{"id":86217,"date":"2022-07-25T08:47:38","date_gmt":"2022-07-25T06:47:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217"},"modified":"2022-07-25T08:47:39","modified_gmt":"2022-07-25T06:47:39","slug":"hinweise-des-tages-4157","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h01\">Meine deutschen Freunde fragen mich entsetzt, was in Italien los ist. Wie konnten &ldquo;die Populisten&rdquo; Draghi st&uuml;rzen? Draghi, der Italiens einziger Hoffnungstr&auml;ger war?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h02\">Neue Handelsroute: Russlands Abk&uuml;rzung nach Indien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h03\">Moskau: Sanktionen gef&auml;hrden Weltwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h04\">Zwei Gr&uuml;ne auf dem Kriegspfad &ndash; nach innen wie nach au&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h05\">&bdquo;Ob Habecks Ma&szlig;nahmen schnell umzusetzen sind, scheint uns fraglich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h06\">Bund l&auml;sst Gaspreise steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h07\">Gasvorkommen im Senegal: Auch Deutschland will ein St&uuml;ck vom Kuchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h08\">Patentiert: G&uuml;nstiger chemischer W&auml;rmespeicher ohne Isolierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h09\">Baerbock findet Erdogans Foto &ldquo;mehr als unverst&auml;ndlich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h10\">Kassen&auml;rztechef pocht auf Ende von Quarant&auml;ne- und Isolationspflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h11\">&laquo;So hoch ist das Risiko f&uuml;r Long Covid wirklich&raquo; &ndash; wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h12\">Was &uuml;ber #Porschegate bekannt ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h13\">Banken bekommen im Cum-Ex-Skandal Geld vom Staat zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h14\">Lieferando-Fahrerin: &bdquo;Manchmal komme ich nach Hause und fange an zu weinen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h15\">Wie industrielle Staatsb&uuml;rgerrechte die Demokratie sichern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h16\">Streit ums Gendern: Nein, die deutsche Sprache diskriminiert Frauen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86217#h17\">&ldquo;Es gab da Massenmorde&rdquo;: Was noch fehlt in der Documenta-Debatte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Meine deutschen Freunde fragen mich entsetzt, was in Italien los ist. Wie konnten &ldquo;die Populisten&rdquo; Draghi st&uuml;rzen? Draghi, der Italiens einziger Hoffnungstr&auml;ger war?<\/strong><br>\nGeduldig versuche ich dann wieder zu erkl&auml;ren, dass dieses bizarre Gebilde, das &rdquo;Regierung der Besten&rdquo; genannt wurde, nichts anderes als ein Regierungsb&uuml;ndnis war, hinter dem nicht so sehr der edle gemeinsame Kampf gegen die Pandemie stand, sondern vielmehr das Interesse an den 235 Mrd. EUR des europ&auml;ischen Aufbauplans NextGenerationEU. Und dass die Italiener auf diesem Weg leider auf der Strecke geblieben sind.<br>\nDenn w&auml;hrend die Presse in Italien und Deutschland Draghi als &ldquo;Messias&rdquo; oder &rdquo; Heiland&rdquo; (&copy;S&uuml;ddeutsche Zeitung) bejubelte, bemerkte niemand, wie die &ldquo;Regierung der Besten&rdquo; die Italiener in die Arme der reaktion&auml;ren Rechten trieb, weil es Meloni in der Opposition mit ihren den postfaschistischen Br&uuml;dern Italiens geschickt gelang, sich als einzige &ldquo;Verteidigerin des Volkes&rdquo; zu pr&auml;sentieren.<br>\nJust to say: In Italien gibt es immer noch keinen Mindestlohn. Und das von den F&uuml;nfsternen eingef&uuml;hrte und von den (von den Parteien ferngesteuerten) Medien viel geschm&auml;hte &ldquo;B&uuml;rgergeld&rdquo; (reddito di cittadinanza) ist nichts anderes als eine Art Hartz IV &ndash; und damit das Minimum in einem Land, in dem die Mafia im S&uuml;den immer noch die B&uuml;rger in Geiselhaft h&auml;lt, weil es die Bosse sind, die dar&uuml;ber entscheiden, wer Arbeit bekommt und wer nicht.<br>\nDiese &ldquo;soziale Frage&rdquo; war es, die zum Ende der Regierung Draghi f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/petrareski\/posts\/0473c969-61a8-4bff-9798-e4c2950b0fc7\">Reskis Republik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Italiens Regierungskrise: Der Abbau der Demokratie unter Mario Draghi<\/strong><br>\nNach dem gescheiterten &ldquo;Vertrauenspakt&rdquo; nimmt Italiens Staatspr&auml;sident Draghis R&uuml;cktritt an und l&ouml;st das Parlament auf. Vorgezogene Neuwahlen finden voraussichtlich am 25. September statt.<br>\nMit dem nun zur&uuml;ckgetretenen Ministerpr&auml;sidenten Mario Draghi, der im Ausland als Stabilit&auml;tsgarant angesehen wurde, ist Italien einen weiteren Schritt in Richtung Postdemokratie gegangen. Auch wirtschaftlich befindet sich das Land auf dem absteigenden Ast.<br>\nIn den letzten 20 Jahren hat sich Italien zweifelsohne von einem demokratischen zu einem postdemokratischen System gewandelt. Der langsame, aber stete &Uuml;bergang von einer tats&auml;chlich repr&auml;sentativen Demokratie zu einer puren Fiktion derselben hat sich unter Draghis Regierungszeit seit Februar 2021 allerdings weiter versch&auml;rft: Das Parlament ist absolut &uuml;berfl&uuml;ssig geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Italiens-Regierungskrise-Der-Abbau-der-Demokratie-unter-Mario-Draghi-7188532.