{"id":8699,"date":"2011-03-17T08:37:04","date_gmt":"2011-03-17T07:37:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8699"},"modified":"2011-03-17T08:37:04","modified_gmt":"2011-03-17T07:37:04","slug":"hinweise-des-tages-1349","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8699","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Atompolitik, Japan \/ Fukushima, Unruhen im Nahen Osten, Schuldenkrise, Kampf dem Kasino, die gr&ouml;&szlig;ten Kapitalvernichter, Ausbeutung bei Netto, Bachelor und Master, Studienanf&auml;nger in Ingenieurwissenschaften, moralischer Druck in der Arztpraxis, Umlageverfahren ohne Alternative, faschistische Tendenzen, Bremer CDU verkauft Listenpl&auml;tze, einfach mal abschalten, die Null steht, zu guter Letzt. (RS)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Atompolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Japan \/ Fukushima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Unruhen im Nahen Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Schuldenkrise &ndash; Teure Euro-Treue<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Internationaler W&auml;hrungsfonds: Kampf dem Kasino<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Die gr&ouml;&szlig;ten Kapitalvernichter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Gewerkschaft wirft Netto Ausbeutung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bachelor und Master: Jeder zweite Studierende ist &uuml;berfordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Rund 8% mehr Studienanf&auml;nger in Ingenieurwissenschaften in 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Moralischer Druck in der Arztpraxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">&ldquo;Umlageverfahren ohne Alternative&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Faschistische Tendenzen all&uuml;berall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Bremer CDU fordert Kandidaten zu einer Spende auf: 800 Euro f&uuml;r einen guten Listenplatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Frontal21: &bdquo;Toll&ldquo; &ndash; Einfach mal abschalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Fritz Eckenga: Die Null Steht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Zu guter Letzt: Mit Sicherheit &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=8699&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Atompolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Risiken in Deutschland<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch zum Hintergrund des japanischen Atomunfalls mit dem Atomexperten Thomas Riedl von Greenpeace Deutschland<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=34361&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwer berechenbare Strahlung<\/strong><br>\nVon 500 Millisievert an drohen akute Gesundheitssch&auml;den. Aber auch eine nur moderat erh&ouml;hte Dosis kann bereits Folgen haben. Je st&auml;rker die Strahlung, desto gr&ouml;&szlig;er wird die Wahrscheinlichkeit sp&auml;terer Sch&auml;den. Sieben Antworten zur atomaren Bedrohungslage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512\/Doc~EBC532B803B6B4596862FBBCE1930DC7C~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise &ndash; Hoffentlich staatspleitenversichert<\/strong><br>\nEs gibt immer wieder neue Methoden, wie man die Finanzkonzerne p&auml;ppeln kann. Die Euro-L&auml;nder sind dabei, sie alle durchzuprobieren. Die jetzt gew&auml;hrten Kredite und die bald unvermeidlichen direkten Zahlungen an die Probleml&auml;nder dienen dazu, den Finanzsektor im Empf&auml;ngerland sowie im eigenen Land zu sch&uuml;tzen. Das ist seit Ausbruch der Finanzkrise der eigentliche Sinn deutschen (und franz&ouml;sischen) Regierungshandelns. Es gilt die oberste Maxime, die Finanzinstitutionen im eigenen Land, ihre Aktion&auml;re und Gl&auml;ubiger vor jeglichem Schaden zu bewahren.