{"id":8592,"date":"2011-03-08T08:36:37","date_gmt":"2011-03-08T07:36:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8592"},"modified":"2011-03-08T08:36:37","modified_gmt":"2011-03-08T07:36:37","slug":"hinweise-des-tages-1343","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8592","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sch&auml;uble verweigert Geld f&uuml;r Sozialausgleich; Nachtrag zu &bdquo;Volksabstimmung in Hessen &ndash; Nein zur Schuldenbremse!&ldquo;; Von der Leyen und Hartz IV &ndash; Sparen wie noch nie; Atypische Jobs verfehlen Br&uuml;ckenfunktion; Frauentag; F&uuml;r die GDL geht es ums Ganze; Biosprit-Boykott: Br&uuml;derle beruft Benzin-Gipfel ein; Teures Wechselgeld: Handel will Verbraucher f&uuml;r h&ouml;here Kosten zahlen lassen; Der Altkanzler und der Multi-Million&auml;r; Unruhen in Nordafrika; Irland: Neue Regierung ohne Zukunft; Soziale Netzwerke: Tweets geschickt, Diktatoren gest&uuml;rzt; Stell dir vor, Integration gelingt und keiner sieht hin; Mit der Demokratie &uuml;ber Kreuz; Guttenberg; Hysteriker ohne Publikum; Ausgekocht. Hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik;Zu guter Letzt. (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Sch&auml;uble verweigert Geld f&uuml;r Sozialausgleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Gelbe Karte f&uuml;r Athen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Nachtrag zu &bdquo;Volksabstimmung in Hessen &ndash; Nein zur Schuldenbremse!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Von der Leyen und Hartz IV &ndash; Sparen wie noch nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Atypische Jobs verfehlen Br&uuml;ckenfunktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Frauentag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">F&uuml;r die GDL geht es ums Ganze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Biosprit-Boykott: Br&uuml;derle beruft Benzin-Gipfel ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Teures Wechselgeld: Handel will Verbraucher f&uuml;r h&ouml;here Kosten zahlen lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Der Altkanzler und der Multi-Million&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Unruhen in Nordafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Irland: Neue Regierung ohne Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Soziale Netzwerke: Tweets geschickt, Diktatoren gest&uuml;rzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Stell dir vor, Integration gelingt und keiner sieht hin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Mit der Demokratie &uuml;ber Kreuz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Guttenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Hysteriker ohne Publikum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Ausgekocht. Hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zu guter Letzt: Merkels Reaktion (bei Cebit) auf zu Guttenbergs R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8592&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sch&auml;uble verweigert Geld f&uuml;r Sozialausgleich<\/strong><br>\nKein Versicherter soll mehr als zwei Prozent seines Einkommens f&uuml;r Zusatzbeitr&auml;ge zur Krankenversicherung ausgeben. Diesen Regierungsbeschluss will Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble aush&ouml;hlen. Gesundheitspolitiker sind emp&ouml;rt.<br>\nDas Versprechen der Regierungskoalition, die Zusatzbeitr&auml;ge in der gesetzlichen Krankenversicherung auch f&uuml;r Geringverdiener bezahlbar zu halten, k&ouml;nnte sich schon bald als leer erweisen. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau weigert sich Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU), in der neuen, bis 2015 reichenden Haushaltsplanung mehr Geld f&uuml;r den Sozialausgleich zur Verf&uuml;gung zu stellen. Damit hintertreibt er einen Beschluss der Regierung, sp&auml;testens 2015 weitere Zahlungen aus Steuermitteln vorzusehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/schaeuble-verweigert-geld-fuer-sozialausgleich\/-\/1472596\/7769676\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der schwarz-gelbe Sparwahn wird wieder einmal zu Lasten der Schw&auml;chsten der Gesellschaft durchexerziert. Gerade f&uuml;r einkommensschwache Schichten stellen die Zusatzbeitr&auml;ge zur GKV eine oft nicht zumutbare Zusatzbelastung dar. Vollends grotesk wird diese Meldung jedoch dann, wenn man sie im Kontext betrachtet, dass <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E201D460B101C453EA73FA35DCD64B261~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Wolfgang Sch&auml;uble zeitgleich<\/a> Steuererleichterungen in dieser Legislaturperiode in Aussicht stellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gelbe Karte f&uuml;r Athen<\/strong><br>\nPrivat gegen Staat: Ratingagentur Moody&rsquo;s stuft Kreditw&uuml;rdigkeit des Landes drastisch herab. Griechen wollen andere Schiedsrichter.