{"id":86750,"date":"2022-08-10T08:37:54","date_gmt":"2022-08-10T06:37:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750"},"modified":"2022-08-10T08:37:54","modified_gmt":"2022-08-10T06:37:54","slug":"hinweise-des-tages-4169","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h01\">Lindners Steuerpl&auml;ne entlasten nur Spitzenverdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h02\">L&ouml;hne in EU k&ouml;nnten 2022 real um 2,9 Prozent sinken &ndash; Experten warnen vor Umverteilung zu Lasten von Besch&auml;ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h03\">Ungedeckte Tafel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h04\">Corona, Krieg und der Weg in eine andere Republik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h05\">Zwangsl&auml;ufig: Russland setzt Atomkontrollen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h06\">Deutsche &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; decken Kiews Angriffe auf AKW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h07\">Laut US-Sender kommen 70 Prozent der westlichen Waffen nicht bei Truppen an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h08\">Die NATO ist das gef&auml;hrlichste Milit&auml;rb&uuml;ndnis der Welt&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h09\">Taiwan-Spannungen schwappen auf das S&uuml;dchinesische Meer &uuml;ber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h10\">Tempora mutantur: Sind bald Kahanisten in der Knesset?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h11\">Lungenarzt zum Herbst\/WinterVoshaar: Kein Grund f&uuml;r eine Alarmstimmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h12\">Uniklinik Regensburg: Ungeimpftes Personal soll nicht k&uuml;ndigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h13\">Britischer Ex-Premier Brown bef&uuml;rchtet &raquo;Winter in tiefer Armut&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h14\">Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h15\">Schlesinger-Aff&auml;re weitet sich auf weitere F&uuml;hrungskr&auml;fte aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86750#h16\">Journalismus, wie er Claudia Roth gef&auml;llt: Warum Correctiv und die &laquo;Neuen Deutschen Medienmacher:innen&raquo; kein Steuergeld verdienen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lindners Steuerpl&auml;ne entlasten nur Spitzenverdiener<\/strong><br>\nFinanzminister Christian Lindner versucht, den geplanten Ausgleich der kalten Progression als soziale Wohltat zu verkaufen. Das ist mehr als nur durchsichtig: Profitieren werden fast ausschlie&szlig;lich die Reichen.<br>\nChristian Lindner beschwert sich angesichts von Forderungen nach einer Verl&auml;ngerung des 9-Euro-Tickets &uuml;ber eine &raquo;Gratismentalit&auml;t&laquo; und bem&auml;ngelt den &raquo;bisweilen klassenk&auml;mpferischen Ton&laquo; in der Debatte um m&ouml;gliche Steuersenkungen. Doch die Pl&auml;ne des Finanzministers zur Abschaffung der kalten Progression zeigen, dass er selbst einer der tapfersten Klassenk&auml;mpfer des Landes ist &ndash; im Dienst der Oberschicht, versteht sich.<br>\nVon kalter Progression spricht man, wenn die L&ouml;hne und Preise steigen und dadurch aufgrund der Steuerprogression h&ouml;here Steuern f&auml;llig werden. Damit geht ein realer Verlust von Kaufkraft einher. W&auml;ren weder L&ouml;hne noch Preise gestiegen, w&uuml;rden effektiv niedrigere Steuers&auml;tze gelten. Das Ph&auml;nomen geh&ouml;rte in den letzten Jahrzehnten zu den Lieblingsthemen von Wirtschaftsliberalen, da sie vor allem die Spitzenverdiener vor der schleichenden Mehrbelastung sch&uuml;tzen wollten. Es steht gerade jetzt wieder ganz oben auf der Agenda, weil Preise und L&ouml;hne zum ersten mal seit Jahren wieder stark angezogen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/lindners-steuerplane-entlasten-nur-spitzenverdiener-kalte-progression-einkommensteuer-reform-inflation\/\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<p>dazu: <strong>Reich und Arm: &raquo;Lindner steht f&uuml;r die oberen Zehntausend&laquo;<\/strong><br>\nObdachlosen und armen Menschen erm&ouml;glicht das Neun-Euro-Ticket legale Mobilit&auml;t.<br>\nDas Stra&szlig;enmagazin Fiftyfifty forderte am Donnerstag den Erhalt des Neun-Euro-Tickets. Zum Pressegespr&auml;ch in D&uuml;sseldorf hatte es den Besuch von Bundesfinanzminister Christian Lindner von der FDP angek&uuml;ndigt. Kam er mit seinem Porsche vorgefahren, oder sollte er doch in letzter Minute etwa verhindert gewesen sein?<br>\nUns war klar, dass Lindner nicht kommen w&uuml;rde, wenn obdachlose und arme Menschen mit ihm dar&uuml;ber sprechen wollen, was es f&uuml;r sie bedeutet, mit einem Neun-Euro-Ticket mobil sein zu k&ouml;nnen. Also hatten wir f&uuml;r ein Double gesorgt. Wir wollten so das Kontrastprogramm verdeutlichen: Auf der einen Seite gibt es in Deutschland Menschen, die Autos fahren, die 90.000 Euro kosten, und auf der anderen solche, die das Neun-Euro-Ticket brauchen, um &uuml;berhaupt &uuml;ber die Runden zu kommen. Der Autolobbyist Lindner steht in der Bundesregierung f&uuml;r die oberen Zehntausend. Das Problem ist aber, dass es mindestens 30 Prozent Abgeh&auml;ngte in dieser Gesellschaft gibt; nicht nur Obdachlose, sondern beispielsweise auch Berufst&auml;tige mit Niedrigl&ouml;hnen oder Rentnerinnen und Rentner.