{"id":85838,"date":"2022-07-14T08:40:04","date_gmt":"2022-07-14T06:40:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838"},"modified":"2022-07-14T08:40:04","modified_gmt":"2022-07-14T06:40:04","slug":"hinweise-des-tages-4150","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h01\">Zweifel an der Sanktionspolitik gegen Russland: Wo sind die Realos geblieben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h02\">M&ouml;gliche Engp&auml;sse im Winter Esken pocht auf Priorisierung von Schulen und Privathaushalten bei Gasnotlage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h03\">Was ist schon eine Forderung von acht Prozent mehr gegen eine Erh&ouml;hung von &uuml;ber 20 Prozent? Zur Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro ab Oktober 2022<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h04\">Wo sind die fehlenden Arbeitskr&auml;fte hin? Was die Zahlen sagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h05\">Kroatien bekommt den Euro &ndash; zum ung&uuml;nstigsten Zeitpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h06\">Horror-Inflation bei den Briten: Superm&auml;rkte versehen Butter und K&auml;se mit Diebstahlschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h07\">Herr St&ouml;hr, wer ist besser durch die Pandemie gekommen: Deutschland oder die Schweiz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h08\">&bdquo;Ich zweifle an einer klaren Corona-Linie der Politik&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h09\">Pharmaindustrie h&auml;lt Solidarabgabe f&uuml;r verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h10\">Ende der Sprach-Kitas &ndash; &bdquo;Damit zeigt die Bundesregierung ihr wahres Gesicht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h11\">Der Club der Kriegsverbrecher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h12\">Skandalvideos: Joe Bidens Sohn raucht bewaffnet Crack: Wieso wird dar&uuml;ber kaum berichtet?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h13\">Schmutzige Kampagne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85838#h14\">Verschwendung von Geb&uuml;hrengeldern? Spesen f&uuml;r Dinnerabende und dubiose Beratervertr&auml;ge bringen ARD-Chefin Patricia Schlesinger in Bedr&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zweifel an der Sanktionspolitik gegen Russland: Wo sind die Realos geblieben?<\/strong><br>\nKonzerne verlassen Russland und China. Die Verluste sind unsch&auml;tzbar und haben mindestens zehn Jahre Chaos und Wirtschaftskrisen zur Folge. Warum tut der Westen sich das an?<br>\nVielleicht bin ich ja die Einzige, die allm&auml;hlich beginnt, den immer gleichen Beteuerungen von der neuen Geschlossenheit und der nie da gewesenen St&auml;rke des Westens nicht mehr zu glauben. W&auml;hrend sich die Gipfeltreffen von EU, G7, Nato, G20 regelrecht jagen und immer neue Posterbilder von schulterklopfenden, von ihrer Mission befl&uuml;gelten Staatsm&auml;nnern und -frauen t&auml;glich &uuml;ber alle Kan&auml;le flimmern, kommt mir das Ganze allm&auml;hlich so vor wie das Pfeifen im Walde.<br>\nIch h&ouml;re: Wir leben in einer &bdquo;Zeitenwende&ldquo;, die dieses Vorgehen alternativlos macht. Das sogenannte Neue an dieser Wende ist aber dem Begriff nach zu schillernd, als dass es einen eindeutigen Sinn ergeben w&uuml;rde. Es lohnt sich also, dar&uuml;ber nachzudenken. Zum Vergleich: 1990 gab es eine echte Zeitenwende, weil die bis dahin geltende Ordnung der Welt, die Teilung in zwei Blocksysteme, die sich mit gegenseitiger atomarer Bedrohung in Machtbalance hielten, auf erstaunlich gewaltfreie Weise aufgel&ouml;st wurde.<br>\nHeute wird behauptet, seitdem g&auml;be es eine neue &bdquo;regelbasierte Ordnung der Welt&ldquo;, die nur der Diktator im Kreml mit seinem ohne Zweifel v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg zerst&ouml;rt habe. Weswegen eben alle aufrechten Demokratien der Welt nun fest zusammenhalten m&uuml;ssten, um diese Ordnung zu verteidigen gegen die am Horizont drohenden neuen Autokratien. So erheben sich aus der blutigen Trag&ouml;die eines Krieges die neue Daseinsberechtigung der Nato und der neue F&uuml;hrungsanspruch des Westens wie Ph&ouml;nix aus der Asche &ndash; sie erscheinen als die Essenz dieser Wende-Legende.<br>\nDrei Gr&uuml;nde sprechen gegen diese These.