{"id":86891,"date":"2022-08-12T16:30:31","date_gmt":"2022-08-12T14:30:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891"},"modified":"2022-08-12T15:37:09","modified_gmt":"2022-08-12T13:37:09","slug":"hinweise-des-tages-ii-547","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h01\">Get&ouml;tet mit f&uuml;nf Schuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h02\">Medizinstatistiker Gerd Antes: &bdquo;Nicht die richtigen Parameter, um das Geschehen zu kontrollieren&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h03\">Digitales Zertifikat: Corona-Warn-App zeigt frische Impfung bald in Gr&uuml;n an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h04\">9-Euro-Ticket verl&auml;ngern &ndash; Bus und Bahn ausbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h05\">Steuerpolitik der Ampelregierung: So schaffen wir das nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h06\">Rente: Wirtschaftsweiser fordert h&ouml;heres Renteneintrittsalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h07\">Wenn die Arbeit nicht mehr zu schaffen ist &ndash; Ursachen und Folgen: Systematische &Uuml;berlastung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h08\">Betriebliches Mobilit&auml;tsmanagement &ndash; ein Gebot der Stunde!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h09\">Russland und das Gas &ndash; Sanktionen und Kanonen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h10\">Gaza im Umbruch: Hamas bereitet sich auf politische Rolle vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h11\">Cum-Ex-Gesch&auml;fte Staatsanwaltschaft fordert 190 Millionen Euro zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h12\">Pegasus: Screenshots zeigen die Spyware im Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h13\">Der Fall Schlesinger offenbart die schwelende Systemkrise der ARD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86891#h14\">Linke Freund:innen, wo bleibt Ihr?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Get&ouml;tet mit f&uuml;nf Schuss<\/strong><br>\n16j&auml;hriger Gefl&uuml;chteter von Polizei in Dortmund erschossen. Schon der vierte von der Staatsmacht Get&ouml;tete innerhalb von sieben Tagen<br>\nSchon wieder ein Toter bei einem Polizeieinsatz: Am Montag starb in der Dortmunder Nordstadt ein 16j&auml;hriger Fl&uuml;chtling aus dem Senegal, nachdem er von f&uuml;nf Sch&uuml;ssen aus einer Maschinenpistole getroffen worden war. Der Jugendliche habe die Beamten mit einem Messer angegriffen, behauptete ein Polizeisprecher anschlie&szlig;end. Zu dem Vorfall war es nach Angaben des zust&auml;ndigen Oberstaatsanwalts Carsten Domberg nachmittags in einem Innenhof zwischen einer Kirche und einer Jugendhilfeeinrichtung gekommen, in der der als unbegleiteter minderj&auml;hriger Fl&uuml;chtling nach Deutschland eingereiste Senegalese betreut wurde. Ein Anwohner habe die Polizei gerufen, da er ein Messer bei dem Jugendlichen gesehen habe, so Dombert am Dienstag gegen&uuml;ber jW. Die Obduktion habe ergeben, dass zwei Projektile aus der Maschinenpistole eines Polizeibeamten die Schulter getroffen h&auml;tten, jeweils ein weiteres den Unterarm, den Bauch und das Gesicht in H&ouml;he des Jochbeins. Der schwerverletzte 16j&auml;hrige starb kurz darauf bei einer Notoperation. Vor dem Schusswaffengebrauch seien Reizgas und ein Elektroschockger&auml;t eingesetzt worden. Mehrere Betreuer h&auml;tten das Geschehen direkt beobachten k&ouml;nnen. Inwieweit der Jugendliche mit dem Messer mit einer Klingenl&auml;nge von 15 bis 20 Zentimetern gedroht habe, m&uuml;ssten die weiteren Ermittlungen ergeben. Warum es &uuml;berhaupt zu der Eskalation und dem Todesfall kommen konnte, soll laut Staatsanwaltschaft Schwerpunkt der Ermittlungen sein. Mit ihnen ist aus &raquo;Neutralit&auml;tsgr&uuml;nden&laquo; die Polizei aus dem nahen Recklinghausen betraut worden. Sie habe &raquo;deutlich mehr Fragen, als es bislang Antworten gibt&laquo;, erkl&auml;rte Iris Bernert-Leushacke, Vertreterin f&uuml;r Die Linke im Dortmunder Polizeibeirat, gegen&uuml;ber jW.