{"id":86853,"date":"2022-08-13T14:00:13","date_gmt":"2022-08-13T12:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86853"},"modified":"2022-08-13T15:36:41","modified_gmt":"2022-08-13T13:36:41","slug":"leserbriefsammlung-zu-medien-daemonisieren-nach-putin-nun-auch-die-russische-bevoelkerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86853","title":{"rendered":"Leserbriefsammlung zu \u201eMedien d\u00e4monisieren \u2013 nach Putin \u2013 nun auch die russische Bev\u00f6lkerung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Tobias Riegel kommentiert in diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86669\">Beitrag<\/a> seine Beobachtung, dass die &bdquo;antirussische Hysterie in vielen deutschen Redaktionen&ldquo; und ihre &bdquo;bisherige &sbquo;normale&lsquo; Kampagne zur Verl&auml;ngerung der Krieges in der Ukraine&ldquo; weiterhin ausgebaut werde. Sei bisher in einer&bdquo;unangemessenen Personalisierung oft von &sbquo;Putins Krieg&rsquo; die Rede&ldquo; gewesen, so sei zunehmend die russische Bev&ouml;lkerung unter Beschuss, der pauschal &bdquo;ein (&hellip;) in der dunklen russischen Seele verankerter Hang zur Gewalt&ldquo; unterstellt w&uuml;rde. Diese Eskalation solle zum einen davon ablenken, dass &bdquo;die von vielen gro&szlig;en deutschen Medien verteidigten westlichen Waffenlieferungen zu einer Verl&auml;ngerung von Krieg und Leid&ldquo; in der Ukraine beitragen w&uuml;rden, zum anderen solle sie &bdquo;die selbstzerst&ouml;rerischen Sanktionen (Deutschlands) propagandistisch verteidigen, die sich vor allem gegen die eigenen B&uuml;rger&ldquo; richten w&uuml;rden. Wir danken f&uuml;r die vielen interessanten Leserbriefe, die <strong>Ala Goldbrunner<\/strong> zusammengestellt hat,<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>ich hoffe, ich irre, aber scheinbar hat der Kampf gegen Rassismus sich selbst &uuml;berlebt.<\/p><p>Seit mehr als 20 Jahren lebe ich in Deutschland und muss mir aufgrund meiner russischen Herkunft so einiges anh&ouml;ren und gefallen lassen. Von &bdquo;Vodka&ldquo;-Witzchen, &uuml;ber Beinamen wie &bdquo;besoffener Russe&ldquo; bis hin zu offenem Rassismus ist alles dabei.<\/p><p>Sehr fr&uuml;h habe ich gelernt, dass dieser unterschwellige Rassismus mich mein Leben lang begleiten wird. Irgendwie blieb die Hoffnung, dass es nicht schlimmer wird. Die aktuelle rhetorische Zuspitzung allerdings ist nur noch be&auml;ngstigen und besch&auml;mend. <\/p><p>Be&auml;ngstigend, weil ich versuche die russische Sprache als kulturelles Erbe an meine Kinder weiterzugeben und mir mittlerweile gut &uuml;berlege, wo und wie laut ich mit dem Nachwuchs russisch sprechen kann. Meinen Vornamen nenne ich Fremden gegen&uuml;ber ungerne.<\/p><p>Besch&auml;mend, weil es bei den &bdquo;Vodka&ldquo;-Witzchen leider nicht bleiben wird.<\/p><p>Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als einst ein Schulkamerad mir sagte, er will sich nicht mehr mit mir treffen, weil sein Gro&szlig;vater ihm erz&auml;hlte, alle Russen l&uuml;gen und sind faul.<\/p><p>Das sitzt und ich wollte meinen Kindern dieses Schicksal ersparen, aber abwenden l&auml;sst sich das wohl bedauerlicherweise nicht mehr. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter werden sie das abbekommen und dann gilt es den Schaden zu begrenzen.