{"id":85624,"date":"2022-07-07T08:42:07","date_gmt":"2022-07-07T06:42:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624"},"modified":"2022-07-07T08:42:07","modified_gmt":"2022-07-07T06:42:07","slug":"hinweise-des-tages-4145","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h01\">Andrij Melnyk hat seine Mission in Deutschland erf&uuml;llt: Er durfte einfach alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h02\">Ein schrecklicher Preis f&uuml;r die NATO-Erweiterung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h03\">Lindner plant drastische Leistungsk&uuml;rzungen f&uuml;r Langzeitarbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h04\">Wann ist man arm, wann reich? Neue Studie &uuml;berpr&uuml;ft g&auml;ngige Definitionen empirisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h05\">Zehn Jahre nach der Pleite: &ldquo;Taschengeld&rdquo; f&uuml;r die Schlecker-Frauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h06\">&raquo;Wir nehmen Karl Lauterbach beim Wort&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h07\">Wir haben (k)einen Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h08\">Vom Regen in die Traufe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h09\">Mangelware Lithium: Wei&szlig;es Gold fehlt &ndash; so ist die deutsche Mobilit&auml;tswende zum Scheitern verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h10\">Wachsender Stau von Containerschiffen in der Nordsee und in China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h11\">Globalisierung als Wirtschaftskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h12\">M&uuml;hsamer Wiederaufbau im Ahrtal: &ldquo;Menschen sind ersch&ouml;pft, zerm&uuml;rbt, entt&auml;uscht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h13\">Lehren aus dem Wahlchaos in Berlin: Sie hatten die Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h14\">Mit Dreck gegen links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85624#h15\">&ldquo;Gegneranalyse&rdquo;: Das Zentrum f&uuml;r Liberale Moderne oder die R&uuml;ckkehr des Faschismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Andrij Melnyk hat seine Mission in Deutschland erf&uuml;llt: Er durfte einfach alles<\/strong><br>\nManche Journalisten behandelten Andrij Melnyk wie verliebte Teenager, die Bundesregierung schwieg zu seiner Faschistenverharmlosung. Nun holt Kiew den Botschafter der Ukraine nach Hause. Er ist in eine Falle getappt<br>\nNun ist &bdquo;der erfrischend andere Botschafter&ldquo; doch noch gestolpert. Andrij Melnyk, Deutschlands bekanntester Undiplomat, wird nach Kiew zur&uuml;ckbeordert, um dort einen Posten im Au&szlig;enministerium zu &uuml;bernehmen. Er hat seine Sache, wie man so sagt, &uuml;berrissen.<br>\nZwei Dinge sind an seinem Abgang bemerkenswert. Erstens: Die deutsche Politik hat sich zu keinem Zeitpunkt getraut, Melnyk in die Schranken zu weisen. Zweitens: Die liberalen Leitmedien haben in eklatanter Weise versagt.<br>\nGehen Fernsehtalker und Gro&szlig;kolumnisten sonst bei jedem Naziverdacht sofort in moralisch korrekte Habacht-Stellung, erlagen sie hier wie verliebte Teenager Andrij Melnyks zweifellos vorhandenem Charme. Es war &bdquo;der Guttenberg-Effekt&ldquo;. Da trat ein Diplomat nicht wie ein Diplomat auf, sondern k&auml;mpfte hemmungslos und &bdquo;scharfz&uuml;ngig&ldquo; f&uuml;r eine &bdquo;gerechte Sache&ldquo;. Nichts lieben voreingenommene, politisch oft naive Journalisten mehr als &bdquo;unverstellte Direktheit&ldquo;! Und Melnyk war stets f&uuml;r eine Schlagzeile gut. Wie ein Popstar wurde er durch die Talkshows gereicht und durfte jeden abkanzeln, der sich seiner beschr&auml;nkten Weltsicht in den Weg stellte. Auch der Kanzler, der Bundespr&auml;sident und Deutschlands beliebteste Intellektuelle bekamen das zu sp&uuml;ren. Er nannte sie Loser, Arschl&ouml;cher und beleidigte Leberw&uuml;rste. Der Krieg in der Ukraine brachte es mit sich, dass selbst &bdquo;Aufkl&auml;rungsorgane&ldquo; wie der Spiegel und das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen artig &uuml;ber Melnyks Faschistenverharmlosung hinwegsahen. Niemand konfrontierte ihn damit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/andrij-melnyk-hat-seine-mission-in-deutschland-erfuellt-er-durfte-einfach-alles\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein schrecklicher Preis f&uuml;r die NATO-Erweiterung<\/strong><br>\nDer NATO-Gipfel in Madrid hat Ende Juni den Beitritt Schwedens und Finnlands zum B&uuml;ndnis beschlossen &ndash; oder doch noch nicht?