{"id":86420,"date":"2022-07-31T09:00:37","date_gmt":"2022-07-31T07:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420"},"modified":"2022-07-29T11:00:29","modified_gmt":"2022-07-29T09:00:29","slug":"hinweise-der-woche-267","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h01\">Zwei Gr&uuml;ne auf dem Kriegspfad &ndash; nach innen wie nach au&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h02\">Bund l&auml;sst Gaspreise steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h03\">Heiner Flassbeck: &raquo;Die Zentralbank muss sich gegen die M&auml;rkte stellen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h04\">Viel Kleingedrucktes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h05\">Eiszeit zwischen Griechenland und der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h06\">Meine deutschen Freunde fragen mich entsetzt, was in Italien los ist. Wie konnten &ldquo;die Populisten&rdquo; Draghi st&uuml;rzen? Draghi, der Italiens einziger Hoffnungstr&auml;ger war?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h07\">&bdquo;Corona komplett ver&auml;ndert&ldquo;: Chefarzt aus Hamm fordert Umdenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h08\">Sie tun es immer noch: Krankenkassen &uuml;ben Druck aus auf Empf&auml;nger von Krankengeld. Dabei wurde doch sogar das Gesetz ge&auml;ndert, um das zu verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h09\">Der wahre Skandal an Lindners &ldquo;Porschegate&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86420#h10\">Streit ums Gendern: Nein, die deutsche Sprache diskriminiert Frauen nicht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zwei Gr&uuml;ne auf dem Kriegspfad &ndash; nach innen wie nach au&szlig;en<\/strong><br>\nHabeck hat gerade ein echtes Problem. Die Einsparverordnung, die in der EU-Kommission gerade vorbereitet wird, nach der jeder EU-Staat den Energieverbrauch um 15 Prozent senken soll, trifft auf Widerstand; Spanien, Portugal und Griechenland ziehen nicht mit. Das ist kein Wunder; die gr&ouml;&szlig;ten Probleme hat n&auml;mlich, dank der schwankenden erneuerbaren Energien, Deutschland. Und warum sollten jetzt die anderen Staaten Energie sparen, um Deutschland zu retten, das sie all die Jahre &uuml;ber mit Sparvorschriften und Eingriffen in die Politik gequ&auml;lt hat? Inzwischen hat ein Vertreter der Internationalen Energieagentur sogar erkl&auml;rt, es m&uuml;ssten 20 Prozent sein.<br>\nBefragt, was er von Forderungen zur Inbetriebnahme von Nord Stream 2 halte, warf sich Habeck gleich sch&uuml;tzend vor die gesamten Sanktionen; es sei &ldquo;Putins Ziel&rdquo;, die Sanktionen zu brechen, und &ldquo;das w&auml;re das Hissen der wei&szlig;en Fahne f&uuml;r Deutschland und Europa&rdquo;.<br>\nSo sieht sie aus, die Mentalit&auml;t dieses Frostmeisters. Der Apothekersohn durfte sicher nie Cowboy und Indianer spielen; und es hat ihm nie jemand erkl&auml;rt, was das Hissen einer wei&szlig;en Fahne bedeutet. Oder Habeck versp&uuml;rt ein ganz dringendes Bed&uuml;rfnis, von Russland als Kriegspartei wahrgenommen zu werden. Denn das m&uuml;sste er sein, um einen Anlass f&uuml;r das Hissen einer wei&szlig;en Fahne zu haben. (&hellip;)<br>\nBundesau&szlig;enministerin Annalena Baerbock wiederum hat ja mehr Angst, im Inland wei&szlig;e Fahnen hissen zu m&uuml;ssen. In Bezug auf die Gasturbine in Kanada hatte sie gesagt, wenn diese nicht k&auml;me, &ldquo;dann bekommen wir kein Gas mehr, und dann k&ouml;nnen wir &uuml;berhaupt keine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine mehr leisten, weil wir dann mit Volksaufst&auml;nden besch&auml;ftigt sind&rdquo;.<br>\nDas &ldquo;besch&auml;ftigt&rdquo; meinte sie definitiv nicht in dem Sinne, dass die Gr&uuml;nen Teil des aufst&auml;ndischen Volks w&auml;ren. Im Gegenteil. Genau betrachtet, l&auml;sst sie in diesem Satz ihre politischen Priorit&auml;ten erkennen. Das &ldquo;Wir&rdquo; ist eines der Obrigkeit, fast schon ein Pluralis Majestatis. Das Volk, das aufsteht, steht gegen sie auf, gegen die Gr&uuml;nen, und wie das &ldquo;besch&auml;ftigt&rdquo; aussehen mag, hat Nancy Faeser mit der Errichtung einer Bundeswehreinheit zum Einsatz im Inneren schon durchblicken lassen. Auch der Spin f&uuml;r den Aufstand wird schon gesponnen &ndash; wer nicht zu frieren bereit ist, ist ein Nazi.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/144221-zwei-grune-auf-kriegspfad-nach\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die deutschen Gr&uuml;nen: F&uuml;r das Land, das Klima und den Frieden eine einzige Katastrophe<\/strong><br>\nDie deutsche Au&szlig;enministerin versteht die Welt nicht mehr. Erst l&auml;sst sich Erdo&#287;an in Teheran mit Putin ablichten. Dann sagt der russische Au&szlig;enminister Lawrow, dass sich mit den Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine auch die russischen Kriegsziele &auml;ndern werden. Je gr&ouml;&szlig;er die Reichweite dieser Waffen sei, desto breiter m&uuml;sse der Sicherheitskorridor sein. Das klingt logisch, Annalena Baerbock findet das aber bl&ouml;d und weist darauf hin, dass Lawrow vor einigen Monaten noch etwas anderes gesagt habe. Dass Lawrows Ansage in unmittelbarem Zusammenhang zu dem steht, was Deutschland und der Westen tun, kann oder will der deutschen Chefdiplomatin anscheinend nicht einleuchten. Tja, Fachkr&auml;ftemangel all&uuml;berall.