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432223.black-lives-matter-get%C3%B6tet-mit-f%C3%BCnf-schuss.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Warum die Polizisten eine Maschinenpistole mitnahmen, ist mir schleierhaft&ldquo;<\/strong><br>\nEin 16-J&auml;hriger soll Polizisten mit einem Messer bedroht haben, jetzt ist er tot. Ein Beamter erschoss den Jugendlichen mit einer Maschinenpistole, insgesamt f&uuml;nf Kugeln trafen ihn. Experten sehen den Fall kritisch &ndash; aus mehreren Gr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/panorama\/welt\/maschinenpistole-gegen-16-jaehrigen-eingesetzt-das-ist-mir-schleierhaft_id_133085042.html%20\">Focus Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Medizinstatistiker Gerd Antes: &bdquo;Nicht die richtigen Parameter, um das Geschehen zu kontrollieren&ldquo;<\/strong><br>\nDer Medizinstatistiker Gerd Antes hat im Dlf bem&auml;ngelt, dass es immer noch zu wenig Evidenz f&uuml;r die Einsch&auml;tzung der Corona-Situation in Deutschland gibt. Das RKI orientiere sich nach wie vor nur an den Infektionszahlen &ndash; das h&auml;lt Antes f&uuml;r falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/corona-warum-fehlt-noch-immer-evidenz-gerd-antes-medstatistiker-dlf-7e736355-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Digitales Zertifikat: Corona-Warn-App zeigt frische Impfung bald in Gr&uuml;n an<\/strong><br>\nWer frisch geimpft ist, soll in der App demn&auml;chst leichter zu erkennen sein. Nach SPIEGEL-Informationen ist das Update f&uuml;r Ende September geplant.<br>\nDie Darstellung von Corona-Impfzertifikaten in der Corona-Warn-App (CWA) wird demn&auml;chst &uuml;berarbeitet. Das k&uuml;ndigte Gesundheitsminister Karl Lauterbach diese Woche in den &raquo;Tagesthemen&laquo;  und auf Twitter an. Dort schrieb er dazu , dass in &raquo;der CWA eine andere Farbe des Zertifikats vorgesehen ist&laquo; f&uuml;r Personen, die frisch geimpft sind. In solchen F&auml;llen soll das Impfzertifikat in Gr&uuml;n statt in Blau angezeigt werden, f&uuml;hrte Lauterbach am Freitag auf einer Pressekonferenz aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/corona-warn-app-zeigt-frische-impfung-bald-in-gruen-an-a-0eb525de-57aa-4e3f-a4b1-06753142f95f\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.H.:<\/strong> Eine Farbkennzeichnung, die Menschen einer Kategorie mit geringeren Rechten zuordnet. In Deutschland. Es macht einen fassungslos.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>9-Euro-Ticket verl&auml;ngern &ndash; Bus und Bahn ausbauen<\/strong><br>\nChristian Lindner weigert sich vehement das 9 Euro Ticket zu verl&auml;ngern und auch Gr&uuml;ne und SPD sind eingeknickt und fordern nun Verl&auml;ngerungen, die deutlich mehr kosten. Dabei ist das 9 Euro Ticket die richtige Idee, die eine Fortsetzung verdient, sie muss allerdings kombiniert werden mit dem Ausbau des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs.<br>\nDer Erfolg des 9 Euro Tickets ist unbestreitbar, mehr als 14 Millionen Menschen haben sich das Ticket geholt, gleichzeitig nutzen nun deutlich mehr Menschen den &Ouml;ffentlichen Nahverkehr statt das Auto, wie verschiedene Studien zeigen. Gleichzeitig sorgt das Ticket auch f&uuml;r eine Entlastung der Haushalte in Zeiten von steigenden Preisen und senkt somit die massiv ansgestiegene Inflationsrate. Insbesonder f&uuml;r Menschen im Hartz4-Bezug und mit niedrigen L&ouml;hnen f&uuml;hrt das Ticket dar&uuml;ber hinaus dazu, dass sie nun endlich mal woanders hinfahren k&ouml;nnen, oder Freundinnen und Freunde besuchen, die sie schon lange nicht mehr gesehen haben.