<\/p><p>Was das RND abliefert, ist eine Steilvorlage f&uuml;r offenen Rassismus und Gewalt. Und auch wenn das &bdquo;Geschreibsel&ldquo; nach au&szlig;en gerichtet ist, so wirken die entfesselten Kr&auml;fte auch immer nach innen gegen Teile der eigenen Bev&ouml;lkerung. Und wir haben gesehen, wozu das in den USA gef&uuml;hrt hat, als Asiaten auf offener Stra&szlig;e angefeindet und ermordet wurden, weil man den &bdquo;Chinesen&ldquo; die Schuld f&uuml;r COVID-19 in die Schuhe geschoben hat.<\/p><p>Eigentlich sch&uuml;tzt in der BRD das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzt alle Menschen vor Diskriminierung jeglicher Art &ndash; auch pr&auml;ventiv durch seine blo&szlig;e Existenz. Warum sich Redakteure trotzdem anma&szlig;en, ein diskriminierendes &bdquo;Pseudo-Psychogramm&ldquo; zu erstellen, bleibt f&uuml;r mich ein R&auml;tsel &ndash; zumal es mich aufgrund meiner Herkunft und meiner Lebensweise trifft und betrifft.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEugen Baitinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Riegel,<\/p><p>den obigen Artikel habe ich mit Beklemmung gelesen. Wir alle wissen doch l&auml;ngst, dass in jedem Krieg die Wahrheit zuerst stirbt, und leider glauben viele Leser diese widerlichen L&uuml;gen, mit denen man jetzt auch per se die Russen als barbarisch, grausam und minderwertig darstellt. Viele der Anw&uuml;rfe im referierten Artikel sind k&uuml;rzlich durch Amnesty International schon widerlegt worden. W&auml;hrend die USA noch jeden v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg als &ldquo;preemptive war&rdquo; deklariert haben, wird dies bei Russland einfach nicht anerkannt. Es wird offenbar mit zweierlei Ma&szlig; gemessen, und die kriegsl&uuml;sternen Autoren spielen eine unr&uuml;hmliche Rolle hierbei.<\/p><p>Als Philologin habe ich erlebt, dass Russen an franz&ouml;sischen, italienischen, portugiesischen und spanischen VHS-Kursen teilnehmen und an europ&auml;ischer Kultur und ihren Sprachen interessiert sind, was nicht f&uuml;r ihren Barbarismus, sondern f&uuml;r ihre Kultiviertheit spricht. Ich finde es bewundernswert, dass Herr Putin seine Ressentiments gegen &ldquo;die Deutschen&rdquo; &uuml;berwunden und unsere Sprache erlernt hat, obwohl seine Familie arg unter der grausamen Belagerung Leningrads gelitten und den Tod seines Bruders gekostet hat. Im Gegensatz zu o.g. Kriegstreibern hat er jedenfalls begriffen, dass man eben nicht pars pro toto setzen darf.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nKarina Harris<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Redaktionsteam der Nachdenkseiten,<\/p><p>in diesen Zeiten ben&ouml;tigen wir kritischen Journalismus, der informiert statt indoktriniert, hinterfragt statt nacherz&auml;hlt. Mit bestem Dank f&uuml;r Ihre auf diesem Gebiet so wertvolle Arbeit sende ich Ihnen ein Gedicht zur westlichen Doppelmoral beim Blick auf Russland. Ich w&uuml;rde mich sehr freuen, wenn Sie es ver&ouml;ffentlichen, m&ouml;chte aber aufgrund unserer in Deutschland &auml;u&szlig;erst schwierigen Diskurskultur darum bitten, meinen Namen nicht auszuschreiben &ndash; also das Gedicht unter K.W. erscheinen zu lassen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e von einer regelm&auml;&szlig;igen Leserin<\/p><p>In Russland, so sagt man<\/p><p>In Russland, so sagt man,<br>\nIst die Meinung nicht frei,<br>\nDa herrscht ein Medien-Einerlei<br>\nRegierungskritik h&ouml;rt man dort gar nicht gern<br>\nZum Gl&uuml;ck ist Russland fern, ja so fern.<\/p><p>In Russland, so liest man,<br>\nGibt es Zensur<br>\nDa lobt die Presse ausschlie&szlig;lich nur<br>\nOpposition wird dort unterdr&uuml;ckt<br>\nGottlob sind wir hier nicht so verr&uuml;ckt.<\/p><p>In Russland, so schreibt man,<br>\nist Protest untersagt<br>\nbestraft wird, wer es trotzdem wagt.