{"id":86583,"date":"2022-08-04T10:00:39","date_gmt":"2022-08-04T08:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86583"},"modified":"2022-08-04T18:49:10","modified_gmt":"2022-08-04T16:49:10","slug":"leserbriefe-zu-cancel-culture-lebt-von-der-unterwuerfigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86583","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eCancel Culture lebt von der Unterw\u00fcrfigkeit\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86409\">In diesem Beitrag<\/a> beschreibt Tobias Riegel am Beispiel eines abgebrochenen Konzertes, welche verheerenden Folgen die inzwischen immer massiver angewendete Praxis der &bdquo;Cancel Culture&ldquo; hat und wie dies verhindert werden k&ouml;nnte. Willk&uuml;rliche Zensur, die Verhinderung von Veranstaltungen und die Diffamierung von Andersdenkenden (&bdquo;meist als rechtsextrem&ldquo;) k&ouml;nne &bdquo;Debatten, in denen man inhaltlich keine Chance h&auml;tte&ldquo;, verhindern und werde inzwischen auch als &bdquo;politische Waffe gegen regierungskritische B&uuml;rger&ldquo; eingesetzt. Die &bdquo;Bereitschaft mancher Veranstalter, Redakteure, Politiker etc., sich eifrig und opportunistisch unter stets neue &sbquo;Codes&lsquo; unterzuordnen&ldquo;, wird kritisiert, ebenso, dass viele Politiker und Medien ihre eigene Politik mit dem Mittel abschirmen w&uuml;rden. Die negativen Folgen f&uuml;r Demokratie und Gesellschaft k&ouml;nnten nur durch eine &Auml;chtung von &bdquo;Cancel Culture&ldquo; durch die Bev&ouml;lkerung verhindert werden. Wir danken f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Ala Goldbrunner<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Besten Dank Tobias Riegel<\/p><p>f&uuml;r Ihren Beitrag zu der zunehmenden Cancel Culture. Der Vorfall in Bern, der zum Abbruch eines Konzertes der Musikgruppe Band Lauwarm in Bern gef&uuml;hrt hat, zeigt die Verdrehung der Vorg&auml;nge.<\/p><p>Noch vor einigen Jahren galt es als eine inhaltliche Unterst&uuml;tzung einer Bewegung oder Gruppe, wenn jemand einige ihrer Symbole selbst &uuml;bernahm. Wer die Rastafaris bei ihrer friedlich kulturellen Identit&auml;t unterst&uuml;tzen wollte, kaufte sich z.B. eine Platte von Bob Marley und &uuml;bernahm teilweise Kleidung, Kultur und Frisur als Ausdruck gemeinsamer  Haltung gegen Kolonialismus und gegen politische und wirtschaftliche Clans, das alles mit starker religi&ouml;ser Grundlage.<\/p><p>Das Verbot von &Uuml;bernahme solcher &Auml;u&szlig;erlichkeiten zerst&ouml;rt auch die inhaltliche Auseinandersetzung. Eine &Uuml;bernahme von &uuml;berlieferten kulturellen Eigenheiten &ndash; oder v&ouml;llig neu entwickelten &ndash; hat allerdings die Kulturen in aller Welt aufbl&uuml;hen lassen. Ein Verbot von kulturellen Einfl&uuml;ssen wirkt nicht nur einschr&auml;nkend, sondern r&uuml;ckschrittlich. Eine Gesellschaft zu bilden w&auml;re nicht m&ouml;glich, alles beruht auf &Uuml;bernahmen.<\/p><p>Als weiteres Beispiel im musikalisch-kulturellen Bereich m&ouml;chte ich die anf&auml;ngliche &Uuml;bernahme vom Blues nennen, der seine Urspr&uuml;nge hat in den afrikanische Sklaven haltenden S&uuml;dstaaten der USA. Die weltweit ber&uuml;hmtesten Rockbands begannen ihre Karriere mit dem Nachspielen von Traditionals. Ein Gro&szlig;teil der modernen gro&szlig;industriellen &lsquo;Hits&rsquo; ist aus dieser Tradition der &Uuml;bernahme entstanden. Weil ich aus S&uuml;dbayern schreibe, erlaube ich mir noch diesen Hinweis: G&auml;be es keinen Einfluss von Au&szlig;en, dann h&auml;tte sich auch die bairische Volksmusik nicht bis jetzt weiter entwickelt, sondern w&auml;re auf dem Stand von 1950 geblieben oder gar fr&uuml;her.