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/zweifel-an-der-sanktionspolitik-gegen-russland-wo-sind-die-realos-geblieben-li.246202%20\">Antje Vollmer in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>M&ouml;gliche Engp&auml;sse im Winter: Esken pocht auf Priorisierung von Schulen und Privathaushalten bei Gasnotlage<\/strong><br>\nWer darf weiter Gas verbrauchen, wenn der Brennstoff noch knapper wird? SPD-Chefin Saskia Esken will Privatpersonen und systemrelevanten Einrichtungen Vorrang einr&auml;umen &ndash; und stellt sich damit gegen die Industrie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gas-saskia-esken-pocht-auf-priorisierung-von-schulen-und-privathaushalten-bei-gasnotlage-a-6143724b-724b-4b05-a65c-8ca4c6c360e8\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.H.:<\/strong> Hier ein typisches Beispiel, wie die Debatte medial umgeleitet und &ldquo;unbemerkt&rdquo; eine &auml;u&szlig;erst diskussionsw&uuml;rdige Frage bereits als entschieden dargestellt wird. Es geht also nicht mehr darum, wie die selbstinduzierte Versorgungsnot abgewendet werden kann, sondern nur noch darum, wen sie als erstes trifft.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Krach um Nord Stream 2<\/strong><br>\nZwei Tage vor dem &bdquo;ND&ldquo;-Bericht twitterte die &bdquo;Linke&ldquo;-Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht: &bdquo;Nach Prognos-Studie droht bei Gas-Stopp BIP-Einbruch um 12 Prozent und Verlust von 5,6 Millionen Arbeitspl&auml;tzen. Wirtschaftskrieg ruiniert uns, nicht Russland! Sanktionen aufheben, zur Not Gas &uuml;ber Nord Stream 2 beziehen!&ldquo; &Auml;hnlich argumentierte der &bdquo;Linke&ldquo;-Vorsitzende des Bundestagsausschusses f&uuml;r Energie und Klimaschutz, Klaus Ernst, am 5. Juli in der &bdquo;Rheinischen Post&ldquo;: &bdquo;Die Bundesregierung muss jetzt alles daf&uuml;r tun, die Energieversorgung sicherzustellen.&ldquo; Dazu m&uuml;sse man, &bdquo;trotz des v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieges, mit Russland reden. Gegebenenfalls auch dar&uuml;ber, Nord Stream 2 befristet in Betrieb zu nehmen.&ldquo;<br>\nDie scharfe Reaktion von Partei- und Fraktionsf&uuml;hrung kam postwendend, nachdem auch noch der &bdquo;Deutschlandfunk&ldquo; gemeldet hatte, &bdquo;Die Linke&ldquo; fordere Gespr&auml;che &uuml;ber Nord Stream 2. Den Parteispitzen war die Angelegenheit so wichtig, dass sie bei dem Sender eine Korrektur der Schlagzeile durchsetzten. Der Kovorsitzende der Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch twitterte: &bdquo;Die Linke und die Linksfraktion fordern nicht die Aufnahme von Gespr&auml;chen &uuml;ber Nord Stream 2.&ldquo; Die Parteivorsitzenden Janine Wissler und Martin Schirdewan stellten ebenfalls auf Twitter fest, der Parteitag habe &bdquo;klare Entscheidungen getroffen&ldquo;, und erkl&auml;rten: &bdquo;Wir fordern einen Preisdeckel f&uuml;r Gasimporte, gezielte Sanktionen gegen Oligarchen, die Nichtinbetriebnahme von Nord Stream 2 und die Beschleunigung der Energiewende.&ldquo; Das Mitglied des &bdquo;Linke&ldquo;-Parteivorstandes und Stuttgarter Stadtrat Luigi Pantisano echauffierte sich auf Twitter: &bdquo;Nein! Nein! Nein! Klaus Ernst und Sahra Wagenknecht vertreten nicht die Position der Partei Die Linke. Wir wollen nicht die Wiederaufnahme von Nord Stream 2 und auch nicht die Aufhebung von Sanktionen gegen Russland.&ldquo; (&hellip;) Am Montag war Ernst in der &bdquo;NTV&ldquo;-Sendung &bdquo;Fr&uuml;hstart&ldquo; zu Gast, nahm auch die Bezeichnung &bdquo;Nord Stream 2&ldquo; nicht in den Mund, wiederholte aber ansonsten exakt alles, was er zuvor gesagt hatte, insbesondere dass die Bundesrepublik weiter Gas aus Russland beziehen sollte. Angesichts der Energiekrise, die auf die deutsche Bev&ouml;lkerung zukomme, sei es &bdquo;unmoralisch, die Sanktionen in dieser Art und Weise aufrechtzuerhalten&ldquo;. &Auml;hnliches &auml;u&szlig;erte Sahra Wagenknecht am selben Tag in den Zeitungen der Ippen-Gruppe &ndash; von &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; bis &bdquo;Merkur&ldquo;. (&hellip;) Die Partei wird denen, die sie auf die Stra&szlig;e bringen will, zu erkl&auml;ren haben, warum sie nicht f&uuml;r die einfachste und billigste L&ouml;sung im Interesse der Bev&ouml;lkerung ist, sondern daf&uuml;r, die Extraprofite der Energiekonzerne zu f&ouml;rdern. Denn darauf l&auml;uft ihr Sprech- und Diskussionsverbot hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/krach-um-nord-stream-2-170668\/\">unsere zeit<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Der Drang zum Zwang: Ist Habeck der neue Lauterbach? Der Minister best&auml;tigt, dass er uns zwingen kann, Gas zu sparen<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Robert Habeck meint es immer ernster: Die Deutschen sollen Energie sparen &ndash; &bdquo;zur Not&ldquo; kann er sie zwingen. Was bedeutet das?