{"id":86614,"date":"2022-08-06T11:45:57","date_gmt":"2022-08-06T09:45:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86614"},"modified":"2022-08-06T13:02:08","modified_gmt":"2022-08-06T11:02:08","slug":"hiroshima-ist-ueberall-oder-der-niemals-endende-kampf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86614","title":{"rendered":"Hiroshima ist \u00fcberall! \u2013 oder: Der niemals endende Kampf"},"content":{"rendered":"<p>Der 6. August 1945 war der Tag Null der Weltgeschichte. Der Tag, an dem bewiesen wurde, dass Menschen f&auml;hig sind, die Menschheit als Gattung auszurotten und den Planeten komplett zu verw&uuml;sten. Der Kampf gegen diese Gefahr wird in alle Zukunft weitergehen m&uuml;ssen. Von <strong>Leo Ensel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6741\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-86614-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220805-Hiroshima-ist-ueberall-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220805-Hiroshima-ist-ueberall-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220805-Hiroshima-ist-ueberall-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220805-Hiroshima-ist-ueberall-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=86614-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220805-Hiroshima-ist-ueberall-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"220805-Hiroshima-ist-ueberall-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Vor 77 Jahren, am 6. August 1945, einem Montag, um 8 Uhr 16 Ortszeit wurde erstmals eine Atombombe &uuml;ber belebtem Gebiet gez&uuml;ndet &ndash; sie explodierte mit einer Hitzeentwicklung von fast 4.000 Grad Celsius 580 Meter &uuml;ber dem Shima-Krankenhaus der japanischen Stadt Hiroshima, in der am Katastrophentag um die 400.000 Menschen lebten und die bis zu diesem Zeitpunkt von Bombardierungen verschont geblieben war. Ausgeklinkt wurde sie in einer H&ouml;he von fast zehn Kilometern aus dem amerikanischen B-29-Bomber &bdquo;Enola Gay&ldquo;, nachdem eine Dreiviertelstunde zuvor bereits ein anderer Bomber die Stadt &uuml;berflogen hatte, um die Wetterbedingungen zu pr&uuml;fen. Es war ein sch&ouml;ner sonniger Tag, ganz klarer Himmel. Die Bombe, in ihrer Sprengkraft vergleichbar mit einer heutigen &sbquo;taktischen&lsquo; Atomwaffe, hatten die US-Milit&auml;rs auf den Namen &bdquo;Little Boy&ldquo; getauft.<\/p><p><strong>Hunderttausende von &bdquo;Testopfern&ldquo;<\/strong><\/p><p>Mehr als 70.000 Menschen waren sofort tot. Die Bombe t&ouml;tete 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung in einem Radius von 500 Metern um den Ground Zero. Die meisten Menschen verdampften oder vergl&uuml;hten. Innerhalb einer Sekunde zerst&ouml;rte die Druckwelle 80 Prozent der Innenstadt. Ein Feuersturm vernichtete elf Quadratkilometer der Gro&szlig;stadt und trieb den f&uuml;r Atombomben charakteristischen Atompilz bis in 13 Kilometer H&ouml;he, der zwanzig Minuten sp&auml;ter als hochkontaminierter radioaktiver Fallout auf die Umgebung niederging.<\/p><p>Tote: 282.000. Davon 50 % am Tag des Bombenabwurfes, 35% in den folgenden drei Monaten, 15% seit November 1945. (Die Zahlen variieren. Aber auch wenn die niedrigste Variante, 170.000 Opfer, unterstellt wird, bleibt sich im Prinzip alles gleich.) Krankheiten der &Uuml;berlebenden (u.a.): Blutkrankheiten (Pernizi&ouml;se An&auml;mie, Leuk&auml;mie), durch Verbrennungen verursachte Hautwucherungen (Keloide), Lebererkrankungen, Katarakte, Posttraumatische Belastungsst&ouml;rungen. Bis heute sterben Menschen an durch den Bombenabwurf verursachten Krebserkrankungen.<\/p><p>Drei Tage sp&auml;ter, am 9. August um 11 Uhr 02, z&uuml;ndeten die USA eine weitere Atombombe &ndash; sie trug den Namen &bdquo;Fat Man&ldquo; &ndash; &uuml;ber der im S&uuml;dwesten Japans gelegenen Hafenstadt Nagasaki. Tote: Zwischen 60.000 und 80.000. Verletzte: Um die 75.000.