<br>\nW&auml;hrend Lindner davon redet, dass das Ticket Ausdruck einer Gratismentalit&auml;t sei, zeigt es viel mehr, dass der Nahverkehr bisher viel zu teuer war und f&uuml;r einen gro&szlig;en Teil der Bev&ouml;lkerung damit keine Alternative darstellte. Doch mit dem 9 Euro-Ticket gehen auch Probleme einher, denn der Nahverkehr in Deutschland ist &uuml;ber die letzten Jahrzehnte immer weiter kaputt gesparrt worden, was zu &uuml;berf&uuml;llten Z&uuml;gen, Versp&auml;tungen und dem Ausfall von Z&uuml;gen f&uuml;hrt, eine Entwicklung, die sich mit dem neuen Ticketmodell noch verst&auml;rkte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/9-euro-ticket-verlaengern-bus-und-bahn-ausbauen\/%20\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Das 9-Euro-Ticket &ndash; sieben Thesen von Winfried Wolf<\/strong><br>\nWarum eine blo&szlig;e Verl&auml;ngerung nicht sinnvoll ist und wie ein Gesamtprogramm aus sozialer und klimapolitischer Sicht aussehen sollte. Zutreffend ist, dass das 9-Euro-Ticket &ndash; ungewollt, seitens der FDP-Erfinder &ndash; einen Einstieg in einen besseren und sozial akzeptablen &ouml;ffentlichen Verkehr bieten kann. Die blo&szlig;e Forderung nach &ldquo;Verl&auml;ngerung&rdquo; sehe ich jedoch ausgesprochen kritisch. Ein Bejubeln des 9-Euro-Tickets als &ldquo;Erfolg&rdquo; ist auf alle F&auml;lle falsch. Dazu die folgenden sieben Thesen von Winfried Wolf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86723\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerpolitik der Ampelregierung: So schaffen wir das nicht<\/strong><br>\nDeutschlands Wirtschaftsmodell geht zu Ende. Leider ist die Regierung nicht f&auml;hig, die folgenden H&auml;rten auch nur ann&auml;hernd sozial abzufedern. [&hellip;]<br>\nDer Exportjunkie Deutschland wird unter diesem Minus an Globalisierung leiden. Und zwar dauerhaft. Das muss keine Katastrophe sein &ndash; setzt aber die Frage auf die Tagesordnung, wer verzichten wird. Hier ist der Steuerplan von FDP-Finanzminister Christian Lindner ein v&ouml;llig falsches Signal. Von dieser Steuerreform profitieren &uuml;ber die Ma&szlig;en Reiche.<br>\nJene, die unter Inflation und steigenden Energiepreisen besonders leiden, haben von den Pl&auml;nen nichts. In Krisen wachsen die sozialen Unterschiede besonders heftig, die Ungleichheit von Einkommen und Verm&ouml;gen nimmt rapide zu. Anstatt dieser Tendenz mit einer Besteuerung von Reichen entgegen zu wirken, beschleunigt die Ampel den Trend sogar noch. Das mag den Frieden in der Koalition bewahren, weil die hypernerv&ouml;se FDP es als Erfolg f&uuml;r sich verbucht. Aber es gef&auml;hrdet den sozialen Frieden.<br>\nMit der Krise, die nicht einfach verschwinden wird, wird auch das alte bundesdeutsche Konfliktl&ouml;sungsmodell fraglich. Das lautete: Wir finden einen Kompromiss, von dem am Ende alle etwas haben. Meistens die Reichen mehr, die Armen weniger. Damit ist es vorbei. N&ouml;tig w&auml;re eine konsequente Umverteilung von oben nach unten. Die Ampel kann sich noch nicht einmal zu einer &Uuml;bergewinnsteuer f&uuml;r Konzerne durchringen. Das Problem ist dabei nicht nur die FDP: Keine Regierung, auch nicht eine Groko oder Schwarz-Gr&uuml;n, w&auml;re zu einer Umverteilung in der Lage. Das sind tr&uuml;be Aussichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Steuerpolitik-der-Ampelregierung\/!5870716\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ver.di