<br>\nUnd bei seinem Treffen mit Putin in Iran erdreistet sich Erdo&#287;an auch noch, gegen die westlichen Anweisungen zu versto&szlig;en. Er lie&szlig; sich mit Putin fotografieren. Annalena Baerbock findet das &ldquo;mehr als unverst&auml;ndlich&rdquo;. Russland und ihre politischen Vertreter sind nach westlichem Verst&auml;ndnis grunds&auml;tzlich nur in der Isolation abzulichten. Eine entsprechende Aufforderung westlicher Diplomaten an ihre arabischen Kollegen flog gerade auf. Aber auch dort will man sich nicht so recht an die westlichen Vorgaben halten.<br>\nDabei ist Erdo&#287;an eigentlich ein Beispiel f&uuml;r kluge und rationale Au&szlig;enpolitik. Er repr&auml;sentiert einen souver&auml;nen Staat. Annalena Baerbock tut das nicht, sie will es auch gar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/144418-deutschen-grunen-fur-land-klima\/\">Gert Ewen Ungar in RT DE<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Hass statt Prinzipien: Die Gr&uuml;nen fordern AKW-Weiterbetrieb<\/strong><br>\nSchon witzig, als die schwarz-gelbe Koalition 2011 den Atomausstieg beschloss, waren die Gr&uuml;nen &ndash; einst Anti-AKW-Partei Nummer eins &ndash; in der Opposition. Daf&uuml;r d&uuml;rfen sie nun in Regierungsverantwortung den Wiedereinstieg mitgestalten. So wie sie davor schon die Reaktivierung von Kohlekraftwerken durchgebracht haben, nachdem ihnen im Wahlkampf kein Ausstiegsszenario schnell genug ging. Man muss unweigerlich an die damalige Spitzenkandidatin und heutige Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock denken, wie sie zwischen abgestorbenen B&auml;umen im Harz steht und fleht: &raquo;Ihre Stimme entscheidet &uuml;ber die letzte Regierung, die aktiv Einfluss auf die Klimakrise kann, bevor es zu sp&auml;t ist.&laquo;<br>\nMancher mag das so verstanden haben, als sollte man die Gr&uuml;nen w&auml;hlen, wenn einem die Klimarettung am Herzen liegt. Dabei hatte die Parteif&uuml;hrung bereits im Wahlkampf lautstark gegen die Erdgaspipeline Nord Stream 2 gewettert und daf&uuml;r geworben, lieber das schmutzige, teure Frackinggas aus den USA auf schweren Tankern &uuml;ber den Atlantik schiffen zu lassen. Eigentlich war l&auml;ngst klar: Die Russophobie des Spitzenpersonals hat einen weitaus gr&ouml;&szlig;eren Einfluss auf die Politik der Gr&uuml;nen als die Umweltliebe von Teilen der Parteibasis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431388.hass-statt-prinzipien.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bund l&auml;sst Gaspreise steigen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung steigt mit insgesamt 15 Milliarden Euro beim Energieversorger Uniper ein und erwirbt damit 30 Prozent der Unternehmensanteile, wie der in D&uuml;sseldorf ans&auml;ssige Konzern am Freitag mitteilte. Uniper steht wegen der von Deutschland und der EU verh&auml;ngten Gasblockade gegen Russland und die daraufhin stark gestiegenen Preise vor der Pleite. Der Preis f&uuml;r die Aktien liegt mit je 1,70 Euro bei weniger als einem F&uuml;nftel des B&ouml;rsenkurses. Damit kann der Staat &ndash; wie schon beim Einstieg bei der Lufthansa in der Coronakrise &ndash; von einer Erholung des Unternehmens sp&auml;ter finanziell profitieren.<br>\nVom 1. Oktober an k&ouml;nnen Uniper und andere Gasimporteure mit Erlaubnis der Bundesregierung 90 Prozent der Ersatzbeschaffungskosten an die Kunden &ndash; Stadtwerke und gro&szlig;e Industrieunternehmen &ndash; weiterreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431022.russland-blockade-bund-l%C3%A4sst-gaspreise-steigen.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Robert Habeck: Wir m&uuml;ssen mehr Gas sparen als die anderen<\/strong><br>\nDeutschland muss jetzt mehr sparen als die anderen EU-Staaten: Robert Habeck sagt, dies sei &bdquo;keine Schande&ldquo;. Konsumenten und Unternehmen m&uuml;ssen sich wappnen.<br>\nBundeswirtschaftsminister Robert Habeck will in diesem Winter mehr Gas einsparen als die von der EU vorgesehenen 15 Prozent. Habeck pl&auml;dierte am Dienstag in Br&uuml;ssel nach einem Treffen der EU-Energieminister f&uuml;r ein h&ouml;heres nationales Sparziel: &bdquo;Wenn Deutschland mehr macht als 15 Prozent, dann ist es ja auch keine Schande&ldquo;, so Habeck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/eu-notfallplan-li.250677\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>B&uuml;rgermeister auf R&uuml;gen fordern: Macht Nord Stream 2 auf!