit R&uuml;cktrittsforderungen f&uuml;r die Verantwortlichen gibt, kann der Botschafter der Ukraine sich offen dazu bekennen, einen Faschisten und Antisemiten als sein Vorbild zu sehen und dutzendfach zu leugnen, dass es sich dabei um einen Massenm&ouml;rder und Kriegsverbrecher handelt, den die Regierungen in Moskau, in Warschau und in Tel Aviv auch als solchen begreifen und genauso bezeichnen.<\/p><p>Einige Medien versuchen, den Vorfall herunterzuspielen. In der Neuen Z&uuml;richer Zeitung  beispielsweise hei&szlig;t es, Melnyk sei in dem Interview &bdquo;mit den Massakern konfrontiert&ldquo; worden, &bdquo;die Banderas Leute an Polen ver&uuml;bt haben&ldquo;, worauf der ukrainische Botschafter darauf verwiesen h&auml;tte, dass es &bdquo;auch Massenmorde von Polen an Ukrainern&ldquo; gab. Tilo Jung sagte dazu im Interview, dass das die Sache &bdquo;doch nicht besser&ldquo; machen w&uuml;rde. Vor allem aber hatte er Melnyk vorgehalten, dass Banderas Leute einige Hunderttausend <em>J&uuml;dinnen und Juden<\/em> ermordeten. Jung verwies darauf, dass Stepan Bandera pers&ouml;nlich die Losung ausgegeben hatte, die Ukraine m&uuml;sse &bdquo;frei von Polen, Juden und Russen&ldquo; sein. Auch hier bezweifelt Melnyk die Authentizit&auml;t der Quelle. <\/p><p>In der <em>S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/em> wird Bandera als &bdquo;ideologischer F&uuml;hrer&ldquo; der OUN bezeichnet.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Damit wird unterstellt, dass er keine direkte Verantwortung f&uuml;r die OUN-Massaker getragen h&auml;tte. Mit derselben Sto&szlig;richtung argumentierte Melnyk, dass Bandera doch im KZ Sachsenhausen gewesen sei, als die Verbrechen, die ihm vorgehalten werden, ver&uuml;bt wurden: &bdquo;Ich bin dagegen, dass man all die Verbrechen Bandera in die Schuhe schiebt&ldquo;. Tats&auml;chlich war Bandera der uneingeschr&auml;nkte Chef der OUN-B. Das &bdquo;B&ldquo; in der Organisationsbezeichnung stand f&uuml;r seinen Namen. In Sachsenhasen befand er sich nur drei Jahre lang &ndash; von Ende Juni 1941 bis September 1944; er lebte dort unter vergleichsweise komfortablen Bedingungen als &bdquo;Ehrenh&auml;ftling&ldquo;. Und es war das NS-Regime, das ihn am 25. September 1944 aus diesem Hausarrest entlie&szlig;. Sp&auml;testens ab diesem Zeitpunkt agierte er als freier Mann &ndash; als OUN-F&uuml;hrer, als faschistischer, antisemitischer und antipolnischer Terrorist, durchaus mitverantwortlich f&uuml;r das Operative, also f&uuml;r das unten n&auml;her beschriebene massenhafte Morden. <\/p><p>Sieht man sich die Geschichte der OUN und diejenige ihres F&uuml;hrers Stepan Bandera an, dann fanden die Verbrechen der ukrainischen Nationalisten in vier Perioden statt.<\/p><p>Zun&auml;chst gab es die Vorkriegsperiode &ndash; die Zeit zwischen der OUN-Gr&uuml;ndung 1929 und dem deutsch-sowjetischen &Uuml;berfall auf Polen im September 1939. Die OUN verbreitete in dieser Zeit ihr ultranationalistisches Programm, in dem es u.a. hei&szlig;t: &bdquo;Du wirst den ukrainischen Staat erk&auml;mpfen oder im Kampf f&uuml;r ihn sterben [&hellip;]  Du sollst nicht z&ouml;gern, die allergef&auml;hrlichste Tat zu begehen, wenn die Sache dies verlangt. [.. ] Begegne den Feinden Deiner Nation mit Hass und r&uuml;cksichtslosem Kampf.