{"id":8619,"date":"2011-03-10T09:08:52","date_gmt":"2011-03-10T08:08:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8619"},"modified":"2015-12-03T09:56:44","modified_gmt":"2015-12-03T08:56:44","slug":"hinweise-des-tages-1345","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8619","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Frauen auf dem Arbeitsmarkt, geschw&auml;chter Euro, Arbeitsagentur fehelen Milliarden, Dresden droht Heuschrecke mit Klage, AKW-Sicherheitsm&auml;ngel, Benzin, Einschnitte in den USA, USA-Schweiz, Wissenschaftszeitvertrags-Gesetz, Guttenberg, Libyen, Fl&uuml;chtlinge, Gesamtverteidigung, zu guter Letzt. (RS\/WL\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Joseph Stiglitz: Die gro&szlig;e &bdquo;Ironie&ldquo;: Ein geschw&auml;chter Euro n&uuml;tzt der deutschen Exportwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Arbeitsagentur fehlen Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Versto&szlig; gegen Sozialcharta : Dresden droht Heuschrecke mit Klage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">BUND-Studie belegt AKW-Sicherheitsm&auml;ngel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Streit ums Benzin: Vom Acker bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Radikale Einschnitte in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Amerika ist nicht pleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Zweite Angriffswelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">GEW: Wissenschaftszeitvertrags-Gesetz muss schnell auf den Pr&uuml;fstand!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Zu Guttenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Nach Guttenberg-R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Kommentar: Drinnen und draussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gesamtverteidigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Am Rande: Deutsche Bundesbank &ndash; Weber wird ein &ldquo;Chicago Boy&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Zu guter Letzt: Josef Ackermann und Angela Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Das Letzte: Seehofer will deutsche Sprache in Landesverfassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Das Allerletzte: Die Geister, die ich rief<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8619&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und Frankreich<\/strong><br>\nWarum es Franz&ouml;sinnen besser gelingt, Familie und Beruf zu vereinbaren\n<ul>\n<li>Die Erwerbst&auml;tigkeit von Frauen ist in den letzten Jahrzehnten sowohl in Deutschland als auch in Frankreich gestiegen. Aber es bestehen erhebliche Unterschiede im Besch&auml;ftigungsmuster: W&auml;hrend in Frankreich viele Frauen auch mit kleinen Kindern einer Vollzeit-Besch&auml;ftigung nachgehen, arbeitet in Deutschland ein gro&szlig;er Anteil in Teilzeit sowie in geringf&uuml;gigen  Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen.<\/li>\n<li>Gleichzeitig liegen die Geburtenraten in Deutschland und Frankreich weit auseinander. Zwar ist in beiden L&auml;ndern die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau gesunken, doch der Geburtenr&uuml;ckgang ist in Deutschland viel dramatischer als in Frankreich.<\/li>\n<li>Der Grund daf&uuml;r scheint auf der Hand zu liegen: In Frankreich lassen sich Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren als in Deutschland. Und es ist nicht allein das Betreuungsangebot f&uuml;r Kinder, das daf&uuml;r den Ausschlag gibt. In Frankreich wird die Erwerbst&auml;tigkeit von M&uuml;ttern gezielt gef&ouml;rdert. Ein stimmiges Gesamtkonzept zieht sich durch verschiedene Politikbereiche wie Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Bildungspolitik und die finanzielle Unterst&uuml;tzung von Familien. In Frankreich ist Gleichstellung Querschnittsaufgabe. Da kann Deutschland von seinem franz&ouml;sischen Nachbarn lernen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/07901.