{"id":86256,"date":"2022-07-26T08:41:54","date_gmt":"2022-07-26T06:41:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256"},"modified":"2022-07-26T08:41:54","modified_gmt":"2022-07-26T06:41:54","slug":"hinweise-des-tages-4158","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h01\">Hilfsprogramm f&uuml;r Geringverdienende verhindert? Lindner widerspricht und stellt Steuersenkungen f&uuml;r 2023 in Aussicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h02\">Energiekrise: Gasspeicher in Haidach erregt die Gem&uuml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h03\">Schie&szlig;programm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h04\">Viel Kleingedrucktes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h05\">Waffenlieferungen an Ukraine und Polen: Tauschgesch&auml;ft voller Missverst&auml;ndnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h06\">Strategisches Umdenken in Berlin (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h07\">Eiszeit zwischen Griechenland und der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h08\">&bdquo;Corona komplett ver&auml;ndert&ldquo;: Chefarzt aus Hamm fordert Umdenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h09\">Widerstand gegen Minister: Karl Lauterbach allein zu Haus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h10\">Zahl junger Menschen in Deutschland auf Tiefstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h11\">Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr unbezahlte Nachbarschaftshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h12\">Verfassungsexperte zu Bosnien: &ldquo;Schmidt &uuml;berschreitet Kompetenzen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86256#h13\">Franziskus entschuldigt sich bei Ureinwohnern f&uuml;r &bdquo;erzwungene Assimilierung&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hilfsprogramm f&uuml;r Geringverdienende verhindert? Lindner widerspricht und stellt Steuersenkungen f&uuml;r 2023 in Aussicht<\/strong><br>\nEinem Medienbericht zufolge soll Christian Lindner ein Hilfsprogramm f&uuml;r Geringverdienende verhindert haben. Auf Twitter widerspricht der Finanzminister.<br>\nBundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat einem Bericht der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung, wonach er die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geplante Vorstellung eines neuen Hilfsprogramms f&uuml;r Geringverdiener verhindert habe, widersprochen. Auf &bdquo;Twitter&ldquo; schrieb Lindner dazu, &bdquo;das Gegenteil ist der Fall&ldquo;. Er schlage f&uuml;r 2023 unter anderem einen h&ouml;heren Grundfreibetrag und einen fairen Tarif der Lohn- und Einkommensteuer vor. Der Plan sei vereinbar mit der Schuldenbremse.<br>\nDes Weiteren stellte Lindner aufgrund der hohen Preise f&uuml;r das kommende Jahr eine Steuersenkung in Aussicht. Es gehe dabei um Geringverdiener, aber auch die &bdquo;arbeitende Mitte&ldquo;, sagte der FDP-Politiker am Montag in Berlin. Durch die Abschaffung der sogenannten kalten Progression sollten sie entlastet werden. Als kalte Progression bezeichnet man eine Art schleichende Steuererh&ouml;hung, wenn eine Gehaltserh&ouml;hung durch die Inflation aufgefressen wird, aber dennoch zu einer h&ouml;heren Besteuerung f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/hilfsprogramm-fuer-geringverdienende-verhindert-lindner-widerspricht-und-stellt-steuersenkungen-fuer-2023-in-aussicht\/28546002.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>Lindner-Tweet l&auml;sst tief blicken: Klamme Kassen zerren am Zusammenhalt der Ampel<\/strong><br>\nZum Wochenstart zeigt sich das ganze Dilemma der Bundesregierung: Das Geld ist so knapp, wie die Vorstellungen unterschiedlich sind. Finanzminister Lindner kann zwar Ideen von SPD und Gr&uuml;nen stoppen, aber schwer FDP-Konzepte durchsetzen. So wird die Stimmung zunehmend gereizt.