<br>\nEs war fr&uuml;her Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der seinen Ruf als Mahner der Nation st&auml;ndig pflegte. Jetzt aber nimmt Robert Habeck (Gr&uuml;ne) Lauterbachs Platz ein und bereitet uns langsam auf den Gasnotstand vor &ndash; weil er eben f&uuml;rchtet, dass russisches Gas nach der Wartung an Nord Stream 1 nicht wieder nach Europa flie&szlig;en wird.<br>\nOb k&uuml;rzlich bei &bdquo;Markus Lanz&ldquo; oder noch im Juni in der &bdquo;Tagesschau&ldquo; &ndash; Habeck kommuniziert es noch verschwommen, aber offen: Wenn die B&uuml;rger kein Gas sparen, k&ouml;nnte der Staat sie zwingen. Die entsprechenden Energiesparma&szlig;nahmen wolle Habeck &bdquo;zur Not auch gesetzlich&ldquo; durchsetzen.<br>\nDoch was bedeutet das konkret?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/gas-krise-ist-robert-habeck-der-neue-karl-lauterbach-der-minister-bestaetigt-dass-er-uns-zwingen-kann-gas-zu-sparen-li.245458\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was ist schon eine Forderung von acht Prozent mehr gegen eine Erh&ouml;hung von &uuml;ber 20 Prozent? Zur Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro ab Oktober 2022<\/strong><br>\nIn den vergangenen Wochen wurde im Kontext der stark gestiegenen Inflation immer wieder das Noch-Gespenst einer &bdquo;Lohn-Preis-Spirale&ldquo; an die Wand gemalt. In der bisherigen Entwicklung der L&ouml;hne kann man einen Inflationsturbo nicht wirklich erkennen, ganz im Gegenteil sehen wir fl&auml;chendeckend Reallohnverluste bei den Besch&auml;ftigten. Abgelenkt wird zudem von der Tatsache, dass wir es wenn, dann mit einer &bdquo;Preis-Lohn&ldquo;-Spirale zu tun bekommen k&ouml;nnten. Das ist nicht nur ein semantischer Unterschied. Dennoch ist es gelungen, durch das mediale Dauerfeuer eine Sensibilisierung f&uuml;r die angeblich drohende Gefahr von &bdquo;zu gro&szlig;en&ldquo; Lohnsteigerungen herzustellen &ndash; und alle scheinbaren Belege f&uuml;r diese These werden aufgegriffen und verbreitet. So beispielsweise das hier: Tarifverhandlungen mit Volkswagen: IG Metall fordert acht Prozent h&ouml;here L&ouml;hne: &raquo;Die IG Metall will in den anstehenden Tarifverhandlungen f&uuml;r die rund 125.000 Besch&auml;ftigten bei Volkswagen in Westdeutschland acht Prozent h&ouml;here L&ouml;hne durchsetzen. Die gro&szlig;e Tarifkommission der bei dem Autobauer besonders stark vertretenen Industriegewerkschaft begr&uuml;ndete die Forderung am Mittwoch mit der gestiegenen Inflation und hohen Gewinnen von Volkswagen. Der neue Tarifvertrag soll zw&ouml;lf Monate laufen.&laquo; Die Forderung f&uuml;r den Haustarifvertrag mit VW entspricht von der Gr&ouml;&szlig;enordnung acht Prozent der Zielvorgabe der IG Metall f&uuml;r die bundesweit 3,9 Millionen Besch&auml;ftigten der Metall- und Elektroindustrief&uuml;r. Aber da ist schon der wichtige und einschr&auml;nkende Hinweis: Es handelt sich um die Forderung der Gewerkschaft. Und eine Forderung ist noch lange kein Abschluss und man kann gesichert davon ausgehen, dass wie immer der tats&auml;chliche Lohnabschluss geringer, m&ouml;glicherweise sogar deutlich niedriger ausfallen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/07\/10\/anhebung-des-mindestlohns-auf-12-euro\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wo sind die fehlenden Arbeitskr&auml;fte hin? Was die Zahlen sagen<\/strong><br>\n&Uuml;berall h&ouml;rt man von fehlenden Arbeitskr&auml;ften. Es sei furchtbar schwer, neue Mitarbeiter zu finden. In Anbetracht der coronagesch&auml;digten Wirtschaft fragt man sich, wo die Arbeitnehmer und potentiellen Arbeitnehmer sind, die in so vielen Branchen fehlen. Ich habe mir deshalb die Besch&auml;ftigungsentwicklung nach Branchen angeschaut und einen Sektor gefunden, der kr&auml;ftig Personal aufgestockt hat. (&hellip;)<br>\nDie mit der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen Besch&auml;ftigten verbuchten in der Pandemiezeit ein Plus von 142.000 Besch&auml;ftigten oder gut f&uuml;nf Prozent. Dazu geh&ouml;ren unter anderem Wirtschaftspr&uuml;fung, Steuerberatung und Buchf&uuml;hrung, Unternehmensberatung und -verwaltung, Ingenieur- und Architekturb&uuml;ros und Werbeagenturen.