<br>\nIst das doch ein Grundrecht in der Demokratie!<br>\nWir haben f&uuml;r so etwas keine Sympathie.<\/p><p>In Russland, so h&ouml;rt man,<br>\nF&uuml;hrt man gern Krieg,<br>\ndas Schlachtfeld entscheidet, man schw&ouml;rt ein auf den Sieg!<br>\nPazifisten haben dort nur sehr wenig Gewicht<br>\nZum Gl&uuml;ck gibt es solches in Deutschland nicht.<\/p><p>In Russland, so wei&szlig; man,<br>\ndenkt man r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt<br>\ndie alten Feindbilder zeugen von Unverstand<br>\nSo viel Militarismus und Kriegsgeschrei!<br>\nGottseidank ist das hier schon lange vorbei. <\/p><p>In Russland, so erkl&auml;rt man,<br>\nschaut man auf den B&uuml;rger herab,<br>\nverlangt ihm die richtige Haltung schon ab.<br>\nDie F&uuml;hrung will eines nur: indoktrinieren.<br>\nDas k&ouml;nnte uns hier niemals passieren.<\/p><p>In Russland, so schimpft man,<br>\nist man dumm und verirrt,<br>\nman will nicht verstehen, dass man das Land ruiniert,<br>\ndie Wirtschaft zerst&ouml;rt und die Br&uuml;cken abbricht,<br>\nGottlob begeht diese Fehler der Westen nicht.<\/p><p>In Russland, so sagt man,<br>\nsind die Menschen verblendet<br>\nsie erkennen es nicht, dass ihr Wohlstand jetzt endet<br>\nda m&uuml;ssten sich die B&uuml;rger doch unbedingt wehr&rsquo;n<br>\nZum Gl&uuml;ck ist Russland fern &ndash; ja so fern?<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihren n&uuml;tzlichen Artikel.<\/p><p>Es ist nicht nur die russische Bev&ouml;lkerung, die d&auml;monisiert wird. Frau Karin Kneissl, ehemalige Au&szlig;enministerin des &ldquo;neutralen&rdquo; &Ouml;sterreich, wurde in ihrer Heimat auf das &Uuml;belste beschimpft (Russen-Sau, dir geh&ouml;rt der Bauch aufgeschlitzt), so dass sie sich veranlasst sah, das Land zu verlassen.<br>\nDer S&auml;nger Roger Waters (Fink Floyd) sorgte mit seinen Aussagen zum Ukrainekrieg f&uuml;r &ldquo;Emp&ouml;rung&rdquo;. Aber nat&uuml;rlich nur bei den selbstgerechten deutschen Medien (Spiegel, Welt, t-online und RND).<br>\nUnd was kommt noch erschwerend hinzu: alle Kritiker der g&auml;ngigen Politik sind nat&uuml;rlich rechtsextrem und antisemitisch.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Helmut Lang<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Tobias Riegel, liebe NDS,<\/p><p>es ist besch&auml;mend wie unterirdisch, primitiv und heuchlerisch die deutschen Qualit&auml;tsmedien ihre &bdquo;G&uuml;lle&ldquo; &uuml;ber die deutsche Bev&ouml;lkerung ergie&szlig;en. Wie Sie schreiben, hat dieser Russenhass historische Wurzeln. Es begann vor dem 1. Weltkrieg, verst&auml;rkte sich unter dem Nationalsozialismus und wurde von den Aposteln Hitlers in die alte Bundesrepublik &uuml;bernommen. Es fand nie eine wirkliche Entnazifizierung und Aufarbeitung dieser erb&auml;rmlichen Geschichte statt. Auch die Jugend, wenn auch verdeckt, wurde mit diesem Gedankengut erzogen. Ein so genialer Kanzler wie Bismarck hat als Diplomat in St. Peterburg die Russen kennen und sch&auml;tzen gelernt. Aus seiner politische Kernkompetenz heraus, die den heutigen Vorturnern nicht in die Wiege gelegt wurde, war er stets um Entspannung mit Russland bem&uuml;ht. Der R&uuml;cksicherungsvertrag mit den Russen vom 18.6.1887 sollte die Kriegsgefahr in Europa bannen. Seine Politik war von Abschreckung und Entspannung gepr&auml;gt. Nach ihm kamen nur Unf&auml;hige (Wilhelm II, Caprivi, Holstein, B&uuml;low etc.) an die Schaltstellen der Macht, die uns mit der Abkehr von Russland den heutigen Zustand hinterlie&szlig;en.