{"id":86344,"date":"2022-07-28T08:58:31","date_gmt":"2022-07-28T06:58:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344"},"modified":"2022-07-28T08:58:31","modified_gmt":"2022-07-28T06:58:31","slug":"hinweise-des-tages-4160","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h01\">Mode und Krieg: Selenskyj und seine Frau posieren in der Vogue: Inspirierend oder unangebracht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h02\">Der Krieg fiel nicht vom Himmel! (VI) Die Reaktion der Ignoranten: Das Schweigen von USA und NATO auf die Briefe Russlands vom Dezember 2021<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h03\">&raquo;Wie sollen diese Menschen Gas sparen?&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h04\">Fragmentierter Welthandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h05\">Strategie der Spannung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h06\">Arbeitgeberpr&auml;sident warnt vor ausufernden Sozialabgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h07\">Personalmangel: &raquo;Es kann ein wenig dauern&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h08\">Krankenhausgesellschaft: Pflege-Impfpflicht &ldquo;nicht mehr sinnvoll&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h09\">&Ouml;sterreich schafft Isolationspflicht ab, Frankreich alle Ma&szlig;nahmen, Deutschland diskutiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h10\">Das Digitalgesetz der EU vernichtet die Pressefreiheit im Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h11\">K&uuml;ndigung unwirksam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h12\">Ganz enger Kontakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h13\">Merkel, Wulff, Habeck: Deutschlands &bdquo;eng verzahnte&ldquo; Connection nach Katar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86344#h14\">Zu guter Letzt: Konzert abgebrochen, weil wei&szlig;e Musiker Dreadlocks trugen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mode und Krieg: Selenskyj und seine Frau posieren in der Vogue: Inspirierend oder unangebracht?<\/strong><br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident und seine Frau haben mitten im Krieg f&uuml;r das Modemagazin eine Homestory gemacht. Die Bilder stammen von Star-Fotografin Annie Leibovitz.<br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj und seine Frau Olena Selenska haben sich f&uuml;r die Vogue ablichten lassen. Die bekannte Fotografin Annie Leibovitz portr&auml;tierte das Paar f&uuml;r das Modemagazin. Der Journalistin Rachel Donadio verriet Selenska, dass ihre ukrainischen Landsleute sie inspirieren w&uuml;rden. &bdquo;Wir freuen uns auf den Sieg. Wir haben keinen Zweifel, dass wir uns durchsetzen werden. Und das h&auml;lt uns am Laufen.&ldquo;<br>\nMehrere Fotos zeigen Selenskyj und Selenska vertraut miteinander. Am mittlerweile legend&auml;ren Schreibtisch des Pr&auml;sidenten halten die beiden H&auml;ndchen. Immer tr&auml;gt Selesnkyi sein weltbekanntes, gr&uuml;nes Kampfshirt. Ein anderes Bild zeigt seine Frau auf den Treppen im Inneren des Pr&auml;sidentenpalasts mit Sands&auml;cken im Hintergrund.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ukraine-krieg-wolodymyr-selenskyj-und-seine-frau-olena-zelenska-posieren-in-der-vogue-li.250805\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.S.:<\/strong> Was man halt so macht als Pr&auml;sident.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Krieg fiel nicht vom Himmel! (VI) Die Reaktion der Ignoranten: Das Schweigen von USA und NATO auf die Briefe Russlands vom Dezember 2021<\/strong><br>\nAuch wenn Russlands Krieg gegen die Ukraine durch nichts zu rechtfertigen ist, er hat eine jahrzehntelange Vorgeschichte. An der der Westen nicht unschuldig ist. &ndash; Im Dezember letzten Jahres formulierte Russland gegen&uuml;ber den USA und der NATO unmissverst&auml;ndlich seine Sicherheitsinteressen. Reaktion des Westens: Fehlanzeige!