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 241 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz: Die gro&szlig;e &bdquo;Ironie&ldquo;: Ein geschw&auml;chter Euro n&uuml;tzt der deutschen Exportwirtschaft<\/strong><br>\nJoseph Stiglitz, der keynesianische &Ouml;konom, dem 2003 der Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften verliehen wurde, hat sich in einem Interview mit dem griechischen Fernsehsender Sky-TV &uuml;ber die Euro-Krise, den kommenden EU-Gipfel und den Zustand der griechischen Staatsfinanzen ge&auml;u&szlig;ert. Die wichtigsten Passagen des Interviews mit Thanos Dimadis werden heute von der griechischen Zeitung Kathimerini wie folgt wiedergegeben. &Uuml;bertragung von Niels Kadritzke<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kathimerini.gr\/4dcgi\/_w_articles_kathremote_1_09\/03\/2011_382023\">Kathimerini<\/a> \n<p>Der &Ouml;konomie-Professor an der Columbia Universit&auml;t in New York glaubt, die Entscheidungen, die beim bevorstehenden EU-Gipfel anstehen, seien nicht nur von gro&szlig;er Tragweite f&uuml;r &bdquo;die langfristige &Uuml;berlebensperspektive der Einheitsw&auml;hrung, sondern auch f&uuml;r die langfristige Stabilit&auml;t der EU als solcher&ldquo;. F&uuml;r den Fall, dass die europ&auml;ischen F&uuml;hrer keine angemessene Antwort finden, prognostiziert er einen einzigartigen Vertrauensentzug der M&auml;rkte und der Investoren gegen&uuml;ber dem Euro.<br>\nWenn sich keine kollektive europ&auml;ische L&ouml;sung des Problems der Schuldenkrise in der Eurozone materialisiert, meint Stiglitz weiter, dann m&uuml;ssen wir mit au&szlig;erordentlich negativen Folgen f&uuml;r die Volkswirtschaften der besonders verwundbaren europ&auml;ischen L&auml;nder, aber auch f&uuml;r die gesamte europ&auml;ische Wirtschaft rechnen. In Bezug auf Deutschland betont er, dass ein schwacher Euro den Interessen der deutschen Wirtschaft entspricht, deren Exporf&auml;higkeit dadurch gest&auml;rkt wird. Diesen Umstand kennzeichnet er als die gro&szlig;e &bdquo;Ironie&ldquo; der ganzen Geschichte.<br>\nDie Schuldenprobleme von Griechenland, Irland und Portugal sind gr&ouml;&szlig;er und unl&ouml;sbarer geworden, weil diesen L&auml;nder das Instrument der eigenen Geld- und W&auml;hrungspolitik nicht mehr zur Verf&uuml;gung steht: &bdquo;Auf dieses Problem m&uuml;ssen die Europ&auml;er eine kollektive europ&auml;ische Antwort geben, weil der Euro die fr&uuml;heren Instrumente abgeschafft hat, ohne sie durch neue zu ersetzen, die f&uuml;r die Bew&auml;ltigung von Krisen wie der aktuellen unentbehrlich sind.&ldquo; Deshalb ruft Stiglitz die EU auf, den Stabilit&auml;tsmechanismus (EFSF oder European Financial Stability Facility) mit mehr Kapital und mehr Kompetenzen auszustatten, um das heute noch &bdquo;unvollendete Funktionsmodell des Euro&ldquo; endlich zu komplettieren.<br>\nIm Bezug auf Griechenland meint Stiglitz, das Land habe &bdquo;trotz der Fehler der Vergangenheit riesige Fortschritt in Richtung einer Korrektur der &ouml;ffentlichen Finanzen gemacht&ldquo; und innerhalb der letzten Monate &bdquo;auf diesem Gebiet alles getan, was &uuml;berhaupt m&ouml;glich ist&ldquo;. Auf die Frage nach der Reaktion der M&auml;rkte auf die j&uuml;ngste Herabstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit des Landes (durch die Rating-Agentur Moody&rsquo;s) antwortet Stiglitz mit dem Satz: &bdquo;In Sachen Griechenland bin ich weiterhin viel optimistischer als die M&auml;rkte&ldquo;. Die Regulierung der &ouml;ffentlichen Finanzen werde letztlich zu einem positiven Ergebnis f&uuml;hren.