{"id":85973,"date":"2022-07-18T08:43:45","date_gmt":"2022-07-18T06:43:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973"},"modified":"2022-07-18T08:43:45","modified_gmt":"2022-07-18T06:43:45","slug":"hinweise-des-tages-4152","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h01\">Das heute journal vom 16.7.2022 mit einem &uuml;berraschend interessanten Einstieg und dem kl&auml;glichen Weiter so mit Elmar Theve&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h02\">Energiesanktionen machen Putin reich!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h03\">R&uuml;stungsirrsinn ohne Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h04\">Nato-Beamter warnt vor Schwarzmarkt nach Ukraine-Krieg: Droht Balkan-Szenario?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h05\">Solidarit&auml;t, Krieg und die Ordnung von gestern: Warum die Ukraine Frieden braucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h06\">&raquo;Kein Zahnrad in der Kriegsmaschine sein&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h07\">Riesiger Feuerball: Ukrainisches Frachtflugzeug st&uuml;rzt in Griechenland ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h08\">In Eurasien ist der Krieg der Wirtschaftskorridore in vollem Gange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h09\">Dieses Land setzt Impfpflicht am h&auml;rtesten um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h10\">Heftige Kritik am Umgang mit von der Leyens SMS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h11\">Uber-Lobbyismus in Deutschland: FDPler, &Ouml;konomen und ehemalige Verkehrsminister <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h12\">Gewerkschafter Weselsky kritisiert den &bdquo;Saftladen&ldquo; Bahn <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h13\">Zur H&ouml;he der Hartz IV- bzw. &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo;-Leistungen: Die einen geben Gas und gleichzeitig wird gebremst, andere machen sich auf den Weg zum Bundesverfassungsgericht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h14\">Betriebsrentner verlieren Anspruch an deutschen Arbeitgeber <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85973#h15\">&bdquo;Welt ohne Bargeld&ldquo;: Der Bundestag wird eingenordet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das heute journal vom 16.7.2022 mit einem &uuml;berraschend interessanten Einstieg und dem kl&auml;glichen Weiter so mit Elmar Theve&szlig;en<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal\/heute-journal-vom-16-juli-2022-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Um 21:47 Uhr geht es von Minute 0:00 bis 2:36 ausgesprochen interessant los: Der Moderator Christian Sievers berichtet davon, dass Saudi-Arabien &uuml;berraschenderweise &Ouml;l aus Russland importiert, um dieses bei sich zu verbrauchen und das eigene &Ouml;l zu &bdquo;Rekordpreisen&ldquo; auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Dem US-Pr&auml;sidenten Biden, der gerade das Land besucht, gehe das kr&auml;ftig gegen den Strich. Er habe keine gute Verhandlungsposition und habe bisher auch keine verbindliche Zusage f&uuml;r mehr &Ouml;l und auch nicht f&uuml;r einen Pakt gegen den Iran erhalten. So der Moderator und die zugeschaltete Reporterin Brigitte Sahr. Dann kommt ab Minute 2:37 der ZDF-Korrespondent aus Washington, Elmar Theve&szlig;en, der mit dem US-Pr&auml;sidenten nach Saudi-Arabien gereist ist, fast 2 Minuten lang zu Wort &ndash; mit einem Lob f&uuml;r den US Pr&auml;sidenten, kein Wort zum &uuml;berraschenden Einstieg seines Kollegen Sievers in Mainz; stattdessen die &uuml;blichen Spr&uuml;che von Demokratie hier und autorit&auml;ren Regimes dort.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>F&ouml;rderung am Limit<\/strong><br>\nSaudi-Arabien kann Biden nicht beim Kampf gegen die &Ouml;l- und Benzinpreise helfen. Aber darum ging es bei seinem Besuch auch gar nicht<br>\nIm Wahlkampf 2020 und noch zu Beginn seiner Amtszeit als US-Pr&auml;sident hatte Joseph Biden angek&uuml;ndigt, er werde Saudi-Arabien als &raquo;Pariastaat&laquo; behandeln. Dabei bezog er sich auf die brutale Abschlachtung des Journalisten Dschamal Chaschukdschi (Khashoggi) am 2. Oktober 2018 in Istanbul. Nach Erkenntnissen der US-amerikanischen Geheimdienste war Kronprinz Mohammed bin Salman, der m&auml;chtigste Mann Saudi-Arabiens, in den Auftrag zur Mordtat verwickelt.<br>\nDieses Land jetzt trotzdem zu besuchen und mit dem Kronprinzen am Freitag ein langes vertrauliches Gespr&auml;ch zu f&uuml;hren, bedurfte offenbar einer Rechtfertigung. In diesem Zusammenhang stellten die Biden gewogenen Medien die Behauptung in den Vordergrund, der Pr&auml;sident wolle wegen der auf Rekordh&ouml;he befindlichen Benzinpreise in Riad darauf dr&auml;ngen, dass das Land mehr Erd&ouml;l f&ouml;rdert und exportiert, um den Weltmarkt von der Angebotsseite her zu entlasten. Das schien auf den ersten Blick plausibel zu klingen. Schlie&szlig;lich werden am 8. November in den USA 35 der 100 Senatoren und alle 435 Abgeordneten neu gew&auml;hlt. Da kann ein bisschen Verst&auml;ndnis und Sorge f&uuml;r die N&ouml;te der &raquo;einfachen Leute&laquo; nicht schaden.<br>\nIndessen war Biden &ndash; oder mindestens seiner Umgebung &ndash; bewusst, dass es nirgendwo, au&szlig;er vielleicht in Russland und im Iran, noch erhebliche freie Kapazit&auml;ten gibt. Auf diese Tatsache hatte auch Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron seinen Amtskollegen vor der Reise hingewiesen. Wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg am 27. Juni berichtete, bezog sich Macron dabei auf ein Gespr&auml;ch mit dem Pr&auml;sidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid. Sein Land sei am Maximum des M&ouml;glichen, habe dieser ihm versichert, und auch Saudi-Arabien k&ouml;nne seine Produktion nur noch um etwa 150.000 Barrel (Fass; je 159 Liter) pro Tag steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430363.energiekrise-f%C3%B6rderung-am-limit.