{"id":86949,"date":"2022-08-16T08:40:45","date_gmt":"2022-08-16T06:40:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949"},"modified":"2022-08-16T11:18:01","modified_gmt":"2022-08-16T09:18:01","slug":"hinweise-des-tages-4173","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h01\">Gasumlage wird 2,4 Cent betragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h02\">Drehen wir den Spie&szlig; doch um &ndash; und &ouml;ffnen Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h03\">Kein Schiff wird kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h04\">Perfide Propaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h05\">Ukraine: Selenskyj und seine Regierung sind alles andere als stabil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h06\">Behinderungen der Kabul Luftbr&uuml;cke durch das Ausw&auml;rtige Amt: Wie die Evakuierungen aus Afghanistan scheiterten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h07\">Umgang mit Ortskr&auml;ften M&ouml;glicher Abzug aus Mali laut Bundeswehr bislang nicht geregelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h08\">Krieg niederer Intensit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h09\">Fernost im Fadenkreuz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h10\">Chinas Weckruf: Der Versuch, den USA entgegenzukommen, f&uuml;hrt zu nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h11\">Lange Schlangen f&uuml;r leere Regale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h12\">Erbschaftsteuer: Nicht f&uuml;r Superreiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h13\">Baubranche unter Druck: Geywitz verspricht weiterhin 400.000 Wohnungen pro Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h14\">Fluthilfen: Warum das Geld nicht flie&szlig;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h15\">Lauterbachs Paxlovid&reg;-Tweet &ndash; ein B&auml;rendienst f&uuml;r die evidenzbasierte Medizin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h16\">PFAS: Es regnet ewige Chemikalien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gasumlage wird 2,4 Cent betragen<\/strong><br>\nDie genaue H&ouml;he der Gasumlage zur Rettung systemrelevanter Gasimporteure ist nun bekannt: Sie wird 2,419 Cent je Kilowattstunde betragen. Dies teilte die f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung zust&auml;ndige Trading Hub Europe GmbH am Montag mit. Das Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Gas-Fernleitungsnetzbetreiber mit Sitz im nordrhein-westf&auml;lischen Ratingen ist f&uuml;r die Ausgleichszahlungen an die Importeure zust&auml;ndig. Die THE legt die Zahlungen anschlie&szlig;end auf die Gasversorger um, die sie wiederum an alle Gaskunden weiterreichen werden.<br>\nDas Wirtschaftsministerium ging zuletzt von einer Spanne von 1,5 bis 5 Cent je Kilowattstunde aus, das w&uuml;rde erhebliche Mehrkosten f&uuml;r die Kunden bedeuten. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) hatte gesagt, er rechne pro Jahr mit &bdquo;einigen Hundert Euro pro Haushalt&ldquo;. Bei einem Haushalt mit Einfamilienhaus und einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden betragen die Mehrkosten demnach rund 484 Euro im Jahr. Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer. Die Bundesregierung will allerdings verhindern, dass diese f&auml;llig wird: Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat auf EU-Ebene um eine Ausnahme gebeten, damit Deutschland auf die geplante staatliche Gasumlage keine Mehrwertsteuer erheben muss. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich auch Habeck. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern angesichts der stark gestiegenen Energiepreise zus&auml;tzliche Entlastungen zugesichert. Es werde niemand alleine gelassen. (&hellip;)<br>\nDas Wirtschaftsministerium sieht die Umlage als Folge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Dieser habe die ohnehin angespannte Lage auf den Energiem&auml;rkten drastisch versch&auml;rft. Russland habe seit Mitte Juni seine Gasimportmengen nach Deutschland in unberechenbarer Weise reduziert, damit eine k&uuml;nstliche Energieknappheit geschaffen und die Preise in die H&ouml;he getrieben. Dieser &bdquo;externe Schock&ldquo; treffe Deutschland besonders, das bislang stark von g&uuml;nstigem Gas aus Russland abh&auml;ngig war. Viele Gaslieferungen aus Russland, die bisher vertraglich zugesichert waren, fielen weg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/energie-krise-gasumlage-wird-2-4-cent-ab-oktober-betragen-18245318.