{"id":86662,"date":"2022-08-08T08:45:47","date_gmt":"2022-08-08T06:45:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662"},"modified":"2022-08-08T08:45:47","modified_gmt":"2022-08-08T06:45:47","slug":"hinweise-des-tages-4167","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h01\">Neue Enth&uuml;llungen um Hamburger SPD: &bdquo;Das Schlie&szlig;fach ist Sprengstoff f&uuml;r den Bundeskanzler&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h02\">Energieversorgung: Habeck war stolz auf Katar-Deal: Jetzt steht er vor den Scherben seiner Gas-Reise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h03\">Die Ampel regiert kopflos: Wie lange geht das noch gut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h04\">Amnesty h&auml;lt an Bericht zu ukrainischem Milit&auml;r fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h05\">Putin am Ende? Ukraine-Krieg und die russische Linke: Anmerkungen zu &Auml;u&szlig;erungen des Soziologen Boris Kagarlizki <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h06\">Terrorismus: Einstweilige Hinrichtung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h07\">Wang Yi: Gr&ouml;&szlig;tes Risiko f&uuml;r Stabilit&auml;t im S&uuml;dchinesischen Meer ist die Einmischung der L&auml;nder au&szlig;erhalb der Region<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h08\">Vom Jobkiller zur Produktivit&auml;tspeitsche? Der gesetzliche Mindestlohn von 2015 und seine Evaluierung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h09\">&bdquo;Keine bedrohliche Situation&ldquo;: D&auml;nische Epidemiologin kritisiert deutsche Corona-Strategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h10\">Unabh&auml;ngige Patientenberatung: die neoliberale Dauerbaustelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h11\">D&uuml;rre im Norden Mexikos: &ldquo;Wir wollen Wasser! Wasser ist Leben!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h12\">Bolsonaro wird nicht einfach abtreten &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Niklas Franzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h13\">Euphorie und M&auml;&szlig;igung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h14\">Zombies hautnah<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h15\">Nachrichtenagentur AP l&ouml;scht den Jugoslawien-Krieg aus der Geschichte &ndash; Das Narrativ nicht gef&auml;hrden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86662#h16\">Anmerkungen zum Aufruf des DGB zum Antikriegstag 2022<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Neue Enth&uuml;llungen um Hamburger SPD: &bdquo;Das Schlie&szlig;fach ist Sprengstoff f&uuml;r den Bundeskanzler&ldquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber 200.000 Euro im Schlie&szlig;fach: Ermittlungen gegen einen SPD-Politiker im Skandal um die Warburg-Bank und deren Steuerbetrug werden f&uuml;r Olaf Scholz zur B&uuml;rde.<br>\nNach dem Bekanntwerden eines hohen Bargeldfundes bei einem SPD-Politiker sieht die Union in der Cum-Ex-Aff&auml;re um die Hamburger Warburg-Bank neue Fragen auch an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). &bdquo;Die Indizien daf&uuml;r, dass ma&szlig;gebliche SPD-Politiker in Hamburg in der Steuersache Warburg unrechtm&auml;&szlig;ig Einfluss genommen haben, werden immer zahlreicher&ldquo;, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Mathias Middelberg, dem Tagesspiegel. [&hellip;]<br>\nDie &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung hat nun berichtet, dass bei dem fr&uuml;heren Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs, gegen den ermittelt wird, in einem Bank-Schlie&szlig;fach im vergangenen Jahr &uuml;ber 200.000 Euro in Bar gefunden worden seien.<br>\nDie zust&auml;ndige Staatsanwaltschaft K&ouml;ln war f&uuml;r eine Stellungnahme zun&auml;chst nicht zu erreichen. Der Journalist Oliver Schr&ouml;m, der ein Buch zu dem Fall schreibt (&bdquo;Die Akte Scholz&ldquo;), sagte dem Tagesspiegel auf Anfrage, er kenne zentrale Ermittlungsdokumente hierzu, die Angaben seien zutreffend. &bdquo;Es waren konkret 214.800 Euro und dann noch 2400 US-Dollar, die in dem Schlie&szlig;fach gefunden wurden.&ldquo;<br>\nBei einer Hausdurchsuchung bei Kahrs sei ein Mietvertrag &uuml;ber ein Schlie&szlig;fach bei der Hamburger Sparkasse gefunden worden, daraufhin sei beim Ermittlungsrichter ein Durchsuchungsbeschluss daf&uuml;r beschafft und das Schlie&szlig;fach am 28. September 2021 ge&ouml;ffnet worden, sagte Schr&ouml;m.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/neue-enthuellungen-um-hamburger-spd-das-schliessfach-ist-sprengstoff-fuer-den-bundeskanzler\/28579910.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;F&uuml;r Olaf Scholz wird es noch sehr unangenehm&ldquo;<\/strong><br>\nARD-Journalist Schr&ouml;m befasst sich intensiv mit dem Warburg-Fall. Wie er den 214.000-Euro-Fund bei einem SPD-Politiker bewertet und was das f&uuml;r den Kanzler hei&szlig;t. [&hellip;]<br>\nWelche Rolle hat Kahrs nach Ihren Erkenntnissen?<br>\nJohannes Kahrs hat in seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter versucht, beim Bundesfinanzministerium und bei der Bafin f&uuml;r Warburg-Bank zu lobbyieren. Der Bank drohten R&uuml;ckzahlungen von 90 Millionen Euro, die sie mit kriminellen Cum-ex-Gesch&auml;ften erbeutet hatte.<br>\nZudem hat Kahrs sowie ein weiterer SPD-Mann den Mitinhabern der Privatbank den Weg zu Olaf Scholz geebnet, damals B&uuml;rgermeister in Hamburg. Und nach den Treffen mit Scholz hat Hamburg auf die R&uuml;ckforderung der erbeuteten Millionen verzichtet. Danach gingen von Warburg nahestehenden Firmen 45.500 Euro an die Hamburger SPD.<br>\nEin Gro&szlig;teil davon an den Wahlkreis von Kahrs, gegen den die Staatsanwaltschaft nun wegen Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt. Woher die 214.800 Euro kommen, wei&szlig; man nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/hamburger-cum-ex-skandal-fuer-olaf-scholz-wird-es-noch-sehr-unangenehm\/28580638.