<\/p><p>Monate sp&auml;ter schickte das U.S. Strategic Bombing Survey &Auml;rzte in die weitgehend zerst&ouml;rten und verstrahlten St&auml;dte. Ihre Aufgabe war es jedoch nicht, den zahllosen verletzten, hochtraumatisierten Menschen medizinische Hilfestellung zu leisten. Ihr Job war es, die Auswirkungen der radioaktiven Strahlung auf den menschlichen Organismus wissenschaftlich zu erforschen. Bei den Hunderttausenden von Toten und Verletzten der beiden japanischen St&auml;dte hatte es sich aus US-amerikanischer Sicht &ndash; die &sbquo;Feder&lsquo; str&auml;ubt sich, dies niederzuschreiben, aber der Zynismus der Fakten muss ad&auml;quat auf den Begriff gebracht werden &ndash; um &bdquo;Testopfer&ldquo;, um &bdquo;menschliche Versuchskaninchen&ldquo; gehandelt. Die sp&auml;ter verbreitete Behauptung, die Atombomben seien auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen worden, um Japan zur Kapitulation zu zwingen, war eine Propagandal&uuml;ge.<\/p><p><strong>Endzeit und Zeitenende<\/strong><\/p><p>Der 6. August 1945 war nicht ein Tag irgendeiner schrecklichen Katastrophe. Schlie&szlig;lich wimmelt die menschliche Geschichte von Untaten und grausigen Verbrechen. Was dieses Datum zu einer Z&auml;sur &ndash; und nicht nur der Menschheitsgeschichte, sondern auch der des gesamten Planeten &ndash; macht, ist die Tatsache, dass seit diesem Tage Menschen in der Lage sind, sich selbst als Gattung, m&ouml;glicherweise gar s&auml;mtliches Leben auf diesem Globus zu vernichten.<\/p><p>Der Philosoph G&uuml;nther Anders (1902-1992), der sich als einer der Allerersten die Aufgabe gestellt hat, f&uuml;r diese pr&auml;zedenzlose &ndash; von keinem Philosophen, selbst keinem Theologen jemals vorhergesehene &ndash; M&ouml;glichkeit der <em>menschgemachten Apokalypse<\/em> eine angemessene Sprache zu finden (denn was man nicht benennen kann, kann man auch nicht verstehen, nein: nicht vorstellen, nein: noch nicht einmal richtig wahrnehmen), hat diesen unerh&ouml;rten Umstand Ende der F&uuml;nfziger Jahre auf klassische Formulierungen gebracht.<\/p><blockquote><p>\n<em>Hiroshima als Weltzustand. Mit dem 6. August 1945, dem Hiroshimatage, hat ein neues Zeitalter begonnen. Das Zeitalter, in dem wir in jedem Augenblick jeden Ort, nein unsere Erde als ganze in ein Hiroshima verwandeln k&ouml;nnen. Seit diesem Tage sind wir modo negativo allm&auml;chtig geworden; aber da wir in jedem Augenblick zugleich ausgel&ouml;scht werden k&ouml;nnen, bedeutet das zugleich: Seit diesem Tage sind wir total ohnm&auml;chtig. Gleich wie lange, gleich ob es ewig w&auml;hren wird, dieses Zeitalter ist das letzte: Denn sein Charakteristikum, die M&ouml;glichkeit unserer Selbstausl&ouml;schung, kann niemals enden &ndash; es sei denn durch das Ende selbst.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Konsequenz: Das menschliche Dasein definiert sich nach Anders seitdem als &bdquo;Frist&ldquo;. Wir leben als &bdquo;Gerade-noch-nicht-Nichtseiende&ldquo;. Durch diese Tatsache hat sich die moralische Grundfrage ver&auml;ndert: Der klassischen Frage &bdquo;Wie wollen wir leben?&ldquo; hat sich die Frage &bdquo;Werden wir leben?&ldquo; untergeschoben. Anders:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Auf die &sbquo;Wie-Frage&lsquo; gibt es f&uuml;r uns, die wir in unserer Frist gerade noch leben, nur die eine Antwort: &sbquo;Wir haben daf&uuml;r zu sorgen, dass die Endzeit, obwohl sie jederzeit in Zeitenende umschlagen k&ouml;nnte, endlos werde; also dass der Umschlag niemals eintrete.&lsquo;&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Zeitweiliger Widerstand<\/strong><\/p><p>Die scharfsinnigen Analysen von Menschen wie G&uuml;nther Anders und Albert Einstein &ndash; &bdquo;Die entfesselte Kraft des Atoms hat alles ver&auml;ndert &ndash; nur nicht unsere Art zu denken, und so treiben wir auf eine Katastrophe ohnegleichen&nbsp;zu. Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.&ldquo; &ndash; blieben nicht v&ouml;llig wirkungslos.