<br>\nDas Familienbild vom letzten NATO-Gipfel in Madrid sollte vor allem Einigkeit unter Gleichen symbolisieren: M&auml;nner und Frauen, die ihre Differenzen in friedlichen Debatten l&ouml;sen und schwierige Beschl&uuml;sse in Einigkeit treffen. NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg pries auf der abschliessenden Pressekonferenz auch wortreich die &laquo;ungebrochene Geschlossenheit aller 30 Mitgliedstaaten&raquo; und nannte das neue Strategiepapier, das Russland erstmals &laquo;als gr&ouml;sste und unmittelbarste Bedrohung f&uuml;r die Sicherheit der Verb&uuml;ndeten und f&uuml;r Frieden und Stabilit&auml;t im euro-atlantischen Raum&raquo; bezeichnet, wegweisend. Er begr&uuml;sste schliesslich die Erweiterung des B&uuml;ndnisses um zwei weitere Mitglieder, Schweden und Finnland. Dass die Norderweiterung in erster Linie dank seinen unerm&uuml;dlichen Bem&uuml;hungen gelungen war, machte ihn offenkundig stolz.<br>\nZur selben Stunde und unweit vom NATO-Generalsekret&auml;r beteuerte der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdo&#287;an den Medien seines Landes, dass der Beitritt der zwei NATO-Anw&auml;rter keineswegs beschlossene Sache sei: &laquo;Das unterzeichnete Abkommen ist nur ein Anfang, eine Einladung&raquo;, sagte der Gast aus dem Osten. Wie er ausf&uuml;hrte, m&uuml;ssten Schweden und Finnland zun&auml;chst ihren Zusagen treu bleiben. Andernfalls w&uuml;rden ihre Mitgliedschaften dem t&uuml;rkischen Parlament einfach nicht vorgelegt. &laquo;Dieses Abkommen wird nicht zustande kommen, wenn es nicht von unserem Parlament gebilligt wird&raquo;, sagte er. Auch Erdo&#287;an war in triumphaler Laune. Was trifft in Wirklichkeit also zu?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/ein-schrecklicher-preis-fuer-die-nato-erweiterung\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lindner plant drastische Leistungsk&uuml;rzungen f&uuml;r Langzeitarbeitslose<\/strong><br>\nFinanzminister Christian Lindner (FDP) will in den kommenden Jahren stark bei der F&ouml;rderung von Langzeitarbeitslosen sparen. Das berichtet der &bdquo;Spiegel&ldquo; unter Berufung auf den Haushaltsentwurf f&uuml;r 2023.<br>\nKonkret sollen demnach f&uuml;r das kommende Jahr &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; in der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende von aktuell gut 4,8 Milliarden Euro auf 4,2 Milliarden Euro gek&uuml;rzt werden &ndash; ein Minus von insgesamt 609 Millionen Euro. Mittelfristig sollen offenbar vor allem die Mittel f&uuml;r mehrj&auml;hrige F&ouml;rderungen weitgehend abgeschmolzen werden. Bis 2029 werden die F&auml;lligkeiten entsprechender Verpflichtungserm&auml;chtigungen der Planung zufolge auf j&auml;hrlich nur noch f&uuml;nf Millionen Euro reduziert. Bleibt es bei der K&uuml;rzung, d&uuml;rfte der sogenannte Soziale Arbeitsmarkt, auch bekannt als F&ouml;rderung nach Paragraf 16i des Zweiten Sozialgesetzbuchs, de facto vor dem Aus stehen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.oldenburger-onlinezeitung.de\/nachrichten\/lindner-plant-drastische-leistungskuerzungen-fuer-langzeitarbeitslose-88181.html\">OOZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/haushalt-christian-lindner-plant-starke-kuerzungen-bei-leistungen-fuer-langzeitarbeitslose-a-dcc3469d-73ba-4686-a35d-6ad3aeb7c7e6\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wann ist man arm, wann reich? Neue Studie &uuml;berpr&uuml;ft g&auml;ngige Definitionen empirisch<\/strong><br>\nDie Ausgaben f&uuml;r Nahrungsmittel steigen im unteren Bereich der Verteilung mit zunehmendem Einkommen stark an. Zus&auml;tzliches Einkommen wird in Haushalten mit wenig Geld &uuml;berwiegend zur Befriedigung der elementaren Grundbed&uuml;rfnisse aufgewendet, der R&uuml;ckstand gegen&uuml;ber Haushalten mit mittlerem Einkommen zuerst auf diesem Gebiet verringert. Ab einem gewissen Punkt wird die Kurve jedoch flacher. Bis zu dieser &bdquo;S&auml;ttigungsgrenze&ldquo; besteht nach der Interpretation der Forscherinnen ein &bdquo;ungedeckter Bedarf&ldquo;. Verm&ouml;gen und Verm&ouml;gensbildung durch Sparen spielen in diesem Bereich der Verteilung keine Rolle &ndash; im Schnitt wird &bdquo;entspart&ldquo;: Ersparnisse werden aufgel&ouml;st oder Geld wird geliehen.