{"id":8582,"date":"2011-03-07T09:03:07","date_gmt":"2011-03-07T08:03:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8582"},"modified":"2014-08-11T12:19:28","modified_gmt":"2014-08-11T10:19:28","slug":"volksabstimmung-in-hessen-nein-zur-schuldenbremse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8582","title":{"rendered":"Volksabstimmung in Hessen \u2013 Nein zur Schuldenbremse!"},"content":{"rendered":"<p>Am 27. M&auml;rz m&uuml;ssen die Hessen &uuml;ber die Verankerung einer Schuldenbremse in die hessische Verfassung abstimmen. Im Falle einer Zustimmung ist davon auszugehen, dass diese Schuldenbremse unabh&auml;ngig von bundespolitischen Entwicklungen in der hessischen Verfassung verankert bleibt. Daher ist es wichtig, am 27. M&auml;rz gegen die Schuldenbremse zu stimmen. Klemens Himpele begr&uuml;ndet, warum.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Um was es geht?<\/strong><br>\nDie Schuldenbremse ist seit der F&ouml;deralismusreform II im Grundgesetz verankert. Dabei wird suggeriert, dass die Schuldenbremse den &bdquo;Marsch in den Schuldenstaat&ldquo; stoppen w&uuml;rde. Daher sollen Schulden rigoros verboten werden. Bei dieser Betrachtungsweise geht verloren, dass Schulden eine volkswirtschaftliche Funktion haben und zudem die Ursache der Staatsverschuldung &ndash; eine verfehlte Wirtschafts- und Steuerpolitik &ndash; zu bek&auml;mpfen w&auml;re.<br>\nSchulden sind weder per se gut, noch per se schlecht. Es gilt schlicht: Wenn der Nutzen neuer Schulden (Wirtschaftswachstum, sozialer Zusammenhalt&hellip;) gr&ouml;&szlig;er ist als die Kosten (Zinsen), dann sollten Schulden aufgenommen werden. Kein B&uuml;rger und keine B&uuml;rgerin k&auml;me auf die Idee, ein Eigenheim ohne Kreditaufnahme zu finanzieren. Und niemand w&uuml;rde ernsthaft behaupten, dass diese Kreditaufnahme per se schlecht sei und verboten geh&ouml;rt. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r den Staat: Investitionen in Infrastruktur (Schulen, Stra&szlig;en, &ouml;ffentlicher Nahverkehr, Krankenh&auml;user&hellip;) m&uuml;ssen auch &uuml;ber Kredite finanzierbar sein. Dass eine dogmatische Ablehnung von Staatsschulden nicht sachgerecht ist, wurde sp&auml;testens mit der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich &ndash; hier gab es massive staatliche Konjunkturprogramme. Die dogmatische Ablehnung von Schulden ist daher gef&auml;hrlich &ndash; und in der konkreten Planung schlichter Populismus.<\/p><p><strong>Das Argument der Generationengerechtigkeit<\/strong><br>\nIn der Abstimmung in Hessen wird angef&uuml;hrt, dass die Schuldenbremse zu mehr Generationengerechtigkeit f&uuml;hren w&uuml;rde. Diese Argumentation kennen wir alle &ndash; aber stimmt sie denn? Die These ist: Durch die Verschuldung heute vererbt die heutige Generation die Schulden an die kommende. Aber was ist eigentlich mit den Forderungen der Kreditgeber gegen den Staat? Nehmen diejenigen, bei denen der Staat sich verschuldet, ihre Forderungen (und die Zinsen) mit ins Grab? Sicher nicht, denn dann w&auml;ren ja auch die Schulden weg. Wahr ist: Auch die Forderungen werden vererbt. Die Frage der Staatsverschuldung kann schon logisch keine Frage der Generationengerechtigkeit sein, da immer Forderungen und Schulden zugleich vererbt werden. Schulden sind also kein Problem zwischen Alt und Jung, sondern zu jedem Zeitpunkt zwischen Arm und Reich. Das hat die Plattform <a href=\"http:\/\/www.handlungsfaehiges-hessen.de\/\">Handlungsf&auml;higes Hessen<\/a> in einer <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OYsIgk5SYVg\">netten Videoanimation<\/a> auch plastisch herausgearbeitet. Es geht darum, wer &uuml;ber die Besteuerung wie belastet wird &ndash; also um arm oder reich. Die Generationenfrage hier in den Vordergrund zu r&uuml;cken ist &ouml;konomischer Unsinn.