{"id":86846,"date":"2022-08-12T10:30:17","date_gmt":"2022-08-12T08:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86846"},"modified":"2022-08-16T14:00:19","modified_gmt":"2022-08-16T12:00:19","slug":"baerbocks-180-grad-wende-in-der-deutschen-aussenpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86846","title":{"rendered":"Baerbocks 180-Grad-Wende in der deutschen Au\u00dfenpolitik"},"content":{"rendered":"<p>Die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock hat Anfang August an der New School in New York eine &bdquo;Grundsatzrede&ldquo; zu den transatlantischen Beziehungen gehalten. Dabei erinnerte sie an die Philosophin Hannah Arendt, die an eben jener Universit&auml;t gelehrt und auch &uuml;ber das &bdquo;Denken ohne Gel&auml;nder&ldquo; gesprochen habe. Das werde heute gebraucht, sagte Baerbock: &bdquo;Wir m&uuml;ssen frische Ideen entwickeln.&ldquo; Die &bdquo;frischen Ideen&ldquo;, die die deutsche Au&szlig;enministerin in ihrer &bdquo;Grundsatzrede&ldquo; entwickelte, waren nicht weniger als eine 180-Grad-Kehrtwendung deutscher Au&szlig;enpolitik. Die deutsche Au&szlig;enpolitik war seit dem Ende des 2. Weltkrieges auf die Ann&auml;herung an die Nachbarstaaten und eine Vers&ouml;hnung mit Osteuropa, vor allem mit Russland, gerichtet. Baerbock instrumentalisierte nun die Denkleistung von Hannah Arendt f&uuml;r die umstrittene &bdquo;Zeitenwende&ldquo; der Bundesregierung. &bdquo;Denken ohne Gel&auml;nder&ldquo; bedeute f&uuml;r sie und die Bundesregierung, ein Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro aufgelegt zu haben, um die Bundeswehr zu st&auml;rken, sagte Baerbock. Grunds&auml;tze, die in Deutschland existiert h&auml;tten, w&uuml;rden revidiert.  Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9690\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-86846-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220816-Baerbocks-180-Grad-Wende-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220816-Baerbocks-180-Grad-Wende-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220816-Baerbocks-180-Grad-Wende-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220816-Baerbocks-180-Grad-Wende-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=86846-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220816-Baerbocks-180-Grad-Wende-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"220816-Baerbocks-180-Grad-Wende-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Im transatlantischen Denkk&auml;fig gefangen<\/strong><\/p><p>Zum 125-j&auml;hrigen Bestehen des Ausw&auml;rtigen Amtes wurde 1994 ein 1.160 Seiten starker Jubil&auml;umsband ver&ouml;ffentlicht, in dem Dokumente aus den Jahren 1949 bis 1994 ganz oder teilweise ver&ouml;ffentlicht wurden. Nicht Br&uuml;che und Katastrophen, Aufstieg und Fall Deutschlands in der Zeit von 1870 bis 1945 sollten gew&uuml;rdigt werden, hie&szlig; es im Vorwort. Vielmehr sollte von 1949 bis 1994 ein Zeitraum reflektiert werden, &bdquo;der f&uuml;r viele Leser selbst erlebte Vergangenheit&ldquo; sei. &bdquo;Teilung Deutschlands, Kalter Krieg und Mauerbau, zugleich aber auch Frieden, Freiheit, Wohlstand und am Ende die Einheit&ldquo;, um nur einige Stichworte zu nennen. <\/p><p>Das Buch dokumentiert die Au&szlig;enpolitik der Bundesrepublik Deutschland, die &ndash; wie nahezu alles beim politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Aufbau Westdeutschlands nach 1945 &ndash; von den westlichen Siegerm&auml;chten USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich gestaltet worden war. Man habe