{"id":85951,"date":"2022-07-15T16:35:22","date_gmt":"2022-07-15T14:35:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951"},"modified":"2022-07-15T16:21:15","modified_gmt":"2022-07-15T14:21:15","slug":"hinweise-des-tages-ii-543","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h01\">Einkommensschwache Haushalte auch im Juni besonders stark belastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h02\">Wer muss zahlen f&uuml;r den Wirtschaftskrieg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h03\">Robert Habeck blufft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h04\">Montgomery sollte sich mal am Riemen rei&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h05\">Nun rutscht auch Italien in die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h06\">China fest im Visier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h07\">&ldquo;Bald schon werden Rechnungen pr&auml;sentiert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h08\">Die Stimme aus dem Donbass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h09\">Stiko-Chef widerspricht Lauterbach bei Empfehlung zur vierten Impfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h10\">Lauterbach ohne Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h11\">Die Zahl der Erwerbst&auml;tigen ist wieder raus aus dem Pandemieloch &ndash; aber nicht nur die Medien suchen nach Antworten auf die eine Frage: Wo sind die alle geblieben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h12\">Nach Erwerbsminderungsrente selten R&uuml;ckkehr in den Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h13\">Sri Lanka: Staatskrise durch falsche Agrarpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85951#h14\">Holocaust und Weltged&auml;chtnis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Einkommensschwache Haushalte auch im Juni besonders stark belastet<\/strong><br>\nTrotz insgesamt leicht sinkender Inflationsrate: F&uuml;r Familien mit geringem Einkommen f&auml;llt die Inflationsbelastung weiterhin am st&auml;rksten aus, f&uuml;r Alleinlebende mit hohem Einkommen am schw&auml;chsten. Gemessen an den f&uuml;r diese Haushaltstypen repr&auml;sentativen Warenk&ouml;rben sind die Preise im Juni 2022 um 8,5 Prozent bzw. um 6,3 Prozent gestiegen, w&auml;hrend der Wert &uuml;ber alle Haushalte hinweg bei 7,6 Prozent lag. Auch f&uuml;r Alleinlebende mit h&ouml;heren und mit mittleren oder niedrigen Einkommen lagen die Raten mit 7,5 bzw. 7,4 Prozent im Juni etwas unterhalb der allgemeinen Preissteigerung.<br>\nAlleinerziehende sowie Familien mit zwei Kindern und jeweils mittleren Einkommen sind leicht &uuml;berdurchschnittlich von der Teuerung belastet: F&uuml;r diese Haushalte betrug die Inflationsrate im Juni 8,1 Prozent. Bei Familien mit h&ouml;herem Einkommen verteuerte sich der haushaltsspezifische Warenkorb weniger stark &ndash; um 7,5 Prozent. Die haushaltsspezifische Inflationsrate f&uuml;r kinderlose Paare mit mittlerem Einkommen liegt aktuell bei 8,0 Prozent und damit &uuml;ber dem Durchschnitt (siehe auch die Abbildung in der pdf-Version dieser PM und die Informationen zur Methode unten). Das ergibt der IMK Inflationsmonitor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, der monatlich die spezifischen Teuerungsraten f&uuml;r neun repr&auml;sentative Haushaltstypen beziffert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-einkommensschwache-haushalte-auch-im-juni-besonders-stark-belastet-42376.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Berliner Verk&auml;uferin mit 1627 Euro netto im Monat: Wie soll man davon leben?