<br>\nChristian Lindner schreibt nicht alle Tweets auf seinem Account pers&ouml;nlich, diesen aber schon: Nachdem am Vormittag s&auml;mtliche Online-Medien einen Bericht verbreiteten, der Bundesfinanzminister und FDP-Vorsitzende habe Entlastungspl&auml;ne des Kanzlers durchkreuzt, greift Lindner zur Mittagszeit selbst zum Smartphone: &ldquo;Zu den Berichten, ich h&auml;tte Hilfen f&uuml;r Geringverdiener verhindert, kann ich nur sagen: im Gegenteil!&rdquo;, schreibt Lindner und beendet den Tweet mit seiner Autorenkennung &ldquo;CL&rdquo;. Die Kommunikation ist in dieser Causa Chefsache. [&hellip;]<br>\nDen Kern des Berichts stellt er damit aber nicht in Abrede: Dass der Finanzminister ein f&uuml;nf Milliarden Euro teures Hilfspaket verhindert habe, das Scholz angeblich am Freitag vorstellen wollte. Diesen Konflikt bestreitet Lindner nicht und worum es ihm dabei ging, verr&auml;t sein letzter Satz: &ldquo;Der Plan ist vereinbar mit der Schuldenbremse.&rdquo; Soll hei&szlig;en: Der Plan von Scholz war es nicht. Lindner wehrt sich mit Verve gegen zus&auml;tzliche Ausgaben im laufenden und im kommenden Jahr, weil es sonst immer schwerer f&uuml;r ihn und die FDP wird, die R&uuml;ckkehr zur Schuldenbremse in 2023 durchzuboxen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Klamme-Kassen-zerren-am-Zusammenhalt-der-Ampel-article23487293.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Vorw&uuml;rfe gegen Christian Lindner: Porsche-Partei FDP<\/strong><br>\nWenn die Kungel-Vorw&uuml;rfe stimmen, w&auml;re das ein R&uuml;cktrittsgrund f&uuml;r Finanzminister Christian Lindner. Der Fall zeigt: Die FDP bleibt Klientelpartei. [&hellip;]<br>\nDas 9-Euro-Ticket, h&ouml;here soziale Hilfspakete, ein CO2-sparendes Tempolimit, all das will die FDP verhindern &ndash; und bremst die kl&auml;glichen Reste von Sozialpolitik aus, die bei Gr&uuml;nen und SPD noch halbherzig angeschoben wurden. In der Pflege soll sogar gek&uuml;rzt werden, im Namen des FDP-Gottes &bdquo;Schwarze Null&ldquo;, jenes irrsinnigen und wirtschaftswissenschaftlich unhaltbaren Dogmatismus der absoluten Schuldenbremse. Die wird h&ouml;chstens dann umgangen, wenn es um Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Vorwuerfe-gegen-Christian-Lindner\/!5867139\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Energiekrise: Gasspeicher in Haidach erregt die Gem&uuml;ter<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich will die Anlage bei Salzburg ans eigene Netz anschlie&szlig;en. F&uuml;r Bayern k&ouml;nnte das misslich werden. Das liegt auch an der Energiepolitik der Landesregierung.<br>\nDie Meldung, dass &Ouml;sterreich den &ndash; auf dem eigenen Staatsgebiet gelegenen &ndash; Gasspeicher in Haidach bei Salzburg an das eigene Gasnetz anschlie&szlig;en will, erregt die Gem&uuml;ter in Deutschland. Bislang versorgt Haidach vor allem Haushalte und Industrieunternehmen im benachbarten Bayern mit Erdgas und war an das deutsche Netz angeschlossen. Doch nun will auch &Ouml;sterreich den Speicher vermehrt anzapfen. In einem Interview mit der SZ hatte Umweltministerin Leonore Gewessler gesagt, man habe beschlossen, &ldquo;alle Gasspeicher auf &ouml;sterreichischem Staatsgebiet an unser Netz&rdquo; anzuschlie&szlig;en. Der Beschluss des Parlaments in Wien sei rechtskr&auml;ftig.<br>\nBetroffen w&auml;re also zun&auml;chst einmal Bayern. Der Wirtschaftsminister des Landes, Hubert Aiwanger, habe, hei&szlig;t es, gelassen auf die Ank&uuml;ndigung &Ouml;sterreichs reagiert. Wichtig sei jetzt, dass der Speicher endlich schnell gef&uuml;llt werde, so der Chef der Freien W&auml;hler. Viel anderes bleibt ihm aber auch gar nicht &uuml;brig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gasspeicher-haidach-energiepolitik-1.5627600\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>Robert Habeck in Not: &Ouml;sterreich will Zugriff auf Gas-Speicher<\/strong><br>\nDie Solidarit&auml;t zwischen den Nachbarn im Hinblick auf die Energie-Versorgung br&ouml;ckelt. Der Verteilungskampf spitzt sich zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/habeck-in-not-oesterreich-will-zugriff-auf-gas-speicher-li.250291\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Tja, Wirtschaftskrieg angezettelt und nicht an die Folgen gedacht.