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Exclusive: Saudi Arabia doubles second-quarter Russian fuel oil imports for power generation<\/strong><br>\nSaudi Arabia, the world&rsquo;s largest oil exporter, more than doubled the amount of Russian fuel oil it imported in the second quarter to feed power stations to meet summer cooling demand and free up the kingdom&rsquo;s own crude for export, data showed and traders said.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/exclusive-saudi-arabia-doubles-q2-russian-fuel-oil-imports-power-generation-2022-07-14\/%20\">Reuters<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.K.:<\/strong> Optionaler Kommentar, mit Wut im Bauch unterlegt: W&auml;hrend sich die Baerbocks und die Habecks dieses Landes in der Rolle des &ouml;konomischen Vollidioten gefallen, nutzt Saudi-Arabien die Gunst der Stunde und kauft massiv russisches &Ouml;l, um uns mehr eigenes &Ouml;l verticken zu k&ouml;nnen. Die Umwelt und der deutsche Steuerzahler sagen Danke, zeitgleich meldet Monty Python Konkurs an &ndash; wenn die Realit&auml;t st&auml;ndig die eigenen Sketche &uuml;bertrumpft, lohnt sich die M&uuml;he nicht mehr.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Energiesanktionen machen Putin reich!<\/strong><br>\nDie Sanktionen gegen Russland schaden mehr, als dass sie n&uuml;tzen. Zeit f&uuml;r ein paar Gegenma&szlig;nahmen. Unser Autor hat konkrete Vorschl&auml;ge. (&hellip;)<br>\nDoch welchen Zweck sollen Energiesanktionen haben, die mehr schaden als n&uuml;tzen und in der Welt eine Spur der Verw&uuml;stung ziehen? Zumal selbst im Kalten Krieg die Energieversorgung nicht unterbrochen wurde. Abgesehen davon, dass wohl niemand auf die Idee gekommen w&auml;re, Energiesanktionen beim &Uuml;berfall der USA auf den Irak zu verh&auml;ngen, der eine halbe Million Menschen das Leben kostete. K&uuml;rzlich setzte bereits Kanada die Sanktionen bei der Lieferung einer Turbine f&uuml;r den Betrieb der Nord-Stream-1-Pipeline aus, um Deutschland die Gasversorgung zu erm&ouml;glichen. Ob Russland die Gasversorgung nach der Reparatur der Turbine unvermindert fortsetzt, ist noch nicht absehbar. (&hellip;)<br>\nKluge Politik w&auml;re es, Russland im Gegenzug f&uuml;r einen Waffenstillstand und eine R&uuml;ckkehr an den Verhandlungstisch den Verzicht auf Energiesanktionen anzubieten. Dies k&ouml;nnte helfen, breitere Allianzen mit Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern wie Indien f&uuml;r eine Verhandlungsl&ouml;sung im Ukrainekrieg zu schaffen. Davon unbenommen m&uuml;sste die Energiewende beherzt vorangetrieben werden, um zuk&uuml;nftig nicht erpressbar zu sein.<br>\nVerantwortungslos ist es indes, wie Wirtschaftsminister Habeck einen Gaspreisdeckel abzulehnen, wie ihn die &Ouml;konomen Isabella Weber und Sebastian Dullien vorgeschlagen haben. Dieser w&uuml;rde einen Grundverbrauch an Gas subventionieren und so einkommensschwache Haushalte, die mit Gas heizen, gezielt entlasten und sogar Anreize zum Energiesparen setzen. Wer Solidarit&auml;t immer von den Schw&auml;chsten erwartet, sollte sich nicht wundern, wenn die Stimmung kippt!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/energie-sanktionen-machen-putin-reich-li.246667\">Fabio De Masi in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Energiepreis-Proteste: Faeser warnt vor Rechtsextremisten und Corona-Kritikern<\/strong><br>\nAngesichts neuer Unsicherheiten &uuml;ber russische Gaslieferungen wachsen in der Politik die Sorgen vor sozialen Verwerfungen und politischen Auseinandersetzungen. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) warnte im Handelsblatt laut einem Bericht vom Sonntag vor radikalen Protesten. &bdquo;Nat&uuml;rlich besteht die Gefahr, dass diejenigen, die schon in der Coronazeit ihre Verachtung gegen die Demokratie herausgebr&uuml;llt haben und dabei oftmals Seite an Seite mit Rechtsextremisten unterwegs waren, die stark steigenden Preise als neues Mobilisierungsthema zu missbrauchen versuchen.&ldquo;<br>\nPopulisten und Extremisten nutzten jede Krise f&uuml;r Angst und Spaltung, aber auch f&uuml;r Hass und Bedrohungen. Die Sicherheitsbeh&ouml;rden h&auml;tten die extremistischen Szenen aber sehr genau im Blick. &bdquo;Wir sind vorbereitet, auch auf m&ouml;gliche neue Protestgeschehen&ldquo;, sagte die Ministerin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/proteste-wegen-energiepreise-feaser-warnt-vor-rechtsextreme-und-corona-kritiker-li.247621\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer in den Augen der Bundesinnenministerin ein guter Demokrat sein will, soll also im Herbst brav zu Hause sitzen und frieren. Und diesen Satz darf man definitiv als Drohung verstehen: &bdquo;Wir sind vorbereitet, auch auf m&ouml;gliche neue Protestgeschehen&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>R&uuml;stungsirrsinn ohne Ende<\/strong><br>\nAls Bundeskanzler Olaf Scholz nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 den Irrsinn eines sogenannten &raquo;Sonderverm&ouml;gens&laquo; f&uuml;r R&uuml;stung im Bundestag verk&uuml;ndete, gab es stehenden Applaus der Volksvertreter\/-innen. Das erinnerte in fatalerweise an den Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. Auch damals bejubelten Parlamentarier\/-innen im Reichstag die umfangreichen Kriegskredite. Nur wenige, wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, waren dagegen. Am Ende bezahlten sie ihr &raquo;Dagegensein&laquo; mit ihrem Leben. Sie wurden von einem rechten milit&auml;rischen Mob und politischen Revisionisten in der SPD umgebracht. Und heute sprechen sich wieder nur wenige Politiker\/-innen gegen die unausrottbare M&auml;r von &raquo;Aufr&uuml;stung schafft Frieden&laquo; aus.