<br>\nNach den Berechnungen der Forscherinnen mit Daten der repr&auml;sentativen Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) des Statistischen Bundesamts endet dieser als Armut klassifizierte Abschnitt der Verteilung bei einem Einkommen von rund 65 Prozent des mittleren Einkommens, sofern ein allenfalls geringes Verm&ouml;gen vorhanden ist. Die Armutsgrenze ist also nicht sehr weit von den &uuml;blicherweise verwendeten 60 Prozent entfernt ist. Mit Einkommen ist hier das sogenannte Netto&auml;quivalenzeinkommen gemeint, das hei&szlig;t: Abgaben an Staat und Sozialversicherung sind bereits abgezogen, Sozialtransfers ber&uuml;cksichtigt, und durch Gewichtungsfaktoren werden Unterschiede in der Haushaltsgr&ouml;&szlig;e ber&uuml;cksichtigt, sodass sich etwa Ein- und Vierpersonenhaushalte sinnvoll vergleichen lassen.<br>\nOberhalb der Armut sehen Becker, Schmidt und Tobsch einen Prekarit&auml;tsbereich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-wann-ist-man-arm-wann-reich-42235.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zehn Jahre nach der Pleite: &ldquo;Taschengeld&rdquo; f&uuml;r die Schlecker-Frauen<\/strong><br>\nDie Schlecker-Insolvenz im Jahr 2012 war eine der gr&ouml;&szlig;ten Firmenpleiten in Deutschland. Nun sollen fr&uuml;here Mitarbeiterinnen der Drogeriekette noch Geld erhalten &ndash; aber wohl &uuml;berschaubare Summen.<br>\nHelga Bandow war 25 Jahre f&uuml;r Schlecker t&auml;tig. Die heute 70-j&auml;hrige Hessin war zuletzt als stellvertretende Filialleiterin angestellt. Die Schlie&szlig;ung hat sie damals hart getroffen. &ldquo;Wir waren alle stinksauer&rdquo;.<br>\nNeulich bekam sie Post vom Schlecker-Insolvenzverwalter. &ldquo;Ich war v&ouml;llig &uuml;berrascht, nochmal etwas von dem Fall zu h&ouml;ren&rdquo;, sagt die Gladenbacherin.<br>\nDoch der Brief war entt&auml;uschend. 250 Euro soll sie im Juli &uuml;berwiesen bekommen &ndash; nicht mehr als ein &ldquo;unerwartetes Taschengeld&rdquo;. Unter anderem geht es um Anspr&uuml;che der ehemaligen Mitarbeiter aus L&ouml;hnen, Weihnachts- und Urlaubsgeld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/schlecker-insolvenz-beschaeftigte-zahlungen-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Wir nehmen Karl Lauterbach beim Wort&laquo;<\/strong><br>\nProtest gegen Schlie&szlig;ung von Krankenh&auml;usern: B&uuml;ndnis macht Druck auf Gesundheitsminister. Ein Gespr&auml;ch mit Jorinde Schulz<br>\nAuch in der Coronapandemie werden hierzulande weiterhin Krankenh&auml;user geschlossen. Anl&auml;sslich der Gesundheitsministerkonferenz protestierten Sie dagegen in der vergangenen Woche. Karl Lauterbach lud Sie ein, an der Beratung zur Krankenhausreform teilzunehmen. Will der Bundesgesundheitsminister Ihr B&uuml;ndnis damit nicht vereinnahmen, um seiner Politik mehr Legitimit&auml;t zu verleihen?<br>\nDas wird versucht, aber wir lassen uns nicht vereinnahmen. Wir kennen die Probleme vor Ort. Viele in unserem B&uuml;ndnis sind Krankenhausbesch&auml;ftigte oder als B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger direkt von Schlie&szlig;ungen betroffen. Schon die Besetzung der vom Ministerium berufenen sogenannten Expertenkommission, die Reformempfehlungen erarbeiten soll, ist kritikw&uuml;rdig. An der Spitze stehen mit den Gesundheits&ouml;konomen Reinhard Busse und Boris Augurzky prominente Schlie&szlig;ungslobbyisten. 2023 soll die Reform umgesetzt werden. Wenn Busse und Augurzky ihre bekannte Agenda nach Rezept der Bertelsmann-Stiftung durchsetzen, wird das Tempo der Schlie&szlig;ungen beschleunigt werden. Das w&auml;re ein Skandal. Die Bev&ouml;lkerung wird darunter leiden. Deshalb nehmen wir Lauterbach beim Wort, wenn er uns einl&auml;dt. Wir haben konkrete Vorschl&auml;ge, die Krankenh&auml;user zu retten.