<\/strong><br>\nDeutschland will sich wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine unabh&auml;ngig machen von Gas aus Russland &ndash; auch um den russischen Krieg nicht weiter zu finanzieren. Sieben B&uuml;rgermeister auf der Urlaubsinsel R&uuml;gen fordern nach NDR Informationen von der Bundes- und Landespolitik dagegen ein Umsteuern in der Energiepolitik und ein Zugehen auf Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Buergermeister-auf-Ruegen-fordern-Macht-Nord-Stream-2-auf,nordstream766.html%20\">NDR<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Verzockt im Energiepoker<\/strong><br>\nLaut einer Umfrage bef&uuml;rchet eine knappe Merhheit der Deutschen, dass die Boykott-Politik eher zulasten Deutschlands als Russlands geht. Sie hat Recht<br>\nMit etwas Kitsch angereichert (Scholz: &bdquo;You&lsquo;ll never walk alone&ldquo;) k&uuml;ndigte die Bundesregierung am Freitag an, den gr&ouml;&szlig;ten deutschen Gasimporteur Uniper zu retten. Der ohnehin schon gewaltige Kreditrahmen der Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) f&uuml;r Uniper wird auf 9 Milliarden Euro erh&ouml;ht. Der Bund steigt mit 30 Prozent der Aktien in das Unternehmen ein. Und der deutsche Endverbraucher zahlt in Zukunft die Zeche f&uuml;r die Ersatzbeschaffungskosten, die Uniper infolge der Boykott-Politik aufbringen muss und die dem Unternehmen fast den Garaus gemacht h&auml;tten. Diese zus&auml;tzlichen Kosten entstehen, weil Uniper die Gasmengen, die es nicht mehr zu g&uuml;nstigen Preisen aus Russland beziehen kann, stattdessen auf dem Weltmarkt einkaufen muss &ndash; zu deutlich h&ouml;heren Preisen. Bundeskanzler Scholz hat angek&uuml;ndigt, dass sp&auml;testens ab dem 1. Oktober die Preise gr&ouml;&szlig;tenteils durchgereicht werden d&uuml;rfen. Die Gaskunden &ndash; private ebenso wie industrielle Verbraucher &ndash; d&uuml;rfen sich also auf weitere saftige Preiserh&ouml;hungen gefasst machen.<br>\nDaran ist Putin schuld? Ja, insofern, als sein Angriffskrieg gegen die Ukraine der Ausl&ouml;ser f&uuml;r den Wirtschaftskrieg war, den EU und USA seither gegen Russland f&uuml;hren. Doch einzusehen, dass sich dieser zunehmend zu einem echten Verarmungsprogramm f&uuml;r die Mittelschicht und die ohnehin schon wenig Beg&uuml;terten in den beteiligten L&auml;ndern und zu einer Katastrophe f&uuml;r die Menschen in den (v&ouml;llig unbeteiligten) L&auml;ndern des S&uuml;dens ausw&auml;chst, diese Verantwortung liegt bei der Bundesregierung. Der Krieg in der Ukraine wird durch die Sanktionen keinen Tag k&uuml;rzer. Kein einziges Menschenleben wird dadurch gerettet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/king-braun\/sanktionspolitik-protest-gegen-energiepoker-ist-notwendig\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: &raquo;Die Zentralbank muss sich gegen die M&auml;rkte stellen&laquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Euro schw&auml;chelt und die EZB den Leitzins erh&ouml;ht, durchfluten Warnungen vor einem Euro-Crash die Presse. Warum das Panikmache ist und was den Euro tats&auml;chlich stabilisieren w&uuml;rde, erkl&auml;rt Heiner Flassbeck im JACOBIN-Interview.<br>\nDer Euro hat Probleme &ndash; allerdings andere als jene, die wirtschaftsliberale &Ouml;konomen oder Crash-Propheten voraussagen. Was sie als L&ouml;sung erachten, hat diese Probleme erst verursacht &ndash; von der Austerit&auml;tspolitik f&uuml;r die europ&auml;ischen S&uuml;dl&auml;nder, &uuml;ber den deutschen Exportwahn bis hin zum k&uuml;nstlichen Risiko der Zahlungsunf&auml;higkeit von Mitgliedstaaten. Deutschland k&ouml;nnte seinen Einfluss nutzen, um Fortschritt voranzutreiben, allerdings wird das kaum gelingen, solange Christian Lindner Bundesfinanzminister ist.<br>\nEiner, der versuchte, diesen Wandel in Europa aus dem deutschen Finanzministerium heraus zu bef&ouml;rdern, ist Heiner Flassbeck. Er war Staatssekret&auml;r des Bundesfinanzministers Oskar Lafontaine sowie Chefvolkswirt der UNCTAD und ist Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre. Wie man die Probleme des Euros angehen k&ouml;nnte, erkl&auml;rt er im Gespr&auml;ch mit JACOBIN.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/heiner-flassbeck-die-zentralbank-muss-sich-gegen-die-markte-stellen-ezb-leitzins-euro-dollar-paritat-christian-lindner-schuldenbremse\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Viel Kleingedrucktes<\/strong><br>\nWeizenabkommen Ukraine: Export soll zeitnah beginnen. Problem vor allem Minenfelder im Schwarzen Meer und unzureichende Transportkapazit&auml;ten<br>\nTrotz der &ouml;ffentlichen Emp&ouml;rung im Westen und in Kiew &uuml;ber den russischen Raketenangriff auf eine Milit&auml;ranlage im Hafen von Odessa soll der Export ukrainischen Getreides von dort in den n&auml;chsten Tagen beginnen. Diese Erwartung &auml;u&szlig;erte am Wochenende der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan. Er hatte als Gastgeber der entsprechenden Verhandlungen am Freitag neben UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres entscheidenden Anteil daran, dass das Abkommen &uuml;ber die Exporte zustande kam.