{"id":86630,"date":"2022-08-07T09:00:42","date_gmt":"2022-08-07T07:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630"},"modified":"2022-08-05T13:14:30","modified_gmt":"2022-08-05T11:14:30","slug":"hinweise-der-woche-268","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h01\">Maskendeals, Pfusch am Flughafen, Wirecard-Skandal: Der Staat ist kaputt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h02\">Die Ampel schont die Reichen und belehrt die Armen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h03\">Die Armut ruft: &bdquo;Seht mich an, es gibt mich noch in euerm ach so reichen Land&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h04\">Kopflos in die Rezession: Warum sind wir so vernagelt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h05\">Ukraine Needs Solutions, Not Endless War<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h06\">Why Pelosi&rsquo;s Visit to Taiwan Is Utterly Reckless<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h07\">Staatlicher Mord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h08\">Krieg sch&auml;digt Umwelt und Klima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h09\">For the Blind Leftists: The Facts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86630#h10\">&ldquo;Nur vorgeschobene Argumente&rdquo; Transparency beklagt Schlupfl&ouml;cher im Lobbyregister<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Maskendeals, Pfusch am Flughafen, Wirecard-Skandal: Der Staat ist kaputt<\/strong><br>\nWir m&uuml;ssen jetzt investieren und in die Wirtschaft eingreifen, um hohe &ouml;konomische Kosten in der Zukunft abzuwenden. Die Politik ist damit &uuml;berfordert.<br>\nWenn mein Vater in den 80er-Jahren in S&uuml;ditalien von Deutschland erz&auml;hlte, schwang dabei immer eine Mischung aus Bewunderung und Spott mit. Er machte sich dar&uuml;ber lustig, wie man im Restaurant die Rechnung selbst unter Freunden mit dem Taschenrechner aufteilte. Gleichwohl schw&auml;rmte er von Z&uuml;gen, die sauber und p&uuml;nktlich waren, und lobte die deutsche Ingenieurskunst.<br>\nDas letzte Mal, als ich mit meinem Sohn per Bahn von Berlin nach Neapel reiste, weil er der Umwelt zuliebe nicht fliegen wollte, ben&ouml;tigten wir 24 Stunden. Der Grund waren nicht die Anschlussz&uuml;ge in Italien, sondern ein technischer Defekt in Deutschland. Deutsche Vita statt Dolce Vita steht jetzt immer &ouml;fter f&uuml;r den unf&auml;higen Staat, der dabei auch meist zur Beute wird.<br>\nDie Liste ist lang: Maskendeals, Pfusch am Bau beim Berliner Flughafen, Wirecard-Skandal, die Pl&uuml;nderung der Staatskasse mit Cum-Ex-Aktiengesch&auml;ften, Deutsche-Bahn-Horror oder Bundeswehrsoldaten ohne trockene Unterw&auml;sche &ndash; obwohl der deutsche Wehretat schon vor der &bdquo;Zeitenwende&ldquo; so hoch war wie in Frankreich oder Gro&szlig;britannien.<br>\nOb Corona-, Klima- oder Gas-Krise: Der Staat ist zunehmend &uuml;berfordert. Auch wenn Wohlstand und Sicherheit in Deutschland f&uuml;r viele Menschen immer noch h&ouml;her sind als in anderen Teilen der Welt, nimmt das Vertrauen in Politik und Institutionen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/prod.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/maskendeals-pfusch-am-flughafen-wirecard-skandal-der-staat-ist-kaputt-li.250102\">Fabio De Masi in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Forderungen nach l&auml;ngeren Arbeitszeiten: Krisenmanagement f&uuml;r das Kapital<\/strong><br>\n&bdquo;You&rsquo;ll never walk alone&ldquo;, verspricht Bundeskanzler Olaf Scholz. Er verschleiert, dass in Deutschland ein knallharter Klassenkampf von oben tobt. [&hellip;]<br>\nEs ist kein Zufall, dass fast alle ihre Appelle mit einem &bdquo;Wir&ldquo; formulieren. Die Ansprache verschleiert, dass diejenigen, die angesichts der Krise mehr Arbeit einfordern, f&uuml;r ihren Wohlstand, den sie als Wohlstand aller ausgeben, nie selbst gearbeitet haben. Dass dieser Wohlstand schon immer von jenen erarbeitet wurde, von denen die Profiteure sich jetzt auch noch mehr &Uuml;berstunden, eine l&auml;ngere Arbeitswoche und eine sp&auml;tere Rente w&uuml;nschen.<br>\nGleichzeitig sind die Wohlhabenden und ihre Repr&auml;sentanten jene, die weitere Sozialpakete und h&ouml;here Steuern blockieren, mit denen tats&auml;chlich Krisenfolgen f&uuml;r die Allgemeinheit abgefedert werden k&ouml;nnten.