{"id":85673,"date":"2022-07-08T08:05:03","date_gmt":"2022-07-08T06:05:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673"},"modified":"2022-07-08T07:21:20","modified_gmt":"2022-07-08T05:21:20","slug":"hinweise-des-tages-4146","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h01\">Steigende Energiekosten: Habeck lehnt Preisdeckel f&uuml;r Erdgas ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h02\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen Putin diese Turbinenausrede nehmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h03\">Die &ouml;konomischen Konsequenzen des Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h04\">Entlastungspakete helfen Erwerbst&auml;tigen und Menschen in Grundsicherung sp&uuml;rbar, Schieflage bei Rentnerinnen und Rentnern <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h05\">Lindners Streichofferte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h06\">&bdquo;Mr. Andropow, ich habe Angst vor einem Atomkrieg!&ldquo; &ndash; Das kurze Leben der Samantha Smith<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h07\">Schlagabtausch auf G20-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h08\">Zu L&uuml;gnern und L&uuml;gen in Zeiten des Krieges: Russland, die Ukraine und der Westen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h09\">Deutschlands Pazifikambitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h10\">Was das neue strategische Konzept der NATO f&uuml;r China bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h11\">Warum die Maskenpflicht aktuell verfassungswidrig ist und sofort beendet werden muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h12\">&bdquo;Es war ein naiver Wunsch der Politik&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h13\">Beschluss des Verwaltungsgerichts: Kanzler Scholz muss sich zu vertraulichen Erkl&auml;rungen im Fall Cum-Ex &auml;u&szlig;ern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h14\">Vom pandemischen Elend der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h15\">Fische sterben in der Elbe, B&ouml;den trocknen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h16\">Interessenkonflikte in einigen F&auml;llen: 28 Bundestagsabgeordnete stehen im Lobbyregister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85673#h17\">Stoschek, Quandt, Flick: Wie sich deutsche Dynastien von NS-Schuld reinwaschen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steigende Energiekosten: Habeck lehnt Preisdeckel f&uuml;r Erdgas ab<\/strong><br>\nEine Kostenexplosion f&uuml;r Verbraucher scheint kaum noch abzuwenden sein. Der Bund will mit einem Gesetz gegensteuern, doch Gas bleibt knapp. Auch weil Habecks LNG-Pl&auml;ne zu scheitern drohen.<br>\nErdgas ist einer der wichtigsten Energietr&auml;ger in der Bundesrepublik und sein Preis stieg zuletzt immer weiter an. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) geht davon aus, dass er noch deutlich steigen wird.<br>\nVerbraucher m&uuml;ssen sich deshalb darauf einstellen, dass sie k&uuml;nftig tiefer in die Tasche greifen m&uuml;ssen. Die Bundesregierung wird vermutlich nicht zu Hilfe eilen. Der Staat k&ouml;nne die steigenden Preise nicht vollst&auml;ndig auffangen, sagte Habeck am Mittwoch am Rande der M&uuml;nchner Handwerksmesse.<br>\nDie Preissteigerungen seien ein &ldquo;externer Schock&rdquo; und das Land werde Folgen &ldquo;in der einen oder anderen Form tragen m&uuml;ssen&rdquo;, betonte er.<br>\nZuvor war die Idee aufgekommen, der Staat k&ouml;nnte f&uuml;r Verbraucher einen Preisdeckel einf&uuml;hren. Doch dieser Idee gab Habeck eine Abfuhr, denn sie sende das falsche Signal: &ldquo;Eine Deckelung der Preise w&auml;re bei einem knappen Gut ein Signal: Energie ist nicht wertvoll, haut raus, was ihr wollt&rdquo;, so Habeck.<br>\nDass es sich bei den steigenden Preisen um einen &ldquo;externen Schock&rdquo; handeln solle, ist in dieser Form nicht ganz korrekt. Die westlichen Sanktionen haben ebenfalls dazu beigetragen, dass der Gasfluss aus Russland gedrosselt werden musste.<br>\nGazprom hatte den Schritt mit einer fehlenden Gasturbine in der Kompressorstation Portovaya in der N&auml;he von St. Petersburg. Siemens Energy hatte sie in Kanada gewartet, doch nun h&auml;ngt sie dort wegen der westlichen Sanktionen fest. Ob sich damit eine Drosselung auf 40 Prozent der vereinbarten Gasmenge begr&uuml;nden l&auml;sst, sei dahingestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Steigende-Energiekosten-Habeck-lehnt-Preisdeckel-fuer-Erdgas-ab-7164633.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Umlage statt Preisdeckel: Habecks krasse Ansage zur Gaskrise<\/strong><br>\nDie Gaskrise trifft Deutschland und die EU hart, viele L&auml;nder haben einen Preisdeckel verlangt oder schon eingef&uuml;hrt. Doch Deutschland geht einen anderen Weg &ndash; Wirtschaftsminister Habeck will die Kosten auf die Verbraucher umlegen. [&hellip;]<br>\nDoch warum macht er diese krasse Ansage? Habeck will verhindern, &ldquo;dass die Unternehmen umkippen und wir einen zerst&ouml;rten Energieversorgungsmarkt (&hellip;) in Europa haben.