<br>\nSchon dieser Singular ist allerdings unpr&auml;zise. Tats&auml;chlich geht es um zwei parallel abgeschlossene Vertr&auml;ge zwischen der UNO, der T&uuml;rkei sowie Russland bzw. der Ukraine. Ihr Inhalt ist zwar weitgehend identisch, enth&auml;lt aber nach wie vor politische Fallstricke. So hat sich die Ukraine geweigert, ihre Minenfelder vor der eigenen K&uuml;ste zu r&auml;umen, weil sie bef&uuml;rchtet, dass Russland dies zu einem Angriff von See auf Odessa ausnutzen k&ouml;nnte. Auch eine milit&auml;rische Eskorte der Getreidefrachter auf dem Weg von Odessa &ndash; und zwei kleineren, aber von der Kapazit&auml;t nicht sehr ins Gewicht fallenden H&auml;fen &ndash; wurde nicht vereinbart. Ebenso verbat sich Kiew die Anwesenheit russischer Kontrolleure im Hafen der Schwarzmeerstadt.<br>\nGanz ohne Minenr&auml;umungen wird es aber nicht gehen. Die ukrainische Marine will offenbar einen Korridor unmittelbar &raquo;unter Land&laquo; doch entminen. Der k&uuml;rzere Weg &uuml;ber internationale Gew&auml;sser d&uuml;rfte dadurch ausgeschlossen sein, zumal die Abkommen vorsehen, dass erst &raquo;bei Bedarf&laquo; und auf Antrag einer der Parteien Minenr&auml;umboote herangezogen werden sollen. &raquo;Bei Bedarf&laquo; d&uuml;rfte in der Praxis bedeuten: wenn das erste Schiff von einer solchen Seemine besch&auml;digt oder versenkt wurde und dies die Versicherungspr&auml;mien f&uuml;r diese Transporte drastisch in die H&ouml;he treiben w&uuml;rde. Dass die ukrainischen Minen sich gelegentlich selbst&auml;ndig machen, ist bekannt: Einzelne waren schon in den ersten Kriegstagen an der t&uuml;rkischen K&uuml;ste gesichtet worden. Eine fehlende milit&auml;rische Eskorte bedeutet aber auch, dass die M&ouml;glichkeit entf&auml;llt, solche Treibminen eventuell gezielt zu beschie&szlig;en. Ob das alles die Sicherheit der Getreideschiffahrt erh&ouml;ht, bleibt abzuwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431218.weizenabkommen-ukraine-viel-kleingedrucktes.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine rechnet mit Beginn der Getreideexporte noch f&uuml;r diese Woche<\/strong><br>\nTrotz der j&uuml;ngsten russischen Angriffe auf die ukrainische Hafenstadt Odessa rechnet die Ukraine schon f&uuml;r die n&auml;chsten Tage mit den ersten Getreideexporten auf dem Seeweg. &ldquo;Wir gehen davon aus, dass das Abkommen noch in dieser Woche umgesetzt wird&rdquo;, sagte der ukrainische Infrastrukturminister Alexander Kubrakow am Montag. Er bezog sich auf die am Freitag in der T&uuml;rkei unterzeichneten Vereinbarungen zur Wiederaufnahme der durch den Krieg blockierten Lieferungen ukrainischem Getreides.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/news\/ukraine-rechnet-mit-beginn-der-getreideexporte-noch-fuer-diese-woche-32572048.html\">stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Schon erstaunlich, denn laut der meisten deutschen Medien zeige der Raketenangriff auf den Hafen von Odessa immer noch, dass man mit Putin nicht verhandeln k&ouml;nne, Diplomatie also sinnlos sei. Warum aber halten dann beide Seiten an dem Getreideabkommen fest und gehen sogar davon aus, dass es rasch umgesetzt werde? Auf diese Frage will der Mainstream lieber nicht antworten. Man muss schon nach Meldungen zur Umsetzung des Abkommens gezielt suchen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eiszeit zwischen Griechenland und der Ukraine<\/strong><br>\nKiew droht Athen trotz Waffenlieferungen mit Sanktionen. Die regierungsnahe Zeitung To Vima sieht einen Zusammenhang mit dem j&uuml;ngsten Absturz eines ukrainischen Flugzeugs.<br>\nObwohl Griechenland bislang R&uuml;stungsg&uuml;ter im Wert von rund 300 Millionen Euro in die Ukraine schickte, ist zwischen beiden L&auml;ndern eine diplomatische Eiszeit ausgebrochen. Die Ukraine droht Griechenland mit Sanktionen.<br>\nDie griechische Zeitung To Vima sieht einen Zusammenhang mit dem j&uuml;ngsten Absturz eines ukrainischen Flugzeugs nahe der nordgriechischen Stadt Kavala. Aufgrund von Ungereimtheiten und falschen Deklarationen hinsichtlich der Ladung hatte sich die griechische Regierung mit diplomatischen Noten in Serbien und der Ukraine bei den jeweiligen Regierungen beschwert.<br>\nDas Flugzeug trat in den griechischen Luftraum ein, ohne, wie vorgeschrieben, eine gef&auml;hrliche Ladung anzumelden. Selbst die nachtr&auml;gliche Deklaration des angeblichen &Uuml;bungswaffentransports erwies sich als falsch.