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Energieversorgung: Habeck war stolz auf Katar-Deal: Jetzt steht er vor den Scherben seiner Gas-Reise<\/strong><br>\nRussland l&auml;sst nur noch 20 Prozent der Gasmenge durch die Pipeline Nord Stream 1 flie&szlig;en. Ausgerechnet jetzt stellt sich heraus, dass eine Alternative, um die sich der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck f&uuml;r diesen Fall gek&uuml;mmert hatte, wegf&auml;llt: Katar liefert doch kein Gas. Und jetzt?<br>\nF&uuml;r Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) war die Reise an den Persischen Golf im M&auml;rz ein enorm medienwirksamer Moment. Nach dem Treffen mit dem Emir von Katar nahm er eine Videobotschaft auf, in der offen &uuml;ber sein Unbehagen sprach: &bdquo;In der Ukraine sterben die Menschen und hier &ndash; seht ihr ja &ndash; wie die Skyline ist&ldquo;, sagte Habeck mit zugekniffenen Augen damals in die Kamera.<br>\nAm Ende habe sich der Trip aber gelohnt. &bdquo;Die gute Nachricht&ldquo;, so Habeck damals stolz, sei, dass Katar bereit sei, kurzfristig mehr Gas nach Deutschland zu liefern.<br>\nAusgerechnet jetzt, wo Russland die Gaslieferungen durch Nord Stream 1 weiter gedrosselt hat und Deutschland mehr und mehr in eine nie dagewesene Energiekrise rutscht, stellt sich heraus, dass Habecks Gas-Deal mit Katar geplatzt ist. Nachdem FOCUS online in einer Recherche bereits offenlegte, dass die Unternehmen bislang keine Vertr&auml;ge zu Gaslieferungen mit Katar abgeschlossen haben, gesteht der Wirtschaftsminister am Wochenende in der &bdquo;BILD am Sonntag&ldquo; ein: &bdquo;Die Kataris haben sich entschieden, kein gutes Angebot zu machen.&ldquo; Die Unternehmen, mit denen er damals vor Ort gewesen sei, h&auml;tten sich im Moment woanders Gas besorgt, so Habeck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/energieversorgung-habeck-gesteht-kein-gas-aus-katar-was-das-nun-bedeutet_id_128771665.html\">Focus Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Chef des Mieterbunds warnt: &bdquo;Millionen Mieter werden ihre Heizkosten nicht zahlen k&ouml;nnen&ldquo;<\/strong><br>\nLukas Siebenkotten fordert besseren K&uuml;ndigungsschutz und ein Schuldenmoratorium. Sonst k&ouml;nnten ein Drittel der Menschen ihre Energierechnung nicht bezahlen.<br>\nDer Deutsche Mieterbund bef&uuml;rchtet, dass mindestens das untere Einkommensdrittel der deutschen Bev&ouml;lkerung die steigenden Kosten f&uuml;r Energie nicht zahlen kann. &bdquo;Das sind verdammt viele Menschen&ldquo;, sagte Mieterbund- Pr&auml;sident Lukas Siebenkotten dem Tagesspiegel. Betroffen seien vor allem Menschen, die knapp oberhalb jeder staatlichen Transferleistung liegen. &bdquo;Wir sprechen hier &uuml;ber Millionen&ldquo;, warnte Siebenkotten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/chef-des-mieterbunds-warnt-millionen-mieter-werden-ihre-heizkosten-nicht-zahlen-koennen\/28579056.html%20\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Steuer-Irrsinn! So viel verdient der Staat an Habecks Gasumlage<\/strong><br>\nDie Gasumlage kommt. Allerdings gibt es noch Streit &uuml;ber deren Besteuerung. Wie &Ouml;konom Stefan Bach vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaft exklusiv f&uuml;r FOCUS online vorrechnet, w&uuml;rde die Mehrwertsteuer dem Staat Milliarden bescheren.<br>\nAb dem 1. Oktober stehen viele Verbraucher in Deutschland vor vollendeten Tatsachen: Ab dann sollen sie pro Kilowattstunde Gas eine Umlage von 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde auf die eh schon hohen Gaspreise zahlen. Die Umlage soll Gasimporteure, die g&uuml;nstigeres, russisches Gas aktuell durch teurere Gaslieferungen aus anderen Staaten ersetzen m&uuml;ssen, vor dem Risiko einer Insolvenz sch&uuml;tzen. Bis jetzt ist aber offen, ob die Umlage noch zus&auml;tzlich besteuert werden muss.<br>\nW&uuml;rde auf eine Gasumlage von 5 Cent pro Kilowattstunde 19 Prozent Mehrwertsteuer anfallen, k&ouml;nnte der Staat zus&auml;tzliche Steuereinnahmen in H&ouml;he von rund 2,6 Milliarden Euro generieren. Zu diesem Schluss kommt der &Ouml;konom Stefan Bach mit dem Forschungsschwerpunkt Steuerpolitik vom &bdquo;Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaft&ldquo; (DIW) in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/exklusive-focus-online-rechnung-milliardengeschaeft-fuer-staat-mehrwertsteuer-auf-gasumlage_id_130002574.html\">Focus Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Ampel regiert kopflos: Wie lange geht das noch gut?<\/strong><br>\nChaos-Umlage f&uuml;r Gaskunden, Mega-Gewinne f&uuml;r Energieriesen: Die Regierungskrise der Ampel wird teuer f&uuml;r Verbraucher, meint unser Kolumnist Maurice H&ouml;fgen.<br>\nSie sieht schlecht aus, bekommt kaum noch einen klaren Gedanken formuliert und l&auml;uft orientierungslos durch die Presse &ndash; man muss sich Sorgen machen um die Ampel. Sie ist als Fortschrittskoalition gestartet und wollte f&uuml;r eine neue politische Kultur sorgen. Dieser Tage wirkt sie eher wie eine Chaoskoalition ohne Kompass. Ausbaden m&uuml;ssen es die Verbraucher. [&hellip;]<br>\nDie Umlage wird zum B&uuml;rokratiemonster. Und sie entwertet die ersten beiden Entlastungspakete. Man muss sich das vorstellen: Im September kommt die b&uuml;rokratische Energiepreispauschale aufs Konto, und einen Monat sp&auml;ter d&uuml;rfen Gaskunden das Geld mit der ebenso b&uuml;rokratischen Gasumlage gleich wieder abdr&uuml;cken. F&uuml;r das Hin und Her werden Firmen, Steuerberater und Beamte mit l&auml;stigem Papierkram aufgehalten. Wollte die Ampel nicht weniger B&uuml;rokratie, einen modernen Staatsapparat und mehr Gerechtigkeit? Die Umlage ist das komplette Gegenteil.<br>\nDabei liegt die L&ouml;sung auf der Hand: Lindner h&auml;tte die Umlage einfach aus dem Haushalt zahlen k&ouml;nnen. Noch ist Schuldenbremse ja ausgesetzt, ein paar Milliarden h&auml;tte er also lockermachen k&ouml;nnen. Konjunktiv! Stattdessen wird&rsquo;s jetzt teuer, nervig, kompliziert &ndash; und die Debatte um Entlastungen geht von vorne los. Die Ampel dreht sich im Kreis. Wann setzt der Schwindel ein?