<br>\nWie f&auml;llt Ihre bisherige Bilanz seiner Arbeit aus?<br>\n2019, bevor Lauterbach Gesundheitsminister wurde, verteidigte er Schlie&szlig;ungen mit den Worten: &raquo;Jeder wei&szlig;, dass wir in Deutschland mindestens jede dritte, eigentlich jede zweite, Klinik schlie&szlig;en sollten.&laquo; Begr&uuml;ndung: Dann habe man in anderen Kliniken &raquo;genug Personal, geringere Kosten, bessere Qualit&auml;t und nicht so viel &Uuml;berfl&uuml;ssiges&laquo;. Ihm geht es also um Gewinne der Klinikbetreiber. Unter der Ampelregierung l&auml;uft der sogenannte Krankenhausstrukturfonds weiter, mit dem Schlie&szlig;ungen gef&ouml;rdert werden. Entsprechende Vorhaben werden freilich anders genannt, hei&szlig;en etwa &raquo;Programme f&uuml;r Krankenhauskonzentrationen&laquo;. Geld flie&szlig;t in den Neubau riesiger Zentralkliniken, aber nicht f&uuml;r den Erhalt von Kliniken im l&auml;ndlichen Raum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429960.gesundheitsversorgung-wir-nehmen-karl-lauterbach-beim-wort.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wir haben (k)einen Plan<\/strong><br>\nGaskrise: BRD droht wegen Ampelpl&auml;nen Rezession. Linke-Politiker fordert Inbetriebnahme von Nord Stream 2 &ndash; und erntet Shitstorm von Genossen<br>\nDer Wirtschaftskrieg gegen Russland spitzt sich zu. Und obwohl sie die Eskalation ma&szlig;geblich befeuert, hat die Bundesregierung die damit einhergehenden Folgen nicht im Griff. Denn sicherlich h&auml;tte ein Stopp russischer Gaslieferungen eine tiefe Rezession zur Folge. Eine j&uuml;ngst von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft ver&ouml;ffentlichten Studie ergab, dass die Wirtschaftsleistung der BRD bei einem Gasstopp im kommenden Jahr um 12,7 Prozent einbrechen w&uuml;rde, rund 5,6 Millionen Arbeitspl&auml;tze w&auml;ren betroffen.<br>\nZudem wird Energie unbezahlbar, wie Christoph Butterwegge am Mittwoch gegen&uuml;ber jW warnte: &raquo;Wenn sich die Preissteigerungen bei der Haushaltsenergie verst&auml;rken und verfestigen, m&uuml;ssen demn&auml;chst viele Haushalte bis weit in die Mittelschicht hinein die H&auml;lfte ihres Nettoeinkommens oder mehr f&uuml;r Miete und Heizkosten aufwenden&laquo;, so der Armutsforscher. Da w&uuml;rde f&uuml;r die Betroffenen nur wenig zum Leben &uuml;brig bleiben.<br>\nAngesichts der angespannten Lage forderte der Energieexperte der Linksfraktion, Klaus Ernst, am Mittwoch die Bundesregierung auf, &raquo;jetzt alles daf&uuml;r (zu) tun, die Energieversorgung sicherzustellen&laquo;. Dazu m&uuml;sse man mit Russland reden und &raquo;gegebenenfalls auch dar&uuml;ber, Nord Stream 2 befristet in Betrieb zu nehmen&laquo;, so Ernst im Interview mit der Rheinischen Post. &raquo;Unsere B&uuml;rger und unsere Wirtschaft sind die Leidtragenden einer v&ouml;llig verfehlten Sanktionspolitik&laquo;, beklagte der Politiker &ndash; die &raquo;in dieser Art und Weise aufrechtzuerhalten&laquo;, sei &raquo;unmoralisch&laquo;. Damit l&ouml;ste Ernst einen Shitstorm von Parteikollegen aus. Fraktionschef Dietmar Bartsch stellte umgehend auf Twitter klar: &raquo;Die Linke und die Linksfraktion fordern nicht die Aufnahme von Gespr&auml;chen &uuml;ber Nord Stream 2&laquo;. Die Parteivorsitzenden Janine Wissler und Martin Schirdewan hielten gemeinsam dagegen. &raquo;Der Parteitag von Die Linke hat klare Entscheidungen getroffen. Wir fordern einen Preisdeckel f&uuml;r Gasimporte, gezielte Sanktionen gegen Oligarchen, die Nichtinbetriebnahme von Nord Stream 2 und die Beschleunigung der Energiewende&laquo;, twitterten sie wortgleich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429925.folgen-des-ukraine-kriegs-wir-haben-k-einen-plan.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Linke fordert Aufhebung der Russland-Sanktionen<\/strong><br>\nDie Linke fordert eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und Gespr&auml;che &uuml;ber eine vor&uuml;bergehende Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2. Der Linkenwirtschaftsexperte Klaus Ernst sieht darin einen Beitrag zur Energiesicherheit in Deutschland.