<br>\nWelche Erfahrungen haben Obdachlose mit dem Neun-Euro-Ticket gemacht?<br>\nSie konnten sich bislang keine Mobilit&auml;t leisten. Viele waren deshalb bisher oft schwarz gefahren. Da sie auch die Geldstrafe nicht zahlen k&ouml;nnen, wenn sie erwischt werden, birgt das f&uuml;r sie die Gefahr, im Gef&auml;ngnis zu landen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432043.reich-und-arm-lindner-steht-f%C3%BCr-die-oberen-zehntausend.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>L&ouml;hne in EU k&ouml;nnten 2022 real um 2,9 Prozent sinken &ndash; Experten warnen vor Umverteilung zu Lasten von Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\nDurch die hohe Inflation sind in diesem Jahr in allen EU-L&auml;ndern deutliche Reallohnverluste f&uuml;r Besch&auml;ftigte wahrscheinlich &ndash; ein in den vergangenen Jahrzehnten einmaliger Vorgang. Die Entwicklung der effektiven Bruttol&ouml;hne k&ouml;nnte EU-weit um 2,9 Prozent hinter der Preissteigerung zur&uuml;ckbleiben, ebenso gro&szlig; ist der drohende Reallohnverlust in Deutschland. Anzeichen f&uuml;r eine sich &uuml;berhitzende Lohndynamik, die ihrerseits die Inflation verst&auml;rken k&ouml;nnte, gibt es angesichts einer weiterhin verhaltenen Entwicklung der Nominall&ouml;hne hingegen nicht. Diese stiegen in Deutschland im Jahr 2021 nach Daten der Europ&auml;ischen Kommission nur um 3,4 Prozent, und damit deutlich unterhalb der allgemeinen Preissteigerung. F&uuml;r das laufende Jahr zeichnet sich danach f&uuml;r Deutschland gesamtwirtschaftlich eine &auml;hnliche Entwicklung ab, und auch das EU-weite Nominallohnwachstum d&uuml;rfte in diesem Jahr mit voraussichtlich 3,7 Prozent moderat bleiben. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue Europ&auml;ische Tarifbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf Basis der aktuellen Prognose der EU-Kommission.<br>\nGleichzeitig verzeichnen viele Unternehmen weiterhin hohe Gewinne und sch&uuml;tten Milliarden Euro an Dividenden aus, wie die Studienautoren Dr. Malte L&uuml;bker und Thilo Janssen etwa mit Verweis auf die deutsche Automobilindustrie analysieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-lohne-in-eu-konnten-2022-real-um-2-9-prozent-sinken-42652.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ungedeckte Tafel<\/strong><br>\nAufnahmestopp f&uuml;r Neukunden: Ausgabestellen f&uuml;r Lebensmittelspenden bundesweit &uuml;berlastet<br>\nDie ehrenamtliche Mitarbeiterin der Tafel in Kassel klingt angespannt am Telefon. &raquo;Ja &ndash; auch wir haben einen Aufnahmestopp, der voraussichtlich bis Anfang oder Mitte September andauern wird&laquo;, sagt sie am Dienstag auf junge Welt-Anfrage. &raquo;Und ja &ndash; ich wei&szlig; &ndash; alles wird teurer&laquo;, f&uuml;gt sie ungefragt hinzu. Ihren Namen m&ouml;chte sie nicht in der Zeitung lesen.<br>\nAuch in Frankfurt am Main und in Bad Homburg im Hochtaunus best&auml;tigen Mitarbeitende gegen&uuml;ber jW Aufnahmestopps.<br>\nEine Pressemitteilung der Fraktion der Partei Die Linke im Hessischen Landtag hatte am Montag darauf aufmerksam gemacht, dass 50 Prozent der Tafeln in Hessen einen Aufnahmestopp verh&auml;ngt haben. Mindestens die H&auml;lfte der 58 Tafeln mit ihren mehr als 200 Ausgabestellen in Hessen habe in den vergangenen Wochen und Monaten zumindest vor&uuml;bergehend einen Aufnahmestopp f&uuml;r Neukunden verh&auml;ngt.<br>\nDoch das Problem der &uuml;berlasteten Tafeln beschr&auml;nkt sich keineswegs auf Hessen. Aktuell gibt es insgesamt 962 Tafeln in der BRD. 32 Prozent h&auml;tten die Aufnahme neuer Nutzer gestoppt, wie die Tafel Deutschland e. V. Mitte Juli verk&uuml;ndete. Und das w&auml;hrend der st&auml;rksten Preissteigerungen bei Lebensmitteln seit Jahrzehnten.<br>\nDie gemeinn&uuml;tzigen Tafeln in Deutschland sammeln &uuml;bersch&uuml;ssige Lebensmittel von H&auml;ndlern und Herstellern und verteilen diese regelm&auml;&szlig;ig an mehr als zwei Millionen armutsbetroffene Menschen. Damit wollen sie eine Br&uuml;cke zwischen Verschwendung und Armut schaffen. Rund 60.000 Ehrenamtliche engagieren sich bei den Tafeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432243.armut-in-der-brd-ungedeckte-tafel.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona, Krieg und der Weg in eine andere Republik<\/strong><br>\nDie Zeitenwende begann bereits im M&auml;rz 2020 mit dem politischen und gesellschaftlichen Ausnahmezustand, der zum Dauerzustand zu werden droht &ndash; Zwei Bundestagsabgeordnete und ihre Erfahrungen.