<br>\nUnternehmen der Branche Information und Kommunikation, die wegen des pandemiebedingten Digitalisierungsschubs noch gefragter wurden als ohnehin schon, legten um 106.000 oder knapp neun Prozent zu. Das Baugewerbe legte um 72.000 Besch&auml;ftigte oder gut vier Prozent zu. Verkauf und Instandhaltung von KFZ besch&auml;ftigten im April 2022 rund 62.000 Menschen mehr als zu Beginn der Pandemie, ein Plus von eineinhalb Prozent. Verkehr und Lagerei legten um 60.000 oder drei Prozent zu. Das geht &uuml;berwiegend auf Gewinne bei Post, Kurier- und Expressdiensten und in der Lagerei zur&uuml;ck.<br>\nNoch mehr Besch&auml;ftigungsaufbau verzeichneten die staatlichen und staatsnahen Arbeitgeber. Sie kommen zusammen auf &uuml;ber 400.000 zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigte w&auml;hrend der Pandemiezeit. Das Gesundheitswesen verzeichnete 123.000 oder f&uuml;nf Prozent Zuwachs. Davon entfiel etwa die H&auml;lfte auf Krankenh&auml;user, der Rest auf Arztpraxen und auf das sonstige Gesundheitsweisen, das prozentual am st&auml;rksten zulegte. Hier d&uuml;rften vor allem Test- und Impfzentren zu Buche schlagen. &Ouml;ffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung bauten insgesamt 121.000 oder sechseinhalb Prozent Besch&auml;ftigung auf. Der L&ouml;wenanteil davon entfiel auf die Verwaltung, die auch prozentual am st&auml;rksten zulegte. Heime und Sozialwesen legten um 92.000 Besch&auml;ftigte oder knapp vier Prozent zu. Erziehung und Unterricht wuchsen um 71.000, etwas mehr als f&uuml;nf Prozent.<br>\nEs ist also tats&auml;chlich so, dass die meisten der Besch&auml;ftigten, die w&auml;hrend der Pandemie Krisenbranchen verlassen haben, in anderen Branchen Besch&auml;ftigung fanden. Branchen, die schlecht bezahlen und wom&ouml;glich noch ung&uuml;nstige Arbeitszeiten aufweisen, wie etwa die Luftfahrt und das Gastgewerbe, haben daher nicht von ungef&auml;hr gro&szlig;e Schwierigkeiten die ben&ouml;tigten Arbeitskr&auml;fte wieder an sich zu ziehen, auf jeden Fall kurzfristig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/reform-der-wirtschaftswissenschaft-dossiers\/fehlende-arbeitskraefte\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kroatien bekommt den Euro &ndash; zum ung&uuml;nstigsten Zeitpunkt<\/strong><br>\nKroatien wird das 20. Mitglied der Eurozone. Dies haben die Finanzminister beschlossen. Ein Grund zum Feiern ist es nicht &ndash; der Beitritt erfolgt zum denkbar ung&uuml;nstigsten Zeitpunkt. P&uuml;nktlich zum Beitritt Kroatiens h&auml;ufen sich die schlechten Nachrichten aus der Eurozone:\n<ul>\n<li>Der Euro ist im freien Fall, zum ersten Mal seit 2002 f&auml;llt er auf die Parit&auml;t zum Dollar zur&uuml;ck.<\/li>\n<li>Die Inflation ist au&szlig;er Kontrolle, im Juni hat sie mit 8,6 Prozent einen neuen H&ouml;chststand erreicht.<\/li>\n<li>Das Wachstum schw&auml;chelt, die Gaskrise k&ouml;nnte Deutschland in die Rezession st&uuml;rzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als w&auml;re das nicht schlimm genug, steigt nun auch noch das Risiko einer Eurokrise. Denn viele Staaten haben sich in der Coronakrise hoch verschuldet. Wenn die Zinsen wieder steigen, steigen auch die Zinslasten und die Spreads &ndash; wie in der Eurokrise ab 2009.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/kroatien-bekommt-den-euro-zum-unguenstigsten-zeitpunkt\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Horror-Inflation bei den Briten: Superm&auml;rkte versehen Butter und K&auml;se mit Diebstahlschutz<\/strong><br>\nWeil Langfinger immer h&auml;ufiger Grundnahrungsmittel mitgehen lassen, greifen britische Einzelh&auml;ndler zu ungew&ouml;hnlichen Mitteln. Butter und K&auml;se erhalten Anti-Klau-Sticker, die Verbraucher bisher nur von h&ouml;herpreisigen Waren kennen.<br>\nDie gestiegenen Preise f&uuml;r Rohstoffe wie Gas oder &Ouml;l sind offenbar nicht das Einzige, was Verbraucher zunehmend verzweifeln l&auml;sst. Auch die immer teureren Grundnahrungsmittel bereiten Probleme, weil sie gro&szlig;e L&ouml;cher ins Budget der Privathaushalte rei&szlig;en. Offenbar ist die Belastung inzwischen so gro&szlig;, dass sie sich auch in der Bilanz von Ladendiebst&auml;hlen bemerkbar macht. Gro&szlig;e Ketten in Gro&szlig;britannien ergreifen bereits Ma&szlig;nahmen gegen die Raubz&uuml;ge in ihren Superm&auml;rkten.