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die ambivalenten Aussagen der Regierungsmitglieder k&ouml;nnen nicht von der Umverteilung des Geldes der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in die Kassen von Gasversorgern ablenken. Ohne die Konfrontationspolitik gegen Russland w&auml;re die Diskussion &uuml;ber erh&ouml;hte Energiepreise gar nicht notwendig. Nord Stream 2 k&ouml;nnte ge&ouml;ffnet und Gas aus Russland geliefert werden. Dass lehnt die Ampelkoalition jedoch kategorisch ab und beklagt sich offensichtlich lieber dar&uuml;ber, dass durch Nord Stream 1 sehr wenig russisches Gas geliefert wird.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Notopfer f&uuml;r Konzerne<\/strong><br>\nSogenannte Gasumlage auf 2,419 Cent festgelegt. Die Linke ruft zu Montagsdemonstrationen auf, scharfe Kritik von Sozialverb&auml;nden (&hellip;)<br>\nDie Kritik aus Sozialverb&auml;nden und der Partei Die Linke an der Umlage war am Montag lautstark. Linke-Koparteichef Martin Schirdewan nannte sie eine &raquo;schallende Ohrfeige&laquo; ins Gesicht vor allem einkommensschwacher Haushalte. Mit ihr setze die Bundesregierung eine Politik fort, &raquo;die Axt anlegt an den sozialen Zusammenhalt&laquo;. Schirdewan bekr&auml;ftigte die Forderung seiner Partei, dass Krisengewinner und Kriegsprofiteure durch eine &Uuml;bergewinnsteuer einen &raquo;gerechten Anteil an der Krisenlast zu tragen haben&laquo;. Die Bundesregierung solle &raquo;endlich den Mut finden&laquo;, den Gaspreis zu deckeln und zielgenaue Entlastungen f&uuml;r Menschen mit geringem Einkommen umzusetzen. Zuvor hatte der Ostbeauftragte der Linksfraktion, S&ouml;ren Pellmann, die B&uuml;rger in den ostdeutschen L&auml;ndern zu neuen Montagsdemos aufgerufen. Die Gasumlage sei ein &raquo;Schlag gegen den Osten&laquo;, weil dort Einkommen und R&uuml;cklagen geringer seien. &raquo;Die Menschen sollten sich wehren&laquo;, forderte er und erkl&auml;rte: &raquo;Wir brauchen neue Montagsdemos im Osten wie damals gegen Hartz IV.&laquo;<br>\nDer Parit&auml;tische Gesamtverband warnte vor Gassperren und einer neuen Armutsspirale bis hin zu Wohnungsverlust, sollten nicht unverz&uuml;glich Ausgleichsma&szlig;nahmen getroffen werden. N&ouml;tig seien die Anhebung des Regelsatzes f&uuml;r Hartz IV auf 678 Euro und eine Ausweitung des Wohngelds. Diese Ma&szlig;nahmen m&uuml;ssten umgehend, nicht erst ab Januar 2023 getroffen werden. Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) forderte schnelle Hilfen. Pr&auml;sident Adolf Bauer sagte den Funke-Zeitungen, die Bundesregierung m&uuml;sse &raquo;jetzt endlich effektiv und zielgerichtet Rentnerinnen und Rentnern, Menschen in Grundsicherung und Geringverdienenden helfen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432622.gasumlage-notopfer-f%C3%BCr-konzerne.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Gasumlage der Ampel treibt uns in die Enge &ndash; und Putin reibt sich die H&auml;nde<\/strong><br>\nSo wichtig es offensichtlich ist, dass der Staat dem Gasimporteur Uniper angesichts der ausgefallenen russischen Lieferungen mit einem Rettungspaket hilft, so brisant stellt sich die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit, wenn man etwa mitkriegt, dass RWE und Shell auf die Gelder aus der Gasumlage verzichten wollen. Die beiden Konzerne geh&ouml;ren laut &Ouml;konomen zu klaren Krisengewinnern, die wohl &Uuml;bergewinne kassieren. Ob sie so einer m&ouml;glichen &Uuml;bergewinnsteuer aus dem Weg gehen wollen oder nicht, ist eine andere Frage. So oder so: Das Geld brauchen sie nicht.<br>\nWar die Entscheidung der Bundesregierung f&uuml;r die Gasumlage aus dieser Perspektive voreilig? Die dritte Eskalationsstufe des Notfallplans Gas, die sogenannte Notfallstufe, ist noch nicht ausgerufen worden, und ein Blackout, wie Gro&szlig;britannien ihn schon einplant, ist laut der Bundesregierung so gut wie unwahrscheinlich.<br>\nDie Bundesregierung erkl&auml;rte ihren Beschluss vom 5. August ebenfalls mit dem Ziel, Insolvenzen und Lieferausf&auml;lle in der Gasversorgung zu verhindern und so die Versorgungssicherheit f&uuml;r uns alle aufrechtzuerhalten. Aber w&auml;re es f&uuml;r Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) nicht logischer, bei den Gaskonzernen, die wirklich insolvenzbedroht sind, einzeln vorzugehen, wie im Fall von Uniper oder selbst im Fall der Lufthansa in der Pandemie? [&hellip;]<br>\nDie Gasumlage wird die Inflation in Deutschland nach Berechnungen des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) auf &uuml;ber zehn Prozent treiben.