{"id":870,"date":"2005-09-08T15:19:40","date_gmt":"2005-09-08T13:19:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=870"},"modified":"2016-03-05T10:37:54","modified_gmt":"2016-03-05T09:37:54","slug":"berliner-landgericht-verurteilt-bild-am-sonntag-zu-gegendarstellung-lafontaine-lugt-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=870","title":{"rendered":"Berliner Landgericht verurteilt \u201eBILD am SONNTAG\u201c zu Gegendarstellung: \u201eLafontaine l\u00fcgt nicht!\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Wie eine ausgelagerte Wahlkampagentur der CDU trommeln BILD und BILD am SONNTAG seit Monaten f&uuml;r den Wechsel, nahezu t&auml;glich erscheinen redaktionell verpackte unbezahlte Werbeanzeigen f&uuml;r Angela Merkel. Weil paradoxerweise gerade die Linkspartei eine schwarz-gelbe Mehrheit verhindern k&ouml;nnte, wird vor allem deren Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine seine pers&ouml;nliche und politische Glaubw&uuml;rdigkeit abgesprochen, bis hin zum Vorwurf der L&uuml;ge. Jetzt wurde der BamS gerichtlich auferlegt, auf ihrer ersten Seite abzudrucken: &bdquo;Lafontaine l&uuml;gt nicht!&ldquo;<br>\n<!--more--><br>\nLafontaine besitze eine pomp&ouml;se Villa, er urlaube luxuri&ouml;s in einer Mittelmeer-Finca, er speise und trinke gerne f&uuml;rstlich, er beziehe &uuml;ber einhunderttausend Euro Pension, er lasse sich seine Wahlkampfhelferin vom Staat bezahlen usw. Das alles, um ihn als &bdquo;Luxus-Linken&ldquo; abzustempeln, der Arbeitnehmerinteressen glaubw&uuml;rdig nicht vertreten k&ouml;nne und dessen Hauptforderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit aufgrund seines Einkommens und seines gehobenen Lebenswandels unglaubw&uuml;rdig seien. <\/p><p>BILD am SONNTAG setzte am 28. August 2005 noch einen drauf und wollte ihm eine &bdquo;Privatjet&ldquo;- Aff&auml;re anh&auml;ngen. F&uuml;r den Transport aus seinem Ferienort zu einem BamS-W&auml;hler-Forum habe Lafontaine zur Bedingung gemacht, einen zehntausende Euro teuren Privatjet zur Verf&uuml;gung gestellt zu bekommen. Als Lafontaine in seiner Rede auf dem Parteitag der Linkspartei sagte, es sei eine &bdquo;L&uuml;ge&ldquo;, dass er f&uuml;r ein Interview mit dieser Zeitung &bdquo;einen Privatjet angefordert&ldquo; habe, warf ihm BamS-Chefredakteur Claus Strunz vor, die Unwahrheit zu sagen. An Hand eines &bdquo;Protokolls&ldquo; des BamS- Parlamentskorrespondenten Bernhard Kellner &uuml;ber dessen Telefonate mit einer Mitarbeiterin von Lafontaine sollte belegt werden, dass BamS niemals ein Privatflugzeug f&uuml;r die Anreise und die anschlie&szlig;ende R&uuml;ckreise zu dem BamS-Termin angeboten habe. Im Gegenteil, die Teilnahme Lafontaines sei an dessen Forderung nach einem Privatjet gescheitert. In einer Presseerkl&auml;rung teilt die WASG nunmehr mit, dass Bild am Sonntag vom Berliner Landgericht &bdquo;verurteilt (wurde), auf Seite 1 eine Gegendarstellung unter dem Titel &ldquo;Lafontaine l&uuml;gt nicht!&rdquo; und mit folgendem weiteren Wortlaut zu ver&ouml;ffentlichen: &ldquo;In der &lsquo;BILD am SONNTAG&rsquo; vom 28.08.2005 wurde auf der Titelseite unter der &Uuml;berschrift &lsquo;PRIVATJET-AFF&Auml;RE. Lafontaine l&uuml;gt!&rsquo; behauptet, ein &lsquo;Protokoll der Privatjet-Aff&auml;re&rsquo; w&uuml;rde belegen, dass ich die Unwahrheit gesagt h&auml;tte. Dies ist falsch&hellip;&rdquo; Und weiter: &bdquo;Auf Seite 2 muss die BILD am Sonntag dann u.a. folgende Richtigstellung von Oskar Lafontaine zu dem vom BamS-Korrespondenten Bernhard Kellner erstellten &ldquo;Privatjet-Protokoll&rdquo; abdrucken: &ldquo;Herr Kellner erkl&auml;rte mir bei dem Gespr&auml;ch Mitte Juli 2005, die BamS werde den Flug organisieren und erforderlichenfalls eine Privatmaschine chartern. Im August 2005 teilte Herr Kellner meiner Mitarbeiterin telefonisch mit, dass ein Privatflug zu teuer w&uuml;rde. Meine Mitarbeiterin hat in keinem der Gespr&auml;che mit Herrn Kellner f&uuml;r mich einen Privatjet gefordert. Ebensowenig habe ich eine solche Forderung gestellt.&rdquo; <\/p><p>Auf diese Gegendarstellung darf man aber vor dem Wahltag nicht mehr rechnen, denn die BamS wird den Rechtsstreit weiter treiben. Nach dem 18. September ist aber eine Richtigstellung weitgehend belanglos, denn die Vorw&uuml;rfe gegen Lafontaine hatten ja nur den Sinn, die Wahlchancen des Spitzenkandidaten der Linkspartei zu sch&auml;digen. <\/p><p>Wir berichten auf den NachDenkSeiten &uuml;ber diesen Vorgang, weil zwar etliche Medien &uuml;ber die Vorw&uuml;rfe der BamS berichtet und sich viele Leute &uuml;ber Lafontaine emp&ouml;rt haben, seine vor Gericht erwirkte Gegendarstellung jedoch weitgehend totgeschwiegen wird. <\/p><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wasg-harburg.de\/presse\/index.php\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.wasg-harburg.de\/presse\/index.php\">WASG Harburg<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.news.yahoo.com\/050906\/286\/4oe34.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/de.news.yahoo.com\/050906\/286\/4oe34.html\">Yahoo News<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie eine ausgelagerte Wahlkampagentur der CDU trommeln BILD und BILD am SONNTAG seit Monaten f&uuml;r den Wechsel, nahezu t&auml;glich erscheinen redaktionell verpackte unbezahlte Werbeanzeigen f&uuml;r Angela Merkel. 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