{"id":86130,"date":"2022-07-22T08:28:22","date_gmt":"2022-07-22T06:28:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130"},"modified":"2022-07-22T08:28:22","modified_gmt":"2022-07-22T06:28:22","slug":"hinweise-des-tages-4156","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h01\">Kahlschlag in Ostdeutschland, n&auml;chste Welle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h02\">Wenn Putin das Gas abstellt: Baerbock warnte vor &ldquo;Volksaufst&auml;nden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h03\">Teurer Strom &ndash; Wieso Kraftwerksbetreiber gerade kein Gas sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h04\">Nach uns die Sintflut (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h05\">Von &bdquo;falschen&ldquo; und &bdquo;richtigen&ldquo; Spreads<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h06\">So sieht das milit&auml;rische Gleichgewicht zwischen Russland und Nato aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h07\">Europol-Bericht: Waffenschmuggel aus der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h08\">Kissinger warnt Biden: Beziehungen zu China m&uuml;ssen intakt bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h09\">Pegasus-Spionageskandal: Aufkl&auml;rung unerw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h10\">Arbeitgebergesetz in der Ukraine: Neoliberale Politik mitten im Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h11\">Rekordtemperaturen: Bau-Gewerkschaft fordert bei Hitze &raquo;Siesta&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h12\">Die Leiharbeit erneut vor dem EuGH. Diesmal geht es um die Frage, was genau ein erforderlicher &bdquo;Gesamtschutz&ldquo; der Leiharbeiter bedeutet. Am Ende doch (nicht) &bdquo;Equal Pay&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h13\">Schwere Nebenwirkungen: Gesundheitsministerium ver&ouml;ffentlicht falsche Zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86130#h14\">Klinik hinter Gittern: Zu Besuch in der forensischen Psychiatrie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kahlschlag in Ostdeutschland, n&auml;chste Welle<\/strong><br>\nKriegspolitik der Bundesregierung nimmt Verelendung in Kauf, doch die Akzeptanz f&uuml;r einen neoliberalen &raquo;Aufbruch Ost&laquo; br&ouml;ckelt.<br>\nNennen wir die Dinge beim Namen: Ostdeutschland befindet sich in der zweiten Deindustrialisierungswelle. Nach dem Anschluss wurde in den 90er Jahren die verarbeitende Industrie zerst&ouml;rt. Mit Verweis auf den Klimawandel ist jetzt die Grundstoffindustrie dran. Dabei ist jede Gelegenheit zur Beschleunigung des Kahlschlags h&ouml;chst willkommen, und sei es ein Krieg in der Ukraine. [&hellip;]<br>\nNun steht also das n&auml;chste Kapitel der Zurichtung Ostdeutschlands an. Es hat sich den Interessen einer Mittelschicht zu unterwerfen, die Verteilungsk&auml;mpfe zur moralischen Erbauung f&uuml;hrt, ohne dass sie von den Konsequenzen allzu direkt betroffen w&auml;re. Im Osten gibt es wenige Vertreter dieser Schicht; Einkommen und Verm&ouml;gen sind nach wie vor &auml;u&szlig;erst ungleich verteilt. In der politischen Elite &ndash; und damit in den Reihen bundesrepublikanischer Entscheidungstr&auml;ger &ndash; sind Ostdeutsche nur Randfiguren.<br>\nDie zweite Welle der Deindustrialisierung trifft nun also eine Region, die die erste mit einem blauen Auge &uuml;berstanden hat. Dem Petrolchemischen Kombinat (PCK) in Schwedt an der Oder das russische Erd&ouml;l abzudrehen ist eine Entscheidung von Politikern, die Eingriffe in die Marktwirtschaft ansonsten als Sakrileg ablehnen, vor allem, wenn es um die Verhinderung sozialer Verwerfungen geht. Wie es der Raffinerie ergehen wird, sobald sie Verluste schreibt, wissen Ostdeutsche inzwischen allerdings aus eigenem Erleben. Sie kaufen den Politikdarstellern die Alternativlosigkeit verheerender Ma&szlig;nahmen nicht mehr einfach so ab. Und die EU-Sanktionen gegen Russland schlie&szlig;en das &Ouml;l aus der Druschba-Pipeline ja nicht einmal ein, der Verzicht darauf ist ein deutscher Sonderweg.<br>\nDie Arroganz der Funktionseliten des Kapitals nimmt seit 30 Jahren immer absurdere Z&uuml;ge an. So werden die letzten Reste von Akzeptanz bei den Lohnabh&auml;ngigen verspielt, das Misstrauen frisst sich ins eigene kleinb&uuml;rgerliche Milieu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/430813.energieversorgung-kahlschlag-in-ostdeutschland-n%C3%A4chste-welle.