<br>\nGriechenland hat die n&auml;chste gelbe Karte bekommen. Verteilt hat sie die US-Ratingagentur Moody&rsquo;s Investors Service (Moody&rsquo;s). Deren Analysten haben erhebliche Zweifel an der Zahlungsf&auml;higkeit des hochverschuldeten Landes ausgemacht &ndash; und wieder einmal den Daumen gesenkt: Die Bonit&auml;tsnote f&uuml;r das Mitglied der Euro-Zone werde um drei Stufen von Ba1 auf B1 zur&uuml;ckgesetzt, teilte die Agentur am Montag mit. Und damit nicht genug &ndash; in New York beh&auml;lt man sich weitere Herabstufungen vor, hie&szlig; es. Der Ausblick f&uuml;r die Entwicklung der griechischen Kreditw&uuml;rdigkeit bleibe &raquo;negativ&laquo;.<br>\nEigentlich ist das mehr als eine gelbe Karte, es ist fast ein Platzverweis. &Uuml;bersetzt hei&szlig;t das Urteil n&auml;mlich, niemand mit einigerma&szlig;en klarem Verstand sollte noch Geld an die Hellenen verleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/03-08\/018.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nachtrag zu &bdquo;Volksabstimmung in Hessen &ndash; Nein zur Schuldenbremse!&ldquo;<\/strong><br>\n<a href=\"\/?p=8582\">Zum Thema<\/a> hat sich auch Prof. Dr. Wolfgang Scherf einige Gedanken gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oeffentliche-finanzen.de\/VWL\/Netzwerke.html\">Netz @ Werke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von der Leyen und Hartz IV &ndash; Sparen wie noch nie<\/strong><br>\nFinanzminister Sch&auml;uble will Schulden abbauen, f&uuml;r alle Minister hei&szlig;t das sparen. Keinen trifft es dabei so hart wie Ursula von der Leyen. Kaum ist das Hartz-IV-Paket auf dem Weg gebracht, steht von der Leyen vor einer neuen, schwierigen Aufgabe. In den n&auml;chsten Tagen muss sie Sch&auml;uble erkl&auml;ren, wo sie die vielen Milliarden einsparen wird, die der Finanzminister f&uuml;r das Budget ihres Ministeriums nicht mehr herausr&uuml;cken will. Dabei geht es um gigantische Summen: Bereits 2012 sollen die Ausgaben von 131 auf knapp 127 Milliarden Euro sinken. Bis 2014 soll von der Leyen sogar nur noch &uuml;ber 124 Milliarden Euro verf&uuml;gen d&uuml;rfen. Ihr Spielraum zum Sparen ist jedoch kleiner, als es ihr riesiger Etat nahelegt: 80 Milliarden Euro entfallen auf Leistungen an die Rentenversicherung. Und dieser Etatposten wird in den n&auml;chsten Jahren nicht sinken, sondern eher steigen. Sparen muss von der Leyen also woanders. Nur wo? Sch&auml;ubles Beamte haben daf&uuml;r ein einfaches Rezept. Sie rechnen den Schuldenberg der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) einfach weg. Und das geht so: In diesem Jahr braucht die Bundesagentur etwa f&uuml;nf Milliarden Euro aus dem Etat von der Leyens, um mit diesem Darlehen ihr eigenes Defizit auszugleichen. Das Finanzministerium geht nun davon aus, dass die BA 2012 wieder einen &Uuml;berschuss erwirtschaftet und von da an ihr Darlehen zur&uuml;ckzahlt. Gleichzeitig soll der Bund im Zuge der Hartz-IV-Reform schrittweise immer weniger Geld aus Mehrwertsteuer an die Beh&ouml;rde &uuml;berweisen. Geht die Rechnung auf, w&auml;ren ein Gro&szlig;teil der Einsparungen von der Leyens gedeckt. Sch&auml;ubles Vorrechner sind allerdings &auml;u&szlig;erst optimistisch: Sie st&uuml;tzen sich darauf, dass die BA zuk&uuml;nftig noch effektiver arbeitet, gleichzeitig die Arbeitslosenzahlen zur&uuml;ckgehen und die Erwerbst&auml;tigkeit steigt. Die Bundesagentur selbst dies ganz anders: Sie rechnet bis 2014 mit einem Schuldenberg von 9,6 Milliarden. Die Beh&ouml;rde m&uuml;sste das Ministerium also wieder um Geld anpumpen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/von-der-leyen-und-hartz-iv-sparen-wie-noch-nie-1.1068616\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Atypische Jobs verfehlen Br&uuml;ckenfunktion<\/strong><br>\nLeiharbeit, Minijob &amp; Co. nehmen stark zu, sind meist aber keine Zwischenstation auf dem Weg in gut bezahlte, sichere Besch&auml;ftigung. H&auml;ufig enden sie wieder mit Arbeitslosigkeit.<br>\nS&auml;mtliche Formen atypischer Besch&auml;ftigung nehmen seit den fr&uuml;hen 1990er-Jahren zu. Ihr Anteil an der Gesamtbesch&auml;ftigung ist von 20 Prozent auf mehr als ein Drittel gestiegen. Darauf machen die Arbeitsmarktforscher Berndt Keller und Hartmut Seifert aufmerksam. Gerade im Aufschwung zwischen 2005 und 2008 sowie w&auml;hrend der konjunkturellen Erholung des Jahres 2010 sind den Wissenschaftlern zufolge viele atypische Jobs entstanden.