<\/p><p><strong>Ursachen f&uuml;r die Staatsverschuldung<\/strong><br>\nUnstreitig ist: Die &ouml;ffentlichen Schulden in Deutschland sind seit 1991 gestiegen. Dies wird dann gerne so interpretiert, dass &bdquo;Deutschland &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse gelebt&ldquo; habe. Aber: In den letzten zehn Jahren (1998 bis 2008) sind die Staatsausgaben real j&auml;hrlich um 0,2 Prozent zur&uuml;ckgegangen! Wahr ist: Deutschland ist Vizeweltmeister im K&uuml;rzen. Von den industrialisierten Staaten hat lediglich Japan einen st&auml;rkeren R&uuml;ckgang bei den Staatsausgaben. Die EU 27 hatten im Schnitt eine Ausgabensteigerung von real 1,5 Prozent, Gro&szlig;britannien z.B. von 5,2 Prozent. Von einem &bdquo;Leben &uuml;ber die Verh&auml;ltnisse&ldquo; kann also nicht die Rede sein.<br>\nWoran aber liegt es dann, dass die Staatsverschuldung immer weiter steigt? Schauen wir uns die Entwicklung der Schulden einmal an.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/110307_volksabstimmung_in_hessen_2.jpg\" alt=\"Schuldenstand des &ouml;ffentlichen Gesamthaushalts\"><\/p><p>Quelle: Daten BMF; eigene Darstellung<\/p><p>Man sieht zun&auml;chst ein starkes Ansteigen der Staatsverschuldung von 1991 bis etwa 1995. Dies sind die vereinigungsbedingten Mehrausgaben. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten darf als historisch einmaliges Ereignis gelten &ndash; nat&uuml;rlich auch mit Konsequenzen f&uuml;r die Staatsverschuldung. Danach bleibt die Staatsverschuldung einige Jahre stabil und steigt erst ab 2001 wieder an. (Eine wichtige Ursache sind die Steuerreformen, doch dazu gleich mehr.) Im Anschluss gehen die Schulden wieder leicht zur&uuml;ck und steigen erst in Folge der Krise wieder (Bankenrettung, Konjunkturst&uuml;tzung, aber auch Steuersenkungen wie etwa die &bdquo;M&ouml;venpicksteuer&ldquo; von FDP und CSU). Finanzpolitisch interessant ist weder das einmalige Ereignis der Wiedervereinigung noch die in dieser St&auml;rke einmalige Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008. Finanzpolitisch interessant ist vor allem die sog. Steuerreformpolitik. Zur Erinnerung: Rot-Gr&uuml;n hat die Einkommensteuer in mehreren Schritten gesenkt (Spitzensteuersatz von 53 auf 42 Prozent) und die K&ouml;rperschaftssteuer massiv reduziert (und das Verfahrend der Berechnung ver&auml;ndert). Es folgten weitere Senkungen der K&ouml;rperschaftssteuer sowie eine Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte durch die Gro&szlig;e Koalition, was zu Mehreinnahmen f&uuml;hrte. Diese Steuerreformen haben nach Berechnungen von Achim Truger und Dieter Teichmann (Abb. 2) zu erheblichen Einnahmeausf&auml;llen gef&uuml;hrt, alleine 2011 werden Bund, L&auml;ndern und Gemeinden so &uuml;ber 50 Mrd. Euro fehlen.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/110307_volksabstimmung_in_hessen.jpg\" alt=\"Einnahmausf&auml;lle durch Steuerrechts&auml;nderungen\"><\/p><p>Rechnete man die Steuermindereinnahmen durch die Steuerreformen heraus &ndash; setzt also das Steuerrecht des Jahres 2000 ein &ndash; so stellte man fest, dass der Schuldenstand in Deutschland von 2000 bis 2008 (Vorkrisenjahr) um knapp 5 Prozentpunkte des BIP zur&uuml;ckgegangen w&auml;re! Deutschland h&auml;tte seinen Schuldenstand in Relation zum BIP also deutlich senken k&ouml;nnen. Selbst nach der Krise l&auml;ge der Schuldenstand nur unwesentlich h&ouml;her als im Jahr 2000. Man muss es in aller Deutlichkeit sagen: Die Steuergeschenke an Besserverdienende, Unternehmen und Hoteliers haben den Staatshaushalt ruiniert, nicht etwa exorbitante &ouml;ffentliche Ausgaben. Die Tatsache, dass Deutschland noch immer auf die Verm&ouml;gensbesteuerung verzichtet und die Erbschaftssteuer gesenkt hat, ist dabei noch gar nicht ber&uuml;cksichtigt. In der Konsequenz hei&szlig;t dies aber auch f&uuml;r die Zukunft: Wir brauchen h&ouml;here Steuern f&uuml;r GutverdienerInnen, Verm&ouml;gende und Unternehmen.