{"id":86458,"date":"2022-08-01T08:32:41","date_gmt":"2022-08-01T06:32:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458"},"modified":"2022-08-01T08:32:48","modified_gmt":"2022-08-01T06:32:48","slug":"hinweise-des-tages-4162","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h01\">Ukraine Needs Solutions, Not Endless War<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h02\">Ukraine-Krieg: Zeit f&uuml;r eine Abr&uuml;stung des Hungers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h03\">Finnischer Sinneswandel und schwedische Standhaftigkeit &ndash; Trennungslinien in der Frage der NATO-Mitgliedschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h04\">So verschieben sich die Perspektiven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h05\">Energiekrise: Europa kauft gigantische Mengen Fl&uuml;ssiggas &ndash; &bdquo;Das st&uuml;rzt Millionen Menschen in die Dunkelheit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h06\">&raquo;Das &rsaquo;Sonderverm&ouml;gen&lsaquo; wird bei Konzernen versickern&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h07\">Forderungen nach l&auml;ngeren Arbeitszeiten: Krisenmanagement f&uuml;r das Kapital<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h08\">Steuergeschenk f&uuml;r Reiche: Abschaffung der kalten Progression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h09\">Interne Revision der BA: Jobcenter arbeiten mangelhaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h10\">Regierungen wollen &ouml;fter Nutzerdaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h11\">EU-Datenschutzbeh&ouml;rden nehmen Chatkontrolle komplett auseinander<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h12\">Der neue, regul&auml;r zugelassene Totimpfstoff gegen Covid wird totgeschwiegen und beerdigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h13\">Ex-Knesset-Sprecher: Israel hat Antisemitismus zum politischen Instrument gemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h14\">Die anwesenden Abwesenden der deutschen Israel-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h15\">Nach&uuml;berlegung zum Documenta-Eklat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h16\">Die Fakten wissen wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86458#h17\">&Uuml;bers Unterlassen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine Needs Solutions, Not Endless War<\/strong><br>\nNeither side can fulfill its maximal war aims: Russia cannot conquer all of Ukraine and Ukraine cannot comprehensively eject Russian forces.<br>\nUkrainian forces&rsquo; impressive military performance has reinforced the view that an outright victory against Russia is possible. But an unqualified Ukrainian win that dislodges the Russian forces from eastern Ukraine is increasingly improbable. Grinding attrition that makes dangerous escalation a tantalizing option for both countries is more likely. Accordingly, a ceasefire and separation of forces should be a priority for the United States and its allies. The United States has the tools and experience to make it happen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nationalinterest.org\/feature\/ukraine-needs-solutions-not-endless-war-203858\">The National Interest<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Nuclear strategy and ending the war in Ukraine<\/strong><br>\nIt is time for bolder efforts to make peace in Ukraine.<br>\nWar, like fire, can spread out of control, and as President Putin keeps reminding us, this particular conflagration has the potential to start a nuclear war.<br>\nAt a recent joint news conference with the President of Belarus, Putin announced that Russia would transfer Iskander M missiles to Belarus. Those missiles can carry nuclear warheads, and the move is apparently intended to mirror nuclear sharing arrangements the United States has with five NATO allies &mdash; Belgium, the Netherlands, Germany, Italy, and Turkey.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thehill.com\/opinion\/international\/3565996-nuclear-strategy-and-ending-the-war-in-ukraine\/\">Oscar Arias and Jonathan Granoff in The Hill<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine-Krieg: Zeit f&uuml;r eine Abr&uuml;stung des Hungers<\/strong><br>\nDer Ukrainekrieg und die Blockade der H&auml;fen f&uuml;hrt zu einer Ern&auml;hrungskrise in Nahost und Afrika. Doch die Verantwortung daf&uuml;r liegt bei Weltbank, IWF, bei den G7 und den Getreidespekulanten (&hellip;)<br>\nDie Recherche &bdquo;The Hunger Profiteers&ldquo; der Organisation Lighthouse Reports beschreibt, wie zu Beginn des Ukraine-Krieges Banken ihren Anlegern empfahlen, in Agrarfonds zu investieren und auf steigende Lebensmittelpreise zu wetten. In der ersten M&auml;rzwoche flossen 4,5 Milliarden Dollar in solche Fonds. Konzerne wie Archer Daniels Midland, Bunge, Cargill und Louis Dreyfus, die den globalen Getreidehandel dominieren, t&auml;tigen selbst spekulative Gesch&auml;fte. &bdquo;Niemand wei&szlig;, wie viel sie in ihren Lagern horten&ldquo;, sagt Herre. Auch das hat Einfluss auf die Preise. Laut dem Bericht &bdquo;Profiting from Pain&ldquo; von Oxfam sind die Gewinne der Agrarh&auml;ndler in den letzten Jahren extrem gestiegen: Cargill fuhr 2021 mit f&uuml;nf Milliarden Dollar den gr&ouml;&szlig;ten Nettogewinn der Firmengeschichte ein. (&hellip;)<br>\nBefeuert wurde die Finanzialisierung der Landwirtschaft durch Weltbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) und die Strukturanpassungen in den 1980er und 90er Jahren. L&auml;nder des S&uuml;dens wurden zum Zwecke des Schuldenabbaus dazu gezwungen, Cash Crops wie Kaffee, Baumwolle oder Kakao f&uuml;r den Export anzubauen anstatt Nahrungsmittel zur eigenen Versorgung. Damit erst wurden sie von Lebensmittelimporten abh&auml;ngig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ukrainekrieg-fuehrt-zu-hungerkrise-dafuer-sind-auch-die-g7-verantwortlich\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Finnischer Sinneswandel und schwedische Standhaftigkeit &ndash; Trennungslinien in der Frage der NATO-Mitgliedschaft<\/strong><br>\nJukka Pietil&auml;inen analysiert die Positionen der Linken zur NATO-Mitgliedschaft Schwedens und Finnlands. Beide L&auml;nder beabsichtigen der NATO beizutreten, doch die Ansichten und Meinungen zu diesem Thema sind geteilt.