kritisiert Lindners Entlastungspl&auml;ne als &ldquo;krass ungerecht&rdquo;<\/strong><br>\nGewerkschafter sehen Menschen mit hohen Einkommen als gr&ouml;&szlig;te Profiteure der Steuerpl&auml;ne des Bundesfinanzministers. Geringverdiener h&auml;tten kaum etwas von dem Vorhaben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2022-08\/steuersenkung-verdi-christian-lindner-fdp\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rente: Wirtschaftsweiser fordert h&ouml;heres Renteneintrittsalter<\/strong><br>\nDer neue Wirtschaftsweise Martin Werding fordert ein h&ouml;heres Renteneintrittsalter. Zudem solle die Rente nicht mehr an die Entwicklung der L&ouml;hne gekoppelt werden, sondern an die Inflation. Sonst w&uuml;rden die Sozialbeitr&auml;ge zulasten der Besch&auml;ftigten explodieren.<br>\nErneut werden Forderungen nach einem h&ouml;heren Renteneintrittsalter laut: diesmal von Martin Werding, seit wenigen Tagen Wirtschaftsweiser und damit beratend f&uuml;r die Bundesregierung t&auml;tig. &bdquo;Wir brauchen ein h&ouml;heres Rentenalter&rdquo;, sagte Werding der &raquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&laquo;. Auch nachdem das Renteneintrittsalter bis 2031 auf 67 Jahre erh&ouml;ht worden sei, m&uuml;sse es weitergehen, um die steigende Lebenserwartung auszugleichen. &bdquo;Das Rentenalter sollte bis 2042\/43 auf 68 Jahre steigen und bis 2054\/55 auf 69&ldquo;, so der &Ouml;konom.<br>\nDar&uuml;ber hinaus schlug Werding vor, Renten k&uuml;nftig nicht mehr an die Lohnentwicklung zu koppeln, sondern an die Inflationsrate. Dies w&uuml;rde dazu beitragen, dass die Renten weniger stark erh&ouml;ht werden m&uuml;ssen. &bdquo;Das bedeutet in normalen Zeiten, in denen die Inflation viel niedriger ist als jetzt, weniger Rentensteigerung&ldquo;, so Werding. Ohne politische Reformen w&uuml;rden die Sozialbeitr&auml;ge von heute 40 bis 2035 auf 48 Prozent steigen.<br>\nVorbild f&uuml;r eine inflationsbasierte Rente ist unter anderem das Rentensystem in &Ouml;sterreich, wo die Renten j&auml;hrlich nach der Inflationsrate angepasst werden. Allerdings erwerben die Ruhest&auml;ndler im Nachbarland auch deutlich h&ouml;here Rentenanspr&uuml;che. Das Rentenniveau nach 45 Beitragsjahren liegt in &Ouml;sterreich bei 80 Prozent, in Deutschland bei 48,2 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4907547\/Rente-Wirtschaftsweiser-fordert-hoheres-Renteneintrittsalter\/%20\">Versicherungsbote<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Herr Werding hat bisher Berechnungen f&uuml;r den Tragf&auml;higkeitsbericht der Staatsfinanzen f&uuml;r das BMF angestellt. Dabei kam bislang heraus, dass die Ausgaben in Deutschland f&uuml;r Altersversorgung von aktuell ca 10 % bis 2040 ca. 12% des BIP steigen werden. Das ist nicht zu vernachl&auml;ssigen, aber auch kein Weltuntergang &ndash; im Jahr 2000 waren es schonmal 11% des BIP. Also nix mit Weltuntergang &ndash; es sei denn, seine eigenen Expertisen sind falsch.<\/em><\/p>\n<p><em>Au&szlig;erdem sind Prognosen bis 2040 mit allerlei Unsicherheiten behaftet. Obendrein wird neoklassisch unterstellt, dass h&ouml;here Transfers der Sozialsysteme per Definition wachstumshemmend wirken. Das ist schlicht falsch, weil das Geld im Umlagesystem von Rente, GKV oder Pflegekasse vollst&auml;ndig in den Konsum flie&szlig;t und damit das Wirtschaftswachstum st&uuml;tzt. Der &Ouml;konom Gunter Schnabl sieht spannenderweise &ldquo;die Rente&rdquo; als Inflationstreiber, weil zu hohe Nachfrage der Rentner ab 2030 auf zu niedrige Kapazit&auml;ten treffen w&uuml;rden. Gibt es nun ein Problem mit zu wenig oder mit zu viel Nachfrage? Aber es geht weiter: Die Summe der gesamten