<br>\nTeilzeit- und Leiharbeit, geringf&uuml;gige und befristete Besch&auml;ftigung f&uuml;hren nach Keller und Seifert zwar nicht zwingend zu prek&auml;ren Lebenslagen. Dennoch sind die Nachteile gegen&uuml;ber unbefristeten Vollzeitstellen &ndash; den so genannten Normalarbeitsverh&auml;ltnissen &ndash; offenkundig. Je nach Besch&auml;ftigungsform: niedriges, zum Teil nicht die Existenz sicherndes Einkommen, geringe Rentenanspr&uuml;che, unsichere Zukunftsaussichten, wenig Gelegenheit zur Fortbildung. Das sei nicht nur f&uuml;r den Einzelnen problematisch, schreiben die Forscher, sondern auch f&uuml;r den Staat: Dessen Sozialausgaben schwellen durch die Unterst&uuml;tzung von Geringverdienern an. Zudem drohten &ldquo;fatale Konsequenzen f&uuml;r die Innovationsf&auml;higkeit einer alternden Arbeitsgesellschaft&rdquo;, wenn viele Besch&auml;ftigte von Weiterbildung ausgeschlossen sind.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/080311_boeckler.gif\" alt=\"Wachsende Unsicherheit\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_113415.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frauentag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Niedrigl&ouml;hne sind Frauensache<\/strong><br>\nNicht nur Teilzeitkr&auml;fte und Minijobberinnen werden oft schlecht bezahlt. Auch Arbeitnehmerinnen, die ganztags arbeiten, sind h&auml;ufig Geringverdienerinnen: Jede dritte Frau mit Vollzeitjob muss sich mit einem Niedriglohn begn&uuml;gen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Links-Fraktion hervor, die der Frankfurter Rundschau vorliegt. Demnach sind von den 7,3 Millionen weiblichen Vollzeitkr&auml;ften 33 Prozent Geringverdienerinnen. Bei den M&auml;nnern sind es lediglich 13 Prozent. Schaut man sich alle Besch&auml;ftigten inklusive Teilzeitkr&auml;ften an, ist das Niedriglohn-Risiko &auml;hnlich ungleich verteilt, berichtet Claudia Weinkopf, Vize-Direktorin des Instituts Arbeit und Qualifikation an der Uni Duisburg-Essen. Das hei&szlig;t: Ob ganztags oder halbtags: &bdquo;&Uuml;ber alle Erwerbsformen hinweg arbeiten Frauen eher auf schlechter bezahlten Stellen.&ldquo; Insgesamt seien 68 Prozent aller Niedrigl&ouml;hner Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/niedrigloehne-sind-frauensache\/-\/1472780\/7764886\/-\/view\/asFirstTeaser\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>VENRO: Frauen m&uuml;ssen st&auml;rker unterst&uuml;tzt werden<\/strong><br>\nFrauenarmut und Ungleichheit k&ouml;nnen nur &uuml;berwunden werden, wenn die Bundesregierung und die Europ&auml;ische Union (EU) sich st&auml;rker f&uuml;r Frauenf&ouml;rderung und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Dies hat der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) anl&auml;sslich des hundertsten Internationalen Frauentages am 8. M&auml;rz gefordert. [&hellip;] Frauen in Entwicklungsl&auml;ndern h&auml;tten immer noch zu wenig Zugang zu Landbesitz, Krediten und technischem Know-How, so VENRO. Trotz Fortschritten, wie etwa im Bildungsbereich, stellten Frauen immer noch zwei Drittel aller Analphabeten weltweit. Eine zentrale Herausforderung bleibe auch die hohe M&uuml;ttersterblichkeit, vor allem in Afrika und S&uuml;dasien. Nur eine von drei Frauen in l&auml;ndlichen Gebieten habe Zugang zu gesundheitlicher Versorgung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.epo.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=7030:venro-frauen-muessen-staerker-unterstuetzt-werden&amp;catid=99:topnews\">entwicklungspolitik online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>F&uuml;r die GDL geht es ums Ganze<\/strong><br>\nDie Lokf&uuml;hrer wollen ihre Streiks ausweiten. Das ist das Ergebnis der am Montag ausgez&auml;hlten Urabstimmung, mit der die Gewerkschaft GDL die Streikbereitschaft ihrer Mitglieder testete. Das Ergebnis ist nicht &uuml;berraschend; keine Gewerkschaft riskiert eine Urabstimmung, wenn sie sich der Kampfbereitschaft ihrer Mitglieder nicht sicher sein kann.<br>\nDennoch geht es f&uuml;r die GDL, die einen Branchentarifvertrag f&uuml;r alle Lokf&uuml;hrer anstrebt, ums Ganze: Verliert sie diesen Tarifkonflikt, dann d&uuml;rfte sie in Zukunft marginalisiert werden. Diese Gefahr ist real, denn die Privatbahnen haben kurzerhand erkl&auml;rt, keinen gemeinsamen Tarifvertrag mehr anzustreben. Damit bliebe der GDL nur noch, wie bisher mit der Deutschen Bahn AG einen Lokf&uuml;hrertarifvertrag abzuschlie&szlig;en und bei den Bahnkonkurrenten Haustarifvertr&auml;ge durchzusetzen.