<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung muss jetzt alles daf&uuml;r tun, die Energieversorgung sicherzustellen&rdquo;, sagte er der Rheinischen Post. &ldquo;Dazu muss man trotz des v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieges mit Russland reden. Gegebenenfalls auch dar&uuml;ber, Nord Stream 2 befristet in Betrieb zu nehmen, wenn die Gasversorgung nicht anders zu gew&auml;hrleisten ist.&rdquo; (&hellip;)<br>\nErnst beklagte, die energiepolitischen Sanktionen gegen Russland seien wirkungslos. Russland setze den Krieg unvermindert fort, auch verdiene das Land weiterhin gut an seinen Rohstoffen, &ldquo;und unsere B&uuml;rger und unsere Wirtschaft sind die Leidtragenden einer v&ouml;llig verfehlten Sanktionspolitik&rdquo;, sagte der Linkenpolitiker. &ldquo;Vor diesem Hintergrund ist es unmoralisch, die Sanktionen in dieser Art und Weise aufrechtzuerhalten.&rdquo;<br>\nEine Unterbrechung der Gasversorgung k&ouml;nne zudem &ldquo;das industrielle R&uuml;ckgrat&rdquo; Deutschlands irreparabel besch&auml;digen. Die Bundesregierung untersch&auml;tze die Gefahr, sagte Ernst. &ldquo;Es kommt jetzt nicht darauf an, der Bev&ouml;lkerung das Runterdrehen der Heizung zu empfehlen oder Schwimmb&auml;der nicht zu heizen.&rdquo; Entscheidend sei es, &ldquo;die Rationierung von Gas f&uuml;r die Industrie zu verhindern und die Versorgung von Haushalten und Unternehmen f&uuml;r die kommenden Monate sicherzustellen&rdquo;. Viele Betriebe h&auml;tten keine M&ouml;glichkeit, ihre Produktionsprozesse auf andere Energietr&auml;ger umzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2022-07\/linke-russland-sanktionen-nord-stream-zwei\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu u.a. auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85539\">Oskar Lafontaine: &Ouml;ffnet Nord Stream 2!<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85497\">Gas f&uuml;r den Winter oder Bundeskanzler Olaf Scholz?<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vom Regen in die Traufe<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft warnt vor einem Mangel an Rohstoffen f&uuml;r die Energiewende und vor neuer Energieabh&auml;ngigkeit, diesmal nicht von Russland, sondern vom zweiten weltpolitischen Rivalen &ndash; von China. Zwar verringere die bevorstehende Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien die Abh&auml;ngigkeit von Erd&ouml;l und Erdas und damit von Russland, hei&szlig;t es in einer neuen Analyse der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS). Doch drohe bei den Rohstoffen, aus denen sich die Energiewende speise &ndash; etwa Lithium f&uuml;r Batterien sowie Seltene Erden f&uuml;r Elektromotoren oder Windr&auml;der &ndash;, eine Abh&auml;ngigkeit von China. In einer neuen Studie, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und das M&uuml;nchener ifo-Institut soeben publiziert haben, hei&szlig;t es, bei sieben der neun Rohstoffe, die f&uuml;r moderne Schl&uuml;sseltechnologien zentrale Bedeutung besitzen, deren Verf&uuml;gbarkeit jedoch als problematisch eingestuft werden m&uuml;sse, z&auml;hle China zu den bedeutendsten Lieferanten. Die BAKS fordert staatliche Ma&szlig;nahmen, darunter die Aufwertung des Wirtschafts- zum Rohstoffministerium und dessen intensive Kooperation mit dem BND.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8968\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mangelware Lithium: Wei&szlig;es Gold fehlt &ndash; so ist die deutsche Mobilit&auml;tswende zum Scheitern verurteilt<\/strong><br>\nEs ist einer der wichtigsten Rohstoffe in einer Welt ohne fossile Energie: Lithium. In Deutschland h&auml;ngt die Mobilit&auml;tswende von ihm ab. Wer vom Roh&ouml;l weg will, baut das &bdquo;Wei&szlig;e Gold&ldquo; ab oder kauft es ein. So einfach ist die Rechnung. Doch die geht nicht mehr auf. Das vorhandene Lithium reicht nicht.