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/die-ampel-regiert-kopflos-wie-lange-geht-das-noch-gut-li.253494\">Maurice H&ouml;fgen in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Amnesty h&auml;lt an Bericht zu ukrainischem Milit&auml;r fest<\/strong><br>\nAmnesty International h&auml;lt weiterhin am eigenen Bericht zu problematischen Taktiken der ukrainischen Armee fest. Man stehe &raquo;voll und ganz zu unseren Untersuchungen&laquo;, erkl&auml;rte die Generalsekret&auml;rin der Nichtergierungsorganisation, Agnes Callamard, am Freitag gegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur AFP. &raquo;Die Ergebnisse beruhen auf Beweisen, die im Rahmen umfangreicher Ermittlungen gesammelt wurden.&laquo; Callamard teilte mit, die Reaktion der ukrainischen Regierung berge die Gefahr, &raquo;dass die legitime und wichtige Diskussion &uuml;ber diese Themen abgeschreckt wird&laquo;. Zudem habe die ukrainische Regierung nicht auf eine Bitte um eine Stellungnahme zu den Erkenntnissen von Amnesty reagiert. Die Leiterin des Amnesty-B&uuml;ros in der Ukraine, Oksana Pokaltschuk, teilte auf Facebook mit, Amnesty habe die Bitte ihres Teams ignoriert, den Bericht nicht zu ver&ouml;ffentlichen. Das ukrainische B&uuml;ro werde den Bericht nicht ins Ukrainische &uuml;bersetzen und nicht auf seine Website stellen.<br>\nAmnesty International hatte der ukrainischen Armee in einem am Donnerstag vorgelegten Bericht vorgeworfen, durch ihre Milit&auml;rtaktik unn&ouml;tig Zivilisten gef&auml;hrdet zu haben. Ukrainische Soldaten h&auml;tten &raquo;wiederholt aus Wohngebieten heraus operiert&laquo;, erkl&auml;rte Janine Uhlmannsiek, Expertin f&uuml;r Europa und Zentralasien bei Amnesty International Deutschland. Das ukrainische Vorgehen sei &raquo;ein Versto&szlig; gegen humanit&auml;res V&ouml;lkerrecht&laquo;, das nicht durch den &raquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg&laquo; gerechtfertigt werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432300.amnesty-h%C3%A4lt-an-bericht-zu-ukrainischem-milit%C3%A4r-fest.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Warum der Amnesty-Bericht &uuml;ber ukrainische Kriegsverbrechen &uuml;berraschend ist<\/strong><br>\nAmnesty International hat der Ukraine in einem Bericht schwere Kriegsverbrechen vorgeworfen. Kiew protestiert und westliche Medien wie der Spiegel relativieren den Bericht. (&hellip;)<br>\nKiew hat nat&uuml;rlich heftig reagiert und wirft Amnesty vor, an einer russischen Desinformations- und Propagandakampagne beteiligt zu sein. Kiew sch&auml;umt vor Wut und die Chefin der ukrainischen Sektion von Amnesty hat wegen des Berichtes unter Protest ihren R&uuml;cktritt verk&uuml;ndet. Das ist nachvollziehbar, denn nach nun in der Ukraine geltenden Recht k&ouml;nnte sie als Vertreterin von Amnesty in der Ukraine sogar ein Strafverfahren wegen Unterst&uuml;tzung der &bdquo;russischen Aggression&ldquo; bekommen, weshalb sie sich schon aus Selbstschutz eiligst und in aller Deutlichkeit von dem Bericht distanzieren musste.<br>\nDer Spiegel f&uuml;hlte sich dazu gen&ouml;tigt, die ukrainischen Kriegsverbrechen, die Amnesty belegt hat, in einem langen Artikel zu relativieren und sogar teilweise komplett zu bestreiten.<br>\nDie Reaktion des Spiegel ist nicht &uuml;berraschend, denn er deckt die ukrainischen Kriegsverbrechen seit Beginn des Krieges im April 2014. &Uuml;berraschend ist, dass Amnesty die ukrainischen Kriegsverbrechen endlich mal thematisiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/warum-der-amnesty-bericht-ueber-ukrainische-kriegsverbrechen-ueberraschend-ist\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Putin am Ende? Ukraine-Krieg und die russische Linke: Anmerkungen zu &Auml;u&szlig;erungen des Soziologen Boris Kagarlizki <\/strong><br>\nWie die russische Linke sich zum Ukraine-Krieg positioniert, ist in Deutschland weitgehend unbekannt. Eine wichtige Stimme in der russischen Linken ist der Soziologe Boris Kagarlizki. Auf seine Thesen zum Ukraine-Krieg, die der bekannte Linke und Chefredakteur des russischen Videoportals Rabkor in einem am 22. Juli ver&ouml;ffentlichten Interview gegen&uuml;ber dem Magazin Jacobin darlegte, m&ouml;chte ich im folgenden eingehen. An dieser Stelle erscheint der erste Teil, in der Ausgabe am Montag folgt der zweite und letzte Teil.<br>\nKagarlizki malt ein d&uuml;steres Bild von Russland. Das Land sei gefesselt von Unwissenheit, Angst und Repression. Der Krieg gegen die Ukraine sei ein Mittel des Kremls, von dem Problem abzulenken, dass f&uuml;r Wladimir Putin, der seit 2000 mit kurzer Unterbrechung im Amt ist, kein Nachfolger gefunden wurde. Putin &raquo;hat Krebs und einige andere Krankheiten. Das sind nat&uuml;rlich Ger&uuml;chte, aber jeder auf der Stra&szlig;e kennt sie&laquo;. Der Soziologe erh&auml;rtet diese Ger&uuml;chte, die von westlichen Medien und russischen Liberalen gesch&uuml;rt werden, nicht mit Fakten.<br>\nRusslands wirtschaftliche Probleme versuche die F&uuml;hrung des Landes, durch Expansion und milit&auml;rische Eins&auml;tze in Syrien und in der Ukraine zu &uuml;bert&uuml;nchen. Mit der Waffenproduktion solle die Wirtschaft am Laufen gehalten werden. Weil der Krieg in der Ukraine nicht so erfolgreich sei, wie Putin es sich gew&uuml;nscht habe, k&ouml;nne es zu einer &raquo;Spaltung des Milit&auml;rs&laquo; und einem Milit&auml;rputsch kommen. Bei einer allgemeinen Mobilisierung werde es in Russland zu einer &raquo;Rebellion&laquo; kommen. Auch zu diesen Vermutungen fehlen die Fakten.<br>\nDie Russland-Sanktionen des Westens verurteilt der Soziologe nicht. Das &raquo;effektivste Instrument&laquo; im Rahmen der Sanktionen sei &ndash; so der Soziologe &ndash; der R&uuml;ckzug ausl&auml;ndischer Unternehmen aus Russland. Einige Sanktionen, wie die Ma&szlig;nahmen gegen die russische Kultur, spielten allerdings &raquo;Putin in die H&auml;nde&laquo;, weil &raquo;die Isolation genau die Ideologie des Regimes ist&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431997.linke-debatte-putin-am-ende.html\">Ulrich Heyden in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Terrorismus: Einstweilige Hinrichtung<\/strong><br>\nDie Regierung der USA hat einen mutma&szlig;lichen Terroristen ohne Prozess heimt&uuml;ckisch ermorden lassen. Die deutsche Regierung r&auml;soniert derweil &uuml;ber die Unverbr&uuml;chlichkeit des Rechts im S&uuml;dchinesischen Meer. War was?