<br>\nNach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar beschlossen sowohl Finnland als auch Schweden, die Mitgliedschaft in der NATO zu beantragen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich beide L&auml;nder gegen einen NATO-Beitritt ausgesprochen, auch wenn sie schon seit Jahrzehnten eng mit der NATO zusammenarbeiten. Was die Linke angeht, fiel der Wandel in Finnland drastischer aus. Finnlands wichtigste radikale linke Partei Vasemmistoliitto (dt. Linksb&uuml;ndnis), die an der Mitte-links-gr&uuml;nen Regierung beteiligt ist, ist in der Frage der NATO-Mitgliedschaft gespalten. Im Mai stimmten neun von 16 ihrer Abgeordneten f&uuml;r den NATO-Beitritt, w&auml;hrend sich sechs dagegen aussprachen (eine Person war abwesend).<br>\nIn Schweden hingegen ist die V&auml;nsterpartiet (dt. Linkspartei) ihrer ablehnenden Haltung gegen&uuml;ber der NATO treu geblieben.<br>\nEbenfalls im Mai wurde auf einer gemeinsamen Sitzung des Parteirats und der Fraktion des Linksb&uuml;ndnisses mit einem klaren Votum (52 zu 10, eine Leerstimme) beschlossen, dass der NATO-Beitrittsantrag kein Grund mehr sei, die Regierung zu verlassen. Als 2019 die Regierung gebildet wurde, war das Nein zur NATO eine der Hauptbedingungen f&uuml;r die Beteiligung des Linksb&uuml;ndnisses gewesen, wenngleich die Partei im Regierungskoalitionsvertrag die NATO-Option akzeptierte, sprich die M&ouml;glichkeit, die Mitgliedschaft zu beantragen, wenn es f&uuml;r notwendig befunden wird. (&hellip;)<br>\nDie unterschiedlichen Positionen der finnischen und schwedischen linken Parteien beruhen auf den Meinungen ihrer Mitglieder und W&auml;hler:innen &mdash; die in Schweden &uuml;berwiegend negativ, in Finnland geteilt, aber &uuml;berwiegend positiv eingestellt sind. Sie verdeutlichen auch die unterschiedlichen politischen Haltungen dieser Parteien. Das finnische Linksb&uuml;ndnis ist regelm&auml;&szlig;ig an Regierungskoalitionen beteiligt, w&auml;hrend die schwedische Linkspartei die Minderheitsregierung nur widerwillig aus der Opposition heraus unterst&uuml;tzt. Hinzu kommt, dass der Konsens in der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik in Finnland traditionell gr&ouml;&szlig;er ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.transform-network.net\/de\/blog\/article\/finnish-shifts-and-swedish-steadiness-lines-of-division-on-the-issue-of-nato-membership\/\">transform!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>So verschieben sich die Perspektiven<\/strong><br>\nDer Blick aus der EU in den Nahen und Mittleren Osten und der Blick aus dem Nahen und Mittleren Osten in die EU: Sie er&ouml;ffnen sehr unterschiedliche Perspektiven. Verschieden ist auch, wer auf die jeweils andere Region blickt.<br>\nDie Perspektiven der EU-Institutionen und der reichen europ&auml;ischen Regierungen sind geleitet von geostrategischen und &ouml;konomischen Interessen. Auch wenn das mit sch&ouml;nen Worten und edlen Absichten verkleidet wird, geht es um Machtpolitik. Begriffe wie Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, Wohlstand, Sicherheit und Partnerschaft versprachen vor 20 Jahren den Ziell&auml;ndern eine gute Zukunft, wenn sie mit der EU kooperierten.<br>\nDialog und Partnerschaftsabkommen waren Teil des neuen au&szlig;enpolitischen Konzepts der EU-Nachbarschaftspolitik, die 2004 verk&uuml;ndet wurde. Es erg&auml;nzte strategisch das US-Konzept eines &bdquo;Gr&ouml;&szlig;eren Mittleren Ostens&ldquo;, mit dem eine Region von Afghanistan &uuml;ber die Arabische Welt bis Nordafrika als Interessens- und Einfluss-Sph&auml;re f&uuml;r den von den USA gef&uuml;hrten Westen, EU und NATO markiert wurde.<br>\nDie Ziell&auml;nder der EU-Nachbarschaftspolitik umfassten im Nordosten Belarus, Ukraine, Moldau, im Osten Georgien, Aserbeidschan und Armenien, im S&uuml;dosten Syrien, Libanon, Jordanien, Israel, Pal&auml;stina und im S&uuml;den &Auml;gypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko. Innerhalb des Gebietes lagen das Schwarze Meer, das Asowsche Meer, das Kaspische Meer, der n&ouml;rdliche Suez-Kanal und das gesamte Mittelmeer einschlie&szlig;lich der Stra&szlig;e von Gibraltar.<br>\nHeute ist klar, dass es Br&uuml;ssel mit seiner &bdquo;Nachbarschaftspolitik&ldquo; im engen Kontakt mit Washington und der NATO um die geostrategische Ausweitung nach Osten und S&uuml;dosten geht. Ziel ist die Eind&auml;mmung von Russland, das sich nach der Aufl&ouml;sung der Sowjetunion und des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses Warschauer Pakt wirtschaftlich, milit&auml;risch und politisch wieder stabilisiert hat.<br>\nDer US-gef&uuml;hrte westliche Block will Russland zur&uuml;ckdr&auml;ngen und hat das Land mit der Osterweiterung von EU und NATO und mit US-Milit&auml;rbasen in Asien und im Nahen und Mittleren Osten geradezu umzingelt. Begleitet wurde das westliche Vorgehen von einer Dialogverweigerung &uuml;ber die russischen Sicherheitsinteressen. Das aufgebaute Konfliktpotential entlud sich mit dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/so-verschieben-sich-die-perspektiven\/\">Karin Leukefeld auf Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Energiekrise: Europa kauft gigantische Mengen Fl&uuml;ssiggas &ndash; &bdquo;Das st&uuml;rzt Millionen Menschen in die Dunkelheit&ldquo;<\/strong><br>\nEurop&auml;ische L&auml;nder suchen akut nach Alternativen zu russischer Energie. Dabei treiben sie Schwellenl&auml;nder aus dem Markt und blockieren deren Energiewende.