<\/p><p><strong>Von der Gro&szlig;en Finanzreform 1969 zur Schuldenbremse<\/strong><br>\nBis 1969 orientierte sich das Staatsschuldenrecht an Artikel 87 der Weimarer Reichsverfassung &ndash; Schulden waren nur in Ausnahmef&auml;llen erlaubt. Mit der gro&szlig;e Finanzreform 1969 wurde die Investitionsbindung eingef&uuml;hrt: Nach der &bdquo;Goldene Regel&ldquo; waren Schulden dann erlaubt, wenn sie Investitionen dienten. Die Idee: Den Schulden stehen dann auch Sachwerte gegen&uuml;ber. Damit wurden Kredite ein regul&auml;res Finanzinstrument. Gemeinsam mit Einf&uuml;hrung der Gemeinschaftsaufgaben gilt das als &bdquo;das herausragende Beispiel f&uuml;r den kooperativen F&ouml;deralismus in der Bundesrepublik Deutschland&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/die_bpb\/T00DMQ,4,0,Politikverflechtung_im_kooperativen_F%F6deralismus.html\">M&uuml;nch\/Meerwaldt 2002<\/a>). &bdquo;Die Revision der Finanzreform von 1969 durch die F&ouml;deralismusreform I (Abschaffung der Gemeinschaftsaufgaben im Bildungs- und Hochschulbereich) und die F&ouml;deralismusreform II (Abschaffung der &bdquo;Goldenen Regel&ldquo;, Einf&uuml;hrung der Schuldenbremse) ist somit ein Bruch mit den finanzverfassungsrechtlichen Prinzipien, die den Ausbau des Wohlfahrtsstaats und erhebliche Investitionen in Infrastrukturen und &ouml;ffentliche Bildung erm&ouml;glicht haben&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/100727_Schuldenbremse_auf_Laenderebene.pdf\">Himpele 2010 [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a>).<\/p><p><strong>Wie geht das &ndash; die Schuldenbremse<\/strong><br>\nDie Schuldenbremse funktioniert, grob gesagt, so: Bei den Staatsschulden wird eine &bdquo;konjunkturelle&ldquo; Komponente von einer &bdquo;strukturellen&ldquo; Komponente unterschieden. Die L&auml;nder d&uuml;rfen ab 2020 keine strukturellen Schulden mehr haben, der Bund ab 2016 maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Konjunkturelle Schulden d&uuml;rfen nur bei einem wirtschaftlichen Abschwung gemacht werden &ndash; bei einem Aufschwung m&uuml;ssen sie zur&uuml;ckbezahlt werden. Ohne hier im Detail auf die methodischen Probleme eingehen zu k&ouml;nnen (siehe hierzu bspw. Himpele 2010 und die dort angegebene Literatur) sei kurz skizziert, warum das auch technisch kaum geht. Zun&auml;chst: Um eine Abweichung von einer &bdquo;normalen&ldquo; konjunkturellen Entwicklung berechnen zu k&ouml;nnen (konjunkturelle Komponente) muss zun&auml;chst diese &bdquo;Normmallage&ldquo; ermittelt werden. Dies geschieht durch sogenannte Konjunkturbereinigungsverfahren. Das Probleme: Alle bekannten Verfahren sorgen daf&uuml;r, dass konjunkturelle Schulden im Laufe der Zeit (zumindest teilweise) zu strukturellen Schulden werden. <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_15mai2008.pdf\">Horn [PDF &ndash; 254 KB]<\/a> und andere haben es durchzurechnen versucht &ndash; und stellen fest, dass die Schuldenbremse prozyklisch wirkt und daher mit erheblichen Wohlfahrtsverlusten verbunden ist. Selbst wenn einem aber eine solche Bereinigung gel&auml;nge, bleibt die Frage: Wie stark wirkt eigentlich eine Entwicklung, die &ndash; sagen wir &ndash; einen Prozentpunkt unter der &bdquo;Normalkonjunktur&ldquo; liegt auf den Haushalt? Wie das alles methodisch umgesetzt werden soll, ist v&ouml;llig unklar &ndash; trotzdem machen die Hessen eine Volksabstimmung! Um hinterher in Ausf&uuml;hrungsbestimmungen festlegen zu lassen, was tats&auml;chlich geschieht.