&rdquo;<br>\nMit anderen Worten: Die Verbraucher sollen zahlen, damit die Energiekonzerne nicht zusammenbrechen. Laut Habeck h&auml;ngt davon der gesamte Energiemarkt der EU ab.<br>\nDoch das stimmt so nicht. Mehrere Mitgliedsstaaten haben l&auml;ngst einen Preisdeckel eingef&uuml;hrt. Dort &uuml;bernimmt der Staat die Mehrkosten &ndash; und w&auml;lzt sie nicht auf die B&uuml;rger um.<br>\nMittlerweile erw&auml;gt sogar die EU, die Preise zu deckeln &ndash; jedenfalls dann, wenn Russland die Gaslieferung komplett kappen sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/umlage-statt-preisdeckel-habecks-krasse-ansage-zur-gaskrise\/\">Lost in Europe<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Gaskrise: W&auml;rmehallen f&uuml;r den Ernstfall im Landkreis Ludwigsburg<\/strong><br>\nWenn sich die Gaskrise weiter zuspitzt, will der Landkreis Ludwigsburg W&auml;rmehallen bereithalten. In Feuerwehr- und Sporthallen sollen sich bis zu 5.000 Menschen aufw&auml;rmen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/stuttgart\/gaskrise-feuerwehrhallen-moeglicherweise-als-waermehallen-ludwigsburg-100.html%20\">SWR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der n&auml;chste Winter wird zeigen, ob kalte Wohnungen oder die hei&szlig;e Stimmung in der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die Politik das gr&ouml;&szlig;ere Problem darstellt.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Wegen steigender Preise: Schock f&uuml;r Zehntausende Mieter! Berliner Gesellschaft erh&ouml;ht Nebenkosten um 100 Prozent<\/strong><br>\nDie Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte soll laut eines Berichts die Nebenkosten-Vorauszahlungen f&uuml;r Mieter, deren Wohnungen mit Gas oder Erd&ouml;l beheizt werden, um 100 Prozent erh&ouml;ht haben. Dadurch wolle man immensen Nachzahlungen angesichts der hohen Energiepreise entgegenwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/wegen-steigender-preise-schock-fuer-zehntausende-mieter-berliner-gesellschaft-erhoeht-nebenkosten-um-100-prozent_id_111435449.html\">Focus Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen Putin diese Turbinenausrede nehmen&ldquo;<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Robert Habeck dr&auml;ngt Kanada zur Freigabe der Turbine f&uuml;r die Gaspipeline Nord Stream 1. Damit will er Moskau ein Argument zur Beendigung der Gastransporte nehmen. Doch die kanadische Regierung h&auml;lt sich bedeckt [&hellip;]<br>\n&bdquo;Ich bin der Erste, der f&uuml;r ein weiteres, starkes EU-Sanktionspaket k&auml;mpft, aber starke Sanktionen bedeutet, dass sie Russland und Putin mehr schaden m&uuml;ssen als unserer Wirtschaft&ldquo;, sagte Habeck. &bdquo;Deshalb bitte ich um Verst&auml;ndnis, dass wir Putin diese Turbinenausrede nehmen m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nTurbine nach Deutschland liefern<br>\nDer Minister r&auml;umte ein, dass die kanadischen Sanktionen rechtlich bindend sind und schlug eine L&ouml;sung vor, die er als gangbaren Weg bezeichnete. &bdquo;Wenn es sich um eine rechtliche Frage f&uuml;r Kanada handelt, m&ouml;chte ich klarstellen, dass ich sie nicht auffordere, sie nach Russland zu liefern, sondern sie nach Deutschland zu bringen&ldquo;, sagte Habeck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/wirtschaft-politik\/robert-habeck---wir-muessen-putin-diese-turbinenausrede-nehmen--32519694.html%20\">Capital<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die &ouml;konomischen Konsequenzen des Krieges<\/strong><br>\n1919 rechnet John Maynard Keynes in seinem Buch &bdquo;The Economic Consequences of the Peace&ldquo; mit dem &ldquo;Friedensvertrag&rdquo; von Versailles ab. Der Ukraine-Krieg, die Sanktionen und sich zuspitzende Versorgungsengp&auml;sse machen es wieder erschreckend aktuell.<br>\nF&uuml;nfunddrei&szlig;igj&auml;hrig nimmt John Maynard Keynes als Vertreter des britischen Schatzamtes, wo er w&auml;hrend des Krieges an den Schalthebeln der britischen Staatsfinanzen diente, an den Verhandlungen teil &ndash; bis er, vom Verhandlungsverlauf und dem Wirken der wichtigsten F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten angeekelt, von seiner Position zur&uuml;cktritt. Er kehrt aus Paris nach England zur&uuml;ck und verfasst innerhalb kurzer Zeit sein Buch &bdquo;The Economic Consequences of the Peace&ldquo;, in dem er mit dem &ldquo;Friedensvertrag&rdquo; und den daf&uuml;r Verantwortlichen abrechnet. Ein Auszug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/versailles-durch-die-hintertur\/die-okonomischen-konsequenzen-des-krieges\/\">Makroskop<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Kriegswirtschaft und Wirtschaftskrieg<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine hat die &bdquo;Zeitenwende&ldquo; ausgel&ouml;st, die sich zunehmend als Wende zur Kriegswirtschaft und erweitertem Wirtschaftskrieg entpuppt. Das verhei&szlig;t nichts Gutes f&uuml;r den Wohlstand der arbeitenden Bev&ouml;lkerung.