<br>\nEuropa ringt um Alternativen zu russischem Gas &ndash; und in Schwellenl&auml;ndern geht das Licht aus. In Bangladesch beherrschen derzeit mitten in der Sommerhitze t&auml;gliche, oft stundenlange Stromausf&auml;lle den Alltag. Einkaufszentren und M&auml;rkte m&uuml;ssen auf Anordnung der Beh&ouml;rden bereits wenige Stunden nach Einbruch der Dunkelheit schlie&szlig;en, um Energie zu sparen. Den Kraftwerken fehlt es seit Wochen an ausreichenden Brennstoffen, um genug Strom f&uuml;r die knapp 170 Millionen Einwohner des Landes zu produzieren.<br>\nDie Krise ist direkte Folge der Turbulenzen an den europ&auml;ischen Energiem&auml;rkten: Russlands verringerte Gaslieferungen haben die europ&auml;ische Nachfrage nach per Schiff geliefertem Fl&uuml;ssiggas stark ansteigen lassen. In Schwellenl&auml;ndern des globalen S&uuml;dens, die bereits auf Liquefied Natural Gas (LNG) setzten, sind die Gastanker hingegen rar geworden. Die lokalen Energieversorger k&ouml;nnen es sich nicht mehr leisten, angesichts des Preisanstiegs am Weltmarkt mitzubieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/international\/energiekrise-europa-kauft-gigantische-mengen-fluessiggas-das-stuerzt-millionen-menschen-in-die-dunkelheit\/28556708.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Das &rsaquo;Sonderverm&ouml;gen&lsaquo; wird bei Konzernen versickern&laquo;<\/strong><br>\nDas &raquo;Handbuch R&uuml;stung&laquo; liefert einen &Uuml;berblick &uuml;ber deutsche Waffenschmieden. Ein Gespr&auml;ch mit Andreas Sei (&hellip;)<br>\nK&ouml;nnen Sie ein Beispiel daf&uuml;r geben, was f&uuml;r Informationen zu den R&uuml;stungsfirmen zum Nachschlagen aufgelistet sind?<br>\nWir haben uns die einzelnen Firmen genau angesehen und versucht, in kurzen Skizzen zu beschreiben, was sie produzieren und wie die Produkte sp&auml;ter eingesetzt werden. Dabei werden Zusammenh&auml;nge mit anderen Unternehmen oder auch mit einzelnen R&uuml;stungsprojekten deutlich. Nicht wenige der genannten Firmen sind sowohl f&uuml;r den zivilen Bereich t&auml;tig als auch f&uuml;r den milit&auml;rischen &ndash; da gilt es dann immer zu beachten, wieviel f&uuml;r das Milit&auml;r Relevantes in einem einzelnen Produkt oder einer Dienstleistung steckt, etwa f&uuml;r die Logistik. Reine Zulieferer, die lediglich nach den Vorgaben einer gro&szlig;en Firma kleine Bestandteile liefern, haben wir zumeist nicht ber&uuml;cksichtigt. Wesentlich war f&uuml;r uns aufzuzeigen, wie verzweigt die Produktion ist und dass sich abseits der gro&szlig;en Standorte noch viele kleine Niederlassungen finden, die gegebenenfalls relevant f&uuml;r die Forschung oder Entwicklung sind. Wir f&uuml;hren Adressen und Webseiten auf, damit man sich vor Ort oder im Netz ein Bild von den Firmen machen kann.<br>\nWarum glauben Sie die Erz&auml;hlung von der bis aufs Hemd kaputtgesparten Bundeswehr nicht?<br>\nEin realistischer Blick auf die im Bundeshaushalt hinterlegten Zahlen macht deutlich, dass das Gegenteil richtig ist. Die Bundeswehr bekommt seit der Jahrtausendwende Jahr f&uuml;r Jahr mehr Geld: Im Jahr 2000 betrug das Budget 24,3 Milliarden Euro, 2021 waren es schon stolze 46,93 Milliarden &ndash; fast eine Verdopplung. Die Armee scheint immer weniger f&uuml;r immer mehr Geld zu bekommen. Gespart wird da nicht, vielmehr scheint die Bundeswehr ein Fall f&uuml;r den Bundesrechnungshof zu sein. Wenn nun davon die Rede ist, dass man in Zukunft sorgsamer mit den Mitteln haushalten will &ndash; Anfang Juli wurde ein Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz beschlossen &ndash;, dann bleiben dennoch viele strukturelle Probleme der Beschaffung wie auch im Betrieb unangetastet.<br>\nSie schreiben in der Ank&uuml;ndigung Ihres Handbuchs, dass die R&uuml;stungsbranche volkswirtschaftlich nicht relevant ist, aber enorme Geldmengen vernichten darf. Wie ist das gemeint?<br>\n2015 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands 3.026 Milliarden Euro. Davon entfielen auf den Bereich R&uuml;stung gerade einmal acht Milliarden Euro oder 0,26 Prozent. Der Umsatz der gesamten Branche &ndash; inklusive Exporte und Waren, die au&szlig;er der milit&auml;rischen noch andere Verwendungen haben &ndash; betrug damals 11,69 Milliarden Euro. 2020 waren es mit 11,28 Milliarden Euro sogar noch ein bisschen weniger. Es spricht vieles daf&uuml;r, dass das &raquo;Sonderverm&ouml;gen&laquo; von 100 Milliarden, die der Bund jetzt als zus&auml;tzliche Schulden aufnimmt, um dieses System zu st&uuml;tzen, noch nicht mal in einen Kampfkraftzuwachs bei der Bundeswehr m&uuml;nden werden, sondern vor allem bei gut verdienenden Konzernen versickern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/07\/30\/das-sondervermoegen-wird-bei-konzernen-versickern\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Forderungen nach l&auml;ngeren Arbeitszeiten: Krisenmanagement f&uuml;r das Kapital<\/strong><br>\n&bdquo;You&rsquo;ll never walk alone&ldquo;, verspricht Bundeskanzler Olaf Scholz. Er verschleiert, dass in Deutschland ein knallharter Klassenkampf von oben tobt. [&hellip;]<br>\nEs ist kein Zufall, dass fast alle ihre Appelle mit einem &bdquo;Wir&ldquo; formulieren. Die Ansprache verschleiert, dass diejenigen, die angesichts der Krise mehr Arbeit einfordern, f&uuml;r ihren Wohlstand, den sie als Wohlstand aller ausgeben, nie selbst gearbeitet haben. Dass dieser Wohlstand schon immer von jenen erarbeitet wurde, von denen die Profiteure sich jetzt auch noch mehr &Uuml;berstunden, eine l&auml;ngere Arbeitswoche und eine sp&auml;tere Rente w&uuml;nschen.<br>\nGleichzeitig sind die Wohlhabenden und ihre Repr&auml;sentanten jene, die weitere Sozialpakete und h&ouml;here Steuern blockieren, mit denen tats&auml;chlich Krisenfolgen f&uuml;r die Allgemeinheit abgefedert werden k&ouml;nnten.