Sozialabgaben w&uuml;rde auf 48% steigen was angeblich unfinanzierbar w&auml;re. Ein Durchschnittsverdiener mit 3.333 Euro brutto h&auml;tte dann 100 Euro netto weniger. Der Lohn kann aber st&auml;rker steigen, so dass netto nach Inflation immer noch ein Plus &uuml;brig bleibt. Komplette Fake News ist der Hinweis, dass 180 Mrd. Euro Bundeszuschuss in 2040 gleich 60% des Bundeshaushalts entspr&auml;chen. Im &ldquo;Normaljahr&rdquo; 2019 belief sich der Bundeshaushalt auf 357 Mrd. Euro. Bei 2% Wachstum bis 2040 w&uuml;rde der Bundeshaushalt im Normalfall auf ca. 540 Mrd. Euro wachsen. 180 Mrd. Euro entsprechen dann ca. 33% und diesen Anteil zahlt der Bund aktuell auch an die GRV &ndash; wohlgemerkt zur Abgeltung allgemeiner sozialpolitischer Leistungen und nicht f&uuml;r irgendwelche &ldquo;L&ouml;cher&rdquo;, weil das Umlageverfahren schlecht w&auml;re.<\/em><\/p>\n<p><em>&Uuml;brigens: In den 1990er- und Nullerjahren hatten sich die &ldquo;Rentenxperten&rdquo; auf das Jahr 2030 als &ldquo;demografisches Horrorjahr&rdquo; eingeschossen. Jetzt wird nur noch &uuml;ber 2035 und 2040 geredet. Der Untergang wird immer um 10 Jahre weiter verschoben, weil die Untergangsges&auml;nge von der Realit&auml;t widerlegt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Man kann steigende Sozialversicherungsbeitr&auml;ge ab 2026 und den Bundeszuschuss &uuml;ber eine weit h&ouml;here Erbschaftsteuer\/Verm&ouml;gensteuer, die Verj&auml;hrung von Verlustvortr&auml;gen nach 5 Jahren und das Stopfen von Steuerschlupfl&ouml;chern bei Konzernen sehr wohl abfedern, ohne dass irgendwer davon &uuml;berlastet werden w&uuml;rde. Bei der Erbschaft- und Verm&ouml;gensteuer und bei der Verlustverj&auml;hrung w&auml;re das auch ganz besonders generationengerecht, weil Verm&ouml;gen i.d.R. bei &ldquo;der &auml;lteren Generation&rdquo; liegen. Die Verlustverj&auml;hrung betrifft Altverluste von 1,5 Billionen Euro bei der K&ouml;rperschaft- und Gewerbesteuer, die erst seit 1990 angeh&auml;uft wurden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn die Arbeit nicht mehr zu schaffen ist &ndash; Ursachen und Folgen: Systematische &Uuml;berlastung<\/strong><br>\nImmer mehr Besch&auml;ftigte arbeiten am Limit. Sie werden im wahrsten Sinne des Wortes von ihren &bdquo;Arbeitgebern&ldquo; krank gespart. Kein Wunder, dass der Ruf nach Entlastung unter den Kolleginnen und Kollegen lauter wird, ob in der Pflege, an Flugh&auml;fen, bei der Bahn oder im Bildungs- und Erziehungsbereich. Schon vor Krise und Pandemie war ihr Arbeitsalltag von hohem Zeitdruck, zunehmender Arbeitsverdichtung und quantitativer &Uuml;berlastung gepr&auml;gt. Im Rahmen des &bdquo;DGB-Index Gute Arbeit&ldquo; &ndash; einer repr&auml;sentativen Befragung von mehr als 6.500 Lohnabh&auml;ngigen &ndash; gab jeder Vierte an, dass die zu bew&auml;ltigende Arbeitsmenge nicht in der daf&uuml;r vorgesehenen Zeit zu bew&auml;ltigen sei. Eine systematische &Uuml;berlastung ist die Folge.<br>\nDer DGB-Index belegt, dass eine zu hohe Arbeitsmenge meist in engem Zusammenhang mit anderen belastenden Merkmalen der Arbeitssituation steht. Betroffene lassen immer h&auml;ufiger Erholungspausen ausfallen, f&uuml;hlen sich nach der Arbeit oft ersch&ouml;pft und sch&auml;tzen ihren Gesundheitszustand schlechter ein als Besch&auml;ftigte, deren Arbeitsalltag nicht von &Uuml;berlastung gepr&auml;gt ist. Eine zentrale Ursache solcher &Uuml;berlastungssituationen ist Personalknappheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/systematische-ueberlastung-171523\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Betriebliches Mobilit&auml;tsmanagement &ndash; ein Gebot der Stunde!