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>EU-Staaten verst&auml;ndigen sich auf Notfallplan zum Gassparen<\/strong><br>\nDie Grundrisse des Notfallplans stehen: In der Nacht haben sich die EU-Staaten darauf verst&auml;ndig, wie sie den Gaskonsum senken wollen. Bis M&auml;rz 2023 soll der Konsum um 15 Prozent freiwillig reduziert werden. [&hellip;]<br>\nIm Vergleich zum ersten Entwurf der Kommission sind daf&uuml;r allerdings deutlich mehr Ausnahmem&ouml;glichkeiten vorgesehen und auch die H&uuml;rden f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von verbindlichen Einsparzielen wurden erh&ouml;ht. Letztere soll nur vom Rat der Mitgliedstaaten und nicht von der EU-Kommission durchgesetzt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/15-prozent-einsparung-eu-staaten-verstaendigen-sich-auf-notfallplan-zum-gassparen-CEBZQ76FKXAF34ZLHNZ52TXQVI.html\">RND<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ein typischer Beschlussvorschlag, der Einigkeit bei fortbestehender Uneinigkeit simulieren soll. Unterm Strich hat sich nichts ge&auml;ndert. Niemand ist bereit f&uuml;r Deutschland Gas zu sparen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schie&szlig;programm<\/strong><br>\nDer antirussische Hass, den die Kriegsmedien des Westens tagaus, tagein verbreiten, wird zumeist nebenbei, also argumentationsfrei praktiziert. So schreibt z. B. der Politikressortleiter der S&uuml;ddeutschen Zeitung (SZ), Stefan Kornelius, am Montag in einem Kommentar zur Reise des US-Pr&auml;sidenten nach Saudi-Arabien: &raquo;Der &Ouml;lpreis wird nach wie vor durch die globale F&ouml;rdermenge bestimmt, und wenn Russland als Marktfaktor ausf&auml;llt beziehungsweise zum unkalkulierbaren Preistreiber wird, braucht auch ein Joe Biden das Wohlwollen der Golfstaaten, um den Preis an der Tankstelle zu stabilisieren.&laquo; Wer den Wirtschaftskrieg des Westens gegen Russland f&uuml;r eine Art Naturgesetzlichkeit h&auml;lt, muss russische Reaktionen f&uuml;r &raquo;unkalkulierbar&laquo; und preistreiberisch halten. Kornelius hat so en passant durchblicken lassen: Nach den &raquo;Regeln&laquo; der Biden, Scholz etc. sind die Russen eine Art Irrl&auml;ufer im politischen Kosmos. Warum reagieren die auf Sanktionen mit Mehrverkauf von &Ouml;l an andere L&auml;nder, anstatt um die vom Westen geklauten Finanzen zu betteln? Sie sehen eben nur wie Europ&auml;er aus, wie eine weise Frau bei &raquo;Lanz&laquo; gesagt hat.<br>\n&Auml;hnlich l&uuml;gt am selben Tag dpa mit Wahrem. Die Nachrichtenagentur baut in einen Text unter der &Uuml;berschrift &raquo;Ukraine: Russische Armee greift bei Awdijiwka nahe Stadt Donezk an&laquo; den Satz ein: &raquo;Donezk war zuletzt h&auml;ufig das Ziel ukrainischer Artillerieangriffe.&laquo; Das ist richtig. Mit der vom Westen gelieferten Artillerie war der Beschuss von Schulen, Krankenh&auml;usern und Wohnbl&ouml;cken so stark wie noch nie seit acht Jahren. Die Faschistenbataillone, die hier seit 2014 in der &raquo;antiterroristischen Operation&laquo; russischsprachige &raquo;Schaben&laquo; zu vernichten versuchen, verf&uuml;gen endlich &uuml;ber die erw&uuml;nschten Kanonen. Selbstverst&auml;ndlich steht weder bei dpa noch sonst irgendwo in den freien Stimmen etwas vom Krieg Kiews seit 2014, es geht ja nur um 14.000 Tote.<br>\nNeben solch anstrengungslos abgesonderter Nebensatzesoterik findet sich auch die gute alte Untermenschenrhetorik, zivilisiert versteht sich. Also wurde z. B. der von einem Altnazitheologen erzogene Kriegspfaffe Joachim Gauck bei &raquo;Lanz&laquo; am 13. Juli vor die Kameras gesetzt, um zu bekennen, dass er gegen den Russen zu den Waffen greifen und schie&szlig;en w&uuml;rde (siehe jW vom 20. Juli). Wer noch ARD, ZDF etc. einschaltet, war offenbar nicht &uuml;berrascht. Es gab kaum &ouml;ffentliche Reaktionen. Gauck ist schlie&szlig;lich die Verk&ouml;rperung des heutigen Fernsehprogramms.