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Italien vor Neuwahlen<\/strong><br>\nRegierung Draghi gefallen: Profiteure der Krise sind rechte Parteien, die auf Sieg setzen. Linke sondieren B&uuml;ndnis<br>\nItaliens politische Stabilit&auml;t ger&auml;t nach 17 Monaten ins Wanken. Die Mehrheit, die Ministerpr&auml;sident Mario Draghi (parteilos) hinter sich vereinen konnte, ist vergangene Woche endg&uuml;ltig auseinandergefallen. Nur 95 von insgesamt 321 Senatoren stellten sich noch hinter ihn &ndash; nicht einmal ein Drittel. Staatspr&auml;sident Sergio Mattarella nahm Draghis R&uuml;ckzug am Donnerstag morgen schlie&szlig;lich an und k&uuml;ndigte Neuwahlen f&uuml;r den 25. September an.<br>\nAu&szlig;enminister Luigi Di Maio (Insieme per il futuro, &raquo;Gemeinsam f&uuml;r die Zukunft&laquo;) sprach vor diesem Hintergrund von einem &raquo;schwarzen Kapitel f&uuml;r Italien&laquo;. Schwarz k&ouml;nnte die Regierung nach den Wahlen in der Tat aussehen, denn aktuelle Umfragen verraten vor allem anderen: Die Bahn f&uuml;r einen Wahlsieg der Rechten ist geebnet. Angesichts der bewiesenen Instabilit&auml;t dieser Regierung kommen Silvio Berlusconis Forza Italia (FI), Matteo Salvinis Lega und die postfaschistischen &raquo;Fratelli d&rsquo;Italia&laquo; von Giorgia Meloni als Sieger aus dieser Regierungskrise. Sprachen sie in den vergangenen Monaten noch von der Unm&ouml;glichkeit einer rechten Koalition, haben sie die Halbinsel nun doch eines Besseren belehrt. Geschlossen entzogen sie Draghi das Vertrauen. Das Kalk&uuml;l: ein m&ouml;glicher Wahlsieg. &raquo;Bereit wie noch nie, um unserer Nation Zukunft und Hoffnung zu schenken&laquo;, schrieb eine siegessichere Meloni auf Twitter. Obwohl die Rechten vereinzelt in den Umfragen immer wieder Prozentsteigerungen und -senkungen verzeichnen, bleibt die Summe dieses Triumvirats seit 2019 konstant bei 48 Prozent. Das derzeitige Wahlgesetz w&uuml;rde im Falle eines Zusammenschlusses die absolute Mehrheit im Parlament garantieren. Mit schwerwiegenden Folgen f&uuml;r das Land und f&uuml;r Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431101.verlorene-mehrheit-italien-vor-neuwahlen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Neue Handelsroute: Russlands Abk&uuml;rzung nach Indien<\/strong><br>\nDer Handel zwischen Russland und Indien soll k&uuml;nftig schneller und billiger werden. M&ouml;glich gemacht wird das durch eine weitaus k&uuml;rzere Route &uuml;ber den Iran. Der Iran soll auch die Drehscheibe f&uuml;r den Handel werden. Die Abk&uuml;rzung soll den alten umst&auml;ndlichen Handelsweg &uuml;ber Mittelmeer und Atlantik ersetzen. Hintergrund f&uuml;r den schnelleren Korridor sind unter anderem auch die Sanktionen gegen Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3275749\/\">ORF<\/a>\n<p>dazu: <strong>A new corridor for India-Russia trade via Iran is almost ready<\/strong><br>\nIndia&rsquo;s trade with Russia is about to get considerably cheaper and quicker, with Iran set to become a key hub of a new transport corridor. On July 5, in a series of high-level talks, India urged Iran to activate the 7,200-kilometre International North-South Transportation Corridor (INSTC), The Tribune newspaper reported.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/qz.com\/india\/2186296\/a-new-corridor-for-india-russia-trade-via-iran-is-almost-ready\/\">Quartz India<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Moskau: Sanktionen gef&auml;hrden Weltwirtschaft<\/strong><br>\nDas russische Au&szlig;enministerium hat die neuen EU-Sanktionen als zwecklos, zugleich aber rechtswidrig und gef&auml;hrlich f&uuml;r die gesamte Weltwirtschaft bezeichnet. Au&szlig;enamtssprecherin Maria Sacharowa kritisierte das neue Paket:\n<blockquote><p>\nVor dem Hintergrund der offensichtlichen Perspektivlosigkeit und Vergeblichkeit der langj&auml;hrigen Politik, Druck auf Russland auszu&uuml;ben, werden die verderblichen Folgen der EU-Sanktions&uuml;bungen f&uuml;r verschiedene Segmente der Weltwirtschaft und Sicherheit, darunter auch f&uuml;r die EU-Mitgliedsl&auml;nder, immer deutlicher.<br>\n&ndash; Maria Sacharowa, Russlands Au&szlig;enamtssprecherin\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die EU-Sanktionen gegen Russland seien ein Grund f&uuml;r die Versch&auml;rfung der weltweiten Lebensmittelkrise. Die Europ&auml;ische Union versuche, die Au&szlig;enhandelsbeziehungen Russlands zu kappen und gehe dabei auch gegen den Agrarsektor vor.<br>\nAuf der Sanktionsliste seien die Konzernspitzen russischer D&uuml;ngemittelproduzenten gelandet, die f&uuml;r die Finanzierung der Landwirtschaft zust&auml;ndige Bank &ldquo;Rosselchosbank&rdquo; sei vom System Swift abgeschaltet, klagte Sacharowa. Die im Sanktionspaket festgehaltenen Ausnahmeregelungen f&uuml;r den Agrarsektor beeindruckten Sacharowa offenbar nicht. Sie sagte:<\/p>\n<blockquote><p>\nWir wissen leider, dass es bei der EU zwischen den Absichtserkl&auml;rungen und realen Schritten eine riesige Distanz gibt.<br>\n&ndash; Maria Sacharowa, Russlands Au&szlig;enamtssprecherin\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Russland hoffe trotzdem darauf, dass die EU k&uuml;nftig Bedingungen f&uuml;r eine problemlose Ausfuhr von Getreide und D&uuml;nger schaffe, um die Lebensmittelversorgung in der Welt zu st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/eu-sanktionen-russland-gold-importe-100.html%20\">ZDF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zwei Gr&uuml;ne auf dem Kriegspfad &ndash; nach innen wie nach au&szlig;en<\/strong><br>\nHabeck hat gerade ein echtes Problem. Die Einsparverordnung, die in der EU-Kommission gerade vorbereitet wird, nach der jeder EU-Staat den Energieverbrauch um 15 Prozent senken soll, trifft auf Widerstand; Spanien, Portugal und Griechenland ziehen nicht mit. Das ist kein Wunder; die gr&ouml;&szlig;ten Probleme hat n&auml;mlich, dank der schwankenden erneuerbaren Energien, Deutschland. Und warum sollten jetzt die anderen Staaten Energie sparen, um Deutschland zu retten, das sie all die Jahre &uuml;ber mit Sparvorschriften und Eingriffen in die Politik gequ&auml;lt hat? Inzwischen hat ein Vertreter der Internationalen Energieagentur sogar erkl&auml;rt, es m&uuml;ssten 20 Prozent sein.