{"id":87039,"date":"2022-08-18T08:33:40","date_gmt":"2022-08-18T06:33:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039"},"modified":"2022-08-18T08:33:40","modified_gmt":"2022-08-18T06:33:40","slug":"hinweise-des-tages-4175","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h01\">Entgleist: Abbas&rsquo; Pressekonferenz mit Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h02\">Cum-Ex-Aff&auml;re Mails von Scholz&rsquo; B&uuml;roleiterin durchsucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h03\">Magische Grenze durchbrochen: Strompreise steigen rasant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h04\">Inflation: Familien mit niedrigen Einkommen weiter am st&auml;rksten belastet &ndash; Steuererleichterungen helfen &Auml;rmeren relativ wenig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h05\">Sch&auml;den im Wirtschaftskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h06\">Gaskrise: Der entfesselte Markt macht alles noch schlimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h07\">Sagenhafte Profite bei LNG: &bdquo;Es ist eine unglaubliche Arbitrage&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h08\">Protest gegen Energiepreise: Politiker und Medien verunglimpfen Unmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h09\">Russland und das Gas &ndash; Klimaschutz statt Machtpolitik!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h10\">Wie die Ukraine den russischen Krieg und Russland den ukrainischen Krieg unterst&uuml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h11\">Jetzt sinkt auch Zahl der Todesf&auml;lle deutlich &ndash; und alles Weitere zu Corona in Deutschland in 20 Grafiken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h12\">Medizinstatistiker &uuml;bt heftige Kritik: &bdquo;Lauterbachs Aussagen k&ouml;nnen fundamental nicht stimmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h13\">Plan von Lauterbach: RKI soll Coronatest-Betrug aufdecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h14\">Neoliberalismus f&uuml;hrt zu h&ouml;herer Akzeptanz von Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87039#h15\">Nachts um vier steigt Berlins Wasserverbrauch: Warum das Hoffnung macht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Entgleist: Abbas&rsquo; Pressekonferenz mit Scholz<\/strong><br>\nWar es bewusste Provokation oder einfach Gedankenlosigkeit, als Pal&auml;stinenserpr&auml;sident Mahmud Abbas am Dienstag auf die Frage eines Journalisten, ob er sich nicht f&uuml;r das Attentat w&auml;hrend der M&uuml;nchener Olympischen Spiele 1972 entschuldigen wolle, mit der Aufz&auml;hlung von &raquo;50 Massakern, 50 Holocausts, die Israel seit 1947 in pal&auml;stinensischen Ortschaften&laquo; begangen habe, antwortete? Eine Leugnung des Holocaust war das nicht, womit er nach deutschem Recht eine Straftat begangen h&auml;tte. Indem er ihn als Vergleich heranzog, um auf die gro&szlig;e Anzahl ziviler Opfer israelischer Besatzungspolitik hinzuweisen, hat er ihn allerdings relativiert. Das wird mittlerweile ebenso skandalisiert wie die Leugnung des Holocaust. Im medialen Rauschen ist bereits die Infragestellung der von Abbas und Bundeskanzler Olaf Scholz in derselben Pressekonferenz hervorgehobenen humanit&auml;ren Hilfen Deutschlands f&uuml;r die Pal&auml;stinenser zu vernehmen.<br>\nDie mediale Aufregung scheint jedoch &uuml;berzogen. Sie steht unter Verdacht, nur den willkommenen Anlass gesucht zu haben, das Problem der israelischen Besatzungspolitik auszublenden. Von Pal&auml;stinensern zu erwarten, dass sie &ndash; quasi &uuml;ber Hitlers langem Arm &ndash; klaglos die Folgen des Holocaust tragen m&uuml;ssen, d&uuml;rfte zu viel verlangt sein. Sie k&ouml;nnen nicht nachvollziehen, weshalb ihr Leben ausgerechnet von den Nachkommen der Opfer des Holocaust permanent eingeschr&auml;nkt und gef&auml;hrdet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432794.entgleist.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Emp&ouml;rung und Fakten<\/strong><br>\nWas Pal&auml;stinenserpr&auml;sident Abbas im Kanzleramt sagte, ist sachlich falsch, historisch unsinnig und politisch gef&auml;hrlich. Den Israelis 50-fachen Holocaust an Pal&auml;stinensern vorzuwerfen, ist haarstr&auml;ubend. Auch wenn sich Abbas f&uuml;r diesen schr&auml;gen Vergleich entschuldigt hat, bietet er doch einen interessanten Einblick in die Gedankenwelt der pal&auml;stinensischen Elite.