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431086.schie%C3%9Fprogramm.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Viel Kleingedrucktes<\/strong><br>\nWeizenabkommen Ukraine: Export soll zeitnah beginnen. Problem vor allem Minenfelder im Schwarzen Meer und unzureichende Transportkapazit&auml;ten<br>\nTrotz der &ouml;ffentlichen Emp&ouml;rung im Westen und in Kiew &uuml;ber den russischen Raketenangriff auf eine Milit&auml;ranlage im Hafen von Odessa soll der Export ukrainischen Getreides von dort in den n&auml;chsten Tagen beginnen. Diese Erwartung &auml;u&szlig;erte am Wochenende der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan. Er hatte als Gastgeber der entsprechenden Verhandlungen am Freitag neben UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres entscheidenden Anteil daran, dass das Abkommen &uuml;ber die Exporte zustande kam.<br>\nSchon dieser Singular ist allerdings unpr&auml;zise. Tats&auml;chlich geht es um zwei parallel abgeschlossene Vertr&auml;ge zwischen der UNO, der T&uuml;rkei sowie Russland bzw. der Ukraine. Ihr Inhalt ist zwar weitgehend identisch, enth&auml;lt aber nach wie vor politische Fallstricke. So hat sich die Ukraine geweigert, ihre Minenfelder vor der eigenen K&uuml;ste zu r&auml;umen, weil sie bef&uuml;rchtet, dass Russland dies zu einem Angriff von See auf Odessa ausnutzen k&ouml;nnte. Auch eine milit&auml;rische Eskorte der Getreidefrachter auf dem Weg von Odessa &ndash; und zwei kleineren, aber von der Kapazit&auml;t nicht sehr ins Gewicht fallenden H&auml;fen &ndash; wurde nicht vereinbart. Ebenso verbat sich Kiew die Anwesenheit russischer Kontrolleure im Hafen der Schwarzmeerstadt.<br>\nGanz ohne Minenr&auml;umungen wird es aber nicht gehen. Die ukrainische Marine will offenbar einen Korridor unmittelbar &raquo;unter Land&laquo; doch entminen. Der k&uuml;rzere Weg &uuml;ber internationale Gew&auml;sser d&uuml;rfte dadurch ausgeschlossen sein, zumal die Abkommen vorsehen, dass erst &raquo;bei Bedarf&laquo; und auf Antrag einer der Parteien Minenr&auml;umboote herangezogen werden sollen. &raquo;Bei Bedarf&laquo; d&uuml;rfte in der Praxis bedeuten: wenn das erste Schiff von einer solchen Seemine besch&auml;digt oder versenkt wurde und dies die Versicherungspr&auml;mien f&uuml;r diese Transporte drastisch in die H&ouml;he treiben w&uuml;rde. Dass die ukrainischen Minen sich gelegentlich selbst&auml;ndig machen, ist bekannt: Einzelne waren schon in den ersten Kriegstagen an der t&uuml;rkischen K&uuml;ste gesichtet worden. Eine fehlende milit&auml;rische Eskorte bedeutet aber auch, dass die M&ouml;glichkeit entf&auml;llt, solche Treibminen eventuell gezielt zu beschie&szlig;en. Ob das alles die Sicherheit der Getreideschiffahrt erh&ouml;ht, bleibt abzuwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431218.weizenabkommen-ukraine-viel-kleingedrucktes.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine rechnet mit Beginn der Getreideexporte noch f&uuml;r diese Woche<\/strong><br>\nTrotz der j&uuml;ngsten russischen Angriffe auf die ukrainische Hafenstadt Odessa rechnet die Ukraine schon f&uuml;r die n&auml;chsten Tage mit den ersten Getreideexporten auf dem Seeweg. &ldquo;Wir gehen davon aus, dass das Abkommen noch in dieser Woche umgesetzt wird&rdquo;, sagte der ukrainische Infrastrukturminister Alexander Kubrakow am Montag. Er bezog sich auf die am Freitag in der T&uuml;rkei unterzeichneten Vereinbarungen zur Wiederaufnahme der durch den Krieg blockierten Lieferungen ukrainischem Getreides.