{"id":85800,"date":"2022-07-13T08:41:30","date_gmt":"2022-07-13T06:41:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800"},"modified":"2022-07-13T08:41:30","modified_gmt":"2022-07-13T06:41:30","slug":"hinweise-des-tages-4149","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h01\">Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h02\">BBC-Bericht: Britisches Milit&auml;r soll in Afghanistan Unbewaffnete get&ouml;tet haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h03\">Die neue Achse Berlin-Tokio<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h04\">G7 und Russland: Br&uuml;chige Einigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h05\">So teuer wird der G7-Gipfel f&uuml;r den Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h06\">Es geht um Anerkennung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h07\">Sechs Forderungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h08\">Japan w&auml;hlt rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h09\">China reagiert auf die Ermordung von Shinzo Abe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h10\">Versteckter Sprengstoff &ndash; Warum ein zweiter Blick in den Evaluationsbericht zur Pandemiepolitik lohnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h11\">Fatales Versagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h12\">Spanien will Sondersteuer von Energiekonzernen und Banken, um B&uuml;rger zu entlasten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h13\">Sozialpolitik anno 2022<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h14\">Die Linke macht sich &uuml;berfl&uuml;ssig &ndash; ein Abgesang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85800#h15\">L&uuml;gen in Zeiten des Krieges<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sanktionen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Selenskyj bestellt wegen Turbinenlieferung kanadischen Botschafter ein<\/strong><br>\nKanada liefert auf Wunsch der Bundesregierung eine Siemens-Turbine an Russland. Der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj spricht von einer &bdquo;inakzeptablen Ausnahme&ldquo; von den Sanktionen gegen Moskau &ndash; und bestellte den kanadischen Botschafter ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article239869183\/Selenskyj-bestellt-wegen-Turbinenlieferung-kanadischen-Botschafter-ein.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Selenskij hat offenbar jeden Realit&auml;tsbezug verloren. Er scheint &uuml;berhaupt nicht mehr zu reflektieren, dass es nur eines Augenzwinkerns von Seiten der USA bedarf, und er war Pr&auml;sident der Ukraine. Man darf davon ausgehen, dass die Turbine nicht ohne das Einverst&auml;ndnis der USA geliefert wurde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Habeck stellt Priorisierung von Verbrauchern bei Gasknappheit infrage<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) hat die bisher vorgesehene Priorisierung von Verbrauchern gegen&uuml;ber der Industrie im Falle einer Gasknappheit infrage gestellt. Private Haushalt m&uuml;ssten auch &ldquo;ihren Anteil leisten&rdquo;, sagte Habeck bei einem Besuch in Wien am Dienstag. Denn &ldquo;eine dauerhafte oder langfristige Unterbrechung von industrieller Produktion&rdquo; h&auml;tte &ldquo;massive Folgen&rdquo; f&uuml;r die Versorgungssituation.<br>\n&ldquo;Die europ&auml;ische Notfall Verordnung Gas sieht vor, dass kritische Infrastruktur und Verbraucher gesch&uuml;tzt sind und Industrie und Wirtschaft nicht&rdquo;, f&uuml;hrte der Wirtschaftsminister aus. Dies sei sinnvoll bei kurzfristigen und regionalen Problemen, etwa wenn ein Kraftwerk ausf&auml;llt. &ldquo;Und dann sagt man naja, das &uuml;berbr&uuml;cken wir mit Kurzarbeitergeld f&uuml;r die Industrie und wir reparieren dann sp&auml;ter, aber frieren soll niemand.&rdquo;<br>\n&ldquo;Das ist aber nicht das Szenario, das wir jetzt im Moment haben&rdquo;, sagte Habeck. &ldquo;Wir reden hier m&ouml;glicherweise von einer monatelangen Unterbrechung von Gas-Str&ouml;men.&rdquo; Deshalb m&uuml;sse an dieser Stelle noch mal nachgedacht und nachgearbeitet werden.<br>\nHabeck &auml;u&szlig;erte sich auf eine Frage zu Erwartungen an die EU-Strategie f&uuml;r die Energieversorgungssicherheit, welche die EU-Kommission in der kommenden Woche vorstellen soll. Wenn nun eine Situation entst&uuml;nde, in der ein Land seine wirtschaftliche T&auml;tigkeit zur&uuml;ckschraube, &ldquo;um in einem anderen Land (&hellip;), f&uuml;r warme Wohnungen zu sorgen, muss es ein St&uuml;ck weit auch einen Solidarit&auml;tsmechanismus des Ausgleichs geben&rdquo;, sagte der Gr&uuml;ne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/afp\/neuigkeiten\/habeck-stellt-priorisierung-von-verbrauchern-bei-gasknappheit-infrage%20\">arte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Denkt der gr&uuml;ne Bundesminister f&uuml;r Wirtschaft und Klimaschutz eigentlich &uuml;ber die Strategie der Bundesregierung im Umgang mit Russland nach? Es k&ouml;nnte der Eindruck entstehen, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Robert_Habeck#Schriftsteller\">der Autor von Kinderb&uuml;chern<\/a> nehme die Realit&auml;t nicht (mehr) zur Kenntnis, sondern wandle quasi auf den Spuren von Pippi Langstrumpf und mache sich die Welt, wie sie ihm gef&auml;llt. Anstatt private Haushalte &ldquo;ihren Anteil leisten&rdquo; zu lassen, sollte die Strategie dringend &uuml;berdacht und &ldquo;nachgearbeitet&rdquo; werden, damit der Wohlstand der hiesigen Bev&ouml;lkerung nicht immer weiter in Gefahr ger&auml;t. Bitte lesen Sie dazu auch Wolfgang Bittners Beitrag: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85733\">Keiner soll hungern, ohne zu frieren. Der Weg in die Katastrophe<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wagenknecht: &ldquo;Der Sanktionskaiser ist nackt&rdquo;<\/strong><br>\nWir haben den Wirtschaftskrieg gegen Russland verloren&rdquo;, stellte die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht in ihrer YouTube-Show &ldquo;Wagenknechts Wochenschau&rdquo; fest. W&auml;hrend die Sanktionen gegen Russland Putins Taschen immer weiter f&uuml;llten, w&uuml;rden unsere Portemonnaies immer leerer, so die Linken-Politikerin.