<br>\nAber das schafft ja Fakten nicht aus der Welt, die oft hinter Antisemitismusdebatten zur&uuml;ckgestellt werden. Israel ist im Lauf der Jahrzehnte immer wieder mit Gewalt gegen Pal&auml;stinenser vorgegangen. Es ist ein fatales Wechselspiel der Gewalt im Nahen Osten. Und Gewalt hei&szlig;t nicht nur Krieg und bewaffnete Angriffe; Gewalt ist auch der Raub pal&auml;stinensischen Gebiets, der illegale Bau von immer weiter ausufernden j&uuml;dischen Siedlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1166184.holocaustvergleich-empoerung-und-fakten.html\">nd aktuell<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Cum-Ex-Aff&auml;re Mails von Scholz&rsquo; B&uuml;roleiterin durchsucht<\/strong><br>\nBei den Cum-Ex-Ermittlungen haben Staatsanw&auml;lte auch Mails der B&uuml;roleiterin von Kanzler Scholz untersucht. Laut Unterlagen, die dem NDR und anderen Medien vorliegen, fanden sie ein &ldquo;potenziell beweiserhebliches&rdquo; Dokument.<br>\nDie K&ouml;lner Staatsanwaltschaft hat bei ihren Ermittlungen in der Cum-Ex-Aff&auml;re gegen die Hamburger Privatbank M.M. Warburg auch eine hochrangige Mitarbeiterin im Kanzleramt im Visier. Am 21. April dieses Jahres beschlagnahmten Ermittler aus Nordrhein-Westfalen das E-Mail-Postfach von Jeanette Schwamberger, B&uuml;roleiterin im Kanzleramt und seit Jahren eine der engsten Vertrauten von Kanzler Olaf Scholz. Dies geht aus Unterlagen hervor, die dem NDR, dem &ldquo;Stern&rdquo; und dem &ldquo;Manager Magazin&rdquo; vorliegen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr\/scholz-cum-ex-103.html\">tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/der_ndr\/presse\/mitteilungen\/Cum-Ex-Affaere-Postfach-von-Scholz-Bueroleiterin-durchsucht,pressemeldungndr23360.html\">NDR<\/a>\n<p>dazu: <strong>Cum-Ex-Aff&auml;re: Stolpert Scholz &uuml;ber seine eigenen Widerspr&uuml;che? Mails von B&uuml;roleiterin durchsucht<\/strong><br>\nIm Fall um die ber&uuml;hmten Erinnerungsl&uuml;cken von Bundeskanzler Olaf Scholz im Zusammenhang mit der sogenannten Cum-Ex-Aff&auml;re wirft ein nun bekannt gewordenes Protokoll des Bundestag-Finanzausschusses Fragen auf. Grund daf&uuml;r sind widerspr&uuml;chliche Aussagen des Kanzlers, wie der Stern berichtet. Aufgetaucht ist zudem eine eine verd&auml;chtige E-Mail von Scholz&rsquo; B&uuml;roleiterin. Die Staatsanwaltschaft spricht von &ldquo;&Uuml;berlegungen zum L&ouml;schen von Daten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/inland\/146332-cum-ex-affare-stolpert-scholz\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Magische Grenze durchbrochen: Strompreise steigen rasant<\/strong><br>\nDie Strompreise steigen in einem bisher nicht dagewesenen Tempo. Die n&auml;chste Stromrechnung wird saftig.<br>\nDie Strompreise sind auf neue Rekordh&ouml;hen gestiegen. Es ist zu erwarten, dass sich die deutschen Konsumenten im kommenden Jahr und in den Folgejahren auf signifikant h&ouml;here Stromrechnungen einstellen m&uuml;ssen. Die Gr&uuml;nde liegen zum einen in den hohen Gaspreisen, denn Gas ist zur Erzeugung von Strom notwendig. Die Preise f&uuml;r niederl&auml;ndisches Gas stiegen am Dienstag um sechs Prozent &ndash; das ist der st&auml;rkste Anstieg seit M&auml;rz. Die Strompreise steigen seit Monaten, da sich der Gaspreis mehr als vervierfacht hat. Versch&auml;rft wird die Lage zus&auml;tzlich durch die aktuelle Hitzewelle.<br>\nDie Preise f&uuml;r die Strombez&uuml;ge in Deutschland im n&auml;chsten Jahr stiegen an der Europ&auml;ischen Stromb&ouml;rse (EEE) laut Bloomberg am Dienstag um 5,2 Prozent auf 502 Euro pro Megawattstunde. Es ist das erste Mal, dass die magische 500-Euro-Marke &uuml;berschritten wurde. Die Bloomberg-Statistik zeigt au&szlig;erdem einen Trend: Die Preise steigen t&auml;glich. Der Preis ist bereits jetzt fast sechsmal so hoch wie im vergangenen Jahr im Vergleichszeitraum. Allein in den vergangenen zwei Monaten hat sich der Strompreis verdoppelt.