<br>\nMan kann es nicht glauben, aber es ist die bittere Wahrheit: Verfassungsrechtlich abgesicherte und massiv gesteigerte R&uuml;stungsausgaben wurden in einem sozial zerrissenen Deutschland mit einer Armutsquote von rund 16 Prozent &ndash; jedes 5. Kind w&auml;chst hier in Armut auf &ndash; am 3. Juni 2022 im Bundestag und am 10. Juni im Bundesrat beschlossen. Und dass auch vor dem Hintergrund einer weiter existierenden chronischen Arbeitslosigkeit und einem gigantischen Niedriglohnsektor mit Millionen von prek&auml;r Besch&auml;ftigten sowie einer darniederliegenden &ouml;ffentlichen Infrastruktur und einer unterfinanzierten Bildung und Gesundheit. Au&szlig;erdem steht das Land vor gigantischen Herausforderungen zur Bew&auml;ltigung der Klimakrise. Hier sind hohe j&auml;hrliche Investitionen und soziale Absicherungen notwendig.<br>\nVolksvertreter\/-innen und ihre Parteien, die schon seit &uuml;ber 40 Jahren eine uns&auml;gliche marktradikale (neoliberale) Politik gegen die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung und gegen die Natur betreiben, haben es jetzt auch noch fertiggebracht und ein Aufr&uuml;stungsprogramm von 100 Mrd. Euro mit einer Verfassungs&auml;nderung ins Grundgesetz zu schreiben &ndash; es reicht! Von den 735 Volksvertreter\/-innen stimmten 568 mit ja, 96 immerhin mit nein, 20 enthielten sich, und 51 stimmten erst gar nicht ab. Von den 39 Abgeordneten der Links-Partei waren bis auf 5, die ihre Stimme nicht abgaben, alle 34 Parlamentarier\/-innen gegen die Verfassungs&auml;nderung. Nur wenige prominennte Mitglieder des Bundestages, wie Frank Bsirske, ehemaliger ver.di-Vorsitzender und Fraktionsmitglied f&uuml;r B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen, stimmten auch gegen ihre Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/ruestungsirrsinn-ohne-ende\/\">Heinz- J. Bontrup in Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nato-Beamter warnt vor Schwarzmarkt nach Ukraine-Krieg: Droht Balkan-Szenario?<\/strong><br>\nWir schicken der Ukraine Waffen zur Selbstverteidigung, aber was mit ihnen nach dem Krieg passiert, ist unklar. EU und Nato sind sehr besorgt. (&hellip;)<br>\nAuch die Generaldirektorin der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Aija Kalnaja, warnte vor einem florierenden Waffen-Schwarzmarkt in Europa. &bdquo;Ich denke, das ist ein sehr reales Risiko. Deshalb sind wir jetzt auch an der moldauisch-ukrainischen Grenze aktiv. Wir glauben, dass dort die geschmuggelten Waffen haupts&auml;chlich ankommen. Wir sind vorbereitet, das zu stoppen&ldquo;, so die Frontex-Chefin.<br>\nDagegen hat Kiew Russland die Verbreitung von Ger&uuml;chten &uuml;ber illegalen Waffenhandel in der Ukraine vorgeworfen. Die von westlichen Staaten gelieferten Waffen w&uuml;rden &bdquo;sorgf&auml;ltig erfasst und an die Front geschickt&ldquo;, erkl&auml;rte der ukrainische Pr&auml;sidentenberater Mychailo Podoljak auf Twitter. Die gelieferten Waffen seien eine &bdquo;&Uuml;berlebensfrage&ldquo; und ihre &Uuml;berwachung habe f&uuml;r die Regierung &bdquo;Priorit&auml;t&ldquo;. Dies gelte auch f&uuml;r Waffen mit gr&ouml;&szlig;erer Reichweite. &bdquo;Alle anderen Ger&uuml;chte sind banale russische Propaganda, die die Lieferungen st&ouml;ren soll&ldquo;, f&uuml;gte er hinzu.<br>\nDurch Schmuggelnetzwerke im &ouml;stlichen Europa drohen die Waffen auf einen kriminellen Markt zu gelangen. Staatliche Beh&ouml;rden verlieren zunehmend den Durchblick, wo und in wessen H&auml;nde die modernen Kriegsger&auml;te gelangen. Um dem entgegenzusteuern, unterst&uuml;tzt die Europ&auml;ische Kommission nun das benachbarte Moldawien mit dem EU Support Hub. Neben Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die innere Sicherheit des Landes soll auch die Grenzschutzpolitik der Republik Moldau gest&auml;rkt werden, um Waffen- und Menschenschmuggel einzud&auml;mmen. (&hellip;)<br>\nAuch Europol, die gesamteurop&auml;ische Polizeibeh&ouml;rde mit Sitz im niederl&auml;ndischen Den Haag, ist alarmiert &uuml;ber den Verbleib der Waffen. &bdquo;Irgendwann ist der Krieg vorbei. Wir wollen eine Situation verhindern wie vor 30 Jahren im Balkankrieg&ldquo;, sagte Europol-Direktorin Catherine De Bolle der Welt.<br>\nDie westliche Staatengemeinschaft m&ouml;chte Waffenproblematiken wie nach den Jugoslawienkriegen, die von 1991 bis 2001 gef&uuml;hrt wurden, dringend unterbinden. Nach Sch&auml;tzungen des Bundeskriminalamtes sind auf dem Balkan noch etwa sechs Millionen Waffen in Umlauf. Viele davon stammen aus Best&auml;nden der ehemaligen deutschen Volksarmee. Eigentlich m&uuml;ssten sie zerst&ouml;rt werden, stattdessen werden sie illegal von Waffenh&auml;ndlern weiterverkauft. Unter anderem zur&uuml;ck nach Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/nato-beamter-warnt-vor-schwarzmarkt-nach-ukraine-krieg-droht-balkan-szenario-li.246910%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie die Sanktionen sind offensichtlich auch die Waffenlieferungen der westlichen NATO-Staaten an die Ukraine nicht wirklich durchdacht. Findet insbesondere in der Bundesregierung &uuml;berhaupt noch eine ernstzunehmende Planung statt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t, Krieg und die Ordnung von gestern: Warum die Ukraine Frieden braucht<\/strong><br>\nUnser Autor ist Pole. Er findet, dass Waffenlieferungen an die Ukraine hinterfragt geh&ouml;ren. Was er will, ist eine Debatte &uuml;ber den Sinn von Grenzen und Staaten. (&hellip;)<br>\nWenn das Wohlergehen menschlicher Individuen und die Solidarit&auml;t mit den vom Krieg Betroffenen die Grundlage politischen Handelns sein sollen, dann sind jedem Verteidigungskrieg Grenzen gesetzt. Vielmehr ginge es darum, menschliches Leid und die Zerst&ouml;rung der Umwelt zu verhindern, die in einem Konfliktgebiet die Lebensgrundlage der Bewohner darstellt. Ab einer bestimmten Schadensh&ouml;he w&uuml;rde die Verteidigung das ethisch Hinnehmbare &uuml;berschreiten. (&hellip;)<br>\nDas hei&szlig;t, den Krieg nicht aus der Perspektive der Regierungen oder geopolitischen Strategen, sondern der direkten Opfer zu betrachten. Das sind Menschen, die in den von den K&auml;mpfen betroffenen Gebieten leben, die von Tod, lebenslangen Verletzungen oder Vertreibung bedroht sind. Sie sind es, die die Solidarit&auml;t der internationalen Gemeinschaft verdienen, um deren Wohlergehen es geht.