<br>\nSo wurden rund um die Absturzstelle Granatreste gefunden, die nicht &Uuml;bungswaffen, sondern scharfen Gefechtswaffen zuzuordnen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Eiszeit-zwischen-Griechenland-und-der-Ukraine-7186494.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Meine deutschen Freunde fragen mich entsetzt, was in Italien los ist. Wie konnten &ldquo;die Populisten&rdquo; Draghi st&uuml;rzen? Draghi, der Italiens einziger Hoffnungstr&auml;ger war?<\/strong><br>\nGeduldig versuche ich dann wieder zu erkl&auml;ren, dass dieses bizarre Gebilde, das &rdquo;Regierung der Besten&rdquo; genannt wurde, nichts anderes als ein Regierungsb&uuml;ndnis war, hinter dem nicht so sehr der edle gemeinsame Kampf gegen die Pandemie stand, sondern vielmehr das Interesse an den 235 Mrd. EUR des europ&auml;ischen Aufbauplans NextGenerationEU. Und dass die Italiener auf diesem Weg leider auf der Strecke geblieben sind.<br>\nDenn w&auml;hrend die Presse in Italien und Deutschland Draghi als &ldquo;Messias&rdquo; oder &rdquo; Heiland&rdquo; (&copy;S&uuml;ddeutsche Zeitung) bejubelte, bemerkte niemand, wie die &ldquo;Regierung der Besten&rdquo; die Italiener in die Arme der reaktion&auml;ren Rechten trieb, weil es Meloni in der Opposition mit ihren den postfaschistischen Br&uuml;dern Italiens geschickt gelang, sich als einzige &ldquo;Verteidigerin des Volkes&rdquo; zu pr&auml;sentieren.<br>\nJust to say: In Italien gibt es immer noch keinen Mindestlohn. Und das von den F&uuml;nfsternen eingef&uuml;hrte und von den (von den Parteien ferngesteuerten) Medien viel geschm&auml;hte &ldquo;B&uuml;rgergeld&rdquo; (reddito di cittadinanza) ist nichts anderes als eine Art Hartz IV &ndash; und damit das Minimum in einem Land, in dem die Mafia im S&uuml;den immer noch die B&uuml;rger in Geiselhaft h&auml;lt, weil es die Bosse sind, die dar&uuml;ber entscheiden, wer Arbeit bekommt und wer nicht.<br>\nDiese &ldquo;soziale Frage&rdquo; war es, die zum Ende der Regierung Draghi f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/petrareski\/posts\/0473c969-61a8-4bff-9798-e4c2950b0fc7\">Reskis Republik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Italiens Regierungskrise: Der Abbau der Demokratie unter Mario Draghi<\/strong><br>\nNach dem gescheiterten &ldquo;Vertrauenspakt&rdquo; nimmt Italiens Staatspr&auml;sident Draghis R&uuml;cktritt an und l&ouml;st das Parlament auf. Vorgezogene Neuwahlen finden voraussichtlich am 25. September statt.<br>\nMit dem nun zur&uuml;ckgetretenen Ministerpr&auml;sidenten Mario Draghi, der im Ausland als Stabilit&auml;tsgarant angesehen wurde, ist Italien einen weiteren Schritt in Richtung Postdemokratie gegangen. Auch wirtschaftlich befindet sich das Land auf dem absteigenden Ast.<br>\nIn den letzten 20 Jahren hat sich Italien zweifelsohne von einem demokratischen zu einem postdemokratischen System gewandelt. Der langsame, aber stete &Uuml;bergang von einer tats&auml;chlich repr&auml;sentativen Demokratie zu einer puren Fiktion derselben hat sich unter Draghis Regierungszeit seit Februar 2021 allerdings weiter versch&auml;rft: Das Parlament ist absolut &uuml;berfl&uuml;ssig geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Italiens-Regierungskrise-Der-Abbau-der-Demokratie-unter-Mario-Draghi-7188532.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Corona komplett ver&auml;ndert&ldquo;: Chefarzt aus Hamm fordert Umdenken<\/strong><br>\nCorona ist keine massenhaft todbringende Seuche mehr. Das zeigen auch die Zahlen aus Hamm. In den zur&uuml;ckliegenden vier Monaten starben zehn Menschen, bei denen das Virus nachgewiesen war. Ein Hammer Chefarzt spricht jetzt Klartext und fordert ein konsequentes Umdenken.<br>\n284 Corona-Todesf&auml;lle wurden im Verlauf der gesamten Pandemie in Hamm erfasst und ver&ouml;ffentlicht. Ob diese Toten &bdquo;an&ldquo; oder &bdquo;mit&ldquo; Covid-19 starben, ist unklar und wird (wie &uuml;berall in Deutschland) nicht systematisch analysiert. Alle Verstorbenen werden hierzulande kurzerhand als Corona-Tote gelistet, was aber wenig wahrheitsdienlich ist.<br>\nDr. Markus Unnewehr, Chefarzt der Pneumologie und Infektiologie an der St.-Barbara-Klinik in Heessen pl&auml;diert daher f&uuml;r eine grunds&auml;tzlich neue Denkweise im Umgang mit Corona. Schluss mit ansatzlosen Tests und den meisten aller Auflagen. Wer sich krank f&uuml;hlt, bleibt zu Hause, der Rest geht arbeiten, lautet seine Formel &ndash; auch mit Blick auf den kommenden Herbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wa.de\/hamm\/coronavirus-in-hamm-sti1428766\/corona-komplett-veraendert-chefarzt-aus-hamm-fordert-neue-denkweise-91682415.html\">wa.de<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Schwere Sommergrippe&ldquo;: Chefarzt spricht &uuml;ber Corona-Ma&szlig;nahmen, Impfung und Masken<\/strong><br>\nDie Sommerwelle rauscht durch Deutschland &ndash; wird es wieder ein Herbst voller Einschr&auml;nkungen? Chefarzt Markus Unnewehr aus Hamm fordert ein Umdenken: Viele Ma&szlig;nahmen seien im Klinikalltag eher hinderlich und die aktuelle Welle nicht mit fr&uuml;heren vergleichbar.