<\/strong><br>\nManuela T. verdient monatlich 1627,82 Euro netto. Viel bleibt bei ihr in der aktuellen Krise nicht &uuml;brig. Die Berliner und die Inflation &ndash; eine neue Serie. [&hellip;]<br>\nManuela T. ist seit 27 Jahren berufst&auml;tig. Sie hat zwei erwachsene Kinder und einen Enkel. &bdquo;Ich bin sehr jung Mutter geworden. Das war immer unser Traum. Und eigentlich haben mein Mann und ich alles erreicht, was wir wollten&ldquo;, sagt sie. Doch seit Wochen h&ouml;re sie nur noch, dass das Leben teurer wird, dass der Krieg in der Ukraine schwere Folgen hat &ndash; und dass sie daf&uuml;r bezahlen soll.<br>\nSo kommt das bei ihr an, und das dr&uuml;ckt ihre Stimmung. Manchmal stellt sie die Nachrichten einfach ab, manchmal sitzt sie vor dem Fernseher und sch&uuml;ttelt den Kopf. Vor Kurzem sah sie Wirtschaftsminister Robert Habeck in einer Talkshow. Wie ein geschundener Mann habe er ausgesehen, als er sagte, der Himmel werde immer d&uuml;sterer.<br>\nAuch Markus Lanz, der Moderator, sei im Gespr&auml;ch mit dem Minister immer unruhiger geworden. &bdquo;Er sagte zu Habeck, in drei Monaten werden Menschen ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen k&ouml;nnen.&ldquo; Der Gr&uuml;nen-Politiker habe dann noch einen draufgesetzt. Im Herbst komme noch mehr auf die Verbraucher zu als bisher angenommen. Weitere Preiserh&ouml;hungen im vierstelligen Bereich seien wegen der Gasengp&auml;sse &bdquo;nicht mehr abwendbar&ldquo;.<br>\nManuela T. zuckt mit den Schultern, sie isst ein St&uuml;ck vom Croissant: &bdquo;Diese Betroffenheit seinerseits hat mich irritiert. Als m&uuml;ssten wir wie kleine Kinder darauf vorbereitet werden, dass wir bald unsere Rechnungen nicht mehr zahlen k&ouml;nnen. Die Politiker sollten besser mal konkret sagen, was sie dagegen unternehmen wollen. Es auszusprechen, ist das eine. Nur was ist die L&ouml;sung?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/inflation-berliner-verkaeuferin-sagt-was-sie-verdient-zur-not-verkaufen-wir-das-auto-li.245461\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wer muss zahlen f&uuml;r den Wirtschaftskrieg?<\/strong><br>\nZynischer geht es kaum. W&auml;hrend Millionen Menschen sich vor horrenden Energierechnungen und Versorgungsengp&auml;ssen f&uuml;rchten, sieht Wirtschaftsminister Habeck in der aktuellen Gaskrise eine (w&ouml;rtlich!) &bdquo;gro&szlig;e Chance&ldquo;. &bdquo;Es gibt jetzt eine neue Allianz aus Klimaschutz und Energiesicherheit&ldquo;, schw&auml;rmte er diese Woche in Wien, w&auml;hrend er gleichzeitig die Frage aufwarf, ob die Versorgung der privaten Verbraucher im Fall eines Energienotstands noch Priorit&auml;t haben darf. Damit verh&ouml;hnt er nicht nur alle Leute, denen dank seiner Politik exorbitante Nachzahlungen drohen und die wom&ouml;glich im Winter in geheizten Turnhallen Schutz suchen m&uuml;ssen. Es ist auch v&ouml;llig grotesk, ein Comeback der Kohle und den Import von Frackinggas als Beitrag zum Klimaschutz zu verkaufen. Statt die Menschen hierzulande verarmen und frieren zu lassen und unsere Industrie zu zerst&ouml;ren, sollte Herr Habeck endlich einsehen, dass die Ampel sich mit dem Wirtschaftskrieg gegen Russland total verrannt hat. Wir ruinieren uns, nicht Putin!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.getrevue.co\/profile\/team-sahra\/issues\/wer-muss-zahlen-fur-den-wirtschaftskrieg-1258285\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Robert Habeck blufft<\/strong><br>\nAnstatt die Energieversorgung f&uuml;r den Winter vorzuplanen, gibt Robert Habeck der Bev&ouml;lkerung lieber Spartipps. Das ist ein Ablenkungsman&ouml;ver. Denn der Staat wird eingreifen. Fragt sich nur, in wessen Interesse.<br>\nIn Krisenzeiten wird es oft pathetisch: &raquo;Menschen sollen sich nicht fragen m&uuml;ssen, was sie kriegen, sondern sie sollen es tun, weil sie Bock haben, in diesem Land zu leben, weil sie Stolz und Freude dabei empfinden, f&uuml;r andere etwas zutun.&laquo; Der gr&uuml;ne Wirtschafts- und Energieminister Robert Habeck, der alle Nase lang f&uuml;r seine Krisenkommunikation gelobt wird, appelliert hier in bester John-F.