<br>\nWelche Berechtigung hat eine politische Macht, Menschen dazu zu zwingen, ein solches Schicksal zu ertragen? Hat eine solche Macht nicht ausgedient? Wenn sie ihren B&uuml;rger:innen nichts au&szlig;er Tod und Elend zu bieten hat, ist sie einer Unterst&uuml;tzung nicht wert. Die B&uuml;rger:innen sind nicht daf&uuml;r da, eine politische Macht um jeden Preis zu sch&uuml;tzen. Vielmehr braucht es dringend eine Macht, die in der Lage ist, ihren B&uuml;rger:nnen ein gutes und gerechtes Leben zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/solidaritaet-krieg-und-die-ordnung-von-gestern-warum-die-ukraine-frieden-braucht-li.246894\">Stanislaw Strasburger in Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Kein Zahnrad in der Kriegsmaschine sein&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber Blockaden von R&uuml;stungstransporten durch Hafenarbeiter in Genua, das Versagen gro&szlig;er Gewerkschaften sowie Klassenk&auml;mpfe f&uuml;r Frieden. Ein Gespr&auml;ch mit Jos&eacute; Nivoi (&hellip;)<br>\nInwiefern hat der Waffentransport denn etwas mit klassischen gewerkschaftlichen Anliegen zu tun?<br>\nWaffen stellen auch eine Bedrohung f&uuml;r unsere Arbeitssicherheit dar. Damit meine ich aber nicht nur m&ouml;gliche Unf&auml;lle im Hafen, sondern auch die Folgen f&uuml;r die gesamte Umgebung des Hafens. Da zig Container mit tonnenweise Waffen in unseren Hafen kommen, unter denen sich auch gro&szlig;e Mengen an Sprengstoff befinden, fragen wir uns, was bei einem Unfall mit der Stadt Genua passieren w&uuml;rde. Zwei Arbeiterstadtteile etwa befinden sich nur 300 Meter entfernt vom Hafen. Wenn es zu einem Unfall k&auml;me, g&auml;be es Tausende Tote. Es geht also nicht nur um meine Sicherheit als Hafenarbeiter. Es geht auch um die Auswirkungen auf die Stadt, die Bev&ouml;lkerung, die Anwohner. Genua hat auch keinen Notfallplan f&uuml;r solche Katastrophen. Feuerwehrm&auml;nner haben uns berichtet, dass sie nicht ausreichend ausgebildet seien f&uuml;r den Fall eines Gro&szlig;brandes im Hafengebiet, und sie br&auml;uchten 40 Minuten, um &uuml;berhaupt dorthin zu gelangen, weil die n&auml;chste Wache so weit weg ist. [&hellip;]<br>\nWenn Italien Waffen an die Ukraine liefert, gelangen diese direkt in die H&auml;nde faschistischer Bataillone. Seit dem Kriegsausbruch zirkulieren die Waffen ebenso frei wie die Faschisten aus ganz Europa. Au&szlig;erdem schie&szlig;en die R&uuml;stungsausgaben durch die Decke, w&auml;hrend das &ouml;ffentliche Bildungswesen, die soziale Infrastruktur entkernt wird und das Rentensystem in Italien auseinanderbricht. Es gibt Millionen Arbeitslose. Hier besteht ein Widerspruch. Wir m&uuml;ssen also auch an diese Situation denken und die Art und Weise kritisieren, wie die Milliarden eingesetzt werden. Schlie&szlig;lich entsteht durch die neue Ostgrenze zwischen NATO und Russland die Gefahr eines atomaren Weltkrieges. Deswegen m&uuml;ssen wir f&uuml;r eine diplomatische L&ouml;sung sein. Alle Interessen, russische wie ukrainische, m&uuml;ssen ber&uuml;cksichtigt werden, um die Situation zu entsch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430465.internationale-solidarit%C3%A4t-kein-zahnrad-in-der-kriegsmaschine-sein.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Riesiger Feuerball: Ukrainisches Frachtflugzeug st&uuml;rzt in Griechenland ab<\/strong><br>\nGegen 23 Uhr Ortszeit am Samstag ist nahe der nordgriechischen Stadt Kavala eine ukrainische Antonov 12 abgest&uuml;rzt. Augenzeugenvideos zeigen, dass das Flugzeug bereits in der Luft Feuer gefangen hatte. Nach dem Absturz gab es nach Augenzeugenberichten eine Reihe von Explosionen. Die D&ouml;rfer rund um die Absturzstelle werden daher evakuiert. Die offiziellen Flugpapiere wiesen die Flugroute von Nis nach Jordanien aus.<br>\nB&uuml;rger von Kavala wurden angewiesen, Fenster und T&uuml;ren zu schlie&szlig;en, und Masken zu tragen. Der Notfalldienst sandte Warnmeldungen an alle in der betreffenden Gegend angemeldeten Mobiltelefone. Stadtr&auml;te aus der Gegend berichten im griechischen Fernsehen von einem &ldquo;&uuml;blen, eindringlichen Geruch&rdquo;.<br>\nDas griechische Verteidigungsministerium hat Spezialkr&auml;fte des Milit&auml;rs nach Kavala beordert. Zur Stunde inspizieren Drohnen die Unfallstelle und ihre Umgebung. In Folge sollen Minenr&auml;umkommandos eingesetzt werden.<br>\nDie Fernsehsender im Land haben ihr Programm unterbrochen und senden Berichte aus Kavala. Krisenst&auml;be der Lokal- und Regionalverwaltung tagen, zwei Feuerwehrleute wurden kurz nach ein Uhr morgens mit Atemproblemen ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr wurde abgezogen, frische Kr&auml;fte mit ABC-Schutzausr&uuml;stung werden erwartet.<br>\nBekannt ist bislang Folgendes. Der Pilot der Antonov 12 mit der Kennung MEM3032 meldete bei der griechischen Flug&uuml;berwachung einen Notfall, als er die autonome M&ouml;nchsrepublik Athos &uuml;berflog. Ihm wurden als Notlandeflugh&auml;fen Thessaloniki oder Kavala angeboten. Er w&auml;hlte Kavala, meldete sich aber wenige Kilometer vor dem Flughafen mit der Ansage, er werde eine Bruchlandung ohne ausgefahrenes Fahrwerk versuchen.