<br>\nWagenknecht warnt vor einem wirtschaftlichem Zusammenbruch in Deutschland wie in den 1920er Jahren und fordert die sofortige Aufhebung der antirussischen Sanktionen &ndash; andernfalls, so die Politikerin, komme Armut und massiver Mangel auf uns zu. Es bestehe die Gefahr, dass die Sch&auml;den f&uuml;r die Wirtschaft und die Industrie aufgrund der &ldquo;irren&rdquo; Sanktionspolitik unwiderrufbar sind. Und weiter: &ldquo;Sanktionen sind &uuml;brigens auch alles andere als eine normale, &uuml;bliche Reaktion auf verbrecherische Kriege. Als die USA ihre v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege gef&uuml;hrt haben, im Irak, in Libyen, in Afghanistan &ndash; vorher die ganze NATO in Jugoslawien &ndash; haben wir da auch nur ein Mal mit Sanktionen reagiert? Und mit wie vielen L&auml;ndern treiben wir Handel, die eine kriegerische Au&szlig;enpolitik betreiben und die Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en treten?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenzensur.rtde.world\/kurzclips\/video\/143141-wagenknecht-warnt-vor-weltwirtschaftskrise-und\/\">RT DE<\/a><\/li>\n<li><strong>Euro erreicht erstmals seit 2002 Parit&auml;t zum Dollar<\/strong><br>\nGr&uuml;nde sind die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, die Europa besonders treffen, und der vergleichsweise zur&uuml;ckhaltende Kampf der Europ&auml;ischen Zentralbank gegen die Inflation. Die US-Notenbank Fed hingegen geht die Teuerung mit deutlichen Zinsanhebungen an, was den Dollar st&auml;rkt.<br>\nDie Euroschw&auml;che kommt im jetzigen Umfeld mit vergleichsweise hohen Inflationsraten ungelegen. Denn je niedriger der Wechselkurs der Gemeinschaftsw&auml;hrung ist, desto st&auml;rker werden im Verh&auml;ltnis andere W&auml;hrungen wie der Dollar. Das f&uuml;hrt dazu, dass nach Deutschland eingef&uuml;hrte Waren, die in Dollar gehandelt werden, wie etwa Roh&ouml;l, teurer werden. Die Inflation wird dadurch zus&auml;tzlich angefacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article239874165\/Euro-erreicht-erstmals-seit-2002-Paritaet-zum-Dollar.html%20\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Russland-Sanktionen und die Sch&auml;den im globalen S&uuml;den<\/strong><br>\nDer Krieg gegen die Ukraine gef&auml;hrdet die Ern&auml;hrungssicherheit weiter und versch&auml;rft die Hungersnot in vielen Regionen, vor allem im globalen S&uuml;den. Das wird allgemein bef&uuml;rchtet. Wahrscheinlich wird dort aber auch die oft blutige Ausbeutung von Rohstoffen und Energietr&auml;gern zunehmen &ndash; eine Folge der Sanktionspolitik gegen Russland&hellip;<br>\nDer nach dem Russland-Embargo exponentiell steigende Ersatzbedarf der EU-Staaten wird die Anstrengungen zur Erdgasf&ouml;rderung verst&auml;rken, mit den entsprechenden sozialen und &ouml;kologischen Folgen. Spannend wird sein, ob man ab 2023, wie von der EU-Kommission beschlossen, schrittweise auf Treibstoff aus Palm&ouml;l verzichten wird. In Liberia zum Beispiel haben sich internationale Unternehmen aus Malaysia, Indonesien und Gro&szlig;britannien Landfl&auml;chen f&uuml;r &Ouml;lpalmpflanzungen angeeignet, die ein Drittel des nationalen Territoriums ausmachen. Auch der Umstieg auf Erneuerbare Energien und E-Antrieb ist nur scheinbar umweltvertr&auml;glicher und menschenfreundlicher. Denn daf&uuml;r braucht es Lithium und andere Mineralien, an denen Europa (mit Ausnahme von Russland) arm ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/die-russland-sanktionen-und-die-schaeden-im-globalen-sueden\/\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>BBC-Bericht: Britisches Milit&auml;r soll in Afghanistan Unbewaffnete get&ouml;tet haben<\/strong><br>\nElitesoldaten der britischen Armee sollen in Afghanistan gezielt Unbewaffnete und Festgenommene get&ouml;tet haben, berichtet die BBC. Es seien falsche Beweise platziert worden, weil man sich bei der Zahl der T&ouml;tungen habe &uuml;bertrumpfen wollen.<br>\nDie Vorw&uuml;rfe wiegen schwer: Unter Berufung auf geheime Milit&auml;rreports berichtet die BBC, dass eine Untergruppe einer Spezialeinheit des britischen Milit&auml;rs in Afghanistan Unbewaffnete und Festgenommene get&ouml;tet haben soll. Es handle sich um 54 Menschen, die 2010\/2011 innerhalb von sechs Monaten auf verd&auml;chtige Weise bei Razzien umgekommen seien. Dar&uuml;ber hinaus soll der damalige Leiter der Spezialeinheiten dem Bericht zufolge vers&auml;umt haben, Informationen dazu im Rahmen einer Mordermittlung weiterzugeben.<br>\nAls Quelle f&uuml;r die Anschuldigungen gibt die BBC Einsatzberichte des Special Air Services (SAS) an. Mehr als ein Dutzend der Einsatzberichte behandeln laut BBC die Eins&auml;tze der beschuldigten Untergruppe der Eliteeinheit. Die Gruppe sollte demnach in Afghanistan &raquo;Kill or Capture&laquo;-Razzien durchf&uuml;hren &ndash; mit dem Ziel, Taliban-Befehlshaber festzunehmen und Bombenbaunetze zu zerschlagen.<br>\nMehrere an den n&auml;chtlichen Razzien beteiligte Personen berichteten der BBC demnach, sie h&auml;tten erlebt, wie unbewaffnete Menschen get&ouml;tet worden seien. Auch seien AK-47-Gewehre vor Ort platziert worden, um die T&ouml;tungen zu rechtfertigen. Mehrere Personen werfen der Gruppe laut der BBC vor, in einer Art perfidem Wettbewerb eine h&ouml;here Zahl von T&ouml;tungen als ihre Vorg&auml;ngergruppe angestrebt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/afghanistan-britisches-militaer-soll-unbewaffnete-getoetet-haben-a-f1a358e5-20ad-426b-814e-4c97816545a7-amp\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>SAS unit repeatedly killed Afghan detainees, BBC finds<\/strong><br>\nNewly obtained military reports suggest that one unit may have unlawfully killed 54 people in one six-month tour.<br>\nThe BBC found evidence suggesting the former head of special forces failed to pass on evidence to a murder inquiry.