<\/p><p>Man muss es immer wieder betonen, schon vor und w&auml;hrend des 1. Weltkrieges waren die deutschen Leitmedien in Treue zu den Herrschenden und deutschem Patriotismus Anpeitscher der Kriegshysterie und des Rassenhasses. Das hatte negative Auswirkungen auf die deutsche Bev&ouml;lkerung, die bis heute bestehen. Es ist leider Realit&auml;t, dass ein Gro&szlig;teil des deutschen Volkes aus der eigenen verheerenden Geschichte nichts gelernt hat. Ist das Dummheit, Feigheit oder Untertanengeist?<\/p><p>Dieser Zeitgeist, angef&uuml;hrt von einer unqualifizierten und einf&auml;ltigen Ampelregierung sowie gleichgeschalteten Medien ist eine Gefahr f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Entwicklung der Bundesrepublik. Ich sch&auml;me mich f&uuml;r diese Sorte Kriegstreiber und Rassisten. Sie besitzen aber die Arroganz und Frechheit, Kritikern der Expansionspolitik Israels Antisemitismus, Kritikern der Migrationspolitik Rassenhass und Querdenkern rechtes Gedankengut vorzuwerfen.<\/p><p>&Uuml;brigens, gr&ouml;&szlig;ter Kommanditist des RND ist die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft, das Medienbeteiligungsunternehmen der SPD!!!<\/p><p>Das sagt doch alles aus &uuml;ber den Zustand dieser sogenannten Arbeiter- und Friedenspartei. Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?? Wollen wir den 3. Weltkrieg?<\/p><p>Ein Zitat von einer Montagsdemo, wo mutige Menschen gegen diesen uns&auml;glichen Zeitgeist auf die Stra&szlig;e gehen: &bdquo;Alles f&auml;llt. Volk, Land, Euro, Stolz &hellip;, nur der Groschen nicht<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPeter Raue<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, lieber Tobias Riegel,<\/p><p>es ist unglaublich, das Ma&szlig; an unverhohlener antirussischer Propaganda, das unsere Medien, voran die &ouml;ffentlich rechtlichen Sender, ohne Skrupel t&auml;glich verbreiten. Gerade eben im ZDF Journal: In einem Beitrag wird &uuml;ber das Parteiordnungsverfahren gegen Gerhard Schr&ouml;der berichtet. Alle, die in diesem &bdquo;Nachrichten&ldquo;-Beitrag zu Wort kommen sind nat&uuml;rlich emp&ouml;rt &uuml;ber Schr&ouml;ders N&auml;he zu Russland und Putin. Alle haben keinerlei Verst&auml;ndnis, dass die SPD Schiedskommission Schr&ouml;der nicht aus der SPD geworfen hat. Dann legt Marietta Slomka mit ihrer &Uuml;berleitung zum folgenden Beitrag ein ganz perfides Propagandast&uuml;ck hin. Sie spekuliert dar&uuml;ber, dass mit &bdquo;Querschl&auml;gern wie Schr&ouml;der&ldquo; in &ldquo;Putins Russland&rdquo; ganz anders umgegangen w&uuml;rde. Sie endeten, so Slomka w&ouml;rtlich, in Sibirien oder mit einer Kugel im Kopf. &ndash; Es folgt ein Bericht &uuml;ber einen Prozess gegen eine russische Journalistin, die auf Facebook Putin und den Ukraine Krieg kritisiert hat. Inhaltlich enth&auml;lt der Bericht das &Uuml;bliche: Klagen dar&uuml;ber, wie brutal Russland mit politischer Kritik umgeht, Klagen dar&uuml;ber, dass nicht mehr Menschen in Russland gegen Putin protestieren, Klagen &uuml;ber mangelnde Solidarit&auml;t in Russland mit der Ukraine und &uuml;berschw&auml;ngliche Begeisterung f&uuml;r die Wenigen, meist junge Frauen, die in Russland trotzdem Putin beschimpfen, den Krieg kritisieren und sich an die Seite der Ukraine stellen. Am Ende des Beitrags wird berichtet, dass die angeklagte Journalistin zu einer Geldstrafe von umgerechnet 600 Euro verurteilt wurde. Kein Sibirien, keine Kugel in den Kopf &ndash; ganz so brutal geht Russland wohl doch nicht mit seinen Kritikern um. Nein, dieser Prozess und das Urteil soll