<br>\nBereits in der Vorkriegszeit wies die westliche Ukraine-Berichterstattung eine Reihe bemerkenswerter wei&szlig;er Flecken auf. Dass Kiew beispielsweise, mit offensichtlicher Duldung des Westens, &uuml;ber sechseinhalb Jahren lang seinen zentralen Verpflichtungen aus dem Minsk II-Abkommen &ndash; Verabschiedung einer Verfassungsreform bis Ende 2015 (!) im Sinne einer Dezentralisierung unter Ber&uuml;cksichtigung der Besonderheiten der Gebiete Donezk und Lugansk (&bdquo;S&uuml;dtirol-L&ouml;sung&ldquo;) &ndash; nicht nachkam, wurde hierzulande so gut wie nie, bestenfalls am Rande, thematisiert. Wenig bekannt ist im Westen auch, dass die Ukraine im letzten Jahr &ndash; also lange vor dem russischen &Uuml;berfall &ndash; nicht nur &bdquo;im Karabachkrieg bestens bew&auml;hrte&ldquo; t&uuml;rkische Kampfdrohnen vom Typ Bayraktar TB2 kaufte und gegen die Rebellenstellungen bei Donezk abfeuerte, sondern auch schon mit der T&uuml;rkei &uuml;ber eine Lizenzproduktion verhandelte.<br>\nNahezu unbekannt ist jedoch bis heute die Tatsache, dass die USA bereits seit Mitte der Neunziger Jahre unter dem Etikett &bdquo;Rapid Trident&ldquo; (fr&uuml;her: &bdquo;Peace Shield&ldquo;) j&auml;hrlich auf dem Gebiet der Westukraine Man&ouml;ver mit ukrainischen Truppen durchf&uuml;hrten, zuletzt vom 20.09. &ndash; 01.10.2021 zusammen mit Soldaten aus L&auml;ndern wie Bulgarien, Kanada, Georgien, Deutschland, Gro&szlig;britannien, Italien, Jordanien, Moldawien, Pakistan und Polen. Dasselbe gilt f&uuml;r die Marineman&ouml;ver &bdquo;Sea Breeze&ldquo; der USA seit 1997 vor der K&uuml;ste der Ukraine im Schwarzen Meer. Im Sommer letzten Jahres waren Einheiten aus nicht weniger als 32 Staaten beteiligt.<br>\nMan stelle sich vor, was im Westen losgewesen w&auml;re, h&auml;tte Russland j&auml;hrlich zusammen mit Soldaten aus Belarus, Serbien, China, Kuba, Venezuela, dem Iran und anderen Staaten Truppen&uuml;bungen in Mexiko oder Marineman&ouml;ver im gleichnamigen Golf vor der K&uuml;ste Floridas unternommen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/der-krieg-fiel-nicht-vom-himmel-vi-die-reaktion-der-ignoranten-das-schweigen-von-usa-und-nato-auf-die-briefe-russlands-vom-dezember-2021\/\">Leo Ensel in Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&raquo;Wie sollen diese Menschen Gas sparen?&laquo;<\/strong><br>\nBundesregierung ruft zum Verzicht auf, verspricht Entlastung &ndash; und verkennt die Lebensrealit&auml;t vieler Menschen. Ein Gespr&auml;ch mit Verena Bentele.<br>\nBundeskanzler Olaf Scholz, SPD, verk&uuml;ndete vergangenes Wochenende mit Blick auf eine m&ouml;gliche Gaskrise: Niemand werde &raquo;mit seinen Herausforderungen und Problemen alleine gelassen, keine einzelne B&uuml;rgerin, kein einzelner B&uuml;rger, auch nicht die Unternehmen in diesem Land&laquo;. Ist das tats&auml;chlich der Fall?<br>\nAktuell werden nicht alle Menschen entlastet. Zum Beispiel wird die mit dem Entlastungspaket der Bundesregierung beschlossene Energiepreispauschale von 300 Euro nicht an Rentnerinnen und Rentner ausgezahlt, ebenso weder an pflegende Angeh&ouml;rige noch an Studierende. Angesichts der enorm gestiegenen Gas- und Strompreise ist eine unserer wichtigsten Forderungen, dass diese Menschen nicht leer ausgehen.<br>\nEin weiteres relevantes Thema: Wieviel Energie steht uns tats&auml;chlich zur Verf&uuml;gung? Die Bundesregierung ruft zum Gassparen auf. Das funktioniert jedoch nur f&uuml;r Menschen, die &uuml;berhaupt sparen k&ouml;nnen. Betroffen von der Krise sind vor allem diejenigen, die in schlecht isolierten Wohnungen mit alten Heizungen leben. Wie sollen diese Menschen Gas sparen? Entscheidend ist, dass die Bundesregierung daf&uuml;r sorgt, dass niemand in Herbst und Winter im Kalten sitzt. Jeder muss gen&uuml;gend Gas zum Heizen haben. Deshalb muss der Vorrang f&uuml;r Privathaushalte weiterhin gegeben sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431356.energieversorgung-wie-sollen-diese-menschen-gas-sparen.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Robert Habeck: Wir m&uuml;ssen mehr Gas sparen als die anderen<\/strong><br>\nDeutschland muss jetzt mehr sparen als die anderen EU-Staaten: Robert Habeck sagt, dies sei &bdquo;keine Schande&ldquo;. Konsumenten und Unternehmen m&uuml;ssen sich wappnen.<br>\nBundeswirtschaftsminister Robert Habeck will in diesem Winter mehr Gas einsparen als die von der EU vorgesehenen 15 Prozent. Habeck pl&auml;dierte am Dienstag in Br&uuml;ssel nach einem Treffen der EU-Energieminister f&uuml;r ein h&ouml;heres nationales Sparziel: &bdquo;Wenn Deutschland mehr macht als 15 Prozent, dann ist es ja auch keine Schande&ldquo;, so Habeck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/eu-notfallplan-li.250677\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>B&uuml;rgermeister auf R&uuml;gen fordern: Macht Nord Stream 2 auf!