<br>\nF&uuml;r Paul Achleitner, Vorstandsmitglied des gr&ouml;&szlig;ten Versicherungskonzerns der Welt &ndash; der Allianz -, ist das bereits selbstverst&auml;ndlich. Daher kommt seine Idee, der Staat &ndash; in diesem Fall die EU &ndash; m&ouml;ge doch bitte sehr eine Versicherung f&uuml;r Staatsanleihen schaffen. Nicht genug damit, dass der deutsche Staat 2008 der Allianz die Dresdner Bank abnahm, indem er frisches Kapital in die Commerzbank einschoss und den Versicherungskonzern damit vor Verlusten im hohen zweistelligen Milliardenbereich bewahrte. Es m&uuml;ssen eben immer neue Methoden her, wie der Staat die Finanzkonzerne p&auml;ppeln kann. Mit einem staatlichen Schutz vor einer Staatsinsolvenz w&uuml;rden Allianz und die anderen auch frohgemut weiter die Einnahmen aus den staatlich gef&ouml;rderten, sprudelnden Riester-Rente-Pr&auml;mien in riskante Staatsanleihen investieren. So wird der R&uuml;ckzug des Staates aus der klassischen Altersrente &uuml;ber die Milliardenvorsorge f&uuml;r private Versicherungskonzerne halt noch teurer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-lucas-zeise-hoffentlich-staatspleitenversichert\/60025786.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Atomkraftwerke: F&uuml;r den Gau haftet der Steuerzahler<\/strong><br>\nAtomkraftwerke sind bisweilen kaum versicherbar. Im Falle eines bewaffneten Konflikts oder einer schweren Naturkatastrophe kommen die Versicherer nicht f&uuml;r Sch&auml;den auf, bei Terroranschl&auml;gen hingegen schon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/fuer-den-gau-haftet-der-steuerzahler\/3953976.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Atomkonzerne gehen auf Konfrontationskurs zu Merkel<\/strong><br>\nDer Beschluss der Bundesregierung, die sieben &auml;ltesten Meiler vom Netz zu nehmen, st&ouml;&szlig;t laut SZ-Informationen auf Widerstand. Von Betreibern wie Eon. Dabei w&auml;ren nach Auskunft des Umweltbundesamtes neun Meiler sofort verzichtbar &ndash; ohne Einschr&auml;nkungen auf die Stromversorgung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/moratorium-widerstand-gegen-abschaltungen-atomkonzerne-auf-konfrontationskurs-zu-merkel-1.1073024\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Japan \/ Fukushima<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Drohender Super-GAU &ndash; Japan verzweifelt am Kampf gegen die Katastrophe<\/strong><br>\nNewsticker<br>\nIn zwei Reaktoren des Atomkraftwerkes Fukushima-1 brennt es, und die Situation ist kaum noch zu kontrollieren: Die Strahlenbelastung steigt auf einen so hohen Rekordwert, dass die 50 letzten verbliebenen Arbeiter zeitweise das AKW verlassen mussten. Nun soll offenbar doch versucht werden, den Krisen-Meiler aus der Luft zu l&ouml;schen. Unterdessen cancelt die Lufthansa bis auf weiteres alle Fl&uuml;ge zum internationalen Flughafen Tokio-Narita.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/japan-atomkatastrophe-neue-explosion-im-akw-fukushima-strahlung-tritt-aus-1.1072079\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Japan: Arme Atomkraftgegner<\/strong><br>\nEs ist nie leicht gewesen, in Japan Atomkraftgegner zu sein. Man durfte sich stets zu einer verschwindend kleinen Minderheit z&auml;hlen. Aber dieser Tage f&auml;llt es noch schwerer. Die Mannschaft von Japans f&uuml;hrendem Anti-AKW-Zentrum CNIC (Citizen&rsquo;s Nuclear Information Center) ist vollkommen &uuml;berlastet. Aber nicht nur das. Die emsigen Mitarbeiter des Zentrums, ein jeder Experte f&uuml;r ein Spezialgebiet der Atomwissenschaft, sp&uuml;ren, dass sich ihre Welt trotz der drohenden Katastrophe immer noch um die eigene Achse dreht. Zwar geben sie jetzt Interviews f&uuml;r