nicht entschuldigt und gerechtfertigt werden. Ein Gerichtsprozess und eine Verurteilung wegen eines Facebook Posts sind l&auml;cherlich und falsch. Aber der Heute Journal Beitrag hat mir Angst gemacht. Das ist kein Journalismus, das ist Propaganda pur. Mir graut davor, wie sich unser Land entwickeln wird, sollte es tats&auml;chlich im Winter zu einer ernsthaften Energiekrise kommen mit B&uuml;rgerprotesten und einem sp&uuml;rbaren R&uuml;ckgang der k&uuml;nstlich angeheizten Ukraine-Solidarit&auml;t. Ich f&uuml;rchte, unser Staat wird dann mit Kritikern auch nicht anders umgehen, als es Russland heute mit seinen Kritikern tut. Und auf welcher Seite dann Frau Slomka und ihre Kolleginnen und Kollegen stehen, deren Verrohung jetzt schon nicht zu &uuml;bersehen und zu &uuml;berh&ouml;ren ist, d&uuml;rfte v&ouml;llig klar sein.<\/p><p>Danke f&uuml;r eure wichtige Arbeit.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nThomas Arnold<br>\nNauheim<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&bdquo;Waffenmesse&ldquo; zu Hause<\/p><p>Wir haben ein neues Fernseh-, Rundfunk- und Presseformat &ndash; jeden Abend sitzen &bdquo;die Milit&auml;rs&ldquo; dieser Welt vor dem Bildschirm, tags&uuml;ber vor dem Radio, morgens vor der Zeitung und fachsimpeln &uuml;ber Erfolge, Fehler, Feuerkraft und Effizienz der neuesten und der &auml;lteren Versionen aller Waffengattungen. Der Krieg in der Ukraine bietet erstmalig wieder M&ouml;glichkeiten, alles an milit&auml;rischem Ger&auml;t in offener Feldschlacht auszuprobieren. Das Schlachtfeld ersetzt die langweilig gewordenen &bdquo;Trocken&uuml;bungen&ldquo; &ndash; in Echtzeit! <\/p><p>Und alle k&ouml;nnen dabei sein. Was man da zu sehen und zu h&ouml;renbekommt &ndash; wahre Feuerwerke an &bdquo;Wunderwaffen&ldquo;, allesamt &bdquo;game changer&ldquo;! Die Waffen haben Preisschilder, wie man es aus der Werbung kennt. Es geht um Kauf und Verkauf, um Gewinne und Sektfr&uuml;hst&uuml;cke in der R&uuml;stungsindustrie.Soldaten gibt es in der Ukraine offenbar im &Uuml;berfluss. Und wenn gerade nicht, dann holen Milizen wie Asow Zivilisten mit vorgehaltener Waffe aus ihren H&auml;usern, um sie zwangsweise zu rekrutieren wie im Mittelalter beim &bdquo;Bauern legen&ldquo;.<\/p><p>Das ist nur m&ouml;glich, weil Menschen im Kriegsgesch&auml;ft nichts wert sind. F&uuml;r Soldaten ist per Definition das soziale T&ouml;tungsverbot aufgehoben, nach Kurt Tucholsky sind sie &bdquo;M&ouml;rder&ldquo;. Milit&auml;rische Mittel der Konfliktregelung sind schlicht Barbarei. Um dieses unser barbarisches Zeitalter zu beenden, bed&uuml;rfte es der universellen Geltung des T&ouml;tungsverbots und der Anerkennung der physischen und psychischen Unverletzlichkeit als universelles Menschenrecht. Das Gegenteil wurde hier am lebenden Objekt vorbereitet und wird nun ruin&ouml;s umgesetzt &ndash; bis zum letzten Ukrainer. Wer stoppt die m&ouml;rderische &bdquo;Waffenschau&ldquo; und f&auml;llt den Kriegsgewinnlern in den Arm?<\/p><p>Wolfgang Richter, Dortmund<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>das, was sich da einige der sogenannten &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; inzwischen erlauben, bezeichnet unsere Rechtsordnung m.E. als &ldquo;Volksverhetzung&rdquo;. Der &sect; 130 Abs. 1 und 2 StGB ist da m.E. sehr eindeutig! Mehr ist dazu nicht zu sagen.<\/p><p>Aber welche StA ermittelt, welches Gericht w&uuml;rde eine Klage annehmen? Ich sehe da finstere Zeiten auf Deutschland, Europa und die Welt zurollen.