<br>\nWeil sich die steigenden Strompreise auf die gesamte Industrieproduktion auswirken, d&uuml;rfte die Inflation durch diese Entwicklung weiter in die H&ouml;he getrieben werden. Es wird erwartet, dass die Geldentwertung aus diesem Grund sich bald in den zweistelligen Bereich begeben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/magische-grenze-durchbrochen-strompreise-steigen-rasant-li.257064\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Inflation: Familien mit niedrigen Einkommen weiter am st&auml;rksten belastet &ndash; Steuererleichterungen helfen &Auml;rmeren relativ wenig<\/strong><br>\nDie allgemeine Inflationsrate in Deutschland ist zuletzt zwar leicht auf 7,5 Prozent gesunken. Familien mit niedrigem Einkommen tragen aber mit 8,4 Prozent im Juli weiterhin eine deutlich &uuml;berdurchschnittliche Belastung, w&auml;hrend Singles mit hohem Einkommen im Vergleich verschiedener Haushaltstypen mit 6,4 Prozent die geringste Teuerungsrate aufweisen. Wenn demn&auml;chst die Inflation zus&auml;tzlichen Schub erh&auml;lt, weil 9-Euro-Ticket und Tankrabatt auslaufen und die Gasumlage eingef&uuml;hrt wird, d&uuml;rfte die soziale Schere bei den Belastungen sogar noch weiter aufgehen. Denn zus&auml;tzliche Preissteigerungen bei der Haushaltsenergie schlagen bei Haushalten mit niedrigeren Einkommen besonders stark durch. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue IMK Inflationsmonitor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-inflation-familien-mit-niedrigen-einkommen-weiter-am-starksten-belastet-42810.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sch&auml;den im Wirtschaftskrieg<\/strong><br>\nZunehmende sch&auml;dliche Folgen des Sanktionskriegs gegen Russland f&uuml;r Deutschland l&ouml;sen Warnungen vor weiteren Verlusten bei einer Eskalation des Machtkampfs gegen China aus. Aktuelle Quartalsbilanzen zeigen, dass deutsche Konzerne wegen ihres R&uuml;ckzugs aus Russland Milliardensummen verlieren; zudem sch&auml;digen exzessive Energiepreise und der drohende Erdgasmangel auch Privatpersonen in wachsendem Ma&szlig;. Sollte es zu einem Wirtschaftskrieg auch gegen China kommen, dann m&uuml;sse mit tiefen Einbr&uuml;chen in der deutschen Wirtschaftsleistung gerechnet werden, hei&szlig;t es in einer aktuellen Studie des M&uuml;nchener ifo-Instituts. Experten warnen zus&auml;tzlich vor Risiken, die sich daraus ergeben, dass Deutschland bei unverzichtbaren Rohstoffen wie Lithium oder auch bei Batterien noch st&auml;rker von China abh&auml;ngig ist als bei Erdgas von Russland. Die European Chamber of Commerce in China weist zudem darauf hin, dass zahlreiche deutsche Konzerne auch bei Forschung und Entwicklung kaum noch ohne schwere Einbu&szlig;en auf die Volksrepublik verzichten k&ouml;nnen. &Ouml;konomen warnen vor Wohlstandsverlust &ndash; und urteilen, der Westen k&ouml;nne Wirtschaftskriege auch verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8996\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gaskrise: Der entfesselte Markt macht alles noch schlimmer<\/strong><br>\nDer Energiekonzern Uniper ist nicht nur wegen russischer Gask&uuml;rzungen in die Schieflage geraten. Er verbrennt auch Unsummen am europ&auml;ischen Spotmarkt TTF, der von Angst und Spekulation getrieben wird. Gegen die &uuml;berf&auml;llige Regulierung sperrt sich ausgerechnet Deutschland. [&hellip;]<br>\nDoch das liegt nicht etwa am Ukrainekrieg oder an den Gaslieferungen aus Russland. Der Markt habe sich von der realen Welt abgekoppelt und werde von Angst und Spekulation getrieben, fanden die Experten der EU-eigenen &bdquo;Agency for the Cooperation of Energy Regulators&ldquo; (ACER) heraus.<br>\nSo kletterte der Gaspreis bereits im Oktober 2021 &ndash; f&uuml;nf Monate vor Beginn des Krieges &ndash; auf schwindelerregende H&ouml;hen. Die Preiskrise beherrschte den EU-Gipfel, Spanien und Griechenland forderten eine bessere Regulierung. Doch Deutschland str&auml;ubte sich gegen Markteingriffe.<br>\nSeither vergeht kaum ein EU-Gipfeltreffen, ohne dass die Gaskrise f&uuml;r hitzige Diskussionen unter den Staats- und Regierungschef sorgte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/gaskrise-der-unregulierte-markt-macht-alles-noch-schlimmer\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sagenhafte Profite bei LNG: &bdquo;Es ist eine unglaubliche Arbitrage&ldquo;<\/strong><br>\nUS-Unternehmen streichen 150 Millionen Dollar Gewinn pro Fl&uuml;ssiggas-Schiff ein. Die EU will jeden Preis &uuml;berbieten. Am Ende zahlen die privaten Haushalte.