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wenn Putin das Gas abstellt: Baerbock warnte vor &ldquo;Volksaufst&auml;nden&rdquo;<\/strong><br>\nIm Streit um eine Gasturbine f&uuml;r Nord Stream 1 setzte die Bundesregierung Kanada mit einer drastischen Warnung unter Druck: Sollte der Kreml das Gas komplett abdrehen, seien Volksaufst&auml;nde in Deutschland m&ouml;glich.<br>\nUm die kanadische Regierung zur Lieferung einer Turbine nach Russland zu bewegen, hat die Bundesregierung Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock zufolge vor m&ouml;glichen Unruhen in Deutschland gewarnt &ndash; falls Gaslieferungen aus Russland vollst&auml;ndig ausbleiben sollten. [&hellip;]<br>\nIn den Verhandlungen mit Kanada &uuml;ber die Ausfuhr einer dort gewarteten Gasturbine h&auml;tten m&ouml;gliche innenpolitische Auswirkungen eine wichtige Rolle gespielt, sagte Baerbock auf einer Veranstaltung des &ldquo;Redaktionsnetzwerks Deutschland&rdquo;.<br>\n&ldquo;Die Kanadier haben gesagt, &lsquo;wir haben viele Fragen&rsquo;, da haben wir gesagt, das k&ouml;nnen wir verstehen, aber wenn wir die Gasturbine nicht bekommen, dann bekommen wir kein Gas mehr, und dann k&ouml;nnen wir &uuml;berhaupt keine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine mehr leisten, weil wir dann mit Volksaufst&auml;nden besch&auml;ftigt sind&rdquo;, sagte die Au&szlig;enministerin.<br>\nAuf die Nachfrage, ob sie wirklich mit Volksaufst&auml;nden rechne, sagte Baerbock, dass das &ldquo;vielleicht etwas &uuml;berspitzt&rdquo; ausgedr&uuml;ckt sei. &ldquo;Das ist ja genau mein Punkt, dass wir Gas aus Russland weiter brauchen&rdquo;, so die Gr&uuml;nen-Politikerin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Baerbock-warnte-vor-Volksaufstaenden-article23478723.html\">n-tv<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Putin spottet &uuml;ber Energiesparpl&auml;ne der Deutschen: &bdquo;Was f&uuml;r ein Bl&ouml;dsinn&ldquo;<\/strong><br>\nDer russische Pr&auml;sident Wladimir Putin hat sich &uuml;ber die Energiesparpl&auml;ne Deutschlands lustig gemacht. &bdquo;Was f&uuml;r ein Bl&ouml;dsinn&ldquo;, spottete der Kreml-Chef. Tats&auml;chlich w&uuml;rde der Westen den eigenen B&uuml;rgern nur Angst machen.<br>\nKremlchef Wladimir Putin wirft westlichen Politikern vor, f&uuml;r eigenes Fehlverhalten Russland verantwortlich zu machen. In vielen L&auml;ndern sei es bereits &bdquo;zur Mode&ldquo; geworden, etwa im Energiesektor herum zu spekulieren, sagte Putin am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. &bdquo;Sie machen den Menschen mit diesen Problemen Angst, und dann treffen sie Entscheidungen, die unvern&uuml;nftig und unberechenbar sind. Und der n&auml;chste Schritt ist: Sie suchen nach Schuldigen.&ldquo; Als Energielieferant werde Russland verantwortlich gemacht, obwohl es damit nichts zu tun habe.<br>\nRusslands Pr&auml;sident machte sich dar&uuml;ber hinaus &uuml;ber Energiesparvorschl&auml;ge lustig, die etwa in Deutschland angesichts der angespannten Gas-Situation verbreitet werden.<br>\nEr habe k&uuml;rzlich ein Schaubild gesehen, auf dem Menschen nahegelegt werde, nur noch bestimmte K&ouml;rperstellen zu waschen, um warmes Wasser zu sparen und auf diese Weise Putin zu schaden. &bdquo;Nun, was soll denn das?&ldquo;, sagte der Kremlchef. &bdquo;Sie sind v&ouml;llig verr&uuml;ckt geworden. Sparen Sie Wasser, sparen Sie Strom&hellip;, was f&uuml;r ein Bl&ouml;dsinn ist das denn einfach. Da haben sie selbst Fehler gemacht, wissen nicht, was sie tun sollen und suchen Schuldige.&ldquo; Moskau wirft dem Westen seit Langem vor, sich mit den nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verh&auml;ngten Sanktionen selbst mehr zu schaden als Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/sorge-vor-gas-engpass-putin-spottet-ueber-energiesparplaene-der-deutschen-was-fuer-ein-bloedsinn_id_120565003.