<br>\nDas ist wie wenn zwei Freunde regelm&auml;&szlig;ig essen gehen und derjenige, der fast nichts vom Essen abbekommt, jedes Mal die Rechnung bezahlt. Und wenn die Preise im Restaurant steigen, fordert der, der nie bezahlt, den, der immer bezahlt, auch noch auf, mehr zu arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Forderungen-nach-laengeren-Arbeitszeiten\/!5867465\/\">taz<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Leben auf Verschlei&szlig;: Armutsbetroffene aus Baden-W&uuml;rttemberg erz&auml;hlen<\/strong><br>\nKnapp zwei Millionen Menschen im Land sind armutsgef&auml;hrdet. W&auml;hrend aktuell viele im reichen Baden-W&uuml;rttemberg um ihren Wohlstand f&uuml;rchten, m&uuml;ssen Armutsbetroffene auf jeden Cent achten.<br>\nDie Preise steigen, die Inflation frisst L&ouml;hne, Geh&auml;lter und Sozialhilfe auf. Die offizielle Zahl der Arbeitslosen im Land nimmt zu. Immer mehr Menschen &ndash; auch im wohlstandsverw&ouml;hnten Baden-W&uuml;rttemberg &ndash; haben Angst vor der n&auml;chsten Gasrechnung. (&hellip;)<br>\nZwei Menschen aus Baden-W&uuml;rttemberg, die nicht nur von Armut bedroht, sondern seit Jahren von ihr betroffen sind, haben mit dem SWR &uuml;ber ihre Situation gesprochen. In diesem Text tragen sie die Namen Michael und Elena Leutkirch. Eigentlich hei&szlig;en sie anders. Sie f&uuml;rchten den Hass im Internet &ndash; vor allem ihren Kindern gegen&uuml;ber, wenn sie von ihrem Leben in Armut erz&auml;hlen. (&hellip;)<br>\nBundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat j&uuml;ngst seine Vorstellungen vorgelegt, wie der Hartz-IV-Nachfolger namens B&uuml;rgergeld aussehen soll. Die Ampelparteien streiten bereits &uuml;ber den Vorschlag, Sozialverb&auml;nde sind ohnehin skeptisch, ob das Hartz-IV-System mit dem B&uuml;rgergeld &uuml;berwunden werden kann. Und auch die versprochene Kindergrundsicherung, die Kindern von Sozialhilfeempf&auml;ngern mehr Teilhabechancen bringen soll, ist noch weit von ihrer Umsetzung entfernt. Verb&auml;nde fordern nach dem Gasgipfel in Baden-W&uuml;rttemberg bereits einen Sozialgipfel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/armut-bw-armutsbetroffene-alltag-hartz4-inflation-100.html\">SWR<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Neue Marke, alte Probleme<\/strong><br>\nAmpelkoalition bereitet Einf&uuml;hrung des &raquo;B&uuml;rgergeldes&laquo; vor. Verb&auml;nde: Ma&szlig;nahmen unzureichend, um Armut zu bek&auml;mpfen [&hellip;]<br>\nGegen&uuml;ber dem &raquo;aktuell geltenden Sanktionsmoratorium&laquo; seien die Pl&auml;ne des Sozialdemokraten sogar ein R&uuml;ckschritt, erkl&auml;rt Tina Hofmann vom Parit&auml;tischen Gesamtverband in Berlin am Freitag gegen&uuml;ber jW. Nach Ablauf der sechsmonatigen Schonfrist seien Sanktionen grunds&auml;tzlich wieder m&ouml;glich. Zudem sei die geplante Anhebung der Regels&auml;tze &raquo;nicht armutsfest und nicht krisenfest&laquo;, f&uuml;hrte die Referentin f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik aus. Die von Heil vorgesehene Aufstockung sei lediglich ein Ausgleich f&uuml;r die &raquo;durch die Decke schie&szlig;enden Energiepreise und die Inflation&laquo;, so Hofmann. Der Parit&auml;tische fordert eine Anhebung der Regels&auml;tze auf mindestens 678 Euro im Monat. Nur so sei &raquo;wenigstens ein Mindestma&szlig; an Teilhabe&laquo; f&uuml;r die Betroffenen m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431588.hartz-iv-system-neue-marke-alte-probleme.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuergeschenk f&uuml;r Reiche: Abschaffung der kalten Progression<\/strong><br>\nDie Kriegs- und Krisenkosten sind also hoch. Wer welchen Teil davon zu tragen hat, f&uuml;r wen es also in den n&auml;chsten Jahren wie knapp wird &ndash; das ist eine Frage der Gestaltung durch jene Akteure, die auf der politischen B&uuml;hne die &ouml;konomischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse repr&auml;sentieren.<br>\nUnd Linder gestaltet aktiv. Einerseits durch das Pochen auf die Einhaltung der Schuldenbremse und die damit einhergehende Absage an staatliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Menschen mit geringen oder mittleren Einkommen. Andererseits durch Steuersenkungen wie die nun angek&uuml;ndigte Abschaffung der kalten Progression. Das Sch&ouml;ne an dieser Ma&szlig;nahme: Sie bringt den Armen &uuml;berhaupt nichts, den Resten der Mittelschicht ein bisschen was, und den Reichen am meisten. Trotzdem klingt es gut, irgendwie nach Entlastung f&uuml;r alle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431525.steuergeschenk-f%C3%BCr-reiche.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Christian Lindner im Interview: &bdquo;Ausgaben befeuern Inflation&ldquo;<\/strong><br>\nAls Finanzminister steckt der FDP-Chef in einem permanenten Abwehrkampf: Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Porsche, Privates und Progression, aber auch &uuml;ber das B&uuml;rgergeld, Schuldenbremse, Italien &ndash; und von M&auml;rkten ausgehende Disziplin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/christian-lindner-im-interview-zu-inflation-buergergeld-und-porsche-18200832.html?premium\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Interne Revision der BA: Jobcenter arbeiten mangelhaft<\/strong><br>\nDas Untersuchungsergebnis der internen Revision der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) wirft kein gutes Licht auf die Arbeit der Jobcenter. In fast allen Bereichen &ndash; von der Vermittlung bis hin zu den Widerspr&uuml;chen &ndash; h&auml;ufen sich die Fehler. Darunter leiden sowohl Hartz IV Bed&uuml;rftige, die schlecht beraten werden, als auch Steuerzahler. Denn ein Vorwurf lautet, Mittel nicht zielgerichtet einzusetzen &ndash; kurzum: Es wird Geld verschwendet. (&hellip;)<br>\n70 Seiten umfasst der Bericht der internen Revision mit dem Titel &bdquo;Vertikale Revisionen im Jahr 2020. Zusammenfassung der gE-Ergebnisse auf Bundesebene&ldquo; (gE = Gemeinsame Einrichtung(en) nach &sect; 44b SGB II) Die Ergebnisse sind erschreckend und h&auml;tten in der freien Wirtschaft gravierende personelle Folgen. In den Jobcentern muss offenbar niemand Konsequenzen f&uuml;rchten. (&hellip;)<br>\nDie Liste der Bereiche, in denen sich laut interner Revision &bdquo;ein dezentraler Handlungsbedarf ergibt&ldquo;, ist lang. Bereits die Zusammenfassung liest sich wie ein Zeugnis mit der Gesamtnote &bdquo;ungen&uuml;gend&ldquo;. Es gibt kaum einen Aspekt, in dem auch nur ein Hauch von Silberstreif am Horizont zu sehen ist. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Im Bereich des Widerspruchsverfahrens besteht dezentraler Handlungsbedarf bei der Prozesseffizienz und Prozesseffektivit&auml;t&ldquo;, so der Bericht. Unter die Lupe genommen wurden 234 Widerspruchsverfahren. Hier nur einige der M&auml;ngel: (&hellip;)<br>\nIn 36 Prozent der F&auml;lle hat man betroffenen Hartz IV Bed&uuml;rftigen keine Chance gegeben, sich zu unbegr&uuml;ndeten Widerspr&uuml;chen zu &auml;u&szlig;ern. 67-mal dauerte die Entscheidung &uuml;ber den Widerspruch mehr als drei Monate. Bei 71 von 232 Widerspruchsbescheiden fehlte der erforderliche Postausgangsvermerk (&hellip;)<br>\nL&auml;sst man das Zahlenwerk auf sich wirken, erh&auml;rtet sich der Eindruck, dass viele Jobcenter entweder nach Gutd&uuml;nken arbeiten oder keine Ahnung von Hartz IV und den entsprechenden Gesetzen haben. Beides w&auml;re fatal. Vor allem aber: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich mit der Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgergelds etwas &auml;ndert, ist eher gering. Vielmehr droht noch mehr Chaos, wenn pl&ouml;tzlich neue Regeln gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hartziv.org\/news\/20220725-interne-revision-der-ba-jobcenter-arbeiten-mangelhaft\/\">HartzIV.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Regierungen wollen &ouml;fter Nutzerdaten<\/strong><br>\nTwitter sieht sich mit immer mehr Aufforderungen von Regierungen konfrontiert, bestimmte Inhalte zu beseitigen oder private Details von Nutzerkonten herauszugeben. &Uuml;ber sechs Monate hinweg habe es im vergangenen Jahr eine Rekordzahl von fast 60.000 solcher Bitten gegeben, die auf dem Rechtsweg an das Unternehmen gerichtet worden seien, teilte der Kurzmitteilungsdienst mit.<br>\nDie Anfragen kamen demnach von Regierungen und Beh&ouml;rden auf kommunaler, staatlicher oder nationaler Ebene. Wenn eine Offenlegung vertraulicher Daten verlangt wurde, ging es den Angaben zufolge um den Zugang zu Direktnachrichten oder den Standort von Nutzern. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Wir erleben, dass Regierungen immer aggressiver in der Art und Weise werden, wie sie versuchen, juristische Taktiken anzuwenden, um die Menschen zu enttarnen, die unseren Dienst nutzen&rdquo;, sagte Yoel Roth, Chef der Abteilung f&uuml;r Sicherheit und Integrit&auml;t bei Twitter. Am h&auml;ufigsten forderten die USA die Herausgabe von Account-Daten an. So entfielen 20 Prozent der Anfragen auf die Vereinigten Staaten. Dicht dahinter folge Indien. Twitter gab an, fast 40 Prozent aller Bitten um Einsicht in Nutzerkonten Folge zu leisten. (&hellip;)<br>\nAuch Meta, der Mutterkonzern von Facebook und Instagram, berichtete von einer H&auml;ufung von Bitten um private Nutzerdaten, mit denen Regierungen an das Unternehmen herangetreten sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/twitter-nutzerdaten-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider sind dem ohnehin recht kurzen Artikel keine Angaben &uuml;ber die W&uuml;nsche der deutschen Regierung zu entnehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Datenschutzbeh&ouml;rden nehmen Chatkontrolle komplett auseinander<\/strong><br>\nDie EU-Datenschutzbeh&ouml;rden kritisieren den Kommissionsvorschlag zur Bek&auml;mpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder umfassend. Sie zweifeln an der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Chatkontrolle und daran, ob sie &uuml;berhaupt helfen w&uuml;rde. Und sie warnen vor anlassloser Massen&uuml;berwachung.<br>\nDie Kritik ist grundlegend, teils vernichtend. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist &bdquo;ein besonders schweres und abscheuliches Verbrechen&ldquo;, schreiben der Europ&auml;ische Datenschutzausschuss (EDPB) und der Europ&auml;ische Datenschutzbeauftragte (EDPS) in einer Stellungnahme. Etwas dagegen zu unternehmen, um die Opfer zu sch&uuml;tzen, sei ein gemeinsames Ziel der EU. An diesem Punkt h&ouml;rt die Einigkeit der Datensch&uuml;tzer mit der EU-Kommission aber offenbar auf. In ihrem 36-seitigen Papier kritisieren sie aufs Sch&auml;rfste den Gesetzentwurf der Kommission zur Bek&auml;mpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder im Netz.<br>\nDer Entwurf der Kommission sieht unter anderem vor, dass Kommunikations- und Hostinganbieter per Anordnung dazu verpflichtet werden k&ouml;nnen, auch private Inhalte zu scannen. Dadurch sollen sie Hinweise auf bekannte und bisher unbekannte Darstellungen von sexualisierter Gewalt gegen Minderj&auml;hrige aufsp&uuml;ren, ebenso wie Anhaltspunkte f&uuml;r Grooming. So bezeichnet man es, wenn etwa Erwachsene Minderj&auml;hrige anschreiben, um einen sexualisierten Kontakt anzubahnen. (&hellip;)<br>\nDie EU-Datensch&uuml;tzer:innen haben &bdquo;ernste Bedenken&ldquo;, ob die vorgeschlagenen Regeln verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig seien, denn sie greifen tief in Grundrechte ein, etwa in das Recht auf Privatsph&auml;re und den Schutz pers&ouml;nlicher Daten. Es gebe Bereiche, in denen der Vorschlag darin &bdquo;scheitere&ldquo;, Grundrechte wie Privatsph&auml;re zu sch&uuml;tzen. Die Datensch&uuml;tzer:innen warnen vor einer &bdquo;de facto allgemeinen und wahllosen automatisierten Erfassung&ldquo; von Textnachrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/ernste-bedenken-eu-datenschutzbehoerden-nehmen-chatkontrolle-komplett-auseinander\/%20\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der neue, regul&auml;r zugelassene Totimpfstoff gegen Covid wird totgeschwiegen und beerdigt<\/strong><br>\nSeit 24. Juni gibt es einen in der EU regul&auml;r zugelassenen Impfstoff traditioneller Art gegen Covid-19 von einem franz&ouml;sischen Hersteller. Viele mRNA-Skeptiker haben darauf gewartet. Aber man erf&auml;hrt fast nichts davon und die EU will den Impfstoff nicht mehr in nennenswertem Umfang beziehen. Das Bundesgesundheitsministerium schweigt und weicht Fragen aus.