<br>\nDie vielzitierte &bdquo;Zeitenwende&ldquo; begann nicht im Februar 2022, sondern zwei Jahre vorher im M&auml;rz 2020. Vor dem Krieg, dem Angriff russischer Streitkr&auml;fte auf das Nachbarland Ukraine, lag der Corona-Ausnahmezustand, der Angriff auf demokratische Verfahren und die Grundrechte durch Bundes- und Landesregierungen. Und so wie der Krieg Verteidigung genannt wird, so hie&szlig; die Ausgangssperre Schutzma&szlig;nahme. Aber auch der Begriff &bdquo;Zeitenwende&ldquo; ist eine Aneignung.<br>\nDie Zeitenwende ist tats&auml;chlich ein Zeitenbruch. Dem einen Ausnahmezustand folgte nahtlos der n&auml;chste, und auch der &uuml;bern&auml;chste wird bereits angedroht. Die Ahnung beschleicht einen, nichts wird wieder so sein, wie zuvor.<br>\nMan k&ouml;nnte auch sagen: Am 25. M&auml;rz 2020, als der Deutsche Bundestag aufh&ouml;rte, die Legislative und damit die erste Gewalt im Staate zu sein, als sich die gew&auml;hlten Abgeordneten der Bundesregierung auslieferten und akzeptierten, dass im Handstreich mehrere Grundrechte au&szlig;er Kraft gesetzt wurden, endete die zweite Republik dieser Bundesrepublik Deutschland. Die erste BRD-Republik, gewisserma&szlig;en die Bonner Republik, dauerte von ihrem Beginn 1949 bis 1990, als mit der Adoption der umgest&uuml;rzten DDR die zweite Republik folgte, inoffiziell auch Berliner Republik genannt. Sie fand 2020 ebenfalls ihr Ende. [&hellip;]<br>\nEine neue Republik mit durchgehend demokratischen Strukturen in aufgekl&auml;rten Verh&auml;ltnissen gibt es bisher nicht. Das Land befindet sich in einer unbestimmten Zwischenzeit. W&auml;hrend die einen weiter zu einer demokratie-entleerten autorit&auml;ren Exekutiv-Demokratie streben, treten andere f&uuml;r eine Demokratisierung der Demokratie ein oder was von ihr &uuml;brig ist. Wieder andere wollen ihre Komplettabschaffung und fantasieren von einem Reich. Wie auch immer: Wir stehen vor einem Weg in eine andere Republik<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/krass-konkret\/corona-krieg-und-der-weg-in-eine-andere-republik\/\">Overton Magazin <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zwangsl&auml;ufig: Russland setzt Atomkontrollen aus<\/strong><br>\nSind die USA an Gespr&auml;chen mit Russland &uuml;ber atomare R&uuml;stungskontrolle interessiert? Sie selbst behaupten das, lassen aber russische Inspektoren im Rahmen des &raquo;New Start&laquo;-Vertrages nicht zu den vereinbarten Bedingungen ins Land. Folgerichtig hat Moskau nun die wechselseitigen Kontrollen der Arsenale zeitweilig ausgesetzt. Vielleicht erinnert sich ja in Washington jemand daran, um was es in diesem Abkommen geht &ndash; dem letzten der gro&szlig;en Kontroll- und Abr&uuml;stungsvertr&auml;ge, die von den USA in den vergangenen 20 Jahren gek&uuml;ndigt wurden. Die Sanktionspolitik des Westens mit ihren Einschr&auml;nkungen f&uuml;r die russischen Inspektoren schadet in diesem Fall nicht nur den Urhebern, sondern der Menschheit. Joseph Biden hatte unmittelbar nach Amtsantritt 2021 die Laufzeit von &raquo;New Start&laquo; bis 2026 verl&auml;ngert &ndash; das war ein wichtiger Schritt weg von einem m&ouml;glichen Atomkrieg. Russlands Forderungen aber, seine Sicherheitsinteressen zu respektieren, wurden Ende 2021 vom Tisch gewischt. Dem Ukraine-Krieg ging u. a. die Ank&uuml;ndigung Wolodimir Selenskijs voraus, f&uuml;r Kiew Atomwaffen zu beanspruchen.<br>\nDa will jemand keine Vertr&auml;ge, sondern Diktate, kein V&ouml;lkerrecht, sondern dessen Bruch als Privileg. Nur so erkl&auml;rt sich die systematische Zerst&ouml;rung der noch mit der Sowjetunion vereinbarten Vertr&auml;ge. Die jetzige Reaktion Moskaus ist zwangsl&auml;ufig, sie f&auml;llt moderat aus.<br>\nDenn die russische F&uuml;hrung hat allen Grund, speziell bei &raquo;New Start&laquo; &auml;u&szlig;erst misstrauisch zu sein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432262.zwangsl%C3%A4ufig.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; decken Kiews Angriffe auf AKW<\/strong><br>\nKiew greift immer wieder das AKW Saporischschja an, was Kiew zun&auml;chst selbst stolz gemeldet hat. Nun soll es pl&ouml;tzlich Russland sein, dass das AKW angreift. Die Medien spielen das gef&auml;hrliche Spiel mit.<br>\nDie ukrainische Armee greift das unter russischer Kontrolle stehende AKW bei Saporischschja immer wieder mit Kampfdrohnen an. Das wird nicht bestritten, auch Kiew hat am 22 Juli den Einsatz von Kamikaze-Drohnen best&auml;tigt. Allerdings behauptet Kiew, dass es die Drohnen gegen milit&auml;rische Ziele nahe dem Kraftwerk eingesetzt habe, w&auml;hrend Russland in Wort und Bild meldet, dass die Kamikaze-Drohnen auf das Gel&auml;nde der Kraftwerks abgefeuert wurden.