<br>\nDie geforderte Nullverschuldung ist geradezu verr&uuml;ckt. Wie baut man dann k&uuml;nftig eigentlich eine Hochschule? Man spart das n&ouml;tige Geld vorher an? Wohl kaum! Viel wahrscheinlicher ist, dass man sie durch Private bauen lassen muss und dann mietet. Billiger wird das f&uuml;r den Steuerzahler nicht. Sinnvoller f&uuml;r den Staat (und vor allem auch den Steuerzahler) w&auml;re es, Schulden aufzunehmen und die Hochschule (das Altenheim, die Schule, das Krankenhaus&hellip;) zu bauen und die Schulden dann St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck (statt teurer Mieten oder Leasingraten) zur&uuml;ckzuzahlen.<\/p><p><strong>Konsequenzen f&uuml;r Hessen<\/strong><br>\nHessen hat nach den &ndash; wie beschrieben: wackligen &ndash; Berechnungen mit einem Filterverfahren etwa 2,5 Mrd. Euro &bdquo;strukturelle Schulden&ldquo;. Bei sofortigem Beginn des Abbaus der Schulden m&uuml;ssten die Ausgaben des Landes ab sofort zehn Jahre j&auml;hrlich um 250 Mio. Euro gek&uuml;rzt werden. Dann w&uuml;rde das Ziel 2020 erreicht, keine &bdquo;strukturellen Schulden&ldquo; mehr zu haben. Anders Formuliert: Die Schuldenbremse gef&auml;hrdet die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge, da K&uuml;rzungen f&uuml;r die L&auml;nder nur dort m&ouml;glich sind, wo sie nicht durch Bundesgesetz gebunden sind. Das sind im Wesentlichen Bildungsleistungen und Sozialleistungen sowie Personalkosten. Schon jetzt sind K&uuml;rzungen bei der Bildung angek&uuml;ndigt und teilweise schon realisiert. Und im Tarifstreit mit den Besch&auml;ftigten k&uuml;ndigen die L&auml;nder harte Runden an. Um dies zu verhindern hat sich in Hessen <a href=\"http:\/\/www.handlungsfaehiges-hessen.de\/\">eine Plattform<\/a> aus Gewerkschaften, Verb&auml;nden und Vereinen gegr&uuml;ndet, um f&uuml;r ein Nein zur Schuldenbremse zu werben.<br>\nEinfach wird das nicht: Der Landeswahlleiter hat eine einseitige Stellungnahme an die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger verschickt, denen offenbar eine freie Willensbildung nicht zugestanden werden soll. Auch hiergegen <a href=\"http:\/\/www.handlungsfaehiges-hessen.de\/index.php?id=14&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=109&amp;cHash=6437402e415ee6c2cbe228342dec0667\">formiert sich Protest<\/a>. <\/p><p>Alternativen?<br>\nDas Land kann die Regelung f&uuml;r Hessen im Jahr 2020 einfachgesetzlich umsetzen, es gibt keinerlei Notwendigkeit f&uuml;r eine Schuldenbremse in der Verfassung. Zudem m&uuml;ssen die vier Parteien, die in Hessen f&uuml;r die Schuldenbremse sind (CDU, SPD, FDP, Gr&uuml;ne. Dagegen: Die LINKE) sich f&uuml;r eine vern&uuml;nftige Steuerpolitik einsetzen &ndash; statt f&uuml;r Ausgabenk&uuml;rzungen. Darum geht es: Die Einnahmen zu erh&ouml;hen &ndash; und so die Schulden zu reduzieren.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Wolfgang Lieb:<\/strong> Nicht zu vergessen: Sparen und damit Schuldenabbau waren und sind in der Regel dann am besten m&ouml;glich, wenn dank einer klugen Wirtschaftspolitik eine gute Konjunktur herrscht. Einschr&auml;nkend muss man allerdings hinzuf&uuml;gen, dass eine wirkungsvolle Konjunkturpolitik auf der Ebene der Bundesl&auml;nder nur begrenzt m&ouml;glich ist.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27. M&auml;rz m&uuml;ssen die Hessen &uuml;ber die Verankerung einer Schuldenbremse in die hessische Verfassung abstimmen. Im Falle einer Zustimmung ist davon auszugehen, dass diese Schuldenbremse unabh&auml;ngig von bundespolitischen Entwicklungen in der hessischen Verfassung verankert bleibt. 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