<br>\nThe Ministry of Defence said British troops &ldquo;served with courage and professionalism in Afghanistan&rdquo;. [&hellip;]<br>\nSeveral people who served with special forces said that SAS squadrons were competing with each other to get the most kills, and that the squadron scrutinised by the BBC was trying to achieve a higher body count than the one it had replaced. [&hellip;]<br>\nA senior officer who worked at UK Special Forces headquarters told the BBC there was &ldquo;real concern&rdquo; over the squadron&rsquo;s reports.<br>\n&ldquo;Too many people were being killed on night raids and the explanations didn&rsquo;t make sense,&rdquo; he said. &ldquo;Once somebody is detained, they shouldn&rsquo;t end up dead. For it to happen over and over again was causing alarm at HQ. It was clear at the time that something was wrong.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/uk-62083196%20\">BBC<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Es ist gut, dass die &ouml;ffentlich-rechtliche BBC sich an dieses Thema herantraut und die Dinge beim Namen nennt. Die deutschen Medien sind hier zur&uuml;ckhaltender und der ganze Vorgang wird als m&ouml;glicher Einzelfall geschildert, w&auml;hrend aus dem BBC Bericht durchscheint, dass es sich um einen Fall von zumindest mehreren handelt. Man darf gespannt sein, was die Bundesregierung zu diesem Thema zu ihrem Verb&uuml;ndeten Gro&szlig;britannien sagt. Will die Bundesregierung im Lichte dieser Enth&uuml;llungen weiterhin in die Rechtsstaatlichkeit Gro&szlig;britanniens vertrauen, und zum Fall Assange schweigen? Dieser wird juristisch verfolgt, w&auml;hrend im Falle von Kriegsverbrechen die Ermittlungen eingestellt werden<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die neue Achse Berlin-Tokio<\/strong><br>\nDeutschland und Japan stimmen sich verst&auml;rkt &uuml;ber ein gemeinsames Vorgehen in den Machtk&auml;mpfen gegen Russland und gegen China ab. Dies ist das Ergebnis der Gespr&auml;che, die Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock am Montag in Tokio f&uuml;hrte. Dabei ging es zun&auml;chst um Schwierigkeiten, die sich aus dem gemeinsamen Energieembargo gegen Russland ergeben. Moskau reagiert darauf, dass der Westen Energieboykotte als Waffe nutzt, indem es seinerseits neue Regeln f&uuml;r den Bezug russischer Energietr&auml;ger einf&uuml;hrt. F&uuml;r Japan betrifft dies insbesondere das Fl&uuml;ssiggasprojekt Sachalin II, an dem japanische Konzerne beteiligt sind; es deckt rund zehn Prozent der japanischen Fl&uuml;ssiggaseinfuhr. Reduziert Moskau die Lieferungen, dann k&ouml;nnten Berlin und Tokio sich das Fl&uuml;ssiggas auf dem Weltmarkt gegenseitig wegkaufen; es entst&uuml;nden Br&uuml;che im westlichen B&uuml;ndnissystem. Dass Tokio seinen Milit&auml;rhaushalt verdoppeln will, st&ouml;&szlig;t in Berlin auf Zustimmung. Baerbock besuchte am Montag einen japanischen und einen US-amerikanischen Flottenst&uuml;tzpunkt. Die Bundeswehr baut ihre Kooperation mit den japanischen Streitkr&auml;ften und ihre Man&ouml;ver in Japan aus. [&hellip;]<br>\nThema war bei den Gespr&auml;chen auch der gemeinsame Machtkampf gegen China, der Japan inzwischen immer enger an die Seite der NATO f&uuml;hrt.[10] Baerbock behauptete mit Blick auf die Volksrepublik: &bdquo;Immer wieder wird demonstriert, dass, wenn es um eigene Interessen geht, Regeln nicht unbedingt zu gelten haben.&ldquo; Dies kann geradezu als Motto f&uuml;r die deutsche Au&szlig;enpolitik gelten &ndash; vom v&ouml;lkerrechtswidrigen &Uuml;berfall auf Jugoslawien im Jahr 1999 bis zur systematischen Nichteinhaltung von EU-Normenwerken&hellip; Schlie&szlig;lich behauptete Baerbock, die neben einem japanischen Flottenst&uuml;tzpunkt auch noch die Marinebasis der in Ostasien operierenden U.S. 7th Fleet in Yokosuka besuchte und sich dort von deren Kommandeur empfangen lie&szlig;, die Bundesregierung setze sich &bdquo;f&uuml;r Frieden und eine Welt ohne Atomwaffen&ldquo; ein. Die Ministerin verantwortet die Aufr&uuml;stung der Bundeswehr mit US-Kampfjets mit, die k&uuml;nftig bereitstehen werden, um bei Bedarf die in B&uuml;chel (Eifel) gelagerten US-Atombomben an den Einsatzort zu fliegen und dort abzuwerfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8976\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Zusammenarbeit statt Geopolitik<\/strong><br>\nChina warnt vor Machtk&auml;mpfen in S&uuml;dostasien. Baerbock teilt in Japan gegen Beijing aus<br>\nDer chinesische Au&szlig;enminister Wang Yi hat die s&uuml;dostasiatischen Staaten dazu aufgefordert, in der Rivalit&auml;t der Gro&szlig;m&auml;chte keine Partei zu ergreifen und sich nicht als &raquo;Schachfiguren&laquo; missbrauchen zu lassen. Die L&auml;nder in der Region sollten unabh&auml;ngig bleiben und die Souver&auml;nit&auml;t des jeweils anderen respektieren, sagte der Politiker am Montag in einer Rede im Sekretariat des Verbands S&uuml;dostasiatischer Staaten (ASEAN) in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. &raquo;Wir m&uuml;ssen diese Region vor geopolitischen Kalkulationen sch&uuml;tzen&laquo;, so Wang Yi laut dpa.<br>\nBesonders die USA treiben die Militarisierung S&uuml;dostasiens voran: Zum einen mit dem &raquo;quatrilateralen Sicherheitsdialog&laquo; (Quad) mit Japan, Australien und Indien. Andererseits durch die AUKUS-Allianz, in dessen Rahmen die USA und Gro&szlig;britannien Australien mit Atom-U-Booten versorgen. Wang sagte, die Region solle Versuche zur&uuml;ckweisen, sie in &raquo;konfrontative und exklusive Gruppen&laquo; zu unterteilen und statt dessen &raquo;eine echte regionale Zusammenarbeit aufrechterhalten, die L&auml;nder innerhalb der Region vereint, und f&uuml;r L&auml;nder au&szlig;erhalb offen bleiben&laquo;.<br>\nZuvor hatte Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) gegen Beijing ausgeteilt: Das selbstbewusste und robuste Auftreten Chinas sei &raquo;eine globale Herausforderung&laquo;, sagte sie am Montag nach einem Treffen mit ihrem japanischen Amtskollegen Yoshimasa Ha&shy;yashi in Tokio. Mit Blick auf Chinas Anspr&uuml;che im S&uuml;dchinesischen Meer sagte sie, dass diese &raquo;die Grundlage f&uuml;r unser gemeinsames, friedliches Leben&laquo; gef&auml;hrdeten.