&ldquo; In dieser Zeit begann die OUN den bewaffneten Kampf gegen den polnischen Staat. Die OUN-Aktivisten t&ouml;teten Polizisten und polnische Zivilisten. Die Organisation wurde damals bereits von der deutschen Reichswehr und dem deutschen Abwehrchef Canaris heimlich politisch unterst&uuml;tzt und mit Waffen versorgt. Bandera wurde 1934 von polnischen Sicherheitskr&auml;ften inhaftiert und von einem Gericht zum Tode verurteilt, weil man ihm die Beteiligung an der Ermordung des polnischen Innenministers Bronislaw Pieracki zur Last legte. Zu der Tat hatte sich die OUN bekannt. Die Strafe wurde in lebenslange Haft umgewandelt. Im September 1939 kam Bandera im Zusammenhang mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs frei.<\/p><p>Nach dem deutsch-sowjetischen &Uuml;berfall auf Polen am 1. beziehungsweise am 17. September 1939 begann eine <em>zweite<\/em>, rund zweij&auml;hrige Periode der OUN-T&auml;tigkeiten. Die ukrainischen Nationalisten der Bandera-Organisation agierten auf dem von Deutschland besetzten polnischen Gebiet als eine Hilfstruppe des NS-Regimes. Die in polnischen Gef&auml;ngnissen einsitzenden OUN-Leute wurden freigelassen. Die Wehrmacht formierte 1940 in den besetzten polnischen Gebieten aus OUN-Angeh&ouml;rigen die Bataillone &bdquo;Nachtigall&ldquo; und &bdquo;Roland&ldquo;. Die OUN vertrat damals bereits das Ziel &bdquo;Ukraine f&uuml;r die Ukrainer&ldquo;, was erkl&auml;rterma&szlig;en auf die Vertreibung und oft auf die Liquidierung der j&uuml;dischen und polnischen Bev&ouml;lkerung hinauslief. Die OUN war in diesem Zeitraum ma&szlig;geblich an der Vernichtung von 200.000 Juden beteiligt. <\/p><p>Die <em>dritte<\/em> Periode begann am 22. Juni 1941 mit dem deutschen &Uuml;berfall auf die Sowjetunion, was mit dem Einmarsch der NS-Armeen in das seit dem 17. September 1939 von der Sowjetunion besetzte ehemals polnische Gebiet begann. Die OUN-F&uuml;hrung hoffte nun darauf, dass das NS-Regime eine von der OUN kontrollierte Ukraine dulden w&uuml;rde und proklamierte am 30. Juni 1941 in Lwiw (Lemberg) die Unabh&auml;ngigkeit. Das passte jedoch nicht in das Konzept der Nazis, weswegen einige f&uuml;hrende ukrainische Nationalisten, darunter Bandera, zeitweilig inhaftiert und, wie bereits geschildert, als &bdquo;Ehrenh&auml;ftlinge&ldquo; in Sachsenhausen einsa&szlig;en. Die Masse der OUN-Kader agierte jedoch weiter als Hilfskr&auml;fte der Nazis. Sie waren aktiv beteiligt bei der Vernichtung der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung und nunmehr auch im Kampf gegen die Rote Armee.<\/p><p>Eine <em>vierte<\/em> Phase begann Ende 1942, als sich die Niederlage der Wehrmacht abzeichnete. Die OUN-B f&uuml;hrte nun zunehmend einen eigenen Krieg f&uuml;r eine ukrainische Unabh&auml;ngigkeit &ndash; und beging dabei vor allem Massaker an der polnischen Bev&ouml;lkerung. Diese Aktivit&auml;ten werden in einer gr&uuml;ndlichen Untersuchung des britischen Historikers Keith Lowe aus dem Jahr 2012 wie folgt beschrieben: &bdquo;Ende des Jahres 1942, als offenkundig wurde, dass die Macht Hitler-Deutschlands in Osteuropa an ihre Grenzen gesto&szlig;en war, desertierten die ukrainischen Polizisten in Scharen [&hellip;] und schlossen sich der neuen Partisanengruppe der OUN an, der Ukrainischen Aufst&auml;ndischen Armee (Ukrajinska Powstanska Armija , UPA). Und nun setzten sie die Kenntnisse, die sie im Dienst der SS erworben hatten, im Kampf gegen die feindlichen Volksgruppen ein. Neben den wenigen &uuml;berlebenden Juden richtete sich ihr Vernichtungsfeldzug nun gegen die gro&szlig;e polnische Minderheit. [&hellip;] In dem Blutrausch der folgenden Jahre wurden ganze polnische Gemeinden ausradiert. Alte M&auml;nner wurden ebenso ermordet wie Frauen und Neugeborene.