<br>\nDas Ziel eines Branchentarifvertrages, der Dumpingkonkurrenz im Bahnsektor verhindern kann, w&auml;re verfehlt. Die GDL w&uuml;rde hinter ihre Konkurrenzgewerkschaft, die im DGB organisierte Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), zur&uuml;ckfallen &ndash; die hat im Januar einen Fl&auml;chentarifvertrag unterzeichnet. Um das zu verhindern, bleibt der GDL nur, die Bahnunternehmen &ndash; und damit indirekt auch deren Kunden &ndash; massiv zu bestreiken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/fuer-die-gdl-geht-es-ums-ganze\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Biosprit-Boykott: Br&uuml;derle beruft Benzin-Gipfel ein<\/strong><br>\nDer vorl&auml;ufige Einf&uuml;hrungsstopp des neuen Biosprits E10 alarmiert die Politik: Wirtschaftsminister Br&uuml;derle l&auml;dt zum Benzin-Gipfel. Er verlangt von der Mineral&ouml;lwirtschaft Klarheit beim weiteren Vorgehen: &ldquo;Fakt ist, dass die Verbraucher v&ouml;llig verunsichert sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-748933,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Wenn Du nicht mehr weiter wei&szlig;t, bilde einen Arbeitskreis. Und hier wird deutlich, dass es weder um die Umwelt noch um die verunsicherten Verbraucher zu gehen scheint sondern um die Interessen der Mineral&ouml;lwirtschaft &ndash; sonst w&auml;re der Gipfel z.B. vom Umweltminister oder von der Verbraucherschutz \/ Landwirtschaftsministerin einberufen worden &ndash; vielleicht von beiden gemeinsam oder von allen drei gemeinsam, aber nicht vom Wirtschaftsminister.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: E10 treibt offenbar Lebensmittelpreise nach oben<\/strong><br>\nEssen k&ouml;nnte teurer werden: Laut Ern&auml;hrungsindustrie m&uuml;ssen sich Verbraucher wegen des Biokraftstoffs E10 auf h&ouml;here Preise einstellen. Maisanbau f&uuml;r Biogas oder Nahrungsmittelanbau? Die Bauern m&uuml;ssen sich entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/0\/0,3672,8218016,00.html\">Heute<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Teures Wechselgeld: Handel will Verbraucher f&uuml;r h&ouml;here Kosten zahlen lassen<\/strong><br>\nDie Bundesbank spart, der Handel muss mehr zahlen und am Ende soll es am Verbraucher h&auml;ngen bleiben. Gesch&auml;fte rechnen infolge der Privatisierung der M&uuml;nzgeldversorgung mit einer Kostenwelle und wollen die Belastungen an die Kunden weitergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,749321,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Altkanzler und der Multi-Million&auml;r<\/strong><br>\nEs ist ein tiefer Einblick in die Gesch&auml;ftsbeziehungen m&auml;chtiger M&auml;nner: Der langj&auml;hrige Chef des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, kaufte Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der die Rechte an dessen Memoiren ab &ndash; und gab daf&uuml;r rund eine Million aus.<br>\nWarum aber l&auml;sst sich ein ehemaliger Regierungschef auf so einen Deal ein? Schr&ouml;der habe ihn nach seiner Abwahl als Bundeskanzler 2005 angesprochen, sagte Maschmeyer dem SPIEGEL. Verschiedene Agenturen h&auml;tten den Ex-Kanzler damals als Berater oder als Buchautor haben wollen. Schr&ouml;der habe &ldquo;von diesen Dingen aber keine Ahnung&rdquo; gehabt, erinnert sich Maschmeyer. &ldquo;Deshalb habe ich mir die Briefe von den Verlagen angucken d&uuml;rfen und dann haben wir gemeinsam Hoffmann und Campe herausgesucht.&rdquo; [&hellip;]<br>\nAuch Schr&ouml;der erwies Maschmeyer gelegentlich einen Gefallen: Am 1. Dezember 2004 trat der Kanzler auf einer Veranstaltung des AWD im Berliner Hotel Estrel auf. Was dann passierte, schildert die AWD-Mitarbeiterzeitung in sch&ouml;nster Ergriffenheit: &ldquo;Carsten Maschmeyer k&uuml;ndigte als besonderen Ehrengast den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der an! Das hatte niemand erwartet &ndash; der Bundeskanzler bei einer AWD-Vertriebstagung! Seine Botschaft: SIE als AWD-Mitarbeiter und Mitarbeiterin erf&uuml;llen eine staatsersetzende Funktion. Sichern Sie die Rente Ihrer Mandanten, denn der Staat kann es nicht. Private Vorsorge lautet das Gebot der Stunde. Die &uuml;berw&auml;ltigten Zuh&ouml;rer dankten es ihm mit Standing Ovations.&rdquo; [&hellip;]<br>\nZur Er&ouml;ffnung der Beratungsfirma MaschmeyerR&uuml;rup erschien vergangenes Jahr neben Riester auch Schr&ouml;der und versicherte: &ldquo;Ich bin mit den beiden Gr&uuml;ndern pers&ouml;nlich befreundet.