<br>\nDerweil forderte der neoliberal ausgerichtete Internationale W&auml;hrungsfonds, wichtige Gl&auml;ubigerstaaten wie China sollten hoch verschuldeten sogenannten Entwicklungsl&auml;ndern Zugest&auml;ndnisse machen. Ansonsten drohe eine Abw&auml;rtsspirale, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa Reuters am Montag. Ende der Woche beraten die 20 &raquo;f&uuml;hrenden&laquo; Industrie- und Schwellenl&auml;nder in Bali. Dabei d&uuml;rfte die Verschuldung besonders armer Staaten Thema sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430253.gegen-einmischung-zusammenarbeit-statt-geopolitik.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Entgegenkommen oder Konfrontation? China hat die USA auf Bali endg&uuml;ltig vor die Wahl gestellt<\/strong><br>\n&hellip;es gibt eine offizielle &Uuml;bersetzung der Rede Wang Yis auf dem G20-Treffen; werfen wir also zuerst einen Blick auf einige grunds&auml;tzliche Stellen aus dieser Rede.<br>\n&bdquo;Auf der Welt gibt es nur ein internationales System mit den Vereinten Nationen in seiner Mitte. Es gibt nur eine internationale Ordnung, d.h. die internationale Ordnung, die vom V&ouml;lkerrecht gest&uuml;tzt wird. Anderen Regeln aufzuzwingen, die von einem bestimmten Land oder einer Gruppe gemacht werden, ist das Gegenteil von Multilateralismus.&ldquo;<br>\nEs ist klar, worauf sich diese Aussage bezieht, auf die &bdquo;regelbasierte Weltordnung&ldquo;, mit der die USA und ihre Komplizen das V&ouml;lkerrecht ersetzen wollen. Die Position Chinas zu diesen Versuchen ist klar und wurde von Wang Yi nur ein weiteres Mal best&auml;tigt. Er kommentierte auch die Bestrebungen des westlichen Blocks, eine pazifische Allianz gegen China zu schmieden: &bdquo;Versuche eines gewissen Landes, seine eigene Sicherheit &uuml;ber die anderer zu stellen, milit&auml;rische Bl&ouml;cke zu st&auml;rken, einen ideologischen Eisernen Vorhang zu schaffen oder gar zu drohen, die Umgebung anderer nach den eigenen Ma&szlig;st&auml;ben zu formen, wird nur Konflikt und Konfrontation schaffen und die internationale Gemeinschaft spalten.&ldquo;<br>\nDann kommentierte er die US-amerikanische Handelspolitik: &bdquo;Wirtschaftspolitik, die auf der Verarmung des Nachbarn beruht, die einen kleinen Hof mit hohen Z&auml;unen errichtet, und die Schaffung geschlossener und ausschlie&szlig;ender kleiner Zirkel, das alles widerspricht der Tendenz der Zeit. Jene, die versuchen, andere zu isolieren, werden sich selbst isolieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.website\/meinung\/143194-entgegenkommen-oder-konfrontation-china-hat\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>G7 und Russland: Br&uuml;chige Einigkeit<\/strong><br>\nDer Gipfel der Industriestaaten sollte Indien, Indonesien, S&uuml;dafrika, Senegal und Argentinien in die Allianz gegen Russland einbinden. Dieses Ansinnen ist grandios gescheitert. Die dunklen Wolken &uuml;ber Elmau hatten Symbolkraft. [&hellip;]<br>\nEin Hauptgrund f&uuml;r die Einladung Indiens, Indonesiens, S&uuml;dafrikas, Senegals und Argentiniens zum G7-Gipfel war die Ausweitung der globalen Allianz gegen Russland. Aber dieses Ansinnen ist gescheitert. Dem Wall Street Journal zufolge erkl&auml;rte Indiens Premierminister Narendra Modi bei einem bilateralen Treffen mit Scholz, dass Indien sich nicht an den Bem&uuml;hungen gegen Russland beteiligen k&ouml;nne, und verteidigte auch &ouml;ffentlich die K&auml;ufe von Erd&ouml;l aus Russland.<br>\nEin zweiter Bereich, in dem die G7 darauf hoffte, Russlands Einnahmen zu schm&auml;lern, ist der Stopp der Einfuhr von russischem Gold. Auch hier fehlte es an einem Konsens. Scholz wollte, dass der US-Vorschlag zun&auml;chst auf EU-Ebene diskutiert wird. Der Vorsitzende des Europ&auml;ischen Rates, Charles Michel, zeigte sich jedoch skeptisch: &bdquo;Was das Gold betrifft, so sind wir bereit, die Details zu diskutieren. [&hellip;]<br>\nIn der Tat ist der Bruch fast surreal. Auf dem letzten G7-Gipfel unter deutschem Vorsitz im Jahr 2015 hatten sich die westlichen Staats- und Regierungschefs verpflichtet, bis zum Jahr 2030 mindestens 500 Millionen Menschen vom Hunger zu befreien. Seit 2017 sind die Zahlen jedoch nur noch gestiegen, und im Jahr 2022 werden &uuml;ber 150 Millionen Menschen mehr an Unterern&auml;hrung leiden. Das Klima ist ein weiterer Risikofaktor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/G7-und-Russland-Bruechige-Einigkeit-7161071.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So teuer wird der G7-Gipfel f&uuml;r den Bund<\/strong><br>\nAllein 3,8 Millionen Euro Sicherheitskosten und 120.000 Euro f&uuml;r ein Logo<br>\nDie Kulisse war sch&ouml;n, aber nicht billig: Der G7-Gipfel nahe Garmisch-Partenkirchen und die deutsche Pr&auml;sidentschaft kosten den Bund nach SPIEGEL-Informationen mindestens 113 Millionen Euro. Strittig ist, wie viel davon Bayern bekommt.<br>\nEin mit 16 Kilometer Zaun abgeschirmtes Schloss auf dem Berg, ein Pressezentrum mit 3000 Journalisten im Tal, zahlreiche Reisen zur Vor- und Nachbereitung: Der G7-Gipfel Ende Juni am bayerischen Schloss Elmau war mit gewaltigem Aufwand verbunden &ndash; und mit hohen Ausgaben.<br>\nDem Bund d&uuml;rften durch das Treffen und die deutsche G7-Pr&auml;sidentschaft Kosten von mindestens 113,5 Millionen Euro entstanden sein. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor, die dem SPIEGEL vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/g7-gipfel-in-elmau-kostet-bund-mehr-als-100-millionen-euro-a-5154f1fc-bd25-49a9-bd9a-30fdba7390cc\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Es geht um Anerkennung<\/strong><br>\nIm letzten Jahr haben wir eine der h&auml;rtesten und organisiertesten Angriffe bewaffneter Siedler:innen erlebt, die dabei von offiziellen Milit&auml;reinheiten unterst&uuml;tzt wurden. Zudem waren f&uuml;nf Verwaltungseinheiten in der Westbank und im Gazastreifen, die seit mehr als 15 Jahren unter milit&auml;rischer Belagerung stehen, mit massiven israelischen Milit&auml;raktionen konfrontiert. Diesen Angriffen gehen fast immer eine Reihe kleinerer Angriffe voraus. Siedler:innen zerst&ouml;ren landwirtschaftliche B&auml;ume, z&uuml;nden H&auml;user von Familien an oder enteignen Beduinengemeinschaften in schwer zug&auml;nglichen Gebieten. Informationen hier&uuml;ber sind in gro&szlig;er Zahl frei verf&uuml;gbar. Dennoch sind die Berichte der pal&auml;stinensischen Seite konstant Zweifeln, Kriminalisierung und Verunglimpfung ausgesetzt, von der fehlenden Durchsetzung von Recht und Gerechtigkeit ganz zu schweigen. Israelische Institutionen und Beh&ouml;rden sch&uuml;tzen die Siedler:innen und gew&auml;hrleisten auf Basis ethnisch-religi&ouml;ser Zugeh&ouml;rigkeit Immunit&auml;t. Die Aufrechterhaltung der Besatzung ist der Kern der gesamten israelischen Siedlungspolitik. Sie zielt auf den Austausch einer Bev&ouml;lkerung durch eine andere. Pal&auml;stinenser:innen sind lediglich ein Hindernis bei der Verwirklichung eines gr&ouml;&szlig;eren israelischen Staats in der Levante.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/es-geht-um-anerkennung-18706\">Medico<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sechs Forderungen<\/strong><br>\nDer sri-lankische Volksaufstand (&sbquo;Janatha Aragalaya&lsquo;) des 9. Juli war der H&ouml;hepunkt einer Massenbewegung, die im M&auml;rz dieses Jahres begann. Die Zukunft Sri Lankas ist gegenw&auml;rtig v&ouml;llig ungewiss: Pr&auml;sident Gotabaya Rajapaksa und seine Regierung haben ihren R&uuml;cktritt angek&uuml;ndigt, Versuche hoher Regierungsvertreter, das Land zu verlassen, wurden vom Personal des Flughafens verhindert. Die &Uuml;bergabe der Macht soll wohl an die M&ouml;glichkeit gebunden werden, sich durch Flucht der Verantwortung entziehen zu k&ouml;nnen.<br>\nUnmittelbarer Anlass der Proteste ist der &ouml;konomische Zusammenbruch des hochverschuldeten und von einer unerh&ouml;rten Inflation heimgesuchten Landes. Zuletzt verf&uuml;gte Sri Lanka &uuml;ber keinerlei ausl&auml;ndische W&auml;hrungsreserven mehr und konnte durch immer neue Hilfskredite nur noch von Woche zu Woche &uuml;berleben. Es gibt kaum noch Treibstoff, drei Mal t&auml;glich wird &uuml;ber Stunden der Strom abgestellt, in den Krankenh&auml;user gibt es kaum noch Medikamente, G&uuml;ter des t&auml;glichen &Uuml;berlebens gibt es nur noch zu unerschwinglichen Preisen oder gar nicht mehr.<br>\nHintergrund der Proteste sind dabei auch die ma&szlig;lose Korruption und der Autoritarismus des regierenden Rajapaksa-Familienclans &ndash; dessen Parteienkoalition allerdings noch bei den Wahlen 2020 fast zwei Drittel der Stimmen gewinnen konnte. Nicht zuf&auml;llig fiel die Unterst&uuml;tzung des Regimes bei den jahrzehntelang brutal unterdr&uuml;ckten tamilisch-hinduistischen und muslimischen Minderheiten deutlich geringer aus: das Regime beanspruchte ausdr&uuml;cklich, allein die singhalesisch-buddhistische Mehrheitsgesellschaft zu vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/sechs-forderungen-18703\">Medico<\/a>\n<p>dazu: <strong>Demonstranten st&uuml;rmen das Haus des Pr&auml;sidenten von Sri Lanka<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nW&auml;hrend Rajapaksa flieht, sagt der Premierminister, er werde zugunsten einer Einheitsregierung zur&uuml;cktreten, w&auml;hrend die Wut &uuml;ber die Wirtschaftskrise w&auml;chst<br>\nCOLOMBO: Der srilankische Pr&auml;sident Gotabaya Rajapaksa floh am Samstag aus seiner offiziellen Residenz, kurz bevor Demonstranten, ver&auml;rgert &uuml;ber eine beispiellose Wirtschaftskrise, das Gel&auml;nde st&uuml;rmten.<br>\nDer unmittelbare Aufenthaltsort des Pr&auml;sidenten, der wiederholte Forderungen nach seinem R&uuml;cktritt zur&uuml;ckgewiesen hat, ist nicht bekannt. Premierminister Ranil Wickremesinghe berief jedoch eine Dringlichkeitssitzung der Parteif&uuml;hrer ein, auf der er erkl&auml;rte, er wolle zur&uuml;cktreten und Platz f&uuml;r eine neue Einheitsregierung machen. [&hellip;]<br>\nDie Ceylon Chamber of Commerce forderte Rajapaksa zum sofortigen R&uuml;cktritt auf, da er &ldquo;das Vertrauen des Volkes verloren hat, wie die heutigen Proteste rund um das Pr&auml;sidentenhaus und das Pr&auml;sidialamt in einem noch nie dagewesenen Ausma&szlig; zeigen&rdquo;.<br>\nDie Wirtschaftsgruppe forderte die Parteif&uuml;hrer auf, eine Entscheidung zu treffen und den Weg f&uuml;r einen reibungslosen Machtwechsel zu ebnen.<br>\nTausende von Demonstranten durchbrachen im Laufe des Tages die Polizeisperren vor dem Amtssitz des Pr&auml;sidenten und trotzten dabei Tr&auml;nengas und Wasserwerfern.<br>\nHunderte von Demonstranten, die srilankische Flaggen schwenkten und Helme trugen, drangen in die Residenz ein, wie Videoaufnahmen des Fernsehsenders NewsFirst zeigten. Bilder von ihnen, die im Pool des Pr&auml;sidenten schwimmen, wurden in den sozialen Medien ver&ouml;ffentlicht.<br>\nHunderte tummelten sich auch auf dem Gel&auml;nde au&szlig;erhalb des wei&szlig; get&uuml;nchten Geb&auml;udes aus der Kolonialzeit. Sicherheitsbeamte waren nicht zu sehen.