<br>\nEs drohen gr&ouml;&szlig;ere Konflikte<br>\nTeureres Gas wird wieder alle Verbraucherpreise nach oben treiben und die sozialen Spannungen versch&auml;rfen. Es wird mehr Menschen geben, die sich noch teurere Energie und Lebensmittel nicht leisten k&ouml;nnen. Mehr Unzufriedene. Selbst f&uuml;r die Unternehmen k&ouml;nnten sie zu einer existenziellen Bedrohung werden, sagt der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Unternehmensverb&auml;nde Berlin-Brandenburg (UVB),  Sven Weickert, dazu. Das gelte vor allem f&uuml;r die energieintensiven Industrien, die keine Alternative zum Gas haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/kommentar-energiekrise-gas-umlage-der-ampel-treibt-uns-in-die-enge-und-russland-wladimir-putin-reibt-sich-die-haende-li.256661\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Inflationsbek&auml;mpfung<\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Eil: Ampel will Inflation mit h&ouml;heren Gaspreisen bek&auml;mpfen.<\/p>\n<p>&mdash; Maurice H&ouml;fgen (@MauriceHoefgen) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MauriceHoefgen\/status\/1559125631014764544?ref_src=twsrc%5Etfw\">August 15, 2022<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> \n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Drehen wir den Spie&szlig; doch um &ndash; und &ouml;ffnen Nord Stream 2<\/strong><br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt die eine Gaspipeline geschlossen und bettelt bei Putin zugleich darum, dass durch die andere mehr flie&szlig;en m&ouml;ge. Das ist unw&uuml;rdig, widerspr&uuml;chlich und nutzt nur dem Kreml.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/energiekrise-drehen-wir-den-spiess-um-und-oeffnen-nord-stream-2-kolumne-a-f59e705d-5a9b-4457-aee0-ceceee6796cc%20\">Nikolaus Blome in der DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist ja ein lustiger Text von Blome. Der notwendige Schritt zur Realpolitik wird zwar mit allerhand Unsinn garniert, um ja nicht in den Verdacht zu geraten, &bdquo;Putins Stiefel zu lecken&ldquo;. Aber am Ende kommt man nun einmal um die logische Erkenntnis nicht herum: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Das Ziel ist nicht erreicht, wenn wir die eine Pipeline sperren und zugleich betteln, dass durch die andere mehr flie&szlig;en m&ouml;ge. Das ist unw&uuml;rdig, widerspr&uuml;chlich und nutzlos.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>dazu: <strong>Klaus Ernst: Wir m&uuml;ssen wieder &uuml;ber Nord Stream 2 reden!<\/strong><br>\nDer Linke-Politiker und Vorsitzende des Energieausschusses im Deutschen Bundestag fordert angesichts der Gaspreise Verhandlungen mit Russland.<br>\nDen kommenden Winter werden weder viele B&uuml;rger noch die Industrie schadlos &uuml;berstehen. Die Inflation ist ma&szlig;geblich durch gestiegene Energiepreise verursacht. Schon jetzt f&uuml;rchten nicht nur Menschen mit niedrigeren Einkommen an der Tankstelle oder im Supermarkt den Blick auf den Kassenzettel. Dabei ist die wirkliche Rechnung noch nicht pr&auml;sentiert. Sie kommt mit der Jahresabrechnung der Energieversorger. Sparaufrufe der Regierung sind da reiner Zynismus. Vielen bleibt schon jetzt nichts anderes &uuml;brig.<br>\nDie Energiesanktionen gegen Russland erweisen sich als schwerer Fehler! Es droht eine gewaltige Rezession. Im Energiebereich sind es vor allem die Sanktionen gegen Russland, die Ank&uuml;ndigung, ohne R&uuml;cksichtnahme auf Vereinbarung oder Vertr&auml;ge russische Energielieferungen zu verhindern, die einen Wirtschaftseinbruch bewirken. Es ist richtig, erneuerbare Energien so schnell wie m&ouml;glich auszubauen, auch die Energieimporte zu diversifizieren, ist sinnvoll. Aber die Energieversorgung der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft Europas mal aufs Spiel zu setzen ist Harakiri, schadet B&uuml;rgern und Industrie und hilft der Ukraine in keiner Weise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/gastbeitrag-energiekrise-linke-politiker-klaus-ernst-wir-muessen-wieder-ueber-nordstream-2-reden-li.256689\">Klaus Ernst in Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Rohrkrepierer<\/strong><br>\n&bdquo;Russland ruinieren&ldquo; &ndash; das ist die von der amtierenden deutschen Au&szlig;enministerin auch so formulierte Zielstellung des kollektiven Wirtschaftskrieges des Westens, der nach der Krim-Annexion 2014 und wegen der Moskauer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die ostukrainischen Insurgenten vom Zaun gebrochen wurde. Unter anderem mit diversen Sanktionspaketen der EU, mit der Drosselung der Energieimporte (Gas und &Ouml;l) aus Russland und mit der nach Beginn des Ukraine-Krieges erkl&auml;rten Absicht, diese Importe nunmehr so schnell als m&ouml;glich auf Null zu bringen.