&rdquo; Mit dem Spruch wirbt Maschmeyers Beratungsfirma bis heute auf ihrer Homepage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,749075,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Schr&ouml;ders verrutschte Moral<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten haben in der Guttenberg-Debatte die Moral neu entdeckt &ndash; nichts dagegen zu sagen. Aber wie passt dazu ihr Ex-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der, der gerne zu Diensten ist, wenn lukrative Posten locken?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,749420,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unruhen in Nordafrika<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie die Wall Street Gaddafi umgarnte<\/strong><br>\nUS-Finanzgr&ouml;&szlig;en feierten Partys in der libyschen W&uuml;ste, schickten Tony Blair als Verhandler: Seit George Bushs Tagen buhlte die Wall Street um Gaddafis &Ouml;lgelder &ndash; und sicherte sich milliardenschwere Auftr&auml;ge. Erst jetzt wird klar, wie weit die Geldh&auml;user dem wirren Despoten entgegenkamen. Im Juni 2010 landete ein Charterjet auf dem VIP-Flughafen Mitiga &ouml;stlich der libyschen Hauptstadt Tripolis. Wie eine &ldquo;gut platzierte Quelle&rdquo; dem US-Magazin &ldquo;Vanity Fair&rdquo; sagte, brachte eine Limousine den Passagier erst zu einem Minister, um &ldquo;private Dinge&rdquo; zu besprechen. Der Passagier war dem Bericht zufolge Tony Blair, der Muammar al-Gaddafi schon zu Amtszeiten als Premier Gro&szlig;britanniens stets hofiert hatte. Seit seinem Abschied aus der Downing Street dient Blair der Privatwirtschaft. Einer seiner Arbeitgeber: die Wall-Street-Gro&szlig;bank JPMorgan Chase. Tats&auml;chlich soll JPMorgan Chase bis vor kurzem enge finanzielle Kontakte zu Gaddafi unterhalten haben. Nach &uuml;bereinstimmenden Berichten mehrerer US-Medien managte Amerikas zweitgr&ouml;&szlig;te Gesch&auml;fts- und Investmentbank Abermillionen Dollar aus den Best&auml;nden des libyschen Staatsfonds Libyan Investment Authority (LIA).<br>\n&ldquo;JPMorgan verwaltet einen Teil der LIA-Einlagen und Teile der libyschen Zentralbank-Reserven&rdquo;, schreibt &ldquo;Vanity Fair&rdquo; unter Berufung auf US-Banker. Wie die &ldquo;Huffington Post&rdquo; erg&auml;nzend meldet, besteht die JPMorgan-Verbindung seit 2008 &ndash; dem selben Jahr, als Blair bei der Bank als Berater f&uuml;r &ldquo;globale politische und strategische Fragen&rdquo; anheuerte, zum Jahressal&auml;r von rund einer Million Dollar. Das bringt nun beide in die Bredouille, Blair wie die Bank &ndash; und nicht nur sie. Ende Februar lie&szlig; US-Pr&auml;sident Barack Obama alle Einlagen der Gaddafi-Familie bei US-Banken und Institutionen einfrieren, einschlie&szlig;lich der LIA-Gelder. Nach Angaben des zust&auml;ndigen US-Finanzstaatssekret&auml;rs David Cohen handelt es sich um insgesamt mindestens 30 Milliarden Dollar &ndash; die gr&ouml;&szlig;te derartige Kontensanktion in der US-Geschichte. Nach Recherchen der &ldquo;New York Times&rdquo; und der &ldquo;Huffington Post&rdquo; betrifft die Sperrung aber nicht nur JPMorgan Chase, sondern auch andere Finanzgr&ouml;&szlig;en, etwa Goldman Sachs, Citigroup und den New Yorker Private-Equity-Giganten Carlyle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,749363,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Arabien: Wir haben keine Begriffe mehr f&uuml;r das, was geschieht<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem amerikanischen Politikwissenschafter Mark Lilla &uuml;ber die Revolution in der arabischen Welt:<br>\nWir wissen, was die Bedingungen f&uuml;r eine demokratische Gesellschaft sind. Freie Wahlen sind nur ein kleiner Teil davon. Moderne Demokratien basieren auf drei Faktoren: auf Individualit&auml;t, auf der Trennung von Gesellschaft, Religion, Kultur und Politik und auf einer unabh&auml;ngigen, nicht korrupten B&uuml;rokratie. Wie viele der jetzt in Aufruhr befindlichen Staaten erf&uuml;llen diese Bedingungen? Keiner. Was es allenfalls gibt, sind Scheindemokratien, in denen zwar Wahlen stattfinden, doch die B&uuml;rokratie nach wie vor von Vetternwirtschaft bestimmt ist und Clan-Loyalit&auml;ten weit wichtiger sind als die Loyalit&auml;t zum Staat. Selbst in unseren westlichen Demokratien sind die Kriterien f&uuml;r eine funktionierende Demokratie keineswegs &uuml;berall erf&uuml;llt. Seit Berlusconi an der Macht ist, wurde die unabh&auml;ngige Presse von seinem Medienimperium v&ouml;llig an den Rand gedr&auml;ngt, die Autonomie der italienischen Justiz ist unter permanenter Attacke, und die Gesetze wurden unter seiner &Auml;gide dergestalt massgeschneidert, dass Berlusconi und sein Clan m&ouml;glichst nicht verfolgt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/wir_haben_keine_begriffe_mehr_fuer_das_was_geschieht_1.9790534.