<br>\nBewohner der umliegenden Orte, Palaiochori und Antifilippoi, filmten den Absturz. Sie sahen ein Flugzeug, das bereits in der Luft brannte. Knapp ein Kilometer von besiedeltem Gebiet entfernt prallte das Flugzeug auf die Erde, eine Reihe von Explosionen folgten. Tr&uuml;mmerst&uuml;cke fanden sich in 800 m Entfernung vom Absturzort. Beim Absturz wurden Hochspannungsleitungen zerst&ouml;rt. Die D&ouml;rfer rund um die Absturzstelle sind ohne Strom. (&hellip;)<br>\nProblematisch war es f&uuml;r die griechischen Beh&ouml;rden zu erfahren, was das Flugzeug geladen hatte. Vom Flugplatz von Nis in Serbien, wo das Flugzeug startete, gab es lediglich die Information, dass es zw&ouml;lf Tonnen &ldquo;hochgef&auml;hrliches Material&rdquo; sei. (&hellip;)<br>\nDer Zivilschutz, der zun&auml;chst an den Rettungsma&szlig;nahmen vor Ort beteiligt war, wurde abgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Riesiger-Feuerball-Ukrainisches-Frachtflugzeug-stuerzt-in-Griechenland-ab-7181691.html\">Wassilis Aswestopoulos in Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>In Eurasien ist der Krieg der Wirtschaftskorridore in vollem Gange<\/strong><br>\nMega-eurasische Organisationen und ihre jeweiligen Projekte wachsen jetzt in Rekordgeschwindigkeit zusammen, wobei ein globaler Pol dem anderen weit voraus ist.<br>\nDer Krieg der Wirtschaftskorridore schreitet nun mit voller Geschwindigkeit voran, wobei der bahnbrechende erste Frachtfluss von Waren von Russland nach Indien &uuml;ber den Internationalen Nord-S&uuml;d-Transportkorridor (INSTC) bereits in Kraft ist. (&hellip;)<br>\nChina seinerseits ist zuversichtlich, dass einer seiner gr&ouml;&szlig;ten strategischen Alptr&auml;ume irgendwann verschwinden k&ouml;nnte. Die ber&uuml;chtigte &bdquo;Flucht aus Malakka &ldquo; wird in Zusammenarbeit mit Russland &uuml;ber die Nordseeroute erfolgen, die den Handels- und Verbindungskorridor von Ostasien nach Nordeuropa von 11.200 Seemeilen auf nur 6.500 Seemeilen verk&uuml;rzen wird. Nennen Sie es den polaren Zwilling des INSTC.<br>\nDies erkl&auml;rt auch, warum Russland damit besch&auml;ftigt ist, eine Vielzahl hochmoderner Eisbrecher zu bauen.<br>\nHier haben wir also eine Verbindung von New Silk Roads (das INSTC verl&auml;uft parallel zu BRI und der EAEU), Pipelineistan und der Nordseeroute auf dem Weg, die westliche Handelsherrschaft vollst&auml;ndig auf den Kopf zu stellen.<br>\nDas haben die Chinesen nat&uuml;rlich schon lange geplant. Bereits das erste Wei&szlig;buch zu Chinas Arktispolitik im Januar 2018 zeigte, wie Peking &bdquo;gemeinsam mit anderen Staaten&ldquo; (gemeint ist Russland) im Rahmen der Polar Silk Road Seehandelsrouten in der Arktis realisieren will.<br>\nUnd wie ein Uhrwerk best&auml;tigte Putin anschlie&szlig;end, dass die Nordseeroute mit der chinesischen maritimen Seidenstra&szlig;e interagieren und diese erg&auml;nzen sollte.<br>\nDie wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und China entwickelt sich auf so vielen komplexen, konvergenten Ebenen, dass es schon schwindelerregend ist, den &Uuml;berblick zu behalten.<br>\nEine detailliertere Analyse wird einige der Feinheiten aufzeigen, zum Beispiel, wie BRI und SCO interagieren und wie BRI-Projekte an die berauschenden Folgen der Moskauer Operation Z in der Ukraine angepasst werden m&uuml;ssen, wobei der Schwerpunkt st&auml;rker auf die Entwicklung Zentral- und Westasiens gelegt wird. (&hellip;)<br>\nEs ist immer wichtig zu bedenken, dass eines der wichtigsten strategischen Ziele Washingtons im unerbittlichen hybriden Krieg gegen Russland immer darin bestand, die BRI-Korridore zu durchbrechen, die das russische Territorium durchziehen.<br>\nSo wie es aussieht, ist es wichtig zu erkennen, dass Dutzende von BRI-Projekten in den Bereichen Industrie und Investitionen sowie grenz&uuml;berschreitende interregionale Zusammenarbeit letztendlich das russische Konzept der Greater Eurasia Partnership konsolidieren werden   &ndash; das sich im Wesentlichen um den Aufbau einer multilateralen Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von L&auml;ndern dreht. Nationen, die Organisationen wie der EAWU, der SCO, BRICS und ASEAN angeh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/in-eurasien-ist-der-krieg-der-wirtschaftskorridore-in-vollem-gange%20\">Pepe Escobar in Seniora.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den englischen Originaltext k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/thecradle.co\/Article\/Columns\/13087\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dieses Land setzt Impfpflicht am h&auml;rtesten um<\/strong><br>\nSeit M&auml;rz gilt die einrichtungsbezogene Impfpflicht f&uuml;r Gesundheitsberufe. Mit Verst&ouml;&szlig;en gehen die Bundesl&auml;nder sehr unterschiedlich um. Wo gibt es bislang die meisten Strafen? (&hellip;)<br>\nRheinland-Pfalz hat die meisten Bu&szlig;geldverfahren<br>\nEine Umfrage von ZDFheute unter allen zust&auml;ndigen Landesministerien hat ergeben, dass bundesweit mindestens 1.612 Bu&szlig;geldverfahren in Zusammenhang mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht eingeleitet wurden. In 21 F&auml;llen seien Betretungs- oder T&auml;tigkeitsverbote ausgesprochen worden.<br>\nDa mehreren Landesministerien keine Informationen zu laufenden Verfahren vorliegen, k&ouml;nnen diese Zahlen unvollst&auml;ndig sein. Neun Bundesl&auml;nder teilten ZDFheute mit, dass bei ihnen noch keine Bu&szlig;gelder oder Verbote verh&auml;ngt wurden.<br>\nF&uuml;r den Gro&szlig;teil der Sanktionen ist ein kleiner Kreis an Bundesl&auml;ndern verantwortlich. Allein 1.022 der gez&auml;hlten Bu&szlig;geldverfahren kommen aus Rheinland-Pfalz, 450 aus Baden-W&uuml;rttemberg. Auch bei den Verboten liegt Rheinland-Pfalz mit derzeit 11 vorne. Dort fallen rund 175.000 Besch&auml;ftigte unter die Impfpflicht, davon seien rund 94 Prozent geimpft, so das Gesundheitsministerium in Mainz. (&hellip;)<br>\nBundesweit haben bis zu 216.000 Besch&auml;ftigte im Gesundheitssektor keinen Nachweis vorgelegt. In Bayern seien rund 57.000 Personen ohne Nachweis, in Sachsen fast 40.000, in Baden-W&uuml;rttemberg rund 22.500. Die Erhebungsmethoden unterscheiden sich jedoch von Land zu Land.