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>700 Millionen Kubikmeter mehr Ungarn kauft zus&auml;tzliches Gas aus Russland<\/strong><br>\nAnders als auf &Ouml;l gibt es auf russisches Gas keine gemeinsamen Sanktionen der EU. Daher k&uuml;ndigt Ungarn an, weitere Kapazit&auml;ten in Russland einkaufen zu wollen. Es gehe um die Sicherheit von Ungarns Energieversorgung, hei&szlig;t es zur Begr&uuml;ndung.<br>\nUngeachtet des Strebens der EU nach Unabh&auml;ngigkeit von russischer Energie hat der ungarische Au&szlig;enminister Peter Szijjarto bei einem &uuml;berraschenden Besuch in Moskau um mehr Gas gebeten. Zus&auml;tzlich zu den bereits vereinbarten Mengen wolle sein Land in diesem Jahr 700 Millionen Kubikmeter russisches Gas kaufen, sagte er in Moskau. Es gehe um die Energiesicherheit Ungarns. Sein russischer Kollege Sergej Lawrow erkl&auml;rte: &ldquo;Diese Anfrage wird umgehend vermeldet und gepr&uuml;ft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Ungarn-kauft-zusaetzliches-Gas-aus-Russland-article23480100.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Teurer Strom &ndash; Wieso Kraftwerksbetreiber gerade kein Gas sparen<\/strong><br>\nFast jeden Tag gibt es Appelle zum Gas-Sparen und sich im Winter warm anzuziehen, schlie&szlig;lich droht ein Engpass. Aber das gilt offenbar nur f&uuml;r NormalVerbraucher*innen, nicht f&uuml;r Kraftwerksbetreiber: Derzeit laufen in Deutschland die Gaskraftwerke zur Stromerzeugung auf vollen Touren, Kohlekraftwerke dagegen stehen oftmals still, beobachten unabh&auml;ngige Experten. Von Einlagern des wertvollen Rohstoffs f&uuml;r den Winter also keine Spur. Warum dieses kontraproduktive Verhalten? Die Recherche f&uuml;hrt plusminus an die Stromb&ouml;rse nach Leipzig, an der der Strompreis f&uuml;r die kommenden Monate festgelegt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/plusminus\/teurer-strom-wieso-kraftwerksbetreiber-gerade-kein-gas-sparen\/das-erste\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3BsdXNtaW51cy81ZWI1NGFlZi1mNTYwLTRhOTYtYTFhZC02ZmJjZjc3ZmY4MWE\">plusminus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nach uns die Sintflut (II)<\/strong><br>\nDie verst&auml;rkte Nutzung afrikanischer L&auml;nder als Lieferanten von Erdgas f&uuml;r Europa st&ouml;&szlig;t auf dem afrikanischen Kontinent zunehmend auf Kritik. Hintergrund sind Beschl&uuml;sse, die eine Reihe wohlhabender Industriestaaten im vergangenen Jahr auf der Glasgower Klimakonferenz (COP26) f&auml;llten. Sie sahen vor, die Finanzierung der &Ouml;l- und Gasf&ouml;rderung im Ausland zu stoppen, was wiederum die Nutzung von Erdgas als Energietr&auml;ger in Afrika erschwert. In Afrika haben bis heute 600 Millionen Menschen keinen Zugang zu Strom; Erdgas gilt dort als geeigneter Energietr&auml;ger, um dies mit m&ouml;glichst geringer Klimabelastung zu &auml;ndern. Jetzt allerdings vollziehen die Staaten Europas pl&ouml;tzlich eine Kehrtwende und dringen auf Erdgaslieferungen aus afrikanischen Staaten &ndash; um rasch von Erdgas aus Russland unabh&auml;ngig zu werden und Russland noch sch&auml;rfer boykottieren zu k&ouml;nnen. Aus zahlreichen afrikanischen Staaten kommt scharfe Kritik; das europ&auml;ische Vorgehen sei &bdquo;bevormundend&ldquo; und &bdquo;heuchlerisch&ldquo;, protestiert ein einstiger Spitzenvertreter der UN. Auf der Jagd nach Fl&uuml;ssiggas kaufen die Staaten Europas weiterhin auch &auml;rmeren L&auml;ndern S&uuml;dasiens die Lieferungen weg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8986\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Von &bdquo;falschen&ldquo; und &bdquo;richtigen&ldquo; Spreads<\/strong><br>\nDeutsche &Ouml;konomen begr&uuml;&szlig;en angesichts der hohen Inflation mehrheitlich die bevorstehende Zinswende der EZB und die Drosselung ihrer Ankaufprogramme von Staatsanleihen. Gleichzeitig w&auml;chst die Sorge vor einer neuen Eurokrise. Jedoch &uuml;berzeugen weder ihre Analysen noch ihre Handlungsempfehlungen. [&hellip;]<br>\nDie hiesige Diskussion &uuml;ber die gestiegene Inflation und die Gefahr einer erneuten Eurokrise weist einmal mehr die typischen Denkfehler auf. Weder die Analysen noch die Handlungsempfehlungen k&ouml;nnen &uuml;berzeugen.