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Tunesien: Die M&uuml;hlen der Freiheit<\/strong><br>\nAuf dem Kasbah-Platz von Tunis kampieren an die tausend Menschen f&uuml;r Reformen. Am Sportpalast dagegen demonstrieren t&auml;glich ebenso viele f&uuml;r Ruhe und Ordnung. Die Jasmin-Revolution droht die tunesische Gesellschaft zu spalten. Wem geh&ouml;rt die Revolution? Allein der &ldquo;Kasbah&rdquo;, den tausend Personen, die seit zwei Wochen die Regierung erfolgreich unter Druck setzen, weil sie notfalls auch 100000 Menschen mobilisieren? Vor dem Sportpalast von El Menzah, einem noblen Au&szlig;enviertel von Tunis, sieht man das anders. Hier demonstriert seit Montag t&auml;glich zwei Stunden die &ldquo;schweigende Mehrheit&rdquo;, von der Ghannouchi in seiner R&uuml;cktrittsrede gesprochen hatte. Es sind etwa gleich viel Leute wie auf dem Kasbah-Platz. Doch ist es eine andere Gesellschaft. Viele tragen Krawatte. Demonstriert wird zwischen 17 und 19 Uhr. Vorher arbeitet man schlie&szlig;lich. Man will ja ein neues Tunesien aufbauen. Das wollen die Jugendlichen auf dem Kasbah-Platz gewiss auch, blo&szlig; haben die meisten von ihnen eben keine Arbeit. Auf der einen Seite die Angst, dass das Rad der Geschichte wieder zur&uuml;ckgedreht wird, die alten Kr&auml;fte letztlich obsiegen und alle M&uuml;h und Courage umsonst waren. Auf der andern Seite die Angst, dass Tunesien im Chaos versinkt, dass die Wirtschaft Einbu&szlig;en erleidet, dass Touristen und Investoren ausbleiben. Diese Spaltung der Gesellschaft ist wohl unvermeidlich, in einer Revolution erst recht. Aber in solchen Zeiten wittern nat&uuml;rlich die alten Kr&auml;fte, die Verlierer der Revolution, die Konterrevolution&auml;re ihre Chance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2011\/0305\/seite3\/0003\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Irland: Neue Regierung ohne Zukunft<\/strong><br>\nJede Woche nehmen sich zehn Iren das Leben. Die Arbeitslosenquote liegt bei 14 Prozent, die Auswanderung steigt. Und die Schulden aus der Bankenkrise sind untilgbar. Am Samstag kehrte Fine-Gael-Chef Enda Kenny, der am Mittwoch auf der ersten Sitzung des neuen Parlaments zum Premierminister gew&auml;hlt wird, kleinlaut vom Treffen der konservativen Europ&auml;ischen Volkspartei (EVP) aus Helsinki zur&uuml;ck. Kanzlerin Angela Merkel hatte ihm klargemacht, dass ohne Gegenleistung gar nichts gehe. Sie will, dass Irland die K&ouml;rperschaftsteuer von 12,5 Prozent an das europ&auml;ische Ma&szlig; anpasst, doch Kenny lehnte das ab. Man m&uuml;sse eben andere Wege finden, um die Kosten f&uuml;r Irlands Bankenrettung zu senken, wenn man die Verluste nicht den Anteilseignern aufb&uuml;rden k&ouml;nne, sagte er. Diese Wege gibt es nicht, Irland wird sp&auml;testens in drei Jahren zahlungsunf&auml;hig sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2011%2F03%2F07%2Fa0033&amp;cHash=6b959603c0\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Soziale Netzwerke: Tweets geschickt, Diktatoren gest&uuml;rzt<\/strong><br>\nDie Rolle der sozialen Netzwerke wie Facebook bei den Umst&uuml;rzen in Nordafrika und dem Nahen Osten wird &uuml;bersch&auml;tzt: Sie sind ein wichtiges Werkzeug, mehr jedoch nicht &ndash; auch wenn Cyber-Utopisten das nicht wahrhaben wollen. So waren die wichtigsten Organisatoren der &auml;gyptischen Facebook-Bewegung zwar keine revolution&auml;ren Anf&uuml;hrer im herk&ouml;mmlichen Sinn. Wie k&ouml;nnte es auch anders sein angesichts der d&uuml;steren Erfolgsbilanz im Ausschalten solcher F&uuml;hrungsfiguren, die Expr&auml;sident Hosni Mubarak unter Beihilfe Washingtons zu verzeichnen hat? Und doch agierten sie als F&uuml;hrer und gingen strategisch vor, ja sie tauchten sogar einige Tage vor Beginn der Proteste unter &ndash; nicht anders, als es die Anf&uuml;hrer einer revolution&auml;ren Zelle getan h&auml;tten. Auch die in der Presse gefeierte Zusammenarbeit zwischen tunesischen und &auml;gyptischen Cyber-Aktivisten fand nicht im virtuellen Raum statt. Im Laufe einer Woche erschien ich im Mai 2009 unangemeldet bei zwei (unabh&auml;ngig organisierten) Workshops in Kairo, in denen pers&ouml;nlich anwesende Blogger, Technikfreaks und Aktivisten aus beiden L&auml;ndern Tipps &uuml;ber Vorgehensweisen und die Umgehung der Zensur austauschten. Einer der Teilnehmer war der tunesische Blogger Slim Amamou, der mittlerweile Staatssekret&auml;r f&uuml;r Jugend und Sport in der tunesischen &Uuml;bergangsregierung ist. Finanziert wurde eine dieser Veranstaltungen