<br>\nDer Ankauf von US-amerikanischem Fl&uuml;ssiggas (LNG) ist extrem teuer f&uuml;r die europ&auml;ischen Endkunden und wirft zugleich sagenhafte Profite f&uuml;r die Lieferanten ab.<br>\nDas Problem f&uuml;r die deutschen Konsumenten: Die Preise f&uuml;r LNG werden weiter steigen. Die Europ&auml;ische Union ist nach Einsch&auml;tzung des Wirtschaftsmagazins Fortune gewillt, jeden Preis zu zahlen. Um die Energiekrise zu verhindern, werden die Preise im gro&szlig;en Stil an die privaten Haushalte und Unternehmen weitergereicht. Europa sei bereit, &bdquo;die Heizkosten f&uuml;r alle B&uuml;rger weiter in die H&ouml;he zu treiben, um die Versorgung mit Erdgas f&uuml;r den kommenden Winter zu sichern&ldquo;, schreibt Fortune. Nach Angaben von namentlich nicht genannten EU-Beamten sei Europa bereit, f&uuml;r einen Tanker mit Fl&uuml;ssiggas jeden Weltmarktpreis zu &uuml;berbieten. Bislang funktioniere der Plan, sich einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil am weltweiten Wettlauf um Fl&uuml;ssigerdgas zu sichern, indem man tief in die Tasche greift, so der Beamte. Die EU versucht mit dieser Taktik, alle anderen Interessenten am Weltmarkt auszustechen. Weil viele L&auml;nder vor allem in Asien nicht bei diesem Wettlauf mitmachen wollen, haben die EU-Staaten laut Fortune in den vergangenen Monaten 21 Milliarden Kubikmeter aus den globalen LNG-Best&auml;nden zugekauft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/sagenhafte-profite-bei-lng-es-ist-eine-unglaubliche-arbitrage-li.257539\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Protest gegen Energiepreise: Politiker und Medien verunglimpfen Unmut<\/strong><br>\nDie Nervosit&auml;t bei den Etablierten steigt: Protest gegen Energiewucher ist angek&uuml;ndigt. Am 5. September soll es losgehen, wie jW am Mittwoch zuerst berichtete. Mehrere Regierungsbeauftragte versuchten sogleich, den Unmut in die antidemokratische Ecke zu stellen. Der Ostbeauftragte der Linksfraktion im Bundestag S&ouml;ren Pellmann bekr&auml;ftigte dennoch seinen Aufruf zu Demonstrationen. (&hellip;) Der Ostbeauftragte der Linksfraktion im Bundestag S&ouml;ren Pellmann h&auml;lt trotz Kritik von Th&uuml;ringens Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow (Die Linke) an seinem Aufruf zur Gegenwehr fest. Gegen&uuml;ber jW erkl&auml;rte er am Mittwoch, er sei im Kern mit Ramelow v&ouml;llig einig: &raquo;Im &rsaquo;hei&szlig;en Herbst&lsaquo; m&uuml;ssen wir gemeinsam mit allen Demokratinnen und Demokraten in einem breiten gesellschaftlichen B&uuml;ndnis auf die Stra&szlig;e gehen und fordern: Hei&szlig;er Herbst gegen soziale K&auml;lte! Energie und Essen m&uuml;ssen bezahlbar sein! Das tun wir am besten an jedem einzelnen Wochentag &ndash; gern auch an den Montagen.&laquo; Darin bestehe die Verantwortung der Linkspartei. Die Bev&ouml;lkerung habe &raquo;nicht nur bei den Anti-Hartz-IV-Protesten gezeigt, dass sie sich soziale Verwerfungen nicht gefallen l&auml;sst&laquo;. Die Bundesregierung wolle Energieunternehmen retten: &raquo;Diesem Klassenkampf von oben m&uuml;ssen wir entschlossene Solidarit&auml;t von unten entgegensetzen.&laquo; Die Linke fordere einen Gaspreisdeckel, eine &Uuml;bergewinnsteuer und das Verbot von Strom- und Gasabschaltungen.<br>\nDer Ostbeauftragte der Bundesregierung Carsten Schneider (SPD) nannte die Mobilisierung zu Montagsdemos am Mittwoch gegen&uuml;ber der Wirtschaftswoche eine &raquo;Herabsetzung der Verdienste von Ostdeutschen&laquo; und warnte vor einer Instrumentalisierung des &raquo;Symbols der friedlichen Revolution&laquo; durch verschiedene politische Richtungen. &Auml;hnlich verleumderisch &auml;u&szlig;erte sich Verfassungsschutzpr&auml;sident Thomas Haldenwang am selben Tag in einer Mitteilung. Rechts- und Linksextremisten sowie andere Verfassungsfeinde konzentrierten sich auf Wirtschaft und Versorgungslage. Russland nutze dies als &raquo;hybriden Hebel&laquo; zur Spaltung. F&uuml;r die Beobachtung dieser Aktivit&auml;ten sei eine &raquo;Sonderauswertung&laquo; eingerichtet worden. Der Innenminister Nordrhein-Westfalens, Herbert Reul, halluzinierte gegen&uuml;ber NTV am selben Tag, es seien &raquo;fast so was wie neue Staatsfeinde, die sich da etablieren&laquo;.<br>\nFlankierend m&auml;kelten einige Zeitungen am Protestaufruf. ND &ndash; der Tag riet mit Blick auf Pegida und Coronaleugner: &raquo;Finger weg vom Begriff der Montagsdemo!