<br>\nDas ist wie wenn zwei Freunde regelm&auml;&szlig;ig essen gehen und derjenige, der fast nichts vom Essen abbekommt, jedes Mal die Rechnung bezahlt. Und wenn die Preise im Restaurant steigen, fordert der, der nie bezahlt, den, der immer bezahlt, auch noch auf, mehr zu arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Forderungen-nach-laengeren-Arbeitszeiten\/!5867465\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Ampel schont die Reichen und belehrt die Armen<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Gaskrise zeigt sich deutlich, welche Priorit&auml;ten die Koalition verfolgt.<br>\nIn Sachen soziale K&auml;lte setzt die Ampel neue Ma&szlig;st&auml;be: Die Regierung sch&uuml;tzt unverbl&uuml;mt die Reichen und belehrt die Armen gleichzeitig auf maximal herablassende Art und Weise. &raquo;Respekt f&uuml;r dich&laquo; &ndash; war das wirklich so gemeint? Es ist bemerkenswert, wie lautlos die SPD unter Scholz nach einem Wahlkampf voller Anerkennungsrhetorik zu knallharter Umverteilung von unten nach oben &uuml;bergegangen ist. Was wir derzeit erleben, ist das Gegenteil von Respekt vor der gro&szlig;en Mehrheit im Land.<br>\nDass mit Lindner der Bodyguard der Superreichen ins Finanzministerium einzieht, war von Anfang an klar. Substanzsteuern wie die Verm&ouml;gensteuer oder Steuererh&ouml;hungen bei der Einkommen- und Unternehmensteuer wurden bereits im Sondierungspapier vor den Koalitionsverhandlungen ausgeschlossen. Es &uuml;berrascht aber trotzdem, dass sich die Verschonung der Reichen um jeden Preis als roter Faden durch praktisch alle politischen Initiativen der Ampel zieht: Jeder Konflikt wird auf Kosten der gro&szlig;en Mehrheit gel&ouml;st anstatt zulasten der oberen ein Prozent &ndash; ob es nun um die &Uuml;bergewinnsteuer, die Krankenkassenbeitr&auml;ge oder die Gasumlage geht.<br>\nGleichzeitig werden arme Menschen permanent belehrt. Die st&auml;ndigen paternalistischen Spartipps der Ampel-Politiker wirken nur noch herablassend. Bitter ist, dass diese Belehrungen nicht nur von wirtschaftsliberaler Seite kommen. Ja, Lindner sprach von Jahren der Knappheit und dass der Krieg uns alle &auml;rmer macht. Aber auch von Sozialdemokraten und Gr&uuml;nen gibt es abf&auml;llige Bemerkungen. So prahlte Vizekanzler Robert Habeck k&uuml;rzlich damit, dass er seine Duschzeit halbiert habe. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach monierte, dass in der Gastronomie zu wenig Trinkgeld gezahlt werde, nicht aber, dass die L&ouml;hne viel zu niedrig sind. Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel warb in bester Arbeitgebermanier f&uuml;r h&ouml;here Wochenarbeitszeiten. Die FDP hingegen schl&auml;gt einen Energiesparbonus f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger vor &ndash; also bezahltes Frieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/die-ampel-schont-die-reichen-und-belehrt-die-armen-erdgas-gaskrise-inflation-preise-krankenkassen-energie-konzerne-gewinn-steuer-uebergewinnsteuer\/\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Mit Biom&uuml;ll gegen Putin: Staatssekret&auml;r fordert M&uuml;lltrennung<\/strong><br>\nAuch wegen des Kriegs in der Ukraine und der drohenden Energiekrise hat Umweltstaatssekret&auml;r Andre Baumann die Menschen im Land zu mehr M&uuml;lltrennung aufgerufen. &ldquo;In der Restm&uuml;lltonne sind Sch&auml;tze vergraben&rdquo;, sagte der Gr&uuml;nen-Politiker am Montag in Stuttgart. &ldquo;Das ist unser Gold, der Restm&uuml;ll.&rdquo; Noch immer seien zwei Drittel der Abf&auml;lle in der Restm&uuml;lltonne Wertstoffe oder Bioabf&auml;lle, die recycelt werden k&ouml;nnten. Biom&uuml;ll leiste einen massiven Beitrag f&uuml;r die Energiewende. &ldquo;Aus Bananenschalen wird Erdgas hergestellt, dann brauchen wir weniger Putin-Gas.&rdquo; Baumann meinte damit, dass das durch M&uuml;ll gewonnene Biogas in das Erdgasnetz geleitet werden kann. [&hellip;]<br>\nBaumann pl&auml;dierte auch f&uuml;r den Einsatz von M&uuml;lldetektiven, &ldquo;dass man den Leuten auch mal in die Tonne reinguckt&rdquo; &ndash; besonders in Mehrfamilienh&auml;usern mit geringer sozialer Kontrolle. [&hellip;]<br>\nEr selbst spiele ab und an den ehrenamtlichen M&uuml;lldetektiv bei sich zu Hause und werde gegen&uuml;ber Nachbarn auch mal deutlicher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/abfall-stuttgart-mit-biomuell-gegen-putin-staatssekretaer-fordert-muelltrennung-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220731-99-224746\">S&uuml;ddeutsche <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Armut ruft: &bdquo;Seht mich an, es gibt mich noch in euerm ach so reichen Land&ldquo;<\/strong><br>\nSteigende Lebensmittelpreise erinnern an ein fast vergessenes Problem: Ern&auml;hrungsarmut. Wissenschaftler warnen vor den fatalen Folgen vor allem f&uuml;r Kinder. (&hellip;)<br>\nSeit Thilo Sarrazins Hartz-IV-Speiseplan haben die Ratschl&auml;ge Konjunktur, wie sich Menschen mit wenig Geld angeblich gut und gesund ern&auml;hren k&ouml;nnen. Maria, blaue Jeans &uuml;ber den Flip-Flops, schwarzes T-Shirt, die langen Haare akkurat zum Dutt gebunden, kann sie nicht mehr h&ouml;ren: &bdquo;Wir kriegen immer Spartipps, dabei sind wir doch die Profis im Sparen.&ldquo; Was gesundes Essen ist, muss ihr niemand erkl&auml;ren. Mehr als zehn Jahre hat sie als K&ouml;chin gearbeitet, sprach in Schulen &uuml;ber gute Ern&auml;hrung, gab Kurse f&uuml;r Wohnungslose. Wenn sie davon erz&auml;hlt, verblassen die Ringe unter den Augen, die jetzt nicht mehr m&uuml;de aussehen, sondern leuchten. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Verborgenen Hunger&ldquo; nennen Mediziner eine Mangelern&auml;hrung, bei der es Menschen nicht an Kalorien fehlt, sie aber mit Vitaminen oder Mineralstoffen kritisch unterversorgt sind. Es ist ein Hunger, den wir nicht sehen, der auch existiert, wenn es Kalorien im &Uuml;berfluss gibt &ndash; sogar &Uuml;bergewichtige k&ouml;nnen mangelern&auml;hrt sein. Das ist wichtig zu verstehen, wenn es hei&szlig;t: Mitten in Deutschland gibt es &bdquo;armutsbedingte Mangelern&auml;hrung und teils auch Hunger&ldquo;.<br>\nSo deutlich notierte es der Wissenschaftliche Beirat des Bundesern&auml;hrungsministeriums 2020 in einem Gutachten. Seitdem, man muss es so hart sagen, wird dieses Problem eher gef&ouml;rdert denn gel&ouml;st. Zum Jahreswechsel stiegen die Hartz-IV-S&auml;tze um 0,76 Prozent &ndash; nachdem Lebensmittel in den zw&ouml;lf Monaten zuvor fast f&uuml;nf Prozent teurer geworden waren. Dann kam der Krieg, und die Preise stiegen noch st&auml;rker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/die-armut-ruft-seht-mich-an-es-gibt-mich-noch-in-euerm-ach-so-reichen-land-li.250099\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Armut nimmt im &ldquo;besten Deutschland aller Zeiten&rdquo; zu, aber die herrschende Politik scheint sich seit vielen Jahren f&uuml;r diese Problematik nicht zu interessieren &ndash; au&szlig;er reichlich Lippenbekenntnissen ist eindeutig zu wenig passiert. <\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Christoph Butterwegge &uuml;ber Sozialstatistik: &bdquo;Armut wird stark verharmlost&ldquo;<\/strong><br>\nDie offiziellen Zahlen des statistischen Bundesamts seien gesch&ouml;nt, sagt der Armutsforscher Christoph Butterwegge. Von der Politik fordert er h&ouml;here Entlastungen f&uuml;r Arme.<br>\ntaz: Herr Butterwegge, das Statistische Bundesamt hat Zahlen zu Armut in Deutschland 2021 ver&ouml;ffentlicht. Wie sch&auml;tzen Sie diese ein?<br>\nChristoph Butterwegge: Die Zahlen stellen die Armut eher verharmlosend dar. So wird nur die relative Einkommensarmut ber&uuml;cksichtigt und nicht die absolute Armut. Besonders finanzschwache Gruppen sind in der Statistik gar nicht enthalten, denn es geht blo&szlig; um Armut im Haushaltskontext. Obdachlose oder Menschen, die in Notunterk&uuml;nften leben, bleiben zum Beispiel au&szlig;en vor.<br>\nAnhand der vorliegenden Zahlen sollen 13 Millionen Menschen in Deutschland, also 15,8 Prozent der Bev&ouml;lkerung, im Jahr 2020 armutsgef&auml;hrdet gewesen sein, auf die sich die Erhebung bezieht, das hei&szlig;t 200.000 Menschen weniger als vor der Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Christoph-Butterwegge-ueber-Sozialstatistik\/!5868260\/\">taz<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Leben auf Verschlei&szlig;: Armutsbetroffene aus Baden-W&uuml;rttemberg erz&auml;hlen<\/strong><br>\nKnapp zwei Millionen Menschen im Land sind armutsgef&auml;hrdet. W&auml;hrend aktuell viele im reichen Baden-W&uuml;rttemberg um ihren Wohlstand f&uuml;rchten, m&uuml;ssen Armutsbetroffene auf jeden Cent achten.