CNN und BBC. Zwar hielten sie in den letzten Tagen zwei eilig einberufene Pressekonferenzen im Club der Auslandskorrespondenten in Tokio ab. Aber die japanische &Ouml;ffentlichkeit h&ouml;rt ihnen immer noch nicht zu. Sie wollen ihren Glauben an die japanische Technologie nicht verlieren. Sie wollen, auch jetzt noch, festhalten an ihrem Traum von der Energieunabh&auml;ngigkeit durch Atomkraft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F03%2F16%2Fa0066&amp;cHash=d30e0b82ed\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Atomkatastrophe in Japan: Angst vor dem GAU in der Wirtschaft<\/strong><br>\nDie japanische Volkswirtschaft kann nach Ansicht von &Ouml;konomen die Folgen des Erdbebens und des Tsunamis wegstecken &ndash; solange es nicht zur absoluten nuklearen Katastrophe kommt. Drei Szenarien, wie schmerzhaft es das Land treffen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:atomkatastrophe-in-japan-angst-vor-dem-gau-in-der-wirtschaft\/60026266.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Spenden aber richtig<\/strong><br>\nAngesichts der Bilder aus Japan w&auml;chst weltweit die Spendenbereitschaft. Das ist zwar sch&ouml;n und gut. Doch Geld ist f&uuml;r Japan derzeit das geringste Problem. Anderswo wird es viel dringender gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/kolumnen\/Spenden-aber-richtig-article2857906.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Informationen zur Lage in den japanischen Kernkraftwerken Fukushima, Onagawa und Tokai<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grs.de\/informationen-zur-lage-den-japanischen-kernkraftwerken-fukushima-onagawa-und-tokai\">Gesellschaft f&uuml;r Anlagen- und Reaktorsicherheit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Eine zuverl&auml;ssige Quelle &uuml;ber die Lage in Fukushima.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Unruhen im Nahen Osten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie ist Gaddafi aufzuhalten?<\/strong><br>\nErst Bomben, dann Granaten, dann die Einnahme der Stadt von zwei Seiten. Mit dieser Strategie geht Gaddafis Armee nach j&uuml;ngsten Meldungen auch Adschabija  vor.  Das libysche Staatsfernsehen meldet angeblich, dass die Stadt schon unter v&ouml;lliger Kontrolle von Gaddafis Truppen st&uuml;nde, die Rebellen bestreiten dies.  Wie der Guardian berichtet, haben Gaddafis Soldaten haben die Kontrolle &uuml;ber gro&szlig;e Teile der Stadt gewonnen und vor allem die Kontrolle &uuml;ber die K&uuml;stenstra&szlig;e. Damit ist der Weg f&uuml;r Gaddafis &uuml;berm&auml;chtige Truppen nach Bengasi frei.&rdquo;Der Kampf ist verloren. Gaddafi wirft, was er hat, gegen uns&rdquo;, wird ein milit&auml;rischer F&uuml;hrer der Rebellen zitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/149463\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Gaddafi-Sohn verh&ouml;hnt Vereinte Nationen<\/strong><br>\nWesterwelle im Bundestag gegen Flugverbot, die UN diskutiert, Gaddafis Armee marschiert<br>\n&ldquo;In 48 Stunden ist alles vorbei&rdquo;: Gaddafi-Sohn Saif al-Islam triumphiert im Fernsehen &ndash; die Soldaten seines Vaters st&uuml;nden kurz vor der Einnahme Bengasis. Frankreichs Staatschef Sarkozy nannte er einen &ldquo;Clown&rdquo;. Im Jemen und im K&ouml;nigreich Bahrain eskaliert die Gewalt auf den Stra&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,751257,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.S.:<\/strong> Sie werden danach alle bald wieder im Gaddafi-Beduinenzelt zusammensitzen und miteinander die Gesch&auml;fte fortsetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Polizisten st&uuml;rmen Platz der Opposition in Bahrain<\/strong><br>\nEinsatz von Tr&auml;nengas &ndash; schiitische Geistliche warnen vor &laquo;Massaker&raquo;<br>\nIn Bahrain haben Polizisten den von der Opposition besetzen Platz der Opposition gewaltsam ger&auml;umt. Mehrere Zelte standen in Flammen, &uuml;ber der Gegend stand dichter Rauch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/bahrain_platz_der_oppositionsbewegung_1.9911299.