ein &bdquo;Vademecum&ldquo;, einen Leitfaden und Ratgeber &uuml;ber die deutsche Au&szlig;enpolitik von 1949 bis 1994 vorgelegt, so der damalige Au&szlig;enminister Klaus Kinkel im Vorwort. Reflexion &uuml;ber die deutsche Au&szlig;enpolitik und jede Bilanz &uuml;ber deren k&uuml;nftige Ausgestaltung solle &bdquo;mit der Kenntnis der Fakten beginnen&ldquo;, so Kinkel. <\/p><p><strong>Kenntnis der Fakten<\/strong><\/p><p>Als die Dokumentensammlung des Ausw&auml;rtigen Amtes ver&ouml;ffentlicht wurde, war die heute amtierende Au&szlig;enministerin 14 Jahre alt und sollte in der Schule durchaus etwas &uuml;ber die Anf&auml;nge der Bundesrepublik Deutschland, in der sie aufwuchs, gelernt haben. <\/p><p>Die chronologische Zeittafel der Dokumentation beschreibt die Entwicklung zwischen 1945 und 1949, aus der deutlich wird, wie die anglo-amerikanischen Siegerm&auml;chte Schritt f&uuml;r Schritt Westdeutschland vereinnahmt und die UdSSR br&uuml;skiert haben. Au&szlig;enministerberatungen der vier Siegerm&auml;chte in Moskau (M&auml;rz\/April 1947) bringen zwar eine Einigung dar&uuml;ber, dass deutsche Kriegsgefangene bis Ende 1948 zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden sollten. Doch eine Einigung &uuml;ber einen deutschen Friedensvertrag kam nicht zustande. <\/p><p>Noch w&auml;hrend der Tagung der Au&szlig;enminister in Moskau (1947) <a href=\"https:\/\/history.state.gov\/departmenthistory\/short-history\/truman\">verk&uuml;ndet<\/a> US-Pr&auml;sident Harry S. Truman in einer Rede vor dem US-Kongress die neue Linie der US-Au&szlig;enpolitik. Die als &bdquo;Truman-Doktrin&ldquo; bekannt gewordene Rede sagte allen &bdquo;freien V&ouml;lkern&ldquo; milit&auml;rische und wirtschaftliche Hilfe im Kampf gegen die UdSSR, die &bdquo;kommunistische Bedrohung&ldquo; zu.  <\/p><p>Im Juni des gleichen Jahres (1947) <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/hintergrund-aktuell\/506079\/vor-75-jahren-verkuendung-der-truman-doktrin\/\">rief<\/a> der damalige US-Au&szlig;enminister George C. Marshall &bdquo;die V&ouml;lker Europas&ldquo; auf, sich f&uuml;r ein gegenseitiges wirtschaftliches Hilfs- und Wiederaufbauprogramm zusammenzuschlie&szlig;en und Deutschland einzubeziehen. Die USA w&uuml;rden die erforderliche Wirtschaftshilfe leisten. <\/p><p>Diesem als &bdquo;Marshall-Plan&ldquo; bekannt gewordenen Plan stimmten im September 1947 vierzehn europ&auml;ische Staaten zu. Eine von den Au&szlig;enministern der Siegerm&auml;chte erneut verhandelte Friedensregelung f&uuml;r Deutschland blieb dagegen erneut ohne Ergebnis. Im April 1949 folgte die Gr&uuml;ndung der NATO, Anfang Mai 1949 erhielt Westdeutschland ein Grundgesetz. Im September folgten Wahlen zum Bundestag, Theodor Heuss wurde Bundespr&auml;sident, Konrad Adenauer zum Bundeskanzler gew&auml;hlt.<\/p><p>Im Oktober d. J. erhielt die DDR eine eigene Verfassung. Otto Grotewohl wurde Ministerpr&auml;sident, Wilhelm Pieck Pr&auml;sident der DDR. Die westdeutsche Regierung bezeichnete das in der DDR entstandene &bdquo;Regime als rechtswidrig&ldquo;. Der Vorschlag aus der UdSSR, aus dem gesamten Deutschland einen neutralen Staat zu machen (Stalin-Note), wurde zwischen 1952 und 1956 immer wieder diskutiert. Doch die westdeutsche Regierung unter Konrad Adenauer lehnte das ebenso ab wie die westlichen Alliierten.<\/p><p>Nachdem Westdeutschland 1954 mit der neu gegr&uuml;ndeten Bundeswehr wieder &uuml;ber eine eigene Armee verf&uuml;gte, wurde die BRD Mitglied in der NATO. Erst dann, 1955, entstand der Warschauer Pakt, in dem sich die DDR, die osteurop&auml;ischen L&auml;nder und die UdSSR milit&auml;risch zusammenschlossen. 