<br>\nDies betrifft zum einen die Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Inflation: Es herrscht gro&szlig;e Einigkeit, dass ein mechanistisches Gegensteuern erforderlich ist: Steigt die Inflation, m&uuml;ssen die Zinsen angehoben werden. &Uuml;blicherweise lautet die Argumentation, dass die Zinss&auml;tze eine wichtige Rolle f&uuml;r die gesamtwirtschaftliche Nachfrage spielten: Steigende Zinss&auml;tze verteuerten die Kreditaufnahme und verst&auml;rkten den Anreiz zum Sparen. Wenn als Folge weniger Waren und Dienstleistungen gekauft w&uuml;rden, komme es zu einer D&auml;mpfung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit der Preisentwicklung.<br>\nNun wird aber der gegenw&auml;rtige Inflationsdruck nicht durch einen Nachfrage&uuml;berhang bei normaler Kapazit&auml;tsauslastung auf der Angebotsseite verursacht, sondern er ist auf der Angebotsseite der Volkswirtschaft &ndash; also durch angebotsseitige Faktoren &ndash; entstanden. Zinserh&ouml;hungen aber taugen nicht als Mittel gegen eine Inflation, die auf St&ouml;rungen und Einschr&auml;nkungen auf der Angebotsseite zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<br>\nWas sollen h&ouml;here Zinss&auml;tze gegen angebotsseitige Probleme wie beispielsweise Lieferengp&auml;sse bei Vorleistungsg&uuml;tern, gestiegene Energiepreise, ungleichzeitige Lockdowns mit massiven Behinderungen des Warentransports, Verz&ouml;gerungen bei der Verschiffung von Waren, die Preissetzungsmacht dominierender Unternehmen, Spekulationen an den Finanzm&auml;rkten oder den Krieg in der Ukraine ausrichten? Zinsanhebungen werden nicht zu mehr Fahrzeugen, mehr Erdgas, mehr Heiz&ouml;l, mehr Kraftstoffen oder mehr Nahrungsmitteln f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/25-2022\/von-falschen-und-richtigen-spreads\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>So sieht das milit&auml;rische Gleichgewicht zwischen Russland und Nato aus<\/strong><br>\nDas Atlantische B&uuml;ndnis hat Moskau als seine &ldquo;bedeutendste und unmittelbarste Bedrohung&rdquo; bezeichnet. Aber wie sieht das milit&auml;rische Gleichgewicht beider Seiten tats&auml;chlich aus? [&hellip;]<br>\nWas die Milit&auml;rausgaben anbelangt, sind die Vereinigten Staaten und die Nato Russland haushoch &uuml;berlegen. Im Jahr 2021 gab Russland rund 66 Milliarden Dollar f&uuml;r sein Milit&auml;r aus. Allein die europ&auml;ischen Nato-Mitglieder gaben mehr als das Vierfache aus. Die Vereinigten Staaten mobilisierten mehr als elfmal so viel an R&uuml;stungsausgaben (801 Milliarden Dollar), obwohl sie nat&uuml;rlich auch au&szlig;erhalb Europas gro&szlig;e milit&auml;rische Verpflichtungen haben. Dar&uuml;ber hinaus haben die europ&auml;ischen Regierungen, darunter auch Deutschland, eine drastische Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben zugesagt, auch wenn die Einzelheiten noch nicht ganz klar sind.<br>\nAllein die europ&auml;ischen Flotten der Nato verf&uuml;gen &uuml;ber fast das Vierfache der russischen Kriegsschiffe, ganz abgesehen von den enormen Streitkr&auml;ften, die den USA mit der Sechsten Flotte im Mittelmeer und der Zweiten Flotte im Atlantik zur Verf&uuml;gung stehen. Die im Strategischen Konzept der Nato gemachte Behauptung, Russland k&ouml;nne im Mittelmeer eine ernsthafte Bedrohung f&uuml;r die Nato darstellen, erscheint nicht &uuml;berzeugend.<br>\nRusslands Mittelmeergeschwader besteht in der Regel nur aus drei Fregatten und sechs konventionellen U-Booten der Varshavyanka-Klasse. Allein die Sechste Flotte der Vereinigten Staaten verf&uuml;gt in der Regel &uuml;ber rund 40 Kriegsschiffe, darunter einen Flugzeugtr&auml;ger und Kreuzer, die nicht nur von den anderen Nato-Marine-Einheiten, sondern auch von deren Luftstreitkr&auml;ften unterst&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/So-sieht-das-militaerische-Gleichgewicht-zwischen-Russland-und-Nato-aus-7185665.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Military briefing: is the west running out of ammunition to supply Ukraine?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/d413576c-c4d5-4ca6-9050-58f3f8dc3c00\">FT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europol-Bericht: Waffenschmuggel aus der Ukraine<\/strong><br>\nBei der europ&auml;ischen Polizeibeh&ouml;rde Europol sind Hinweise auf Waffenschmuggel in die EU eingegangen &ndash; von Einzelpersonen und kriminellen Netzwerken. Politiker fordern Verbleibskontrollen von Waffen.