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Hilferuf aus Manama: Polizei geht mit Tr&auml;nengas gegen Demonstranten<\/strong><br>\nMit vereinten Kr&auml;ften schlagen die Herrscher am Golf den Aufstand in Bahrain nieder. Mit Panzern und Helikoptern wird am Mittwoch der Perlenplatz ger&auml;umt. Der Jugend in der ganzen Region soll so die Lust auf Revolution ausgetrieben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/19\/0,3672,8222067,00.html\">heute.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schuldenkrise &ndash; Teure Euro-Treue<\/strong><br>\nDie Euro-Rettung k&ouml;nnte f&uuml;r Deutschland ungeahnt teuer werden. Berlin muss m&ouml;glicherweise 25 Milliarden Euro zum zuk&uuml;nftigen Rettungsschirm beitragen &ndash; und daf&uuml;r eine Neuverschuldung in Kauf nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/schuldenkrise-teure-euro-treue-1.1072563\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Leider wird die Gegenrechnung f&uuml;r Deutschland nicht aufgemacht, was passieren w&uuml;rde, wenn die Euro-Zone platzen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Internationaler W&auml;hrungsfonds: Kampf dem Kasino<\/strong><br>\nIn einem soeben ver&ouml;ffentlichten Diskussionspapier warnen &Ouml;konomen des Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) davor, dass die Wahrscheinlichkeit einer neuen Finanzkrise durch die Bankenrettung sogar noch gr&ouml;&szlig;er geworden sei. &ldquo;Die Verletzlichkeit des globalen Finanzystems bleibt beachtlich und sie bedroht die wirtschaftliche Erholung&rdquo;, hei&szlig;t es&nbsp;weiter. Der IWF geht mit dem Krisenmanagement der Regierungen hart ins Gericht. Die Finanzh&auml;user seien heute bei weitem nicht so solide wie sie es sein sollten. Noch immer versteckten sich in den Bilanzen unerkannte Risiken und faule Wertpapiere.<br>\nViele Staaten haben sich bei der Rettung maroder Banken &uuml;bernommen. In Europa und den USA wurden die Schulden von Pleitebanken praktisch verstaatlicht. Die Folge: Die Defizite in den &ouml;ffentlichen Haushalten schwollen an, die Schuldenberge wuchsen. In Irland r&auml;chte es sich bitter, dass sich die Regierung dazu dr&auml;ngen lie&szlig;, f&uuml;r die Schulden der Banken einzustehen: Nun ist der Inselstaat selbst ein Pleitekandidat und h&auml;ngt am Tropf des europ&auml;ischen Notfonds. Das Land hat seine Kreditw&uuml;rdigkeit ruiniert, um die Gl&auml;ubiger seiner Banken zu retten. &Ouml;konomen nennen so etwas moral hazard.&nbsp; Auch mit der Bankenregulierung ist der W&auml;hrungsfonds unzufrieden. Teile der Finanzwelt seien heute noch st&auml;rker konzentriert als vor der Krise, die Banken noch immer so gro&szlig; und komplex, dass sie den Staat im Notfall erpressen k&ouml;nnten. &ldquo;Die Regierungen m&uuml;ssen dar&uuml;ber nachdenken, wie sie die Gefahren in den Griff bekommen, die gro&szlig;e Banken f&uuml;r die Stabilit&auml;t der Finanzwelt bergen&rdquo;, fordern die Autoren der Studie. K&uuml;nftig komme es darauf an, nicht blind zu retten, was nicht mehr zu retten ist. In der n&auml;chsten Krise sollten wertlose Wertpapiere fr&uuml;hzeitig abgeschrieben werden und den Banken harte Auflagen gemacht werden, bevor man ihnen Hilfe anbietet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/internationaler-waehrungsfonds-kampf-dem-kasino-1.1070359\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/sdn\/2011\/sdn1105.pdf\">IWF [PDF &ndash; 670 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht gerade