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitsagentur fehlen Milliarden<\/strong><br>\nDie Bundesregierung schiebt die Kosten f&uuml;r den Hartz-IV-Kompromiss der Arbeitsagentur zu. Jetzt protestieren Arbeitgeber, Gewerkschaften und Opposition<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/arbeitsagentur-fehlen-milliarden\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Versto&szlig; gegen Sozialcharta : Dresden droht Heuschrecke mit Klage<\/strong><br>\nDie Immobilienfirma Gagfah soll beim Kauf st&auml;dtischer Wohnungen in Dresden Vertr&auml;ge verletzt haben. Nun droht die Stadt mit einer Klage &ndash; und das k&ouml;nnte sehr teuer f&uuml;r das gr&ouml;&szlig;te an der deutschen B&ouml;rse notierte Wohnungsunternehmen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/dresden-droht-heuschrecke-mit-klage\/-\/1472780\/7770218\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Nicht &uuml;berraschend, au&szlig;er dass die Stadt klagen will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>BUND-Studie belegt AKW-Sicherheitsm&auml;ngel<\/strong><br>\nMit einer neuen Studie zu den Risiken der vier in Baden-W&uuml;rttemberg betriebenen Atomkraftwerke hat der Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seine Forderung nach Stilllegung dieser Anlagen bekr&auml;ftigt. &ldquo;Die Studie belegt: Die Sicherheitsm&auml;ngel in den alten Atomkraftwerken Neckarwestheim 1 und Philippsburg 1 sind so gravierend, dass sie auch durch Nachr&uuml;stungen nicht behoben werden k&ouml;nnen&ldquo;, sagte die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender. &ldquo;Bei den neueren Atomkraftwerken Neckarwestheim 2 und Philippsburg 2, die immerhin auch schon &uuml;ber 20 Jahre alt sind, muss dringend eine aktuelle Sicherheitsanalyse vorgelegt werden. Diese ist dann wiederum die Grundlage f&uuml;r konkrete Nachr&uuml;stungen, die dann kurzfristig erfolgen m&uuml;ssen. Obwohl die Landesregierung schon l&auml;ngst von den Sicherheitsdefiziten wei&szlig;, tut sie nichts&hellip; Vor &uuml;ber drei Jahren hatte die Energie Baden-W&uuml;rttemberg (EnBW) die Landesregierung selbst in einem Schreiben &uuml;ber die enormen Sicherheitsm&auml;ngeln informiert. Entgegen der Behauptung der Landesregierung w&uuml;rden nun nicht nur die sichersten AKWs weiterbetrieben, sondern alle Anlagen.<br>\nUm seinen Forderungen nach einem sofortigen Atomausstieg Nachdruck zu verleihen, organisiert der BUND zusammen mit anderen Organisationen am Samstag, 12.3., eine Menschenkette vom AKW Neckarwestheim nach Stuttgart. Dazu werden 20 000 bis 40 000 Menschen erwartet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/suche.php?ressort_id_menu=-1&amp;ressort_menu=News\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/bund.net\/fileadmin\/bundnet\/publikationen\/atomkraft\/20110309_atomkraft_sicherheit_akw_kurzexpertise.pdf\">Die Kurzexpertise [PDF &ndash; 191 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Streit ums Benzin: Vom Acker bringen<\/strong><br>\nDie Autobauer verkaufen lieber gro&szlig;e Karossen, die mehr schlucken, und die Regierung h&auml;lt den benzingetriebenen Ottomotor vermutlich, wie schon die Atomenergie, f&uuml;r eine Br&uuml;ckentechnologie, die noch ein paar Jahrzehnte unbesorgt genutzt werden kann. Das ist ein Irrtum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/vom-acker-bringen\/3928884.