<\/p><p>KK<\/p><p>(Anm. Redaktion: Der Wortlaut des vom Lesers aufgef&uuml;hrten Paragraphen lautet:<\/p><p>&ldquo;&sect; 130 Volksverhetzung<\/p><p>(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den &ouml;ffentlichen Frieden zu st&ouml;ren,<\/p><p>1. gegen eine nationale, rassische, religi&ouml;se oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bev&ouml;lkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugeh&ouml;rigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bev&ouml;lkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willk&uuml;rma&szlig;nahmen auffordert oder<\/p><p>2. die Menschenw&uuml;rde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bev&ouml;lkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugeh&ouml;rigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bev&ouml;lkerung beschimpft, b&ouml;swillig ver&auml;chtlich macht oder verleumdet,<\/p><p>wrd mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu f&uuml;nf Jahren bestraft&ldquo;)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten,<\/p><p>anbei lediglich eine Randnotiz, zur nebenbei erw&auml;hnten sog. &ldquo;junge Welt,&rdquo; im Artikel &ldquo;Medien d&auml;monisieren &ndash; nach Putin &ndash; nun auch die russische Bev&ouml;lkerung,&rdquo; von Tobias Riegel am 08. August 2022.<\/p><p>Vorab sei angemerkt da&szlig; ich die Artikel von Herrn Riegel sehr sch&auml;tze. Sie sind wichtig und richtig.<\/p><p>Nun zur Randnotiz, die Akteure der sog. &ldquo;junge Welt&rdquo; sind nat&uuml;rlich exakt die Richtigen, hei&szlig;t, was das betrifft, haben nat&uuml;rlich einen tadellosen Leumund, um Anderen, wenn auch zutreffend, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vorzuwerfen.<\/p><p>Die Bsp. sind zahlreich und dazu einfach einmal &ldquo;junge Welt&rdquo; zusammen mit &ldquo;Coronaleugner, Impfgegner, zeroCovid&rdquo; u.&auml;. in eine Suchmaschine ihrer Wahl eingeben.<\/p><p>Den aktuellen Totalitarismus, inkl. der Spaltung der Gesellschaft, hat die sog. &ldquo;junge Welt&rdquo; freundlichst mitbegleitet. Nat&uuml;rlich findet man immer wieder auch Zutreffendes, aber wenn man die Damen und Herren mal gebrauchen k&ouml;nnte, findet man sie schnurstracks gegen&uuml;ber. Das nicht zum ersten Mal.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMike Holstein<\/p><p>P.S.: Ich wollte das nicht unerw&auml;hnt lassen, da in letzter Zeit h&auml;ufiger auf die junge Welt verwiesen wird.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>In der aktuellen Apple TV Serie (Anm.Red.: &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/For_All_Mankind\">For All Mankind<\/a>&ldquo;) <\/p><p>werden die Russen wie im Artikel beschrieben dargestellt.<\/p><p>Beispiel, Kurzclip: der gefangene Amerikaner wird so richtig verpr&uuml;gelt, um ihn zur Kooperation zu zwingen: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vexNNBSoKqc\">youtube.com\/watch?v=vexNNBSoKqc<\/a><\/p><p>Auch sonst kommen die Russen nicht gut weg.<\/p><p>Die ganze Serie ist Propaganda, ist doch die Kooperation im &ldquo;Weltraum&rdquo; ein Mysterium, das mit dem Weltbild konkurrierender Staaten nicht vereinbar ist.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich habe ein paar Anmerkungen zum Artikel &ldquo;Medien d&auml;monisieren &ndash; nach Putin &ndash; nun auch die russische Bev&ouml;lkerung&rdquo; von Tobias Riegel.