&laquo; Die Taz kommentierte, der Linken sei wegen ihrer Russland-Politik und wegen m&ouml;glicher Forderungen nach Aufhebung der Sanktionen bei den Demos nicht zu trauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432759.proteste-gegen-gasumlage-auf-die-stra%C3%9Fe.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bundesregierung und Verfassungsschutz bereiten sich f&uuml;r die n&auml;chste Medienschlacht vor: &bdquo;Der Feind lauert nicht nur in Moskau&ldquo;<\/strong><br>\nIm neuesten Bedrohungsbulletin der Bundesregierung &bdquo;Gemeinsam gegen Desinformation&ldquo; wird die wachsende Bedeutung der sozialen Medien beklagt, &uuml;ber die &bdquo;Verunsicherung gesch&uuml;rt oder Panik verbreitet&ldquo; werde. L&auml;ngst gehe es im Kampf um die richtige Information und die Deutungshoheit nicht mehr nur darum, &bdquo;prorussischen Narrativen&ldquo; zur Rechtfertigung des &bdquo;brutalen v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieges&ldquo; in der &ouml;ffentlichen Meinung das Wasser abzugraben. Der Feind lauert nicht nur in Moskau. Wirtschaftlicher Niedergang bei steigenden Verbraucherpreisen und die durch die Sanktionspolitik hervorgerufene Energiekrise versch&auml;rfen den Konflikt zwischen Arbeit und Kapital, Arm und Reich. &bdquo;Demokratiefeinde warten nur darauf, Krisen zu missbrauchen, um Untergangsphantasien, Angst und Verunsicherung zu verbreiten&ldquo;, verriet die Bundesinnenministerin der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;. In naher Zukunft drohe eine Situation, in der &bdquo;das Vertrauen in das staatliche System insgesamt ersch&uuml;ttert und dessen Funktionsf&auml;higkeit beeintr&auml;chtigt&ldquo; werde, lautet die Gefahrenprognose des Verfassungsschutzes (VS). Da nach dieser Lesart &bdquo;Desinformation&ldquo; regelm&auml;&szlig;ig zur &bdquo;Delegitimierung&ldquo; bundesdeutscher Staatsmacht f&uuml;hrt, ergibt sich die Arbeitsteilung: Das Bundesinnenministerium und sein Gefolge definieren, was wahr und was falsch ist. Der Verfassungsschutz konzentriert sich auf dieser Basis auf den &bdquo;Ph&auml;nomenbereich verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/der-feind-lauert-nicht-nur-in-moskau-171688\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Russland und das Gas &ndash; Klimaschutz statt Machtpolitik!<\/strong><br>\nAuch wenn der Angriff Russlands auf die Ukraine ohne Zweifel eine bodenlose Schweinerei und moralisch zutiefst verwerflich ist &ndash; das moralische Pathos, mit dem in den NATO-Staaten das Verbrechen der russischen Seite als Mittel zur Verfolgung der eigenen aggressiven imperialen Ziele instrumentalisiert wird, ist unglaubw&uuml;rdig. Es ist nicht von humanit&auml;ren Anliegen motiviert, sondern dient dazu, eine aggressive Politik mit dem Ziel der m&ouml;glichst nachhaltigen milit&auml;rischen Erniedrigung des geopolitischen Rivalen Russland zu rechtfertigen. Es ist offensichtlich, dass die moralische Messlatte nur an den Rivalen auf der geopolitischen B&uuml;hne angelegt wird. Werden &auml;hnliche Verbrechen von Staaten begangen, die zum eigenen Lager gez&auml;hlt oder zumindest als n&uuml;tzliche B&uuml;ndnispartner gesehen werden, gibt es weder eine moralische Verurteilung noch Sanktionen.<br>\nTeil 3 eines Dreiteilers um den Konflikt um die russischen Gaslieferungen unseres Autoren Paul Michel vom Netzwerk &Ouml;kosozialismus (Teil 1, Teil 2).<br>\nBei einem anderen Angriffskrieg, dem &Uuml;berfall der USA auf den Irak 2003, forderte niemand ernsthaft Sanktionen. Dieser Krieg war deutlich brutaler als der aktuelle in der Ukraine und forderte deutlich mehr Opfer unter der Zivilbev&ouml;lkerung. Damals war aber der Aggressor eine &bdquo;befreundete Nation&ldquo;, die USA.