<\/p><p>Im Juli 1955 rief der Philosoph Bertrand Russell zur &Auml;chtung eines k&uuml;nftigen Weltkrieges auf, der unweigerlich mit Massenvernichtungsmitteln ausgetragen werden w&uuml;rde. Sein Aufruf wurde unter anderem von den Physiknobelpreistr&auml;gern Max Born und Albert Einstein unterzeichnet. Ende der F&uuml;nfziger Jahre entstanden in der alten Bundesrepublik als Reaktion auf die zeitweise geplante Ausr&uuml;stung der Bundeswehr mit taktischen Atombomben die Bewegung &bdquo;Kampf dem Atomtod&ldquo; und die &bdquo;Ostermarschbewegung&ldquo;. Gegen eine &ndash; vom damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer als &bdquo;Weiterentwicklung der Artillerie&ldquo; &ndash; verharmloste atomare Bewaffnung der Bundeswehr wandten sich im April 1957 auch 18 hochangesehene Atomphysiker der Bundesrepublik Deutschland (unter ihnen die Nobelpreistr&auml;ger Otto Hahn, Max Born und Werner Heisenberg) in ihrem gemeinsamen &bdquo;G&ouml;ttinger Manifest&ldquo; und verbanden dies mit einem unzweideutigen Akt zivilen Ungehorsams: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Jedenfalls w&auml;re keiner der Unterzeichnenden bereit, sich an der Herstellung, der Erprobung oder dem Einsatz von Atomwaffen in irgendeiner Weise zu beteiligen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Ostermarschbewegung starb in den Sechziger Jahren zeitweise ab &ndash; die SPD hatte ihr auf amerikanischen Druck den Finanzhahn zugedreht &ndash; erlebte aber in der ersten H&auml;lfte der Achtziger Jahre im Zuge des sogenannten NATO-Nachr&uuml;stungsbeschlusses zusammen mit der Neuen Friedensbewegung eine Renaissance. Nie gab es, was die Gefahr einer m&ouml;glichen atomaren Vernichtung betrifft, so viele sensible (und aktionsbereite) Bev&ouml;lkerungsgruppen wie in den Achtziger Jahren in Westeuropa, den USA und &ndash; unter sehr anderen Bedingungen &ndash; auch in einigen Staaten des Warschauer Paktes.<\/p><p>F&uuml;r einen kurzen, wundersch&ouml;nen Moment erreichte in Gestalt von Michail Gorbatschows Politik des &bdquo;Neuen Denkens&ldquo; Einsteins Postulat aus dem Jahre 1946 sogar die H&ouml;hen der Weltpolitik. Und keinesfalls vergebens: Vor allem dank der Entschlossenheit der damaligen Sowjetadministration wurden sage und schreibe 80 Prozent aller Atomsprengk&ouml;pfe weltweit verschrottet! <\/p><p><strong>Zweitausendf&uuml;nfhundertmal ein Zweiter Weltkrieg<\/strong><\/p><p>Seitdem haben die Zeiten allerdings geh&ouml;rig gewechselt. In den vergangenen beiden Jahrzehnten wurden &ndash; ausschlie&szlig;lich auf Initiative der USA &ndash; fast s&auml;mtliche Abr&uuml;stungs- und R&uuml;stungskontrollvertr&auml;ge geschleift, unter anderem der bedeutendste Abr&uuml;stungsvertrag der Weltgeschichte, der Ende 1987 von Michail Gorbatschow und Ronald Reagan unterzeichnete INF-Vertrag. <\/p><p>Nicht erst seit Russlands Krieg gegen die Ukraine bekommen die Kalten Krieger wieder Oberwasser: Atombomben sind l&auml;ngst wieder salonf&auml;hig, eine neue, noch gef&auml;hrlichere nukleare Aufr&uuml;stungsspirale steht unmittelbar ins Haus, Szenarien f&uuml;r einen m&ouml;glichen Ersteinsatz &ndash; sowohl in den USA als auch in der Russischen F&ouml;deration &ndash; und einen angeblich begrenz- und gewinnbaren Atomkrieg liegen bereits in den Schubladen und deutsche Politiker und Politikerinnen, besonders in einer bestimmten ehemals pazifistischen Regierungspartei, faseln von &bdquo;nuklearer Teilhabe&ldquo;. Und dies, obwohl die gegenw&auml;rtig weltweit gelagerten Atombomben zusammen noch &uuml;ber eine Sprengkraft von rund zweitausendf&uuml;nfhundert Zweiten Weltkriegen verf&uuml;gen!<\/p><p>Widerstand gegen diese Entwicklung, wie beispielsweise in Gestalt der 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Internationalen Kampagne f&uuml;r die &Auml;chtung und Abschaffung von Atomwaffen (ICAN), der Internationalen Organisation &bdquo;&Auml;rzte gegen den Atomkrieg&ldquo; (IPPNW) oder der Initiative &bdquo;Justitia et Pax&ldquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>], regt sich momentan erst zaghaft. <\/p><p><strong>Die dunkle Wolke<\/strong><\/p><p>Und die Aufgabe, die vor uns liegt, ist nichts weniger als gigantisch: Das Ziel muss nicht nur mit beispielloser <em>Hartn&auml;ckigkeit<\/em> verfolgt werden, sondern auch <em>illusionslos<\/em> und &ndash; <em>endlos<\/em>!