<\/strong><br>\nAngesichts der aktuell hohen Treibstoffpreise stellt Pendeln f&uuml;r viele Berufst&auml;tige eine gro&szlig;e finanzielle &ndash; aber auch zeitliche und psychische &ndash; Belastung dar. Schlie&szlig;lich werden zwei Drittel der Arbeitswege hierzulande mit dem Pkw zur&uuml;ckgelegt. Dies verursacht gut ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Personenverkehrs in &Ouml;sterreich. Es ist also h&ouml;chste Zeit, dass Unternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen und konsequentes betriebliches Mobilit&auml;tsmanagement umsetzen. Eine dieser Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen auch arbeitnehmer:innenfreundliche Homeoffice-Regelungen darstellen, wie ein aktuelles Fallbeispiel zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/betriebliches-mobilitaetsmanagement-ein-gebot-der-stunde\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Russland und das Gas &ndash; Sanktionen und Kanonen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Sanktionen gegen Russland die wirtschaftliche Begleitmusik zum Gesch&uuml;tzdonner auf dem Schlachtfeld sind. Von Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock stammt die Aussage, man werde damit die russische Wirtschaft &bdquo;ruinieren&ldquo;. Die Kampagne der Bundesregierung, die Importe im Energiesektor m&ouml;glichst schnell auf null herunterzufahren, verfolgt vorgeblich das Ziel, Russland die Einnahmen aus dem Export von Kohle, &Ouml;l und Gas zu entziehen, um die russische Volkswirtschaft auf diese Weise so schwerwiegend zu schw&auml;chen, dass sie nicht mehr in der Lage ist, die Kosten zu tragen, die der Milit&auml;reinsatz der Volkswirtschaft abn&ouml;tigt.<br>\nTeil 2 eines Dreiteilers um den Konflikt um die russischen Gaslieferungen unseres Autoren Paul Michel vom Netzwerk &Ouml;kosozialismus (Teil 1).<br>\nWas Sanktionen betrifft, gibt es in Teilen der Linken und in der Friedensbewegung eine grunds&auml;tzlich kritische Haltung. Sanktionen treffen in der Regel die unbeteiligte Zivilbev&ouml;lkerung &ndash; die &auml;rmsten der Armen. Im Fall der Sanktionen gegen Nordkorea sind Hunderttausende Menschen im Land durch Hunger und medizinische Unterversorgung ums Leben gekommen, das Regime ist jedoch weiterhin unersch&uuml;ttert an der Macht. Auch in anderen L&auml;ndern mit Diktatoren haben Sanktionen nichts bewirkt, au&szlig;er der Zivilbev&ouml;lkerung noch mehr Armut, Hunger und Tod zu bringen. Ob Haiti, Serbien, Syrien &ndash; trotz Sanktionen blieben jene, die aus dem Amt gedr&auml;ngt werden sollten, fest im Sattel. Das hat einen einfachen Grund: Politiker*innen in den von Sanktionen betroffenen L&auml;ndern k&ouml;nnen die Situation nutzen, um die Reihen hinter sich zu schlie&szlig;en. Schuld an der miserablen Situation sind nicht sie, sondern eben ausl&auml;ndische M&auml;chte &ndash; der gegnerische imperialistische Block.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/russland-und-das-gas-sanktionen-und-kanonen\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gaza im Umbruch: Hamas bereitet sich auf politische Rolle vor<\/strong><br>\nGezielte Schl&auml;ge Die israelische Armee t&ouml;tet den Al-Aqsa-Kommandeur Ibrahim al-Nabulsi und einen Unbeteiligten. Die Hamas h&auml;lt sich derzeit auffallend zur&uuml;ck<br>\nZuerst hie&szlig; es, das ab 5. August einsetzende Bombardement des Gazastreifens durch die israelische Armee sei die Antwort auf massiven Raketenbeschuss von dort. Sp&auml;ter wurde berichtigt: Es gehe um Pr&auml;ventivschl&auml;ge, weil es Angriffsdrohungen der Miliz &bdquo;Islamischer Dschihad&ldquo; gegeben habe. Doch das ging im internationalen Nachrichtenfluss ebenso unter wie die fehlende Zielgenauigkeit der auf Gaza fallenden Bomben. Dass nicht nur die Dschihad-F&uuml;hrer Taisir al-Dschabari und Chalid Mansur starben, sondern auch 16 Kinder, wurde, wenn &uuml;berhaupt, pal&auml;stinensischen Quellen zugeordnet.