<br>\nW&auml;hrend im Sommer 2021 fast keine Infektionen registriert wurden und auch wenige Menschen an Covid-19 erkrankten, wird Deutschland in diesem Sommer von einer heftigen Welle erfasst. Was bedeutet das f&uuml;r den Herbst? Dr. Markus Unnewehr, Chefarzt der Pneumologie und Infektiologie an der St.-Barbara-Klinik in Hamm, berichtet im Interview mit FOCUS Online &uuml;ber die aktuellen Herausforderungen, die Covid-19 und die Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Klinikalltag bedeuten. Seiner Beobachtung nach hat sich die Erkrankung komplett ver&auml;ndert &ndash; und gef&auml;hrdet derzeit vor allem eine ganz bestimmte Personengruppe.<br>\nFOCUS Online: Herr Unnewehr, wie hat Omikron die Bedeutung von Covid-19 im Krankenhaus-Alltag ver&auml;ndert?<br>\nMarkus Unnewehr: Seit einigen Monaten muss man feststellen, dass mit Omikron die Sterblichkeit sogar unterhalb die einer Influenza-Erkrankung gesunken ist. Erhebungen dazu sind nat&uuml;rlich schwierig, denn die Zahl von Influenza-Toten wurde letzten Endes immer nur gesch&auml;tzt. Doch wenn ich aus meiner klinischen Erfahrung die Situation bewerte, dann komme ich zu diesem Schluss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/sommerwelle-chefarzt-spricht-ueber-corona-massnahmen-impfung-und-masken_id_123064739.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&Ouml;sterreich schafft Isolationspflicht ab, Frankreich alle Ma&szlig;nahmen, Deutschland diskutiert<\/strong><br>\nFrankreich schafft alle Corona-Ma&szlig;nahmen ab. In &Ouml;sterreich entf&auml;llt zum 1. August die Isolationspflicht f&uuml;r positiv Getestete. Wer sich nicht krank f&uuml;hle, d&uuml;rfe das Haus verlassen, gab Gesundheitsminister Rauch bekannt. In Deutschland regt sich Widerstand gegen die Aufhebung der h&auml;uslichen Quarant&auml;ne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/oesterreich-schafft-isolationspflicht-ab-frankreich-alle-massnahmen-deutschland-diskutiert-100.html\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Haben wir es geschafft? Kein COVID-19 mehr &ndash; nur noch &bdquo;Omikronitis&ldquo;!<\/strong><br>\nAus epidemiologischer und medizinischer Perspektive ist das Virus nach derzeitigem Sachstand keine Gefahr mehr f&uuml;r das Gesundheitssystem und die Bev&ouml;lkerung. So ist die in diesen Wochen grassierende Sommergrippe bisweilen ein gr&ouml;&szlig;eres Problem f&uuml;r die betroffenen Menschen als das in immer neuen Varianten zu findende Omikron-Virus. Damit best&auml;tigt sich eine alte Erfahrung: Am Ende ist ein gut funktionierendes Immunsystem mit multiplen Infektionen die beste Medizin bei der Bek&auml;mpfung solcher Viren. Auch von anderen Viren ist bekannt, dass im Laufe der Zeit ein lernendes Immunsystem und ein sich &auml;nderndes Virus ein normales Leben mit dem Virus erm&ouml;glichen. Mittlerweile sind wir fast alle mit dem mutierten Omikron-Virus schon einmal in Kontakt gekommen: Entweder durch Infektion und\/oder durch Impfung. Entsprechend reduziert sich das individuelle gesundheitliche Risiko durch die Stimulation des Immunsystems und die nat&uuml;rliche Ver&auml;nderung des Virus.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen und Erkenntnisse geben wir folgende Empfehlungen f&uuml;r den kommenden Herbst und Winter ab:<\/p>\n<ul>\n<li>Wir m&uuml;ssen unser System der Kennziffern grunds&auml;tzlich neu justieren. Die Anzahl der Menschen mit Omikron-Infektionen in den Kliniken ist z. B. nicht mehr relevant. Nur die Anzahl ausschlie&szlig;lich schwerer Viruserkrankungen (mit Angabe des Virustyps) ist wirklich von Bedeutung. <\/li>\n<li>Der Staat hat somit keinen Regulierungsbedarf mehr, der &uuml;ber die klassischen Formen der Gesundsheitsvorsorge hinausginge: Er muss die B&uuml;rger klar und offen auf Grundlage einer evidenz-basierten Wissenschaft und nicht auf Basis von Hochrechnungen epidemiologischer Beobachtungsstudien informieren. Dabei sind voreilige Schlussfolgerungen zu vermeiden, etwa ohne empirische Grundlage von der &bdquo;Nebenwirkungslosigkeit&ldquo; von Impfstoffen oder einem &bdquo;katastrophalen Herbst&ldquo; zu reden. Kurz: Staatliche Kommunikation sollte frei von Angstmache, faktenbezogen und konsequent an der Wissenschaft orientiert sein. <\/li>\n<li>Wir ben&ouml;tigen die R&uuml;ckkehr zu einer verantwortungsvollen Beschaffungspolitik. Konkret: Der Staat muss getestete, wirkungsvolle und nach den bew&auml;hrten Regeln zugelassene Impfstoffe in ausreichender Menge zur Verf&uuml;gung stellen und dabei den Impfstoff immer gegen den sich auch k&uuml;nftig &auml;ndernden klinischen Verlauf der Coronaviren abgleichen &ndash; sofern SARS.CoV-2 eine reale Bedrohung bleibt, was im Moment nicht der Fall