<br>\nRajapaksa habe die Residenz gegen 10 Uhr morgens verlassen, sagte sein Sekret&auml;r Gamini Senarath am Telefon und f&uuml;gte hinzu, er k&ouml;nne den Pr&auml;sidenten derzeit nicht erreichen und wisse nicht, wo er sich aufhalte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bangkokpost.com\/world\/2342927\/protesters-storm-sri-lanka-presidents-home%20\">Bangkok Post<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Japan w&auml;hlt rechts<\/strong><br>\nRechtsruck im japanischen Oberhaus: Die regierenden Liberaldemokraten (LDP) haben die Wahl am Sonntag klar gewonnen. Zusammen mit ihrem Koalitionspartner Komeito kam die LDP auf 76 der zur Wahl stehenden 125 Sitze. Alle drei Jahre wird die H&auml;lfte der fortan 248 Abgeordneten neu gew&auml;hlt, die Liberaldemokraten verbesserten ihren Anteil von 55 auf 63. Dazu beigetragen hat auch eine Sympathiewelle f&uuml;r den am vergangenen Freitag bei einem Attentat ums Leben gekommenen rechten Expremier Shinzo Abe. Die Regierungskoalition kann somit ihre Mehrheit in beiden Parlamentskammern behaupten. (&hellip;)<br>\nDabei war in den vergangenen drei Wochen die Zustimmungsrate zur Regierung von Premier Fumio Kishida um rund zehn Prozentpunkte gefallen. Der Anstieg der Preise f&uuml;r Energie und Lebensmittel sorgte in der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r Unmut. F&uuml;r einen Moment witterte die Linke Morgenluft und versuchte klarzumachen, dass nicht nur der Ukraine-Krieg, sondern auch die LDP-Politik f&uuml;r die steigenden Lebenshaltungskosten verantwortlich seien, da die lockere Geldpolitik den Yen schw&auml;che. Sp&auml;testens am Freitag machte dann das Attentat auf Abe alle Hoffnungen zunichte. Umfragen zeigten auch, dass schlussendlich weniger die Inflation als die Sicherheits- und Wirtschaftspolitik im Zentrum des W&auml;hlerinteresses gestanden hatten &ndash; traditionell von der LDP behandelte Themen.<br>\nAuch war vielen W&auml;hlern nicht klar, wo die eigentliche Trennlinie zwischen den Parteien verlief, da sie &auml;hnliche Slogans verbreiteten. Die KDP und die Kommunisten (KPJ) versuchten die W&auml;hler durch sozialpolitische Forderungen zu &uuml;berzeugen, die auch eine Erh&ouml;hung des Mindestlohns und eine Senkung der Konsumsteuer beinhalteten. Die LDP trat dagegen mit dem Wahlspruch an, das &raquo;Leben der Leute sch&uuml;tzen&laquo; zu wollen. Kishida, dem oft Zauderhaftigkeit vorgeworfen wird, warb mit seiner angeblichen Entschluss- und Tatkr&auml;ftigkeit. Die japanischen Medien berichteten kaum kritisch&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430263.oberhauswahl-japan-w%C3%A4hlt-rechts.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die lang ersehnte aber unrealisierbare Verfassungs&auml;nderung f&uuml;r Japans Politiker<\/strong><br>\nPremierminister Fumio Kishida hat erkl&auml;rt, dass er so bald wie m&ouml;glich einen Antrag auf &Auml;nderung der Verfassung im Parlament einbringen und sich daf&uuml;r einsetzen werde.<br>\nDiese Handlungsweise steht total im Gegensatz zu der Haltung der Kandidaten vor den Wahlen. Sie sprachen vor den Wahlen meistens dar&uuml;ber, wie die Inflation bek&auml;mpft und die L&ouml;hne erh&ouml;ht werden k&ouml;nnen, was den Hauptanliegen der japanischen Bev&ouml;lkerung entsprechen w&uuml;rde. Nach dem Wahlsieg machten sie jedoch die Frage der Verfassungsrevision zum wichtigsten politischen Thema. Dies spiegelt den Verrat der Kandidaten an ihren Wahlversprechen und ihre Missachtung der &ouml;ffentlichen Meinung wider und offenbart einmal mehr die tiefsitzenden Widerspr&uuml;che des japanischen Wahlsystems. [&hellip;]<br>\nDie neue Verfassung Japans wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erlassen. In Artikel 9 hei&szlig;t es eindeutig, dass Japan f&uuml;r immer auf Krieg verzichtet, nicht mit Gewalt droht oder Gewalt als Mittel zur Beilegung internationaler Streitigkeiten einsetzt und keine Armee unterh&auml;lt. In den letzten 75 Jahren hat diese pazifistisch Verfassung Japan geholfen, seine Beziehungen zu den Nachbarl&auml;ndern zu verbessern und eine wirtschaftliche Entwicklung zu verwirklichen. Aus diesem Grund genie&szlig;t diese Verfassung unter dem japanischen Volk hohes Ansehen. [&hellip;]<br>\nEine Umfrage des Fernsehsenders NHK vom 3. Mai ergab, dass nur 35 % der Japaner eine Verfassungs&auml;nderung bef&uuml;rworteten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2022\/07\/12\/ARTIkakE1PojAxAkM37Wa5Rs220712.shtml\">CRI online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>China reagiert auf die Ermordung von Shinzo Abe<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nChinas offizielle Erkl&auml;rungen dr&uuml;ckten Schock und Mitgef&uuml;hl aus, doch die Reaktionen in den sozialen Medien spiegelten Abes unpopul&auml;res Image in China wider. [&hellip;]<br>\nAbe war in China eine &auml;u&szlig;erst umstrittene Figur, da er dazu neigte, Japans Kriegsgr&auml;uel herunterzuspielen, und sich f&uuml;r eine Lockerung der Beschr&auml;nkungen f&uuml;r Japans Milit&auml;r einsetzte. Als Abe im Dezember 2013 den Yasukuni-Schrein besuchte &ndash; einen Shinto-Schrein, der Japaner ehrt, die ihr Leben f&uuml;r das Land gegeben haben, darunter auch Kriegsverbrecher, erkl&auml;rten chinesische Beamte, Abes Besuch des Schreins besch&auml;dige &ldquo;die politischen Grundlagen der chinesisch-japanischen Beziehungen schwer&rdquo;. W&auml;hrend seiner gesamten Amtszeit warfen ihm chinesische Regierungssprecher wiederholt vor, die Geschichte zu verdrehen&rdquo; und Japan zu remilitarisieren.<br>\nDar&uuml;ber hinaus positionierte Abe mit seinen geopolitischen Schachz&uuml;gen Japan fest als einen wichtigen Knotenpunkt in der wachsenden Koalition, die sich gegen China richtet. Abe war der urspr&uuml;ngliche Vordenker der Vierergruppe und des &ldquo;indopazifischen&rdquo; Konzepts selbst, die nun beide im Mittelpunkt der US-Strategie gegen China stehen. Der derzeitige Premierminister Kishida Fumio hat Abes au&szlig;enpolitisches Erbe weitgehend fortgef&uuml;hrt.<br>\nDie Beziehungen zwischen China und Japan sind w&auml;hrend Abes Amtszeit im Wesentlichen eingefroren. Im Jahr 2018 gab es einige Anl&auml;ufe f&uuml;r ein Tauwetter, das in Abes erstem Staatsbesuch in China gipfelte. Xi Jinping sollte im Jahr 2020 ebenfalls Japan besuchen, doch die COVID-19-Pandemie kam dazwischen. Die begrenzte Ann&auml;herung in den chinesisch-japanischen Beziehungen war jedoch nicht von langer Dauer &ndash; was nicht &uuml;berrascht, wenn man bedenkt, dass keine der beiden Seiten ihre Politik wirklich ge&auml;ndert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thediplomat.com\/2022\/07\/china-reacts-to-abe-shinzo-assassination\/\">The Diplomat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Versteckter Sprengstoff &ndash; Warum ein zweiter Blick in den Evaluationsbericht zur Pandemiepolitik lohnt<\/strong><br>\nZu wenig Zeit, zu wenig Daten, zu wenig Unterst&uuml;tzung &ndash; dieses Klagelied dominiert weite Teile des Evaluationsberichts zur Corona-Politik der vergangenen zweieinhalb Jahre. Wenn man aber genauer hinschaut, enth&auml;lt der Evaluationsreport politischen Sprengstoff, der die zuk&uuml;nftige Corona-Politik pr&auml;gen k&ouml;nnte und m&uuml;sste. Zum Beispiel mit Blick auf das Bundesverfassungsgericht: Die Urteile des Karlsruher Gerichts zur Bundesnotbremse waren demnach klare Fehlentscheidungen. [&hellip;]<br>\nSchaut man genauer hin, ist das Ergebnis der Sachverst&auml;ndigenkommission auch eine heftige Kritik am obersten deutschen Gericht.