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/news\/ukraine-rechnet-mit-beginn-der-getreideexporte-noch-fuer-diese-woche-32572048.html\">stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Schon erstaunlich, denn laut der meisten deutschen Medien zeige der Raketenangriff auf den Hafen von Odessa immer noch, dass man mit Putin nicht verhandeln k&ouml;nne, Diplomatie also sinnlos sei. Warum aber halten dann beide Seiten an dem Getreideabkommen fest und gehen sogar davon aus, dass es rasch umgesetzt werde? Auf diese Frage will der Mainstream lieber nicht antworten. Man muss schon nach Meldungen zur Umsetzung des Abkommens gezielt suchen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Waffenlieferungen an Ukraine und Polen: Tauschgesch&auml;ft voller Missverst&auml;ndnisse<\/strong><br>\nDer Ringtausch zwischen Deutschland und Polen funktioniert nicht. Die Polen sind sauer. Aber haben sie auch recht? Zumindest hat Scholz derzeit gutes Timing.<br>\nDer Panzer-Ringtausch zwischen Polen und Deutschland funktioniert nicht. So viel steht seit dem vergangenen Wochenende fest &ndash; wenn auch nicht klar ist, wer die Schuld daran tr&auml;gt. Grob war der Plan, dass Warschau den Ukrainern seine Panzer aus alten Sowjetbest&auml;nden &uuml;berl&auml;sst und im Gegenzug von Berlin Leopard-Panzer erh&auml;lt. Doch w&auml;hrend Warschau bereits mehr als 200 T-72 in die Ukraine geschickt haben will, l&auml;uft der deutsche Teil des Tausches eher hom&ouml;opathisch an.<br>\nDer Teufel steckt hier im Detail. Warschau sagt, die Bundesregierung wolle zwar liefern, aber erst ab Anfang 2023. Dann soll es pro Monat einen Leopard-2-Panzer geben, sp&auml;ter drei, insgesamt 20 St&uuml;ck. Polen will aber mindestens 44, um Bataillonsst&auml;rke zu erreichen. Die Lieferung von &auml;lteren Leopard-1-Panzern, Vorg&auml;nger des Leo 2, die wohl schneller m&ouml;glich gewesen w&auml;re, lehnte Warschau ab.<br>\nDa die Bundesregierung diese polnische Forderung entweder nicht erf&uuml;llen kann oder will, eskaliert der Streit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/prod.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ein-tauschgeschaeft-voller-missverstaendnisse-li.250226\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Strategisches Umdenken in Berlin (I)<\/strong><br>\nBerlin zieht eine Versch&auml;rfung der Konfrontationspolitik gegen&uuml;ber China in Betracht. Dies zeigt ein aktuelles Strategiepapier, das die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung jetzt vorgelegt hat. Zu den Vorschl&auml;gen, die das Papier enth&auml;lt, geh&ouml;ren eine verst&auml;rkte Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Volksrepublik, zudem &bdquo;&ouml;ffentliche Kampagnen&ldquo;, in denen Beijing &bdquo;Desinformation und Propaganda&ldquo; vorgeworfen werden, sowie der Versuch, China die Kooperationspartner etwa in Afrika abspenstig zu machen. Parallel gelte es die Widerstandsf&auml;higkeit (&bdquo;Resilienz&ldquo;) der eigenen Bev&ouml;lkerung zu st&auml;rken &ndash; zum Beispiel durch &bdquo;eine strategische Medien- und Informationspolitik in Deutschland und der EU&ldquo;. Um die Stellung der Volksrepublik in der Weltwirtschaft zu schw&auml;chen, k&ouml;nne man die global verankerte WTO durch einen neuen Zusammenschluss der G7 mit der OECD (&bdquo;WTO des Westens&ldquo;) ersetzen, schreibt die CDU-Stiftung. Sie weist darauf hin, dass mit chinesischer Gegenwehr und mit massiven Sch&auml;den f&uuml;r deutsche Unternehmen zu rechnen sei &ndash; zu einer Zeit, zu der die deutsche Wirtschaft schwer unter dem Sanktionskrieg gegen Russland zu leiden beginnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8988\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Strategisches Umdenken in Berlin (II)<\/strong><br>\nDie CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung schl&auml;gt eine Ausweitung deutscher Milit&auml;raktivit&auml;ten in der Asien-Pazifik-Region vor. Zwar habe die Bundeswehr bereits mit der St&auml;rkung des &bdquo;europ&auml;ischen Pfeiler[s] in der NATO&ldquo; viel zu tun; es gehe dabei etwa um die Bereitstellung von &bdquo;drei einsatzbereiten Divisionen mit acht bis zehn Kampfbrigaden&ldquo;. Doch k&ouml;nne sie erg&auml;nzend auf &bdquo;ein signifikantes, dauerhaftes milit&auml;risches Engagement im Indo-Pazifik&ldquo; orientieren, beispielsweise mit der Entsendung deutscher Kriegsschiffe, &bdquo;rotierend