<br>\nDie Preise steigen, die Inflation frisst L&ouml;hne, Geh&auml;lter und Sozialhilfe auf. Die offizielle Zahl der Arbeitslosen im Land nimmt zu. Immer mehr Menschen &ndash; auch im wohlstandsverw&ouml;hnten Baden-W&uuml;rttemberg &ndash; haben Angst vor der n&auml;chsten Gasrechnung. (&hellip;)<br>\nZwei Menschen aus Baden-W&uuml;rttemberg, die nicht nur von Armut bedroht, sondern seit Jahren von ihr betroffen sind, haben mit dem SWR &uuml;ber ihre Situation gesprochen. In diesem Text tragen sie die Namen Michael und Elena Leutkirch. Eigentlich hei&szlig;en sie anders. Sie f&uuml;rchten den Hass im Internet &ndash; vor allem ihren Kindern gegen&uuml;ber, wenn sie von ihrem Leben in Armut erz&auml;hlen. (&hellip;)<br>\nBundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat j&uuml;ngst seine Vorstellungen vorgelegt, wie der Hartz-IV-Nachfolger namens B&uuml;rgergeld aussehen soll. Die Ampelparteien streiten bereits &uuml;ber den Vorschlag, Sozialverb&auml;nde sind ohnehin skeptisch, ob das Hartz-IV-System mit dem B&uuml;rgergeld &uuml;berwunden werden kann. Und auch die versprochene Kindergrundsicherung, die Kindern von Sozialhilfeempf&auml;ngern mehr Teilhabechancen bringen soll, ist noch weit von ihrer Umsetzung entfernt. Verb&auml;nde fordern nach dem Gasgipfel in Baden-W&uuml;rttemberg bereits einen Sozialgipfel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/armut-bw-armutsbetroffene-alltag-hartz4-inflation-100.html\">SWR<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Neue Marke, alte Probleme<\/strong><br>\nAmpelkoalition bereitet Einf&uuml;hrung des &raquo;B&uuml;rgergeldes&laquo; vor. Verb&auml;nde: Ma&szlig;nahmen unzureichend, um Armut zu bek&auml;mpfen [&hellip;]<br>\nGegen&uuml;ber dem &raquo;aktuell geltenden Sanktionsmoratorium&laquo; seien die Pl&auml;ne des Sozialdemokraten sogar ein R&uuml;ckschritt, erkl&auml;rt Tina Hofmann vom Parit&auml;tischen Gesamtverband in Berlin am Freitag gegen&uuml;ber jW. Nach Ablauf der sechsmonatigen Schonfrist seien Sanktionen grunds&auml;tzlich wieder m&ouml;glich. Zudem sei die geplante Anhebung der Regels&auml;tze &raquo;nicht armutsfest und nicht krisenfest&laquo;, f&uuml;hrte die Referentin f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik aus. Die von Heil vorgesehene Aufstockung sei lediglich ein Ausgleich f&uuml;r die &raquo;durch die Decke schie&szlig;enden Energiepreise und die Inflation&laquo;, so Hofmann. Der Parit&auml;tische fordert eine Anhebung der Regels&auml;tze auf mindestens 678 Euro im Monat. Nur so sei &raquo;wenigstens ein Mindestma&szlig; an Teilhabe&laquo; f&uuml;r die Betroffenen m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431588.hartz-iv-system-neue-marke-alte-probleme.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kopflos in die Rezession: Warum sind wir so vernagelt?<\/strong><br>\nWenn es um Sparen und Geldausgeben geht, zeigt sich eine fatale deutsche volkswirtschaftliche Ignoranz.<br>\nStellen Sie sich einmal vor: Ein Arzt entwickelt ein geniales Diagnose-Instrument, mit dem sich bei vielen Krankheiten Fehldiagnosen vermeiden lassen, aber die gro&szlig;e Mehrheit seiner Kollegen wollen es nicht anwenden, weil sie der Meinung sind, Fehldiagnosen seien nun einmal Teil des Lebensrisikos der Patienten, die man einfach in Kauf nehmen m&uuml;sse.<br>\nSie w&uuml;rden sicher sagen, dass diese Position unverantwortlich ist und nach dem Staat rufen, der daf&uuml;r sorgen m&uuml;sse, dass die Mehrheit der Mediziner ihre traditionellen Positionen r&auml;umt und das neue Instrument benutzt. Sie halten das f&uuml;r unrealistisch? Jeder vern&uuml;nftige Mediziner, glauben Sie, sei bestrebt, den Patienten so gut wie m&ouml;glich zu helfen, und er w&uuml;rde sich folglich niemals ohne Grund an traditionelle, aber veraltete Methoden klammern.<br>\nNun erz&auml;hle ich ihnen eine Geschichte aus der Volkswirtschaftslehre. Vor nahezu hundert Jahren hat eine Gruppe von &Ouml;konomen entdeckt, dass man die Entscheidung eines Menschen oder einer Regierung, mehr oder weniger Geld auszugeben als zuvor, nicht isoliert betrachten und beurteilen darf, weil jede dieser Entscheidung unweigerlich R&uuml;ckwirkungen auf andere Menschen und auf Unternehmen hat, die darauf wiederum reagieren.<br>\nGeben etwa die privaten Haushalte weniger von ihrem Einkommen aus, legen also mehr auf die hohe Kante, haben die Unternehmen, bei denen sie sonst gekauft h&auml;tten, geringere Einnahmen. Jede Einnahme in der Volkswirtschaft ist zugleich eine Ausgabe und umgekehrt.<br>\nDas ist ja eine l&auml;cherlich einfache Erkenntnis, werden Sie sagen. Das stimmt. Schon in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts machten sich einige kluge Beamte in der Deutschen Bundesbank auf, um einmal auszurechnen, wie es denn um den Saldo der Einnahmen und Ausgaben in den verschiedenen Sektoren der Volkswirtschaft bestellt ist.