1957 wurde die &bdquo;Truman-Doktrin&ldquo; von der &bdquo;Eisenhower-Doktrin&ldquo; des damaligen US-Pr&auml;sidenten Dweight D. Eisenhower abgel&ouml;st. Inhaltlich &auml;nderte sich nicht viel. Die USA w&uuml;rde weiterhin jedem Land, das sich vom Kommunismus bedroht f&uuml;hlte, mit allen zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln beistehen.<\/p><p>Einen deutschen Friedensvertrag gab und gibt es bis heute nicht. Nach der Wiedervereinigung 1989\/90 l&ouml;ste die DDR sich auf und gilt im westlich gepr&auml;gten Deutschland bis heute als &bdquo;Unrechtsstaat&ldquo;.<\/p><p><strong>Bereit, den Preis zu zahlen<\/strong><\/p><p>Nachdenken &uuml;ber die deutsche Au&szlig;enpolitik und jede Bilanz &uuml;ber deren k&uuml;nftige Ausgestaltung solle &bdquo;mit der Kenntnis der Fakten beginnen&ldquo;, hatte Au&szlig;enminister Klaus Kinkel im Vorwort zum 125-j&auml;hrigen Jubil&auml;umsband geschrieben. So sollte man davon ausgehen, dass die zahlreichen Dokumentensammlungen des Ausw&auml;rtigen Amtes, die Reden, Erkl&auml;rungen, Vertr&auml;ge, Gesetze, offizielle und Geheimberichte, Anweisungen, Gerichtsurteile, Lageanalysen und Leitlinien des Planungsstabes des Ausw&auml;rtigen Amtes zum Basiswissen von deutschen Diplomaten geh&ouml;ren.<\/p><p>Ob die aktuelle deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock diesen Ratgeber und die darin zusammengefassten Dokumente kennt, ist fraglich. Der von ihr bekannt gewordene Werdegang weist nicht darauf hin, dass sie viel &uuml;ber die deutsche Geschichte, die Umst&auml;nde der Entstehung von BRD und DDR und die Rolle der Siegerm&auml;chte dabei wei&szlig;. Nicht viel mehr Wissen scheint sie &uuml;ber die vielen Jahre deutscher Au&szlig;enpolitik zu haben.<\/p><p>&bdquo;Ich bin 40 Jahre alt, wurde in Westdeutschland geboren und habe gl&uuml;cklicherweise nie Krieg oder Diktatur erlebt&ldquo;, sagte Baerbock bei ihrem Vortrag an der New School in New York. Immerhin war sie schon 19 Jahre alt, als die NATO im M&auml;rz 1999 v&ouml;lkerrechtswidrig und ohne UN-Mandat Jugoslawien &uuml;berfiel. Mit dabei die Bundeswehr, die Luftangriffe flog. Deutschland wurde von Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der, SPD, gef&uuml;hrt, Au&szlig;enminister war Joschka Fischer von den Gr&uuml;nen. <\/p><p>Es gab gro&szlig;e Demonstrationen in Deutschland und Europa, auch unter Beteiligung von Gr&uuml;nen, die einen R&uuml;ckzug der NATO und ein Ende des Krieges gegen Jugoslawien forderten. Nicht so Joschka Fischer, der auf dem Parteitag der Gr&uuml;nen f&uuml;r die Zustimmung seiner Partei zu dem Krieg warb. Er <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7jsKCOTM4Ms\">begr&uuml;ndete<\/a> das unter anderem damit, dass ein &bdquo;neuer Holocaust verhindert&ldquo; werden m&uuml;sse.<\/p><p>Fischer hatte damals in US-Au&szlig;enministerin Madeleine Albright eine Mentorin, die ihn 1998 unter ihre Fittiche genommen hatte, als er Au&szlig;enminister der rot-gr&uuml;nen Regierung Schr&ouml;der geworden war.<\/p><p>Offenbar f&uuml;hlt sich auch die heutige Au&szlig;enministerin von Albright angezogen. Nachdem diese im M&auml;rz 2022 gestorben war, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/abaerbock\/status\/1506729101830197249?lang=de\">verk&uuml;ndete<\/a> Baerbock auf ihrem offiziellen Twitteraccount Au&szlig;enministerin@abaerbock:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Mit Haltung, Klarheit und Mut stand Madeleine Albright als erste US-Au&szlig;enministerin ein f&uuml;r Freiheit und die St&auml;rke von Demokratien. Mit ihr verlieren wir eine streitbare K&auml;mpferin, wahre Transatlantikerin und Vorreiterin. Auch ich stehe heute auf ihren Schultern.