<br>\nBefragt, was er von Forderungen zur Inbetriebnahme von Nord Stream 2 halte, warf sich Habeck gleich sch&uuml;tzend vor die gesamten Sanktionen; es sei &ldquo;Putins Ziel&rdquo;, die Sanktionen zu brechen, und &ldquo;das w&auml;re das Hissen der wei&szlig;en Fahne f&uuml;r Deutschland und Europa&rdquo;.<br>\nSo sieht sie aus, die Mentalit&auml;t dieses Frostmeisters. Der Apothekersohn durfte sicher nie Cowboy und Indianer spielen; und es hat ihm nie jemand erkl&auml;rt, was das Hissen einer wei&szlig;en Fahne bedeutet. Oder Habeck versp&uuml;rt ein ganz dringendes Bed&uuml;rfnis, von Russland als Kriegspartei wahrgenommen zu werden. Denn das m&uuml;sste er sein, um einen Anlass f&uuml;r das Hissen einer wei&szlig;en Fahne zu haben. (&hellip;)<br>\nBundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock wiederum hat ja mehr Angst, im Inland wei&szlig;e Fahnen hissen zu m&uuml;ssen. In Bezug auf die Gasturbine in Kanada hatte sie gesagt, wenn diese nicht k&auml;me, &ldquo;dann bekommen wir kein Gas mehr, und dann k&ouml;nnen wir &uuml;berhaupt keine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine mehr leisten, weil wir dann mit Volksaufst&auml;nden besch&auml;ftigt sind&rdquo;.<br>\nDas &ldquo;besch&auml;ftigt&rdquo; meinte sie definitiv nicht in dem Sinne, dass die Gr&uuml;nen Teil des aufst&auml;ndischen Volks w&auml;ren. Im Gegenteil. Genau betrachtet, l&auml;sst sie in diesem Satz ihre politischen Priorit&auml;ten erkennen. Das &ldquo;Wir&rdquo; ist eines der Obrigkeit, fast schon ein Pluralis Majestatis. Das Volk, das aufsteht, steht gegen sie auf, gegen die Gr&uuml;nen, und wie das &ldquo;besch&auml;ftigt&rdquo; aussehen mag, hat Nancy Faeser mit der Errichtung einer Bundeswehreinheit zum Einsatz im Inneren schon durchblicken lassen. Auch der Spin f&uuml;r den Aufstand wird schon gesponnen &ndash; wer nicht zu frieren bereit ist, ist ein Nazi.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/144221-zwei-grune-auf-kriegspfad-nach\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Baerbock f&uuml;rchtet Unruhen: &bdquo;Dann k&ouml;nnen wir &uuml;berhaupt keine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine mehr leisten&ldquo;<\/strong><br>\nDie hohen Gaspreise seien f&uuml;r viele Menschen in Deutschland eine gro&szlig;e Belastung, so die Au&szlig;enministerin weiter. &bdquo;Das ist unsere wichtige Aufgabe f&uuml;r den Winter, wir m&uuml;ssen daf&uuml;r sorgen, dass dieser Krieg nicht zu einer Spaltung der Gesellschaft f&uuml;hrt&ldquo;, f&uuml;gte sie hinzu. &bdquo;Auftrag der Bundesregierung ist es, die sozialen Kompetenzen abzufedern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/annalena-baerbock-bei-rnd-vor-ort-kritik-an-kretschmers-ukraine-forderungen-LCS7M3YGWZAIZE65WH5NZB62KA.html%20\">RND<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es wurden bzw. werden Unruhen bef&uuml;rchtet, aber dennoch wird die Politik der Verunsicherung der hiesigen Bev&ouml;lkerung generell fortgesetzt. So handelt keine rational handelnde Regierung. Tobias Riegel hat das in einem Beitrag kommentiert: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86150\">Baerbock und die &bdquo;Volksaufst&auml;nde&ldquo;<\/a>. Bitte lesen Sie dazu aber auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86016\">Kampagne gegen die B&uuml;rger und ihre Proteste: Wer Kritik &uuml;bt, &bdquo;br&uuml;llt Verachtung f&uuml;r die Demokratie heraus&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Ob Habecks Ma&szlig;nahmen schnell umzusetzen sind, scheint uns fraglich&ldquo;<\/strong><br>\nGeplante Ma&szlig;nahmen zum Energiesparen k&ouml;nnen aus Sicht des Eigent&uuml;merverbands Haus &amp; Grund nicht schnell umgesetzt werden. Pr&auml;sident Kai Warnecke sagte der Deutschen Presse-Agentur: &bdquo;Zum einen m&uuml;ssen Eigent&uuml;mer wie Vermieter heute schon lange auf einen Handwerker warten. Dazu schl&auml;gt auch der Materialmangel aufgrund der immer noch schleppend laufenden Lieferketten in diesem Bereich durch.&ldquo;<br>\nViele der von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen seien sehr sinnvoll. &bdquo;Ob sie aber angesichts von Handwerkermangel und Materialengp&auml;ssen schnell umzusetzen sind, scheint uns fraglich.&ldquo; (&hellip;)<br>\nAngesichts der Bef&uuml;rchtungen vor einem Gasmangel im Winter kann sich die Heizungsbranche vor Auftr&auml;gen schon jetzt kaum retten. Die M&ouml;glichkeiten zu zus&auml;tzlichen Heizungschecks sind deshalb begrenzt. &bdquo;Die Auftragsb&uuml;cher sind im Moment so gut gef&uuml;llt wie selten &ndash; f&uuml;r den Sommer ist es ein absoluter H&ouml;chststand&ldquo;, fasste Frank Ebisch vom Zentralverband Sanit&auml;r Heizung Klima (ZVSHK) das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen zusammen. Im Durchschnitt seien die Firmen f&uuml;r 18 Wochen ausgelastet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article240056195\/Eigentuemerverband-Haus-Grund-Ob-Habecks-Massnahmen-schnell-umzusetzen-sind-scheint-uns-fraglich.