<br>\nUm seine Klimaziele zu erreichen, setzt Deutschland unter anderem auf die Mobilit&auml;tswende. Bis 2030 sollen rund 15 Millionen Elektroautos durch die Bundesrepublik surren &ndash; Busse, Pkw, Bahnen. So kann zum einen auf Roh&ouml;l, das zur Herstellung f&uuml;r Dieselkraftstoff ben&ouml;tigt wird, verzichtet werden und zum anderen k&ouml;nnen die im Verkehrssektor ausgesto&szlig;enen Treibhausgasemissionen gesenkt werden. So die Idee.<br>\nDoch daraus wird nichts. Das Problem: F&uuml;r den Bau von Elektroautobatterien braucht man Lithium . Und neueste Berechnungen der Bundesanstalt f&uuml;r Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zeigen: Das &bdquo;Wei&szlig;e Gold&ldquo; ist nicht ausreichend vorhanden, um die hochgesteckten Ziele im deutschen Verkehrsumbau zu erreichen, berichtet das &bdquo;Handelsblatt&ldquo;. Denn die ganze Welt rei&szlig;t sich um den Rohstoff.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/mangelware-lithium-weisses-gold-fehlt-so-ist-die-deutsche-mobilitaetswende-zum-scheitern-verurteilt_id_110731227.html\">Focus Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Lithium-L&uuml;cke<\/strong><br>\nDeutschland und die EU sind beim Zugriff auf Lithium, einen der wichtigsten Rohstoffe der Energiewende, von Unternehmen aus China abh&auml;ngig. Diese dominieren die globale Lithiumbranche &ndash; nicht nur bei der F&ouml;rderung, sondern auch bei der Weiterverarbeitung und der Batterieherstellung. Sch&auml;tzungen besagen, die USA m&uuml;ssten, wollten sie mit China beim Lithium gleichziehen, &uuml;ber Jahrzehnte hin mindestens 175 Milliarden US-Dollar investieren. F&uuml;r Deutschland und die EU w&auml;re der n&ouml;tige Aufwand nicht geringer. Das wiegt umso schwerer, als Spezialisten f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre einen ernsten Mangel an Lithium prognostizieren. Bei der Herstellung von Elektroautos, deren Batterien den allergr&ouml;&szlig;ten Teil des weltweit gef&ouml;rderten Lithiums verschlingen, w&auml;ren chinesische Produzenten dann im Vorteil gegen&uuml;ber der europ&auml;ischen Konkurrenz. Schon jetzt rechnen Branchenkenner fest damit, dass es Elektroautoherstellern aus China gelingen wird, den europ&auml;ischen Markt in naher Zukunft wohl im Segment preisg&uuml;nstiger Fahrzeuge zu erobern, den hiesige Kfz-Konzerne vernachl&auml;ssigen. Damit geriete schon bald eine Paradebranche der deutschen Industrie auf dem Heimatmarkt unter Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8970\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wachsender Stau von Containerschiffen in der Nordsee und in China<\/strong><br>\nHalbleiter aus Asien, Holz aus Schweden: Industrie und Dienstleister warten auf Material. Allein in der Nordsee stecken zwei Prozent der globalen Frachtkapazit&auml;t fest.<br>\nIn der Nordsee und vor chinesischen H&auml;fen w&auml;chst der Stau von Containerschiffen. Dies teilte das Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) mit. Demnach stehen in der Nordsee mehr als zwei Prozent der globalen Frachtkapazit&auml;t still, die Schiffe k&ouml;nnen weder be- noch entladen werden. Vor dem chinesischen Shanghai und der angrenzenden Provinz Zhejiang seien gegenw&auml;rtig mehr als vier Prozent der globalen Frachtkapazit&auml;t gebunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2022-07\/ifw-stau-containerschiffe-nordsee-china\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Globalisierung als Wirtschaftskrieg<\/strong><br>\nDie Sanktionen gegen Russland bef&ouml;rdern die Fragmentierung der Welt&ouml;konomie. Der globale S&uuml;den wendet sich ab<br>\nDie internationale Arbeitsteilung ist seit dem Beginn der 2010er Jahre im Krisenmodus. Handelspolitische Strafma&szlig;nahmen, die Krise der Welthandelsorganisation (WTO), die Auswirkungen der Coronapandemie auf internationale Lieferketten und zuletzt der Angriff Russlands auf die Ukraine und die westlichen Sanktionen bedrohen das kapitalistische Weltwirtschaftssystem in seiner bisherigen Form.