<\/strong><br>\nDeutschland will sich wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine unabh&auml;ngig machen von Gas aus Russland &ndash; auch um den russischen Krieg nicht weiter zu finanzieren. Sieben B&uuml;rgermeister auf der Urlaubsinsel R&uuml;gen fordern nach NDR Informationen von der Bundes- und Landespolitik dagegen ein Umsteuern in der Energiepolitik und ein Zugehen auf Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Buergermeister-auf-Ruegen-fordern-Macht-Nord-Stream-2-auf,nordstream766.html%20\">NDR<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Hass statt Prinzipien: Die Gr&uuml;nen fordern AKW-Weiterbetrieb<\/strong><br>\nSchon witzig, als die schwarz-gelbe Koalition 2011 den Atomausstieg beschloss, waren die Gr&uuml;nen &ndash; einst Anti-AKW-Partei Nummer eins &ndash; in der Opposition. Daf&uuml;r d&uuml;rfen sie nun in Regierungsverantwortung den Wiedereinstieg mitgestalten. So wie sie davor schon die Reaktivierung von Kohlekraftwerken durchgebracht haben, nachdem ihnen im Wahlkampf kein Ausstiegsszenario schnell genug ging. Man muss unweigerlich an die damalige Spitzenkandidatin und heutige Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock denken, wie sie zwischen abgestorbenen B&auml;umen im Harz steht und fleht: &raquo;Ihre Stimme entscheidet &uuml;ber die letzte Regierung, die aktiv Einfluss auf die Klimakrise kann, bevor es zu sp&auml;t ist.&laquo;<br>\nMancher mag das so verstanden haben, als sollte man die Gr&uuml;nen w&auml;hlen, wenn einem die Klimarettung am Herzen liegt. Dabei hatte die Parteif&uuml;hrung bereits im Wahlkampf lautstark gegen die Erdgaspipeline Nord Stream 2 gewettert und daf&uuml;r geworben, lieber das schmutzige, teure Frackinggas aus den USA auf schweren Tankern &uuml;ber den Atlantik schiffen zu lassen. Eigentlich war l&auml;ngst klar: Die Russophobie des Spitzenpersonals hat einen weitaus gr&ouml;&szlig;eren Einfluss auf die Politik der Gr&uuml;nen als die Umweltliebe von Teilen der Parteibasis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431388.hass-statt-prinzipien.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fragmentierter Welthandel<\/strong><br>\nDie EU f&auml;llt als Handelspartner aus, China und Indien springen in die Bresche. Zu den Auswirkungen der westlichen Sanktionen gegen Russland<br>\nNat&uuml;rlich wirken sie, die Sanktionen. Da mag der Rubel sich erholt haben, ja so stark sein wie seit Jahren nicht mehr; da mag der Export russischer Energietr&auml;ger boomen; und da mag die US-Investmentbank J. P. Morgan sich noch so sicher sein, die russische Wirtschaft werde in diesem Jahr nur um 3,5 Prozent einbrechen, nicht viel mehr als im ersten Jahr der Covid-19-Pandemie: &raquo;Es ist klar&laquo;, r&auml;umte Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin am 18. Juli ein, dass die Sanktionen, die die westlichen M&auml;chte verh&auml;ngt haben, &raquo;eine gro&szlig;e Herausforderung f&uuml;r unser Land&laquo; seien. &raquo;Aber wir werden nicht nur nicht aufgeben&laquo;, k&uuml;ndigte Putin an &ndash; &raquo;im Gegenteil: W&auml;hrend wir die kolossale Menge an Schwierigkeiten anerkennen, die vor uns stehen, werden wir intensiv und kompetent nach neuen L&ouml;sungen suchen.&laquo; Und dabei werde Moskau erfolgreich sein, denn schlie&szlig;lich sei es unm&ouml;glich, Russland mit einem &raquo;riesigen Zaun&laquo; von der ganzen Welt zu isolieren.<br>\nHat Putin recht mit seiner optimistischen Einsch&auml;tzung, Russland werde es letzten Endes gelingen, die Sanktionen zu &uuml;berwinden? Oder lag doch eher die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock richtig, als sie bereits Ende Februar erkl&auml;rte, die Sanktionen w&uuml;rden &raquo;Russland ruinieren&laquo;? Der Wirtschaftskrieg zwischen den transatlantischen M&auml;chten und Moskau, der parallel zum Ukraine-Krieg eskaliert ist, wird erbittert und auf allen Ebenen gef&uuml;hrt. Er dreht sich um russische Rohstoffexporte und um russische Technologieimporte, um Halbleiter und um Ausr&uuml;stung f&uuml;r die Fl&uuml;ssiggasproduktion; er f&uuml;hrt dazu, dass sich Russland von Europa ab- und Asien zuwendet, dass wom&ouml;glich China in der Elektronik-, vielleicht auch Indien in der Erdgasbranche des Landes eine f&uuml;hrende Stellung einnehmen werden. Und dass, wer wei&szlig;, L&auml;nder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die sich immer mehr von ihrer einstigen einseitigen Orientierung am Westen l&ouml;sen, ganz neuen Einfluss gewinnen. Wirklich entschieden ist allerdings noch nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431263.globale-gesch%C3%A4fte-mit-%C3%B6l-und-gas-fragmentierter-welthandel.