<br>\nWie viele Besch&auml;ftigte insgesamt von der Impfpflicht betroffen sind, k&ouml;nnen mehrere Bundesl&auml;nder nicht genau sagen; Quoten gibt es darum nur f&uuml;r manche L&auml;nder. Nordrhein-Westfalen geht von 1,9 bis 2,4 Prozent Besch&auml;ftigten ohne Nachweis aus, Sachsen-Anhalt von 5 Prozent, in Sachsen liegt der Wert bei rund 13 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-impfpflicht-gesundheitswesen-strafe-bussgeld-100.html\">ZDF<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Fachanwalt erkl&auml;rt juristische Brisanz von Lauterbachs Aussagen zu Impfnebenwirkungen<\/strong><br>\nAuch in den Mainstream-Medien ist das Thema schwerer Nebenwirkungen von Corona-Impfungen inzwischen angekommen. K&uuml;rzlich informierte selbst Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) offiziell dar&uuml;ber, dass Corona-Impfungen schlimme Nebenwirkungen haben k&ouml;nnen. Zuvor hatte Lauterbach stets von &ldquo;nebenwirkungsfreien&rdquo; Impfungen gesprochen.<br>\nRechtsanwalt Joachim C&auml;sar-Preller vertritt Patienten, bei denen es nach einer Corona-Impfung zu schweren Nebenwirkungen kam. In einem Interview mit dem Tagesspiegel und dem Handelsblatt erkl&auml;rt er, dass die Kehrtwende Lauterbachs &uuml;berf&auml;llig, aber dennoch juristisch brisant sei. Es k&ouml;nne nun zu Amtshaftungsanspr&uuml;chen gegen die Bundesrepublik Deutschland oder einzelne Bundesl&auml;nder kommen. Gesch&auml;digte k&ouml;nnten somit Schadensersatzleistungen erstreiten. C&auml;sar-Preller vermutet, dass einige Virologen Lauterbach auf seine Aussagen angesprochen haben k&ouml;nnten, aber ein gewisser Druck sei vermutlich auch von der Pharmaindustrie gekommen:<br>\n&ldquo;Er hat die ganze Zeit das Produkt Impfstoff falsch bewertet und damit Schadenersatzanspr&uuml;che gegen die Hersteller determiniert. In den Schrifts&auml;tzen, die ich von den Impfstoffherstellern und deren Anw&auml;lten bekomme, steht allerdings immer, dass der Impfstoff &lsquo;selbstverst&auml;ndlich auch Gefahren von Nebenwirkungen&rsquo; habe.&rdquo;<br>\nDoch auch die Pharmakonzerne h&auml;tten anders handeln m&uuml;ssen und durch Anzeigenschaltung und Interviews richtigstellen m&uuml;ssen, dass das Risiko von Nebenwirkungen besteht. Stattdessen haben sie die Kampagne des Gesundheitsministeriums, das Nebenwirkungen immer wieder negierte und verharmloste, laufen lassen. Dadurch haben sich auch die Pharmakonzerne schadensersatzpflichtig gemacht, so C&auml;sar-Preller.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.website\/inland\/143616-fachanwalt-erklart-juristische-brisanz-von\/%20\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Heftige Kritik am Umgang mit von der Leyens SMS<\/strong><br>\nDie EU-Kommission von Pr&auml;sidentin Ursula von der Leyen sieht sich im Zusammenhang mit SMS-Nachrichten zu Impfstoffk&auml;ufen in Milliardenh&ouml;he mit schweren Vorw&uuml;rfen konfrontiert. Der Umgang mit einem Antrag auf Texteinsicht hinterlasse &ldquo;den bedauerlichen Eindruck einer EU-Institution, die in Angelegenheiten von erheblichem &ouml;ffentlichem Interesse mauert&rdquo;, teilte die Europ&auml;ische B&uuml;rgerbeauftragte Emily O&rsquo;Reilly mit.<br>\nKonkret geht es um ein Gesch&auml;ft &uuml;ber bis zu 1,8 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff von Biontech\/Pfizer aus dem Fr&uuml;hjahr 2021. Das Vertragsvolumen wurde damals auf 35 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Wie die New York Times berichtete, war der pers&ouml;nliche Kontakt zwischen von der Leyen und Pfizer-Chef Albert Bourla f&uuml;r den Abschluss entscheidend. Dabei sollen sie auch SMS ausgetauscht haben.<br>\nDer Journalist Alexander Fanta von Netzpolitik.org stellte daraufhin eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz bei der EU-Kommission auf Einsicht in die Textnachrichten. Diese wies die Anfrage jedoch ab. Ombudsfrau O&rsquo;Reilly sprach bereits im Januar von einem Missstand in der Verwaltungst&auml;tigkeit und forderte Aufkl&auml;rung durch die EU-Kommission. (&hellip;)<br>\nDer Fall ist auch deshalb brisant, weil der Umgang mit von der Leyens Handydaten schon einmal in der Kritik stand. Noch in ihrer Zeit als Verteidigungsministerin wurden die Daten auf einem ihrer Handys gel&ouml;scht. Das Verteidigungsministerium begr&uuml;ndete dies 2019 mit einem &ldquo;Sicherheitsvorkommnis&rdquo;. Kritiker monierten, dass dadurch m&ouml;glicherweise Informationen in der Berateraff&auml;re verloren gegangen seien.<br>\nDabei ging es um Vorw&uuml;rfe, wonach es in dem Ministerium w&auml;hrend von der Leyens Amtszeit zu unkorrekter Auftragsvergabe und sogar Vetternwirtschaft gekommen sei. Damit befasste sich auch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss des Bundestags.<br>\nIn ihrer Bewertung der Ausschussarbeit kamen FDP, Gr&uuml;ne und Linke zu dem Ergebnis, dass durch Fehlverhalten im Ministerium ein finanzieller Schaden in H&ouml;he eines h&ouml;heren zweistelligen Millionenbetrags entstanden sei. Von der Leyen selbst hatte Fehler bei der Auftragsvergabe wiederholt einger&auml;umt, eine pers&ouml;nliche Verantwortung daf&uuml;r aber von sich gewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/intransparenz-heftige-kritik-am-umgang-mit-von-der-leyens-sms-2207-166900.html%20\">Golem.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erneut ein Skandal und wieder wird Frau von der Leyen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46294\">von den meisten Medien geschont<\/a>. Andernfalls w&auml;re es wohl sehr deutlich, dass sie auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52955\">im Zusammenhang mit dieser merk-w&uuml;rdigen Coronazeit eine Katastrophe f&uuml;r Europa<\/a> ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Uber-Lobbyismus in Deutschland: FDPler, &Ouml;konomen und ehemalige Verkehrsminister<\/strong><br>\nDie Uber-Files haben gezeigt, wie der Fahrtdienstleister seine Lobby-Kampagne orchestrierte. Auch in Deutschland lie&szlig;en sich Politiker und &Ouml;konomie-Professoren f&uuml;r Uber einspannen  (&hellip;)<br>\negen international zunehmende Proteste und drohende Regulierungen holte Uber ab etwa 2013 die gro&szlig;e Lobby-Keule heraus. Das war gar nicht so schwierig. Denn zum Beispiel die US-Regierung von Barack Obama f&ouml;rderte die Plattform-&Ouml;konomie von Amazon, Google, Uber &amp; Co. und auch deren globale Expansion. Und auch die Europ&auml;ische Kommission stand dem nicht nach.