<br>\nZu Wochenbeginn dann die von &Auml;gypten vermittelte Waffenruhe, g&uuml;ltig nur f&uuml;r Gaza, denn parallel dazu drang die israelische Armee ins pal&auml;stinensisch regierte Nablus ein und t&ouml;tete den Al-Aqsa-Kommandeur Ibrahim al-Nabulsi sowie zwei weitere Personen. Zugleich wurden Steine werfende Pal&auml;stinenser beschossen, viele verletzt, auch in Hebron, wo ein unbeteiligter junger Mann starb.<br>\nDass Aufenthaltsorte milit&auml;rischer F&uuml;hrer ausfindig gemacht werden, h&auml;ngt mit einem Spionagesystem zusammen, das &bdquo;Breaking the Silence&ldquo;, ein Verbund einstiger israelischer Offiziere, am 9. August &ouml;ffentlich skandalisierte: In Israel arbeitende Pal&auml;stinenser m&uuml;ssten f&uuml;r den Passierschein oft mit den Sicherheitsdiensten kollaborieren &ndash; ein schwerer Versto&szlig; gegen geltendes Recht. Tatsache ist, dass die Besatzungsarmee seit M&auml;rz verst&auml;rkt in der Westbank operiert. Ihr prominentestes Opfer war Shireen Abu Akleh, pal&auml;stinensische Journalistin mit US-Pass, die seit vielen Jahren aus den besetzten Gebieten berichtete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sabine-kebir\/gaza-im-umbruch-hamas-bereitet-sich-auf-politische-rolle-vor\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Cum-Ex-Gesch&auml;fte Staatsanwaltschaft fordert 190 Millionen Euro zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Bonn hat die Warburg Bank und einen Aktienh&auml;ndler im Zusammenhang mit Cum-Ex-Gesch&auml;ften zur R&uuml;ckzahlung von 190 Millionen Euro aufgefordert. Die Bank erkl&auml;rte allerdings, die festgesetzten Steuern seien beglichen.<br>\nIm Zusammenhang mit Cum-Ex-Gesch&auml;ften hat die Staatsanwaltschaft Bonn Zahlungsaufforderungen in H&ouml;he von insgesamt rund 190 Millionen Euro an die Hamburger Warburg Bank und einen britischen Aktienh&auml;ndler geschickt. Etwa 176,6 Millionen Euro davon entfallen auf die Privatbank. Justizsprecher Sebastian Bu&szlig; sagte, es handele sich um die Umsetzung des ersten rechtskr&auml;ftig gewordenen Urteils des Landgerichts Bonn in der Cum-Ex-Aff&auml;re.<br>\nEin Sprecher der Warburg Bank teilte allerdings mit: &ldquo;Mit den durch Warburg geleisteten R&uuml;ckzahlungen an das Finanzamt in Hamburg (im Steuerverfahren) sind die wegen der sogenannten Cum-Ex-Aktiengesch&auml;fte der Warburg Bank f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2011 vom Finanzamt festgesetzten Steuern vollst&auml;ndig beglichen.&rdquo; Die Staatsanwaltschaft Bonn habe daher jetzt die Vollstreckung im Zuge des Einziehungsverfahrens ausgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/cum-ex-forderung-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pegasus: Screenshots zeigen die Spyware im Einsatz<\/strong><br>\nSicherheitsl&uuml;cken sind nicht nur f&uuml;r Hacker interessant, sondern auch f&uuml;r die Hersteller von Spionagesoftware. Eines der bekanntesten Beispiele ist Pegasus der israelischen Firma &ldquo;NSO Group&rdquo;. &Uuml;ber die Software ist es m&ouml;glich, Informationen von infizierten iPhones und Android-Ger&auml;ten zu extrahieren und sogar die Kamera wie auch das Mikrofon aus der Ferne zu aktivieren. Letzten Informationen nach l&auml;sst sich die Spyware auf iPhones installieren, die iOS 14.7 oder fr&uuml;her einsetzen &ndash; und war v&ouml;llig ohne Nutzerinteraktion. Es gibt widerspr&uuml;chliche Meldungen, ob eine neue Generation der Pegasus-Software in der Lage ist, auch neuere iOS-Generation zu infizieren.