&ldquo; <\/p><p>Der Autor beschreibt in der Folge einzelne Massaker &ndash; so im Dorf Oleksieta an Ostern 1943 oder am 12. M&auml;rz 1944 im Dorf und Kloster Podkamien. Keith Lowe bilanziert dann wie folgt: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Aus polnischen, aber auch aus deutschen und sowjetischen Quellen geht hervor, dass die ukrainischen Partisanen ihre Opfer k&ouml;pften, kreuzigten, verst&uuml;mmelten und ausweideten und die Leichen oft zur Schau stellten, um unter den verbliebenen Polen Angst und Schrecken zu verbreiten. Sie brannten H&auml;user und Kirchen nieder, schleiften D&ouml;rfer und raubten alles, was sie tragen konnten. Dieser Vernichtungsfeldzug wurde auf ganz Ostpolen und die westliche Ukraine ausgeweitet. Ukrainer, die ihren polnischen Nachbarn Schutz gew&auml;hrten, wurden ebenfalls ermordet. Aus den UPA-Berichten geht hervor, dass die Partisanenbewegung vorhatte, die ethnischen Polen genauso umfassend auszurotten wie die Juden. Und vielerorts gelang das tats&auml;chlich. [&hellip;] Nach sehr konservativen Sch&auml;tzungen t&ouml;teten ukrainische Partisanen in Wollhynien rund 50.000 polnische Zivilisten. In Galizien fielen ihnen zwischen 20.000 und 30.000 Menschen zum Opfer. Insgesamt d&uuml;rften im Verlauf des B&uuml;rgerkriegs in der Grenzregion bis zu 90.000 Polen das Leben verloren haben. Auch auf der ukrainischen Seite waren tausende Tote zu beklagen, aber da der Genozid kein erkl&auml;rtes Ziel der Polen war, verloren die Ukrainer sehr viel weniger Menschen als sie ihrerseits t&ouml;teten &ndash; insgesamt etwas 20.000.&ldquo;[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Bandera sa&szlig; zwar bis September 1944, wie erw&auml;hnt, als Ehrenh&auml;ftling in Sachsenhausen fest. Doch erstens konnte er auch von dort aus Einfluss auf seine Leute nehmen. Zweitens gibt es keinerlei Distanzierung Banderas von diesen Verbrechen. Und drittens agierte er nach seiner Freilassung im Herbst 1944 sofort wieder als F&uuml;hrer der OUN-B beziehungsweise der UPA &ndash; und dies in einer Zeit, als es viele der beschriebenen furchtbaren Massaker gab.<\/p><p><strong>Bandera war beim N&uuml;rnberger Kriegsverbrecherprozess durchaus Thema<\/strong><\/p><p>In seinem Gestammel zur Leugnung all dieser Verbrechen behauptete der Herr Botschafter, die OUN und Bandera k&ouml;nnten gar nicht solche Verbrechen begangen haben, &bdquo;denn dann w&auml;re er doch in N&uuml;rnberg verurteilt&ldquo; worden. &bdquo;Wenn Stalin Beweise&ldquo; f&uuml;r Banderas Verbrechen gehabt h&auml;tte, dann w&auml;re Bandera dort auf der Anklagebank gelandet &ndash; &bdquo;aber&ldquo;, so Melnyk, &bdquo;es gibt keine Beweise&ldquo;. Schlie&szlig;lich habe Bandera ja nach Ende des Zweiten Weltkriegs noch viele Jahre lang &bdquo;in Deutschland&ldquo;, gemeint ist Westdeutschland, gelebt. Dieses Argument entbehrt offensichtlich jeder Grundlage, da im N&uuml;rnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher nur vierundzwanzig Personen der deutschen NS-F&uuml;hrung vor Gericht standen. Die Tatsache, dass Tausende verantwortliche Nazis in Deutschland &ndash; und die meisten prominenten Kollaborateure des NS-Regimes in den von Deutschland besetzten L&auml;ndern &ndash; in Deutschland &uuml;berhaupt nicht zur Verantwortung gezogen wurden und dass Polen, Israel und die Sowjetunion durchaus gefordert hatten, Bandera als Kriegsverbrecher vor ein Gericht zu stellen, sollte auch Melnyk bekannt sein. <\/p><p>Nicht bekannt d&uuml;rfte ihm sein, dass im N&uuml;rnberger Hauptkriegsverbrecherprozess die OUN und Bandera durchaus Thema waren. Am 11. Februar 1946 wurde dem N&uuml;rnberger Gerichtshof