<br>\nIn vielen britischen Gesch&auml;ften werden Butter, K&auml;se und Babymilch wegen des zunehmenden Schwunds seit Kurzem mit Sicherheitsetiketten und kleinen elektronischen Kunststoff-Safes ausgestattet, die am Ladenausgang Alarm schlagen, wenn die Waren nicht bezahlt wurden. Bislang kannten Konsumenten solche Vorkehrungen nur von H&ouml;herpreisigem wie Alkohol, Parf&uuml;m oder Elektronikartikeln.<br>\nIn den sozialen Medien finden sich Posts mit Fotos von Cheddark&auml;se in Aldi-Regalen oder Dosen mit Babymilch bei Tesco und Sainsbury, die vor Diebstahl gesichert wurden. Besonders viel Aufmerksamkeit erh&auml;lt der Anti-Klau-Schutz, den Sainsbury einer leicht gesalzenen Butter namens Lurpak verpasst hat, die in Gro&szlig;britannien in Millionen Haushalten auf den Tisch kommt. Laut &ldquo;Daily Mail&rdquo; liegt der Kilopreis hier mittlerweile bei fast 10 Pfund &ndash; umgerechnet knapp 12 Euro. Daten der Vergleichsseite trolley.co.uk zeigen, dass der Preis f&uuml;r eine 500-Gramm-Standardpackung Lurpak damit im vergangenen Jahr um etwa 2,25 bis 5 Pfund gestiegen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Horrende-Inflation-in-Grossbritannien-Einzelhaendler-verpassen-Butter-und-Kaese-Diebstahlschutz-article23457739.html\">n-tv<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Heizungsverzicht, kaltes Essen und Duschen &ndash; Millionen Briten m&uuml;ssen massiv sparen<\/strong><br>\nDie Lebenshaltungskosten in Gro&szlig;britannien steigen kr&auml;ftig. Die L&ouml;hne nicht. Bewohner von Millionen von Haushalten greifen zu drastischen Ma&szlig;nahmen, um noch &uuml;ber die Runden zu kommen. Kalte K&uuml;chen und weniger Duschen sind da erst der Anfang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article239861345\/Grossbritannien-Gut-zehn-Millionen-Haushalte-in-Finanzsorgen.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Herr St&ouml;hr, wer ist besser durch die Pandemie gekommen: Deutschland oder die Schweiz?<\/strong><br>\nAls Drosten-Nachfolger im Sachverst&auml;ndigenrat sollte der Epidemiologe Klaus St&ouml;hr die deutschen Corona-Massnahmen bewerten. Doch viele Fragen blieben im Gutachten offen. Im Gespr&auml;ch nennt er die Gr&uuml;nde &ndash; und gibt f&uuml;r den Herbst eine klare Empfehlung ab.<br>\nHerr St&ouml;hr, wer ist besser durch die Pandemie gekommen: Deutschland oder die Schweiz?<br>\nAus der Sicht eines Epidemiologen w&uuml;rde ich sagen: die Schweiz. Die Folgen f&uuml;r die freiheitlich-demokratische Grundordnung scheinen nicht so schwerwiegend wie in Deutschland. Die Schulen waren viel k&uuml;rzer geschlossen und praktisch s&auml;mtliche Corona-Massnahmen bereits Mitte Februar aufgehoben. Auch aus gesundheitlicher Sicht schnitt die Schweiz insgesamt besser ab: sowohl hinsichtlich der &Uuml;bersterblichkeit als auch bei der Belastung der Intensivstationen. Was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass Deutschland pro Einwohner dreimal so viele Intensivpflegepl&auml;tze hat wie die Schweiz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/visuals\/corona-die-schweiz-kam-besser-durch-als-deutschland-ld.1693007\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Ich zweifle an einer klaren Corona-Linie der Politik&ldquo;<\/strong><br>\nWELT: Verzeichnet die Uniklinik Essen derzeit hohe Ausf&auml;lle beim Personal?<br>\nWerner: Ja, die Personalsituation an der Universit&auml;tsmedizin Essen ist derzeit angespannt. Das liegt einerseits an dem coronabedingten Personalausfall. Derzeit sind rund Hundert unserer Mitarbeiter in h&auml;uslicher Quarant&auml;ne. Von diesen coronabedingten Personalausf&auml;llen sind s&auml;mtliche Standorte und auch s&auml;mtliche Funktionsbereiche betroffen. Besonders belastet sind die Notaufnahme sowie die Klinik f&uuml;r Infektiologie und die Intensivstationen &ndash; dies liegt aber auch an den zus&auml;tzlichen Personalausf&auml;llen durch den Streik an den Universit&auml;tskliniken in Nordrhein-Westfalen, der mittlerweile in die elfte Woche geht. Zwischen 100 und 150 Besch&auml;ftigte befinden sich am Universit&auml;tsklinikum Essen derzeit im Streik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article239877885\/Corona-Lage-Uniklinik-Chef-zweifelt-an-einer-klaren-Linie-der-Politik.