<br>\nDas AKW bei Saporischschja ist das gr&ouml;&szlig;te Kernkraftwerk Europas, man m&ouml;chte sich nicht einmal vorstellen, was passiert, wenn Kiew wichtige Anlagen des AKW besch&auml;digt. Kiew geht dieses Risiko jedoch bewusst ein. [&hellip;]<br>\nIn seinem ersten Artikel dar&uuml;ber hat der Spiegel auch &uuml;ber diese Sch&auml;den berichtet, allerdings haupts&auml;chlich Kiew zitiert, das Russland f&uuml;r den Beschuss des unter russischer Kontrolle befindlichen AKWs verantwortlich gemacht hat. [&hellip;]<br>\nSpiegel-Leser wissen ja nicht, dass das AKW auch weiterhin von dem ukrainischen Personal betrieben wird, das es seit Jahren betreibt. Das AKW liegt jedoch auf nun russisch kontrolliertem Gebiet und wird daher von der russischen Armee bewacht. In der Spiegel-Redaktion fragt sich niemand, warum die Russen auf ein Atomkraftwerk schie&szlig;en sollten, das sie selbst kontrollieren und bewachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/deutsche-qualitaetsmedien-decken-kiews-angriffe-auf-akw\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Laut US-Sender kommen 70 Prozent der westlichen Waffen nicht bei Truppen an<\/strong><br>\nEin Bericht der US-Nachrichtensendung CBS News legt nahe, dass die Fehler, die bereits in Afghanistan, im Irak und in Syrien gemacht wurden, sich wiederholen und Waffen, die in die Ukraine geschickt werden, auf dem Schwarzmarkt landen. Mittlerweile hat CBS News seinen Bericht vom Netz genommen.<br>\nW&auml;hrend die USA und ihre Verb&uuml;ndeten der Ukraine eine beispiellose milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung leisten, deutet ein vergangene Woche ausgestrahlter Bericht von CBS News darauf hin, dass nur etwa 30 Prozent der vom Westen gelieferten Waffen tats&auml;chlich die Front erreichen. Der Bericht st&uuml;tzt somit die anhaltenden Ger&uuml;chte &uuml;ber Korruption und Profiteure des Schwarzmarkts. [&hellip;]<br>\n&ldquo;All diese Waffen gehen &uuml;ber die polnisch-ukrainische Grenze und ab da passiert irgendwas, so dass blo&szlig; ungef&auml;hr 30 Prozent davon ihr endg&uuml;ltiges Ziel an der Front erreichen&rdquo;, sagte Jonas Ohman, der Gr&uuml;nder einer in Litauen ans&auml;ssigen Organisation, die f&uuml;r das ukrainische Milit&auml;r Waffenlieferungen organisiert, gegen&uuml;ber CBS News. Ohman betonte zudem, dass man, um die Waffen zu den Truppen zu bringen, durch ein komplexes Netzwerk von &ldquo;Machthabern, Oligarchen und politischen Akteuren&rdquo; navigieren muss.<br>\n&ldquo;Es gibt absolut keine Informationen dar&uuml;ber, wo diese Waffen &uuml;berhaupt landen&rdquo;, sagte Donatella Rovera, eine leitende Beraterin Krisensituationen bei Amnesty International, gegen&uuml;ber CBS News.<br>\n&ldquo;Wirklich besorgniserregend ist, dass einige L&auml;nder, die Waffen schicken, nicht der Meinung zu sein scheinen, dass es in ihrer Verantwortung liegt, einen robusten Kontrollmechanismus einzurichten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/international\/145576-laut-us-sender-kommen-70\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die NATO ist das gef&auml;hrlichste Milit&auml;rb&uuml;ndnis der Welt&raquo;<\/strong><br>\nGeopolitisch gehe es nicht um &laquo;Demokratien gegen Diktaturen&raquo;, sondern um Machtpolitik, sagt der linke US-Journalist Chris Hedges.<br>\nDie North Atlantic Treaty Organization NATO und die m&auml;chtige R&uuml;stungsindustrie, die an den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskriegen der NATO Milliarden verdient, sind zum aggressivsten und gef&auml;hrlichsten Milit&auml;rb&uuml;ndnis der Welt geworden. Gegr&uuml;ndet 1949, um eine sowjetische Expansion in Ost-und Mitteleuropa zu verhindern, hat sich die NATO zu einer globalen Kriegsmaschine entwickelt, die in Europa, im Nahen und Mittleren Osten, in Lateinamerika, in Afrika und in Asien agiert. Unter Bruch ihrer nach dem Kalten Krieg gegen&uuml;ber Moskau gemachten Zusagen (sich nicht nach Osten auszudehnen, siehe hier und hier) hat die NATO ihre Pr&auml;senz ausgeweitet und 14 Staaten in Ost-und Mitteleuropa in das B&uuml;ndnis aufgenommen. Jetzt wollen ihr auch noch Finnland und Schweden beitreten.<br>\nUnter F&uuml;hrung der USA hat die NATO oder haben die USA Bosnien, Serbien und das Kosovo bombardiert und Kriege in Afghanistan, im Irak, in Syrien und in Libyen angezettelt. [&hellip;]<br>\nDie NATO baut auch ihre milit&auml;rische Pr&auml;senz in Afrika und Asien aus. [&hellip;]<br>\nSie unterst&uuml;tzt ihr Mitglied T&uuml;rkei, die &uuml;ber die zweitgr&ouml;ssten Streitkr&auml;fte der NATO verf&uuml;gt, und v&ouml;lkerrechtswidrig in Teile Syriens und des Irak eingedrungen ist und diese Teile besetzt hat. [&hellip;]<br>\nDas ist eine beachtliche Bilanz f&uuml;r ein Milit&auml;rb&uuml;ndnis, das mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion obsolet geworden ist und sich eigentlich h&auml;tte aufl&ouml;sen m&uuml;ssen. Die USA und ihre NATO-Gefolgsstaaten in Europa sowie die R&uuml;stungsindustrie hatten aber nicht die Absicht, die &laquo;Friedensdividende&raquo; zu nutzen und eine Welt zu f&ouml;rdern, die auf Diplomatie, der Achtung von Einflusssph&auml;ren und gegenseitiger Zusammenarbeit beruht. Sie waren entschlossen, im Gesch&auml;ft zu bleiben, und ihr Gesch&auml;ft ist nun mal der Krieg. Das bedeutete, dass sie ihre Kriegsmaschinerie weit &uuml;ber die Grenzen Europas hinaus ausdehnen und sich daraus ein nicht endender Antagonismus gegen&uuml;ber China und Russland entwickeln musste.