<\/p><p>Sieht man mal &uuml;ber den Bereich der Musik hinaus, dann gibt es kaum eine Zeit, in der Austausch von K&uuml;nsten und Fertigkeiten verfemt war. Im  Gegenteil war nicht nur der Import von Material entscheidend, sondern die Annahme von Fertigkeiten wichtig. In der St&auml;ndegesellschaft schrieb man den Handwerksgesellen vor, auf ihren Wanderungen Techniken zu erwerben, am Besten neue. Wer brachte neue Spiele mit? Hunderttausenden w&auml;re das Fu&szlig;ballspielen nicht erlaubt, weil das in England erfunden wurde &hellip; und so weiter. Mir w&uuml;rde das P&eacute;tanque-Spiel verboten, mit dem ich vor Jahrzehnten begonnen habe anl&auml;sslich der Gr&uuml;ndung des Freundschaftsvereins im s&uuml;dbairischen Vaterstetten mit dem s&uuml;dfranz&ouml;sischen Allauch.<\/p><p>Von denjenigen, die &ldquo;kulturellen Aneignungen&rdquo; bek&auml;mpfen und Cancel Culture betreiben, ist mir nicht bekannt geworden, dass sie generell die Benutzung von Smartphones ablehnen &ndash; obwohl das nicht nur die &Uuml;bernahme eines technischen Dinges ist. Diese hochtechnischen Ger&auml;te transportieren eine Vielzahl verschiedenster Kulturen, selbstverst&auml;ndlich auch die der &Uuml;berwachung Anderer und die Erlaubnis, sich selbst &uuml;berwachen zu lassen. Ganz radikal individualistisch  gedacht, w&auml;re ein Lernen von Anderen unm&ouml;glich, alles Neue m&uuml;sste jede Person selbst und alleine sich ausdenken, auch eine Gruppe, die sich gegen &ldquo;kulturelle Aneignungen&rdquo; wendet, d&uuml;rfte sich nicht bilden, denn dieser Gedanke ist eine Aneignung.<\/p><p>Mit besten W&uuml;nschen f&uuml;r die Weiterentwicklung der Nachdenkseiten!<br>\nWerner Schmidt-Koska <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r den leider neuerlich n&ouml;tigen Artikel zum Unwesen des &ldquo;Cancel Culture&rdquo;.&nbsp;<\/p><p>Und auch wenn dieser Appell sicher ins Leere laufen wird, da unter den Protagonisten der Ausgrenzung &ldquo;im Namen der Toleranz&rdquo; die NDS ihren &ldquo;Stempel&rdquo; l&auml;ngst weg haben d&uuml;rften, ist es um so dringender, diesen gesellschaftlichen Mi&szlig;stand zu benennen, der das Potenzial in sich birgt, die Gesellschaft zu spalten, zu radikalisieren und von innen heraus zu zerst&ouml;ren.<\/p><p>Es nimmt wirklich &uuml;berhand. Den Fall Lisa Eckhart (Absage einer Buchlesung) kann man ja anhand der Links unter dem Artikel nachlesen. Aber selbst einen unbescholtenen Premium-Kabarettisten wie Georg Schramm hat das Verdikt schon getroffen! Und w&auml;re er als Kabarettist noch aktiv, w&uuml;rde man auch ihm Auftritte mittlerweile sicher versagen oder aber wenigstens erschweren. In seinem Fall &uuml;brigens mit demselben absurden Vorwurf des &ldquo;Antisemitismus&rdquo;, wie bei Eckhart. Und zwar wegen dieser Aussage zu Banken:<\/p><p>&bdquo;Das Volk w&uuml;rde liebend gern den Banken wieder zu dem Ansehen verhelfen, das sie einmal hatten, als man sie noch Geldverleiher nannte, als es noch ein dreckiges Handwerk war, das ein ehrbarer Christ gar nicht aus&uuml;ben wollte.