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Strategie der Spannung<\/strong><br>\n&bdquo;Russland ruinieren&ldquo; zu wollen, diese Absichtserkl&auml;rung des deutschen Au&szlig;enministeriums hat sich binnen weniger Monate als das erwiesen, was sie von Anfang an war: wirklichkeitsfremd und Ausdruck eines aggressiven Affekts, der in der deutsch-russischen Diplomatiegeschichte, ja in den deutsch-russischen Beziehungen &uuml;berhaupt, das deutsche Scheitern vorwegnimmt. &bdquo;Russland ruinieren&ldquo; wollten schon andere im Ausw&auml;rtigen Amt, deren Namen zu nennen sich hier verbietet, weil sie nichts weiter waren und nichts weiter sind als Inkarnationen eines wirtschaftlich begr&uuml;ndeten Gr&ouml;&szlig;enwahns, den der antislawische Rassismus reitet. In Ost- und S&uuml;dosteuropa sind ihm Millionen zum Opfer gefallen. Die deutschen Truppen standen zwar vor Leningrad, das sie aushungern wollten, sie haben in Warschau gehaust und in Pan&#269;evo gemordet &ndash; aber sie mussten den R&uuml;ckzug antreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8990\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitgeberpr&auml;sident warnt vor ausufernden Sozialabgaben<\/strong><br>\nDulger: Wir brauchen ein Belastungsmoratorium f&uuml;r die Betriebe. Die Lohnnebenkosten m&uuml;ssen auf 40 Prozent gedeckelt werden.<br>\nArbeitgeberpr&auml;sident Rainer Dulger hat vor ausufernen Sozialabgaben gewarnt und grundlegende Reformen gefordert. Dulger sagte der Deutschen Presse-Agentur: &ldquo;Wir brauchen ein Belastungsmoratorium f&uuml;r die Betriebe. Die Lohnnebenkosten m&uuml;ssen auf 40 Prozent gedeckelt werden, denn es droht eine ausufernde Beitragserh&ouml;hung.&rdquo; Beitragserh&ouml;hungen seien &ldquo;das Schlechteste, was wir im Moment tun k&ouml;nnen&rdquo;, argumentierte der Arbeitgeberpr&auml;sident.<br>\n&ldquo;Sie belasten nicht nur die Betriebe, sondern auch die Besch&auml;ftigten. Es muss jetzt in dieser schwierigen Situation mehr Netto vom Brutto in den Lohnt&uuml;ten bleiben. [&hellip;]<br>\nDer Arbeitgeberpr&auml;sident forderte eine baldige Reform des Rentensystems: &ldquo;Das Traurige ist: Jeder in Berlin kennt die Zahlen &ndash; und jeder wei&szlig;, wie schlimm es ist. Aber keiner traut sich daran, weil er Angst hat, nicht wiedergew&auml;hlt zu werden. Bereits heute wird die Rente mit rund 100 Milliarden Euro pro Jahr aus dem Bundeshaushalt gest&uuml;tzt. Wir wissen heute schon, dass wir dieses System reformieren m&uuml;ssen. Aus meiner Sicht h&auml;tte das schon vorgestern passieren m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nEs m&uuml;sse unbedingt auch die zweite und dritte S&auml;ule gest&auml;rkt werden, das bedeute die private und die betriebliche Altersvorsorge. &ldquo;Da ist viel zu wenig geschehen, da hat man auch viel zu viel liegen lassen&rdquo;, sagte Dulger. &ldquo;Das sind alles Schritte, die uns wirklich helfen und zus&auml;tzliche Sicherheit schaffen w&uuml;rden. Eine st&auml;rkere Kapitaldeckung in der Alterssicherung ist ein Schritt in die richtige Richtung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/nachrichten\/lesen\/arbeitgeberpraesident-warnt-vor-ausufernden-sozialabgaben.html%20\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Und wieder die gebetsm&uuml;hlenartige Wiederholung, dass die &ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo; auf 40% gedeckelt werden m&uuml;ssten. Angeblich m&uuml;ssten die Betriebe in dieser schwierigen Lage geschont werden und die Besch&auml;ftigten m&uuml;ssten mehr Netto vom Brutto haben. Gemeint ist aber wohl nur die Begrenzung der Arbeitgeberanteile auf 20%-Punkte, denn er fordert gleichzeitig den Ausbau der privaten und betrieblichen Vorsoge. Beides gibt es nicht umsonst &ndash; zumindest f&uuml;r den Arbeitnehmer nicht: Allein, um die Rentenniveauk&uuml;rzung seit der Riester-Reform 2001 auszugleichen, muss der Arbeitnehmer 13,3% (9,3% GRV + 4% Riester) zahlen, w&auml;hrend der