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Habeck sieht Homeoffice als M&ouml;glichkeit zum Energiesparen<\/strong><br>\nDer Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck sieht in der verst&auml;rkten Nutzung von Homeoffice eine weitere M&ouml;glichkeit zu Energieeinsparungen. Wenn im Winter die Wohnung geheizt w&uuml;rden und die B&uuml;ros kalt blieben, m&uuml;sse das auch ein Thema zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sein &ndash; genauer &auml;u&szlig;erte ich Habeck in der Pressekonferenz zur Gaslage gestern nicht. Betriebsferien k&ouml;nnten demnach etwa im Block organisiert werden und ebenfalls Gas einsparen. (&hellip;)<br>\nDie m&ouml;glichen Pl&auml;ne zur verst&auml;rkten Nutzung des Homeoffice will Habeck im einberufenen B&uuml;ndnis f&uuml;r Energieeinsparungen mit den Sozialpartnern besprechen. &Uuml;berall, so Habeck, sei Homeoffice aber keine gute und umsetzbare M&ouml;glichkeit. Neben der Energiekrise fordert die Bundesregierung von Wirtschaft und Handel f&uuml;r den kommenden Winter &ndash; mit Blick auf Corona &ndash; die Integration von Homeoffice-Konzepten am Arbeitsplatz in Zeiten hoher Infektionszahlen.<br>\nAls Beispiel f&uuml;r Betriebsferien nannte der Minister etwa die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Zwischen den Jahren k&ouml;nnten demnach &ldquo;B&uuml;rogeb&auml;ude ganz dichtgemacht werden und dann auch nicht geheizt werden&rdquo;. Das gelte ebenfalls nicht f&uuml;r alle Unternehmen, wie etwa in der<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Gaskrise-Habeck-sieht-Homeoffice-als-Moeglichkeit-zum-Energiesparen-7186938.html\">Heise Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Reines Wunschdenken. Ersichtlich ist, dass insbesondere der federf&uuml;hrende Bundesminister &uuml;ber keine schl&uuml;ssige Strategie verf&uuml;gt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bund l&auml;sst Gaspreise steigen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung steigt mit insgesamt 15 Milliarden Euro beim Energieversorger Uniper ein und erwirbt damit 30 Prozent der Unternehmensanteile, wie der in D&uuml;sseldorf ans&auml;ssige Konzern am Freitag mitteilte. Uniper steht wegen der von Deutschland und der EU verh&auml;ngten Gasblockade gegen Russland und die daraufhin stark gestiegenen Preise vor der Pleite. Der Preis f&uuml;r die Aktien liegt mit je 1,70 Euro bei weniger als einem F&uuml;nftel des B&ouml;rsenkurses. Damit kann der Staat &ndash; wie schon beim Einstieg bei der Lufthansa in der Coronakrise &ndash; von einer Erholung des Unternehmens sp&auml;ter finanziell profitieren.<br>\nVom 1. Oktober an k&ouml;nnen Uniper und andere Gasimporteure mit Erlaubnis der Bundesregierung 90 Prozent der Ersatzbeschaffungskosten an die Kunden &ndash; Stadtwerke und gro&szlig;e Industrieunternehmen &ndash; weiterreichen. Auf das Umlageverfahren h&auml;tten sich die Bundesregierung, Uniper und der finnische Mehrheitseigner Fortum verst&auml;ndigt, hie&szlig; es in der Mitteilung. Eine Zerschlagung von Uniper, wie sie das finnische Unternehmen in den Verhandlungen ins Gespr&auml;ch gebracht hatte, ist vom Tisch. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte in Berlin, die Gasimporteure k&ouml;nnten die h&ouml;heren Einkaufspreise ab September oder Oktober an die Verbraucher weitergeben. Dadurch k&auml;men auf eine vierk&ouml;pfige Familie zus&auml;tzliche Belastungen in H&ouml;he von 200 oder 300 Euro zu. Die Umlage kommt zus&auml;tzlich zu einer ohnehin erwarteten Preiswelle, mit der Haushalte schrittweise rechnen m&uuml;ssen.<br>\nScholz stellte Staatshilfen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung in Aussicht. Anfang 2023 solle eine Wohngelderh&ouml;hung verabschiedet werden, bei der auch eine Heizkostenpauschale vorgesehen sei. Der Sozialverband VdK kritisierte, die bislang Vergessenen der Entlastungspakete h&auml;tten keine Zeit bis Anfang kommenden Jahres zu warten. &raquo;Rentnerinnen und Rentner, pflegende Angeh&ouml;rige, Kranken- und Erziehungsgeldempf&auml;nger brauchen so schnell wie m&ouml;glich Hilfe, um die steigenden Energiekosten bezahlen zu k&ouml;nnen&laquo;, sagte VdK-Pr&auml;sidentin Verena Bentele. Die Energiegewerkschaft IG BCE forderte einen Solidarit&auml;tsaufschlag f&uuml;r Privathaushalte mit besonders hohem Gasverbrauch. Der Stadtwerkeverband VKU erkl&auml;rte, die Umlage sollte zeitlich gestreckt und staatlich abgefedert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431022.russland-blockade-bund-l%C3%A4sst-gaspreise-steigen.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin J.P.:<\/strong> Wird dann das Geld an die Gasverbraucher zur&uuml;ckgegeben werden? Ich denke, dieses Geld landet in irgendwelchen Kan&auml;len&hellip;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gasvorkommen im Senegal: Auch Deutschland will ein St&uuml;ck vom Kuchen<\/strong><br>\nUmweltorganisationen kritisieren deutsches Engagement zur F&ouml;rderung von Erdgas im Senegal. Es geht um einzigartige Naturparks und den Klimaschutz, den die Bundesregierung oft nur mit Worten angeht.<br>\nDie Rohstoffe Afrikas sind in Deutschland begehrt. Hatte die Bundesregierung lange daraufgesetzt, Afrika als Quelle von gr&uuml;nem Wasserstoff zu erschlie&szlig;en, so wecken jetzt auch Erd&ouml;l und Erdgas das Interesse in Berlin.<br>\nAls das Fraunhofer-Institut f&uuml;r Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) im letzten Jahr seinen &ldquo;PtX-Atlas&rdquo; vorstellte, hie&szlig; es noch, die L&auml;nder Westafrikas k&ouml;nnen den weltweiten Bedarf an gr&uuml;nem Wasserstoff decken. Auch das Bundesforschungsministerium hatte einen &ldquo;Potenzialatlas Wasserstoff&rdquo; ver&ouml;ffentlicht.<br>\nIn diesem Jahr sind wieder die fossilen Energietr&auml;ger in den Fokus geraten. In Russland m&ouml;chte man sie nicht mehr einkaufen, deshalb sollen andere Lieferanten erschlossen werden. Der Senegal ist eines der L&auml;nder, auf die man jetzt hofft.