die Aussage des &bdquo;Obersten Erwin Stolze des fr&uuml;heren deutschen Heeres&ldquo;, einem f&uuml;hrenden Mitarbeiter &bdquo;im Amt II Ausland\/Abwehr beim Oberkommando der Wehrmacht&ldquo; als &bdquo;Beweisst&uuml;ck USSR-231&ldquo; vorgelegt und daraus wie folgt zitiert:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Ich [also besagter Oberst Erwin Stolze; W.W.] erhielt [&hellip;] die Weisung, eine Sondergruppe unter meiner Leitung aufzustellen. Diese Gruppe erhielt die Deckbezeichnung &rsaquo;A&lsaquo; und war ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die Vorbereitung der Sabotage- und Zersetzungsarbeit im sowjetischen Hinterland bestimmt. Um die gleiche Zeit hatte mich Lahousen [Vorgesetzter von Stolze; W.W.] mit einem Befehl des Wehrmachtf&uuml;hrungsstabes bekannt gemacht, der Richtlinien f&uuml;r die Unterw&uuml;hlungst&auml;tigkeit auf dem Sowjetgebiet nach dem &Uuml;berfall Deutschlands auf Russland enthielt. Der Befehl war vom Feldmarschall Keitel nach Abzeichnung durch General Jodl [&hellip;] unterzeichnet. [&hellip;] In diesem Befehl wurde darauf hingewiesen, dass zur Unterst&uuml;tzung eines blitzartigen Schlages gegen die Sowjetunion Abw. II ihre Unterw&uuml;hlarbeit gegen Russland mit Hilfe eines V-Mann-Netzes auf die Entfachung des Nationalhasses zwischen den V&ouml;lkern der S.U. zu steuern habe. [&hellip;]  Um die obengenannten Weisungen Keitels und Jodls auszuf&uuml;hren, hatte ich mit den im Dienste der deutschen Abwehr stehenden ukrainischen Nationalisten F&uuml;hlung [&hellip;] aufgenommen. Ich hatte unter anderem pers&ouml;nlich den Anf&uuml;hrern der ukrainischen Nationalisten &ndash; Melnyk (Deckname, &rsaquo;Konsul I&lsaquo;) und Bandera [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] &ndash; die Weisung gegeben, sogleich nach dem &Uuml;berfall Deutschlands auf Russland provokatorische Putsche in der Ukraine zu organisieren mit dem Ziele, die Sowjettruppen in ihrem unmittelbaren Hinterlande zu schw&auml;chen, sowie auch die internationale &ouml;ffentliche Meinung im Sinne einer sich angeblich vollziehenden Zersetzung des sowjetischen Hinterlandes zu beeinflussen.&ldquo;[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><\/blockquote><p><strong>Es geht nicht um einen faschistoiden Botschafter, es geht um die Regierungen in Kiew und Berlin<\/strong><\/p><p>Nach dem skandal&ouml;sen Interview mit Melnyk bei &bdquo;Jung und Naiv&ldquo; gab es zwar Proteste in Warschau und Tel Aviv und auch eine Distanzierung seitens des ukrainischen Au&szlig;enministeriums. Das deutsche Ausw&auml;rtige Amt &ndash; das sich bekanntlich einer &bdquo;wertebasierten Au&szlig;enpolitik&ldquo; verpflichtet sieht &ndash; lie&szlig; jedoch verlautbaren, man wolle sich &bdquo;an der Kontroverse um den ukrainischen Botschafter in Deutschland nicht beteiligen.&ldquo; Im &Uuml;brigen verweise man auf die Stellungnahme des ukrainischen Au&szlig;enministeriums. Personelle Konsequenzen werden &ndash; bislang zumindest &ndash; von keiner prominenten Stelle gefordert. <\/p><p>Dabei geht es letzten Endes nicht um die Person Melnyk und dessen Bewunderung f&uuml;r einen Antisemiten und Faschisten. Der Skandal ist ein deutlich gr&ouml;&szlig;erer. Er betrifft erstens die Regierung in Kiew und das politische System in der Ukraine und zweitens die Verantwortlichen und die Medien in Deutschland selbst.