-Kennedy-Manier an die Verantwortungsbereitschaft der Bev&ouml;lkerung &ndash; &raquo;Fragt nicht, was euer Land f&uuml;r euch tun kann, sondern fragt, was ihr f&uuml;r euer Land tun k&ouml;nnt&laquo;. Es ist der absurde Versuch, die L&ouml;sung einer systemischen Krise zu individualisieren und so zu tun, als seien die B&uuml;rger f&uuml;r den Staat da und nicht umgekehrt. Doch das ist Teil einer zynischen Gesamtstrategie.<br>\nW&auml;hrend der technokratische Kanzler Scholz die steigenden Preise und das knapper werdende Gas bisher noch ganz im Stile Angela Merkels auszusitzen scheint, geht der gr&uuml;ne Superminister nach vorn. Er spricht ziemlich offen &uuml;ber die drohende Gasknappheit im Winter, nur zur Frage, wie man diese abwendet, h&auml;lt sich Habeck auffallend bedeckt. Er wei&szlig; genau, dass die Energiesicherheit gew&auml;hrleistet werden k&ouml;nnte, vorausgesetzt man w&uuml;rde schon jetzt fr&uuml;hzeitig und entschlossen entsprechende Ma&szlig;nahmen ergreifen. Doch der Minister lenkt lieber ab und gibt Energiespartipps.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/habeck-blufft-energiekrise-energiepreise-inflation-gaslieferungen-nordstream-putin-russland\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Montgomery sollte sich mal am Riemen rei&szlig;en<\/strong><br>\n&bdquo;Dann bringt man sich halt den Pullover von zu Hause mit&ldquo; ist das neue &bdquo;Dann sollen sie doch Kuchen essen&ldquo;: &Auml;rztefunktion&auml;r gibt Ratschl&auml;ge nach Gutsherrenart. [&hellip;]<br>\nEs sind aber vor allem der Ton und die Genese, die hier missfallen: Der 70-j&auml;hrige Radiologe f&auml;llt nicht zum ersten Mal damit auf, sich von oben herab im Ton zu vergreifen und nach Gutsherrenart Fragestellungen ihre Komplexit&auml;t abzusprechen. Soll er sich doch selbst einen Pulli anziehen im Winter, aber die Leute von seiner vereinfachenden Weltsicht verschonen.<br>\nDer Mann bekleidet ein &ouml;ffentliches Amt, befindet sich in einem fortgeschrittenen Alter und hat, wie der Volksmund sagt, seine Sch&auml;fchen l&auml;ngst ins Trockene gebracht. In einer derart von Krisen und &Auml;ngsten gesch&uuml;ttelten Zeit ist es deshalb denkbar unangemessen, mit hemds&auml;rmeligen Abwehrmechanismen um sich zu schlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-mind\/montgomery-sollte-sich-mal-am-riemen-reissen-li.246712\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nun rutscht auch Italien in die Krise<\/strong><br>\nNach Gro&szlig;britannien ist auch Italien in die Krise gerutscht. Ministerpr&auml;sident Mario Draghi reichte am Donnerstagabend bei Staatschef Sergio Mattarella seinen R&uuml;cktritt ein. Der lehnte aber ab.<br>\nDraghi soll dem Parlament am kommenden Mittwoch Bericht erstatten und die Lage einsch&auml;tzen. Er wird dort ausloten m&uuml;ssen, ob er weiter mit einer ihn unterst&uuml;tzenden Mehrheit regieren kann.<br>\nDie Sozialdemokraten und Zentrumsparteien wie etwa die Italia Viva von Ex-Ministerpr&auml;sident Matteo Renzi sagten bereits ihren R&uuml;ckhalt zu.<br>\nDie rechtsextreme Oppositionspartei Fratelli d&rsquo;Italia (Br&uuml;der Italiens) von Giorgia Meloni pocht dagegen weiter auf vorgezogene Wahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/nun-rutscht-auch-italien-in-die-krise\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>China fest im Visier<\/strong><br>\nIm Windschatten des Ukrainekriegs schl&auml;gt wieder einmal die Stunde der Geostrategen. Die Arbeit zahlreicher, zumeist amerikanischer Denkfabriken l&auml;uft auf Hochtouren. Der Ukrainekrieg selbst ist nur ein Stellvertreterkrieg, der die Schw&auml;chung der &raquo;Regionalmacht&laquo; Russland zum Ziel hat. Die amerikanische Seite hat den Krieg zur Neugruppierung der westlichen B&uuml;ndnispartner und zur weiteren Aufr&uuml;stung