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Frau Baerbock auf den Schultern von Madeleine Albright? Einer Politikerin, die den Tod von mehr als 500.000 Kindern im Irak rechtfertigte, die wegen der damaligen UN-Sanktionen gegen den Irak keine Medikamente erhielten und an Durchfallerkrankungen und Unterern&auml;hrung starben. Das sei &bdquo;den Preis wert&ldquo; gewesen, so Frau Albright in einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FbIX1CP9qr4\">Interview<\/a> mit dem TV-Programm 60 Minutes im Jahr 1997. <\/p><p>Baerbock <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article236741569\/Baerbock-Sind-bereit-fuer-Sicherheit-der-Ukraine-hohen-wirtschaftlichen-Preis-zu-zahlen.html\">&uuml;bernahm<\/a> diese Formulierung von Madeleine Albright, als sie Anfang Februar 2022 &ndash; vor dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine &ndash; in Kiew klarmachte, Deutschland sei bereit, &bdquo;f&uuml;r die Sicherheit der Ukraine&ldquo; einen &bdquo;hohen wirtschaftlichen Preis zu zahlen&ldquo;. Wer in Deutschland wurde gefragt, ob er oder sie einverstanden sei? Warum vermittelte Deutschland nicht in dem Konflikt? Weil Washington es nicht wollte? <\/p><p><strong>Schl&uuml;sselqualifikation verfehlt<\/strong><\/p><p>Vermutlich fragt sich nicht nur die Autorin dieses Artikels, was die Politikerin Baerbock f&uuml;r das Amt einer Au&szlig;enministerin qualifiziert. Sie hat ihr Handwerk jedenfalls nicht in einer mehrj&auml;hrigen deutschen Diplomatenausbildung erlernt. Das ergibt sich aus ihrem Lebenslauf und aus einer Einladung des Ausw&auml;rtigen Amtes zu Informationstagen unter dem Titel &bdquo;M&ouml;chten Sie Au&szlig;enpolitik zu Ihrem Beruf machen?&ldquo;. An &bdquo;&uuml;ber 200 deutschen Auslandsvertretungen&ldquo; w&uuml;rden &bdquo;Diplomatinnen und Diplomaten &hellip; Deutschland in der Welt vertreten&ldquo;, hei&szlig;t es da. Deutschland &uuml;bernehme &bdquo;Verantwortung f&uuml;r die L&ouml;sung von Krisen, die nachhaltige Entwicklung oder auch (f&uuml;r) internationale Energie- und Umweltpolitik&ldquo;. <\/p><p>Als &bdquo;Schl&uuml;sselqualifikation&ldquo; wird &bdquo;hohe soziale und interkulturelle Kompetenz&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/karriere\/auswaertiges-amt\/hoeherer-dienst\/bewerbertage?openAccordionId=item-215646-0-panel\">genannt<\/a>. Das Ausw&auml;rtige Amt suche &bdquo;flexible und intellektuell leistungsstarke Personen mit ausgepr&auml;gtem Interesse f&uuml;r politische Zusammenh&auml;nge (&hellip;.) und fortgesetzter Neugier auf andere L&auml;nder und Kulturen&ldquo;.<\/p><p>Das Auftreten der heutigen Au&szlig;enministerin und viele ihrer bisherigen Erkl&auml;rungen sprechen nicht daf&uuml;r, dass sie &uuml;ber diese &bdquo;Schl&uuml;sselqualifikation&ldquo; verf&uuml;gt. Zweifel sind angebracht, wie sie &bdquo;Deutschland in der Welt&ldquo; vertreten und damit &bdquo;Verantwortung f&uuml;r die L&ouml;sung von Krisen&ldquo; &uuml;bernehmen will. Sie spaltet und polarisiert und beharrt darauf, recht zu haben. Sie kann nicht zuh&ouml;ren und tritt lehrmeisterhaft auf. F&uuml;r eine Position, in der man f&uuml;r einen Staat das Gespr&auml;ch auch mit solchen Staaten aufrechterhalten soll, die als &bdquo;unfreundlich&ldquo; eingestuft werden, sind Auftritte wie die von Baerbock unakzeptabel.