<\/p><p>Verschwiegen wird in der aktuellen Debatte, dass das Loblied auf den faschistischen F&uuml;hrer Bandera keine individuelle Marotte eines &bdquo;streitbaren Botschafters&ldquo; (NZZ) ist. Bandera gilt im Staat Ukraine den Eliten und den Verantwortlichen in der Regierung und in den Medien als Vorbild und als Held. Es gibt inzwischen in der Ukraine &ndash; vor allem im Westen des Landes, aber auch in der Hauptstadt Kiew &ndash; hunderte Bandera-Statuen. In der ukrainischen Hauptstadt wurde am 7. Juli 2016 der zentrale ehemalige &bdquo;Moskowski Prospekt&ldquo; in &bdquo;Stepan Bandera Prospekt&ldquo; umbenannt. Bereits 2009 erschien &ndash; anl&auml;sslich des hundertsten Geburtstags von Bandera &ndash; eine Briefmarke der staatlichen ukrainischen Post, auf der Stepan Bandera &ndash; erg&auml;nzt um seine Unterschrift und die Jahreszahlen &bdquo;1999-2009&ldquo; &ndash;  abgebildet ist. Und als Ende Mai in Mariupol hunderte ukrainische Soldaten, die sich in den unterirdischen G&auml;ngen des Asow-Stahlwerks verbarrikadiert hatten, kapitulierten und die russischen Soldaten diese zwangen, ihre Uniformen abzulegen und ihre nackten Oberk&ouml;rper zu pr&auml;sentieren, konnte man dutzendfach t&auml;towierte K&ouml;rper mit Bandera-Konterfeis, SS-Runen, der Wolfsangel, dem Hakenkreuz und auch solche mit dem Konterfei von Adolf Hitler bestaunen. Beziehungsweise man konnte das in Deutschland eher nicht sehen. Zwar sendeten auch ARD und ZDF Aufnahmen des Russischen Staatsfernsehens, die diese ukrainischen Soldaten nach der Kapitulation zeigten. Doch die entsprechenden Sentenzen mit den nackten und derart t&auml;towierten Oberk&ouml;rpern waren herausgeschnitten worden. Man wollte einen solchen Anblick der deutschen &Ouml;ffentlichkeit ersparen.<\/p><p>Die andere Ebene des Skandals Melnyk-Bandera betrifft die Verantwortlichen in Deutschland &ndash; in der Regierung in Berlin und die Verantwortlichen in den Medien. Melnyk ist seit dem 24. Februar buchst&auml;blich in jeder Woche mehrmals auf allen Kan&auml;len pr&auml;sent. Er gab seit Kriegsbeginn Dutzende Interviews in Print- und elektronischen Medien; so gut wie immer wurden an ihn keine kritischen Fragen gestellt. Vielmehr wurde er immer kaum verh&uuml;llt als Waffe daf&uuml;r eingesetzt, dass die Regierung zu noch mehr Waffenlieferungen aufgefordert, wenn nicht erpresst wird. Das Verh&auml;ltnis des Herrn Botschafters zur R&uuml;stungsindustrie wird &uuml;brigens im Interview (Minute 45 bzw. 2:12) wunderbar auf den Punkt gebracht: Melnyk erkl&auml;rt dort mehrmals, dass die Chefs der R&uuml;stungskonzerne (&bdquo;Ich kenne fast alle&ldquo;) zu den &bdquo;wenigen Menschen (geh&ouml;ren), die uns verstanden&ldquo;, die &bdquo;uns mit dem Herzen empfangen&ldquo; haben.<\/p><p>Ganz offensichtlich steht der Mann unter einem besonderen Schutz. Mehrmals betont Melnyk im Interview, er sei &bdquo;Bevollm&auml;chtigter&ldquo;, er habe &bdquo;kein Abmahnung oder &Auml;hnliches&ldquo; erhalten, als er den Bundeskanzler direkt anging; er habe es auch nicht notwendig, mit Selensky &bdquo;&uuml;ber Bandera zu sprechen&ldquo;. Wobei er in dem Interview den interessanten Einblick bietet, dass er seit mehr als 25 Jahren im diplomatischen Dienst der Ukraine steht, dass er damit &bdquo;auch unter Russland-freundlichen&ldquo; Pr&auml;sidenten seinen Job machte &ndash; und dass er 2013\/2014, in den Wochen des Maidan &ndash; so Tilo Jung &ndash; &bdquo;tags&uuml;ber f&uuml;rs (Janukowytsch-)Regime und abends&ldquo;, als Privatperson, &bdquo;f&uuml;r den Maidan&ldquo; aktiv gewesen sei (Minute 1:21).