<br>\nDoch genau diese l&auml;cherlich einfache Erkenntnis wird in Deutschland seit den oben genannten fast einhundert Jahren von der gro&szlig;en Mehrzahl der &Ouml;konomen, ich rede von gesch&auml;tzt 95 Prozent, und der Gesamtheit der Politiker, die f&uuml;r Wirtschaftsfragen zust&auml;ndig sind, einfach ignoriert. Selbst die Spitze der Bundesbank h&auml;lt diese Erkenntnis seit Jahrzehnten unter der Decke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kopflos-in-die-Rezession-Warum-sind-wir-so-vernagelt-7199612.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine Needs Solutions, Not Endless War<\/strong><br>\nNeither side can fulfill its maximal war aims: Russia cannot conquer all of Ukraine and Ukraine cannot comprehensively eject Russian forces.<br>\nUkrainian forces&rsquo; impressive military performance has reinforced the view that an outright victory against Russia is possible. But an unqualified Ukrainian win that dislodges the Russian forces from eastern Ukraine is increasingly improbable. Grinding attrition that makes dangerous escalation a tantalizing option for both countries is more likely. Accordingly, a ceasefire and separation of forces should be a priority for the United States and its allies. The United States has the tools and experience to make it happen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nationalinterest.org\/feature\/ukraine-needs-solutions-not-endless-war-203858\">The National Interest<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nuclear strategy and ending the war in Ukraine<\/strong><br>\nIt is time for bolder efforts to make peace in Ukraine.<br>\nWar, like fire, can spread out of control, and as President Putin keeps reminding us, this particular conflagration has the potential to start a nuclear war.<br>\nAt a recent joint news conference with the President of Belarus, Putin announced that Russia would transfer Iskander M missiles to Belarus. Those missiles can carry nuclear warheads, and the move is apparently intended to mirror nuclear sharing arrangements the United States has with five NATO allies &mdash; Belgium, the Netherlands, Germany, Italy, and Turkey.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thehill.com\/opinion\/international\/3565996-nuclear-strategy-and-ending-the-war-in-ukraine\/\">Oscar Arias and Jonathan Granoff in The Hill<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Why Pelosi&rsquo;s Visit to Taiwan Is Utterly Reckless<\/strong><br>\nI have a lot of respect for House Speaker Nancy Pelosi. But if she does go ahead with a visit to Taiwan this week, against President Biden&rsquo;s wishes, she will be doing something that is utterly reckless, dangerous and irresponsible.<br>\nNothing good will come of it. Taiwan will not be more secure or more prosperous as a result of this purely symbolic visit, and a lot of bad things could happen. These include a Chinese military response that could result in the U.S. being plunged into indirect conflicts with a nuclear-armed Russia and a nuclear-armed China at the same time.<br>\nAnd if you think our European allies &mdash; who are facing an existential war with Russia over Ukraine &mdash; will join us if there is U.S. conflict with China over Taiwan, triggered by this unnecessary visit, you are badly misreading the world. [&hellip;]<br>\nThe timing could not be worse. Dear reader: The Ukraine war is not over. And privately, U.S. officials are a lot more concerned about Ukraine&rsquo;s leadership than they are letting on. There is deep mistrust between the White House and President Volodymyr Zelensky of Ukraine &mdash; considerably more than has been reported.<br>\nAnd there is funny business going on in Kyiv. On July 17, Zelensky fired his country&rsquo;s prosecutor general and the leader of its domestic intelligence agency &mdash; the most significant shake-up in his government since the Russian invasion in February. It would be the equivalent of Biden firing Merrick Garland and Bill Burns on the same day. But I have still not seen any reporting that convincingly explains what that was all about. It is as if we don&rsquo;t want to look too closely under the hood in Kyiv for fear of what corruption or antics we might see, when we have invested so much there. (More on the dangers of that another day.)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2022\/08\/01\/opinion\/nancy-pelosi-taiwan-china.html?