<br>\nDie europ&auml;ische Polizeibeh&ouml;rde Europol hat Hinweise auf organisierten Waffenschmuggel aus der Ukraine. Der Beh&ouml;rde wurden mehrere F&auml;lle gemeldet, bei denen Einzelpersonen versuchten, die Ukraine mit Schusswaffen zu verlassen.<br>\n&ldquo;Die EU-Mitgliedstaaten und die operativen Partner haben &uuml;ber F&auml;lle berichtet, in denen kriminelle Netzwerke in der Region aktiv sind und den Schmuggel erheblicher Mengen von Schusswaffen und Munition, einschlie&szlig;lich milit&auml;rischer Waffen, betreiben oder planen&rdquo; &ndash; steht in einem Schreiben von Europol an den Rat der Europ&auml;ischen Union. Es befasst sich mit den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der terroristischen Bedrohung f&uuml;r die Europ&auml;ische Union. Dem SWR liegt das Dokument vor.<br>\nDar&uuml;ber hinaus gehen europ&auml;ische Beh&ouml;rden davon aus, dass m&ouml;glicherweise Waffenverstecke entlang der ukrainischen Grenze zur EU angelegt werden, um den Schmuggel zu organisieren. Von der Ukraine aus operierende Kriminelle k&ouml;nnten demnach &uuml;ber offizielle Grenz&uuml;berg&auml;nge zur&uuml;ckkehren, um die Waffen auf die europ&auml;ische Seite zu bringen.<br>\nEin weiteres Problem ist laut Europol, dass L&auml;nder, die eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl Fl&uuml;chtlinge aufgenommen haben, die Sorge ge&auml;u&szlig;ert h&auml;tten, dass einige ukrainische Fl&uuml;chtlinge Schusswaffen zur Selbstverteidigung bei sich tragen. Vor dem &Uuml;bertritt in die EU lie&szlig;en sie Waffen und auch Munition im Grenzgebiet zur&uuml;ck. Laut der Beh&ouml;rde wurden solche Munitionslager bereits entdeckt. Es bestehe die Gefahr, dass auch diese Waffen in die H&auml;nde krimineller Banden gelangen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/swr\/ukraine-krieg-waffenschmuggel-eu-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kissinger warnt Biden: Beziehungen zu China m&uuml;ssen intakt bleiben<\/strong><br>\nIn einem Interview mit Bloomberg am Dienstag sagte der 99-j&auml;hrige Kissinger, die Geopolitik erfordere heute eine &bdquo;Flexibilit&auml;t im Stile Nixons&rdquo; [gemeint ist der ehemalige US-Pr&auml;sident Richard Nixon], um Konflikte zwischen den USA und China sowie zwischen Russland und dem Rest Europas zu entsch&auml;rfen. US-Pr&auml;sident Joe Biden solle sich au&szlig;erdem nicht von der Innenpolitik ablenken lassen und stattdessen erkennen, &bdquo;wie wichtig es ist, die Permanenz Chinas zu verstehen.&ldquo; Es sei zwar in der Tat wichtig, die Hegemonie Chinas oder eines anderen Landes zu verhindern, aber das k&ouml;nne nicht durch &bdquo;endlose Konfrontationen&ldquo; erreicht werden, so Bloomberg.<br>\nAm selben Tag, an dem Kissinger seine Warnung aussprach, durchquerte der Zerst&ouml;rer &bdquo;USS Benfold&ldquo; der US-Marine die Stra&szlig;e von Taiwan. Dies war bereits die dritte provokative maritime Aktivit&auml;t des Kriegsschiffs in unmittelbarer N&auml;he zu China in nur einer Woche. Analysten betonten anschlie&szlig;end, es sei selten, dass ein US-Kriegsschiff nacheinander in die Gew&auml;sser vor den Xisha-Inseln, den Nansha-Inseln und dann durch die Stra&szlig;e von Taiwan f&auml;hrt. Gleichzeitig warnten sie, dass solche Aktionen allerdings wahrscheinlich zur Routine werden k&ouml;nnten, da die USA ihre Provokationen gegen China verst&auml;rken. &Auml;hnliche Aktionen &ndash; wie zum Beispiel ein US-Kriegsschiff, das von einem St&uuml;tzpunkt im japanischen Yokosuka aus mehr als eine Seeregion um China herum durchquert, um seine &bdquo;Muskeln spielen zu lassen&ldquo; &ndash; w&uuml;rden zuk&uuml;nftig wahrscheinlich zur Routine werden, sch&auml;tzte Zhang Xuefeng, ein chinesischer Milit&auml;rexperte, am Mittwoch in der Global Times. Solche Operationen w&uuml;rden die Kosten f&uuml;r die Provokation Chinas senken.<br>\nEbenfalls am Dienstag wurde der Flugzeugtr&auml;ger &bdquo;Shandong&ldquo; der Marine der chinesischen Volksbefreiungsarmee (VBA) bei der Durchfahrt durch die Stra&szlig;e von Taiwan gesichtet, gefolgt von einem Schiff, bei dem es sich offenbar um ein Versorgungsschiff handelte, wie Medien auf der Insel Taiwan am Mittwoch berichteten.