<br>\nBereits seit einigen Jahren f&uuml;hrt das saudische Regime einen brutalen Krieg gegen den Jemen. Dort spielt sich die gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Katastrophe der Gegenwart ab. Es sind hunderttausende Opfer zu beklagen, internationale Hilfsorganisationen nennen es die &bdquo;schlimmste humanit&auml;re Krise der Welt&ldquo; &ndash; und doch hat es dieser Krieg kaum je in die Schlagzeilen geschafft. Es ist eben nicht nur der Krieg des K&ouml;nigreichs Saudi-Arabien, es ist ein Krieg, der ohne die aktive Unterst&uuml;tzung des &bdquo;Westens&ldquo; nicht m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Waffenlieferungen, Logistik und Satellitenaufnahmen hielten den Krieg am Laufen. Saudi-Arabien z&auml;hlt zu den wichtigsten Kunden deutscher Waffenexporte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/russland-und-das-gas-klimaschutz-statt-machtpolitik\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie die Ukraine den russischen Krieg und Russland den ukrainischen Krieg unterst&uuml;tzt<\/strong><br>\nEs ist schon seltsam, wenn die ukrainische Regierung immer wieder dazu auffordert, Russland weiter zu sanktionieren, und Unternehmen an den Pranger stellt, die noch Gesch&auml;fte mit Russland machen, w&auml;hrend das Land vom &bdquo;Terrorstaat&ldquo; Russland weiter Geld f&uuml;r den Transit von Gas nach Europa nimmt.<br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident Selenskij kritisierte bereits scharf, dass eine Ausnahmen von den Sanktionen gemacht wurde, um die in Kanada gewartete Siemens-Turbine f&uuml;r Nord Stream 1 wieder  nach Russland zu bringen: &bdquo;Wenn ein terroristischer Staat eine solche Ausnahme bei den Sanktionen durchsetzen kann, welche Ausnahmen will er dann morgen oder &uuml;bermorgen?&ldquo; Noch ist die Turbine nicht angekommen, Russland gibt an, es gebe noch rechtliche Probleme.<br>\nNach Bloomberg hat Gazprom die Transitgeb&uuml;hren f&uuml;r den Juli ohne Probleme an Naftogaz gezahlt,  obgleich es mit Transitgeb&uuml;hren f&uuml;r Erd&ouml;l Probleme wegen der verh&auml;ngten Sanktionen gegeben hatte. Am 4. August wurde die Durchleitung von &Ouml;l durch eine der Drushba-Pipeline nach Ungarn, die Tschechische Republik und die Slowakei vor&uuml;bergehend gestoppt, nachdem die Zahlung aus Russland wegen der europ&auml;ischen Sanktionen nicht geleistet werden konnte. Nach Intervention von Ungarn konnte das russische &Ouml;l und Geld wieder flie&szlig;en. Mitunter werden die Folgen der verh&auml;ngten Sanktionen als &bdquo;friendly fire&ldquo;! bezeichnet. Polen und Deutschland nehmen kein &Ouml;l mehr aus dem n&ouml;rdlichen Zweig der Druschba-Pipeline.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/krass-konkret\/wie-die-ukraine-den-russischen-krieg-und-russland-den-ukrainischen-krieg-unterstuetzt\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jetzt sinkt auch Zahl der Todesf&auml;lle deutlich &ndash; und alles Weitere zu Corona in Deutschland in 20 Grafiken<\/strong><br>\nHier erfahren Sie aktuelle Zahlen zu Neuinfektionen, Intensivpatienten, Toten und zur Impfquote in Deutschland.<br>\nDie Infektionslage hat sich deutlich entsch&auml;rft, die Zahl der t&auml;glich gemeldeten Neuinfektionen nimmt bereits seit mehreren Wochen ab.<br>\nAls Pandemie-Indikator hat die Zahl der Neuinfektionen aber an Bedeutung verloren &ndash; das zeigt ein Vergleich mit der Zahl der Corona-Intensivpatienten und der Todesf&auml;lle im Zusammenhang mit Corona w&auml;hrend der Delta- und der Omikron-Welle.<br>\nSeit der ersten Omikron-Welle im Winter 2021\/22 ist auf den Intensivstationen die Zahl der nicht mechanisch beatmeten Corona-Patienten immer deutlich st&auml;rker gestiegen als jene der mechanisch beatmeten Corona-Patienten &ndash; ein Hinweis darauf, dass vermehrt Menschen mit und nicht wegen Covid-19 behandelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/visuals\/corona-deutschland-alle-zahlen-und-regeln-ld.1656184\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.G.:<\/strong> Dieser Artikel zeichnet ein v&ouml;llig anderes Bild der Corona-Lage in Deutschland als die deutschen &bdquo;Leitmedien&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Medizinstatistiker &uuml;bt heftige Kritik: &bdquo;Lauterbachs Aussagen k&ouml;nnen fundamental nicht stimmen&ldquo;<\/strong><br>\nSeit Beginn der Pandemie postet Karl Lauterbach munter Studie f&uuml;r Studie auf Twitter. Nicht selten werden seine Interpretationen dazu zitiert und als Fakten angesehen. Genau das kritisieren jetzt internationale Experten.<br>\n&bdquo;SPD Bundestagsabgeordneter, Bundesgesundheitsminister, der hier selbst und privat tweetet.&ldquo; Mit diesen Worten beschreibt sich Karl Lauterbach selbst in seinem Twitterprofil. So ganz &bdquo;privat&ldquo; ist allerdings nicht, was er dort von sich gibt. Denn in seiner Position als Gesundheitsminister hat Lauterbach durchaus Verantwortung &ndash; auch f&uuml;r alles, was er &bdquo;selbst und privat&ldquo; auf seinem Twitterprofil mit der ganzen Welt teilt. Viele Menschen in Deutschland z&auml;hlen auf ihn, auf seine Meinung und auf seine Einsch&auml;tzung.