<br>\nDie &ouml;konomischen Lehren aus dem Keynesschen Schrifttum zum Krieg und seinen Folgen sind eindeutig: Staaten, die den Krieg vorbereiten und ihn schlie&szlig;lich f&uuml;hren, m&uuml;ssen in der Lage sein, volkswirtschaftlich verf&uuml;gbare Ressourcen der zivilen und wohlstandsf&ouml;rdernden Verwendung zu entziehen und in die Aus- und Aufr&uuml;stung ihrer Armeen zu lenken. Die Konskription der Heere und ihre Ausstattung mit Kriegsg&uuml;tern aller Art bedeuten ebenso wie der Nachschub f&uuml;r kriegf&uuml;hrende Armeen einen permanenten Entzug von Arbeitskr&auml;ften und Produktionsmitteln aus der G&uuml;ter- und Dienstleistungsversorgung der arbeitenden Zivilbev&ouml;lkerung f&uuml;r Bedarfszwecke des milit&auml;risch-industriellen Komplexes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/versailles-durch-die-hintertur\/kriegswirtschaft-und-wirtschaftskrieg\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Entlastungspakete helfen Erwerbst&auml;tigen und Menschen in Grundsicherung sp&uuml;rbar, Schieflage bei Rentnerinnen und Rentnern<\/strong><br>\nDie starken Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln belasten insbesondere Familien mit niedrigeren Einkommen stark. Zugleich bewirken aber auch die beiden von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungspakete f&uuml;r diese Haushalte einiges, vorausgesetzt beide Elternteile sind erwerbst&auml;tig. So summieren sich die Entlastungen bei einer Familie mit zwei erwerbst&auml;tigen Erwachsenen, zwei Kindern und einem unterdurchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen von 2000 bis 2600 Euro auf rund 64 Prozent der absehbaren zus&auml;tzlichen Belastungen, die in diesem Jahr durch stark verteuerte Energie und teurere Lebensmittel entstehen. Bei einer vergleichbaren Familie mit einem mittleren Einkommen von 3600 bis 5000 Euro netto sind es 54 Prozent, zeigen neue Berechnungen des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.* Sp&uuml;rbar niedriger f&auml;llt allerdings die Entlastung bei Familien aus, in denen nur ein Elternteil erwerbst&auml;tig ist: Sie liegt bei einer vierk&ouml;pfigen Familie mit 2600-3600 Euro Nettoeinkommen bei 44 Prozent und somit niedriger als bei einem Paar ohne Kinder, doppelter Erwerbst&auml;tigkeit und mittlerem Einkommen (51 Prozent). Bei Alleinerziehenden mit zwei Kindern und einem mittleren Einkommen f&uuml;r diesen Haushaltstyp von 2000-2600 Euro sind es 48 Prozent. Bei alleinlebenden Erwerbst&auml;gigen mit niedrigen Nettoeinkommen von bis zu 900 Euro werden die Mehrbelastungen durch die starken Preisanstiege bei Energie und Lebensmitteln zu rund 75 Prozent ausgeglichen, bei jenen mit sehr hohen Einkommen von mehr als 5000 Euro zu 38 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-entlastungspakete-42288.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lindners Streichofferte<\/strong><br>\nHartz IV: Bundesfinanzminister will &raquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&laquo; zusammenk&uuml;rzen<br>\nEr ist einer mit klarem Klassenblick: Christian Linder (FDP), Bundesfinanzminister. Am Mittwoch abend hatte der Spiegel &uuml;ber dessen K&uuml;rzungsvorschl&auml;ge bei Langzeiterwerbslosen berichtet. Demnach sieht der Haushaltsentwurf f&uuml;r 2023 ein sattes Minus f&uuml;r das kommende Jahr bei &raquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&laquo;, den &raquo;sozialen Arbeitsmarkt&laquo; vor &ndash; von aktuell rund 4,8 auf 4,2 Milliarden Euro. Bis 2029 sollen die j&auml;hrlichen Mittel dann auf f&uuml;nf Millionen Euro &raquo;abgeschmolzen&laquo; werden. Nur wenige Stunden sp&auml;ter machte Lindner wieder Schlagzeilen: standesamtliche Hochzeit am Donnerstag vormittag, und ganz stilsicher auf der Promiinsel Sylt. Gl&uuml;ckwunsch.<br>\nWeniger Gratulanten gab es hingegen f&uuml;r seinen haushaltspolitischen Vorsto&szlig;. Denn: Es ist ein Bruch des Koalitionsvertrags der Ampelregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430007.arbeitsmarktpolitik-lindners-streichofferte.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Mr. Andropow, ich habe Angst vor einem Atomkrieg!&ldquo; &ndash; Das kurze Leben der Samantha Smith<\/strong><br>\nSie hatte als zehnj&auml;hriges M&auml;dchen einen Brief an Generalsekret&auml;r Jurij Andropow geschrieben. Und bekam Antwort. Samantha Smith aus Maine erhielt eine Einladung in die Sowjetunion und stellte fest: &bdquo;Die sind ja wie wir!