<br>\nIhre Pl&auml;ne hat die NATO im Dokument &laquo;NATO 2030&raquo; festgelegt: Sie will mit rivalisierenden Staaten, insbesondere mit China, um die Vorherrschaft k&auml;mpfen, und ruft deshalb zur Vorbereitung auf einen lang andauernden globalen Konflikt auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/die-nato-ist-das-gefaehrlichste-militaerbuendnis-der-welt\/\">Infosperber<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Schwere Verletzung der Menschenrechte im Nahen Osten durch die USA muss aufgekl&auml;rt werden<\/strong><br>\nDie Chinesische Studiengesellschaft f&uuml;r Menschenrechte hat am Dienstag den Forschungsbericht &bdquo;Schwere Verletzung der Menschenrechte im Nahen Osten durch die USA&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, der mit soliden Daten und anhand zahlreicher F&auml;lle die Verbrechen der USA im Nahen Osten und den angrenzenden Gebieten aufzeigt. Dazu geh&ouml;ren das F&uuml;hren von Kriegen, die T&ouml;tung von Zivilisten, die wahllose Verh&auml;ngung einseitiger Sanktionen und die Schaffung eines &bdquo;Kampfes der Kulturen&ldquo;. Dies hat der Welt einmal mehr gezeigt, dass die USA der gr&ouml;&szlig;te T&auml;ter in der muslimischen Welt sind.<br>\nIn den mehr als 240 Jahren seit ihrer Gr&uuml;ndung im Jahr 1776 haben sich die USA weniger als 20 Jahre lang nicht im Krieg befunden. Statistiken zufolge haben die USA seit 2001 im Namen der &bdquo;Terrorismusbek&auml;mpfung&ldquo; Kriege und Milit&auml;roperationen in &bdquo;etwa 40 Prozent der L&auml;nder der Erde&ldquo; gef&uuml;hrt. In den letzten 20 Jahren haben die Milit&auml;roperationen der USA mehr als 800.000 Menschen das Leben gekostet, davon 335.000 Zivilisten.<br>\nWenn ein Krieg f&uuml;r die Menschen im und um den Nahen Osten ein &bdquo;Schuss in den Ofen&ldquo; ist, dann sind Sanktionen eine langfristige Folter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2022\/08\/09\/ARTIkhqV3AsZqKwTPuNTU6gG220809.shtml?spm=C62907.PKH5hXk2JxD7.E44ueOOObwqq.2\">CRI online<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Wie das Pentagon die Hollywood-Storys diktiert<\/strong><br>\nIn einem au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Fernsehgest&auml;ndnis gab John Bolton, nationaler Sicherheitsberater in der vorherigen Regierung von Pr&auml;sident Donald Trump, diesen Monat gegen&uuml;ber CNN zu, dass er w&auml;hrend seiner Amtszeit an der Planung des Sturzes ausl&auml;ndischer Regierungen beteiligt war.<br>\nGegen&uuml;ber dem Moderator Jake Tapper wies Bolton den Gedanken zur&uuml;ck, dass Trump mit den Unruhen vom 6. Januar einen Putschversuch im Kapitol unternommen habe: &ldquo;Als jemand, der bei der Planung von Staatsstreichen geholfen hat, nicht hier [in Washington], sondern an anderen Orten, wei&szlig; ich, dass es eine Menge Arbeit erfordert.&rdquo;<br>\nEs war ein Eingest&auml;ndnis, dass er und andere in der Regierung das &ldquo;h&ouml;chste internationale Verbrechen&rdquo; begangen hatten, wie die N&uuml;rnberger Prozesse am Ende des Zweiten Weltkriegs einen unprovozierten Angriff auf die Souver&auml;nit&auml;t einer anderen Nation definierten. Doch Tapper behandelte diese Bemerkung als weitgehend unbedeutend.<br>\nWashington kann in aller &Ouml;ffentlichkeit tun, was anderen L&auml;ndern nur deshalb verwehrt ist, weil man ausnahmsweise davon ausgeht, dass die normalen Zw&auml;nge des V&ouml;lkerrechts und die Regeln des Krieges f&uuml;r die globale Supermacht nicht gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2022_08_06_wiedaspentagon.htm\">Antikrieg<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Taiwan-Spannungen schwappen auf das S&uuml;dchinesische Meer &uuml;ber<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDie sich zusammenbrauende Krise in Taiwan ist untrennbar mit dem Kampf zwischen den USA und China um die Vorherrschaft im S&uuml;dchinesischen Meer verbunden<br>\nDer Besuch der Sprecherin des US-Repr&auml;sentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan hat nicht, wie manche bef&uuml;rchtet haben, den Dritten Weltkrieg ausgel&ouml;st. Aber die regionalen Spannungen werden nach dem heutigen (3. August) historischen Besuch der dritth&ouml;chsten US-Beamtin sicherlich zunehmen. [&hellip;]<br>\nAls Reaktion auf Pelosis Besuch hat China Sanktionen gegen taiwanesische Exporte verh&auml;ngt, w&auml;hrend die Volksbefreiungsarmee (PLA) eine &ldquo;gezielte Milit&auml;roperation&rdquo; im Norden, S&uuml;dwesten und S&uuml;dosten der selbstverwalteten Insel ank&uuml;ndigte, die China als abtr&uuml;nnige Provinz betrachtet.<br>\nIn den letzten Tagen hat China im gesamten S&uuml;dchinesischen Meer nahezu zeitgleiche &Uuml;bungen abgehalten und damit seine Macht deutlich demonstriert. [&hellip;]<br>\nAls Reaktion auf Chinas S&auml;belrasseln haben die USA massive Kriegsschiffe, darunter den Flugzeugtr&auml;ger USS Ronald Reagan, in das S&uuml;dchinesische Meer entsandt. [&hellip;]<br>\nBei mehreren Gelegenheiten sind US-amerikanische und chinesische Kriegsschiffe beinahe aneinandergeraten, eine Situation, die dadurch versch&auml;rft wurde, dass Peking zur Durchsetzung seiner Anspr&uuml;che im S&uuml;dchinesischen Meer auf eine immer gr&ouml;&szlig;ere Armada von paramilit&auml;rischen Schiffen zur&uuml;ckgreift.