<br>\nDie L&auml;nder der westlichen &raquo;Triade&laquo; (USA, Japan, Westeuropa) nehmen den Ukraine-Krieg zum Anlass, um f&uuml;r eine grundlegende Ver&auml;nderung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen zu werben. Diese sollen sich &ndash; wie in der Periode des Kalten Krieges &ndash; wieder an einer bipolaren Blocklogik orientieren, dieses Mal unter dem Vorzeichen &raquo;Demokratien gegen Autokratien&laquo;. Janet Yellen, US-Finanzministerin und ehemalige Pr&auml;sidentin der US-Notenbank, forderte auf einer Veranstaltung des Atlantic Council am 13. April 2022 eine Neuorientierung des internationalen Handels- und Finanzsystems: Es ginge nicht mehr um &raquo;fairen&laquo;, sondern um &raquo;sicheren&laquo; Handel, was nichts anderes hei&szlig;t, als die internationalen Wirtschaftsbeziehungen der milit&auml;rischen Logik unterzuordnen. Sie sprach in diesem Zusammenhang von &raquo;Friend-Shoring&laquo; (in Abwandlung des Begriffs &raquo;Off-Shoring&laquo;).&sup1; In Deutschland wird in diesem Kontext von &raquo;wertebasierter Handelspolitik&laquo; gesprochen.&sup2; Das ist nat&uuml;rlich ein Euphemismus, denn in internationalen Beziehungen sind &raquo;Freunde&laquo; nicht unbedingt auch &raquo;werteverwandt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429834.%C3%B6konomie-globalisierung-als-wirtschaftskrieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>M&uuml;hsamer Wiederaufbau im Ahrtal: &ldquo;Menschen sind ersch&ouml;pft, zerm&uuml;rbt, entt&auml;uscht&rdquo;<\/strong>\n<ul>\n<li>Der Bau-Ausschuss des Bundestags hat Betroffene und Experten aus dem Ahrtal zu Lehren aus der Flutkatastrophe im Juli 2021 befragt. <\/li>\n<li>Der Wiederaufbau st&ouml;&szlig;t auf mehrere Probleme: explodierende Preise, zu viel B&uuml;rokratie, zu wenig Koordinierung. <\/li>\n<li>&ldquo;Wir haben hier eine hochkomplexe Katastrophe, die wir noch nicht abgewickelt haben&rdquo;, sagt ein Ingenieur aus der Region.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehrere Meter hoch dr&uuml;ckte sich die Flut durch Heimersheim. Im Lager von Frank Wershofens Sanit&auml;rbetrieb stand das Wasser f&uuml;nf Meter hoch. Monatelang dauerte das Schlammschippen danach. Der Kreishandwerksmeister erlebte viel Solidarit&auml;t: Aus ganz Deutschland kamen Menschen, um zu helfen. Doch ein knappes Jahr nach der Flut sind immer noch nicht alle H&auml;user getrocknet &ndash; genauso wenig wie die Tr&auml;nen. &ldquo;Wir sind so langsam am Ende unserer Kr&auml;fte angelangt. Es ist jeden Tag etwas anderes&rdquo;, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/wiederaufbau-ahrtal-menschen-erschoepft-zermuerbt-enttaeuscht-37083074\">web.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lehren aus dem Wahlchaos in Berlin: Sie hatten die Wahl<\/strong><br>\nEine Kommission kritisiert die Berliner Politik scharf: Sie habe die Komplexit&auml;t der Wahl v&ouml;llig untersch&auml;tzt. Das Chaos sei vermeidbar gewesen.<br>\nDer Satz klingt wie eine Anleitung f&uuml;r ein Land, das zum ersten Mal demokratische Wahlen abh&auml;lt: &bdquo;Die Berlinerinnen und Berliner m&uuml;ssen k&uuml;nftig mit geringen Aufwand rechtssicher w&auml;hlen k&ouml;nnen&ldquo;, sagt Stefan Br&ouml;chler, Professor f&uuml;r Verwaltungswissenschaft an der Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Recht Berlin. Und f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Das war am 26. September 2021 nicht immer gew&auml;hrleistet.&ldquo;<br>\nBr&ouml;chler ist eines von 21 Mitgliedern einer vom Senat selbst eingesetzten Expert*innenkommission, die den teils chaotischen Ablauf der Wahlen im September in Berlin betrachten und vor allem Verbesserungsvorschl&auml;ge f&uuml;r die n&auml;chsten Wahlen vorlegen sollte. Am Mittwoch stellte die Kommission vor allem aus Jurist*innen, Verwaltungsexpert*innen und Wahlamtsleiter*innen ihre Ergebnisse vor. Die Berliner Politik kommt dabei schlecht weg. &bdquo;Die gravierenden Probleme bei der Wahl w&auml;ren ohne weiteres vermeidbar gewesen&ldquo;, sagt Robert Vehrkamp von der Bertelsmann Stiftung.