&ldquo; Mit 13 Jahren kam sie bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. &ndash; Am 29. Juni w&auml;re sie 50 Jahre alt geworden. [&hellip;]<br>\nEs klingt wie ein M&auml;rchen oder wie eine Story aus einem Kitschroman. Aber die unglaublichsten Geschichten schreibt bekanntlich immer noch das Leben selbst. Mitten im k&auml;ltesten Krieg, im November 1982 verfasst ein zehnj&auml;hriges M&auml;dchen in Maine, USA einen Brief an den sowjetischen Parteichef Jurij Andropow. Beide Seiten sind zu diesem Zeitpunkt bis an die Z&auml;hne bewaffnet und in den Vereinigten Staaten existieren bereits Denkschulen, die einen m&ouml;glichen Atomkrieg f&uuml;r f&uuml;hr- und gewinnbar halten. Ein knappes halbes Jahr sp&auml;ter wird US-Pr&auml;sident Reagan die Sowjetunion gar als das &bdquo;Reich des B&ouml;sen&ldquo; bezeichnen.<br>\nAber das M&auml;dchen will es genauer wissen. Es h&auml;lt den Chef der anderen Seite offenkundig  zumindest f&uuml;r dialogf&auml;hig. Und der l&auml;sst Ausz&uuml;ge von Samanthas Brief in der Prawda ver&ouml;ffentlichen und schreibt &ndash; wenn auch erst mit f&uuml;nf Monaten Versp&auml;tung &ndash; am 19. April 1983 zur&uuml;ck. Die wichtigsten S&auml;tze in seinem Antwortschreiben:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/aus-angst-vor-atomkrieg-zehnjaehrige-schrieb-der-sowjetunion\/\">Globalbridge<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&laquo;Die OSZE ist an erster Stelle f&uuml;r die Aufrechterhaltung des Friedens und f&uuml;r Konfliktbeilegung zust&auml;ndig&raquo;<\/strong><br>\n&laquo;Sicherheit kann nur als Resulat eines gemeinsamen Prozesses gew&auml;hrleistet werden&raquo;<br>\nInterview mit dem Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko<br>\nZeitgeschehen im Fokus Vom 2. bis 6.&thinsp;Juli findet in Birmingham in England das j&auml;hrliche Treffen der Parlamentarischen Versammlung der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) statt. Kann man sich davon etwas f&uuml;r die aktuelle Krise versprechen?<br>\nBundestagsabgeordneter Andrej Hunko Die OSZE ist die zust&auml;ndige Organisation f&uuml;r den ganzen Bereich der europ&auml;ischen Sicherheitspolitik. Dort sind alle europ&auml;ischen Staaten Mitglied, auch Russland, Belarus, die Ukraine, Kasachstan und alle &uuml;brigen postsowjetischen Staaten sowie die USA und Kanada. Das heisst, die OSZE ist neben der Uno die internationale Organisation, die in solch einer Krise, wie wir sie im Moment erleben, aktiv werden sollte. Sie m&uuml;sste Initiativen &shy;starten und eine vermittelnde Rolle &uuml;bernehmen und insbesondere Verhandlungen favorisieren. Aber die Signale im Vorfeld des Treffens deuten nicht darauf hin, dass es eine positive Wende geben &shy;k&ouml;nnte.<br>\nWas sind das f&uuml;r Signale?<br>\nDie russischen und belarussischen Abgeordneten haben keine Visa f&uuml;r Grossbritannien bekommen. Grossbritannien verweigert die Ausstellung der Visa. Wenn diese L&auml;nder ausgeschlossen sind, wird bei den Verhandlungen auch nicht sehr viel herauskommen. Alles, was dort entschieden und beschlossen wird, werden weder Russland noch Belarus anerkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-11-vom-29-juni-2022.html#article_1372\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schlagabtausch auf G20-Gipfel<\/strong><br>\nHungerkrise: Westen beschuldigt Russland. Andere fordern Sanktionsende<br>\nVor dem Au&szlig;enministertreffen der f&uuml;hrenden Industrie- und Schwellenl&auml;nder (G20), das am Donnerstag auf Bali (Indonesien) begonnen hat, haben Hilfsorganisationen entschlossene Ma&szlig;nahmen gegen die globale Hungerkrise verlangt. Es sei &raquo;essentiell, jetzt schnell auf die dramatischen Auswirkungen der Inflation und der Preisexplosionen zu reagieren&laquo;, forderte der Generalsekret&auml;r der Welthungerhilfe, Mathias Mogge. Laut UN-Angaben waren im vergangenen Jahr 768 Millionen Menschen von Hunger betroffen, beinahe ein Zehntel der Menschheit. Dabei nahm die Zahl der Hungernden gegen&uuml;ber 2020 um 46 Millionen zu. Aktuell droht ein erneuter Anstieg auch wegen kriegs- und sanktionsbedingt ausbleibender Getreide- und D&uuml;ngemittelexporte aus Russland und der Ukraine. Mit der drohenden Eskalation der Hungerkrise wollten sich auch die G20-Au&szlig;enminister am heutigen Freitag befassen. Dabei prallen nach wie vor zwei Positionen aufeinander: W&auml;hrend die westlichen Staaten &ndash; sie stellen die H&auml;lfte der G20 &ndash; die Schuld allein Russland in die Schuhe schieben, vertreten die Schwellen- und Entwicklungsl&auml;nder &ndash; sie stellen die zweite H&auml;lfte der G20 &ndash; die Auffassung der Vereinten Nationen, der zufolge gleicherma&szlig;en ukrainisches Getreide wie auch Getreide und D&uuml;ngemittel aus Russland wieder umfassend auf den Weltmarkt gebracht werden m&uuml;ssen. Dazu m&uuml;ssen freilich westliche Sanktionen gegen die russische Finanz- und Transportbranche zumindest eingeschr&auml;nkt werden, wozu die &raquo;Wertegemeinschaft&laquo; auf beiden Seiten des Atlantiks noch nicht bereit ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430012.au%C3%9Fenminister-schlagabtausch-auf-g20-gipfel.