oder st&auml;ndig&ldquo;. Die &bdquo;h&auml;ufigere und substanziellere Teilnahme&ldquo; deutscher Truppen &bdquo;an Milit&auml;r&uuml;bungen im Indo-Pazifik&ldquo; solle insbesondere zur &bdquo;Verbesserung der Interoperabilit&auml;t und des Informationsaustauschs&ldquo; beitragen, hei&szlig;t es in einem aktuellen Strategiepapier, das die Stiftung jetzt ver&ouml;ffentlicht hat. Das Dokument nennt auch Aktivit&auml;ten der EU in Kooperation mit Anrainerstaaten des S&uuml;dchinesischen Meeres &ndash; mit dem Ziel, dass &bdquo;diese China regional ausbalancieren&ldquo;. Weil die versch&auml;rfte Konfrontation mit China zu heftigen Verwerfungen f&uuml;hren k&ouml;nne, m&uuml;sse man sie, hei&szlig;t es, &bdquo;der deutschen &Ouml;ffentlichkeit &hellip; erkl&auml;r[en]&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8989\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eiszeit zwischen Griechenland und der Ukraine<\/strong><br>\nKiew droht Athen trotz Waffenlieferungen mit Sanktionen. Die regierungsnahe Zeitung To Vima sieht einen Zusammenhang mit dem j&uuml;ngsten Absturz eines ukrainischen Flugzeugs.<br>\nObwohl Griechenland bislang R&uuml;stungsg&uuml;ter im Wert von rund 300 Millionen Euro in die Ukraine schickte, ist zwischen beiden L&auml;ndern eine diplomatische Eiszeit ausgebrochen. Die Ukraine droht Griechenland mit Sanktionen.<br>\nDie griechische Zeitung To Vima sieht einen Zusammenhang mit dem j&uuml;ngsten Absturz eines ukrainischen Flugzeugs nahe der nordgriechischen Stadt Kavala. Aufgrund von Ungereimtheiten und falschen Deklarationen hinsichtlich der Ladung hatte sich die griechische Regierung mit diplomatischen Noten in Serbien und der Ukraine bei den jeweiligen Regierungen beschwert.<br>\nDas Flugzeug trat in den griechischen Luftraum ein, ohne, wie vorgeschrieben, eine gef&auml;hrliche Ladung anzumelden. Selbst die nachtr&auml;gliche Deklaration des angeblichen &Uuml;bungswaffentransports erwies sich als falsch.<br>\nSo wurden rund um die Absturzstelle Granatreste gefunden, die nicht &Uuml;bungswaffen, sondern scharfen Gefechtswaffen zuzuordnen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Eiszeit-zwischen-Griechenland-und-der-Ukraine-7186494.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Corona komplett ver&auml;ndert&ldquo;: Chefarzt aus Hamm fordert Umdenken<\/strong><br>\nCorona ist keine massenhaft todbringende Seuche mehr. Das zeigen auch die Zahlen aus Hamm. In den zur&uuml;ckliegenden vier Monaten starben zehn Menschen, bei denen das Virus nachgewiesen war. Ein Hammer Chefarzt spricht jetzt Klartext und fordert ein konsequentes Umdenken.<br>\n284 Corona-Todesf&auml;lle wurden im Verlauf der gesamten Pandemie in Hamm erfasst und ver&ouml;ffentlicht. Ob diese Toten &bdquo;an&ldquo; oder &bdquo;mit&ldquo; Covid-19 starben, ist unklar und wird (wie &uuml;berall in Deutschland) nicht systematisch analysiert. Alle Verstorbenen werden hierzulande kurzerhand als Corona-Tote gelistet, was aber wenig wahrheitsdienlich ist.<br>\nDr. Markus Unnewehr, Chefarzt der Pneumologie und Infektiologie an der St.-Barbara-Klinik in Heessen pl&auml;diert daher f&uuml;r eine grunds&auml;tzlich neue Denkweise im Umgang mit Corona. Schluss mit ansatzlosen Tests und den meisten aller Auflagen. Wer sich krank f&uuml;hlt, bleibt zu Hause, der Rest geht arbeiten, lautet seine Formel &ndash; auch mit Blick auf den kommenden Herbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wa.de\/hamm\/coronavirus-in-hamm-sti1428766\/corona-komplett-veraendert-chefarzt-aus-hamm-fordert-neue-denkweise-91682415.html\">wa.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Widerstand gegen Minister: Karl Lauterbach allein zu Haus?<\/strong><br>\nDer Widerstand gegen Gesundheitsminister Karl Lauterbach und seinen Corona-Kurs w&auml;chst. Erst der Stiko-Chef, jetzt die Kassen&auml;rzte. Ist der Minister zunehmend isoliert?