<\/p><p>Beispielhaft sei der Antrittsbesuch von Baerbock in Moskau im Januar erw&auml;hnt, wo sie lehrmeisterhaft auftrat und mit Sanktionen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=P75SBqQwb9Q\">drohte<\/a>, sollte Russland in Sachen Ukraine nicht einlenken. Es sei &bdquo;schwer&ldquo;, die russischen Man&ouml;ver an der Grenze (zur Ukraine) &bdquo;nicht als Drohung zu verstehen&ldquo;, so Baerbock. Sie erw&auml;hnte nicht den fortgesetzten NATO-Aufmarsch in der Ukraine und anderen osteurop&auml;ischen L&auml;ndern, die von Russland als &bdquo;Bedrohung seiner Sicherheit&ldquo; angesehen werden.<\/p><p>Auch die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6OJ6hzX8SFk\">Begegnung<\/a> mit dem t&uuml;rkischen Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t Cavusoglu in Ankara Ende Juli war von Besserwisserei und direkter Konfrontation gepr&auml;gt. Selbst wenn die T&uuml;rkei politisch durchaus zu kritisieren ist, sollte eine Diplomatin so auftreten, dass eine Gespr&auml;chsgrundlage erhalten bleibt.<\/p><p>In dem Werbetext des Ausw&auml;rtigen Amtes hei&szlig;t es, deutsche Au&szlig;enpolitiker sollten &bdquo;Deutschland in der Welt vertreten&ldquo; und nicht: die deutsche Au&szlig;enministerin erkl&auml;rt anderen die Welt. Deutsche Au&szlig;enpolitiker sollten &bdquo;Verantwortung f&uuml;r die L&ouml;sung von Krisen&ldquo; &uuml;bernehmen, ist das m&ouml;glich, ohne die Ursachen von Krisen einzubeziehen? &bdquo;Flexible und intellektuell leistungsstarke Personen mit ausgepr&auml;gtem Interesse f&uuml;r politische Zusammenh&auml;nge&ldquo; sucht das Ausw&auml;rtige Amt, wie also konnte diese Politikerin deutsche Au&szlig;enministerin werden, obwohl sie offensichtlich nicht &uuml;ber entsprechende Qualifikationen verf&uuml;gt? <\/p><p>Ist sie eine gr&uuml;ne Quotenfrau, die einen qualifizierten SPD-Au&szlig;enpolitiker wie Rolf M&uuml;tzenich verhindern sollte? Oder sollte sie den gr&uuml;nen Au&szlig;enpolitiker J&uuml;rgen Trittin verhindern? Oder stand ihr Name vielleicht auf der Wunschliste Washingtons f&uuml;r die neue Bundesregierung? Die US-Administration hat ja bekanntlich seit Jahren daran gearbeitet, eine Regierung in Berlin zu sehen, die sich gut mit Washington und auf keinen Fall mehr mit Moskau verstehen soll. Endlich ist das geschafft. Das US-Mantra von der &bdquo;Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas&ldquo; bestimmt heute Politik und Medien in Deutschland. Und ganz nebenbei ist das ein gutes Gesch&auml;ft f&uuml;r die USA, die Deutschland nicht nur ihr dreckiges Gas &uuml;ber den Ozean in umweltsch&auml;digende Terminals an Nord- und Ostseek&uuml;ste verkauft, sondern auch milliardenschwere Auftr&auml;ge der Bundeswehr bei US-R&uuml;stungsfirmen gesichert hat.<\/p><p>Mit Baerbock und Habeck in den zwei Schl&uuml;sselressorts Au&szlig;enpolitik und Wirtschaft h&auml;tte Washington es nicht besser treffen k&ouml;nnen. Habeck <a href=\"https:\/\/www.badisches-tagblatt.de\/Nachrichten\/Habeck-sieht-dienende-Fuehrungsrollefuer-Deutschland-128944.html\">versicherte<\/a> bei seinem Besuch in Washington im M&auml;rz, Deutschland sei bereit, &bdquo;eine dienende F&uuml;hrungsrolle auszu&uuml;ben&ldquo;. Mit der Bereitschaft der Bundesregierung zu 100 Milliarden Euro f&uuml;r Milit&auml;rausgaben und zu Waffenlieferungen in die Ukraine  sei auch die Bereitschaft zu mehr Verantwortung innerhalb der Nato verbunden, so Habeck. &bdquo;Und das ist ja auch der Plan.&ldquo; Freiheit m&uuml;sse &bdquo;finanziert werden&ldquo;.