Arbeitgeber nur 9,3% GRV-Beitrag zahlt. Bei der betrieblichen Vorsorge muss der Arbeitgeber nur die Entgeltumwandlung anbieten. Mehr Kapitaldeckung bedeutet allgemein vor allem h&ouml;here Kosten und mehr Risiken &ndash; <a href=\"https:\/\/www.portfolio-institutionell.de\/schwellenlaender-sind-keine-homogene-asset-klasse\/\">das haben j&uuml;ngst die Investments in Schwellenl&auml;nder gezeigt<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Nicht fehlen darf der Hinweis auf 100 Mrd. Euro aus dem Bundeshaushalt zwecks angeblicher St&uuml;tzung der Rente. Das ist aber keine St&uuml;tzung, sondern eine (nicht mal ausreichende) Erstattung allgemeiner sozialer Leistungen der GRV, die es in privaten und betrieblichen Versicherungen nur gegen Extra-Beitrag oder gar nicht gibt. Beispiele: Hinterbliebenenrenten: 45 Mrd. Euro, Beitr&auml;ge f&uuml;r Kindererziehungszeiten: 20 Mrd. Euro, Aufwertung von Ost-Beitr&auml;gen: 30 Mrd. Euro, Fremdrentenzeiten: 6,5 Mrd. Euro, Anrechnungszeiten (Mutterschaft, Arbeitslosigkeit): 8,2 Mrd. Euro, Krankenversicherungszuschuss: 22 Mrd. Euro.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Personalmangel: &raquo;Es kann ein wenig dauern&laquo;<\/strong><br>\nIn der Gastronomie fehlen Fachkr&auml;fte. Das liegt nicht nur an Pandemie und Inflation, sondern vor allem an den niedrigen L&ouml;hnen.<br>\nIn einem Neuk&ouml;llner Restaurant sind die Plastiktische gut besetzt, eine gehetzte Kellnerin bringt auff&auml;llig gro&szlig;e Schnitzel und Bier raus, r&auml;umt leere Teller ab. Neue G&auml;ste begr&uuml;&szlig;t sie mit einer Entschuldigung: &raquo;Es kann ein wenig dauern, in der K&uuml;che ist heute nur eine Person. Tut mir leid&laquo;, sagt Sabine, die eigentlich anders hei&szlig;t, aber ihren Namen an dieser Stelle lieber nicht lesen m&ouml;chte. Ob die Personallage hier ebenso schwierig sei wie in all den anderen L&auml;den, frage ich. Sie lacht. &raquo;Es ist eine Katastrophe. Vor der Pandemie waren wir f&uuml;nfzehn Leute hier. Jetzt sind wir noch zu dritt.&laquo;<br>\nRund 400.000 Besch&auml;ftigte haben dem Gastgewerbe laut Deutschem Hotel- und Gastst&auml;ttenverband, kurz DEHOGA, zwischen 2019 und 2021 den R&uuml;cken gekehrt. Sebastian Riesner, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bereichs Berlin-Brandenburg von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG) erkl&auml;rt: &raquo;Schon vor der Pandemie gab es zu wenig Fachkr&auml;fte in der Gastronomie. Bundesweit hatten wir rund 1 Millionen sozialversicherungsfreier Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Das sind Menschen, die kein Kurzarbeitergeld bekommen haben, die sind jetzt nicht mehr da&laquo;. Viele arbeiten heute im Lebensmitteleinzelhandel und anderen Bereichen des Dienstleistungssektors.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/personalmangel-es-kann-ein-wenig-dauern-fachkraftemangel-gastronomie-flughafen-streik-saisonkrafte-niedriglohnsektor\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krankenhausgesellschaft: Pflege-Impfpflicht &ldquo;nicht mehr sinnvoll&rdquo;<\/strong><br>\nMit der Delta-Variante kam die Impfpflicht f&uuml;r Pflege- und Gesundheitspersonal. Die sei mit Omnikron hinf&auml;llig, so die Krankenhausgesellschaft. Karl Lauterbach sieht das anders.<br>\nDie Deutsche Krankenhausgesellschaft hat sich f&uuml;r die Aufhebung der Corona-Impfpflicht f&uuml;r Pflege- und Gesundheitspersonal ausgesprochen. &ldquo;Sie weiterzuf&uuml;hren, ist nach jetzigen Erkenntnissen weder sinnvoll noch vermittelbar&rdquo;, sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Henriette Neumeyer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.<br>\nBislang hatte sich der Verband f&uuml;r die einrichtungsbezogene Impfpflicht eingesetzt. Man sei in der Delta-Welle von einer hohen Schutzwirkung auch f&uuml;r die vulnerablen Gruppen im Krankenhaus ausgegangen, sagte Neumeyer. Mit der Omikron-Variante sei das hinf&auml;llig geworden.