<br>\nKarl Lauterbach (SPD) beschreibt sich selbst als Minister des &ldquo;Teams Vorsicht&rdquo;. Er sagt es nicht ohne Stolz. Nicht nur anders will er es in der Corona-Pandemie machen, nein, besser als sein Vorg&auml;nger. Lauterbach warnt, es drohe ein &ldquo;Killervirus&rdquo;, eine &ldquo;katastrophale&rdquo; Corona-Welle, es ist fast so, als sammele er Belege f&uuml;r sp&auml;ter, nach dem Motto: &ldquo;Ich habe es doch gesagt&rdquo;.<br>\nLauterbach empfiehlt die vierte Impfung auch f&uuml;r unter 60-J&auml;hrige, die einen &ldquo;entspannten&rdquo; Sommer haben wollen, er kauft massenhaft Impfstoff ein. Er will vorbereitet sein auf den Herbst, von dem er glaubt, dass er sehr, sehr schwer wird und sendet das Signal, dass er es im Grunde besser wei&szlig; und im Zweifel Kompetenzen an sich rei&szlig;t. Das sorgt f&uuml;r Kopfsch&uuml;tteln nicht nur bei vielen Funktion&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/gesundheitsminister-lauterbach-kritik-corona-100.html#xtor=CS5-62\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zahl junger Menschen in Deutschland auf Tiefstand<\/strong><br>\nIn Deutschland lebten 2021 mit 83,2 Millionen so viele Menschen wie noch nie. Zugleich sank der Anteil der 15- bis 24-J&auml;hrigen auf den tiefsten Wert seit 1950.<br>\nIn Deutschland leben so wenig junge Menschen wie noch nie seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik. Ende 2021 waren im Land gut 8,3 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Das entspricht einem Anteil von nur zehn Prozent an der Gesamtbev&ouml;lkerung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Vor 40 Jahren hatte noch jeder sechste Bewohner zu dieser Altersgruppe gez&auml;hlt.<br>\nDie Zahl der jungen Menschen ist laut Bundesamt sowohl absolut als auch anteilig so klein wie nie zuvor seit Beginn der Zeitreihe 1950. Die Gesamtbev&ouml;lkerung hat dagegen einen neuen H&ouml;chststand erreicht: Im Jahr 2021 lebten erstmals mehr als 83,2 Millionen Menschen in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2022-07\/demografie-statistik-bevoelkerung-alte-menschen%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> In der &Uuml;berschrift mal wieder billige Panikmache mit einer aus dem Kontext gerissenen und falsch interpretierten Zahl. Es ist schlichtweg falsch zu behaupten, dass die Zahl &ldquo;junger Menschen in Deutschland&rdquo; auf einem Tiefstand w&auml;re und das dann im Nachsatz auf Altersgruppe 15-24 einzuschr&auml;nken. Die Gruppe der 0-14-J&auml;hrigen ist sicherlich auch jung. Die Originalmeldung stammt vom Statistischen Bundesamt. Warum das Amt ausgerechnet diese Altersgruppe herausgreift, wird nicht verraten. Die Zahlen werden mit anderen L&auml;ndern in der EU verglichen und das war&rsquo;s dann auch. Aussagef&auml;hig ist diese Altersgruppe maximal f&uuml;r Statistiken der Jugendarbeitslosigkeit bzw. die Integration in den Arbeitsmarkt. Die Arbeitsmarktlage wiederum wird merkw&uuml;rdigerweise &uuml;berhaupt nicht aufgegriffen &ndash; sonst h&auml;tte man ja darlegen m&uuml;ssen, dass die 15-24-J&auml;hrigen vor 40 Jahren mit massiver Jugendarbeitslosigkeit konfrontiert waren &ndash; die Babyboomer kamen auf den Arbeitsmarkt. (<a href=\"https:\/\/www.dji.de\/ueber-uns\/projekte\/projekte\/kinder-jugendliche-und-junge-erwachsene\/die-entwicklung-der-jugendarbeitslosigkeit-im-zeitlichen-verlauf.html\">Die Jugendarbeitslosigkeit erreichte laut Deutschem Jugendinstitut 1983 einen H&ouml;chststand und sank langsam bis Ende der 1980er-Jahre<\/a>). Auch die aktuelle Arbeitsmarktlage wird nicht aufgegriffen: Dabei w&auml;re es doch ein paar Fragen wert, warum es in Zeiten eines angeblichen Fachkr&auml;ftemangels weiterhin unbezahlte Praktika, Leiharbeit, Werkvertr&auml;ge oder befristete Vertr&auml;ge gibt. Stattdessen l&auml;sst der Artikel den Leser mit einem unguten Gef&uuml;hl zur&uuml;ck, dass es immer weniger junge und immer mehr &auml;ltere gebe und damit die Rente nicht sicher w&auml;re.