<\/p><p><strong>Ein neues gr&uuml;n-transatlantisches &bdquo;Harmonie-Paar&ldquo;<\/strong><\/p><p>Das liegt ganz auf der Linie von Bundesau&szlig;enministerin Baerbock, die wie bei jeder Gelegenheit auch auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar die transatlantische Geschlossenheit beschwor. &bdquo;Lieber Tony Blinken&ldquo;, sprach sie US-Au&szlig;enminister Antony Blinken <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jRUE46dfpfk\">direkt an<\/a>. Die Zeiten seien zwar &bdquo;schwierig&ldquo;, doch sie sei optimistisch gestimmt. Grund daf&uuml;r <a href=\"https:\/\/germania.diplo.de\/ru-de\/aktuelles\/-\/2512476\">sei<\/a> &bdquo;das Wissen um die Kraft unserer transatlantischen Geschlossenheit und die Unverbr&uuml;chlichkeit unseres B&uuml;ndnisses. Und um die St&auml;rke unserer liberalen Demokratien.&ldquo; Deswegen sei ihre Antwort auf die Frage (&hellip;.) ob man hilflos sei oder nicht, eindeutig: &bdquo;Wir sind nicht kollektiv hilflos. Im Gegenteil. Wir sch&ouml;pfen unsere St&auml;rke aus unserem gemeinsamen Handeln. Wir haben es alle gemeinsam in der Hand, ob wir &bdquo;hilflos&ldquo; sind, oder eben nicht.&ldquo; <\/p><p>Aufmerksame Journalisten beobachteten viel &Uuml;bereinstimmung von Baerbock und Blinken bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Er habe schon applaudiert, als sie zum Rednerpult gegangen sei, <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/politik\/baerbock-blinken-team-muenchen-sicherheitskonferenz-id234614597.html\">hie&szlig;<\/a> es in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Und als sie Russland vorwarf, sowohl die Ukraine als auch Europa zu bedrohen, nickte Blinken zufrieden.<\/p><p>Baerbock habe &bdquo;Klartext&ldquo; geredet, das habe Blinken gefallen. Ihre Tonlage entspreche &bdquo;dem Mantra der US-Regierung&ldquo;. Sp&auml;ter h&auml;tten beide auf der B&uuml;hne gesessen, in Schattierungen von Blau &bdquo;farblich aufeinander abgestimmt&ldquo;. Blinken habe Baerbock als &bdquo;Freundin und Kollegin&ldquo; angesprochen und versichert: &bdquo;Wir haben die gleiche Sichtweise,&ldquo; man erg&auml;nze sich. Die Presse sprach von einem neuen &bdquo;deutsch-amerikanischen Tandem&ldquo;, &auml;hnlich wie es das nach 1998 mit US-Au&szlig;enministerin Madeleine Albright und dem damaligen Au&szlig;enminister Joschka Fischer gegeben habe. &bdquo;W&auml;chst ein neues Harmonie-Paar zusammen?&ldquo; <\/p><p><strong>Denken ohne Gel&auml;nder?<\/strong><\/p><p>In der &bdquo;Grundsatzrede&ldquo; an der New School in New York sprach Baerbock die Studierenden an und sagte, sie t&auml;ten &bdquo;genau das, was Hannah Arendt &ndash; die, wie Sie ja alle wissen, auch an dieser Universit&auml;t gelehrt hat &ndash; meinte, als sie vom &bdquo;Denken ohne Gel&auml;nder&ldquo; sprach&ldquo;. Nach Interpretation Baerbocks bzw. des Redenschreibers oder der Redenschreiberin habe die streitbare Philosophin Hanna Arendt damit gemeint, man solle &bdquo;mutig genug&ldquo; sein, Vorurteile und vorgefasste Meinungen abzulegen und (sich) neuen Vorstellungen zu &ouml;ffnen. Der Ansatz sei &bdquo;nicht unbedingt Bestandteil der DNA von Politikerinnen und Politikern&ldquo;, kokettierte Baerbock Beifall haschend und fuhr fort: &bdquo;Wir m&uuml;ssen frische Ideen entwickeln&rdquo; und &bdquo;bereit sein, die Welt auch aus dem Blickwinkel von Menschen zu sehen, die unsere Meinung nicht teilen&ldquo;. <\/p><p>Die folgenden Ausf&uuml;hrungen machten deutlich, dass Baerbock sich mit Hannah Arendt vermutlich noch nie wirklich auseinandergesetzt hatte. Sie benutzte die Philosophin nur, um sich v&ouml;llig