<br>\nDass der Westen damit Marktverwerfungen verst&auml;rkt hat, die &uuml;ber stark gestiegene Preise f&uuml;r Gas und &Ouml;l Russland trotz insgesamt verringerter Liefermengen ins Ausland inzwischen weit h&ouml;here Einnahmen erm&ouml;glichen als vor den westlichen Sanktionen, kann inzwischen nicht einmal mehr von deren Verfechtern bestritten werden.<br>\nDas ist aber nur die eine Seite der Medaille, denn zugleich wurde Putin damit der finanzielle Spielraum &uuml;berhaupt erst geschaffen, durch starke Reduzierung der Gasliefermengen nach Westeuropa den Spie&szlig; im Wirtschaftskrieg umzudrehen und &uuml;berdies weitere Preisanstiege zu provozieren. Den Russen nun allerdings Erpressung vorzuwerfen, blo&szlig; weil sie &ndash; und wom&ouml;glich erfolgreicher &ndash; zu den gleichen Mitteln greifen wie der Westen, das klingt schon sehr nach &bdquo;Haltet den Dieb!&ldquo; Oder nach Chuzpe, falls Robert Habeck damit mehr anfangen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2022\/08\/rohrkrepierer-62568.html%20\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kein Schiff wird kommen<\/strong><br>\nDas Getreideabkommen zwischen der Ukraine, Russland und der T&uuml;rkei soll den Welthunger bek&auml;mpfen, bringt aber keine Schiffe in den Jemen, nach &Auml;thiopien oder Somalia.<br>\nAm 22. Juli 2022 wurde in Istanbul ein Getreideabkommen zwischen der Ukraine, Russland und der T&uuml;rkei unter Vermittlung der Vereinten Nationen vereinbart. Es wurde im Beisein des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan vom ukrainischen Minister f&uuml;r Infrastruktur, Oleksandr Kubrakov, dem russischen Verteidigungsminister Sergei Shoigu, dem t&uuml;rkischen Verteidigungsminister Halusi Akar und dem UN Generalsekret&auml;r Antonio Guterres unterzeichnet. Der Vertrag basiert auf der internationalen Vereinbarung &uuml;ber die Sicherheit der Meere aus dem Jahr 1974.<br>\nInternational wurde das Abkommen begr&uuml;&szlig;t, weil man davon ausging, dass auf diese Weise eine drohende Hungerkatastrophe in vielen Entwicklungsl&auml;ndern gemildert oder abgewendet w&uuml;rde. Im Folgenden soll dargestellt und bewertet werden, ob mit diesem Abkommen tats&auml;chlich humanit&auml;re oder eher wirtschaftliche Ziele verfolgt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/wirtschaft\/kein-schiff-wird-kommen\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Perfide Propaganda<\/strong><br>\nRussland schl&auml;gt eine Feuerpause f&uuml;r das Atomkraftwerk in der S&uuml;dukraine vor, im Westen wird dies auf taube Ohren sto&szlig;en.<br>\nDie Lage um den AKW-Komplex Saporischschja in der S&uuml;dukraine bleibt brisant und gef&auml;hrlich f&uuml;r ganz Europa. Der mehrmalige Beschuss der Anlage mit Artillerie und Raketen, f&uuml;r die sich Moskau und Kiew gegenseitig verantwortlich machen, k&ouml;nnte einen nuklearen Unfall ausl&ouml;sen, dessen Folgen vielleicht sogar die der Havarie des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl im Jahre 1986 &uuml;bertreffen w&uuml;rden.<br>\nDie sechs Reaktoren von Saporischschja stehen seit dem 3. M&auml;rz unter der Kontrolle russischer Soldaten. Die Behauptung der ukrainischen Seite, Russland w&uuml;rde die Anlage beschie&szlig;en, ist vor diesem Hintergrund haarstr&auml;ubend unlogisch. Sie ist Produkt einer unversch&auml;mten Propagandakampagne aus Kiew, deren Macher sich einfach darauf verlassen k&ouml;nnen, dass westliche Medien und Politiker ihr immer blind folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432655.perfide-propaganda.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine: Selenskyj und seine Regierung sind alles andere als stabil<\/strong><br>\nF&uuml;r die Konsumenten und Konsumentinnen der westlichen Medien scheint es klar: Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj repr&auml;sentiert DIE Ukraine. Wer allerdings genauer hinschaut und auch die ukrainischsprachigen Informationen versteht, kommt zu einem ganz anderen Bild: Die politische und milit&auml;rische Elite in Kiew ist bereits arg zerstritten. Gordon M. Hahn, ein US-amerikanischer Forscher f&uuml;r Terrorismus und Geostrategie im eurasischen Raum, ist so ein aufmerksamer Beobachter. Er registriert die gegenseitigen internen Attacken und Intrigen in Kiew aufs Genaueste. Globalbridge.ch hat seine auf seiner eigenen Website erschiene Analyse mit Bewiligung des Autors f&uuml;r die deutschsprachigen Leserinnen und Leser &uuml;bersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/ukraine-selenskyj-und-seine-regierung-sind-alles-andere-als-stabil\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Behinderungen der Kabul Luftbr&uuml;cke durch das Ausw&auml;rtige Amt: Wie die Evakuierungen aus Afghanistan scheiterten<\/strong><br>\nWarum scheiterte vor einem Jahr die erste Rettungsmission der Kabul Luftbr&uuml;cke, obwohl das Ausw&auml;rtige Amt sie zun&auml;chst unterst&uuml;tzte? Interne E-Mails zeigen das Chaos in der Beh&ouml;rde.