<br>\nIn dieser Woche muss man aus gegebenem Anlass einmal wieder zur Problematik der Doppelnull schreiben, also zur unvergleichlich spannenden, musikalischen und witzigen Lizenz zum T&ouml;ten allf&auml;lliger Feinde, welche die geheimen Geheimagenten mit einstelliger Personalkennziffer im Dienst einer m&auml;chtigen Macht des Guten seit 1953 auszeichnet. In Erinnerung an entspannte Stunden bei Erfrischungen sowie an Frau Amtsr&auml;tin Moneypenny&rsquo;s (Miss &rsaquo;Petty&lsaquo; Pettaval) Sehnsucht nach was auch immer pr&auml;sentieren wir Ihnen daher zur Einleitung: F&uuml;nf Sachverhalte<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/usa-toeten-al-qaida-anfuehrer-aiman-al-sawahiri-wieso-gibt-es-keine-kritik-kolumne-a-2301d6fa-9e23-4866-977e-c3037453e9c5\">Thomas Fischer auf DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Menschenrechtsanwalt h&auml;lt Drohnenschlag f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrig<\/strong><br>\nDer Berliner Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck h&auml;lt die T&ouml;tung des Al-Qaida-Anf&uuml;hrers Aiman al-Sawahiri durch einen US-Drohnenangriff in Kabul f&uuml;r rechtswidrig. &raquo;Gezielte T&ouml;tungen von unliebsamen Personen, selbst solchen, die schwerer Verbrechen verd&auml;chtig sind, sind nur unter engen Voraussetzungen v&ouml;lkerrechtlich zul&auml;ssig&laquo;, sagte er dem SPIEGEL.<br>\nDer bewaffnete Konflikt sei mit dem Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan 2021 beendet. Abseits des Schlachtfelds k&ouml;nne eine T&ouml;tung rechtlich nur zur Gefahrenabwehr legitimiert sein, &raquo;allerdings ging eine konkrete Gefahr oder Angriff von al-Sawahiri jedenfalls in diesen Tagen nicht aus&laquo;, so Kaleck. Er fordert die Bundesregierung auf, die USA f&uuml;r die Verletzung internationaler Rechtsprinzi&shy;pien zu kritisieren.<br>\nKaleck ist Generalsekret&auml;r der Menschenrechtsorganisation ECCHR. Sie vertritt mehrere Jemeniten, deren Angeh&ouml;rige bei einem US-Drohnenangriff starben.<br>\nWohl noch in diesem Jahr soll sich das Bundesverfassungsgericht damit befassen, ob Deutschland eine Schutzpflicht gegen&uuml;ber potenziellen Opfern solcher Attacken hat &ndash; die US-Airbase im rheinland-pf&auml;lzischen Ramstein spielt eine wichtige Rolle im weltweiten Drohnenkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/toetung-von-al-qaida-anfuehrer-experte-haelt-drohnenschlag-fuer-voelkerrechtswidrig-a-37047fb7-db87-4406-8a35-4919a903b13d\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Raketenangriffe auf Israel nach T&ouml;tung von al-Dschabari<\/strong><br>\nInsgesamt wurden einem Sprecher zufolge seit Freitag mehr als 190 Raketen auf Israel gefeuert. Sie gingen demnach auf offenem Gel&auml;nde nieder oder wurden vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen. Rund 36 Raketen seien innerhalb des Gazastreifens gelandet. Warnsirenen waren am Abend auch in mehreren Vororten Tel Avivs zu h&ouml;ren.<br>\nIsraels Streitkr&auml;fte hatten zuvor den Milit&auml;rchef der militanten Pal&auml;stinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen, Taisir al-Dschabari, get&ouml;tet. Der hochrangige Kommandeur war dem Milit&auml;r zufolge verantwortlich f&uuml;r zahlreiche Raketenangriffe aus dem Gazastreifen. Der Islamische Dschihad wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. (&hellip;)<br>\nGezielte T&ouml;tungen sind umstritten, unter anderem die Vereinten Nationen bem&auml;ngeln beispielsweise, dass damit Rechtsgrenzen verwischt w&uuml;rden. Sie sprechen zudem von einer Verletzung des V&ouml;lkerrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/konflikte-raketenangriffe-auf-israel-nach-toetung-von-al-dschabari-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220806-99-293174\">S&uuml;ddeutsche <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Schweigen der Bundesregierung ist deutlich zu vernehmen und es wird erneut die von ihr betriebene Doppelmoral deutlich. W&auml;hrend die Milit&auml;roperationen Israels und der USA sowie der damit verbundene, v&ouml;lkerrechtlich umstrittene Tod von Menschen hingenommen, quasi schweigend akzeptiert werden, wird die Operation des russischen Milit&auml;rs in der Ukraine scharf verurteilt und Sanktionen eingef&uuml;hrt, die sogar haupts&auml;chlich der eigenen Bev&ouml;lkerung Schaden zuf&uuml;gen. Erinnert sei an <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76913\">Staatsr&auml;son &ndash; was ist das denn<\/a>?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wang Yi: Gr&ouml;&szlig;tes Risiko f&uuml;r Stabilit&auml;t im S&uuml;dchinesischen Meer ist die Einmischung der L&auml;nder au&szlig;erhalb der Region<\/strong><br>\nDas gr&ouml;&szlig;te Risiko f&uuml;r den Frieden und die Stabilit&auml;t im S&uuml;dchinesischen Meer ist derzeit die unangemessene Einmischung und die h&auml;ufige St&ouml;rung von M&auml;chten au&szlig;erhalb der Region. Dies sagte der chinesische Staatskommissar und Au&szlig;enminister Wang Yi am Freitag.<br>\nWang nahm am selben Tag am Au&szlig;enministertreffen des 12. Ostasien-Gipfels teil und erl&auml;uterte dabei die Standpunkte Chinas zur Frage des S&uuml;dchinesischen Meeres.<br>\nWang Yi sagte, China und die ASEAN-Staaten h&auml;tten darauf bestanden, ihre Differenzen durch bilaterale Konsultationen und Verhandlungen im Einklang mit der Deklaration &uuml;ber das Verhalten der Vertragsparteien im S&uuml;dchinesischen Meer beizulegen. Im Laufe der Jahre habe China mit den ASEAN-L&auml;ndern zusammengearbeitet, um die allgemeine Stabilit&auml;t des S&uuml;dchinesischen Meeres zu erhalten und ein stabiles Entwicklungsumfeld f&uuml;r ihre jeweilige Entwicklung und Wiederbelebung zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2022\/08\/06\/ARTILo3p0VXDexe6lF5keZqt220806.shtml\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vom Jobkiller zur Produktivit&auml;tspeitsche? Der gesetzliche Mindestlohn von 2015 und seine Evaluierung<\/strong><br>\nViele werden sich noch daran erinnern, wie im Vorfeld der Einf&uuml;hrung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von vielen interessierten Seiten massiv gegen diese Lohnuntergrenze geschossen wurde &ndash; immer wieder kolportierten die Medien die Erwartung von nicht wenigen wortgewaltigen &Ouml;konomen, dass sich der Mindestlohn als &bdquo;Jobkiller&ldquo; erweisen werde, die Rede war von hunderttausenden Jobs, die wegfallen werden, weil die Unternehmen die Lohnkostensteigerung nicht werden tragen k&ouml;nnen.