<br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erteilt der vorzeitigen Aufhebung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht jedoch eine Absage. Sie sch&uuml;tze alte und geschw&auml;chte Menschen, sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch. An dieser Meinung des Ministers habe sich nichts ge&auml;ndert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-impfpflicht-pflege-krankenhausgesellschaft-aufhebung-100.html\">ZDF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/gesundheit\/corona-teilimpflicht-in-der-pflege-gesundheitsverbaende-fuer-aufhebung-ZYYQ2WVQNVBARPJPU24T5WJZS4.html%20\">RND<\/a>\n<p>dazu: <strong>Jetzt stellt auch der NRW-Gesundheitsminister die einrichtungsbezogene Impfpflicht infrage<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) stellt angesichts von Corona-Infektionen trotz Impfung die einrichtungsbezogene Impfpflicht infrage. &bdquo;Wir wissen heute: Die Impfung schlie&szlig;t Ansteckungen nicht aus. Daher bin ich schon der Meinung, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht in der jetzigen Situation nicht mehr das Nonplusultra ist&ldquo;, erkl&auml;rte Laumann am Mittwoch in D&uuml;sseldorf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article240161619\/Nordrhein-Westfalens-Gesundheitsminister-Laumann-stellt-einrichtungsbezogene-Impfpflicht-infrage.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Lauterbach stellt baldiges Coronakonzept f&uuml;r Herbst in Aussicht<\/strong><br>\nDie Verhandlungen zwischen Justizminister Marco Buschmann und Gesundheitsminister Karl Lauterbach schreiten voran. Die Isolationsregeln sollen bestehen bleiben. (&hellip;)<br>\nLauterbach machte au&szlig;erdem deutlich, dass im Ministerium nicht diskutiert werde, die Corona-Impfpflicht f&uuml;r Personal in Kliniken und Pflegeheimen zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-karl-lauterbach-stellt-baldiges-konzept-fuer-herbst-in-aussicht-a-24f9f3da-ad6a-408a-afad-b96f881f74cd\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch diese Bundesregierung ist im Zusammenhang mit den politischen Corona-Ma&szlig;nahmen beratungsresistent. Erinnert sei an Medizinprofessor Matthias Schrappe: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67358#h02\">Die Bundesregierung ist beratungsresistent<\/a>&rdquo; (mit einer Anmerkung).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich schafft Isolationspflicht ab, Frankreich alle Ma&szlig;nahmen, Deutschland diskutiert<\/strong><br>\nFrankreich schafft alle Corona-Ma&szlig;nahmen ab. In &Ouml;sterreich entf&auml;llt zum 1. August die Isolationspflicht f&uuml;r positiv Getestete. Wer sich nicht krank f&uuml;hle, d&uuml;rfe das Haus verlassen, gab Gesundheitsminister Rauch bekannt. In Deutschland regt sich Widerstand gegen die Aufhebung der h&auml;uslichen Quarant&auml;ne. (&hellip;)<br>\nMehrere europ&auml;ische L&auml;nder, darunter Gro&szlig;britannien, die Schweiz und Spanien, haben die Isolationspflicht bereits ebenfalls abgeschafft. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland gibt es in der Diskussion &uuml;ber die Isolationspflicht von Corona-Infizierten breiten Widerstand gegen eine Abkehr von der bisherigen Regelung von f&uuml;nf Tagen. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Keller, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, eine Aufhebung k&auml;me einer Durchseuchung gleich.<br>\nDann st&uuml;nde man wieder vor Schulschlie&szlig;ungen, was nicht das Ziel sein k&ouml;nne. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich der Pr&auml;sident des Deutschen Lehrerverbands, Meidinger. Wenn mehr als 20 Prozent eines Kollegiums erkrankten, sei ein normaler Schulbetrieb kaum mehr m&ouml;glich.<br>\nDer Vorsitzende des Deutschen Haus&auml;rzteverbandes, Weigeldt, bezeichnete die permanente Debatte als sinnlos. Es gebe ein Informationschaos, das mehr verwirre, als dass es helfe. Angesto&szlig;en hatte die Diskussion der Vorsitzende der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung, Gassen. Er verwies darauf, dass die Isolationsbestimmungen zu Personalengp&auml;ssen in Krankenh&auml;usern f&uuml;hrten. Innerhalb der Bundesregierung strebt die FDP eine Aufhebung der Isolationspflicht an. SPD und Gr&uuml;ne lehnen dies ab. (&hellip;)<br>\nIn Frankreich, wo die Isolationspflicht bereits aufgehoben ist, stimmte der Senat heute f&uuml;r das Ende s&auml;mtlicher Corona-Ma&szlig;nahmen ab dem 1. August. Die M&ouml;glichkeit obligatorischer Corona-Tests an den Landesgrenzen bleibt jedoch bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/oesterreich-schafft-isolationspflicht-ab-frankreich-alle-massnahmen-deutschland-diskutiert-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Digitalgesetz der EU vernichtet die Pressefreiheit im Internet<\/strong><br>\nMan will es kaum glauben, aber es ist so: Der Digital Services Act, den die EU-Kommission als Sensation anpreist, gibt Plattformen das Recht, legale Presse zu unterdr&uuml;cken. Wissen die EU-Staatschefs, was sie da beschlie&szlig;en? Ein Gastbeitrag. [&hellip;]<br>\nDas Gesetz folgt dem Grundsatz, dass alles, was offline verboten ist, auch online illegal sein sollte und dass zus&auml;tzlich vieles, was offline legal ist, von den Online-Vermittlungsdiensten nach ihren eigenen Ma&szlig;st&auml;ben verboten werden darf und soll.