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zu L&uuml;gnern und L&uuml;gen in Zeiten des Krieges: Russland, die Ukraine und der Westen<\/strong><br>\nDas ZDF informierte am Morgen des 7. Juli seine online-Leser, dass die deutsche Au&szlig;enministerin beim G 20 Treffen mit &bdquo;dem L&uuml;gner&ldquo; zusammentreffen werde. Schon in der &Uuml;berschrift. Mit &bdquo;dem L&uuml;gner&ldquo; ist der russische Au&szlig;enminister Lawrow gemeint. Der Leser erf&auml;hrt, dass Frau Baerbock ihn &bdquo;eigentlich verachtet&ldquo;, &bdquo;weil er nicht nur sie, sondern die ganze Welt monatelang belogen hat&ldquo;.<br>\nDie Mission w&auml;re heikel, aber die Au&szlig;enministerin muss den Spagat wagen, zu verachten und gleichzeitig anwesend zu sein, da es Probleme zu l&ouml;sen gilt.<br>\nGibt es nur &bdquo;den&ldquo; L&uuml;gner Lawrow?<br>\nLeider nicht. Es gibt jede Menge Politiker auf dieser Welt, die mit gro&szlig;er Eloquenz l&uuml;gen oder pl&ouml;tzliche Ged&auml;chtnisl&uuml;cken haben, wenn es ihnen in den Kram passt. Das hat die traute Runde der G7 auf Schloss Elmau nicht beeintr&auml;chtigt.<br>\nWas macht also Lawrow so speziell? Es ist der Ukraine-Krieg Russlands.<br>\nDessen Einordnung in die Geschichte ist politisch ma&szlig;los &uuml;berh&ouml;ht worden.<br>\nFrau Baerbock:<br>\n&bdquo;Russland bringt mit seinem brutalen Angriff nicht nur unermessliches Leid &uuml;ber die Ukraine. Es hat auch die Grundpfeiler von Sicherheit in Europa zertr&uuml;mmert, auf die wir uns seit dem Ende des Kalten Kriegs ganz selbstverst&auml;ndlich verlassen haben.&ldquo;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/internationale-organisationen\/nato\/strategisches-konzept-nato\/2539856\">auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/internationale-organisationen\/nato\/strategisches-konzept-nato\/2539856<\/a><br>\nUnzweifelhaft: Jeder Krieg bedeutet unermessliches Leid, das beim ersten Menschenleben beginnt.<br>\nDeshalb sind Kriege v&ouml;lkerrechtlich ge&auml;chtet. Deshalb muss man Russland ohne Wenn und Aber verurteilen, zum Mittel des Krieges gegriffen zu haben.<br>\nAber dieser Krieg hat eine lange Vorgeschichte, die geflissentlich von jenen ignoriert wird, die durch Unterlassen, Wegsehen oder aktive Mitt&auml;terschaft seinen Ausbruch erm&ouml;glichten und heute alles daf&uuml;r tun, dass dieser Krieg nicht schnell endet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/zu-lugnern-und-lugen-in-zeiten-des\">Petra Erler<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschlands Pazifikambitionen<\/strong><br>\nMit Gespr&auml;chen von Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock am morgigen Samstag in Palau weitet die Bundesregierung ihre gegen China gerichteten Aktivit&auml;ten im Pazifik aus. Offiziell hei&szlig;t es, die Ministerin stelle den Kampf gegen den Klimawandel in den Mittelpunkt ihres Besuchs. Allerdings ist auch geplant, die allgemeine Kooperation mit Palau zu intensivieren. Das Land ist immer noch nicht abschlie&szlig;end entkolonialisiert; es verzichtet auf eine eigenst&auml;ndige Milit&auml;rpolitik und hat die Kompetenz dazu der ehemaligen Kolonialmacht, den Vereinigten Staaten, &uuml;bertragen. Palau nimmt einen hohen Stellenwert in der US-Milit&auml;rstrategie gegen China ein. Zudem ist es einer der vier letzten Pazifikstaaten, die noch offizielle Beziehungen zu Taipeh anstelle zu Beijing unterhalten. Es beteiligt sich an einer US-Kampagne zur Aufwertung Taiwans und hat erst vor wenigen Tagen versucht, Personen aus Taiwan unter Bruch einer g&uuml;ltigen UN-Resolution in eine UN-Konferenz einzuschleusen. Baerbocks Reise findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem der Machtkampf zwischen den USA und China im Pazifik erheblich an Sch&auml;rfe gewinnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8972\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was das neue strategische Konzept der NATO f&uuml;r China bedeutet<\/strong><br>\nDie westliche Milit&auml;rallianz nennt Peking zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Herausforderung. W&auml;hrend sich das strategische Konzept der NATO vorerst auf Russland konzentriert, steht ganz klar China als n&auml;chster Schwerpunkt im Fadenkreuz der Allianz. (&hellip;)<br>\nVerst&auml;ndlicherweise wird Peking die Haltung der NATO als mangelnden Respekt f&uuml;r seine Entwicklung sehen, die es selbst als friedlich und f&uuml;r alle Beteiligten vorteilhaft ansieht. Als der chinesische Staatsrat und Verteidigungsminister Wei Fenghe am 19. Juni beim j&uuml;ngsten Shangri-La-Dialog in Singapur sprach, bei dem auch sein US-Amtskollege anwesend war, verwies er ausdr&uuml;cklich darauf. Bem&uuml;hungen, Chinas Einfluss &ldquo;einzud&auml;mmen&rdquo;, sind im Wesentlichen Bem&uuml;hungen, Chinas Entwicklung aufzuhalten, die von der gr&ouml;&szlig;ten Kampagne in der Menschheitsgeschichte gegen die Armut begleitet wurde. Dagegen anzuk&auml;mpfen, sei absolut unmoralisch.