&ldquo;<\/p><p>Na? Den &ldquo;Antisemitismus&rdquo; erkannt? Nicht? Dann Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch! Sie sind noch nicht geframed! Aber vielleicht nach diesem &ndash; entschuldigt die Direktheit &ndash; geisteskranken Hetz-Artikel von Jan-Philipp Hein aus der SVZ vom Juni 2015 (!!!):<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.svz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/fernsehkabarett-da-wo-der-antisemitismus-blueht-40378461\">svz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/fernsehkabarett-da-wo-der-antisemitismus-blueht-40378461<\/a><\/p><p>Ja, so lange l&auml;uft das schon! Und so faktenfrei.<\/p><p>Dranbleiben!<br>\nGru&szlig;, Ole.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wir sind leider in ihre Falle getappt.<\/p><p>Wenn uns einer sagt: &ldquo;Ich bin Blaufischchrist &ndash; ich darf nur blauschuppige Fische essen!&rdquo; &ndash; dann sagen wir ja: &ldquo;Okayyy, wenn die Blaufischchristen das so machen und du ein guter Blaufischchrist sein willst &ndash; dann darfst du wohl nur blauschuppige Fische essen, viel Spa&szlig;!&rdquo;<\/p><p>Genau so h&auml;tten wir von Anfang an diese &lsquo;Gutmenschen&rsquo; behandeln m&uuml;ssen: &ldquo;Aha, DU glaubst, ein linker und guter Mensch muss Schluckaufger&auml;usche zwischen &lsquo;B&uuml;rger&rsquo; und &lsquo;innen&rsquo; sprechen &mdash; dann musst DU das wohl so machen, viel Spa&szlig;!&rdquo; Wir h&auml;tten sie wie eine seltsame Splittersekte mit drolligen Gebr&auml;uchen und Regeln behandeln m&uuml;ssen, die blo&szlig; f&uuml;r diese drollige Sekte gelten! Wir sind aber doofer Weise in ihre Falle getappt, ihre Regeln seien ma&szlig;geblich f&uuml;r ALLE Menschen, die links und gut sein wollen.<br>\n&nbsp;<br>\nWir h&auml;tten immer blo&szlig; leise losprusten sollen &uuml;ber die drolligen Gebote dieser Splittergruppe und ihnen noch nicht mal den Gefallen tun sollen, ernsthaft mit ihnen zu diskutieren. Ihr wisst doch: Diskutiere nie mit einem Idioten &ndash; erst zieht er dich auf sein Niveau hinab, und dort schl&auml;gt er dich dann mit Erfahrung! Und diskutiere nie mit einem &lsquo;Gutmenschen&rsquo; &ndash; erst zieht er dich in sein linksintellektualistisches Gedankengespinnst, und dort schl&auml;gt er dich dann mit Bordieu-Zitaten!<br>\n&nbsp;<br>\nDiese &lsquo;Gutmenschen&rsquo; sind f&uuml;r mich 1:1 die Wiedergeburt der Pharis&auml;er! Pharis&auml;er kommt vom hebr&auml;ischen &ldquo;Peruschim&rdquo; = die Abgesonderten. Also frei &uuml;bersetzt = die Distanzierten oder die Sich-Distanzierer &hellip; Sogar das passt!!!<br>\n&nbsp;<br>\nAls man Jesus mal fragte: &ldquo;Was sind eigentlich die wichtigsten Gebote?&rdquo; &ndash; antwortete er: &ldquo;Ach, eigentlich nur eins: Liebe deinen N&auml;chsten wie dich selbst!&rdquo;<br>\nIch &uuml;bersetz&rsquo; das mal so: Wer ein gutes Herz hat &ndash; braucht keine Regeln!<br>\n&nbsp;<br>\nSeine Zeitgenossen und Hauptfeinde, die Pharis&auml;er, waren ja keine b&ouml;sen Leute &ndash; im Gegenteil, sie wollten sogar besonders vorbildlich gute Menschen sein! Aber ihr Ansatz war 180&deg; umgekehrt: Wer tausend Regeln f&uuml;rs Gutsein hat &ndash; braucht kein Herz!