<br>\nAuf einer deutlich breiteren wissenschaftlich-empirischen Basis kommt der Report zu einem v&ouml;llig anderen Ergebnis als das Gericht: Die Ma&szlig;nahmen waren wenig oder gar nicht wirksam. Das hat eine verfassungsrechtliche Konsequenz. Freiheitseinschr&auml;nkungen, die nicht wirksam die Pandemie bek&auml;mpfen, k&ouml;nnen nicht verfassungsgem&auml;&szlig; sein. Vor diesem Hintergrund sind die Urteile des Karlsruher Gerichts zur Bundesnotbremse klare Fehlentscheidungen. Die selbst ernannten &bdquo;H&uuml;ter der Verfassung&ldquo; m&uuml;ssen sich fragen lassen, ob sie ihre Aufgabe w&auml;hrend der Corona-Pandemie erf&uuml;llt haben.<br>\nTrotz dieser brisanten Feststellungen hat der Bericht nur kurz f&uuml;r Aufregung gesorgt. Weil der Bericht so unklar und wenig mutig war, ist er sofort zum Spielball der parteipolitischen Auseinandersetzung geworden. Jeder suchte sich eine Passage heraus, die seine vorgefasste Meinung zur Pandemiepolitik (scheinbar) st&uuml;tzt. Das war kein Sieg der Wissenschaft, sondern ein Comeback der Ideologie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/versteckter-sprengstoff-pandemie-corona-evaluation\">Volker Boehme-Ne&szlig;ler auf Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fatales Versagen<\/strong><br>\nDie soziale Zeitbombe tickt: In Deutschland werden immer weniger Sozialwohnungen gebaut, und deren Gesamtzahl nimmt weiter rapide ab, wie Zahlen der Bundesregierung auf meine Anfrage hin belegen. Bundesweit gibt es nur noch rund 1,1 Millionen Sozialwohnungen und damit eine historischen Tiefstand.<br>\nDie Lage spitzt sich dramatisch zu: Wohnen wird immer teurer. Die Energiepreise explodieren und die CO2-Steuer wird gr&ouml;&szlig;tenteils auf Mieterinnen und Mieter umgelegt. Der Bedarf an g&uuml;nstigen Mieten steigt. Doch Haushalte mit geringen Einkommen finden kaum noch bezahlbare Wohnungen. Deshalb ist das Versagen von Bund und L&auml;ndern beim sozialen Wohnungsbau schlichtweg fatal&hellip;<br>\nSo kann es nicht weitergehen! Wohnkosten d&uuml;rfen nicht l&auml;nger zur Armutsfalle werden. Wir brauchen einen Neustart im sozialen gemeinn&uuml;tzigen Wohnungsbau&hellip;Als Linke fordern wir 15 Milliarden Euro j&auml;hrlich f&uuml;r den sozialen, kommunalen und gemeinn&uuml;tzigen Wohnungsbau&hellip; Es darf nicht sein, dass in &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Wohnungen nach Ablauf der Bindung die Mieten h&ouml;chstm&ouml;glich gesteigert und dadurch Mieterinnen und Mieter aus ihren Wohnungen verdr&auml;ngt werden. Au&szlig;erdem fordern wir die Einf&uuml;hrung einer neuen Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit zum Einstieg in einen gemeinwohlorientierten Wohnungsmarkt. Denn Wohnen ist ein Grundrecht und keine Ware.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430655.fatales-versagen.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mehr Arme, weniger Wohnraum<\/strong><br>\nDie Zahl der gef&ouml;rderten Sozialwohnungen sinkt bundesweit weiter. Ein Grund: Neubau in dem Segment lohnt sich nicht<br>\nBezahlbaren Wohnraum in Deutschland zu finden ist schwer. F&uuml;r Arme ist es fast unm&ouml;glich. Und ihre Lage wird noch dadurch erschwert, dass in den meisten Bundesl&auml;ndern die Zahl der Sozialwohnungen weiter sinkt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Bundestagsfraktion von Die Linken hervor, die am Dienstag ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nDen Daten zufolge schrumpfte der Bestand im vergangenen Jahr in zehn von 16 Bundesl&auml;ndern. Teilweise fielen mehrere tausend Wohnungen aus der Sozialbindung. Nur Hessen, das Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein stockten den Bestand um jeweils einige hundert auf. In Sachsen-Anhalt wuchs er um rund 1.100. Aus Baden-W&uuml;rttemberg lagen noch keine Zahlen vor.<br>\nDie Bundesregierung hatte eigentlich Gro&szlig;es vor: Jedes Jahr sollten 100.000 neue Sozialwohnungen gebaut werden. Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) wollte daf&uuml;r in f&uuml;nf Jahren rund 14,5 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stellen. Davon ist die Bundesregierung weit entfernt&hellip;<br>\nArme Menschen in Berlin k&ouml;nnten dann bei der Wohnungssuche leer ausgehen, f&uuml;rchtet der Vorsitzende des Berliner Mietervereins, Reiner Wild. Gegen&uuml;ber dem Tagesspiegel erkl&auml;rte er, dass drei Viertel der aktuellen Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins in Berlin ein Einkommen von weniger als 12.000 Euro im Jahr h&auml;tten. Die geplante F&ouml;rderung ginge seiner Meinung nach am Bedarf vorbei &ndash; die Immobilienwirtschaft d&uuml;rfte sie allerdings begr&uuml;&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430637.mietenwahnsinn-mehr-arme-weniger-wohnraum.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spanien will Sondersteuer von Energiekonzernen und Banken, um B&uuml;rger zu entlasten<\/strong><br>\n&bdquo;Wir werden nicht zulassen, dass das Leid der Vielen zum Vorteil der Wenigen wird&ldquo;, erkl&auml;rte der spanische Ministerpr&auml;sident Pedro S&aacute;nchez am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation. Der sozialistische Regierungschef k&uuml;ndigte eine Sondersteuer f&uuml;r Banken und auf &Uuml;bergewinne von Energieunternehmen an, um &ouml;ffentliche Wohnungen, Stipendien und kostenlose Bahntickets zu finanzieren.