{"id":85821,"date":"2022-07-13T13:19:38","date_gmt":"2022-07-13T11:19:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85821"},"modified":"2022-07-13T13:36:14","modified_gmt":"2022-07-13T11:36:14","slug":"zur-schlimmen-entwicklung-des-deutschlandfunks-prototypisch-sabine-adler-genauso-beim-handelsblatt-u-v-a-m","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85821","title":{"rendered":"Zur schlimmen Entwicklung des Deutschlandfunks \u2013 prototypisch Sabine Adler. Genauso beim Handelsblatt u.v.a.m."},"content":{"rendered":"<p>Wenn ich gelegentlich fr&uuml;hmorgens oder auch abends gegen 18:00 Uhr mit dem Auto unterwegs bin, dann h&ouml;re ich Deutschlandfunk und erschrecke jedes Mal neu, wie verkommen dieser Sender inzwischen ist. Gestern schickte uns NDS-Leser Michael Vorwerk aus Kassel dazu eine Mail, die er &bdquo;Betr.: DLF und Stepan Bandera&ldquo; an den Deutschlandfunk geschickt hatte. Es folgt seine Mail an die NachDenkSeiten und an den Deutschlandfunk. Und dann auch noch ein Mailwechsel mit dem Handelsblatt. Die etablierten Medien sind fast rund um eine Katastrophe. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Michael Vorwerk 12. 7. 2022:<\/strong><\/p><p>Hochgesch&auml;tzte Betreiber &amp; Herausgeber der NDS,<\/p><p>aus gegebenem Anla&szlig; schrieb ich unl&auml;ngst einen Brief an den Deutschlandfunk, der es sp&auml;testens mit dem 24. Februar 2022 zum servilen Sprachrohr der Regierungspolitik gebracht hat.<\/p><p>Sabine Adler, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ukraine-botschafter-melnyk-100.html\">Journalistin<\/a> auf Dlf, legte im einzelnen dar, da&szlig; Stepan Bandera garnicht so eindeutig war, vielmehr &ldquo;kompliziert&rdquo;. Und wenn er doch mal so war, wie er halt war und sich entsprechend auff&uuml;hrte, dann hat er es nicht so gemeint, und deshalb m&uuml;sse man auch den Herrn Dr. Melnyk doch nicht gar so barsch angehen.<\/p><p>Das fand ich nur m&auml;&szlig;ig &uuml;berzeugend und griff zur Feder. Im Wortlaut:<\/p><p>Kassel, den 05. Juli 2022<\/p><p>An Deutschlandfunk<\/p><p>&ndash; H&ouml;rerservice &ndash;<\/p><p>Betr.: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ukraine-botschafter-melnyk-100.html\">Kommentar<\/a> Sabine Adler vom 05. Juli 2022 betr. Dr. Andrij Melnyk und Stepan Bandera<\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>Im o.a. Kommentar &auml;u&szlig;ert die Urheberin Frau Adler, der Nazi-Kollaborateur und antisemitische Massenm&ouml;rder Stepan Bandera sei eine &ldquo;komplizierte Figur&rdquo; gewesen. Was an einem rassistischen M&ouml;rder, der eine ethnisch ges&auml;uberte Ukraine mit den ihm eigenen Mitteln herzustellen suchte, &ldquo;kompliziert&rdquo; sein soll, erschlie&szlig;t sich nicht, weder aus der Historie noch aus Frau Adlers Darlegungen. Letztere werden auch nicht dadurch plausibler, da&szlig; sie ausf&uuml;hrt:<\/p><p>&ldquo;Bandera ist als Person so kompliziert wie die Zeit, in der er lebte. Wer sich als Demokrat mit seinem Wirken befasst, geht automatisch auf Distanz. Unter normalen Umst&auml;nden in Friedenszeiten. Im Krieg jedoch, wo sich die Welt in Freund oder Feind teilt, wird es schwieriger.&rdquo;<\/p><p>Soll das hei&szlig;en: der sadistische Lump genie&szlig;t verst&auml;ndnisbereite Nachsicht, weil derzeit halt Krieg in der Ukraine herrscht, weshalb die Bewertung b&ouml;sartigster Taten wie auch des T&auml;ters &ndash; wie bitte? ach ja: &ldquo;schwieriger&rdquo; werde?