<br>\nDer Grund: Senat und auch das Abgeordnetenhaus h&auml;tten die &bdquo;logistische Hausforderung der Vierfachwahl massiv untersch&auml;tzt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Lehren-aus-dem-Wahlchaos-in-Berlin\/!5862605\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mit Dreck gegen links<\/strong><br>\nSchmutzkampagne in der franz&ouml;sischen Presse: Zwei LFI-Abgeordnete Opfer von Verleumdungen und L&uuml;gen. Rechter Politiker als &raquo;Informant&laquo; enttarnt<br>\nPolitische Schmutzkampagnen geh&ouml;ren in sogenannten liberalen Demokratien zum Gesch&auml;ft. In Deutschland seit Konrad Adenauers Wirken gegen den vermeintlich &raquo;von Moskau gesteuerten&laquo; Sozialdemokraten Willy Brandt, in den USA nicht erst seit den Attacken eines Richard Nixon und von dessen &raquo;Sicherheitsberater&laquo; Henry Alfred Kissinger gegen &raquo;Linke&laquo; im Allgemeinen und Gegner des Vietnamkrieges im Besonderen. Frankreich erlebte in diesen Tagen einen Angriff auf die Linke, der sich eher auf der untersten Etage der f&uuml;r Verleumdungen und L&uuml;gen zust&auml;ndigen Sektion des parlamentarischen Alltags abspielte. Alexis Corbi&egrave;re, Abgeordneter der Fraktion La France insoumise (LFI) und seine Lebensgef&auml;hrtin Raquel Garrido, Deputierte derselben Formation, h&auml;tten eine junge Frau aus Algerien &ndash; angeblich ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis &ndash; schamlos als Putzfrau und Kinderm&auml;dchen ausgebeutet. Fazit nach einigen Tagen lauten Geschreis in den b&uuml;rgerlichen Medien: alles erstunken und erlogen.<br>\nDie Geschichte hatte am 23. Juni das Magazin Le Point in die Welt gesetzt. Eine Wochenzeitschrift, die bisweilen durchaus Lesbares aus der Politik produziert, in der Regel aber sogenannte Homestorys macht, in denen das Leben &raquo;Prominenter&laquo; in Bild und Text vermeintlich detailliert abgebildet wird. Vom Staatspr&auml;sidenten bis zur Knallcharge im Theater, alle sind im Point irgendwann und irgendwie wichtig. Besonders, wenn sich die Leser anschlie&szlig;end emp&ouml;rt abwenden k&ouml;nnen, weil es nicht nur Sch&ouml;nes, Trauriges oder Erstaunliches zu berichten gibt, sondern immer mal wieder auch Ekelhaftes. Zust&auml;ndig f&uuml;r das Widerliche im &ouml;ffentlichen Leben von Politikern sei &raquo;im Point&laquo;, berichteten Pariser Tageszeitungen in der vergangenen Woche, der Journalist Aziz Zemouri.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/429985.erfundene-geschichte-mit-dreck-gegen-links.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Gegneranalyse&rdquo;: Das Zentrum f&uuml;r Liberale Moderne oder die R&uuml;ckkehr des Faschismus<\/strong><br>\nDie nach eigenem Bekunden &ldquo;liberale&rdquo; Stiftung LibMod arbeitet mit Methoden und Formulierungen aus der Nazi-Zeit. Finanziert wird das unter anderem von der deutschen Regierung.<br>\nDemokratie bedeutet, dass die Bev&ouml;lkerung &uuml;ber alle Bereiche des Lebens entscheidet. Dabei ist entscheidend, dass nach einer demokratischen Entscheidung der Wunsch der Mehrheit Bev&ouml;lkerung umgesetzt wird und dass die unterlegene Minderheit das akzeptiert. Dabei darf aber niemand aus der Minderheit diskriminiert oder unterdr&uuml;ckt werden. Demokratie bedeutet nicht nur, den Willen der Mehrheit umzusetzen, sondern auch Respekt vor der (abweichenden) Meinung und den Standpunkten der Minderheit.<br>\nDazu ist eine vielf&auml;ltige Presselandschaft unerl&auml;sslich, damit die Bev&ouml;lkerung w&auml;hrend der Entscheidungsfindung ihre Argumente austauschen kann. Keine Meinung darf dabei verboten oder eingeschr&auml;nkt werden, es sei denn sie fordert explizit die Abschaffung der Demokratie selbst oder ruft zu Gewalt auf.<br>\nDie Aufgabe eines demokratischen Staates ist es daher, genau das sicherzustellen: Dass dieser Diskurs offen und kontrovers gef&uuml;hrt werden kann. Wenn aber eine Regierung, die sich als &bdquo;demokratisch&ldquo; bezeichnet, Geld in die Hand nimmt, um Projekte zu f&ouml;rdern, die genau diesen Diskurs bek&auml;mpfen sollen, dann verl&auml;sst diese Regierung per Definition den Boden der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/das-zentrum-fuer-liberale-moderne-oder-die-rueckkehr-des-faschismus\/\">Anti-Spiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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