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Radikale Einschnitte in den USA<\/strong><br>\nDie Idee massiven Sparens ist im Grunde genommen richtig: Die USA sind hochverschuldet, allein auf Bundesebene bel&auml;uft sich das Minus auf 14,8 Billionen Dollar &ndash; ein Rekord. Zahlreiche Republikaner wurden in den vergangenen Monaten gerade deswegen zu Gouverneuren gew&auml;hlt, weil sie umfassende Sparpl&auml;ne versprachen. Doch die nun vorgeschlagenen K&uuml;rzungen &uuml;berraschen selbst die eigenen W&auml;hler. Denn die Vorhaben machen klar, was die Republikaner wirklich wollen und f&uuml;r welche Art von Regierung sie stehen.<br>\nMit den K&uuml;rzungen wollen die Republikaner aber nicht nur die Staatsschulden in Ordnung bringen. Ganz offensichtlich dient ihnen die Rekordverschuldung als Vorwand, um die Machtbasis der Demokraten anzugreifen. So hat der Senat von Ohio gerade ein Gesetz verabschiedet, das die Rechte der Gewerkschaften fundamental einschr&auml;nkt: Es gibt k&uuml;nftig kein Streikrecht mehr. Auch d&uuml;rfen Gewerkschaften in Zukunft weder &uuml;ber die Zusch&uuml;sse zur Rente und Krankenversicherung verhandeln noch &uuml;ber die Sicherheitskleidung von Feuerwehrm&auml;nnern und Polizisten.<br>\nMit den aktuellen Sparvorhaben zielen die Republikaner bewusst auf Gebiete, die das Selbstverst&auml;ndnis der Demokraten angreifen. Dabei nehmen sie auch auf Bundesebene billigend in Kauf, dass die radikalen Einsparungen fast jeden Aspekt der Gesellschaft treffen: Gelder f&uuml;r die Krebsforschung sollen genauso gestrichen werden wie Bildungszusch&uuml;sse f&uuml;r Kinder aus einkommensschwachen Familien. Bei Weiterbildungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Arbeitslose sollen drei Milliarden Dollar wegfallen, was wohl das Aus f&uuml;r 3000 Jobcenter bedeuten w&uuml;rde. Auch eine Reihe bereits verabschiedeter Ma&szlig;nahmen zum Umwelt- und Verbraucherschutz sollen revidiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,749490,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung GL:<\/strong> Die USA hat 14,8 Billionen (!) Dollar Schulden angeh&auml;uft, um weltweit Kriege f&uuml;hren und unterst&uuml;tzen zu k&ouml;nnen und um spiels&uuml;chtige Bank- und Hedgefondsmanager zu retten. Nun muss gespart werden. Allerdings nicht bei denjenigen, die f&uuml;r diesen Schuldenberg verantwortlich sind, sondern bei der Bildung und den &ouml;ffentlichen Aufgaben wie Polizei, Grenzschutz und Feuerwehr. Vor allem die Republikaner wollen bei dieser Gelegenheit die bereits durch Pr&auml;sident Reagan stark geschw&auml;chten Gewerkschaften ganz abschaffen, womit man nicht nur leichteres Spiel bei der gezielten Verarmung der arbeitenden Bev&ouml;lkerung h&auml;tte, sondern auch der Demokratischen Partei eine wichtige Unterst&uuml;tzung entz&ouml;ge. Schon jetzt m&uuml;ssen die &ldquo;Demokraten&rdquo; f&uuml;r die Finanzierung ihrer Wahlk&auml;mpfe st&auml;rker als fr&uuml;her auf Spenden gro&szlig;er Firmen und Banken zur&uuml;ckgreifen, weil ihnen die Gewerkschaften als B&uuml;ndnispartner fehlen.<br>\nW&auml;hrenddessen bricht Obama ein Wahlversprechen nach dem anderen. Die fortgesetzten, massiven Menschenrechtsverletzungen in Guat&aacute;namo und in anderen Gef&auml;ngnissen werden auch von ihm fortgesetzt. Auch in der Bildungspolitik setzt er fort, was Bush und Reagan angefangen haben. Man kann es den B&uuml;rgern der USA nicht verdenken, wenn sie bei Wahlen mehrheitlich zu Hause bleiben.