<br>\nDas ist Schnee von gestern, werden im Jahr 2022 viele denken, denn das damalige an die Wand gemalte Horrorszenario ist ausgeblieben, stattdessen haben wir in Deutschland ein Rekord beim Besch&auml;ftigungsniveau nach dem anderen erlebt und selbst der Besch&auml;ftigungseinbruch in den ersten beiden Corona-Jahren ist mittlerweile nicht nur wieder aufgeholt worden, sondern gemessen an den Erwerbst&auml;tigen haben wir nunmehr mehr Besch&auml;ftigte als kurz vor Beginn der krisenhaften Entwicklung im Gefolge der im Fr&uuml;hjahr 2020 ausgebrochenen Corona-Pandemie.<br>\nAber wir sind 2022 in einem ganz besonderen Mindestlohn-Jahr (vgl. dazu auch den Beitrag Was ist schon eine Forderung von acht Prozent mehr gegen eine Erh&ouml;hung von &uuml;ber 20 Prozent? Zur Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro ab Oktober 2022 vom 10. Juli 2022). Zum 1. Januar 2022 wurde der gesetzliche Mindestlohn von 9,60 Euro auf 9,82 Euro pro Stunde angehoben und bereits sechs Monate sp&auml;ter hat er mit 10,45 Euro die 10-Euro-Schwelle &uuml;berschritten. Aber auch die Erh&ouml;hung zum 1. Juli 2022 ist nur eine vor&uuml;bergehende, denn am 1. Oktober dieses Jahres wird es eine einmalige &bdquo;Sonder-Anhebung&ldquo; auf 12 Euro geben. Nach langen Jahren der eher moderaten Erh&ouml;hungen ist das schon eine ordentliche Hausnummer. (&hellip;)<br>\nWir d&uuml;rfen gespannt sein, was sich nach der Anhebung auf 12 Euro ab Oktober 2022 ergeben wird. Dar&uuml;ber kann man wie immer nur spekulieren, allerdings mit Blick auf die Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns und seinen ersten Anhebungen und der dar&uuml;ber vorliegenden empirischen Erkenntnisse kann man zumindest vor neuen Horrorszenarien nur warnen. Aber auch die Bef&uuml;rworter des Sprungs auf 12 Euro, die gute Argumente haben, m&uuml;ssen mit Blick auf das, was noch kommt, zugestehen, dass es auch anders kommen kann als nach der Installierung der allgemeinen Lohnuntergrenze im Jahr 2015 (auf einem relativ niedrigen Niveau).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/08\/05\/der-mindestlohn-von-2015-und-seine-evaluierung\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mindestlohn in Deutschland hat die Produktivit&auml;t gesteigert<\/strong><br>\nDer Mindestlohn bedeutete f&uuml;r nicht wenige &Ouml;konomen beinahe den Untergang des Abendlandes. Die Bef&uuml;rchtungen waren wohl &uuml;bertrieben, wie eine Studie jetzt zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/mindestlohn-hat-laut-neuer-studie-produktivitaet-gesteigert-a-9f8d7939-a56f-47b1-ba72-3517c47984a7\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Keine bedrohliche Situation&ldquo;: D&auml;nische Epidemiologin kritisiert deutsche Corona-Strategie<\/strong><br>\nDeutschland hat neue Corona-Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Herbst beschlossen. Eine Expertin aus dem Nachbarland zeigt im Video auf, welchen Umgang mit dem Virus sie f&uuml;r besser h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/tv\/ratgeber\/gesundheit\/id_92380320\/daenische-epidemiologin-kritisiert-deutsche-corona-strategie.html\">t-online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Experten kritisieren Lauterbach: &ldquo;Verabschiedet sich von der Wissenschaft&ldquo;<\/strong><br>\nF&uuml;hrende deutsche Wissenschaftler wenden sich jedoch gegen die geplanten Corona-Regeln und die damit verbundene m&ouml;gliche Maskenpflicht f&uuml;r Menschen, deren letzte Impfung mehr als drei Monate zur&uuml;ckliegt. &bdquo;Herr Lauterbach verabschiedet sich von der Wissenschaft&ldquo;, sagte Andreas Radbruch, Vizepr&auml;sident der Europ&auml;ischen F&ouml;deration der Immunologischen Fachgesellschaften.<br>\nImmer mit dem gleichen Impfstoff weiter zu impfen, helfe &uuml;berhaupt nicht gegen die virulente Infektionslage. Ansteckungen lie&szlig;en sich dadurch nicht verhindern, so Radbruch. &bdquo;Da sich das Immunsystem gegen schwere Erkrankungen gewappnet hat, konzentriert es sich nicht mehr auf die Verhinderung einer Infektion.&ldquo;<br>\nUnterst&uuml;tzung erf&auml;hrt Radbruch von Carsten Watzl, Generalsekret&auml;r der deutschen Gesellschaft f&uuml;r Immunologie. Watzl sagte der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;: &bdquo;Wir d&uuml;rfen nicht den Eindruck erwecken, dass sich jeder alle drei Monate impfen lassen sollte.&ldquo; Auch Epidemiologe Alexander Kekul&eacute; warnte vor weiteren unn&ouml;tigen Impfungen. Wer nicht zur Hochrisikogruppe geh&ouml;re, &bdquo;sollte besser auf die gegen Omikron angepassten Impfstoffe warten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/coronavirus\/corona-schicksalswinter_id_130857167.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Lauterbach will klare Impfempfehlungen f&uuml;r alle Altersgruppen<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich f&uuml;r &bdquo;klare Empfehlungen&ldquo; auch f&uuml;r Menschen unter 60 oder 70 Jahren ausgesprochen, ob und in welchen F&auml;llen eine vierte Corona-Impfung ratsam ist. &bdquo;Nat&uuml;rlich wollen auch die J&uuml;ngeren wissen, was sie denn nun machen sollen. Wir brauchen jetzt klare Empfehlungen f&uuml;r alle Altersgruppen&ldquo;, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/coronavirus-lauterbach-will-klare-impfempfehlungen-fuer-alle-altersgruppen-18227040.