oberfl&auml;chlich einen anschaulichen Begriff anzueignen, der sich Presse und Zuh&ouml;rerschaft einpr&auml;gen w&uuml;rde. Die Denkarbeit von Hannah Arendt, die hinter dem Begriff liegt, kommt nicht vor und ist f&uuml;r die deutsche Au&szlig;enministerin auch unwichtig. Ganz wie es jede PR-Strategie vorsieht, ist nur wichtig, dass Baerbock mit diesem Begriff ihre Botschaft verbreiten konnte. Sie sagte: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;F&uuml;r uns bedeutet Denken <em>ohne<\/em> Gel&auml;nder: <\/p>\n<p>Deutschland hat ein Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro aufgelegt, mit dem wir unsere Bundeswehr st&auml;rken wollen. <\/p>\n<p>Wir haben seit Jahrzehnten bestehende Grunds&auml;tze bei R&uuml;stungsexporten revidiert, sodass Deutschland mittlerweile zu den st&auml;rksten milit&auml;rischen und finanziellen Unterst&uuml;tzern der Ukraine z&auml;hlt. <\/p>\n<p>Und wir haben unseren Beitrag zur NATO ausgeweitet: Deutschland hat die F&uuml;hrung des NATO-Gefechtsverbands in Litauen &uuml;bernommen und stellt eine Brigade mit bis zu 800 Soldatinnen und Soldaten bereit, die bei Bedarf dorthin verlegt werden k&ouml;nnen. Wir beteiligen uns mit unseren Kampfflugzeugen an der Sicherung des Luftraums &uuml;ber den Baltischen Staaten &ndash; und am Schutz der Slowakei mit Patriot-Luftabwehrsystemen. <\/p>\n<p>Aber wir wissen auch, dass das noch nicht ausreicht. Unser Ziel <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/baerbock-den-transatlantischen-moment-nutzen\/2545656\">ist es<\/a>, den europ&auml;ischen Pfeiler der NATO weiter zu st&auml;rken. &bdquo;Europe matters&ldquo; &ndash; Europa hat Gewicht, auch sicherheitspolitisch &ndash; das haben wir nach dem 24. Februar erlebt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Demokratie sei schwierig und kompliziert, doch sie er&ouml;ffne die Debatte, das Denken ohne Gel&auml;nder und den Streit, so Baerbock. Menschen in Amerika und in Europa m&uuml;ssten &bdquo;M&ouml;glichkeiten f&uuml;r kreative Auseinandersetzungen schaffen, damit unsere Demokratien sich entwickeln, voranschreiten und sich modernisieren k&ouml;nnen&ldquo;. Man m&uuml;sse &bdquo;sicherstellen, dass unsere Demokratien vor Versuchen gesch&uuml;tzt werden, das zu zerst&ouml;ren, was ihren Wesenskern ausmacht, n&auml;mlich die Werte und Institutionen, ohne die sie nicht lebensf&auml;hig sind&ldquo;. <\/p><p>Um sich dabei gegenseitig zu unterst&uuml;tzen, sei ein &bdquo;deutsch-amerikanisches Zukunftsforum&ldquo; geschaffen worden. Dort sollten &bdquo;junge Fachleute sowie Entscheidungstr&auml;gerinnen und Entscheidungstr&auml;ger aus unseren beiden L&auml;ndern zusammen(kommen), um neue Ideen f&uuml;r unsere Gesellschaften und die transatlantische Partnerschaft zu entwickeln, kurz gesagt: f&uuml;r ein &bdquo;Denken ohne Gel&auml;nder&ldquo;. <\/p><p>Es w&auml;re interessant zu h&ouml;ren, was Hannah Arendt zu dieser transatlantischen Interpretation ihrer philosophischen Denkarbeit zu sagen h&auml;tte.<\/p><p><strong>Nachtrag:<\/strong> An dieser Stelle sei daran erinnert, dass das Au&szlig;enministerium in Berlin die Leitung bei der Schaffung einer Nationalen Sicherheitsstrategie <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/themen\/Nationale_Sicherheitsstrategie\/nationale-sicherheitsstrategie\/2532862\">&uuml;bernommen hat<\/a>, die es in Deutschland so noch nie gab. In einem &bdquo;umfassenden Dialogprozess (&hellip;) in einem gemeinsamen und inklusiven Prozess mit der &Ouml;ffentlichkeit sowie Expertinnen und Experten&ldquo; soll diese Strategie &bdquo;zwischen Menschen&ldquo; gestaltet werden: &bdquo;Denn es geht um menschliche Sicherheit. Es geht um die Freiheit jedes einzelnen Menschen &ndash; bei uns und weltweit.