<br>\nDas bedeutet also:<br>\nPostet Karl Lauterbach als &bdquo;Bundestagsabgeordneter, Bundesgesundheitsminister&ldquo; neue Studien auf seinem Profil, dann sollten diese fundiert sein. Und das bedeutet auch: Wenn er diese selbst gar nicht richtig gelesen hat, dann sollte er sie vielleicht gar nicht erst posten. Vor allem aber bedeutet das: Wenn die Studie weder fundiert ist, noch richtig gelesen wurde, dann sollte er daraus keine, f&uuml;r ganz Deutschland geltenden Ma&szlig;nahmen ableiten. Genau das scheint Karl Lauterbach nach Einsch&auml;tzung von internationalen Experten aber zu tun. Und das kritisieren diese nun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/statistiker-mit-heftiger-kritik-lauterbachs-aussagen-koennen-fundamental-nicht-stimmen_id_136586892.html%20\">Focus Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Karl Lauterbach wird schon l&auml;nger ein bemerkenswertes Privileg einger&auml;umt: <\/strong><br>\nEr muss seine politischen Forderungen selten politisch verteidigen, sondern kann sich mit einem Hinweis auf &ldquo;die Wissenschaft&rdquo; oder &ldquo;die Studienlage&rdquo; begn&uuml;gen. Dass das nicht weiter hinterfragt wird und wurde, kann man weniger ihm selbst anlasten als den Talk-Shows, die die Rolle des Politikers nicht von der des unabh&auml;ngigen Experten unterscheiden konnten oder wollten. Selbst wenn Lauterbach nur sauber und seri&ouml;s aus relevanten Studien zitieren w&uuml;rde, w&auml;re das problematisch, denn naturgem&auml;&szlig; ist die Rolle des Politikers eine andere als die des Experten. Aber leider argumentiert Lauterbach nicht in dieser Weise.<br>\nSo flie&szlig;en mitunter nicht nur fundierte Stellungnahmen in die politische Abw&auml;gung ein, sondern auch das, was unabh&auml;ngige Experten als &ldquo;M&uuml;ll&rdquo; bezeichnen. Umso wichtiger wird die sorgsame politische Diskussion der neuesten Vorschl&auml;ge zum Infektionsschutzgesetz sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/kubicki.wolfgang\/posts\/pfbid0E9HXnYeUU5WvBQQXwPxUUmntWWAzVNFtVTAAGsjWe5ZWmPrWNH2cXPFLSp8Jp4yfl\">Wolfgang Kubicki via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Plan von Lauterbach: RKI soll Coronatest-Betrug aufdecken<\/strong><br>\nEin Referentenentwurf aus dem Gesundheitsministerium sorgt f&uuml;r Kopfsch&uuml;tteln: Da die Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen sich weigern, Coronatests auf Betrug zu &uuml;berpr&uuml;fen, will der Minister die Aufgabe nun dem RKI &uuml;bertragen.<br>\nDer Aufschrei war gro&szlig;, als im Mai 2021 Recherchen von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; millionenschwere Betrugsf&auml;lle in mehreren Corona-Testzentren enth&uuml;llten. Der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn erkl&auml;rte, den Betrug bek&auml;mpfen zu wollen. Als Karl Lauterbach das Gesundheitsministerium Ende 2021 &uuml;bernahm, gab es noch immer kein Konzept im Kampf gegen den mutma&szlig;lichen Massenbetrug in Corona-Schnelltestzentren. Lauterbach k&uuml;ndigte Ende Juni seinerseits an, dass nun endg&uuml;ltig Schluss sein solle mit dem Betrug.<br>\nDoch der Gesundheitsminister wurde kalt erwischt &ndash; von den Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen (KVen). Die Organisationen, die haupts&auml;chlich dazu da sind, in jedem Bundesland das Geld der Krankenkassen an niedergelassene &Auml;rztinnen und &Auml;rzte zu verteilen, waren bisher damit beauftragt, die Abrechnung der Schnelltests zu pr&uuml;fen und erkl&auml;rten nun, dass sie dies k&uuml;nftig nicht mehr machen wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/corona-testzentren-107.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Es wird immer doller: Der Geldvernichter Jens Spahn (CDU), der mit seinem Dilettantismus beim Betrieb von Schnelltestzentren viele Milliarden in den Sand gesetzt hat, hat mit Karl Lauterbach einen w&uuml;rdigen Nachfolger gefunden. Die Einladung zum staatlich gef&ouml;rderten Betrug geht weiter. Die teuren und unkontrollierbaren Schnelltestzentren haben kaum etwas gebracht, und sie sind zudem noch &uuml;berfl&uuml;ssig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neoliberalismus f&uuml;hrt zu h&ouml;herer Akzeptanz von Ungleichheit<\/strong><br>\nWer in einem neoliberalen Staat lebt, toleriert eine Verm&ouml;gens- und Einkommenskluft eher. Das zeigt eine psychologische Studie.