beruhigend, aber wahrscheinlich realistisch ist, dass die Autoren anscheinend die Krise abgeschrieben haben, da sie Empfehlungen f&uuml;r die kommende Krise aussprechen. Zeit, sich daran zu erinnern, wie sich die Bundesregierung seinerzeit bei der Rettung der HRE von Ackermann &uuml;ber den Tisch ziehen lie&szlig;. Keine deutsche Bank h&auml;tte die n&auml;chsten Tage &uuml;berlebt, so Ackermann und die Kanzlerin treu doof verkauft den Deal sp&auml;ter damit, dass man nicht die Banker, sondern die B&uuml;rger habe retten m&uuml;ssen. Aber wer hat denn damals der HRE Geld f&uuml;r Ihre Fehlspekulationen zur Verf&uuml;gung gestellt? Harald Schumann hat im September 2009 die bisher amtlich geheim gehaltene Liste der unbesicherten Gl&auml;ubiger der HRE zum Zeitpunkt der Vereinbarung des Rettungspakets dokumentiert, die z.B. aufzeigt, dass etwa zur H&auml;lfte ausl&auml;ndische Gro&szlig;banken und Fondsverwalter gerettet wurden. Und bei den deutschen Anlegern fragt man sich, warum sie nicht an den Kosten der Rettungsaktion beteiligt wurden. An der Spitze der Liste standen mit jeweils mehr als zwei Milliarden Euro unbesicherter Forderungen gegen&uuml;ber der HRE die italienische Unicredit mit ihrer deutschen Tochter Hypo-Vereinsbank (HVB) und die Bayern LB. Dahinter folgen die Versicherungsgruppe HUK Coburg und die Deutsche Bank mit Forderungen von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Sie alle haben, so Schumann die &ldquo;bisher keinen Cent zur Rettung beitragen m&uuml;ssen.&rdquo; &ndash; <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/finanz\/die-geretteten\/1598962.html\">Moral Hazard in Vollendung<\/a>.<br>\nWer an der aktuellen Diskussion interessiert ist, kann hier eine <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/np\/seminars\/eng\/2011\/res\/index.htm\">Tagung beim IWF<\/a> verfolgen, deren Thema lautete: &ldquo;Macro and Growth Policies in the Wake of the Crisis&rdquo;. Es treten so bekannte &Ouml;konomen auf wie Adam Posen, Olivier Blanchard, Guillermo Ortiz, Otmar Issing, Joseph Stiglitz, David Romer, Robert Solow, Dani Rodrik, Michael Spence usw.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die gr&ouml;&szlig;ten Kapitalvernichter<\/strong><br>\nDie meisten deutschen Aktien landeten zum Jahresende 2010 dick im Plus. Aber es gibt schwarze Schafe, die ihren Aktion&auml;ren tiefe L&ouml;cher ins Depot rissen &ndash; und das mitunter schon seit Jahren. Die Deutsche Schutzvereinigung f&uuml;r Wertpapierbesitz (DSW) hat in ihrer &ldquo;Watchlist 2011&rdquo; die 50 gr&ouml;&szlig;ten Kapitalvernichter der vergangenen f&uuml;nf Jahre pr&auml;miert. Bewertungsmethode: Maximum -1000 Punkte; Gewichtung: max. -500 Punkte f&uuml;r die Kursperformance &uuml;ber f&uuml;nf Jahre, max. -300 Punkte f&uuml;r die Performance &uuml;ber drei Jahre, max. -200 Punkte f&uuml;r die Performance &uuml;ber ein Jahr. Bewertung ohne Dividende und Sonderzahlungen auf Basis der Schlusskurse des letzten Handelstages im Jahr; nur Aktien aus dem B&ouml;rsensegment Prime Standard der Deutschen B&ouml;rse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/galerien\/die-groessten-kapitalvernichter-1658\/1\/horror-aktien.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gewerkschaft wirft Netto Ausbeutung vor<\/strong><br>\nVer.di kn&ouml;pft sich den Discounter Netto vor: Die Gewerkschafter werfen der Supermarktkette vor, sittenwidrige L&ouml;hne zu zahlen &ndash; in H&ouml;he von 5,50 Euro. Mehr als 40 Prozent der Mitarbeiter seien geringf&uuml;gig besch&auml;ftigt. Das Unternehmen weist die Kritik zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,751302,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bachelor und Master: Jeder zweite Studierende ist &uuml;berfordert<\/strong><br>\nDer Anteil der Studierenden, die daran zweifeln, erfolgreich die Hochschule zu absolvieren, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Inzwischen f&uuml;hlt sich jeder zweite Student und jede zweite Studentin von Stoffmenge und Pr&uuml;fungsrythmus &uuml;berfordert. Dies zeigt der neue Studierendensurvey der Bundesregierung, den Thomas Rachel (CDU), Parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung, am 15. M&auml;rz in Berlin vorgestellt hat. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) forderte von Bund und L&auml;ndern finanzielle Hilfe f&uuml;r den Ausbau studienbegleitender Beratungsangebote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zwd.info\/index.php?group_id=102100001&amp;id=10180&amp;content_id=74\">Zweiwochendienst<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rund 8% mehr Studienanf&auml;nger in Ingenieurwissenschaften in 2010<\/strong><br>\nIm Studienjahr 2010 (Sommersemester 2010 und Wintersemester 2010\/11) immatrikulierten sich 93 200 Anf&auml;ngerinnen und Anf&auml;nger f&uuml;r ein Studium der Ingenieurwissenschaften &ndash; ein Anstieg von 8,2% im Vergleich zum Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen weiter mitteilt, nahmen 2010 insgesamt 443 000 Personen ein Studium auf. Damit erh&ouml;hte sich die Zahl der Erstimmatrikulierten im Vergleich zum Studienjahr 2009 um rund 18 800 (+ 4,4%).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2011\/03\/PD11__101__213,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Damit st&uuml;tzt das Statistisches Bundesamt die <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.363684.de\/10-46.pdf\">Studie von Karl Brenke (DIW) [PDF &ndash; 530 KB]<\/a>, der in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren angesichts stark gestiegener Studentenzahlen nicht damit rechnet, dass in technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern ein starker Engpass beim Arbeitskr&auml;fteangebot eintritt. Der damalige Chef des DIW, Klaus F. Zimmermann, u.a. versuchten seinerzeit diese Untersuchungsergebnisse zu relativieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Moralischer Druck in der Arztpraxis<\/strong><br>\nZum Weltverbrauchertag haben die Verbraucherzentralen ein immer wichtiger werdendes Zusatzgesch&auml;ft niedergelassener &Auml;rzte kritisiert &ndash; sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (Igel). Dabei handle es sich um &bdquo;typische Haust&uuml;rgesch&auml;fte&ldquo;, bei denen moralischer Druck aufgebaut werde und man nicht frei entscheiden k&ouml;nne, sagte Bundesverbandschef Gerd Billen am Dienstag bei einer Veranstaltung im Gesundheitsministerium. Vielleicht, so Billen, m&uuml;sse man einmal &bdquo;durchexerzieren&ldquo;, ob dann nicht auch die f&uuml;r solche Gesch&auml;fte &uuml;blichen Widerrufsrechte in den Arztpraxen Anwendung finden m&uuml;ssten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/moralischer-druck-in-der-arztpraxis\/v_print,3953652.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/1459\/index.html\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Umlageverfahren ohne Alternative&rdquo; &ndash; Experte Franz Ruland: Gesetzliche Rente l&auml;sst sich nicht mehr kapitalgedeckt finanzieren.