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr unbezahlte Nachbarschaftshilfe<\/strong><br>\nWir delegieren immer mehr Dienstleistungen, um unserer Lohnarbeit nachgehen zu k&ouml;nnen. Dahinter steckt ein grober Denkfehler.<br>\nUm seine Bed&uuml;rfnisse zu befriedigen, muss der Mensch t&auml;tig werden. Einige dieser T&auml;tigkeiten bezeichnen wir als Arbeit, wovon wiederum der kleinere Teil gegen Geld als Erwerbsarbeit geleistet wird. Alle T&auml;tigkeiten beanspruchen unser beschr&auml;nktes Zeit- und Energiebudget. Weil die Erwerbsarbeit mit langen Arbeits- und Transportwegen verbunden ist, verschlingt sie die meiste Energie. Sie hat aber den Vorteil, Geldeinkommen zu schaffen.<br>\nIn einer Marktwirtschaft habe ich grunds&auml;tzlich zwei M&ouml;glichkeiten, Anspr&uuml;che zu erheben: Erstens mit Geld. Zweitens als Mitglied einer famili&auml;ren oder politischen Gemeinschaft. Babys schreien und werden gestillt &ndash; ohne zu zahlen. Als Staatsb&uuml;rger darf ich meine Kinder gratis zu Schule schicken oder Strassen nutzen. Nachbarn helfen sich gegenseitig. Die herrschende &Ouml;konomie-Wissenschaft befasst sich ausschliesslich mit dem, was gegen Geld geleistet wird. Im Fall der Schweiz dreht sich alles um die acht Milliarden bezahlten Arbeitsstunden und das damit erwirtschaftete Bruttoinlandprodukt von rund 750 Milliarden Franken. Das Produkt der anderen rund 40 Milliarden wachen Stunden bleibt aussen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/plaedoyer-fuer-mehr-unbezahlte-nachbarschaftshilfe\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verfassungsexperte zu Bosnien: &ldquo;Schmidt &uuml;berschreitet Kompetenzen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Hohe Repr&auml;sentant Christian Schmidt will Gesetze &auml;ndern. Der Verfassungsexperte Josef Marko erkl&auml;rt, dass dies aber dem Annex 10 des Friedensabkommens widersprechen w&uuml;rde<br>\nDer Hohe Repr&auml;sentant von Bosnien-Herzegowina, der deutsche Politiker Christian Schmidt, hat vorgeschlagen, mit seinen Bonner Vollmachten eine Drei-Prozent-H&uuml;rde im Landesteil F&ouml;deration einzuf&uuml;hren. Das h&auml;tte zur Folge, dass in jenen Kantonen &ndash; insgesamt gibt es zehn &ndash;, in denen eine Volksgruppe unter drei Prozent liegt, Vertreter dieser Volksgruppe nicht mehr ins Haus der V&ouml;lker des Landesteils F&ouml;deration entsandt werden k&ouml;nnten. Der Vorschlag hat in Bosnien-Herzegowina einen Sturm der Entr&uuml;stung ausgel&ouml;st, weil er lediglich dem Ansinnen der kroatisch-nationalistischen Partei HDZ entgegenkommt, aber nicht die vielen Diskriminierungen, die vom Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte seit vielen Jahren angeprangert werden, beachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000137682511\/bosnien-verfassungs-experte-schmidt-ueberschreitet-kompetenzen\">der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Franziskus entschuldigt sich bei Ureinwohnern f&uuml;r &bdquo;erzwungene Assimilierung&ldquo;<\/strong><br>\nRund 150.000 indigene Kinder entriss die Kirche in Kanada ab den 1880er Jahren von ihren Familien. Nun bittet Papst Franziskus die Ureinwohner um Vergebung.<br>\nPapst Franziskus hat die Ureinwohner Kanadas um Vergebung f&uuml;r die einst von Kirchenvertretern begangenen Vergehen an indigenen Kindern gebeten. Mitglieder der katholischen Kirche und der Ordensgemeinschaften h&auml;tten an &bdquo;Projekten der kulturellen Zerst&ouml;rung und der erzwungenen Assimilierung&ldquo; der Ureinwohner teilgenommen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Montag.<br>\nDies habe seinen H&ouml;hepunkt im &bdquo;System der Internatsschulen&ldquo; gefunden, sagte er im kleinen Ort Maskwacis nahe der Stadt Edmonton in der Provinz Alberta. Dort traf er Vertreter der First Nations, Inuit und M&eacute;tis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/papst-auf-kanada-reise-franziskus-entschuldigt-sich-bei-ureinwohnern-fuer-erzwungene-assimilierung\/28548448.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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