<br>\nVor der K&uuml;ste des Senegal und seines n&ouml;rdlichen Nachbarn, Mauretanien, will der &Ouml;lkonzern BP gemeinsam mit anderen Investoren ein gro&szlig;es Gasfeld erschlie&szlig;en und ausbeuten. Geplant ist auch der Bau eines schwimmenden Exportterminal f&uuml;r verfl&uuml;ssigtes Erdgas (LNG). Ab Ende 2023 sollen ungef&auml;hr 3,4 Milliarden Kubikmeter pro Jahr verschifft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gasvorkommen-im-Senegal-Auch-Deutschland-will-ein-Stueck-vom-Kuchen-7188057.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Patentiert: G&uuml;nstiger chemischer W&auml;rmespeicher ohne Isolierung<\/strong><br>\nNachtspeicherheizungen halten W&auml;rme einige Stunden, Speicher aus Salz, Sand oder Beton sogar einige Monate. Ebenso lange Speicherzeiten bietet nun ein neuartiger thermochemischer W&auml;rmespeicher, den Franz Winter und sein Team an der Technischen Universit&auml;t Wien entwickelt haben. Die Grundlage bildet eine spezielle chemische Reaktion, um etwa Abw&auml;rme von Industrieanlagen oder auch Sonnenw&auml;rme im Sommer lange zu speichern. &Uuml;ber eine weitere Reaktion kann diese W&auml;rme selbst Monate sp&auml;ter wieder freigesetzt werden, um damit den Winter hindurch Geb&auml;ude zu heizen.<br>\nDas grundlegende Prinzip des j&uuml;ngst patentierten Suspensionsreaktors ist die Umwandlung von W&auml;rmeenergie in chemische Energie und wieder zur&uuml;ck. &ldquo;Wir verwenden etwa Bors&auml;ure, ein festes Material, das wir mit &Ouml;l vermischen&rdquo;, sagt Winter. Die daraus entstehende &ouml;lige Suspension kommt in einen Reaktor, dessen Wand auf eine Temperatur zwischen 70 und 200 Grad Celsius aufgeheizt wird. Dabei wird Bors&auml;ure in Boroxid umgewandelt und Wasser freigesetzt. Die &ouml;lige Boroxid-Suspension l&auml;sst sich ohne aufwendige W&auml;rmeisolation in Tanks lagern. F&uuml;hrt man sp&auml;ter dieser Suspension wieder Wasser zu, l&auml;uft die chemische Reaktion umgekehrt ab. Die Folge: die anfangs gespeicherte W&auml;rme wird wieder freigesetzt. &ldquo;Damit ist der Kreislauf geschlossen und die Suspension kann ein weiteres Mal verwendet werden&rdquo;, sagt Winter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Chemischer-Waermespeicher-patentiert-der-keine-Isolierung-braucht-7185720.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Baerbock findet Erdogans Foto &ldquo;mehr als unverst&auml;ndlich&rdquo;<\/strong><br>\nAu&szlig;enministerin Annalena Baerbock hat den t&uuml;rkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan f&uuml;r dessen Pose auf einem Gruppenfoto mit den Pr&auml;sidenten Russlands und des Irans kritisiert. Das Bild, das am Dienstag bei einem Gipfeltreffen Erdogans mit Kremlchef Wladimir Putin und dem Iraner Ebrahim Raisi in Teheran entstanden ist, zeigt die drei Staatsoberh&auml;upter, wie sie sich l&auml;chelnd an den H&auml;nden halten.<br>\n&ldquo;Dass der t&uuml;rkische Pr&auml;sident mit auf diesem Foto ist, das ist eine Herausforderung, um es mal freundlich zu sagen&rdquo;, sagte Baerbock der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Die T&uuml;rkei als NATO-Staat gebe der Ukraine milit&auml;risch &ldquo;massive Unterst&uuml;tzung&rdquo; im Krieg gegen den Angreifer Russland und sei auch am j&uuml;ngsten Abkommen zur Sicherung ukrainischer Getreideexporte beteiligt, merkte die Gr&uuml;nen-Politikerin an. &ldquo;Deswegen ist mir dieses Foto mehr als unverst&auml;ndlich, gerade aus Sicht eines NATO-Mitglieds.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Baerbock-findet-Erdogans-Foto-mehr-als-unverstaendlich-article23483370.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die &Auml;u&szlig;erung belegt einmal mehr, der deutschen Au&szlig;enministerin geht es nur um Symbolik, nicht um L&ouml;sungen. Au&szlig;erdem ist ebenso unverst&auml;ndlich, warum das Verhalten des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten ausgerechnet bei diesem Fotoshooting problematisch sein soll, dessen milit&auml;risches Vorgehen gegen die Kurden aber nicht. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kassen&auml;rztechef pocht auf Ende von Quarant&auml;ne- und Isolationspflicht<\/strong><br>\nKassen&auml;rztechef Andreas Gassen hat gefordert, alle Isolations- und Quarant&auml;nepflichten wegen Covid-19 aufzuheben, um Personalengp&auml;sse zu entsch&auml;rfen. &raquo;Wir m&uuml;ssen zur&uuml;ck zur Normalit&auml;t. Wer krank ist, bleibt zu Hause. Wer sich gesund f&uuml;hlt, geht zur Arbeit&laquo;, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KBV) der &raquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&laquo; (NOZ). &raquo;So halten wir es mit anderen Infektionskrankheiten wie der Grippe auch.&laquo;<br>\nGassen sagte, dass die Infektionszahlen seit Monaten sehr hoch seien und es wegen weniger Tests wohl zus&auml;tzlich Hunderttausende nicht erkannter Ansteckungen pro Tag<br>\ngebe. Die Verl&auml;ufe seien aber fast immer mild . &raquo;Das Problem sind also nicht die vielen Infektionen, sondern, dass positiv Getestete auch ohne Symptome mehrere Tage zu Hause bleiben, in Isolation geschickt werden. Dadurch entstehen die Personalengp&auml;sse in den Kliniken und anderswo.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/coronavirus-kassenaerztechef-fordert-ende-von-quarantaene-und-isolationspflicht-a-6b6fa240-b9d2-424e-a7ba-a5b8ad735973%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p>dazu: <strong>Lauterbach geht Kassen&auml;rzte-Chef wegen Corona-Impfungen an<\/strong><br>\nStreit &uuml;ber die Notwendigkeit der zweiten Corona-Booster-Spritze und die Impfpl&auml;ne: Lauterbach weist die Kritik von Gassen scharf zur&uuml;ck.<br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich ver&auml;rgert &uuml;ber &Auml;u&szlig;erungen des Chefs der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, zur Corona-Impfung gezeigt. &ldquo;Ich halte es f&uuml;r problematisch, wenn der Eindruck erweckt wird, die Impfung f&uuml;r &Auml;ltere im Herbst sei nicht notwendig&rdquo;, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) nach Angaben vom Sonntag.