<\/strong><br>\nDas zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung verwendete Umlageverfahren ist nach Ansicht des Vorsitzenden des Sozialbeirats der Bundesregierung, Franz Ruland, &ldquo;ohne Alternative&rdquo;. In der k&uuml;rzlich erschienenen Neuausgabe des &ldquo;Handbuchs der Rentenversicherung&rdquo; begr&uuml;ndet Ruland seine Einsch&auml;tzung damit, dass f&uuml;r eine Kapitalabdeckung der Anspr&uuml;che an die Rentenversicherung inzwischen &ldquo;&uuml;ber acht Billionen Euro (8.000 Milliarden, Anm. d. Red.) notwendig&rdquo; seien. Zum Vergleich: Der Bundeshaushalt 2011 umfasst nach Angaben des Bundesfinanzministeriums knapp 306 Milliarden Euro, also nicht einmal vier Prozent des ben&ouml;tigten Deckungskapitals. Bei einer solchen Verm&ouml;gensmasse &ldquo;w&uuml;rden sich die Unterschiede zwischen dem Kapitaldeckungs- und dem Umlageverfahren weitgehend vermischen&rdquo;, so dass sie &ldquo;nicht zu realisieren&rdquo; sei, so Ruland. Denn die Renten k&ouml;nnten in diesem Fall wieder &ldquo;nur aus dem laufenden Bruttosozialprodukt erwirtschaftet&rdquo; werden. Das gebundene Kapital k&ouml;nne dann selbst &ldquo;keinen Beitrag mehr zur Finanzierung der Renten leisten&rdquo;, argumentiert Ruland, der bis 2005 Chef des fr&uuml;heren Verbandes Deutscher Rentenversicherungstr&auml;ger war. Das Umlageverfahren sei daher f&uuml;r den Gesetzgeber &ldquo;ein Weg ohne Umkehr&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/magazin\/nachrichten\/rente\/news-single\/article\/umlageverfahren-ohne-alternative.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Faschistische Tendenzen all&uuml;berall: Wirtschaftsminister Br&uuml;derle adelt eine sarrazineske Buchvorstellung des G&uuml;nter Ederer<\/strong><br>\nEs war eine illustre Runde, die im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann gestern Abend zusammenkam, um ein neues Buch vorzustellen. Tr&auml;um weiter, Deutschland! hei&szlig;t es, geschrieben hat es G&uuml;nter Ederer &ndash; ein Autor, der den Sozialstaat f&uuml;r verwerflich h&auml;lt und sich TV-Dokumentationen, in denen er das beweisen will, auch schon mal von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) finanzieren l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=34352&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bremer CDU fordert Kandidaten zu einer Spende auf: 800 Euro f&uuml;r einen guten Listenplatz<\/strong><br>\n&ldquo;Jetzt das Richtige tun &ndash; Bremer CDU startet in den Wahlkampf 2011&rdquo;. So lautet das Motto im christdemokratischen Magazin &ldquo;Ausguck&rdquo;. Aktuell wird in den eigenen Reihen die Frage gestellt, ob es das Richtige ist, wenn die F&uuml;hrung &uuml;berraschend 800 Euro von allen Parlamentsbewerbern fordert, die von der Partei auf die vorderen Listenpl&auml;tze f&uuml;r die B&uuml;rgerschaft gesetzt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weser-kurier.de\/Artikel\/Bremen\/Politik\/338116\/800+Euro+fuer+einen+guten+Listenplatz.html\">Weser Kurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Listenpl&auml;tze zum Verkaufen &ndash; mit Geldzur&uuml;ckgarantie falls man nicht gew&auml;hlt wird!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Frontal21: &bdquo;Toll&ldquo; &ndash; Einfach mal abschalten<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=r2qJDkAYui4&amp;feature=player_embedded\">Youtube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fritz Eckenga: Die Null Steht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/fritz_eckenga100.html\">WDR-2<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Mit Sicherheit &hellip;<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/110317_mit_sicherheit.gif\" alt=\"Mit Sicherheit\" title=\"Mit Sicherheit\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/energie\/-\/1473634\/2682086\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: Atompolitik, Japan \/ Fukushima, Unruhen im Nahen Osten, Schuldenkrise, Kampf dem Kasino, die gr&ouml;&szlig;ten Kapitalvernichter, Ausbeutung bei Netto, Bachelor und Master, Studienanf&auml;nger in Ingenieurwissenschaften, moralischer Druck in der Arztpraxis, Umlageverfahren ohne Alternative, faschistische Tendenzen, Bremer CDU verkauft Listenpl&auml;tze, einfach mal abschalten, die Null steht, zu guter Letzt. 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