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Elf Wochen Streik. Vielleicht k&ouml;nnte man ja da ansetzen, um die Lage unabh&auml;ngig von irgendeiner Corona-Linie in der Klinik zu verbessern.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Einblick in den Abgrund<\/strong><br>\n&raquo;Schwarzbuch Krankenhaus&laquo; dokumentiert Klinikalltag: Jeden Tag kommen Patienten wegen Personalmangels zu Schaden<br>\nDie Lage ist dramatisch &ndash; und das nicht erst seit der Coronapandemie: Pflegekr&auml;fte, MTA, Physiotherapeuten und viele andere Besch&auml;ftigte der Krankenh&auml;user schlagen Alarm. Anfang des Monats haben gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter der sechs Universit&auml;tskliniken Nordrhein-Westfalens Teile eines &raquo;Schwarzbuchs Krankenhaus&laquo; der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht.<br>\nDie Erfahrungsberichte vermitteln eindringlich den Horror des Klinikalltags (siehe auch unten). Eine Pflegekraft schildert, wie sie bereits beim Betreten der Intensivstation sp&uuml;rt, dass sie in dem bevorstehenden Nachtdienst nicht allen Patienten gerecht werden wird. Als sie ihre Schicht beginnt, &raquo;l&auml;uten &uuml;ber den ganzen Flur Alarme, Monitore, Perfusoren und Infusomaten. Das Telefon klingelt unaufh&ouml;rlich. Meine Kolleginnen und Kollegen sind in den Zimmern und k&uuml;mmern sich um ihre Patientinnen und Patienten, auf dem Flur befindet sich niemand.&laquo; Eigentlich sollte f&uuml;r jeden der schwer Erkrankten &ndash; zu der Zeit waren auch viele beatmungspflichtige Covid-19-Patienten darunter &ndash; eine Pflegekraft bereitstehen. Daran sei aber nicht zu denken, berichtet die Intensivschwester. So muss sie trotz enormen Einsatzes zusehen, wie eine der Schwerkranken verstirbt. Um die zweite Patientin, f&uuml;r die sie in dieser Schicht zust&auml;ndig gewesen w&auml;re, konnte sie sich w&auml;hrend der Intensivbetreuung der Schwerkranken nicht k&uuml;mmern. &raquo;Weil wir so eingespannt waren, mussten wir bei allen anderen Patienten Schadensbegrenzung betreiben, keiner von uns hatte Zeit, um ad&auml;quat die anderen zu versorgen. In der Nacht kamen noch zwei Notf&auml;lle zu uns, es war nicht m&ouml;glich, alle Patientinnen und Patienten so zu versorgen, wie sie es verdient h&auml;tten.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430555.streik-an-unikliniken-in-nrw-einblick-in-den-abgrund.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pharmaindustrie h&auml;lt Solidarabgabe f&uuml;r verfassungswidrig<\/strong><br>\nGesundheitsminister Lauterbach plant, das Defizit der gesetzlichen Krankenkassen teilweise durch Solidarbeitr&auml;ge der Pharmaindustrie zu finanzieren. Die h&auml;lt davon wenig.<br>\nVertreter der Pharmaindustrie lehnen eine vom Bundesgesundheitsministerium geforderte Solidarabgabe klar ab. Der Pr&auml;sident des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller, Han Steutel, sieht eine solche Abgabe im Konflikt mit dem Grundgesetz. Das sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).<br>\nAu&szlig;erhalb des Steuerrechts, so Steutel, gebe es durch das Bundesverfassungsgericht zu Recht enge Grenzen, innerhalb derer der Staat Sonderabgaben erheben darf. Das gelte auch f&uuml;r die als &raquo;Solidarbeitrag&laquo; bezeichnete Sanierungshilfe der Pharmaindustrie f&uuml;r die gesetzlichen Krankenkassen. &raquo;Ich sehe noch nicht, wie der Staat die Kriterien der Rechtsprechung dabei erf&uuml;llen will&laquo;, so Steutel. (&hellip;)<br>\nDer Verband argumentiert in einer dem RND vorliegenden Stellungnahme unter anderem, nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts m&uuml;sse eine Sonderabgabe den Zahlenden selbst n&uuml;tzen. Das w&auml;re etwa der Fall, wenn mit den Mitteln Pharmaunternehmen gef&ouml;rdert w&uuml;rden. Zweck der Abgabe sei es aber, den Anstieg der Beitragss&auml;tze in der gesetzlichen Krankenversicherung zu begrenzen. Das sei ein gesamtgesellschaftliches Anliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/pharmaindustrie-haelt-solidarabgabe-fuer-verfassungswidrig-a-752f2163-5d37-454f-ae6b-b04cc9a6bd82\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ende der Sprach-Kitas &ndash; &bdquo;Damit zeigt die Bundesregierung ihr wahres Gesicht&ldquo;<\/strong><br>\nJetzt spart die Ampel-Koalition: Ausgerechnet nach den Verwerfungen der Corona-Pandemie und inmitten des Fl&uuml;chtlingszuzugs aus der Ukraine wird das Bundesprogramm Sprach-Kitas eingestampft. Ohne die F&ouml;rderung sehen Wirtschaft und Opposition die Integration in Gefahr.