genutzt. Dar&uuml;ber hinaus nimmt man den eigentlichen Konkurrenten und weltpolitischen Gegenspieler China ins Visier. China will man nicht nur in Schach halten, sondern definitiv von seinen Machtanspr&uuml;chen verdr&auml;ngen. Die Antichinapolitik begann bereits unter Pr&auml;sident Obama; unter Trump, der nicht nur auf Aufr&uuml;stung, sondern auf massive Sanktionen setzte, wurde sie fortgesetzt. F&uuml;r Biden wird sie jetzt zum Kernpunkt seiner Politik. Chinas milit&auml;rische, politische und &ouml;konomische Ambitionen sollen hintertrieben, sein Aufstieg zur Weltmacht definitiv verhindert werden. Dazu werden sowohl diplomatische als auch milit&auml;rische Strategien ben&ouml;tigt, die den gesamten indopazifischen Raum betreffen. Eine Schl&uuml;sselrolle d&uuml;rfte dabei Taiwan spielen, das als B&uuml;ndnispartner aufgewertet wird und milit&auml;risch-geographisch als wichtiges Bindeglied in der China vorgelagerten Inselkette gilt. Dass auch Biden von solchen Szenarien ausgeht, wurde im Mai 2022 bei einem Besuch in Japan klar, als er davon sprach, dass die USA Taiwan verteidigen werden, sollte es von China angegriffen werden. Nat&uuml;rlich wurde sogleich zur&uuml;ckgerudert und betont, dass die 1979 vereinbarte Ein-China-Politik, der zufolge Taiwan politisch durch China repr&auml;sentiert wird, nach wie vor bindend sei. Die Taiwaner m&uuml;ssten sich also bei einem Angriff selbst verteidigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/china-fest-im-visier\/\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Bald schon werden Rechnungen pr&auml;sentiert&rdquo;<\/strong><br>\nAber warum soll der moralische Standpunkt der westlichen Staaten nicht ausreichend sein? Die Ukrainer sind doch im Recht, wenn sie ihr Land gegen den Aggressor verteidigen, Putin hat das V&ouml;lkerrecht gebrochen.<br>\nIm Recht zu sein, hei&szlig;t nicht, auch zu k&ouml;nnen, was man will. Es ist zweifellos moralisch geboten, sich einem Angriffskrieg zu widersetzen. Aber wer sich ihm erfolgreich widersetzen will, darf doch auch die Grenzen des M&ouml;glichen nicht aus den Augen verlieren. Welche Art der Unterst&uuml;tzung ist sinnvoll, welche ist es nicht? Was wird nach dem Ende des Krieges geschehen? Denn Russland wird nicht verschwinden, ganz gleich, ob es den Krieg gewinnt oder verliert. Und man wird mit ihm zurechtkommen m&uuml;ssen, so wie die EU auch mit den Anma&szlig;ungen anderer Diktaturen zurechtkommt. Die B&uuml;rger in den demokratischen L&auml;ndern des Westens m&uuml;ssen f&uuml;r die Fortsetzung von Konfrontationen &uuml;berzeugt und mobilisiert werden. Haben sich die Politiker hierzulande all diese Fragen gestellt?<br>\nWas fehlt uns im Westen denn grunds&auml;tzlich f&uuml;r die Konfrontation mit Russland?<br>\nEs gibt keine deutsche und auch keine europ&auml;ische Russland-Strategie. Das Verlangen, Russland m&uuml;sse den Krieg verlieren, ist ein Verlangen, aber keine Strategie. Denn was soll dem Sieg eigentlich folgen? Und ist man sich dar&uuml;ber im Klaren, dass eine strategielose Konfrontation Putin in die Karten spielt und ihm hilft, die Bev&ouml;lkerung hinter sich zu scharen? Die westlichen Sanktionen sollten den Rubel destabilisieren, Russland in die Zahlungsunf&auml;higkeit treiben und seine Wirtschaft kollabieren lassen. Stattdessen machen die Europ&auml;er die Erfahrung, dass ihre Sanktionen auch ihnen selbst schaden. Ich f&uuml;rchte, dass die Herren im Kreml eine Strategie haben, wie sie mit den L&auml;ndern des Westens auf Dauer verfahren. Wir haben sie nicht. [&hellip;]<br>\nDer Versuch des Westens, Russland international vollst&auml;ndig zu isolieren, ist gescheitert. Im Falle Chinas war das erwartbar. Aber warum halten so viele andere Staaten weiterhin zu Putin?