<br>\nVor rund einem Jahr versuchte die &bdquo;Kabul Luftbr&uuml;cke&ldquo;, einzul&ouml;sen, was die deutsche Regierung nicht schaffte: Die private Initiative wollte Menschen auf Afghanistan evakuieren, die durch die Macht&uuml;bernahme der Taliban waren und weiterhin sind.<br>\nZun&auml;chst versprach der damalige Au&szlig;enminister Heiko Maas Unterst&uuml;tzung. Letztlich aber verhinderte das Ausw&auml;rtige Amt zusammen mit dem Innenministerium, das das erste Charter-Flugzeug der Initiative viele Menschen au&szlig;er Landes bringen konnte, die auf deutschen Evakuierungslisten gestanden hatten.<br>\nDer Spiegel hat jetzt interne E-Mails des Ausw&auml;rtigen Amts ausgewertet, die wir per Informationsfreiheitsgesetz erhalten haben und jetzt ver&ouml;ffentlichen. Sie zeigen das interne Chaos in der Beh&ouml;rde und die schwindende Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die &bdquo;Kabul Luftbr&uuml;cke&ldquo;.<br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt hat neun Monate gebraucht, um unsere Anfrage zu bearbeiten. Nach dem Gesetz vorgesehen ist eine Bearbeitungsfrist von einem Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/blog\/2022\/08\/12\/kabul-luftbrucke-auswartiges-amt\/\">Frag den Staat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Umgang mit Ortskr&auml;ften M&ouml;glicher Abzug aus Mali laut Bundeswehr bislang nicht geregelt<\/strong><br>\nDie deutschen Streitkr&auml;fte wollen ihren Einsatz in Mali aussetzen &ndash; doch was wird aus den lokalen Helfern in dem afrikanischen Land? Die Bundeswehr warnt vor einem &auml;hnlichen Chaos wie in Afghanistan.<br>\nSeit vergangenem Freitag ist klar: Die Bundeswehr setzt ihren Einsatz im Rahmen der Uno-Mission &raquo;Minusma&laquo; in Mali vorerst aus. Grund sind Sicherheitsbedenken. Die Aussetzung aller Aufkl&auml;rungsoperationen f&uuml;r die Uno klingt erst mal nach einer Sicherheitsma&szlig;nahme, letztlich ist es aber der Einstieg in den Abzug der Bundeswehr aus Mali. Doch noch sind viele Fragen offen.<br>\nEine m&ouml;gliche Evakuierung der Ortskr&auml;fte im westafrikanischen Mali im Falle eines Truppenabzugs ist nach Angaben der Bundeswehr &auml;hnlich wie zuvor im Fall Afghanistan bislang nicht geregelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/mali-abzug-aus-mali-laut-bundeswehr-bislang-nicht-geregelt-sorge-um-ortskraefte-a-65dbe4fa-8ef2-4039-9aca-6d102ce974aa\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krieg niederer Intensit&auml;t<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei avanciert mittlerweile zum weltweiten Marktf&uuml;hrer in der Produktion unbemannter Systeme. Die dadurch erm&ouml;glichte neue Form der Kriegsf&uuml;hrung wird unter anderem in Nordostsyrien umgesetzt. Drohnenangriffe des t&uuml;rkischen Milit&auml;rs f&uuml;hren dort zu permanenter Unsicherheit und Angst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/krieg-niedriger-intensitaet-18731\">medico<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fernost im Fadenkreuz<\/strong><br>\nLuftwaffe verlegt Kampfflugzeuge in den Indopazifik, um dort an Man&ouml;vern gegen China teilzunehmen.<br>\nIn 24 Stunden den Indopazifik erreichen: Das ist die Mission von sechs Eurofightern des Luftwaffengeschwaders 74, die am Montag nachmittag im Fliegerhorst bei Neuburg an der Donau abhoben. &Uuml;ber Italien, Griechenland, Israel und Jordanien sollen die Kampfflugzeuge nach Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten fliegen. Nach einem Pilotenwechsel geht es von dort weiter &uuml;ber den Golf von Oman, Indien und den Golf von Bengalen nach Singapur.