<br>\n&Uuml;berdies haben auch Politiker aus den USA j&uuml;ngst erneut versucht, Spannungen in der Taiwan-Angelegenheit zu erzeugen. So wurde in den Medien bekannt, dass die Sprecherin des US-Repr&auml;sentantenhauses, Nancy Pelosi, f&uuml;r den August plant, die Insel Taiwan zu besuchen, nachdem ein bereits geplanter Besuch im April abgebrochen worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2022-07\/21\/content_78334152.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pegasus-Spionageskandal: Aufkl&auml;rung unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nSeit der Aufdeckung der Sp&auml;haktionen steht es um die Aufkl&auml;rung in Europa genauso schlecht wie um eine M&ouml;glichkeit, der Aussp&auml;hung einen Riegel vorzuschieben<br>\nEin Jahr ist es her, seit durch ein internationales Rechercheprojekt, an dem in Deutschland unter anderem die Zeit und die S&uuml;ddeutschen Zeitung mitwirkten, bekannt wurde, dass &uuml;ber die Spionagesoftware Pegasus auch Regierungschefs und Pr&auml;sidenten ausgesp&auml;ht worden waren.<br>\nAn der Enth&uuml;llung waren auch die franz&ouml;sische Zeitung Le Monde, der britische Guardian und die Washington Post beteiligt. Sie alle erhielten Zugang zu Daten, &uuml;ber die die franz&ouml;sische Nichtregierungsorganisation &ldquo;Forbidden Stories&rdquo; und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) verf&uuml;gten.<br>\nSchon dadurch wurde klar, dass etwa 600 Politiker, fast 200 Journalisten und fast 100 Menschenrechtsaktivisten ausspioniert worden waren &ndash; und das war nur die Spitze des ber&uuml;hmten Eisbergs, wie weitere Enth&uuml;llungen gezeigt haben.<br>\nNat&uuml;rlich ist der Einsatz von Technologie zur Cyberspionage nicht neu. Doch vor einem Jahr wurde erstmals der Umfang deutlicher &ndash; und man bekam eine Ahnung vom wahren Ausma&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Pegasus-Spionageskandal-Aufklaerung-unerwuenscht-7186084.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitgebergesetz in der Ukraine: Neoliberale Politik mitten im Krieg<\/strong><br>\nEin neues Gesetz verschlechtert die Rechte von Arbeitnehmern in der Ukraine. Das sorgt f&uuml;r Kritik von Linken und Gewerkschaften. [&hellip;]<br>\nFr&uuml;h waren die Gewerkschaften aus den gemeinsamen Beratungen ausgestiegen. Sie f&uuml;rchten, dass die Arbeitgeber nun ganz auf Individualvertr&auml;ge setzen und Kollektivvertr&auml;ge an Bedeutung verlieren. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit h&auml;tten die Arbeitnehmer keine gute Verhandlungsposition beim Aushandeln von Individualvertr&auml;gen.<br>\n&bdquo;Leider hat sich das ukrainische Parlament wieder einmal auf die Seite der Reichsten geschlagen&ldquo;, kommentierte Vitali Dudin, Vorsitzender der linken &bdquo;Sozialen Bewegung&ldquo; und Arbeitsrechtler, das Gesetz gegen&uuml;ber der taz. Es f&uuml;ge sich nahtlos in die Gesamtstrategie der neoliberalen Transformation ein. Und da gehe es um eine Deregulierung des Arbeitsmarktes.<br>\nF&uuml;r Dudin ist es kein Zufall, dass man sich ausgerechnet jetzt an dieses Gesetz gemacht hat, seien doch die politischen Umst&auml;nde f&uuml;r ihre Durchsetzung gerade sehr g&uuml;nstig. &bdquo;Das Kriegsrecht erschwert einen Widerstand gegen solche Initiativen.&ldquo; Dudin fragt sich, warum unter Kriegsrecht ein Gesetz verabschiedet wird, das nicht im Interesse der Arbeitnehmer ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Arbeitgebergesetz-in-der-Ukraine\/!5869523\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> What else? Nat&uuml;rlich verabschiedet ein neoliberal orientiertes Parlament weiterhin neoliberale Gesetze, vor allem im Krieg. Arbeitsmarktderegulierung, Lohnsenkungen und Privatisierungen geh&ouml;ren doch zu den &ldquo;europ&auml;ischen Werten&rdquo;, von denen Ursula von der Leyen und die Bundesregierung schw&auml;rmen. Spannend aber, dass die taz so kritisch &uuml;ber die Ukraine berichtet. Wird der verantwortliche Redakteur jetzt als Def&auml;tist gebrandmarkt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rekordtemperaturen: Bau-Gewerkschaft fordert bei Hitze &raquo;Siesta&laquo;<\/strong><br>\nIn S&uuml;deuropa sind verl&auml;ngerte Mittagspausen seit Langem &uuml;blich. Angesichts der aktuellen Wetterlage fordert die IG Bau sie nun auch hierzulande. Die Reaktion der Arbeitgeber kam umgehend.