<br>\nUber-Chef Travis Kalanick hatte keine M&uuml;he, Obamas Wahlkampfleiter David Plouffe direkt aus dem Wei&szlig;en Haus abzuwerben. Plouffe leitete Ubers globale Strategiegruppe, wurde Ubers Chefberater und Mitglied im Vorstand. Obamas Verkehrsminister Raymond LaHood wurde ebenfalls Uber-Berater. (&hellip;)<br>\nRussland erschien dem Uber-Boss Kalanick als ein besonders aussichtsreiches Gesch&auml;ftsfeld. 2013 fing Uber hier an. Mit David Plouffe wurde das Vorgehen vorbereitet. Die Duma sollte das passende Gesetz verabschieden, Uber sollte seine Plattform-Firma aufbauen. Ziel waren Fahrdienste in den 18 gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dten des Landes.<br>\nPlouffe arrangierte mit Ubers Kommunikationschefin Rachel Whetstone und Ubers Politikberater Mark MacGann (dem sp&auml;teren Whistleblower f&uuml;r die Uber Files) im Moskauer Golfclub Treffen mit bekannten russischen Oligarchen. Man nahm an, dass diese Putins Regierung nahestehen, insbesondere Mikail Fridman und Petr Aven. Ihnen wurden Belohnungen von 50 Millionen Dollar angeboten, sie selbst erkl&auml;rten sich bereit, in die russische Filiale 200 Millionen Dollar zu investieren. F&uuml;r 650.000 Dollar wurde ein Lobbyist eingestellt. Auch der Chef der Sber-Bank wurde einbezogen.<br>\nAber es klappte nicht so wie geplant. Die Uber-Berater hatten den Einfluss der Oligarchen auf die Regierung Putin &uuml;bersch&auml;tzt. In der Duma regte sich Widerstand: Uber sollte nicht zugelassen werden. Das vorbereitete Gesetz kam 2014 nicht durch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/uber-lobbyismus-in-deutschland-fdpler-oekonomen-und-ehemalige-verkehrsminister\">Werner R&uuml;gemer in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gewerkschafter Weselsky kritisiert den &bdquo;Saftladen&ldquo; Bahn<\/strong><br>\nDie beiden Bahngewerkschaften GDL und EVG kritisieren die Zust&auml;nde bei der Deutschen Bahn. &bdquo;Ich habe so ein Chaos wie im Sommer 2022 noch nie erlebt bei der Deutschen Bahn, das ist der absolute Super-GAU&ldquo;, sagte der Chef der Lokf&uuml;hrer-Gewerkschaft GDL, Claus Weselsky, WELT AM SONNTAG. &bdquo;In den K&ouml;pfen der Menschen brennt sich ein, dass das System Eisenbahn in einem katastrophalen Zustand ist. Das ist fatal.&ldquo;<br>\nDer Zustand des Staatskonzerns sei &bdquo;durch jahrelanges Kaputtsparen katastrophal&ldquo;. Der GDL-Chef sprach sich f&uuml;r tiefgreifende Reformen aus. &bdquo;Es liegt so viel im Argen, es fehlt &uuml;berall an Sachverstand, dass das System Eisenbahn v&ouml;llig neu aufgestellt werden muss&ldquo;, sagte Weselsky. Zwar m&uuml;sse der Konzern nicht zwingend in zwei Unternehmen aufgespalten werden, aber eine klare Trennung innerhalb des Konzerns zwischen Netz und Betrieb sei n&ouml;tig, fordert Weselsky. &bdquo;Es kann kein Weiter-so mehr geben, denn das hat zu diesem Saftladen gef&uuml;hrt.&ldquo;<br>\nAuch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) h&auml;lt die aktuelle Situation nicht f&uuml;r tragbar. &bdquo;Ich habe solche Zust&auml;nde wie in diesem Sommer noch nie erlebt&ldquo;, sagte EVG-Vizechef Martin Burkert WELT AM SONNTAG. &bdquo;Ich habe bei einem Zug von Rostock nach Hamburg gesehen, wie Menschen buchst&auml;blich aus dem Zug gefallen sind, als die T&uuml;ren ge&ouml;ffnet wurden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article239944433\/So-ein-Chaos-noch-nie-erlebt-Gewerkschafter-Weselsky-kritisiert-den-Saftladen-Bahn.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zur H&ouml;he der Hartz IV- bzw. &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo;-Leistungen: Die einen geben Gas und gleichzeitig wird gebremst, andere machen sich auf den Weg zum Bundesverfassungsgericht<\/strong><br>\nMehr als zwei Corona-Jahre liegen hinter uns &ndash; mit zahlreichen ausgabenintensiven Rettungsprogrammen und anderen Pandemiebek&auml;mpfungsma&szlig;nahmen. Aber eine Verschnaufpause wird nicht gew&auml;hrt &ndash; schon seit Mitte des vergangenen Jahres kommt eine rasant steigende Inflation hinzu und seit dem 24. Februar 2022 ist mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und damit einhergehend den massiven Verwerfungen aufgrund der fatalen Abh&auml;ngigkeit Europas und insbesondere Deutschlands von russischen Energielieferungen mit der Perspektive schwerster Belastungen der Haushalte und Unternehmen im Herbst\/Winter dieses Jahres sowieso alles anders. Und die Bundesregierung hat bereits in den zur&uuml;ckliegenden Wochen mit ersten Entlastungsma&szlig;nahmen auf die Preisentwicklung zu reagieren versucht, konkret sind innerhalb weniger Wochen zwei Entlastungspakete mit einem Gesamtvolumen von etwa 30 Mrd. Euro verabschiedet worden (vgl. dazu Dullien et al. 2022: Die Entlastungspakete der Bundesregierung &ndash; Ein Update). Die Analyse der Entlastungen zeigt f&uuml;r eine Reihe von unterschiedlichen Haushaltstypen, dass Haushalte mit Erwerbst&auml;tigen &uuml;ber alle Einkommensgruppen sp&uuml;rbar entlastet werden. Dabei werden insbesondere Erwerbst&auml;tigen-Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen beg&uuml;nstigt. Auch Menschen in der Grundsicherung werden sehr deutlich entlastet.<br>\nMit Blick auf die Menschen am unteren Ende bilanzieren die Wissenschaftler des IMK erg&auml;nzend: &raquo;Eine soziale Schieflage ist bei der Behandlung von Nichterwerbst&auml;tigen, wie Menschen im Ruhestand, zu beobachten: Hier f&auml;llt die Entlastung auch bei Haushalten mit niedrigem Einkommen sehr gering aus, sofern diese keinen Anspruch auf den Heizkostenzuschuss oder erg&auml;nzende Grundsicherung haben oder wahrnehmen.