<br>\nAuch drei Airbus &raquo;A330&laquo; Tankflugzeuge zur Luftbetankung der Kampfjets sowie vier Transportflugzeuge vom Typ &raquo;A400M&laquo; fliegen im Rahmen der &Uuml;bung &raquo;Rapid Pacific 2022&laquo;, in die rund 250 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr eingebunden sind, nach Asien. (&hellip;)<br>\n&raquo;Der Indopazifik gilt als wichtigste Region der Welt &ndash; seine Kontrolle wird zugleich als M&ouml;glichkeit erachtet, Chinas machtpolitischen Aufstieg einzud&auml;mmen&laquo;, meinte J&uuml;rgen Wagner von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) in T&uuml;bingen am Montag zu jW. Deutschland wolle bei den sich versch&auml;rfenden Konflikten in dieser Region &raquo;erkl&auml;rterma&szlig;en nicht mehr &rsaquo;von der Seitenlinie&lsaquo; aus zuschauen.&laquo; Der Politikwissenschaftler verweist dabei auf die im September 2020 von der Bundesregierung ver&ouml;ffentlichten &raquo;Leitlinien zum Indopazifik&laquo;, die eine gr&ouml;&szlig;ere deutsche Milit&auml;rpr&auml;senz in der Region vorsehen. Darin wird der Indopazifik als Schl&uuml;ssel f&uuml;r die Ausgestaltung der internationalen Ordnung im 21. Jahrhundert identifiziert und mit Blick auf globale Lieferketten und Handelsrouten konstatiert, dass geopolitische Machtverschiebungen in diesem Raum auch unmittelbare Auswirkungen auf Deutschland haben. Mit maritimer Pr&auml;senz sowie intensiverer Zusammenarbeit bei gemeinsamen &Uuml;bungen und Ausbildungen mit Partnerstreitkr&auml;ften wolle Deutschland zur &raquo;Wahrung der regelbasierten maritimen Ordnung&laquo; beitragen, wird die gegen China gerichtete imperialistische Strategie sch&ouml;nf&auml;rberisch benannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432635.deutscher-imperialismus-fernost-im-fadenkreuz.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Chinas Weckruf: Der Versuch, den USA entgegenzukommen, f&uuml;hrt zu nichts<\/strong><br>\nDer Punkt ist erreicht, an dem Peking es satthat, weiterhin guten Willen zu zeigen, der nicht erwidert wird. China schlie&szlig;t nach dem Taiwan-Besuch von Pelosi wichtige Kan&auml;le des Dialogs zu Washington, denn diese h&auml;tten nie Chinas Interessen, sondern immer nur jene der USA respektiert.<br>\nChinas Ank&uuml;ndigung, nach dem Besuch der Sprecherin des US-Repr&auml;sentantenhauses Nancy Pelosi in Taiwan, acht diplomatische Kan&auml;le f&uuml;r die Zusammenarbeit und den Dialog mit den USA vorerst zu schlie&szlig;en, scheint einen Bruch mit der zuvor &uuml;berm&auml;&szlig;ig nachsichtigen Herangehensweise Pekings an Washingtons Launen zu markieren. Die Reaktion der Amerikaner war unterdessen ebenso vorhersehbar wie aufschlussreich und es &uuml;berrascht nicht, dass das Wei&szlig;e Haus den Abbruch dieser Verbindungen verurteilte und darauf bestand, dass man selber nichts falsch gemacht habe, indem man Pelosi gr&uuml;nes Licht f&uuml;r ihre Reise gegeben habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/meinung\/145934-chinas-weckruf-versuch-usa-entgegenzukommen\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lange Schlangen f&uuml;r leere Regale<\/strong><br>\nIn New York ist die Teuerung so stark wie Jahrzehnten nicht mehr. In manchen Stadtteilen k&ouml;nnte bald jeder Vierte Probleme haben, eine Mahlzeit zu bekommen. Lebensmitteltafeln haben doppelt zu k&auml;mpfen.<br>\n&ldquo;In diesem Raum k&ouml;nnte ich normalerweise gar kein Interview geben&rdquo;, sagt Maria Cintron. Sie ist Managerin der Tafel &ldquo;The HopeLine&rdquo; in der New Yorker South Bronx. Die kleine Kammer am Ende der Einrichtung ist normalerweise vollgestapelt mit Kartons voller Reis, Nudeln oder Konservendosen. Momentan sei es schwierig, all diese Produkte zu bekommen. &ldquo;Gem&uuml;se und Obst waren f&uuml;r Tafeln schon immer Mangelware, aber jetzt ist auch nicht verderbliche Ware kaum zu kriegen&rdquo;, sagt sie.<br>\nMit fast neun Prozent ist die Inflation in New York so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr. Die hohen Preise treffen Tafeln und Speisekammern in vielerlei Hinsicht: Durch die gestiegenen Preise werden nicht nur noch mehr Menschen bed&uuml;rftig, da sie sich Waren im Supermarkt nicht mehr leisten k&ouml;nnen. Auch f&uuml;r die Tafeln werden Lebensmittel immer weniger erschwinglich, denn viele der spendenden Organisationen stehen ebenfalls unter Druck. Die Kammern sp&uuml;ren die weltweiten Nachwehen der Pandemie, Mitarbeitermangel, den Krieg in der Ukraine und das Chaos bei den Lieferketten deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/usa-new-york-inflation-lebensmittelpreise-tafeln-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Erbschaftsteuer: Nicht f&uuml;r Superreiche<\/strong><br>\nDie Erbschafts- und Schenkungssteuerstatistik f&uuml;r das Jahr 2021 ist erschienen. Abermals wird deutlich: Die Erbschaftssteuerreform 2016 hat den Auftrag des Bundesverfassungsgerichts nicht erf&uuml;llt, die weitreichenden Privilegien f&uuml;r superreiche Unternehmenserben einzud&auml;mmen. Das ist eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie.<br>\nImmer wieder wurden in der Vergangenheit die Ausnahmen f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen bei der Erbschaftssteuer als zu weitreichend und damit f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. In Folge wirksamer Lobbyarbeit hat der Gesetzgeber in Reaktion auf die Gerichtsurteile allerdings nur Sch&ouml;nheitskorrekturen am Gesetz vorgenommen und teilweise sogar neue Privilegien und Umgehungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Superreiche geschaffen. Wenige Jahre nach der Reform 2016, da nun zunehmend F&auml;lle nach neuem Recht veranlagt werden und zudem die Effekte der vorgezogenen Schenkungen abklingen, schl&auml;gt sich das auch immer deutlicher in der Erbschafts- und Schenkungssteuerstatistik (EUS) nieder.<br>\nZwar werden in Deutschland j&auml;hrlich aktuell rund 400 Milliarden Euro vererbt und verschenkt, im Jahr 2021 wurden davon aber nur knapp 118 Milliarden Euro Verm&ouml;gen (2020: 84 Milliarden) von Finanz&auml;mtern veranlagt. Grund daf&uuml;r, dass fast zwei Drittel des gesamten Transfervolumens nicht erfasst werden, sind zun&auml;chst die hohen pers&ouml;nlichen Freibetr&auml;ge zwischen engen Verwandten, die sich alle 10 Jahre erneuern (500.000 Euro bei Ehepartnern\/Lebenspartnern und 400.000 Euro bei Kindern). Denn es werden nur Erwerbe vom Finanzamt und damit in der Statistik erfasst, die &uuml;ber den Freibetr&auml;gen liegen. Zudem werden auch nicht alle Verm&ouml;gens&uuml;bertragungen oberhalb des Freibetrags dem Finanzamt gemeldet.<br>\nInsgesamt wurden im Jahr 2021 11 Milliarden Euro Steuern festgesetzt. Der durchschnittliche Steuersatz liegt damit bei knapp 9,4 Prozent im Vorjahr waren es  10,1 Prozent. Setzt man das Steueraufkommen ins Verh&auml;ltnis zum gesch&auml;tzten gesamten Transfervolumen von 400 Milliarden Euro, fallen auf Erbschaften und Schenkungen gerade einmal 2,7 Prozent Steuern an &ndash; auf ein mittleres Arbeitseinkommen von 50.000 Euro j&auml;hrlich hingegen &uuml;ber 23 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/elementor-10684\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Baubranche unter Druck: Geywitz verspricht weiterhin 400.000 Wohnungen pro Jahr<\/strong><br>\nSelbst unter g&uuml;nstigen Rahmenbedingungen w&auml;re das Ziel der Bundesregierung, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen, ambitioniert. Bauministerin Geywitz h&auml;lt trotzdem daran fest.<br>\nBundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) h&auml;lt am Versprechen der Bundesregierung fest, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen. Mit Blick auf steigende Zinsen, Fachkr&auml;ftemangel und unzuverl&auml;ssige Lieferketten sagte Geywitz dem Nachrichtenportal ZDFheute.de: &raquo;Es ist schwieriger geworden, deswegen m&uuml;ssen wir uns mehr anstrengen.&laquo; Zu einer Abkehr von dem Wohnungsbauversprechen sei sie allerdings nicht bereit.<br>\n&raquo;Dadurch, dass ich mich davon verabschieden w&uuml;rde, w&uuml;rde ja die Notwendigkeit nicht weggehen, dass wir mehr Wohnungen brauchen&laquo;, hob die SPD-Politikerin hervor. Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels brachte Geywitz zudem neben der F&ouml;rderung von energetischem Bauen und Sanieren auch die Notwendigkeit von flexibel ver&auml;nderbarer Wohnfl&auml;che ins Spiel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/baubranche-unter-druck-klara-geywitz-verspricht-weiterhin-400-000-wohnungen-pro-jahr-a-9579dbc0-b94b-4111-b826-f5870ad6bc0a%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr ist aus den genannten Gr&uuml;nden schlichtweg unerreichbar, 2022 und 2023 auf jeden Fall, 2024 und 2025 wahrscheinlich auch. Warum verbreitet Geywitz solche M&auml;rchen, die die &Ouml;ffentlichkeit t&auml;uschen sollen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fluthilfen: Warum das Geld nicht flie&szlig;t<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder haben den Betroffenen der Jahrhundertflut 2021 die Rekordsumme von 30 Milliarden Euro zugesagt. Doch bislang ist erst ein Bruchteil angekommen. [&hellip;]<br>\nEin Jahr sp&auml;ter ist die Bilanz allerdings ern&uuml;chternd: Ausgezahlt wurde von den 30 Milliarden nur ein kleiner Teil. Nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung flossen davon bisher nur insgesamt 1,17 Milliarden Euro an die vier betroffenen Bundesl&auml;nder. Das geht aus einer Auflistung des Innenministeriums auf Anfrage der Linken-Fraktion hervor. So wurden beispielsweise aus dem Topf, der den vom Hochwasser betroffenen Privathaushalten und Wohnungsunternehmen wieder auf die Beine helfen soll, bisher nur knapp 410 Millionen Euro ausgezahlt. F&uuml;r betroffene Selbst&auml;ndige, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Angeh&ouml;rige freier Berufe wurden bisher etwa 150 Millionen Euro vom Bund an die L&auml;nder ausgezahlt.