<\/p><p>Auch dies hat G&uuml;nther Anders bereits Ende der F&uuml;nfziger Jahre meisterhaft auf den Begriff gebracht: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>So gewaltig der Mensch sein mag &ndash; eines kann er nicht: Sein eigenes K&ouml;nnen kann er nicht widerrufen! Und so gro&szlig;artig die F&auml;higkeit seines Lernens sein mag, eines kann er nicht lernen; n&auml;mlich dasjenige, was er kann, zu verlernen. Die Atomwaffen, die er gerade hat, die kann er zwar abschaffen; aber seine Kenntnis der Herstellung, die kann er nicht wieder loswerden.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Das hei&szlig;t: Selbst wenn es keinen einzigen Atomsprengkopf mehr g&auml;be, keine Versuchsexplosion, keinen Testflug, keine Abschussrampe und kein Land, das an der Herstellung dieser Waffen arbeiten w&uuml;rde &ndash; behoben w&auml;re damit die Gefahr nicht! Da durch die momentane Abschaffung der bedrohenden Ger&auml;te die F&auml;higkeit, diese Ger&auml;te herzustellen, nicht mit-abgeschafft w&auml;re, w&uuml;rden wir uns noch immer, und zwar f&uuml;r alle Zukunft, in der apokalyptischen Situation befinden, also in der Situation, in der sich die Menschheit durch sich selbst zugrunde richten k&ouml;nnte.<\/p><p>Der notwendige Kampf f&uuml;r eine <em>physische Vernichtung<\/em> aller existierenden Massenvernichtungsmittel &ndash; f&uuml;r die sich in den letzten Jahren der mittlerweile 91-j&auml;hrige Michail Gorbatschow[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] wiederholt ausgesprochen hat &ndash; muss daher nach G&uuml;nther Anders durch Ma&szlig;nahmen einer anderen Kategorie erg&auml;nzt werden, durch Ma&szlig;nahmen, die uns davon <em>abhalten<\/em>,<em> dasjenige zu tun, was wir tun k&ouml;nnen<\/em>, sprich: diejenigen Ger&auml;te herzustellen, deren Herstellungsart zu vergessen wir unf&auml;hig sind.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Das hei&szlig;t aber: Die Verwandlung des Menschen wird eine Verwandlung seiner Moral sein m&uuml;ssen. Das Bewusstsein, dass es sich hier um ein absolutes Tabu handelt, wird in jedem von uns Milliarden Menschen so tiefe Wurzeln schlagen und wird so allgemein werden m&uuml;ssen, dass, wer auch immer in Betracht z&ouml;ge, sich zur Durchsetzung seiner politischen Ziele dieser Mittel zu bedienen, sich der &Auml;chtung der gesamten Menschheit gegen&uuml;bers&auml;he.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Kurz und ohne Illusionen: Der Kampf gegen die Gefahr der atomaren Selbstvernichtung der Menschheit wird ein <em>niemals mehr endender Kampf<\/em> sein m&uuml;ssen. Denn jeder der noch kommenden Generationen &ndash; sofern es sie geben wird &ndash; wird diese Gefahr als <em>M&ouml;glichkeit<\/em> wie eine dunkle Wolke vorausziehen. &ndash; Lassen wir dem gro&szlig;en Philosophen des Atomzeitalters das letzte Wort:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Jeder gewonnene Tag wird zwar ein gewonnener Tag sein. Aber kein gewonnener Tag wird eine Garantie f&uuml;r die Gewinnung des morgigen Tages darstellen. Ankommen werden wir niemals. Was vor uns steht, ist also die Endlosigkeit der Unsicherheit. Und unsere nicht endende Aufgabe wird sein, dass mindestens diese Unsicherheit kein Ende nehme.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Titelbild: Lukasz Pawel Szczepanski \/ Shutterstock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/ostexperte.de\/die-schaerfste-kritik-der-atomaren-abschreckung-liefert-zur-zeit-die-katholische-kirche\/\">ostexperte.de\/die-schaerfste-kritik-der-atomaren-abschreckung-liefert-zur-zeit-die-katholische-kirche\/<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.gorby.ru\/presscenter\/news\/show_30157\/\">gorby.ru\/presscenter\/news\/show_30157\/<\/a> <\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 6. 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