<\/p><p>Alles war ganz formalistisch &ndash; sie hatten 613 Gebote f&uuml;r das Korrekt-Sein &hellip;. kommt einem doch bekannt vor?? Aber Herzensg&uuml;te, dem Opfer am Stra&szlig;enrand zu helfen, hatten sie nicht &ndash; das tat nur der (damals verachtete) Samariter. Und Jesus sagte: &ldquo;Sie sitzen gerne vorne in der Synagoge&rdquo; = zeigen sich gerne damit, wie guuut sie doch sind &hellip;. auch das bekannt (heute: Haltung zeigen). Jesus sagte: &ldquo;sie seihen M&uuml;cken, aber verschlucken Kamele&rdquo; &hellip; &ldquo;sie binden schwere Lasten und legen sie den Menschen auf die Schulter &ndash; selber machen sie aber keinen Finger krumm&rdquo; &hellip;. Die Pharis&auml;er mokierten sich, als Jesus mit Huren und &Uuml;belt&auml;tern zusammensa&szlig; &ndash; daraufhin entgegnete Jesus: Der Arzt ist zu den Kranken geschickt, nicht zu den Gesunden!&rdquo; &mdash; Das erinnert mit 1:1 an eine Szene aus einer Podiumsdiskussion, die Sahra Wagenknecht am Anfang von #Aufstehen machte. Da sagte auch einer aus dem Publikum, er sei schwer entt&auml;uscht, dass sich #Aufstehen auch an Leute wenden m&ouml;chte, die Poggenburg (AfD) gew&auml;hlt haben (das sprach er mit solcher Verachtung aus!) &ndash; da antwortete Sahra (sinngem&auml;&szlig;): aber genau die, diese entt&auml;uschten Menschen, viele ehemalige Linksw&auml;hler, m&uuml;ssen wir doch erreichen! &hellip;. <\/p><p>Zum Schlu&szlig; noch, lieber Tobias Riegel: Wussten Sie, dass es sogar einen Preis f&uuml;r Leute gibt, die sich nicht der Cancel Culture unterwerfen? Tamara Wernli erkl&auml;rt es am Ende dieses Videos sehr gut: Der &ldquo;Balls Of Steel&rdquo; Award von true fruits:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4vzCXZ__CV0\">youtube.com\/watch?v=4vzCXZ__CV0<\/a><\/p><p>Martin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>Bei aller grunds&auml;tzlichen Zustimmung haben mich doch zwei Passagen Ihres Beitrags irritiert:<\/p><p>&ldquo;&hellip; was &ouml;ffentlich stattfinden darf, oft ohne dass die Gr&uuml;nde f&uuml;r die geforderten Ausschl&uuml;sse zuvor gesellschaftlich verhandelt worden w&auml;ren.&rdquo; und Ihre Sorge, dass &ldquo;die AfD &hellip; die politische und kulturelle Meinungsfreiheit als Themenfeld besetzen kann&rdquo;.<\/p><p>Wie Sie an anderer Stelle selbst sagen, d&uuml;rfe alles ge&auml;u&szlig;ert werden, sofern es nicht justiziabel ist. Warum also (und zwischen wem) sollen &ldquo;Ausschl&uuml;sse aus dem &ouml;ffentlichen Diskurs&rdquo; &uuml;berhaupt &ldquo;verhandelt&rdquo; werden? Und warum missbilligen Sie, wenn eine nicht verbotene Partei (oder sonstigen Organisation) irgendein Themenfeld besetzt? Soll eine Beh&ouml;rde bestimmen, wer was thematisieren darf?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDI Helmut Hartmann <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich habe am 26.07.2022 in der Brasserie Lorraine, Bern angerufen. <\/p><p>Weil ich kaum glauben konnte, was ich im &ldquo;Blick&rdquo; (noch verlogener und manipulativer als die &ldquo;Bild&rdquo;) zum Konzert-Abbruch der Band &ldquo;Lauwarm&rdquo; gelesen hatte, wollte ich einfach fragen, was da wirklich abgegangen ist. <\/p><p>Der Mitarbeiter (die Brasserie hat keine Leitung, sie ist ein Kollektiv) sagte mir unter anderem, dass ich dazu keine Meinung zu haben h&auml;tte, weil ich nicht dabei gewesen sei. <\/p><p>Dann sagte er, der Abbruch sei nicht wegen des Spielens von Reggae-Musik geschehen. Der Abbruch h&auml;tte einen anderen Grund gehabt. W&ouml;rtlich! Er wollte mir aber den Grund nicht nennen. Er meinte, ich solle mich im Internet dazu informieren. Oder am 18. 