<br>\nAbgesehen von den Spionagem&ouml;glichkeiten der Software ist allerdings recht wenig &uuml;ber Pegasus bekannt. Aktuell jedoch muss sich die israelische Polizei in einem Verfahren f&uuml;r den Einsatz von Spionagesoftware rechtfertigen &ndash; und in diesem Verfahren kamen auch einige Screenshots aus einer &auml;lteren Pegasus-Version von 2014 ans Tageslicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mactechnews.de\/news\/article\/Pegasus-Screenshots-zeigen-die-Spyware-im-Einsatz-180750.html\">MacTechNews<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Fall Schlesinger offenbart die schwelende Systemkrise der ARD<\/strong><br>\nDie Kollateralsch&auml;den, die der Abgang der RBB-Intendantin Patricia Schlesinger verursacht, sind noch nicht absehbar, aber die Legitimationsdefizite des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks werden noch einmal gr&ouml;&szlig;er<br>\nDie aus dem Amt gestolperte RBB-Intendantin Patricia Schlesinger hat sich wahrlich um den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland verdient gemacht. Erweist sich von den gegen sie erhobenen Vorw&uuml;rfen nur ein Teil als zutreffend und ist wom&ouml;glich justiziabel, offenbart der Fall vor allem eines: Sabotage am System und selbstgef&auml;llige Ignoranz gegen&uuml;ber den Zust&auml;nden im eigenen Stall.<br>\nDie Kollateralsch&auml;den sind noch nicht absehbar, aber sie k&ouml;nnen erheblich sein. Wir erleben keinen Betriebsunfall, sondern eine schwere Havarie im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk, der immer tiefer in eine Legitimationskrise ger&auml;t wie noch nie seit Gr&uuml;ndung der ARD im Jahr 1950. Die bisherige RBB-Chefin l&auml;sst dieses Dilemma erst recht zur Vertrauenskrise werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/der-fall-schlesinger-ist-kein-betriebsunfall-sondern-eine-schwere-havarie\">Lutz Herden in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Linke Freund:innen, wo bleibt Ihr?<\/strong><br>\nIn der ma&szlig;nahmenkritischen Bewegung, mit der ich auch Kontakt hatte, kam ich mir manchmal fremd vor. Ich konnte mit meiner Sicht auf die Dinge oft nur in Teilen mit den anderen Menschen Austausch finden. Gleichzeitig hat mich die Vielf&auml;ltigkeit dieser Szene fasziniert, die kaum auf einen Nenner zu bringen ist. Und ich habe gemerkt, dass auch die anderen suchen, sich informieren, ein ausgepr&auml;gtes Gesp&uuml;r f&uuml;r Ungerechtigkeiten und Doppelmoral haben und sich (manchmal unbeholfen, oft treffend und witzig) kritisch &auml;u&szlig;ern. Und ich muss erkennen, was wirklich mutiges Handeln bedeutet. Was es hei&szlig;t, sich gegen einen gesellschaftlichen Konsens aufzulehnen und daf&uuml;r mit G&uuml;lle von Medien, Politik und Gesellschaft beworfen und von links als Nazis bek&auml;mpft zu werden. Was f&uuml;r eine Verharmlosung von Nationalsozialismus und von heutigen rechten Akteuren es ist, die Protestierenden pauschal als Nazis zu beschimpfen, wobei wir uns gegen die echten weiter alle entschieden wehren m&uuml;ssen. Wisst ihr noch, was die wollen und tun? Ist es sch&ouml;n einfach, sich an den neuartigen &raquo;Nazis&laquo; abzuarbeiten und sich heroisch zu f&uuml;hlen? Dass auch echte Rechte dabei stehen, gef&auml;llt auch mir nicht. Aber haben wir Linke nicht diese L&uuml;cke gelassen, die dort gef&uuml;llt wurde? Wenn WIR mit den Menschen gestanden h&auml;tten, w&auml;re dieser Raum nicht gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzwerk-linker-widerstand.ru\/magma\/2022\/08\/linke-freundinnen-wo-bleibt-ihr\/\">Netzwerk linker Widerstand<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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