<br>\nDenn das Gesetz verpflichtet die Plattformen nicht nur zu Ma&szlig;nahmen gegen rechtswidrige Presseartikel. Es erm&auml;chtigt sie mit der &bdquo;Moderation von Inhalten&ldquo; auch zur Sperrung oder sonstigen Ahndung rechtm&auml;&szlig;iger Artikel wegen Unvereinbarkeit mit ihren engeren allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen (AGB). Nicht die allgemeinen Gesetze, sondern die Auffassungen von Facebook &amp; Co. von dem, was sch&auml;dlich, unangemessen, unsittlich oder Desinformation ist, bestimmen dann die Grenzen der Berichterstattung. Der EU-Gesetzgeber legt die Pressefreiheit im Plattforminternet in die H&auml;nde des Managements der Plattformmonopole. Diese Entscheidung ist freiwillig und bewusst gefallen. Vorschl&auml;ge f&uuml;r einen Schutz legaler Presse gegen die Sperrung durch sehr gro&szlig;e Plattformen, die die Verbreitung von Presse generell zulassen, gab es genug. Die Kommission war ebenso dagegen wie der Rat; ein &Auml;nderungsantrag des Rechtsausschusses des Europaparlaments fand im federf&uuml;hrenden Ausschuss namhafte Unterst&uuml;tzung, aber dennoch keine Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/digital-services-act-der-eu-vernichtet-pressefreiheit-im-internet-18198207.html%20\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>K&uuml;ndigung unwirksam<\/strong><br>\nPal&auml;stinensische Journalistin siegt vor Gericht gegen Deutsche Welle. Verleumdung durch falsche Antisemitismusvorw&uuml;rfe kein Einzelfall.<br>\nIm Februar hatte der Auslandssender Deutsche Welle (DW) mehreren freien Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen seiner arabischen Redaktion fristlos gek&uuml;ndigt. Sie h&auml;tten sich in sozialen Netzwerken antisemitisch und israelfeindlich ge&auml;u&szlig;ert, so der Vorwurf. Eine von ihnen, die Pal&auml;stinenserin Maram Salem, hatte am 6. Juli vor dem Arbeitsgericht Bonn Erfolg. Die K&uuml;ndigung ihres bis 31. Dezember 2023 befristeten Vertrags sei unwirksam, urteilte das Gericht.<br>\nMaram Salem berief sich vor Gericht auf die grundrechtlich gesch&uuml;tzte Meinungsfreiheit. Sie vertrat laut einer Pressemitteilung des Arbeitsgerichts die Ansicht, die beanstandeten Facebook-Eintragungen seien weder israelfeindlich noch antisemitisch. Auch habe sie, anders als von der DW behauptet, Israels Existenz nicht in Frage gestellt. &raquo;Das Bonner Arbeitsgericht hat klargestellt, dass die schweren Antisemitismusvorw&uuml;rfe gegen Maram jeder Grundlage entbehren. Die Deutsche Welle sollte sich jetzt sch&uuml;tzend vor Maram stellen, anstatt der Hetze nachzugeben&laquo;, sagte der Berliner Anwalt der Journalistin, Ahmed Abed, in einer Stellungnahme. Seine Mandantin fordere die DW auf, Verantwortung zu &uuml;bernehmen, sich &ouml;ffentlich zu entschuldigen und die Anschuldigungen zur&uuml;ckzunehmen, so Abed. &raquo;Es war von Anfang an klar, dass ich unschuldig bin&laquo;, erkl&auml;rte Salem gegen&uuml;ber der Nachrichtenseite Arab News. &raquo;Das Urteil zeigt, dass die Verleumdungskampagnen gegen pal&auml;stinensische Frauen wie mich oder Nemi El-Hassan nicht mehr erfolgreich sein k&ouml;nnen.&laquo; Der genaue Wortlaut des Urteils, gegen das innerhalb eines Monats, Berufung m&ouml;glich ist, wurde noch nicht ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431413.grundrecht-auf-meinungsfreiheit-k%C3%BCndigung-unwirksam.