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unabh&auml;ngige Patientenberatung: die neoliberale Dauerbaustelle<\/strong><br>\nIm Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Rechte von Patientinnen und Patienten&ldquo; zu lesen, dass die Unabh&auml;ngige Patientenberatung (UPD) in eine dauerhafte, staatsferne und unabh&auml;ngige Struktur unter Beteiligung der ma&szlig;geblichen Patientenorganisationen &uuml;berf&uuml;hrt werden soll. Viele Menschen haben beim Lesen des Vertrages zwischen den Regierungsparteien erstmals von der UPD etwas geh&ouml;rt, anderen war nicht mehr bewusst, dass dies einmal eine gemeinn&uuml;tzige Einrichtung der Zivilgesellschaft war, mit der Aufgabe, die gesundheitliche Information, Beratung und Aufkl&auml;rung von Verbrauchern und Patienten in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen anzubieten. Ein Beratungs- und Informationsangebot, unabh&auml;ngig von den Krankenkassen und Leistungserbringern. Denn die meisten Patienten haben den Irrsinn der Umwandlung der guten Idee der unabh&auml;ngigen Beratung von Patienten in eine Einrichtung der Pharmaindustrie gar nicht mehr im Ged&auml;chtnis, mehr noch, dass daraus einmal ein Investitionsfonds w&uuml;rde, konnte sich niemand vorstellen. (&hellip;)<br>\nDie hohen Kosten und die weitere Privatisierung der Patientenberatung riefen nun auch den Bundesrechnungshof auf den Plan. Nach dessen Schelte schaltete sich die Politik ein, auch weil im kommenden Jahr der Betrieb der Patientenberatung turnusm&auml;&szlig;ig per Ausschreibung wieder vergeben werden muss.<br>\nWie es konkret weitergehen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Von den einzelnen Parteien werden verschiedene Modelle, von der kompletten Neuausrichtung, &uuml;ber die Angliederung an die Bundeszentrale f&uuml;r gesundheitliche Aufkl&auml;rung bis hin zu Stiftungsmodellen ins Spiel gebracht. Einigkeit herrscht vorgeblich dar&uuml;ber, dass kommerzielle, gewinnorientierte oder nicht gemeinn&uuml;tzige Anbieter von der Ausschreibung ausgeschlossen werden sollen.<br>\nVielleicht bringt der Koalitionsvertrag der Ampelregierung mehr Klarheit in das geplante Vorhaben. Dort hei&szlig;t es unter Rechte von Patientinnen und Patienten: &bdquo;Die Unabh&auml;ngige Patientenberatung (UPD) &uuml;berf&uuml;hren wir in eine dauerhafte, staatsferne und unabh&auml;ngige Struktur unter Beteiligung der ma&szlig;geblichen Patientenorganisationen. Mit einer Reform des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss, das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der &Auml;rzte, Zahn&auml;rzte, Psychotherapeuten, Krankenh&auml;user und Krankenkassen &ndash; Anm.  L.N) beschleunigen wir die Entscheidungen der Selbstverwaltung, st&auml;rken die Patientenvertretung und r&auml;umen der Pflege und anderen Gesundheitsberufen weitere Mitsprachem&ouml;glichkeiten ein, sobald sie betroffen sind. Der Innovationsfonds wird verstetigt. F&uuml;r erfolgreiche gef&ouml;rderte Projekte, wie die der Patientenlotsen werden wir einen Pfad vorgeben, wie diese in die Regelversorgung &uuml;berf&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Bei Behandlungsfehlern st&auml;rken wir die Stellung der Patientinnen und Patienten im bestehenden Haftungssystem. Ein H&auml;rtefallfonds mit gedeckelten Anspr&uuml;chen wird eingef&uuml;hrt&ldquo;.<br>\nFest steht heute aber schon, dass es wohl kaum wieder eine Unabh&auml;ngige Patientenberatung geben wird, die die Patienten neutral und kompetent ber&auml;t, wenn sie Differenzen mit ihrem Arzt oder der Krankenkasse haben &ndash; das war einmal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/unabhaengige-patientenberatung-die-neoliberale-dauerbaustelle-3\/#more-14283\">gewerkschaftsforum.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>D&uuml;rre im Norden Mexikos: &ldquo;Wir wollen Wasser! Wasser ist Leben!&rdquo;<\/strong><br>\nIn vielen Regionen in Mexikos Norden ist der Wassermangel so gro&szlig;, dass die Menschen nur noch &uuml;ber Wassertanks versorgt werden k&ouml;nnen. Grund f&uuml;r die Lage ist nicht nur der Klimawandel &ndash; auch Misswirtschaft versch&auml;rft die Probleme.<br>\nAufatmen in Constituyentes del 57, einem &auml;rmeren Stadtviertel im Norden von Monterrey. Das erste Mal seit drei Tagen bekommen die Anwohner hier Besuch von einer Pipa &ndash; einem Wassertanker, gef&uuml;llt mit 10.000 Litern k&ouml;stlichem, sauberen und frischen Trinkwasser.<br>\nAuch Laura steht seit zwei Stunden in der Schlange, bei 37 Grad schwitzend unter unerbittlicher Sonne, ausger&uuml;stet mit &uuml;ber 30 Zehn-Liter-Eimern. Die muss sie sp&auml;ter, bef&uuml;llt, Eimer f&uuml;r Eimer nach Hause tragen. Die Situation vor Ort beschreibt die Frau als sehr schwierig: &ldquo;F&uuml;r die Wassertanks gibt es keine Termine, keiner wei&szlig;, wann sie kommen. Ich muss mich oft entscheiden: Entweder gehe ich arbeiten oder ich hole Wasser. Aber wenn ich arbeiten gehe, verpasse ich die Wasserausgabe.&rdquo;<br>\nSeit sechs Monaten kommt kein Wasser mehr aus ihrem Wasserhahn. Kein Einzelfall: Hunderttausende sind von der Versorgung abgeschnitten. Mexikos Norden trifft die schlimmste D&uuml;rre seit 30 Jahren. Monterrey ist Mexikos zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt, und die wichtigste Industriemetropole des Landes w&auml;chst schnell. Nicht mithalten kann die Wasserversorgung: Zwei der drei umliegenden Stauseen, die die etwa 5,3 Millionen Einwohner bedienen, sind bereits komplett ausgetrocknet. Auf dem Land ist die Lage noch schlimmer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/mexiko-duerre-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bolsonaro wird nicht einfach abtreten &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Niklas Franzen<\/strong><br>\nIn einigen Wochen wird in Brasilien gew&auml;hlt und es k&ouml;nnte das Ende der Rechtsau&szlig;en-Regierung von Pr&auml;sident Jair Bolsonaro sein. Wir haben mit dem Journalisten und Brasilienexperten Niklas Franzen, der vor kurzem das Buch &bdquo;Brasilien &uuml;ber alles &ndash; Bolsonaro und die rechte Revolte&ldquo; ver&ouml;ffentlicht hat, &uuml;ber die Wahl, das System Bolsonaro und die Chancen der Linken gesprochen.<br>\nDie Freiheitsliebe: Du warst in den vergangenen Monaten in Brasilien und hast dazu ein Buch geschrieben. Wie ist die aktuelle Situation unter Bolsonaro?