<\/p><p>Im &bdquo;Jung &amp; Naiv&ldquo;-Interview auf einen l&auml;ngeren Aufenthalt in den USA &ndash; eine Gesch&auml;ftsreise &ndash; angesprochen, reagiert Melnyk ausgesprochen zur&uuml;ckhaltend. Es ist der Interviewer Tilo Jung, der ihn darauf direkt anspricht und dann noch konkretisiert: &bdquo;Du hast da sogar Brzezinski getroffen!&ldquo;, was Melnyk best&auml;tigt. <\/p><p>Nun war der ehemalige Sicherheitsberater des US-Pr&auml;sidenten Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, ein Mann, der in seinem Buch &bdquo;The Grand Chessboard&ldquo; (&bdquo;Das gro&szlig;e Schachbrett&ldquo;) geradezu vision&auml;r eine US-Strategie entwickelt, mit der Russland, bis dahin eine &bdquo;eurasische Macht&ldquo;, zu einer &bdquo;rein asiatischen Macht&ldquo; degradiert werden sollte. Dabei w&uuml;rde &bdquo;die Ukraine als neuer und wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett&ldquo;, einen &bdquo;geopolitischen Dreh- und Angelpunkt&ldquo; darstellen: &bdquo;Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr.&ldquo;[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Die Strategie, die bereits bei Brzezinski aufschien, die die heutige Regierung Biden praktiziert und f&uuml;r die Melnyk trommelt, ist aber eine Politik, die die Ausweitung des Ukrainekriegs zu einem europaweiten Krieg, der auch atomar gef&uuml;hrt werden kann, ins Kalk&uuml;l einbezieht. Es ist eine Politik, die vor allem die Interessen der US-Eliten und der R&uuml;stungsindustrie zum Ausdruck bringt &ndash; mit einer Administration in Br&uuml;ssel und mit einer Regierung in Berlin, die zunehmend Vasallenstatus hat. Was im &Uuml;brigen deutlich damit dokumentiert wurde, dass der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin Ende April die Verteidigungsminister und -ministerinnen von mehr als vierzig L&auml;ndern nach Ramstein auf den US-Luftwaffenst&uuml;tzpunkt eingeladen hatte, um dort eine Koalition zu schmieden und zum ersten Mal darauf zu orientieren, dass &bdquo;der Krieg noch sehr lange dauern&ldquo; wird.<\/p><p>Es muss alles getan werden, dieser Kriegstreiberei ein Ende zu bereiten, einen sofortigen Waffenstillstand und ein Zur&uuml;ck an den Verhandlungstisch zu fordern. Auch wenn der Herr Botschafter im &bdquo;Jung &amp; Naiv&ldquo;-Interview sagt, das Minsker Abkommen sei &bdquo;ein totes Pferd&ldquo;, so kann eine L&ouml;sung, mit der der Frieden wieder hergestellt wird, nur in einem Abkommen Minsk III bestehen.<\/p><p><strong>Winfried Wolf<\/strong> ist verantwortlicher Redakteur von Lunapark21. (<a href=\"http:\/\/www.lunapark21.net\">www.lunapark21.net<\/a>)<\/p><p>Titelbild: Screenshot Jung &amp; Naiv<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Das komplette Interview findet man hier: <a href=\"https:\/\/www.jungundnaiv.de\/2022\/06\/29\/andrij-melnyk-botschafter-der-ukraine-folge-580\/\">jungundnaiv.de\/2022\/06\/29\/andrij-melnyk-botschafter-der-ukraine-folge-580\/<\/a><br>\nEin siebenmin&uuml;tiger Auszug bei YouTube hier: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HOcW7uLJVZU\">youtube.com\/watch?v=HOcW7uLJVZU<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] NZZ und SZ, jeweils Ausgabe vom 2. Juli 2022.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Keith Lowe, Der Wilde Kontinent. Europa in den Jahren der Anarchie 1943 &ndash; 1950, englische Ausgabe von 2012, deutsch Stuttgart 2014, Seiten 270-274.