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Amerika ist nicht pleite<\/strong><br>\nWir wollen unser Land und unsere Demokratie zur&uuml;ck<br>\nMichael Moore<br>\nDer Filmregisseur und Autor Michael Moore (Roger &amp; Me, Bowling for Columbine, Stupid White Men, Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte) hielt am Sonnabend eine halbst&uuml;ndige Rede vor Tausenden Demonstranten in Madison, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Wisconsin:<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/03-10\/015.php\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.michaelmoore.com\/words\/mike-friends-blog\/america-is-not-broke\">Michael Moore<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zweite Angriffswelle<\/strong><br>\nDer erneute Frontalangriff der USA auf das Schweizer Bankgeheimnis wird vor allem f&uuml;r kleinere Institute zur ernsthaften Bedrohung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/zweite_angriffswelle_1.9780355.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Eine Bedrohung f&uuml;r diejenige Banken, deren Gesch&auml;ftsmodell darauf basiert, Beihilfe zu Steuerhinterziehung zu leisten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>GEW: Wissenschaftszeitvertrags-Gesetz muss schnell auf den Pr&uuml;fstand!<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat eine schnelle &Uuml;berpr&uuml;fung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZVG) gefordert. &bdquo;Offensichtlich hat das Gesetz eine weitere Destabilisierung der Besch&auml;ftigungsbedingungen in der Wissenschaft beg&uuml;nstigt: Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben nur noch Zeitvertr&auml;ge, die Laufzeiten werden immer k&uuml;rzer. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz muss daher auf den Pr&uuml;fstand&ldquo;, erkl&auml;rte das f&uuml;r Hochschule und Forschung verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_Gesetz_muss_schnell_auf_den_Pruefstand.html\">GEW<\/a>\n<p>Siehe dazu jedoch: <strong>BMBF: Zeitvertragsgesetz hat sich bew&auml;hrt <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/press\/3056.php\">BMBF<\/a><\/p>\n<p>Siehe dazu auch eine Analyse der GEW.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110310_gew_ergaenzende_information.pdf\">GEW erg&auml;nzende Informationen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zu Guttenberg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Als w&auml;re nichts gewesen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zuguttenberg.de\/index.php\">Karl-Theodor zu Guttenberg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die in der Bildergalerie eingeblendeten Sinnspr&uuml;che belegen, dass zu Guttenberg nicht die geringste Spur von Selbstkritik oder wenigstens Vorsicht erkennen l&auml;sst. Guttenberg wartet offenbar auf seine n&auml;chsten Aufgaben.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><strong>Fu&szlig;noten-Plagiate:<\/strong><br>\nF&uuml;r seine Dissertation soll Ex-Verteidigungsminister Guttenberg nicht nur bei Journalisten, Politikern und Wissenschaftlern abgekupfert haben &ndash; sondern auch bei seinem Doktorvater.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/plagiatsaffaere-um-guttenberg-beim-eigenen-doktorvater-abgeschrieben-1.1069659\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nach Guttenberg-R&uuml;cktritt<\/strong><br>\nUnion kann Sympathiedelle ausgleichen<br>\nDie Plagiatsaff&auml;re um Karl-Theodor zu Guttenberg hat der Union nicht nachhaltig geschadet. Einer Umfrage zufolge sind CDU und CSU mit 36 Prozent Zustimmung wieder so stark wie vor der Aff&auml;re.&nbsp;Guttenbergs Nachfolger de Maizi&egrave;re kommt bei den B&uuml;rgern gut an.<br>\nBerlin &ndash; Die Unionsparteien legen nach dem R&uuml;cktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg als Verteidigungsminister in der W&auml;hlergunst wieder zu. In der Forsa-Umfrage f&uuml;r RTL und &ldquo;Stern&rdquo; kletterte sie im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 36 Prozent. Damit erreichte sie den gleichen Wert, den sie vor Guttenbergs Abschied von der Politik verzeichnet hatte.