von der amerikanischen Regierung, die andere von George Soros&rsquo; &bdquo;Open Society Foundations&ldquo; (mit denen ich in Verbindung stehe). Es gab zahlreiche Zusammenk&uuml;nfte, nicht nur in Kairo, sondern auch in Beirut und Dubai. Die meisten von ihnen wurden nie publik gemacht, weil dies die Sicherheit vieler ihrer Teilnehmer gef&auml;hrdet h&auml;tte &ndash; doch strafen sie die Vorstellung L&uuml;gen, die Proteste w&auml;ren von zuf&auml;llig da hineingeratenen Menschen organisiert worden, die planlos etwas online tun. Wer glaubt, dass diese Netzwerke rein virtuell und spontan waren, wei&szlig; einfach nichts &uuml;ber die j&uuml;ngste Geschichte des Cyber-Aktivismus in Nordafrika und dem Nahen Osten &ndash; ganz zu schweigen &uuml;ber die manchmal erfolgreiche, zumeist aber fruchtlose Unterst&uuml;tzung durch westliche Regierungen, Stiftungen und Unternehmen, die dieser erhalten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~E30B883E7DE9F4FD2B06272B5C752BE71~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wen das Thema interessiert, dem seien auch <a href=\"http:\/\/www.evgenymorozov.com\/writings.html\">die anderen Artikel<\/a> von Evgeny Morozov empfohlen. Auch sein j&uuml;ngstes Buch (bislang nur in englischer Sprache) The Net Delusion: <a href=\"http:\/\/www.publicaffairsbooks.com\/publicaffairsbooks-cgi-bin\/display?book=9781586488741\">The Dark Side of Internet Freedom<\/a> ist unbedingt empfehlenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stell dir vor, Integration gelingt und keiner sieht hin<\/strong><br>\nSarrazin hin oder her: Wer sich die deutschen Vers&auml;umnisse bei der Integration vor Augen f&uuml;hren m&ouml;chte, sollte sich mit In-Sun Kim treffen. Sie hat die erste und bisher einzige kultursensible Hospizeinrichtung Deutschlands aufgebaut, den interkulturellen Hospizdienst Dong Ban Ja. Der Hospizdienst von Migranten f&uuml;r Migranten erf&auml;hrt zumindest auf Stiftungsniveau Anerkennung, ist bei verschiedenen Preisausschreiben immer wieder ganz vorne mit dabei. Das Projekt genie&szlig;t aber auch europaweites Ansehen. Seit dem Sommer 2010 wird es als europ&auml;isches Leuchtturmprojekt auf der Integrationswebsite der Europ&auml;ischen Kommission gef&uuml;hrt.<br>\nF&uuml;r ihre Erfolgsgeschichte interessiert sich hierzulande jedoch kaum jemand. Stattdessen bestimmen Aufsehen erregende Skandalthesen die gesellschaftliche Migrationsdebatte. Dies w&uuml;rden insbesondere die Medien herbeif&uuml;hren, meint der Sachverst&auml;ndigenrat der deutschen Stiftungen f&uuml;r Migration und Integration (SVR), der in seinem Jahresbericht die Medienberichterstattung &uuml;ber Migration als &bdquo;stark problemorientiert&ldquo; kritisierte und mehr Nachrichten &uuml;ber erfolgreiche Integration forderte. Dabei geniest die Koreanerin in ihrem Herkunftsland hohes Ansehen. Fast w&ouml;chentlich erreichen sie Interviewanfragen koreanischer Zeitungen, von Radiostationen oder Fernsehsendern. K&uuml;rzlich erst erhielt sie den renommierten Preis f&uuml;r Soziales Engagement f&uuml;r Auslandskoreaner vom koreanischen Au&szlig;enministerium, kurz danach den Engagementpreis des koreanischen Elektronikkonzerns Samsung. In Deutschland kennt In-Sun Kim hingegen kaum jemand, selbst in ihrer Heimatstadt Berlin ist sie h&ouml;chstens einigen  integrationspolitischen Insidern ein Begriff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diesseits.de\/stell-dir-vor-integration-gelingt-und-keiner-sieht-hin?sms_ss=email&amp;at_xt=4d74c5921de11e3f%2C0\">diesseits.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mit der Demokratie &uuml;ber Kreuz<\/strong><br>\nEin Ranking der Initiative &ldquo;Mehr Demokratie&rdquo; zeigt: Die Wahlgesetze in vielen Bundesl&auml;ndern trauen den B&uuml;rgern kaum Entscheidungen zu &ndash; mit nur zwei Ausnahmen.<br>\nHamburger und Bremer haben bei Wahlen am meisten zu sagen. So lautet das Ergebnis eines Wahlrechts-Rankings, das der Verein &bdquo;Mehr Demokratie&ldquo; am vergangenen Dienstag vorgestellt hat. In Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen und im Saarland stehe es dagegen schlecht um die Demokratie. Um das zu &auml;ndern, m&uuml;ssten die L&auml;nder jeweils ihr Wahlrecht &auml;ndern, fordern die Aktivisten. Als erstes m&uuml;sste sich aber wohl der Bund an den beiden norddeutschen Musterl&auml;ndern ein Beispiel nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1109-mit-der-demokratie-ber-kreuz\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Guttenberg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Staatsanw&auml;lte ermitteln offiziell gegen Guttenberg<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Hof hat offiziell Ermittlungen gegen den CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg aufgenommen. Man habe am Freitag ein Ermittlungsverfahren gegen den zur&uuml;ckgetretenen Verteidigungsminister eingeleitet, erkl&auml;rte die Beh&ouml;rde. Dabei gehe es um dessen Doktorarbeit und insbesondere um den &ldquo;Verdacht der Urheberrechtsverletzung&rdquo;, sagte Oberstaatsanwalt Reiner Laib.