<br>\nNur wenige Wochen vor Pelosis Asienreise entsandte das Pentagon den Lenkwaffenzerst&ouml;rer USS Benfold in die N&auml;he der umstrittenen Spratly-Inseln, nicht lange nachdem China behauptet hatte, dasselbe Schiff aus den Gew&auml;ssern in der N&auml;he der umstrittenen Paracelsus-Inseln im n&ouml;rdlichen Teil des Meeres vertrieben zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2022\/08\/taiwan-tensions-spilling-over-in-south-china-sea\/?mc_cid=935206a35d&amp;mc_eid=f072d9574c\">Asia Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tempora mutantur: Sind bald Kahanisten in der Knesset?<\/strong><br>\nEnde der 1980er Jahre ist die Partei des rassistischen Faschisten Meir Kahane in der Knesset verboten worden. Nach den kommenden Knesset-Wahlen d&uuml;rften seine Erben wichtige Ministerposten im israelischen Parlament erlangen.<br>\nMeir Kahane war ein orthodoxer Rabbiner amerikanischer Abstammung, der in Israel die Kach-Partei (sp&auml;terhin die Kach-Bewegung) 1971 gr&uuml;ndete. Die Ideologie dieser Partei sah die Zerst&ouml;rung der liberalen Demokratie Israels vor, die Vertreibung der Araber aus dem gesamten Gebiet Gro&szlig;-Israels, dessen Errichtung er anstrebte; sie forderte auch &uuml;ber jedes Liebesverh&auml;ltnis zwischen Juden und (arabischen) Nichtjuden eine f&uuml;nfj&auml;hrige Gef&auml;ngnisstrafe zu verh&auml;ngen.<br>\n1984 schaffte es Kahane (mit einem Mandat) in die Knesset. Vier Jahre sp&auml;ter wurde seine Partei wegen &ldquo;Aufstacheln zum Rassismus&rdquo; verboten. [&hellip;]<br>\nIn den letzten Jahren ist die Macht zweier gesinnungsnaher Nachfolger Kahanes im israelischen Parlament gewaltig angestiegen. Wenn Itamar Ben-Gvir (Ozma jehudit = J&uuml;dische Macht) und Bezalel Smotrich (Ha&rsquo;zionut ha&rsquo;datit = Der religi&ouml;se Zionismus) sich vor der Wahl am 1. November zusammenschlie&szlig;en, d&uuml;rfen sie zusammen, statistischen Erhebungen zufolge, auf 13 Mandate hoffen. Itamar Ben-Gvir gilt bis zum heutigen Tag als Anh&auml;nger von Meir Kahane; Bezalel Smotrich h&auml;ngt ihm an Rassismus und religi&ouml;s-faschistischer Ideologie in nichts nach&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/krass-konkret\/tempora-mutantur-sind-bald-kahanisten-in-der-knesset\/\">Overton Magazin <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lungenarzt zum Herbst\/WinterVoshaar: Kein Grund f&uuml;r eine Alarmstimmung<\/strong><br>\nMit Blick auf den Herbst rechnet der Lungenarzt Thomas Voshaar nicht damit, dass es wieder schwere Covid-F&auml;lle geben wird. Insofern seien viele der politischen Vorschl&auml;ge &bdquo;&uuml;berzogen&ldquo;. Im Sinne einer &bdquo;nat&uuml;rlichen Immunit&auml;t&ldquo; sollte man Infektionen zulassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/corona-und-die-krankenhaeuser-interview-mit-thomas-voshaar-lungenklinik-moers-dlf-3ff9a7b8-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Uniklinik Regensburg: Ungeimpftes Personal soll nicht k&uuml;ndigen<\/strong><br>\nSeit M&auml;rz muss sich Krankenhauspersonal gegen Corona impfen lassen. Das Regensburger Uniklinikum (UKR) bittet jetzt alle Mitarbeiter, die sich gegen die Impfpflicht sperren, ihren Job nicht aufzugeben. Verst&ouml;&szlig;e w&uuml;rden aktuell n&auml;mlich nicht geahndet.<br>\nAm Uniklinikum Regensburg sorgt ein internes Rundschreiben an Klinikmitarbeiter ohne Corona-Impfung f&uuml;r Wirbel. Der &Auml;rztliche Direktor der Klinik, Oliver K&ouml;lbl, bittet in dem Brief die Kolleginnen und Kollegen trotz der noch bestehenden Impfpflicht f&uuml;r Krankenhausmitarbeiter nicht zu k&uuml;ndigen.<br>\nDie Begr&uuml;ndung der Klinik: Mitarbeiter ohne Immunit&auml;tsnachweis h&auml;tten aktuell keine Sanktionen zu bef&uuml;rchten, die Gesundheits&auml;mter w&uuml;rden derzeit weder Bu&szlig;gelder noch Betretungs- und Besch&auml;ftigungsverbote verh&auml;ngen. Dabei beruft sich Klinik-Chef K&ouml;lbl auf aktuelle Informationen des Bayerischen Staatsministeriums f&uuml;r Gesundheit und Pflege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/uniklinik-regensburg-ungeimpftes-personal-soll-nicht-kuendigen,TDyxpP1\">BR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Britischer Ex-Premier Brown bef&uuml;rchtet &raquo;Winter in tiefer Armut&laquo;<\/strong><br>\nGasflaute hier, &Ouml;lpreis da &ndash; auch in Gro&szlig;britannien werden die kommenden Monate teuer. Gordon Brown, fr&uuml;herer Labour-Premier, sieht sein Land schlecht vorbereitet: Es ticke eine &raquo;Zeitbombe&laquo;.