<br>\n&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-749846,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Angesichts des Erscheinens des vorletzten Spiegel-Titels &uuml;ber die Machenschaften der Bild-Zeitung und angesichts der zwei kritischen Artikel zu Maschmeyer, Schr&ouml;der und Wulf h&auml;tte man den Eindruck gewinnen k&ouml;nnen, der Spiegel wolle sich wieder wenigstens ein bisschen in Richtung Aufkl&auml;rung entwickeln. Die Meldung &uuml;ber die Forsa-Umfrage ist jedoch ein Beleg f&uuml;r die Einbindung des Spiegel in handfesten Kampagnenjournalismus und die Manipulation mit Umfragen. Forsa und sein Chef G&uuml;llner sind bekannt daf&uuml;r, dass sie sich zur Stimmungsmache instrumentalisieren lassen. Ich habe schon pers&ouml;nlich erlebt, dass und wie man sich dort Umfrageergebnisse bestellen kann. Wir haben schon mehrmals berichtet. Siehe <a href=\"\/?p=4185\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gewalt in Lybien &ndash; Obama und Cameron fordern Gaddafi zum R&uuml;cktritt auf<\/strong><br>\nDie USA und Gro&szlig;britannien erh&ouml;hen den Druck auf den libyschen Machthaber: Sie halten sich alle Optionen gegen Gaddafi offen. Der beschimpft die Rebellen als &ldquo;Verr&auml;ter&rdquo; &ndash; und stellt Kritiker in den eigenen Reihen unter Hausarrest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/buergerkrieg-in-libyen-obama-und-cameron-fordern-gaddafi-zum-ruecktritt-auf-1.1069457\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Araber bitten Westen um Hilfe gegen Gaddafi<\/strong><br>\nEine Einmischung des Westens in den Libyen-Konflikt haben arabische Staaten bisher strikt abgelehnt. Nun scheinen sie ihre Haltung zu &auml;ndern &ndash; und fordern eine international kontrollierte Flugverbotszone, um Gaddafis Krieg gegen sein eigenes Volk zu erschweren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,749918,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>How a Libyan No-fly Zone Could Backfire<\/strong><br>\nWe would argue that war as a humanitarian action should be undertaken only with the clear understanding that in the end it might cause more suffering than the civil war. It should also be undertaken with the clear understanding that the inhabitants might prove less than grateful, and the rest of the world would not applaud nearly as much as might be liked &mdash; and would be faster to condemn the occupier when things went wrong. Indeed, the recently formed opposition council based out of Benghazi &mdash; the same group that is leading the calls from eastern Libya for foreign airstrikes against Gadhafi&rsquo;s air force &mdash; has explicitly warned against any military intervention involving troops on the ground.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stratfor.com\/analysis\/20110308-how-libyan-no-fly-zone-could-backfire?utm_source=SpRep&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=110308b&amp;utm_content=readmore&amp;elq=6953b7e9dea74c758739e08333410c0d\">Stratfor<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110310_lybien.jpg\" alt=\"Harm Bengen - Lybien\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kommentar: Drinnen und draussen<\/strong><br>\n&laquo;Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge&raquo;: Mit dem Begriff werden MigrantInnen in asylw&uuml;rdige und des Asyls unw&uuml;rdige Menschen geschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/archiv\/20473.html\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gesamtverteidigung<\/strong><br>\nDas Bundesland Hessen unterh&auml;lt ein als &ldquo;bundesweit einmalig&rdquo; bezeichnetes &ldquo;Krisenzentrum&rdquo; zur Abwehr von Angriffen feindlicher Kombattanten im Inland. Dies berichtet die hessische Landesregierung. Die