\">The New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Interessant vor allem auch wegen der beil&auml;ufigen Bemerkungen &uuml;ber das offenbar viel gr&ouml;&szlig;ere Misstrauen der US-Regierung gegen&uuml;ber der ukrainischen F&uuml;hrung. <\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Amerikanische Diplomatie als tragisches Drama<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDer Plan der Biden-Regierung, die China als Amerikas langfristigen Hauptgegner bezeichnete, bestand darin, Russland von China abzuspalten und dann Chinas eigene milit&auml;rische und wirtschaftliche Lebensf&auml;higkeit zu l&auml;hmen. Die amerikanische Diplomatie hat jedoch dazu gef&uuml;hrt, dass sich Russland und China mit dem Iran, Indien und anderen Verb&uuml;ndeten zusammengetan haben. Zum ersten Mal seit der Konferenz der blockfreien Staaten in Bandung 1955 ist eine kritische Masse in der Lage, sich gegenseitig zu versorgen und den Prozess der Unabh&auml;ngigkeit von der Dollar-Diplomatie einzuleiten. [&hellip;]<br>\nDie Bewaffnung eines stellvertretenden ukrainischen Regimes ist lediglich ein erster Schritt, um den Zweiten Kalten Krieg (und m&ouml;glicherweise\/oder tats&auml;chlich den Dritten Weltkrieg) in einen Kampf zu verwandeln, in dem die Welt in Verb&uuml;ndete und Feinde aufgeteilt wird, je nachdem, ob die Regierungen oder der Finanzsektor die Weltwirtschaft und die Gesellschaft planen werden.<br>\nWas als Demokratie nach amerikanischem Vorbild besch&ouml;nigt wird, ist eine Finanzoligarchie, die grundlegende Infrastruktur, Gesundheit und Bildung privatisiert&hellip; China wird als autokratisch bezeichnet, weil es Grundbed&uuml;rfnisse zu subventionierten Preisen anbietet, anstatt das zu verlangen, was der Markt tragen kann. Seine gemischte Wirtschaft kosteng&uuml;nstiger zu machen, wird als &ldquo;Marktmanipulation&rdquo; bezeichnet, als ob das etwas Schlechtes w&auml;re. [&hellip;]<br>\nDas Bestreben der USA, ihre unipolare Macht zu erhalten, um der Welt eine &ldquo;America First&rdquo;-Finanz-, Handels- und Milit&auml;rpolitik aufzuzwingen, bringt eine inh&auml;rente Feindseligkeit gegen&uuml;ber allen L&auml;ndern mit sich, die versuchen, ihre eigenen nationalen Interessen zu verfolgen. Da die USA immer weniger in Form von gegenseitigen wirtschaftlichen Vorteilen zu bieten haben, drohen sie mit Sanktionen und mischen sich heimlich in die Politik anderer L&auml;nder ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2022\/07\/29\/american-diplomacy-as-a-tragic-drama\/\">Michael Hudson auf Counterpunch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Staatlicher Mord<\/strong><br>\nDie USA haben Aiman al-Sawahiri, den Anf&uuml;hrer des Terrornetzwerks Al-Qaida, get&ouml;tet. Sie setzen damit ihre v&ouml;lkerrechtswidrige Politik fort, internationale Terroristen einfach mit Raketen umzubringen.<br>\nAls Aiman al-Sawahiri am fr&uuml;hen Morgen in Kabul auf den Balkon seiner Wohnung trat, trafen ihn zwei Hellfire-Raketen, die von einer US-Drohne abgefeuert wurden. Die USA vollstreckte damit eine Art Todesstrafe ohne Gerichtsverhandlung. Die USA sehen die T&ouml;tung al-Sawahiris als Vergeltung f&uuml;r die Al-Qaida-Anschl&auml;ge auf New York und Washington von 2001. Al-Sawahiri war damals Stellverteter von Osama bin Laden.<br>\nDiese T&ouml;tung al-Sawahiris war ein staatlicher Mord. Diese Aussage ist weder abwegig noch ungew&ouml;hnlich. Sie entspricht der herrschenden Auffassung der europ&auml;ischen V&ouml;lkerrechtslehre, die den Kampf gegen den Terror klar als polizeiliche Aufgabe der Kriminalit&auml;tsverfolgung definiert und nicht als erlaubte staatliche Kriegsf&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/usa-drohnen-staatlicher-mord-al-qaida-aiman-al-sawahiri-bin-laden-afghanistan-voelkerrecht\/%20\">LTO<\/a>\n<p>dazu: <strong>T&ouml;tung von Al-Kaida-Chef: Was sagt das V&ouml;lkerrecht dazu?<\/strong><br>\n&ldquo;Der Gerechtigkeit wurde Gen&uuml;ge getan&rdquo; &ndash; verk&uuml;ndete US-Pr&auml;sident Biden nach der T&ouml;tung des Al-Kaida-Chefs. Doch war das &uuml;berhaupt rechtens? Experten sagen, der Angriff habe nicht dem V&ouml;lkerrecht entsprochen.<br>\nElf Jahre nach Osama bin Laden haben die Vereinigten Staaten auch seinen Nachfolger get&ouml;tet. Die USA h&auml;tten erfolgreich in Afghanistans Hauptstadt Kabul einen Luftschlag ausgef&uuml;hrt, der den Emir der Terrorgruppe Al Kaida, Aiman al-Sawahiri, get&ouml;tet habe, best&auml;tigte US-Pr&auml;sident Joe Biden. Zivile Opfer habe es nicht gegeben.