8.22 an der Diskussionsrunde teilnehmen. <\/p><p>Nachdem ich festgestellt habe, dass mit diesem Menschen kein echtes Gespr&auml;ch stattfinden konnte, weil er sich dauernd vor den Antworten gedr&uuml;ckt hat und lauter Ausreden gesucht hat, habe ich ihm gesagt, dass er ein Feigling ist und mich dann freundlich, aber bestimmt, verabschiedet.<\/p><p>Mittlerweile hat sich die Band &ldquo;Lauwarm&rdquo; zum Konzert-Abbruch ge&auml;ussert. Die ihnen von der &ldquo;Brasserie Lorraine&rdquo; genannten Gr&uuml;nde sind: 2 Bandmitglieder trugen Dreadlocks und sind aber Weisse, die Bekleidung war nicht typisch f&uuml;r Weisse und sie spielten Reggae, was sie seit Jahren schon tun. Alles Gr&uuml;nde f&uuml;r &ldquo;kulturelle Aneignung&rdquo;, wor&uuml;ber sich diese angeblichen G&auml;ste beschwerten. Gentlemen kann jetzt also seine Karriere an den Nagel h&auml;ngen und Bob Marley (er hatte einen weissen Vater) wird sich im Grab umdrehen.<\/p><p><em>(Anm. A.Goldbrunner: Hier hat die Leserin ein <a href=\"https:\/\/www.blick.ch\/schweiz\/bern\/koennten-es-ueberforderungen-nennen-jetzt-erklaert-sich-die-berner-beiz-nach-reggae-eklat-id17702034.html\">Video verlinkt<\/a> (in dem sich der S&auml;nger der Gruppe Lauwarm zum Vorfall &auml;u&szlig;ert)<\/em><\/p><p>Wie viele G&auml;ste sich beschwerten, ist nicht bekannt. Es ist auch nicht bekannt, wer diese G&auml;ste waren. Bis jetzt blieben diese anonym, bzw. haben sich weder gemeldet noch zum Abbruch des Konzertes ge&auml;ussert.<\/p><p>Fun-Fact am Rande: das Geb&auml;ude, in welchem sich die Brasserie Lorraine befindet,  ziert eine Wandmalerei, auf welcher mindestens 2 Typen zu sehen sind, welche Dreadlocks tragen und Weisse sind.<\/p><p><em>(Anm. A.Goldbrunner: Hier hat die Leserin ein Video verlinkt, dass nicht zuzuordnen ist, weshalb wir den Link an dieser Stelle nicht weitergeben)<\/em><\/p><p>Mein Eindruck: Gab es evtl. gar keine G&auml;ste, die sich beschwert haben? Wollte jemand vom Kollektiv den Abbruch?<\/p><p>Oder hat einfach irgend jemand einen Fehler gemacht, sich also in einer kruden Ideologie verrannt und kann jetzt nicht dazu stehen?<\/p><p>Nach dieser Logik (kulturelle Aneignung) d&uuml;rfte Roberto Blanco keine Schlager singen, Chinesen keine klassische Musik spielen, Schweizer keine asiatischen, italienischen, franz&ouml;sischen etc. Gerichte kochen, Menschen generell keine Fremdsprachen erlernen und Schwarze nicht jodeln, Skateboard fahren, Auto fahren oder Nike-Schuhe tragen d&uuml;rfen. Diese Auflistung liesse sich unendlich verl&auml;ngern.<\/p><p>WOLLEN WIR DAS?<\/p><p>Liebe Gr&uuml;sse vom sch&ouml;nen Thunersee, Schweiz.<br>\nAletheia<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86409\">In diesem Beitrag<\/a> beschreibt Tobias Riegel am Beispiel eines abgebrochenen Konzertes, welche verheerenden Folgen die inzwischen immer massiver angewendete Praxis der &bdquo;Cancel Culture&ldquo; hat und wie dies verhindert werden k&ouml;nnte. 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