<br>\nZumindest f&uuml;r die &uuml;ber 60-J&auml;hrigen sei unumstritten, dass die Booster-Spritze wichtig sei, &ldquo;um schwere Krankheitsverl&auml;ufe oder gar Todesf&auml;lle zu verhindern&rdquo;. Von einem &Auml;rztefunktion&auml;r erwarte er, &ldquo;dass er das klarmacht&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gesundheitsminister-verteidigt-strategie-lauterbach-geht-kassenaerzte-chef-wegen-corona-impfungen-an\/28544784.html%20\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p>dazu aber auch: <strong>Felicia Binger &uuml;ber Zensur durch das BMG<\/strong><br>\nDas @BMG_Bund l&ouml;scht im &uuml;brigen permanent Kommentare auf #Instagram von Betroffenen die um Hilfe bitten und oder einfach Ihren Gesundheitszustand beschreiben. Ich hab jetzt schon das dritte mal kommentiert. #postvacsyndrom #Impfschaeden @Karl_Lauterbach#1von5000<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FeliciaBinger\/status\/1550476155660259329?cxt=HHwWgsC-ran2soQrAAAA\">Felicia Binger via Twitter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&laquo;So hoch ist das Risiko f&uuml;r Long Covid wirklich&raquo; &ndash; wirklich?<\/strong><br>\nDie Sch&auml;tzungen zu &laquo;Long Covid&raquo; schwanken stark. F&uuml;r Wissenschaftler kommt das nicht &uuml;berraschend, f&uuml;r Journalisten schon.<br>\n&laquo;1 von 5&raquo; Erwachsenen leide nach Covid an Gesundheitsproblemen, twitterte die US-Gesundheitsbeh&ouml;rde CDC im Mai 2022 &ndash; und von der &laquo;New York Times&raquo; bis zum &laquo;Deutschen &Auml;rzteblatt&raquo; verbreiteten viele Medien diese Schreckensnachricht zu &laquo;Long Covid&raquo;.<br>\nF&uuml;r die CDC-Studie hatten Forscherinnen Krankenakten ausgewertet. Sie verglichen die Akten von Erwachsenen, die nach einer Covid-Erkrankung oder nach einem positiven Coronatest zum Arzt gegangen waren, mit denen von Personen, die noch kein Covid gehabt hatten.<br>\nDoch die wichtigste Information fehlte im Tweet: Die Autorinnen der Studie wissen nicht, ob die beiden Personengruppen mit und ohne Covid &uuml;berhaupt vergleichbar sind. Denn sie hatten nicht gen&uuml;gend Informationen zu &Uuml;bergewicht, Geschlecht, sozialem Status, Covid-Impfungen und weiteren Faktoren bei den Patienten, die das Risiko f&uuml;r Covid, Long Covid sowie andere Krankheiten stark beeinflussen. Sie wissen auch nicht, wie repr&auml;sentativ die Studienteilnehmenden waren. Das erw&auml;hnen sie selbst ziemlich am Ende ihrer vierseitigen Abhandlung. Damit ist die Studie nicht aussagekr&auml;ftig und sollte zu keinen Schlagzeilen f&uuml;hren. (&hellip;)<br>\n&laquo;Entscheidend ist die Frage, ob die Symptome und Beschwerden durch die Infektion verursacht sind oder eine andere Ursache haben. Der Begriff &lsaquo;Long Covid&rsaquo; impliziert eine Kausalit&auml;t&raquo;, so Hemkens.<br>\nEr schl&auml;gt ein Gedankenexperiment vor: &laquo;Angenommen, jeder vierte Mensch hat hin und wieder Kopfschmerzen und von denen, die ein Medikament nehmen sind es 26 von 100 &ndash; dann w&uuml;rde man Patienten, die das Medikament nehmen, verunsichern, wenn man ihnen pauschal sagt &laquo;jeder Vierte, der das Medikament nimmt, hat als Nebenwirkungen Kopfschmerzen.&raquo;<br>\nDer Begriff &laquo;Nebenwirkungen&raquo; impliziere, dass die Kopfschmerzen durch das Medikament verursacht werden, so wie &laquo;Long COVID&raquo; impliziere, dass die Beschwerden von der Infektion herr&uuml;hren, gibt der Epidemiologe zu bedenken. &laquo;Richtig w&auml;re es, in diesem Beispiel zu sagen, dass es einer von 100 zus&auml;tzlich ist, aber 25 von 100 sind es auch ohne Medikament.&raquo;<br>\nWichtig sei es, so Hemkens, die Ursache bei jedem Einzelnen zu erkennen, und dann bestm&ouml;glich zu helfen &ndash; und daf&uuml;r brauche es qualitativ hochstehende Forschung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/so-hoch-ist-das-risiko-fuer-long-covid-wirklich-wirklich\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Was &uuml;ber #Porschegate bekannt ist<\/strong><br>\nVielleicht sollte man sich bei dieser Geschichte gleich am Anfang nochmal ins Ged&auml;chtnis rufen: Dass Vertreter der Wirtschaft und der Politik sich austauschen, enge Kontakte und manchmal gar Freundschaften pflegen, ist hinl&auml;nglich bekannt. Und es ist auch nicht per se etwas Verwerfliches, wenn Firmen Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Gerade in der Autobranche gibt es Verbindungen, die kein Geheimnis sind. Die CSU hat einen hervorragenden Draht zu BMW &ndash; und die SPD ist schon allein &uuml;ber Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Stephan Weil bestens mit VW vernetzt. Dieser sitzt sogar im Aufsichtsrat des Konzerns.<br>\nDavon unber&uuml;hrt ist aktuell unter dem Hashtag #PorscheGate eine Debatte dar&uuml;ber entbrannt, ob zwei m&auml;chtige M&auml;nner einen zu regen Austausch gepflegt haben. Der eine ist Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender von Porsche und mittlerweile designierter Nachfolger von Herbert Diess als VW-Konzernchef. Der andere ist Christian Lindner, FDP-Finanzminister und bekennender Porsche-Fan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/porschegate-blume-lindner-anstalt-zdf-1.5626573%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> &bdquo;Und es ist auch nicht per se etwas Verwerfliches, wenn Firmen Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Wie kommt die SZ auf diese Schnapsidee? B&uuml;rger, die ihr Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Anspruch nehmen und mit den ihnen gegebenen Mitteln, etwa durch kollektive Manifestation