<br>\nDas strategische Konzept der NATO l&auml;sst dem B&uuml;ndnis eindeutig die T&uuml;r offen, sich in Chinas Nachbarschaft einzumischen. Es sollte beachtet werden, dass das Strategiepapier der NATO auch Chinas unmittelbare Anrainerstaaten erw&auml;hnt. Zum Beispiel erkennt es das Konzept der Gro&szlig;machtpolitik in Bezug auf seine eigenen Interessen an, aber nicht jenes von China. Dies ist ein au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Trugschluss, der seit geraumer Zeit ein Markenzeichen der Politik der USA und der NATO ist und beispielsweise die Bedingungen f&uuml;r den aktuellen Konflikt in der Ukraine festlegt.<br>\nSchlie&szlig;lich muss anerkannt werden, dass, obwohl das Strategiepapier stark auf Russland Bezug nimmt und eine verst&auml;rkte Truppenpr&auml;senz an der Ostflanke der NATO in Europa postuliert, dieses immer noch mit dem strategischen Denken der USA in Bezug auf China zu tun hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.website\/international\/142556-neues-strategische-konzept-nato-china\/\">Bradley Blankenship in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warum die Maskenpflicht aktuell verfassungswidrig ist und sofort beendet werden muss<\/strong><br>\nWie effektiv sind Masken? Sind sie im Sommer 2022 wirklich noch notwendig? Nein, sagt Autor Philipp von Becker &ndash; und liefert Gr&uuml;nde. [&hellip;]<br>\nWenn legitimes Ziel der Maskenpflicht sein soll, Ansteckungen mit Sars-CoV-2 prinzipiell zu verhindern, stellt sich zun&auml;chst die Frage, warum dies bei anderen respiratorischen Viren bislang nicht der Fall war. Denn wie mittlerweile klar ist, sind zumindest die derzeit vorherrschenden Varianten von Sars-CoV-2 nicht t&ouml;dlicher als sich f&uuml;r gew&ouml;hnlich &uuml;ber die Atemwege verbreitende Viren. Wer weiterhin f&uuml;r eine Maskenpflicht ist, muss deshalb daf&uuml;r sein, dass diese dauerhaft und in allen Innenr&auml;umen gilt. Ansonsten ergibt es keinerlei Sinn, zu bef&uuml;rworten, dass derzeit im &Ouml;PNV und der Deutschen Bahn, aber nicht in anderen Innenr&auml;umen eine Maske getragen werden muss. Die derzeit nur f&uuml;r den &Ouml;PNV und die Bahn geltende Maskenpflicht ist widerspr&uuml;chlich und damit hochgradig unsinnig.<br>\nZudem handelt es sich beim Ziel der (dauerhaften) Vermeidung von Ansteckung um ein vollkommen unrealistisches Ziel. Die von Bef&uuml;rwortern der von der Bundesregierung getroffenen Corona-Ma&szlig;nahmen nie verstandene Pr&auml;misse f&uuml;r alle &Uuml;berlegungen zum Umgang mit Sars-Cov-2 h&auml;tte immer sein m&uuml;ssen, dass fr&uuml;her oder sp&auml;ter jeder, der im Kontakt mit Menschen lebt, mit dem Virus in Kontakt kommen wird. Neben der Verhinderung einer &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems konnte deshalb die einzige Rechtfertigung jeglicher Ma&szlig;nahmen nur das Ziel einer Verz&ouml;gerung von Ansteckungen sein, bis Behandlungsfortschritte von Covid-19 existieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/warum-die-maskenpflicht-aktuell-verfassungswidrig-ist-und-sofort-beendet-werden-muss-li.243446\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Es war ein naiver Wunsch der Politik&ldquo;<\/strong><br>\nPandemie-Strategien lassen sich nur evaluieren, wenn die Risikokommunikation mit betrachtet wird, sagt Public-Health-Experte und Kommissionsmitglied Rolf Rosenbrock im Gespr&auml;ch. [&hellip;]<br>\nEine der ganz &uuml;blen Folgen der Coronapandemie ist, dass sich die sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen vergr&ouml;&szlig;ert hat. In den sozialen Unterschichten hatten wir fast doppelt so hohe Infektionsrisiken. Aufgrund der Wohnverh&auml;ltnisse, der Nutzung &ouml;ffentlicher Verkehrsmittel und der Arbeitssituation ist das plausibel &ndash; aber es ist auch dadurch erkl&auml;rbar, dass diese Gruppen nicht speziell angesprochen wurden und in ihrem h&ouml;heren Risiko nicht ber&uuml;cksichtigt wurden. Wir haben das Prinzip des proportionalen Universalismus: F&uuml;r alle muss etwas gemacht werden, aber mehr f&uuml;r die, bei denen der Bedarf am h&ouml;chsten ist. Diesem Grundsatz wurde &uuml;berhaupt nicht gefolgt. Das Problem der sozial bedingten Ungleichheit ist als pandemiepolitisches Querschnittsproblem &uuml;berhaupt nicht begriffen worden. Eine gute Beh&ouml;rde h&auml;tte das ganz vorne auf der Agenda gehabt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/forschung-politik\/corona-bericht-sachverstaendiger-ueber-wirksamkeit-von-einschraenkungen-18149725.html?premium\">FAZ<\/a>\n<p>und: <strong>So geht es nicht<\/strong><br>\nDer mediale und politische Umgang mit der Sachverst&auml;ndigenkommission zu den Corona-Ma&szlig;nahmen besch&auml;digt den Wissenstransfer, schreiben drei der Kommissionsmitglieder.