<br>\nIn Gro&szlig;britannien nimmt die Debatte Fahrt auf, wie das Land mit den Belastungen umgehen soll, die sich aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ergeben. So richtete sich gerade der fr&uuml;here Premierminister Gordon Brown (Labour Party) mit einem dramatischen Appell an die regierenden Tories: W&uuml;rden sie nicht umgehend ein Notbudget beschlie&szlig;en, um den Anstieg der Lebenshaltungskosten zu d&auml;mpfen, dann &raquo;verdammen sie Millionen von schwachen und unschuldigen Kindern und Rentnern zu einem Winter in tiefer Armut&laquo;.<br>\nDas schreibt Brown in einem Beitrag f&uuml;r die Sonntagszeitung &raquo;The Observer&laquo;  , die berichtet, dass laut neuen Berechnungen der University of York mehr als vier Millionen Haushalte im Herbst ein Viertel ihres Einkommens aufwenden m&uuml;ssen, um ihre Energierechnungen zu bezahlen. Zieht man dann noch Mieten und Lebensmitteleink&auml;ufe ab, bleibt f&uuml;r den &uuml;brigen privaten Konsum wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/winter-in-tiefer-armut-a-2c40d47c-2f6e-4e95-9194-1f3bc94b4a81%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Anmerkung JK: Der Nachfolger des unseligen Tony Blair, der aus Labour, das neoliberale New Labour machte und die soziale Spaltung in Gro&szlig;britannien noch mehr versch&auml;rfte, als sie im von Klassengegens&auml;tzen gepr&auml;gten Gro&szlig;britannien schon war, warnt also vor den Folgen der eigenen Politik. Mehr Zynismus geht kaum.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Massenstreiks gegen Lohnverlust<\/strong><br>\nZehntausende Besch&auml;ftigte haben in Gro&szlig;britannien die Arbeit niedergelegt. Eisenbahner ebenso wie Call-Center-Angestellte und Uni-Dozenten<br>\nAm Dienstagmorgen meldete der britische &Ouml;lkonzern BP, dass er im zweiten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von fast sieben Milliarden Pfund (8,3 Milliarden Euro) gemacht hat; es ist der h&ouml;chste Profit seit 14 Jahren. Wenig sp&auml;ter berichtete das Forschungsinstitut National Institute of Economic and Social Research, dass die Inflation in Gro&szlig;britannien noch vor Jahresende elf Prozent erreichen werde &ndash; n&auml;chstes Jahr werde die Teuerung in &raquo;astronomische H&ouml;hen&laquo; klettern. Millionen der &auml;rmsten Haushalte werden davon am st&auml;rksten getroffen werden, schreibt das Institut. Dies ist der Hintergrund, vor dem die derzeitige Streikwelle in Gro&szlig;britannien zu verstehen ist: Exorbitante Profite auf der einen Seite, eine tiefe und sich verschlimmernde soziale Krise auf der anderen. [&hellip;]<br>\nEs ist vor allem die Lohnfrage, die die Streikwelle antreibt. Die rapide steigenden Preise f&uuml;r Lebensmittel, Energie und Treibstoff &ndash; die Inflation liegt derzeit bei &uuml;ber neun Prozent &ndash; strapazieren die Geldb&ouml;rsen der Briten von Woche zu Woche mehr, aber ihre Einkommen hinken weit hinterher. Laut der nationalen Statistikbeh&ouml;rde sind die Reall&ouml;hne im Fr&uuml;hjahr im Durchschnitt um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen &ndash; noch nie seit es Messungen gibt, sind die Einkommen so stark eingebrochen. Das alles folgt auf mehr als ein Jahrzehnt stagnierender L&ouml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1165895.grossbritannien-massenstreiks-gegen-lohnverlust.html%20\">nd<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Massenboykott: Briten bezahlen Gasrechnungen nicht mehr<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien formieren sich w&uuml;tende Massenproteste gegen die hohen Energiepreise. Eine Kampagne appelliert an Kunden, ihre Rechnungen nicht zu begleichen.<br>\nine neue Initiative ruft Menschen in Gro&szlig;britannien dazu auf, wegen der hohen Preise ihre Energierechnungen nicht zu bezahlen. &bdquo;Don&rsquo;t pay, UK&ldquo;, also &bdquo;Zahle nicht, Gro&szlig;britannien&ldquo; lautet &uuml;bersetzt das Motto der Kampagne. Wie die britische Zeitung Guardian berichtet, prangern die Initiatoren die stark gestiegenen Lebenserhaltungskosten an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/prod.berliner-zeitung.de\/news\/grossbritannien-energie-krise-gas-preise-protest-dont-pay-uk-koennen-nicht-zahlen-werden-nicht-zahlen-massenboykott-wuetende-briten-bezahlen-gasrechnungen-nicht-mehr-li.254751%20\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hier der Link zur Webseite von <a href=\"https:\/\/dontpay.uk\/\">don&rsquo;t pay<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet<\/strong><br>\nFaul, frech, dreist &ndash; so ist der Arbeitslose, wie ihn die Bild-Zeitung zeigt. Kinder mit dem Namen Kevin sind dumm, suggeriert die FAZ. Um die Gesundheit der Bier trinkenden und Chips essenden &ldquo;Unterschicht&rdquo; sorgt sich GEO-Wissen. Und Sachb&uuml;cher beschw&ouml;ren die prek&auml;r lebende Frau als sexuell ungez&uuml;gelt: mit 17 schon zwei Kinder und ein heiteres Leben mit jeder Menge Kindergeld. In jedem Fall sind &ldquo;die da unten&rdquo; ein Problem und liegen in &ldquo;sp&auml;tr&ouml;mischer Dekadenz&rdquo; dem Staat auf der Tasche &ndash; dar&uuml;ber sind sich Harald Schmidt und Thilo Sarrazin einig. Millionen erg&ouml;tzen sich an Figuren wie &ldquo;Cindy aus Marzahn&rdquo; und belustigen sich in Scripted-Reality-Soaps an der Konstruktion einer dummen, arbeitsscheuen &ldquo;Unterschicht&rdquo;. &ldquo;Klassismus&rdquo; hei&szlig;t der Begriff, den Feministinnen in den 70er Jahren in den USA pr&auml;gten, um die Verachtung der unteren Klassen zu beschreiben. Diese Verachtung entsteht in einer Gesellschaft, deren Kulturschaffende sich selbst aus Mittel- und Oberschicht zusammensetzen &ndash; geht aber viel weiter. Sie trifft uns alle im Alltag: in der Schule, wo die Lehrerin &uuml;bersieht, dass die Aufforderung, am n&auml;chsten Tag 22 Euro f&uuml;r die Klassenfahrt mitzubringen, manchen Kinder Herzrasen macht. In linken Kreisen, die durch einen ethischen Konsum die Welt verbessern wollen und ver&auml;chtlich &uuml;ber Primark- und Lidl-Eink&auml;ufer*innen herziehen. Beim Zappen durch das Fernsehprogramm. Je st&auml;rker die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht, desto mehr brauchen die einzelnen Menschen eine ideologische Rechtfertigung daf&uuml;r, dass die Abgeh&auml;ngten es auch verdient haben. Ein Z&uuml;ndfunk Generator &uuml;ber die D&auml;monisierung der &ldquo;Prolls&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mediathek\/podcast\/zuendfunk-generator\/warum-unsere-gesellschaft-die-armen-verachtet\/1860217%20\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist es sehr wichtig auf die soziale Spaltung und Polarisierung der Gesellschaft aufmerksam zu machen und dies &ouml;ffentlich zu diskutieren, aber leider geht der aus der Identit&auml;tspolitik stammende Begriff des Klassismus, wenn es um die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen aus der Unterklasse geht, an der Thematik vorbei, da er nicht nach den grunds&auml;tzlichen Ursachen daf&uuml;r fragt und die gesellschaftlichen Macht- und Besitzverh&auml;ltnisse nicht infrage stellt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schlesinger-Aff&auml;re weitet sich auf weitere F&uuml;hrungskr&auml;fte aus<\/strong><br>\nAuch der RBB-Verwaltungschef steht vor dem R&uuml;ckzug, eine weitere F&uuml;hrungskraft wurde freigestellt. Politiker fordern weitreichende Konsequenzen.<br>\nDie Krise beim RBB weitet sich nach dem R&uuml;cktritt von Intendantin Patricia Schlesinger aus &ndash; weitere F&uuml;hrungskr&auml;fte gehen. Der gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Intendant des Senders und langj&auml;hrige Verwaltungschef Hagen Brandst&auml;ter hat nach Tagesspiegel-Informationen am Montag in einer Sitzung des Rundfunkrates erstmals seinen R&uuml;ckzug im kommenden Fr&uuml;hjahr angek&uuml;ndigt. Das best&auml;tigten mehrere Teilnehmer. Der RBB betonte, dies stehe nicht im Zusammenhang mit der aktuellen Krise.<br>\nZudem wurde nach Informationen des &bdquo;Spiegel&ldquo; eine weitere Managerin des Senders mit sofortiger Wirkung freigestellt. Es handelt sich dabei um Verena Formen-Mohr, Leiterin der Hauptabteilung Intendanz des RBB und enge Vertraute Schlesingers. Der Sender best&auml;tigte die Freistellung. Auch &uuml;ber die Modalit&auml;ten der Vertragsaufl&ouml;sung von Patricia Schlesinger wird noch gerungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/wer-muss-noch-gehen-beim-rbb-schlesinger-affaere-weitet-sich-auf-weitere-fuehrungskraefte-aus\/28585756.html\">Tagespiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Journalismus, wie er Claudia Roth gef&auml;llt: Warum Correctiv und die &laquo;Neuen Deutschen Medienmacher:innen&raquo; kein Steuergeld verdienen<\/strong><br>\nDeutschlands gr&uuml;ne Kulturstaatsministerin verteilt Millionen Euro an &laquo;Projekte zur strukturellen St&auml;rkung des Journalismus&raquo;. Von den Auserkorenen ist bisher niemand durch kritische Distanz zu ihrer Partei aufgefallen. [&hellip;]<br>\nBei n&auml;herer Betrachtung werfen die Steuermillionen, die an zehn unterschiedliche &laquo;Projekte&raquo; gehen, allerdings Fragen auf. Einmal grunds&auml;tzlich: Kann Journalismus, der Geld von der Regierung erh&auml;lt, unabh&auml;ngig sein? Einmal konkret: Dient das, was die Empf&auml;nger tun, tats&auml;chlich der &laquo;strukturellen St&auml;rkung des Journalismus&raquo;, wie es die Regierung formuliert?<br>\nDie erste Frage ist rasch beantwortet. Wirklich unabh&auml;ngig ist naturgem&auml;ss nur, wer finanziell auf eigenen F&uuml;ssen steht; in dieser Hinsicht unterscheidet sich das Leben einer Redaktion nicht vom Leben an sich. Wer mit seiner Berichterstattung eine ausreichende Zahl von Menschen davon &uuml;berzeugt, zu zahlenden Kunden zu werden, kann von sich behaupten, unabh&auml;ngigen Journalismus zu betreiben. Und wer als Journalist Geld von der Regierung braucht, ist von ihr abh&auml;ngig &ndash; egal, wie sehr er diesen Zustand rhetorisch zu vernebeln versucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/claudia-roth-steuergeld-fuer-journalisten-die-auf-linie-sind-ld.1697102\">NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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