<br>\nNiklas Franzen: Brasilien hat sich unter ihm stark ver&auml;ndert, es wurde in seiner Regierungszeit weit zur&uuml;ckgeworfen. Das l&auml;sst sich in verschiedenen Bereichen beobachten, zum Beispiel in der Umweltpolitik. Er hat Umwelt- und Indigenenbeh&ouml;rden zerschlagen, er hat sich auf die Seite von Goldgr&auml;bern, Holzf&auml;llern und Viehz&uuml;chtern gestellt. Es hat eine regelrechte Invasion auf Amazonien stattgefunden.<br>\nWichtig zu erw&auml;hnen ist aber vor allem die wirtschaftliche Situation. Brasilien wurde unl&auml;ngst wieder auf die Welthungerkarte der UN gesetzt, die Inflation und die Energiepreise gehen durch die Decke. Das h&auml;ngt auch mit Bolsonaros neoliberaler Politik zusammen.<br>\nAber auch in gesellschaftspolitischen Fragen hat sich einiges ver&auml;ndert, in seiner Regierungszeit haben sich reaktion&auml;re Evangelikale in der Regierung und den Beh&ouml;rden festgesetzt. Die Regierung versucht, die ohnehin schon strengen Abtreibungsregeln noch weiter zu versch&auml;rfen. Es l&auml;sst sich festhalten, dass es insgesamt einen unglaublichen R&uuml;ckschritt unter Bolsonaro gab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/bolsonaro-wird-nicht-einfach-abtreten-im-gespraech-mit-niklas-franzen\/\">die Freitheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Euphorie und M&auml;&szlig;igung<\/strong><br>\nAm Sonntag &uuml;bernimmt Kolumbiens neuer Pr&auml;sident Petro die Amtsgesch&auml;fte. Seine k&uuml;nftige Regierung d&uuml;rfte von Widerspr&uuml;chen gepr&auml;gt sein (&hellip;)<br>\nPetro und die hinter ihm stehenden, im &raquo;Historischen Pakt&laquo; vereinten Kr&auml;fte scheinen Gro&szlig;es vorzuhaben. Darauf deutet auch das Programm der kommenden Regierung, das unter dem Namen &raquo;Kolumbien: Weltmacht des Lebens&laquo; im Internet heruntergeladen werden kann. Demnach soll die Wirtschaft nach den Bed&uuml;rfnissen der Bev&ouml;lkerung ausgerichtet, statt extraktivistischer Ausbeutung von Ressourcen wie Kohle und &Ouml;l auf Umweltschutz und &raquo;nat&uuml;rliche Reicht&uuml;mer&laquo; gesetzt und &raquo;die Demokratie vertieft&laquo; werden. Nicht weniger als ein &raquo;neuer Gesellschaftsvertrag f&uuml;r das gute Leben und das lustvolle Leben&laquo; sei das Ziel. W&auml;hrend der Begriff &raquo;gutes Leben&laquo; aus den Weltanschauungen indigener Bev&ouml;lkerungen Amerikas hervorgeht, stammt der des &raquo;lustvollen Lebens&laquo; (Vivir sabroso) von der k&uuml;nftigen Vizepr&auml;sidentin Francia M&aacute;rquez. Laut M&aacute;rquez kommt das von ihr popularisierte Konzept aus der Philosophie der Schwarzen von der Karibikk&uuml;ste und bedeutet, &raquo;ohne Angst zu leben, in W&uuml;rde zu leben, mit garantierten Rechten zu leben&laquo;.<br>\nDie afrokolumbianische Umweltaktivistin d&uuml;rfte mit ihrer Ausstrahlung und Verwurzelung in l&auml;ndlichen Basisbewegungen einen gro&szlig;en Anteil an Petros Wahlsieg gehabt haben. Der Senator und ehemalige B&uuml;rgermeister von Bogot&aacute; hatte in der ersten Runde am 29. Mai mit mehr als 40 Prozent der Stimmen den direkten Sieg verpasst. In der Stichwahl am 19. Juni bezwang er mit einem Stimmanteil von 50,44 Prozent den Immobilienmogul Rodolfo Hern&aacute;ndez. Angesichts der zuvor von den traditionellen Eliten im Verbund mit den Medien aufgefahrenen Angstkampagne vor einem Wahlsieg Petros &uuml;berraschend, akzeptierte die Rechte Kolumbiens ihre Niederlage rasch.<br>\nDas d&uuml;rfte auch daran liegen, dass Petro, der in jungen Jahren im als &raquo;Intellektuellenguerilla&laquo; bezeichneten M-19 aktiv war, in den vergangenen Jahren eine gem&auml;&szlig;igtere Haltung eingenommen hat. Im Pr&auml;sidentenwahlkampf 2018 hatte er es noch nicht geschafft, alle relevanten Teile der linken und linksliberalen Kr&auml;fte an sich zu binden &ndash; insbesondere der &raquo;Mitte&laquo;-Kandidat Sergio Fajardo machte ihm wichtige Stimmen streitig, so dass Petro schlie&szlig;lich Iv&aacute;n Duque unterlag. In diesem Jahr gelang es ihm indes fr&uuml;hzeitig, mit dem &raquo;Historischen Pakt&laquo; ein B&uuml;ndnis zu formen, das von kommunistischen Parteien bis zu sozialdemokratischen Kr&auml;ften reicht. Hinzu kamen im Laufe des Wahlkampfs weitere Organisationen der politischen &raquo;Mitte&laquo; und selbst zweifelhafte Pers&ouml;nlichkeiten wie der evangelikale Pastor Alfredo Saade. Nach seinem Wahlsieg suchte Petro das Gespr&auml;ch mit Akteuren quasi aller politischer Richtungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/431975.neuer-staatschef-in-bogot%C3%A1-euphorie-und-m%C3%A4%C3%9Figung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zombies hautnah<\/strong><br>\nDer sogenannte Botschafter Andrij Melnyk ist noch in Berlin und waltet dort seines Amtes: Faschismus in der Bundesrepublik salonf&auml;hig machen. Der Widerstand ist erwartbar gering, die Unterst&uuml;tzung in allen Konzern- und Staatsmedien gro&szlig;.<br>\nTrotz klarer Linie gibt es aber Pannen. Am Freitag berichtet der Tagesspiegel, dass eine &raquo;Ausstellung zerschossener russischer Panzer vor der russischen Botschaft&laquo; abgesagt worden und Melnyk erbost sei: &raquo;Das zerst&ouml;rte Kriegsger&auml;t Russlands, das im Herzen Berlins ausgestellt w&uuml;rde, sollte den Menschen in Deutschland ein hautnahes Gef&uuml;hl von dem brutalen Vernichtungskrieg vermitteln.&laquo; Daher seien &raquo;die Ukrainer&laquo; schockiert, dass das Bezirksamt Mitte den Antrag &raquo;mit einer absolut fadenscheinigen Begr&uuml;ndung abgelehnt&laquo; habe &ndash; ein &raquo;echter Skandal&laquo;. Die Regierende B&uuml;rgermeisterin Franziska Giffey solle die Genehmigung erteilen. (&hellip;)<br>\nIn diesem Sinn setzte Melnyk am Montag, wie die Berliner Zeitung online berichtete, seinen Kampf gegen die Saboteure seiner Mission fort und twitterte: &raquo;Als Putins deutsche Komplizen werden Sie @ernst_klaus und all Ihre linken Freundchen wie Wagenknechts &amp; Co. landen auf der Anklagebank des N&uuml;rnberger Tribunals 2.0. gegen die russischen Kriegsverbrecher in der Ukraine. Ihre Verharmlosung des Aggressors ist einfach abscheulich.&laquo; Ernst und Wagenknecht hatten f&uuml;r Verhandlungen pl&auml;diert.