Einrichtung dient als Vorbild nicht nur f&uuml;r andere Bundesl&auml;nder, sondern f&uuml;r die gesamte Europ&auml;ische Union; ihre Struktur soll auch in die Volksrepublik China exportiert werden. Zentrale Funktion des &ldquo;Krisenzentrums&rdquo; ist die Vernetzung aller f&uuml;r die Bek&auml;mpfung von Katastrophenf&auml;llen und inneren Unruhen zust&auml;ndigen staatlichen Stellen. Beteiligt sind neben Feuerwehren und Rettungsdiensten auch Polizei&auml;mter und die Bundeswehr. Erprobt wurde das &ldquo;Krisenzentrum&rdquo; bereits im Rahmen einer &Uuml;bung, die sich mit den sozialen Folgen einer landesweiten Seuche (&ldquo;Pandemie&rdquo;) befasste. Auf dem Programm stand dabei unter anderem die Niederschlagung von Demonstrationen und die politische Kontrolle der Medienberichterstattung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58021?PHPSESSID=0fdv8nm95j0vnvr4ud1o33s1a4\">German  Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Am Rande: Deutsche Bundesbank &ndash; Weber wird ein &ldquo;Chicago Boy&rdquo;<\/strong><br>\nAxel Weber hat erst einmal genug von Deutschland. Er wolle einen Lehrauftrag an der Universit&auml;t Chicago antreten, sagte der scheidende Bundesbank-Chef bei seiner letzten Bilanzpressekonferenz f&uuml;r die Notenbank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/deutsche-bundesbank-ein-minus-beim-plus-1.1069298\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Freunds James Galbraith:<\/strong> Sie haben sich gegenseitig verdient (&bdquo;They deserve each other&ldquo;).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Josef Ackermann und Angela Merkel<\/strong><br>\nSpannende Telefongespr&auml;che von Promis auf dem ersten K&ouml;lner Blogger-Kongre&szlig;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=16271\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Seehofer will deutsche Sprache in Landesverfassung<\/strong><br>\nCSU-Chef Horst Seehofer will ein Bekenntnis zur deutschen Sprache sowie zu grundlegenden Werten in die bayerische Landesverfassung aufnehmen. Sprache sei der Schl&uuml;ssel zu Integration. Von Ausl&auml;ndern m&uuml;sse in Deutschland daher verlangt werden k&ouml;nnen, &laquo;sich zu unserer Werteordnung zu bekennen und als Erstes die deutsche Sprache zu lernen&raquo;, sagte der Ministerpr&auml;sident beim Politischen Aschermittwoch seiner Partei in Passau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antenne.de\/nachrichten\/bayern\/artikel\/339995\/Seehofer-will-deutsche-Sprache-in-Landesverfassung.html\">Antenne Bayern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Deutsche Sprache in der bayerischen Landesverfassung, das w&auml;re<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>ein Kulturverlust, weil damit dem bayerischen, fr&auml;nkischen und schw&auml;bischen Dialekt der Garaus gemacht w&uuml;rde, und<\/em><\/li>\n<li><em>eine Strafe f&uuml;r viele bayerische Landsleute, die mit der deutschen Sprache eine Fremdsprache verordnet bek&auml;men.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Ich bin sicher, dass sich das die Bayern nicht gefallen lassen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Die Geister, die ich rief<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110310_die_geister_die_ich_rief.jpg\" alt=\"Die Geister, die ich rief\"><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Frauen auf dem Arbeitsmarkt, geschw&auml;chter Euro, Arbeitsagentur fehelen Milliarden, Dresden droht Heuschrecke mit Klage, AKW-Sicherheitsm&auml;ngel, Benzin, Einschnitte in den USA, USA-Schweiz, Wissenschaftszeitvertrags-Gesetz, Guttenberg, Libyen, Fl&uuml;chtlinge, Gesamtverteidigung, zu guter Letzt. 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