<br>\nNach Angaben der US-Regierung in Washington seien f&uuml;r den Schlag gegen den Al-Kaida-Chef keine amerikanischen Kr&auml;fte in Kabul gewesen. Al-Sawahiri sei durch einen gezielten Drohnen-Angriff get&ouml;tet worden &ndash; quasi ger&auml;uschlos per Fernsteuerung. Bei bin Laden war das 2011 anders: Er war in Pakistan bei einem Einsatz von einer US-Spezialeinheit get&ouml;tet worden.<br>\nWie schon nach der Exekution Osama bin Ladens stellt sich jetzt auch mit Blick auf al-Sawahiri die Frage: Gibt es eine rechtliche Grundlage f&uuml;r das Vorgehen der Vereinigten Staaten? Oder anders: Durften sie den Terrorchef einfach t&ouml;ten? Die USA argumentieren mit ihrem &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo; und setzen in diesem Rahmen auch auf &ldquo;gezielte T&ouml;tungen&rdquo; wie jetzt.<br>\nAllerdings k&ouml;nnen solche &ldquo;gezielten T&ouml;tungen&rdquo; &uuml;berhaupt nur im Ausnahmefall zul&auml;ssig sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/al-kaida-voelkerrecht-101.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>US-Raketen auf Kabul<\/strong><br>\nLieber tot als lebendig: So jagen die USA Verbrecher und Terroristen. Diesmal traf es den 71-j&auml;hrigen &Auml;gypter Aiman Al-Sawahiri, Nachfolger Osama Bin Ladens an der Spitze des Terrornetzwerks Al-Kaida. &raquo;Es wurde Gerechtigkeit ge&uuml;bt&laquo;, lobte US-Pr&auml;sident Joe Biden den T&ouml;tungsakt. Auch wenn die USA ihre eigene Rechtsauslegung zur Grundlage von T&ouml;tungen machen und sogar das Doha-Abkommen mit den Taliban als Rechtfertigung heranziehen, ist das V&ouml;lkerrecht eindeutig: &raquo;Au&szlig;erhalb von bewaffneten Konflikten ist die Anwendung vors&auml;tzlicher t&ouml;dlicher Gewalt nur dann rechtm&auml;&szlig;ig, wenn sie zum Schutz vor einer unmittelbaren Bedrohung des Lebens absolut unvermeidlich ist&laquo;, schreibt Amnesty International. Davon konnte hier keine Rede sein, Al-Sawahiri versteckte sich in Kabul. Die T&ouml;tung war illegal, so wie Hunderte anderer Drohnenangriffe der US-Armee.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1165784.toetung-von-al-sawahiri-us-raketen-auf-kabul.html\">nd<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Wenn Medien politische Exekutionen guthei&szlig;en<\/strong><br>\nDie T&ouml;tung von Aiman al-Sawahiri wird als Schlag gegen Dschihadismus begr&uuml;&szlig;t. Tats&auml;chlich ist das &ldquo;Killing by Remote Control&rdquo; der USA eine Terrorz&uuml;chtungsmaschine und moralischer Bankrott. D&uuml;rfen andere Staaten das auch machen?<br>\n&ldquo;Gut, dass er heute get&ouml;tet wurde&rdquo;, titelt Spiegel Online. Der Artikel versammelt erste Reaktionen auf den Drohnenangriff der USA in Kabul, bei dem der Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri nach US-Angaben get&ouml;tet wurde.<br>\nEs sind die Worte des in Deutschland lebenden Autors Ahmad Mansour. Aber nicht nur er begr&uuml;&szlig;t die Ermordung al-Sawahiris. &Uuml;berall in den USA und Europa zeigen sich Politiker:innen, Journalist:innen und Analyst:innen erleichtert. Zeit Online bildet mit der Einsch&auml;tzung des kanadischen Premierministers Justin Trudeau die Schlagzeile: &ldquo;Sein Tod ist ein Schritt hin zu einer sichereren Welt&rdquo;. Und bei Tagesschau.de fragt der Sicherheitsexperte Markus Kaim von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Titel: &ldquo;Warum erst jetzt?&rdquo;. Kaim stellt zugleich fest, dass das &ldquo;Presseecho und das Echo der politischen Klasse in Washington auf dieses Vorgehen &hellip; sehr positiv&rdquo; sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wenn-Medien-politische-Exekutionen-gutheissen-7200249.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krieg sch&auml;digt Umwelt und Klima<\/strong><br>\nImmer mehr Waffen. Immer mehr Krieg. Immer mehr Zerst&ouml;rung. Und immer mehr Umweltsch&auml;den. Krieg und Milit&auml;r sind sch&auml;dlich f&uuml;r Umwelt und Klima. Schon in Man&ouml;vern und bei den t&auml;glichen &Uuml;bungen sto&szlig;en Flugzeuge, Panzer und Co. Unmengen CO2 aus. Im Krieg wird das noch mehr und die Umwelt leidet. Durch Beschuss mit konventioneller oder uranhaltiger Monition. Ein zeithistorischer und aktueller &Uuml;berblick.