zu sein scheint. Der Umgang mit Influenza-Impfstoffen ist daf&uuml;r das Erfolgsmodell. <\/li>\n<li>Zu den Pandemiesch&auml;den geh&ouml;ren auch Kollateralsch&auml;den (verz&ouml;gerte oder fehlende Krankenhausbehandlung, Verschlimmerung psychiatrischer Vorerkrankungen, Entwicklungsst&ouml;rungen bei Kindern usw.), deren Bedeutung im Sinne eines Gesamtschadens (Ressourcenallokation) bzw. der Verantwortungsethik viel mehr ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. <\/li>\n<li>Im Herbst 2022 werden wir keine Ma&szlig;nahmen wie Lockdowns, Schulschlie&szlig;ungen, st&auml;ndiges Testen oder Maskenpflichten ben&ouml;tigen. Eine Krankschreibung sollte nur bei den wirklich Erkrankten erfolgen. Eine Quarant&auml;ne ist jetzt sinnlos und deswegen nicht mehr erforderlich.<\/li>\n<li>Wir sollten wieder den Leitgedanken des m&uuml;ndigen B&uuml;rgers in den Mittelpunkt stellen. Der Irrweg des ideologischen Glaubenskriegers in Wissenschaft und Medizin funktioniert nicht und schadet deren Ansehen enorm. <\/li>\n<li>Die wissenschaftliche Aufarbeitung der vergangenen Jahre ist unerl&auml;sslich. Der Bericht der Evaluierungskommission liefert daf&uuml;r lediglich den ersten Schritt. Wir unterst&uuml;tzen deshalb alle Bem&uuml;hungen, die in diese Richtung gehen. Unser Kernanliegen dabei ist bekannt: Ohne begleitende systematische Kohortenuntersuchungen und Grundlagenforschung bleiben viel politische Vorgaben ohne Grundlage und &Uuml;berzeugungskraft.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.sokrates-rationalisten-forum.de\/%20\">Sokrates <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sie tun es immer noch: Krankenkassen &uuml;ben Druck aus auf Empf&auml;nger von Krankengeld. Dabei wurde doch sogar das Gesetz ge&auml;ndert, um das zu verhindern<\/strong><br>\nSpringen wir zur&uuml;ck in den Herbst des Jahres 2014. Damals wurde hier dieser Beitrag ver&ouml;ffentlicht: Freundliche Nachfrage oder Druck aus&uuml;ben? Die Krankenkassen und das Krankengeld. Darin musste man von diesen Vorw&uuml;rfen der Unabh&auml;ngigen Patientenberatung Deutschland (UPD) lesen: &raquo;Mitarbeiter der Kassen rufen mitunter Patienten, die lange krankgeschrieben sind, w&ouml;chentlich an. &bdquo;Ob es schon besser gehe? Ob man den Psychotherapeuten wechseln wolle? Oder einen Psychiater aufsuchen? Entsprechende Therapeuten k&ouml;nne man empfehlen, hei&szlig;t es dann am Telefon &hellip; Angeblich h&auml;tten Kassenmitarbeiter auch nach medizinischen Diagnosen gefragt und die Betroffenen bedr&auml;ngt.&laquo;<br>\nNat&uuml;rlich wurde damals auch nach m&ouml;glichen Ursachen gefragt: &raquo;Was k&ouml;nnte &ndash; wenn die Vorw&uuml;rfe stimmen &ndash; der Hintergrund f&uuml;r ein solches Verhalten der Kassen sein? Wie immer k&ouml;nnte ein Motiv in der Gr&ouml;&szlig;enordnung des Geldes zu finden sein, das hier von den Krankenkassen aufgebracht werden muss: 9,75 Milliarden Euro Krankengeld zahlten die Kassen 2013 aus &hellip; Zudem ist die Dauer des Bezugs gestiegen.&laquo;<br>\nDas mit den 9,75 Mrd. Euro ist l&auml;ngst Geschichte (nicht aber das mit dem damals kritisierten Verhalten der Krankenkassen).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/07\/25\/krankengeld-und-krankenkassen\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der wahre Skandal an Lindners &ldquo;Porschegate&rdquo;<\/strong><br>\nEs ist kein Skandal, mit Lobbyisten zu reden. Wie Porsche-Chef Oliver Blume und Finanzminister Christian Lindner mit ihrer Aff&auml;re umgehen, allerdings schon. [&hellip;]<br>\nDas Telefonat selbst ist kein Skandal. Wie Porsche und das Finanzministerium damit umgegangen sind, schon eher. Das zeigt viel &uuml;ber Dummheit, &uuml;ber das Verh&auml;ltnis von Wirtschaft und Politik &ndash; und es offenbart einiges &uuml;ber den Charakter der beiden F&uuml;hrungskr&auml;fte. [&hellip;]<br>\nZudem hat die FDP den Lobby-Verdacht in der Bundesregierung gar nicht exklusiv: Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich in seiner Zeit als Hamburger Erster B&uuml;rgermeister beispielsweise gerne mit dem Miteigent&uuml;mer und damaligen Chef der Hamburger Warburg-Bank, Christian Olearius, getroffen, den man heute vor allem als Angeklagten im Cum-Ex-Skandal kennt. Au&szlig;erdem hat Scholz einen Staatssekret&auml;r, der von 2000 bis 2018 F&uuml;hrungspositionen bei der Investmentbank Goldman Sachs innehatte. Zu Recht werden die Verbindungen von J&ouml;rg Kukies zum M&uuml;nchner Skandal-Unternehmen Wirecard untersucht.