&ldquo; <\/p><p><strong>Deutschland und die USA als Zukunftsgestalter weltweit?<\/strong><\/p><p>Von Nord-, S&uuml;d- und Mittelamerika &uuml;ber Afrika, den Nahen und Mittleren Osten bis Asien erinnert man sich sehr wohl an Jahrhunderte europ&auml;ischer Kolonialherrschaft, die stellvertretend der Journalist und Schriftsteller Eduardo Galeano (Uruguay) in seinem Buch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76205\">&bdquo;Die offenen Adern Lateinamerikas&ldquo;<\/a> so beschrieb: <em>&bdquo;Sie hinterlie&szlig;en uns &hellip; G&auml;rten, die zu W&uuml;sten wurden, brachliegende Felder, ausgeh&ouml;hlte Berge, faules Wasser, lange Karawanen von Ungl&uuml;cklichen, die zu einem fr&uuml;hen Tod verurteilt sind, und leere Pal&auml;ste voller Gespenster. (&hellip;.) Wir Lateinamerikaner sind arm, weil der Boden, auf dem wir gehen, reich ist.&ldquo;<\/em><\/p><p>Und weltweit &ndash; von S&uuml;d- und Mittelamerika, &uuml;ber Afrika, den Nahen und Mittleren Osten bis nach Asien &ndash; erinnert man sich an die USA, die seit dem Ende des 2. Weltkrieges f&uuml;r Putsche, Kriege und Kriegsverbrechen, f&uuml;r Flucht und Vertreibung von Millionen Menschen, f&uuml;r die Zerst&ouml;rung von Staaten und f&uuml;r die Pl&uuml;nderung ihrer &ouml;konomischen Grundlagen verantwortlich ist. <\/p><p>Die USA, die sich f&uuml;r auserw&auml;hlt h&auml;lt und darum Journalisten wie Julian Assange verfolgt, der dabei half, US-Kriegsverbrechen im Irak aufzudecken. Deutschland und die USA &ndash; Partners in Leadership?<\/p><p>Titelbild: Alexandros Michailidis\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/ac5c99e87bd44d6abb5f0a32943a723b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock hat Anfang August an der New School in New York eine &bdquo;Grundsatzrede&ldquo; zu den transatlantischen Beziehungen gehalten. Dabei erinnerte sie an die Philosophin Hannah Arendt, die an eben jener Universit&auml;t gelehrt und auch &uuml;ber das &bdquo;Denken ohne Gel&auml;nder&ldquo; gesprochen habe. Das werde heute gebraucht, sagte Baerbock: &bdquo;Wir m&uuml;ssen frische Ideen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86846\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":86848,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,198,165],"tags":[1457,2871,3179,2665,3005,2161,2366,2250,466,259,1977],"class_list":["post-86846","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-innen-und-gesellschaftspolitik","tag-albright-madeleine","tag-antikommunismus","tag-arendt-hannah","tag-baerbock-annalena","tag-blinken-antony","tag-friedensabkommen","tag-habeck-robert","tag-nachkriegszeit","tag-nato","tag-russland","tag-transatlantische-partnerschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/shutterstock_2137715777.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86846","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=86846"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86846\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86975,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86846\/revisions\/86975"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/86848"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=86846"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=86846"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=86846"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}