<br>\nDie Europ&auml;er neigen zur Selbst&uuml;bersch&auml;tzung, glauben, dass sie am Nabel der Welt leben. Dem ist aber schon l&auml;ngst nicht mehr so. China, Indien, Brasilien, Iran und zahlreiche andere Schwellenl&auml;nder haben sich auf die Seite Putins gestellt, weil sie den Krieg gegen die Ukraine auch als eine Auseinandersetzung mit den USA, Frankreich und Gro&szlig;britannien verstehen, als einen Krieg gegen ehemals m&auml;chtige Kolonialstaaten. In diesen L&auml;ndern wirken die moralischen Versicherungen der westlichen Staaten zynisch, weil man sie dort im Licht kolonialistischer Erfahrungen sieht. Putin spricht die antiamerikanischen und antieurop&auml;ischen Ressentiments in diesen L&auml;ndern an und pr&auml;sentiert Russland als m&auml;chtige Avantgarde des Widerstands gegen&uuml;ber dem Westen, der sich zwar auf Menschenrechte berufe, aber eigentlich nur verschleiern wolle, dass er, wie ehemals, nach der Weltherrschaft strebe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/id_92352266\/bedrohung-fuer-deutschland-bald-schon-werden-rechnungen-praesentiert-.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Stimme aus dem Donbass<\/strong><br>\nDonezk im Visier ukrainischer Soldaten: Mit jedem Schuss entfernt die Ukraine den Donbass von sich selbst. Der &laquo;Point of no Return&raquo; ist l&auml;ngst &uuml;berschritten.<br>\nBereits 2014 hatte der damalige ukrainische Pr&auml;sident Poroschenko, sehr aktiv mit den H&auml;nden in der Luft herumfahrend [der linke Zeigefinger f&uuml;r die Ukraine, der rechte f&uuml;r den Donbass, Anm. der Autorin], mit Donnerstimme offiziell kundgemacht: &bdquo;Bei uns [in der Ukraine] werden die Kinder in die Schulen und Kinderg&auml;rten gehen und bei ihnen [in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk] werden sie in den Kellern sitzen, weil sie [die Bewohner des Donbass] nichts machen k&ouml;nnen. Und so und genau so werden wir diesen Krieg gewinnen!&ldquo; Die Ukraine hat ihr Bestes gegeben, um das frevlerische Wort ihres Ex-Staatsoberhauptes zu halten: Die Kinder aus dem Donbass waren in der Tat gezwungen, in den Kellern zu sitzen! In erster Linie betraf das die Bewohner der Stadtr&auml;nder, insbesondere derjenigen im Kiewer Bezirk, nahe am Donezker Flughafen, nur drei Kilometer vom ukrainischen Awdeewka entfernt.<br>\nIm Herbst 2014, nachdem alle Kinder bei der Beschie&szlig;ung der Schule &#8470; 57 evakuiert wurden, kam der Biologielehrer durch ein Teil eines Sprengsatzes ums Leben. Sp&auml;ter wurde an der Schulfassade eine Erinnerungstafel zu seinem Ged&auml;chtnis angebracht.<br>\nDieses Jahr sollte der Unterricht wegen der Kriegshandlungen im Donbass und der Corona-Infektion fast ausschlie&szlig;lich online stattfinden, aber am Tag der einheitlichen staatlichen Pr&uuml;fung (1), dem 30.05.2022, mussten die angemeldeten Sch&uuml;ler direkt in die Schulen gehen, um in extra eingerichteten Klassenzimmern die Pr&uuml;fung vor Ort abzulegen. Nachdem bereits alle n&ouml;tigen Vorbereitungen getroffen waren und die Sch&uuml;ler mit ihren Stiften an den Tischen Platz genommen hatten, begann allerdings keine Pr&uuml;fung, sondern eine harte Beschie&szlig;ung der Stadt Donezk. Drei Schulen wurden getroffen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/donezk-im-visier-ukrainischer-soldaten-mit-jedem-schuss-entfernt-die-ukraine-den-donbass-von-sich-selbst-der-point-of-no-return-ist-laengst-ueberschritten\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Stiko-Chef widerspricht Lauterbach bei Empfehlung zur vierten Impfung<\/strong><br>\n&bdquo;Ich halte es f&uuml;r schlecht, medizinische Empfehlungen unter dem Motto &sbquo;Viel hilft viel&lsquo; auszusprechen&ldquo;: Der Vorsitzende der St&auml;ndigen Impfkommission weist den Lauterbach-Vorschlag, auch junge Menschen ein viertes Mal impfen zu lassen, zur&uuml;ck. Kritik kommt auch von den Virologen Kekul&eacute; und St&ouml;hr. [&hellip;]<br>\nDas Ziel ist es bei diesen Impfungen nicht, Infektionen zu vermeiden, sondern Erkrankungen.