<br>\nEin steiniger Weg w&uuml;rde es werden. Das war den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die dem Ruf in den &ldquo;Sachverst&auml;ndigenausschuss zur Evaluation der Rechtsgrundlagen und Ma&szlig;nahmen der Pandemiepolitik&rdquo; in Deutschland gefolgt waren, v&ouml;llig klar. Corona hatte die &ouml;ffentliche Debattenkultur emotional aufgeladen und stellenweise von wissenschaftlicher Evidenz entkoppelt. Unabh&auml;ngig vom Ergebnis der Kommissionsarbeit war deshalb erheblicher Gegenwind in der &ouml;ffentlichen Rezeption vorprogrammiert. Trotzdem haben sich 18 Expertinnen und Experten dem schwierigen Auftrag gestellt, als unabh&auml;ngiges Gremium die Corona-Schutzma&szlig;nahmen zu bewerten. Diesen Ruf abzulehnen und die Befassung mit dem Thema auf eine unbestimmte Zeit nach dem Ende der Pandemie zu verschieben, h&auml;tte bedeutet, sich der Verantwortung zu entziehen, die die Wissenschaft eben auch hat. So hat das einzige Mitglied, das aus der Kommission ausgetreten war, den R&uuml;cktritt zur&uuml;ckblickend &ouml;ffentlich als Fehler bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2022-07\/corona-sachverstaendigenrat-gutachten-massnahmen-kritik\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Beschluss des Verwaltungsgerichts: Kanzler Scholz muss sich zu vertraulichen Erkl&auml;rungen im Fall Cum-Ex &auml;u&szlig;ern<\/strong><br>\nDer Investigativjournalist Schr&ouml;m wirft Scholz vor, ihn als Finanzminister bei einem Hintergrundgespr&auml;ch angelogen zu haben. Was daran stimmt, ist unklar.<br>\nBundeskanzler Olaf Scholz (SPD) muss Ausk&uuml;nfte &uuml;ber vertrauliche &Auml;u&szlig;erungen als Bundesfinanzminister in der Cum-Ex-Aff&auml;re erteilen. Das hat das Berliner Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren des Tagesspiegels gegen das Bundeskanzleramt entschieden (Az. VG 27 L 36\/22). Die Regierungszentrale soll dem Gerichtsbeschluss zufolge Kenntnisse &uuml;ber ein vertrauliches so genanntes Hintergrundgespr&auml;ch von Scholz mit mehreren Journalisten im September 2020 zum Thema der illegalen Dividendengesch&auml;fte offenlegen.<br>\nDas Kanzleramt wird damit erstmals verpflichtet, &uuml;ber fr&uuml;here dienstliche T&auml;tigkeiten eines amtierenden Regierungschefs innerhalb der Bundesregierung zu informieren. Der Beschluss ist noch nicht rechtskr&auml;ftig, das Kanzleramt hat Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/beschluss-des-verwaltungsgerichts-kanzler-scholz-muss-sich-zu-vertraulichen-erklaerungen-im-fall-cum-ex-aeussern\/28487472.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vom pandemischen Elend der Linken<\/strong><br>\nDie politische Linke in Deutschland hat es nicht leicht. Die Partei gleichen Namens hat im Herbst die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde gerissen und ist nur durch eine Sonderregelung im Bundestag. Ein Grund: Die linke Reaktion auf die Corona-Ma&szlig;nahmen. Auch die der Linkspartei. Einige Linke innerhalb und au&szlig;erhalb der Partei, forderten mehr autorit&auml;res Durchgreifen im &bdquo;Kampf gegen den Virus&ldquo; als die Regierung bereit war. Und den Staat kritisierten sie nur, wenn ihnen die Ma&szlig;nahmen zu lasch waren. Der Blick in zwei aktuelle B&uuml;cher von prominenten Linken, Karl Heinz Roth und Christoph Butterwegge, zeigt auf verschiedene Weise einiges von dem Elend der Linken mit Corona auf. Eine Doppelrezension.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/feuilleton\/literatur\/vom-pandemischen-elend-der-linken\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fische sterben in der Elbe, B&ouml;den trocknen aus<\/strong><br>\nZu wenig Regen, zu viel Sonne: Auf Deutschland rollt in den n&auml;chsten Wochen eine neue Hitzewelle mit bis zu 39 Grad zu. Die Trockenheit hat vielerorts bereits Folgen.<br>\nWer in den vergangenen Tagen in Hamburg an der Elbe spazieren ging, konnte am Ufer zahlreiche tote Fische entdecken. Die Tiere starben Naturschutzverb&auml;nden zufolge, weil der Sauerstoffgehalt in dem Gew&auml;sser zu niedrig war &ndash; und das ist bei hei&szlig;en Temperaturen oft der Fall. Der gr&uuml;ne Umweltsenator der Hansestadt, Jens Kerstan, sprach von &raquo;dramatischen Bildern&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/duerre-sommer-in-deutschland-fische-sterben-in-der-elbe-boeden-trocknen-aus-rasensprengen-eingeschraenkt-a-3744d2e2-5f22-4a31-96c6-006c9a08d17b\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Interessenkonflikte in einigen F&auml;llen: 28 Bundestagsabgeordnete stehen im Lobbyregister<\/strong><br>\nZahlreiche Abgeordnete im Deutschen Bundestag sind parallel als Funktion&auml;re von Lobbyverb&auml;nden im Lobbyregister verzeichnet. Das berichten die Wochenzeitung &bdquo;Die Zeit&ldquo; und die Transparenzinitiative abgeordnetenwatch.de.