<br>\nAuf einige der F&ouml;rdergeld-T&ouml;pfe wurde noch gar nicht zugegriffen &ndash; in der Tabelle steht hinter den Auszahlungen immer wieder eine Null. Zum Beispiel beim Geld, mit dem Sch&auml;den an kulturellen Einrichtungen und Kulturdenkm&auml;lern behoben und Archive gerettet werden sollen. &ldquo;Zwischen den zur Verf&uuml;gung stehenden Milliarden und den bislang geflossenen Hilfen klafft ein kaum entschuldbares Missverh&auml;ltnis&rdquo;, sagt dazu der Linken-Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch. Er meint, die Beh&auml;bigkeit des Wiederaufbaus zerst&ouml;re das Vertrauen der Betroffenen in die Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluthilfe-jahrhundertflut-1.5638608\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lauterbachs Paxlovid&reg;-Tweet &ndash; ein B&auml;rendienst f&uuml;r die evidenzbasierte Medizin<\/strong><br>\nKarl Lauterbach war einst gro&szlig;er Verfechter der evidenzbasierten Medizin. Jetzt vergeht er sich an ihr. Damit ist der Bundesgesundheitsminister in unguter Gesellschaft.<br>\nJeder hat das Recht, Arzneimittel zu schlucken. Und jeder hat das Recht, sich die x-te Auffrischung einer Schutzimpfung zu verabreichen, bzw. &ndash; sofern er oder sie helfende H&auml;nde findet &ndash; verabreichen zu lassen. Das steht zwar so explizit weder im Grund- noch im Arzneimittelgesetz. Wenigstens aber ist es vom &bdquo;Recht auf freie Entfaltung&ldquo; in unserer Gesellschaft und von der Verfassung gesch&uuml;tzt &ndash; sofern man &bdquo;nicht die Rechte anderer verletzt&ldquo;.<br>\nDeswegen kann es auch f&uuml;r einen Bundesgesundheitsminister samt &auml;rztlicher Approbation nicht verboten sein, nach der eigenen SARS-CoV-2-Infektion Paxlovid&reg; einzunehmen oder l&auml;ngst die zweite Booster-Impfung im Arm zu haben. Sofern er es denn privat machte. Tat er aber nicht.<br>\nAuf Twitter hat der 59-j&auml;hrige Karl Lauterbach die Epikrise seiner COVID-19 geteilt. So weit, so pers&ouml;nlich. Nur ist er Person der Zeitgeschichte, f&uuml;r sehr viele Menschen seit Pandemiebeginn eine wichtige Bezugsperson. Mit seiner Million an Followern br&auml;uchte er nicht einmal Markus Lanz, um &Ouml;ffentlichkeit herzustellen.<br>\nUnd so wird es zum Problem, wenn ein exponierter und in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung so angesehener Dr. med. anhand der eigenen Erkrankung quasi eine Therapieempfehlung gibt (&bdquo;Zur Vermeidung von Komplikationen nehme ich Paxlovid.&ldquo;). Wozu brauchen wir noch die Arzneimittelbeh&ouml;rden, die nach m&ouml;glichst umfassenden klinischen Pr&uuml;fungen Indikationen vorgeben (hier: &bdquo;f&uuml;r Erwachsene mit einem erh&ouml;hten Risiko, eine schwere COVID-19 zu entwickeln&ldquo;)?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Politik\/Lauterbachs-Paxlovid-Tweet-ein-Baerendienst-fuer-die-evidenzbasierte-Medizin-431509.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>PFAS: Es regnet ewige Chemikalien<\/strong><br>\nSogar in Tibet und der Antarktis fanden Wissenschaftler der ETH und der Uni Stockholm Gifte aus der Klasse der PFAS.<br>\nPer- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind bekannt als gesundheitssch&auml;dliche und schwer abbaubare Chemikalien. Von den bekanntesten wie PFOA (Perfluoroctacans&auml;ure), ist nachgewiesen, dass sie die Leber sch&auml;digen und die Fortpflanzung beeinflussen k&ouml;nnen.<br>\nWeil sie so langlebig sind, finden sich PFAS deshalb immer h&auml;ufiger in der Umwelt. Wie h&auml;ufig, hat nun ein Team aus Forschenden der ETH und der Universit&auml;t Stockholm dargelegt.<br>\nDie Forschenden suchten in Regenwasser, B&ouml;den und Oberfl&auml;chengew&auml;ssern auf der ganzen Welt zehn Jahre lang nach vier der bekanntesten PFAS. Deren Konzentration war selbst an abgelegenen Orten wie im Regenwasser auf dem tibetischen Hochplateau so hoch, dass sie nicht mehr als sicher gelten kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/schadstoffe\/pfas-es-regnet-ewige-chemikalien\/\">Infosperber<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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