<br>\n&bdquo;Ich bin mir der allt&auml;glichen Schwierigkeiten der Menschen voll bewusst. Ich wei&szlig;, dass man von seinem Lohn immer weniger bekommt, dass der Einkaufskorb teurer wird&ldquo;, beginnt der spanische Ministerpr&auml;sident Pedro S&aacute;nchez seine Rede zur Lage der Nation im Parlament.<br>\nDie Rede wird 1 Stunde und 25 Minuten dauern. S&aacute;nchez startet mit einer n&uuml;chternen Analyse der Situation samt Wirtschaftsdiagrammen und kommt zu der Einsicht, dass den Menschen in Spanien die bisherigen Ma&szlig;nahmen nicht gen&uuml;gen. Am Ende der Rede gibt es Standing Ovations und euphorische Ausrufe der beiden Regierungsparteien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/sondersteuer-spanien\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sozialpolitik anno 2022<\/strong><br>\nIm besten Deutschland aller Zeiten sollen W&auml;rmehallen f&uuml;r alte und arme Menschen entstehen. Wo ist eigentlich der Aufschrei? Sp&uuml;ren wir noch was?<br>\nEigentlich taktisch eher suboptimal, dass unsere neuen Kennedys, die Lindners aus Sylt, ihre Hochzeitsfeierlichkeiten nicht in den Herbst oder Winter verlegen konnten: Die medial orchestrierte und choreographierte Verm&auml;hlung h&auml;tte in den kalten Tagen, die sich dann nicht mehr ganz gew&ouml;hnlich mit einem Heizk&ouml;rper erw&auml;rmen lassen, sicher f&uuml;r warme, romantisch aufgeheizte Gedanken gesorgt und manche Frostbeule kurzzeitig in einen molligen Zustand versetzt.<br>\nTja, Chance vertan. W&auml;hrend in Sylt gefeiert wurde, schaute man sich in mancher Kommune nach anderen w&auml;rmenden Ideen um. Und siehe da, es gibt Abhilfe: Wir konzentrieren Alte und Arme einfach in Mehrzweckhallen, in denen Betten stehen: Das ist Sozialpolitik anno 2022.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/07\/waermehallen-sozialpolitik-anno-2022\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Linke macht sich &uuml;berfl&uuml;ssig &ndash; ein Abgesang<\/strong><br>\nSeit dem Parteitag der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; in Erfurt sind bereits einige Wochen vergangen. Auf ihrem Parteitag hat sich die Partei &uuml;berfl&uuml;ssig gemacht. Die Wochen danach zeigen: Sie wird nicht vermisst. Linke Politik in Deutschland dagegen schon. [&hellip;]<br>\nDie Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; gibt klassisch linke Programmatik zugunsten identit&auml;tspolitischer Positionen auf. Sie verweigert ihrem eigentlichen Klientel, den Arbeitern, Angestellten, den von Armut bedrohten und den tats&auml;chlich armen Menschen in Deutschland die politische Repr&auml;sentation. Damit hat diese immer gr&ouml;&szlig;er werdende Gruppe in der deutschen Parteienlandschaft keine F&uuml;rsprecher mehr. Das ist ein eklatanter Mangel, denn die Parteien in einem demokratischen Staat haben die Aufgabe, die unterschiedlichen Interessen gesellschaftlicher Gruppen abzubilden. Der demokratische Staat hat die Pflicht, diese unterschiedlichen Interessen auszugleichen, um das Maximum an Freiheit bei gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichem Schutz des Einzelnen zu erreichen. [&hellip;]<br>\nZentrale linke Werte wirft die Partei mit zunehmender Geschwindigkeit &uuml;ber Bord und passt sich in vorauseilendem Gehorsam dem an, was sie f&uuml;r linke Mitte halten mag, was aber faktisch einen Rechtsrutsch und die Preisgabe der Interessen des eigenen Klientels bedeutet.<br>\nSchon im Dekor des Parteitags verzichtete die Partei auf klassisch linke &Auml;sthetik. Die Linke pr&auml;sentiert sich nicht in Rot, sondern macht auf bunt. Mit der Ann&auml;herung ihres Corporate Designs an die Regenbogenfahne macht die Linke auch gleich deutlich, was parteiintern schiefl&auml;uft. Mit der Hinwendung zu identit&auml;tspolitischen Positionen macht die Partei den gleichen Fehler, den auch die Gr&uuml;nen gemacht haben: Sie versucht die Integration einer im Kern reaktion&auml;ren Ideologie in ihre Strukturen. [&hellip;]<br>\nDie Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; hat sich abgeschafft. Sie ist aufgegangen in den Phrasen des Mainstreams und wird daher auch nicht weiter ben&ouml;tigt. Alles, was die Partei noch zu sagen hat, hat man schon tausendfach von anderen Parteien geh&ouml;rt. Ihre Programmatik hat sie selbst zur Unkenntlichkeit verwischt. Sie bietet keine L&ouml;sungen an, sondern tr&auml;llert eifrig im Mainstream mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/143217-die-linke-macht-sich-ueberflussig-ein-abgesang\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>L&uuml;gen in Zeiten des Krieges<\/strong><br>\nEin vor fast 100 Jahren geschriebenes Buch hilft, Propaganda zu entlarven<br>\nManchmal hat ein Verlag f&uuml;r das Revival eines &auml;lteren Buches eine gl&uuml;ckliche Hand und ein besonderes Gesp&uuml;r. Ich spreche hier vom Westend-Verlag in Frankfurt\/Main. Mit einer aktuellen Neuausgabe des Klassikers zur Kriegs Propaganda &bdquo;L&uuml;gen in Kriegszeiten &ndash; kritische Betrachtungen&ldquo; aus dem Jahr 1928 treffen die Herausgeber den Nerv heutiger Zeit.<br>\nDer Autor Arthur Ponsonby (1871-1946) war britischer Staatsbeamter, Politiker, Schriftsteller und Pazifist. Sein Ziel war es, auf eine verantwortungsvolle Au&szlig;enpolitik zu dr&auml;ngen und sich gegen den milit&auml;rischen Einfluss auf Regierungen einzusetzen. Aber was kann uns heute ein fast hundert Jahre altes Buch eines Briten sagen, das sich mit dem Geschehen vor und im Ersten Weltkrieg besch&auml;ftigt und sich zudem vorrangig mit englischer Kriegspropaganda auseinandersetzt? Und was soll es deutschen Lesern vermitteln? Befindet sich die Bundesrepublik Deutschland als NATO-Mitgliedsland und engster Verb&uuml;ndeter der USA schon im Krieg mit Russland oder noch nicht?<br>\nDie deutschen Massenmedien dr&uuml;cken sich etwas um diese Frage herum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.keusch-reisezeiten.de\/post\/2022-07-rezensionen-luegen\">Reisezeiten<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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