<br>\nInsgesamt 28 Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind demnach im Vorstand, Pr&auml;sidium oder Beirat von Interessenorganisationen t&auml;tig, die sich im Lobbyregister des Bundestags eingetragen haben. Die Abgeordneten von CDU\/CSU, SPD, FDP und den Gr&uuml;nen engagieren sich unter anderem in Lobbyvereinen der R&uuml;stungsindustrie, der Energiebranche oder einer Handelskammer.<br>\nDie erste systematische Auswertung des Anfang 2022 neu geschaffenen Lobbyregisters zeigt, dass sich aus der Doppelfunktion als Abgeordnete und Lobbyisten in einigen F&auml;llen Interessenkonflikte ergeben:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/bericht-interessenkonflikte-in-einigen-faellen-28-bundestagsabgeordnete-stehen-im-lobbyregister_id_111871804.html\">Focus Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nicht nur dem Volk verpflichtet<\/strong><br>\nMindestens 28 Mitglieder des Bundestages engagieren sich neben dem Mandat f&uuml;r Interessenverb&auml;nde. Wann spricht die Abgeordnete? Und wann der Lobbyist?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/28\/lobbyismus-bundestag-abgeordnete-industrie-verbaende\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Stoschek, Quandt, Flick: Wie sich deutsche Dynastien von NS-Schuld reinwaschen<\/strong><br>\nDas R&uuml;ckgrat der deutschen Wirtschaft ist die Autoindustrie. Sie macht nicht nur etwa zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Marken wie Porsche, Mercedes, BMW und VW gelten weltweit als Symbole f&uuml;r deutschen Erfindungsreichtum. Diese Unternehmen geben Millionenbetr&auml;ge f&uuml;r Branding aus, um sicherzustellen, dass sie so wahrgenommen werden. Weniger Geld und Energie hingegen wird daf&uuml;r aufgewendet, &uuml;ber die eigene Geschichte zu sprechen.<br>\nDabei k&ouml;nnen genannte Unternehmen ihren wirtschaftlichen Erfolg direkt auf die Nazis zur&uuml;ckf&uuml;hren: Ferdinand Porsche etwa &uuml;berredete Hitler, den Volkswagen in Produktion zu geben. Sein Sohn Ferry Porsche, der die Sportwagenfirma aufbaute, war freiwillig SS-Offizier. Herbert Quandt, der BMW zu dem machte, was es heute ist, und sein Vater G&uuml;nther waren in Kriegsverbrechen verwickelt. Ebenso Friedrich Flick, der sp&auml;ter Daimler-Benz kontrollierte. Im Gegensatz zu den Quandts wurde Flick in N&uuml;rnberg verurteilt. [&hellip;]<br>\nIch berichte seit einem knappen Jahrzehnt &uuml;ber diese Familien. Zun&auml;chst als Reporter f&uuml;r Bloomberg News, dann in Form eines Buchs &uuml;ber deutsche Unternehmerdynastien und deren Nazivergangenheit. Ich habe Hunderte historischer Dokumente und Studien sowie zahlreiche Memoiren durchforstet. Ich habe mit Historikern gesprochen und Archive in ganz Deutschland besucht. Und ich war schockiert &uuml;ber das, was ich herausfand.<br>\nNehmen Sie die Quandts. Heute verf&uuml;gen zwei der Erben der Quandt-Familie &uuml;ber ein Nettoverm&ouml;gen von mehr als 35 Milliarden Euro. Sie kontrollieren BMW, Mini und Rolls-Royce und haben bedeutende Beteiligungen in der Chemie- und Technologiebranche. Die Patriarchen der Familie, G&uuml;nther Quandt und sein Sohn Herbert, waren Mitglieder der Nazipartei. In ihren Fabriken, die unter anderem Waffen herstellten, wurden bis zu 57.500 Menschen in Zwangsarbeit ausgebeutet.<br>\nG&uuml;nther Quandt erwarb Unternehmen von Juden, die gezwungen waren, ihre Betriebe unter Marktwert zu verkaufen &ndash; sowie von anderen, deren Eigentum nach der Besetzung ihrer L&auml;nder durch Deutschland beschlagnahmt wurde. Herbert Quandt war an mindestens zwei jener dubiosen Akquisitionen beteiligt und beaufsichtigte zudem die Planung, den Bau und die Demontage eines unvollendeten KZ-Au&szlig;enlagers im damals besetzten Polen.<br>\nNach Kriegsende wurden die Quandts in einem fehlerhaften juristischen Verfahren im Nachkriegsdeutschland &bdquo;entnazifiziert&ldquo; &ndash; ein Verfahren, bei dem die meisten Nazi-T&auml;ter unbeschadet davonkamen. 1960, f&uuml;nf Jahre nachdem er ein Verm&ouml;gen von seinem Vater geerbt hatte, rettete Herbert Quandt BMW vor dem Bankrott. Heute sind zwei seiner Kinder, Stefan Quandt und Susanne Klatten, die reichste Familie Deutschlands. Sie kontrollieren fast mehrheitlich die BMW Group. Die Geschwister verwalten ihr Verm&ouml;gen in Bad Homburg &ndash; von einem Geb&auml;ude aus, das nach ihrem Gro&szlig;vater benannt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/stoschek-quandt-und-flick-wie-sich-deutsche-dynastien-von-ns-schuld-reinwaschen-li.243141\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol><p><strong>Hinweis in eigener Sache:<\/strong> Aus organisatorischen Gr&uuml;nden m&uuml;ssen die Hinweise des Tages II heute leider entfallen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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