<br>\nDas Resultat der Studie aus New York, die k&uuml;rzlich in der Fachzeitschrift Perspectives on Psychological Science erschienen ist: Menschen in neoliberaleren Staaten heissen gr&ouml;ssere Lohnunterschiede eher gut &ndash; ganz nach dem Prinzip: Leistung soll belohnt werden. Da die Daten zu mehreren Zeitpunkten erhoben worden waren, konnten die Forschenden belegen, dass sich zuerst das Wirtschaftssystem ver&auml;nderte und sich die pers&ouml;nlichen Einstellungen diesem anglichen &ndash; und nicht etwa umgekehrt. In anderen Worten: Wirtschaftspolitik hat psychologische Folgen. Sie ver&auml;ndert die ethischen Einstellungen und das Weltbild der Menschen. &Uuml;berraschend ist vor allem, dass f&uuml;r diesen Effekt offensichtlich wenige Jahre gen&uuml;gen. Forscherin Shahrzad Goudarzi schreibt: &laquo;Unsere Resultate (&hellip;) legen nahe, dass vier Jahre gen&uuml;gen, um &ndash; wie Thatcher es formulierte &ndash; Seelen zu ver&auml;ndern.&raquo;<br>\nMargaret Thatcher sagte 1981 in einem Interview mit der Sunday Times: &laquo;Economics are the method; the object is to change the heart and soul.&raquo; Der Satz geh&ouml;rt zu den bekannteren Zitaten der fr&uuml;heren britischen Premierministerin, die mit ihrer neoliberalen Politik eben nicht nur die Wirtschaft, sondern die Herzen und Seelen ihrer Nation ver&auml;ndern wollte.<br>\nDie Studie der Psychologen der New York University zeigt nun, dass es ihr weitgehend gelungen ist. Der Neoliberalismus beeinflusst unser Gerechtigkeitsempfinden. Wir tolerieren grosse Lohnunterschiede eher, wenn sie &laquo;normal&raquo; sind, wie das in neoliberal ausgerichteten Gesellschaften der Fall ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/neoliberalismus-fuehrt-zu-hoeherer-akzeptanz-von-ungleichheit\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nachts um vier steigt Berlins Wasserverbrauch: Warum das Hoffnung macht<\/strong><br>\nDas Trinkwasser der Stadt stammt von Ufern der Fl&uuml;sse und Seen, doch die leeren sich. Im Wasserwerk Tegel steuern die Mitarbeiter dem Klimawandel entgegen.<br>\nDie reale Lage und die Stimmung passen nicht zusammen an diesem kleinen Strand am Tegeler See. Der Sand ist weich und golden, der Himmel blau, die Sonne hei&szlig;, der See k&uuml;hl. Im Wasser klettert ein etwa vierj&auml;hriges M&auml;dchen immer wieder in ihren Schwimmreifen. Daneben l&auml;sst sich ihre Mutter auf einer Luftmatratze treiben. Am Ufer stehen zwei Jugendliche mit Bierflaschen, schauen &uuml;bers Wasser, quatschen und lachen.<br>\nDie Stimmung wirkt heiter und sorgenfrei, aber eigentlich ist die Lage dramatisch. Denn nicht nur Berlin hat in diesem Sommer ein extremes Wasserproblem. In Brandenburg verh&auml;ngen immer mehr Kommunen strenge Gie&szlig;verbote in G&auml;rten. An der Spree wurden Teile des Flusses am Spreewald gesperrt. Der allgemeine Wassermangel ist auch hier am Tegeler See zu erkennen. Am Ufer steht Schilf, das eigentlich nur im Wasser w&auml;chst.<br>\nDoch die wochenlange Hitze hat auch am zweitgr&ouml;&szlig;ten Berliner See daf&uuml;r gesorgt, dass riesige Wassermengen verdunstet sind, sodass sich die Uferlinie fast drei Meter zur&uuml;ckgezogen hat. Nun steht das Schilf auf dem Trockenen und verdorrt.<br>\nBerlin leidet seit Wochen unter Hitzewellen. Es wird wohl der trockenste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen 1880. Obwohl die Hitzephase l&auml;ngst nicht vorbei ist, wurden bis zum Mittwoch bereits 60 Sommertage gez&auml;hlt, also Tage mit mehr als 25 Grad. Damit sind es f&uuml;nf Wochen vor dem Ende des Sommers bereits mehr Sommertage als im gesamten Vorjahr und fast doppelt so viele wie im Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990, dem g&auml;ngigen Referenzzeitraum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/reportage-wasser-trinkwasser-berlin-wasserwerk-tegel-sommer-hitze-duerre-trockenheit-bettina-jarasch-nachts-um-vier-steigt-berlins-wasserverbrauch-warum-das-hoffnung-macht-li.257377\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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