&ldquo; Die dreimalige Impfung mit den verf&uuml;gbaren Impfstoffen w&uuml;rde gut vor schweren Verl&auml;ufen sch&uuml;tzen, so Mertens: &bdquo;Aber die &Uuml;bertragung des Virus wird nur gering beeinflusst.&ldquo;<br>\nAuch der Virologe Alexander Kekul&eacute; kritisierte den Vorschlag von Gesundheitsminister Lauterbach. &bdquo;Wenn der Gesundheitsminister eigene Empfehlungen gibt, die von denen der St&auml;ndigen Impfkommission abweichen, verspielt er damit das Vertrauen der Bev&ouml;lkerung&ldquo;, sagte Kekul&eacute; WELT AM SONNTAG. Man d&uuml;rfe sich dann sp&auml;ter nicht &uuml;ber schlechte Impfquoten wundern. [&hellip;]<br>\nKekul&eacute; widersprach Lauterbach auch in einem weiteren Punkt: &bdquo;Dass es nach der vierten Impfung kein Risiko mehr g&auml;be, an Covid zu erkranken, ist grob falsch.&ldquo; So etwas zu behaupten sei &bdquo;gef&auml;hrlich, weil man damit eine falsche Sicherheit vorspiegelt&ldquo;.<br>\nDer Virologe Prof. Klaus St&ouml;hr &auml;u&szlig;erte sich &auml;hnlich wie Kekul&eacute;. Dem Fernsehsender WELT sagte er: &bdquo;Ich glaube, da kommt eine gewisse systematische Fehleinsch&auml;tzung des eigenen K&ouml;nnens dazu, wenn man st&auml;ndig diejenigen d&uuml;piert, die eigentlich das Weltwissen analysieren &ndash; und auf einer systematischen Analyse versuchen, dann Empfehlungen zu geben.&ldquo;<br>\nSt&ouml;hr weiter: &bdquo;Man verwirrt die Leute ja. Das kann man vielleicht machen, wenn man als Hinterb&auml;nkler im Bundestag sitzt, aber als Bundesgesundheitsminister hat man nat&uuml;rlich auch Verantwortlichkeiten, was die Kommunikation betrifft. Also das ist eine aus meinem Blickwinkel unverantwortliche Kommunikationspolitik.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article239931367\/Corona-Impfung-Stiko-Chef-Mertens-widerspricht-Gesundheitsminister-Lauterbach.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lauterbach ohne Plan<\/strong><br>\nKarl Lauterbach hat keinen Plan f&uuml;r die Bew&auml;ltigung des wachsenden Defizits der Gesetzlichen Krankenversicherung. Sein Gesetzentwurf zur Stabilisierung ihrer Finanzen ist kurzatmig. An eine l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Strukturreform traut er sich nicht heran.<br>\nSeit Jahren akkumuliert die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ein wachsendes Defizit. Die Ampelkoalition hat in ihrem Regierungsprogramm dieses Problem ausgeklammert, obwohl schon l&auml;nger klar ist, dass das Defizit keine vor&uuml;bergehende Folge von Covid-19 ist. Es hat systemische Ursachen in ineffektiven Versorgungsstrukturen und einer zu Lasten der unteren und mittleren Einkommensgruppen gehenden Finanzierungsbasis der GKV.<br>\nSelbst gestellte Falle<br>\nDie GKV erh&auml;lt in diesem Jahr Bundeszusch&uuml;sse von &uuml;ber 20 Milliarden Euro, die zum Teil pandemiebedingt sind. Dennoch zeichnet sich bereits jetzt f&uuml;r 2023 ein Defizit von mindestens 17 Milliarden Euro ab. F&uuml;r einen ausgeglichenen Haushalt m&uuml;ssten fast alle Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag deutlich anheben, wenn die Bundesregierung nicht den allgemeinen Beitragssatz sp&uuml;rbar erh&ouml;ht.[1] Insgesamt geht es um eine Gr&ouml;&szlig;enordnung von etwa 1,3 Prozentpunkten.<br>\nDie Ampelkoalition l&auml;uft in eine selbst gestellte Falle. Steigende Krankenkassenbeitr&auml;ge versto&szlig;en gegen das Dogma der Sozialbremse, mit der die Sozialabgaben auf 40 Prozent der Bruttol&ouml;hne begrenzt werden sollen. Ein Ausgleich des Defizits der GKV durch mehr Zusch&uuml;sse aus dem Bundeshaushalt strapaziert die Schuldenbremse. Bleibt als dritte kurzfristige L&ouml;sung die Abw&auml;lzung von Behandlungskosten auf die Patientinnen und Patienten durch erh&ouml;hte Selbstbeteiligungen. Das w&uuml;rde aber die ohnehin schon steigenden Lebenshaltungskosten noch weiter anheben und die sozialen Spannungen versch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/24-2022\/lauterbach-ohne-plan\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Zahl der Erwerbst&auml;tigen ist wieder raus aus dem Pandemieloch &ndash; aber nicht nur die Medien suchen nach Antworten auf die eine Frage: Wo sind die alle geblieben?