ihrer Interessen durch eine Demonstration, Einfluss auf politische Entscheidung nehmen wollen, sind dagegen laut der Definition der Innenministerin &bdquo;Rechtsextreme&ldquo; und &bdquo;Demokratiefeinde&ldquo;. Der Lobbyismus der Industrie ist dann also &bdquo;demokratiefreundlich&ldquo;. Und das Engagement des jetzigen Bundeskanzler Scholz und damaligen Hamburger B&uuml;rgermeister daf&uuml;r, dass die in den CumEx-Betrug verwickelte Warburg Bank ihre Steuerschulden nicht begleichen musste, war dann wohl gelebte Demokratie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Banken bekommen im Cum-Ex-Skandal Geld vom Staat zur&uuml;ck<\/strong><br>\nLange machten Banken mit Cum-Ex-Gesch&auml;ften hohe Gewinne, dann kassierten sie empfindliche Strafen. Eine kuriose Folge des Skandals: Frankfurt muss den Instituten nun zu viel bezahlte Gewerbesteuern erstatten.<br>\nDer Skandal um illegale Cum-Ex-Gesch&auml;fte hat f&uuml;r Frankfurt am Main ein teures Nachspiel: Die Stadt stellt sich darauf ein, Banken Gewerbesteuern im dreistelligen Millionenbereich zur&uuml;ckzahlen zu m&uuml;ssen. Es k&ouml;nne sich um eine Summe von etwa 200 Millionen bis 400 Millionen Euro handeln, erkl&auml;rte das zust&auml;ndige Dezernat am Freitag auf Anfrage. Zuvor hatte die &raquo;Wirtschaftswoche&laquo; dar&uuml;ber berichtet. (&hellip;)<br>\nBei Cum-Ex-Gesch&auml;ften lie&szlig;en sich Banken Steuern erstatten, die sie nie bezahlt hatten. Rund um den Dividendenstichtag schoben mehrere Beteiligte Aktien mit (&raquo;cum&laquo;) und ohne (&raquo;ex&laquo;) Aussch&uuml;ttungsanspruch hin und her. Dabei nutzten Investoren eine Gesetzesl&uuml;cke, um den Fiskus &uuml;ber Jahre um Steuern zu prellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/banken-bekommen-im-cum-ex-skandal-geld-vom-staat-zurueck-a-02108298-0c3e-4300-9dc7-a01691103d6a\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lieferando-Fahrerin: &bdquo;Manchmal komme ich nach Hause und fange an zu weinen&ldquo;<\/strong><br>\nImmer wieder werden die Arbeitsbedingungen von Lieferdienst-Kurieren angeprangert. Wir haben eine Lieferando-Fahrerin am hei&szlig;esten Tag des Jahres begleitet. (&hellip;)<br>\nVor zwei Tagen ging auf Twitter ein Aufschrei viral. &bdquo;Heute 35&deg;C, morgen 38&deg;C. Lieferando, wann wird der Betrieb eingestellt? Wir fahren 8-Stunden-Schichten in der prallen Sonne, die ganze Zeit im Stress durch Vorgesetzte, Bonussystem und die Angst, gek&uuml;ndigt zu werden. Das ist gef&auml;hrlich!&ldquo; Geschrieben hat dies das Lieferando Workers Collective (LWC), ein loser Zusammenschluss von etwa 30 Ridern.<br>\nIn der offiziellen Stellungnahme von Lieferando hei&szlig;t es dazu: &bdquo;Gesundheit hat bei uns oberste Priorit&auml;t.&ldquo; Die Fahrer seien angehalten, h&auml;ufiger Pausen zu machen und Wasser werde im Hub, dem Fahrradlager, zur Verf&uuml;gung gestellt. Der Hub befindet sich in der Kochstra&szlig;e in Mitte. Weit entfernt von Iris&rsquo; Einsatzort. &bdquo;Warum&ldquo;, fragt sie, &bdquo;gibt es nicht mehr Orte, wo wir uns aufhalten und Wasser holen k&ouml;nnen?&ldquo; Lieferando verweist darauf, dass man auch in den Partnerrestaurants um Wasser bitten k&ouml;nne. Zudem gibt es eine Karte, in denen Wasserspender in der Stadt eingezeichnet sind.<br>\nNur wenige Sekunden, nachdem Iris ihre erste Bestellung ausgef&uuml;hrt hat, ert&ouml;nt wieder das blecherne &bdquo;Bling!&ldquo; Eine neue Bestellung, wieder Burger. Sie steigt auf ihr Fahrrad. Sieben Minuten durch die Hasenheide zum Laden. Von dort am Hermannplatz vorbei elf Minuten zum Kunden. Iris f&auml;hrt langsam. Von hinten sieht man nur ihren Rucksack, darunter ihre d&uuml;nnen Beine. Sie schnauft. Das E-Bike sei nicht wirklich eine Entlastung, sagt sie. Nur, wenn es bergauf gehe, helfe es ein bisschen. (&hellip;)<br>\nAn manchen Tagen, erz&auml;hlt Iris, f&uuml;hre sie der Algorithmus mit jeder Bestellung ein bisschen weiter weg von ihrem Einsatzort. Neulich sei sie am Ende in Wilmersdorf gelandet. Nach einer harten Schicht habe sie noch eine dreiviertel Stunde mit dem Fahrrad nach Hause gebraucht. Sie verfasst handschriftliche Flyer f&uuml;r Demonstrationen gegen die Arbeitsbedingungen bei Lieferando. In einem hei&szlig;t es: &bdquo;Wie oft haben wir von Kollegen geh&ouml;rt, dass sie nur eine Zeit lang hier arbeiten? Wie oft haben wir uns das selbst gesagt und sind doch geblieben?&ldquo; (&hellip;)<br>\nNat&uuml;rlich frage sie sich oft, wie lange sie das noch machen wolle. Doch dann denkt Iris an ihren Traum, daran, dass sie kaum Deutsch und auch nicht besonders gut Englisch spricht. Und was soll sie auch sonst arbeiten? &bdquo;Noch ein bisschen&ldquo;, sagt sie, &bdquo;vielleicht noch bis zum Winter.&ldquo; Vielleicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/arbeiten-in-der-hitzewelle-lieferando-fahrerin-manchmal-komme-ich-nach-hause-und-muss-weinen-li.249010\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie industrielle Staatsb&uuml;rgerrechte die Demokratie sichern<\/strong><br>\nDer Begriff &bdquo;Industrial Citizenship&ldquo; ist in Debatten um die zuk&uuml;nftige Arbeitswelt eher selten an der Tagesordnung. Dabei bietet die auf Thomas Marshall zur&uuml;ckgehende Idee &bdquo;industrieller Staatsb&uuml;rger:innen&ldquo; heute einen wichtigen Kompass f&uuml;r die gro&szlig;en Herausforderungen der Transformation: sie verkn&uuml;pft den Status der Erwerbst&auml;tigkeit unmittelbar mit sozialen Rechten, die eine demokratische Gesellschaft im Kern zusammenhalten. Welche Rechte und Ressourcen es sind, die Besch&auml;ftigten soziale und demokratische Teilhabe garantieren &ndash; und warum sie immer wieder erk&auml;mpft werden m&uuml;ssen &ndash; erkl&auml;rt WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch in der neuen Folge von Systemrelevant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/podcasts-22421-industrielle-staatsbuergerrechte-42280.