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ganz enger Kontakt<\/strong><br>\nSo schnell kann es gehen. Nur ein kleines Malheur beziehungsweise eines, das es in die Schlagzeilen schafft, und schon gr&uuml;&szlig;t die Mutter aller Skandale. Christian Lindner (FDP) soll mit dem Chef eines deutschen Autobauers in enger Absprache &uuml;ber das Fortkommen der Koalitionsverhandlungen mit SPD und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen gestanden und das drohende Aus f&uuml;r synthetische Kraftstoffe verhindert haben. Was f&uuml;r kritische Zeitgenossen in die Rubrik &raquo;business as usual&laquo; geh&ouml;rt, bl&auml;st Bild (Sonnabend) prompt und wortm&auml;chtig zum &raquo;Porsche-Gate&laquo; des Bundesfinanzministers auf. Aber irgendwie haut die historische Referenz nicht hin. Bekanntlich trat ob des Eklats 1974 US-Pr&auml;sident Richard Nixon zur&uuml;ck. Ganz anders l&auml;uft es in Deutschlands Vorzeigedemokratie. Hier wird Porsche-Frontmann Oliver Blume kurzerhand zum VW-Boss bef&ouml;rdert.<br>\nDer Fall liefert sch&ouml;nste Einblicke hinter die Kulissen des politischen Tagesgesch&auml;fts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431226.korruption-ganz-enger-kontakt.html\">Ralf Wurzbacher in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Merkel, Wulff, Habeck: Deutschlands &bdquo;eng verzahnte&ldquo; Connection nach Katar<\/strong><br>\nF&uuml;hrende deutsche Politiker und ihre Beziehungen mit dem katarischen Emir: Es gibt stets viel zu besprechen &ndash; denn das Verh&auml;ltnis wird immer enger.<br>\nH&ouml;her, schneller, weiter, reicher. Katar boomt. Nach kaufkraftbereinigtem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist Katar das viertreichste Land der Welt. Das liegt an den Bodensch&auml;tzen Erd&ouml;l und Erdgas sowie an engen wirtschaftlichen Beziehungen zum Westen. Diese f&ouml;rdert auch die deutsche Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/katar-merkel-wulff-habeck-deutschland-politik-fussball-wm-2022-spd-cdu-gruene-emir-zr-91687217.html\">Merkur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Konzert abgebrochen, weil wei&szlig;e Musiker Dreadlocks trugen<\/strong><br>\nDie Band Lauwarm spielte jamaikanische Reggae-Musik in einer Brasserie in Bern. Die Musiker sind wei&szlig;, G&auml;ste f&uuml;hlten sich unwohl. Der Veranstalter beendete das Konzert.<br>\nD&uuml;rfen wei&szlig;e Musiker noch Dreadlocks tragen? Schon vor wenigen Monaten sorgte ein Fall f&uuml;r viel Aufsehen und Kritik: Im M&auml;rz wurde die Musikerin Ronja Maltzahn von Fridays for Future ausgeladen, weil sie laut den Veranstaltern eine falsche Frisur trug. Sie h&auml;tte sich damit etwas &bdquo;kulturell aneignen&ldquo; wollen, ohne dabei die systematische Unterdr&uuml;ckung von schwarzen Menschen zu erleben, begr&uuml;ndeten die Veranstalter ihre Kritik an der Dreadlocks-Frisur. Nun hat sich in der Stadt Bern ein &auml;hnlicher Fall zugetragen, der bei vielen Politikern Kopfsch&uuml;tteln ausl&ouml;st.<br>\nWie mehrere Medien in der Schweiz berichten, trat am 18. Juli die Mundart-Band Lauwarm in der Berner Brasserie Lorraine auf. Die f&uuml;nf Musiker sprangen f&uuml;r eine andere Band ein, die abgesagt hatte. Zum Repertoire der Gruppe Lauwarm z&auml;hlen Reggae, Indie, World und Pop. Doch ihr buntes Programm kam nicht gut an &ndash; insbesondere auch wegen der Frisuren. Konzertbesucher &auml;u&szlig;erten gegen&uuml;ber den Veranstaltern &bdquo;Unwohlsein mit der Situation&ldquo;, berichten Neue Z&uuml;rcher Zeitung und 20 Minuten.<br>\nDas Konzert wurde nach den Beschwerden beendet. In einer Stellungnahme entschuldigte sich die Veranstalterin nun f&uuml;r &bdquo;Sensibilisierungsl&uuml;cken&ldquo;. Man h&auml;tte das Publikum besser vor dem Auftritt &bdquo;sch&uuml;tzen m&uuml;ssen&ldquo;. Wie die Genossenschaft Brasserie Lorraine am Montag auf Facebook mitteilte, habe sich das Unwohlsein der Besucher auf die Thematik der &bdquo;kulturellen Aneignung&ldquo; bezogen. Das hei&szlig;t: Die Band Lauwarm wird daf&uuml;r kritisiert, dass sie als wei&szlig;e Musiker teils Rastafrisuren tragen und jamaikanische Reggae-Musik spielen, obwohl sie selbst niemals die rassistische Ausgrenzung von Jamaikanern erfahren haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/rassismus-kulturelle-aneignung-lauwarm-konzert-abgebrochen-weil-weisse-musiker-dreadlocks-trugen-li.250683\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Witzig ist dies dennoch nicht, da dies inzwischen Z&uuml;ge quasi religi&ouml;sen Fanatismus annimmt. Aber die herrschende Oligarchie freut es, wenn sich die Linke nur noch mit so einem Unsinn besch&auml;ftigt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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