<\/p><p>Dieser kriegshetzerische Rassimus, der in dem von Ihnen inkriminierten Artikel herrscht, ist nicht neu. Sp&auml;testens seit den Einlassungen von der Politikwissenschaftlerin Florence Gaub, der stellvertretenden Direktorin des Instituts der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r Sicherheitsstudien in Paris (!), bei Markus Lanz, ist Rassismus bzw. die Reaktivierung nazistischer Hetzereien auf der Tagesordnung. Der Begriff Think Tank ist da ganz passend, auf ideologisch geschmierten Panzerketten gegen den Feind! Interessant ist auch, dass die woke Gemeinschaft diesbez&uuml;glich offenbar keine Probleme hat, obwohl sie sonst doch recht sensibel auf vermeintlichen oder auch offenen Rassismus und Nazismus reagieren. Aber auch das f&uuml;gt sich ein in ein offen heuchlerisches Verh&auml;ltnis zu Menschenrechten und dem V&ouml;lkerrecht im Westen.<\/p><p>Was mich aber ein ganz klein wenig fassungslos macht, ist der psychische Zustand des Artikelschreibenden des Redaktionsnetzwerks Schland. Die Qualit&auml;tspresse (drei oder vier Redaktionen, 4 oder 5 Besitzer und Qualit&auml;tspresseagenturen als Ghostwriter) bekannt f&uuml;r ihre feine Klinge, Arroganz und H&auml;me, im St&uuml;rmerstil (gab es denn in dem Artikel auch Bilder, wenn ja &ndash; lasst mich raten)? Schreiben diese Redaktomaten diese Texte mit Schaum vor dem Mund selbst oder lassen sie sich nur noch bezahlen daf&uuml;r, ihren Friedrich-Wilhelm unter feinste ukrainische Propaganda zu setzen und nicht mehr in den Spiegel (ich meine den, der reflektiert, nicht den der nur noch Propaganda kotzt) zu gucken?<\/p><p>Dieser &ldquo;Artikel&rdquo; ist zudem vom Timing her recht aufschlussreich. Gerade hat Amnesty mal nicht amnestisch reagiert und das beschrieben, was allen nicht v&ouml;llig Vernagelten klar war, dass die ukrainischen Streitkr&auml;fte keine R&uuml;cksicht auf Zivilisten nehmen (zumal die im Donbas &uuml;berwiegend russischsprachig sind) und &ldquo;Kriegsverbrechen&rdquo; provozieren. Da muss man als unabh&auml;ngiger Mensch schon dagegenhalten.<\/p><p>Und entgegen allem Murren, das mit der Zeitenwende stimmt leider: Wir sind von der kriegsvorbereitenden Indoktrination der Bev&ouml;lkerung in die effektive Vorkriegszeit eingetreten (f&uuml;r die Verwirrten: wir haben und hatten immer Kriege, jetzt aber soll es wieder mal ums Ganze gehen, will sagen, es geht effektiv auch um unseren Arsch).<\/p><p>Hochachtungsvoll (ich meine das auch so, denn ich warte darauf, dass nicht nur LibMod ihre Arbeit denunziert, sondern auch die westliche Wertegemeinschaft, ich hoffe, sie haben gen&uuml;gend Bargeld<\/p><p>Rudolf Aichner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tobias Riegel kommentiert in diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86669\">Beitrag<\/a> seine Beobachtung, dass die &bdquo;antirussische Hysterie in vielen deutschen Redaktionen&ldquo; und ihre &bdquo;bisherige &sbquo;normale&lsquo; Kampagne zur Verl&auml;ngerung der Krieges in der Ukraine&ldquo; weiterhin ausgebaut werde. Sei bisher in einer&bdquo;unangemessenen Personalisierung oft von &sbquo;Putins Krieg&rsquo; die Rede&ldquo; gewesen, so sei zunehmend die russische Bev&ouml;lkerung unter Beschuss, der pauschal &bdquo;ein<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86853\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-86853","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=86853"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86855,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86853\/revisions\/86855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=86853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=86853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=86853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}