<br>\nErinnern Sie sich daran, wie die Firma Novavax einen sogenannten Totimpfstoff gegen Covid-19 genehmigt bekam? Es war in allen Nachrichten. Die Bundesregierung bestellte 34 Mio. Dosen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach empfahl den Impfstoff w&auml;rmstens allen mRNA-Skeptikern als Alternative.<br>\nAber weil es sich bei Novavax entgegen der Darstellung um keinen traditionellen Totimpfstoff handelte, sondern um ein im Labor reproduziertes Eiwei&szlig; des Virus, wollte ihn kaum jemand haben. (&hellip;)<br>\nNach einem langen Zulassungsverfahren hat nun am 24. Juni ein anderer Covid-Impfstoff VLA2001 des &ouml;sterreichisch-franz&ouml;sischen Impfstoffspezialisten Valneva eine regul&auml;re Zulassung der EU erhalten. Eine regul&auml;re Zulassung wohlgemerkt, keine bedingte, wie bei den mRNA- oder Vektorimpfstoffen, die bisher vielmillionenfach mit gro&szlig;em Druck auf die Bev&ouml;lkerung verimpft wurden und immer noch keine regul&auml;re Zulassung haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/valneva-vla2001\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ex-Knesset-Sprecher: Israel hat Antisemitismus zum politischen Instrument gemacht<\/strong><br>\nHat der deutsche Kulturbetrieb ein Antisemitismus-Problem? Der Ex-Knesset-Sprecher Avraham Burg fordert ein radikales Umdenken und das Bilden neuer Allianzen.<br>\nVor einigen Wochen nahm ich als Panelist an der &bdquo;Hijacking Memory&ldquo;-Konferenz im Haus der Kulturen der Welt teil. Die Konferenz, die die Instrumentalisierung der Holocaust-Erinnerung und die Rolle der neuen Rechten thematisierte, war eine der aufregendsten und tiefgreifendsten Konferenzen, die ich bisher erlebt habe. Der Zentralrat der Juden in Deutschland reagierte auf sie jedoch mit einer vorhersehbaren Pawlow&rsquo;schen Reaktion: Schnell stand der Vorwurf des Antisemitismus und der BDS-Unterst&uuml;tzung im Raum.<br>\nDie HKW-Konferenz ist da kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren und Monaten passierten in Deutschland verschiedene Dinge, die den j&uuml;disch-israelisch-deutschen Diskurs immer aufs Neue herausforderten. Der j&uuml;dische Schriftsteller Max Czollek, dessen Stimme dem konservativen Chor des Zentralrats nicht passte, wurde massiv kritisiert, weil er m&uuml;tterlicherseits nicht j&uuml;disch ist, seine j&uuml;dische Identit&auml;t an sich wurde infrage gestellt.<br>\nAuch der Direktor des J&uuml;dischen Museums Berlin Peter Sch&auml;fer, ein angesehener Judaist, musste zur&uuml;cktreten &ndash; wegen der Empfehlung eines taz-Artikels durch den Twitter-Account des JMB. Der Artikel hatte sich gegen die im selben Jahr verabschiedete BDS-Resolution des Deutschen Bundestages ausgesprochen. Auf dem H&ouml;hepunkt der Fl&uuml;chtlingskrise in Deutschland wurden im Zentralrat gar Stimmen laut, die forderten, die Regierung solle wegen &bdquo;ethnischer Schwierigkeiten&ldquo; eine Obergrenze f&uuml;r die Aufnahme Gefl&uuml;chteter festlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/ex-knesset-sprecher-israel-hat-antisemitismus-zum-politischen-instrument-gemacht-li.250643\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die anwesenden Abwesenden der deutschen Israel-Debatte<\/strong><br>\nKerem Schamberger und Ramsis Kilani schrieben einen Text &uuml;ber den Ausschluss pal&auml;stinensischer Perspektiven aus dem Diskurs. Er sollte im Sammelband &bdquo;Frenemies&ldquo; erscheinen. Protest gegen die Autoren verhinderte dies. Hier lesen Sie den Text<br>\nIm August 2022 wird ein Sammelband unter dem Titel Frenemies &ndash; Antisemitismus, Rassismus und ihre Kritiker*innen im Verbrecher Verlag erscheinen, herausgegeben von Meron Mendel (Bildungsst&auml;tte Anne Frank), Saba-Nur Cheema (Bildungsst&auml;tte Anne Frank) und Sina Arnold (Zentrum f&uuml;r Antisemitismusforschung). Der Band versammelt kurze Texte unter anderem zu Fragen wie &bdquo;Was unterscheidet Antisemitismus und Rassismus? Gibt es Verbindungen zwischen Nationalsozialismus und Kolonialismus? (&hellip;) Sind Juden und J&uuml;dinnen &sbquo;wei&szlig;&lsquo;? Wie werden diese Debatten in anderen L&auml;ndern gef&uuml;hrt?&ldquo; Neben etwa 65 anderen Autor*innen wurde auch ich gebeten, einen Beitrag zur Frage von BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) und Antisemitismus zu verfassen. Da ich die Bef&uuml;rchtung hatte, dass pal&auml;stinensische Perspektiven in dem Band zu kurz kommen k&ouml;nnten, erkl&auml;rte ich mich bereit, diesen Beitrag nur zusammen mit dem pal&auml;stinensischen Aktivisten Ramsis Kilani zu schreiben. Dies wurde akzeptiert und f&uuml;r gut befunden.<br>\nUnser zweiseitiger Text tr&auml;gt die &Uuml;berschrift: &bdquo;Die anwesenden Abwesenden der deutschen Israel-Debatte&ldquo; und geht darauf ein, wem es n&uuml;tzt, die Menschenrechtskampagne BDS als antisemitisch zu brandmarken und wie pal&auml;stinensische Perspektiven aus der &ouml;ffentlichen Debatte in Deutschland permanent ausgeschlossen werden; Saba-Nur Cheema hatte im Februar zu letzterem einen &auml;hnlichen Gedanken in der Frankfurter Rundschau formuliert. Obwohl unser Text bereits im Mai 2021 von den Herausgeber*innen (und sp&auml;ter vom Verlag) abgenommen und f&uuml;r passend befunden wurde, wird er nicht im Sammelband erscheinen. Einzelne Personen, die ebenfalls in dem Sammelband ver&ouml;ffentlichen, haben gedroht ihre Texte zur&uuml;ckzuziehen, sollte ein Beitrag mit unseren Namen darin erscheinen. Es geht dabei nicht einmal um den konkreten Inhalt des Beitrages, der einigen bekannt war. Es geht einzig und allein um die Namen Ramsis Kilani und Kerem Schamberger.