<br>\nDas wird ihnen nicht viel helfen. Die Zeit dachte sich jedenfalls, 76 Prozent k&ouml;nnen sich nicht irren, und ver&ouml;ffentlichte am Donnerstag eine Homestory aus dem &raquo;Asow&laquo;-Regiment. &Uuml;berschrift: &raquo;Die Russen sind Zombies&laquo;. Die &uuml;bermittelten Zitate kommen von Herrenrassem&ouml;rdern alten Stils und angesagten NSU-Killern. Zum Beispiel Dmitri: &raquo;Was f&uuml;hlt man, wenn man einen Russen umbringt? Antwort: Den R&uuml;cksto&szlig; der Kalaschnikow.&laquo; Die Zeit findet daf&uuml;r vornehmes Vokabular: &raquo;Hypernationalismus, M&auml;nnlichkeitsmythen und Askese&laquo;.<br>\nDas Bezirksamt Berlin-Mitte sollte sich seine Ablehnung noch einmal &uuml;berlegen. Panzer, in denen untote Russen von asketischen Ukrainern get&ouml;tet wurden, geh&ouml;ren in eine Kunstausstellung. Weil Melnyk das so will. Der beruft sich zwar auf einen Judenm&ouml;rder, hat mit Antisemitismus aber nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432035.zombies-hautnah.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nachrichtenagentur AP l&ouml;scht den Jugoslawien-Krieg aus der Geschichte &ndash; Das Narrativ nicht gef&auml;hrden<\/strong><br>\nDas Narrativ, dass der Krieg in der Ukraine &ldquo;der schlimmste Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg&rdquo; sei, l&auml;sst den Westen den schrecklichen Krieg vergessen, der Europa vor nicht allzu langer Zeit ersch&uuml;tterte, um Russland f&uuml;r die St&ouml;rung des angeblichen Friedens in Europa verantwortlich zu machen.<br>\nEuropa hatte &ldquo;77 Jahre fast ununterbrochenen Frieden&rdquo;, bis Russland beschloss, diesen durch einen &ldquo;Einmarsch in die Ukraine&rdquo; zu beenden, so die eigenartige &ldquo;Analyse&rdquo;, die am vergangenen Wochenende von Associated Press (AP) ver&ouml;ffentlicht wurde. Nachdem damit die blutige Zerst&ouml;rung Jugoslawiens in den 1990er Jahren aus der Geschichte gel&ouml;scht wurde, widerspricht sich der Autor nur zwei Abs&auml;tze sp&auml;ter selbst.<br>\nIn einer surreal anmutenden Er&ouml;ffnung zu seiner Analyse argumentiert John Leicester von AP, dass der Konflikt in der Ukraine ein weltver&auml;nderndes Ereignis sei, das sich auf derselben Ebene befindet wie der erste Atombombentest 1945 oder die Mondlandung 1969. Abgesehen davon, dass die Mondlandung die Welt nicht wirklich ver&auml;ndert hat &ndash; das Apollo-Programm war wohl die Bestmarke der NASA &ndash;, ist es r&auml;tselhaft, warum sie &uuml;berhaupt erw&auml;hnt wird. Vielleicht, um den Leser emotional auf den folgenden Hammer vorzubereiten, n&auml;mlich dass der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin am 24. Februar dieses Jahres &ldquo;durch den Einmarsch in die Ukraine die bestehende Weltordnung und 77 Jahre fast ununterbrochenen Friedens in Europa zertr&uuml;mmert hat&rdquo;. Wie bitte?<br>\nLeicester, der aus Paris schreibt und seit 2002 f&uuml;r AP &uuml;ber Europa berichtet, hat die Balkankriege der 1990er Jahre offensichtlich verpasst. Menschen, die diese nicht verpasst haben und bis heute mit den Folgen davon leben, waren erwartungsgem&auml;&szlig; ver&auml;rgert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/145436-nachrichtenagentur-loescht-kurzerhand-jugoslawien-krieg\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Anmerkungen zum Aufruf des DGB zum Antikriegstag 2022<\/strong><br>\nSeit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat aus Anlass des diesj&auml;hrigen Antikriegstags eine Erkl&auml;rung unter dem Motto: &bdquo;F&uuml;r den Frieden! Gegen einen neuen R&uuml;stungswettlauf! Die Waffen m&uuml;ssen endlich schweigen!&ldquo; herausgebracht.<br>\nWer sich davon jedoch eine klare Abgrenzung von der derzeitigen deutschen Wirtschafts-, Finanz,- Kriegs,- und Au&szlig;enpolitik erhofft, wird entt&auml;uscht. (&hellip;)<br>\nDer DGB als Dachverband der Gewerkschaften in Deutschland war &uuml;ber Jahrzehnte ein einflussreicher Akteur und eine wichtige Stimme in der bundesdeutschen Friedensbewegung. Heute steht der DGB bei vielen Mitgliedern in der Kritik, weil er sich eher als Partner der Konzerne und Unternehmen versteht, es unterl&auml;sst, den b&uuml;rgerlichen Staat grundlegend zu kritisieren und nicht als Kampforganisation der Besch&auml;ftigten angesehen wird. (&hellip;)<br>\nDer Aufruf zum internationalen Antikriegstag steht insgesamt betrachtet in seiner langen, oft widerspr&uuml;chlichen Tradition, bei der die aktive Beteiligung der Mitglieder an den halbherzigen Friedensaktionen seit Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig ist.<br>\nWeiter zeigt die Erkl&auml;rung des DGB auf, dass von den Gewerkschaften bei einer weiteren Eskalation der Lage kaum konstruktives, widerst&auml;ndiges, diplomatisches und deeskalierendes Handeln zu erwarten ist.<br>\nF&uuml;r die konkreten Anl&auml;sse auf die Stra&szlig;e zu gehen, aktiv in den Produktions- wie auch in den Reproduktionsbereich einzugreifen braucht es keinen 1. September.<br>\nAuch andere Tage bieten sich an, gegen Militarisierung, Aufr&uuml;stung und Krieg aktiv zu werden, um beispielweise die R&uuml;stungsfabrikation zu sabotieren, deren Transporte und Lieferketten zu st&ouml;ren, die Produktion durch Besetzungen, Blockaden, Bummeln und Krankfeiern zu drosseln. Die Freizeit nutzen, um gemeinsam mit anderen Menschen sich in der sozialen Verteidigung zu &uuml;ben, Fl&uuml;chtlingen und Deserteuren sicheren Aufenthalt und gute Verstecke zu gew&auml;hren. Kreative L&ouml;sungen f&uuml;r die lebensnotwendige Warenbeschaffung, gegen stetige Preissteigerung, f&uuml;r eine ausreichende und g&uuml;nstige Energiezufuhr zu entwickeln und Verbrauchsmessungen verbraucherfreundlich zu manipulieren. Eine Verm&ouml;gensumverteilung zu organisieren und dabei die internationale Solidarit&auml;t nicht zu vergessen.<br>\nF&uuml;r all das braucht es keinen 1. September und keinen Aufruf des DGB zum Antikriegstag!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/14323-2\/\">gewerkschaftsforum.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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