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Im Jahr 1940 kam es zur Spaltung innerhalb der OUN. Es wurde die OUN-B (unter der Leitung von Stepan Bandera) und die OUN-M unter der F&uuml;hrung von Andrij Melnyk gegr&uuml;ndet. Andrij Melnyk (1890-1964) war in der Fr&uuml;hphase der OUN deren F&uuml;hrer. Er wurde dann von Stepan Bandera, der als radikaler galt, abgel&ouml;st. Die beiden OUN-Gruppen f&uuml;hrten auch einen erbitterten Bruderkrieg und ermordeten jeweils f&uuml;hrende Leute der Gegenseite. In der Endphase des Weltkriegs wurde von der Wehrmacht die 14. Waffen-Grenadier-Division der SS aufgestellt, die vorwiegend aus Aktiven des Melnyk-Fl&uuml;gels der OUN bestand. Die OUN-B agierte in dieser Zeit, wie oben beschrieben, &uuml;berwiegend autonom. Die Namensgleichheit mit dem Botschafter ist Zufall; &bdquo;Melnyk&ldquo; hei&szlig;t M&uuml;ller. Im Interview sagt A.M., der Botschafter, sein Vater &bdquo;wollte mich so nennen&ldquo; &ndash; im Gedenken an diesen OUN-F&uuml;hrer.  <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Gerichtshof N&uuml;rnberg. N&uuml;rnberg 1947, Bd. 7, S. 283-310. Permalink: <a href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Geschichte\/M\/Der+N%C3%BCrnberger+Proze%C3%9F\/Hauptverhandlungen\/Sechsundf%C3%BCnfzigster+Tag.+Montag,+11.+Februar+1946\/Nachmittagssitzung\">zeno.org\/Geschichte\/M\/Der+N%C3%BCrnberger+Proze%C3%9F\/Hauptverhandlungen\/Sechsundf%C3%BCnfzigster+Tag.+Montag,+11.+Februar+1946\/Nachmittagssitzung<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Zbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht &ndash; Amerikas Strategie der Vorherrschaft&ldquo;, hier zitiert nach der deutschen Ausgabe von Frankfurt\/M. 1999, S. 75. Erstausgabe in den USA 1997. Eine Zusammenfassung dieser Brzezinski-Schrift findet sich in Lunapark21, Heft 58S. 54ff, Juli 2022. Dort gibt es auch 30 Seiten mit aktuellen Texten zum Ukraine-Krieg.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andrij Melnyk ist in Deutschland dank zahlreichen einschl&auml;gigen Medienauftritten das Gesicht der Ukraine. Doch auch wenn die Aussagen des &bdquo;Noch-Botschafters&ldquo; jegliche Diplomatie vermissen lassen, halten sich die meisten Medien mit Kritik an ihm zur&uuml;ck. Das gilt auch f&uuml;r seine j&uuml;ngsten Entgleisungen bei dem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JVEGR7apzoI\">YouTube-Interviewformat Jung &amp; Naiv<\/a>. Erst die Proteste aus Israel und Polen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85554\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":85555,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,198,159,171,125],"tags":[3249,1206,1917,2102,1289,1830,304,3202,835,416,2996,799,259,2147,260,1556,966,2360],"class_list":["post-85554","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-fremdenfeindlichkeit-rassismus","category-militaereinsaetzekriege","category-rechte-gefahr","tag-bandera-stepan","tag-brzezinski-zbigniew","tag-genozid","tag-geostrategie","tag-holocaust","tag-jung-tilo","tag-kriegsverbrechen","tag-melnyk-andrij","tag-nationalismus","tag-nationalsozialismus","tag-nuernberger-prozess","tag-polen","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-ukraine","tag-usa","tag-weltkrieg","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Bildschirmfoto-2022-07-05-um-10.07.46.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=85554"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85554\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85585,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85554\/revisions\/85585"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/85555"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=85554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=85554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=85554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}