<br>\nAu&szlig;enministerin Annalena Baerbock und Wirtschaftsminister Robert Habeck (beide Gr&uuml;ne) haben Umweltlobbyisten an die Spitze ihrer H&auml;user gerufen: Jennifer Morgan war Chefin von Greenpeace International, bevor sie zur Staatssekret&auml;rin im Ausw&auml;rtigen Amt berufen wurde. Habecks Staatssekret&auml;r Patrick Graichen leitete zuvor den Thinktank Agora Energiewende. Auch bei ihnen muss gefragt werden, ob das Gemeinwohl und die Interessen ihrer vorherigen Arbeitgeber tats&auml;chlich identisch sind. [&hellip;]<br>\nWas sagt das &uuml;ber den Charakter des Spitzenpersonals in Wirtschaft und Politik? Oliver Blume wird aufsteigen, er wird Chef von Volkswagen. Christian Lindner wird in wenigen Wochen gegen den Abstieg k&auml;mpfen m&uuml;ssen &ndash; wenn es um Schuldenbremse, Neuverschuldung, Steuererh&ouml;hungen, um eine faire Lastenverteilung und um seine Glaubw&uuml;rdigkeit geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/kolumne-ursula-weidenfeld\/id_100032076\/christian-lindner-das-ist-der-wahre-skandal-an-porschegate-.html\">t-online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ganz enger Kontakt<\/strong><br>\nSo schnell kann es gehen. Nur ein kleines Malheur beziehungsweise eines, das es in die Schlagzeilen schafft, und schon gr&uuml;&szlig;t die Mutter aller Skandale. Christian Lindner (FDP) soll mit dem Chef eines deutschen Autobauers in enger Absprache &uuml;ber das Fortkommen der Koalitionsverhandlungen mit SPD und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen gestanden und das drohende Aus f&uuml;r synthetische Kraftstoffe verhindert haben. Was f&uuml;r kritische Zeitgenossen in die Rubrik &raquo;business as usual&laquo; geh&ouml;rt, bl&auml;st Bild (Sonnabend) prompt und wortm&auml;chtig zum &raquo;Porsche-Gate&laquo; des Bundesfinanzministers auf. Aber irgendwie haut die historische Referenz nicht hin. Bekanntlich trat ob des Eklats 1974 US-Pr&auml;sident Richard Nixon zur&uuml;ck. Ganz anders l&auml;uft es in Deutschlands Vorzeigedemokratie. Hier wird Porsche-Frontmann Oliver Blume kurzerhand zum VW-Boss bef&ouml;rdert.<br>\nDer Fall liefert sch&ouml;nste Einblicke hinter die Kulissen des politischen Tagesgesch&auml;fts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431226.korruption-ganz-enger-kontakt.html\">Ralf Wurzbacher in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Streit ums Gendern: Nein, die deutsche Sprache diskriminiert Frauen nicht<\/strong><br>\nBevorzugt unsere Sprache M&auml;nner? Bef&uuml;rworter des Genderns verweisen auf Studien, die das zeigen sollen. Wissenschaftler weisen diese These zur&uuml;ck. Eine Analyse.<br>\nBei einem Wort wie B&uuml;rger w&uuml;rden wir &bdquo;eher an M&auml;nner denken&ldquo;. Studien h&auml;tten das belegt. Wer die Debatte um das Gendern der Sprache verfolgt, hat Aussagen wie diese wahrscheinlich oft geh&ouml;rt. Bislang weniger bekannt ist, dass Sprachwissenschaftler und Germanisten diese These als unhaltbar zur&uuml;ckweisen.<br>\nAn den besagten Studien kritisieren sie gravierende wissenschaftliche M&auml;ngel; die Interpretation der Ergebnisse betrachten sie als falsch und irref&uuml;hrend. Was also geht uns beim Lesen und H&ouml;ren wirklich durch den Kopf?<br>\nUm die Aussagekraft und Relevanz der Studien beurteilen zu k&ouml;nnen, ist es sinnvoll, sich zun&auml;chst eine empirische Tatsache vor Augen f&uuml;hren. W&ouml;rter wie B&uuml;rger, Lehrer, Freunde oder Demonstranten werden von den meisten Menschen als Bezeichnungen f&uuml;r Frauen und M&auml;nner benutzt und korrekt geschlechtsneutral verstanden. G&auml;be es Verst&auml;ndnisprobleme (wie manche Genderbef&uuml;rworter behaupten), w&auml;re das l&auml;ngst aufgefallen: Wir m&uuml;ssten uns dauernd erkl&auml;ren, st&auml;ndig nachfragen. (&hellip;)<br>\nKurz: Die Ergebnisse aus den ohnehin fragw&uuml;rdigen Studien, die mit dem &uuml;blichen Sprachgebrauch oft nichts zu tun haben, sind noch nicht einmal auf die Gesamtbev&ouml;lkerung &uuml;bertragbar. Die Linguistin Gisela Klann-Delius hat das in &bdquo;Sprache und Geschlecht&ldquo; (Metzler-Verlag) problematisiert. Rainer und Neef kritisieren die verwendeten Stichproben ausdr&uuml;cklich. (&hellip;)<br>\nWer diese Studie zitiert, geht &uuml;blicherweise dar&uuml;ber hinweg, dass die Studienautoren selbst genau diese und weitere Einschr&auml;nkungen machen: Faktoren wie sozio&ouml;konomischer Hintergrund, Interesse und Intelligenz d&uuml;rften nicht au&szlig;er Acht gelassen werden, wenn man versuche, Berufswahlentscheidungen zu verstehen, schreiben sie. Und auch berufliche Interessen d&uuml;rfe man nicht vernachl&auml;ssigen. N&ouml;tig seien Wiederholungen des Tests, Langzeitstudien (sogenannte L&auml;ngsschnittstudien) und so weiter.(&hellip;)<br>\nDass sich Frauen nicht davon abhalten lassen, einen Berufsweg einzuschlagen, weil generische Maskulina im allgemeinen Sprachgebrauch und in den Medien g&auml;ngig sind, zeigen indes die wirklich belastbaren Daten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/streit-ums-gendern-nein-die-deutsche-sprache-diskriminiert-frauen-nicht-li.246245\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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