<br>\nOhne gute Deutschkenntnisse haben Kinder schon bei ihrer Einschulung Nachteile, die sie sp&auml;ter nur schwer aufholen k&ouml;nnen. Umso wichtiger ist es, schon in der Kita mit der Sprachf&ouml;rderung zu beginnen &ndash; zumal inzwischen 40 Prozent aller Kita-Kinder einen Migrationshintergrund haben.<br>\nDie Bundesregierung hatte deshalb 2011 das Bundesprogramm &bdquo;Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration&ldquo; und 2016 das Nachfolgeprogramm &bdquo;Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schl&uuml;ssel zur Welt ist&ldquo; aufgelegt. Kitas mit einem hohen Anteil an f&ouml;rderbed&uuml;rftigen Kindern k&ouml;nnen daraus 25.000 Euro pro Jahr f&uuml;r eine zus&auml;tzliche halbe Fachkraft beantragen, die dabei hilft, die &bdquo;alltagsintegrierte sprachliche Bildung&ldquo; in der Kindertagesbetreuung zu etablieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article239898495\/Integration-Ende-der-Sprach-Kitas-Bundesregierung-zeigt-wahres-Gesicht.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Club der Kriegsverbrecher<\/strong><br>\nEine aktuelle Dokumentation belegt Dutzende neue F&auml;lle von Morden an wehrlosen Gefangenen in Afghanistan durch britische Milit&auml;rs. Wie die BBC berichtet, best&auml;tigen Dokumente und Zeugenaussagen, dass eine Schwadron der britischen Spezialeinheit SAS innerhalb von sechs Monaten von Ende 2010 bis Fr&uuml;hjahr 2011 mindestens 54 unbewaffnete Afghanen erschoss. Die Morde wurden im Rahmen einer Art T&ouml;tungswettbewerb zwischen unterschiedlichen Schwadronen begangen; die T&auml;ter kamen g&auml;nzlich straflos davon. Die Gesamtzahl der Opfer, die mutma&szlig;lich viel h&ouml;her liegt, ist nicht bekannt. Gezielte Morde an wehrlosen Afghanen im NATO-gef&uuml;hrten Afghanistan-Krieg haben auch Elitesoldaten aus Australien begangen. In ihrem Fall sind 39 Morde belegt &ndash; bei einer wohl erheblichen Dunkelziffer. F&uuml;r Kriegsverbrechen ber&uuml;chtigt sind US-Einheiten; Kriegsverbrechen wurden auch Milit&auml;rs anderer Staaten vorgeworfen, darunter Polen. Deutsche Soldaten waren zumindest in die Erstellung sogenannter kill or capture-Listen involviert, die zahlreichen Mordoperationen zugrundelagen. Belangt werden kaum je die T&auml;ter, daf&uuml;r aber Journalisten, die die Morde aufdecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8977\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Skandalvideos: Joe Bidens Sohn raucht bewaffnet Crack: Wieso wird dar&uuml;ber kaum berichtet?<\/strong><br>\nNeue Videos zeigen Hunter Biden, den Sohn des US-Pr&auml;sidenten, mit Drogen und Waffe. Medien berichten kaum &ndash; haben sie Mitleid oder haben sie Angst?<br>\nWenn der Sohn des Pr&auml;sidenten der Vereinigten Staaten Crack raucht, splitternackt mit mehreren Frauen posiert und mit einer Waffe herumfuchtelt, m&uuml;sste das ein gro&szlig;es Problem f&uuml;r seinen Vater sein. Doch dem ist nicht so.<br>\n&Uuml;ber das vergangene Wochenende sind im Internet Videos aufgetaucht, die Hunter Biden, den Sohn des amerikanischen Pr&auml;sidenten Joe Biden, beim Abwiegen und Rauchen von Crack-Kokain mit leicht bekleideten Frauen zeigen, teils &sbquo;bei&lsquo; augenscheinlich sexuellen Handlungen. Teilweise sind es neue Filme, teilweise aus den vergangenen Monaten. Auf den Aufnahmen ist Biden junior oft v&ouml;llig nackt und zielt mit einer Pistole. Er hat die Videos offenbar selbst aufgenommen. Sie sollen aus seinem iCloud-Konto stammen. Es soll gehackt worden sein.<br>\nNiemand, weder das Wei&szlig;e Haus noch Hunter Biden selbst, bestreitet die Echtheit des Filmmaterials, das zuerst auf dem Troll- und Hackerforum 4Chan gepostet wurde. Dem Secret Service, der nicht nur den Pr&auml;sidenten selbst, sondern auch stets dessen Familie sch&uuml;tzt, sei &bdquo;der Vorgang bekannt&ldquo;, teilte die Beh&ouml;rde gegen&uuml;ber der Washington Post mit. Dennoch k&ouml;nne man keine &bdquo;&ouml;ffentliche Kommentare zu m&ouml;glichen Ermittlungsma&szlig;nahmen abgeben&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/joe-bidens-sohn-hunter-raucht-bewaffnet-crack-wieso-wird-darueber-kaum-berichtet-li.246060\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schmutzige