<br>\nDie gigantische Aufr&uuml;stung, die jetzt auf die Tagesordnung gesetzt worden ist, macht die bevorstehende Weltklimakonferenz in &Auml;gypten beinahe zur Farce. Die Umweltzerst&ouml;rung durch das Milit&auml;r und erst recht durch Kriege findet viel zu wenig Beachtung in der Umweltbewegung, obwohl es gelegentlich wissenschaftliche und journalistische Beitr&auml;ge dazu gibt. Speziell die CO2-Emissionen der R&uuml;stungsindustrie und milit&auml;rischer Aktivit&auml;ten verdienen mehr Aufmerksamkeit. [&hellip;]<br>\nDie Umweltbewegung generell muss wieder zugleich Friedensbewegung werden. Die Umweltbewegung ist das anfangs in den 1970er Jahren gewesen. Versch&auml;rft sich die Klimakrise, dann wird sie noch mehr als bisher zum Katalysator f&uuml;r Umweltkonflikte werden, die wie in Afrika schon heute bewaffnet ausgetragen werden und zum Anlass f&uuml;r milit&auml;rische Interventionen geworden sind.<br>\nOb v&ouml;lkerrechtliche Vertr&auml;ge viel helfen, darf man bezweifeln. Denn sie gelten erst f&uuml;r den Kriegsfall. So verbieten ein Zusatzprotokoll zur Genfer Konvention und das schon 1976 verabschiedete Umweltkriegs&uuml;bereinkommen die milit&auml;rische Nutzung von Umwelt ver&auml;ndernden Techniken. Russland und die Ukraine geh&ouml;ren &uuml;brigens zu den Vertragspartien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/globales\/umwelt\/krieg-schaedigt-umwelt-und-klima\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>For the Blind Leftists: The Facts<\/strong><br>\nRealistically speaking, all hope is lost for opponents of the occupation and apartheid. The data from the election survey among young voters, which were recently publicized on the Friday evening &ldquo;Ulpan Shishi&rdquo; TV news magazine, leave no room for doubt. Among voters aged 18 to 22, 70 percent define themselves as center-right or right-wing; 46 percent are all-out right-wing. For the sake of comparison, only 10 percent describe themselves as left-wing.<br>\nThe young people give the Benjamin Netanyahu bloc 71 seats. On their chart of Knesset seats, Religious Zionism, the party of kahanist lawmaker Itamar Ben-Gvir and far-right lawmaker Bezalel Smotrich, is the second-largest party, with 14 seats. That&rsquo;s more than Yair Lapid&rsquo;s Yesh Atid, whose strength is reduced by half. Meretz belongs to the past, and doesn&rsquo;t even cross the electoral threshold of 3.25 percent of votes. The Labor Party is wavering on this threshold, with a paltry four seats.<br>\nThe political tie has been broken in this population group. These young people are Israel&rsquo;s real future.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/opinion\/2022-08-01\/ty-article\/.premium\/for-the-blind-leftists-the-facts\/00000182-5a14-da34-abf7-df9fca930000\">Haaretz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Hochinteressant und deprimierend zugleich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Nur vorgeschobene Argumente&rdquo; Transparency beklagt Schlupfl&ouml;cher im Lobbyregister<\/strong><br>\nDas Lobbyregister soll sichtbar machen, wer Einfluss auf politische Entscheidungen und die Gesetzgebung nimmt. F&uuml;r Gewerkschaften oder Kirchen bestehen zweifelhafte Ausnahmen. Die Organisation Transparency bef&uuml;rchtet, dass die Ampel zu lasch nachsch&auml;rfen wird.<br>\nDie Organisation Transparency Deutschland bef&uuml;rchtet, dass die Ampel-Koalition das Lobbyregister des Bundestags nur unzureichend nachsch&auml;rfen wird. Dies betrifft nach Darstellung ihres Vorsitzenden Hartmut B&auml;umer zum Beispiel die momentan geltenden Ausnahmen f&uuml;r Gewerkschaften, Arbeitgeberverb&auml;nde und Kirchen. Sie m&uuml;ssen sich nicht in das Register eintragen. &ldquo;Wir f&uuml;rchten, dass sich dort nichts bewegt.&rdquo; Dabei gebe es f&uuml;r diese Ausnahmen &ldquo;nur vorgeschobene Argumente&rdquo;, sagte B&auml;umer in Berlin.<br>\n&ldquo;Es betrifft nicht die Religionsfreiheit, wenn die Kirchen als Lobbyisten t&auml;tig werden&rdquo;, betonte er. Die Kirchen h&auml;tten auch viele soziale Funktionen und tr&auml;ten dort als Lobbyisten auf. Bei Gewerkschaften werde immer mit der Tarifautonomie argumentiert. &ldquo;Das ist wirklich an den Haaren herbeigezogen.&rdquo; Aber: &ldquo;Da ist vor allem die SPD als verl&auml;ngerter Arm der Gewerkschaften so was von stur.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Transparency-beklagt-Schlupfloecher-im-Lobbyregister-article23498700.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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