<\/p><p>Vielleicht aus dem gleichen Grund &ndash; es ist halt alles so schwierig &ndash; stellt sich das widerw&auml;rtige wie dreiste Geschw&auml;tz des Nazi-Verehrers Dr. Melnyk als in Wahrheit das Werk Vladimir Putins dar, so Frau Adler allen Ernstes. Womit die Dinge weniger &ldquo;schwierig&rdquo; werden und eine Art verbindliche Parteilinie gewahrt bleibt.<\/p><p>In der Gewi&szlig;heit, gro&szlig;es und historisches in den Blick zu nehmen und tiefsinnig kommentieren zu m&uuml;ssen, hatte Frau Adler im &uuml;brigen offenbar keine Gelegenheit, Details aus der Biographie des Stepan Bandera und ihres Endes zur Kenntnis zu nehmen. Der Nazi-Kollaborateur und antisemitische Massenm&ouml;rder Bandera wurde nicht erschossen, sondern fiel 1959 in M&uuml;nchen einem Attentat zum Opfer, das der T&auml;ter Bogdan Staschinski mittels einer Giftspritze beging. Letzterem bescheinigte der Bundesgerichtshof, er sei ungeachtet eigenh&auml;ndiger Tatbegehung nicht T&auml;ter, sondern Gehilfe der Mordtat gewesen, und best&auml;tigte die Verurteilung zu einer vergleichsweise milden Freiheitsstrafe von acht Jahren, die er nur zur H&auml;lfte verb&uuml;&szlig;en mu&szlig;te.<\/p><p>Stepan Bandera liegt in M&uuml;nchen begraben. Herr Dr. Melnyk legte vor nicht langer Zeit an seinem Grabe Blumen nieder und bezeichnete ihn in einer auf englisch gehaltenen Mitteilung auf twitter w&ouml;rtlich als &ldquo;our hero&rdquo;.<\/p><p>Ob Vladimir Putin recht hatte mit seiner &Auml;u&szlig;erung, Kriegsziel sei unter anderem die &ldquo;Entnazifizierung der Ukraine&rdquo;, mag dahinstehen. Entnazifiziert, und sei es auch nur zum Teil, ist mit der Abberufung Herrn Dr. Melnyks von seinem derzeitigen Posten jedenfalls die ukrainische Botschaft in Berlin.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig; &ndash;<br>\nMichael Vorwerk<\/p><p><strong>P.S.: Die Entwicklung bei anderen Medien ist nicht viel besser als beim Deutschlandfunk. NachDenkSeiten-Leser Weber aus Alt&ouml;tting macht gerade auf einen Artikel im Handelsblatt aufmerksam. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/220713-Handelsblatt%20Scan_20220713_101408.pdf\">Siehe hier<\/a>. Genauso schlimm wie beim Deutschlandfunk.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich gelegentlich fr&uuml;hmorgens oder auch abends gegen 18:00 Uhr mit dem Auto unterwegs bin, dann h&ouml;re ich Deutschlandfunk und erschrecke jedes Mal neu, wie verkommen dieser Sender inzwischen ist. Gestern schickte uns NDS-Leser Michael Vorwerk aus Kassel dazu eine Mail, die er &bdquo;Betr.: DLF und Stepan Bandera&ldquo; an den Deutschlandfunk geschickt hatte. Es folgt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85821\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":85822,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-85821","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/211007-konju.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85821","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=85821"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85821\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85824,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85821\/revisions\/85824"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/85822"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=85821"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=85821"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=85821"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}