Kampagne<\/strong><br>\nSpanien: Neue Beweise zeigen auf, wie Linkspartei Podemos von Medien und Politik mit L&uuml;gen bek&auml;mpft wurde<br>\n&Uuml;ber Jahre war die spanische Linkspartei Podemos Opfer einer &ouml;ffentlichen Schmutzkampagne. Das beweisen am Sonnabend abend vom Rechercheportal Cr&oacute;nica Libre ver&ouml;ffentlichte Audioaufnahmen aus dem Jahr 2016. Damals hatte das Onlinemedium Ok Diario einen vermeintlichen &raquo;Skandal&laquo; aufgedeckt: Demnach habe der venezolanische Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro 272.325 US-Dollar auf ein Konto &uuml;berwiesen, das auf den Namen des damaligen Podemos-Vorsitzenden Pablo Iglesias lief und im Steuerparadies Grenadinen lag. Die &Uuml;berweisung erfolgte angeblich im M&auml;rz 2014, nur zwei Monate nach der Registrierung von Podemos ins spanische Parteienregister.<br>\nDie Nachricht vom &raquo;Korruptionsskandal&laquo; verbreitete sich schnell, unter anderem wegen dem TV-Sender La Sexta. Dessen Starmoderator Antonio Garc&iacute;a Ferreras lie&szlig; in seinem Mittagsprogramm &raquo;Al Rojo Vivo&laquo; den Chef von Ok Diario, Eduardo Inda, das M&auml;rchen verbreiten. Als Quellen wurden angebliche polizeiinterne Dokumente genannt, ebenso wie eine Untersuchung durch die US-Antidrogenbeh&ouml;rde DEA. Bereits einen Tag nach der Ausstrahlung konnte das Onlineportal Eldiario.es nachweisen, dass es sich bei der Nachricht um eine L&uuml;ge handelte. Auch die Bank, &uuml;ber die das Geld geflossen sein soll, widersprach.<br>\nAm Sonnabend abend ver&ouml;ffentlichte Cr&oacute;nica Libre mehrere Audiomitschnitte sowie deren Transkriptionen. Aufgenommen wurde ein Gespr&auml;ch zwischen dem korrupten Expolizisten Jos&eacute; Manuel Villarejo und Garc&iacute;a Ferreras von La Sexta. Dabei versichert Ferreras gegen&uuml;ber Villarejo, die Geschichte sei ihm von Beginn an &raquo;tr&uuml;be&laquo; erschienen. Zum Chef von Ok Diario, Inda, habe er gesagt: &raquo;Eduardo, das ist sehr ernst, ich mache mit, aber das ist sehr heikel und zu plump.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430647.konstruierter-skandal-um-iglesias-schmutzige-kampagne.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verschwendung von Geb&uuml;hrengeldern? Spesen f&uuml;r Dinnerabende und dubiose Beratervertr&auml;ge bringen ARD-Chefin Patricia Schlesinger in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nNachdem Business Insider enth&uuml;llt hat, wie der Verwaltungsratschef des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Wolf-Dieter Wolf, dem Ehemann der RBB-Intendantin und ARD-Vorsitzenden Patricia Schlesinger lukrative Auftr&auml;ge zugespielt hat, legen weitere Recherchen ein brisantes System aus gegenseitigen Gef&auml;lligkeiten nahe.<br>\nMit Unterst&uuml;tzung von Schlesinger erhielten mehrere Immobilien-Experten, mit denen Wolf eine Gesch&auml;ftsbeziehung pflegt, Beratervertr&auml;ge f&uuml;r ein zentrales Bauprojekt des &ouml;ffentlich-rechtlichen Senders. Dabei knetete die RBB-Spitze offenbar Vergabeverfahren, bis ein Vertrauter des Rundfunkaufsehers den vorgesehenen Beraterjob erhielt.<br>\nDie freundschaftliche Beziehung zwischen Intendantin und Kontrolleur sowie die vielen Interessenskollisionen offenbaren einen laxen Umgang mit modernen Compliance-Regeln. So stellt sich auch die Frage, weshalb nach den regelm&auml;&szlig;igen Abendessen mit Catering-Service in der Privatwohnung von Schlesinger die G&auml;steanzahl auf der Rechnung an den RBB ver&auml;ndert wurde.<br>\nAuf Anfrage weisen der RBB, Schlesinger und Wolf alle Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/verschwendung-von-gebuehrengeldern-spesen-fuer-dinnerabende-und-dubiose-beratervertraege-bringen-ard-chefin-patricia-schlesinger-in-bedraengnis-c\/\">Business Insider<\/a>\n<p>dazu: <strong>Viele Rufe nach Aufkl&auml;rung und Transparenz beim RBB: Landesrechnungsh&ouml;fe nehmen ARD-Sender unter die Lupe<\/strong><br>\nNach der Medienaufsicht werden die Rechnungsh&ouml;fe von Berlin und Brandenburg aktiv. Eine Sondersitzung jagt zudem die n&auml;chste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/viele-rufe-nach-aufklaerung-und-transparenz-beim-rbb-landesrechnungshoefe-nehmen-ard-sender-unter-die-lupe\/28498140.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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