<br>\nVor dem Hintergrund der aktuellen Hitzewelle hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) mehr Schutz f&uuml;r die Besch&auml;ftigten auf Baustellen gefordert und eine verl&auml;ngerte Mittagspause ins Spiel gebracht. &raquo;Wir sollten &uuml;ber eine deutlich l&auml;ngere Mittagspause nachdenken, in Spanien wird dies Siesta genannt&laquo;, sagte Gewerkschaftsvorstand Carsten Burckhardt. Dabei k&ouml;nnten verschiedene Modelle diskutiert werden &ndash; etwa, dass ausgefallene Zeiten an anderen Tagen nachgeholt w&uuml;rden.<br>\nEs sei unverantwortlich, nichts zu tun, betonte Burckhardt. &raquo;Wir sollten solch eine Hitze-Siesta versuchen, und wenn es nur ein erster Testlauf ist.&laquo; Er verwies auf bestehende Regelungen etwa f&uuml;r Dachdecker. Dort w&uuml;rden aufgrund von zu hohen Temperaturen ausgefallene Arbeitsstunden mit 75 Prozent des Stundenlohns verg&uuml;tet.<br>\nDie Arbeitgeberseite wies den Vorschlag umgehend zur&uuml;ck. Es gebe zahlreiche Ma&szlig;nahmen zum Schutz der Besch&auml;ftigten, teilte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Heribert J&ouml;ris, mit. Dazu geh&ouml;rten etwa die Verl&auml;ngerung von Pausenzeiten, die Verlegung von Arbeiten in k&uuml;hlere Tagesrandstunden, Unterstellm&ouml;glichkeiten oder beschattete Baustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hitzewelle-bau-gewerkschaft-fordert-siesta-a-88c55810-7dc7-4a91-9313-be0606f3d792%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Indem die Arbeitgeber nicht einmal bereit sind, &uuml;ber die sinnvolle und angemessene Forderung zu sprechen, zeigen sie einmal mehr, wie wichtig ihnen im angeblichen Fachkr&auml;ftemangel die Ressource Mensch, ihre Angestellten, wert ist: &uuml;berhaupt nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Leiharbeit erneut vor dem EuGH. Diesmal geht es um die Frage, was genau ein erforderlicher &bdquo;Gesamtschutz&ldquo; der Leiharbeiter bedeutet. Am Ende doch (nicht) &bdquo;Equal Pay&ldquo;?<\/strong><br>\nDie Leiharbeit ist seit langem immer wieder Thema h&ouml;chst kontroverser Debatten, in denen von einer Hervorhebung ihrer angeblichen Br&uuml;ckenfunktion in &bdquo;normale&ldquo; Besch&auml;ftigung oder ihrer (Arbeitgeber-)Funktionalit&auml;t f&uuml;r die Herstellung &bdquo;atmender&ldquo; Belegschaften bis hin zu einer Kritik als Instrument des Lohndumping und der Verteufelung als eine Auspr&auml;gung von modernen Menschenhandel reichen. Hin und wieder geraten dann aber auch die g&auml;ngigen Typisierungen von &bdquo;gut&ldquo; und &bdquo;b&ouml;se&ldquo; und die traditionellen Lager durcheinander, wenn man beispielsweise wie in der Pflege feststellen muss, dass Leiharbeiter mehr verdienen k&ouml;nnen und bessere Arbeitsbedingungen haben und Arbeitgeber auf einmal vehement ein Verbot der Leiharbeit in diesem Bereich von der Politik fordern(vgl. dazu beispielsweise den Beitrag Aus der mal nicht eindeutigen Welt der Leiharbeit. In der Pflege. Oder: Wenn ausnahmsweise Arbeitgeber vor Leiharbeitern gesch&uuml;tzt werden sollen vom 23. Januar 2020).<br>\nNun ist die Leiharbeit in den vergangenen Jahren immer wieder (Re-)Regulierungen unterworfen worden, die dazu gef&uuml;hrt haben, dass der Einsatz dieses Instruments f&uuml;r die Entleihunternehmen teilweise deutlich teurer geworden ist (was in der Vergangenheit dann sofort Ausweich- und Umgehungsstrategien hervorgerufen hat, wie beispielsweise die Ausbreitung der Werkvertr&auml;ge, um Kostenvorteile an den Belegschaftsr&auml;ndern realisieren zu k&ouml;nnen). Und zu den Regulierungsaspekten mit Blick auf die Leiharbeit geh&ouml;rt auch, dass sie immer wieder Gegenstand h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung war und ist. Auch der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) musste sich mehrfach mit dieser Besch&auml;ftigungsform befassen, insbesondere mit der Auslegung von &bdquo;unbestimmten Rechtsbegriffen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/07\/20\/die-leiharbeit-erneut-vor-dem-eugh\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schwere Nebenwirkungen: Gesundheitsministerium ver&ouml;ffentlicht falsche Zahlen<\/strong><br>\nDas Bundesgesundheitsministerium sorgt mit einem Tweet f&uuml;r Aufregung. In dem Twitter-Beitrag hei&szlig;t es: &bdquo;Eine von 5000 Personen ist von einer schweren Nebenwirkung nach einer COVID19-Impfung betroffen.