<\/strong><br>\nIn den vergangenen Wochen reihte sich ein Bericht an den anderen mit der erstaunten Frage: Wo sind denn die ganzen Arbeitskr&auml;fte hin? Warum finden die Gastronomiebetriebe und die Flugh&auml;fen keine neuen Besch&auml;ftigten, wo doch die Nachfrage nach deren Dienstleistungen nach oben geht, warum wird in immer mehr Branchen ein Klagelied &uuml;ber massenhaft fehlendes Personal angestimmt, was von Menschen mit einem guten Riecher f&uuml;r Themen, die &bdquo;laufen&ldquo;, sofort begrifflich aufgegriffen und in ein folgerichtig ebenfalls gut absetzbares Buch gepresst wird? Gemeint ist hier Die gro&szlig;e Arbeiterlosigkeit von Sebastian Dettmers, CEO der Online-Jobplattform StepStone, versehen mit der Drohungsverst&auml;rkung und zugleich dem Aufzeigen eines rettenden Strohhalms: &raquo;Warum eine schrumpfende Bev&ouml;lkerung unseren Wohlstand bedroht und was wir dagegen tun k&ouml;nnen&laquo;, so lautet der Untertitel. Vgl. dazu auch seinen Beitrag Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang: Statt Arbeitslosigkeit droht uns nun die Arbeiterlosigkeit, der im Handelsblatt ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nIn der aktuellen Debatte &uuml;ber die Personalprobleme mancher Unternehmen und bestimmter Branchen wurde zuweilen der durch die selektive Berichterstattung gef&ouml;rderte Eindruck erweckt, als ob es immer weniger Besch&auml;ftigte geben w&uuml;rde. Dem ist aber nicht so, selbst die erheblichen Besch&auml;ftigungsverluste in der ersten Phase der Corona-Pandemie sind mittlerweile wieder ausgeglichen, also zahlenm&auml;&szlig;ig. Die an der Zahl der Erwerbst&auml;tigen gemessene Besch&auml;ftigung hat das Niveau unmittelbar vor der Krise &uuml;berschritten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/07\/14\/wo-sind-die-alle-geblieben\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nach Erwerbsminderungsrente selten R&uuml;ckkehr in den Job<\/strong><br>\nStudie der Rentenversicherung: Nur etwa ein Prozent der Empf&auml;nger einer Fr&uuml;hrente schaffen sp&auml;ter einen beruflichen Wiedereinstieg.<br>\nBeziehern einer gesetzlichen Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) gelingt nur sehr selten sp&auml;ter nochmals eine R&uuml;ckkehr ins Berufsleben. Von den chronisch Kranken und Unfallopfern, die erstmals im Jahr 2011 eine Rente gezahlt bekamen, schaffte laut den Ergebnissen einer Langzeitstudie der Deutschen Rentenversicherung (DRV) nur etwa ein Prozent einen beruflichen Wiedereinstieg. Auch unter den EM-Rentnerinnen und -Rentnern, die zun&auml;chst nur eine zeitlich befristete Rente bewilligt bekamen &ndash; das betrifft etwa die H&auml;lfte aller neuen EM-Rentenbezieher &ndash;, habe der R&uuml;ckkehrer-Anteil nur bei etwa zwei Prozent gelegen. Angesichts der &bdquo;so niedrigen&rdquo; Quote von beruflichen Wiedereinsteigern stelle sich die Frage, &bdquo;ob das Instrument der Zeitrente sein Ziel erreicht oder ob es zu reformieren ist&rdquo;, so die Studie.<br>\nEnde 2020 bezog der DRV-Analyse zufolge die Mehrheit der EM-Rentnerinnen und -Rentner, die zehn Jahre zuvor ihre erste Rente erhalten hatten, &bdquo;entweder weiterhin eine Versichertenrente oder war zwischenzeitlich verstorben&rdquo;. Unter dem Begriff &bdquo;Versichertenrenten&rdquo; fasst die DRV die gesetzlichen Alters- und EM-Renten zusammen. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten ohne Minijobber und ohne Arbeitnehmer, die neben dem Bezug einer Rente noch arbeiteten, habe demnach f&uuml;r erstmals im Jahr 2011 EM-Rentenbeziehende Ende 2014 bei rund 0,6 Prozent und weitere drei sowie f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter jeweils bei rund 1,0 Prozent gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/nachrichten\/lesen\/nach-erwerbsminderungsrente-selten-rueckkehr-in-den-job.html\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sri Lanka: Staatskrise durch falsche Agrarpolitik<\/strong><br>\nDomino-Effekte von au&szlig;en und innenpolitische Fehlentscheidungen haben das Land ruiniert. Ein schrittweiser Umbau zur pestizidfreien Landwirtschaft k&ouml;nnte dennoch gelingen<br>\nAnfang Juli demonstrierten Tausende Menschen auf den Stra&szlig;en von Sri Lankas Hauptstadt Colombo. In den Medien war zu sehen, wie sie in den Pr&auml;sidentenpalast eindrangen und im Swimmingpool badeten.<br>\nDie Proteste, die sich gegen die Regierung richten, hatten bereits im M&auml;rz begonnen und seither nicht mehr aufgeh&ouml;rt &ndash; h&auml;ufig gab es hunderte Verletzten, oft sogar Tote. Am 9. Mai dieses Jahres war Premierminister Mahinda Rajapaksa zur&uuml;ckgetreten, sein Bruder, Pr&auml;sident Gotabaya Rajapaksa, war jedoch im Amt geblieben &ndash; bis im Juli zehntausende Menschen auf den Stra&szlig;en der Hauptstadt auch seinen R&uuml;cktritt erzwangen.<br>\nAusgel&ouml;st hatte die Massenproteste eine jahrzehntelange schwere Wirtschaftskrise, die schlie&szlig;lich in einem Staatsbankrott m&uuml;ndete. Der s&uuml;dasiatische Inselstaat mit seinen 22 Millionen Einwohnern ist abh&auml;ngig von Importen &ndash; unter anderem von Lebensmitteln, Benzin, Diesel und Gas. Die Inflationsrate liegt aktuell bei 55 Prozent. &Ouml;konomen gehen davon aus, dass sie demn&auml;chst auf 70 Prozent steigen wird. Wegen der starken Abwertung der Landesw&auml;hrung verteuerten sich die Importe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Sri-Lanka-Staatskrise-durch-falsche-Agrarpolitik-7180743.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Holocaust und Weltged&auml;chtnis<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit der Publizistin Charlotte Wiedemann &uuml;ber Kontexte des Erinnerns, verpasste Chancen und das kolonial gepr&auml;gte Herrschaftsnarrativ der Geschichte.<br>\nmedico: In Westdeutschland wurden die Verbrechen des deutschen Kolonialismus weitestgehend ausgeblendet. In deinem Buch &bdquo;Den Schmerz der Anderen begreifen&ldquo; berichtest du &uuml;ber den Maji-Maji-Aufstand in Tansania. Was ist daran so bemerkenswert?<br>\nCharlotte Wiedemann: In Tansania wird darauf Wert gelegt, nicht von einem Aufstand, sondern von einem Krieg zu sprechen. An diesem antikolonialen Krieg, der eigentlich in jedes Schulbuch geh&ouml;rt, gibt es zwei interessante Aspekte. Es war ein extrem asymmetrischer Krieg. Auf afrikanischer Seite gab es 200.000 Todesopfer, die nicht nur im Kampf fielen, sondern auch als Opfer der deutschen Politik der verbrannten Erde verhungerten. Die Gesamtzahl der gesch&auml;tzten Opfer des deutschen Kolonialismus allein in Ostafrika betr&auml;gt eine Million. Das schafft ein Bild gr&ouml;&szlig;erer N&auml;he zu den NS-Verbrechen, was die quantitative Dimension betrifft.<br>\nDie Ereignisse in Tansania sind aber auch deshalb so bemerkenswert, weil sich daraus zwei diametral entgegengesetzte Erinnerungskulturen entwickelt haben. Auf der deutschen Seite eine Kultur des Nichterinnerns, des Verschweigens. Im multiethnischen Tansania hingegen war die Erinnerung an diesen Krieg ein wichtiger Teil des Nationbuilding.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/holocaust-und-weltgedaechtnis-18713\">medico<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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