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/guttenberg848.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Plakatierte Plagiate: &ldquo;Guttenbergs Ghostwriter: Ich schrieb sie in einer Nacht&rdquo;<\/strong><br>\nGuerilla gegen Guttenberg: Mitglieder einer NGO haben in den fr&uuml;hen Morgenstunden etwa 50 Zeitungsst&auml;nder in M&uuml;nchen mit verschiedenen Schlagzeilen-Plagiaten plakatiert. Da packt der Ghostwriter aus und Guttenberg wird als Gottschalks-Nachfolger angek&uuml;ndigt. Das Bild-Fake wurde in einer n&auml;chtlichen Guerilla-Aktion von einer Gruppe junger M&uuml;nchner verbreitet, die anonym bleiben m&ouml;chte. Hier noch ein neues Motiv. &ldquo;Nach R&uuml;ckritt R&uuml;cktritt &ndash; Guttenberg ab 2012 neuer Moderator bei Wetten, dass &hellip;&rdquo; &ndash; der Ex-Minister w&uuml;rde diese Ank&uuml;ndigung derzeit vielleicht noch als &ldquo;abstrus&rdquo; abtun. Aber viele wundert in dieser Causa vielleicht auch gar nichts mehr. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/080311_bild.jpg\" alt=\"Bild: Guttenberg bei Wetten, dass...?\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.mucbook.de\/2011\/03\/03\/fake-verwirrt-guttenberg-fans\/\">Mucbook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hysteriker ohne Publikum<\/strong><br>\nIm Schnitt 2,9 Millionen US-B&uuml;rger schalteten auf dem H&ouml;hepunkt der Beckmania zu, wenn er nachmittags um f&uuml;nf Verschw&ouml;rungstheorien ausbreitete. Inzwischen k&auml;mpft Beck mit sinkenden Einschaltquoten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/hysteriker-ohne-publikum\/-\/1472596\/7770128\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ausgekocht. Hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik.<\/strong><br>\nDen R&uuml;cktritt des hessischen Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch im Sommer letzten Jahres zum Anlass nehmend legten die beiden Journalisten Pitt von Bebenburg und Matthias Thieme mit ihrem Buch &bdquo;Ausgekocht. Hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik&ldquo; eine Analyse vor, wie die CDU in Hessen unter Roland Koch und Volker Bouffier die politische Macht erobert und ausge&uuml;bt hat. Es handele sich dabei um ein Herrschaftssystem, dass es so in der BRD noch nicht gegeben habe, so Pitt von Bebenburg im Interview mit dem Trotzfunk. Pitt von Bebenburg ist hessischer Landeskorrespondent der Zeitung Frankfurter Rundschau.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/trotzfunk.de\/wordpress\/?p=893\">Trotzfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.freie-radios.net\/mp3\/20110307-ausgekocht-39450.mp3\">Das Interview [mp3 &ndash; 31.2 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Merkels Reaktion (bei Cebit) auf zu Guttenbergs R&uuml;cktritt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cME9qZWkA7c&amp;feature=player_embedded\">YouTube<\/a>\n<p><strong>Dazu: Augenblick, verweile doch<\/strong><br>\nIm Netz ist ein zauberhaftes Filmchen aufgetaucht, das die wahre Reaktion starker Frauen auf den Abgang vom kurzzeitigem Superminister Karl-Theodor zu Guttenberg zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/augenblick-verweile-doch\/%20\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sch&auml;uble verweigert Geld f&uuml;r Sozialausgleich; Nachtrag zu &bdquo;Volksabstimmung in Hessen &ndash; Nein zur Schuldenbremse!&ldquo;; Von der Leyen und Hartz IV &ndash; Sparen wie noch nie; Atypische Jobs verfehlen Br&uuml;ckenfunktion; Frauentag; F&uuml;r die GDL geht es ums Ganze; Biosprit-Boykott: Br&uuml;derle beruft Benzin-Gipfel ein; Teures Wechselgeld: Handel will Verbraucher f&uuml;r h&ouml;here<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8592\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8592","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8592","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8592"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8592\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8597,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8592\/revisions\/8597"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}