<br>\nAnstatt die Forderung nach Zensur unseres Beitrages zur&uuml;ckzuweisen, haben die Herausgeber*innen dem Druck einzelner Autor*innen nachgegeben und unseren Beitrag entfernt. Er wird nun nicht in Frenemies erscheinen. Der Vorgang best&auml;tigt die zentrale Hypothese unseres Beitrages: dass pal&auml;stinensische Perspektiven strukturell aus der &ouml;ffentlichen deutschen Debatte zensiert werden oder nicht einmal Zugang zu dieser haben. Unter den mehr als 65 anderen Autor*innen eines Sammelbandes, der sich ausf&uuml;hrlich mit dem Thema Israel-Pal&auml;stina besch&auml;ftigt, befindet sich nun keine einzige Person mit pal&auml;stinensischem Hintergrund. Die Reaktion der Herausgeber*innen auf unsere Kritik ist unter diesem Link einsehbar.<br>\nWir ver&ouml;ffentlichen unseren Text nun an dieser Stelle:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/bds-die-anwesenden-abwesenden-der-deutschen-israel-debatte\">Kerem Schamberger, Ramsis Kilani in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nach&uuml;berlegung zum Documenta-Eklat<\/strong><br>\nWie ehrlich ist die Kritik an der Documenta in Deutschland? Wie konsequent der Geist der Kritik an der russischen Invasion in die Ukraine? Und was hat das mit Israel zu tun?<br>\nEs ist nicht ausgemacht, wann der Documenta-Skandal in Deutschland verblassen wird. Zu &uuml;berlegen ist gleichwohl jetzt schon, was an ihm so deutsch ist. Der Skandal hat in Deutschland stattgefunden, weil die Documenta ein in Deutschland stattfindendes Kunstereignis ist. Aber gemessen daran, dass in ihr schon immer Exponate aus der ganzen Welt ausgestellt werden, ist auff&auml;llig, dass in keinem anderen Land eine der deutschen vergleichbare erregte Reaktion zu verzeichnen war. Nicht einmal in Israel, wo der Eklat kaum zur Kenntnis genommen wurde.<br>\nBemerkenswert ist vor allem eins: Als man am Riesenbild zwei antisemitische Motive ausgemacht hatte, meinte man sofort, reagieren und das Gem&auml;lde abh&auml;ngen zu sollen, um dann die gesamte Ausstellung politisch zu desavouieren. Der Staatspr&auml;sident, der Bundeskanzler, das Parlament, diverse Parlamentarier und die Medien meldeten sich zu Wort, allen voran der Zentralrat der Juden in Deutschland, in Deutschland lebende Juden und sogar einige in Deutschland weilende Israelis.<br>\nUnd es stellt sich die Frage, warum man sich vom Zentralrat und &ldquo;den Juden&rdquo; zu solch einer heftiger Reaktion animieren l&auml;sst, mithin den &ldquo;israelbezogenen Antisemitismus&rdquo; (obligatorisch) mit einbezieht, ohne zugleich zu fragen, was sich gerade in Israel an &uuml;belstem Rassismus, an zur offiziellen Politik geformter Xenophobie und an Hasstiraden gegen israelische Pal&auml;stinenser in allt&auml;glicher Praxis abspielt, an der sich die hohe Politik, die Medien und als g&auml;ngige Routine auch &ldquo;die Stra&szlig;e&rdquo; beteiligt. Es handelt sich dabei nicht um Ausnahmen, sondern um Erscheinungen und Vorkomnisse, die l&auml;ngst schon zur Matrix der politischen Kultur Israels geronnen sind.<br>\nAllein schon die israelische Parteienlandschaft spricht da B&auml;nde. Es sind in Israel Meinungen, Polemiken und rhetorische Aggressionen aus dem Munde von popul&auml;ren Politikern zu h&ouml;ren, die in anderen westlichen L&auml;ndern (mithin in Deutschland) den sie aussprechenden Politiker sehr bald zum R&uuml;cktritt zwingen w&uuml;rden. Wieso kommt das im deutschen Polit- und Kulturdiskurs nie zur Sprache, und wenn es kommt, darf man davon ausgehen, dass derjenige, der es zur Sprache bringt, automatisch als Antisemit verleumdet wird. Nichts ist effektiver, als die Thematisierung des israelischen Rassismus mit dem Antisemitismus-Vorwurf abzuschmettern. Darauf hat man sich im Deutschlands politischer Kultur nachgerade spezialisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/krass-konkret\/nachueberlegung-zum-documenta-eklat\/\">Moshe Zuckermann in Overton<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Fakten wissen wollen<\/strong><br>\nWenn ich als Journalist &uuml;ber eine Person irgendwelche saftigen und der &Ouml;ffentlichkeit bislang unbekannten Fakten enth&uuml;llen will, muss ich diese Person zuvor kontaktiert und mit diesen Fakten konfrontiert haben. Das geh&ouml;rt zu den elementarsten Grunds&auml;tzen meines Berufes. Das zu unterlassen ist ein absolutes No-No. Auch wenn die Versuchung bisweilen gro&szlig; ist, sich den vermeintlich schon so glasklaren Scoop durch einen Anruf bei der anderen Seite nicht verkomplizieren zu lassen &ndash; man muss ihr widerstehen. Nicht nur aus Gr&uuml;nden der Fairness. Auch im eigenen Interesse. Dann wei&szlig; ich mehr und kann mich besser verteidigen, wenn es hinterher unangenehm wird. Ich will ja schlie&szlig;lich nichts schreiben, wof&uuml;r ich mich zu sch&auml;men h&auml;tte.<br>\nIn der vorletzten Woche hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Kontext des haarstr&auml;ubenden Antisemitismus-Skandals der Documenta in Kassel einen solchen Scoop gelandet: Die Publizistin Emily Dische-Becker, die zurzeit als angebliche &bdquo;Antisemitismus-Beraterin&ldquo; der Documenta durch die Feuilletons (&euro;) geschleift wird, habe eine dubiose Vergangenheit, enth&uuml;llte FAZ-Redakteurin Lena Bopp. Sie habe noch 2015 in Beirut bei einer libanesischen Zeitung gearbeitet, die die terroristische und der Vernichtung Israels verschworene Hizbullah unterst&uuml;tze. &bdquo;Der Hizbullah verbunden&ldquo; stand als &Uuml;berschrift &uuml;ber dem Text (mittlerweile in der Online-Version abgeschw&auml;cht in &bdquo;Schreiben in Hizbullah-N&auml;he&bdquo;). Wow! Dass diese linken Israelkritiker alle irgendwie dem BDS nahestehen, hatte man ja eh unterstellt. Aber eine Terrororganisation wie Hizbullah!