&laquo;<br>\nNun ist der durchschnittliche Anstieg der Inflationsrate das eine, aber eben ein Durchschnittswert &ndash; und gerade bei den G&uuml;tergruppen, die bei den unteren Einkommensgruppen einen &uuml;berdurchschnittlichen Anteil der Ausgaben ausmachen, haben wir Preissteigerungsraten, die weit &uuml;ber dem an sich schon hohen Durchschnitt liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/07\/16\/eine-deutliche-erhoehung-der-hartz4-leistungen\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Betriebsrentner verlieren Anspruch an deutschen Arbeitgeber<\/strong><br>\nEine EU-Richtlinie k&ouml;nnte bald Betriebsrentner nach Zypern, Malta oder Estland verweisen, wenn diese versuchen, Anspr&uuml;che geltend zu machen, bef&uuml;rchten Rechtsanwalt Dr. Johannes Fiala und Peter Schramm. Im Gastbeitrag erkl&auml;ren sie, warum. (&hellip;)<br>\nAb dem 31.01.2023 soll es durch Umsetzung in nationales Recht (Referentenentwurf vom 20.04.2022) leichter werden, dass inl&auml;ndische Unternehmen mit ausl&auml;ndischen (europ&auml;ischen) fusionieren, einschlie&szlig;lich Sitzverlegung ins Ausland. Daf&uuml;r kann dann Betriebsrentnern bei Insolvenz der Schutz des deutschen Pensionssicherungs-Vereins aG (PSVaG) entzogen werden. (&hellip;)<br>\nEin Verband der Versicherungskaufleute verk&uuml;ndete dazu, da&szlig; insbesondere von betroffenen Rentenanw&auml;rtern eine m&ouml;gliche Sicherheit &bdquo;aktiv eingefordert werden&ldquo; k&ouml;nne, wenn die Arbeitgeberin durch Fusion ins Ausland abwandert. Dieser Irrglaube beruht jedoch auf dem unzutreffenden Verst&auml;ndnis, wonach Anwartschaften auf k&uuml;nftig f&auml;llig werdende Leistungen eben noch keine vollwertigen Forderung sind &ndash; der Jurist h&auml;lt sie f&uuml;r &bdquo;betagt&ldquo;, weil eben erst irgendwann in der Zukunft die F&auml;lligkeit eintreten wird.<br>\nErst wenn der Versorgungsfall eintritt, werden hier regelm&auml;&szlig;ig Rentenanspr&uuml;che zu ratierlich f&auml;lligen Forderungen, f&uuml;r welche allerdings auch gesetzlich keine Sicherheit im Voraus verlangt werden k&ouml;nnte. Vertraglich handelt es sich oft um eine Gestaltungsl&uuml;cke, oder eine nicht erkannte Option. Hinzu kommt nur der Fall einer Insolvenz der Arbeitgeberin, weil dann auch die &bdquo;betagten&ldquo; Forderungen gesetzlich als f&auml;llig fingiert werden, &sect; 41 Insolvenzordnung (InsO).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4907085\/Betriebsrentner-verlieren-Anspruch-an-deutschen-Arbeitgeber\/%20\">Versicherungsbote<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Man darf gespannt sein, wie viele gro&szlig;e und kleinere Unternehmen sich bald ihrer teuren Betriebsrentenverpflichtungen (insbesondere Gesamtversorgungszusagen) auf diese unsch&ouml;ne Art und Weise entledigen. In &Ouml;sterreich braucht es &uuml;berhaupt keine Betriebsrenten, weil die Gesetzliche Rente dort wesentlich h&ouml;her ist und es auch eine steuerfinanzierte, niederschwellige Mindestsicherung gibt, bei der nur das Einkommen, aber nicht das Verm&ouml;gen gepr&uuml;ft wird. Aber solange hierzulande selbst von &ldquo;Sozialexperten&rdquo; erz&auml;hlt wird, dass h&ouml;here Rentenbeitr&auml;ge eine untragbare Belastung w&auml;ren, Beitr&auml;ge zur betrieblichen oder privaten Altersvorsorge jedoch nicht, wird sich nichts &auml;ndern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Welt ohne Bargeld&ldquo;: Der Bundestag wird eingenordet<\/strong><br>\nDer Bundestag hat sich von der Politikberatungstochter einer IT-Lobby das perfide Studienprojekt &bdquo;Welt ohne Bargeld&ldquo; vorschlagen lassen, und diese gleich mit der Umsetzung betraut. Das Ergebnis ist nun in Form einer Studie ver&ouml;ffentlicht worden. Das Werk, f&uuml;r das der Steuerzahler bezahlen durfte, h&auml;lt leider, was die Entstehungsgeschichte verspricht.<br>\n&bdquo;Welt ohne Bargeld&ldquo; ist der omin&ouml;se Name des Projekts des B&uuml;ros f&uuml;r Technikfolgenabsch&auml;tzung des Bundestags (TAB). Er kommt ganz ohne Fragezeichen aus, ganz so, als sollte eine ohnehin unabwendbare bargeldlose Zukunft n&auml;her beleuchtet und dann gestaltet werden.<br>\nBundestagsb&uuml;ro f&uuml;r Technikfolgenabsch&auml;tzung klingt vertrauenerweckend, &auml;hnlich wie &bdquo;Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags&ldquo;. Es ist aber etwas ganz anderes. Das Parlament hat die Aufgabe ausgelagert an eine Tochter der Forschungsuniversit&auml;t Karlsruher Institut f&uuml;r Technologie (KIT). Seit 2013 kooperiert das KIT beim Betrieb des TAB mit dem gemeinn&uuml;tzigen Institut f&uuml;r Zukunftsstudien und Technologiebewertung und mit der VDI\/VDE-IT<br>\nVDI\/VDE-IT wiederum ist eine gemeinsame IT-Politikberatungstochter von Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, einem Verein, dem Unternehmen und Besch&auml;ftigte aus der Branche, sowie Hochschulen angeh&ouml;ren. Er ist aktiv bei der Normierung und Produktpr&uuml;fung und nat&uuml;rlich (oft indirekt) auch bei der Interessenvertretung f&uuml;r die Branche. (Der Lobbycharakter wird gern bestritten. Damit habe ich mich in einem fr&uuml;heren Beitrag unter der Zwischen&uuml;berschrift &bdquo;Eingebettete Lobbyisten&ldquo; auseinandergesetzt.)<br>\nDie IT-Branche ist also ma&szlig;geblich beteiligt, wenn der Bundestag sich von &bdquo;seinen&ldquo; Experten Technikfolgen absch&auml;tzen l&auml;sst, um kluge Entscheidungen zu treffen.<br>\nBeim Projekt &bdquo;Welt ohne Bargeld&ldquo; war das, wie der Titel schon erahnen l&auml;sst, in besonderem Ma&szlig;e der Fall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/bargeld-widerstand\/welt-ohne-bargeld-studie-final\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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