&ldquo; Die Zahl ist falsch. Im Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hei&szlig;t es: &bdquo;Die Melderate betrug f&uuml;r alle Impfstoffe zusammen 1,7 Meldungen pro 1000 Impfdosen, f&uuml;r schwerwiegende Reaktionen 0,2 Meldungen pro 1000 Impfdosen.&ldquo; Die PEI-Angaben beziehen sich demnach auf einzelne Impfdosen, nicht auf geimpfte Personen.<br>\nDamit liegt das Risiko f&uuml;r schwere Nebenwirkungen nicht bei 1 zu 5000, sondern deutlich h&ouml;her. Bei grundimmunisierten Menschen je nach Impfstoff also bei bis zu 1 zu 2500, bei Geboosterten bei bis zu 1 zu 1667 und bei vierfach Geimpften sogar bei bis zu 1 zu 1250. Das Bundesgesundheitsministerium korrigierte die Falschmeldung, nachdem mehrere Twitter-User darauf hingewiesen hatten.<br>\nDie Zahlen w&uuml;rden bedeuten, dass schwere Nebenwirkungen nicht als &bdquo;Einzelf&auml;lle&ldquo;, &bdquo;sehr selten&ldquo; oder &ldquo;praktisch nebenwirkungsfrei&rdquo; bezeichnet werden d&uuml;rfen. Genau das hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zuletzt immer wieder gemacht. So sagt er in einem aktuellen Video seines Ministeriums: &bdquo;In sehr seltenen F&auml;llen k&ouml;nnen nach der Corona-Schutzimpfung auch entsprechende Nebenwirkungen vorkommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/schwere-nebenwirkungen-gesundheitsministerium-veroeffentlicht-falsche-zahlen-paul-ehrlich-institut-corona-impfung-biontech-karl-lauterbach-li.248896\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Impf-Nebenwirkung: Wie ein Tweet missgl&uuml;ckte <\/strong><br>\nDie Nebenwirkungen von Corona-Impfungen bergen in &ouml;ffentlichen Debatten viel Sprengkraft. Was passiert, wenn die Politik das untersch&auml;tzt, zeigt aktuell das Gesundheitsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-gesundheitsministerium-nebenwirkungen-impfung-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Klinik hinter Gittern: Zu Besuch in der forensischen Psychiatrie<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen werden in Bayern in einer forensischen Psychiatrie untergebracht. Doch &uuml;ber den Alltag der Straft&auml;ter dort ist wenig bekannt. Ein Vormittag mit einem Patienten in der Forensik des Bezirkskrankenhauses im unterfr&auml;nkischen Lohr.<br>\nDie Zahl der Menschen, die in Bayern in einer forensischen Psychiatrie untergebracht werden, steigt. Die Einrichtungen sind auf die Unterbringung und Behandlung von psychisch auff&auml;lligen Straft&auml;tern spezialisiert. So wie die Forensik in Lohr in Unterfranken.<br>\nDas Geb&auml;ude am westlichen Rand des Gel&auml;ndes unterscheidet sich sichtbar von den anderen H&auml;usern des Bezirkskrankenhauses. Etwa f&uuml;nf Meter ragt der Zaun in die H&ouml;he. Stacheldraht ist daran befestigt, Lautsprecher und Kameras. Etwa 170 Patienten sind in der Rupert-Mayer-Klinik f&uuml;r Forensische Psychiatrie untergebracht. Hier lebt auch J&uuml;rgen. Vor vier Jahren z&uuml;ndete er das Haus seiner Eltern an.<br>\nJ&uuml;rgen ist gro&szlig; gewachsen. Er tr&auml;gt ein graues T-Shirt, sein H&auml;ndedruck ist locker. Der 27-J&auml;hrige gr&uuml;&szlig;t freundlich. In Lohr ist er seit dreieinhalb Jahren: &ldquo;Ich hatte mal einen schlechten LSD-Trip. Danach war eigentlich nichts mehr wie vorher.&rdquo; Durch den Drogenkonsum habe er Psychosen entwickelt: &ldquo;Da denkt man nicht klar.&rdquo; Die Zeit nach dem Delikt sei &ldquo;schrecklich&rdquo; gewesen: &ldquo;Man denkt sich nur, was habe ich eigentlich getan?&rdquo; Damals hatte er unter anderem Kleidung in Benzin getr&auml;nkt, berichtet J&uuml;rgen. Es kam zu einer Verpuffung. Seine Familie kam mit Verletzungen davon. Ein halbes Jahr sa&szlig; er in Untersuchungshaft. Dann wurde ein Gutachten erstellt. Die Diagnose: J&uuml;rgen ist an einer paranoiden Schizophrenie erkrankt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/klinik-hinter-gittern-zu-besuch-in-der-forensischen-psychiatrie,TC8BdVT\">BR24<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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