<br>\nLeider sieht es so aus, als sei das alles &uuml;berhaupt nicht wahr. Emily Dische-Becker hatte, wie sie auf Twitter umgehend klar stellte, in Beirut f&uuml;r die damals einzige linke, unabh&auml;ngige Zeitung im Libanon, Al-Akhbar, 2006 einen einzigen Artikel mitverfasst. Von 2010 bis 2012 war sie nebenher bei dem &ndash; redaktionell von der arabischsprachigen Zeitung unabh&auml;ngigen &ndash; englischsprachigen Internetportal der Zeitung aktiv, und zwar als Researcherin f&uuml;r Wikileaks, f&uuml;r das Al-Akhbar der Partner f&uuml;r den arabischen Raum war. Erst 2011 kam ein neuer Chefredakteur ins Amt und drehte nach dem Aufstand gegen Assad in Syrien das Blatt auf Hizbullah-Linie. Vorangegangen war ein heftiger innerredaktioneller Konflikt dar&uuml;ber, dass das Blatt gegen&uuml;ber Hizbullah und Assad immer parteiischer und unkritischer wurde. Daraufhin war sie im Streit geschieden und hatte 2012 entt&auml;uscht &uuml;ber die Aufsplitterung der libanesischen Linken in Assad-Gegner und -Unterst&uuml;tzer Beirut verlassen.<br>\nDas hat mir Emily Dische-Becker, &uuml;brigens selbst J&uuml;din (was Lena Bopp nach Auskunft der FAZ-Feuilletonleitung &bdquo;selbstverst&auml;ndlich&ldquo; wusste, aber in ihrem Artikel nicht erw&auml;hnte), ausf&uuml;hrlich am Telefon dargelegt und erscheint mir in seinen wesentlichen Eckpunkten durch eidesstattliche Versicherungen aus der damaligen Al-Akhbar-Redaktion gut belegt. Das h&auml;tte auch FAZ-Redakteurin Lena Bopp erfahren, wenn sie Emily Dische-Becker kontaktiert h&auml;tte. Hat sie aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/die-fakten-wissen-wollen\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&Uuml;bers Unterlassen<\/strong><br>\nIm August 2021 gab die Bundesregierung das Versprechen, die vom Tod bedrohten Menschen in Afghanistan zu retten, die f&uuml;r sie gearbeitet hatten. Die Versprechen wurden gebrochen. (&hellip;)<br>\nEs ist, sehr geehrte Leser, ziemlich genau ein Jahr her, dass die afghanischen &raquo;Ortskr&auml;fte&laquo; und ihre Familien, Lehrer, &Auml;rzte, Journalisten, aufh&ouml;ren durften, f&uuml;r unsere westlichen Werte zu k&auml;mpfen. Einige von ihnen riefen den Unsrigen zum Abschied nach, dass sie gern weiterk&auml;mpfen w&uuml;rden gegen das menschenschindende System des islamischen Emirats Afghanistan, dass ihnen hierzu aber die erforderlichen Waffen fehlten. Vergebens! Kein Marder, kein Leopard und kein Gepard wurde im Ring getauscht, keine Reservehaubitzen verschenkt, keine Panzerfaust geliefert; und sogar die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion sowie die Kanzlerkandidatin der Gr&uuml;nen murmelten etwas in der Art, dass ihnen eher die Hand abfallen solle, als dass von deutschem Boden noch einmal ein Mehrfachraketenwerfer ausgehe. Was man halt so sagt, wenn der Tag lang, der Livestream vom Flughafen Kabul abgeschaltet und der gro&szlig;e Bruder kriegsm&uuml;de ist. Da war auch das Selbstbestimmungsrecht der tapferen afghanischen Regierung, obgleich sie f&uuml;nfmal t&auml;glich gen Westen betete und das heilige Wort &raquo;Dollar&laquo; rief, angesichts der auf Dauer doch unangenehm hohen Kosten f&uuml;r den deutschen Steuerzahler von letztlich sekund&auml;rer Bedeutung.<br>\nNun gut, so geht Welt- und Kriegspolitik. Manchmal muss jemand um h&ouml;herer Werte willen ein Opfer bringen, und zwar m&ouml;glichst ein anderer. In diesem Fall also viele Millionen Frauen, Kinder und Jugendliche. Und so kam es, dass der deutsche Soldat aus dem afghanischen Freiheitskrieg zur&uuml;ckbeordert und zu Hause in unw&uuml;rdiger Weise empfangen wurde, als m&uuml;sse man sich seiner sch&auml;men. Die Toten bekamen eine Fahne auf den Sarg, die Verwundeten und Traumatisierten eine genehmigungspflichtige Heilf&uuml;rsorge. Erst nach massiven Protesten qu&auml;lte sich die Bundesverteidigungsministerin AKK dann am 27. August doch noch zu einem ehrenhaften Empfang von 600 Soldaten. Damit war die seit 2002 betriebene Spezialoperation beendet, die ab 2011 den Namen &raquo;Krieg&laquo; tragen durfte, der richtigerweise wohl &raquo;Angriffskrieg&laquo; h&auml;tte lauten sollen. (&hellip;)<br>\nDie &raquo;rechtlichen Pflichten&laquo;, von denen &sect; 13 StGB spricht, hei&szlig;en &raquo;Garantenpflicht&laquo;. Das Wort beschreibt anschaulich die Sonderbeziehung: &raquo;Garant&laquo; ist jemand, der rechtlich daf&uuml;r einzustehen hat, dass ein strafrechtlich gesch&uuml;tztes Rechtsgut nicht verletzt wird. Garantenpflichten k&ouml;nnen sich aus ganz verschiedenen Quellen ergeben: Aus dem Gesetz (z.B. Schutzpflicht von Eltern f&uuml;r ihre Kinder), aus Vertr&auml;gen (z.B. Arbeitsvertr&auml;gen), aus &raquo;Gefahrengemeinschaft&laquo; (z.B. Bergsteigergemeinschaft), aus der Schaffung besonderer Gefahrenquellen (z.B. Herumliegenlassen von unter Druck stehenden Gaspipelines), aus vorausgegangenem rechtswidrigen Tun (z.B. verschuldetem Verkehrsunfall).<br>\nWer vom V&ouml;lkerrecht herkommt, wird ahnen, dass sich auch aus diesem spezielle Pflichtenstellungen ergeben k&ouml;nnen, insbesondere auch aus dem Kriegsv&ouml;lkerrecht. Wer Kriegsgefangene macht und einsperrt, ist Garant f&uuml;r deren Leib und Leben. Wer aus taktischen Gr&uuml;nden Wohnh&auml;user beschie&szlig;t, wird Garant f&uuml;r das Leben darin befindlicher Zivilisten. Und wer zivile Hilfskr&auml;fte anwirbt, die ihm auf der Grundlage von Vertr&auml;gen und Versprechungen beim K&auml;mpfen und Siegen helfen sollen, ist Garant f&uuml;r Leib und Leben dieser Personen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/afghanistan-deutschland-hat-die-pflicht-ortskraefte-zu-retten-kolumne-a-eb5bbf0a-a125-4474-a57c-821270877cfc\">Thomas Fischer in Spiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-86458","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=86458"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86458\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86459,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86458\/revisions\/86459"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=86458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=86458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=86458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}