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Streit ums Gendern: Nein, die deutsche Sprache diskriminiert Frauen nicht<\/strong><br>\nBevorzugt unsere Sprache M&auml;nner? Bef&uuml;rworter des Genderns verweisen auf Studien, die das zeigen sollen. Wissenschaftler weisen diese These zur&uuml;ck. Eine Analyse.<br>\nBei einem Wort wie B&uuml;rger w&uuml;rden wir &bdquo;eher an M&auml;nner denken&ldquo;. Studien h&auml;tten das belegt. Wer die Debatte um das Gendern der Sprache verfolgt, hat Aussagen wie diese wahrscheinlich oft geh&ouml;rt. Bislang weniger bekannt ist, dass Sprachwissenschaftler und Germanisten diese These als unhaltbar zur&uuml;ckweisen.<br>\nAn den besagten Studien kritisieren sie gravierende wissenschaftliche M&auml;ngel; die Interpretation der Ergebnisse betrachten sie als falsch und irref&uuml;hrend. Was also geht uns beim Lesen und H&ouml;ren wirklich durch den Kopf?<br>\nUm die Aussagekraft und Relevanz der Studien beurteilen zu k&ouml;nnen, ist es sinnvoll, sich zun&auml;chst eine empirische Tatsache vor Augen f&uuml;hren. W&ouml;rter wie B&uuml;rger, Lehrer, Freunde oder Demonstranten werden von den meisten Menschen als Bezeichnungen f&uuml;r Frauen und M&auml;nner benutzt und korrekt geschlechtsneutral verstanden. G&auml;be es Verst&auml;ndnisprobleme (wie manche Genderbef&uuml;rworter behaupten), w&auml;re das l&auml;ngst aufgefallen: Wir m&uuml;ssten uns dauernd erkl&auml;ren, st&auml;ndig nachfragen. (&hellip;)<br>\nKurz: Die Ergebnisse aus den ohnehin fragw&uuml;rdigen Studien, die mit dem &uuml;blichen Sprachgebrauch oft nichts zu tun haben, sind noch nicht einmal auf die Gesamtbev&ouml;lkerung &uuml;bertragbar. Die Linguistin Gisela Klann-Delius hat das in &bdquo;Sprache und Geschlecht&ldquo; (Metzler-Verlag) problematisiert. Rainer und Neef kritisieren die verwendeten Stichproben ausdr&uuml;cklich. (&hellip;)<br>\nWer diese Studie zitiert, geht &uuml;blicherweise dar&uuml;ber hinweg, dass die Studienautoren selbst genau diese und weitere Einschr&auml;nkungen machen: Faktoren wie sozio&ouml;konomischer Hintergrund, Interesse und Intelligenz d&uuml;rften nicht au&szlig;er Acht gelassen werden, wenn man versuche, Berufswahlentscheidungen zu verstehen, schreiben sie. Und auch berufliche Interessen d&uuml;rfe man nicht vernachl&auml;ssigen. N&ouml;tig seien Wiederholungen des Tests, Langzeitstudien (sogenannte L&auml;ngsschnittstudien) und so weiter.(&hellip;)<br>\nDass sich Frauen nicht davon abhalten lassen, einen Berufsweg einzuschlagen, weil generische Maskulina im allgemeinen Sprachgebrauch und in den Medien g&auml;ngig sind, zeigen indes die wirklich belastbaren Daten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/streit-ums-gendern-nein-die-deutsche-sprache-diskriminiert-frauen-nicht-li.246245\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;Es gab da Massenmorde&rdquo;: Was noch fehlt in der Documenta-Debatte<\/strong><br>\nBislang geht es um Antisemitismus, aber nicht um die westdeutsche Rolle beim Indonesian Genocid, dessen Darstellung den Skandal ausl&ouml;ste.<br>\nEin wesentlicher Inhalt des beanstandeten Kunstwerks des indonesischen K&uuml;nstlerkollektivs Taring Padi, einer meterhohen Plakatwand mit Wimmelbild, wurde in der vom Antisemitismus-Vorwurf dominierten Debatte kaum benannt: Der Indonesian Genocid, die Massaker in Indonesien 1965&ndash;1966.<br>\nWie steht es damit? Die westdeutsche Rolle beim Indonesian Genocid 19651, ist in der &Ouml;ffentlichkeit wenig bekannt. Erst 2020 kamen entsprechende BND-Akten ans Licht.<br>\nWird Information &uuml;ber einen dunklen Fleck auf dem Image der westdeutschen Staatengemeinschaft zur&uuml;ckgehalten oder unterdr&uuml;ckt? In der Debatte &uuml;ber das Kunstwerk von Taring Padi wurden Mutma&szlig;ungen &uuml;ber einen solchen Hintergrund angestellt.<br>\nEin Kl&auml;rungsversuch.<br>\nEs geht um die bislang einer breiten &Ouml;ffentlichkeit v&ouml;llig unbekannte &ldquo;Jakarta-Methode&rdquo; (Vincent Bevins). Darunter versteht man besonders brutale &ldquo;Regime Change&rdquo;-Operationen, benannt nach dem Indonesian Genocid von 1965, mit dem sich moderne indonesische Kunst auseinandersetzt und an den Taring Padi mit ihrem Plakat wohl erinnern wollten.<br>\nInzwischen ist nicht nur der Ruf der Documenta bedroht, sondern auch der Ruf der Kunstfreiheit in Deutschland. Die von der Bild-Zeitung ausgehende Skandalisierung f&uuml;hrte sogar zu einer Gef&auml;hrdung der K&uuml;nstler.<br>\n&ldquo;&Uuml;bertriebene Anschuldigungen, dass das Kunstwerk eine Nazi-Stimmung im Goebbels-Stil widerspiegele, haben extremistische, reaktion&auml;re Reaktionen angeheizt und eine gef&auml;hrliche Atmosph&auml;re geschaffen, in der die Sicherheit der K&uuml;nstler bedroht ist.&rdquo; Asienhaus (&hellip;)<br>\nOb und inwieweit die Entfernung des Kunstwerks &ldquo;People&rsquo;s Justice&rdquo; des indonesischen K&uuml;nstlerkollektivs Taring Padi etwas mit den verzweifelten Versuchen westlicher Geheimdienste zu tun hat, ihre &ldquo;Jakarta-Methode&rdquo; weiter zu verbergen und den Indonesian Genocid weiter herunterzuspielen, ist eine raunende Spekulation.<br>\nAber, dass es hier einen h&auml;sslichen Hintergrund gibt, ist nicht zu leugnen. Vielleicht werden wir mehr erfahren, wenn Bundeskanzler Olaf Scholz die betreffenden BND-Akten endlich freigibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Es-gab-da-Massenmorde-Was-noch-fehlt-in-der-Documenta-Debatte-7188151.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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